Die Frage, wie man am besten nach Sardinien kommt, beschäftigt wohl jeden, der seine erste Reise hierher plant. Da es sich um eine Insel handelt, hast du im Grunde nur zwei Hauptmöglichkeiten: entweder ins Flugzeug steigen oder die Fähre nehmen. Beide Varianten haben ihre großen Vor- und Nachteile, wobei viel davon abhängt, wie lange du auf der Insel bleiben möchtest und ob du vorhast, abgelegene Buchten mit dem eigenen Auto zu erkunden. Die Logistik mag auf den ersten Blick etwas kompliziert wirken, aber glaub mir: Mit einem guten Plan schaffst du das mit links.
In diesem Artikel schauen wir uns gemeinsam alle verfügbaren Anreisemöglichkeiten an. Wir besprechen die Flughäfen und Direktflüge aus Deutschland, klären, wie die Fähre nach Sardinien mit dem Auto funktioniert, und konzentrieren uns vor allem auf die wichtigste Stolperfalle. Das ist zweifellos die Autovermietung auf Sardinien und das Navigieren über die Insel, denn die tückischen ZTL-Zonen haben angeblich schon so manchem Touristen die Nerven (und das Geld) geraubt. Du wirst sehen: Wenn du dich auf diese Fallstricke vorab vorbereitest, verläuft dein Urlaub völlig entspannt.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen
- Mit dem Flugzeug aus Deutschland: Direktflüge nach Olbia, Cagliari und Alghero bieten unter anderem Eurowings, Lufthansa und Ryanair an – Hin- und Rückflug oft schon ab etwa 150 € in der Saison.
- Wichtigste Flughäfen: Die Insel hat drei internationale Flughäfen – Olbia (Nordosten), Alghero (Nordwesten) und Cagliari (Süden).
- Anreise mit der Fähre: Die günstigsten und kürzesten Fähren vom italienischen Festland legen in den Häfen Livorno und Civitavecchia (nahe Rom) ab. Die Überfahrt dauert etwa 5 bis 10 Stunden.
- Ein Auto ist Pflicht: Der öffentliche Nahverkehr auf der Insel ist sehr dünn, daher ist die Anmietung eines kleinen, wendigen Autos für die Erkundung abgelegener Strände praktisch unumgänglich.
- Vorsicht vor Bußgeldern: Die historischen Zentren vieler Städte sind durch sogenannte ZTL-Zonen mit Kameras geschützt, in die das Einfahren bei Androhung hoher Strafen streng verboten ist.
- Fähre aus Korsika: Wenn du den Besuch der beiden Inseln kombinierst, dauert die Fähre vom korsischen Bonifacio in den Norden Sardiniens nur knapp 50 Minuten.
Mit dem Flugzeug nach Sardinien: Flughäfen und Direktflüge
Die Anreise mit dem Flugzeug ist wohl die bequemste und schnellste Art, dein italienisches Abenteuer zu beginnen. Die Insel wird von drei großen internationalen Flughäfen bedient, die strategisch so verteilt sind, dass sie die wichtigsten Tourismusregionen abdecken. Im Süden findest du den Flughafen Cagliari (Code CAG), im Nordosten nahe den Luxusresorts liegt Olbia (OLB) und im Nordwesten ist der Flughafen Alghero (AHO) in Betrieb. Die Wahl deines Ankunftsorts solltest du immer davon abhängig machen, welchen Teil der Insel du in erster Linie erkunden möchtest, denn die Fahrt von Norden nach Süden kann locker vier Stunden reine Fahrzeit in Anspruch nehmen.

Wenn du Direktflüge nach Sardinien aus Deutschland suchst, hat sich die Lage in den letzten Jahren stark verbessert, auch wenn das Angebot eng an die Hauptsaison gebunden ist. Von Flughäfen wie Berlin, München, Frankfurt oder Düsseldorf gibt es im Sommer mehrere Direktverbindungen nach Olbia und Cagliari – etwa mit Eurowings oder Lufthansa, wobei der Hin- und Rückflug in der Saison meist bei rund 150 bis 250 € liegt. Wer Low-Cost bevorzugt, fliegt mit Ryanair häufig direkt nach Alghero, dem idealen Ausgangspunkt für die Erkundung der Westküste und der wunderschönen Tropfsteinhöhlen.
Außerhalb der Hauptsaison, die meist im Oktober endet und erst im Mai wieder beginnt, schrumpft das Angebot an Direktflügen aus Deutschland deutlich oder verschwindet ganz. In diesem Fall musst du dich auf Flüge mit Umsteigen einstellen, am häufigsten über Rom, Mailand oder Bergamo. Die Umstiege in Italien sind zum Glück recht zügig und werden von zuverlässigen Inlandslinien bedient. So kommst du auch in den Wintermonaten auf die Insel, wenn Sardinien herrlich grün, menschenleer und eher zum Wandern in den Bergen als zum Baden einlädt.
Den Kauf der Flugtickets solltest du nicht auf den letzten Drücker verschieben. Erfahrene Reisende raten, die Tickets idealerweise drei bis vier Monate im Voraus zu buchen, besonders wenn du im Juli oder August reisen willst. In diesen Monaten erlebt Italien einen riesigen Touristenansturm, und Mitte August findet zudem der Feiertag Ferragosto statt, an dem die Preise für alles – von Flügen bis zur Unterkunft – in astronomische Höhen klettern.
Mit der Fähre nach Sardinien
Die Anreise mit der Fähre ist ein echtes Abenteuer und für viele die einzig sinnvolle Wahl – besonders, wenn du einen längeren Aufenthalt planst und dein eigenes Auto mitnehmen möchtest. Sardinien verfügt über fünf Haupthäfen: Olbia, Golfo Aranci, Porto Torres, Cagliari und Arbatax. Sich im Angebot der Reedereien zurechtzufinden, kann anfangs etwas verwirrend sein, aber sobald du die wichtigsten Routen vom italienischen Festland, aus Frankreich oder vom benachbarten Korsika verstanden hast, wird die Planung zum Kinderspiel.

Zu den größten Fährbetreibern gehören die Reedereien Moby, Tirrenia/GNV, Grimaldi Lines und Corsica Ferries. Verbindungen und Preise aller Anbieter kannst du übersichtlich zum Beispiel auf Direct Ferries vergleichen. Alle diese Gesellschaften ermöglichen den Transport von Pkw, Motorrädern und Wohnmobilen. Unten findest du eine übersichtliche Tabelle der meistgenutzten Routen, damit du dir einen groben Überblick über Zeiten und Preise verschaffen kannst. Bitte beachte, dass die angegebenen Preise Richtwerte für ein einfaches Deck-Ticket in der Saison 2025/2026 sind – für genaue Kalkulationen überprüfe immer die aktuelle Saison auf der offiziellen Website des jeweiligen Anbieters.
| Route (vom Festland zur Insel) | Überfahrtsdauer | Preis ab (1 Person) | Hauptgesellschaften |
|---|---|---|---|
| Livorno → Olbia | ~7–10 h (oft nachts) | ab ~20 € | Moby, Grimaldi |
| Civitavecchia (Rom) → Olbia | ~5–8 h | ab ~50 € | Tirrenia, Moby |
| Genua → Porto Torres / Olbia | ~10–11 h (nachts) | ab ~42 € | GNV, Tirrenia, Moby |
| Toulon / Marseille (Frankreich) → Porto Torres | ~10–14 h (saisonal) | ab ~35 € | Corsica Ferries |
| Bonifacio (Korsika) → Santa Teresa Gallura | ~50 min | Fußgänger ~17–39 € | Moby, Ichnusa Lines |
Die Wahl des Abfahrtshafens ist für dein Budget und deinen Komfort absolut entscheidend. Der Hafen Livorno gilt allgemein als günstigste Abfahrtsvariante aus Italien, und die Überfahrt mit der Nachtfähre nach Olbia ist unter Reisenden extrem beliebt. Denn wenn du die Nachtfahrt wählst, sparst du dir das Geld für eine Hotelnacht und vermeidest zudem den Verlust eines ganzen Tages, den du sonst sitzend an Bord verbringen würdest. Für maximalen Komfort kannst du gegen Aufpreis eine eigene Kabine mit Bett und Dusche buchen, was die Reise im Grunde zu einer angenehmen Hotelnacht macht.
Wenn du dich entscheidest, dein eigenes Auto mit auf die Insel zu nehmen, musst du damit rechnen, dass sich der Fährpreis deutlich erhöht. Das Auto wird auf der Fähre extra berechnet und der Preis richtet sich nach seinen Maßen – sei also bei der Eingabe von Länge und Höhe des Fahrzeugs im Buchungssystem absolut genau. Trotz der höheren Anfangskosten lohnt sich das eigene Auto aber oft, wenn du zwei Wochen oder länger bleibst, denn die Preise der örtlichen Mietwagenfirmen schießen in der Hauptsaison in die Höhe. Vergiss nicht, die Fährtickets mit Auto rechtzeitig zu kaufen – die Garagenkapazität auf den Schiffen ist begrenzt. Zum Preisvergleich kannst du das offizielle Portal Sardegna Turismo oder die Websites der Anbieter selbst nutzen.
Ein ganz besonderes und sehr romantisches Kapitel ist die Überfahrt vom benachbarten Korsika. Wenn du das Glück hast und einen großen Roadtrip über beide Inseln machst, ist die Fähre vom korsischen Hafen Bonifacio in das sardische Städtchen Santa Teresa Gallura ein Erlebnis für sich. Die Überfahrt dauert nur 50 Minuten und bietet fantastische Ausblicke auf die weißen Klippen von Bonifacio. Ein Ticket für Fußgänger bekommst du je nach Tageszeit und Saison ab etwa 17 bis 39 Euro.
Mietwagen und Fortbewegung auf der Insel
Sobald du auf der Insel angekommen bist, stößt du auf die harte Realität der lokalen Infrastruktur. Auch wenn das in Reiseführern manchmal heruntergespielt wird, sind sich erfahrene Reisende in einem Punkt einig: Sardinien erfordert praktisch einen Mietwagen. Die Insel ist riesig, klassische Autobahnen fehlen und die zauberhaftesten Orte – wie die abgelegenen Strände an der Küste der Costa Verde oder die Bergdörfchen in der Region Barbagia – sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln schlicht nicht erreichbar. Ohne Auto bleibst du nur auf die unmittelbare Umgebung deines Hotels beschränkt.

Die Mietpreise für ein Fahrzeug der Economy-Klasse liegen in der Saison im Schnitt bei etwa 30 bis 45 Euro pro Tag, während du in den Wintermonaten auf unglaubliche Angebote von schon 9 Euro täglich stoßen kannst. Die Straßen der Insel, besonders die entlang der Küste und in den Bergen, sind sehr eng, kurvenreich und von Steinmauern gesäumt. Deshalb empfehle ich dir ganz ehrlich, zu einem kleineren und wendigeren Auto zu greifen, mit dem du viel leichter parken und entgegenkommenden Bussen auf den Klippen ausweichen kannst.
Vorsicht bei Versicherungen und Kaution
Reiseforen sind voller Horrorgeschichten von Autovermietungen, und Italien führt diese Unzufriedenheits-Ranglisten in dieser Hinsicht leider oft an. Eine der größten Warnungen, die ständig wiederkehrt, ist die dringende Empfehlung, die Firma Goldcar zu meiden. Diese Vermietung ist bekannt für ihre extrem aggressiven Methoden, teure Zusatzversicherungen direkt am Schalter aufzudrängen – das kann einem die Laune gleich nach der Ankunft verderben.
Ein grundlegender Stolperstein ist meist die Zahlungskarte. Die meisten großen internationalen Vermietungen verlangen für die Kautionssperre strikt eine Kreditkarte auf den Namen des Fahrers. Wenn du nur eine Debitkarte hast, wirst du wahrscheinlich gezwungen, ihre volle lokale Versicherung zu kaufen, selbst wenn dein Auto bereits von zu Hause über einen Vermittler versichert ist. Ausnahmen sind oft kleinere lokale Firmen wie angeblich Sardinya oder Only Sardinia, die mit Debitkarten viel kulanter sind und transparentere Bedingungen haben.
Wenn du das Auto übernimmst, nimm dir maximal Zeit für die Kontrolle. Fotografiere und filme das Auto immer detailliert von allen Seiten, einschließlich Dach, Reifen und Innenraum. Wenn du irgendeinen Kratzer findest, der nicht im Übergabeprotokoll vermerkt ist, bestehe auf der Ergänzung, bevor du losfährst. Achte ebenso immer auf die Tankregelung und wähle ausschließlich die Variante full-to-full (voller Tank bei Übernahme und Rückgabe), um sinnlose Betankungsgebühren zu vermeiden.
Die tückischen ZTL-Zonen und das Parken
Wenn es etwas gibt, das deinen Urlaub ungeplant um hunderte Euro teurer machen kann, dann sind es die sogenannten Zona Traffico Limitato, kurz ZTL. Dabei handelt es sich um historische Stadtzentren, die für den normalen Verkehr gesperrt sind und in die nur Anwohner mit Sondergenehmigung einfahren dürfen. Jede Einfahrt in diese Zone überwachen Kameras kompromisslos, und das automatische System stellt dir bei einem Verstoß ohne mit der Wimper zu zucken ein Bußgeld aus. Dieses liegt meist zwischen 80 und 200 Euro pro einzelner Kamera-Durchfahrt.

Wo wirst du auf diese Zonen treffen? Praktisch überall. Die Altstadt von Alghero ist für Autos komplett gesperrt, riesige ZTL-Zonen findest du in Cagliari (besonders in den Vierteln Castello, Marina und Villanova), aber auch in Olbia, Bosa oder Castelsardo. Wenn du ein Schild mit der Aufschrift Varco Attivo siehst, bedeutet das, dass die Zone aktiv ist und die Einfahrt zu diesem Zeitpunkt streng verboten ist. Das Schild Varco Non Attivo erlaubt dagegen die Einfahrt. Die einzige zuverlässige Lösung ist, immer lieber weiter weg vom historischen Zentrum zu parken und das Stück zu Fuß zu gehen – oder dich vorab mit deinem Hotel innerhalb der ZTL abzusprechen, das dein Kennzeichen bei der Polizei melden muss.
Das Parken selbst richtet sich nach der Farbe der auf die Straße gemalten Linien. Blaue Linien bedeuten kostenpflichtiges Parken, wobei du in den Städten etwa 1 Euro pro Stunde und an den Stränden rund 2 Euro pro Stunde zahlst. Weiße Linien kennzeichnen kostenloses Parken, davon gibt es leider nur ein absolutes Minimum, und gelbe Linien sind strikt Anwohnern oder Behinderten vorbehalten – dort solltest du lieber nie parken. Stell dich außerdem darauf ein, dass die Benzinpreise auf der Insel meist etwas über dem europäischen Durchschnitt liegen.
Sardinien ohne Auto bereisen
Jetzt fragst du dich wahrscheinlich, ob das überhaupt ohne Führerschein machbar ist. Die Antwort lautet ja, man kann Sardinien ohne Auto bereisen, aber du musst dich damit abfinden, dass es eine große Portion Geduld und sorgfältige Planung erfordert. Zwar verlierst du die sprichwörtliche Freiheit, an jeder versteckten Bucht anzuhalten, dafür sparst du dir aber die Nerven rund um Parken und ZTL-Zonen. Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, den richtigen Stützpunkt zu wählen, von dem aus du dich bewegst.

Das Rückgrat des öffentlichen Nahverkehrs bilden die Regionalbusse der Gesellschaft ARST, die größere Städte verbinden und im Sommer auch zu den Hauptstränden fahren. Die Fahrpläne findest du auf der offiziellen ARST-Website, aber stell dich darauf ein, dass die Verbindungen nicht allzu häufig fahren und an Wochenenden oder Feiertagen der Betrieb stark eingeschränkt ist. Das Schienennetz der italienischen Bahn Trenitalia ist auf der Insel ziemlich dünn und verbindet im Grunde nur die Hauptachse zwischen Cagliari, Oristano, Sassari und Olbia.
Wenn du dich für einen Urlaub ohne Auto entscheidest, ist es am sinnvollsten, dich direkt in Cagliari oder Alghero einzuquartieren. Von Cagliari aus erreichst du recht einfach mit dem Stadtverkehr den langen Poetto-Strand und kannst mit dem Zug Ausflüge ins Landesinnere unternehmen. Alghero wiederum ist eine kompakte Stadt, von der aus spezielle Touristenbusse (sogenannte Beach-Busse) zu den wunderschönen Klippen von Capo Caccia und der Grotta di Nettuno fahren. Für den Besuch entlegenerer und schwerer erreichbarer Strände wie La Pelosa lohnt es sich, einen Aufpreis für organisierte Transfers oder Bootsausflüge über lokale Agenturen zu zahlen.
Wo übernachten
Die Wahl des Standorts für die Unterkunft ist auf Sardinien fast noch wichtiger als die Art der Anreise selbst. Die Insel ist enorm vielfältig und jeder Teil bietet eine völlig andere Atmosphäre und ein anderes Preisniveau. Ich rate immer, nicht zu versuchen, die ganze Insel in einer Woche abzufahren – sonst verbringst du den ganzen Urlaub nur am Steuer. Wähle lieber eine, maximal zwei Regionen und erkunde diese richtig.
Die Nordostküste mit der Gallura und der berühmten Costa Smeralda auf Sardinien ist der luxuriöseste und mit Abstand teuerste Teil der Insel. Hier findest du wunderschöne Boutique-Hotels, teure Yachten und schneeweiße Strände bei Städtchen wie Porto Cervo. Wenn du in dieser Gegend ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis suchst, wählen Reisende oft das Städtchen San Teodoro mit seinen flachen Stränden oder das nördliche Santa Teresa Gallura, von dem aus du einen großartigen Blick auf Korsika hast.
💡 Konkrete Unterkunftstipps über die Regionen hinweg (Preise und Verfügbarkeit prüfst du über Booking, in der Hauptsaison rechtzeitig reservieren):
- Hotel Villa Las Tronas (Alghero)
- Su Gologone Experience Hotel (Oliena)
- Hotel Nuraghe Arvu (Cala Gonone)
- Cala Cuncheddi (Olbia)
- Hotel Nautilus (Villasimius)
Der Nordwesten mit Alghero als Zentrum gilt dagegen als einer der besten Allround-Stützpunkte für alle Arten von Reisenden. Er kombiniert ein schönes historisches Zentrum mit katalanischem Einfluss, eine gute Erreichbarkeit dank des eigenen Flughafens und ist dabei deutlich preisgünstiger als der Osten. Wenn du dich nach wilder Natur sehnst, fahre an die Ostküste in die Region Baunei und Ogliastra. Das Städtchen Cala Gonone ist der ideale Ausgangspunkt für atemberaubende Bootsausflüge in den Golfo di Orosei.
Und schließlich wird der Süden rund um die Hauptstadt Cagliari oft zu Unrecht übersehen, dabei bietet er eine wunderbare Authentizität, kleinere Touristenmengen selbst in der Hochsaison und viel erträglichere Preise. Hier kannst du reiche Geschichte mit Ausflügen zu den endlosen Sanddünen in der Gegend von Chia oder zu den Klippen bei Villasimius verbinden. Wenn du außerdem ein wirklich starkes Kulturerlebnis suchst, versuche eine Nacht in einem Agriturismo im Landesinneren der Region Barbagia zu verbringen, wo du das echte, ursprüngliche Hirtengesicht der Insel kennenlernst.
Wie geht es weiter
Ich hoffe, dieser Logistik-Ratgeber hat dir geholfen und du freust dich schon auf die italienische Sonne. Wenn du Flugtickets oder die Fähre bereits in der Tasche hast, ist es Zeit, den eigentlichen Reiseplan zu schmieden und konkrete Orte auszuwählen, die du sehen musst.
Verpasse auf keinen Fall unseren Hauptartikel Urlaub auf Sardinien: was sehen und erleben, in dem du ausführliche Tipps zu den schönsten historischen Sehenswürdigkeiten, versteckten Nuraghen-Stätten und romantischen Städten findest. Wenn dich vor allem das Baden interessiert, haben wir für dich einen Ratgeber zu den schönsten Stränden Sardiniens verfasst, denn sich in den Reservierungssystemen und Gebühren von Stränden wie La Pelosa oder Cala Goloritzé zurechtzufinden, ist gar nicht so einfach.
Ein wichtiger Faktor für den perfekten Urlaub ist auch das Wetter auf Sardinien, wo du erfährst, wann der tückische Mistral-Wind weht und wann die beste Reisezeit ist, um der drückenden Augusthitze zu entgehen. Und falls du zufällig den erwähnten großen Roadtrip planst und mit der Fähre ein Stück weiter nach Norden hüpfen möchtest, wird dir unser ausführlicher Korsika-Reiseführer nützlich sein.
💡 Entdecke Sardinien weiter: Hauptreiseführer Sardinien, Roadtrip-Itinerar, Wetter und beste Reisezeit, Cagliari.
Häufig gestellte Fragen
Wie kommt man von Tschechien nach Sardinien?
Die schnellste Möglichkeit sind Direktflüge von Prag, die von Smartwings nach Olbia und Cagliari oder von Ryanair nach Alghero (hauptsächlich in der Sommersaison) durchgeführt werden. Eine Alternative ist ein Flug mit Umsteigen in Rom oder Mailand. Wenn ihr die Anreise mit dem Auto bevorzugt, müsst ihr zu einem der italienischen Häfen fahren (z.B. Livorno oder Civitavecchia) und von dort mit der Fähre weiterreisen.
Wie lange dauert die Fähre nach Sardinien?
Die Dauer der Überfahrt variiert je nach Abfahrtshafen und Route. Die kürzesten Fähren vom italienischen Festland (Civitavecchia nach Olbia) schaffen die Strecke in 5 bis 8 Stunden. Die Überfahrt von Livorno dauert etwa 7 bis 10 Stunden und von Genua rund 10 bis 11 Stunden. Sehr häufig werden bequeme Nachtfähren genutzt.
Wie viel kostet die Fähre nach Sardinien?
Der Preis für ein einfaches Fährticket für einen Fußpassagier beginnt außerhalb der Hauptsaison bei etwa 20 Euro (Strecke ab Livorno). Wenn ihr jedoch für eine Kabine und vor allem für die Mitnahme eures Autos in der Hauptsaison im Sommer zuzahlt, kann der Preis für die ganze Familie auf mehrere hundert Euro steigen.
Gibt es Direktflüge von Prag nach Sardinien?
Ja, in der Hauptreisesaison gibt es Direktflüge von Prag. Die Fluggesellschaft Smartwings bietet Flüge nach Olbia und Cagliari an, während die Billigfluggesellschaft Ryanair in der Regel Verbindungen nach Alghero im Nordwesten der Insel anbietet.
Brauche ich auf Sardinien ein Auto?
Wird wärmstens empfohlen. Die Insel ist groß, hat viele Berge und abgelegene Buchten, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln überhaupt nicht erreichbar sind. Wenn ihr die Naturschönheiten entdecken und nicht nur auf die unmittelbare Umgebung eures Hotels beschränkt sein wollt, ist ein Mietwagen praktisch unverzichtbar.
Was sind ZTL-Zonen und wie vermeidet man ein Bußgeld?
ZTL (Zona a Traffico Limitato) sind historische Stadtzentren, in die die Einfahrt für Fahrzeuge ohne spezielle Anwohnergenehmigung streng verboten ist. Die Einfahrten werden durch Kameras überwacht und die Bußgelder sind sehr hoch (oft über 100 Euro). Achtet auf die Leuchttafeln mit der Aufschrift Varco Attivo und parkt lieber immer außerhalb der historischen Altstadt.
Kann man auf Sardinien ohne Auto reisen?
Mit großen Kompromissen ja. Du musst dir eine größere Stadt als Basis aussuchen, wie Cagliari oder Alghero, von wo aus recht zuverlässige Nahverkehrsverbindungen zu den nächstgelegenen Stränden funktionieren. Für weiter entfernte Ausflüge musst du dich dann auf die regionalen ARST-Busse, Züge oder organisierte Transfers von lokalen Agenturen verlassen.
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