Gran Canaria, Spanien: 20 Tipps, was man sehen und erleben sollte

Die Kanarischen Inseln sind ein absolut faszinierendes geografisches Paradoxon, das dich schon bei der Ankunft in seinen Bann zieht. Obwohl Gran Canaria Spanien politisch und kulturell fest zugehört, entspringen die Inseln geologisch dem afrikanischen Kontinentalschelf – und bieten ein Klima, das sich anfühlt wie eine unerreichbare Utopie. Wer auf kleinstem Raum absolute Vielfalt sucht, findet in Gran Canaria die perfekte Urlaubsdestination. Nicht umsonst trägt diese wunderschöne Insel den Spitznamen „Miniaturkontinent“, denn innerhalb einer einzigen Fahrstunde tauschst du hier Sanddünen gegen kühle Kiefernwälder.

Während das europäische Festland im Winter oft unter einer grauen Wolkendecke friert, lebt dieses Archipel in seinem eigenen entspannten Rhythmus des ewigen Frühlings. Die Lufttemperaturen halten sich hier ganzjährig in einem angenehmen Bereich von 20 bis 28 °C, was die Insel zum idealen Refugium für alle Sonnenliebhaber macht. Ich habe für euch einen ausführlichen Reiseführer zusammengestellt, der euch die größten Schätze dieser Insel zeigt – von den schönsten Stränden über atemberaubende Aussichten bis hin zur einzigartigen lokalen Atmosphäre.

Gran Canaria Spanien Überblick
Foto: H. Zell / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Zusammenfassung

  • Miniaturkontinent: Gran Canaria bietet eine unglaubliche Landschaftsvielfalt – von Sanddünen im Süden bis zu grünen Wäldern und tiefen Tälern im Norden.
  • Ideales Ganzjahresziel: Die Temperaturen liegen konstant um die angenehmen 25 Grad, und der Ozean ist selbst im Januar noch zum Baden geeignet.
  • Paradies für digitale Nomaden: Die Hauptstadt Las Palmas hat sich zu einem der beliebtesten europäischen Hubs für Remote-Work mit hervorragender Infrastruktur entwickelt.
  • Dünen von Maspalomas: Im Süden der Insel findest du ein geschütztes Naturreservat, dessen Sandberge dich sofort an die afrikanische Sahara erinnern.
  • Bergdorf Tejeda: Im zentralen Gebirge versteckt sich eines der schönsten Dörfer ganz Spaniens, von dem aus sich der Blick auf heilige Felsen öffnet.
  • Lokale Gastronomie: Unbedingt probieren: die traditionellen runzligen Kartoffeln mit der scharfen Mojo-Sauce sowie hervorragende Käsesorten von Bergfarmen.
  • Einfache Erreichbarkeit: Der Flug ab Frankfurt oder München dauert rund vier Stunden, und auf der Insel kommst du am besten mit einem Mietwagen herum.
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Wann ist die beste Reisezeit für Gran Canaria

Die Kanarischen Inseln kennen zum Glück keine tote Saison, sodass du hier problemlos das ganze Jahr über Urlaub machen kannst. Die Wintermonate Januar und Februar sind der absolute Höhepunkt für Besucher aus Nord- und Mitteleuropa, die scharenweise vor dem frostigen Wetter fliehen. In diesen Monaten ist die Insel das einzig verlässliche Winterbadeziel in Reichweite Europas. Selbst in den kältesten Wochen hält der Ozean angenehme 18 bis 24 °C – für hartgesottene Schwimmer geradezu ideal. Allerdings steigen Unterkunfts- und Flugpreise im Winter entsprechend stark an.

Die Sommermonate sind auf den Inseln überraschend erträglich und angenehm. Dank kühler Meeresströmungen und der konstanten Passatwinde erlebst du hier selten die extremen 40-Grad-Hitze, die im August das spanische Festland regelmäßig lähmt. Frühling und Herbst bieten wiederum den perfekten Kompromiss aus angenehmen Temperaturen und etwas weniger Touristenandrang. Wer die Insel von oben bis unten erkunden und auch Bergwanderungen unternehmen möchte, sollte idealerweise sieben bis zehn Tage einplanen. Die goldene Regel für die Kanaren lautet: Gib einer Insel genug Zeit, und versuche nicht, mehrere davon in einer Woche abzuhaken.

Wo übernachten auf Gran Canaria

💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornierungsbedingungen gibt. Eintrittskarten, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich über GetYourGuide zu vergleichen.

Welche Gegend für die Unterkunft am besten passt, hängt vor allem davon ab, welche Art von Urlaub du bevorzugst. Der Süden der Insel, repräsentiert durch Ferienorte wie Maspalomas oder Playa del Inglés, ist trocken, sonnig und ganz auf Massentourismus ausgerichtet. Hier findest du weitläufige Resorts mit riesigen Pools und absolute Sonnensicherheit selbst Mitte Januar. Der Norden mit der Hauptstadt Las Palmas zeichnet dagegen ein völlig anderes Bild: authentische Atmosphäre und deutlich mehr Grün. Las Palmas hat sich in den letzten Jahren als wichtigster europäischer Winter-Hub für digitale Nomaden etabliert, mit einer hervorragenden Infrastruktur aus modernen Cafés und Co-Working-Spaces.

Für Luxus- und Geschichtsliebhaber in der Hauptstadt empfehle ich das ikonische Santa Catalina, a Royal Hideaway Hotel, das wunderschöne Architektur und tropische Gärten mitten im Geschehen bietet. Wer die Südstrände bevorzugt und erstklassige Ausstattung mit einem riesigen Poolkomplex sucht, ist im Lopesan Costa Meloneras Resort gleich neben den berühmten Dünen bestens aufgehoben. Wer hingegen absolute Ruhe in den Bergen sucht und jeden Morgen mit Blick auf majestätische Felsen aufwachen möchte, sollte einen Blick auf das Parador de Cruz de Tejeda im zentralen Gebirge werfen. Die passende Unterkunft lässt sich bequem über Booking.com reservieren, wo du die breiteste Auswahl von Luxushotels bis hin zu gemütlichen Apartments findest.

Wer Flug und Unterkunft nicht separat buchen möchte, fährt mit einem Pauschalreiseangebot für Gran Canaria oft deutlich günstiger. Die besten Deals findet man auf dem Portal Invia, das Angebote von mehr als 150 Reiseveranstaltern vergleicht – so findest du ganz einfach die beste Kombination aus Flug und Hotel auf einen Blick. Es lohnt sich, Early-Bird-Angebote im Auge zu behalten, da beliebte Termine auf den Inseln schnell ausgebucht sind.

20 Tipps: Gran Canaria Sehenswürdigkeiten und Erlebnisse

Lasst uns gemeinsam einen Blick auf die größten Attraktionen und versteckten Orte werfen, die diese Insel zu bieten hat. Die folgende Liste vereint natürliche Schönheiten, historische Sehenswürdigkeiten und unvergessliche Erlebnisse.

1. Dünen von Maspalomas – ein Stück Sahara im Süden

Das Wahrzeichen der gesamten Insel sind die beeindruckenden Dünen von Maspalomas im äußersten Süden, die auf den ersten Blick wie eine Reise nach Afrika wirken. Dieses geschützte Naturreservat bietet Kilometer um Kilometer feinen Wellensandes, der direkt in die wilden Atlantikwellen übergeht. Ein Spaziergang barfuß über die aufgewärmten Sandhügel bei Sonnenuntergang gehört zu den fotogenischsten Erlebnissen, die du von hier mit nach Hause nehmen kannst.

Gleichzeitig sollte man sich bewusst sein, dass es sich um ein sehr empfindliches Ökosystem handelt – das Verlassen der ausgeschilderten Wege ist streng verboten. Die Behörden bemühen sich, dieses einzigartige Naturphänomen vor fortschreitender Erosion und den Auswirkungen des Massentourismus zu schützen. Den besten Zugang zu den Dünen findest du beim Leuchtturm Faro de Maspalomas oder vom Aussichtspunkt am Ende der Avenida de Tirajana, von dem sich der schönste Blick auf das gesamte Gebiet eröffnet.

💡 Tipp: Brich früh morgens kurz nach Sonnenaufgang in die Dünen auf, wenn der Sand noch kühl ist und der Himmel wunderschöne Farben zeigt. So vermeidest du nicht nur die größte Hitze, sondern auch die Touristenmassen, die tagsüber hierher strömen.

2. Spaß und Trubel in Playa del Inglés

Direkt neben den ruhigen Dünen erstreckt sich das pulsierende Ferienresort Playa del Inglés, das niemals schläft und Liebhaber aktiver Urlaube anlockt. Die Gegend ist geprägt von belebten Promenaden, Einkaufszentren und unzähligen Restaurants mit Meerblick. Der Strand selbst ist unglaublich lang und breit, was ihn zum idealen Ort für Morgenläufe oder ausgedehnte Spaziergänge im feinen Sand macht.

Auch wenn dies der touristisch intensivste Teil der Insel ist, hat er seinen ganz eigenen Charme. Man findet hier eine perfekte Infrastruktur, bestens ausgestattete Liegestuhlverleihstationen und viele Möglichkeiten für Strandsportarten. Abends verwandelt sich die gesamte Area in ein großes Unterhaltungszentrum, zu dem Menschen aus der ganzen Umgebung für Musik und Tanzen anreisen.

💡 Tipp: Wenn du einen ruhigeren Badeort suchst, spaziere von Playa del Inglés in Richtung San Agustín. Die Strände dort sind meist deutlich leerer, und das Meer ist in der Regel ruhiger – ideal für entspanntes Schwimmen.

3. Las Palmas de Gran Canaria

Las Palmas de Gran Canaria Stadtansicht
Foto: Martin Falbisoner / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Die lebendige spanische Großstadt Las Palmas beherrscht den nördlichen Teil der Insel und bietet eine völlig andere Atmosphäre als die südlichen Ferienorte. Die Stadt rühmt sich einer stark kosmopolitischen Stimmung, wunderschöner Kolonialarchitektur und einem reichen Kulturleben, das das ganze Jahr über pulsiert. Hierher zieht es Menschen aus aller Welt, die die Vorzüge einer modernen europäischen Stadt mit Meerblick genießen wollen.

In den letzten Jahren hat sich Las Palmas als wichtigster europäischer Winterhafen für ortsunabhängig Arbeitende etabliert. Dazu passt die hervorragende Infrastruktur mit schnellem Internet, ein riesiges Angebot an gemütlichen Cafés und Co-Working-Centern. Viele kommen mit dem spanischen Digital-Nomad-Visum und bleiben oft mehrere Monate.

💡 Tipp: Erkundige das Viertel Triana, das voller Boutiquen, historischer Gebäude und Straßenkünstler ist. Es ist der perfekte Ort für einen abendlichen Bummel und eine ausgezeichnete Tasse Kaffee in einem der lokalen Cafés.

4. Stadtstrand Las Canteras

Direkt im Herzen von Las Palmas befindet sich der Strand Las Canteras, der häufig als einer der besten Stadtstrände der Welt bezeichnet wird. Der drei Kilometer lange Streifen goldenen Sandes wird durch ein natürliches Riff namens La Barra geschützt, das die Meereswellen bricht und eine ruhige Lagune für sicheres Baden schafft. Es ist ein absolut einzigartiger Ort, an dem das Treiben der Großstadt auf entspanntes Strandleben trifft.

Das südliche Ende des Strandes, La Cícer genannt, ist hingegen nicht durch das Riff geschützt, was es zum Paradies für Surfer macht. Entlang des gesamten Strandes erstreckt sich eine wunderschöne lange Promenade, gesäumt von Hunderten hervorragender Restaurants mit frischen lokalen Zutaten. Abends versammeln sich Einheimische und Touristen, um gemeinsam den Sonnenuntergang über dem Ozean zu genießen.

💡 Tipp: Schnapp dir bei Ebbe Schnorchel und Taucherbrille und geh zum natürlichen Riff La Barra. Das Wasser ist dort kristallklar, und du kannst eine unglaubliche Vielfalt an bunten Fischen und Unterwasserleben beobachten.

5. Historisches Viertel Vegueta

Den ältesten Teil der Hauptstadt bildet das Viertel Vegueta, das von einer über fünfhundert Jahre alten Geschichte durchdrungen ist. Die verwinkelten gepflasterten Gassen werden von wunderschönen Kolonialhäusern mit Holzbalkonen gesäumt, die noch aus der Zeit der ersten Seefahrtsentdeckungen stammen. Das gesamte Viertel wirkt unglaublich majestätisch und bietet eine willkommene Abwechslung zur Strandsonne.

Das Wahrzeichen von Vegueta ist die beeindruckende Kathedrale Santa Ana (Catedral de Santa Ana), deren Bau mehrere Jahrhunderte dauerte und in der sich verschiedene Baustile vermischen. Unbedingt sehenswert ist auch das berühmte Kolumbushaus (Casa de Colón), in dem der berühmte Seefahrer angeblich auf seiner Reise nach Amerika Halt machte. Heute beherbergt es ein faszinierendes Museum über die Geschichte der Weltentdeckung.

💡 Tipp: Besuche Vegueta am Donnerstagabend, wenn die beliebte Ruta de los Pinchos stattfindet. Die lokalen Tapas-Bars bieten für wenige Euro ein Glas Wein und köstliche kleine Häppchen – so erlebst du echtes spanisches Flair.

6. Wanderung zum majestätischen Roque Nublo

Im bergigen Herzen der Insel darf ein Besuch des ikonischen Monolithen Roque Nublo nicht fehlen, der sich fast achtzig Meter hoch in den Himmel reckt. Dieses imposante Vulkangebilde gilt als spirituelles Symbol der Insel und hatte für die Ureinwohner der Kanaren eine tiefe heilige Bedeutung. Es befindet sich auf über 1800 Metern Höhe, und schon der Weg dorthin bietet atemberaubende Ausblicke in tiefe Schluchten.

Zum Felsen selbst führt ein recht einfacher und gut markierter Wanderweg, der am nahe gelegenen Parkplatz La Goleta beginnt. Der Aufstieg dauert in gemütlichem Tempo etwa fünfundvierzig Minuten und ist auch für durchschnittlich fitte Wanderer gut zu bewältigen. Als Belohnung wartet ein atemberaubendes Panorama über die riesige Caldera – bei klarem Wetter siehst du in der Ferne sogar den schneebedeckten Gipfel des Teide auf dem benachbarten Teneriffa.

💡 Tipp: Der Parkplatz La Goleta hat eine sehr begrenzte Kapazität und ist tagsüber schnell voll. Komm entweder früh morgens oder erst am späten Nachmittag – dann hast du das beste Licht zum Fotografieren und vermeidest die größten Menschenmassen.

7. Der heilige Felsen Roque Bentayga

Nicht weit von Roque Nublo erhebt sich ein weiteres faszinierendes Gesteinsgebilde: der dramatische Felsen Roque Bentayga. Dieser Ort diente den Ureinwohnern, den Guanchen, als wichtiges Heiligtum und Festung, an dem sie ihre religiösen Rituale vollzogen. Die Atmosphäre ist bis heute sehr mystisch, und die umliegende Landschaft aus steilen Abhängen und tiefen Tälern verschlägt einem buchstäblich den Atem.

Direkt unterhalb des Felsens befindet sich ein modernes Besucherzentrum, wo du viele interessante Informationen über die prähistorische Kultur der Insel erfährst. Vom Zentrum aus führt ein kurzer, aber recht steiler Weg direkt zum Fußpunkt des Felsens, wo du uralte Höhlen und Opferstätten erkunden kannst. Die Ausblicke von hier auf das gesamte Bergbecken von Tejeda sind unvergesslich und gehören zu den besten auf der ganzen Insel.

💡 Tipp: Kombiniere den Besuch beider heiliger Felsen zu einem ganztägigen Ausflug. Starte mit dem Morgendaufstieg zum Roque Nublo und lass dir den Nachmittag für die Geschichte rund um Roque Bentayga, wo deutlich weniger Touristen unterwegs sind.

8. Das Bergdorf Tejeda

Das Bergdorf Tejeda auf Gran Canaria
Foto: H. Zell / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Das Dorf Tejeda taucht regelmäßig in den Listen der schönsten Orte ganz Spaniens auf – und sobald man es betritt, versteht man sofort warum. Seine weißen Häuschen mit grünen und braunen Details kaskadieren terrassenartig den steilen Hang hinab und fügen sich perfekt in die dramatische Umgebung ein. Die allgegenwärtige Stille und die klare Bergluft machen es zum perfekten Rückzugsort vom Trubel der Küstenorte.

Die gesamte Region rund um das Dorf ist berühmt für den Mandelanbau, der gewöhnlich an der Wende von Januar zu Februar in wunderschönen rosa und weißen Blüten erblüht. Die örtlichen Konditoreien bieten eine unglaubliche Vielfalt an Mandelspezialitäten, darunter traditioneller Marzipan und die köstliche Süßigkeit namens Bienmesabe. Halte hier auf jeden Fall für einen Kaffee an und genieße den Blick von einer der Terrassen, die über dem Abgrund zu schweben scheinen.

💡 Tipp: Wer die Insel in den Wintermonaten bereist, sollte die Daten des Mandelblutenfestvievals (Fiesta del Almendro en Flor) im Blick behalten. Das gesamte Dorf erwacht zu traditioneller Musik, Tänzen und Märkten mit wunderbaren lokalen Produkten.

9. Puerto de Mogán – das kleine Venedig der Kanaren

An der Südwestküste der Insel findest du das malerische Hafenstädtchen Puerto de Mogán, das gerne als das kleine Venedig der Kanaren bezeichnet wird. Die Architektur ist hier absolut zauberhaft: strahlend weiße Häuser mit bunten Details, deren Fassaden regelrecht unter violetten und roten Bougainvilleen versinken. Das gesamte Zentrum ist von einem Netz kleiner Meereskanäle und Brücken durchzogen, die dem Ort eine romantische Atmosphäre verleihen.

Anders als andere südliche Ferienorte hat Puerto de Mogán strenge Bauvorschriften eingehalten – hässliche Hochhaushotels sucht man hier vergebens. Der kleine Sandstrand des Ortes ist perfekt vor Wellen geschützt und damit ideal zum ruhigen Baden und Entspannen. Im Hafen liegen Luxusjachten neben traditionellen Fischerbooten, von denen frische Zutaten morgens direkt in die ausgezeichneten Restaurants des Ortes wandern.

💡 Tipp: Jeden Freitagvormittag findet in den Gassen des Städtchens ein großer Markt statt, zu dem Menschen aus der ganzen Umgebung anreisen. Wenn du die ruhige Atmosphäre und leere Gassen für Fotos genießen möchtest, meide den Freitag und komm lieber früh morgens an einem anderen Tag.

10. Das Tal und das malerische Dorf Fataga

Das malerische Dorf Fataga in Gran Canaria
Foto: H. Zell / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Auf dem Weg von der Südküste ins zentrale Gebirge durchfährst du eine atemberaubende Schlucht, die oft als „Tal der tausend Palmen“ bezeichnet wird. Aus der kargen Landschaft taucht plötzlich eine wunderschöne grüne Oase voller Dattelpalmen, Obstgärten und kleinen Feldern auf, die wirkungsvoll mit den steilen Felswänden kontrastieren. Die kurvenreiche Straße bietet fantastische Ausblicke und mehrere Aussichtspunkte, an denen man einfach anhalten und staunen muss.

Im Herzen dieses Tals liegt das Dorf Fataga, das seinen traditionellen kanarischen Charakter mit engen gepflasterten Gassen und historischen Stein-und-Holz-Häusern bewahrt hat. Es ist ein idealer Ort für ein ruhiges Mittagessen, bei dem man typische Papas Arrugadas mit zwei Sorten Mojo-Sauce probieren kann. Die lokalen Restaurants bieten oft auch ausgezeichnete vegetarische Varianten traditioneller Gerichte mit frischen regionalen Zutaten an.

💡 Tipp: Etwas oberhalb des Dorfes Fataga befindet sich der großartige Aussichtspunkt Mirador de Fataga. Halte hier am späten Nachmittag an, wenn die untergehende Sonne die Felsen rundum in tiefes Orange und Rot taucht.

11. Pico de las Nieves – der höchste Punkt der Insel

Pico de las Nieves Aussicht Gran Canaria
Foto: dronepicr / Wikimedia Commons, CC BY 2.0

Für die allerbesten Aussichten musst du zum höchsten Punkt der Insel, dem Aussichtspunkt Pico de las Nieves auf 1956 Metern Höhe. Von dieser imposanten Höhe aus liegt die gesamte Insel wie auf dem Präsentierteller, und bei guter Sicht erblickst du einen beeindruckenden Teil des zentralen Gebirges einschließlich beider heiliger Felsen. Es ist ein Ort, an dem man die gewaltige geologische Kraft spürt, die die Kanarischen Inseln vor Millionen von Jahren geformt hat.

Den Aussichtspunkt erreichst du sehr bequem mit dem Auto, der Parkplatz liegt nur wenige Meter vom Aussichtspunkt entfernt. Bereite dich aber darauf vor, dass die Temperatur hier locker fünfzehn Grad kühler sein kann als an der sonnigen Südküste – eine warme Jacke oder ein Pullover ist also Pflicht. Häufig befindest du dich hier buchstäblich über den Wolken, was eine absolut magische und unwirkliche Atmosphäre schafft.

💡 Tipp: Der Aussichtspunkt ist unbestreitbar der beste Ort auf der Insel für Sonnenuntergänge. Komm etwa eine Stunde vorher, such dir einen ruhigen Platz auf den Felsen und genieße das Schauspiel, wenn die Sonne neben dem majestätischen Teide am Horizont versinkt.

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12. Botanischer Garten Viera y Clavijo

Wer die Natur und Pflanzenwelt liebt, wird beim Besuch des größten botanischen Gartens Spaniens, dem Jardín Botánico Viera y Clavijo, begeistert sein. Diese weitläufige Ruheoase liegt in einem tiefen Tal unweit der Hauptstadt und beherbergt einen unglaublichen Reichtum an endemischen Pflanzen der gesamten Kanarischen Inseln und anderer Regionen Makaronesiens. Es ist eine faszinierende Demonstration der enormen Biodiversität, die die Insel dank ihres Mikroklimas besitzt.

Der Garten ist geschickt in mehrere thematische Zonen unterteilt, in denen man alles von seltenen Kakteen und Sukkulenten bis hin zu bedrohten Baumarten aus den lokalen Lorbeerwäldern bewundern kann. Der Eintritt ist völlig kostenlos, und für die Erkundung aller Wege, Wasserfälle und Terrassen solltest du mindestens zwei bis drei Stunden einplanen. Das gesamte Gelände wirkt unglaublich wild und natürlich – ganz anders als ein streng angelegter Stadtpark.

💡 Tipp: Der Garten hat zwei Eingänge, einen oben und einen unten im Tal. Ich empfehle, beim oberen Eingang zu parken, von dem aus sich ein schöner Überblick über das gesamte Gelände bietet, und dann zwischen den blühenden Terrassen nach unten zu schlendern.

13. Vulkankrater Caldera de Bandama

Unweit von Las Palmas befindet sich eine der markantesten geologischen Formationen des nördlichen Inselteils: der gewaltige Vulkankrater Caldera de Bandama. Dieses Naturwunder hat einen Durchmesser von über tausend Metern, und seine Wände fallen rund zweihundert Meter in die Tiefe. Auf dem Kraterboden kann man eine verlassene Farm und Reste terrassenförmiger Felder erkennen – ein Beweis für die Fruchtbarkeit des vulkanischen Bodens.

Man kann entweder einen leichten Spaziergang entlang der Aussichtspunkte am Kraterrand wählen oder den abenteuerlicheren Abstieg direkt auf den Boden wagen. Der Weg hinunter ist recht steil und mit vulkanischem Schotter übersät, belohnt aber mit einer unglaublichen Stille und dem Gefühl, in eine völlig andere Welt eingetaucht zu sein. Die Umgebung des Kraters ist zudem ein bekanntes Weinanbaugebiet, wo Weinreben auf schwarzem Vulkanboden wachsen.

💡 Tipp: Nach der Erkundung des Kraters lohnt ein Halt in einer der nahegelegenen Bodegas zur Weinprobe. Das vulkanische Untergestein verleiht den lokalen Weinen ein unverwechselbares mineralisches Profil, das man so schnell nirgendwo sonst findet.

14. Arucas und die majestätische Kirche San Juan Bautista

Kirche San Juan Bautista in Arucas Gran Canaria
Foto: Gerd Eichmann / Wikimedia Commons, CC BY 4.0

Die Stadt Arucas im Norden der Insel erkennt man schon von weitem an ihrem unübersehbaren Wahrzeichen, der riesigen Kirche San Juan Bautista. Obwohl sie oft fälschlicherweise als Kathedrale bezeichnet wird, handelt es sich um eine Pfarrkirche, die aus dunklem Vulkangestein erbaut wurde – ihre aufwendige neugotische Architektur raubt einem den Atem. Die Details an der Fassade und das riesige Buntglasfenster machen sie zu einem der meistfotografierten Orte der Insel.

Neben der beeindruckenden Architektur ist Arucas auch für die Herstellung des besten kanarischen Rums bekannt. Hier befindet sich die historische Rum-Fabrik Arehucas, die sehr interessante Führungen durch ihre weitläufigen Keller voller Eichenfässer anbietet. Die Stadt hat ein sehr angenehmes historisches Zentrum mit bunten Häusern und schattigen Parks, wo man bei einem Kaffee entspannen und die ruhige Atmosphäre genießen kann.

💡 Tipp: Bei der Fabrikführung erwartet dich am Ende eine großzügige Verkostung verschiedener Rum-Sorten und Liköre. Unbedingt den legendären Honigrum (Ron Miel) probieren – er ist die süße Spezialität des Hauses und schmeckt gekühlt besonders gut.

15. Teror und die Basilika der Inselpatronin

Teror Basilika Gran Canaria Patronin
Foto: H. Zell / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

In den grünen Hügeln des nördlichen Hinterlandes liegt das Wallfahrtsstädtchen Teror, das als spirituelles Herz von Gran Canaria gilt. Die hiesige Architektur zeigt das schönste Beispiel des traditionellen kanarischen Stils – die Straßen werden von wunderschönen alten Häusern gesäumt, deren Fassaden mit massiven, aufwendig geschnitzten Holzbalkonen verziert sind. Ein Spaziergang durch das Zentrum versetzt einen zuverlässig mehrere Jahrhunderte zurück.

Der Hauptmagnet des Städtchens ist die Basilika Unserer Lieben Frau (Basílica de Nuestra Señora del Pino), in der die Statue der Patronin der gesamten Insel aufbewahrt wird. Das Innere des Tempels ist prachtvoll, und der Ort hat für die Einheimischen eine enorm große religiöse Bedeutung. Der Platz vor der Basilika ist von den schönsten historischen Gebäuden und mächtigen alten Bäumen umgeben, die an heißen Tagen angenehmen Schatten spenden.

💡 Tipp: Plane deinen Besuch in Teror für einen Sonntagvormittag. Dann findet hier ein traditioneller Markt statt, auf dem du ausgezeichnete lokale Käsesorten und Kunsthandwerk kaufen und die lebhafte Atmosphäre unter den Einheimischen aus der ganzen Umgebung genießen kannst.

16. Höhlenwohnungen im Barranco de Guayadeque

Eines der tiefsten und schönsten Täler der Insel, der Barranco de Guayadeque, birgt ein faszinierendes Geheimnis: prähistorische Höhlenwohnungen. Diese Schlucht war einst die am dichtesten besiedelte Region der Ureinwohner, und noch heute findet man hier direkt in die steilen Felswände gehauene Behausungen. Faszinierend ist, dass viele dieser Höhlen noch bewohnt und modern ausgestattet sind, da der Stein eine perfekte Isolierung gegen Hitze und Kälte bietet.

Auf dem Weg durch das Tal stößt man auf einige absolut einzigartige Höhlenrestaurants, in denen man traditionelle Inselküche in einem unvergesslichen Ambiente genießen kann. Dazu gibt es noch eine kleine Höhlenkapelle und ein interessantes Informationszentrum, das das harte Leben der ersten Bewohner der Kanaren näherbringt. Das gesamte Tal ist von üppiger Vegetation umgeben, und im Frühling blühen hier unzählige Wildblumen.

💡 Tipp: Ganz am Ende der Straße im Tal liegt das Restaurant Tagoror, das komplett in einen riesigen Felsen gehauen ist. Ein perfekter Ort zum Mittagessen, wo man ausgezeichnete Papas Arrugadas und gegrilltes Gemüse in kühler Höhlenatmosphäre genießen kann.

17. Klippen und natürliche Felsenbecken in Agaete

Natürliche Felsenbecken Agaete Gran Canaria
Foto: Gerd Eichmann / Wikimedia Commons, CC BY 4.0

An der Nordwestspitze der Insel stößt man auf das Fischerstädtchen Puerto de las Nieves, das zur Gemeinde Agaete gehört. Der Ort strahlt eine entspannte, fast bohemische Atmosphäre aus, mit hübschen weiß-blauen Häuschen, die wirkungsvoll mit den schwarzen Kiesstranden kontrastieren. Die umliegenden Klippen fallen steil ins Meer und bieten eine dramatische Kulisse, die sich deutlich vom flachen Süden abhebt.

Der absolute Geheimtipp dieser Gegend sind die natürlichen Meeresbecken Las Salinas de Agaete. Diese vulkanischen Tümpel sind durch Betonsteige verbunden und bieten sicheres Baden in kristallklarem Meerwasser, auch an Tagen, an denen auf dem offenen Meer riesige Wellen toben. Die Restaurants entlang der Promenade sind für ihre regionalen Spezialitäten und hervorragenden Gemüsegerichte mit frischen Kräutern bekannt.

💡 Tipp: Das Tal hinter dem Städtchen Agaete ist der einzige Ort in ganz Europa, wo kommerziell Kaffee angebaut wird. Besuche eine der kleinen Familienfarmen (Fincas) im Tal und koste ihre exklusive Arabica direkt aus lokaler Produktion.

18. Archäologischer Park Cueva Pintada in Gáldar

Wer sich für Vorgeschichte und die rätselhaften Ureinwohner der Kanarischen Inseln interessiert, sollte das Museum und den Archäologischen Park Cueva Pintada in der nördlichen Stadt Gáldar keinesfalls verpassen. Die Hauptattraktion ist eine weitläufige Höhle, deren Wände mit originalen geometrischen Malereien aus der Zeit vor der spanischen Eroberung verziert sind. Es handelt sich um ein absolutes Unikat und eine der bedeutendsten archäologischen Stätten des gesamten Archipels.

Rund um die bemalte Höhle wurde ein modernes Museum errichtet, das die wertvollen Ausgrabungen eines gesamten vorkolumbianischen Dorfes schützt. Man läuft auf erhöhten Stegen direkt über den Überresten uralter Steinhäuser, und dank hervorragender 3D-Projektionen kann man sich leicht vorstellen, wie die Guanchen hier vor Jahrhunderten lebten. Der gesamte Komplex ist hervorragend aufbereitet und bietet faszinierende Einblicke in eine verlorene Inselkultur.

💡 Tipp: Die Stadt Gáldar war einst der Hauptsitz der Ureinwohner-Herrscher. Nach dem Museumsbesuch lohnt ein Spaziergang zur nahegelegenen Kirche und zum Hauptplatz, wo eine sehr ruhige und authentische Atmosphäre ohne Massen an ausländischen Touristen herrscht.

19. Wassersport und wilder Nordatlantik

Die Nord- und Ostküste Gran Canarias ist das absolute Paradies für alle Adrenalin-Wassersportler. Dank starker Winde und perfekter Wellen findet man hier einige der besten Bedingungen für Windsurfen und Kitesurfen weltweit. Das Dorf Pozo Izquierdo an der Ostküste ist unter Surfern legendär und richtet regelmäßig Weltcup-Wettbewerbe aus – hier kann man unglaubliche Kunstwerke von Profis bewundern.

Wer klassisches Surfen bevorzugt, sollte zu den nördlichen Klippen unweit von Las Palmas oder zu den Stränden rund um das Städtchen Moya aufbrechen. Die Wellen dort können richtig wild und ungezähmt sein, eine echte Herausforderung auch für erfahrene Boarder. Für Anfänger ist hingegen das bereits erwähnte Ende des Stadtstrandes Las Canteras (La Cícer) ideal, wo es dutzende Surfschulen mit komplettem Verleih gibt.

💡 Tipp: Die Nordküste bietet auch viele unbekannte natürliche Felstümpel (Charcos), die sich bei Flut mit Meerwasser füllen. Frag einheimische Surfer – sie zeigen dir gerne den Weg zu den unbekanntesten und schönsten davon.

20. Delfin- und Walbeobachtung auf dem offenen Ozean

Die Gewässer rund um die Kanarischen Inseln sind weltweit für ihre große Dichte an Walen und Delfinen bekannt – und ein Ausflug zur Beobachtung dieser Tiere gehört zu den absoluten Highlights auf der Insel. Von den südlichen Häfen, vor allem Puerto Rico und Puerto de Mogán, laufen täglich Katamarane und kleinere Boote auf den offenen Atlantik aus. Die Chancen, frei lebende Delfine zu sehen, die um den Bug des Schiffes springen, sind ausgezeichnet – und mit etwas Glück begegnet man auch majestätischen Walen.

Achte bei der Wahl des Veranstalters darauf, dass er die Regeln für ökologische Beobachtung respektiert und sich den Tieren mit größtmöglichem Respekt nähert. Das Erlebnis, diese wunderbaren Geschöpfe in ihrer völlig natürlichen Umgebung zu sehen, lässt sich mit nichts vergleichen. Viele Ausflüge beinhalten außerdem einen Stopp zum Baden in abgelegenen Buchten mit kristallklarem Wasser.

💡 Tipp: Wenn du zu Seekrankheit neigst, wähle für den Ausflug den größtmöglichen Katamaran – er ist auf den Wellen deutlich stabiler als ein kleines Boot. Und vergiss nicht, eine leichte Windjacke einzupacken: Auf dem offenen Ozean kann es selbst im Sommer recht frisch sein.

Weiter reisen in Spanien

Wer nach dem Inselbesuch die weiteren Schätze des spanischen Königreichs auf dem Festland erkunden möchte, hat eine riesige Auswahl an wunderbaren Möglichkeiten. Die Flugverbindungen sind schnell und günstig, sodass man sich leicht zu neuen Abenteuern aufmachen kann. Architektur- und Kunstliebhaber sollten auf keinen Fall das pulsierende Barcelona oder das königliche Madrid verpassen.

Wer die ungestüme Atmosphäre des Südens und maurische Sehenswürdigkeiten anzieht, dem empfehle ich unseren Reiseroute durch Andalusien. Stöbere in unseren Reiseführern für das wunderschöne Sevilla, das malerische Córdoba oder das faszinierende Granada. Für Naturbegeisterte, die atemberaubende Schluchten lieben, ist ein Besuch des berühmten Wanderwegs Caminito del Rey absolut unverzichtbar.

Häufig gestellte Fragen

Brauche ich auf der Insel unbedingt einen Mietwagen?

Wenn ihr die Insel wirklich kennenlernen und den Miniaturkontinent in seiner ganzen Schönheit erleben möchtet, kann ich euch einen Mietwagen wärmstens empfehlen. Die öffentlichen Busverbindungen verbinden zwar recht zuverlässig die Hauptstadt mit den Ferienorten im Süden, aber in die Bergdörfer und zu den Naturschutzgebieten fahren die Busse nur sehr selten. Mit dem Auto habt ihr die absolute Freiheit, an jedem beliebigen Aussichtspunkt anzuhalten.

Ist das Meer im Winter warm genug zum Baden?

Ja, die Kanarischen Inseln sind das einzige zuverlässige Winter-Badeziel in Europa. Dank der Meeresströmungen hält der Ozean das ganze Jahr über eine Temperatur zwischen 18 und 24 °C. Für abgehärtete Gemüter ist das absolut in Ordnung, und an den sonnenverwöhnten Stränden im Süden könnt ihr euch problemlos aufwärmen. Viele Hotels bieten zudem im Winter beheizte Pools an.

Wie ist das mit der Genehmigung für die Besteigung des Vulkans Teide auf der Nachbarinsel?

Falls ihr einen Abstecher per Fähre zum benachbarten Tenerife plant, denkt daran, dass seit Januar strenge Regeln für die Besteigung des Teide-Gipfels gelten. Ihr benötigt neuerdings eine spezielle Genehmigung und müsst eine Gebühr zum Schutz des Ökosystems entrichten. Die Slots sind blitzschnell lange im Voraus ausgebucht, daher müsst ihr euer Permit Monate im Voraus reservieren, sonst kommt ihr einfach nicht zum Krater.

Kann ich auf der Insel Leitungswasser trinken?

Das Leitungswasser auf der Insel ist technisch gesehen trinkbar und gesundheitlich unbedenklich, da es meist aus Entsalzungsanlagen stammt. Allerdings ist der Geschmack sehr speziell, oft enthält es mehr Chlor und Mineralien, weshalb die meisten Touristen und auch Einheimische lieber abgefülltes Wasser in großen Kanistern zum Trinken und Kaffeekochen kaufen.

Wie funktioniert die Fährverbindung zwischen den Inseln?

Zwischen den einzelnen Inseln gibt es ein sehr zuverlässiges und schnelles Fährennetz. Der Markt wird von den Gesellschaften Fred Olsen mit ihrer Flotte schneller Katamarane und Naviera Armas dominiert. Zum Beispiel dauert die längere Strecke zwischen Gran Canaria und Tenerife etwa anderthalb Stunden, und Tickets bekommt ihr ab 49 Euro. Es ist eine großartige Möglichkeit, euren Aufenthalt abwechslungsreicher zu gestalten.

Welche Seite der Insel hat das bessere Wetter?

Der Süden der Insel rund um die Ferienorte Maspalomas und Playa del Inglés bietet praktisch hundertprozentige Garantie für sonniges Wetter ohne Regen. Der nördliche Teil mit der Hauptstadt Las Palmas ist oft bewölkt und deutlich grüner, was durch die Passatwinde beeinflusst wird. In den Bergen müsst ihr mit kühlerer Luft und schnellen Wetterumschwüngen rechnen.

Wie sind die Bedingungen für digitale Nomaden?

Las Palmas ist ein absolutes Paradies für Remote Work und vereint eine riesige Community digitaler Nomaden aus ganz Europa. Ihr findet hier hervorragende Highspeed-Internetverbindungen und jede Menge moderne Cafés. Für längere Aufenthalte könnt ihr das neue spanische Digitalnomaden-Visum (Spain DNV 2026) nutzen, das an ein nachweisbares Mindesteinkommen aus dem Ausland gebunden ist.

Ist die Insel für Vegetarier geeignet?

Auf jeden Fall. In allen Ferienorten und größeren Städten findet ihr ein tolles Angebot an modernen Restaurants mit großer Auswahl an fleischlosen Gerichten. Von der traditionellen Inselküche solltet ihr unbedingt die Runzelkartoffeln papas arrugadas mit pikanter mojo-Sauce probieren, die hervorragenden lokalen Schafs- und Ziegenkäse von den Bergbauernhöfen oder die gebratenen grünen Paprikaschoten pimientos de Padrón.

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Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.

Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).

Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

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