Olympic National Park, Washington: 15 Tipps, was man sehen und erleben sollte

Ihr steht mitten im Regenwald, meterlange Moosvorhänge hängen von den Bäumen, die Luft riecht nach feuchter Erde und es ist so still, dass ihr euren eigenen Herzschlag hört. Dann dreht ihr euch um — und zwischen den Farnen steht ein riesiger Roosevelt-Wapiti und mustert euch in aller Ruhe, als wärt ihr gerade in sein Wohnzimmer spaziert. Und eigentlich… seid ihr das auch. 😅

Der Olympic Nationalpark Washington ist ein Ort, der einen zum Innehalten zwingt. Und zwar wörtlich — in einem einzigen Park findet ihr drei völlig unterschiedliche Ökosysteme: einen märchenhaften, moosbehangenen Regenwald, alpine Wiesen mit Blick auf schneebedeckte Gipfel und eine wilde Pazifikküste mit Treibholz, das wie eine Installation eines durchgedrehten Künstlers aussieht. Wir sind von Seattle aus für ein paar Tage hierher gefahren und ehrlich gesagt — ein paar Tage reichen nicht. Hätten wir gekonnt, wären wir eine Woche geblieben.

In diesem Artikel findet ihr einen kompletten Reiseführer für den Olympic National Park — von der besten Reisezeit über die Anreise, 15 Tipps zu den besten Sehenswürdigkeiten und Trails, bis hin zu Übernachtungsmöglichkeiten, Restaurants und einem Kostenüberblick. Los geht’s!

Reisende am Pazifikstrand bei Sonnenuntergang

Artikelinhalt

Zusammenfassung

  • Olympic National Park liegt auf der Olympic Peninsula im Bundesstaat Washington, etwa 2–3 Stunden von Seattle entfernt (inklusive Fähre).
  • Der Park ist einzigartig, weil er 3 Ökosysteme in einem vereint — Regenwald, alpine Berge und wilde Pazifikküste.
  • Die beste Reisezeit ist Juli und August — am wenigsten Regen, geöffnete Straßen und Trails. Aber auch Frühling und Herbst haben ihren Reiz.
  • Der Eintritt in den Park kostet 30 USD pro Auto (ca. 28 €) oder 80 USD für den jährlichen America the Beautiful Pass, der für alle Nationalparks in den USA gilt.
  • Für eine ordentliche Erkundung des Parks solltet ihr mindestens 3–4 Tage einplanen, ideal ist eine Woche.
  • Unterkünfte im und um den Park sind im Sommer Monate im Voraus ausgebucht — so früh wie möglich reservieren.
  • Hoh Rain Forest, Hurricane Ridge, Rialto Beach und Sol Duc Hot Springs sind absolute Must-sees.
  • Roosevelt-Wapitis begegnet ihr fast garantiert — über 5.000 leben hier. Grizzlybären gibt es nicht, aber Schwarzbären schon.
  • Beim Essen solltet ihr keine Wunder erwarten — Restaurants im Park gibt es kaum, am besten eigene Vorräte mitnehmen.
  • Ein Auto ist Pflicht — öffentliche Verkehrsmittel gibt es im Park praktisch nicht. Die Straße rund um die Halbinsel ist über 500 km lang.

Anreise und beste Reisezeit für den Olympic National Park

Der Olympic National Park ist ganzjährig geöffnet, aber euer Erlebnis wird sich je nach Reisezeit dramatisch unterscheiden. Schließlich ist dies einer der regenreichsten Winkel der USA — der Hoh Rain Forest bekommt jährlich über 3,5 Meter Niederschlag (das ist kein Tippfehler 😅). Schauen wir uns also an, wann die ideale Reisezeit ist und wie ihr am besten hierher kommt.

Beste Reisezeit

Juli und August sind der Goldstandard. Es ist relativ trocken (für hiesige Verhältnisse), die Temperaturen liegen bei 20–25 °C in den tieferen Lagen und die meisten Straßen und Trails sind geöffnet, einschließlich der Hurricane Ridge Road, die im Winter wegen Schnee gesperrt ist.

Falls ihr den Olympic National Park im April besuchen wollt, rechnet damit, dass in den Bergen noch Schnee liegt, manche Straßen gesperrt sein können und es häufiger regnet. Andererseits — der Regenwald ist im Regen noch schöner (und es gibt deutlich weniger Touristen). Mai und Juni sind ein solider Kompromiss — die Natur erwacht, die Wasserfälle führen am meisten Wasser und die Bergwiesen beginnen zu blühen.

September und Oktober bieten wunderschöne Herbstfarben und weniger Menschenmassen. Außerdem kann der September mit etwas Glück sogar trockener sein als der Sommer.

Winter (November–März) ist für Abenteurer — es regnet, in den Bergen liegt meterhoher Schnee, aber wer Ruhe und Atmosphäre liebt, wird die Regenwälder im Nebel als absolut magisch empfinden. Hurricane Ridge verwandelt sich im Winter in ein kleines Skigebiet.

Anreise zum Olympic National Park

Der Park liegt auf der Olympic Peninsula, westlich von Seattle. Die wichtigsten Routen:

Von Seattle mit dem Auto + Fähre — die bequemste Variante. Ihr nehmt die Fähre der Washington State Ferries vom Zentrum Seattles (Pier 52) nach Bainbridge Island — die Überfahrt dauert 35 Minuten und ist schon ein Erlebnis für sich (Blick auf die Skyline von Seattle, Mount Rainier im Hintergrund, Kaffee in der Hand… 😊). Von Bainbridge aus fahrt ihr dann weitere 1,5–2 Stunden nach Westen. Die Fähre kostet ca. 10 USD pro Auto in eine Richtung.

Von Seattle über Land — wenn ihr nicht auf die Fähre warten wollt, könnt ihr über die I-5 nach Süden und dann über den Highway 101 um Olympia herum fahren. Das dauert etwa 3 Stunden, aber ihr fahrt um die gesamte Bucht herum.

Von Portland — ca. 4–5 Stunden mit dem Auto über Olympia.

Für Reisende aus Deutschland: Ihr fliegt am besten nach Seattle (SEA). Von Frankfurt, München oder Berlin gibt es Direktflüge mit Lufthansa oder Condor, alternativ mit Umstieg über andere US-Hubs. Hin- und Rückflug gibt es oft schon ab 500–700 €.

Ein Auto ist absolute Pflicht. Wir haben gute Erfahrungen mit RentalCars gemacht, das wir weltweit nutzen — es vergleicht die Preise aller Anbieter und die Versicherung ist transparent. Im Park gibt es keinerlei öffentliche Verkehrsmittel zwischen den Hauptattraktionen und die Entfernungen sind enorm.

Olympic National Park Eintritt und America the Beautiful Pass

Der Eintritt (Olympic National Park Entrance Fee) beträgt 30 USD pro Auto (ca. 28 €) für 7 Tage. Wenn ihr aber auch weitere Nationalparks in den USA besuchen wollt (und das solltet ihr!), holt euch den America the Beautiful Pass für 80 USD (ca. 75 €) — er gilt ein Jahr lang und deckt den Eintritt in alle 63 Nationalparks plus Hunderte weiterer Bundesgebiete ab. Bei uns hatte er sich schon nach einem Ausflug bezahlt gemacht.

Den Pass kauft ihr direkt am Parkeingang oder online auf der Website des NPS.

Olympic National Park Unterkunft und Kosten

Der Olympic National Park ist riesig und hat kein zentrales „Eingangstor“ — die Orte, die ihr sehen wollt, sind über die gesamte Halbinsel verteilt. Wo ihr übernachtet, hängt davon ab, was ihr schaffen wollt. Generell gilt: So früh wie möglich reservieren, besonders im Sommer. Beliebte Lodges im Park sind bis zu einem halben Jahr im Voraus ausgebucht.

Unterkunft direkt im Park

Olympic National Park Lodge (Lake Crescent Lodge) — eine historische Lodge aus dem Jahr 1915 direkt am Ufer des türkisfarbenen Lake Crescent. Die Zimmer sind schlicht, aber die Lage ist unbezahlbar. Preise ab ca. 200–280 USD/Nacht (ca. 185–260 €). Monate im Voraus reservieren.

Sol Duc Hot Springs Resort — Zimmer und Hütten in der Nähe der heißen Quellen. Preise um 200–300 USD/Nacht (ca. 185–280 €). Ideal, wenn ihr Wandern mit Entspannung kombinieren wollt.

Kalaloch Lodge — auf den Klippen über der Pazifikküste. Zimmer ab 200 USD/Nacht, Hütten mit Meerblick ab 300 USD/Nacht.

Log Cabin Resort (Lake Crescent) — die günstigere Variante mit Hütten ab ca. 120 USD/Nacht (ca. 110 €).

Unterkunft in umliegenden Orten

Port Angeles — die praktischste Basis. Liegt direkt am Nordeingang des Parks, hat Geschäfte, Restaurants, Tankstellen und eine gute Auswahl an Unterkünften von Motels bis Airbnb. Preise um 120–200 USD/Nacht (ca. 110–185 €). Von hier sind es 20 Minuten zum Hurricane Ridge und eine Stunde zum Hoh Rain Forest.

Forks — ein kleines Städtchen auf der Westseite der Halbinsel, berühmt geworden durch die Twilight-Saga (ja, genau dieses Twilight 😅). Ideale Basis für Hoh Rain Forest, Rialto Beach und Ruby Beach. Günstigere Unterkünfte ab 80 USD/Nacht (ca. 75 €).

Sequim — eine kleinere und ruhigere Alternative zu Port Angeles, bekannt als „Lavendelhauptstadt“ der USA. Trockener als der Rest der Halbinsel dank des Rain-Shadow-Effekts.

Camping

Der Park hat 14 Campingplätze und Camping ist hier fantastisch. Die meisten Plätze kosten 22–28 USD/Nacht (ca. 20–26 €). Manche funktionieren nach dem Prinzip „first-come-first-served“, andere lassen sich über Recreation.gov reservieren.

Unsere Empfehlungen:

  • Hoh Rain Forest Campground — Einschlafen mitten im Regenwald, unter den Kronen riesiger Fichten. Magisch.
  • Kalaloch Campground — direkt auf den Klippen über dem Ozean. Ihr schlaft zum Rauschen der Wellen ein.
  • Sol Duc Campground — in der Nähe der heißen Quellen und wunderschöner Trails.

Kosten Olympic National Park — Budget für 4 Tage zu zweit

  • Eintritt: 30 USD (oder 80 USD für den Jahrespass)
  • Unterkunft (4 Nächte, Motel Port Angeles): 600–800 USD
  • Mietwagen (4 Tage): 150–250 USD
  • Benzin: 60–80 USD (die Entfernungen sind groß!)
  • Essen (Mix aus Restaurants und eigenen Vorräten): 200–300 USD
  • Aktivitäten (Hot Springs, Kayak): 50–100 USD

Gesamt für zwei Personen, 4 Tage: ca. 1.100–1.600 USD (ca. 1.020–1.480 €), also ungefähr 510–740 € pro Person. Beim Camping lässt sich ordentlich sparen — zieht ruhig 400–500 USD für Unterkunft ab.

15 Sehenswürdigkeiten und Erlebnisse im Olympic National Park

Der Olympic National Park ist so vielfältig, dass man das Gefühl hat, an einem einzigen Tag drei verschiedene Länder zu durchqueren. Morgens steht ihr im Regenwald, nachmittags auf einer Almwiese und abends an einem wilden Pazifikstrand. Gehen wir die 15 besten Tipps durch — vom legendären Hoh Rain Forest über die Aussichten am Hurricane Ridge bis zu den heißen Quellen von Sol Duc.

1. Hoh Rain Forest — der grünste Ort, den ich je gesehen habe

Moosbewachsener Hoh-Regenwald im Olympic Nationalpark
Foto: Doug Kerr from Albany, NY, United States / CC BY-SA 2.0 / Wikimedia Commons

Das ist der Ort, wegen dem ich in den Olympic National Park wollte. Und er hat alle Erwartungen übertroffen. Der Hoh Rain Forest ist einer der größten gemäßigten Regenwälder der Welt und sieht aus wie eine Filmkulisse aus Herr der Ringe — riesige Sitka-Fichten und Ahornbäume, überzogen mit dichtem grünem Moos, mannshohe Farne und Licht, das sich durch die Baumkronen kämpft wie durch Kirchenfenster.

Pflicht ist der Hall of Mosses Trail — ein leichter, 1,3 km langer Rundweg durch den fotogensten Teil des Waldes. Die Bäume tragen hier so lange Moosvorhänge, dass sie regelrecht zu Boden gedrückt werden. Es ist magisch und dabei völlig anspruchslos — das schafft wirklich jeder.

Wer mehr Zeit hat, sollte auch den Spruce Nature Trail (1,9 km) gehen, der euch bis zum Hoh River führt, wo ihr mit etwas Glück Roosevelt-Wapitis direkt am Wasser beobachten könnt. Wir haben sieben gezählt und Lukáš hat buchstäblich vergessen zu atmen. 😁

Praktischer Tipp: Kommt früh morgens an (spätestens gegen 8:00 Uhr im Sommer), denn der Parkplatz am Hoh Rain Forest ist klein und gegen 10:00 Uhr voll. Die Fahrt von Port Angeles dauert etwa 1,5 Stunden. Nicht vergessen — hier regnet es wirklich viel, also ist eine gute Regenjacke Pflicht, selbst wenn morgens die Sonne scheint.

2. Hurricane Ridge — Aussichten, die einem den Atem rauben

Bergwiesen und Gipfel vom Aussichtspunkt Hurricane Ridge
Foto: TravelingOtter / CC BY-SA 2.0 / Wikimedia Commons

Wenn der Hoh Rain Forest das Herz des Parks ist, dann ist Hurricane Ridge seine Krone. Von Port Angeles aus fahrt ihr eine kurvige, 27 km lange Straße hinauf und seid nach 45 Minuten auf 1.585 Metern Höhe mit einem Panoramablick auf die Olympic Mountains, den Mount Olympus und bei klarer Sicht sogar auf Kanada und Vancouver Island.

Das Hurricane Ridge Visitor Center ist der ideale Startpunkt — schaut euch die Ausstellung an, holt euch einen Kaffee und macht euch dann auf einen der Trails. Der Hurricane Hill Trail (5,2 km hin und zurück) ist der beliebteste und das zu Recht — ihr wandert auf einem Grat mit 360°-Blick auf Berge, Gletscher und im Norden auf die Strait of Juan de Fuca. Der Trail ist mäßig anspruchsvoll (ca. 200 Höhenmeter), aber für die meisten gut machbar.

Für Familien oder weniger sportliche Wanderer gibt es den Cirque Rim Trail — einen kurzen, einfachen Rundweg direkt vom Visitor Center mit Blick auf das Gletschertal.

Achtung: Die Hurricane Ridge Road ist im Winter oft gesperrt oder nur am Wochenende geöffnet (je nach Schneelage). Im Sommer ist sie täglich zugänglich. Prüft den aktuellen Status auf der NPS-Website. Und ja, auf dem Grat bläst es ordentlich, wie der Name schon verrät — kleidet euch in Schichten.

3. Rialto Beach — Holzskulpturen, vom Ozean geformt

Felsige Kueste am Rialto Beach mit Sea Stacks
Foto: Olympic National Park / Public domain / Wikimedia Commons

Die Pazifikküste des Olympic National Park ist eine ganz andere Welt. Rialto Beach ist wohl der meistfotografierte Strand im Park und ihr werdet sofort verstehen warum — kilometerlang angeschwemmtes Treibholz in allen Formen und Größen, riesige Sea Stacks (Felspfeiler), die aus dem Wasser ragen, und Wellen, die mit solcher Wucht auftreffen, dass man es in der Brust spürt.

Vom Parkplatz aus sind es buchstäblich nur wenige Schritte zum Strand. Wenn ihr Lust auf einen kleinen Trek habt, wandert nach Norden die Küste entlang zum Hole-in-the-Wall — einem Felsentor, das der Ozean in die Klippe gemeißelt hat. Es sind etwa 2,5 km am Strand entlang (eine Richtung) und der Durchgang ist nur bei Ebbe passierbar — prüft also vorher die Gezeitentabellen auf der NPS-Website. Bei Ebbe findet ihr in den Gezeitentümpeln Seeanemonen, Seesterne und kleine Krabben.

Praktischer Tipp: Der Strand ist steinig und das Treibholz rutschig — Schuhe mit gutem Profil sind Pflicht. Und selbst im Sommer weht ein kalter Wind vom Ozean, also nehmt eine Mütze mit. Für längere Küstenwanderungen lohnen sich gute Wanderschuhe.

4. Ruby Beach — der wildeste Strand an der Küste

Wilder Ruby Beach mit Felstuermen und Treibholz
Foto: Niagara66 / CC BY-SA 4.0 / Wikimedia Commons

Ruby Beach ist die Schwester von Rialto Beach, hat aber eine andere Atmosphäre — etwas kleiner, intimer und mit ikonischen Sea Stacks, die hier noch dramatischer wirken. Der Strand verdankt seinen Namen den rubinroten Granatkristallen, die im Sand eingemischt sind (zugegeben, man muss schon genau hinschauen 😅).

Über einen kurzen Pfad vom Parkplatz (ca. 200 Meter) gelangt ihr an den Strand voller riesiger Baumstämme, sepiafarbener Felsen und mit Blick auf Abbey Island — eine kleine Felsinsel, die bei Ebbe zu Fuß erreichbar ist. Der Sonnenuntergang hier gehört zu den schönsten, die wir in den USA erlebt haben, und das will etwas heißen.

Ruby Beach liegt direkt am Highway 101 im südlichen Küstenabschnitt und lässt sich daher gut mit Kalaloch und den anderen Stränden entlang der Straße kombinieren (Beach 1 bis Beach 4 — ja, sie heißen wirklich so).

5. Sol Duc Hot Springs — die verdiente Belohnung nach dem Wandern

Nach einem Tag voller Wanderungen durch Regenwälder und an Stränden gibt es nichts Besseres, als in heiße Quellen einzutauchen. Das Sol Duc Hot Springs Resort bietet drei künstliche Becken, gespeist von heißen Mineralquellen mit Temperaturen um 37–40 °C, plus ein kaltes Becken für Hartgesottene.

Der Eintritt kostet 15 USD pro Person (ca. 14 €), wenn ihr nicht im Resort übernachtet. Es ist eine kommerzielle Anlage, also erwartet keine wilde Naturquelle mitten in der Wildnis — es gibt Duschen, Umkleiden und einen kleinen Imbiss. Aber nach 20 km Wanderung wird euch das nicht im Geringsten stören.

Neben den heißen Quellen gibt es den wunderschönen Sol Duc Falls Trail — einen leichten Trail (2,6 km hin und zurück) zu einem atemberaubenden Wasserfall, an dem sich der Sol Duc River in drei Ströme teilt und in eine enge Felsschlucht stürzt. Er ist einer der fotogensten Wasserfälle im Park und definitiv den kleinen Abstecher wert.

6. Lake Crescent — ein türkisfarbener See wie aus einer anderen Welt

Tuerkisfarbener Lake Crescent umgeben von Bergen
Foto: Miguel Hermoso Cuesta / CC BY-SA 4.0 / Wikimedia Commons

Lake Crescent ist ein tiefer Gletschersee mit unglaublich klarem, türkisfarbenem Wasser — die Farbe entsteht durch den Stickstoffmangel, der das Algenwachstum fast vollständig verhindert. Das Ergebnis? Man sieht den Grund noch in mehreren Metern Tiefe.

Der See liegt direkt am Highway 101, ihr könnt ihn also unmöglich verpassen. Haltet bei der Lake Crescent Lodge — einem historischen Gebäude von 1915, wo ihr auf der Terrasse mit Seeblick zu Mittag essen oder einen Kaffee trinken könnt (und Kajaks oder Stand-Up-Paddleboards mieten).

Wenn ihr noch Energie habt, macht den Marymere Falls Trail (2,8 km hin und zurück) — ein leichter Pfad durch den Regenwald zu einem 27 Meter hohen Wasserfall. Der Trail startet direkt an der Lodge und ist perfekt zum Einlaufen.

Für Abenteuerlustige gibt es den Spruce Railroad Trail (10 km in eine Richtung) am Nordufer des Sees entlang, inklusive eines alten Eisenbahntunnels und einem Aussichtspunkt auf den Devil’s Punchbowl — ein leuchtend blauer Naturpool, in dem sich Einheimische im Sommer abkühlen (das Wasser hat aber selbst im August nur etwa 10 °C — nehmt das als Warnung 😅).

7. Marymere Falls — ein leichter Trail zu einem wunderschönen Wasserfall

Holzsteg durch den Regenwald im Olympic Nationalpark

Marymere Falls verdient eine eigene Erwähnung, denn dieser Trail ist ideal für alle — Familien mit Kindern, ältere Paare oder Menschen, die einfach nicht den ganzen Tag wandern wollen. Der Weg ist 2,8 km hin und zurück, fast eben und führt durch wunderschönen Regenwald mit riesigen Tannen und Zedern.

Der Wasserfall selbst stürzt aus 27 Metern in ein moosbewachsenes Amphitheater und ist wirklich fotogen. In den Frühlingsmonaten, wenn der Schnee schmilzt, ist er am eindrucksvollsten. Rechnet mit etwa einer Stunde für den gesamten Ausflug, mit Fotografieren vielleicht etwas mehr.

8. Shi Shi Beach und Point of the Arches — für Abenteuerlustige

Breiter Sandstrand an der wilden Kueste des Olympic Parks

Wenn euch Rialto Beach zu „zugänglich“ ist (ja, solche Leute gibt es 😁), dann ist Shi Shi Beach genau euer Ding. Es ist einer der abgelegensten und schönsten Strände im Park, aber man muss ihn sich verdienen — der Trail ist etwa 14 km hin und zurück vom Trailhead am Makah-Reservat.

Am Ende wartet die Belohnung: Point of the Arches — eine surreale Landschaft aus Dutzenden Felspfeilern, Bögen und Höhlen, die der Ozean herausgearbeitet hat. Es sieht aus wie die Kulisse eines Fantasy-Films. Viele Besucher campen hier über Nacht (man braucht ein Wilderness Permit), um Sonnenuntergang und Sonnenaufgang in absoluter Stille zu genießen.

Wichtig: Für den Zugang zum Makah-Reservat braucht ihr den Makah Recreation Pass (20 USD), den ihr in Neah Bay kaufen könnt. Und der Trail kann sehr matschig sein — unterschätzt die Schuhe nicht.

9. Ozette Triangle — Trek an der wilden Küste

Blick auf die felsige Pazifikkueste des Olympic Nationalparks

Das Ozette Triangle ist ein 14,5 km langer Rundweg, der euch vom Lake Ozette durch den Regenwald an die Küste und dann am Strand entlang zurück führt. Es ist eine Ganztagesangelegenheit, aber die Kombination aus Regenwald und wilder Küste in einem einzigen Trek ist einzigartig.

Der Trail hat zwei Küstenstopps: Cape Alava (der westlichste Punkt der 48 zusammenhängenden US-Bundesstaaten — cool für Sammler geografischer Extreme) und Sand Point. Dazwischen wandert ihr etwa 5 km am Strand entlang voller Treibholz und Gezeitentümpel. Vergesst nicht, die Gezeitentabellen zu prüfen, und nehmt genug Essen und Wasser mit.

10. Staircase — ein stiller Winkel, wo mehr Tiere als Menschen leben

Riesiger Baum im moosbewachsenen Regenwald des Olympic Parks

Staircase ist der Zugang zum südöstlichen Teil des Parks und deutlich weniger besucht als Hoh oder Hurricane Ridge. Was genau der Grund ist, warum man hinfahren sollte. Die Gegend rund um den Skokomish River bietet wunderschöne Trails durch tiefen Wald, und die Chancen auf Tierbeobachtungen sind hier besonders hoch.

Der Staircase Rapids Loop (3,2 km) ist ein leichter Rundweg am Fluss entlang mit kristallklaren Becken und Kaskaden. Wer Ruhe und unberührte Natur ohne Menschenmassen sucht, ist hier genau richtig.

11. Roosevelt-Wapiti — Olympic National Park Tiere, die man nicht suchen muss

Roosevelt-Wapiti im Olympic Nationalpark
Foto: USFWS Pacific / Public domain / Wikimedia Commons

Wenn man an Olympic National Park Tiere denkt, sollten einem als Erstes die Roosevelt-Wapitis einfallen — die größte Unterart der Wapiti-Hirsche in Nordamerika. Im Olympic National Park leben über 5.000 von ihnen. Sie sind so häufig, dass die Frage nicht lautet „ob“ ihr sie sehen werdet, sondern „wie viele“.

Die besten Orte zur Beobachtung: Hoh Rain Forest (Weiden entlang des Flusses), Quinault Rain Forest und das Tal rund um den Elwha River. Morgens und gegen Abend sind sie am aktivsten. Sie sind zwar an Menschen gewöhnt, aber es bleiben wilde Tiere mit 300–500 kg Körpergewicht — haltet mindestens 15 Meter Abstand.

Weitere Tiere, denen ihr hier begegnen könnt: Schwarzbären, Bergziegen, Murmeltiere (das Olympic Marmot ist ein Endemit — es lebt NUR hier!), Biber, Weißkopfseeadler und in den Gewässern rund um die Halbinsel Wale, Seelöwen und Seeotter. Grizzlybären gibt es hier nicht — das ist eine häufige Frage und die Antwort lautet nein, auf der Olympic Peninsula kommen keine Grizzlys vor.

12. Quinault Rain Forest — weniger Touristen, gleiche Magie

Quinault-Regenwald mit riesigen Baeumen
Foto: Olympic National Park / Public domain / Wikimedia Commons

Der Quinault Rain Forest ist der „andere“ Regenwald im Park — weniger bekannt als Hoh, aber genauso wunderschön. Und vor allem: deutlich weniger überlaufen. Er liegt an der Südseite des Parks rund um den malerischen Lake Quinault.

Der Quinault Rain Forest Nature Trail (Rundweg 0,8 km) ist ein kurzer Spaziergang durch einen Urwald mit Zedern und Fichten, die einen Umfang von über 10 Metern haben. Wer mehr will, folgt dem Graves Creek Trail tief in den Regenwald hinein, entlang des Flusses.

In der Gegend rund um Lake Quinault findet ihr auch die Lake Quinault Lodge — eine wunderschöne historische Lodge mit Terrasse am See, wo ihr zu Mittag essen könnt, auch wenn ihr nicht dort übernachtet.

13. Elwha Valley — die Geschichte eines befreiten Flusses

Holzbruecke durch eine moosige Schlucht im Olympic Nationalpark

Das Elwha Valley erzählt eine Geschichte, die einem das Herz wärmt. Zwischen 2011 und 2014 wurden hier zwei riesige Staudämme abgerissen — der Elwha Dam und der Glines Canyon Dam — im größten Flussrenaturierungsprojekt in der Geschichte der USA. Der Elwha River fließt nach über 100 Jahren wieder frei von den Bergen bis zum Ozean und die Lachse kehren zum ersten Mal seit Jahrzehnten zurück.

Heute kann man beobachten, wie sich die Natur in Echtzeit regeneriert — der ehemalige Stauseegrund wird von neuem Wald überwuchert und der Fluss hat neue Mäander geformt. Der Madison Falls Trail (kurz, 200 m) führt zu einem hübschen Wasserfall und der Elwha River Trail bietet längere Spaziergänge durch das Tal.

14. Deer Park — Aussichten ohne Menschenmassen

Wenn euch am Hurricane Ridge die Massen stören (und im Sommer sind dort wirklich MASSEN), ist Deer Park eure Alternative. Er liegt im selben Gebirge, bietet ähnliche alpine Aussichten, aber die Zufahrtsstraße ist unbefestigt, schmal und kurvig — was bedeutet, dass die meisten Touristen einfach nicht herfahren.

Vom Deer Park Campground (einer der schönsten im Park, 14 Plätze, first-come-first-served) habt ihr einen atemberaubenden Blick auf die Olympic Mountains, die Strait of Juan de Fuca und bei klarer Sicht auf den Mount Baker und Kanada. Die Straße nach Deer Park ist nur im Sommer geöffnet (Juli–September) und ist nicht für große Fahrzeuge und Wohnmobile geeignet.

15. Second Beach und Third Beach — La Push und die wilde Küste

Second Beach bei La Push mit Sea Stacks
Foto: King of Hearts / CC BY-SA 4.0 / Wikimedia Commons

Die Gegend rund um das Dörfchen La Push (Quileute Reservation) bietet zwei absolut fantastische Strände — Second Beach (Trail 1,1 km) und Third Beach (Trail 2,1 km). Beide erfordern eine kurze Wanderung durch den Regenwald, bevor ihr ans Meer gelangt, was das Erlebnis umso intensiver macht — ihr kämpft euch durch Farne und plötzlich öffnet sich vor euch ein dramatischer Strand mit riesigen Sea Stacks.

Second Beach ist fotogener und kürzer (ideal für Familien), Third Beach abgelegener und ruhiger. Beide sind wunderschön bei Sonnenuntergang.

Hinweis: La Push liegt auf dem Gebiet der Quileute Reservation — respektiert die örtlichen Regeln und die Kultur.

Essen und Trinken: Tipps für hungrige Reisende

Ich bin ehrlich — der Olympic National Park ist kein kulinarisches Paradies. 😅 Ihr seid in der Wildnis und das Essensangebot entspricht dem. Aber ein paar Tipps habe ich trotzdem.

Restaurants im Park und den Lodges

Lake Crescent Lodge Restaurant — wohl der angenehmste Ort zum Essen direkt im Park. Das Essen ist solide amerikanisch (Burger, Fisch, Steaks), die Portionen groß und der Blick auf den See herrlich. Rechnet mit 20–35 USD pro Hauptgericht.

Springs Restaurant (Sol Duc) — ein einfaches Restaurant bei den heißen Quellen. Nichts Besonderes, aber nach einer Wanderung schmeckt alles gut.

Kalaloch Lodge Restaurant — Abendessen mit Ozeanblick. Fisch und Meeresfrüchte sind hier die beste Wahl.

Restaurants in Port Angeles

Next Door Gastropub — wohl unser Lieblingslokal in der Stadt. Craft-Biere aus lokalen Brauereien, Burger und Mac & Cheese, die selbst in Seattle bestehen würden.

Kokopelli Grill — ein gehobeneres Restaurant mit guter Auswahl an Fisch und Steaks.

Little Devil’s Lunchbox — ein kleiner Laden mit hervorragenden Sandwiches und leichten Mittagsgerichten, ideal vor einem Ausflug in den Park.

In Forks

In Place — ein nettes Restaurant mit überraschend gutem Essen für so ein kleines Städtchen.

Forks Coffee Shop — ein klassischer amerikanischer Diner. Pancakes, Eier, Kaffee — nicht mehr, nicht weniger, aber die Atmosphäre ist authentisch.

Unser Tipp

Ehrlich gesagt? Der größte Tipp ist: Kauft euch in Port Angeles im Safeway oder Walmart Vorräte und nehmt das Essen mit. Sandwiches, Obst, Müsliriegel, Nüsse. Im Park sind die Möglichkeiten begrenzt und die Preise in den Lodges entsprechen einem Monopol (sprich: sie sind hoch). Auf den Campingplätzen könnt ihr selbst kochen — vergesst dann aber nicht den Bear Canister oder die richtige Lagerung der Lebensmittel (es gibt hier Bären!).

Praktische Tipps zum Schluss

Telefon und Internet

Mobilfunkempfang gibt es im Park praktisch nicht. An den meisten Orten im Olympic National Park habt ihr kein Netz — weder am Hurricane Ridge noch im Hoh Rain Forest. In Port Angeles und Forks funktioniert der Empfang, aber sobald ihr in den Park abbiegt, seid ihr von der Welt abgeschnitten. Ladet euch daher Offline-Karten herunter (Google Maps oder Maps.me), bevor ihr losfahrt. Wenn ihr für eure USA-Reise generell mobile Daten braucht, schaut euch unsere Holafly eSIM Bewertung an — aber rechnet damit, dass euch im Park keine eSIM weiterhelfen wird.

Wetter und Kleidung

Die goldene Regel: Kleidet euch in Schichten und habt immer eine Regenjacke dabei. Selbst im Sommer kann es mehrmals am Tag regnen und die Temperaturen am Hurricane Ridge liegen 10–15 °C unter denen an der Küste. Gutes Schuhwerk ist die Grundlage — nasse Wurzeln im Regenwald sind glatt wie Eis. Wenn ihr nicht wisst, was ihr einpacken sollt, schaut in unseren Artikel zum Packen fürs Handgepäck.

Sicherheit und Tiere

Schwarzbären leben hier, aber Angriffe sind extrem selten. Haltet euch an die Grundregeln: Lebensmittel in Bear Canistern aufbewahren, nicht im Zelt essen, keine Tiere füttern. Roosevelt-Wapitis wirken friedlich, aber Bullen können im Oktober (Brunftzeit) aggressiv werden — haltet mindestens 15 Meter Abstand.

Flüge und Anreise

Günstige Flüge nach Seattle findet ihr über Vergleichsportale — von Deutschland aus gibt es Direktverbindungen ab Frankfurt und München mit Lufthansa oder Condor, Hin- und Rückflug gibt es häufig schon ab 500–700 €. Von Seattle geht es dann mit dem Mietwagen weiter — dazu habe ich oben bereits geschrieben. Und wenn ihr einen längeren Trip durch den Pacific Northwest plant, kombiniert den Olympic National Park unbedingt mit einem Besuch in Seattle — es ist ein logischer Zwischenstopp und eine wunderschöne Stadt.

Reiseversicherung

Reist auf keinen Fall ohne Versicherung in die USA — die Gesundheitskosten in Amerika sind astronomisch. Für kürzere Reisen empfehlen wir die Allianz Travel oder HanseMerkur, für längere Trips eignet sich SafetyWing, die wir selbst nutzen.

FAQ — Häufige Fragen zum Olympic National Park

Was macht den Olympic National Park so besonders?

Der Olympic National Park ist einer der wenigen Orte weltweit, an dem man in einem einzigen Park drei völlig unterschiedliche Ökosysteme findet: einen gemäßigten Regenwald (einen der größten der Erde), alpine Berge mit Gletschern und eine wilde Pazifikküste. Dank der geografischen Isolation der Halbinsel leben hier zudem endemische Arten, die es nirgendwo sonst gibt — etwa das Olympic Marmot oder die Unterart Roosevelt-Wapiti. Der Park ist UNESCO-Weltnaturerbe und gleichzeitig Internationales Biosphärenreservat.

Welcher Ort eignet sich am besten als Basis für den Olympic National Park?

Port Angeles ist die praktischste Basis für die meisten Besucher. Der Ort liegt direkt am Nordeingang des Parks, ist Ausgangspunkt für Hurricane Ridge (20 Minuten Fahrt) und bietet die beste Infrastruktur — Restaurants, Geschäfte, Tankstellen, Krankenhaus. Wenn ihr näher an der Küste und den Regenwäldern sein wollt, kommt Forks in Frage. Und wer höhere Preise nicht scheut und es romantisch mag, übernachtet direkt im Park in der Lake Crescent Lodge oder im Sol Duc Hot Springs Resort.

Gibt es Grizzlybären im Olympic National Park?

Nein, Grizzlybären kommen im Olympic National Park nicht vor. Auf der Olympic Peninsula gab es weder historisch noch in der Neuzeit Grizzlys. Allerdings könnt ihr hier Schwarzbären (Ursus americanus) begegnen, die generell weniger aggressiv sind, bei denen man aber trotzdem Sicherheitsregeln beachten sollte — Lebensmittel richtig lagern, keine Bären füttern und Abstand halten. Wer Grizzlys sehen möchte, muss nach Montana, Wyoming oder Alaska reisen.

Was ist besser — Olympic National Park oder Mount Rainier?

Das kommt darauf an, was ihr sucht. Mount Rainier dreht sich um einen einzigen ikonischen Berg — einen riesigen Stratovulkan mit alpinen Wildblumenwiesen und Gletschern. Er ist kompakter, lässt sich leichter in 1–2 Tagen besuchen und liegt näher an Seattle. Der Olympic National Park ist weitläufiger, vielfältiger und braucht mehr Zeit — belohnt euch aber mit einer Kombination aus Regenwald, Bergen und Küste, die es anderswo nicht gibt. Wenn ihr nur für einen Park Zeit habt, bietet Olympic mehr Abwechslung. Wenn ihr Zeit für beide habt — fahrt zu beiden. Sie sind völlig verschieden und beide lohnen sich absolut.

Wie viele Tage braucht man für den Olympic National Park?

Das absolute Minimum sind 2 Tage (Hurricane Ridge + Hoh Rain Forest), aber ehrlich gesagt — ihr werdet es bereuen, nicht mehr Zeit gehabt zu haben. Ideal sind 3–5 Tage, in denen ihr Berge, Regenwald, Küste und vielleicht die heißen Quellen schafft. Eine Woche ist ein Luxus, der es euch ermöglicht, auch die abgelegeneren Ecken wie Ozette, Staircase oder Shi Shi Beach zu erkunden.

Kann man den Olympic National Park im April besuchen?

Ja, aber mit Einschränkungen. Olympic National Park im April bedeutet: Die Hurricane Ridge Road kann noch gesperrt sein (oder nur am Wochenende geöffnet), in den Bergen liegt Schnee und es regnet häufiger. Auf der anderen Seite — die Regenwälder sind im April wunderschön (ein Regenwald im Regen, das ergibt doch Sinn, oder? 😉), an der Küste gibt es weniger Touristen und die Wasserfälle führen durch die Schneeschmelze am meisten Wasser. Wer kein Problem mit Regen hat und nicht auf Bergpanoramen fixiert ist, kann im April eine überraschend schöne Zeit erleben.

Braucht man für den Olympic National Park ein Auto?

Eindeutig ja. Der Park hat keinerlei öffentliche Verkehrsmittel zwischen den Hauptbereichen und die Entfernungen sind enorm — von Port Angeles zum Hoh Rain Forest dauert es über eine Stunde, zur Küste noch länger. Die Straße rund um die Halbinsel (Highway 101) ist über 500 km lang. Ohne Auto kommt ihr im Park nicht weiter. Empfehlenswert ist ein Fahrzeug mit höherer Bodenfreiheit oder ein SUV — einige Nebenstraßen (Deer Park, Dosewallips) sind unbefestigt.

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Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.

Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).

Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

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