Haleakalā National Park, Maui: Reiseführer — 15 Tipps, was man sehen und erleben sollte

Ihr steht am Rand eines Kraters auf 3.000 Metern über dem Meer, um euch herum absolute Stille, und unter euren Füßen erstreckt sich eine Landschaft, die wie die Oberfläche des Mars aussieht. Die Sonne geht gerade über den Wolken auf und ihr fragt euch, ob ihr vielleicht gestorben seid und in eine andere Welt versetzt wurdet. Genauso sieht der Sonnenaufgang auf dem Haleakalā aus — und genau so habe ich mich gefühlt, als ich dort zum ersten Mal mit Lukáš stand, buchstäblich mit offenem Mund. 😅

Der Haleakalā National Park auf Maui Hawaii gehört zweifellos zu den magischsten Orten, die wir auf Hawaii besucht haben — und ehrlich gesagt auch zu den magischsten Orten überhaupt. Der gewaltige Schildvulkan, dessen Name auf Hawaiianisch „Haus der Sonne“ bedeutet, bietet alles: von einer mondartigen Landschaft auf dem Gipfel über wunderschöne Bambuswälder bis hin zu Wasserfällen, bei denen euch die Luft wegbleibt. Und das Beste? An einem einzigen Ort erlebt ihr so viele Kontraste, wie ihr anderswo eine ganze Woche Reisen bräuchtet.

In diesem Artikel findet ihr 15 Tipps, was man im Haleakalā National Park sehen und erleben sollte — vom legendären Sonnenaufgang auf dem Summit über die schönsten Wanderungen bis hin zu Tipps für Stargazing, Essen und praktische Hinweise, die euch Zeit und Geld sparen. Ich verrate euch, wann ihr am besten hinfahrt, wie ihr nach oben kommt, wo ihr auf Maui übernachten könnt und was das Ganze kostet.

Paar auf dem Gipfel des Haleakalā Vulkans über den Wolken

Artikelinhalt

Zusammenfassung

  • Der Haleakalā National Park erstreckt sich vom Vulkangipfel (3.055 m) bis zur Küste bei Kīpahulu — das sind eigentlich zwei völlig verschiedene Welten in einem Park.
  • Der Sonnenaufgang auf dem Summit ist ein unvergessliches Erlebnis — aber ihr müsst euch vorher eine Genehmigung (Reservation) auf recreation.gov sichern. Ohne kommt ihr nicht nach oben. Die Reservierung kostet $1 pro Auto.
  • Der Eintritt in den Park beträgt $30 pro Auto (gilt 3 Tage) oder ist kostenlos mit dem Jahrespass America the Beautiful ($80).
  • Die schönsten Wanderungen: Sliding Sands Trail (Krater), Pipiwai Trail (Bambuswald und Waimoku Falls Wasserfall) und Halemau’u Trail.
  • Summit und Kīpahulu sind nicht durch eine Straße innerhalb des Parks verbunden — von einem zum anderen müsst ihr über die Hāna Highway fahren, was mindestens 2–3 Stunden dauert.
  • Die beste Reisezeit ist April–Mai oder September–Oktober — weniger Touristen, angenehmes Wetter.
  • Nehmt warme Kleidung für den Summit mit — auch wenn es unten am Strand 30 °C hat, kann es oben um die null Grad sein.
  • Stargazing auf dem Haleakalā gehört zu den besten der Welt — minimale Lichtverschmutzung und die Höhenlage wirken Wunder.
  • Für den Pipiwai Trail rechnet mit 3–4 Stunden und damit, dass ihr nass werdet (Regen ist hier normal).
  • Parken bei Kīpahulu kann zum Problem werden — fahrt so früh wie möglich morgens los.

Anreise und beste Reisezeit für den Haleakalā National Park

Der Haleakalā National Park ist ganzjährig geöffnet, aber Wetter und Besucherandrang variieren im Laufe des Jahres erheblich. Die ideale Reisezeit ist April bis Mai und September bis Oktober — in diesen Monaten regnet es weniger, die Temperaturen sind angenehm und es sind deutlich weniger Touristen unterwegs als im Sommer oder über Weihnachten. Wir waren im Februar auf Maui und das Wetter war überraschend gut — auf dem Summit war es klar, auch wenn es in Kīpahulu etwas geregnet hat (aber das ist dort eigentlich Normalzustand 😅).

Wetter nach Parkbereichen

Hier ist es wichtig zu wissen, dass der Haleakalā zwei völlig unterschiedliche Bereiche hat und sich das Wetter dort grundlegend unterscheidet:

  • Summit (Gipfel, 3.055 m): Die Temperaturen liegen bei 0–10 °C, selbst im Sommer. Der Wind kann brutal sein. Mütze, Handschuhe und Jacke sind ein Muss, kein Luxus.
  • Kīpahulu (Küste): Tropisches Klima, um die 25–30 °C, aber häufiger Regen — besonders nachmittags. Ein Regenschirm oder Regenponcho sind empfehlenswert.

Wie man zum Summit kommt

Zum Summit führt der Haleakalā Highway (Route 378) — eine schöne, aber kurvenreiche Straße, die von der Stadt Kahului auf Meeresniveau auf 3.055 Meter ansteigt. Die Fahrt nach oben dauert etwa 1,5–2 Stunden und ist ungefähr 60 km lang. Die Straße ist in gutem Zustand, aber schmal und mit vielen Kurven — wenn ihr unter Reiseübelkeit leidet, nehmt am besten Tabletten dagegen.

Für den Sonnenaufgang müsst ihr mitten in der Nacht losfahren — typischerweise gegen 3:00–4:00 Uhr morgens, je nach Jahreszeit. Und Achtung: Ihr braucht eine Vorabreservierung (dazu weiter unten mehr). Tankt am Abend vorher voll, denn unterwegs gibt es keine Tankstelle.

Wie man nach Kīpahulu kommt

Zum Küstenabschnitt des Parks bei Kīpahulu gelangt ihr über die berühmte Hāna Highway (Route 360) ab Kahului — die Fahrt dauert etwa 2,5–3 Stunden in eine Richtung und ist einer der schönsten (und langsamsten) Roadtrips auf Maui. Alternativ könnt ihr über die südliche Route via Piʻilani Highway weiterfahren, aber ein Teil der Straße ist unbefestigt und die meisten Mietwagenfirmen verbieten die Fahrt darüber. Wir haben es riskiert und überlebt, aber es hat einige Nerven gekostet. 😁

Wichtig: Summit und Kīpahulu sind innerhalb des Parks nicht durch eine Straße verbunden. Plant sie am besten für zwei verschiedene Tage ein.

Eintritt und Reservierung

  • Eintritt: $30 pro Auto (gilt 3 Tage für beide Parkteile), $25 für Motorräder, $15 pro Person (zu Fuß/per Rad). Wenn ihr plant, mehrere Nationalparks in den USA zu besuchen, holt euch den America the Beautiful Pass für $80 — er gilt ein ganzes Jahr und der Eintritt ist dann kostenlos.
  • Reservierung für den Sonnenaufgang: Seit 2017 Pflicht — $1 pro Auto über recreation.gov. Die Reservierungen werden 60 Tage im Voraus freigeschaltet und sind innerhalb von Minuten vergriffen. Eine weitere Tranche wird 2 Tage vorher freigegeben, aber das ist Glückssache. Reserviert, sobald es möglich ist!

Wir haben langfristig gute Erfahrungen mit RentalCars gemacht, das wir weltweit nutzen — auf Maui ist ein Auto absolut notwendig, ohne kommt ihr nirgendwohin.

Unterkunft auf Maui + was es kostet

Unterkünfte auf Maui sind, wie soll man es diplomatisch ausdrücken… teuer. Es ist Hawaii, also rechnet damit, dass ihr für eine Hotelnacht mindestens $150–250 zahlt, und das ist schon gehobener Mittelstandard. Luxusresorts an der Südküste starten ab $400 aufwärts. Es gibt aber auch vernünftige Alternativen — vor allem Airbnb und kleinere Pensionen in Gegenden wie Pāʻia oder Kula, wo man ordentliche Unterkünfte ab $120–180 pro Nacht (ca. 110–165 €) finden kann.

Für den Besuch des Haleakalā empfehlen wir euch, in einer dieser Gegenden zu übernachten:

Kula / Upcountry Maui

Wenn ihr den Sonnenaufgang auf dem Summit plant, ist Kula strategisch die beste Wahl — der Ort liegt in höherer Lage an den Hängen des Haleakalā und ihr braucht nur etwa 45 Minuten mit dem Auto zum Summit (statt 1,5–2 Stunden von der Küste). Außerdem ist es hier wunderschön — Farmen, Weinberge, kühlere Luft und herrliche Ausblicke. Die Preise sind etwas vernünftiger als an der Küste.

Pāʻia

Ein kleines, buntes Surfer-Städtchen an der Nordküste. Von hier sind es ca. 1,5 Stunden zum Summit und gleichzeitig ist Pāʻia der Ausgangspunkt für die Hāna Highway (und damit auch für Kīpahulu). Jede Menge toller Restaurants, kleine Läden und Strandatmosphäre. Die perfekte Basis, wenn ihr Haleakalā mit einem Roadtrip nach Hāna kombinieren wollt.

Kahului

Die Hauptstadt von Maui — keine Schönheit, aber hier gibt es den Flughafen, Geschäfte und die preislich günstigsten Unterkünfte auf der Insel. Zum Summit und zur Hāna ist es von hier aus eine angemessene Fahrt.

Kosten für einen Maui Urlaub (Budget für zwei pro Woche)

  • Unterkunft: $150–250/Nacht → $1.050–1.750/Woche (ca. 960–1.600 €)
  • Mietwagen: $60–120/Tag → $420–840/Woche (ca. 385–770 €)
  • Essen: $50–100/Tag für zwei → $350–700/Woche (ca. 320–640 €)
  • Eintritt und Aktivitäten: $100–300/Woche (ca. 90–275 €)
  • Benzin: ca. $50–80/Woche (ca. 45–75 €)
  • Gesamt für zwei pro Woche: ca. $2.000–3.700, also ungefähr 1.800–3.400 € (ohne Flüge)

Flüge aus Europa nach Maui kosten in der Regel 600–1.000 € pro Person mit Umstieg in Los Angeles oder San Francisco. Von Deutschland aus fliegt ihr z. B. mit Lufthansa, Condor oder United nach LA oder San Francisco und von dort mit Hawaiian Airlines oder einer der US-Inlandsfluggesellschaften weiter nach Maui (Kahului, OGG). Günstige Flüge findet ihr über Vergleichsportale — es lohnt sich, frühzeitig zu buchen.

Wenn ihr auf Hawaii mehr als nur Maui plant, schaut euch unseren kompletten Reiseführer für einen Maui-Urlaub an, wo ihr auch Tipps zu weiteren Inseln findet.

Summit Haleakalā: 6 Erlebnisse, die ihr nicht verpassen dürft

Der Gipfelbereich des Haleakalā ist buchstäblich eine andere Welt. Stellt euch einen riesigen Krater vor (technisch gesehen ein Erosionstal, aber so nennt ihn niemand), der 11 km lang, 3 km breit und 800 Meter tief ist. Die Landschaft erinnert an den Mars — rote, orangefarbene und graue Schlacke, Schlackenkegel und absolute Stille. Oben trefft ihr auf die seltene Silversword-Pflanze, die nur hier wächst, und mit etwas Glück auch auf die Hawaiianische Gans Nēnē. Es ist ein magischer Ort, der euch für einen Moment den Atem raubt — und das nicht nur wegen der Höhe. 😁

1. Sonnenaufgang auf dem Summit — das berühmteste Erlebnis auf Maui

Sonnenaufgang über dem Haleakalā-Krater mit Zuschauern
Foto: Paul Harrison / CC BY-SA 4.0 / Wikimedia Commons

Das ist der Grund Nummer eins, warum Menschen zum Haleakalā kommen, und ich muss sagen: völlig zu Recht. Mark Twain beschrieb ihn als „das großartigste Schauspiel, das er je gesehen hat“, und ich stimme ihm zu hundert Prozent zu. Ihr steht auf dem Aussichtspunkt Pu’u’ula’ula (Red Hill) auf 3.055 Metern, um euch herum ein Wolkenmeer und dann passiert es — die Sonne steigt langsam über den Horizont und der gesamte Krater färbt sich in Rosa-, Orange- und Goldtöne. Es ist so schön, dass euch die Tränen kommen könnten. Mir zumindest schon. 😅

Praktische Tipps:

  • Eine Reservierung ist Pflicht. Ohne lässt euch der Ranger nicht durch die Schranke. Reserviert sie auf recreation.gov genau 60 Tage im Voraus — die Plätze sind innerhalb weniger Minuten weg. Falls es nicht klappt, versucht euer Glück 2 Tage vor dem geplanten Besuch, wenn eine weitere Tranche freigegeben wird.
  • Fahrt rechtzeitig los. Das Parktor öffnet um 3:00 Uhr morgens und ihr wollt mindestens 30–45 Minuten vor Sonnenaufgang oben sein, um einen guten Platz zu haben.
  • Zieht euch warm an! Oben sind es oft 0–5 °C mit Wind, der euch bis auf die Knochen frieren lässt. Wir hatten Thermounterwäsche, Fleece, Jacke, Mütze und Handschuhe an — und uns war trotzdem kalt. Nehmt auch eine Decke zum Sitzen mit.
  • Akklimatisierung: Ihr seid auf 3.000 Metern. Wenn ihr vom Strand kommt, könnt ihr leichte Höhenkrankheit spüren — Kopfschmerzen, Schwindel. Trinkt viel Wasser und nehmt die Treppen nicht zu schnell.

Nach dem Sonnenaufgang schaut euch auf dem Summit um — an klaren Tagen seht ihr Big Island und sogar Molokaʻi. Und dann macht euch auf zu einer Wanderung in den Krater, denn das Beste kommt erst noch.

2. Sliding Sands Trail (Keoneheʻeheʻe) — Wanderung ins Herz des Kraters

Wanderer steigt auf dem Sliding Sands Trail in den Haleakalā-Krater hinab

Wenn ihr auf dem Haleakalā nur Zeit für eine Wanderung habt, dann sollte es der Sliding Sands Trail sein. Dieser Weg führt euch direkt ins Innere des Kraters und gehört zu den surrealistischsten Erlebnissen, die wir je auf Reisen hatten. Ihr wandert buchstäblich über bunte Schlackefelder — rot, violett, schwarz, grau — und um euch herum ragen Vulkankegel auf, die aussehen wie aus einem Science-Fiction-Film.

Der Trail beginnt am Visitor Center auf dem Summit und führt steil hinunter in den Krater. Die gesamte Strecke hin und zurück zum Kegel Ka Lu’u o ka O’o beträgt etwa 8 km und dauert 3–5 Stunden, je nachdem, wie weit ihr geht. Achtung — der Abstieg ist einfach, aber der Rückweg nach oben ist brutal. Ihr steigt 300–600 Höhenmeter auf über 2.500 m Höhe und glaubt mir, das spürt ihr bei jedem Schritt.

Was mitnehmen: Viel Wasser (mindestens 2 Liter pro Person), Snacks, Sonnencreme (die UV-Strahlung ist in dieser Höhe extrem), Sonnenbrille und gute Wanderschuhe. Der Untergrund ist locker und rutschig.

Wenn ihr erfahrene Wanderer seid und einen ganzen Tag habt, könnt ihr den gesamten Krater durchqueren und über den Halemau’u Trail herauskommen (siehe Tipp Nr. 3) — das sind etwa 18 km und eine der besten Tageswanderungen auf Hawaii. Ihr braucht allerdings ein zweites Auto oder eine Mitfahrgelegenheit auf der anderen Seite.

3. Halemau’u Trail — Aussichten und Serpentinen

Wanderer auf einem Weg durch den Haleakalā-Krater

Der Halemau’u Trail ist die „andere Seite“ des Kraters und bietet eine etwas andere Perspektive auf den Haleakalā. Der Trail beginnt am Parkplatz des Halemau’u Trailhead (unterhalb des Summits, ca. 2.400 m ü. M.) und führt über wunderschöne Serpentinen hinunter in den Krater — mit Ausblicken, die euch schwindelig werden lassen.

Die beliebteste Variante ist eine Wanderung zur Holua Cabin, was etwa 6 km hin und zurück (2–3 Stunden) sind. Unterwegs seht ihr beeindruckende Felsformationen, gelegentlich Nēnē (Hawaiianische Gänse) und bei klarem Wetter sogar die Nordküste von Maui. Wenn ihr mehr Zeit habt, geht weiter zum Silversword Loop.

Dieser Trail ist die ideale Alternative für alle, die den Sliding Sands Trail nicht wandern wollen (oder nicht die Kondition für den Aufstieg zurück haben). Er ist weniger anspruchsvoll und weniger überlaufen. Wir haben ihn mit dem Sonnenaufgang kombiniert — zuerst Sunrise angeschaut, dann am Auto mit Kaffee aus der Thermoskanne aufgewärmt und los zum Halemau’u. Ein perfekter Vormittag.

4. Silversword — eine seltene Pflanze, die nur hier wächst

Seltene Silversword-Pflanze im Haleakalā-Krater
Foto: Paul Harrison / CC BY-SA 4.0 / Wikimedia Commons

Das Haleakalā-Silberschwert (ʻāhinahina) ist eine absolut einzigartige Pflanze, die ausschließlich an den Hängen des Haleakalā wächst und nirgendwo sonst auf der Welt. Sie sieht aus wie ein silberner Igel oder eine außerirdische Antenne — silbrige Blätter, bedeckt mit feinen Härchen, die die Sonnenstrahlung reflektieren, und die Pflanze kann bis zu einem Meter hoch werden. Einmal in ihrem Leben (buchstäblich) blüht sie — ein hoher Stiel voller purpurner Blüten schießt empor — und dann stirbt sie.

Auf Silverswords trefft ihr entlang der Wege auf dem Summit, vor allem rund um den Silversword Loop im Krater und beim Visitor Center. In den 90er Jahren waren sie wegen Ziegen und Vandalismus fast ausgestorben, aber dank eines Schutzprogramms erholt sich die Population langsam. Bitte nähert euch ihnen nicht und verlasst nicht die markierten Wege — das Wurzelsystem ist extrem empfindlich.

5. Stargazing — Sterne wie nirgendwo sonst

Sternwarte auf dem Gipfel des Haleakalā, Paradies zur Sternenbeobachtung
Foto: Ekrem Canli / CC BY-SA 4.0 / Wikimedia Commons

Der Haleakalā ist einer der besten Orte der Welt zur Sternenbeobachtung. Die Kombination aus Höhenlage (über der Wolkenschicht und dem Großteil der atmosphärischen Feuchtigkeit), Lage mitten im Pazifik (minimale Lichtverschmutzung) und trockener Luft schafft Bedingungen, von denen Astronomen träumen. Es ist kein Zufall, dass auf dem Summit ein wissenschaftliches Observatorium steht — das ist leider nicht öffentlich zugänglich, aber die Sterne seht ihr auch ohne Teleskop.

Wann und wo: Stargazing ist am besten nach Sonnenuntergang — fahrt etwa eine Stunde vor der Dämmerung hoch, genießt den Sunset (ebenfalls wunderschön, nur weniger berühmt als der Sunrise) und bleibt dann einfach. Die Milchstraße ist von hier mit bloßem Auge in nahezu ihrer ganzen Pracht sichtbar. Die beste Zeit ist April bis Oktober, wenn der Kern der Milchstraße über dem Horizont steht.

Tipp: Wenn ihr nicht allein im Dunkeln auf dem Summit sein wollt (was absolut in Ordnung ist, aber manche Leute nervös macht), bucht eine geführte Stargazing-Tour mit Teleskop. Die Guides zeigen euch Planeten, Nebel und Galaxien und erzählen hawaiianische Legenden über die Sterne.

6. Biking down Haleakalā — Radabfahrt aus 3.000 Metern

Wenn der Sonnenaufgang Erlebnis Nummer eins auf dem Haleakalā ist, dann ist die Radabfahrt eine solide Nummer zwei. Stellt euch vor — ihr fahrt mit dem Rad von 3.000 Metern hinunter zur Küste, etwa 60 km, praktisch ohne zu treten. Der Wind pfeift euch um die Ohren, ringsum Eukalyptuswälder und Weiden und ihr habt ein Gefühl absoluter Freiheit.

Die meisten Tourveranstalter holen euch früh morgens ab, fahren euch zum Summit (oder knapp darunter — seit 2007 dürfen organisierte Gruppen nicht mehr direkt vom Summit starten), geben euch Rad, Helm und Jacke und ihr fahrt bergab. Das ganze Erlebnis dauert etwa 4–5 Stunden inklusive Stopps. Die Preise liegen bei $100–200 pro Person (ca. 90–185 €).

Achtung: Wenn ihr plant, Sunrise und Bike-Tour an einem Tag zu kombinieren, klärt das vorher mit dem jeweiligen Anbieter — nicht alle bieten beides zusammen an. Und wenn ihr euch vor der kurvigen Straße fürchtet oder keine Erfahrung mit Radfahren in den Bergen habt, lasst es lieber. Es ist kein Rennen, aber die Straße wird mit Autos geteilt und das kann manchmal ziemlich intensiv werden.

Kīpahulu und Pipiwai Trail: 5 Tipps für den Küstenabschnitt des Parks

Die zweite Seite des Haleakalā unterscheidet sich völlig von der Mondlandschaft auf dem Summit. Das Gebiet Kīpahulu ist ein üppig grünes tropisches Paradies an der Ostküste von Maui, das ihr über die legendäre Hāna Highway erreicht. Hier findet ihr Bambuswälder, Wasserfälle, natürliche Pools und eine Atmosphäre, die so weit vom touristischen Trubel des westlichen Maui entfernt ist, wie es nur geht. Es ist ruhig, magisch und ein bisschen wild — genau das, was man sich unter Hawaii in seinen Träumen vorstellt.

7. Pipiwai Trail — durch den Bambuswald zum Traumwasserfall

Riesiger Banyanbaum am Pipiwai Trail in Kīpahulu

Der Pipiwai Trail ist meiner Meinung nach die schönste Wanderung auf ganz Maui und vielleicht sogar auf ganz Hawaii. Es sind 6,4 km hin und zurück (ca. 3–4 Stunden), ihr wandert an Banyanbäumen vorbei, über riesige Wurzeln, durch Bäche — und dann betretet ihr plötzlich einen Bambuswald, bei dem euch der Atem stockt. Hunderte Bambusstämme wachsen 20 Meter hoch, knarzen und klappern im Wind aneinander und ihr habt das Gefühl, in einer anderen Welt gelandet zu sein.

Am Ende des Trails wartet eure Belohnung — der Wasserfall Waimoku Falls, 120 Meter hoch, der eine Felswand hinabstürzt in eine kleine Lagune. Baden unter dem Wasserfall ist offiziell verboten (herabfallende Steine), aber allein der Anblick ist jeden einzelnen Schritt wert.

Praktische Tipps:

  • Startet so früh wie möglich am Morgen — der Parkplatz am Kīpahulu Visitor Center füllt sich schnell und auf dem Trail sind weniger Leute unterwegs.
  • Rechnet mit Regen. Kīpahulu ist eine der regenreichsten Gegenden auf Maui. Nehmt einen Regenponcho und Schuhe mit, die dreckig werden dürfen.
  • Der Trail kann nach Regen rutschig sein — Wanderstöcke sind hilfreich, aber nicht zwingend nötig.
  • Mücken. Jede Menge Mücken. Insektenschutz ist ein absolutes Muss.
  • Wenn ihr über die Hāna Highway kommt, plant Pipiwai als ersten Stopp ein, bevor sich der Parkplatz füllt (Ankunft idealerweise gegen 9:00 Uhr).

8. Pools of ʻŌheʻo (Seven Sacred Pools) — natürliche Becken am Ozean

Kaskadenförmige Pools of ʻŌheʻo (Seven Sacred Pools)
Foto: Joe Parks from Berkeley, CA / CC BY 2.0 / Wikimedia Commons

Direkt beim Kīpahulu Visitor Center findet ihr eine Reihe natürlicher Becken, die von Wasserfällen gespeist werden und kaskadenförmig bis zum Ozean hinabfließen. Sie heißen ʻŌheʻo Gulch, auch wenn ihr sie vielleicht unter dem Marketing-Namen „Seven Sacred Pools“ kennt (in Wirklichkeit sind es mehr als sieben und heilig sind sie auch nicht, aber der Name hat sich eingebürgert 😅).

Das Baden in den Becken ist häufig verboten — wegen starker Strömung, Überschwemmungsgefahr und Bakterien. Überprüft vor eurem Besuch die aktuellen Bedingungen auf der Website des NPS (National Park Service). Als wir dort waren, waren die Pools gesperrt — aber es ist trotzdem ein wunderschöner Ort für einen Spaziergang und Fotos. Der Blick auf die Kaskaden, die in den Ozean fallen, ist großartig.

Der Trail zu den Becken ist kurz und einfach — etwa 0,8 km hin und zurück auf einem gepflasterten Weg. Ideal, wenn ihr nicht die Zeit oder Kondition für den gesamten Pipiwai Trail habt.

9. Waimoku Falls — 120 Meter hoher Wasserfall

Der hundert Meter hohe Wasserfall Waimoku Falls am Ende des Pipiwai Trails
Foto: Thomas from Philadelphia Area, USA / CC BY-SA 2.0 / Wikimedia Commons

Über die Waimoku Falls habe ich schon beim Pipiwai Trail geschrieben, aber sie verdienen einen eigenen Tipp, denn es ist einfach ein unglaublicher Anblick. Der Wasserfall ist 120 Meter hoch und das Wasser stürzt eine mit tropischen Pflanzen bewachsene Felswand hinab. Nach Regen ist der Wasserfluss gewaltig und das Tosen hört ihr schon Dutzende Meter, bevor ihr den Wasserfall überhaupt seht.

Ihr steht dort, schaut nach oben und fragt euch, wie es möglich ist, dass die Natur etwas so Perfektes erschaffen kann. Und dann landet ein Tropfen vom Wasserfall direkt auf eurer Kamera und ihr seid wieder in der Realität. 😁

Wichtig: Nähert euch dem Wasserfall nicht zu sehr — herabfallende Steine sind eine reale Gefahr, besonders nach Regen. Der NPS nimmt das ernst und die Zone direkt unter dem Wasserfall ist gesperrt.

10. Kuloa Point Trail — Aussichtspunkt am Ozean

Schwarze Lavaküste mit Tümpeln im Gebiet Kīpahulu

Ein kurzer, einfacher Trail (0,8 km Rundweg), der vom Kīpahulu Visitor Center zur Küste führt. Der perfekte Spaziergang für alle — mit Kindern, mit Großeltern, mit jedem. Am Ende des Trails steht ihr auf einem felsigen Kap mit Blick auf den Ozean und hört die Wellen, die gegen die Lava krachen. In den Wintermonaten (Dezember–April) könnt ihr von hier aus Buckelwale (Humpback Whales) beobachten, die an Maui vorbeiziehen.

Auch wenn es nur ein kurzer Spaziergang ist, ist die Atmosphäre wunderbar — Gras, Palmenwald, frische Meeresluft. Kombiniert ihn mit dem Besuch der Pools of ʻŌheʻo für einen perfekten einstündigen Ausflug.

11. Hāna Highway — der Weg ist das Ziel

Aussichtspunkt auf eine türkise Bucht entlang der Hana Highway

Technisch gesehen ist die Hāna Highway kein Teil des Nationalparks, aber da sie der Weg nach Kīpahulu ist, muss ich sie erwähnen. Die Road to Hāna ist eine der berühmtesten Straßen der Welt — 100 km kurvenreiche Straße mit 620 Kurven und 59 Brücken (die meisten einspurig!), entlang der nordöstlichen Küste von Maui. Unterwegs passiert ihr Wasserfälle, schwarze Strände, botanische Gärten und malerische Buchten.

Tipp: Versucht nicht, die Hāna Highway schnell durchzufahren. Plant für die Fahrt nach Kīpahulu einen ganzen Tag ein — haltet an, schwimmt, esst an Aussichtspunkten. Beliebte Stopps unterwegs: Twin Falls (leichte Wanderung zu einem Wasserfall gleich am Anfang), Waianapanapa State Park (schwarzer Strand, Reservierung erforderlich), Upper Waikani Falls (fotogener dreifacher Wasserfall, von der Straße aus sichtbar).

Den Rückweg könnt ihr entweder über dieselbe Straße nehmen oder über die südliche Route via Piʻilani Highway weiterfahren — aber Achtung, ein Teil ist unbefestigt und Mietwagenfirmen verbieten das. Wir haben es riskiert… und es war ein Abenteuer. Sagen wir mal, nächstes Mal würde ich es wahrscheinlich nicht wieder machen. Oder doch. Wahrscheinlich schon. 😅

Tipps für anspruchsvollere Abenteurer: 4 Bonus-Erlebnisse

Der Haleakalā bietet mehr als nur klassische Wanderwege. Wenn ihr es etwas wilder mögt oder etwas abseits der ausgetretenen Pfade sucht, sind hier Tipps, die ihr normalerweise in Reiseführern nicht findet.

12. Übernachtung im Krater — Hütten und Campingplätze

Wusstet ihr, dass man im Krater des Haleakalā übernachten kann? Der National Park Service betreibt drei einfache Hütten (Hōlua, Kapalaoa und Paliku) sowie zwei Campingplätze. Die Hütten haben Betten, Kochöfen und eine Toilette — kein Luxus, aber das Gefühl, mitten in einem Krater auf Hawaii zu schlafen, ist unbezahlbar.

Reservierungen laufen über recreation.gov und die Plätze sind extrem begehrt — sie werden 6 Monate im Voraus freigeschaltet und die Hütten sind innerhalb von Stunden weg. Campingplätze (Zelten) sind einfacher zu reservieren. Eine Übernachtung im Krater ermöglicht es euch, Sonnenuntergang und Sonnenaufgang vom Krater aus zu sehen, längere Routen zu gehen und die absolute Stille der hawaiianischen Nacht unter den Sternen zu erleben.

13. Ganztägige Krater-Durchquerung — Sliding Sands + Halemau’u

Wanderer durchquert den Kraterboden zwischen Schlackekegeln

Für fitte Wanderer ist die Durchquerung des gesamten Kraters eine der besten Tageswanderungen in den USA. Die Route führt vom Summit hinunter über den Sliding Sands Trail, durch den gesamten Krater und hinaus über den Halemau’u Trail — insgesamt etwa 18 km mit rund 900 Höhenmetern. Rechnet mit 7–10 Stunden Gehzeit.

Die Logistik ist knifflig — ihr startet und endet an verschiedenen Stellen, braucht also entweder zwei Autos oder jemanden, der euch abholt. Einige Touranbieter bieten einen Shuttle-Service an.

Unterwegs seht ihr einfach alles — bunte Schlacke, Vulkankegel, Silverswords, Schlackefelder und eine absolut außerirdisch anmutende Landschaft. Es ist körperlich anspruchsvoll (vor allem wegen der Höhe), aber unvergesslich.

14. Nēnē beobachten — die seltenste Gans der Welt

Nēnē, die seltenste Gans der Welt, im Haleakalā National Park
Foto: Dennisg009 / CC0 / Wikimedia Commons

Die Nēnē (Hawaiianische Gans) ist der Staatsvogel von Hawaii und einer der seltensten Vögel der Welt. In den 1950er Jahren gab es nur noch 30 Exemplare, heute leben dank Rettungsprogrammen rund 3.000 Tiere auf Hawaii. Und viele davon leben genau an den Hängen des Haleakalā.

Nēnē trefft ihr am häufigsten rund um den Parkplatz auf dem Summit und entlang der Straße im oberen Parkteil. Sie sind an Menschen gewöhnt und nicht scheu — aber bitte füttert sie nicht und nähert euch nicht zu sehr. Es ist eine geschützte Art und die Strafen für Störungen sind hoch.

Ihr erkennt sie leicht — sie sehen aus wie eine kleinere Version der Kanadagans, haben aber längere Beine mit weniger Schwimmhäuten zwischen den Zehen (eine Anpassung an das Lavaterrain). Und manchmal spazieren sie mit einer solchen Lässigkeit über die Straße, als würde ihnen die ganze Insel gehören. Was ja irgendwie auch stimmt. 😉

15. Sonnenuntergang auf dem Summit — weniger berühmt, aber genauso schön

Besucherin im Haleakalā-Krater zwischen Schlackekegeln

Alle reden über den Sonnenaufgang, aber der Sonnenuntergang auf dem Haleakalā ist ein unterschätztes Juwel. Im Gegensatz zum Sunrise braucht ihr keine Reservierung, es kommen deutlich weniger Besucher und die Atmosphäre ist ruhiger und intimer. Die Farben sind anders — mehr Rot- und Purpurtöne — und nach dem Sonnenuntergang könnt ihr direkt zum Stargazing bleiben.

Tipp: Kommt etwa 2 Stunden vor Sonnenuntergang, macht einen kurzen Spaziergang auf den Trails rund um den Summit (Pa Ka’oao Trail, 0,3 km, oder Leleiwi Overlook) und sucht euch dann einen Platz am Aussichtspunkt. Nehmt warme Kleidung und eine Stirnlampe für den Rückweg zum Auto mit.

Ich persönlich denke, wenn ihr euch für nur einen entscheiden müsst — und nicht um 3 Uhr morgens aufstehen wollt — ist der Sunset die bessere Wahl. Das sage ich als jemand, der beides gesehen hat. 😊

Essen und Trinken auf Maui (und was ihr auf den Haleakalā mitnehmen solltet)

Auf den Summit oder nach Kīpahulu sollte man nicht mit leerem Magen fahren. Im Park gibt es keine Restaurants oder Geschäfte — ihr müsst alles selbst mitbringen. Außerhalb des Parks ist das Essen auf Maui aber fantastisch.

Essen zum Mitnehmen auf die Wanderung

  • Viel Wasser. Für den Summit mindestens 2 Liter pro Person, für den Pipiwai Trail mindestens 1,5 Liter.
  • Energieriegel, Nüsse, Trockenobst.
  • Sandwiches — kauft sie am Abend vorher bei Whole Foods oder Safeway in Kahului.
  • Für den Summit nehmt auch heißen Tee oder Kaffee in einer Thermoskanne mit — nach dem Sonnenaufgang in der Kälte werdet ihr dankbar sein.

Wo man auf Maui essen sollte

Pāʻia:

  • Mama’s Fish House — ein legendäres Restaurant auf Maui, frischer Fisch und Meerblick. Teuer (Hauptgerichte $40–60, ca. 37–55 €), aber die Atmosphäre ist unvergesslich. Reserviert Wochen im Voraus.
  • Pāʻia Fish Market — wenn ihr fantastische Fish Tacos zu einem vernünftigen Preis wollt, ist das euer Laden. Die Schlange ist zwar lang, geht aber schnell voran.
  • Flatbread Company — hervorragende Pizzen aus lokalen Zutaten, entspannte Atmosphäre.

Kahului:

  • Tin Roof — vom Spitzenkoch Sheldon Sim (bekannt aus Top Chef). Hawaiianisches Comfort Food — Garlic Noodles und Pork Belly Bowl für wenige Dollar. Nur zum Mittagessen geöffnet, die Schlange ist aber erträglich.
  • Poi by the Pound — authentische hawaiianische Küche mit Poi, Laulau und Kalua Pork. Wenn ihr traditionelles hawaiianisches Essen probieren wollt, seid ihr hier genau richtig.

Kula / Upcountry:

  • Kula Lodge — Frühstück mit Blick auf den Haleakalā. Pancakes mit lokalem Obst sind fantastisch.
  • Grandma’s Coffee House — ein kleines Café mit hausgemachten Gebäckstücken und Kaffee, der direkt auf Maui angebaut wird. Der perfekte Stopp auf dem Weg zum Summit oder zurück.

Unterwegs nach Hāna:

  • Coconut Glen’s — veganes Eis aus Kokosnuss, serviert direkt in der Kokosnussschale. Klingt wie eine Touristenfalle, ist aber unglaublich lecker.
  • Nahiku Marketplace — Stände mit lokalem Essen, Smoothies und Bananenbrot. Der perfekte Stopp auf der Hāna Highway.

Praktische Tipps und Hinweise

Packliste für den Haleakalā

  • Für den Summit: Warme Schichten (Thermounterwäsche, Fleece, Jacke, Mütze, Handschuhe), Stirnlampe, Sonnencreme (UV-Strahlung!), Sonnenbrille, Wasser, Snacks, Tee/Kaffee in der Thermoskanne.
  • Für Kīpahulu/Pipiwai: Leichte Kleidung, Regenponcho, Insektenschutz, Wanderschuhe, Wasser, Snacks.
  • Allgemein für Hawaii: schaut euch unsere Anleitung zum Packen ins Handgepäck an.

Mietwagen

Ein Auto auf Maui braucht ihr unbedingt — der öffentliche Nahverkehr ist minimal und zum Haleakalā kommt ihr nur mit dem Auto. Wir haben langfristig gute Erfahrungen mit RentalCars gemacht, das wir weltweit nutzen. Auf Maui empfehle ich, das Auto so früh wie möglich zu buchen — in der Hochsaison steigen die Preise rasant.

Mobiles Internet

Die Netzabdeckung auf Maui ist insgesamt recht gut, aber auf dem Summit und in Kīpahulu ist das Signal schwach oder gar nicht vorhanden. Ladet euch vorher Offline-Karten herunter. Wenn ihr auf eurer gesamten USA-Reise mobiles Internet braucht, schaut euch unsere Bewertung der eSIM von Holafly an — funktioniert hervorragend.

Reiseversicherung

Auf Hawaii solltet ihr die Versicherung auf keinen Fall unterschätzen — die Gesundheitsversorgung in den USA ist astronomisch teuer. Eine einzige Krankenwagen-Fahrt kann euch Tausende Dollar kosten. Für kürzere Reisen empfehlen wir SafetyWing, für längere True Traveller. Für Reisende aus Deutschland lohnt sich außerdem ein Blick auf die Auslandskrankenversicherung eurer Kreditkarte — manche Gold- oder Platinkarten decken bereits eine gewisse Grundabsicherung ab.

Häufig gestellte Fragen zum Haleakalā National Park (FAQ)

Brauche ich eine Reservierung für den Sonnenaufgang auf dem Haleakalā?

Ja, seit 2017 ist eine Reservierung für den Zugang zum Summit zwischen 3:00 und 7:00 Uhr morgens Pflicht. Ohne sie lässt euch der Ranger nicht durch. Die Reservierung erfolgt auf recreation.gov für $1 und wird 60 Tage im Voraus freigeschaltet. Sie sind extrem begehrt — reserviert genau am Tag der Freischaltung. Eine weitere Chance gibt es 2 Tage vorher, wenn Restplätze freigegeben werden.

Wie viel kostet der Eintritt in den Haleakalā National Park?

Der Eintritt beträgt $30 pro PKW und gilt 3 Tage lang (für beide Parkteile — Summit und Kīpahulu). Ein Motorrad kostet $25, der Eintritt zu Fuß oder per Rad $15 pro Person. Mit dem America the Beautiful Pass ($80/Jahr) ist der Eintritt kostenlos.

Kann man von einem Parkteil (Summit) direkt zum anderen (Kīpahulu) fahren?

Nein. Beide Parkteile sind nicht durch eine Straße innerhalb des Parks verbunden. Vom Summit-Bereich nach Kīpahulu müsst ihr über Kahului und dann die Hāna Highway fahren, was mindestens 2–3 Stunden dauert. Plant Summit und Kīpahulu für zwei verschiedene Tage ein.

Was soll ich auf dem Summit des Haleakalā anziehen?

Zieht euch in Schichten an — auf dem Summit herrschen selbst im Sommer 0–10 °C und starker Wind. Empfohlen werden Thermounterwäsche, Fleece, Windbreaker oder Winterjacke, Mütze und Handschuhe. Unten am Strand kann es 30 °C haben, aber oben wird euch kalt sein. Nehmt auch Sonnencreme mit — die UV-Strahlung ist in dieser Höhenlage extrem stark.

Wie lange dauert der Pipiwai Trail?

Der Pipiwai Trail ist 6,4 km hin und zurück und dauert etwa 3–4 Stunden. Der Trail ist mittelschwer — er steigt etwa 200 Höhenmeter an und kann nach Regen rutschig und schlammig sein. Er führt durch einen Bambuswald zum 120 Meter hohen Wasserfall Waimoku Falls. Startet so früh wie möglich morgens wegen der Parkplätze und weniger Besuchern.

Ist der Haleakalā für Familien mit Kindern geeignet?

Der Summit ja — vom Auto aus erreicht ihr die Aussichtspunkte über kurze, befestigte Wege. Den Sonnenaufgang schaffen auch ältere Kinder, aber rechnet mit dem nächtlichen Aufstehen und der Kälte. Kürzere Trails wie der Kuloa Point Trail in Kīpahulu sind ideal für Familien. Den Sliding Sands und Pipiwai Trail würde ich mit kleinen Kindern nicht empfehlen — Sliding Sands ist physisch anspruchsvoll und Pipiwai kann rutschig und schlammig sein.

Kann man auf dem Haleakalā Sterne beobachten?

Auf jeden Fall — der Haleakalā gehört zu den besten Orten der Welt für Sternenbeobachtung. Die Höhenlage über 3.000 Metern, minimale Lichtverschmutzung und trockene Luft über den Wolken schaffen ideale Bedingungen. Die Milchstraße ist mit bloßem Auge sichtbar. Die beste Zeit für Stargazing ist April bis Oktober. Für Sonnenuntergang und Sternenbeobachtung braucht ihr keine Reservierung, kommt einfach vor der Dämmerung.

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