Als Lukáš und ich das erste Mal aus der Metro gestiegen sind und den Kopf gehoben haben, hat es uns buchstäblich den Atem verschlagen – obwohl wir Fotos dieses architektonischen Wunders schon hundertfach gesehen hatten, ist die Realität der Sagrada Família Barcelona einfach nicht zu übersetzen. Die katalanische Metropole pulsiert mit einer Energie, die in Europa ihresgleichen sucht, gotische Schatten gehen hier nahtlos in breite Jugendstilboulevards über. Das Jahr 2026 ist für ganz Spanien ein absolutes Ausnahmejahr: Es jährt sich zum hundertsten Mal der Tod des genialen Architekten Antoni Gaudí, und sein Lebenswerk ist endlich offiziell fertiggestellt worden. In diesem Artikel bekommst du einen kompletten Reiseführer zur Basilika Sagrada Família – mit allem, was du über Tickets, Preise und unsere persönlichen Besuchstipps in diesem verrückten und wunderbaren Jahr wissen musst. Wer vorbereitet anreist und die Eintrittskarte sicher im Handy gespeichert hat, wird mit einer Atmosphäre belohnt, die alle Gesetze der Schwerkraft und Logik außer Kraft setzt.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit zum Lesen haben
- Tickets unbedingt online kaufen: Vor-Ort-Kassen gibt es nicht mehr, und wegen des riesigen Andrangs im Jahr 2026 sind die Eintrittskarten manchmal schon zwei Monate im Voraus ausverkauft.
- 2026 ist ein besonderes Jahr: Es wird der hundertste Todestag von Antoni Gaudí gefeiert, und die Basilika ist mit ihren 172,5 Metern nun offiziell fertiggestellt – sie ist die höchste Kirche der Welt.
- Die Türme lohnen sich: Du kannst zwischen der älteren Geburtsfassade (Blick auf die Stadt) und der neueren Passionsfassade (Blick aufs Meer) wählen – rauf fährt ein Aufzug, runter geht es über enge Treppen.
- Genug Zeit einplanen: Für eine entspannte Besichtigung von Innenraum, Turm und unterirdischem Museum solltest du etwa 1,5 bis 2 Stunden einkalkulieren.
- Dress Code beachten: Die Sagrada Família ist eine geweihte Kirche – Schultern müssen bedeckt sein, Shorts und Röcke mindestens bis zur Mitte der Oberschenkel reichen, sonst wirst du gnadenlos abgewiesen.
- Mit der Metro anreisen: Barcelona hat sehr strenge Umweltzonen eingeführt, und Parken in der Nähe ist ein Albtraum – die lila oder blaue Metrolinie direkt zur Basilika ist mit Abstand die beste Wahl.
Wann am besten zur Sagrada Família gehen
Beim Planen deines Besuchs ist das Timing absolut entscheidend, denn das Sonnenlicht spielt im Innenraum eine enorme Rolle und kann dein Erlebnis auf ein völlig anderes Level heben. Gaudí hat die Glasfenster so entworfen, dass sie im Laufe des Tages ein faszinierendes Lichtspektakel erzeugen – von kühleren Tönen am Morgen bis zu feurig warmen Farben am Nachmittag. Wir versuchen immer, dem größten Touristenansturm aus dem Weg zu gehen, und wählen deshalb strategische Zeiten, zu denen die Atmosphäre etwas ruhiger und das Licht perfekt zum Fotografieren ist.
Wer gleich zur ersten Öffnungszeit morgens kommt, vermeidet die schlimmsten Menschenmassen und genießt das Morgenlicht, das durch die blauen und grünen Glasfenster auf der Ostseite der Geburtsfassade fällt. Dieser kühle Lichtton verleiht dem Innenraum eine unglaublich ruhige, fast mystische Atmosphäre, die wir beide immer sehr schätzen. In den Morgenstunden ist die Stadt außerdem noch nicht so aufgeheizt – ein echter Vorteil vor allem in den Sommermonaten, wenn die Temperaturen in Barcelonas Straßen schnell unangenehm klettern.
Der späte Nachmittag bietet dagegen ein völlig anderes Schauspiel: Die untergehende Sonne trifft auf die westliche Passionsfassade und taucht den gesamten Raum in feurige Rot-, Orange- und Gelbtöne. Dieses warme Licht lässt den steinernen Säulenwald regelrecht glühen – wir müssen gestehen, dass dies wohl der romantischste und atemberaubendste Anblick ist, den man drinnen erleben kann. Was die Jahreszeit betrifft, sind die Übergangsmonate wie Mai, Juni oder September und Oktober ideal für einen Barcelona-Besuch, da du den extremen Sommerhitzewellen aus dem Weg gehst, die die Stadt in den letzten Jahren zunehmend belasten.
Wo man in der Nähe der Sagrada Família übernachten kann
💡 Unterkunfts-Tipp: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Touren und Aktivitäten lohnt es sich über GetYourGuide zu vergleichen.
Im Laufweitenbereich der Basilika zu wohnen ist ungemein praktisch, denn das Viertel Eixample, in dem sie liegt, ist voll mit tollen Cafés, breiten Boulevards und überraschend ruhigen Innenhöfen. Man muss allerdings beachten, dass die Stadt ab April 2026 die Touristensteuer deutlich erhöht hat: Im Viersterne-Hotel zahlt man pro Person und Nacht 8,40 € extra, was bei einem längeren Aufenthalt ganz schön ins Geld gehen kann. Da außerdem massiv gegen Kurzzeitvermietungen vorgegangen wird, setzen wir lieber auf klassische Hotels, die zuverlässig sind und oft unvergessliche Ausblicke bieten.
Unser großer Favorit ist das Sercotel Rosellón, das buchstäblich nur ein paar Schritte vom Tempel entfernt liegt und dessen Dachterrasse wahrscheinlich den ikonischsten Blick auf die Türme in ganz Barcelona bietet. Hier zu wohnen bedeutet, den Morgenkaffee oder den Abenddrink mit direktem Blick auf Gaudís Meisterwerk genießen zu können – ein Erlebnis, für das viele Menschen teure Bar-Eintrittspreise zahlen. Die Zimmer sind modern und sauber, und das Personal ist unglaublich hilfsbereit bei Fragen zu Verkehrsverbindungen oder vegetarischen Restaurants in der Umgebung.
Eine weitere hervorragende Wahl ist das Ayre Hotel Rosellón, das ebenfalls von seiner fantastischen Lage profitiert und eine sehr komfortable Basis für die Erkundung der ganzen Stadt bietet. Wer etwas Intimeres sucht, sollte unbedingt auch die Angebote in den Nebenstraßen des Eixample prüfen, wo sich kleinere Boutiquehotels mit tollem Flair finden lassen. Nicht vergessen: Im Jahr 2026 ist Barcelona wirklich überfüllt, daher gilt – Unterkunft am besten ein halbes Jahr im Voraus buchen, um noch vernünftige Preise zu erwischen.
12 Tipps, was du vor dem Besuch der Sagrada Família wissen musst
Schauen wir uns gemeinsam zwölf konkrete Tipps an, die dir helfen, deinen Besuch perfekt zu planen – denn angesichts der Hundertjahrfeiern und der endgültigen Fertigstellung des Baus ist Barcelona im Moment der reinste Wahnsinn. Ich erkläre dir, wie du dich im Ticketangebot zurechtfindest, worauf du bei der Turmwahl achten solltest, und was du nach der strengen Sicherheitskontrolle am Eingang unbedingt nicht verpassen darfst.
1. Tickets online kaufen – und zwar weit im Voraus
Wenn du aus diesem Artikel nur eine einzige Sache mitnimmst, dann diese: Wer auf den Kauf vor Ort setzt, sieht die ganze Pracht im besten Fall durch den Zaun vom Bürgersteig aus. Vor-Ort-Kassen gibt es schlicht nicht mehr – der gesamte Verkauf läuft ausschließlich über die offizielle Website oder verifizierte Apps. Sobald du das genaue Datum deiner Spanienreise kennst, stell dir eine Erinnerung im Kalender und kaufe die Tickets sofort, wenn sie in den Verkauf gehen.
Im Jahr 2026 liegt der Grundeintrittspreis bei rund 26 €; wer auch die Türme besuchen möchte, rechnet mit etwa 36 €. Es gibt außerdem Varianten mit Live-Führung für ungefähr 40 €, die wir allen wärmstens empfehlen können, die tiefer in die unglaublich komplexe Symbolik eintauchen wollen, die Gaudí in jeden Stein gemeißelt hat. Tickets werden maximal zwei Monate im Voraus freigegeben, und in der Hauptsaison von Frühjahr bis Herbst sind die besten Zeitfenster in einem Tempo vergriffen, das man kaum glauben kann.

2. Den richtigen Turm auswählen
Beim Kauf des teureren Tickets steht eine wichtige Entscheidung an: Möchtest du die Türme auf der Seite der Geburtsfassade oder auf der Seite der Passionsfassade besuchen? Beide gleichzeitig ist in einem einzigen Eintritt nicht möglich, daher solltest du gut überlegen, was du dir vom Ausblick erhoffst. Aus unserer Erfahrung ist es immer ein kleines Glücksspiel – je nachdem, wie das Wetter gerade ist und wie gut die Sicht über der Stadt liegt.
Die Türme der Geburtsfassade stammen noch aus Gaudís Lebzeiten, bieten einen schönen Blick in Richtung Osten der Stadt und ermöglichen einen Nahblick auf die wunderschönen Keramikmosaike, mit denen die Turmspitzen verziert sind. Die Türme der Passionsfassade hingegen sind neueren Datums, bieten ein weites Panorama in Richtung Westen bis hin zum Meer und ins Stadtzentrum. Egal, welche Seite du wählst – der Blick auf die zwischen Hügeln und Meer eingebettete Stadt ist schlicht unvergesslich.
3. Den Abstieg zu Fuß einplanen
Das ist ein wichtiges Detail, das viele Reisende beim Ticketkauf übersehen und dann unten beim Aufzug eine unangenehme Überraschung erleben. Der Aufzug bringt dich bequem nach oben, du musst also keine sportliche Höchstleistung beim Aufstieg befürchten – aber zurück auf festen Boden gelangt man ausschließlich per pedes. Aus Sicherheits- und logistischen Gründen werden die Aufzüge für die Talfahrt nicht genutzt.
Es erwartet dich ein enges, spiralförmiges und stellenweise ziemlich klaustrophobisches Treppenhaus, das sich wie eine Schneckenwindung dreht und mehr als 400 Steinstufen zählt. Wir lieben diese Abstiege, weil man durch kleine Fenster unterwegs interessante Architekturdetails entdeckt, die man von unten nie sehen würde – aber wer unter Schwindel leidet oder Knieprobleme hat, sollte den Turmbesuch gut abwägen. Für Personen mit eingeschränkter Mobilität oder Rollstuhlfahrer ist der Turmzugang leider aus Sicherheitsgründen nicht möglich.
4. Die Geburtsfassade – Gaudís eigenhändiges Werk
Wenn du vor der Basilika stehst, nimm dir unbedingt Zeit für die Ostseite: die Geburtsfassade, der einzige Teil des Gebäudes, der zu einem großen Teil noch zu Gaudís Lebzeiten fertiggestellt wurde. Diese Fassade ist absolut einzigartig – aus der Ferne erinnert sie an eine schmelzende Kerze oder eine Wachsklippe, doch aus der Nähe offenbart sich eine unglaubliche Fülle an organischen Details. Gaudí ließ sich maximal von der Natur inspirieren: Überall sieht man Blätter, Tiere und verschlungene Pflanzenmotive.
Jede einzelne Szene auf dieser Fassade erzählt die Geschichte der Geburt und Kindheit Jesu – eine Feier des Lebens und der Freude, die regelrecht aus dem Stein strömt. Interessant: Gaudí verwendete als Vorbilder für seine Skulpturen echte Menschen aus Barcelonas Straßen und sogar Tiere, um maximalen Realismus zu erzielen. Wer ein Fernglas dabei hat oder das Foto auf dem Handy heranzoomt, erkennt auch die feinsten Details – etwa kleine Schildkröten, die riesige Säulen auf ihrem Panzer tragen.
5. Die Passionsfassade und ihre berechtigten Kontroversen
Wenn du das Gebäude umrundest und die Westseite betrachtest, erlebst du wahrscheinlich einen kleinen Schock – die Passionsfassade sieht aus, als hätte sie jemand völlig anderes gebaut. Und das stimmt im Grunde genommen: Die bildhauerische Ausgestaltung stammt von Josep Maria Subirachs, der sich für einen komplett anderen, sehr kantigen und nüchternen Stil entschied. Ziel war keine Schönheit, sondern das Hervorrufen von Schmerz, Leid und Trauer – was ihm unserer Meinung nach auf beeindruckende Weise gelungen ist.
7. Krypta und Museum unter der Basilika nicht vergessen
Viele Besucher verlassen das Hauptschiff begeistert, ohne zu ahnen, dass sich unter ihren Füßen eine weitere faszinierende Welt verbirgt, die es unbedingt zu erkunden lohnt. Im Untergeschoss befindet sich ein umfangreiches Museum, das die gesamte endlose Baugeschichte von 1882 bis zur Vollendung 2026 detailliert dokumentiert. Hier findest du Gaudís Originalzeichnungen, beeindruckende Gipsmodelle, die während des Bürgerkriegs aus der zerstörten Werkstatt gerettet werden konnten, und historische Fotos aus einer Zeit, als das Gelände noch von freien Feldern umgeben war.
Eine Etage tiefer liegt die eigentliche Krypta, die im Gegensatz zum Rest der Basilika in einem viel traditionelleren Neugotik-Stil gehalten ist – denn mit ihrem Bau wurde noch vor Gaudís Übernahme der Bauleitung begonnen. In dieser Krypta ist Antoni Gaudí begraben, sodass du dem Mann Respekt zollen kannst, der sein gesamtes Vermögen und sein persönliches Leben opferte, um diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Der Zutritt zur Krypta selbst ist manchmal wegen Gottesdiensten eingeschränkt, aber auch der Blick von oben durch die Glasfenster ist sehenswert.
8. Den strikten Dress Code ernst nehmen
Auch wenn Barcelona dazu verführt, möglichst leichte Sommerkleidung zu tragen, und viele Touristen sogar im Strandoutfit durch die Stadt laufen – am Eingang der Basilika ist damit Schluss. Die Sagrada Família ist eine vollständig funktionsfähige und geweihte römisch-katholische Kirche, was bedeutet: Der Sicherheitsdienst am Eingang verlangt ohne Ausnahme angemessene Kleidung. Wer gegen die Regeln verstößt, wird trotz gültigem Ticket gnadenlos abgewiesen – und verliert damit seinen gebuchten Einlass-Slot.
Die Regeln sind zum Glück recht einfach, aber man muss schon morgens beim Packen daran denken. Schultern müssen bedeckt sein – Träger-Tops sind tabu; wir lösen das meist mit einem leichten Schal, den wir uns kurz vor dem Eingang umlegen. Shorts und Röcke müssen mindestens bis zur Mitte der Oberschenkel reichen. Bademode, durchsichtige Kleidung oder Kopfbedeckungen – außer aus religiösen Gründen – sind selbstverständlich ebenfalls verboten.
9. So kommt man am besten zur Basilika
Mit dem Auto durch Barcelona zu fahren ist in den letzten Jahren zur echten Qual geworden, und 2026 gilt das erst recht: Die gesamte Stadt funktioniert als strenge Umweltzone (ZBE). Ausländische Fahrzeuge müssen sich vorab aufwendig im System registrieren, sonst drohen Bußgelder von 100 bis 1.800 €, die Kamerasysteme gnadenlos verhängen. Wir lassen unser Auto daher weit außerhalb der Stadt stehen und bewegen uns in Barcelona ausschließlich mit dem zuverlässigen öffentlichen Nahverkehr.
Der einfachste und schnellste Weg zur Sagrada Família ist eindeutig die Metro: Die Station Sagrada Família (Linien L2 und L5) liegt buchstäblich wenige Meter vom Haupteingang entfernt. Wenn du die Rolltreppen hochfährst und an die Oberfläche trittst, taucht der Dom so unvermittelt und in einer solchen Größe vor dir auf, dass es dich garantiert umhaut. Achte in der Metro und beim Ausgang aber unbedingt auf Taschendiebe – diese Station ist leider einer ihrer beliebtesten Jagdgründe.
10. Genug Zeit einplanen
Viele fragen uns, wie lange der Besuch eigentlich dauert, um den Rest ihres vollgepackten Barcelona-Itinerars planen zu können. Mit einem einfachen Ticket für das Hauptschiff solltest du mindestens eine Stunde einkalkulieren, denn es gibt eine unglaubliche Fülle an Details zu entdecken. Wir empfehlen persönlich, für den gesamten Besuch etwa 1,5 bis 2 Stunden einzuplanen, damit man nirgendwo hetzen muss und die Atmosphäre in Ruhe aufnehmen kann.
Wer ein Ticket mit Turmaufstieg gekauft hat, sollte weitere 30 bis 40 Minuten für das Warten am Aufzug, das Genießen des Ausblicks und den langsamen Abstieg über die Wendeltreppe draufrechnen. Auch die Sicherheitskontrolle am Eingang, die ähnlich wie am Flughafen funktioniert und Taschen per Röntgen durchleuchtet, kostet Zeit. Es lohnt sich definitiv nicht, am selben Vormittag noch einen Besuch im Park Güell zu planen – die Fahrt quer durch die Stadt und das Verarbeiten all der Eindrücke braucht einfach seinen Raum.
11. Fotos, um die dich alle beneiden werden

Ein gutes Foto von diesem riesigen Bauwerk inmitten der dicht bebauten Barceloner Häuserblöcke zu schießen, ist eine echte Herausforderung – das ganze Gebäude passt nämlich selten in einen einzigen Bildausschnitt. Das Geheimnis hinter den schönsten Fotos, die du von Instagram kennst, liegt nicht direkt vor dem Eingang, sondern in den angrenzenden Parks. Begib dich zum kleinen Park Plaça de Gaudí, der der Geburtsfassade gegenüberliegt.
In der Mitte dieses Pärchens befindet sich ein kleiner Teich – wenn du dich ans gegenüberliegende Ufer stellst, spiegelt sich die gesamte Basilika wunderschön auf der Wasseroberfläche. Das ist genau der Ort, an dem die ikonischsten Aufnahmen entstehen; sei aber darauf vorbereitet, dass du dir den besten Platz am Ufer mit anderen begeisterten Fotografen erkämpfen musst. Einen weiteren schönen Blick aus einer anderen Perspektive bietet der gegenüberliegende Park Plaça de la Sagrada Família auf der Seite der Passionsfassade.
12. Wo man nach dem Besuch gut essen kann
Die Umgebung der Basilika ist förmlich belagert von Restaurants mit riesigen Bildmenüs, die in den meisten Fällen typische Touristenfallen mit überhöhten Preisen und unterdurchschnittlichem Essen sind. Wir machen um diese Lokale, wo Einpegeler einen schon von weitem ansprechen, einen großen Bogen und gehen lieber ein paar Blocks weiter in die ruhigeren Gässchen des Eixample. Die katalanische Küche ist fantastisch – es wäre also schade, sie mit aufgetauter Einheits-Paella zu verschwenden.
💡 Tipp aus eigener Erfahrung: Schau dich in den Seitengassen nach authentischen Tapas-Bars um. Als Vegetarier bestellen wir uns dort immer eine große Portion Patatas bravas (gebratene Kartoffeln mit würziger Sauce) und die absolut göttlichen grünen Paprikaschoten Pimientos de Padrón, die einfach mit grobem Salz geröstet werden. Dazu kommen lokale Käsesorten, Oliven, und als süßes Finale darf eine Crema catalana nicht fehlen – das ist eine köstliche Puddingcreme mit knuspriger Karamelkruste. Übrigens: Restaurants sind seit 2022 verpflichtet, auf Anfrage kostenloses Leitungswasser zu servieren – lass dich also nicht zum Kauf teurer Flaschen drängen.
Wohin weiter ab Barcelona
Wenn du Barcelona und seine Gaudí-Wunder in alle Richtungen erkundet hast, bietet Spanien noch eine Fülle weiterer wunderschöner Ziele, die dank der Hochgeschwindigkeitszüge AVE bequem erreichbar sind. Wir haben das Reisen durch dieses sonnige Land absolut ins Herz geschlossen, denn jede Region hat ihre ganz eigene, unverwechselbare Seele. Hier sind einige Tipps, wohin du von Katalonien aus aufbrechen kannst:
- In nur drei Stunden mit dem Schnellzug erreichst du die Hauptstadt – lies unbedingt unsere Tipps, was man in Madrid sehen sollte, wo der majestätische Königspalast und großartige Museen begeistern.
- Wenn du dich nach echtem südländischem Flair sehnst, reise in den Süden und lass dich von unserem Reiseführer durch Sevilla inspirieren – die Wiege des Flamencos, wo es nach Orangen duftet.
- Für Geschichtsliebhaber und Fans atemberaubender maurischer Architektur haben wir 15 Tipps, was man in Córdoba sehen sollte, zusammengestellt – hier wartet die berühmte Mezquita.
- Wer ein großes Abenteuer plant, wird unseren Reiserouten-Guide mit Karte zu den 20 schönsten Orten Andalusiens zu schätzen wissen – von Stränden bis zu Bergdörfern.
- Interessiert dich eher die Ostküste? Dann darfst du Valencia nicht verpassen – die Stadt moderner Architektur und Heimat der traditionellen Paella.
- Oder bereite dich kulinarisch vor und lies unseren Artikel über typisch spanische Gerichte, damit du in der Tapas-Bar weißt, was du bestellen möchtest.
Häufig gestellte Fragen
Wie weit im Voraus muss ich die Tickets kaufen?
Ihr solltet sie unbedingt sofort kaufen, sobald ihr euren Reisetermin nach Barcelona kennt. Die Tickets werden etwa zwei Monate im Voraus online freigeschaltet, und aufgrund der enormen Nachfrage im Jahr 2026, wenn das hundertjährige Jubiläum gefeiert wird, sind die besten Zeitfenster innerhalb weniger Stunden vergriffen – besonders wenn ihr die Türme besuchen möchtet.
Kann man Tickets auch vor Ort kaufen?
Nein, die physischen Kassen vor der Basilika wurden bereits vor einiger Zeit dauerhaft geschlossen. Der gesamte Verkauf läuft ausschließlich online über die offizielle Website oder die mobile App. Ohne vorab gekauftes Ticket mit festem Zeitfenster lässt euch das Sicherheitspersonal gar nicht erst durch die Drehkreuze.
Lohnt sich der Besuch der Türme für den Aufpreis?
Wir finden auf jeden Fall ja, denn der Ausblick aus der Höhe auf das weitläufige Barcelona und die detaillierte Betrachtung der oberen Mosaiken ist ein fantastisches Erlebnis. Ihr müsst allerdings beachten, dass ihr für den Abstieg nicht den Aufzug nutzen könnt, sondern etwa 400 enge Wendeltreppen hinuntergehen müsst – das ist für Menschen mit eingeschränkter Mobilität nicht geeignet.
Welchen Turm soll ich am besten wählen?
Das hängt von euren Vorlieben ab. Die Türme an der Geburtsfassade bieten einen wunderschönen Ausblick auf den östlichen Teil der Stadt, und ihr könnt Gaudís Originalwerk aus nächster Nähe sehen. Die Türme an der Passionsfassade zeigen hingegen nach Westen, sodass ihr von dort in Richtung Meer und ins Stadtzentrum selbst blicken könnt.
Gibt es drinnen eine strenge Kleiderordnung?
Ja, die Bekleidungsregeln werden sehr strikt eingehalten, da es sich um eine geweihte Kirche handelt. Alle Besucher müssen ihre Schultern bedeckt haben, bauchfreie Tops sind nicht erlaubt, und Shorts oder Röcke müssen mindestens bis zur Mitte der Oberschenkel reichen. Wenn ihr dagegen verstoßt, werdet ihr höchstwahrscheinlich nicht hineingelassen.
Wie viel Zeit nimmt die gesamte Besichtigung in Anspruch?
Für eine entspannte Besichtigung des Hauptschiffs, um die Atmosphäre aufzusaugen und Fotos zu machen, braucht ihr etwa eine Stunde. Wenn ihr auch die Türme und das unterirdische Museum mit der Krypta besuchen möchtet, empfehlen wir, insgesamt 1,5 bis 2 Stunden einzuplanen.
Darf ich einen Rucksack und Essen mit hineinnehmen?
Ein kleiner Rucksack oder eine Handtasche sind kein Problem, aber rechnet damit, dass ihr am Eingang eine Sicherheitskontrolle mit Röntgengerät durchlauft, ähnlich wie am Flughafen. Der Verzehr jeglicher Speisen und Getränke innerhalb der Basilika ist streng verboten, also hebt euch eure Brotzeit lieber für eine Parkbank draußen auf.
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