Diesen Roadtrip an der USA Westküste habe ich schon dreimal gemacht — und würde sofort wieder losfahren. Der Westen der USA ist der eine Ort, an dem die Realität noch besser aussieht als die überbearbeiteten Fotos. Wenn es irgendwie geht, nehmt euch mindestens 3 Wochen Zeit, besonders wenn ihr aus Europa anreist. Es wird ein Erlebnis fürs ganze Leben. Durch die roten Canyons von Utah fahren, Nächte unter dem Sternenhimmel im Death Valley verbringen, riesige Mammutbäume bestaunen, neben denen man sich wie eine Ameise fühlt, und zum Abschluss den Nebel über die Golden Gate Bridge wehen sehen. Ein echtes Road Movie — nur dass ihr diesmal die Hauptrolle spielt.
In diesem Artikel findet ihr eine komplette Reiseroute für einen 14–21-tägigen USA Westküste Roadtrip — Tag für Tag, mit konkreten Orten, Restaurants, Unterkunftstipps und Preisen. Ich verrate euch, wann die beste Reisezeit ist, welches Auto ihr mieten solltet, was das Ganze kostet und worauf ihr achten müsst. Ob ihr zwei oder drei Wochen habt — passt die Route einfach an eure Wünsche an.

Zusammenfassung
- Route: Los Angeles → Joshua Tree → Las Vegas → Zion → Bryce Canyon → Page (Antelope Canyon, Horseshoe Bend) → Grand Canyon → Monument Valley → Arches → Canyonlands → Death Valley → Sequoia → Yosemite → San Francisco
- Gesamtlänge: ca. 4.500 km (2.800 Meilen) — plant 14–21 Tage ein, idealerweise 18+
- Beste Reisezeit: April–Mai und September–Oktober (angenehme Temperaturen, weniger Touristen)
- Budget für zwei: ca. 5.000–8.000 € pro Person inklusive Flüge, je nach Reisestil
- Auto: SUV oder Crossover mit hoher Bodenfreiheit (Monument Valley, Death Valley) — wir nutzen RentalCars
- Unterkünfte: Mix aus Camping, Motels und Airbnb — in den Nationalparks 3–6 Monate vorher buchen
- Nationalparks: Holt euch den America the Beautiful Pass für $80 (gilt ein ganzes Jahr, Eintritt in alle Parks)
- Must-see: Zion (Angels Landing oder Observation Point), Grand Canyon bei Sonnenaufgang, Arches bei Sonnenuntergang, Yosemite Valley
- Überraschung der Reise: Monument Valley und Bryce Canyon haben uns mehr beeindruckt, als wir erwartet hatten
Wann losfahren und wie an die USA Westküste kommen
Die Westküste der USA ist riesig und das Wetter unterscheidet sich dramatisch je nach Höhenlage und Standort. Im Sommer werden im Death Valley locker 50 °C gemessen, während es im Yosemite angenehme 25 °C hat. Im Winter hingegen können die Pässe in der Sierra Nevada wegen Schnee gesperrt sein. Das richtige Timing ist also entscheidend.
Beste Reisezeit für den Roadtrip
April–Mai und September–Oktober sind eindeutig die besten Monate. Die Temperaturen in der Wüste sind erträglich (um die 25–35 °C), in den Bergen ist es wunderschön und es sind deutlich weniger Touristen unterwegs als im Sommer. Wir waren Ende September/Anfang Oktober dort und es war perfekt — goldenes Licht, leere Trails und in Utah Temperaturen um 28 °C.
Sommer (Juni–August) ist zwar die beliebteste Reisezeit, aber in der Wüste wirklich unerträglich. Im Death Valley, Joshua Tree und Grand Canyon fühlt es sich an, als stünde man im Backofen. Außerdem sind die Nationalparks so voll, dass man für manche Trails eine Reservierung braucht (Zion, Yosemite). Wenn ihr keine andere Möglichkeit habt, steht zumindest früh auf — morgens gegen 6:00 Uhr ist die beste Zeit für alles.
Winter (November–März) ist problematisch wegen Schnee in den Bergen. Der Tioga Pass ins Yosemite ist von November bis Mai meist gesperrt, der Bryce Canyon kann unter Schnee liegen (sieht aber wunderschön aus!). Dafür sind Las Vegas und Süd-Arizona im Winter absolut angenehm.
Wie nach Los Angeles kommen
Von Deutschland aus gibt es Direktflüge nach LA ab Frankfurt und München mit Lufthansa sowie ab verschiedenen Flughäfen mit Condor. Alternativ findet ihr günstige Umsteigeverbindungen über London, Amsterdam oder Paris. Günstige Flüge kosten in der Regel 450–700 € pro Strecke, je nach Saison und Buchungszeitpunkt.
💡 TIPP: Wenn ihr einfach (One-Way) nach LA fliegt und von San Francisco zurück (oder umgekehrt), ist das oft günstiger als ein Hin- und Rückflug in dieselbe Stadt. Vergleicht beide Varianten.
Für mobile Daten in den USA empfehlen wir eine eSIM von Holafly — lest unseren Testbericht. In den Nationalparks ist der Empfang oft schwach oder gar nicht vorhanden, aber in Städten und auf Hauptstraßen funktioniert es hervorragend.

Auto und Mietwagen
Ohne Auto geht an der Westküste der USA nichts. Und nicht irgendein Auto — wir empfehlen einen SUV oder Crossover mit hoher Bodenfreiheit. Monument Valley hat unbefestigte Straßen, im Death Valley gibt es Stellen, an die ihr mit einem Kleinwagen nicht herankommt, und insgesamt fühlt ihr euch bei diesen Entfernungen deutlich wohler.
Lukáš und ich haben langfristig gute Erfahrungen mit RentalCars, das wir weltweit nutzen. Für diese Route rechnet mit $40–80/Tag (ca. 37–75 €) für einen SUV, je nach Saison. Die Miete für 21 Tage kommt also auf rund $1.000–1.500 (ca. 930–1.400 €).
Wichtig:
- Wenn ihr euch über RentalCars versichert, müsst ihr keine teure Versicherung vor Ort kaufen
- Tankt immer, wenn ihr eine Tankstelle seht — in der Wüste können Dutzende Meilen ohne Tankstelle sein
- Benzin kostet aktuell etwa $4–5,50/Gallone (ca. 1,00–1,35 €/Liter), in Kalifornien am teuersten
- Wenn ihr das Auto woanders zurückgebt, als ihr es abgeholt habt (One-Way), rechnet mit einem Aufpreis von $100–300
Was kostet eine USA Westküste Rundreise + wo übernachten
Das Budget für den Roadtrip hängt hauptsächlich davon ab, ob ihr campt oder in Hotels schlaft und wie oft ihr in Restaurants essen geht. Die Westküste der USA ist nicht billig, aber man kann vernünftig reisen.
Orientierungsbudget für 21 Tage zu zweit
| Posten | Budget-Variante | Mittlere Variante | Komfort-Variante |
| Flüge (Hin- und Rückflug/Pers.) | 550 € | 700 € | 1.000 € |
| Auto (21 Tage) | 950 € | 1.200 € | 1.600 € |
| Benzin | 480 € | 480 € | 600 € |
| Unterkunft (21 Nächte, für beide) | 1.000 € | 2.200 € | 4.000 € |
| Essen (für beide) | 800 € | 1.400 € | 2.200 € |
| Parks + Aktivitäten | 200 € | 400 € | 800 € |
| GESAMT für beide | 3.980 € | 6.380 € | 10.200 € |
| Pro Person | 1.990 € | 3.190 € | 5.100 € |
Wir lagen irgendwo zwischen der mittleren und der Komfort-Variante — abwechselnd Campingplätze, Motels und Airbnb, beim Essen haben wir uns etwas gegönnt, aber ab und zu auch im Camp gekocht. Es kam bei uns auf ca. 3.800 € pro Person inklusive Flüge.
America the Beautiful Pass
Das ist ein absolutes Must-have. Für $80 (ca. 75 €) bekommt ihr ein Jahresticket für alle Nationalparks in den USA. Auf unserer Route sind das: Joshua Tree, Zion, Bryce Canyon, Grand Canyon, Arches, Canyonlands, Death Valley, Sequoia, Yosemite — der Eintritt pro Park liegt bei $30–35, der Pass lohnt sich also schon beim dritten Park. Kauft ihn online im Voraus oder an der ersten Station in einem Nationalpark.
Wo übernachten — eine Übersicht
In den Nationalparks habt ihr drei Möglichkeiten: 1. Campingplätze in den Parks — am günstigsten ($15–35/Nacht), aber Monate vorher über recreation.gov reservieren 2. Lodges in den Parks — wunderschön, aber teuer ($150–400/Nacht) und ein Jahr im Voraus ausgebucht 3. Motels/Hotels in nahen Orten — die flexibelste Variante, $60–150/Nacht
💡 TIPP: Manche Campingplätze funktionieren nach dem Prinzip first-come-first-served (wer zuerst kommt, mahlt zuerst). Wenn ihr früh morgens ankommt (vor 10:00 Uhr), stehen die Chancen gut, auch ohne Reservierung einen Platz zu ergattern.
Bevor wir zu den einzelnen Tagen kommen, hier eine Übersicht der gesamten Route — wo es langgeht und wo ihr jede Nacht schlaft:
| Tag | Route und Fahrt | Wo übernachten |
|---|---|---|
| 1.–2. | Ankunft in Los Angeles, Santa Monica, Griffith Observatory | Los Angeles |
| 3. | Los Angeles → Joshua Tree NP (~2,5 h) | Joshua Tree |
| 4. | Joshua Tree → Las Vegas (~3 h) | Las Vegas |
| 5.–6. | Las Vegas → Zion NP (~2,5 h) | Springdale bei Zion |
| 7. | Zion → Bryce Canyon NP (~1,5 h) | Bryce Canyon |
| 8. | Bryce Canyon → Page — Antelope Canyon, Horseshoe Bend (~2,5 h) | Page |
| 9.–10. | Page → Grand Canyon NP (~2,5 h) | Grand Canyon (Tusayan) |
| 11. | Grand Canyon → Monument Valley (~3 h) | Monument Valley |
| 12.–13. | Monument Valley → Arches und Canyonlands NP (~2,5 h) | Moab |
| 14.–15. | Moab → Death Valley NP (~9 h, mit Zwischenübernachtung) | Death Valley |
| 16.–17. | Death Valley → Sequoia und Kings Canyon NP (~5 h) | Sequoia NP |
| 18.–19. | Sequoia → Yosemite NP (~3,5 h) | Yosemite |
| 20.–21. | Yosemite → San Francisco (~3,5 h), Rückflug | San Francisco |
Tag 1–2. Los Angeles

Wir sind am späten Nachmittag in LA gelandet, total verjetlagt, und das Erste, was uns erschlagen hat, war die Sonne. Gleißend, kalifornisch, gnadenlos. LA ist eine Stadt, die man entweder liebt oder hasst — wir haben sie ungefähr die ersten sechs Stunden gehasst, bis wir endlich einen Parkplatz gefunden hatten. 😅 Aber dann hat sie uns doch noch gepackt.
Tag 1 widmet dem Ankommen und Erholen. Fahrt nach Santa Monica, spaziert über den Pier (ja, das ist touristisch, aber dieser Sonnenuntergang!) und geht dann auf einen abendlichen Spaziergang über den Boardwalk am Venice Beach. Es ist schräg, bunt, laut — und einfach großartig.
Tag 2 geht es zum Griffith Observatory — der beste Aussichtspunkt über ganz LA und das Hollywood Sign. Der Eintritt ist kostenlos und morgens ist kaum jemand da. Von hier könnt ihr zu Fuß durch den Griffith Park hinuntergehen. Nachmittags spaziert über den Hollywood Boulevard (eine halbe Stunde reicht, ist hauptsächlich for fun), und wenn ihr Zeit habt, fahrt zum Getty Center — eine fantastische Galerie mit beeindruckender Architektur, Eintritt frei.
Essen gehen: Der Grand Central Market in Downtown LA ist ein Foodie-Paradies — mexikanische Tacos bei Tacos Tumbras a Tumbar, Thai-Nudeln bei Sticky Rice, und wenn ihr Frühstück liebt, hat Eggslut kultige Egg-Sandwiches (die Warteschlange lohnt sich). Zum Abendessen probiert In-N-Out Burger — klassisches kalifornisches Fast Food, das uns wirklich mit seiner Qualität überrascht hat. Bestellt „Animal Style“.
Wo übernachten in Los Angeles
In LA übernachtet am besten in der Gegend von Santa Monica oder Venice Beach — ihr seid nah am Meer und habt gleichzeitig einen guten Ausgangspunkt für die Weiterfahrt. Das Freehand Los Angeles im Zentrum ist eine tolle Wahl für alle, die mitten im Geschehen sein wollen, zu einem vernünftigen Preis ($80–130/Nacht).
Tag 3. Joshua Tree National Park

Von LA nach Joshua Tree sind es etwa 2,5 Stunden und ihr betretet eine völlig andere Welt. Bizarre Bäumchen (eigentlich sind es Yuccas, keine Bäume, aber das interessiert niemanden 😁), riesige Granitfelsen und eine Stille, die man in Kalifornien nicht erwartet hätte.
Kommt idealerweise morgens an und macht euch auf zum Arch Rock Trail (kurz, einfach, fotogen), dann Skull Rock (genau das, was ihr denkt — ein Fels in Schädelform) und Keys View mit Blick auf das Coachella Valley und die San Andreas Fault. Wenn ihr noch Kraft habt, bietet der Ryan Mountain Trail (4,8 km hin und zurück) den besten Panoramablick im gesamten Park.
Der Sonnenuntergang in Joshua Tree ist unvergesslich — die bizarren Silhouetten der Bäume vor dem orangefarbenen Himmel wirken wie von einem anderen Planeten.
Essen gehen: Das Städtchen Joshua Tree Village (direkt am Park) hat eine überraschend gute Food-Szene. Das Crossroads Café bietet tolles Frühstück und Kaffee, der Joshua Tree Saloon ist ein klassischer amerikanischer Saloon mit Burgern.
💡 TIPP: Nehmt ausreichend Wasser mit — in Joshua Tree gibt es keine Trinkwasserquelle. Rechnet mit mindestens 3 Litern pro Person pro Tag.
Wo übernachten bei Joshua Tree
In Joshua Tree Village gibt es eine Reihe einzigartiger Airbnb-Unterkünfte — von Retro-Airstream-Wohnwagen bis hin zu Dome Houses. Wenn ihr campen wollt, ist der Jumbo Rocks Campground der stimmungsvollste Campingplatz direkt im Park ($15/Nacht, first-come-first-served, kommt früh).
Tag 4. Las Vegas

Von Joshua Tree nach Vegas sind es rund 3 Stunden. Und plötzlich — mitten im Nichts — taucht am Horizont eine blinkende Stadt auf. Surreal.
Vegas ist entweder euer Traum oder euer Albtraum. Wir haben es als amüsanten Zwischenstopp für eine Nacht genutzt — und genau so empfehlen wir es euch. Spaziert abends über den Strip (die Bellagio Fountains sind kostenlos und wirklich wunderschön), schaut in die Casinos rein (auch wenn ihr nicht spielt, die Innenräume sind der Wahnsinn), und wenn ihr eine Aussicht wollt, ist das High Roller (Riesenrad, $25–37) die bessere Wahl als der überteuerte Stratosphere Tower.
Essen gehen: Vegas hat einige der besten Restaurants der USA, aber auch einige der teuersten. Für ein vernünftiges Budget: Tacos El Gordo am Strip (authentische mexikanische Tacos für $3–5), In-N-Out Burger (falls ihr ihn noch nicht probiert habt), oder das Bacchanal Buffet im Caesars Palace, wenn ihr euch einmal All-you-can-eat für $75 pro Person gönnen wollt — ehrlich gesagt, es lohnt sich.
💡 TIPP: Die Hotelgebühren (Resort Fees) in Las Vegas sind berüchtigt — $30–50/Nacht zusätzlich zum Zimmerpreis. Rechnet immer mit diesem versteckten Aufschlag.
Wo übernachten in Las Vegas
Paradoxerweise kann Unterkunft am Strip überraschend günstig sein — große Hotels bieten Zimmer ab $40–80/Nacht (aber Achtung, Resort Fees!). Das The LINQ Hotel & Experience bietet ein gutes Preis-Lage-Verhältnis, das The Venetian ist die luxuriösere Wahl mit schönen Suiten.
Tag 5–6. Zion National Park

Von Vegas nach Zion sind es nur 2,5 Stunden und es ist einer der schönsten Übergänge, die ihr auf dem Roadtrip erleben werdet — aus der Wüste fahrt ihr plötzlich in rote Canyons und grüne Täler ein. Zion hat uns komplett umgehauen. Es ist wahrscheinlich unser Lieblingspark in den USA. ☺️
Tag 5: Kommt früh morgens an und macht euch auf zum Angels Landing — einer der ikonischsten Trails in den USA. Es sind 8,7 km hin und zurück mit 450 Höhenmetern, und der letzte Abschnitt führt über einen schmalen Grat mit Ketten über dem Canyon. Nichts für Leute mit Höhenangst, aber wenn ihr es schafft, ist die Aussicht vom Gipfel atemberaubend. Seit 2022 braucht ihr für Angels Landing eine Genehmigung (Permit) — Lotterie auf recreation.gov, meldet euch Monate vorher an!
Falls ihr keine Genehmigung habt (oder keine Höhen mögt), ist der Observation Point über den East Mesa Trail genauso schön und weniger furchteinflößend — 10,5 km, aber ohne exponierte Abschnitte.
Tag 6: The Narrows — eine Wanderung im Flussbett des Virgin River. Ihr watet durch den Fluss zwischen Felswänden, die Hunderte Meter in die Höhe ragen. Es ist magisch. Leiht euch Neoprensocken und Stöcke in einem der Läden in Springdale ($25–30) — ihr werdet sie brauchen. Nachmittags lauft den Canyon Overlook Trail (1,6 km, einfach, fantastische Aussicht) und fahrt durch den Tunnel auf dem Zion-Mt. Carmel Highway.
Essen gehen: Springdale (das Städtchen am Parkeingang) hat überraschend gute Restaurants. Oscar’s Café — große Portionen, mexikanische Küche, tolles Frühstück. Bit & Spur — kreative Southwestern-Küche, auch abends mit einem Bier super.
Wo übernachten beim Zion National Park
Übernachtet in Springdale — das liegt direkt am Parkeingang, von dort fahrt ihr mit dem Shuttle-Bus (Autos dürfen nicht in den Canyon). Die Cable Mountain Lodge hat einen tollen Ausblick und Pool, oder probiert das La Quinta Inn. Campingplatz im Park: Watchman Campground ($20/Nacht, Reservierung erforderlich).
Tag 7. Bryce Canyon National Park

Von Zion zum Bryce Canyon sind es etwa 1,5 Stunden und mal ganz ehrlich — Bryce hat uns mehr überrascht als alles andere. Diese Tausenden orangefarbenen Hoodoos (Felssäulen) sehen aus wie eine Armee erstarrter Wächter. Bei Sonnenaufgang, wenn das ganze Amphitheater in Orange und Rosa aufleuchtet, standen wir beide mit offenem Mund da.
Kommt zum Sunrise Point noch bei Dunkelheit (ja, das heißt um 5 Uhr aufstehen, aber es LOHNT sich). Danach steigt ihr den Navajo Loop + Queen’s Garden Trail hinab (4,6 km, mäßig anspruchsvoll, aber für jeden machbar). Ihr wandert direkt zwischen den Hoodoos hindurch und es ist ein völlig anderes Erlebnis als von oben.
Nachmittags fahrt den Scenic Drive mit Stopps an den Aussichtspunkten ab — Inspiration Point, Bryce Point und Natural Bridge sind ein Muss.
Essen gehen: Im Bryce Canyon gibt es nicht viele Möglichkeiten. Bryce Canyon Pines (auf dem Weg von Tropic) hat überraschend gute hausgemachte Kuchen, ansonsten macht euch lieber ein Picknick — im Park gibt es wunderschöne Plätze zum Sitzen.
💡 TIPP: Der Bryce Canyon liegt auf 2.400 m Höhe — selbst im Sommer kann es morgens um die 5 °C sein. Nehmt eine warme Schicht mit! Für die Auswahl guter Wanderschuhe schaut in unseren Guide.
Wo übernachten beim Bryce Canyon
Das Städtchen Tropic (15 Min. vom Park) ist preislich günstiger als Unterkünfte direkt am Park. Das Bryce Canyon Grand Hotel ist eine solide Wahl. Wenn ihr campen wollt, ist der North Campground direkt im Park fantastisch ($20/Nacht).
Tag 8. Page — Antelope Canyon und Horseshoe Bend

Von Bryce nach Page sind es rund 2,5 Stunden durch wunderschöne Landschaft. Page ist ein kleines Städtchen, aber die Konzentration atemberaubender Szenerie pro Quadratmeter ist hier unübertroffen.
Morgens geht es zum Upper Antelope Canyon — die berühmte Slot-Canyon-Schlucht, in der Lichtstrahlen von oben eindringen und unglaubliche Farben auf den Sandsteinwänden erzeugen. Zutritt nur mit Guide, und ihr MÜSST vorher reservieren (Tour kostet $50–90/Pers., ca. 47–84 €). Alternativ ist der Lower Antelope Canyon weniger überlaufen und unserer Meinung nach genauso schön.
Nachmittags (idealerweise eine Stunde vor Sonnenuntergang) fahrt zum Horseshoe Bend — die ikonische Flussschleife des Colorado, 300 Meter unter euch. Vom Parkplatz sind es 1,2 km zu Fuß. Eintritt $10.
Wenn ihr Zeit habt, fahrt zum Lake Powell — ein riesiger türkisfarbener See mitten in der Wüste. Ihr könnt ein Kajak mieten oder einfach schwimmen gehen.
Essen gehen: El Tapatio — überraschend authentisches mexikanisches Restaurant. Big John’s Texas BBQ — wenn ihr amerikanisches BBQ liebt, seid ihr hier richtig.
Wo übernachten in Page
Page hat eine Reihe von Motels und Hotels in der Preisklasse $70–150/Nacht. Das Hyatt Place Page/Lake Powell ist neuer und komfortabel. Für die Budget-Variante das Rodeway Inn.
Tag 9–10. Grand Canyon National Park

Von Page zum Grand Canyon (South Rim) sind es etwa 2,5 Stunden und das ist die Station, wegen der viele Leute den Roadtrip an der Westküste der USA überhaupt erst machen. Und ich verstehe das. Der Grand Canyon ist einfach… grand. 😅 Kein Foto, kein Video bereitet euch darauf vor, wie es sich anfühlt, am Rand zu stehen und in eine 1,6 km tiefe Schlucht zu blicken, die der Colorado River über Millionen Jahre gegraben hat.
Tag 9: Kommt idealerweise zum Sonnenaufgang am South Rim an — Mather Point oder Yavapai Point bieten die besten Aussichten. Vormittags lauft den Rim Trail (flach am Rand entlang, ihr könnt einen beliebigen Abschnitt wählen). Nachmittags geht es auf den Bright Angel Trail — ihr müsst nicht bis zum Fluss hinunter (das ist eine Ganztagesangelegenheit), aber schon 3–5 km bergab und zurück geben euch eine Vorstellung von den Dimensionen des Canyons. Achtung — bergab ist leicht, bergauf deutlich anstrengender!
Tag 10: Desert View Drive — 40 km Fahrt entlang des Canyonrands mit zahlreichen Aussichtspunkten. Haltet am Grandview Point, Moran Point und Desert View Watchtower (historischer Steinturm mit 360°-Aussicht). Nachmittags habt ihr Zeit, Richtung Monument Valley aufzubrechen.
Essen gehen: Im Park sind die Möglichkeiten begrenzt. Das El Tovar Dining Room im historischen El Tovar Hotel ist das beste Restaurant im Park — reserviert im Voraus! Für die Budget-Variante die Bright Angel Lodge oder macht euch ein Picknick.
💡 TIPP: Zum Grand Canyon schaut auch in unseren Artikel über amerikanische Nationalparks — dort findet ihr Tipps, die für alle Parks gelten.
Wo übernachten beim Grand Canyon
Unterkünfte direkt im Park (El Tovar, Bright Angel Lodge, Maswik Lodge) sind am bequemsten, aber teuer ($150–400/Nacht) und Monate im Voraus ausverkauft. Das Städtchen Tusayan (10 Min. vom Eingang) hat Motels für $80–150/Nacht. Das Best Western Premier Grand Canyon Squire Inn ist eine ordentliche Wahl.
Tag 11. Monument Valley

Vom Grand Canyon nach Monument Valley sind es rund 3 Stunden und wenn ihr diese roten Buttes aus der flachen Wüste aufragen seht, fühlt ihr euch wie in einem Western. Denn genau hier wurden sie gedreht.
Monument Valley liegt auf dem Gebiet der Navajo Nation und der Eintritt kostet $8/Pers. (nein, der America the Beautiful Pass gilt hier nicht). Ihr könnt den Valley Drive befahren — eine 27 km lange, unbefestigte Schleife zwischen den Monumenten. Die Straße ist holprig, aber mit einem SUV machbar (mit einem Kleinwagen würde ich es nicht empfehlen).
Für ein tieferes Erlebnis empfehlen wir eine Tour mit einem Navajo-Guide — ihr kommt an Orte, die ihr alleine nicht betreten dürft, und hört Geschichten über diesen heiligen Ort. Die Tour kostet $50–80/Pers.
Der Sonnenuntergang von der Terrasse des The View Hotel ist wohl der fotogenste Moment des gesamten Roadtrips. Die roten Buttes vor dem orangefarbenen Himmel — ein Klassiker, aber es funktioniert einfach.
Essen gehen: Das The View Restaurant direkt am Hotel bietet Navajo-Küche mit Aussicht. Probiert den Navajo Taco (Frybread mit Bohnen, Fleisch und Käse) — eine lokale Spezialität, die uns total begeistert hat.
Wo übernachten im Monument Valley
The View Hotel ist die einzige Unterkunft mit direktem Blick auf die Buttes und jeden Cent wert ($150–250/Nacht). Budget-Variante: Goulding’s Lodge gegenüber ($100–160/Nacht) oder Camping direkt im Monument Valley ($20/Nacht).
Tag 12–13. Arches und Canyonlands National Park

Vom Monument Valley nach Moab (dem Tor zu beiden Parks) sind es rund 2,5 Stunden. Moab ist ein Paradies für Outdoor-Fans — zwei Nationalparks, rote Felsen und ein lebhaftes Städtchen voller Cafés und Outfitter.
Tag 12 — Arches National Park: Seit 2022 braucht ihr eine Timed Entry Reservation (recreation.gov, $2). Kommt morgens an und macht euch auf zum: Delicate Arch Trail (4,8 km hin und zurück, mäßig anspruchsvoll) — der ikonische Felsbogen, den ihr vom Utah-Nummernschild kennt. Bei Sonnenuntergang ist es pure Magie. Außerdem: Windows Section (einfach, fotogen), Double Arch und Landscape Arch (der längste natürliche Felsbogen der Welt).
Tag 13 — Canyonlands National Park: Der weniger besuchte Bruder von Arches, aber unserer Meinung nach noch imposanter. Fahrt zur Island in the Sky-Sektion — Grand View Point bietet eine Aussicht, die mit dem Grand Canyon vergleichbar ist (aber ohne die Menschenmassen!). Mesa Arch bei Sonnenaufgang ist ein Fotografentraum — die Sonne scheint durch den Bogen und taucht den Canyon darunter in Orange.
Nachmittags könnt ihr die White Rim Road in Angriff nehmen (Allradantrieb und Genehmigung nötig) oder einfach die Aussichtspunkte am Upheaval Dome und Shafer Canyon genießen.
Essen gehen: Moab hat eine klasse Food-Szene. Milt’s Stop & Eat — legendäre Burger und Milkshakes (nur Barzahlung!). Antica Forma — die beste Pizza in Utah, ohne Übertreibung. Love Muffin Cafe — fantastisches Frühstück.
Wo übernachten in Moab
Moab bietet alles von Campingplätzen bis Boutique-Hotels. Under Canvas Moab ist luxuriöses Glamping vor der Stadt ($200+/Nacht), Hoodoo Moab ist ein stilvolles Hotel ($120–180/Nacht). Für Budget: Lazy Lizard Hostel oder kostenlose bzw. günstige Campingplätze im BLM-Gebiet vor der Stadt ($0–10).
Tag 14–15. Fahrt und Death Valley National Park

Von Moab ins Death Valley ist es eine lange Strecke — rund 8–9 Stunden. Wir empfehlen, die Fahrt auf zwei Tage zu verteilen und in Las Vegas (nochmal, diesmal nur eine Nacht) oder im Örtchen Beatty am Rand des Death Valley zu übernachten.
Tag 14: Fahrt von Moab. Wenn ihr über Vegas fahrt, übernachtet dort einfach und fahrt am frühen Morgen weiter. Wenn ihr über Beatty fahrt, kommt ihr nachmittags an und könnt direkt zum Sonnenuntergang ins Death Valley.
Tag 15 — Death Valley: Das ist der extremste Ort auf unserer Route. Der tiefste Punkt Nordamerikas (Badwater Basin, -86 m unter dem Meeresspiegel), der heißeste Ort der Erde und überraschenderweise einer der schönsten. Morgens geht es zum Zabriskie Point (der Sonnenaufgang hier ist unglaublich), dann Badwater Basin (Spaziergang über die Salzebene), Artist’s Drive (bunte Felsen), Mesquite Flat Sand Dunes und Dante’s View (Blick über das gesamte Tal).
WICHTIG: Im Sommer werden hier über 50 °C erreicht — nehmt das nicht auf die leichte Schulter. Habt einen vollen Tank, 8+ Liter Wasser pro Person und kontrolliert den Zustand des Autos. In den kühleren Monaten (Oktober–April) ist es hier absolut perfekt.
Essen gehen: Im Death Valley sind die Möglichkeiten sehr begrenzt. The Inn at Death Valley hat das einzige ordentliche Restaurant im Park. Wir empfehlen, Vorräte aus Vegas mitzunehmen.
Wo übernachten im Death Valley
The Ranch at Death Valley ($150–250/Nacht) ist die preiswertere Variante direkt im Park. Stovepipe Wells Village ist einfacher, aber funktioniert ($120–180/Nacht). Camping: Furnace Creek Campground ($22/Nacht, Oktober–April), im Sommer den höher gelegenen Mesquite Spring wählen ($14/Nacht).
Tag 16–17. Sequoia und Kings Canyon National Park

Vom Death Valley nach Sequoia sind es etwa 4–5 Stunden und es fühlt sich an, als würde man vom Mars nach Mittelerde fahren. Aus der ausgedörrten Wüste taucht ihr plötzlich in dichte Wälder voller Riesenbäume ein, die hier seit Jahrtausenden wachsen.
Tag 16: Kommt nachmittags an und erkundet den Giant Forest — das Gebiet mit der größten Konzentration an Riesenmammutbäumen weltweit. Der General Sherman Tree ist der größte Baum der Erde (nach Volumen) und wenn man davor steht, fühlt man sich unglaublich klein. Der Congress Trail (3,2 km, einfach) führt euch an weiteren gigantischen Bäumen vorbei.
Tag 17: Morgens geht es auf den Moro Rock — ein kurzer, aber steiler Aufstieg über in den Fels gehauene Stufen mit Blick auf die Great Western Divide. Danach fahrt in den Kings Canyon (Nachbarpark, gleiche Eintrittskarte) — der Kings Canyon Scenic Byway ist eine der schönsten Bergstraßen Kaliforniens. Haltet am Grizzly Falls und lauft den Zumwalt Meadow Trail (2,6 km, flach, wunderschön).
Essen gehen: In den Parks gibt es nur einfache Imbisse. Im Städtchen Three Rivers (am Eingang von Sequoia) probiert Ol‘ Buckaroo oder Antoinette’s Coffee & Goodies zum Frühstück.
💡 TIPP: Der Generals Highway (die Straße durch den Park) ist eng und kurvenreich — mit großen Fahrzeugen (über 6,7 m) kommt ihr hier nicht durch. Mit einem normalen SUV ist es aber kein Problem.
Wo übernachten bei Sequoia
Die Wuksachi Lodge ist das einzige Hotel direkt im Park ($150–250/Nacht). In Three Rivers findet ihr Motels für $80–130/Nacht — die Buckeye Tree Lodge ist beliebt. Camping: Lodgepole Campground ($22/Nacht, Reservierung auf recreation.gov).
Tag 18–19. Yosemite National Park

Von Sequoia nach Yosemite sind es etwa 3–4 Stunden (über Fresno) und es ist ein würdiger Höhepunkt des gesamten Roadtrips. Das Yosemite Valley ist einfach ikonisch — riesige Granitwände, Wasserfälle, die Hunderte Meter in die Tiefe stürzen, und Wiesen, auf denen Hirsche grasen. Wie ein Desktop-Hintergrundbild, nur in echt.
Tag 18: Kommt im Yosemite Valley an und seht euch die Highlights an — Yosemite Falls (der höchste Wasserfall Nordamerikas), El Capitan (die monströse Granitwand — mit einem Fernglas könnt ihr Kletterer sehen!), und Bridalveil Fall. Nachmittags geht es auf den Mirror Lake Trail (8 km, flach) oder den einfacheren Valley View Loop. Der Sonnenuntergang vom Tunnel View ist Pflicht — Blick auf das gesamte Tal mit El Capitan und Half Dome.
Tag 19: Wenn ihr fit seid, ist der Mist Trail zu Vernal Fall und Nevada Fall (8,8 km, anspruchsvoller, viele Stufen) die wohl beste Wanderung im Yosemite. Ihr geht direkt durch den Sprühnebel des Wasserfalls — nass, aber glücklich. Nachmittags fahrt über die Tioga Road (geöffnet ca. Juni–Oktober) — die Stopps am Olmsted Point und Tenaya Lake sind wunderschön.
Für Ambitionierte: Der Half Dome ist ein legendärer Ganztagesaufstieg (22 km, 1.500 Höhenmeter, Kabelabschnitt) — ihr braucht ein Permit und ausgezeichnete Kondition.
Essen gehen: The Ahwahnee Dining Room (jetzt Majestic Yosemite Hotel) — ein historischer Speisesaal mit hohen Decken und Blick auf die Wasserfälle. Teuer, aber unvergesslich. Degnan’s Kitchen im Yosemite Village hat solide Sandwiches und Salat zu vernünftigen Preisen. In Mariposa (Städtchen am Park): 1850 Brewing Company — Craft-Bier und gute Burger.
Wo übernachten im Yosemite
Unterkünfte im Yosemite Valley müssen 6–12 Monate im Voraus reserviert werden. Die Yosemite Valley Lodge ($200–350/Nacht) und Curry Village (Zeltkabinen, $100–150/Nacht) sind am beliebtesten. Außerhalb des Parks: Mariposa oder El Portal haben Motels für $100–180/Nacht. Camping: Upper Pines ($26/Nacht, recreation.gov, Lotterie).
Tag 20–21. San Francisco

Von Yosemite nach San Francisco sind es rund 3,5–4 Stunden und es ist ein wunderbarer Abschluss des Roadtrips. Ihr kommt aus der Wildnis in eine der schönsten Städte der USA — und werdet euch wundern, wie sehr euch die Zivilisation gefehlt hat (und wie sehr ihr euch gleichzeitig darauf freut). 😄
Tag 20: Spaziert über die Golden Gate Bridge — idealerweise morgens, bevor der Nebel aufzieht (oder gerade dann, wenn sich der Nebel über die Brücke wälzt, das ist noch schöner). Von dort fahrt nach Sausalito — ein charmantes Städtchen auf der anderen Seite der Bucht mit Blick zurück auf SF. Nachmittags Fisherman’s Wharf (touristisch, aber einmal muss man es gesehen haben) und Pier 39 (Seelöwen!). Für chinesisches Essen geht nach Chinatown — die älteste Chinatown Nordamerikas.
Tag 21: Morgens die berühmte kurvenreiche Lombard Street besichtigen (die Zickzack-Straße), die Painted Ladies am Alamo Square anschauen (die bunten Häuser aus Full House), und nachmittags ins Viertel Mission District — die beste Street Art, mexikanisches Essen und Hipster-Cafés der ganzen Stadt.
Wenn ihr noch Zeit habt, ist Alcatraz Island ein fantastischer Ausflug — die Audio-Tour durch das ehemalige Gefängnis ist absolut fesselnd. Aber ihr MÜSST die Tickets vorher kaufen, es ist Wochen im Voraus ausverkauft ($41/Pers., ca. 38 €).
Essen gehen: SF ist die Foodie-Stadt Nummer eins. Tartine Bakery in Mission (die beste Bäckerei, die Schlangen bestätigen das), Swan Oyster Depot — legendäre Austernbar (kommt vor der Öffnung, Schlange!), La Taqueria — das beste Burrito in San Francisco (viele sagen, in ganz Amerika). Zum Abendessen: Foreign Cinema in Mission — Essen und Filme, die auf eine Wand im Hof projiziert werden.
Wo übernachten in San Francisco
San Francisco ist eine teure Stadt — rechnet mit $120–250/Nacht für ein Standardhotel. Das HI San Francisco Fisherman’s Wharf ist ein tolles Hostel zu vernünftigem Preis. Das Hotel Bohème in North Beach ist ein Boutique-Klassiker. Für ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis probiert Unterkünfte in Oakland auf der anderen Seite der Bucht — 15 Minuten mit dem BART und deutlich günstiger.

Praktische Tipps zum Schluss
Was einpacken
Die USA Westküste bedeutet extreme Temperaturunterschiede — tagsüber in der Wüste 40 °C, nachts in den Bergen 5 °C. Das Zwiebelprinzip ist der Schlüssel. Schaut euch unseren ausführlichen Guide zum Packen mit Handgepäck an — ja, auch für 3 Wochen geht das.
Flüge
Günstige Flüge ab Deutschland findet ihr bei Lufthansa, Condor oder über Vergleichsportale wie Skyscanner und Google Flights. Einwegflüge LA → SF (oder umgekehrt) sind oft günstiger als ein Hin- und Rückflug in dieselbe Stadt. Ab Frankfurt und München gibt es die meisten Direktverbindungen an die Westküste.
Mietwagen
Lukáš und ich haben langfristig gute Erfahrungen mit RentalCars, das wir weltweit nutzen. Für die USA Westküste empfehlen wir einen SUV und eine Vollkaskoversicherung (Full Coverage).
Versicherung
Für eine dreiwöchige Reise in die USA solltet ihr die Versicherung auf keinen Fall unterschätzen — die Gesundheitsversorgung in Amerika ist astronomisch teuer. Für längere Reisen wählen wir SafetyWing — lest unseren Testbericht. Deutsche Staatsbürger sollten zusätzlich prüfen, ob ihre Kreditkarte eine Auslandsreise-Krankenversicherung beinhaltet.
Mobile Daten
Eine eSIM von Holafly funktioniert in den USA hervorragend — unser Testbericht. In den Nationalparks ist der Empfang eingeschränkt, aber für die Navigation reichen Offline-Karten (ladet euch vorher Google Maps Offline herunter!).
Weiterlesen: mehr Artikel zur USA Westküste
Wollt ihr einzelne Parks auf der Route genauer erkunden? Hier sind unsere detaillierten Guides zu den einzelnen Nationalparks:
- Zion Nationalpark — 8 Tipps, was man in einem der schönsten Parks Utahs sehen sollte
- Grand Canyon, Arizona — 15 Tipps, was man am Rand des Canyons sehen und unternehmen kann
- Yosemite National Park — 15 Tipps zu Wasserfällen, Granitwänden und Mammutbäumen
- Death Valley National Park — 15 Tipps, was man am heißesten Ort Amerikas sehen kann
- Arches National Park — 15 Tipps für den Park mit mehr als 2.000 Felsbögen
- Sehenswürdigkeiten USA: 10 schönste Orte — Tipps, wohin es in Amerika noch geht
Häufig gestellte Fragen zum USA Westküste Roadtrip
Bevor ihr losfahrt, hier die Antworten auf die Fragen, die uns Leser am häufigsten zum Roadtrip an der Westküste der USA stellen.
Was kostet ein Roadtrip an der USA Westküste?
Das hängt vom Reisestil ab. Für zwei Personen auf 21 Tage rechnet mit 3.980–10.200 € insgesamt (1.990–5.100 € pro Person) inklusive Flüge, Auto, Unterkunft, Essen und Aktivitäten. Die mittlere Variante mit einem Mix aus Camping und Motels kommt auf ca. 3.190 € pro Person.
Wie viele Tage braucht man für einen Roadtrip an der USA Westküste?
Das absolute Minimum sind 14 Tage, aber dann wird es sehr stressig. Ideal sind 18–21 Tage — so habt ihr Zeit für Wanderungen, Erholung und spontane Stopps. Bei 14 Tagen empfehlen wir, 1–2 Parks auszulassen (z.B. Sequoia oder Canyonlands).
Welches Auto sollte man mieten?
Einen SUV oder Crossover mit hoher Bodenfreiheit. Einige Strecken (Monument Valley, Death Valley) sind unbefestigt oder sandig. Mit einem Kompaktwagen geht es zwar, aber ihr werdet nervös sein und kommt nicht überall hin.
Brauche ich ESTA oder ein Visum für die USA?
Deutsche Staatsbürger benötigen ein ESTA (Electronic System for Travel Authorization) — füllt das Online-Formular mindestens 72 Stunden vor Abflug aus. Es kostet $21 (ca. 19 €) und gilt zwei Jahre. Füllt es AUSSCHLIESSLICH auf der offiziellen Website esta.cbp.dhs.gov aus — es gibt viele betrügerische Seiten, die deutlich mehr verlangen.
Ist die USA Westküste sicher?
Ja, die Westküste der USA ist für Touristen sehr sicher. Die größte „Gefahr“ ist die Natur — Dehydrierung in der Wüste, Gewitter in den Canyons, Wildtiere. Habt immer genug Wasser dabei, verfolgt die Wettervorhersage und haltet euch an die Parkregeln. In den Städten (LA, SF, Vegas) gilt die übliche Vorsicht — lasst keine Wertsachen im Auto.
Wann Unterkünfte und Aktivitäten buchen?
Je früher, desto besser. Unterkünfte in den Nationalparks (besonders Yosemite und Grand Canyon) sind 6–12 Monate im Voraus ausverkauft. Das Angels Landing Permit und die Antelope Canyon Tour 3–4 Monate vorher reservieren. Motels außerhalb der Parks bekommt ihr auch kurzfristig, aber in der Hauptsaison (Juni–August) lieber auch rechtzeitig buchen.
Kann man den Roadtrip an der USA Westküste auch im Winter machen?
Teilweise ja, aber mit Einschränkungen. Die Tioga Road im Yosemite ist von November bis Mai meist gesperrt, der Bryce Canyon kann unter Schnee liegen (sieht aber wunderschön aus!), und einige Campingplätze sind geschlossen. Dafür sind die Wüstenparks (Joshua Tree, Death Valley, Grand Canyon) im Winter temperaturmäßig angenehm und ohne Menschenmassen. Wenn ihr im Winter fahrt, lasst Sequoia und Yosemite aus (oder fahrt nur ins Yosemite Valley, das ist ganzjährig zugänglich).
Tipps und Tricks für deinen Urlaub
Zahle nicht zu viel für Flugtickets
Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.
Buche deine Unterkunft clever
Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.
Vergiss die Reiseversicherung nicht
Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.
Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).
Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
Finde die besten Erlebnisse
Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!
