Kennst du das Gefühl, wenn du dich nach schneeweißem Sand und türkisblauem Meer sehnst, dich die Vorstellung eines zwölfstündigen Flugs in die Karibik aber zuverlässig abschreckt? Genau deshalb haben Reisende aus aller Welt das italienische Sardinien ins Herz geschlossen – die Insel erfüllt diese exotische Sehnsucht zu hundert Prozent, und das nur rund zwei Flugstunden von Deutschland entfernt. Die schönsten Strände Sardiniens auszuwählen ist eine fast übermenschliche Aufgabe, denn die Insel ist geradezu übersät mit traumhaften Buchten. Jeder Winkel hat dabei seine ganz eigene Atmosphäre und Kulisse.
Ob du wilde Kalksteinklippen suchst, die nur über das Wasser erreichbar sind, oder dich eher fragst, welche Strände auf Sardinien mit Kindern ideal sind – hier kommst du garantiert auf deine Kosten. Angeblich findet man hier einige der saubersten und klarsten Gewässer in ganz Europa, und nach den Fotos zu urteilen sieht das wirklich kaum zu glauben aus. Stell dich aber darauf ein, dass dieses mediterrane Paradies längst die ganze Welt kennt und die Italiener begonnen haben, die besten Strände Sardiniens recht streng vor dem Touristenansturm zu schützen.
In diesem Guide findest du genau 16 Tipps für die schönsten Buchten und Strände, übersichtlich nach Regionen sortiert. Ich verrate dir, wo du auf den berühmten Quarzsand triffst, wie die gefürchteten Reservierungssysteme für die Saison 2025 und 2026 funktionieren, und gebe dir noch Tipps für strategisch gut gelegene Unterkünfte. Lass uns gemeinsam ins Träumen kommen und deinen nächsten traumhaften Inselurlaub planen.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen
- Beste Regionen: Für karibischen Sand und Familien wähle den Süden (Chia, Villasimius) oder den Nordosten (San Teodoro). Für dramatische Klippen und Bootsausflüge fahr in den Osten zum Golfo di Orosei.
- Reservierungspflicht: Die berühmtesten Orte wie La Pelosa, Cala Goloritzé oder die Strände in San Teodoro haben strenge tägliche Besucherlimits und erfordern eine Reservierung über eine App, Tage im Voraus.
- Versteckte Regeln: Am Strand La Pelosa musst du unter dem Handtuch zwingend eine feste Matte haben, sonst droht dir eine saftige Strafe.
- Rosa Strand: Der berühmte Spiaggia Rosa auf der Insel Budelli hat ein striktes Betretungsverbot – bewundern kannst du ihn nur aus der Ferne vom Boot aus.
- Anreise: Ein Auto ist auf Sardinien absolute Pflicht, an den beliebten Stränden solltest du aber idealerweise vor neun Uhr morgens eintreffen, sonst findest du keinen Parkplatz.
Wann auf Sardiniens Strände – und wie die Reservierung läuft
Einen Urlaub auf Sardinien zu planen bedeutet längst nicht mehr nur, Flugtickets zu buchen und die Badesachen einzupacken. Die Inselbehörden haben beschlossen, die empfindliche Natur zu schützen, und deshalb für die Saison 2025 und 2026 ein System aus strengen Limits und Gebühren eingeführt. Unterkunft und Mietwagen solltest du weit im Voraus sichern – und das Gleiche gilt für die bekanntesten Buchten.
Die beste Badezeit beginnt im Juni, wenn die Temperaturen Richtung 28 °C klettern und sich das Meer angenehm erwärmt. Juli und August sind absolute Hochsaison mit riesigen Menschenmengen und den höchsten Preisen, die du besser meidest. Experten und Einheimische sind sich einig: Am allerschönsten ist der September mit warmem Meer und einer deutlich ruhigeren Atmosphäre. Rechne auch mit dem Wind namens Mistral, der die gefühlte Temperatur am Strand recht schnell senken kann. Das Wetter auf Sardinien bleibt zwar fast bis in den Oktober mild, gegen den Wind hilft das aber nicht immer.
Das Reservierungssystem funktioniert bei jedem Strand etwas anders und kann ganz schön Nerven kosten. Meistens musst du dir eine bestimmte lokale App herunterladen, über die du die Gebühr bezahlst und einen QR-Code erhältst. An der ikonischen La Pelosa zum Beispiel werden die Termine nur wenige Tage im Voraus freigeschaltet und sind innerhalb von Sekunden weg. Überprüfe deshalb bei jedem Ort immer die aktuelle Saison auf der offiziellen Website, denn die Regeln und Preise für 2025 und 2026 können sich noch kurz vor dem Sommer ändern.
Osten und Golfo di Orosei: Ein Paradies, erreichbar über das Wasser
💡 Tipp: Tickets, Bootsausflüge und geführte Touren sind in der Saison schnell ausgebucht – es lohnt sich, sie vorab online bei GetYourGuide zu kaufen.
1. Cala Goloritzé – Die Königin der italienischen Strände
Dieser Strand ist eine absolute Ikone und Sieger zahlreicher renommierter Umfragen. Sein Markenzeichen ist die gewaltige, hundert Meter hohe Felsnadel Punta Caroddi sowie ein wunderschöner Steinbogen, der ins türkisblaue Wasser eintaucht. Der Zugang ist nur zu Fuß vom Hochplateau Golgo möglich, was einen rund eineinhalbstündigen Abstieg und anschließend einen recht anstrengenden Aufstieg zurück bedeutet.

Wegen seiner Einzigartigkeit gelten an der Cala Goloritzé sehr strenge Regeln. Das tägliche Limit liegt bei nur 250 Personen gleichzeitig, und für Boote herrscht absolutes Anlegeverbot. Die Reservierung musst du 72 Stunden im Voraus über die offizielle App Heart of Sardinia vornehmen. Das Ticket kostet rund 7 €; die aktuellen Limits prüfst du am besten immer online.
2. Cala Luna – Die Bucht der Mondhöhlen
Wenn du etwas dramatischere Kulissen magst, wird dich die Cala Luna garantiert überwältigen. Der halbmondförmige Strand ist berühmt für seine tiefen Kalksteinhöhlen, die herrlichen natürlichen Schatten spenden. Direkt hinter dem Strand liegt zudem eine Süßwasserlagune, umgeben von blühenden Oleandern.

Hierher gelangst du zu Fuß über einen recht anspruchsvollen Trek von der Cala Fuili, die meisten Reisenden wählen aber den bequemeren Weg per Boot vom Hafen Cala Gonone. In der Hauptsaison geht es hier ziemlich lebhaft zu, daher empfehle ich, gleich mit dem ersten Boot am Morgen anzureisen, um die Höhlen ohne Menschenmassen zu fotografieren.
3. Cala Mariolu – Rosa Kiesel und unglaubliches Blau
Für viele ist gerade die Cala Mariolu der absolut schönste Stopp im ganzen Golf. Statt feinem Sand findest du hier kleine weiße und rosa Kieselsteine, dank derer das Wasser eine völlig kristallklare, leuchtend blaue Farbe annimmt. Unter der Oberfläche verbirgt sich ein reiches Unterwasserleben, eine Taucherbrille ist hier also ein absolutes Muss.

Auch hier gilt eine strenge Regulierung zum Schutz der Natur. Das tägliche Limit liegt bei 700 Besuchern, und es werden ein QR-Code sowie eine kleine Gebühr von rund 1 € verlangt. Diesen Code brauchst du auch dann, wenn du dir ein eigenes Boot mietest und auf eigene Faust ohne organisierte Tour hierherkommst.
4. Cala Gonone und Cala Fuili – Leicht erreichbare Schönheit
Während die meisten Strände im Golf logistische Planung erfordern, ist die Cala Fuili eine angenehme Ausnahme. Sie liegt ganz am Ende der Straße, die aus dem Örtchen Cala Gonone führt, und du erreichst sie mit dem Auto. Vom Parkplatz aus erwartet dich nur noch ein kurzer Abstieg über Steintreppen direkt in die malerische Kieselbucht.

Das Örtchen Cala Gonone dient als Haupt-Ausgangshafen für alle Bootsausflüge in den Golfo di Orosei. Wenn du keine Lust auf Bergwanderungen hast, mietest du hier einfach ein kleines Schlauchboot (du brauchst dafür keinen Bootsführerschein) und erkundest die Strände ganz in deinem eigenen Tempo.
Süden: Karibischer Sand und ideale Bedingungen für Familien
Der südliche Teil der Insel rund um die Hauptstadt Cagliari wird oft zu Unrecht übersehen, dabei findest du gerade hier die Strände Sardiniens mit Kindern in ihrer besten Form. Das Meer fällt hier sehr flach ab, der Sand ist fein wie glattes Mehl, und selbst in der Hauptsaison ist es hier etwas weniger überfüllt als an der berühmten Smaragdküste.
5. Chia und Su Giudeu – Sanddünen und Wacholder
Die Region Chia ist berühmt für ihre endlosen Strände, gesäumt von hohen Sanddünen und jahrhundertealten Wacholderbäumen. Der Strand Su Giudeu ist davon wohl der fotogenste, mit unglaublich flachem und warmem Wasser. Ein Stück vom Ufer entfernt liegt eine kleine Insel, zu der man bei Ebbe ganz entspannt zu Fuß waten kann.

Gleich hinter dem Strand liegt eine flache Lagune, in der du mit etwas Glück frei lebende rosa Flamingos beobachten kannst. Diese Region ist auch bei Surfern und Kitesurfern sehr beliebt, besonders wenn ein stärkerer Wind vom Meer her aufzieht.
6. Tuerredda – Inselparadies mit neuen Regeln
Der Strand Tuerredda taucht regelmäßig in den Top Ten des gesamten Südens auf, und es ist nicht schwer zu verstehen, warum. Die Form der Bucht schützt das Wasser perfekt vor starken Winden, sodass die Wasseroberfläche an einen ruhigen Pool erinnert. Das Wasser schimmert in unglaublichen Farbtönen von Smaragdgrün bis sattem Blau, und der weiße Sand verführt geradezu zum ganztägigen Faulenzen.

Wegen der enormen Popularität sind die Behörden eingeschritten: Ab Sommer 2025 wird hier ein tägliches Limit von 1.100 Personen eingeführt, das neuerdings über eine spezielle App überwacht wird. Prüfe vor der Anreise unbedingt die offiziellen Quellen, damit du an der Schranke nicht feststellst, dass die Kapazität hoffnungslos erschöpft ist.
7. Porto Giunco (Villasimius) – Baden unter dem Wachturm
Villasimius ist wohl der beliebteste Badeort im Süden, und der Strand Porto Giunco ist sein größtes Aushängeschild. Die Bucht wird auf der einen Seite vom Meer umspült und auf der anderen vom Süßwassersee Notteri begrenzt. Über dem Strand erhebt sich ein alter aragonischer Wachturm, zu dem du einen kurzen Spaziergang für die besten Panoramafotos machen kannst.

Der Strand liegt in einem Meeresschutzgebiet, dich erwartet hier also herrliches Schnorcheln. Fürs Parken werden in der Regel rund 10 € pro Auto verlangt, deshalb empfehle ich, immer genug Kleingeld dabeizuhaben.
8. Punta Molentis – Granitfelsen und Einsamkeit
Ein Stück vom belebteren Villasimius entfernt versteckt sich ein kleineres Juwel namens Punta Molentis. Dieser intime Strand besteht auf der einen Seite aus feinem Sand und wird auf der anderen von riesigen Granitblöcken geschützt. Ein großartiger Ort, wenn du etwas wildere Natur und eine ruhigere Atmosphäre suchst.

Das Gebiet steht unter Schutz, die aktuellen Regeln kannst du auf den offiziellen Seiten des Schutzgebiets Villasimius nachlesen. Die Parkplatzkapazität ist sehr begrenzt, und auch hier wird eine Zufahrtsgebühr fällig – die Regel des frühen Aufstehens gilt hier also doppelt.
9. Costa Rei – Acht Kilometer pures Glück
Wenn du keine engen Buchten magst und nach Platz suchst, wird dich die Königsküste (Costa Rei) garantiert nicht enttäuschen. Dieser unglaubliche acht Kilometer lange Streifen goldenen Sandes bietet für absolut jeden genug Raum. Es ist wohl die praktischste Wahl für Familien mit kleinen Kindern.

Entlang des Strands findest du jede erdenkliche Infrastruktur, von Strandbars über Tretbootverleihe bis hin zu hervorragenden italienischen Restaurants. Der Einstieg ins Wasser ist hier äußerst flach und sicher, was die Costa Rei zum absoluten Klassiker für einen unbeschwerten Sommerurlaub macht.
Nordosten und La Maddalena: Luxus und Inselreservate
Diese Region verbindet unberührte, wilde Natur mit der Welt internationaler Promis. Hier liegt die berühmte Costa Smeralda, die Smaragdküste, die Prinz Aga Khan in den sechziger Jahren erschuf. Es ist garantiert der teuerste Teil der Insel, doch die Strände sehen aus wie aus den luxuriösesten Katalogen ausgeschnitten.
10. Cala Brandinchi – Das sogenannte Klein-Tahiti
Der Name Klein-Tahiti ist kein Zufall. Der Sand ist hier strahlend weiß und das Meer so flach und klar, dass du dich wirklich wie irgendwo in Französisch-Polynesien fühlst. Es ist einer der beliebtesten Strände in der Region San Teodoro, umgeben von einem duftenden Pinienhain, der willkommenen natürlichen Schatten spendet.

Hierherzukommen ist allerdings nicht ohne Weiteres möglich. Von Juni bis Ende September ist der Zugang durch eine Gebühr und ein strenges Limit reguliert. Die Reservierung musst du über das Reservierungsportal San Teodoro vornehmen. Ohne gültigen QR-Code lassen sie dich schlichtweg nicht an den Strand, prüfe daher für die aktuelle Saison die Regeln auf der offiziellen Website.
11. La Cinta – Drei Kilometer Sand in San Teodoro
Nur ein kleines Stück weiter liegt La Cinta, der Hauptmagnet des Örtchens San Teodoro. Dieser gewaltige, drei Kilometer lange Strand hat den Vorteil, dass er trotz seiner enormen Popularität nicht so strengen Limits unterliegt wie die kleineren Buchten. Du kannst hier stundenlang spazieren und den Blick auf die Insel Tavolara genießen.

Gleich hinter dem Sand erstreckt sich eine große Lagune, in der sich Flamingoschwärme niederlassen. Der Strand ist auch bei jungen Leuten sehr beliebt, denn hier findest du jede Menge Strandbars mit angenehmer Musik und die Möglichkeit, verschiedene Wassersportarten auszuprobieren.
12. Spiaggia del Principe – Das Herz der Smaragdküste
Dieser Strand wurde nach Prinz Aga Khan benannt, für den er angeblich der allerliebste auf der ganzen Insel war. Er ist durch einen kleinen Felsen in zwei Teile geteilt und von der typischen duftenden sardischen Vegetation namens Macchia umgeben. Das Wasser wechselt hier zwischen Smaragd- und Türkistönen, genau wie es der Name der gesamten Küste verspricht.

Obwohl er in einer super luxuriösen Lage liegt, ist der Zugang zum Strand öffentlich und kostenlos. Du musst aber recht teure Parkgebühren zahlen, und vom Auto aus erwartet dich ein etwa zehnminütiger Spaziergang über einen unbefestigten Pfad – Kinderwagen lässt du also besser zu Hause.
13. Cala Coticcio – Verstecktes Juwel auf der Insel Caprera
Der Archipel La Maddalena ist ein Kapitel für sich. Auf der Insel Caprera liegt der Strand Cala Coticcio, bekannt als Tahiti-Bucht. Es handelt sich um ein absolut einzigartiges Naturphänomen, eingebettet zwischen rosafarbene Granitfelsen. Da er in einem Nationalpark liegt, ist sein Schutz auf die Spitze getrieben.

Der Zugang ist auf nur 60 Personen pro Tag begrenzt, und zum Strand gelangst du ausschließlich mit einem zertifizierten Guide. Es wird eine kleine Gebühr von rund 3 € fällig, und alle Details solltest du auf den Seiten des Nationalparks La Maddalena studieren. Die Organisation ist etwas aufwendiger, aber das Erlebnis soll sich wirklich lohnen.
14. Spiaggia Rosa – Der rosa Strand, den du nicht betreten darfst
Der Strand auf der Insel Budelli ist wahrscheinlich der bekannteste auf ganz Sardinien – und paradoxerweise der einzige, auf dem du dein Handtuch garantiert nicht ausbreiten wirst. Sein Sand hat einen wunderschönen rosa Farbton dank winziger Schalenbruchstücke von Meeresmikroorganismen. Wegen undisziplinierter Touristen, die den Sand in Flaschen mitnahmen, ist der Zutritt seit 1998 streng verboten.

Das Verbot gilt auch fürs Baden und Ankern von Booten bis zu einer Entfernung von 70 Metern zum Ufer. Wenn du versuchen würdest, den Strand zu betreten, droht dir eine sofortige Strafe von 500 €, und für Sanddiebstahl sogar bis zu 3.500 €. Diese Schönheit kannst du also nur gefahrlos von organisierten Bootsausflügen aus bewundern.
Nordwesten: Karibik bei historischen Städtchen
Dieser Teil der Insel ist enorm beliebt für seine Kombination aus schönen Stränden und historischen Sehenswürdigkeiten. Hier herrscht der katalanische Einfluss des Städtchens Alghero, von dem aus es nur ein Katzensprung zu gewaltigen Klippen und zu schneeweißen, an die Karibik erinnernden Stränden ist.
15. La Pelosa – Die ikonische flache Lagune in Stintino
Die Region Stintino verbirgt den Strand La Pelosa, der auf Fotos schlicht unwirklich aussieht. Strahlend weißer Sand und Wasser, das so weit flach bleibt, dass du dutzende Meter weit gehen kannst und es dir dabei kaum bis zu den Knien reicht. Die ganze Kulisse vervollständigt ein historischer aragonischer Turm, erbaut auf einer kleinen Insel ein Stück vom Ufer entfernt.

Wegen der enormen Belastung hat La Pelosa eines der strengsten Reglements der Insel. Das Limit liegt bei 1.500 Personen pro Tag, und der Eintritt kostet rund 3,50 €. Die Reservierung musst du genau 48 Stunden im Voraus über die offizielle Website zur Reservierung von La Pelosa ergattern. Zudem musst du unter dem klassischen Stoffhandtuch zwingend eine feste Matte haben, damit der kostbare Sand nicht an dir kleben bleibt. Die Regeln werden unter Androhung hoher Strafen durchgesetzt, prüfe daher für die Saison 2025/2026 die aktuellen Bedingungen.
Westen: Ungewöhnliche Strände und phönizische Ruinen
Die Westküste bei der Stadt Oristano und der Halbinsel Sinis ist deutlich ruhiger und wilder. Hier gibt es nicht so viele Luxusresorts, dafür genießt du umso mehr die authentische Atmosphäre, historische Ruinen phönizischer Städte und Strände, die jeden gewohnten Standard sprengen.
16. Is Arutas – Der unglaubliche Quarzstrand
Dieser Ort wird dich völlig überraschen. Statt feinem Sand bedecken den Strand Is Arutas nämlich winzige Quarzkörnchen, die an Reiskörner erinnern. Sie spielen in allen Farben von Weiß über Grünlich bis hin zu zartem Rosa. Darüber zu gehen ist unglaublich angenehm, und dank ihres Gewichts ist das Wasser am Ufer absolut klar und niemals trüb.

Diese einzigartige geologische Laune der Natur ist streng geschützt. Das Sammeln der Quarzkörnchen ist absolut verboten, und die Flughafenkontrollen auf der Insel sind auf Sandschmuggler bestens vorbereitet. Die Strafen für das Mitnehmen von Naturmaterialien von diesem Strand gehen in die Tausende Euro, nimm also lieber nur schöne Fotos und Erinnerungen mit nach Hause.
Wo du in der Nähe der schönsten Strände übernachtest
Die Wahl des Standorts ist auf Sardinien entscheidend, denn die Straßen sind kurvig und die Entfernungen trügerisch. Ich rate definitiv davon ab, von einem Standort aus die ganze Insel abfahren zu wollen. Wenn du eine Woche unterwegs bist, wähle immer nur eine konkrete Region. Die Preise schießen im Juli und August steil in die Höhe, daher lohnt es sich, Hotels Monate im Voraus zu reservieren.
Für Familien und Komfortliebhaber ist der Nordosten eine großartige Wahl, rund um San Teodoro oder Santa Teresa, wo du ein hervorragendes Verhältnis aus Preis und Erreichbarkeit zu Perlen wie der Cala Brandinchi findest. Wenn du dich nach der Erkundung wilder Höhlen sehnst, übernachte im östlichen Badeort Cala Gonone. Der Süden rund um Cagliari ist wiederum etwas günstiger, bietet perfekten karibischen Sand und eine ausgezeichnete lokale Gastronomie – probiere hier etwa die hervorragenden vegetarischen Pasta-Taschen Culurgiones, gefüllt mit Kartoffeln und Minze.
💡 Konkrete Tipps für Unterkünfte quer durch die Regionen (Preise und Verfügbarkeit prüfst du über Booking.com, in der Hauptsaison rechtzeitig reservieren):
- Hotel Villa Las Tronas (Alghero)
- Su Gologone Experience Hotel (Oliena)
- Hotel Nuraghe Arvu (Cala Gonone)
- Cala Cuncheddi (Olbia)
- Hotel Nautilus (Villasimius)
Praktische Tipps für die Strände
Sardiniens Küste ist wunderschön, erfordert aber ein bisschen Vorbereitung, damit du den Tag am Wasser wirklich genießt und nicht von lokalen Eigenheiten überrascht wirst. Ein paar kleine Tricks sparen dir jede Menge Nerven und Geld.
- Der frühe Vogel: Die meisten Strände liegen nicht in Städten und die Parkplätze haben sehr begrenzte Kapazitäten. Wenn du erst nach zehn Uhr eintriffst, findest du an Orten wie Villasimius oder der Costa Smeralda schlicht keinen Parkplatz mehr.
- Die Matten-Regel: An vielen regulierten Stränden (vor allem La Pelosa) ist es verboten, ein Stoffhandtuch direkt auf den Sand zu legen. Du musst eine feste Schilfmatte kaufen (sie wird überall an den Straßen verkauft) und das Handtuch erst darauflegen. So wird dem enormen Verlust des kostbaren Sandes vorgebeugt.
- Quallen und Wind: Die Sonne ist hier wirklich unerbittlich und Schatten findest du an den Stränden kaum, ein eigener Sonnenschirm ist also quasi Pflicht. Im warmen Meer tauchen gelegentlich Quallen auf, daher ist es gut, eine kleine Flasche Süßwasser zum Abspülen dabeizuhaben. Wenn ein starker Mistral weht, achte auf die Farbe der Flaggen bei den Rettungsschwimmern.
- Vorräte mitnehmen: Besonders an den wilden Stränden der Ostküste oder im Westen bei der Halbinsel Sinis findest du keine Imbissstände. Hab im Auto immer ausreichend Trinkwasser dabei, denn die Sommertemperaturen überschreiten die Dreißig-Grad-Marke. Wenn du auf ein lokales Restaurant triffst, probiere als Dessert unbedingt die süßen frittierten Seadas mit Käse und Honig.
Wohin als Nächstes
Wenn dich das Inselleben lockt und du weitere atemberaubende Reiseziele erkunden möchtest, wirf unbedingt einen Blick auf diese Artikel, die dir bei der Urlaubsplanung bestens helfen:
- Urlaub auf Sardinien: was man sehen und unternehmen kann
- Überlegst du, mit der Fähre auf die Nachbarinsel überzusetzen? Lies unseren ausführlichen Korsika-Reiseführer.
Häufig gestellte Fragen
Welcher ist der schönste Strand auf Sardinien?
Schwer, nur eine auszuwählen, aber zur absoluten Spitze gehören regelmäßig die kalksteinreiche Cala Goloritzé im Osten, die flache La Pelosa im Nordwesten und die beliebte Cala Brandinchi, auch Klein-Tahiti genannt, im Nordosten.
Muss ich die Strände auf Sardinien im Voraus reservieren?
Ja, bei den bekanntesten Stränden ist das für die Saison 2025/2026 eine Notwendigkeit. La Pelosa, Cala Goloritzé, Cala Mariolu oder die Strände in San Teodoro erfordern das Herunterladen einer speziellen App und den rechtzeitigen Kauf eines Tickets aufgrund der täglichen Limits.
Wie viel kostet der Eintritt zu La Pelosa und Cala Goloritzé?
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Am Strand La Pelosa zahlt man pro Person etwa 3,50 € und muss die Reservierung 48 Stunden im Voraus vornehmen. Der Eintritt zur Cala Goloritzé kostet ungefähr 7 € und wird maximal 72 Stunden im Voraus über die App Heart of Sardinia gebucht.
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Welche Strände auf Sardinien sind am besten für Kinder geeignet?
Familien mit Kindern passt am besten die Süd- und Südostküste. Strände wie Costa Rei, Chia, Su Giudeu oder Porto Giunco in Villasimius haben feinen weißen Sand und einen extrem flachen Einstieg ins Meer.
Wie kommt man zu den Stränden am Golfo di Orosei?
Die meisten Strände in dieser Bucht (zum Beispiel Cala Mariolu oder Cala Luna) sind am besten mit dem Boot vom Hafen Cala Gonone aus erreichbar. Zur Cala Goloritzé dürfen hingegen keine Boote fahren und du erreichst sie nur über eine etwa anderthalbstündige Wanderung.
Sind die Strände auf Sardinien sandig oder kieselig?
Sardinien bietet beides. Im Süden und Nordosten findet ihr überwiegend feinen weißen Sand, der an die Karibik erinnert. Die Ostbucht von Orosei zeichnet sich durch atemberaubende weiße Kieselsteine aus und im Westen findet man bei Is Arutas einzigartigen groben Quarzsand.
Wann ist das Meer auf Sardinien zum Baden am wärmsten?
Das Meer ist am wärmsten Ende August und im September, wenn die Wassertemperatur sehr angenehme 24 bis 26 °C erreicht. Außerdem verschwinden im September die größten Sommermassen von den Stränden.
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