Als Lukáš und ich Ende September 2018 zu unserem großen Roadtrip aufbrachen, ahnte ich irgendwie, dass es der Hammer werden würde – doch die Realität übertraf am Ende all unsere Erwartungen. Die Erkundung der Island Südküste hatten wir gleich für den vierten Reisetag eingeplant und intern nannten wir ihn schlicht „den Tag der Wasserfälle“.
Ich erinnere mich noch genau, wie wir morgens losfuhren und die Landschaft mit jedem Kilometer dramatischer, steiler und wilder wurde. Man fühlt sich dort einfach winzig angesichts dieser unglaublichen Kraft der Natur, die einem auf der einen Seite endlose Gletscher und auf der anderen den ungezähmten Ozean präsentiert.
In diesem Artikel findest du 13 Tipps, was du im Süden der Insel sehen und erleben kannst. Wir gehen die berühmtesten Wasserfälle durch, bei denen dir der Atem stockt, und zeigen dir auch versteckte Orte ohne Touristenmassen. Ich verrate dir, wo du strategisch übernachtest, wie es 2026 mit Parken und Gebühren aussieht und – vor allem – wovor du unbedingt aufpassen musst, damit du gesund nach Hause kommst.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit zum Lesen haben
- Die schönsten Wasserfälle: Halte am Seljalandsfoss (man kann dahinter laufen) und entdecke gleich daneben den versteckten Gljúfrabúi in der Höhle. Lass auch den mächtigen Skógafoss nicht aus.
- Parken kostet: An den meisten Naturdenkmälern (Seljalandsfoss, Skógafoss, Fjaðrárgljúfur) zahlt man seit Kurzem 1000 ISK (ca. 7 €) Parkgebühr über die App Parka.
- Verlassenes Flugzeugwrack: Zum berühmten DC-3-Wrack auf Sólheimasandur musst du entweder 45 Minuten zu Fuß durch die Einöde laufen oder den kostenpflichtigen Shuttlebus nehmen.
- Gefährliche Schönheit: Der schwarze Strand Reynisfjara ist zwar wunderschön, aber wegen der sogenannten Sneaker Waves (heimtückische Wellen) extrem gefährlich. Dreh dem Meer niemals den Rücken zu!
- Papageientaucher beobachten: Im Sommer hast du die besten Chancen auf diese niedlichen Vögel an den Klippen von Dyrhólaey – aber Achtung vor den abendlichen und nächtlichen Sperrungen wegen der Brutzeit.
- Ideale Zeit: Plane für die Südküste mindestens zwei Tage und eine Nacht ein, damit du nicht alles im Stress abhaken musst und die Aussichten wirklich genießen kannst.
Wann hinfahren und wie man hinkommt
Logistisch ist die Südküste recht angenehm: Über die Ringstraße Nummer 1 (Ring Road) erreichst du sie von Reykjavík aus in rund zwei Stunden. Man kann sie also auch als sehr vollgepackten Tagesausflug schaffen, wenn die Zeit knapp ist. Rechne aber damit, dass du dann 10 bis 11 Stunden am Stück unterwegs und auf den Beinen bist und nur die wichtigsten Highlights schaffst.
Für ein entspannteres Tempo empfehle ich daher von ganzem Herzen, den Süden auf zwei Tage und eine Nacht aufzuteilen. Im Sommer fährst du die Straße mit einem normalen Pkw ab, aber wenn du außerhalb der Saison auf die Insel kommst (von Oktober bis April), rate ich dir unbedingt zu einem Auto mit 4×4-Antrieb.
Wir hatten ein größeres Auto gemietet und Lukáš und ich haben seit Langem gute Erfahrungen mit DiscoverCars, das wir überall auf der Welt nutzen, weil wir dort gleich den Vergleich aller großen und lokalen Vermieter sehen.
Wenn du im Sommer hier bist (von Juni bis August), hast du einen riesigen Vorteil: das endlose Tageslicht. Die Sonne geht hier kurz nach Mitternacht unter und vor drei Uhr morgens wieder auf, du hast also rund 21 Stunden zum Erkunden und kannst zum Beispiel um Mitternacht zu den Wasserfällen aufbrechen, wenn keine Menschenmassen da sind.
Im August 2026 ist der Süden allerdings wegen einer totalen Sonnenfinsternis extrem ausgebucht, reserviere also alles mit großem Vorlauf. Der Winter bietet dafür raue Romantik und die Chance auf Polarlichter – du musst dich nur darauf einstellen, dass du um die Wintersonnenwende nur etwas mehr als 4 Stunden Tageslicht hast.
Für die Aurora-Jagd solltest du immer die Bewölkung auf der offiziellen Website des Wetterdienstes checken und dich mit Geduld wappnen, denn für eine erfolgreiche Beobachtung braucht man hier im Schnitt 5 bis 7 Nächte.
Seit dem 1. Januar 2026 gilt auf Island außerdem eine neue Kilometersteuer für Pkw, die 6,95 ISK (etwa 0,05 €) pro gefahrenem Kilometer beträgt. Die Vermieter schlagen daher meist eine Pauschale von rund 1390 bis 1550 ISK (ca. 9–10 €) pro Tag auf den Preis oder rechnen die Kilometer bei der Rückgabe ab.
Die gute Nachricht ist aber, dass dadurch das Benzin auf rund 305 ISK pro Liter (ca. 2 €) gesunken ist. Der größte Feind im Süden ist überraschenderweise nicht Schnee oder Eis, sondern der Wind. Der isländische Sturm ist etwas, das man jemandem, der es nicht erlebt hat, kaum beschreiben kann – er reißt dir mit Leichtigkeit die Autotür aus den Angeln.
Parke deshalb immer gegen den Wind und halte die Tür mit beiden Händen fest, denn diese Schäden (das sogenannte Door-Ripping) deckt keine Versicherung ab und die Reparatur kostet unglaubliche Summen. Schließ unbedingt eine GP-Versicherung gegen Steinschlag und vor allem SAAP (Sand and Ash Protection) ab, denn die starken Winde im Süden wirbeln den Vulkansand auf und sandstrahlen den Lack regelrecht bis aufs Blech.
Wo übernachten + was es kostet
Wenn du die Erkundung des Südens ernsthaft angehen und nicht zwölf Stunden am Stück im Auto sitzen willst, empfehle ich dir auf jeden Fall, dir hier eine Unterkunft an der Island Südküste für mindestens eine Nacht zu suchen. Die beliebteste Basis für Ausflüge zu den Gletschern ist das malerische Dörfchen Vík í Mýrdal, das ganz im Osten dieser Region liegt.
Die Kapazitäten sind hier aber stark begrenzt und die Preise in der Saison schießen steil nach oben. Ein schöner Ort zum Übernachten direkt in Vík ist zum Beispiel das Hotel Katla by Keahotels, wo du nach einem eisigen Tag den Außen-Whirlpool und die Sauna genießen kannst, oder das günstigere Vík HI Hostel für Rucksacktouristen.
Eine günstigere und besser verfügbare Variante ist meist das Städtchen Selfoss, das näher an der Hauptstadt liegt und enorm viele Möglichkeiten bietet, darunter das beliebte Bakki Hostel (die Preise beginnen hier schon bei rund 75 € pro Nacht).
Wenn du den goldenen Mittelweg suchst, probiere Hvolsvöllur, das etwa auf halber Strecke zu den größten Naturattraktionen liegt. Hier findest du auch das absolut luxuriöse Vier-Sterne-Hotel Rangá, das für seine heißen Quellen und den perfekten Blick auf die Polarlichter bekannt ist – vorausgesetzt, du hast Glück mit einem wolkenlosen Himmel.
💡 Konkrete Übernachtungstipps (Preise und Verfügbarkeit prüfst du über Booking.com, reserviere früh – in der Saison und rund um die Sonnenfinsternis 2026 sind die Zimmer Monate im Voraus weg):
- Hótel Katla by Keahotels (Vík)
- Hótel Rangá (Hvolsvöllur)
- Hótel Selfoss (Selfoss)
- Bakki Hostel (Selfoss)
Die Übernachtungspreise auf Island gehören nicht gerade zu den niedrigsten und ein schönes Gästehaus für zwei kostet dich umgerechnet 100 bis 200 € (etwa 15 000 bis 30 000 ISK) pro Nacht. Booking.com ist unsere liebste Hotelsuchmaschine, wo man hin und wieder nette Rabatte ergattern kann.
Seit 2024 fällt außerdem eine Übernachtungssteuer von 800 ISK (ca. 5 €) pro Zimmer und Nacht an, die direkt vor Ort berechnet wird. Wenn du campst, beträgt die Steuer 400 ISK pro Nacht. (Wir sind beim Campen mittlerweile wohl etwas bequem geworden, aber viele Leute nutzen die beliebte Camping Card für rund 26 000 ISK, die bis Mitte September gilt.)
Günstige Flüge gibt es von Deutschland aus zum Beispiel mit Icelandair oder im Sommer mit Saisonverbindungen ab Frankfurt, München und Berlin direkt nach Keflavík. Mit etwas Vergleichen lassen sich hier einige Hundert Euro sparen, damit mehr Budget für die wunderschönen Hotels mit Außenpools übrig bleibt.
Denk daran: Auf Island gilt zwar deine blaue EHIC-Karte, aber die deckt keine Rettungseinsätze (ICE-SAR) ab. Eine gute Reiseversicherung ist daher absolut unverzichtbar und wir empfehlen dir, die Notfall-App 112 Iceland aufs Handy zu laden. Praktisch ist außerdem eine eSIM für mobiles Internet unterwegs – etwa von Holafly oder Yesim.
Unglaubliches Schauspiel: Die schönsten Wasserfälle des Südens
Dieser Teil Islands könnte ruhig in „Land des fallenden Wassers“ umbenannt werden, denn nirgendwo sonst auf der Insel findest du so viele ikonische Wasserfälle auf so kleinem Raum. Ich empfehle dir, früh morgens aus Reykjavík aufzubrechen (ruhig schon gegen sieben Uhr), um den Reisebussen zuvorzukommen, die normalerweise gegen zehn Uhr vormittags an den ersten Stopps eintreffen.


Vergiss nicht, eine extrem gute wasserdichte Jacke und Hose mitzunehmen, denn an diesen Orten bleibt schlicht kein Faden trocken.
1. Unauffälliger Start am Gluggafoss
Unseren vierten Roadtrip-Tag haben wir genau am Gluggafoss gestartet – einem wunderschönen und von Touristen oft zu Unrecht übersehenen Wasserfall, den du ein Stück abseits der belebtesten Hauptstraße findest.

Das Wasser fällt hier nicht einfach gerade nach unten, sondern bahnt sich seinen Weg durch interessante Felsformationen und ausgewaschene „Fenster“ im weichen Gestein. Das verleiht ihm einen ganz anderen Charakter und eine feinere Struktur als den berühmteren Giganten, die weiter auf der Strecke auf dich warten.
Wir waren hier früh am Morgen ganz allein, genossen die Stille, die nur vom Rauschen des Wassers unterbrochen wurde, und konnten jede Menge schöner Fotos machen, ohne ständig anderen Reisenden in gelben Regenjacken ausweichen zu müssen.
Es ist ein großartiger Ort für so ein ruhiges morgendliches Erwachen und um sich auf das einzustimmen, was an diesem Tag noch auf dich wartet. ☺️ Die Natur wirkt hier noch nicht so rau und aggressiv – im Gegenteil, überall wächst herrlich grünes Gras.
2. Seljalandsfoss: Der Wasserfall, den man umrunden kann
Nach etwa anderthalb Stunden Fahrt aus der Hauptstadt triffst du auf den echten Star aller Postkarten. Der gewaltige Wasserfall Seljalandsfoss stürzt aus einer respektablen Höhe von 60 Metern über einen ehemaligen Meeresklippenrand – ein absolut eleganter, schmaler Wasserstrahl.

Seine größte und absolut einzigartige Attraktion ist, dass direkt hinter der Wasserwand ein rutschiger steiniger Pfad verläuft, sodass man den ganzen Wasserfall in einem riesigen Felsüberhang umrunden kann.
Der Blick durch den tosenden Wasservorhang auf die untergehende Sonne ist einfach spektakulär – auch wenn ich zugeben muss, dass wir dahinter klatschnass wie begossene Pudel wieder hervorkamen 😅. Die Gischt fliegt hier in alle Richtungen, also stecke Handy und Kamera tief unter die Jacke und zieh sie nur für den allernötigsten Moment heraus.
Parken kannst du hier auf einem großen Parkplatz, wo neuerdings eine Pauschalgebühr von 1000 ISK (ca. 7 €) über die App Parka fällig wird. Ich empfehle, sie schon zu Hause herunterzuladen und eine Zahlungskarte zu hinterlegen, das erspart dir viel Nervenkram an den Automaten, die auf Island übrigens oft die physische PIN-Eingabe verlangen – bloßes Auflegen von Apple Pay reicht meist nicht.
In den Wintermonaten ist der Weg hinter den Wasserfall oft gesperrt, weil er sich in eine riesige und lebensgefährliche Rutschbahn verwandelt.
3. Der geheimnisvolle Gljúfrabúi in der Höhle
Wenn du schon das Parken am Seljalandsfoss bezahlst (das Ticket gilt für beide Orte), wäre es geradezu touristischer Selbstmord, gleich wieder ins Auto zu steigen und weiterzufahren. Die meisten Leute knipsen hier ihre Fotos und verschwinden, aber du läufst einfach nur etwa fünfhundert Meter nach links entlang der hohen Klippe.

Du triffst hier auf einen unscheinbaren Spalt im Fels, aus dem ein Bach fließt – und im Inneren verbirgt sich ein echter Schatz. Gljúfrabúi (übersetzt „Bewohner der Schlucht“) ist ein Wasserfall, der direkt im Inneren des Felsens versteckt liegt.
Um ihn überhaupt in seiner vollen Schönheit zu sehen, musst du über rutschige Steine springen und regelrecht durch das Bett eines flachen Bächleins waten, um ins Innere der Höhle zu gelangen. Dort ist es dunkel, unglaublich laut und hat eine unfassbar mystische Atmosphäre, die dich sofort in ihren Bann zieht.
Geh hier auf keinen Fall ohne gute wasserdichte Schuhe mit kräftigem Profil und rutschfester Sohle hinein, denn ein falscher Schritt und du hast für den Rest des Tages Wasser in den Schuhen. Aber glaub mir, dieses Erlebnis wirst du sehr lange in Erinnerung behalten – es weckt diese echte kindliche Entdeckerfreude in dir.
4. Der donnernde, majestätische Skógafoss
Knapp dreißig Kilometer weiter die Straße entlang erscheint plötzlich der Skógafoss vor dir – das absolute Biest unter den Wasserfällen. Während der Seljalandsfoss eher elegant ist, spürst du hier schon aus der Ferne die pure und brachiale Kraft der Natur.

Der Wasserfall stürzt aus einer Höhe von 60 Metern, ist aber zudem 25 Meter breit, und dank der riesigen Gischtmenge siehst du hier an sonnigen Tagen fast mit hundertprozentiger Sicherheit einen massiven Regenbogen (und ziemlich oft sogar einen doppelten).
Du kannst über die flachen Kiesel bis ganz dicht unter ihn gehen, aber rechne damit: Je näher du kommst, desto mehr fühlt es sich an wie der Aufenthalt in einer laufenden Autowaschanlage. Oder du gehst wie wir rechts die Holztreppe hinauf zur Aussichtsplattform oben.
Es sind hier genau 527 Stufen und deine Oberschenkel werden brennen wie Feuer, aber der Blick von der Klippenkante hinunter auf die flache Küste ist unbezahlbar. Und ein kleiner Extratipp: Oben beginnt der berühmte Fimmvörðuháls-Trek.
Die meisten Leute schauen nur kurz von der Plattform und gehen wieder hinunter, aber wenn du noch einen oder zwei Kilometer entlang des Flusses Skógá weiterläufst, entdeckst du eine wunderschöne Kaskade aus Dutzenden kleinerer Wasserfälle ganz ohne Touristen.
Pass nur auf deinen Geldbeutel auf: Seit Mai 2025 wird auch hier eine Parkgebühr von 1000 ISK (ca. 7 €) über die App Parka erhoben (das Zeitlimit liegt bei acht Stunden, Übernachten ist nicht erlaubt).
💡 Tipp: Eintrittskarten und geführte Touren (Südküste und Umgebung) lohnt es sich, vorab online auf GetYourGuide zu buchen, in der Saison sind sie schnell ausgebucht.
5. Der grüne Canyon Fjaðrárgljúfur
Er liegt zwar etwas weiter östlich, erst ein Stück hinter dem Städtchen Vík, aber ich muss ihn unbedingt unter den schönsten Naturphänomenen erwähnen. Der Canyon Fjaðrárgljúfur ist ein etwa zwei Kilometer langes und hundert Meter tiefes Naturwunder, ausgehöhlt von einem Gletscherfluss.

Das grüne Moos, das die steilen Felswände bedeckt, kontrastiert scharf mit dem blauen Wasser unten und das Ganze wirkt wie eine Kulisse aus einem Fantasyfilm (das hat übrigens auch Justin Bieber entdeckt, der hier ein Musikvideo drehte und den Ort durch den Ansturm seiner Fans beinahe versehentlich zerstörte).
Heute führt zum Glück ein klar markierter und abgegrenzter Pfad entlang der Canyonkante mit mehreren sicheren Aussichtsplattformen. Die Parkgebühr beträgt hier neuerdings ebenfalls 1000 ISK (ca. 7 €) und du erledigst sie mit der obligatorischen App Parka.
Pass nur auf, wenn du in den Frühlingsmonaten nach Island fliegst, wenn der Schnee schmilzt. Die Umweltbehörde sperrt den Zugang zum Canyon in dieser Zeit regelmäßig komplett, um die fragile Vegetation vor dem Zertrampeln im Schlamm zu schützen – prüfe den aktuellen Stand daher immer vorab auf der offiziellen Website ust.is.
Baden und ein Tropfen Geschichte unter dem Gletscher
Wenn dir nach ein paar Stunden das ständige Abwischen der Kameraobjektive von Wassertropfen verleidet, bietet die Island Südküste zum Glück auch andere Beschäftigungen. Du kannst versuchen, dich ein wenig aufzuwärmen (auch wenn das seine großen Tücken hat) oder dich vor dem Regen verstecken und in der Zeit zurückreisen in die Tage der ersten Siedler.
6. Abenteuer im Pool Seljavallalaug
Nach einem Vormittag voller eisiger Wasserfälle hatten Lukáš und ich verrückte Lust, uns wenigstens ein bisschen aufzuwärmen, also steuerten wir den Pool Seljavallalaug an. Es ist einer der ältesten Freibäder auf ganz Island, schon 1923 in den Fels gesetzt.


Um zu ihm zu gelangen, musst du vom Parkplatz aus durch ein atemberaubendes, schmales Bergtal zu Fuß gehen (der Weg dauert etwa zwanzig Minuten) und die Szenerie um dich herum wird dich schlichtweg rühren.
Aber ich bin ganz ehrlich mit dir: Die Realität des Badens ist etwas punkiger. Das Wasser im Pool ist außerhalb der wärmsten Sommertage nämlich nicht wirklich heiß, eher lauwarm, und weil der Boden nur sehr selten von Freiwilligen gereinigt wird, ist er voller natürlicher rutschiger Algen.
Die Umkleiden sind dann ein Kapitel für sich – alt, nass und leicht eklig, denn es hängt rein von den Touristen ab, in welchem Zustand sie sie hinterlassen.
Trotzdem bereuen wir es absolut nicht: In einem verlassenen Betonpool inmitten wilder grüner Berge mit Nebel auf den Gipfeln zu baden hat einfach eine unfassbar besondere Atmosphäre.
7. Skógar-Museum voller Torfhäuser
Wenn dich unterwegs der typische horizontale isländische Platzregen erwischt, gegen den Regenjacken einfach machtlos sind, ist das Museum in Skógar (Skógasafn) die ideale Notbremse. Du findest es nur eine Autominute vom Wasserfall Skógafoss entfernt und für den Eintritt von 3000 ISK (ca. 20 €) pro Erwachsenem bekommst du Zugang zu einem riesigen Komplex, in dem du im Trockenen und Warmen ruhig zwei Stunden verbringst.

Der Außenbereich besteht aus märchenhaft restaurierten alten Häuschen mit grasbewachsenen Torfdächern, die aus der Ferne buchstäblich wie Hobbit-Behausungen aus Herr der Ringe aussehen.
Im Inneren des Hauptgebäudes findest du dann eine unglaublich reiche Sammlung historischer Gegenstände – von alten Fischerbooten bis zu traditionellen isländischen Strickpullovern (Lopapeysa) und Werkzeugen. Es ist ein faszinierender und stellenweise fast bedrückender Blick in die Geschichte, der dir voll und ganz zeigt, wie unfassbar hart und rau das Leben der hiesigen Bewohner vor Jahrhunderten angesichts dieser Natur war.
Einöden, Eis und postapokalyptische Aussichten
Wenn du die grünsten Abschnitte rund um den Skógafoss hinter dir lässt und dich dem Gletscher Mýrdalsjökull näherst, verändert die Landschaft entlang der Straße dramatisch ihre Farbe vom leuchtenden Grün zu einem dunklen, aschgrauen und schwarzen Ton. Hier beginnt das rauere Gesicht der Insel, wo du uraltes Eis berühren oder die verrosteten Überreste eines amerikanischen Flugzeugs erkunden kannst, das in der endlosen Ebene verloren liegt.
8. Zum Greifen nah: der Gletscher Sólheimajökull
Ein Stück hinter der Abzweigung zum Flugzeugwrack findest du eine kleine Straße, die direkt zur Gletscherzunge Sólheimajökull führt. Es ist ein Ausläufer des riesigen Gletschers Mýrdalsjökull, der unter sich den berüchtigten und sehr aktiven Vulkan Katla verbirgt.

Erwarte hier keinen strahlend weißen, steril sauberen Schnee wie aus den Alpenprospekten. Dieser Gletscher ist von dicken schwarzen Adern aus Vulkanasche vergangener Eruptionen durchzogen, die der Frost über Jahrhunderte regelrecht in ihn eingepresst hat.
Zur Gletscherstirn gelangst du vom Parkplatz in etwa zwanzig Minuten zu Fuß vorbei an einer traurig-trüben Gletscherlagune, wo du mit eigenen Augen sehen kannst, wie schnell Island sein Eis verliert und schmilzt.
Hier muss ich aber eine riesige und eindringliche Warnung aussprechen: Versuche niemals unter keinen Umständen, das Eis selbst zu betreten ohne zertifizierten Guide und entsprechende Ausrüstung! Der Gletscher ist ein lebendiger Organismus, der sich ständig bewegt, knackt und tiefe Spalten bildet, sogenannte Moulins, die heimtückisch von einer dünnen Schicht frischen Schnees bedeckt sein können.
Wir haben von unten mit Respekt zugesehen, wie sich Gruppen von Leuten mit Helmen, Steigeisen und Eispickeln sicher durch das Labyrinth aus Eis bewegten.
Wenn du eine Gletscherwanderung am eigenen Leib ausprobieren willst, beginnen dreistündige Touren bei Anbietern wie Arctic Adventures oder Troll Expeditions bei rund 8500 bis 13900 ISK (etwa 56–91 €) und Ausflüge in die örtliche Eishöhle Katla kosten rund 29900 ISK (ca. 196 €).
💡 Tipp: Eintrittskarten und geführte Touren (Südküste und Umgebung) lohnt es sich, vorab online auf GetYourGuide zu buchen, in der Saison sind sie schnell ausgebucht.
9. Das Flugzeugwrack DC-3 in der schwarzen Ebene
Auf der riesigen und absolut flachen Schwemmebene Sólheimasandur, die aus schwarzem Vulkansand und Kies besteht, befindet sich einer der meistfotografierten Orte ganz Islands.

Das Wrack eines amerikanischen Militärflugzeugs DC-3 ist hier 1973 notgelandet (die gesamte Besatzung kam damals zum Glück unverletzt davon) und das Militär baute anschließend nur das Wertvollste aus. Das ausgeschlachtete Metallskelett des Flugzeugs sitzt so bis heute inmitten der endlosen düsteren Ebene und sieht dort unglaublich postapokalyptisch aus.
Heute kommt man auf keinen Fall mehr mit dem Auto zum Wrack, weil die Grundstückseigentümer den Weg wegen der Naturzerstörung gesperrt haben. Für das Parken an der Hauptstraße zahlst du 750 ISK (ca. 5 €) und dann hast du zwei Möglichkeiten.
Du kannst vier Kilometer in eine Richtung zu Fuß gehen, was rund 45 Minuten Fußmarsch über absolut flaches Gelände ohne ein Stück Schatten oder Windschutz bedeutet (und ehrlich gesagt, wenn es regnet, ist das ein regelrechtes Fegefeuer und eine Härteprüfung).
Die zweite, deutlich komfortablere Möglichkeit ist, ein Rückfahrticket für den Pendel-Shuttlebus für rund 3000 bis 4000 ISK (ca. 20–26 €) zu kaufen, der von zehn Uhr morgens bis fünf Uhr nachmittags fährt und den Weg auf zehn Minuten verkürzt.
Die schönsten Strände und Klippen am Ende der Welt
Unsere letzten Stopps an diesem Tag gehörten dem Ozean selbst und ich glaube ehrlich, dass du hier erst vollkommen verstehst, warum die Menschen immer wieder ins raue Island zurückkehren. Die Strände hier haben definitiv keinen weißen Sand und im Bikini wirst du dich hier nicht bräunen, aber die unglaubliche rohe Energie der Wellen, die gegen die schwarzen Basaltsäulen schlagen, raubt dir schlichtweg den Atem.

10. Aussichten und niedliche Papageientaucher auf Dyrhólaey
Vor der Ankunft in Vík zweigt die Straße zur Küste ab und steigt auf das mächtige Kap Dyrhólaey. Es ist ein riesiger Felsbogen vulkanischen Ursprungs, der tief ins Meer hineinragt (angeblich könnte sogar ein kleineres Flugzeug hindurchfliegen).

Vom Leuchtturm oben bietet sich dir der absolut schönste Panoramablick weit und breit: Du siehst den endlosen schwarzen Strand, der sich nach Westen zieht, und die zerklüfteten Felsen bei Vík im Osten – und das alles mit dem tosenden Meer Dutzende Meter unter dir.
Zugleich ist Dyrhólaey wohl der beste Ort auf der ganzen Insel, an dem du in freier Wildbahn Papageientaucher beobachten kannst. Diese niedlichen Vögel mit den bunten Schnäbeln brüten hier von Mai bis Mitte August und die größte Chance, sie zu sehen, hast du morgens zwischen sieben und zehn oder abends nach sechs.
Pass hier aber unbedingt auf den Zeitplan der Natur auf: Zum Schutz der brütenden Vögel ist die gesamte Klippe etwa von Mitte Mai bis Ende Juni oft komplett gesperrt von 19:00 bis 9:00 Uhr morgens.
Diese abendlichen und nächtlichen Sperrungen sind meist streng, also plane deinen Besuch lieber tagsüber und prüfe die Informationen immer auf den Naturschutz-Websites.
11. Die tödliche Schönheit des schwarzen Strands Reynisfjara
Dann sind wir nur ein Stück weiter zum Strand Reynisfjara gezogen, den viele für den schönsten Strand der Welt halten (er hatte übrigens auch einen Auftritt in Game of Thrones) – und ich muss ihnen absolut zustimmen.


Die Kombination aus tiefschwarzem Sand, der wunderschönen Höhle Hálsanefshellir, gesäumt von regelmäßigen Basaltsäulen, die an eine riesige Orgel erinnern, und dem nebligen Dunst der zerschellenden Wellen ergibt ein perfektes visuelles Meisterwerk.
Die Schönheit dieses Ortes ist aber mit extremem Risiko erkauft und ich muss dich wirklich eindringlich warnen. Der Ozean spielt hier nicht nach den Regeln und Reynisfjara tötet regelmäßig wegen eines Phänomens namens Sneaker Waves (heimtückische Wellen).
Diese rollen plötzlich und ohne jede Vorwarnung ruhig dreißig Meter weiter heran als die vorherigen, mit enormer Geschwindigkeit und Kraft, und können einen erwachsenen Menschen in die eisigen Tiefen ziehen. In den letzten zwanzig Jahren sind hier 6 Menschen gestorben und zuletzt kam im August 2025 leider ein neunjähriges Mädchen tragisch ums Leben.
Heute steht am Strandzugang eine Warnampel (Gelb bedeutet, die gelbe Zone nicht zu betreten, Rot bedeutet, nicht weiter als bis zum Sicherheitsschild zu gehen) und der sichere Weg ist durch eine Kette markiert. Bitte halte mindestens 30 Meter Abstand zum Wasser und dreh dem wilden Ozean wirklich niemals den Rücken zu – auch nicht für ein Foto!
12. Reynisdrangar und die sagenhaften Trolle von Vík
Wenn du vorsichtig am Strand Reynisfjara stehst oder dann ein paar Kilometer weiter direkt zum Strand im Städtchen Vík ziehst, siehst du unweit des Ufers scharfe und zerklüftete Felsnadeln aus dem Wasser ragen, genannt Reynisdrangar. Sie erheben sich in eine beeindruckende Höhe von 66 Metern und der Ozean prallt mit unglaublicher Kraft gegen sie.

Einer alten und sehr beliebten isländischen Legende zufolge sind das nicht einfach irgendwelche Felsen. Es sollen versteinerte Trolle sein, die im Schutz der Dunkelheit versuchten, ein beschädigtes Schiff mit drei riesigen Masten an Land zu ziehen.
Sie hatten sich aber ein wenig verkalkuliert, schafften es nicht bis zur Morgendämmerung und die ersten Morgensonnenstrahlen verwandelten sie für immer in Stein, der aus den Meereswellen ragt. Wir haben diese Felsen erst in der abendlichen Dämmerung beobachtet, als sie wirklich bedrohlich und düster wirkten, was dieser ganzen sagenhaften Atmosphäre einen absolut perfekten Reiz verlieh.
13. Das gemütliche Vík í Mýrdal und der Berg Reynisfjall
Und damit sind wir am Ziel unserer Südreise. Das Dörfchen Vík í Mýrdal ist mit ein paar Hundert Einwohnern zwar winzig, funktioniert aber als absolut perfekter Stützpunkt und Basislager.

Du findest hier alles, was du nach einem ganzen Tag im Freien brauchst – eine große N1-Tankstelle, den Supermarkt Krónan zum Auffüllen der Vorräte und tolle Cafés. Über dem Dorf steht die ikonische weiße Kirche mit rotem Dach (Víkurkirkja) von 1934, von der aus du den schönsten fotogenen Blick über das ganze Städtchen hinunter auf den Strand und die Basalt-Trolle im Meer genießt.
Wenn du gern wanderst, genug Kraft hast und den riesigen Menschenmassen entkommen willst, die sich unten an den Stränden bei den Basaltsäulen drängen, habe ich einen tollen Tipp für dich, den viele Reiseführer übersehen.
Mach dich auf zum Berg Reynisfjall (235 Meter hoch), der sich direkt über Vík erhebt. Die Wanderung nach oben dauert rund zweieinhalb Stunden und als Belohnung bekommst du einzigartige Blicke auf die Südküste aus der Vogelperspektive.
In den Sommermonaten ist es zudem ein fantastischer und viel ruhigerer Ort, um brütende Papageientaucher zu beobachten, ohne den Stress, dass dir ständig jemand ins Bild läuft.
Wo man essen kann
Island ist für deinen Geldbeutel allgemein nicht gerade nachsichtig und das Essen in Restaurants kostet ziemlich viel (rechne mit rund 2500 bis 4500 ISK, also etwa 16–30 €, für ein klassisches Hauptgericht im Restaurant).
Nach einem langen Tag in Kälte, Regen und Wind muss man sich aber einfach eine warme Freude gönnen. Lukáš und ich sind beide überzeugte Vegetarier, also suchen wir unterwegs sorgfältig Orte, an denen man uns etwas Ordentliches ohne Fleisch zubereitet, und im Städtchen Vík haben wir ein paar absolute Schätze gefunden.
Unsere liebste Basis wurde die Black Crust Pizzeria, ein kleiner, aber unglaublich gemütlicher Laden, in dem sie unfassbar gute Pizza machen – sowohl auf klassischem Sauerteig als auch auf schwarzem Teig mit Aktivkohle.
Wir haben uns hier eine ausgezeichnete vegane Pizza schmecken lassen (eine Personenpizza kostet etwa 28 €). Sie war wunderbar knusprig, herzhaft und genau das, was wir nach dem durchgefrorenen Tag an den Wasserfällen wollten. Als süßen Abschluss bieten sie hier sogar veganes Eis, was einfach Liebe ist.
Außerdem hat uns das originelle Konzept des Lokals Skool Beans riesig gefallen. Es ist ein bezauberndes Café, das die Besitzer aus einem alten gelben amerikanischen Schulbus umgebaut haben. Sie machen hier absolut tollen und hochwertigen Spezialitätenkaffee und haben auch viele vegan-freundliche Kleinigkeiten zum Snacken zu angenehmeren Preisen.
Wenn du eher Lust hast, dich mit etwas Flüssigerem und Traditionellem aufzuwärmen, geh ins Familienbistro The Soup Company. Sie bereiten hier zwar auch die berühmte isländische Fleischsuppe für alle zu, die Fleisch essen, aber uns hat begeistert, dass sie immer auch eine luxuriöse und sämige vegetarische Suppe im Angebot haben, die in einem riesigen ausgehöhlten Brotlaib serviert wird. Danach ist dir bis spät in den Abend herrlich warm!
Und wenn du wirklich sparen musst und Fleisch isst, ist die günstigste und klassische isländische Variante, an der großen N1-Tankstelle am Rand von Vík zu halten und für rund 820 ISK (ca. 5 €) ihren traditionellen Hotdog namens Pylsa zu kaufen. Wir lassen das aus, aber für viele Rucksacktouristen ist das Grundnahrungsmittel.
Wohin als Nächstes
Wenn du gerade deinen kompletten Island-Reiseplan schmiedest und die Route kartierst, lass dir auch unsere weiteren Artikel nicht entgehen, in denen wir all unsere Erfahrungen und praktischen Ratschläge sorgfältig zusammengetragen haben, damit dich dort nichts überrascht:
- Golden Circle: Das Beste in der Nähe von Reykjavík
- Island-Reiseführer: Alles, was du vor der Reise wissen musst
- Unsere Route: Kompletter Roadtrip rund um Island
- 16 beste heiße Quellen auf Island, wo du dich aufwärmst
Häufig gestellte Fragen
Lässt sich die Südküste Islands an einem Tag von Reykjavík aus schaffen?
Ja, technisch lässt sich das schaffen, wenn ihr sehr früh morgens aufbrecht (idealerweise schon gegen sieben Uhr) und euch auf wirklich sehr vollgepackte und anstrengende 10 bis 11 Stunden unterwegs einstellt, während derer ihr die wichtigsten Wasserfälle und den schwarzen Strand bei Vík abklappert. Für ein entspannteres Tempo und eine realistische Chance, die Schlucht Fjaðrárgljúfur oder das Flugzeugwrack zu besuchen, empfehle ich aber viel eher, die Strecke auf zwei Tage aufzuteilen und irgendwo im Süden zu übernachten.
Wie viel kostet das Parken bei den Wasserfällen im Süden?
Seit 2025 gilt bei den meisten bekannten Naturdenkmälern wie den Wasserfällen Seljalandsfoss, Skógafoss (wo zudem ein Parklimit von 8 Stunden besteht) oder dem Canyon Fjaðrárgljúfur eine einheitliche Tagesparkgebühr von 1000 ISK (etwa 6,70 €). Die Bezahlung erfolgt in den meisten Fällen über die praktische App Parka oder an physischen Automaten. Auf dem Parkplatz für das Flugzeugwrack der DC-3 zahlst du eine Gebühr von 750 ISK.
Warum ist der schwarze Strand Reynisfjara so wahnsinnig gefährlich?
Für ihren traurigen Ruf und ihre extreme Gefährlichkeit ist das Phänomen der Schleicherwellen (sogenannte Sneaker Waves) verantwortlich. Diese stürzen sich völlig unvorhersehbar und mit enormer Geschwindigkeit aus dem Ozean viel weiter auf den Strand als normale Wellen, und die Unterströmungen haben eine unglaubliche Kraft, einen erwachsenen Menschen ins eisige Meer zu reißen. Am Strand gibt es eine Warnampel und es gilt stets die Abstandsregel von mindestens 30 Metern vom Wasser. Denkt daran: Dreht dem Meer niemals den Rücken zu!
Wie lange braucht man genau zum Wrack der DC-3?
Wenn Sie Ihr Auto an der Hauptstraße parken und sich zu Fuß über die flache schwarze Ebene Sólheimasandur aufmachen, dauert der Weg (etwa 4 Kilometer in eine Richtung) ungefähr 45 Minuten zu Fuß. Falls es stark regnet oder ein kräftiger Wind weht, ist es eine deutlich schlauere Alternative, ein Ticket für den Pendelbus zu kaufen, der tagsüber direkt vom Parkplatz zum Wrack fährt und zwischen 20 bis 27 EUR kostet.
Kann ich im Süden problemlos essen, wenn ich Vegetarier oder Veganer bin?
Auf jeden Fall, wir hatten als Vegetarier in Vík keinerlei Probleme und haben dort hervorragend gegessen. Unser absoluter Favorit wurde die Black Crust Pizzeria, wo es göttliche vegane Pizza gibt, oder das gemütliche Café in einem Schulbus Skool Beans. Eine hervorragende und sättigende vegetarische Suppe im Brot bietet auch The Soup Company. Island ist in dieser Hinsicht sehr fortschrittlich.
Wo sollte man entlang der Strecke am besten eine Unterkunft reservieren?
Logischerweise ist das häufigste und beliebteste Ziel für eine Übernachtung das kleine Dorf Vík í Mýrdal, weil es am weitesten östlich liegt und ihr direkt bei den Gletschern seid, allerdings hat es wenig Unterkunftsmöglichkeiten und ist besonders in der Saison ziemlich teuer. Eine hervorragende und oft günstigere Alternative ist das etwas größere Städtchen Selfoss (am nächsten zu Reykjavík) oder das strategisch günstig gelegene Hvolsvöllur auf halber Strecke.
Kann ich den Gletscher Sólheimajökull ganz alleine erkunden?
Auf keinen Fall, das ist streng verboten und extrem riskant. Begebt euch niemals ohne zertifizierten und erfahrenen Führer und die richtige Leihausrüstung (dazu gehören Steigeisen, Eispickel und Helm) auf den Gletscher. Der Gletscher schmilzt ständig, bewegt sich und ist voller tiefer versteckter Spalten. Sichere und faszinierende dreistündige Touren mit Führer beginnen bei einem vernünftigen Preis von etwa 60 EUR. Für aktuelle und sehr wichtige Informationen über Straßenverhältnisse, mögliche Stürme oder Warnungen vor gefährlichem Wind vergesst nicht, die offiziellen Berichte auf safetravel.is zu checken. Die Rettungskräfte werden es euch danken! 😉
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