New Orleans, USA: 18 Highlights und Erlebnisse 2026

New Orleans ist genau die Art Stadt, in der du einen Museumsbesuch planst und dann an einer Band an der Straßenecke hängen bleibst. Über dir Balkone, die von Grün überwuchert sind, in der Luft Kaffeeduft und vor dir das nächste Café mit fluffigen, frittierten Teigkissen unter einer dicken Zuckerschicht. Wenn du Städte liebst, die ein bisschen laut, ein bisschen verrückt und ganz eigenwillig sind, wirst du dich hier vermutlich sehr wohlfühlen. ☺️

New Orleans in Louisiana zählt zu den interessantesten Reisezielen im amerikanischen Süden. Jeden Abend kannst du Jazz hören, den ganzen Vormittag zwischen bunten Häusern umherschlendern und den Nachmittag unter riesigen Eichen oder am Mississippi verbringen. Einen einzigen Tag zwischen zwei langen Fahrten würde ich der Stadt allerdings nicht gönnen. New Orleans verdient es, dass du dir zwischendurch Zeit lässt.

Ich habe 18 Tipps für New Orleans USA Sehenswürdigkeiten und Erlebnisse zusammengestellt – vom berühmten French Quarter bis zum ruhigeren Algiers Point. Dazu kommen konkrete Unterkunftstipps, vegetarische Restaurants, Preise für ausgewählte Aktivitäten und ein Vorschlag, wie du deinen Besuch auf drei Tage verteilst. Damit dir am Ende nicht nur ein Foto von der Bourbon Street bleibt und das Gefühl, dringend Schlaf nachholen zu müssen. 😅

Artikelinhalt

Zusammenfassung für alle, die nicht den ganzen Artikel lesen können

  • Für den ersten Besuch solltest du drei volle Tage einplanen. Ein vierter Tag eignet sich für ein ruhigeres Tempo, ein weiteres Museum oder einen Ausflug außerhalb der Stadt.
  • Starte im French Quarter: Royal Street, Jackson Square, Kaffee und Beignets im Café du Monde. Den Abend solltest du für Livemusik freihalten.
  • Für Jazz geht’s in die Preservation Hall oder zur Frenchmen Street. Wähle ein Konzert nach dem Programm aus und nicht nur nach dem berühmten Namen der Straße.
  • Schöne Häuser findest du im Garden District, Grün im City Park. Der Skulpturengarten am NOMA ist kostenlos.
  • Für einen Aufenthalt in der Stadt brauchst du kein Auto. Eine Fahrt mit der Straßenbahn kostet 1,25 USD, der Jazzy Pass für einen Tag 3 USD.
  • Wähle deine Unterkunft nach Lage und Lärmpegel aus. Das French Quarter ist ideal für den ersten Besuch, ein Zimmer über einer lauten Bar eher weniger.
  • Für Spaziergänge würde ich März, April, Oktober oder November wählen. Der Sommer ist heiß und schwül; bei großen Festivals solltest du mit hoher Hotelnachfrage rechnen.

Wann nach New Orleans reisen und wie viele Tage einplanen?

Der Frühling ist in New Orleans wunderschön: Die Gärten werden grün, überall finden Festivals statt und lange Spaziergänge sind noch keine Belastungsprobe. März und April wären meine erste Wahl, wenn du Sehenswürdigkeiten, Essen im Freien und abendliche Konzerte verbinden möchtest. Wirf vor der Buchung aber einen Blick in den Veranstaltungskalender der Stadt, denn während eines großen Festivals kann es deutlich schwieriger werden, eine Unterkunft zu finden.

Laut der monatlichen Wetterübersicht liegen die durchschnittlichen Tageshöchsttemperaturen im März bei etwa 23 °C und im April bei rund 26 °C. Im Oktober sind es ungefähr 27 °C, im November 22 °C. Das sind natürlich nur Richtwerte für die Jahreszeit – für deine konkrete Reisewoche solltest du die Wettervorhersage prüfen. Abends kann ein leichter Pullover nützlich sein, und auch in klimatisierten Innenräumen wirst du ihn zu schätzen wissen.

Von Juni bis August würde ich für eine erste Besichtigungsreise eher abraten, wenn du schwüle Hitze schlecht verträgst. Die Tageshöchstwerte liegen häufig über 30 °C, und Regen ist keine Seltenheit. Ein günstigeres Zimmer klingt verlockend, aber wenn du den Großteil des Nachmittags vor der Hitze flüchtest, ist es nicht unbedingt das beste Angebot. Unternehmungen im Freien legst du besser auf den Morgen und den frühen Abend.

Von Juni bis November dauert außerdem die atlantische Hurrikansaison. Das heißt nicht, dass dein Urlaub automatisch verregnet wird. Bei der Planung lohnt es sich aber, die Wettervorhersage und die Bedingungen für Änderungen deiner Buchungen im Auge zu behalten. Ich würde deshalb nicht grundsätzlich von einer Herbstreise abraten, aber größere Ortswechsel möglichst nicht ohne Änderungsmöglichkeit buchen.

Für die Stadt selbst empfehle ich drei volle Tage, ohne An- und Abreisetag. Mit vier Tagen hast du mehr Zeit für Museen und gemütliche Morgenstunden. Wenn du nur einen Tag hast, bleib im French Quarter und der näheren Umgebung. Du musst nicht die Hälfte deines Besuchs mit Fahrten zwischen den Vierteln verbringen.

Wo in New Orleans übernachten?

Für den ersten Besuch würde ich im French Quarter oder im angrenzenden Zentrum hinter der Canal Street nach einer Unterkunft suchen. So bist du in der Nähe der wichtigsten Sehenswürdigkeiten und kommst abends leichter zurück ins Hotel. Marigny eignet sich, wenn du bunte Häuser, kleinere Lokale und die Nähe zur Frenchmen Street suchst. Achte bei der konkreten Unterkunft auch darauf, wo das Zimmer liegt: Ein ruhiger Innenhof und ein Balkon an einer lauten Straße sind zwei sehr unterschiedliche Erlebnisse.

Place d’Armes Hotel: historisches Flair am Jackson Square. Das Hotel in der St. Ann Street hat einen schönen Innenhof mit Pool und liegt so, dass du die Altstadt bequem zu Fuß erkunden kannst. In den Bewertungen loben Gäste vor allem die Lage, das Personal und die Möglichkeit, von den belebten Straßen in eine angenehme Unterkunft zurückzukehren. Ich würde es für einen romantischen Aufenthalt wählen, bei dem du mitten zwischen den alten Häusern wohnen möchtest.

Bei der günstigsten Zimmerkategorie solltest du die Beschreibung allerdings aufmerksam lesen: Einige Zimmer haben keine Fenster, wie auch Gästebewertungen bestätigen. Wenn dir Tageslicht wichtig ist, buche ausdrücklich ein Zimmer mit Fenster. Nur weil auf den Fotos ein schöner Innenhof zu sehen ist, heißt das leider nicht, dass du vom Bett aus auf ihn blickst.

Drury Plaza Hotel New Orleans: eine bequeme Basis für Familien. Das Hotel liegt an der Poydras Street im Zentrum und damit außerhalb des eigentlichen French Quarter. Ein schöner Bonus sind das Frühstück und die abendlichen Snacks im Rahmen des Hotelprogramms. Prüfe bei deiner Buchung, was davon enthalten ist. Außerdem gibt es einen Pool sowie größere Zimmer und Suiten.

In den Bewertungen werden immer wieder der Komfort, das Personal und das zusätzliche Essen gelobt. Bedenke aber, dass du bis in die Altstadt ein Stück laufen musst – direkt neben der Kathedrale liegt das Hotel nicht. Es eignet sich, wenn du eine gute Unterkunft möchtest und ein bisschen Fußweg oder eine kurze Fahrt für dich in Ordnung ist. Für Familien ist es vielleicht angenehmer, vor Ort zu frühstücken, als jeden Morgen ein Lokal zu suchen, in dem alle dasselbe essen möchten.

Hotel Peter and Paul: für Fans außergewöhnlicher Interieurs. In Marigny befindet sich das Hotel auf dem Gelände einer ehemaligen Kirche samt zugehörigen Gebäuden. Bunte Stoffe, hohe Decken und individuell gestaltete Zimmer sorgen dafür, dass es so viel Aufmerksamkeit bekommt. Laut den Bewertungen schätzen Gäste vor allem das Design, den Komfort und das Viertel abseits des größten Touristenandrangs.

Ich würde es für einen Aufenthalt zu zweit wählen, wenn das Hotel ein Teil des Urlaubserlebnisses sein soll und nicht nur ein Ort zum Schlafen. Die Zimmer in den einzelnen Gebäuden unterscheiden sich, vergleiche daher genau die Kategorie, die du tatsächlich buchst. Für Livemusik in der Frenchmen Street ist Marigny ein guter Ausgangspunkt; für weiter entfernte Stadtteile musst du deine Fahrten planen.

HI New Orleans Hostel: wenn du sparen und trotzdem zentral wohnen möchtest. Das Hostel an der Canal Street bietet sowohl Mehrbettzimmer als auch Privatzimmer. Gäste loben die Lage, die Sauberkeit und die große Gemeinschaftsküche. Das ist auf einer längeren Reise durch die USA praktisch und auch dann, wenn du dir gelegentlich selbst etwas zubereiten möchtest.

Beim Preisvergleich solltest du darauf achten, ob du ein Bett im Mehrbettzimmer oder ein ganzes Privatzimmer ansiehst. Diese Kleinigkeit kann die Freude über eine günstige Unterkunft an der Rezeption schnell in einen überraschten Gesichtsausdruck verwandeln. Für Alleinreisende ist das Hostel auch wegen der Gemeinschaftsräume interessant; als Familie würde ich zuerst nach einem geeigneten Privatzimmer suchen.

Vergleiche die konkreten Preise dieser Unterkünfte für denselben Zeitraum und dieselbe Gästezahl, einschließlich Steuern und möglicher Parkgebühren. Verlass dich für ein Festivalwochenende nicht auf den üblichen Nebensaisonpreis. Wenn Flugtickets oder Roadtrip-Route noch nicht feststehen, würde ich eine Unterkunft mit kostenloser Stornierung buchen.

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French Quarter: 5 Tipps für den ersten Eindruck

Im French Quarter kannst du einen ganzen Tag verbringen, ohne das Gefühl zu haben, ständig weiterzumüssen. Alte Häuser, Balkone, kleine Läden und der Mississippi gleich um die Ecke – genau diese Mischung macht die Vorfreude aus. Ich würde morgens rund um die Royal Street und den Jackson Square starten, am Nachmittag zum Fluss zurückkehren und den Abend für Livemusik freihalten.

1. French Quarter und Royal Street

Wenn du New Orleans gleich am ersten Vormittag ins Herz schließen möchtest, mach dich auf zur Royal Street. Dort erwarten dich wunderschöne Balkone mit verzierten Geländern, Galerien, Antiquitätenläden und Häuser in Farben, die anderswo vielleicht etwas gewagt wirken würden. Hier passen sie einfach zusammen. Hinter jeder Ecke wartet ein neues Detail, wegen dem du wieder das Handy zückst.

Das French Quarter wird auch Vieux Carré genannt. Wenn dir dieser Name auf einer Karte oder einem Schild begegnet, befindest du dich also immer noch im selben Viertel. Statt einem einzelnen Gebäude hinterherzujagen, würde ich mir Zeit für die Straßen rund um Royal und Chartres nehmen. Schau nach oben zu den Galerien, in die Schaufenster und auf die kleinen Schilder, die du im Vorbeigehen leicht übersiehst.

Auch die Bourbon Street kannst du dir ansehen, aber ich würde sie nicht zum einzigen Ziel im Viertel machen. Tagsüber zeigt sie ein anderes Gesicht als am Abend, wenn sich hier das Nachtleben konzentriert. Wenn laute Bars nichts für dich sind, ist das kein Versagen als Reisende oder Reisender. Eine Straße weiter gefällt es dir vielleicht viel besser.

Für den ersten Spaziergang solltest du dir mindestens zwei Stunden freihalten und keine feste Liste an Stopps abarbeiten. Speichere den Jackson Square als Orientierungspunkt auf der Karte und lass dich nach und nach dorthin treiben. Ein entspannter Vormittag ist für mich der beste Ausgleich zu Tagen, an denen alles zu einer bestimmten Uhrzeit reserviert ist.

2. Jackson Square und die St. Louis Cathedral

Eine weiße Kathedrale mit drei Türmen, davor eine Reiterstatue und rundherum Grün: Der Jackson Square zeigt wohl den bekanntesten Anblick von New Orleans. Ein schöner erster Halt, bevor du dich in die umliegenden Gassen aufmachst. Wenn viel los ist, triffst du hier auch Straßenkünstler und Maler, die ihre Bilder ausstellen.

Auch die St. Louis Cathedral solltest du dir aus der Nähe ansehen. Bei meiner Prüfung im September 2026 waren die üblichen Besuchszeiten mit 9.30 bis 16.00 Uhr und letztem Einlass um 15.45 Uhr angegeben. Hochzeiten, Gottesdienste und besondere Veranstaltungen können den Besuch einschränken. Wenn du hinein möchtest, komm lieber früher und verlass dich nicht auf die letzten zehn Minuten.

Geh auch in Richtung Decatur Street und Fluss um den Platz herum. Der erhöhte Bereich gegenüber bietet einen anderen Blick auf die Kathedrale und die ganze Platzanlage. Morgens lohnt sich ein Besuch mit der Kamera, später kannst du dich hinsetzen und dem Treiben zuschauen. Das sind zwei ganz unterschiedliche Erlebnisse am selben Ort.

Das Café du Monde und der French Market sind ganz in der Nähe, sodass du die Stopps gut zu einem Vormittag verbinden kannst. Trink deinen Kaffee aber aus, bevor du die Kathedrale betrittst: Essen und Getränke sind im Inneren nicht erlaubt. Am meisten genießt du den Platz, wenn du ohne Eile zwischen zwei Programmpunkten unterwegs bist.

3. Beignets im Café du Monde

Diese kleinen frittierten Teigkissen haben einen kleinen Nachteil: Der Puderzucker wird dich wahrscheinlich noch lange nach dem Frühstück begleiten. Auf dunkler Kleidung ganz besonders. Beignets gehören aber zu New Orleans wie Jazz und verzierte Balkone. Bei einem Besuch würde ich sie auf keinen Fall auslassen. 😅

Der berühmteste Anlaufpunkt ist das Café du Monde am French Market. Der ursprüngliche Stand ist seit 1862 in Betrieb. Zum süßen Gebäck gibt es Kaffee mit Zichorie und Café au Lait, also Kaffee mit Milch. Die Bestellung muss weder groß noch kompliziert sein – das Erlebnis besteht gerade in dieser einfachen Kombination an einem Ort, der fest zur Stadt gehört.

Wenn sich vor dem Lokal eine lange Schlange bildet, schau dir erst an, wie die Bestellung abläuft, und überlege, ob du außerhalb der Hauptfrühstückszeit wiederkommst. Ich würde nicht den ganzen Vormittag mit dem Warten auf einen Kaffee verbringen. Ein Café du Monde gibt es auch im City Park – so bekommst du bei deinem Ausflug ins Grüne eine zweite Gelegenheit.

Für Vegetarier ist das ein angenehmer süßer Zwischenstopp. Veganer sollten sich aber vorab über die Inhaltsstoffe informieren, denn die Mischung enthält Milch. Vom ursprünglichen Café ist es nur ein kurzes Stück bis zur Promenade am Fluss. Nach dem Frühstück kannst du also direkt zum Mississippi weitergehen, statt nach einer Fahrtmöglichkeit zu suchen.

4. French Market

Der French Market ist ein schöner Halt, wenn du ein wenig zwischen den Ständen stöbern möchtest, ohne eine Sehenswürdigkeit nach der anderen abzuhaken. Hier gibt es Essensstände, kleine Geschenke und Souvenirs. Ich würde ihn als lebendigen Teil des Spaziergangs sehen. Vielleicht kaufst du etwas, vielleicht schaust du dir einfach an, was dir ins Auge fällt.

Erwarte allerdings nicht, dass jeder Gegenstand von einem Kunsthandwerker aus der Nachbarschaft stammt. Wenn du etwas Besonderes mit nach Hause nehmen möchtest, frag nach der Herkunft und schau dich auch in den kleineren Läden in der Umgebung um. Ich würde ein paar Geschäfte vergleichen, bevor ich das erste bunte Souvenir kaufe, das mir begegnet.

Welche Speisen angeboten werden, siehst du direkt an den jeweiligen Ständen. Der Name einer lokalen Spezialität verrät noch nicht alle Zutaten. Wenn du kein Fleisch isst, frag deshalb auch nach Brühe oder Sauce. Du musst hier außerdem kein großes Mittagessen einplanen – ein kleiner Happen zwischen zwei Stopps reicht völlig.

Der Markt lässt sich gut mit dem Café du Monde, dem Flussufer und einem späteren Abstecher Richtung Marigny verbinden. Je nachdem, wie gern du einkaufst, würde ich etwa eine halbe bis eine Stunde einplanen. Wenn du länger in New Orleans bist, kannst du auch ein zweites Mal vorbeischauen, wenn du wieder in der Gegend bist.

5. Historic New Orleans Collection

Wenn du die schönen Fassaden betrachtest, fragst du dich vielleicht, warum New Orleans so anders wirkt als andere amerikanische Städte. Die Historic New Orleans Collection ist ein hervorragender Ort, um mehr über die Hintergründe der Stadt zu erfahren. Das Museum beschäftigt sich mit der Geschichte und Kultur von New Orleans und liegt direkt an der Royal Street – du musst dafür also nirgendwo hinfahren.

Die Hauptadresse des Museums lautet 520 Royal Street, der reguläre Eintritt ist kostenlos. Zum Gelände gehört auch der Innenhof Brulatour. Die Verbindung aus Innenräumen und historischem Haus gefällt mir besonders. Hier kannst du dem Trubel auf der Straße für eine Weile entkommen.

Du musst nicht versuchen, alles zu lesen. Such dir einen Bereich aus, der dich interessiert, und nimm dir Zeit für die Ausstellungsstücke und Geschichten, die dir erklären, was du draußen gerade gesehen hast. Für den ersten Besuch würde ich eine bis anderthalb Stunden einplanen, bei großem Interesse auch länger. Das ist keine vorgeschriebene Dauer, sondern einfach ein sinnvoller Puffer im Reiseplan.

Das Museum eignet sich auch als Alternative für einen regnerischen oder heißen Nachmittag. Prüfe vor dem Besuch die Öffnungszeiten und aktuellen Ausstellungen. Wenn du in einer Gruppe reist, muss es kein komplizierter Kompromiss sein: Einige können sich die Ausstellung ausführlich anschauen, während andere nur kurz hineingehen und danach eine Pause in der Umgebung machen.

Jazz und Geschichte: 4 Erlebnisse, die du nicht vergisst

Musik begegnet dir hier ganz zufällig, aber einen Abend würde ich trotzdem im Voraus planen. Ein gebuchtes Konzert gibt dir die Sicherheit, mehr als nur ein paar Takte von der Tür aus zu hören. Neben dem abendlichen Vergnügen lohnt sich auch ein Besuch an Orten, die dir lokale Musiktraditionen und Geschichte näherbringen.

6. Preservation Hall

Die Preservation Hall ist eine der Adressen, die du für einen Jazzabend unbedingt speichern solltest. In der 726 St. Peter Street wird seit 1961 traditioneller New-Orleans-Jazz gespielt. Das alte Gebäude im French Quarter erinnert daran, dass es für ein eindrucksvolles Musikerlebnis keine riesige Konzerthalle braucht.

Wähle dein Konzert anhand des aktuellen Programms aus. Prüfe Datum, Beginn, Ticketart und Informationen zu den Sitzplätzen. Kauf nicht einfach den erstbesten Link mit dem Namen Preservation Hall, ohne zu prüfen, ob es sich tatsächlich um eine Veranstaltung an dieser Adresse handelt. Den Namen trägt auch ein tourendes Ensemble.

Pack deinen Abend rund um die Reservierung nicht zu voll. Lass genug Zeit für den Weg und sei vor Beginn da. Zum Essen gehst du lieber vor oder nach dem Konzert. Es wäre schade, während der Musik dauernd auf die Uhr schauen zu müssen, weil du für später einen Tisch reserviert hast, den du wahrscheinlich nicht rechtzeitig erreichst.

Wenn du normalerweise keinen Jazz hörst, lass dich davon nicht abschrecken. Du kannst dir vor der Reise ein paar Aufnahmen anhören und herausfinden, ob dir dieser Sound gefällt. Gerade in New Orleans lohnt es sich, etwas auszuprobieren, für das du zu Hause vielleicht keinen eigenen Abend eingeplant hättest.

7. Frenchmen Street und Livemusik

Die Frenchmen Street ist ideal für einen Abend, der nicht in nur eine Bar passen muss. Im Musikviertel von Marigny liegen mehrere Lokale dicht beieinander. Du kannst also einfach schauen, was gerade gespielt wird. Du musst der ersten Band, die du hörst, nicht gleich den ganzen Abend treu bleiben. Wenn sie dich aber packt, bleib ruhig für das ganze Set.

Ein konkreter Tipp ist der The Spotted Cat Music Club mit Jazz, Blues und anderen Stilrichtungen im Programm. Der Club gibt an, dass der Einlass ab 21 Jahren gilt, mindestens ein Getränk bestellt werden muss und internationale Gäste ihren Reisepass als Ausweis vorzeigen müssen. Ein Foto des Ausweises reicht nicht. Das solltest du vorab wissen, vor allem, wenn jüngere Erwachsene mit dir reisen.

Sieh vor dem Aufbruch in den Musikkalender WWOZ Livewire. So kannst du gezielt einen Künstler auswählen, statt dich nur vom lautesten Sound leiten zu lassen. Einlassbedingungen und mögliche Eintrittspreise prüfst du am besten direkt beim jeweiligen Club.

Die Frenchmen Street ist keine geheime Ecke, von der Touristinnen und Touristen nichts wissen. Sie ist bei Besuchern beliebt – und das ist völlig in Ordnung. Der wichtigste Grund herzukommen ist die Musik. Du kannst woanders essen und erst zum Konzert herkommen. Für den späten Rückweg zum Hotel solltest du dir eine bequeme Möglichkeit überlegen.

8. Congo Square und Louis Armstrong Park

Am Congo Square würde ich selbst bei einem vollen Programm einen Gang herunterschalten. Laut dem National Park Service sind der Platz und das umliegende Viertel Tremé wichtige Bestandteile der Musikgeschichte der Stadt. Ein Spaziergang durch den Park bekommt eine andere Bedeutung, wenn du weißt, warum dieser Ort so oft erwähnt wird.

Hier trafen sich einst versklavte und freie Schwarze, um Handel zu treiben, zu tanzen und Musik zu machen. Diese Traditionen entstanden vor dem Jazz und gehören zu seinen weiter gefassten kulturellen Wurzeln. Der Platz ist eng mit der Geschichte der örtlichen Gemeinschaften verbunden und verdient mehr als ein schnelles Foto vom Schild, bevor es gleich weitergeht.

Der Congo Square liegt im Louis Armstrong Park am Rand des French Quarter. Verbinde den Besuch mit einem Spaziergang rund um die Rampart Street oder mit einer Führung durch Tremé, wenn du mehr über die Hintergründe erfahren möchtest. Die Musikgeschichte der Stadt besteht aus weit mehr als einer Liste berühmter Clubs. Ein guter Guide kann sie anhand konkreter Geschichten lebendig machen.

Für den Platz und den Park solltest du ungefähr eine halbe bis eine Stunde einplanen. Wenn gerade eine Veranstaltung stattfindet, ist die Atmosphäre natürlich eine ganz andere als an einem ruhigen Vormittag. Ein Konzert oder eine Trommel-Session ist aber nicht jeden Tag garantiert – erkundige dich vorher nach dem Programm.

9. St. Louis Cemetery No. 1

Die Friedhöfe in New Orleans sehen anders aus als ein gewöhnlicher Friedhof: Oberirdische Grabstätten bilden kleine Gassen und ganze Reihen aus Stein. Wenn dich die Geschichte der Stadt und ihre Legenden interessieren, ist der St. Louis Cemetery No. 1 ein spannender Ort. Ich würde ihn aber als historische Führung erleben und nicht als Suche nach dem möglichst gruseligen Fotomotiv.

Wichtig zu wissen: Der reguläre Zutritt für Besucher ist nur im Rahmen einer offiziellen Führung möglich. Die Bedingungen und verfügbaren Termine findest du bei Cemetery Tours NOLA. Geh nicht davon aus, einfach das Tor öffnen und allein herumspazieren zu können. Auch eine allgemeine Geistertour durch das French Quarter beinhaltet nicht unbedingt den Zugang zum Friedhof.

Prüfe bei der Buchung, wo die Gruppe startet, und sei rechtzeitig da. Die Geschichten über bestimmte Persönlichkeiten und örtliche Bestattungstraditionen sind mit einem Guide leichter zu verstehen als eine Namensliste, die du zwischen den Gräbern abhakst. Nimm Wasser und eine Kopfbedeckung mit – besonders in den warmen Monaten.

Wenn du nur zwei Tage in New Orleans hast und Friedhöfe dich nicht besonders interessieren, musst du den Besuch nicht unbedingt ins Programm quetschen. Besuche ihn, wenn dich das Thema wirklich reizt, und nicht nur, weil er auf jeder Liste steht. Dann siehst du, wie viel Zeit und Energie dir nach dem ersten Tag noch bleiben.

Garden District und Uptown: 3 Tipps für Häuser, Straßenbahnen und Cafés

Nach dem lebhaften French Quarter tut ein Tag in Straßen gut, in denen du vor allem Häuser bewundern und ein nettes Café finden möchtest. Verbinde den Garden District mit einer Fahrt entlang der St. Charles Avenue und einem Abstecher zur Magazine Street. Das passt alles in denselben Tag. Du musst aber weder jeden Häuserblock ablaufen noch mit der Straßenbahn bis zur Endstation fahren, nur um sagen zu können, dass du die ganze Strecke geschafft hast.

10. Garden District

Große Häuser mit Veranden, Säulen, schmiedeeisernen Zäunen und Gärten – genau das stellst du dir wahrscheinlich unter dem romantischen amerikanischen Süden vor. Im Garden District möchtest du gefühlt vor jedem zweiten Haus stehen bleiben. Das Beste daran: Für einen solchen Spaziergang brauchst du kein teures Ticket.

Ich würde in der Nähe von Washington Avenue, Prytania Street und Coliseum Street starten und nach und nach ein paar benachbarte Häuserblocks erkunden. Speichere dir einen Ort zum Mittagessen oder für einen Kaffee als Ziel in der Karte und erlaube dir unterwegs kleine Umwege. Oft findet man dabei ein Detail, das einem mehr Freude macht als das meistfotografierte Haus aus dem Reiseführer.

Der Garden District und das größere Uptown umfassen ein weitläufiges Gebiet. Wähle für deinen ersten Spaziergang lieber einen kleineren Abschnitt. Eineinhalb bis zwei Stunden gibt es dort genug zu entdecken. Wenn du erfahren möchtest, wer die Häuser gebaut hat und wie sich das Viertel entwickelt hat, kann eine Führung mit einem lokalen Guide interessant sein.

Die meisten Häuser sind Privatbesitz. Bewundere sie deshalb vom Gehweg aus. Ein offenes Gartentor ist keine Einladung, auf die Veranda zu gehen – auch wenn das Foto dort toll aussehen würde. Nach dem Spaziergang kannst du zur Magazine Street weitergehen und den Tag in angenehmem Tempo ausklingen lassen, ohne gleich noch drei Museen einzuplanen.

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11. Historische Straßenbahn entlang der St. Charles Avenue

Eine Fahrt entlang der St. Charles Avenue würde ich auch bei deinem ersten New-Orleans-Besuch einplanen, selbst wenn du öffentliche Verkehrsmittel normalerweise nicht als Erlebnis betrachtest. Die historischen Wagen, der Blick auf die grünen Straßen und die großen Häuser entlang der Strecke machen aus einer gewöhnlichen Fahrt einen kleinen Ausflug. Und anders als bei vielen Attraktionen in den USA kostet sie keine zig Dollar.

Laut dem Tarif der RTA kostet eine reguläre Einzelfahrt 1,25 USD. Der Jazzy Pass für einen Tag kostet 3 USD. Wenn du an diesem Tag mehrmals fährst, solltest du gleich die Tageskarte prüfen. Tickets lassen sich auch über die App Le Pass kaufen.

Für den Garden District steigst du am besten in der Nähe der Washington Avenue aus und gehst von dort zu Fuß weiter. Wenn du mehr Zeit hast, fährst du mit der Straßenbahn weiter nach Uptown und suchst dir je nach Interesse eine weitere Haltestelle aus. Mach aus der Straßenbahnfahrt keinen Wettlauf gegen die Zeit. Bei einem vollgepackten Tagesprogramm kann dich jedes Warten unnötig stressen.

Prüfe vor der Fahrt die aktuellen Streckensperrungen und Änderungen im Betrieb. Die Route, die du in einem Reisebericht vom letzten Jahr gesehen hast, muss an deinem Besuchstag nicht genauso fahren. Wenn du mit Koffer oder Kinderwagen unterwegs bist, informiere dich am besten vorab über die Möglichkeiten der jeweiligen Verbindung, statt erst an der Haltestelle nach einer Lösung zu suchen.

12. Magazine Street

Wenn du kleine Läden, Galerien und Cafés magst und gern spontan in einem Lokal landest, das du gar nicht auf dem Schirm hattest, wird dir die Magazine Street gefallen. Sie ist eine schöne Ergänzung zum Spaziergang zwischen den großen Häusern. Hier kannst du aufhören, nur fremde Veranden zu bewundern, und dich irgendwo auf einen Kaffee setzen.

Die Magazine Street ist etwa sechs Meilen, also knapp zehn Kilometer lang. Du solltest deshalb nicht planen, sie zwischen Mittag- und Abendessen komplett abzulaufen. Such dir einen Abschnitt aus, der an den Garden District anschließt, und wähle die Geschäfte aus, die dich interessieren. Dazwischen liegen auch ganz normale Wohnblocks.

Zum Einkaufen ist die Straße eine schöne Alternative zu den Souvenirständen im French Quarter. Du findest Bücher, Kleidung, Wohnaccessoires und Dinge von lokalen Kreativen. Ich würde mindestens einen ungeplanten Stopp in den Tag einbauen. Eine Liste mit lauter „Must-sees“ kann aus einem gemütlichen Bummel erstaunlich schnell eine anstrengende Pflichtübung machen.

Wenn deine Füße genug haben, kannst du je nach Standort zur Straßenbahn zurückgehen oder eine andere Verbindung nehmen. Du musst nicht unbedingt denselben Weg zu Fuß zurücklaufen. Am meisten genießt du die Magazine Street, solange du noch Lust hast, dir die Schaufenster anzusehen – nicht erst, wenn du die letzten Meter bis zur Dusche im Hotel zählst.

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Parks und Museen: 3 Orte für einen ruhigeren Tag

Der City Park und der Skulpturengarten lassen sich ideal verbinden. Das Museum über den Zweiten Weltkrieg verdient dagegen einen größeren Teil des Tages für sich. Wenn du nur drei Tage hast, entscheide nach deinen Interessen und dem Wetter. Die Vorfreude auf ein neues Reiseziel ist großartig, aber auch in New Orleans hat der Tag nur eine begrenzte Anzahl Stunden – und deine Füße stellen dir abends die Rechnung.

13. City Park und riesige Eichen

Im City Park würde ich die Liste der Sehenswürdigkeiten für eine Weile vergessen. Ausladende Eichen, Wasser und lange Äste, die über den Wegen hängen, sind eine wunderschöne Abwechslung zu den Straßen der Stadt. Auf Fotos wirkt es fast märchenhaft. Der eigentliche Grund für den Besuch ist für mich aber ganz einfach: Du kannst draußen sein, ohne ständig irgendwohin zu müssen.

Der Park ist weitläufig. Starte deshalb am besten beim New Orleans Museum of Art und den nahegelegenen Lagunen. Von dort kannst du zum Skulpturengarten weitergehen oder einen Kaffee trinken. Du musst nicht versuchen, alles abzulaufen, was auf der Karte als City Park eingezeichnet ist. Für den ersten Besuch ist es schöner, einen Bereich auszuwählen und ihn richtig zu genießen.

Mit Kindern kannst du dir Storyland, Carousel Gardens oder das Louisiana Children’s Museum ansehen. Die einzelnen Attraktionen haben eigene Eintrittspreise und Öffnungszeiten – der Park ist also keine große Anlage mit einem einzigen Ticket für alles. Wenn du ein bestimmtes Karussell oder Museum besuchen möchtest, prüfe das jeweilige Programm vorab, damit du deinen Kindern nichts versprichst, das an diesem Tag geschlossen ist.

Für einen Spaziergang mit Kaffeepause würde ich mindestens zwei Stunden einplanen, mit Programm für Kinder gern einen halben Tag. Bei Hitze gehst du besser am Morgen los. Wenn du gern fotografierst, beschränke dich nicht auf den ganzen Baum: Auch die verschlungenen Äste, Wurzeln und Lichtspiele zwischen den Blättern sind faszinierend.

14. Skulpturengarten am New Orleans Museum of Art

Den Sydney and Walda Besthoff Sculpture Garden würde ich sogar Menschen empfehlen, die sonst nicht in Galerien gehen. Die Skulpturen stehen zwischen Bäumen, am Wasser und entlang der Wege. Der Besuch ist eher ein schöner Spaziergang, bei dem immer wieder etwas Unerwartetes auftaucht. Du musst nicht alle Künstler kennen, um die Anlage zu genießen.

Laut der offiziellen NOMA-Website ist der Eintritt kostenlos. Bei meiner Prüfung im September 2026 war der Garten täglich geöffnet, von April bis September 10.00–18.00 Uhr und von Oktober bis März 10.00–17.00 Uhr. Für das Museum gelten eigene Besuchszeiten – verwechsel die beiden also nicht.

Mir gefällt, dass hier jeder seinen eigenen Zugang zur Ausstellung finden kann. Manche lesen die Infotafeln, andere suchen ungewöhnliche Perspektiven über dem Wasser, und Kinder können auf Formen und Spiegelungen achten. Es gilt aber immer: Die Skulpturen sind Kunstwerke und keine Klettergerüste. Ein gutes Foto bekommst du auch, ohne auf eine Skulptur zu steigen.

Ich würde eine bis anderthalb Stunden einplanen und den Garten mit dem vorherigen Tipp verbinden. Im sonst oft vollen Stadtprogramm ist das ein angenehmer und günstiger Stopp. Wenn du keine Lust auf noch einen kostenpflichtigen Innenraum hast, musst du nicht extra das Museum besuchen, nur weil es gleich daneben liegt.

15. The National WWII Museum

Wenn dich Geschichte interessiert, kann The National WWII Museum eines der eindrucksvollsten Erlebnisse während deines Besuchs sein. Das Museum beschäftigt sich vor allem mit der amerikanischen Erfahrung im Zweiten Weltkrieg. Es ist viel größer, als „Wir schauen mal eine Stunde vorbei“ vermuten lässt. Überlege dir vorab, welchen Bereichen du besonders viel Zeit widmen möchtest.

Bei meiner Prüfung im September 2026 gab die offizielle Preisliste den regulären Eintritt für Erwachsene mit 37 USD an. Einige Erlebnisse kosten extra, zum Beispiel Beyond All Boundaries für 9 USD. Achte bei der Auswahl deines Tickets darauf, was enthalten ist, statt automatisch alle Zusatzangebote dazuzukaufen.

Ich würde mindestens einen halben Tag einplanen, bei großem Interesse einen ganzen. Das Museum schlägt selbst Rundgänge vor, die sich nach deiner verfügbaren Zeit richten. Es ist völlig in Ordnung, weniger Bereiche zu sehen und dich wirklich auf sie einzulassen. Alles nur schnell abzulaufen, damit der Besuch vollständig wirkt, wäre schade.

Das Museum liegt im Warehouse District und ist üblicherweise von 9.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. An einigen Feiertagen und am Mardi Gras Day gelten Ausnahmen. Prüfe die Öffnungszeiten für deinen Besuchstag. Nach einem solchen Programm würde ich den Abend entspannt halten, zum Beispiel mit einem Abendessen und einem kurzen Spaziergang, statt noch eine umfangreiche historische Ausstellung anzuhängen.

Mississippi und bunte Viertel: 3 Tipps abseits der belebtesten Straßen

Komm auch auf andere Weise als nur für ein Foto zum Fluss zurück. Vom Boot oder vom gegenüberliegenden Ufer siehst du die Stadt aus einer anderen Perspektive. In Marigny und Bywater erwarten dich kleinere Häuser und ruhige Straßen. Für diese Stopps eignet sich ein vierter Tag. Einzelne Aktivitäten kannst du aber auch gegen ein Museum tauschen, wenn du lieber draußen bist.

16. Mississippi-Kreuzfahrt

Ein Raddampfer auf dem Mississippi wirkt wie ein Bild aus einem Reisebuch. Der große Fluss, die Stadt im Rücken und Musik an Bord haben ihren Reiz – besonders wenn du nach ein paar Stunden zu Fuß endlich sitzen kannst. Wähle die Fahrt aber danach aus, was du erleben möchtest. Dauer, Musikprogramm und Verpflegung unterscheiden sich je nach Angebot.

Im September 2026 kostete die tägliche Jazzfahrt der New Orleans Steamboat Company ohne Mittagessen 43,50 USD, mit Mittagessen 65 USD. Für Abend- und kürzere Rundfahrten gelten andere Preise. Prüfe vor dem Bezahlen auch, mit welchem Schiff deine ausgewählte Fahrt stattfindet.

Wenn es dir vor allem um die Aussicht und die Atmosphäre geht, brauchst du kein Essen an Bord. Wenn du dich vegetarisch ernährst, würde ich zuerst die aktuelle Speisekarte durchsehen und erst danach für das Essen dazuzahlen. Manchmal ist es schöner, die Fahrt zu genießen und anschließend in einem Lokal zu essen, das dich wirklich wegen seiner Küche interessiert.

Der Mississippi ist auch eine wichtige Wasserstraße für den Güterverkehr – am Ufer stehen also nicht nur historische Häuser. Für mich wäre das Teil des Erlebnisses. Wenn du aber eine romantische Bootsfahrt zwischen unberührten Flussufern erwartest, solltest du einen anderen Ausflug wählen. Sei rechtzeitig am Anleger und verwechsle die Einstiegszeit nicht mit der Abfahrtszeit.

17. Fähre nach Algiers Point

Algiers Point ist ein schöner Tipp, wenn du eine Weile Abstand vom touristischen Zentrum brauchst. Das Viertel liegt auf der anderen Seite des Mississippi und ist mit der Fähre aus der Gegend um die Canal Street erreichbar. Schon die Fahrt über den Fluss bietet einen neuen Blick auf die Stadt, ohne dass du eine längere Sightseeing-Kreuzfahrt buchen musst.

Nach dem Aussteigen kannst du die historischen Häuser und die Uferpromenade erkunden. Der offizielle Algiers-Point-Guide stellt das Viertel als einen Ort mit eigener Geschichte und besonderer Atmosphäre vor. Ich würde es für einen ruhigeren Vormittag oder Nachmittag einplanen, an dem du nicht von einer Attraktion mit festem Einlass zur nächsten hetzen möchtest.

Eine einfache Fährfahrt für Erwachsene kostet 2 USD laut dem im September 2026 geprüften RTA-Tarif. Prüfe beim Ticketkauf die Rückfahrt und die Gültigkeit eines möglichen Zeitpasses. Für Anfahrt und Besuch würde ich etwa eineinhalb bis zwei Stunden einplanen, mit einer Kaffeepause gern auch länger.

Prüfe vor der Überfahrt den Fahrplan und vor allem die letzte Rückfahrt. Beim Blick auf den Fluss vergisst man leicht die Zeit, aber auf die Rückfahrt solltest du dich nicht einfach nach Gefühl verlassen. Algiers eignet sich für einen Spaziergang und eine andere Perspektive auf die Stadt. Wenn du ein zweites French Quarter mit einer ganzen Reihe touristischer Attraktionen erwartest, könntest du enttäuscht sein.

18. Marigny und Bywater

Bunte Häuser, Veranden, kleine Bistros und Straßen, in denen der Spaziergang selbst das Schönste ist: Marigny und Bywater sind Viertel, die du am besten in ruhigem Tempo erkundest. Sie liegen nebeneinander flussabwärts vom French Quarter und haben jeweils ihren eigenen Charakter. Marigny kennst du vielleicht schon von einem Abend in der Frenchmen Street – bei Tageslicht lohnt sich ein weiterer Besuch.

In Marigny und Bywater kannst du nach den schmalen, länglichen Häusern Ausschau halten, die Shotgun Houses genannt werden, sowie nach farbenfrohen Fassaden und kleinen Galerien. Such dir einen überschaubaren Bereich rund um ein Restaurant aus, in dem du essen möchtest, und plane den Spaziergang darum herum. Du musst nicht das ganze Viertel durchqueren, nur weil es auf der Karte so viel Platz einnimmt.

Bywater lässt sich gut mit einem Besuch im Sneaky Pickle / Bar Brine an der Burgundy Street verbinden, über das ich weiter unten schreibe. Du kannst auch den Crescent Park am Flussufer besuchen. Suche dir den genauen Parkeingang vorher heraus, damit du nicht unnötig Häuserblocks abläufst, weil du denkst, das Wasser müsste doch gleich kommen.

Zum Fotografieren eignet sich das Tageslicht. Zum gemütlichen Sitzen solltest du dir Zeit nehmen wollen. Die Häuser sind bewohnt – fotografiere daher von öffentlichen Wegen aus und betritt keine fremden Veranden. Wenn du müde wirst, such dir eines der Viertel aus statt beide abzulaufen. Die bunten Straßen machen mehr Freude, wenn du nicht das Gefühl hast, jede einzelne sehen zu müssen.

Wo in New Orleans essen – auch ohne Fleisch?

New Orleans ist für seine Küche berühmt. Bei traditionellen Gerichten reicht für Vegetarier aber ein Blick auf den Namen oft nicht aus. Frag nach Fleisch, Meeresfrüchten und der verwendeten Brühe, besonders bei Reisgerichten, Suppen und Bohnen. Wenn du vorher ein paar Lokale auswählst, musst du am Abend nicht hungrig nach einem Restaurant suchen.

Sweet Soulfood bietet eine pflanzliche Version der herzhaften Südstaatenküche. Das aktuelle Menü findest du auf der Website; die Auswahl wechselt je nach Tag. Mir gefällt die Idee, lokale Gerichte probieren zu können, ohne dass bei der vegetarischen Variante einfach nur die wichtigste Zutat weggelassen wird. Das Lokal liegt an der Broad Street. Plane es also als gezielten Stopp ein und nicht als Restaurant gleich neben dem Jackson Square.

Sneaky Pickle und Bar Brine teilen sich die Räumlichkeiten in der 3200 Burgundy Street in Bywater. Tagsüber ist das Sneaky Pickle geöffnet, abends die Bar Brine. Saisonales Gemüse spielt auf den Speisekarten eine große Rolle. Gäste loben in Bewertungen unter anderem die pflanzlichen Gerichte und die angenehme Atmosphäre. Welche Speise du bestellst, würde ich von der aktuellen Karte abhängig machen, denn die Saisonalität gehört zum Konzept.

Auf der Website des Lokals kannst du prüfen, welcher Betrieb geöffnet ist. Bei meiner Prüfung im September 2026 gab es beim Sneaky Pickle von Donnerstag bis Montag Mittagessen, die Bar Brine war täglich am Abend geöffnet. Es sind zwei Varianten desselben Ortes und nicht zwei Lokale an verschiedenen Enden der Stadt. Das übersieht man bei der Planung leicht.

Für eine süße Pause bleibt das Café du Monde – am besten in Verbindung mit einem Spaziergang durchs French Quarter oder den City Park. Wenn du für einen Jazzabend einen Tisch reservierst, solltest du das Abendessen getrennt planen: Ein guter Musikclub ist nicht automatisch auch der spannendste Ort zum Essen. Und wenn du schon am Nachmittag Hunger hast, musst du keineswegs bis zum späten amerikanischen Abendessen durchhalten.

Vom Flughafen in die Stadt und unterwegs in New Orleans

Du kommst am Louis Armstrong New Orleans International Airport an, kurz MSY. Für die Fahrt ins Zentrum kannst du je nach Ankunftszeit, Gruppengröße und Lage des Hotels den öffentlichen Bus mit Taxi oder gebuchtem Transfer vergleichen. Nach einem langen Flug ist ein direkter Transfer angenehm, mit dem Bus bist du aber deutlich günstiger unterwegs.

Die offizielle Tourismusseite nennt für den Bus 202 Airport Express einen Preis von 1,25 USD. Er hält im Zentrum, unter anderem im Bereich der Poydras Street. Such vor der Ankunft die aktuelle Verbindung bis zu deinem Hotel und die nächste Abfahrtszeit heraus. Das Ersparte ist schön, aber der Bus lohnt sich nicht unbedingt, wenn du lange warten und anschließend mehrmals umsteigen musst.

Im French Quarter bist du vor allem zu Fuß unterwegs. In den Garden District kommst du mit der Straßenbahn; für weiter entfernte Orte suchst du dir eine Verbindung in der App oder mit dem RTA-Routenplaner. Für einen reinen Städtetrip würde ich kein Auto mieten. Wenn du einen Roadtrip machst, solltest du vor der Hotelbuchung prüfen, welche Parkmöglichkeiten es gibt.

Für die Rückfahrt am Abend solltest du etwas Geld für einen Transfer einplanen. Du musst nicht jede Fahrt eine Woche im Voraus organisieren, aber es ist angenehm zu wissen, wie du nach dem Konzert zurückkommst. Vor allem dann, wenn dein Hotel weiter entfernt liegt und du nach einem langen Tag nicht noch ewig laufen möchtest.

Was kostet ein Besuch in New Orleans?

In New Orleans kannst du teurere Erlebnisse mit zahlreichen kostenlosen Aktivitäten kombinieren. Spaziergänge durch die Viertel, der City Park, der Skulpturengarten und die Historic New Orleans Collection füllen deinen Tag, ohne dass für jeden Stopp ein Ticket nötig ist. Den größten Unterschied bei den Gesamtkosten machen normalerweise das Hotel, der Reisezeitraum und die Zahl der gebuchten Aktivitäten.

Die folgenden Preise stammen aus Preislisten der Anbieter, die im September 2026 geprüft wurden. Die Beträge in Euro sind Richtwerte, keine Garantie für den Wechselkurs deiner Kreditkarte. Prüfe bei der Buchung immer den Endbetrag und mögliche Gebühren.

Aktivität für ErwachsenePreis in USD
Eine Fahrt mit RTA-Straßenbahn oder Bus1,25
Jazzy Pass für einen Tag3
Einfache Fährfahrt2
National WWII Museum, regulärer Eintritt37
Tägliche Jazzfahrt, ohne Mittagessen43,50
Besthoff Sculpture Gardenkostenlos
Historic New Orleans Collection, regulärer Eintrittkostenlos

Zur Orientierung: Zwei Erwachsene zahlen für den regulären Eintritt ins WWII Museum und die tägliche Jazzfahrt ohne Mittagessen insgesamt 161 USD. Hinzu kommen Unterkunft, Essen, Transport, mögliche Zusatzgebühren und weitere Konzerte. Das ist ein konkretes Beispiel für zwei Aktivitäten und kein Gesamtbudget für den Urlaub.

Bei der Planung würde ich zuerst ein oder zwei kostenpflichtige Erlebnisse auswählen, auf die du dich wirklich freust. Den Rest ergänzt du nach Lust und Laune. Ich würde kein Attraktionspaket kaufen, nur weil es eine große Ersparnis verspricht, wenn du die Hälfte der enthaltenen Angebote sonst gar nicht besuchen würdest. Du kannst auch weniger ausgeben und einen wunderschönen Nachmittag unter den Eichen verbringen.

New Orleans in 3 Tagen: So würde ich den Besuch aufteilen

Dieser Vorschlag geht von drei vollen Tagen und einer Unterkunft im Zentrum oder in der Nähe des French Quarter aus. Jeder Tag konzentriert sich auf ein Viertel oder ein größeres Erlebnis. So bleibt auch Zeit für einen Kaffee und spontane Stopps. Je nach Wetter und Konzertprogramm kannst du die Reihenfolge der Tage natürlich ändern.

Tag 1: French Quarter und Jazz. Erkunde morgens die Royal Street, den Jackson Square und die Gegend um die Kathedrale. Gönn dir Beignets und geh über den French Market zum Fluss. Wenn du Lust hast, besuch am Nachmittag die Historic New Orleans Collection. Am Abend wählst du entweder ein gebuchtes Konzert in der Preservation Hall oder Livemusik in der Frenchmen Street. Beides an einem Abend ist kein Muss.

Tag 2: Straßenbahn, Garden District und Magazine Street. Fahr die St. Charles Avenue entlang, erkunde ein paar Häuserblocks mit schönen alten Häusern und geh anschließend zum Mittagessen Richtung Magazine Street. Den Nachmittag kannst du in Geschäften und Cafés verbringen. Wenn du noch Energie hast, mach später einen Spaziergang am Fluss. Bis ans andere Ende der Stadt musst du aber nicht mehr fahren.

Tag 3: Such dir etwas nach deinem Geschmack aus. Geschichtsinteressierte können das National WWII Museum besuchen und den Nachmittag ruhig angehen lassen. Wenn du lieber draußen bist, verbindest du den City Park mit dem Skulpturengarten. Für den Abend hebst du dir weitere Livemusik oder ein schönes Abendessen auf. Eine Mississippi-Kreuzfahrt kannst du gegen eines dieser Erlebnisse eintauschen, wenn sie dich mehr reizt.

Mit einem vierten Tag kannst du ganz entspannt noch Algiers Point, Bywater, eine Führung über einen Friedhof oder eine Aktivität einplanen, die du wegen des Wetters verschieben musstest. Ein zusätzlicher Tag wäre für mich besonders schön: Dann weißt du schon, was dir in der Stadt gefällt, und kannst dorthin zurückkehren, wo du dich wohlgefühlt hast.

Wenn du eine Führung oder eine Bootsfahrt über einen Buchungsanbieter reservieren möchtest, kannst du dir auch die Aktivitäten in New Orleans auf GetYourGuide ansehen. Vergleiche bei jedem Angebot die Dauer, den Treffpunkt, die Sprache des Guides und die Leistungen, die tatsächlich im Preis enthalten sind.

Wie geht die USA-Reise weiter? Weitere Inspiration

Wenn New Orleans ein Stopp auf einer längeren Reise ist, wähle dein nächstes Ziel nach den tatsächlichen Entfernungen aus – nicht nur danach, dass beide Orte im selben Land liegen. Die USA sind ein riesiges Land. Diese Artikel helfen dir bei der weiteren Planung:

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Häufige Fragen zu New Orleans

Bei einem ersten Besuch geht es meist darum, wie lange du bleiben solltest, wie du dich fortbewegst und ob dir die Stadt auch ohne nächtliche Partys gefällt. Hier findest du kurze Antworten, die dir die erste Planung erleichtern.

Wie viele Tage reichen für New Orleans?

Für den ersten Besuch empfehle ich drei volle Tage. Damit schaffst du das French Quarter, ein oder zwei Jazz-Abende, das Garden District und je nach Interesse ein Museum oder den City Park. Der vierte Tag eignet sich für eine Bootstour, Algiers Point oder ruhigere Spaziergänge. Den Ankunftstag würde ich bei den drei vollen Tagen nicht mitrechnen.

Was kann man in New Orleans an einem Tag sehen?

Bleib im French Quarter und in der näheren Umgebung. Geh die Royal Street entlang, schau dir den Jackson Square und die Kathedrale an, probier Beignets und spazier zum Mississippi. Den Abend solltest du dir für Live-Musik freihalten. Einen Ausflug in den City Park oder einen mehrstündigen Besuch im WWII Museum würde ich bei nur einem Tag nur einplanen, wenn du wirklich großes persönliches Interesse hast.

Braucht man in New Orleans ein Auto?

Für den Besuch der Stadt meistens nicht. Im French Quarter bewegst du dich zu Fuß, für andere Viertel kannst du die Straßenbahn, Busse oder einen bestellten Fahrdienst nutzen. Ein Auto ist eher sinnvoll, wenn du außerhalb der Stadt weiterreist. Falls du im Rahmen eines Roadtrips ankommst, informier dich vorher über die Bedingungen und die Parkgebühren bei deiner Unterkunft.

Wo kann man in New Orleans Jazz hören?

Such dir ein Konzert in der Preservation Hall aus oder einen der Clubs auf der Frenchmen Street, zum Beispiel The Spotted Cat. Das Programm findest du vorab bei den jeweiligen Locations und im Kalender von WWOZ Livewire. Prüfe vorher Reservierung, Eintritt, Altersbeschränkungen und benötigte Ausweisdokumente, denn die einzelnen Clubs haben unterschiedliche Bedingungen.

Lohnt sich New Orleans, wenn ich nicht in Bars gehen will?

Ja. Viertel mit historischen Häusern, Museen, der City Park, der Skulpturengarten und Ausflüge zum Mississippi bieten genug Programm auch ohne Nachtleben. Musik kannst du dir als eigenständiges Konzerterlebnis aussuchen. Die Bourbon Street muss nicht im Mittelpunkt deines Aufenthalts stehen, und tagsüber lernst du die Stadt von einer ganz anderen Seite kennen.

Ist New Orleans für Kinder geeignet?

Ja, wenn du das Programm entsprechend anpasst. Gut geeignet sind der City Park, Attraktionen für Kinder, Spaziergänge und kürzere Fahrten mit der Straßenbahn. Bei Museen wähl passend zum Alter und den Interessen deines Kindes aus. Abendliche Clubs können Altersbeschränkungen haben, The Spotted Cat zum Beispiel lässt nur Gäste ab 21 Jahren hinein. Für Live-Musik mit Kindern solltest du deshalb gezielt ein geeignetes Konzert auswählen.

Kann man in New Orleans gut vegetarisch essen?

Ja, es ist nur angenehmer, sich ein paar Lokale vorher auszusuchen. Schau dir Sweet Soulfood oder Sneaky Pickle / Bar Brine und ihre aktuelle Speisekarte an. Bei traditionellen Gerichten frag auch nach der Brühe und den Saucen. Café du Monde bietet einen süßen Stopp, aber die Beignets dort sind wegen der Milch nicht vegan.

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