Wann nach Italien reisen: Wetter Monat für Monat und wann du die Menschenmassen meidest (2026)

TL;DRDie beste Reisezeit für Italien ist April/Mai und September bis Anfang Oktober: 18 bis 26 °C, weniger Touristenmassen und günstigere Preise als im Sommer. Badesaison im Süden und auf Inseln wie Sardinien oder Apulien ist von Ende Mai bis Oktober. Das Ferragosto-Wochenende (15.8.) solltest du dagegen meiden – überfüllte Strände und Höchstpreise der Saison. Für Kunststädte wie Florenz, Venedig und Mailand eignen sich Frühling, Herbst oder sogar Winter am besten, wenn die Uffizien oder der Dogenpalast leer sind. 2026 treibt zudem die Olympiade Milano-Cortina im Februar die Preise in Norditalien auf Rekordniveau – buch wichtige Sehenswürdigkeiten und Strände auf Sardinien daher schon Wochen vorher.

Wann nach Italien reisen? Italien kennt keine schlechte Reisezeit – aber jede Menge schlechter Entscheidungen. Du kannst im November auf dem menschenleeren Markusplatz stehen, in den Morgennebel starren und dich wie in einem historischen Roman fühlen. Oder du steckst Mitte August an der Amalfiküste im Stau fest, schwitzt bei vierzig Grad und zahlst absurde Preise für ein Hotel mitten im Touristengewühl.

Das Geheimnis einer gelungenen Italienreise liegt nämlich nicht darin, den „perfekten Monat“ zu finden. Es geht darum, die richtige Zeit mit der richtigen Region und deinem Reisestil zu verbinden. Wenn du zum ersten Mal hierherkommst und von allem ein bisschen kosten willst, bietet der Übergang von April auf Mai oder der September den idealen Kompromiss. Sobald du aber etwas Bestimmtes suchst – sei es die Weinlese in der Toskana, leere Museen in Florenz oder karibisch anmutende Strände auf Sardinien – ändern sich die Spielregeln.

In diesem Guide findest du das Wetter Monat für Monat, eine Analyse der vier Jahreszeiten, die Erklärung der August-Falle namens Ferragosto sowie eine Übersicht über die neuen Gebühren und Limits für 2026. Am Ende weißt du genau, wann es ans Meer geht, wann in die Kunststädte und wann aufs Land.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit zum Lesen haben

  • Beste Reisezeit insgesamt: April–Mai und September–Anfang Oktober (angenehme Wärme, erträgliche Menschenmengen, vernünftige Preise).
  • Ans Meer: Die Badesaison im Süden dauert von Ende Mai bis Oktober; August = am teuersten und am vollsten.
  • In die Kunststädte: Frühling, Herbst oder sogar Winter (leere Museen, niedrige Preise). Den Sommer solltest du in Venedig, Florenz und Mailand meiden.
  • Zum Skifahren und für Weihnachtsmärkte: Dezember bis März in den Alpen und großen Städten.
  • ⚠️ August (Ferragosto 15. 8.): Die Küste platzt aus allen Nähten, im Landesinneren schließen kleine Betriebe. Der teuerste und anstrengendste Reisezeitraum.
  • ⚠️ Februar 2026: Die Olympischen Winterspiele Milano-Cortina treiben die Preise im Norden in astronomische Höhen. Wenn du nicht wegen des Sports kommst, meide den Norden.
  • Goldene Regel 2026: Wichtige Sehenswürdigkeiten (Uffizien, Kolosseum, das Letzte Abendmahl) und die Strände Sardiniens Wochen im Voraus reservieren.

Die vier Jahreszeiten in Italien

Italien erstreckt sich über mehr als tausend Kilometer, deshalb ist die Frage nach dem „Wetter in Italien“ immer auch die Frage, ob du am Fuß der Alpen oder auf Sizilien stehst. Trotzdem lässt sich das Jahr in vier ziemlich klare Kapitel einteilen.

Frühling (April–Mai): die goldene Mitte

Das ist das wahre Ideal. Der Schnee in den Bergen taut, die toskanischen Hügel leuchten in sattem Grün und überall blühen Mohnblumen. Die Temperaturen halten sich bei angenehmen 18 bis 24 °C, sodass du den ganzen Tag durch die Städte schlendern oder die Klippen der Cinque Terre erwandern kannst, ohne in der Hitze zu kollabieren. Die Touristen sind schon da, aber der Sommerwahnsinn ist noch nicht ausgebrochen. Das Meer ist im April nur etwas für Abgehärtete, im Süden wärmt sich das Wasser erst Ende Mai auf. Für Renaissancestädte und das Land ist der Frühling die absolute Hochsaison.

Sommer (Juni–August): Gluthitze und Menschenmassen

Juli und August sind in den großen Städten brutal. Die Thermometer in den steinernen Gassen von Florenz oder Mailand kratzen regelmäßig an der Vierzig-Grad-Marke, die Städte verwandeln sich in Hitzeinseln und Italien gibt rote Hitzewarnungen heraus (bollino rosso). Der Sommer gehört dem Wasser: Die italienischen Seen platzen aus allen Nähten, die Strände von der nördlichen Adria bis Sardinien melden „ausgebucht“ und die Übernachtungspreise klettern auf ihren Höhepunkt. Wenn du im Sommer reisen musst, meide die überhitzten Kunststädte und steuere stattdessen das Wasser oder die Berge an.

Herbst (September–Oktober): die zweite Luft

September und Oktober machen dem Frühling locker Konkurrenz. Die Sommermassen lichten sich, doch das Meer im Süden und auf den Inseln hält seine Sommertemperatur, sodass die Badesaison auf Sardinien oder in Apulien in aller Ruhe weitergeht. Der Herbst duftet zudem nach Ernte: In der Toskana, in Umbrien und im Piemont läuft die Weinlese (vendemmia) und später werden die Oliven geerntet. Das Licht wird weicher, die Landschaft des Val d’Orcia leuchtet golden. Die ideale Zeit für alle, die Roadtrips, Wein und ein ruhigeres Tempo lieben.

Winter (November–März): leere Museen und Skipisten

Du hasst Warteschlangen? Dann ist der Winter deine Saison. Die Uffizien und den Dogenpalast besichtigst du in aller Ruhe und die Hotelpreise fallen auf einen Bruchteil der Sommerpreise. Im Norden musst du mit Kälte, Regen und Nebel aus der Po-Ebene rechnen, der Süden bleibt milder. Aber Achtung: Viele Küstenorte, Restaurants und Fähren zu den kleineren Inseln stellen im Winter den Betrieb ein. Diese Zeit gehört den großen Städten, den Weihnachtsmärkten, dem alpinen Skifahren und langen Abendessen in gemütlichen Trattorien.

Wetter nach Regionen: Norden, Mitte, Süden und Berge

Italien erstreckt sich über zehn Breitengrade – wenn auf Sizilien die Mandelbäume blühen, liegt in den Dolomiten noch ein Meter Schnee. Bevor du den Termin festlegst, schau dir genau an, wohin du fährst.

Norden (Lombardei, Venetien, Piemont, Seen). Kontinentales Klima mit echtem Winter: Nebel aus der Po-Ebene, feuchte Kälte und gelegentlich sogar Schnee in den Städten. Der Sommer ist heiß und schwül, Frühling und Herbst sind wechselhaft. Das beste Zeitfenster ist Mai, Juni und September.

Mitte (Toskana, Umbrien, Latium, Marken). Mildes Mittelmeerklima mit warmen, trockenen Sommern und feuchteren, aber erträglichen Wintern. Die Toskana im Landesinneren kann im Sommer überraschend drückend sein. Ideal sind April, Mai, September und Oktober.

Süden und Inseln (Kampanien, Apulien, Kalabrien, Sizilien, Sardinien). Echtes Mittelmeer: lange, glühend heiße Sommer und milde Winter, in denen die Temperaturen selten unter zehn Grad fallen. Die Badesaison ist die längste des Landes. Der Sommer ist ohne Schatten und Klimaanlage anstrengend, fürs Sightseeing wählst du also besser Ende Mai, Juni, September und Oktober.

Berge (Alpen, Dolomiten, Apennin). Zwei völlig getrennte Saisons: Dezember bis März zum Skifahren und Juni bis September für Wanderungen, Seilbahnen und Klettersteige (vie ferrate). Dazwischen (April, November) haben viele Skigebiete und Seilbahnen geschlossen – rechne mit Matsch und Nebel.

Italien Monat für Monat

Wenn du nach einem konkreten Monat planst, findest du hier einen schnellen Überblick, was dich im Norden und Süden erwartet, wie es um Menschenmassen und Preise steht und worauf du achten solltest.

MonatWetter (Norden / Süden)Andrang & PreiseErleben / Achtung
JanuarKalt, neblig / Mild, regnerischAm niedrigsten (außer Berge)Städte leer, ideal für Museen. Die Küste schläft.
FebruarWinter / KühlNiedrig (Hochsaison in den Alpen)⚠️ Olympische Winterspiele Milano-Cortina 2026 + Karneval in Venedig = Norden extrem teuer.
MärzDer Frühling erwacht / AngenehmMittel (steigend zu Ostern)Ostern bedeutet Ansturm auf die Städte. Die Gärten an den Seen öffnen.
April15–20 °C / 18–22 °CHöherToskana grün, perfekt für Cinque Terre und Neapel. Das Meer noch kalt.
Mai20–25 °C / 22–26 °CHochErstes ideales Zeitfenster. Ende Mai ist Baden im Süden möglich.
Juni25–30 °C / 28–32 °CSehr hochStrandsaison in vollem Gange, die Städte werden heiß.
Juli30–35+ °C / 35–40 °CExtremMeide Florenz und Mailand. Küste und Seen am Maximum.
AugustGluthitze / GluthitzeAbsoluter Höhepunkt⚠️ Ferragosto (15. 8.). Küste überfüllt, Landesinneres verwaist.
September22–27 °C / 25–30 °CHochZweite ideale Zeit. Warmes Meer, die Weinlese beginnt.
Oktober15–20 °C / 20–25 °CMittel⚠️ Gefahr von acqua alta in Venedig. Tolle Toskana (Oliven, Trüffel).
NovemberKalt, nasskalt / MildAm niedrigstenDer touristisch ruhigste Monat. Nur gut für große Städte und gutes Essen.
DezemberWinter / KühlSteigend zu den FeiertagenWeihnachtsmärkte, Krippen in Neapel, Beginn der Skisaison.

Ferragosto: die August-Falle, die du kennen musst

Wer eine Reise im August plant, sollte das Phänomen namens Ferragosto (15. August) verstehen. Es ist nicht nur ein Feiertag, sondern buchstäblich ein Geisteszustand. An diesem Tag und in den Wochen drum herum setzt sich ganz Italien in Bewegung – Millionen Italiener verlassen die Städte und strömen an die Küste oder in die Berge.

Was bedeutet das in der Praxis? Große Touristenzentren wie Florenz oder Venedig laufen weiter, weil sie von ausländischen Gästen leben. Sobald du aber in authentischere Viertel oder kleinere Städte abbiegst, stößt du auf heruntergelassene Rollläden und Schilder mit der Aufschrift Chiuso per ferie (Wegen Urlaub geschlossen). Familientrattorien, Bäckereien und Handwerksbetriebe bleiben oft tage- oder wochenlang zu.

Die Strände auf Sardinien, in Apulien oder an der nördlichen Adria erleben dagegen die reinste Apokalypse. Einen Parkplatz am Meer zu finden gleicht einem Überlebenskampf, die Autobahnen kollabieren und die Übernachtungspreise erreichen astronomische Höhen. Wenn du im August unbedingt nach Italien musst, buche alles mit riesigem Vorlauf und wappne dich mit Geduld.

Feiertage und Festivals, die deine Reise beeinflussen

Der italienische Kalender ist prall gefüllt und manche Ereignisse verwandeln eine ganze Stadt bis zur Unkenntlichkeit – zum Guten oder in einen Albtraum mit ausgebuchten Hotels. Diese solltest du im Blick behalten:

  • Karneval in Venedig (Februar): Zwei Wochen Masken, Kostüme und magische Atmosphäre. Venedig ist aber rappelvoll und teuer – kümmere dich Monate im Voraus um eine Unterkunft.
  • Ostern (Pasqua, März/April): Ein beweglicher Feiertag und einer der vollsten Termine in den Städten. Am Ostermontag (Pasquetta) machen die Italiener Ausflüge, rechne also mit vollen Wanderwegen und Restaurants.
  • Palio di Siena (2. Juli und 16. August): Das berühmte Pferderennen auf der Piazza del Campo. Wenn du Menschenmassen meiden willst, meide Siena an diesen Tagen; willst du das Erlebnis, sei mit großem Vorlauf da.
  • Ferragosto (15. August): Der Höhepunkt des Sommers und die größte Falle, die wir weiter oben erklären.
  • Weinlese (vendemmia, September–Oktober): Toskana, Piemont und Umbrien erwachen mit Ernte und Weinfesten. Ein hervorragender Grund, im Herbst aufs Land zu fahren.
  • Weihnachtsmärkte und Krippen (Dezember): Von den Südtiroler Märkten in Bozen bis zu den berühmten neapolitanischen Krippen (presepi). Gleichzeitig startet in den Bergen des Nordens die Skisaison.

Wann reisen je nach Reiseziel

Italien ist nicht eine einzige Reise, sondern mehrere verschiedene Welten. Hier erfährst du, wie du die vier häufigsten Reisetypen am besten timst.

Kunststädte: Venedig, Florenz und Mailand

Die Rechnung ist einfach: Meide den Sommer. Die Renaissance-Architektur und die engen Gassen saugen die Hitze auf und geben sie nicht mehr her, und eine Stunde im Juli vor den Uffizien zu warten, ist zermürbend. Frühling und Herbst sind ideal, der Winter dagegen die geniale Wahl für Feinschmecker, denen es nichts ausmacht, einen Pullover einzupacken.

⚠️ Venedig-Gebühr 2026: Wenn du Venedig nur für einen Tagesausflug (ohne Übernachtung) an ausgewählten 60 Tagen zwischen dem 3. April und dem 26. Juli besuchst, kommst du um die Eintrittsgebühr nicht herum. Bei Zahlung im Voraus kostet sie 5 €, kurzfristig 10 €. Wer in der Stadt übernachtet, zahlt die Gebühr nicht, muss sich aber trotzdem registrieren.

Die italienischen Seen: Gardasee und Comer See

Die Seen haben eine kürzere Saison als der Süden. Von November bis März herrscht hier tote Hose, viele Hotels und berühmte Villen schließen und die Fähren reduzieren ihren Betrieb. Die Saison beginnt zu Ostern. Mai und Juni sind traumhaft (an der Villa Carlotta am Comer See blühen Azaleen und Rhododendren), Juli und August platzen dagegen unter dem Ansturm der Familien aus allen Nähten. Der Gardasee ist zusammen mit dem Gardaland ein absoluter Magnet, gerade auch für Familien. Der September ist ruhiger und immer noch warm genug. Details findest du im Artikel Wetter am Gardasee.

Küste und Inseln: Amalfi, Cinque Terre, Sardinien, Apulien

Die Badesaison im Süden beginnt Ende Mai und zieht sich bis Oktober. Sardinien und seine karibisch anmutenden Strände sind im August extrem teuer und hoffnungslos überfüllt.

⚠️ Strandlimits 2026: An den berühmten Stränden Sardiniens gelten weiterhin strenge Limits. An den Strand La Pelosa dürfen nur 1.500 Menschen pro Tag (Eintritt 3,50 € und Verbot, Handtücher direkt auf den Sand zu legen), an die Cala Goloritzé sogar nur 250 Menschen. Alles wird online und teils mehrere Tage im Voraus reserviert.

⚠️ Amalfi und Cinque Terre: Auf der Amalfi-Küstenstraße gilt in der Saison ein System wechselnder Kennzeichen (targhe alterne), auch für Ausländer; in den Cinque Terre reguliert der Nationalpark die Menschenmassen durch Einbahnverkehr auf den meistbegangenen Wanderwegen. Wenn du im Sommer herkommst, lass das Auto weit vor dem Ort stehen und steig in den Zug oder aufs Boot um. Wie das Wetter im Süden aussieht, zeigt etwa der Artikel Wetter in Bari.

Das Land: Toskana und Umbrien

Das Land verändert sich mit der Farbe der Felder. Die Toskana im Frühling erinnert an jenes berühmte sattgrüne Tapetenmotiv, übersät mit Mohnblumen; im Sommer färbt sich die Landschaft gelb (Sonnenblumen und abgemähter Weizen), aber rechne mit drückender Hitze. Die herbstliche Toskana duftet nach Trauben und gepflügter Erde. Wenn du in einem traditionellen Agriturismo (Bauernhof) wohnen willst, denk daran, dass die Besitzer in der Hauptsaison oft einen Mindestaufenthalt von 3 bis 7 Nächten verlangen – und ohne Auto kommst du hier nicht aus. Die Nebensaison (Mai oder Oktober) mit leeren Landstraßen ist deshalb Gold wert.

Womit du 2026 rechnen musst

Italien tritt beim Übertourismus kräftig auf die Bremse und das Jahr 2026 bringt einige Neuerungen, die deine Pläne durcheinanderwirbeln können.

  • ⚠️ Olympische Winterspiele Milano-Cortina (Februar 2026): Norditalien ist Gastgeber der Winterolympiade. Mailand, Cortina d’Ampezzo, Bormio und Livigno erleben im Februar einen absoluten Ansturm, die Übernachtungspreise in der Lombardei und in Venetien schießen nach oben und der Verkehr läuft am Limit. Wenn dich Sport nicht reizt, meide den Norden im Februar in großem Bogen.
  • Nachwirkungen des Heiligen Jahres: 2025 war in Rom das Heilige Jahr, das Dutzende Millionen Pilger anzog. Die Heilige Pforte schließt zwar am 6. Januar 2026, doch der enorme Druck auf die Buchungssysteme der wichtigsten Sehenswürdigkeiten (Kolosseum, Pompeji) wird noch lange nachklingen.
  • ⚠️ Neue Gebühren und Limits: Für den Zugang zum Trevi-Brunnen zahlt man ab Februar 2026 2 €. Pompeji hat ein Tageslimit von 20.000 Besuchern und personalisierte Tickets eingeführt. Florenz hat Schlüsselboxen (Keyboxen) an historischen Fassaden verboten und reguliert Kurzzeitvermietungen streng.

Die goldene Regel des modernen Italien lautet eindeutig: plane und reserviere im Voraus. Tickets für das Letzte Abendmahl in Mailand musst du ein Vierteljahr vorher ergattern, für die Uffizien einen Monat und fürs Kolosseum genau 30 Tage im Voraus.

💡 Ticket-Tipp: Zeitfenster-Tickets und Führungen (Uffizien, Kolosseum, Letztes Abendmahl, Dogenpalast) sowie Tagesausflüge kannst du vorab vergleichen und online auf GetYourGuide buchen – 2026 ist eine Vorabreservierung bei den Top-Sehenswürdigkeiten praktisch Pflicht.

So wählst du die Unterkunft nach Saison

💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten vergleichst und buchst du dann am besten über GetYourGuide.

Die Übernachtungspreise in Italien schwanken je nach Saison dramatischer als anderswo. Dasselbe Zimmer am Gardasee oder auf Sardinien kostet im August locker das Dreifache des April-Preises. Ein paar Grundsätze, die Geld und Nerven sparen:

  • Buche in der Hauptsaison früh. Am Meer und an den Seen verschwinden im Juli und August die guten Preis-Leistungs-Angebote schon Monate vorher; wähle eine Unterkunft mit kostenloser Stornierung, um dir ein Hintertürchen offenzuhalten.
  • Setze auf die Nebensaison. Im Mai oder Oktober bekommst du in den Städten sogar Boutique-Hotels für einen Bruchteil der Sommerpreise.
  • Auf dem Land gilt Mindestaufenthalt. Ein Agriturismo in der Toskana verlangt im Sommer oft 3–7 Nächte, kurze Zwischenstopps planst du also eher in den Städten.

Wohin als Nächstes

Wenn du beim Timing Klarheit hast, wähle dein konkretes Ziel. Inspiration für die schönsten Orte im ganzen Land findest du in unserem großen Guide wohin in den Urlaub in Italien. Planst du eine Reise ans Wasser, helfen dir detaillierte Vorhersagen Monat für Monat wie Wetter am Gardasee oder Wetter in Bari im Süden.

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Häufig gestellte Fragen

Wann ist die beste Zeit, um nach Italien zu reisen?

Universell am besten sind April–Mai und September–Anfang Oktober: angenehme Temperaturen um 18–26 °C, erträgliche Menschenmassen und vernünftigere Preise als im Sommer. Wenn ihr hauptsächlich ans Meer wollt, ist Ende Mai bis September ideal, wenn auch das Meer warm ist. Städte- und Museenliebhaber werden auch den Winter zu schätzen wissen, wenn die Sehenswürdigkeiten leer und die Hotels günstig sind.

Wann kann man in Italien im Meer baden?

Die Badesaison im Süden (Sardinien, Apulien, Kampanien) und auf den Inseln dauert ungefähr von Ende Mai bis Oktober. Das Meer ist am wärmsten im August und September, aber der September bietet genauso warmes Wasser mit weniger Menschenmassen. An der nördlichen Adria und an den Seen ist die Saison etwas kürzer, konzentriert auf Juni bis September.

Ist August in Italien eine gute Idee?

August ist der anspruchsvollste Monat. Wegen des Feiertags Ferragosto (15. 8.) ist die Küste überfüllt, die Preise auf dem Maximum und in kleineren Städten schließen Familienbetriebe. Große Tourismuszentren funktionieren weiter, aber die Hitze in den Kunststädten ist ermüdend. Falls ihr keine andere Möglichkeit habt, reserviert alles weit im Voraus und rechnet mit Menschenmassen und hohen Preisen.

Wann sind die Preise in Italien am niedrigsten?

Am günstigsten kommt man weg in den Monaten November bis März (außerhalb der Berge und außerhalb der Feiertage). Große Städte wie Rom, Florenz oder Venedig sind im Winter deutlich günstiger und leerer. Achtung aber im Februar 2026, wenn die Olympischen Winterspiele Milano-Cortina die Preise in Norditalien in extreme Höhen treiben werden.

Muss ich mir für 2026 die Tickets im Voraus reservieren?

Bei Top-Sehenswürdigkeiten ja. Tickets für die Uffizi lohnt es sich etwa einen Monat im Voraus zu kaufen, für das Kolosseum genau 30 Tage im Voraus und für das Abendmahl in Mailand ruhig ein Vierteljahr im Voraus. Pompeji und andere Orte haben Tageslimits und personalisierte Tickets eingeführt. Vorausbuchung ist heute in Italien eher die Regel als die Ausnahme.

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Rovinj, Kroatien: 12 Tipps, was man 2026 sehen und erleben kann

TL;DRRovinj, kroatisches Klein-Venedig genannt, bietet zwölf Top-Tipps – ganz oben stehen der Glockenturm der Kirche der heiligen Euphemia mit Aussicht für rund 4 Euro Eintritt, die Künstlergasse Grisia, der Balbi-Bogen und der Küstenwald Zlatni rt mit den Stränden Lone und Cuvi. Für die Altstadt reichen ein Tag oder ein Wochenende, doch für Baden, einen Bootsausflug zum Limski-Kanal und die Erkundung der vorgelagerten Inseln solltest du vier bis fünf Tage einplanen. Die beste Reisezeit sind Juni und September mit rund 25 Grad, dann ist das Meer warm und es ist weniger los als im August. Einen Ausflug wert sind auch der Nationalpark Brijuni und das 14 Kilometer entfernte Städtchen Bale, kulinarisch ist Istrien vor allem für Trüffel, die Nudelsorte Fuži und den Wein Malvazija bekannt.

Wenn du eine Reise nach Istrien planst, darfst du auf keinen Fall die romantischste Stadt der ganzen Halbinsel verpassen – und das ist zweifellos das wunderschöne Rovinj in Kroatien. Es wird oft als das kroatische Klein-Venedig bezeichnet, und sobald du zum ersten Mal durch die engen, gepflasterten Gassen schlenderst, wirst du sofort verstehen, warum. Das historische Zentrum lag ursprünglich auf einer eigenständigen Insel, die erst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts künstlich mit dem Festland verbunden wurde – das verleiht ihm eine ganz einzigartige Atmosphäre mit dicht aneinandergedrängten Häusern.

Dieses malerische, zweisprachige Städtchen mit unverwechselbarem italienischem Charme verzaubert dich nicht nur mit den pastellfarbenen alten Fassaden, sondern auch mit hervorragendem Essen und dem allgegenwärtigen Duft des salzigen Meeres. Du kannst hier stundenlang umherwandern, versteckte Kunstgalerien in den verwinkelten Gassen entdecken und abends atemberaubende Sonnenuntergänge direkt an der felsigen Küste genießen. Vom historischen Hafen aus erreichst du außerdem mühelos die umliegenden Inselchen mit ruhigen Kieselstränden im Schatten duftender Pinien.

Werfen wir gemeinsam einen Blick auf das Beste, was dir diese istrische Perle für deinen diesjährigen Urlaub bieten kann. In diesem Guide findest du zwölf konkrete Tipps zu sehenswerten Orten, praktische Infos zum Parken und jede Menge Empfehlungen, wo du gut essen oder übernachten kannst.

Zusammenfassung

  • Beste Aussicht: Vom über 60 Meter hohen Glockenturm der Kirche der heiligen Euphemia, der Eintritt kostet rund 4 Euro.
  • Baden und Natur: Der Waldpark Zlatni rt bietet kilometerlange Wege unter hohen Bäumen und schöne Kieselstrände wie Lone oder Cuvi.
  • Historisches Zentrum: Spaziere unbedingt durch die Künstlergasse Grisia und schau dir den Balbi-Bogen aus venezianischer Zeit an.
  • Ausflüge in die Umgebung: Ich empfehle eine Bootsfahrt zum nahen Limski-Kanal oder einen Besuch des malerischen Hügelstädtchens Bale.
  • Lokale Gastronomie: Istrien ist ein Trüffelparadies – probiere unbedingt die traditionellen Fuži-Nudeln mit Trüffelsauce und genieße dazu den Weißwein Malvazija.
  • Verkehr und Parken: In das historische Zentrum dürfen keine Autos, du musst auf kostenpflichtigen Parkplätzen vor der Fußgängerzone parken.

Wann du nach Rovinj reisen solltest

Das schönste Wetter und ideale Bedingungen für einen Besuch bieten Juni und September, wenn die Temperaturen bei angenehmen rund 25 Grad liegen. Das Meer ist dann meist warm genug zum Baden, gleichzeitig vermeidest du die größten Sommer-Menschenmassen, die die Stadt in den Schulferien überfluten. Wer auf das Wetter in Rovinj in Kroatien achtet, weiß: Frühling und Herbst eignen sich perfekt für einen aktiven Urlaub voller Ausflüge und Radtouren – wobei das Baden im Mai oder Oktober bei 18 Grad Wassertemperatur eher etwas für Hartgesottene ist.

Reist du im August an, musst du damit rechnen, dass die Stadt aus allen Nähten platzt und die Temperaturen auf bis zu 30 Grad klettern. In den Sommerferien ist es ein riesiges Problem, einen freien Parkplatz zu finden, und die Übernachtungspreise erreichen ihr Jahreshoch. Für ein entspannteres Erlebnis ist es deshalb immer besser, die Hauptsaison zu meiden – oder zumindest früh am Morgen zur Erkundung der Gassen aufzubrechen, bevor die Reisebusse aus den umliegenden Ferienorten eintreffen.

Wo du in Rovinj übernachten kannst

💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten über Booking.com, dort gibt es meist die besten Stornobedingungen. Eintrittskarten, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich, über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.

Die Wahl der Unterkunft hängt stark davon ab, welche Art von Urlaub du bevorzugst. Direkt im historischen Zentrum zu wohnen hat einen enormen Charme, aber du musst damit rechnen, dass du nicht mit dem Auto zum Hotel kommst und deine Koffer über holprige, treppenreiche Pflastergassen ziehen musst. Wer absolute Ruhe sucht, für den ist die Altstadt voller Bars und abendlichem Trubel vielleicht nicht die beste Wahl – auch wenn das morgendliche Erwachen mit Meerblick für viele alle Mühen wert ist.

Für einen komfortableren Urlaub mit luxuriösem Service und eigenem Parkplatz lohnt sich ein Blick auf die Luxuszone Monte Mulini ein Stück südlich des Zentrums. Hier findest du die besten Hotels der Stadt, etwa das fünfsterne Grand Park Hotel Rovinj mit atemberaubendem Blick direkt auf die Altstadt, oder das moderne, architektonisch spannende Hotel Lone. Beide Häuser bieten eine erstklassige Ausstattung, Pools und liegen nur wenige Schritte von den schönsten Stadtstränden und dem bewaldeten Park entfernt.

Familien mit Kindern wählen oft Unterkünfte in Resorts und Campingplätzen etwas außerhalb der Stadt, wo ihnen die komplette Infrastruktur und Animationsprogramme zur Verfügung stehen. Eine tolle Wahl ist in dieser Hinsicht das Family Hotel Amarin, das auf einer kleinen Halbinsel nördlich der Stadt liegt und für den Familienurlaub absolut perfekt ausgestattet ist. Die meisten Unterkünfte in dieser Gegend kannst du bequem und sicher über Booking reservieren, wo du auch viele günstigere Apartments etwas weiter vom Meer entfernt findest.

Wenn du deinen Urlaub eher im Camping-Stil verbringen möchtest, liegen südlich von Rovinj zwei große, hervorragend ausgestattete Campingplätze am Meer — Camping Polari mit Poolanlage und Kinderspielplätzen und ein Stück weiter der kleinere Camping Veštar direkt am Kieselstrand. In beiden kannst du auch ein Mobilheim mieten, sodass sie als deutlich günstigere Alternative zu den Resorts funktionieren. Klassische Apartments zu vernünftigen Preisen findest du dann in den Vierteln Centener und Valbruna, nur wenige Gehminuten vom Zentrum entfernt.

12 Tipps, was man in Rovinj sehen und erleben kann

Schauen wir uns nun im Detail an, was du in dieser wunderschönen Stadt auf keinen Fall verpassen solltest. Du schaffst es zwar an einem Wochenende, aber um in Ruhe alle Strände und Ausflüge in die Umgebung zu erkunden, empfehle ich dir mindestens vier bis fünf Tage einzuplanen.

1. Kirche der heiligen Euphemia und der imposante Glockenturm

Das Wahrzeichen der ganzen Stadt, das du wohl von jeder Seite aus siehst, ist die riesige barocke Kirche der heiligen Euphemia, die stolz auf der Spitze des historischen Zentrums thront. Dieser majestätische Bau aus dem 18. Jahrhundert ist das größte barocke Sakralgebäude ganz Istriens und beherbergt einen Marmorsarkophag mit den Reliquien der lokalen Schutzpatronin. Der Eintritt in die Kirche selbst ist völlig kostenlos und das reich verzierte Innere lohnt definitiv eine kurze Besichtigung, besonders an heißen Sommertagen, wenn es angenehme Kühle bietet.

Gleich neben der Kirche steht der über 60 Meter hohe Glockenturm, der auffällig an den berühmten Markusturm in Venedig erinnert. Wenn du gut zu Fuß bist, kannst du gegen eine Gebühr von rund vier Euro über mehr als zweihundert steile Holzstufen bis zur Aussichtsplattform hinaufsteigen. Belohnt wirst du mit einem absolut fantastischen Panoramablick über die ganze Stadt, das Meer und die umliegenden Inseln – und bei besonders klarem Wetter sieht man von hier angeblich sogar bis zu den Gipfeln der fernen Alpen.

Ganz oben auf dem Turm solltest du unbedingt auf die kupferne Statue der heiligen Euphemia achten, die fast fünf Meter misst und als riesige Wetterfahne dient. Sie ist auf einem speziellen Lager befestigt, sodass sie sich exakt nach der Windrichtung dreht. Die einheimischen Fischer erkennen daran angeblich bis heute, wie das Wetter wird und ob es sicher ist, aufs Meer hinauszufahren.

💡 Tipp: Den Aufstieg auf den Glockenturm empfehle ich Menschen mit Höhenangst nicht, denn die Holztreppe ist ziemlich alt, knarrt und durch die Spalten zwischen den Stufen blickst du tief nach unten.

2. Streifzüge durch die Altstadt und ihre historischen Gassen

Der beste Weg, die wahre Atmosphäre von Rovinj einzusaugen, ist, sich einfach im Gewirr der engen, gepflasterten Gassen der Altstadt zu verlieren. Bis 1763 lag die Stadt auf einer eigenständigen Insel, weshalb hier jeder Zentimeter restlos genutzt wird. Die Häuser stehen dicht an dicht aneinandergeklebt, einige haben erhaltene Renaissance- oder Barockelemente, und aus den Fenstern flattert fröhlich frisch gewaschene Wäsche an Leinen zwischen den Gebäuden.

Beim Spaziergang fallen dir bestimmt die alten Schornsteine und interessanten Details an den Fassaden auf, die deutlich auf die jahrhundertelange venezianische Herrschaft verweisen. Das gesamte historische Zentrum ist durchzogen von kleinen Cafés, Handwerksläden und versteckten Plätzchen, wo du bei einem guten Kaffee verschnaufen kannst. Es ist schlicht ein Ort, an dem dir aus jedem Stein Geschichte entgegenweht und an dem ständig neue malerische Ecken zum Fotografieren auftauchen.

💡 Tipp: Das Steinpflaster ist durch Millionen Touristenschritte komplett glatt geschliffen und kann höllisch rutschig sein. Komm unbedingt in bequemen Sneakern und lass Absätze oder glatte Flip-Flops lieber im Hotel.

3. Die Künstlergasse Grisia voller Galerien

Unter all den Gassen, die hinauf zur Kirche der heiligen Euphemia führen, sticht eindeutig die Gasse namens Grisia hervor, die wahrscheinlich die bekannteste der Stadt ist. Sie ist gesäumt von Dutzenden kleiner Galerien, Ateliers und Läden mit handgefertigtem Schmuck, Keramik oder Bildern lokaler Künstler. Rovinj gilt schon seit vielen Jahren als Stadt der Künstler, und genau diese lange, kaskadenartige Gasse ist der beste Beweis dafür.

Wenn du im August hierherkommst, genauer am zweiten Augustsonntag, kannst du die berühmte Open-Air-Kunstausstellung erleben, die hier seit 1967 ununterbrochen stattfindet. An diesem Tag verwandelt sich die ganze Gasse in eine riesige Galerie unter freiem Himmel, in der Künstler ihre Werke direkt an den Steinmauern, Fensterläden oder Haustüren ausstellen. Dieses außergewöhnliche Ereignis lassen sich Zehntausende Besucher nicht entgehen, und die Atmosphäre ist hier schlicht unvergleichlich.

💡 Tipp: Kaufe nicht gleich das erste Souvenir, das du unten am Fuß des Hügels siehst. Je höher du die Gasse Grisia hinaufsteigst, desto öfter triffst du auf wirklich originelle Künstlerwerke und kleinere Ateliers, die keine gewöhnlichen Touristenläden sind.

4. Der Balbi-Bogen und das alte Stadttor

Wenn du vom Hauptplatz in den historischen Kern eintrittst, gehst du bestimmt unter dem imposanten steinernen Balbi-Bogen hindurch, der aus dem Ende des 17. Jahrhunderts stammt. Dieser Bogen steht genau an der Stelle, wo sich früher das Haupttor der damals noch auf einer Insel gelegenen Stadt befand. In ihrer Blütezeit war die Stadt von mächtigen Mauern geschützt und hatte sogar fünf Tore und sieben Wehrtürme, von denen bis heute nur Bruchstücke erhalten sind.

Der Bogen selbst ist ein wunderschönes Beispiel venezianischer Architektur, und an seiner Spitze kannst du den in Stein gemeißelten geflügelten Löwen mit aufgeschlagenem Buch entdecken, das traditionelle Symbol der Republik Venedig. An einer Seite des Bogens ist der Kopf eines Türken mit Turban gemeißelt, an der anderen der Kopf eines lächelnden Venezianers. Gleich neben dem Bogen kannst du auch den schönen städtischen Uhrturm bewundern, der früher als Gefängnis diente.

💡 Tipp: Der Platz vor dem Balbi-Bogen, der den Namen Trg maršala Tita trägt, ist der ideale Ausgangspunkt für die Erkundung der Stadt. Hier findest du unter anderem auch einen schönen historischen Brunnen und viele Bänke mit Blick auf den Hafen.

5. Der Hafen und das traditionelle Batana-Haus

Zu einem Besuch einer Küstenstadt gehört untrennbar ein Spaziergang entlang des lebhaften Hafens, wo luxuriöse Yachten direkt neben alten hölzernen Fischerbooten auf den Wellen schaukeln. Das typischste lokale Boot ist die sogenannte Batana, ein traditionelles Holzboot mit flachem Boden, das die Fischer von Rovinj schon seit Jahrhunderten verwenden. Diese bunt bemalten Boote verleihen dem Hafen seinen charakteristischen, fotogenen Look und sind ein wahres Symbol der Stadt.

Wenn dich die Geschichte des lokalen Fischfangs interessiert, besuche unbedingt das spannende Ökomuseum Kuća o batani, also das Batana-Haus, das direkt am Hafen liegt. Hier erfährst du alles über den Bau dieser einzigartigen Boote und über das Leben der einheimischen Fischer – das Projekt zum Erhalt der Batana-Kultur wurde sogar in das UNESCO-Register für vorbildliche Praxis aufgenommen. Der Eintritt ist sehr symbolisch, Erwachsene zahlen hier rund dreieinhalb Euro, was es zu einem tollen und günstigen Stopp auch für Familien mit Kindern macht.

💡 Tipp: Die Öffnungszeiten des Museums sind in der Sommersaison meist in einen Vormittags- und einen Abendblock geteilt mit einer recht langen Siesta am Nachmittag. Komm deshalb entweder gleich morgens oder verschiebe den Besuch auf einen romantischen Abend nach dem Essen.

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6. Erholung im Waldpark Zlatni rt

Wenn du dich von den aufgeheizten Stadtstraßen erholen möchtest, mach dich zu Fuß Richtung Süden auf in den wunderschönen Waldpark Zlatni rt, auch unter dem italienischen Namen Punta Corrente bekannt. Dieses weitläufige grüne Paradies, das sich über mehr als 50 Hektar erstreckt, wurde Ende des 19. Jahrhunderts vom österreichischen Grafen Georg Hütterott angelegt. Er ließ viele exotische Gehölze einführen und anpflanzen, darunter majestätische Zedern, Douglasien oder sogar den Ginkgo.

Der Park ist absolut ideal für Spaziergänge, Joggen oder Radfahren, denn er ist flach und von einem Netz gepflegter Schotterwege durchzogen. Das ganze Gebiet bietet rund fünf Kilometer zerklüftete Küste mit versteckten Buchten, wo du dir deinen eigenen privaten Ruheplatz suchen kannst. Der Eintritt in das gesamte Areal ist ganzjährig völlig kostenlos, und du erreichst es mit einem angenehmen 20-minütigen Spaziergang über die Promenade direkt vom Stadtzentrum aus.

💡 Tipp: Nimm dir in den Park eine Decke und etwas Leckeres zu essen mit – es ist wahrscheinlich der beste Picknickplatz in der ganzen Umgebung. Dank der hohen Bäume findest du hier außerdem auch in der Mittagshitze angenehmen Schatten.

7. Stadtstrände und Baden im kristallklaren Meer

Rovinj bietet gleich mehrere tolle Bademöglichkeiten, von denen sich die meisten in der Nähe des erwähnten Waldparks befinden. Am beliebtesten ist der renovierte Kieselstrand Lone, der in der gleichnamigen Bucht liegt und einen wunderschönen Blick direkt auf das historische Zentrum bietet. Du kannst hier Liegen und Sonnenschirme mieten, und dank des sehr klaren Wassers ist dieser Ort auch beliebt zum gemütlichen Schnorcheln.

Eine weitere tolle Wahl, besonders wenn du kleinere Kinder hast, ist der schöne Kiesel-Sand-Strand Cuvi. Er hat einen sehr sanften Einstieg ins Wasser, und der Pinienwald reicht hier fast bis ans Meer, sodass es an natürlichem Schatten nicht mangelt. Luxusliebhaber schätzen den modernen Strand Mulini ein Stück vom Hotel Monte Mulini entfernt, der über einen eleganten Steg, bequeme Liegen und einen barrierefreien Zugang ins Wasser verfügt.

💡 Tipp: Die meisten Strände in dieser Gegend sind kiesig oder felsig, vergiss also auf keinen Fall Badeschuhe. Sie schützen dich nicht nur vor scharfen Steinchen, sondern auch vor einer möglichen Begegnung mit einem Seeigel.

8. Bootsausflug zum umliegenden Inselarchipel

Direkt vor der Stadt erstreckt sich im Meer ein malerisches Archipel aus mehr als zwanzig Inselchen, das geradezu zu einem Tagesausflug einlädt. Das nächste und am leichtesten erreichbare ist die Insel St. Katarina, zu der dich die lokalen Taxiboote vom Hafen aus in knapp zehn Minuten bringen. Hin und zurück kostet das rund neun Euro, und die Insel bietet schöne gepflegte Parks und tolle Ausblicke zurück auf die Stadt, die von hier aus wie auf einer Postkarte wirkt.

Etwas weiter liegt die etwas größere Crveni otok, also die Rote Insel, die eigentlich aus zwei künstlich verbundenen Inselchen besteht – St. Andrija und Maškin. Die Bootsfahrt dorthin dauert rund zwanzig Minuten, und das Rückfahrticket kostet etwa sechs Euro. Es ist ein absolut perfekter Ort, um den Sommermassen zu entkommen: Hier findest du ein altes Kloster, jede Menge Pinien und wunderschöne ruhige Strände mit kristallklarem Wasser.

💡 Tipp: Die Boote zu den Inseln fahren in der Saison vom Haupthafen fast jede Stunde ab. Aktuelle Fahrpläne und genaue Preise kannst du einfach an den Tafeln direkt am Hafenkai oder auf der Website des lokalen Tourismuszentrums überprüfen.

9. Das älteste Meeresaquarium im Mittelmeerraum

Wenn das Wetter nicht mitspielt oder du ein spannendes Programm für die Kinder suchst, steuere das lokale Meeresaquarium an, das zu den ältesten der ganzen Welt gehört. Es wurde bereits im Mai 1891 eröffnet und wird heute vom renommierten kroatischen Ruđer-Bošković-Institut betrieben. Erwarte zwar keine riesigen modernen Becken mit Haien, aber diese historische Einrichtung hat ihren unverwechselbaren altväterlichen Charme und bietet dir einen sehr authentischen Blick unter die Wasseroberfläche.

Das Aquarium ist ausschließlich auf die reiche lokale Meeresfauna und -flora spezialisiert, du siehst hier also genau die Tiere, die in der Adria direkt hinter den Fenstern des Gebäudes leben. Du kannst verschiedenste Arten von Krabben, Seesternen, Muränen und bunten Fischen betrachten, die sich in den Unterwasserriffen verstecken. In der Sommersaison ist meist von neun Uhr morgens bis neun Uhr abends geöffnet, sodass du den Besuch problemlos in jeden Reiseplan quetschen kannst.

💡 Tipp: Der Eintritt hat sich in der Vergangenheit recht oft geändert und die offiziellen Quellen weichen manchmal voneinander ab, überprüfe deshalb den aktuellen Preis in Euro lieber direkt an der Kasse vor dem Eintritt.

10. Mit dem Boot zum wunderschönen Limski-Kanal

Rund zehn Kilometer nördlich der Stadt befindet sich eines der spannendsten Naturphänomene ganz Istriens: der tiefe und schmale Limski-Kanal. Er wird oft fälschlicherweise als Limski-Fjord bezeichnet, weil er mit seinen steilen, bewaldeten Ufern tatsächlich an eine nordische Landschaft erinnert. Den schönsten Blick auf diesen beeindruckenden Naturkanal hast du direkt vom Deck eines Ausflugsschiffs, das du ganz einfach im Hafen von Rovinj buchen kannst – sei es per Hinweis bei den Anbietern oder online über bekannte Portale wie GetYourGuide.

Die Bootsausflüge hierher dauern meist drei bis vier Stunden und kosten für Erwachsene je nach Bootstyp und Programm 35 bis 55 Euro. Diese Gegend ist weltweit für die Zucht hochwertiger Miesmuscheln und Austern berühmt, lokale Spezialitäten, zu deren Verkostung Meeresfrüchteliebhaber aus aller Welt herkommen. Das Wasser im Kanal mischt sich mit Süßwasser aus unterirdischen Quellen, was den hiesigen Fischen angeblich einen ganz einzigartigen Geschmack verleiht.

💡 Tipp: Wenn du unter Seekrankheit leidest oder den Landweg bevorzugst, kannst du dich zum Kanal auch mit dem Auto Richtung Vrsar aufmachen. Entlang der Straße gibt es mehrere Rastplätze, von denen aus du wunderschöne Panoramafotos des ganzen Canyons aus der Höhe schießen kannst.

11. Nationalpark Brijuni und das Hügelstädtchen Bale

Wenn du die Stadt einmal von oben bis unten erkundet hast, brich auf, um die etwas weiter entfernte Umgebung zu entdecken. Ein absoluter Hit ist der nahe gelegene Nationalpark Brijuni, eine Gruppe wunderschöner Inseln, die per Boot vom Städtchen Fažana aus erreichbar sind – knapp eine Stunde Fahrt mit dem Auto entfernt. Dieser Park war einst die Sommerresidenz von Präsident Tito, und heute kannst du hier nicht nur antike römische Ruinen bewundern, sondern auch Tiere beobachten, die frei in einem weitläufigen Safaripark umherziehen – ein riesiges Erlebnis vor allem für kleinere Reisende.

Einen Stopp lohnt auch das historische Hügelstädtchen Bale, das nur vierzehn Kilometer im Landesinneren liegt. Es ist ein absolut bezauberndes mittelalterliches Dorf voller enger Steingassen, alter Paläste und einer Ruhe, die ein scharfer Kontrast zur belebten Küste ist. Du kannst hier in aller Ruhe ohne Touristenmassen spazieren, in einem kleinen Café sitzen und die echte, gemächliche Atmosphäre des istrischen Hinterlands einsaugen.

💡 Tipp: Tickets für die Fähre und den Eintritt in den Nationalpark Brijuni solltest du in der Sommerhochsaison unbedingt mehrere Tage im Voraus über deren offizielle Website reservieren, denn die Bootskapazitäten sind oft sehr schnell ausverkauft.

12. Istrische Gastronomie und ausgezeichneter Wein

Eine Reise durch Istrien ist ein Paradies für alle Feinschmecker, und auch Vegetarier kommen hier genauso auf ihre Kosten wie alle anderen. Die Halbinsel selbst ist weltberühmt für ihre reichen Trüffelvorkommen, du musst also unbedingt die traditionellen istrischen Nudeln namens Fuži probieren, die hier mit einer reichhaltigen Trüffelsauce oder mit Waldpilzen serviert werden. Eine tolle und sättigende Wahl ist auch die traditionelle dicke Gemüsesuppe Maneštra oder hervorragende hausgemachte Gnocchi, beträufelt mit erstklassigem lokalem Olivenöl.

Zu gutem Essen gehört untrennbar auch ausgezeichneter Wein, und die istrischen Weine zählen zu den besten des Landes. Gönn dir unbedingt ein Glas frischen Weißwein Malvazija, der überall in der Umgebung angebaut wird, oder den schwereren Rotwein Teran. Wenn du ein wirklich außergewöhnliches gastronomisches Erlebnis suchst, kannst du das luxuriöse Restaurant Agli Amici Rovinj besuchen, das als allererstes in ganz Kroatien für 2025 die prestigeträchtigen zwei Michelin-Sterne erhielt.

💡 Tipp: Wenn dich Wein tiefer interessiert, plane einen Ausflug zum berühmten Weingut Roxanich ein, das ein Stück von der Stadt Motovun entfernt liegt. Dort kannst du eine Führung durch die riesigen Weinkeller in Verbindung mit einer luxuriösen Verkostung erleben.

Wohin weiter von Rovinj aus

Wenn dich die istrische Halbinsel in ihren Bann gezogen hat, kannst du dich aufmachen, ihre weiteren Schönheiten zu entdecken. Ich empfehle dir auf jeden Fall einen Besuch im altehrwürdigen Pula mit seinem prächtigen römischen Amphitheater oder einen Abstecher zu Sport und Wein ins nördlicher gelegene Umag.

Häufig gestellte Fragen

Kann man mit dem Auto direkt zur Unterkunft in der Altstadt fahren?

Nein, die historische Altstadt von Rovinj ist eine komplett geschlossene Fußgängerzone und normale Autos haben hier striktes Einfahrtsverbot. Ihr müsst euer Auto auf den großen gebührenpflichtigen Parkplätzen vor dem Zentrum stehen lassen, zum Beispiel bei Valdibora oder unweit des großen Yachthafens, und den Rest des Weges mit eurem Gepäck zu Fuß zurücklegen.

Wie viele Tage braucht man für einen Besuch der Stadt?

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Wenn Sie nur durch die Gassen der Altstadt schlendern und zur Kirche hinaufgehen möchten, reicht dafür ein voller Tag oder ein Wochenende. Wenn Sie aber auch baden, einen Bootsausflug zum Lim-Fjord unternehmen oder die umliegenden Inseln erkunden möchten, sind vier bis fünf Tage die ideale Aufenthaltsdauer.
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Gibt es in Rovinj Sandstrände, die für Kinder geeignet sind?

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Die meisten Strände vor Ort sind Kiesel- oder Felsstrände mit betonierten Plattformen. Eine sehr gute Wahl für kleinere Kinder ist die Bucht Cuvi, die feinen Kies und etwas Sand mit einem sehr flachen Einstieg ins Meer und viel natürlichem Schatten von den umliegenden Bäumen kombiniert.
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Wie komme ich dorthin, wenn ich nicht mit dem Auto fahren möchte?

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Der nächste internationale Flughafen befindet sich in Pula, etwa fünfundvierzig Minuten entfernt. Von Pula fahren regelmäßig Busse hierher, wobei ein Ticket knapp acht Euro kostet. Eine Zugverbindung gibt es hierher leider nicht, sodass der Bus oder ein Mietwagen vom Flughafen die einzigen realistischen Möglichkeiten sind.
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Wie hoch sind die durchschnittlichen Preise für Essen in Restaurants?

Die Preise im historischen Zentrum und am Hafen gehören zu den höchsten in ganz Istrien. Für eine gewöhnliche Pizza oder eine Portion Pasta zahlt man hier normalerweise zwischen zwölf und fünfzehn Euro, ein Kaffee mit Meerblick kostet drei bis vier Euro. In den abgelegeneren Gässchen weiter vom Meer entfernt sind die Preise etwas günstiger.

Ist die Stadt für einen Urlaub mit Hund geeignet?

Ja, die Kroaten sind gegenüber Haustieren ziemlich tolerant. Mit deinem Hund kannst du ganz entspannt durch den wunderschönen Waldpark Zlatni rt spazieren, und rund um die Stadt findest du gleich mehrere speziell ausgewiesene Hundestrände, wo die Vierbeiner auch ins Meer dürfen.

Muss ich mein Geld in kroatische Kuna umtauschen?

Nein, Kroatien hat Anfang 2023 offiziell den Euro eingeführt, daher erfolgen alle Barzahlungen und angezeigten Preise in Restaurants und Geschäften ausschließlich in Euro. Die meisten Betriebe in der Stadt akzeptieren zudem problemlos gängige Zahlungskarten.

Tipps und Tricks für deinen Urlaub

Zahle nicht zu viel für Flugtickets

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Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).

Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

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Toulouse, Frankreich: 13 Tipps, was du 2026 sehen und erleben kannst

TL;DRToulouse in Frankreich lockt mit 13 konkreten Ausflugstipps: Dazu zählen der Place du Capitole, die romanische Basilika Saint-Sernin, das Kloster Jacobins mit dem Grab des heiligen Thomas von Aquin, der Weltraumpark Cité de l’espace, das Luftfahrtmuseum Aeroscopia sowie die Besichtigung der Airbus-Montagelinie (Reservierung mindestens 3 Wochen im Voraus nötig). Fürs historische Zentrum reichen zwei Tage, für die technischen Attraktionen am Stadtrand plan ein bis zwei weitere Tage ein. Am besten besuchst du die Stadt im Mai, Juni, September oder Oktober, wenn die sommerlichen Extremtemperaturen über 35 °C ausbleiben. Direktflüge gibt es unter anderem mit Smartwings, und ganz in der Nähe fließt der 240 Kilometer lange Canal du Midi – ideal für eine Hausbootfahrt oder eine Radtour nach Carcassonne.

Im Südwesten von Frankreich versteckt sich eine Metropole, die weder auf die kühle steinerne Eleganz von Paris noch auf die mondäne Atmosphäre der Côte d’Azur setzt. Toulouse in Frankreich erstrahlt in Terrakotta- und Altrosa-Tönen, lebt in seinem eigenen entspannten Tempo und duftet nach deftigem Essen und Rotwein. Lass dich von dieser leicht verschlafenen Café-Gemütlichkeit aber nicht täuschen, denn diese Stadt hat den Kopf buchstäblich in den Sternen. Während du im historischen Zentrum jahrhundertealte Backsteinmauern bewunderst, werden am Stadtrand die modernsten Verkehrsflugzeuge der Welt montiert und Technologien für Flüge zum Mars erforscht.

Wenn du ein Reiseziel suchst, das Hightech-Industrie, bezaubernde mittelalterliche Gassen und endlose Wasserwege vereint, bist du hier genau richtig. Toulouse braucht kein Meer, um dich sofort für sich zu gewinnen, denn gleich vor seinen Toren beginnt ein Ingenieurswunder in Form des schattigen Canal du Midi. Schauen wir uns gemeinsam an, was dir die Rosa Stadt im Jahr 2026 alles bietet und wie du sie in vollen Zügen genießt – ganz ohne unnötigen Stress. ☺️

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen

  • Die Rosa Stadt: Toulouse wird La Ville Rose genannt – dank der lokalen Backsteine, die im Tagesverlauf unglaublich ihre Farbe wechseln, von Pfirsich bis Dunkelviolett.
  • Hauptstadt des Weltraums: Hier findest du den interaktiven Park Cité de l’espace und die riesige Airbus-Fabrik, in der echte Verkehrsflugzeuge zusammengebaut werden.
  • Vorab reservieren: Für die Besichtigung der Airbus-Montagelinie musst du deine Tickets mindestens 3 Wochen im Voraus kaufen, sonst kommst du nicht rein.
  • Canal du Midi: Der von Platanen gesäumte historische Kanal eignet sich ideal für eine mehrtägige Hausboot-Tour ohne Führerschein oder für eine entspannte Radtour.
  • Gastronomie: Eine lokale Legende ist das extrem deftige Cassoulet, das man mit kräftigem lokalem Wein hinunterspült und das einen zuverlässig für den Rest des Nachmittags müde macht. 😅
  • Anreise: Nach Toulouse kommst du von Deutschland aus bequem mit Direktflügen, etwa von Frankfurt oder München mit Lufthansa und easyJet, und der Flughafen liegt nur einen Katzensprung vom Zentrum entfernt.

Wann nach Toulouse reisen und wie viel Zeit einplanen

Toulouse funktioniert als absolut ideale Basis für die Erkundung des gesamten französischen Südwestens und ist dabei längst nicht so von Touristen überlaufen wie die beliebte Provence oder die mondäne Côte d’Azur. Von Deutschland aus kommst du heute völlig problemlos und in wenigen Stunden hierher, denn von Frankfurt und München fliegen Lufthansa und easyJet direkt nach Toulouse. So entfallen die langwierigen, ermüdenden Umstiege am riesigen Flughafen Charles-de-Gaulle in Paris oder im hektischen Amsterdam, die die Reise in den Süden Frankreichs früher unnötig verlängert und verteuert haben.

Die schönste Zeit für einen Besuch ist zweifellos der Frühling, also Mai und Juni, oder die Herbstmonate September und Oktober. Die Temperaturen bewegen sich dann in sehr angenehmen Bereichen, was ideale Bedingungen fürs Bummeln durch die Sehenswürdigkeiten und für lange Radtouren entlang der schattigen Kanäle bietet. Im Juli und August klettern die Temperaturen im Süden Frankreichs hingegen ganz regelmäßig auf extreme 35 bis 43 °C. Wenn sich dann die scharfe Mittagssonne hineinlegt und all die allgegenwärtigen Backsteine im Stadtzentrum aufheizt, kann eine ganz normale Besichtigung geradezu körperlich anstrengend werden – und du wirst für jedes klimatisierte Café oder das kühle Innere einer Kirche dankbar sein.

Für das historische Zentrum selbst reichen zwei gemütliche Tage völlig aus, in denen du die echte Altstadt-Atmosphäre aufsaugst und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten erkundest. Wenn du aber mit Kindern reist oder dich wenigstens ein bisschen für moderne Technik und Weltraum interessierst, plane unbedingt ein bis zwei weitere Tage für die Randbezirke der Stadt ein. Der Besuch des weitläufigen Weltraumparks und der Luftfahrtmuseen nimmt nämlich zuverlässig einen ganzen Nachmittag in Anspruch, und am Abend hast du keine Kraft mehr für etwas anderes. Weitere Tage kannst du dann mit gutem Gewissen Ausflügen in die Umgebung widmen, wobei du bestens mit den zuverlässigen Regionalzügen TER zurechtkommst – die teure Mietwagen-Frage kannst du für diesen Urlaub also komplett aus dem Kopf streichen.

Wo in Toulouse übernachten und Richtpreise für 2026

💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Eintrittskarten, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.

Das historische Zentrum ist recht kompakt und flach, sodass du alle wichtigen Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß erreichst, wenn du eine Unterkunft direkt darin findest – ganz ohne öffentliche Verkehrsmittel. Das städtische Metro- und Busnetz funktioniert hier aber hervorragend und ist sehr zuverlässig, also musst du auch vor moderneren Hotels keine Angst haben, die etwas weiter vom Herzen des Geschehens liegen. Ins Zentrum kommst du von dort in wenigen Minuten und oft zu einem Bruchteil des Preises, den du direkt am Rathaus zahlen würdest.

Die prestigeträchtigste und natürlich auch teuerste Lage ist die unmittelbare Umgebung des Hauptplatzes Place du Capitole, wo du die besten Restaurants, historischen Sehenswürdigkeiten und stilvollen Cafés buchstäblich vor dem Fenster hast. Eine schöne und etwas ruhigere Alternative ist das südlicher gelegene Viertel Carmes, das sich bis heute einen fast dörflichen Charakter bewahrt hat und voller kleiner unabhängiger Boutiquen, versteckter Innenhöfe und authentischer Bistros ist. Wenn du von Toulouse aus häufige Zugausflüge in die Region planst, quartiere dich strategisch in der Nähe des Hauptbahnhofs Matabiau ein, von wo täglich Verbindungen in alle erdenklichen Richtungen abfahren, einschließlich des märchenhaften Carcassonne.

  • Boutique Hotel Soclo: Ein wunderschönes und sehr stilvolles Hotel ganz in der Nähe des Hauptplatzes, das einen unglaublich ruhigen Garten mit kleinem Pool bietet. Diese grüne Oase wirst du in den heißen Sommermonaten nach einem ganzen Tag auf den aufgeheizten Straßen hundertprozentig zu schätzen wissen. Der Preis für ein elegantes Doppelzimmer liegt 2026 bei etwa 180 bis 220 Euro pro Nacht.
  • Hôtel des Arts: Ein sehr gemütliches und deutlich günstigeres kleines Hotel, direkt in die historische Bebauung eingebettet, das die typisch entspannte französische Atmosphäre versprüht und in dem sich ein überaus freundliches Personal um dich kümmert. Für eine Nacht in diesem romantischen Ambiente zahlst du rund 110 bis 140 Euro und hast alles Wichtige in Reichweite.
  • Ibis Styles Toulouse Centre Gare: Eine ausgezeichnete und sehr praktische Wahl für alle, die einen modernen, sauberen Standard suchen und wegen früher Morgenausflüge in die Umgebung praktisch direkt neben dem Bahnhof wohnen möchten. Zimmer gibt es hier schon ab angenehmen 90 Euro pro Nacht, aber buche die Unterkunft lieber rechtzeitig über Booking.com, denn dieses Hotel ist oft ausverkauft.

13 Tipps, was du in Toulouse sehen und erleben kannst

Schauen wir uns gemeinsam das Spannendste an, was dir die Rosa Stadt aktuell bietet. Es erwarten dich monumentale Backsteinbauten, romantische Uferpromenaden und faszinierende Ausblicke in die Zukunft der Menschheit.

1. Place du Capitole und das prachtvolle Rathaus

Das Herz allen Geschehens in Toulouse ist der riesige Platz Place du Capitole, der vom majestätischen klassizistischen Rathausgebäude aus dem 18. Jahrhundert dominiert wird. Genau das ist der ikonische Ort, an dem du dich morgens bei einem Kaffee mit süßem Croissant niederlässt und die erwachende Stadt beobachtest, während die Sonne die umliegenden Fassaden langsam in wärmere Pastelltöne taucht. Hier wird dir voll bewusst, warum die Stadt La Ville Rose genannt wird. Die lokalen Backsteine wechseln im Tagesverlauf nämlich unglaublich ihre Farbe – vom zarten Pfirsich am Morgen über kräftiges Orange am Mittag bis hin zu Dunkelviolett bei Sonnenuntergang.

Achte mitten auf dem weitläufigen Pflaster des Platzes unbedingt auf das große messingfarbene okzitanische Kreuz, das stolz auf die tiefen historischen Wurzeln der gesamten südwestlichen Region Okzitanien verweist. Ins Rathaus kannst du außerdem völlig kostenlos hineinschauen, was du dir auf keinen Fall entgehen lassen solltest. Zugänglich sind wunderschön verzierte historische Säle voller Fresken und Gemälde, die eher an die Innenräume eines luxuriösen Königsschlosses als an ein gewöhnliches Amt erinnern – und an heißen Sommertagen perfekten Schatten bieten.

💡 Tipp: Das schönste Licht zum Fotografieren des Rathauses gibt es am späten Nachmittag, wenn sich die Sonne direkt in seine lange Backsteinfassade legt und so alle feinen architektonischen Details und goldenen Verzierungen perfekt zur Geltung bringt.

2. Basilika Saint-Sernin und ein Meer aus rosa Backsteinen

Wenn du dich durch die engen, schattigen Gassen vom Hauptplatz Richtung Norden schlängelst, stößt du auf die überwältigende Basilika Saint-Sernin, die eines der größten und bedeutendsten erhaltenen romanischen Bauwerke ganz Europas ist. Sie wurde bereits im 11. Jahrhundert erbaut und diente über viele Jahrhunderte als absolut entscheidende Station für tausende erschöpfter Pilger auf dem berühmten Weg ins spanische Santiago de Compostela, die hier sicheren Unterschlupf und geistlichen Trost suchten.

Ihr massiver achteckiger Glockenturm bildet ein unübersehbares Wahrzeichen der ganzen Stadt und ist ein perfektes Beispiel dafür, warum die Stadt so stolz auf ihre Backsteinarchitektur ist. Die Kombination aus typischen Backsteinen und strahlend weißem Stein wirkt unglaublich elegant, besonders wenn man bedenkt, wie riesig, komplex und schwer dieses Bauwerk tatsächlich ist und mit welcher Präzision es im Mittelalter entworfen werden musste.

Drinnen überrascht dich sofort der weitläufige und überraschend schlichte Raum, der das perfekte Steingewölbe und die gewaltigen Säulen entlang des Hauptschiffs voll zur Geltung bringt. Gegen eine kleine Gebühr kannst du auch die geheimnisvolle unterirdische Krypta besuchen, in der wertvolle religiöse Reliquien und historische Artefakte aus der Zeit des frühen Christentums aufbewahrt werden, die im Laufe der Jahrhunderte sorgfältig hierher gebracht wurden.

3. Kloster Jacobins und das Grab des Thomas von Aquin

Von außen wirkt der gesamte Komplex Couvent des Jacobins wie eine strenge, uneinnehmbare Backsteinfestung, doch sobald du durch das Haupttor eintrittst, erwartet dich eine architektonische Überraschung. Dieses gotische Juwel aus dem 13. Jahrhundert verbirgt nämlich ein einzigartiges Bauelement in Form einer riesigen steinernen Palme, von der sich unglaubliche zweiundzwanzig Gewölberippen in alle Richtungen verzweigen und die gesamte gewaltige Kirchendecke tragen. Es ist ein Meisterwerk mittelalterlicher Ingenieurskunst, bei dem du nur ungläubig den Kopf schütteln wirst.

Der Raum ist tagsüber von wunderbar buntem Licht durchflutet, dank moderner Glasfenster, und trotz des Trubels der Straßen draußen herrscht hier vollkommene, entspannende Ruhe. Genau hier, direkt unter dem majestätischen Altar aus poliertem Stein, befindet sich das Grab eines der bedeutendsten mittelalterlichen Philosophen, des heiligen Thomas von Aquin, dessen wertvolle Gebeine im 14. Jahrhundert feierlich hierher überführt wurden und bis heute Besucher aus aller Welt anziehen.

Vergiss nicht, den symbolischen Aufpreis für den angrenzenden Kreuzgang zu zahlen, wo du dich in den angenehmen Schatten des Säulengangs setzen und einfach in aller Stille über die Schönheit der historischen Architektur nachsinnen kannst. Es ist eine perfekte grüne Oase mitten in der lebhaften Stadt, in der besonders in den Sommermonaten oft kleine stimmungsvolle Konzerte klassischer Musik stattfinden, die dem ganzen Ort einen noch magischeren Hauch verleihen.

4. Garonne-Ufer und die historische Pont Neuf

Der breite Fluss Garonne verleiht der gesamten Stadt so viel notwendige Weite, und seine sorgfältig gepflegten Ufer fungieren für die Einheimischen wie ein großes gemeinschaftliches Wohnzimmer unter freiem Himmel. Das Backsteinufer Promenade Henri-Martin ist reichlich von Bäumen gesäumt, und in den warmen Frühlings- und Sommermonaten sitzen hier schon ab dem frühen Nachmittag Gruppen von Studenten mit einer Flasche Wein, spielen Gitarre, machen Picknicks und feiern ungestört bis spät in die Nacht.

Die älteste und mit Abstand fotogenste Brücke der Stadt ist die ikonische Pont Neuf, auch wenn ihr Name paradoxerweise „Neue Brücke“ bedeutet. Sie wurde im 17. Jahrhundert feierlich fertiggestellt und überlebte als einzige alle verheerenden Hochwasser, vor allem dank ihrer clever entworfenen asymmetrischen Bögen und der speziellen runden Öffnungen in den Pfeilern, die das Hochwasser sicher durchlassen und so den Einsturz des massiven Bauwerks verhindern.

💡 Tipp: Mach dich kurz vor Sonnenuntergang ans Ufer auf und setz dich auf die Steinstufen am lebhaften Place Saint-Pierre. Der Blick auf den fließenden Fluss und die historische Brücke, die sich langsam in sattes Orange und tiefes Violett färben, ist das absolut beste visuelle Erlebnis in ganz Toulouse – und kostet keinen Eintritt.

5. Cité de l’espace: Berühre den Weltraum

Wenn dich Wissenschaft und moderne Technik auch nur ein bisschen interessieren, plane idealerweise einen ganzen Tag für den östlichen Stadtrand ein, wo der riesige interaktive Park Cité de l’espace liegt. Es handelt sich nämlich nicht um irgendein langweiliges Museum mit stillen, verstaubten Vitrinen, sondern um eine faszinierende und sehr verspielte Feier der menschlichen Erforschung des Weltraums, die garantiert Erwachsene und kleinere Kinder gleichermaßen begeistert.

Schon von weitem sticht dir die perfekte Nachbildung der Trägerrakete Ariane 5 in Originalgröße ins Auge, die stolze dreiundfünfzig Meter misst und wie ein gewaltiger Leuchtturm des Fortschritts hoch über die umliegenden Bäume ragt. Du kannst hier hautnah durch die echten beengten Module der berühmten Raumstation Mir gehen, spezielle Schwerelosigkeits-Simulatoren ausprobieren oder dich voll in die unglaublichen Projektionen im erstklassigen IMAX-Kino und modernen Planetarium vertiefen, das dich auf eine Reise zu den Sternen mitnimmt.

Für 2026 ist im Park zudem eine völlig neue und sehr umfangreiche Ausstellung zur Erforschung des Mars vorbereitet, die detailliert und verständlich die neuesten Erkenntnisse aus aktuellen Weltraummissionen und der Bewegung der Roboter-Rover auf dem Roten Planeten widerspiegelt. Vom Stadtzentrum kommst du dabei sehr einfach und günstig mit den ganz normalen öffentlichen Verkehrsmitteln hierher, sodass du dich um keine komplizierte Anfahrt kümmern musst.

6. Aeroscopia und ein Blick in die Welt der Luftfahrt

Auf der genau entgegengesetzten Seite der Stadt, in unmittelbarer Nähe des internationalen Flughafens Blagnac, liegt ein weiteres technologisches Juwel, das du auf keinen Fall verpassen solltest. Das Museum Aeroscopia ist im Grunde ein riesiger moderner Hangar voller der legendärsten Flugmaschinen, die buchstäblich Geschichte der weltweiten Luftfahrt geschrieben und die Grenzen der damaligen Ingenieurskunst bis zu den heutigen modernen Standards verschoben haben.

Der größte Anziehungspunkt für die meisten Besucher ist natürlich die Möglichkeit, durch das Innere des berühmten Überschallflugzeugs Concorde zu gehen, dessen beengter Luxusinnenraum aus heutiger Sicht überraschend unpassend und nüchtern wirkt, obwohl er einst den absoluten Gipfel des Reisens für die High Society darstellte. Du wirfst hier aber auch einen Blick in riesige militärische Transportflugzeuge, Rettungshubschrauber oder in frühe historische Maschinen aus den Anfängen der Luftfahrt.

Im Gegensatz zur aktiven Airbus-Fabrik selbst, die direkt nebenan liegt, brauchst du hier zum Glück keine komplizierte Reservierung mit extremer Vorlaufzeit, sodass du den Besuch dieses weitläufigen Museums recht einfach und spontan in einen viel flexibleren Reiseplan einbauen kannst, ohne unnötigen Stress wegen ausverkaufter Tickets.

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7. Airbus-Fabrik: Wo die Giganten der Lüfte geboren werden

Das ist ohne jede Übertreibung die echte europäische Hauptstadt der Luftfahrt, und die einzigartige Möglichkeit, direkt in die Werkstatt des Luftfahrtgiganten Airbus zu blicken, ist ein absolut einzigartiges Erlebnis für jeden Reisenden. Die sorgfältig organisierte Führung mit dem Namen „Let’s Visit Airbus“ bringt dich auf eine spezielle Aussichtsplattform direkt über der riesigen Montagelinie, wo direkt vor deinen Augen echte Verkehrsflugzeuge für die weltweiten Fluggesellschaften zusammengebaut werden.

Das gesamte Werksgelände hat die Fläche einer kleineren Stadt, und für die nötigen Wege zwischen den einzelnen Hallen werden natürlich interne Busse eingesetzt, denn zu Fuß wäre das schlicht nicht zu schaffen. Während der vollgepackten Exkursion siehst du den komplexen Prozess der Erprobung, Lackierung und finalen Vorbereitung der Maschinen, kurz bevor sie feierlich an die Fluggesellschaften aus aller Welt übergeben werden und zum ersten Mal in den Himmel steigen.

⚠️ Wichtige Warnung: Die Sache hat allerdings einen riesigen und kompromisslosen Haken, vor dem du dich in Acht nehmen solltest. Ohne sorgfältige Vorbereitung kommst du hier einfach nicht rein. Die Reservierung für die Fabrikbesichtigung ist zwingend mindestens drei Wochen im Voraus nötig, und zwar über die offizielle Website der örtlichen Touristeninformation. Führungen auf Englisch finden zudem typischerweise nur mittwochs und samstags statt, wobei die freien Plätze buchstäblich blitzschnell weg sind. Wenn du blind anreist in der Annahme, du kaufst die Tickets gleich an der Kasse, wird man dich wegen der sehr strengen Sicherheitsregeln auf dem gesamten Gelände hundertprozentig abweisen.

8. Canal du Midi: Entschleunigung im Schatten der Platanen

Während der nahe Airbus die extreme Geschwindigkeit der Moderne verkörpert, ist der berühmte Canal du Midi im Gegenteil eine perfekte Feier der absoluten Langsamkeit und stillen Ruhe. Dieser stolze 240 Kilometer lange Schifffahrtskanal verbindet Toulouse mit dem Mittelmeer und steht heute zu Recht auf der Liste des UNESCO-Welterbes als Meisterwerk der Ingenieurskunst des 17. Jahrhunderts, hinter dem der Visionär Pierre-Paul Riquet steht.

Der Kanal ist weltweit vor allem für seinen magischen grünen Tunnel berühmt, denn seine Ufer säumen Zehntausende alter Platanen, die perfekten Schatten spenden und so das Wasser vor schneller Verdunstung in der Sommerhitze schützen. Leider siehst du hier in den letzten Jahren aber auch eine traurigere Realität, denn die Bäume werden massiv von einer Pilzkrankheit namens Chancre coloré befallen. Deshalb finden umfangreiche Fällungen alter Bäume und ihr schrittweiser Ersatz durch neue, widerstandsfähigere Arten statt, sodass einige Abschnitte vorübergehend ihren ikonischen Charakter verloren haben.

Die traditionellste Art, dieses Wasserwunder zu erleben, ist das Mieten eines bequemen Hausboots, wofür du absolut keinen Bootsführerschein und keinerlei Vorerfahrung brauchst. Du fährst mit der beruhigenden Geschwindigkeit eines flotten Spaziergangs von etwa fünf bis acht Kilometern pro Stunde, manövrierst tagsüber durch historische Schleusen und ankerst abends einfach beim nächsten malerischen Dörfchen. Wenn du festen Boden unter den Füßen bevorzugst, dienen die ehemaligen Treidelpfade entlang des Wassers als perfekter flacher Radweg, auf dem man in zwei Tagen bequem die fantastischen 105 Kilometer von Toulouse bis zum märchenhaften Carcassonne radeln kann.

9. Eine lokale Legende kosten: Cassoulet

Aus Toulouse kann man schlicht nicht abreisen, ohne an jeder Ecke auf die absolute lokale kulinarische Ikone zu stoßen, die die gesamte dortige Gastronomie definiert. Das berühmte Cassoulet ist aber definitiv kein Gericht für schwache Mägen oder leichte Sommerdiäten. Es handelt sich um eine ultradeftige Kalorienbombe und eine verehrte lokale Institution, um deren echtes und einzig richtiges Rezept sich die Städte im Südwesten Frankreichs schon seit Jahrhunderten streiten, wobei die größte und lautstärkste Rivalität zwischen den Köchen aus Toulouse, Carcassonne und dem nahen Castelnaudary herrscht.

Dieses traditionelle und unglaublich sättigende rustikale Gericht besteht typischerweise aus großen weißen Bohnen, lokalen Würstchen, zartem Entenconfit und Stücken Schweinefleisch, wobei diese ganze reichhaltige Mischung sehr langsam in einem speziellen Tongefäß namens Cassole gebacken wird, bis sich an der Oberfläche eine dunkelbraune, perfekte knusprige Kruste bildet.

Für Liebhaber traditioneller Fleischgerichte ist es ein absolutes kulinarisches Muss, das die Einheimischen am liebsten mit kräftigem Rotwein aus der nahen Weinregion hinunterspülen. Finde dich aber damit ab, dass du nach so einem üppigen Mittagessen wahrscheinlich nichts Großes mehr zu Fuß schaffst und den Rest des Nachmittags eher zufrieden schnaufend im Schatten eines der stillen Stadtparks verbringst.

10. Museum Les Abattoirs und moderne Kunst

Wenn du zeitgenössische und leicht provokante Kunst magst, mach dich unbedingt ins lebhafte Viertel Saint-Cyprien am linken Ufer der breiten Garonne auf. Das Gebäude des Museums Les Abattoirs hat nämlich eine sehr bewegte und überaus interessante Geschichte, denn es handelt sich um einen wunderschön sanierten weitläufigen Komplex eines ehemaligen städtischen Schlachthofs aus dem 19. Jahrhundert, der eine völlig neue kulturelle Chance bekam.

Heute werden in diesen schönen industriellen Backsteinhallen erstklassige Werke moderner und zeitgenössischer Kunst ausgestellt, sowohl im Rahmen reicher Dauersammlungen als auch während sehr mutiger Wechselausstellungen, die oft aktuelle gesellschaftliche Themen aufgreifen. Der rohe Raum selbst mit seinen hohen Decken und erhaltenen industriellen Elementen verleiht allen Kunstinstallationen eine absolut einzigartige und leicht düstere Atmosphäre.

Der Hauptmagnet des gesamten Museums ist zweifellos der riesige Theatervorhang, den 1936 der berühmte Pablo Picasso höchstpersönlich malte und der den poetischen Titel „La Dépouille du Minotaure en costume d’Arlequin“ trägt. Er wird allerdings immer nur einige ausgewählte Monate im Jahr gezeigt, um diese überaus seltene und zerbrechliche Leinwand zuverlässig vor dauerhaften Schäden durch direktes Licht zu schützen.

11. Musée des Augustins und die bildende Kunst

Liebhaber klassischer Kunst und alter Architektur sollten dagegen direkt ins Musée des Augustins steuern, das in den absolut atemberaubenden Räumen eines ehemaligen gotischen Klosters aus dem 14. Jahrhundert untergebracht ist. Schon das historische Gebäude selbst mit seinem reich verzierten und stillen Kreuzgang ist den Eintritt wert, selbst wenn du die ausgestellten Gemälde gar nicht ansehen wolltest, denn es bietet die perfekte Flucht vor dem Lärm der modernen Stadt.

Die Sammlungen dieses bedeutenden Museums decken eine riesige Zeitspanne ab, von früher romanischer Bildhauerei bis zur klassischen französischen Malerei des frühen 20. Jahrhunderts. Während des Rundgangs findest du hier wertvolle Werke von Meistern wie Delacroix, Ingres oder dem berühmten Toulouse-Lautrec, am eindrucksvollsten ist aber die umfangreiche Ausstellung mittelalterlicher Steinskulpturen und furchteinflößender Wasserspeier, die nach und nach aus zerstörten Kirchen in der gesamten umliegenden Region hierher gebracht wurden.

💡 Tipp: Das Museum hat in jüngster Zeit eine recht umfangreiche und langwierige Gesamtsanierung durchlaufen, die die Ausstellungsräume modernisieren sollte. Prüfe deshalb kurz vor deinem Besuch lieber immer auf der offiziellen Website die aktuellen Öffnungszeiten, denn einige kleinere Ausstellungssäle könnten wegen notwendiger Wartung noch vorübergehend für die Öffentlichkeit geschlossen sein.

12. Japanischer Garten: Zen-Flucht aus der Stadt

Wenn du nach einigen Stunden genug von aufgeheizten Backsteinen, historischen Sehenswürdigkeiten und lebhaften Straßen hast, steig in die nächste Metrostation und fahr in den grünen Park Compans-Caffarelli. In seinem Herzen verbirgt sich nämlich ein perfekt gepflegter Japanischer Garten (Jardin Japonais), der sorgfältig von den traditionellen historischen Gärten im japanischen Kyoto inspiriert ist und den Besuchern absolute, ungestörte Ruhe bietet.

Auf einer recht kleinen und clever abgegrenzten Fläche findest du hier wohl alle klassischen asiatischen Zen-Elemente, von der typischen roten Holzbrücke über den eleganten Teepavillon bis hin zum stillen Teich voller riesiger bunter Koi-Karpfen, die ständig und träge unter der Wasseroberfläche dahingleiten. Der Garten ist von einer höheren Mauer und dichten Bäumen umgeben, sodass hier überhaupt kein lästiger Lärm von den umliegenden breiten Verkehrsboulevards eindringt und du den Kopf voll frei bekommst.

Der Eintritt in diesen wunderschönen und sorgfältig gepflegten Garten ist völlig kostenlos und es ist der absolut ideale Ort für eine kurze Pause mit einem guten Buch oder für einen ruhigen, langsamen Spaziergang mit einem Kaffee in der Hand. Das gilt besonders im Frühling, wenn hier die exotischen asiatischen Gehölze voll erblühen und der ganze Ort einen unglaublich romantischen Hauch bekommt.

13. Markthalle Victor Hugo und lokale Gastronomie

Für das echte und absolut authentische Erlebnis des lokalen Alltagslebens musst du dich auf den Marché Victor Hugo aufmachen, die größte überdachte Markthalle der ganzen Stadt und ein absolutes Paradies für alle Liebhaber gutem Essens. Im Erdgeschoss dieses massiven Betongebäudes drängen sich Dutzende kleiner, duftender Stände, die buchstäblich überquellen von frischem Käse, unglaublich knusprigem französischem Gebäck, lokalen Delikatessen und Gemüse von Bauern aus der näheren Umgebung.

Halt ruhig an einem der vielen Weinstände an, gönn dir ein Glas guten lokalen Rotwein und lass dir dazu eine sorgfältige Auswahl gereifter Käsesorten aus der Gegend der nahen Pyrenäen schneiden. Hier herrscht ein wunderbarer, energiegeladener Lärm, die Einheimischen rufen sich fröhlich mit den Marktleuten zu, alle kennen sich beim Namen und die gesamte Atmosphäre ist unglaublich ansteckend und herzlich freundlich.

Das absolut Beste kommt aber genau zur Mittagszeit. Im ersten Stock direkt über der Markthalle befinden sich nämlich gleich mehrere sehr beliebte Bistros, die ausschließlich aus frischen Zutaten kochen, die direkt bei den Standbetreibern unter ihnen gekauft werden. Das Essen ist hier zwar recht einfach und rustikal, dafür aber absolut fantastisch, und die Endpreise sind viel angenehmer als in den überteuerten Touristenrestaurants am Hauptplatz beim Rathaus.

Wohin von Toulouse aus weiter

Toulouse hat einen riesigen Vorteil durch seine strategische Lage, also mach dich unbedingt auf die Erkundung der Umgebung, wenn du mehrere Tage Zeit hast. Die Region Okzitanien ist voller Geschichte und wunderschöner Natur.

Der logischste und schönste Ausflug ist die Reise entlang des Kanals zur mittelalterlichen Festung Carcassonne. Du kannst mit dem Boot hinfahren, über den flachen Radweg radeln oder einfach in den Zug steigen und in knapp einer Stunde dort sein. Diese Stadt mit ihrer doppelten Stadtmauer sieht aus wie aus einem Märchen, und in unserem Artikel Carcassonne: Was du sehen und erleben kannst findest du alle praktischen Tipps für deinen Besuch.

Wenn du dich nach mediterraner Atmosphäre und Meeresbrise sehnst, steig in den Schnellzug und mach dich Richtung Küste auf. In etwa zwei Stunden Fahrt landest du in einer eleganten Stadt voller Studenten und moderner Architektur. Für Inspiration lies unseren Reiseführer Montpellier: Tipps für einen Ausflug.

Häufig gestellte Fragen

Ist Toulouse eine sichere Stadt für Touristen?

Ja, das historische Zentrum und die wichtigsten Touristengebiete sind auch für späte Abendspaziergänge sehr sicher. Wie in jeder großen französischen Stadt solltet ihr aber auf Taschendiebe in der Umgebung des Hauptbahnhofs Matabiau aufpassen und in den Metrowagen während der nachmittäglichen Rushhour, wenn die Leute dicht gedrängt stehen.

Wie kommt man am besten vom Flughafen Blagnac ins Zentrum?

Die Anbindung vom Flughafen ist extrem einfach und übersichtlich. Direkt vom Terminal fährt die schnelle Straßenbahnlinie T2, die euch zur Station Palais de Justice bringt, wo ihr direkt zur Metro umsteigen könnt. Die Fahrt dauert ungefähr dreißig Minuten und das Ticket kostet nur ein paar Euro. Es gibt auch einen Flughafen-Expressbus.

Brauche ich in Toulouse und Umgebung einen Mietwagen?

Wenn Sie planen, nur in der Stadt zu bleiben und eventuell eine gemütliche Fahrt entlang des Canal du Midi zu unternehmen, brauchen Sie überhaupt kein Auto und es wäre eher eine große Last wegen des teuren und komplizierten Parkens. In die umliegenden Städte gelangen Sie sehr bequem und schnell mit den zuverlässigen Regionalzügen TER.

Wann haben die Museen in Toulouse freien Eintritt?

Die meisten städtischen Museen, einschließlich des beliebten Les Abattoirs und Musée des Augustins, bieten jeden ersten Sonntag im Monat freien Eintritt. Rechnet allerdings damit, dass an diesem Tag ziemlich lange Schlangen von Einheimischen zu erwarten sind, daher empfehle ich, gleich früh morgens vor der Öffnungszeit hinzugehen.

Gibt es Direktflüge von Prag nach Toulouse?

Ja, das Reisen hat sich für uns kürzlich deutlich vereinfacht und ist günstiger geworden. Die Fluggesellschaft Smartwings hat sehr praktische Direktflüge vom Prager Flughafen direkt nach Toulouse eingeführt, sodass ihr glücklicherweise keine langwierigen und nervigen Umstiege in Paris oder Amsterdam mehr in Kauf nehmen müsst, die die Reise unnötig verlängert haben.

Komme ich hier mit Englisch durch?

In den Haupttouristengebieten, am Flughafen und in modernen Hotels kommt man auf Englisch problemlos zurecht. In kleineren traditionellen Bistros und auf dem Markt kann es jedoch schon schwieriger werden, daher lohnt es sich, zumindest grundlegende französische Höflichkeitsfloskeln zu kennen. Die Einheimischen wissen deine Bemühungen um die französische Sprache immer sehr zu schätzen.

Ist das Leitungswasser in Toulouse trinkbar?

Leitungswasser (eau du robinet) ist hier absolut sicher und trinkbar, zudem unterliegt es sehr strengen hygienischen Qualitätskontrollen. In den örtlichen Restaurants könnt ihr es ganz normal kostenlos zum Essen bestellen, was euch an heißen Tagen eine Menge Geld für unnötig überteuertes Flaschenwasser spart.

Schaffe ich die Fahrradtour entlang des Kanals, wenn ich kein Sportler bin?

Ganz ohne Bedenken und ohne spezielles Training. Die ehemaligen Treidelpfade entlang des Canal du Midi sind absolut flach und körperlich nicht anspruchsvoll. Die Strecke schaffen mit einem Lächeln auch Familien mit kleineren Kindern oder Gelegenheitsradler, außerdem könnt ihr Tempo und Entfernung ganz nach euren Vorstellungen anpassen.

Tipps und Tricks für deinen Urlaub

Zahle nicht zu viel für Flugtickets

Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.

Buche deine Unterkunft clever

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Vergiss die Reiseversicherung nicht

Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.

Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).

Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

Finde die besten Erlebnisse

Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!

Island Südküste: 12 Tipps, was du sehen und erleben kannst

TL;DRDie Südküste Islands punktet mit 12 Tipps für die schönsten Wasserfälle, Strände und Naturwunder – vom Seljalandsfoss bis zum schwarzen Strand Reynisfjara. Von Reykjavík erreichst du die Region über die Ring Road in etwa zwei Stunden. Zu den Highlights zählen die Wasserfälle Seljalandsfoss (60 m, du kannst hinter den Wasservorhang laufen), der versteckte Gljúfrabúi in seiner Höhle, der mächtige Skógafoss, die Schlucht Fjaðrárgljúfur, der Gletscher Sólheimajökull, das Flugzeugwrack der DC-3 auf der Ebene Sólheimasandur sowie die Klippen von Dyrhólaey mit ihren Papageientauchern. Das Parken kostet an den meisten Sehenswürdigkeiten 1000 ISK über die App Parka, beim Flugzeugwrack 750 ISK. Plan für die Gegend am besten mindestens zwei Tage und eine Nacht ein – übernachten kannst du zum Beispiel in Vík í Mýrdal, Selfoss oder Hvolsvöllur.

Als Lukáš und ich Ende September 2018 zu unserem großen Roadtrip aufbrachen, ahnte ich irgendwie, dass es der Hammer werden würde – doch die Realität übertraf am Ende all unsere Erwartungen. Die Erkundung der Island Südküste hatten wir gleich für den vierten Reisetag eingeplant und intern nannten wir ihn schlicht „den Tag der Wasserfälle“.

Ich erinnere mich noch genau, wie wir morgens losfuhren und die Landschaft mit jedem Kilometer dramatischer, steiler und wilder wurde. Man fühlt sich dort einfach winzig angesichts dieser unglaublichen Kraft der Natur, die einem auf der einen Seite endlose Gletscher und auf der anderen den ungezähmten Ozean präsentiert.

In diesem Artikel findest du 13 Tipps, was du im Süden der Insel sehen und erleben kannst. Wir gehen die berühmtesten Wasserfälle durch, bei denen dir der Atem stockt, und zeigen dir auch versteckte Orte ohne Touristenmassen. Ich verrate dir, wo du strategisch übernachtest, wie es 2026 mit Parken und Gebühren aussieht und – vor allem – wovor du unbedingt aufpassen musst, damit du gesund nach Hause kommst.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit zum Lesen haben

  • Die schönsten Wasserfälle: Halte am Seljalandsfoss (man kann dahinter laufen) und entdecke gleich daneben den versteckten Gljúfrabúi in der Höhle. Lass auch den mächtigen Skógafoss nicht aus.
  • Parken kostet: An den meisten Naturdenkmälern (Seljalandsfoss, Skógafoss, Fjaðrárgljúfur) zahlt man seit Kurzem 1000 ISK (ca. 7 €) Parkgebühr über die App Parka.
  • Verlassenes Flugzeugwrack: Zum berühmten DC-3-Wrack auf Sólheimasandur musst du entweder 45 Minuten zu Fuß durch die Einöde laufen oder den kostenpflichtigen Shuttlebus nehmen.
  • Gefährliche Schönheit: Der schwarze Strand Reynisfjara ist zwar wunderschön, aber wegen der sogenannten Sneaker Waves (heimtückische Wellen) extrem gefährlich. Dreh dem Meer niemals den Rücken zu!
  • Papageientaucher beobachten: Im Sommer hast du die besten Chancen auf diese niedlichen Vögel an den Klippen von Dyrhólaey – aber Achtung vor den abendlichen und nächtlichen Sperrungen wegen der Brutzeit.
  • Ideale Zeit: Plane für die Südküste mindestens zwei Tage und eine Nacht ein, damit du nicht alles im Stress abhaken musst und die Aussichten wirklich genießen kannst.

Wann hinfahren und wie man hinkommt

Logistisch ist die Südküste recht angenehm: Über die Ringstraße Nummer 1 (Ring Road) erreichst du sie von Reykjavík aus in rund zwei Stunden. Man kann sie also auch als sehr vollgepackten Tagesausflug schaffen, wenn die Zeit knapp ist. Rechne aber damit, dass du dann 10 bis 11 Stunden am Stück unterwegs und auf den Beinen bist und nur die wichtigsten Highlights schaffst.

Für ein entspannteres Tempo empfehle ich daher von ganzem Herzen, den Süden auf zwei Tage und eine Nacht aufzuteilen. Im Sommer fährst du die Straße mit einem normalen Pkw ab, aber wenn du außerhalb der Saison auf die Insel kommst (von Oktober bis April), rate ich dir unbedingt zu einem Auto mit 4×4-Antrieb.

Wir hatten ein größeres Auto gemietet und Lukáš und ich haben seit Langem gute Erfahrungen mit DiscoverCars, das wir überall auf der Welt nutzen, weil wir dort gleich den Vergleich aller großen und lokalen Vermieter sehen.

Wenn du im Sommer hier bist (von Juni bis August), hast du einen riesigen Vorteil: das endlose Tageslicht. Die Sonne geht hier kurz nach Mitternacht unter und vor drei Uhr morgens wieder auf, du hast also rund 21 Stunden zum Erkunden und kannst zum Beispiel um Mitternacht zu den Wasserfällen aufbrechen, wenn keine Menschenmassen da sind.

Im August 2026 ist der Süden allerdings wegen einer totalen Sonnenfinsternis extrem ausgebucht, reserviere also alles mit großem Vorlauf. Der Winter bietet dafür raue Romantik und die Chance auf Polarlichter – du musst dich nur darauf einstellen, dass du um die Wintersonnenwende nur etwas mehr als 4 Stunden Tageslicht hast.

Für die Aurora-Jagd solltest du immer die Bewölkung auf der offiziellen Website des Wetterdienstes checken und dich mit Geduld wappnen, denn für eine erfolgreiche Beobachtung braucht man hier im Schnitt 5 bis 7 Nächte.

Seit dem 1. Januar 2026 gilt auf Island außerdem eine neue Kilometersteuer für Pkw, die 6,95 ISK (etwa 0,05 €) pro gefahrenem Kilometer beträgt. Die Vermieter schlagen daher meist eine Pauschale von rund 1390 bis 1550 ISK (ca. 9–10 €) pro Tag auf den Preis oder rechnen die Kilometer bei der Rückgabe ab.

Die gute Nachricht ist aber, dass dadurch das Benzin auf rund 305 ISK pro Liter (ca. 2 €) gesunken ist. Der größte Feind im Süden ist überraschenderweise nicht Schnee oder Eis, sondern der Wind. Der isländische Sturm ist etwas, das man jemandem, der es nicht erlebt hat, kaum beschreiben kann – er reißt dir mit Leichtigkeit die Autotür aus den Angeln.

Parke deshalb immer gegen den Wind und halte die Tür mit beiden Händen fest, denn diese Schäden (das sogenannte Door-Ripping) deckt keine Versicherung ab und die Reparatur kostet unglaubliche Summen. Schließ unbedingt eine GP-Versicherung gegen Steinschlag und vor allem SAAP (Sand and Ash Protection) ab, denn die starken Winde im Süden wirbeln den Vulkansand auf und sandstrahlen den Lack regelrecht bis aufs Blech.

Wo übernachten + was es kostet

Wenn du die Erkundung des Südens ernsthaft angehen und nicht zwölf Stunden am Stück im Auto sitzen willst, empfehle ich dir auf jeden Fall, dir hier eine Unterkunft an der Island Südküste für mindestens eine Nacht zu suchen. Die beliebteste Basis für Ausflüge zu den Gletschern ist das malerische Dörfchen Vík í Mýrdal, das ganz im Osten dieser Region liegt.

Die Kapazitäten sind hier aber stark begrenzt und die Preise in der Saison schießen steil nach oben. Ein schöner Ort zum Übernachten direkt in Vík ist zum Beispiel das Hotel Katla by Keahotels, wo du nach einem eisigen Tag den Außen-Whirlpool und die Sauna genießen kannst, oder das günstigere Vík HI Hostel für Rucksacktouristen.

Eine günstigere und besser verfügbare Variante ist meist das Städtchen Selfoss, das näher an der Hauptstadt liegt und enorm viele Möglichkeiten bietet, darunter das beliebte Bakki Hostel (die Preise beginnen hier schon bei rund 75 € pro Nacht).

Wenn du den goldenen Mittelweg suchst, probiere Hvolsvöllur, das etwa auf halber Strecke zu den größten Naturattraktionen liegt. Hier findest du auch das absolut luxuriöse Vier-Sterne-Hotel Rangá, das für seine heißen Quellen und den perfekten Blick auf die Polarlichter bekannt ist – vorausgesetzt, du hast Glück mit einem wolkenlosen Himmel.

💡 Konkrete Übernachtungstipps (Preise und Verfügbarkeit prüfst du über Booking.com, reserviere früh – in der Saison und rund um die Sonnenfinsternis 2026 sind die Zimmer Monate im Voraus weg):

Die Übernachtungspreise auf Island gehören nicht gerade zu den niedrigsten und ein schönes Gästehaus für zwei kostet dich umgerechnet 100 bis 200 € (etwa 15 000 bis 30 000 ISK) pro Nacht. Booking.com ist unsere liebste Hotelsuchmaschine, wo man hin und wieder nette Rabatte ergattern kann.

Seit 2024 fällt außerdem eine Übernachtungssteuer von 800 ISK (ca. 5 €) pro Zimmer und Nacht an, die direkt vor Ort berechnet wird. Wenn du campst, beträgt die Steuer 400 ISK pro Nacht. (Wir sind beim Campen mittlerweile wohl etwas bequem geworden, aber viele Leute nutzen die beliebte Camping Card für rund 26 000 ISK, die bis Mitte September gilt.)

Günstige Flüge gibt es von Deutschland aus zum Beispiel mit Icelandair oder im Sommer mit Saisonverbindungen ab Frankfurt, München und Berlin direkt nach Keflavík. Mit etwas Vergleichen lassen sich hier einige Hundert Euro sparen, damit mehr Budget für die wunderschönen Hotels mit Außenpools übrig bleibt.

Denk daran: Auf Island gilt zwar deine blaue EHIC-Karte, aber die deckt keine Rettungseinsätze (ICE-SAR) ab. Eine gute Reiseversicherung ist daher absolut unverzichtbar und wir empfehlen dir, die Notfall-App 112 Iceland aufs Handy zu laden. Praktisch ist außerdem eine eSIM für mobiles Internet unterwegs – etwa von Holafly oder Yesim.

Unglaubliches Schauspiel: Die schönsten Wasserfälle des Südens

Dieser Teil Islands könnte ruhig in „Land des fallenden Wassers“ umbenannt werden, denn nirgendwo sonst auf der Insel findest du so viele ikonische Wasserfälle auf so kleinem Raum. Ich empfehle dir, früh morgens aus Reykjavík aufzubrechen (ruhig schon gegen sieben Uhr), um den Reisebussen zuvorzukommen, die normalerweise gegen zehn Uhr vormittags an den ersten Stopps eintreffen.

Vergiss nicht, eine extrem gute wasserdichte Jacke und Hose mitzunehmen, denn an diesen Orten bleibt schlicht kein Faden trocken.

1. Unauffälliger Start am Gluggafoss

Unseren vierten Roadtrip-Tag haben wir genau am Gluggafoss gestartet – einem wunderschönen und von Touristen oft zu Unrecht übersehenen Wasserfall, den du ein Stück abseits der belebtesten Hauptstraße findest.

Das Wasser fällt hier nicht einfach gerade nach unten, sondern bahnt sich seinen Weg durch interessante Felsformationen und ausgewaschene „Fenster“ im weichen Gestein. Das verleiht ihm einen ganz anderen Charakter und eine feinere Struktur als den berühmteren Giganten, die weiter auf der Strecke auf dich warten.

Wir waren hier früh am Morgen ganz allein, genossen die Stille, die nur vom Rauschen des Wassers unterbrochen wurde, und konnten jede Menge schöner Fotos machen, ohne ständig anderen Reisenden in gelben Regenjacken ausweichen zu müssen.

Es ist ein großartiger Ort für so ein ruhiges morgendliches Erwachen und um sich auf das einzustimmen, was an diesem Tag noch auf dich wartet. ☺️ Die Natur wirkt hier noch nicht so rau und aggressiv – im Gegenteil, überall wächst herrlich grünes Gras.

2. Seljalandsfoss: Der Wasserfall, den man umrunden kann

Nach etwa anderthalb Stunden Fahrt aus der Hauptstadt triffst du auf den echten Star aller Postkarten. Der gewaltige Wasserfall Seljalandsfoss stürzt aus einer respektablen Höhe von 60 Metern über einen ehemaligen Meeresklippenrand – ein absolut eleganter, schmaler Wasserstrahl.

Seine größte und absolut einzigartige Attraktion ist, dass direkt hinter der Wasserwand ein rutschiger steiniger Pfad verläuft, sodass man den ganzen Wasserfall in einem riesigen Felsüberhang umrunden kann.

Der Blick durch den tosenden Wasservorhang auf die untergehende Sonne ist einfach spektakulär – auch wenn ich zugeben muss, dass wir dahinter klatschnass wie begossene Pudel wieder hervorkamen 😅. Die Gischt fliegt hier in alle Richtungen, also stecke Handy und Kamera tief unter die Jacke und zieh sie nur für den allernötigsten Moment heraus.

Parken kannst du hier auf einem großen Parkplatz, wo neuerdings eine Pauschalgebühr von 1000 ISK (ca. 7 €) über die App Parka fällig wird. Ich empfehle, sie schon zu Hause herunterzuladen und eine Zahlungskarte zu hinterlegen, das erspart dir viel Nervenkram an den Automaten, die auf Island übrigens oft die physische PIN-Eingabe verlangen – bloßes Auflegen von Apple Pay reicht meist nicht.

In den Wintermonaten ist der Weg hinter den Wasserfall oft gesperrt, weil er sich in eine riesige und lebensgefährliche Rutschbahn verwandelt.

3. Der geheimnisvolle Gljúfrabúi in der Höhle

Wenn du schon das Parken am Seljalandsfoss bezahlst (das Ticket gilt für beide Orte), wäre es geradezu touristischer Selbstmord, gleich wieder ins Auto zu steigen und weiterzufahren. Die meisten Leute knipsen hier ihre Fotos und verschwinden, aber du läufst einfach nur etwa fünfhundert Meter nach links entlang der hohen Klippe.

Du triffst hier auf einen unscheinbaren Spalt im Fels, aus dem ein Bach fließt – und im Inneren verbirgt sich ein echter Schatz. Gljúfrabúi (übersetzt „Bewohner der Schlucht“) ist ein Wasserfall, der direkt im Inneren des Felsens versteckt liegt.

Um ihn überhaupt in seiner vollen Schönheit zu sehen, musst du über rutschige Steine springen und regelrecht durch das Bett eines flachen Bächleins waten, um ins Innere der Höhle zu gelangen. Dort ist es dunkel, unglaublich laut und hat eine unfassbar mystische Atmosphäre, die dich sofort in ihren Bann zieht.

Geh hier auf keinen Fall ohne gute wasserdichte Schuhe mit kräftigem Profil und rutschfester Sohle hinein, denn ein falscher Schritt und du hast für den Rest des Tages Wasser in den Schuhen. Aber glaub mir, dieses Erlebnis wirst du sehr lange in Erinnerung behalten – es weckt diese echte kindliche Entdeckerfreude in dir.

4. Der donnernde, majestätische Skógafoss

Knapp dreißig Kilometer weiter die Straße entlang erscheint plötzlich der Skógafoss vor dir – das absolute Biest unter den Wasserfällen. Während der Seljalandsfoss eher elegant ist, spürst du hier schon aus der Ferne die pure und brachiale Kraft der Natur.

Der Wasserfall stürzt aus einer Höhe von 60 Metern, ist aber zudem 25 Meter breit, und dank der riesigen Gischtmenge siehst du hier an sonnigen Tagen fast mit hundertprozentiger Sicherheit einen massiven Regenbogen (und ziemlich oft sogar einen doppelten).

Du kannst über die flachen Kiesel bis ganz dicht unter ihn gehen, aber rechne damit: Je näher du kommst, desto mehr fühlt es sich an wie der Aufenthalt in einer laufenden Autowaschanlage. Oder du gehst wie wir rechts die Holztreppe hinauf zur Aussichtsplattform oben.

Es sind hier genau 527 Stufen und deine Oberschenkel werden brennen wie Feuer, aber der Blick von der Klippenkante hinunter auf die flache Küste ist unbezahlbar. Und ein kleiner Extratipp: Oben beginnt der berühmte Fimmvörðuháls-Trek.

Die meisten Leute schauen nur kurz von der Plattform und gehen wieder hinunter, aber wenn du noch einen oder zwei Kilometer entlang des Flusses Skógá weiterläufst, entdeckst du eine wunderschöne Kaskade aus Dutzenden kleinerer Wasserfälle ganz ohne Touristen.

Pass nur auf deinen Geldbeutel auf: Seit Mai 2025 wird auch hier eine Parkgebühr von 1000 ISK (ca. 7 €) über die App Parka erhoben (das Zeitlimit liegt bei acht Stunden, Übernachten ist nicht erlaubt).

💡 Tipp: Eintrittskarten und geführte Touren (Südküste und Umgebung) lohnt es sich, vorab online auf GetYourGuide zu buchen, in der Saison sind sie schnell ausgebucht.

5. Der grüne Canyon Fjaðrárgljúfur

Er liegt zwar etwas weiter östlich, erst ein Stück hinter dem Städtchen Vík, aber ich muss ihn unbedingt unter den schönsten Naturphänomenen erwähnen. Der Canyon Fjaðrárgljúfur ist ein etwa zwei Kilometer langes und hundert Meter tiefes Naturwunder, ausgehöhlt von einem Gletscherfluss.

Das grüne Moos, das die steilen Felswände bedeckt, kontrastiert scharf mit dem blauen Wasser unten und das Ganze wirkt wie eine Kulisse aus einem Fantasyfilm (das hat übrigens auch Justin Bieber entdeckt, der hier ein Musikvideo drehte und den Ort durch den Ansturm seiner Fans beinahe versehentlich zerstörte).

Heute führt zum Glück ein klar markierter und abgegrenzter Pfad entlang der Canyonkante mit mehreren sicheren Aussichtsplattformen. Die Parkgebühr beträgt hier neuerdings ebenfalls 1000 ISK (ca. 7 €) und du erledigst sie mit der obligatorischen App Parka.

Pass nur auf, wenn du in den Frühlingsmonaten nach Island fliegst, wenn der Schnee schmilzt. Die Umweltbehörde sperrt den Zugang zum Canyon in dieser Zeit regelmäßig komplett, um die fragile Vegetation vor dem Zertrampeln im Schlamm zu schützen – prüfe den aktuellen Stand daher immer vorab auf der offiziellen Website ust.is.

Baden und ein Tropfen Geschichte unter dem Gletscher

Wenn dir nach ein paar Stunden das ständige Abwischen der Kameraobjektive von Wassertropfen verleidet, bietet die Island Südküste zum Glück auch andere Beschäftigungen. Du kannst versuchen, dich ein wenig aufzuwärmen (auch wenn das seine großen Tücken hat) oder dich vor dem Regen verstecken und in der Zeit zurückreisen in die Tage der ersten Siedler.

6. Abenteuer im Pool Seljavallalaug

Nach einem Vormittag voller eisiger Wasserfälle hatten Lukáš und ich verrückte Lust, uns wenigstens ein bisschen aufzuwärmen, also steuerten wir den Pool Seljavallalaug an. Es ist einer der ältesten Freibäder auf ganz Island, schon 1923 in den Fels gesetzt.

Um zu ihm zu gelangen, musst du vom Parkplatz aus durch ein atemberaubendes, schmales Bergtal zu Fuß gehen (der Weg dauert etwa zwanzig Minuten) und die Szenerie um dich herum wird dich schlichtweg rühren.

Aber ich bin ganz ehrlich mit dir: Die Realität des Badens ist etwas punkiger. Das Wasser im Pool ist außerhalb der wärmsten Sommertage nämlich nicht wirklich heiß, eher lauwarm, und weil der Boden nur sehr selten von Freiwilligen gereinigt wird, ist er voller natürlicher rutschiger Algen.

Die Umkleiden sind dann ein Kapitel für sich – alt, nass und leicht eklig, denn es hängt rein von den Touristen ab, in welchem Zustand sie sie hinterlassen.

Trotzdem bereuen wir es absolut nicht: In einem verlassenen Betonpool inmitten wilder grüner Berge mit Nebel auf den Gipfeln zu baden hat einfach eine unfassbar besondere Atmosphäre.

7. Skógar-Museum voller Torfhäuser

Wenn dich unterwegs der typische horizontale isländische Platzregen erwischt, gegen den Regenjacken einfach machtlos sind, ist das Museum in Skógar (Skógasafn) die ideale Notbremse. Du findest es nur eine Autominute vom Wasserfall Skógafoss entfernt und für den Eintritt von 3000 ISK (ca. 20 €) pro Erwachsenem bekommst du Zugang zu einem riesigen Komplex, in dem du im Trockenen und Warmen ruhig zwei Stunden verbringst.

Der Außenbereich besteht aus märchenhaft restaurierten alten Häuschen mit grasbewachsenen Torfdächern, die aus der Ferne buchstäblich wie Hobbit-Behausungen aus Herr der Ringe aussehen.

Im Inneren des Hauptgebäudes findest du dann eine unglaublich reiche Sammlung historischer Gegenstände – von alten Fischerbooten bis zu traditionellen isländischen Strickpullovern (Lopapeysa) und Werkzeugen. Es ist ein faszinierender und stellenweise fast bedrückender Blick in die Geschichte, der dir voll und ganz zeigt, wie unfassbar hart und rau das Leben der hiesigen Bewohner vor Jahrhunderten angesichts dieser Natur war.

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Einöden, Eis und postapokalyptische Aussichten

Wenn du die grünsten Abschnitte rund um den Skógafoss hinter dir lässt und dich dem Gletscher Mýrdalsjökull näherst, verändert die Landschaft entlang der Straße dramatisch ihre Farbe vom leuchtenden Grün zu einem dunklen, aschgrauen und schwarzen Ton. Hier beginnt das rauere Gesicht der Insel, wo du uraltes Eis berühren oder die verrosteten Überreste eines amerikanischen Flugzeugs erkunden kannst, das in der endlosen Ebene verloren liegt.

8. Zum Greifen nah: der Gletscher Sólheimajökull

Ein Stück hinter der Abzweigung zum Flugzeugwrack findest du eine kleine Straße, die direkt zur Gletscherzunge Sólheimajökull führt. Es ist ein Ausläufer des riesigen Gletschers Mýrdalsjökull, der unter sich den berüchtigten und sehr aktiven Vulkan Katla verbirgt.

Erwarte hier keinen strahlend weißen, steril sauberen Schnee wie aus den Alpenprospekten. Dieser Gletscher ist von dicken schwarzen Adern aus Vulkanasche vergangener Eruptionen durchzogen, die der Frost über Jahrhunderte regelrecht in ihn eingepresst hat.

Zur Gletscherstirn gelangst du vom Parkplatz in etwa zwanzig Minuten zu Fuß vorbei an einer traurig-trüben Gletscherlagune, wo du mit eigenen Augen sehen kannst, wie schnell Island sein Eis verliert und schmilzt.

Hier muss ich aber eine riesige und eindringliche Warnung aussprechen: Versuche niemals unter keinen Umständen, das Eis selbst zu betreten ohne zertifizierten Guide und entsprechende Ausrüstung! Der Gletscher ist ein lebendiger Organismus, der sich ständig bewegt, knackt und tiefe Spalten bildet, sogenannte Moulins, die heimtückisch von einer dünnen Schicht frischen Schnees bedeckt sein können.

Wir haben von unten mit Respekt zugesehen, wie sich Gruppen von Leuten mit Helmen, Steigeisen und Eispickeln sicher durch das Labyrinth aus Eis bewegten.

Wenn du eine Gletscherwanderung am eigenen Leib ausprobieren willst, beginnen dreistündige Touren bei Anbietern wie Arctic Adventures oder Troll Expeditions bei rund 8500 bis 13900 ISK (etwa 56–91 €) und Ausflüge in die örtliche Eishöhle Katla kosten rund 29900 ISK (ca. 196 €).

💡 Tipp: Eintrittskarten und geführte Touren (Südküste und Umgebung) lohnt es sich, vorab online auf GetYourGuide zu buchen, in der Saison sind sie schnell ausgebucht.

9. Das Flugzeugwrack DC-3 in der schwarzen Ebene

Auf der riesigen und absolut flachen Schwemmebene Sólheimasandur, die aus schwarzem Vulkansand und Kies besteht, befindet sich einer der meistfotografierten Orte ganz Islands.

Das Wrack eines amerikanischen Militärflugzeugs DC-3 ist hier 1973 notgelandet (die gesamte Besatzung kam damals zum Glück unverletzt davon) und das Militär baute anschließend nur das Wertvollste aus. Das ausgeschlachtete Metallskelett des Flugzeugs sitzt so bis heute inmitten der endlosen düsteren Ebene und sieht dort unglaublich postapokalyptisch aus.

Heute kommt man auf keinen Fall mehr mit dem Auto zum Wrack, weil die Grundstückseigentümer den Weg wegen der Naturzerstörung gesperrt haben. Für das Parken an der Hauptstraße zahlst du 750 ISK (ca. 5 €) und dann hast du zwei Möglichkeiten.

Du kannst vier Kilometer in eine Richtung zu Fuß gehen, was rund 45 Minuten Fußmarsch über absolut flaches Gelände ohne ein Stück Schatten oder Windschutz bedeutet (und ehrlich gesagt, wenn es regnet, ist das ein regelrechtes Fegefeuer und eine Härteprüfung).

Die zweite, deutlich komfortablere Möglichkeit ist, ein Rückfahrticket für den Pendel-Shuttlebus für rund 3000 bis 4000 ISK (ca. 20–26 €) zu kaufen, der von zehn Uhr morgens bis fünf Uhr nachmittags fährt und den Weg auf zehn Minuten verkürzt.

Die schönsten Strände und Klippen am Ende der Welt

Unsere letzten Stopps an diesem Tag gehörten dem Ozean selbst und ich glaube ehrlich, dass du hier erst vollkommen verstehst, warum die Menschen immer wieder ins raue Island zurückkehren. Die Strände hier haben definitiv keinen weißen Sand und im Bikini wirst du dich hier nicht bräunen, aber die unglaubliche rohe Energie der Wellen, die gegen die schwarzen Basaltsäulen schlagen, raubt dir schlichtweg den Atem.

10. Aussichten und niedliche Papageientaucher auf Dyrhólaey

Vor der Ankunft in Vík zweigt die Straße zur Küste ab und steigt auf das mächtige Kap Dyrhólaey. Es ist ein riesiger Felsbogen vulkanischen Ursprungs, der tief ins Meer hineinragt (angeblich könnte sogar ein kleineres Flugzeug hindurchfliegen).

Vom Leuchtturm oben bietet sich dir der absolut schönste Panoramablick weit und breit: Du siehst den endlosen schwarzen Strand, der sich nach Westen zieht, und die zerklüfteten Felsen bei Vík im Osten – und das alles mit dem tosenden Meer Dutzende Meter unter dir.

Zugleich ist Dyrhólaey wohl der beste Ort auf der ganzen Insel, an dem du in freier Wildbahn Papageientaucher beobachten kannst. Diese niedlichen Vögel mit den bunten Schnäbeln brüten hier von Mai bis Mitte August und die größte Chance, sie zu sehen, hast du morgens zwischen sieben und zehn oder abends nach sechs.

Pass hier aber unbedingt auf den Zeitplan der Natur auf: Zum Schutz der brütenden Vögel ist die gesamte Klippe etwa von Mitte Mai bis Ende Juni oft komplett gesperrt von 19:00 bis 9:00 Uhr morgens.

Diese abendlichen und nächtlichen Sperrungen sind meist streng, also plane deinen Besuch lieber tagsüber und prüfe die Informationen immer auf den Naturschutz-Websites.

11. Die tödliche Schönheit des schwarzen Strands Reynisfjara

Dann sind wir nur ein Stück weiter zum Strand Reynisfjara gezogen, den viele für den schönsten Strand der Welt halten (er hatte übrigens auch einen Auftritt in Game of Thrones) – und ich muss ihnen absolut zustimmen.

Die Kombination aus tiefschwarzem Sand, der wunderschönen Höhle Hálsanefshellir, gesäumt von regelmäßigen Basaltsäulen, die an eine riesige Orgel erinnern, und dem nebligen Dunst der zerschellenden Wellen ergibt ein perfektes visuelles Meisterwerk.

Die Schönheit dieses Ortes ist aber mit extremem Risiko erkauft und ich muss dich wirklich eindringlich warnen. Der Ozean spielt hier nicht nach den Regeln und Reynisfjara tötet regelmäßig wegen eines Phänomens namens Sneaker Waves (heimtückische Wellen).

Diese rollen plötzlich und ohne jede Vorwarnung ruhig dreißig Meter weiter heran als die vorherigen, mit enormer Geschwindigkeit und Kraft, und können einen erwachsenen Menschen in die eisigen Tiefen ziehen. In den letzten zwanzig Jahren sind hier 6 Menschen gestorben und zuletzt kam im August 2025 leider ein neunjähriges Mädchen tragisch ums Leben.

Heute steht am Strandzugang eine Warnampel (Gelb bedeutet, die gelbe Zone nicht zu betreten, Rot bedeutet, nicht weiter als bis zum Sicherheitsschild zu gehen) und der sichere Weg ist durch eine Kette markiert. Bitte halte mindestens 30 Meter Abstand zum Wasser und dreh dem wilden Ozean wirklich niemals den Rücken zu – auch nicht für ein Foto!

12. Reynisdrangar und die sagenhaften Trolle von Vík

Wenn du vorsichtig am Strand Reynisfjara stehst oder dann ein paar Kilometer weiter direkt zum Strand im Städtchen Vík ziehst, siehst du unweit des Ufers scharfe und zerklüftete Felsnadeln aus dem Wasser ragen, genannt Reynisdrangar. Sie erheben sich in eine beeindruckende Höhe von 66 Metern und der Ozean prallt mit unglaublicher Kraft gegen sie.

Einer alten und sehr beliebten isländischen Legende zufolge sind das nicht einfach irgendwelche Felsen. Es sollen versteinerte Trolle sein, die im Schutz der Dunkelheit versuchten, ein beschädigtes Schiff mit drei riesigen Masten an Land zu ziehen.

Sie hatten sich aber ein wenig verkalkuliert, schafften es nicht bis zur Morgendämmerung und die ersten Morgensonnenstrahlen verwandelten sie für immer in Stein, der aus den Meereswellen ragt. Wir haben diese Felsen erst in der abendlichen Dämmerung beobachtet, als sie wirklich bedrohlich und düster wirkten, was dieser ganzen sagenhaften Atmosphäre einen absolut perfekten Reiz verlieh.

13. Das gemütliche Vík í Mýrdal und der Berg Reynisfjall

Und damit sind wir am Ziel unserer Südreise. Das Dörfchen Vík í Mýrdal ist mit ein paar Hundert Einwohnern zwar winzig, funktioniert aber als absolut perfekter Stützpunkt und Basislager.

Du findest hier alles, was du nach einem ganzen Tag im Freien brauchst – eine große N1-Tankstelle, den Supermarkt Krónan zum Auffüllen der Vorräte und tolle Cafés. Über dem Dorf steht die ikonische weiße Kirche mit rotem Dach (Víkurkirkja) von 1934, von der aus du den schönsten fotogenen Blick über das ganze Städtchen hinunter auf den Strand und die Basalt-Trolle im Meer genießt.

Wenn du gern wanderst, genug Kraft hast und den riesigen Menschenmassen entkommen willst, die sich unten an den Stränden bei den Basaltsäulen drängen, habe ich einen tollen Tipp für dich, den viele Reiseführer übersehen.

Mach dich auf zum Berg Reynisfjall (235 Meter hoch), der sich direkt über Vík erhebt. Die Wanderung nach oben dauert rund zweieinhalb Stunden und als Belohnung bekommst du einzigartige Blicke auf die Südküste aus der Vogelperspektive.

In den Sommermonaten ist es zudem ein fantastischer und viel ruhigerer Ort, um brütende Papageientaucher zu beobachten, ohne den Stress, dass dir ständig jemand ins Bild läuft.

Wo man essen kann

Island ist für deinen Geldbeutel allgemein nicht gerade nachsichtig und das Essen in Restaurants kostet ziemlich viel (rechne mit rund 2500 bis 4500 ISK, also etwa 16–30 €, für ein klassisches Hauptgericht im Restaurant).

Nach einem langen Tag in Kälte, Regen und Wind muss man sich aber einfach eine warme Freude gönnen. Lukáš und ich sind beide überzeugte Vegetarier, also suchen wir unterwegs sorgfältig Orte, an denen man uns etwas Ordentliches ohne Fleisch zubereitet, und im Städtchen Vík haben wir ein paar absolute Schätze gefunden.

Unsere liebste Basis wurde die Black Crust Pizzeria, ein kleiner, aber unglaublich gemütlicher Laden, in dem sie unfassbar gute Pizza machen – sowohl auf klassischem Sauerteig als auch auf schwarzem Teig mit Aktivkohle.

Wir haben uns hier eine ausgezeichnete vegane Pizza schmecken lassen (eine Personenpizza kostet etwa 28 €). Sie war wunderbar knusprig, herzhaft und genau das, was wir nach dem durchgefrorenen Tag an den Wasserfällen wollten. Als süßen Abschluss bieten sie hier sogar veganes Eis, was einfach Liebe ist.

Außerdem hat uns das originelle Konzept des Lokals Skool Beans riesig gefallen. Es ist ein bezauberndes Café, das die Besitzer aus einem alten gelben amerikanischen Schulbus umgebaut haben. Sie machen hier absolut tollen und hochwertigen Spezialitätenkaffee und haben auch viele vegan-freundliche Kleinigkeiten zum Snacken zu angenehmeren Preisen.

Wenn du eher Lust hast, dich mit etwas Flüssigerem und Traditionellem aufzuwärmen, geh ins Familienbistro The Soup Company. Sie bereiten hier zwar auch die berühmte isländische Fleischsuppe für alle zu, die Fleisch essen, aber uns hat begeistert, dass sie immer auch eine luxuriöse und sämige vegetarische Suppe im Angebot haben, die in einem riesigen ausgehöhlten Brotlaib serviert wird. Danach ist dir bis spät in den Abend herrlich warm!

Und wenn du wirklich sparen musst und Fleisch isst, ist die günstigste und klassische isländische Variante, an der großen N1-Tankstelle am Rand von Vík zu halten und für rund 820 ISK (ca. 5 €) ihren traditionellen Hotdog namens Pylsa zu kaufen. Wir lassen das aus, aber für viele Rucksacktouristen ist das Grundnahrungsmittel.

Wohin als Nächstes

Wenn du gerade deinen kompletten Island-Reiseplan schmiedest und die Route kartierst, lass dir auch unsere weiteren Artikel nicht entgehen, in denen wir all unsere Erfahrungen und praktischen Ratschläge sorgfältig zusammengetragen haben, damit dich dort nichts überrascht:

Häufig gestellte Fragen

Lässt sich die Südküste Islands an einem Tag von Reykjavík aus schaffen?

Ja, technisch lässt sich das schaffen, wenn ihr sehr früh morgens aufbrecht (idealerweise schon gegen sieben Uhr) und euch auf wirklich sehr vollgepackte und anstrengende 10 bis 11 Stunden unterwegs einstellt, während derer ihr die wichtigsten Wasserfälle und den schwarzen Strand bei Vík abklappert. Für ein entspannteres Tempo und eine realistische Chance, die Schlucht Fjaðrárgljúfur oder das Flugzeugwrack zu besuchen, empfehle ich aber viel eher, die Strecke auf zwei Tage aufzuteilen und irgendwo im Süden zu übernachten.

Wie viel kostet das Parken bei den Wasserfällen im Süden?

Seit 2025 gilt bei den meisten bekannten Naturdenkmälern wie den Wasserfällen Seljalandsfoss, Skógafoss (wo zudem ein Parklimit von 8 Stunden besteht) oder dem Canyon Fjaðrárgljúfur eine einheitliche Tagesparkgebühr von 1000 ISK (etwa 6,70 €). Die Bezahlung erfolgt in den meisten Fällen über die praktische App Parka oder an physischen Automaten. Auf dem Parkplatz für das Flugzeugwrack der DC-3 zahlst du eine Gebühr von 750 ISK.

Warum ist der schwarze Strand Reynisfjara so wahnsinnig gefährlich?

Für ihren traurigen Ruf und ihre extreme Gefährlichkeit ist das Phänomen der Schleicherwellen (sogenannte Sneaker Waves) verantwortlich. Diese stürzen sich völlig unvorhersehbar und mit enormer Geschwindigkeit aus dem Ozean viel weiter auf den Strand als normale Wellen, und die Unterströmungen haben eine unglaubliche Kraft, einen erwachsenen Menschen ins eisige Meer zu reißen. Am Strand gibt es eine Warnampel und es gilt stets die Abstandsregel von mindestens 30 Metern vom Wasser. Denkt daran: Dreht dem Meer niemals den Rücken zu!

Wie lange braucht man genau zum Wrack der DC-3?

Wenn Sie Ihr Auto an der Hauptstraße parken und sich zu Fuß über die flache schwarze Ebene Sólheimasandur aufmachen, dauert der Weg (etwa 4 Kilometer in eine Richtung) ungefähr 45 Minuten zu Fuß. Falls es stark regnet oder ein kräftiger Wind weht, ist es eine deutlich schlauere Alternative, ein Ticket für den Pendelbus zu kaufen, der tagsüber direkt vom Parkplatz zum Wrack fährt und zwischen 20 bis 27 EUR kostet.

Kann ich im Süden problemlos essen, wenn ich Vegetarier oder Veganer bin?

Auf jeden Fall, wir hatten als Vegetarier in Vík keinerlei Probleme und haben dort hervorragend gegessen. Unser absoluter Favorit wurde die Black Crust Pizzeria, wo es göttliche vegane Pizza gibt, oder das gemütliche Café in einem Schulbus Skool Beans. Eine hervorragende und sättigende vegetarische Suppe im Brot bietet auch The Soup Company. Island ist in dieser Hinsicht sehr fortschrittlich.

Wo sollte man entlang der Strecke am besten eine Unterkunft reservieren?

Logischerweise ist das häufigste und beliebteste Ziel für eine Übernachtung das kleine Dorf Vík í Mýrdal, weil es am weitesten östlich liegt und ihr direkt bei den Gletschern seid, allerdings hat es wenig Unterkunftsmöglichkeiten und ist besonders in der Saison ziemlich teuer. Eine hervorragende und oft günstigere Alternative ist das etwas größere Städtchen Selfoss (am nächsten zu Reykjavík) oder das strategisch günstig gelegene Hvolsvöllur auf halber Strecke.

Kann ich den Gletscher Sólheimajökull ganz alleine erkunden?

Auf keinen Fall, das ist streng verboten und extrem riskant. Begebt euch niemals ohne zertifizierten und erfahrenen Führer und die richtige Leihausrüstung (dazu gehören Steigeisen, Eispickel und Helm) auf den Gletscher. Der Gletscher schmilzt ständig, bewegt sich und ist voller tiefer versteckter Spalten. Sichere und faszinierende dreistündige Touren mit Führer beginnen bei einem vernünftigen Preis von etwa 60 EUR. Für aktuelle und sehr wichtige Informationen über Straßenverhältnisse, mögliche Stürme oder Warnungen vor gefährlichem Wind vergesst nicht, die offiziellen Berichte auf safetravel.is zu checken. Die Rettungskräfte werden es euch danken! 😉

Tipps und Tricks für deinen Urlaub

Zahle nicht zu viel für Flugtickets

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Buche deine Unterkunft clever

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Vergiss die Reiseversicherung nicht

Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.

Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).

Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

Finde die besten Erlebnisse

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Smartwings Gepäck 2026: Handgepäck, Aufgabegepäck, Tarife und Gebühren

TL;DRBei Smartwings ist ein Kabinenkoffer (Trolley 55×40×23 cm, bis 8 kg) für jeden Passagier kostenlos, auch im günstigsten Tarif LITE. Eine kleine persönliche Tasche (40×30×15 cm, 3 kg) gibt’s dagegen nur in den Tarifen PLUS, FLEX und Business gratis dazu. Das aufgegebene Gepäck liegt bei Linienflügen bei 23 kg (in der Business Class 2× 32 kg), während bei Pauschalreisen die im Vertrag mit dem Reiseveranstalter festgelegten Limits gelten, meist um die 15 oder 20 kg. Zusatzgepäck kostet am Schalter etwa 1500 Kronen, online im Voraus nur 1000 bis 1200 Kronen. Smartwings gehört zu den wenigen Airlines, die auch Tiere befördern – kleinere in der Kabine für rund 3000 Kronen, größere im Frachtraum für rund 5500 Kronen pro Flugrichtung, mit Anmeldung 48 Stunden vorher. Die genannten Tarife und Gebühren gelten für 2026.

Smartwings ist eine tschechische Fluggesellschaft und hat beim Gepäck eine Besonderheit, bei der man aufpassen sollte: Hier funktioniert es genau umgekehrt als bei Ryanair. Während du bei den Billigfliegern für das große Handgepäck zahlst und die kleine Tasche kostenlos dabei hast, ist es bei Smartwings andersherum. 😅

Und dann gibt es noch einen zweiten Punkt, an dem viele Reisende immer wieder hängen bleiben: Es kommt darauf an, ob du einen Linienflug direkt bei Smartwings gebucht hast oder eine Pauschalreise mit einem Reiseveranstalter. Bei einer Pauschalreise legt nämlich dein Veranstalter die Regeln und Limits fest, nicht die Smartwings-Tarife. Was du also auf der Website der Airline liest, muss für dich nicht gelten.

In diesem Ratgeber gehen wir alle Gepäckarten von Smartwings für 2026 durch: Maße, Gewichte und Preise, die einzelnen Tarife, Gebühren und die Tatsache, dass Smartwings als eine der wenigen Airlines auch Tiere an Bord nimmt. Die Preise können sich in der Saison ändern, nimm sie also als Orientierung – und schau bei einer Pauschalreise immer in den Vertrag mit deinem Veranstalter.

Smartwings Gepäck auf einen Blick

  • Handgepäck kostenlos für alle: Ein Trolley mit 55×40×23 cm, 8 kg ist sogar im günstigsten LITE-Tarif dabei.
  • Kleine persönliche Tasche (40×30×15 cm, 3 kg): nur in den Tarifen PLUS, FLEX und Business, nicht in LITE.
  • Aufgabegepäck: bei Linienflügen 23 kg (Business 2× 32 kg), bei Pauschalreisen je nach Veranstalter.
  • Smartwings nimmt Tiere mit – in der Kabine und im Frachtraum, anders als Ryanair, Wizz Air und easyJet.
  • Falle: Gepäck, das du erst am Gate regelst, kostet rund 60 €. Online im Voraus ist es deutlich günstiger.

Handgepäck: Trolley kostenlos, aber Achtung bei der persönlichen Tasche

Hier kommt die umgekehrte Logik, die du dir merken solltest. Das Handgepäck, also der klassische Trolley mit den Maßen 55×40×23 cm und einem Gewicht bis 8 kg, ist für jeden Reisenden kostenlos – sogar im günstigsten LITE-Tarif. Das ist im Vergleich zu Billigfliegern angenehm großzügig, denn dort zahlst du fürs große Handgepäck meist drauf.

Der Haken liegt bei der kleinen persönlichen Tasche mit den Maßen 40×30×15 cm und bis 3 kg, in die du Handtasche oder Laptop packst. Diese ist im LITE-Tarif nicht kostenlos dabei, sondern erst in den Tarifen PLUS, FLEX und Business. Fliegst du also mit dem günstigsten LITE, hast du nur Anspruch auf einen Kabinentrolley und nichts zusätzlich.

💡 Tipp: Wie du alles in 8 kg Handgepäck unterbringst und wirklich leicht reist, erklären wir im Ratgeber zum Packen fürs Handgepäck. Mit dem kostenlosen Trolley für alle ist Smartwings fürs Leichtreisen eigentlich ideal. Wenn du noch das passende Modell suchst, lohnt sich ein Blick auf die Handgepäck-Trolleys von Osprey.

Smartwings Tarife: LITE, PLUS, FLEX und Business

Bei Linienflügen wählst du aus vier Tarifen, und genau der entscheidet, was alles im Preis enthalten ist. Hier ist die Übersicht des Wichtigsten rund ums Gepäck.

TarifHandgepäck (8 kg)Persönliche TascheAufgabegepäck
LITE1 Stk.ab 40 €
PLUS1 Stk.1 Stk.1× 23 kg
FLEX1 Stk.1 Stk.1× 23 kg
Business2 Stk.1 Stk.2× 32 kg
Gepäck in den Smartwings-Tarifen bei Linienflügen (2026). FLEX und Business bieten zusätzlich flexiblere Umbuchungen.

Smartwings beschreibt die Tarife selbst recht treffend: LITE heißt „Ich reise leicht“, PLUS „der goldene Mittelweg“, FLEX „Ich brauche Flexibilität“ und Business „maximaler Komfort“. Für die meisten Urlaubsreisen ist PLUS ein vernünftiger Kompromiss, weil er schon die persönliche Tasche und das Aufgabegepäck enthält.

Linienflug oder Pauschalreise mit Veranstalter?

Diesen Unterschied solltest du kennen, damit du nicht unnötig draufzahlst. Buchst du dein Ticket direkt bei Smartwings, gelten die Tarife und Preise aus diesem Artikel. Fliegst du dagegen eine Pauschalreise über einen Reiseveranstalter, bestimmt dein Veranstalter das Gepäck und die Limits, nicht Smartwings.

Bei einer Pauschalreise ist typischerweise ein Aufgabegepäck im Preis enthalten, oft rund 15 oder 20 kg, plus Handgepäck – aber das genaue Limit findest du nur im Vertrag oder Katalog deines Veranstalters. Genauso buchst du sämtliche Extras wie Übergepäck, Sportausrüstung oder den Transport eines Tieres bei einer Pauschalreise über den Veranstalter und zu dessen Preisen.

⚠️ Verlass dich bei einer Pauschalreise nicht auf die Zahlen von der Smartwings-Website. Die Limits 23 und 32 kg gelten für Linienflüge. Für deine Pauschalreise gilt, was schwarz auf weiß im Vertrag mit dem Veranstalter steht.

Aufgabegepäck: 23 und 32 kg

Bei Linienflügen bietet Smartwings Aufgabegepäck bis 23 kg in den Tarifen PLUS und FLEX und bis zu 2× 32 kg in Business. Im LITE-Tarif ist kein Aufgabegepäck enthalten, du kaufst es ab etwa 40 € hinzu. Ein Gepäckstück darf maximal 32 kg wiegen, die Summe seiner drei Seiten darf 250 cm nicht überschreiten und keine Seite mehr als 150 cm betragen.

Reist du mit einem Baby? Ein Kind unter zwei Jahren auf dem Schoß hat zwar kein eigenes Gepäck, aber wenn dein Tarif Aufgabegepäck enthält, darf das Kind ein Aufgabegepäck bis 10 kg haben. Und wie immer gilt: Buche alles online im Voraus dazu, am besten mehr als 36 Stunden vor Abflug, dann ist es am günstigsten.

Alle Smartwings-Gebühren (und wie du sie vermeidest)

Wie bei anderen Airlines gilt auch hier: Am teuersten wird es, wenn du etwas erst in letzter Minute oder am Gate regelst. Hier sind die häufigsten Gebühren, die Preise gelten pro Stück und pro Strecke.

GebührWie vielWann
Übergewicht oder weiteres Stück40–48 €online, ≥36 h / unter 36 h vorher
Weiteres Stück am Gate60 €am Abfluggate geregelt
Sportausrüstung90 €bis 32 kg, 48 h vorher anmelden
Tier in der Kabine120 €Transportbox bis 8 kg
Ausgewählte Smartwings-Gebühren für Zusatzleistungen (2026). Bei einer Pauschalreise gilt die Preisliste des Veranstalters.

Die Logik ist einfach: Online im Voraus ist am günstigsten, am Flughafenschalter zahlst du eine Servicegebühr drauf und am Gate ist es überhaupt am teuersten. Wenn du dein Gepäck also schon von zu Hause aus über „Meine Buchung“ regelst, sparst du am meisten.

Fliegst du mit Hund oder Katze? Bei Smartwings geht das

Das ist ein großer Vorteil von Smartwings, den du anderswo nicht findest. Während Ryanair, Wizz Air und easyJet keine Tiere befördern, nimmt Smartwings deinen Hund oder deine Katze mit. Dabei hast du je nach Größe deines Lieblings zwei Möglichkeiten.

Ein kleineres Tier in die Kabine (inklusive Transportbox bis 8 kg, Box maximal 43×30×27 cm) kostet dich etwa 120 € pro Strecke und reist unter dem Sitz. Ein größeres Tier im Frachtraum (inklusive Box bis 32 kg) kostet rund 220 € pro Strecke. Den Transport musst du telefonisch spätestens 48 Stunden vor Abflug anmelden.

💡 Tipp: Achte auf Ausnahmen. Tiere können auf Flügen nach und von Dubai, Ras Al Khaimah und Marsa Alam nicht mitgenommen werden, und auf einigen Strecken mit verpflichtender Desinsektion dürfen Katzen nur im Frachtraum reisen. Blinden- und Assistenzhunde reisen kostenlos in der Kabine. Bei einer Pauschalreise regelst du den Tiertransport über deinen Veranstalter.

Spezialgepäck: Kinder, Sport und Instrumente

Bei Kindern ist Smartwings großzügig. Kinderwagen, Autositz und Reisebett werden kostenlos befördert, und den Kinderwagen kannst du bis zum Gate mitnehmen. Für Kleinkinder ist ein Fläschchen mit Nahrung bis 200 ml erlaubt.

Sportausrüstung wie Ski, Snowboard, Fahrrad oder Golfschläger kostet einheitlich rund 90 € pro Stück und Strecke, bis 32 kg, und muss mindestens 48 Stunden vorher angemeldet werden. Ein kleineres Musikinstrument nimmst du als Handgepäck mit, sofern es 8 kg und die Maße 90×35×20 cm nicht überschreitet; für größere Instrumente kannst du einen freien Sitzplatz dazubuchen.

Flüssigkeiten und was (nicht) ins Flugzeug darf

Die Flüssigkeitsregel kommt nicht von Smartwings, sondern gilt allgemein bei der Sicherheitskontrolle. Flüssigkeiten, Gele und Sprays dürfen in Behältern bis 100 ml mitgenommen werden, alle zusammen in einem durchsichtigen Beutel bis 1 Liter. Ausnahme ist Babynahrung, bei Smartwings bis 200 ml.

Einige Flughäfen mit neuen Scannern erlauben 2026 auch mehr, aber das gilt nicht überall – rechne also sicherheitshalber mit 100 ml. Ein super Trick, um das Limit zu umgehen, ist der Umstieg auf feste und wasserfreie Kosmetik, die nicht zu den Flüssigkeiten zählt. Mehr dazu schreiben wir im Ratgeber zum leichten Packen.

Kommt das Ende des kostenpflichtigen Handgepäcks? (EU 2026)

Vielleicht hast du gehört, dass Handgepäck bei allen Airlines kostenlos werden soll. Das Europäische Parlament hat zwar im Januar 2026 das Recht unterstützt, ein zusätzliches kleines Handgepäck kostenlos mit in die Kabine zu nehmen – doch noch ist das kein geltendes Gesetz, und Mitte 2026 wurde über die genaue Ausgestaltung noch verhandelt.

Bis die Regel in Kraft tritt, richte dich nach den aktuellen Tarifen. Bei Smartwings ist die Lage in diesem Punkt schon heute angenehm, denn das 8-kg-Handgepäck ist für jeden kostenlos. Eine mögliche EU-Änderung würde Smartwings also am wenigsten treffen. Behalte die Lage trotzdem im Auge, denn Zahlen und Preise können sich bis zu deiner Reise ändern.

Wie geht’s weiter

Fliegst du auch mit anderen Airlines? Vergleiche das Gepäck bei Ryanair, Wizz Air und easyJet. Und wenn du clever packen willst, helfen dir der Ratgeber zum leichten Packen und die Übersicht der besten Handgepäckstücke. Gute Reise – und mögen am Gate nur die anderen draufzahlen. 😉

Welche Abmessungen hat das Handgepäck bei Smartwings?

Handgepäck (Trolley) hat die Maße 55×40×23 cm und ein Gewicht von bis zu 8 kg und ist für jeden Reisenden inklusive Tarif LITE kostenlos. Eine kleine persönliche Tasche mit 40×30×15 cm und bis zu 3 kg ist jedoch nur bei den Tarifen PLUS, FLEX und Business im Preis inbegriffen, nicht bei LITE.

Ist beim LITE-Tarif von Smartwings Gepäck kostenlos inklusive?

Ja, auch der günstigste Tarif LITE beinhaltet kostenlos ein Handgepäckstück bis 8 kg (55×40×23 cm). Es ist jedoch keine kleine persönliche Tasche oder aufgegebenes Gepäck enthalten, diese müssen Sie extra dazubuchen, aufgegebenes Gepäck ab etwa 40 EUR.

Unterscheidet sich das Gepäck bei Pauschalreisen und bei Linienflügen mit Smartwings?

Ja. Bei einem Linienflug, der direkt bei Smartwings gekauft wurde, gelten die Tarife LITE, PLUS, FLEX und Business. Bei einer über ein Reisebüro gebuchten Pauschalreise legt Ihr Reisebüro die Limits und Preise für das Gepäck fest, oft ist aufgegebenes Gepäck von etwa 15 oder 20 kg im Preis inbegriffen. Das konkrete Limit finden Sie im Vertrag mit dem Reiseveranstalter.

Kann ich mit Smartwings mit meinem Hund oder meiner Katze fliegen?

Ja, Smartwings transportiert im Gegensatz zu Ryanair, Wizz Air und easyJet Tiere. Ein kleineres Tier bis 8 kg inklusive Transportbox reist in der Kabine für etwa 120 EUR pro Strecke, größere im Frachtraum für etwa 220 EUR. Der Transport muss spätestens 48 Stunden vor Abflug telefonisch angemeldet werden.

Wie viel kostet zusätzliches Gepäck bei Smartwings am Gate?

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Gepäck, das am Abfluggate nachgelöst wird, kostet etwa 60 € pro Stück. Das ist deutlich mehr als online im Voraus, wo Übergepäck oder ein zusätzliches Gepäckstück rund 40 bis 48 € kostet. Deshalb lohnt es sich, alles vorab online von zu Hause aus vor der Reise zu erledigen.
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Tipps und Tricks für deinen Urlaub

Zahle nicht zu viel für Flugtickets

Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.

Buche deine Unterkunft clever

Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.

Vergiss die Reiseversicherung nicht

Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.

Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).

Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

Finde die besten Erlebnisse

Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!

eSimGo Test: Erfahrungen, Funktionen & Bewertung von Reisenden

TL;DReSimGo ist eine Plattform für eSIM-Karten mit Abdeckung in über 160 Ländern. Reisende bewerten sie mit 4,5 von 5 Sternen, 88 % würden sie weiterempfehlen. Die Aktivierung dauert nur wenige Minuten per QR-Code, eine physische SIM-Karte brauchst du nicht. Die Datenpakete reichen von 1 GB bis 5 GB und mehr, mit einer Gültigkeit von wenigen Tagen bis zu einem Monat. Am besten funktioniert der Empfang in Großstädten und touristischen Zentren, etwa auf Reisen durch europäische Metropolen. Auf dem Land und in abgelegenen Gegenden sinken Signalstärke und Geschwindigkeit dagegen merklich. Am stärksten schneidet eSimGo beim Preis-Leistungs-Verhältnis (4,6/5) und beim Kundensupport (4,6/5) ab. Ideal ist die eSIM für kürzere Reisen von 1–2 Wochen und fürs Reisen durch mehrere Länder, ohne die SIM-Karte wechseln zu müssen.

Das Reisen hat sich in den letzten Jahren ordentlich verändert. Und zwar nicht nur, wohin und wie wir reisen, sondern auch, wie wir mit der Welt verbunden bleiben. Physische SIM-Karten treten langsam in den Hintergrund, und die eSIM-Technologie betritt die Bühne. Wer mit einer eSIM auf Reisen gehen möchte, stößt schnell auf eine Plattform, die sich in diesem Bereich einen Namen macht: den Dienst eSimGo.

Aber wie sieht es damit eigentlich wirklich aus? Funktioniert er tatsächlich so gut, wie er verspricht? Und was sagen die, die ihn bereits ausprobiert haben? Werfen wir einen detaillierten Blick auf unseren eSimGo-Test.

Zusammenfassung – falls du keine Zeit hast, den ganzen Artikel zu lesen

  • Gesamtbewertung: 4,5/5 ⭐ (88 % der Nutzer empfehlen den Dienst)
  • Aktivierung in wenigen Minuten per QR-Code
  • Hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis – günstiger als Roaming
  • In Städten läuft es super, auf dem Land schwächeres Signal
  • Gelegentliche Geschwindigkeitsschwankungen je nach lokalem Netz

TIPP: Lies auch unseren Holafly-Test

Was ist eSimGo eigentlich?

eSimGo ist eine digitale Plattform, die eSIM-Profile für die mobile Verbindung auf Reisen und zu Hause bereitstellt. Das Prinzip ist einfach – keine physische SIM-Karte, alles läuft digital über einen QR-Code, den du auf dein Handy lädst.

Der größte Vorteil: Du musst nicht am Flughafen herumlaufen oder die Shops lokaler Mobilfunkanbieter suchen. Du kaufst einfach online ein Paket, bekommst einen QR-Code, scannst ihn in den Handy-Einstellungen und bist innerhalb weniger Minuten online. Ohne Stress, ohne Warteschlangen, ohne Komplikationen.

eSimGo bietet Abdeckung in mehr als 160 Ländern weltweit und arbeitet mit einem Netzwerk lokaler Partner-Anbieter zusammen. Zur Auswahl stehen verschiedene Datenpakete – von lokalen für ein einzelnes Land über regionale bis hin zu globalen Tarifen für alle, die wirklich viel unterwegs sind.

Wie bewerten wir eSimGo?

In unserem Test erhält eSimGo eine solide Bewertung von 4,5 von 5 Sternen. Noch interessanter ist, dass 88 % der Nutzer den Dienst aktiv weiterempfehlen. Und wir können das Gleiche tun.

Bewertung in den einzelnen Kategorien:

  • Funktionen und Möglichkeiten: 4,4/5
  • Preis-Leistungs-Verhältnis: 4,6/5
  • Einfachheit der Nutzung: 4,2/5
  • Kundensupport: 4,6/5

Schon auf den ersten Blick wird klar, dass die stärksten Seiten das Preis-Leistungs-Verhältnis und der Kundensupport sind. Kurz gesagt: Für vernünftiges Geld bekommt man einen Dienst, der in den allermeisten Fällen funktioniert, wie er soll.

Aktivierung in wenigen Minuten

Das ist wohl der Vorteil, den fast alle Reisenden hervorheben. Die Aktivierung ist wirklich schnell und unkompliziert. Vom Kauf des Pakets bis zur funktionierenden Datenverbindung trennen dich höchstens ein paar Minuten.

Die App ist intuitiv und ermöglicht eine einfache Verwaltung der Datenpakete. Du kannst deinen Verbrauch kontrollieren, Daten nachkaufen oder zwischen Profilen wechseln – alles mit wenigen Klicks.

Ein Preis, der Sinn ergibt

Das ist ein weiteres großes Plus. eSimGo ist oft günstiger als klassisches Roaming oder sogar als manche lokale SIM-Karten – besonders, wenn du durch mehrere Länder reist.

Die Preistransparenz gefällt uns ebenfalls. Du weißt genau, wofür du bezahlst, und musst keine Überraschungen auf der Rechnung fürchten. Keine versteckten Gebühren, keine automatische Verlängerung, die du nicht mitbekommst.

Problemloser Wechsel zwischen Ländern

Wenn du durch Europa oder eine andere Region reist, wirst du sicher schätzen, dass eSimGo beim Grenzübertritt oft automatisch ins richtige lokale Netz wechselt.

Das ist eine riesige Erleichterung, vor allem bei schnellen Trips durch mehrere Reiseziele. Du musst dich nicht mit neuen SIM-Karten herumschlagen oder befürchten, im nächsten Land kein Signal zu haben.

Ein Kundensupport, der weiterhilft

Wenn es doch einmal zu einem technischen Problem kommt, bietet eSimGo einen guten Kundensupport.

Der Support ist per E-Mail, Online-Chat oder Kontaktformular erreichbar. Oft reagiert er schnell und bemüht sich zu helfen, auch wenn eine Antwort gelegentlich etwas länger dauern kann – besonders bei komplexeren technischen Anfragen.

Womit du bei eSimGo rechnen musst

Kein Dienst ist perfekt, und eSimGo bildet da keine Ausnahme.

Stadt versus Land – ein großer Unterschied

Das ist wohl der häufigste Kritikpunkt, auch in anderen Tests zu eSimGo. In größeren Städten und touristischen Zentren funktioniert eSimGo hervorragend. Außerhalb davon kann es schon anders aussehen.

In großen modernen Städten läuft alles völlig problemlos. Aber sobald du aufs Land oder an den Stadtrand fährst, sinkt die Zuverlässigkeit deutlich. Manchmal laden Seiten nicht, obwohl die Signalanzeige stark ist.

Für Städtereisende ist das kein Problem. Wenn du aber einen Ausflug in abgelegenere Gegenden planst, solltest du damit rechnen, dass du eine Backup-Lösung brauchst.

Die Geschwindigkeit ist nicht immer konstant

Eine weitere Sache, die besser sein könnte, sind die Schwankungen der Verbindungsgeschwindigkeit. Meistens läuft es gut, aber gelegentlich kommt es zu langsameren Daten.

Beim Video-Streaming oder bei der Navigation mit Karten kommt der Dienst manchmal ins Stottern, vor allem wenn das Netz überlastet ist oder zwischen Anbietern gewechselt wird. Auch wenn du in abgelegenere Orte reist, sind die Daten langsamer.

In manchen Ländern können lokale Netze die Geschwindigkeit für Roaming-Nutzer drosseln – in bestimmten Situationen etwa auf 512 kbit/s. Das ist nicht direkt ein Fehler von eSimGo, sondern das Ergebnis von Vereinbarungen mit den Partner-Anbietern.

Abhängigkeit von Partnernetzen

eSimGo bietet zwar Abdeckung in vielen Ländern, aber das läuft über lokale Partner-Anbieter. Das bedeutet, dass die Verbindungsqualität davon abhängt, wie gut das Netz in der jeweiligen Region ist.

In manchen Ländern wird eSimGo fantastisch funktionieren, anderswo etwas schlechter. Das ist die Realität bei allen ähnlichen Diensten, nicht nur bei eSimGo.

Der Support kann langsamer sein

Auch wenn der Kundensupport mit einem Durchschnitt von 4,6/5 generell positiv bewertet wird, kommt die Antwort nicht immer sofort.

Bei alltäglichen Fragen reagiert der Support schnell, aber bei komplexeren technischen Problemen kann sich die Lösung etwas hinziehen.

Das könnte dich auch interessieren: Bewertung des Dienstes eSIM Yesim

Für wen ist eSimGo wirklich geeignet?

Auf Basis unserer Erfahrungen lässt sich sagen, dass eSimGo für bestimmte Typen von Reisenden ideal ist.

✅ Perfekte Wahl für:

  • Städtereisende und Touristen: Wenn du einen Trip durch europäische Metropolen planst, große Städte besuchst oder dich in touristischen Zentren aufhältst, funktioniert eSimGo hervorragend.
  • Kürzere Reisen (1–2 Wochen): Für ein- oder zweiwöchige Reisen reicht eSimGo völlig aus. Du musst dich nicht mit langfristigen Verträgen oder großen Datenpaketen herumschlagen. Für Städtehopping oder kurze Touren genügt eSimGo oft völlig problemlos.
  • Reisende zwischen mehreren Ländern: Wenn du auf einer Reise zum Beispiel Frankreich, Deutschland und Italien besuchst, wirst du schätzen, dass du nicht in jedem Land eine neue SIM-Karte kaufen musst.
  • Sparfüchse: Im Vergleich zu den Roaming-Tarifen der Mobilfunkanbieter ist eSimGo deutlich günstiger. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist mit einer Bewertung von 4,6/5 eine der stärksten Seiten des Dienstes.

⚠️ Weniger geeignet für:

  • Langfristige Aufenthalte in abgelegenen Gegenden: Für längere Aufenthalte in ländlichen oder abgelegenen Regionen sind lokale Backup-SIM-Karten oder WLAN-Verbindungen die sicherere Variante.
  • Nutzer, die außerhalb von Städten 100 % Zuverlässigkeit brauchen: Wenn du weißt, dass du viel Zeit außerhalb der wichtigsten touristischen Zentren verbringst, ist eSimGo als einzige Lösung vielleicht nicht die beste Wahl.
  • Reisen in Regionen mit schwächerer Abdeckung: In manchen Entwicklungsländern oder abgelegenen Gegenden kann die Abdeckung der Partnernetze begrenzt oder gar nicht vorhanden sein.

Vergleich mit der Konkurrenz

eSimGo ist in erster Linie eine Großhandelsplattform (B2B), über die andere Marken eSIMs anbieten – der Endkunde kauft sie normalerweise nicht direkt. Zur Orientierung vergleichen wir sie daher mit eSIMs, die du direkt kaufst. Die Preise sind Richtwerte.

DienstAbdeckungDatentypPreis ab (Richtwert)HotspotSupport auf Deutsch
eSimGo190+ LänderDaten (B2B, über Partner)je nach PartnerJe nach Partner❌ Nein
Airalo200+ LänderDatenpakete~3,50 €/GBJa❌ Nein
Holafly160+ LänderVor allem unbegrenzte DatenHöher (unlimited)Begrenzt❌ Nein
Saily (NordVPN)200+ LänderDatenpakete~3,99 $/GBJa✅ App teilweise
lk-sim.com (unsere)200+ LänderDatenpaketeab 3 €Ja✅ Ja
Orientierungsvergleich der eSIM-Anbieter. Aktuelle Preise immer beim jeweiligen Anbieter prüfen.

Wie schlägt sich eSimGo gegen andere ähnliche Dienste? eSimGo bietet:

  • Einmalige Prepaid-Pakete ohne Verträge und automatische Verlängerung,
  • Volle Geschwindigkeit ohne Drosselung (abgesehen von eventuellen Limits lokaler Anbieter),
  • Hotspot-Unterstützung – du kannst die Verbindung mit weiteren Geräten teilen,
  • 5G-Unterstützung, wo verfügbar,
  • Flexible Tarife – du kannst Daten jederzeit ändern oder nachkaufen.

Praktische Tipps von erfahrenen Nutzern

Auf Basis unseres Tests und der Erfahrungen anderer Reisender haben wir die wichtigsten Tipps für die Nutzung von eSimGo für dich:

1. Halte immer eine Backup-Lösung bereit

Mit eSimGo kannst du mit einer einzigen eSIM zwischen Ländern wechseln. Es kann aber passieren, dass das Signal zwar angezeigt wird, die Daten aber nicht laden, bis du den Flugmodus ein- und wieder ausschaltest.

Empfehlung: Habe entweder eine lokale Backup-SIM-Karte für längere Aufenthalte dabei oder lade dir Offline-Karten und wichtige Informationen herunter.

2. Prüfe die Abdeckung deines Reiseziels

Informiere dich vor der Abreise, wie die Abdeckung im konkreten Land oder in der Region aussieht, in die du reist. Auf der Website von eSimGo oder auf der Plattform MobiMatter findest du aktuelle Informationen.

3. Überprüfe die Kompatibilität deines Geräts

Nicht alle Handys unterstützen die eSIM-Technologie. Stelle sicher, dass dein Gerät kompatibel ist – das sind in der Regel:

  • iPhone XS und neuere Modelle,
  • Samsung Galaxy S20, S21, S22 und neuer,
  • Google Pixel 3 und neuer,
  • Einige Modelle von Huawei und Motorola.

4. Für die Aktivierung brauchst du WLAN

Für das erstmalige Herunterladen und Aktivieren des eSIM-Profils brauchst du eine funktionierende Internetverbindung – idealerweise WLAN am Flughafen oder im Hotel.

5. Bei Problemen versuche es mit dem Flugmodus

Wenn die Verbindung nicht richtig funktioniert, hilft es oft, den Flugmodus ein- und wieder auszuschalten oder das richtige Netz manuell in den Handy-Einstellungen auszuwählen.

6. Überwache deinen Verbrauch in der App

Die eSimGo-App ermöglicht es, den Datenverbrauch in Echtzeit zu verfolgen, sodass du unerwartete Überraschungen vermeidest.

Preise und Datenpakete

eSimGo bietet verschiedene Tarifarten, je nachdem, wohin und wie lange du reist:

Tarifarten:

  • Lokale Tarife: Decken ein einzelnes Land ab und eignen sich für kürzere Reisen an ein bestimmtes Ziel. In der Regel die günstigste Variante.
  • Regionale Tarife: Decken mehrere Länder einer Region ab (zum Beispiel Europa, Asien). Ideal für Reisen durch mehrere Ziele.
  • Globale Tarife: Funktionieren weltweit in mehr als 160 Ländern. Am besten geeignet für Vielreisende oder lange Reisen mit verschiedenen Zwischenstopps.

Paketgrößen:

Die Pakete reichen von 1 GB bis 5 GB und mehr, mit einer Gültigkeit von einigen Tagen bis zu einem Monat. Der Preis hängt von der Region und dem Datenvolumen ab – kleinere Pakete sind in der Anschaffung günstiger, größere lohnen sich pro GB mehr.

Zahlungsmöglichkeiten:

eSimGo akzeptiert Visa, Mastercard, Apple Pay und Google Pay. Alle Transaktionen sind verschlüsselt und laufen über eine sichere Zahlungsschnittstelle. Gelegentlich gibt es Promo-Codes oder Rabattaktionenes lohnt sich, die Plattform MobiMatter oder die offizielle Website von eSimGo im Auge zu behalten.

Sicherheit und Datenschutz

Der Datenschutz steht bei eSimGo weit oben. Das Unternehmen verarbeitet Daten gemäß der europäischen DSGVO, sodass du auf der sicheren Seite sein solltest.

Die Informationen werden über eine verschlüsselte SSL-Verbindung übertragen, und Daten werden ohne Zustimmung nicht an Dritte weitergegeben. Wenn du deine Daten ändern oder löschen möchtest, kannst du dies über den Kundensupport beantragen.

Die Richtlinien zur Datenverarbeitung sind transparent auf der Website verfügbar, und die Identitätsprüfung ist ein Standardbestandteil der Kontoverwaltung.

Lies auch: eSIM Maya Mobile Test

Abschließendes Fazit

Abschließend lässt sich sagen, dass eSimGo eine solide Wahl für moderne Reisende ist, die einen einfachen Weg suchen, online zu bleiben, ohne sich mit physischen SIM-Karten herumzuschlagen. Wer mit einer eSIM auf Reisen geht, bekommt hier eine unkomplizierte Lösung.

Die wichtigsten Vorteile:

✅ Hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis
✅ Schnelle und einfache Aktivierung in wenigen Minuten
✅ Toller Kundensupport
✅ Flexible Tarife für verschiedene Reisetypen
✅ Problemloser Wechsel zwischen Ländern
✅ Transparente Preise ohne versteckte Gebühren

Die wichtigsten Nachteile:

⚠️ Schwächere Leistung außerhalb großer Städte
⚠️ Gelegentliche Schwankungen der Verbindungsgeschwindigkeit
⚠️ Abhängigkeit von der Qualität der Partnernetze
⚠️ Manchmal langsamere Reaktion des Supports bei komplexen Anfragen

Das endgültige Urteil:

88 % der eSimGo-Nutzer empfehlen den Dienst weiter, und die Durchschnittsbewertung von 4,5/5 spricht für sich. Der Dienst funktioniert am besten in größeren Städten und auf Kurzreisen, wo er die mühsame Suche nach lokalen SIM-Karten ersetzt und vor schockierenden Roaming-Rechnungen schützt.

Es ist keine universelle Lösung für jede Situation – in abgelegenen Gegenden kann das Signal schwächer und die Geschwindigkeit unvorhersehbar sein. Aber für die allermeisten Reisenden, die sich auf den üblichen touristischen Routen und in Städten bewegen, stellt eSimGo eine deutlich bessere Alternative zum klassischen Roaming dar.

Empfehlung: Wenn du einen Städtetrip, eine kürzere Reise oder einen Roadtrip durch mehrere Länder planst, ist eSimGo eine super Wahl. Für langfristige Aufenthalte in abgelegenen Gegenden solltest du eine Backup-Lösung bereithalten. Und prüfe in jedem Fall vorab die Abdeckung deines konkreten Reiseziels.

Gesamtbewertung: 4,5/5 ⭐

eSimGo macht schlicht das, was es verspricht – es gibt Reisenden die Freiheit, einfach, schnell und für vernünftiges Geld online zu bleiben. Und genau das ist es, was die meisten von uns brauchen.

Preise, Abdeckung und Bedingungen ändern sich bei eSIM-Diensten häufig. Die Angaben im Artikel sind Richtwerte und wurden im Juni 2026 geprüft – vor dem Kauf solltest du das aktuelle Angebot immer direkt beim Anbieter überprüfen.

Häufig gestellte Fragen

Wie funktioniert eSIMGo?

Ganz einfach: Du kaufst dir ein Datenpaket online, erhältst einen QR-Code per E-Mail, scannst ihn in den Telefoneinstellungen und bist innerhalb weniger Minuten mit dem lokalen Netz verbunden. Alles läuft digital ohne physische SIM-Karte ab.

Ist eSIMGo zuverlässig?

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Laut verifizierten Bewertungen hat eSIMGo eine durchschnittliche Bewertung von 4,5/5 und 88 % der Nutzer empfehlen den Service. Die Zuverlässigkeit ist in großen Städten und touristischen Zentren hoch, in abgelegenen Gebieten kann das Signal schwächer sein.
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Brauche ich für die Aktivierung Internet?

Ja, für den ersten Download und die Aktivierung des eSIM-Profils benötigst du eine funktionierende Internetverbindung – idealerweise WLAN am Flughafen, im Hotel oder an einem anderen Ort mit verfügbarer Verbindung.

Kann ich einen Hotspot nutzen?

Ja, eSIMGo unterstützt das Teilen der Verbindung über einen Hotspot. Du kannst also deine Daten mit anderen Geräten wie Tablets oder Laptops teilen.

Wie lange dauert die Aktivierung?

Die Aktivierung dauert normalerweise einige Minuten. Nach dem Kauf erhältst du einen QR-Code per E-Mail, den du mit deinem Handy scannst, und das Profil wird automatisch geladen. Die Verbindung zum Netz sollte praktisch sofort funktionieren.

Tipps und Tricks für deinen Urlaub

Zahle nicht zu viel für Flugtickets

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Vergiss die Reiseversicherung nicht

Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.

Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).

Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

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Ryanair Gepäck 2026: Handgepäck, aufgegeben, Maße und alle Gebühren

TL;DRBei Ryanair ist nur eine kleine Tasche mit 40×30×20 cm kostenlos, die unter den Vordersitz passen muss. Größeres Handgepäck mit 55×40×20 cm und bis zu 10 kg gibt es nur mit dem Zusatzpaket Priority, das je nach Strecke etwa 12 bis 36 € kostet. Aufgegebenes Gepäck kannst du mit 10, 20 oder 23 kg buchen – online immer deutlich günstiger als am Schalter, wo der Check-in schnell auf rund 55 € kommt. Der häufigste Fehler ist Handgepäck ohne Priority am Gate, wofür rund 46 € Strafe drohen, oder eine zu große Tasche, die mit etwa 70 € berechnet wird. Seit dem 12. November 2025 gilt außerdem die Pflicht zur digitalen Bordkarte in der App myRyanair, eine Papierversion bekommen nur Reisende aus Marokko.

Ich gebe zu, dass Ryanair bei uns zu Hause leicht schizophrene Gefühle auslöst. Auf der einen Seite hat uns die Airline mit Lukáš für ein paar Euro in die halbe Welt gebracht, und ohne sie hätten wir die Hälfte unserer Reisen nie geschafft. Auf der anderen Seite ist das Ryanair Gepäck-System so verworren, dass ein einziger Fehler reicht und du am Gate plötzlich mehr als für den Flug selbst bezahlst. 😅

Über die Jahre haben wir aber gelernt, wo die Fallen lauern und wie man Ryanair überlistet (ganz legal, nur mit Kenntnis der Regeln). Meistens fliegen wir nur mit dem, was kostenlos durchgeht, und am Gate lächeln wir entspannt, während um uns herum die Leute verzweifelt umpacken und nach der Kreditkarte greifen.

In diesem Ratgeber findest du alle Gepäckarten von Ryanair für 2026, ihre Maße, Gewichte und ungefähren Preise, eine komplette Übersicht aller Gebühren sowie die häufigsten Fehler, die Reisende teuer zu stehen kommen. Die Preise bei Ryanair ändern sich je nach Strecke und Datum, sieh sie also als Richtwert und prüfe den aktuellen Betrag immer bei der Buchung.

Ryanair Gepäck auf einen Blick

  • Kleine Tasche kostenlos: Maße 40×30×20 cm, passt unter den Vordersitz, hat jeder ohne Aufpreis.
  • Großes Handgepäck (10 kg, 55×40×20 cm): nur, wenn du Priority kaufst, sonst zahlst du am Gate drauf.
  • Aufgegebenes Gepäck: 10, 20 oder 23 kg, online immer deutlich günstiger als am Flughafen.
  • Online-Check-in ist Pflicht und die Bordkarte gibt es nur in der App. Der Check-in am Flughafen kostet rund 55 €.
  • Die größte Falle: großes Handgepäck ohne Priority oder eine zu große Tasche am Gate. Das lässt sich komplett vermeiden.

Handgepäck kostenlos: die kleine Tasche 40×30×20

Das ist die wichtigste Zahl des ganzen Artikels. Jeder Passagier darf, selbst im günstigsten Tarif und ohne jeden Aufpreis, eine kleine Tasche kostenlos mit den Maßen 40×30×20 cm mitnehmen, die unter den Vordersitz passen muss. Ein Gewicht gibt Ryanair offiziell nicht an, Bedingung ist nur, dass du die Tasche selbst hochheben und unter den Sitz schieben kannst.

Falls dir früher die Zahl 40×20×25 cm begegnet ist, ist das kein Fehler. Das war das ältere Maß, das Ryanair im August 2025 auf die heutigen 40×30×20 cm vergrößert hat, also rund ein Fünftel mehr Platz. Wenn du also eine Tasche für das alte Maß besitzt, sind die neuen Regeln für dich sogar großzügiger.

In so eine Tasche passt bei cleverem Packen mehr, als du denkst, locker auch für ein verlängertes Wochenende. Es lohnt sich ein weicher Rucksack oder eine Tasche, die sich im Maßkäfig besser zusammendrücken lassen, sowie Kompressionsbeutel. Eine detaillierte Anleitung, wie du ins Handgepäck passt und leicht reist, findest du in unserem Ratgeber zum Packen des Handgepäcks.

💡 Tipp: Harte Schalenkoffer sind am Gate oft ein Problem, weil du sie nicht in den Maßkäfig drücken kannst. Eine weiche Tasche oder ein Rucksack mit denselben Maßen passt leichter durch, auch wenn er etwas voller ist. Praktische Modelle findest du bei den Handgepäck-Rucksäcken von Osprey.

Großes Handgepäck (10 kg) und Priority: wann es sich lohnt

Wenn die kleine Tasche nicht reicht, kommt das große Handgepäck mit den Maßen 55×40×20 cm und bis zu 10 kg ins Spiel, das nach oben ins Fach über den Sitzen kommt. Der Haken: Du bekommst es nicht automatisch. Du musst das Paket Priority & 2 Cabin Bags dazubuchen, mit dem du dann sowohl die kleine Tasche als auch das große Handgepäck mitnehmen darfst und zusätzlich bevorzugt einsteigst.

Der Preis für Priority schwankt stark je nach Strecke und Datum, rechne grob mit etwa 12 bis 36 € pro Richtung beim Kauf mit dem Flugticket. Auf stark gefragten Urlaubsstrecken und am Wochenende liegt er meist am oberen Rand. Wenn du Priority erst nachträglich über Manage My Booking hinzufügst, zahlst du mehr, entscheide dich also direkt bei der Buchung.

⚠️ Achtung, die häufigste Falle: Wenn du das große Handgepäck ohne gekaufte Priority ans Gate bringst, gibt Ryanair es in den Frachtraum auf und berechnet rund 46 €. Also entweder Priority oder wirklich nur die kleine Tasche bis 40×30×20.

Aufgegebenes Gepäck: 10, 20 oder 23 kg

Für längeren Urlaub oder wenn du einfach mehr brauchst, greifst du zum aufgegebenen Gepäck im Frachtraum. Ryanair bietet drei Gewichtsklassen an, wobei du 10 und 20 kg in bis zu drei Stück kaufen kannst, während es 23 kg nur ein Stück pro Person gibt. Das maximale Maß des aufgegebenen Koffers beträgt etwa 80×120×120 cm.

GepäckMaße / GewichtPreis (ungefähr)
Kleine Tasche40×30×20 cmkostenlos
Großes Handgepäck55×40×20 cm
10 kg
~12–36 € (Priority)
Aufgegeben 10 kgbis ~80×120×120 cm~9–45 € online
Aufgegeben 20 kgbis ~80×120×120 cm~19–60 € online
Aufgegeben 23 kgbis ~80×120×120 cmje nach Strecke (max. 1 Stück)
Ungefähre Maße und Preise des Ryanair Gepäcks für 2026. Die Preise sind dynamisch, prüfe die aktuellen Werte bei der Buchung auf ryanair.com.

Es gilt eine einfache Regel: Alles online im Voraus kaufen, idealerweise gleich mit dem Flugticket. Dasselbe Gepäck erst am Flughafen am Schalter zu lösen, kostet dich ein Vielfaches. Aufgegebenes Gepäck lässt sich online noch bis etwa zwei Stunden vor Abflug hinzubuchen.

Priority oder aufgegebenes Gepäck? So entscheidest du

Diese Frage entscheidet darüber, wie viel du am Ende für den Flug zahlst, und die Antwort ist nicht eindeutig. Es kommt vor allem auf die Reisedauer und die Zahl der Mitreisenden an. Zur Veranschaulichung geben wir dir drei typische Situationen, in denen du dich wahrscheinlich wiederfindest.

Wochenende mit leichtem Gepäck (eine Person): Hier gewinnt oft die kostenlose kleine Tasche. Wenn du mit Bedacht packst, passt du für zwei, drei Tage locker in 40×30×20 cm und zahlst gar nichts. Priority brauchst du nur, wenn du dir den Platz im Fach und das bevorzugte Einsteigen sichern willst.

Eine Woche am Meer (eine Person): Vergleiche den Preis von Priority mit dem 10-kg-Handgepäck und dem aufgegebenen 20 kg. Bei kürzeren Aufenthalten und günstiger Priority lohnt sich Priority eher, außerdem wartest du nicht am Band. Wenn du aber mehr Platz brauchst oder schwerere Sachen mitnimmst, greif zum aufgegebenen Gepäck.

Zwei Personen oder Familie: Zwei separate Priority werden teuer, deshalb fährt man oft am günstigsten mit einem geteilten aufgegebenen 20 kg, in das ihr gemeinsam packt, plus der kostenlosen kleinen Tasche für jeden. Es lohnt sich, alle Varianten im Warenkorb durchzuklicken und zu vergleichen, bevor du zahlst.

Alle Ryanair Gepäck Kosten (und wie du sie vermeidest)

Ryanair verdient vor allem an Gebühren für Dinge, die du nicht im Voraus geregelt hast. Hier ist eine Übersicht der häufigsten und vor allem, wie du sie komplett umgehst.

GebührWie viel (ungefähr)Wann sie anfällt
Übergroße Tasche am Gate~70 €passt nicht in den Maßkäfig
Handgepäck ohne Priority~46 €10-kg-Tasche ohne Priority am Gate
Aufgegeben am Flughafen~46–75 €nicht vorab online gekauft
Check-in am Flughafen~55 € (30 € aus Spanien)kein Online-Check-in
Ersatz-Bordkarte~20 €kein gültiger digitaler Pass
Die häufigsten Ryanair-Gebühren. Alles lässt sich durch Vorbereitung im Voraus umgehen.

Erkennst du das Muster? Fast jede Gebühr entsteht erst am Flughafen oder am Gate, wenn du etwas nicht vorher erledigt hast. Wenn du Gepäck und Check-in online regelst und die Maße einhältst, zahlst du keinen Cent extra.

Online-Check-in und digitale Bordkarte

Das ist eine Falle, in die viele wohl am häufigsten tappen. Der Online-Check-in ist bei Ryanair Pflicht. Wenn du dich nicht vorab über Web oder App eincheckst und das erst am Flughafen lösen willst, zahlst du rund 55 € (aus Spanien 30 €). Der Check-in öffnet in der Regel einige Tage vor Abflug.

Seit dem 12. November 2025 hat Ryanair zudem die Papier-Bordkarten abgeschafft und setzt ausschließlich auf die digitale Bordkarte in der App myRyanair. Achtung, ein Screenshot oder PDF reicht nicht, der Pass muss in der laufenden App angezeigt werden. Sorge daher für ein geladenes Handy und lade die App schon vor der Reise herunter. Die einzige Ausnahme sind Flüge aus Marokko, wo du wegen lokaler Vorschriften eine Papier-Bordkarte bekommst.

💡 Tipp: Wenn du ordnungsgemäß online eingecheckt hast und dich das Handy am Flughafen dann im Stich lässt, stellt dir Ryanair seit November 2025 eine Ersatz-Bordkarte kostenlos aus. Die teure Gebühr von 20 € droht nur, wenn du überhaupt keinen gültigen digitalen Pass hast.

Spezialgepäck: Kinder, Sport, Instrumente und Tiere

Reist du mit Kindern oder mit etwas Ungewöhnlichem? Ryanair hat dafür eigene Regeln. Pro Kind darfst du zwei Teile Kinderausstattung kostenlos mitnehmen, typischerweise Kinderwagen und Autositz. Für ein Baby auf dem Schoß darfst du zusätzlich eine Tasche mit dessen Sachen bis 5 kg und den Maßen 45×35×20 cm mitnehmen.

Sportausrüstung wie Ski, Snowboard, Fahrrad oder Golfschläger und große Musikinstrumente gehören nur in den Frachtraum, gegen eine separate Gebühr (ungefähr 35 bis 60 € online, Fahrrad bis 30 kg, der Rest bis 20 kg pro Stück). Kleinere Instrumente wie eine Geige nimmst du in die Kabine, sofern sie in die Maße des Handgepäcks passen.

Und eine wichtige Sache für Tierliebhaber: Ryanair befördert keine Tiere, weder in der Kabine noch im Frachtraum. Die einzige Ausnahme sind zertifizierte Blinden- und Assistenzhunde auf Flügen innerhalb der EU. Wenn du also mit Hund oder Katze reist, musst du eine andere Airline wählen.

Flüssigkeiten und was (nicht) ins Flugzeug darf

Die Regel für Flüssigkeiten stammt nicht von Ryanair, sondern gilt bei der Sicherheitskontrolle ganz allgemein. Flüssigkeiten, Gele und Sprays darfst du in Behältern bis 100 ml mitnehmen, alle zusammen in einem durchsichtigen Beutel bis 1 Liter, den du bei der Kontrolle separat herausnimmst. Ausnahmen sind Medikamente und Babynahrung in der nötigen Menge.

2026 erlauben einige Flughäfen mit moderneren Scannern auch mehr, aber das gilt nicht überall und unterscheidet sich von Flughafen zu Flughafen. Rechne sicherheitshalber mit 100 ml und sieh mehr als Bonus, nur wenn es dir am konkreten Flughafen erlaubt wird. Ein toller Trick, um das ganze Limit zu umgehen, ist der Umstieg auf feste und wasserlose Kosmetik, die nicht zu den Flüssigkeiten zählt. Mehr dazu schreiben wir im Ratgeber zum leichten Packen.

Kommt das Ende des kostenpflichtigen Handgepäcks? (EU 2026)

Vielleicht hast du gehört, dass Handgepäck bei allen Airlines kostenlos sein soll. Da ist ein Stück Wahrheit dran, aber auch ein Stück Missverständnis. Das Europäische Parlament hat im Januar 2026 eine Position beschlossen, die ein kostenloses kleines Handgepäck zusätzlich zur persönlichen Tasche fordern würde. Klingt super, allerdings ist es bisher kein geltendes Gesetz.

Der Vorschlag muss nämlich noch vom EU-Rat, also den Mitgliedstaaten, gebilligt werden, und bis das passiert, gelten die aktuellen Regeln der Airlines, inklusive des kostenpflichtigen großen Handgepäcks bei Ryanair. Ein Gericht in Brüssel hat zudem bestätigt, dass Ryanairs Politik mit den europäischen Vorschriften im Einklang steht. Bis sich also etwas ändert, rechne mit dem, was wir in diesem Artikel beschreiben, und behalte die Neuigkeiten im Auge.

Wie geht es weiter

Wenn du jetzt weißt, in was du bei Ryanair passen musst, ist es nützlich zu wissen, wie du clever packst und welches Gepäckstück du wählst. Die komplette Anleitung findest du im Ratgeber wie du leicht ins Handgepäck packst, konkrete Modelle in der Übersicht der besten Handgepäckstücke und weitere Ideen im Artikel 20 Tipps zum Packen des Handgepäcks. Fliegst du auch mit anderen Billigfliegern? Vergleiche auch das Gepäck bei Wizz Air und das Gepäck bei easyJet sowie bei Smartwings. Gute Reise, und mögen am Gate nur die anderen zahlen. 😉

Welche Maße hat das Handgepäck bei Ryanair?

Kleine kostenlose Tasche hat die Maße 40×30×20 cm und passt unter den Sitz. Das große Handgepäck für das Gepäckfach über dem Kopf hat 55×40×20 cm und ein Gewicht bis 10 kg, das bekommt man aber nur mit kostenpflichtigem Priority-Boarding. Die Größe der kleinen Tasche hat Ryanair im August 2025 von ursprünglich 40×20×25 cm vergrößert.

Wie viel kg darf das Handgepäck bei Ryanair wiegen?

I need to translate the Czech text to German, maintaining a native travel-blog tone. I should also convert any CZK (Czech koruna) to EUR where applicable, though there don’t appear to be any currency amounts in this text.

Let me translate sentence by sentence:

„U malé tašky zdarma (40×30×20 cm) Ryanair konkrétní váhu neuvádí, musí se jen vejít pod sedadlo a sami ji zvednete.“
= „For the small free bag (40×30×20 cm), Ryanair does not specify a specific weight, it just needs to fit under the seat and you have to be able to lift it yourself.“

In German with travel-blog tone:
„Bei der kleinen kostenlosen Tasche (40×30×20 cm) gibt Ryanair kein konkretes Gewicht an, sie muss nur unter den Sitz passen und ihr müsst sie selbst hochheben können.“

„Velké kabinové zavazadlo s Priority má limit 10 kg.“
= „The large cabin baggage with Priority has a limit of 10 kg.“

In German:
„Das große Handgepäck mit Priority hat ein Limit von 10 kg.“

Let me combine these with a natural flow for a travel blog in German.

Bei der kleinen kostenlosen Tasche (40×30×20 cm) gibt Ryanair kein konkretes Gewicht an, sie muss nur unter den Sitz passen und ihr müsst sie selbst hochheben können. Das große Handgepäck mit Priority hat ein Limit von 10 kg.

Wie viel kostet Gepäck bei Ryanair?

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Eine kleine Tasche ist kostenlos. Priority mit großem Handgepäck kostet etwa 12 bis 36 € pro Strecke, aufgegebenes 10 kg Gepäck circa 9 bis 45 € und 20 kg etwa 19 bis 60 € online. Die Preise sind dynamisch je nach Strecke und Datum und am Flughafen deutlich höher, daher immer vorher online kaufen.
„`

Kann ich bei Ryanair einen Rucksack und eine Handtasche mitnehmen?

Ohne Priority habt ihr nur Anspruch auf ein kostenloses Gepäckstück, also eine kleine Tasche bis 40×30×20 cm. Rucksack und Handtasche gleichzeitig könnt ihr nicht mitnehmen, sofern sie nicht zusammen in diese Maße als ein Stück passen. Zwei Handgepäckstücke sind nur mit dem Priority-Paket erlaubt.

Was passiert, wenn die Tasche nicht in den Messrahmen am Gate passt?

Wenn Ihr Gepäck nicht in die Messlehre passt, wird Ryanair es in den Frachtraum verladen und eine Gebühr von etwa 70 € berechnen. Genauso zahlen Sie am Gate für ein großes Handgepäck, das ohne Priority mitgebracht wird, rund 46 €. Überprüfen Sie daher die Maße noch zu Hause.

Tipps und Tricks für deinen Urlaub

Zahle nicht zu viel für Flugtickets

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Buche deine Unterkunft clever

Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.

Vergiss die Reiseversicherung nicht

Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.

Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).

Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

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Hotels mit Aquapark in Ägypten: 8 Tipps für Familien mit Kindern

TL;DRDie besten Hotels in Ägypten mit Aquapark für Familien mit Kindern: das Pickalbatros Jungle Aqua Park in Hurghada (im Winter beheizter Aquapark, Strand 700 Meter entfernt), das Jaz Aquaviva direkt am riesigen Makadi Water World, das Pickalbatros Sea World in Marsa Alam mit Strand direkt am Hotel und einer Bewertung von rund 89 %, das Jaz Aquamarine mit extrem flachem Meer für Kleinkinder sowie das luxuriöse Rixos Premium Seagate in Sharm mit zwanzig beheizten Rutschen. Insgesamt stellt der Beitrag 8 Hotels mit Aquapark in Hurghada, Makadi Bay, Marsa Alam und Sharm El Sheikh vor. Für die großen Rutschen gilt meist eine Mindestgröße von 120 cm, deshalb lohnt sich für kleinere Kinder ein Hotel mit eigenem Kinderaquapark. Wichtig ist immer zu prüfen, ob der gesamte Aquapark beheizt ist oder nur ein Becken, und ob der Strand direkt am Hotel liegt oder du mit einem Shuttle hinfährst.

Wer mit Kindern nach Ägypten reist, weiß: Über den Erfolg des Urlaubs entscheiden oft weder das Meer noch die Sehenswürdigkeiten, sondern der Aquapark direkt im Hotel. Ein Hotel mit Aquapark in Ägypten ist für Familien Gold wert – Rutschen, Planschbecken und ein Lazy River beschäftigen die Kinder den ganzen Tag und schenken euch endlich ein paar ruhige Minuten beim Kaffee. Ägypten ist in dieser Hinsicht ein wahres Paradies, man muss nur gut auswählen, denn die Unterschiede zwischen den Resorts sind enorm.

Ich selbst war nur als Kind in Ägypten, ich spiele hier also nicht auf eigene Erinnerungen an, habe mich aber gründlich durch Bewertungen und Erfahrungsberichte von Familien gewühlt. Daraus habe ich euch die 8 besten Hotels mit Aquapark in ganz Ägypten herausgesucht – von Hurghada über Marsa Alam bis nach Sharm – und bei jedem schreibe ich auch, worauf ihr achten solltet.

Gleich vorweg zwei Dinge, auf die ihr mehr achten solltet als auf die Anzahl der Rutschen: ob der Aquapark im Winter beheizt ist (sonst schwimmt im Januar niemand) und ob das Hotel eine eigene Strand direkt nebenan hat oder ob man mit einem Shuttle zum Meer fährt.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen

  • Den größten Aquapark direkt im Hotel hat der Pickalbatros Jungle Aqua Park in Hurghada – und er ist im Winter beheizt.
  • Der größte Wasserpark Ägyptens überhaupt ist der Makadi Water World, den ihr vom Hotel Jaz Aquaviva aus erreicht.
  • Strand und Aquapark direkt nebeneinander bietet der Pickalbatros Sea World in Marsa Alam mit flach abfallendem Sandstrand.
  • Für die ganz Kleinen ist das Jaz Aquamarine ideal – mit flachem Meer und Kinderrutschen.
  • Die luxuriöse Familienwahl ist das Rixos Premium Seagate in Sharm mit beheizten Rutschen und einem hervorragenden Kinderclub.
  • Vorsicht im Winter: Nicht jedes Hotel beheizt den ganzen Aquapark, oft nur einen Pool. Fragt beim Reiseveranstalter immer für den konkreten Termin nach.
  • Für die großen Rutschen gilt meist ein Limit von 120 cm, sucht für kleine Kinder also auch nach einem separaten Kinder-Aquapark.

Worauf ihr bei einem Hotel mit Aquapark in Ägypten achten solltet

Bevor wir zu den konkreten Tipps kommen, ein paar Worte dazu, was wirklich entscheidet. Im Winter (November bis März) ist die Beheizung das A und O. Achtet aber auf die Formulierungen der Reiseveranstalter: Viele Hotels beheizen nur einen Pool, nicht den ganzen Aquapark mit den Rutschen. Fragt also ganz konkret nach.

Das Zweite ist das Verhältnis von Aquapark und Strand. In Hurghada und der Makadi Bay fährt man bei vielen Hotels mit einem Shuttle zum Meer oder muss eine Straße überqueren, während in Marsa Alam der Strand meist direkt am Hotel liegt. Und drittens: das Alter der Kinder. Für die großen Wasserrutschen gilt in der Regel ein Limit von 120 Zentimetern. Habt ihr kleinere Kinder, prüft also, ob das Hotel auch einen Mini-Aquapark mit kleinen Rutschen und Planschbecken hat.

💡 Tipp: Die Anzahl der Rutschen in den Katalogen ist oft aufgebauscht. Es ist nicht entscheidend, ob es 35 oder 50 sind, sondern ob sie zu eurem Termin in Betrieb und beheizt sind – und wie viele davon eure Kinder je nach Körpergröße benutzen dürfen.

Hurghada und Makadi Bay

Hier gibt es die meisten Aquaparks, darunter den allergrößten des Landes. Rechnet aber damit, dass man zum Strand oft erst fahren muss.

Pickalbatros Jungle Aqua Park (Hurghada)

Pickalbatros Jungle Aqua Park ist einer der größten Aquaparks direkt im Hotel in ganz Hurghada, mit Dutzenden Rutschen und jeder Menge Pools. Für Familien hat er im Winter einen entscheidenden Vorteil: Der Aquapark ist beheizt, sodass die Kinder auch im Januar toben können. Dazu kommen tolle Animation, ein Miniclub und thematisch gestaltete Restaurants.

Der Haken liegt beim Strand. Der ist rund 700 Meter vom Hotel entfernt und wird per Shuttle über die Straße erreicht. Wenn für euch der Aquapark die Hauptattraktion ist und das Meer Nebensache, ist das eine super Wahl. Wer den Strand gleich um die Ecke haben will, sollte sich woanders umsehen.

Jaz Aquaviva (Makadi Bay)

Wenn ihr für eure Kinder den größten Wasserpark Ägyptens überhaupt wollt, übernachtet im Jaz Aquaviva. Von dort haben die Gäste täglich freien Eintritt in den riesigen Makadi Water World mit Dutzenden Rutschen, Wellenbad und Lazy River. Die hoteleigenen Pools sind im Winter zudem beheizt, und der Kinderclub hat professionelles Personal.

Behaltet aber zwei Dinge im Hinterkopf: Der Strand ist weit weg (man fährt mit dem Shuttle), und der Wasserpark selbst hat begrenzte Öffnungszeiten, etwa von zehn bis fünf. Als Basislager für den Aquapark-Spaß ist das Hotel aber die Nummer eins.

Titanic Beach Spa & Aqua Park (Hurghada)

Titanic Beach Spa & Aqua Park ist bei Familien ein beliebter Dauerbrenner, der Aquapark und Strand schön miteinander verbindet. Es gibt Dutzende Rutschen, einen künstlichen Fluss und ein Planschbecken mit Wasserpilzen für die Kleinsten. Ein Pool ist im Winter beheizt, und ein Kinderclub sowie ein Kino beschäftigen die Kinder auch außerhalb des Wassers.

Für die wildesten Rutschen gilt ein Größenlimit von 120 Zentimetern, die Allerkleinsten dürfen also noch nicht. Die Bewertungen zu Standard und Essen sind durchwachsen, aber als familienfreundliches Aquapark-Hotel mit Strand funktioniert es gut – und das zu einem vernünftigen Preis.

Jaz Aquamarine (Hurghada)

Habt ihr ganz kleine Kinder? Dann ist das Jaz Aquamarine ideal. Es bietet jede Menge Rutschen für Erwachsene sowie separate für Kinder, einen Miniclub und einen Spielplatz – die größte Stärke ist aber das extrem flache Meer, in dem Kleinkinder auch ein gutes Stück vom Ufer entfernt sicher planschen können.

Das ist zugleich seine Schwäche: Das Wasser ist so flach, dass man für richtiges Schwimmen oder Schnorcheln weit hinauslaufen muss. Für Familien mit Kleinkindern ein Plus, für Schwimmer ein Minus – wählt also je nachdem, wie alt eure Kinder sind.

Marsa Alam

Pickalbatros Sea World (Marsa Alam)

Pickalbatros Sea World ist mein Tipp für alle, die Aquapark und Strand direkt nebeneinander wollen. Anders als die meisten Hotels in Hurghada hat es einen flach abfallenden Sandstrand direkt am Hotel, sodass das lästige Pendeln zum Strand entfällt. Dazu kommen große Wasserrutschen, Kinderpools, Planschbecken und jede Menge kostenloser Sportangebote.

Bei Familien zählt es zu den am besten bewerteten Hotels in ganz Ägypten, die Bewertung kratzt an den 89 Prozent. Das einzige Minus ist der längere Transfer vom Flughafen, denn Marsa Alam liegt weiter im Süden. Für diese Kombination aus Aquapark, Strand und Ruhe lohnt sich das aber allemal.

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Wo man in Ägypten übernachten kann
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Pickalbatros Jungle Aqua Park
Einer der größten Aquaparks direkt im Hotel in ganz Hurghada, mit Dutzenden von Rutschen und vielen Pools. Der Aquapark ist auch im Winter beheizt, tolle Animation und Miniclub. Der Strand liegt ca. 700 Meter vom Hotel entfernt mit Pendelverkehr.
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🏖️ Beach
Jaz Aquaviva
Hotel mit täglichem freiem Eintritt in den größten Aquapark Ägyptens – Makadi Water World mit Dutzenden von Rutschen, Wellenbad und Lazy River. Eigene Pools im Winter beheizt, professioneller Kinderclub. Strand mit Pendelverkehr.
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🏖️ Beach
Titanic Beach Spa & Aqua Park
Beliebtes Familienhotel, das Aquapark mit Strand verbindet. Dutzende Rutschen, künstlicher Fluss und Planschbecken, ein Pool im Winter beheizt. Kinderclub und Kino. Für die wildesten Rutschen gilt eine Größenbeschränkung von 120 cm.
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🏖️ Beach
Jaz Aquamarine Resort
Ideal für ganz kleine Kinder dank des extrem flachen Meeres, wo Kleinkinder auch ein Stück vom Ufer entfernt sicher planschen können. Rutschen für Erwachsene und separate Kinderrutschen, Miniclub und Spielplatz.
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🏖️ Beach
Pickalbatros Sea World Resort
Aquapark und Strand direkt nebeneinander mit sanft abfallendem Sandstrand ins Meer. Große Wasserrutschen, Kinderbecken, Planschbecken und jede Menge kostenloser Sport. Bewertung 89 %, längerer Transfer vom Flughafen.
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⭐ Luxury
Rixos Premium Seagate
Das beste Luxus-Familienhotel in Sharm el-Sheikh. Zwanzig Rutschen, die in der kälteren Jahreszeit beheizt werden, wiederholt gelobter Kinderclub Aqua Rixy. Kinder haben ihr eigenes Menü und Programm von morgens bis abends. Ultra All-inclusive.
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Sharm el-Sheikh

Auf dem Sinai findet ihr luxuriösere Familienresorts mit beheizten Rutschen und oft kürzerem Transfer vom Flughafen.

Rixos Premium Seagate (Nabq Bay)

Rixos Premium Seagate ist das beste luxuriöse Familienhotel in Sharm. Es hat 20 Rutschen, die in der kälteren Jahreszeit beheizt sind, Kinderpools und den immer wieder gelobten Kinderclub Aqua Rixy. Die Kinder haben hier ein eigenes Menü und ein Programm von morgens bis abends.

Es ist eine höhere Preisklasse, aber dafür bekommt ihr ein Ultra-All-inclusive auf Top-Niveau und eine hervorragende Ausstattung für die ganze Familie. Wenn ihr in Sharm Luxus und einen sorglosen Urlaub mit Kindern verbinden wollt, ist das die klare Wahl.

Rixos Radamis (Nabq Bay)

Der Geschwisterbetrieb des Vorigen, das Rixos Radamis, setzt auf die Quantität der Rutschen – insgesamt sind es hier 29, inklusive separater Kinderbereiche, die zudem beheizt sind. Dazu kommen Spielräume, ein Kinderclub und Sportangebote.

Es ist ein weitläufiges Resort, in dem sich Familien mit größeren wie kleineren Kindern problemlos den ganzen Tag beschäftigen können. Genau wie beim Schwesterhotel handelt es sich um einen gehobenen Standard mit Ultra-All-inclusive, ihr bekommt also eine ordentliche Portion Spaß und Komfort.

Coral Sea Aqua Club (Nabq Bay)

Wenn ihr einen Aquapark zu einem vernünftigen Preis sucht, ist der Coral Sea Aqua Club eine gute Wahl. Er hat einen eigenen, großzügigen Aquapark, einen Kinderpool mit Rutsche, einen Miniclub und Animation. Ein großes Plus: Er liegt nur 15 Minuten vom Flughafen entfernt, was ihr mit kleinen Kindern nach der Reise zu schätzen wisst.

Seid aber auf schwankende Qualität gefasst, die Bewertungen erwähnen gelegentlich mangelnde Sauberkeit und das Essen. Als preisgünstige Familienwahl mit Aquapark in Flughafennähe funktioniert er aber gut.

Wo ihr das Hotel am günstigsten bekommt

Dasselbe Hotel zum selben Termin kann sich bei verschiedenen Reiseveranstaltern locker um mehrere Hundert Euro unterscheiden.

💡 Tipp: Bevor ihr eine Reise bucht, werft einen Blick auf unseren Reisevergleich für Ägypten. Unsere KI vergleicht jeden Tag die Angebote der Reiseveranstalter für exakt dieselben Hotels und Termine und zeigt euch, wo ihr denselben Aufenthalt am günstigsten bekommt. Und wenn ihr euren Urlaub lieber selbst zusammenstellt, vergleicht die Flugpreise, die wir alle 20 Minuten über alle Airlines hinweg aktualisieren.

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Häufig gestellte Fragen

Welches Hotel in Ägypten hat den größten Aquapark?

Der größte Aquapark in Ägypten überhaupt ist die Makadi Water World in der Makadi Bay, die Sie vom Hotel Jaz Aquaviva aus erreichen. Den größten Aquapark direkt auf dem Hotelgelände hat der Pickalbatros Jungle Aqua Park in Hurghada, der im Winter zudem beheizt ist.

Ist der Aquapark im Winter beheizt?

Nicht immer. Viele Hotels beheizen nur einen Pool, nicht den gesamten Aquapark mit Rutschen. Einen zuverlässig beheizten Aquapark hat das Pickalbatros Jungle Aqua Park, beheizte Rutschen wiederum das Rixos in Sharm. Informiert euch immer bei eurem Reiseveranstalter über die konkreten Termine.

Welches Hotel mit Aquapark hat einen Strand direkt dabei?

Strand und Aquapark direkt nebeneinander bietet das Pickalbatros Sea World in Marsa Alam mit sanftem Sandstrand-Einstieg. In Hurghada und Makadi Bay gelangt man bei vielen Aquapark-Hotels per Shuttlebus zum Strand oder überquert dafür eine Straße.

Welche Höhenbeschränkung gibt es für die Rutschen?

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Für große, adrenalingeladene Rutschen liegt die Größenbeschränkung in der Regel bei einhundertzwanzig Zentimetern. Für kleinere Kinder solltet ihr daher ein Hotel auswählen, das auch einen separaten Mini-Aquapark für Kinder mit kleinen Rutschen und Planschbecken hat, wie zum Beispiel das Jaz Aquamarine oder Titanic Beach.
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Welches Aquapark-Hotel ist am besten für Kleinkinder?

Pro ganz kleine Kinder ist das Jaz Aquamarine in Hurghada ideal dank des extrem flachen Meeres, wo Kleinkinder sicher planschen können, und separaten Kinderrutschen. Gut ist auch das Pickalbatros Sea World in Marsa Alam mit sanftem Sandeinstieg.

Kommen Vegetarier und Kinder in den Hotels auf ihre Kosten?

Ja. Die All-inclusive-Buffets haben Kindermenüs (Nudeln, Pommes) und für Vegetarier gibt es zuverlässig Pizza- und Pasta-Stationen, Falafel, Hummus, Koshari, frische Salate und Obst. Bei Fleisch- und Fischgerichten sollte man das Angebot nur als Ergänzung betrachten, Vegetarier können problemlos auswählen.

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Handgepäck und Rucksack fürs Flugzeug 2026: leicht packen

TL;DRWer sich 2026 mit nur einem Handgepäck auf die Reise macht, muss sich an die Maße der jeweiligen Airline halten – meist 40×30×20 cm für die kostenlose kleine Tasche und 55×40×20 cm für das kostenpflichtige große Kabinengepäck. Am besten eignet sich ein Reiserucksack mit 20 bis 40 Litern Volumen. Flüssige Kosmetik ersetzt du am besten durch feste Produkte, für die das 100-ml-Limit nicht gilt. Die Garderobe planst du nur für eine Woche (3 bis 4 T-Shirts, 2 Hosen, höchstens 2 Paar Schuhe), den Rest wäschst du unterwegs im Waschbecken. Bei Ryanair, Wizz Air und Vueling bekommst du das große Kabinengepäck nur mit dem Priority-Tarif, easyJet ist bei der kostenlosen Tasche am großzügigsten. Flüssigkeiten müssen weiterhin in Behältern bis 100 ml stecken und in einen Beutel bis 1 Liter passen – am Prager Terminal 2 gilt für Schengen-Flüge seit Oktober 2025 aber eine lockerere Regelung.

Ich gebe es gleich zu: Noch vor ein paar Jahren gehörte ich zu den Menschen, die für eine Woche am Meer zwei zusätzliche Paar Schuhe „zur Sicherheit“ einpackten, drei Bücher, die sie ohnehin nie lesen würden, und eine Kosmetiktasche, die fast so viel wog wie der ganze Rest des Koffers. Dann brachen Lukáš und ich zu einer Fernradtour quer durch Europa auf, bei der alles, was man dabei hat, auf das Rad passen muss – und meine Vorstellung vom Packen stand auf einmal Kopf. ☺️

Seitdem haben wir ein gutes Stück Europa mit dem Wohnmobil, mit dem Zelt und ganz klassisch mit dem Flugzeug bereist und dabei eine Sache gelernt: Mit leichtem Gepäck zu reisen ist kein Verzicht, sondern Freiheit. Kein Warten am Gepäckband, keine Gebühren für aufgegebenes Gepäck, kein Schleppen von zwanzig Kilo über Kopfsteinpflaster. Nur du, ein Rucksack und das Gefühl, alles Nötige griffbereit zu haben.

In diesem Ratgeber zeige ich dir, wie du dein Handgepäck leicht packst, welche Maße du bei den einzelnen Airlines einhalten musst, welcher Rucksack fürs Flugzeug taugt und wie du das nervige Flüssigkeitslimit clever umgehst. Ich verspreche dir: Nach dieser Lektüre zahlst du nie wieder für einen aufgegebenen Koffer, den du eigentlich gar nicht brauchst.

Zusammenfassung: leicht packen auf einen Blick

  • Halte die Maße ein. Die meisten Billigflieger lassen heute eine kleine Tasche von etwa 40×30×20 cm kostenlos unter dem Sitz zu. Das große Handgepäck (55×40×20 cm) gibt es meist gegen Aufpreis.
  • Wähle den richtigen Rucksack. Für leichtes Reisen reicht ein 20–40-Liter-Reiserucksack, idealerweise mit kofferartiger Öffnung.
  • Plane deine Garderobe für eine Woche, nicht für die ganze Reise. Den Rest löst du mit Waschen im Waschbecken.
  • Steig auf feste Kosmetik um. Pulvershampoo oder Zahnputztabletten zählen nicht als Flüssigkeit, das 100-ml-Limit interessiert dich also gar nicht.
  • Trage die schwersten Dinge am Körper. Schuhe und Jacke zählen nicht zum Gewicht des Gepäcks.

Warum es sich lohnt, nur mit Handgepäck zu reisen

Vielleicht fragst du dich, ob sich der ganze Aufwand rund ums leichte Packen wirklich lohnt. Für mich eindeutig ja, und das hat drei große Gründe. Der erste ist das Geld: Aufgegebenes Gepäck kostet bei einem Billigflieger meist zwischen 25 und 50 € pro Strecke, sodass du für ein Rückflugticket leicht mehr für den Koffer als für den Flug selbst zahlst.

Der zweite Grund ist Zeit und Ruhe. Wenn du alles im Handgepäck hast, gehst du nach der Landung direkt vom Flugzeug in die Stadt, statt eine halbe Stunde auf das Band zu starren und zu hoffen, dass dein Koffer nicht in ein anderes Land geflogen ist. Und der dritte Grund ist der schönste: Bewegungsfreiheit. Mit nur einem Rucksack auf dem Rücken meisterst du den Umstieg, die Treppen in der U-Bahn und das Kopfsteinpflaster in der Altstadt, ohne dabei die Rollen zu verfluchen, die sich in jeder Fuge verkeilen. 😅

💡 Tipp: Probier doch mal, auch für eine längere Reise als nur ein Wochenende leicht zu packen. Die meisten merken, dass sie 80 % der Sachen, die sie sonst für zwei Wochen einpacken, gar nicht benutzen – und dass man für eine Woche oder einen Monat im Grunde gleich packt.

Handgepäck-Maße: was du einhalten musst

Das ist der Teil, den die meisten googeln, und zugleich der, bei dem man sich am meisten die Finger verbrennen kann. Jede Airline hat eigene Limits, und schlimmer noch: Die Billigflieger haben sie in den letzten Jahren ziemlich grundlegend geändert. Deshalb habe ich dir eine Übersicht zu den Handgepäck-Maßen zusammengestellt – bitte versteh sie aber als Orientierung für den Stand Juni 2026, nicht als heilige Schrift.

⚠️ Wichtig: Überprüfe die Maße und Gewichte vor jedem Flug direkt auf der Website deiner Airline. Ryanair und Wizz Air haben 2025 mehrfach geändert, was kostenlos erlaubt ist, und am Gate wird kompromisslos gemessen. Dreißig Sekunden Kontrolle ersparen dir eine Gebühr, die oft höher ist als das Flugticket selbst.

AirlineKleine Tasche kostenlosGroßes Handgepäck
Ryanair40×30×20 cm55×40×20 cm
10 kg
Wizz Air40×30×20 cm
10 kg
55×40×23 cm
10 kg
easyJet45×36×20 cm
15 kg
56×45×25 cm
15 kg
Condor40×30×10 cm
2 kg*
55×40×20 cm
8 kg
Eurowings40×30×25 cm55×40×23 cm
8 kg
Lufthansa40×30×15 cm55×40×23 cm
8 kg
Vueling40×30×20 cm55×40×20 cm
10 kg
Orientierende Handgepäck-Maße, Stand Juni 2026. Prüfe den aktuellen Stand immer auf der Website der Airline.

Und worauf du bei den einzelnen Airlines achten solltest, vor allem was extra kostet:

  • Ryanair, Wizz Air und Vueling: Das große Handgepäck bekommst du nur mit Priority oder einem teureren Tarif, sonst bleibt dir die kleine Tasche unter dem Sitz.
  • easyJet: hat die großzügigste kostenlose Tasche, das große Handgepäck gibt es gegen Aufpreis oder kostenlos mit easyJet Plus.
  • Condor: Im günstigsten Economy-Light-Tarif ist das große Handgepäck oft kostenpflichtig (*), prüfe deinen Tarif vor dem Buchen.
  • Eurowings: Im günstigsten BASIC-Tarif ist das Trolley-Handgepäck kostenpflichtig.
  • Lufthansa: Im neuen Economy Basic auf europäischen Strecken hast du nur einen persönlichen Gegenstand, das volle Handgepäck wird dazugekauft.

Was bedeuten die Maße 40×30×20, 40×20×25 und 55×40×20

Wenn du auf diese Zahlen stößt und nicht weißt, was du damit anfangen sollst, hier die schnelle Übersetzung. 40×30×20 cm ist heute das gängigste Maß der kleinen Tasche, die die meisten Billigflieger (Ryanair, Wizz Air, Vueling) kostenlos unter dem Sitz zulassen. Das ist das Maß, auf das du zielen solltest, wenn du komplett ohne Aufpreis fliegen willst.

Die Zahl 40×20×25 cm, auf die du vielleicht in älteren Anleitungen stößt, war ein früheres Ryanair-Maß, das viele Quellen heute aber als überholt führen – verlass dich also nicht darauf. 55×40×20 cm (bzw. 55×40×23 cm) ist dagegen das große Handgepäck für das Fach über dem Kopf, meist mit einem Limit von etwa 8 bis 10 kg. Das bekommst du allerdings kaum noch irgendwo kostenlos – rechne mit Priority oder einem teureren Tarif.

💡 Tipp: Wenn du einen Rucksack willst, der in möglichst viele Flugzeuge passt, such nach dem Maß bis 55×40×20 cm. Der passt auch dort, wo ein paar Zentimeter mehr erlaubt sind, und du bist quer durch alle Airlines auf der sicheren Seite.

Welchen Rucksack fürs Flugzeug wählen

Der Rucksack ist das Herz des ganzen leichten Reisens, und es lohnt sich, in ihn zu investieren. Je nachdem, ob du komplett kostenlos fliegen oder für mehr Platz draufzahlen willst, entscheidest du dich zwischen zwei Kategorien.

Wenn du auf die kostenlose kleine Tasche unter dem Sitz zielst, such nach einem kompakten Reiserucksack um die 20 Liter mit Maßen bis 40×30×20 cm. Das kann zum Beispiel Decathlon in seiner Reiseserie Forclaz hervorragend, wo du Modelle findest, die diesen Limits regelrecht auf den Leib geschneidert sind – zu einem angenehmen Preis. Es passt erstaunlich viel hinein, wenn du mit Bedacht packst.

Wenn du dir mehr Platz gönnen und mit großem Handgepäck rechnen willst, greif zu einem 40-Liter-Reiserucksack mit komplett umlaufendem Reißverschluss wie bei einem Koffer. Ein Klassiker ist der Osprey Farpoint 40 (und seine Damenversion Fairview 40 mit kürzerem Rückensystem), der sich super tragen lässt und dessen Gurte sich verstauen lassen, sodass er elegant aussieht. Beliebt sind auch ultraleichte Modelle von Cabin Zero (die Versionen mit 36 und 44 Litern wiegen nur etwa 700 Gramm) oder Premium-Rucksäcke der Marke Tortuga.

⚠️ Achte auf die Tiefe des Rucksacks. Viele „Reise“-Rucksäcke sind über 23 cm tief, und genau das verrät dich bei strengen Airlines. Ein voll gestopfter Rucksack quillt außerdem auf, sodass die realen Maße größer sind als die auf dem Etikett. Bevor du einen Rucksack kaufst, gleich seine Maße mit der Airline ab, mit der du am häufigsten fliegst.

💡 Tipp: Konkrete Modelle von Rucksäcken, Taschen und Koffern – mit Maßen, Gewicht, Preis und übersichtlicher Vergleichstabelle – findest du in unserer Übersicht bestes Handgepäck fürs Flugzeug.

Handgepäck leicht packen: die Technik Schritt für Schritt

Vielleicht hast du gehört, dass du einfach alles rollen musst und schon hast du gewonnen. Die Wahrheit ist etwas spannender. Kleidung übereinanderzulegen ist eigentlich das Schlechteste, was du tun kannst, denn zwischen den gefalteten Stücken entsteht jede Menge toter Raum. Rollen funktioniert super bei weichen Teilen wie T-Shirts, Unterwäsche und Socken, die du dann in Lücken steckst – es spart aber doch nicht so viel Platz, wie immer behauptet wird, und Hemden werden danach leicht zerknittert.

Der beste Trick fürs knitterfreie Packen ist das sogenannte Bundle Wrapping, bei dem du die Kleidung schichtweise übereinanderlegst und um einen weichen Kern (etwa gerollte Socken) wickelst. Die Spannung beim Wickeln glättet die Falten, und Sakkos und Hemden landen ganz oben, wo sie nicht brechen. Der einzige Nachteil: Für ein einziges Teil musst du das ganze Bündel auseinandernehmen, es eignet sich also eher, wenn du am Ziel komplett auspackst.

Und was ist mit den berühmten Packwürfeln? Klassische Würfel sparen so gut wie keinen Platz, ihr Zauber liegt in der Organisation – du trennst Sauberes von Schmutzigem und ziehst die ganze „Schublade“ auf einmal heraus. Wenn du das Volumen wirklich verkleinern willst, kauf Kompressionsversionen mit zweitem Reißverschluss, der die Luft herauspresst. Sie haben nur einen Haken: Die Kleidung knittert danach mehr, und vor allem stopfst du in den gewonnenen Platz so leicht so viele Sachen, dass du das Gewichtslimit überschreitest. 😅

💡 Tipp: Die schwersten Dinge (Buch, Ladegeräte, Kosmetikbeutel) leg möglichst nah an die Rückenpartie des Rucksacks und möglichst tief. Der Schwerpunkt am Rücken hält den Rucksack stabil und zieht dich nicht nach hinten, sodass du ihn viel bequemer trägst.

Capsule Wardrobe: wie viel wovon mitnehmen

Hier ist das größte Geheimnis des leichten Packens: Du packst nicht für die ganze Reise, du packst für eine Woche. Egal ob du zehn Tage oder einen Monat unterwegs bist, du kommst mit ungefähr der gleichen Menge Kleidung aus – du wäschst nur einmal in der Mitte der Reise. Schnelltrocknende Wäsche trocknet über Nacht, sodass Waschen im Waschbecken oder im Waschsalon alle fünf bis sieben Tage das ganze Problem löst.

Damit sich alles gut kombinieren lässt, setze ich auf eine Capsule Wardrobe in einer Farbfamilie, bei der jedes Teil zu jedem passt. Die ungefähren Mengen, die ins Handgepäck passen, sehen so aus:

  • 3–4 T-Shirts oder Tops (Merino hält auch mehrmaliges Tragen ohne Waschen aus)
  • 3–6 Teile Unterwäsche und 3–4 Paar Socken, idealerweise schnelltrocknend, keine Baumwolle
  • 2 Hosen oder Röcke (eine gleich am Körper)
  • 1 Sweatshirt oder Pullover als Zwischenschicht
  • 1 leichte, packbare Jacke, die du im Flugzeug am Körper trägst

Der Schlüssel ist das Material. Vermeide Baumwolle und Jeansstoff, die schwer sind, lange trocknen und knittern. Greif zu Merino und technischer Synthetik, die leicht sind, schnell trocknen, und Merino fängt zudem nicht so schnell an zu riechen, sodass du es länger zwischen den Wäschen tragen kannst.

Schuhe: der größte Feind des Handgepäcks

Schuhe sind sowohl volumen- als auch gewichtsmäßig das anspruchsvollste Teil, das du im Gepäck mitnimmst, also spar daran am meisten. Die Regel lautet maximal zwei Paar, idealerweise nur ein bequemes Allround-Paar zum Laufen und ein leichtes zusätzliches Paar (Sandalen, Flip-Flops oder eine elegantere Variante je nach Reiseziel).

Das schwerste Paar zieh für die Reise an, damit sparst du im Rucksack jede Menge Platz und Gewicht. Die Schuhe im Gepäck leg auf den Boden an die Wand, Sohlen nach außen, und stopf ihr Inneres mit gerollten Socken oder Unterwäsche aus, damit kein toter Raum entsteht. Und steck sie in einen Stoffbeutel, damit sie deine Kleidung nicht schmutzig machen. Wie das ganz im Detail geht, einschließlich der Frage, wie du auch formelle Anlässe abdeckst, habe ich in einem eigenen Artikel über Schuhe im Handgepäck beschrieben.

Kulturbeutel leicht packen und wasserfreie Kosmetik

Jetzt kommt für mich der cleverste Kniff des ganzen leichten Packens, und zugleich der, den die meisten übersehen. Klassische Kosmetik besteht nämlich überwiegend aus Flüssigkeiten, und genau die schränken dich im Handgepäck am meisten ein. Jede Flasche darf maximal 100 ml haben, alles muss in einen durchsichtigen Ein-Liter-Beutel passen, und an der Kontrolle musst du es oft auch noch herausholen.

Die Lösung ist elegant einfach: Steig auf feste und wasserfreie Kosmetik um. Pulvershampoo, Zahnputztabletten, feste Seife und festes Deo zählen nämlich nicht als Flüssigkeit, sodass das 100-ml-Limit für sie überhaupt nicht gilt und du davon so viel mitnehmen kannst, wie du willst – außerhalb des Beutels. Du kommst durch die Flughafenkontrolle ohne einen einzigen finsteren Blick.

Ich war lange selbst skeptisch, aber auf einer Wohnmobilreise haben wir ein Reiseset wasserfreier Kosmetik von nanoSPACE Cosmetics ausprobiert und ehrlich gesagt hat es mich überzeugt. Im Set sind Pulvershampoo (einfach auf den Kopf streuen, anfeuchten und aufschäumen), Zahnputztabletten mit Hydroxylapatit, die die Zähne schön reinigen und sanft aufhellen, Seifentabletten und Mundwasser in Tablettenform. Alles ist 100 % natürlich, ohne Konservierungsstoffe und auch für Allergiker geeignet.

Was mich am meisten überrascht hat, ist die Kompaktheit und Ergiebigkeit. Das ganze Set passt in eine Tasche und wiegt fast nichts, dabei reicht eine Packung Pulvershampoo für etwa zwanzig Anwendungen. Fürs leichte Reisen ist das ideal, denn du löst die Hygiene, sparst Platz und Gewicht und umgehst vor allem die ganze Beutel-Lotterie an der Sicherheitskontrolle komplett.

💡 Tipp: Was wirklich flüssig sein muss (Augentropfen, Parfüm, Medikamente), füll in Reiseflaschen bis 100 ml um. Und denk daran, dass du viele Dinge wie Duschgel oder Zahnpasta problemlos erst am Ziel nachkaufst, du musst also keinen Vorrat für den ganzen Urlaub mitschleppen.

Flüssigkeiten und Sicherheitskontrolle: die aktuellen Regeln

Rund um die Flüssigkeiten herrscht ziemliches Durcheinander, weil sich die Regeln in den letzten beiden Jahren geändert haben. Also der Reihe nach. Die Grundregel gilt weiterhin und mit ihr solltest du überall rechnen: Flüssigkeiten, Gele und Sprays nur in Behältern bis 100 ml, alle zusammen in einem durchsichtigen, wiederverschließbaren Beutel bis 1 Liter, ein Beutel pro Person.

Neuere Scanner (sogenannte CT-Scanner) erlauben an manchen Flughäfen, mehr Flüssigkeiten mitzunehmen, ruhig auch einen Behälter bis 2 Liter – aber das gilt nicht flächendeckend, es unterscheidet sich von Flughafen zu Flughafen und oft sogar von Terminal zu Terminal. An vielen großen deutschen Flughäfen wie Frankfurt oder München wurden die CT-Scanner inzwischen eingeführt, doch die EU-weite Lockerung wurde 2024 vorübergehend zurückgenommen, sodass vielerorts wieder das strenge 100-ml-Limit gilt.

💡 Tipp: Verlass dich immer auf die 100-ml-Regel und nimm das höhere Limit als angenehmen Bonus, nur wenn es dir auf der konkreten Strecke ausdrücklich erlaubt wird. Auf dem Rückweg oder beim Umsteigen kann durchaus ein strengeres Regime gelten, rechne also nicht im Voraus damit. Und genau deshalb ist feste Kosmetik so praktisch – du umgehst diese ganze Unsicherheit.

Noch zwei Dinge, nach denen oft gefragt wird. Powerbanks und Ersatzakkus gehören immer nur ins Handgepäck, nie ins aufgegebene Gepäck – eine übliche Consumer-Powerbank bis etwa 27.000 mAh ist in Ordnung. Seit 2026 gilt zudem, dass du sie griffbereit halten und während des Flugs nicht laden sollst. Und Medikamente, Babynahrung oder spezielle Diätbedürfnisse darfst du auch über dem Limit mitnehmen, melde sie an der Kontrolle nur extra an und halte bei flüssigen Medikamenten lieber eine ärztliche Bescheinigung bereit.

Wie du das Gepäck unters Gewichtslimit bringst

Manchmal hältst du die Maße ein, aber das Gewicht stoppt dich, vor allem bei Airlines mit einem Limit um die 7 bis 8 kg. Zum Glück gibt es ein paar Tricks, wie du das Gepäck leichter machst, ohne die Hälfte der Sachen zu Hause lassen zu müssen.

  • Trage die schwersten Dinge am Körper. Schuhe, Jacke und die schwerste Hose am Körper zählen nicht zum Gepäckgewicht.
  • Nutze die Jackentaschen. Kleine schwere Elektronik, Powerbank und Ladegeräte verschwinden in den Taschen der Oberbekleidung.
  • Digitalisiere Papiere. Dokumente, Tickets, Buchungen und Reiseführer lad aufs Handy, Bücher lies auf dem E-Reader.
  • Schlepp keine Vorräte mit. Duschgel, Zahnpasta und Sonnencreme kaufst du am Ziel nach.
  • Wieg den Rucksack zu Hause. Stell ihn auf die Küchenwaage, damit dich am Gate nichts überrascht. Kompressionswürfel sparen nämlich Volumen, aber kein Gewicht.

Häufige Fehler beim leichten Packen

Bevor du mit dem Packen loslegst, wirf einen Blick auf die häufigsten Schnitzer, an denen ich mir früher selbst die Finger verbrannt habe. Wenn du sie vermeidest, hast du die halbe Arbeit schon erledigt.

  • Packen „zur Sicherheit“. Sachen für unwahrscheinliche Szenarien sind mit Abstand der größte Platzfresser. Pack für den ganz normalen Tag, Ausnahmen löst du vor Ort.
  • Zu viele Schuhe. Der zweitteuerste Fehler gleich nach dem „zur Sicherheit“.
  • Baumwolle und Jeans. Schwer, lange Trockenzeit und sie sabotieren das Waschen unterwegs.
  • Volle Reiseapotheke und Kosmetiktasche. Ein paar Pflaster und das Wichtigste reichen, den Rest kaufst du in der Apotheke überall.
  • Ungetesteter Rucksack. „Cabin“ auf dem Etikett heißt noch nicht, dass er bei deiner Airline durchgeht, vor allem wegen der Tiefe.

Packliste fürs Handgepäck

Zum Schluss hinterlasse ich dir eine universelle Packliste, die du kopieren und abhaken kannst. Sie geht vom Packen für eine Woche aus, aber wie du schon weißt, reicht sie dir auch für eine längere Reise.

  • Kleidung: 3–4 T-Shirts, 1 Sweatshirt, 2 Hosen, Unterwäsche und Socken für eine Woche, leichte Jacke, Schlafanzug, Badesachen
  • Schuhe: 1 Allround-Paar am Körper + 1 leichtes zusätzliches Paar
  • Kulturbeutel: Pulvershampoo, Zahnputztabletten, feste Seife, festes Deo, Zahnbürste, Kamm, Sonnencreme
  • Flüssigkeiten bis 100 ml: nur das Nötigste in einem durchsichtigen Beutel
  • Elektronik: Handy, Ladegerät, kurzes Kabel, Powerbank, Universaladapter, E-Reader
  • Dokumente: Personalausweis oder Reisepass, Karten, Kopien im Handy, Reiseversicherung
  • Reiseapotheke: Pflaster, deine Medikamente, etwas gegen Schmerzen, Desinfektion

Wie es weitergeht

Wenn dich das leichte Packen gepackt hat, habe ich ein paar weiterführende Artikel für dich. Falls du dir überlegst, wie du im Handgepäck auch schöne Kleidung dabeihast und trotzdem mit Minimalgepäck reist, wirf einen Blick auf die Tipps im Artikel Leicht reisen: Stil und Freiheit in einem Rucksack. Und wenn du dir bei den absoluten Basics unsicher bist, was überhaupt einzupacken ist, geh die Übersicht Was in den Urlaub mitnehmen durch. Gute Reise und möge dein Rucksack nie mehr wiegen, als er muss. ☺️

Wie viel Kilo darf das Handgepäck wiegen?

Das hängt von der Fluggesellschaft ab. Für großes Handgepäck in den Gepäckfächern über dem Kopf liegt die Gewichtsgrenze meist bei etwa 8 bis 10 kg (Smartwings und Lufthansa 8 kg, Ryanair und Wizz Air 10 kg). Für die kleine Tasche, die kostenlos unter dem Sitz verstaut wird, gibt es oft keine angegebene Gewichtsgrenze – sie muss lediglich in die vorgegebenen Maße passen und ihr müsst sie selbst hochheben können. Überprüft immer die aktuellen Bestimmungen auf der Website eurer Fluggesellschaft, da sich diese ändern können.

Zählt festes Shampoo oder Zahnputztabletten als Flüssigkeit?

Ne. Feste und wasserfreie Kosmetik, wie Shampoo in Pulverform oder als fester Block, Zahnputztabletten, feste Seife und fester Deodorant, zählen nicht zu den Flüssigkeiten. Die 100-ml-Grenze gilt für sie nicht, sodass ihr so viel davon mitnehmen könnt, wie ihr möchtet, und sie nicht in den durchsichtigen Beutel packen müsst.

Welche Rucksackgröße für eine Woche mit leichtem Gepäck?

Na für leichtes Reisen reicht ein Rucksack zwischen 20 und 40 Litern völlig aus. Um die 20 Liter passt noch als kostenloses Handgepäck unter den Sitz, ein 40-Liter-Rucksack bietet mehr Platz, zählt aber meist schon als großes Handgepäck mit Aufpreis. Mit cleverem Packen und Waschen unterwegs reicht derselbe Rucksack auch für längere Urlaube.

Gilt ein Rucksack als Handgepäck?

Ja, ein Rucksack kann als Handgepäck gelten, sofern er die von der Fluggesellschaft vorgegebenen Maße erfüllt. Achte besonders auf die Tiefe des Rucksacks, denn ein vollgepackter Rucksack bläht sich auf und am Gate wird inklusive Rollen und Gurte gemessen. Ideal ist ein Reiserucksack mit Maßen bis 40×30×20 cm für die kostenlose kleine Tasche oder bis 55×40×20 cm für großes Kabinenhandgepäck.

Was darf nicht ins Handgepäck?

Ins Handgepäck dürfen keine scharfen Gegenstände mit einer Klinge länger als etwa 6 cm (Messer, größere Scheren), Flüssigkeiten über 100 ml außerhalb des zugelassenen Beutels und brennbare Stoffe. Powerbanks und Ersatzbatterien müssen hingegen immer im Handgepäck und niemals im aufgegebenen Gepäck sein. Medikamente und Babynahrung dürfen auch über dem Limit mitgeführt werden, müssen aber bei der Kontrolle angegeben werden.

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Hurghada oder Marsa Alam? Welches Ägypten-Urlaubsziel wählen

TL;DRZwischen Hurghada und Marsa Alam gewinnt Hurghada bei Familien mit Kindern und Erstbesuchern dank flacher Sandstrände, riesiger Aquaparks und der besten Flugverbindungen ab Berlin – der Flug dauert über vier Stunden, der Transfer zum Hotel etwa 30 Minuten. Marsa Alam dagegen wählen Paare, Taucher und alle, die Ruhe suchen – hier findest du intakte Korallenriffe direkt am Strand, und in den Buchten Abu Dabbab und Marsa Mubarak begegnest du regelmäßig Meeresschildkröten und seltenen Dugongs. Im Winter ist das Meer in Marsa Alam 2 bis 3 °C wärmer, während in Hurghada häufiger ein kühler Wind weht. Hurghada ist meist günstiger – eine Woche All Inclusive im 4-Sterne-Hotel gibt es ab 12.000 bis 14.000 Kronen –, Marsa Alam kostet etwa 10 bis 20 % mehr. Das Visum für Ägypten kostet in beiden Fällen 25 US-Dollar.

Wenn du abends mit einem Glas Wein in der Hand anfängst, die Angebote für einen sonnigen Urlaub am Roten Meer durchzublättern, stößt du früher oder später wahrscheinlich auf ein ziemlich grundlegendes Dilemma. Solltest du dich für deinen Ägypten-Urlaub für Hurghada oder doch lieber für Marsa Alam entscheiden? Glaub mir, obwohl beide beliebten Urlaubsorte an derselben Küste liegen und nur knapp dreihundert Kilometer voneinander entfernt sind, bieten sie dir ein völlig unterschiedliches Erlebnis. Es geht nämlich überhaupt nicht darum, welcher Ort objektiv besser ist, sondern vielmehr darum, welche Stimmung du gerade hast, was du von deiner freien Zeit erwartest und mit wem genau du verreist.

Stell dir nur einmal vor, du reist mit kleinen Kindern, die von morgens bis abends endlose Sandburgen bauen und auf den Wasserrutschen kreischen wollen. In so einem Fall wirst du von den etwas lebhafteren Resorts begeistert sein, die flache Sandstrände und riesige Aquaparks bieten. Wenn du dagegen göttliche Ruhe suchst, einfach nur in die Stille der Unterwasserwelt eintauchen und auch mitten im Januar mit riesigen Schildkröten im möglichst warmen Wasser schwimmen möchtest, würde dich derselbe Urlaubsort vermutlich ziemlich enttäuschen – dann musst du einfach ein ordentliches Stück weiter nach Süden.

In diesem Guide schauen wir uns in aller Ruhe gemeinsam einen detaillierten Vergleich beider Reiseziele an, damit du ein für alle Mal Klarheit hast. Wir gehen wirklich alles durch – von der Logistik und der Erreichbarkeit per Flug über die Qualität der Strände und Korallenriffe bis hin zu den gesamten Kosten, denn das Budget ist nun mal wichtig. Du erfährst genau, wo lästige Schlepper auf dich warten und wo du dagegen nur das Rauschen der Wellen hörst 😅. Am Ende des Artikels weißt du also ganz genau, welche Variante für deinen Traumurlaub wirklich die richtige ist.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen

  • Hurghada ist ein deutlich größerer und lebhafterer Urlaubsort, der die mit Abstand meisten Direktflüge ab Deutschland sowie ein riesiges Angebot an Unterhaltung und ausgelassenem Nachtleben bietet.
  • Marsa Alam ist die ruhigere und naturnähere Alternative, an die man vor allem wegen der heilsamen Stille und der allerbesten Korallenriffe direkt am Hotel fährt.
  • In den Wintermonaten ist das Meer in Marsa Alam wärmer (etwa zwei bis drei Grad Celsius), während Hurghada oft unter ziemlich starkem und kühlerem Wind leidet.
  • Für Familien mit kleinen Kindern gewinnt Hurghada auf ganzer Linie dank der flachen Strände mit wunderbar feinem Sand und den riesigen Hotel-Aquaparks.
  • Leidenschaftliche Taucher und Schnorchler sollten dagegen eindeutig Marsa Alam wählen, wo man in den Buchten Abu Dabbab und Marsa Mubarak regelmäßig Meeresschildkröten und sogar seltene Dugongs antrifft.
  • Preislich ist Hurghada meist etwas günstiger, denn die enorme Konkurrenz von Tausenden Hotelbetten und die häufigeren Flüge drücken die Gesamtpreise der Reisen zuverlässig nach unten.
  • Das Visum für Ägypten kostet einheitlich 25 USD und du erledigst es ganz ohne unnötigen Stress direkt nach der Ankunft am Flughafen am Bankschalter.

Schneller Vergleich der Urlaubsorte

Falls du dich schnell entscheiden musst und gerade keine Zeit hast, alle Details zu studieren, habe ich für dich eine übersichtliche Vergleichstabelle vorbereitet. Die wichtigsten Unterschiede zwischen beiden Reisezielen findest du darin schön nebeneinander aufgelistet, und die ausführlichere Erklärung der einzelnen Punkte wartet gleich darunter auf dich.

EigenschaftHurghadaMarsa Alam
FlugverbindungenAusgezeichnet (von vielen deutschen Flughäfen)Gut (weniger Verbindungen, manchmal Transfer)
StrandtypFlach, sandig, sanfter EinstiegRiffstrände, oft Einstieg über Steg
Korallen am Hotel (House Reef)Schwächer, oft durch Tourismus zerstörtWunderschön, lebendig, voller Fische
Meerestemperatur im WinterKühler (oft starker Wind)2 bis 3 °C wärmer (südlichere Lage)
Attraktionen und AquaparksRiesige Auswahl, große AnlagenMinimal, eher kleinere Pools
Nachtleben und ShoppingSehr lebhaft (Marina, Clubs, Märkte)Nahezu null (Ausnahme: Port Ghalib)
Seltene TiereEher auf Bootsausflügen zu sehenSchildkröten und Dugongs am Strand
PreisniveauMeist etwas günstigerEtwas teurer (man zahlt für Ruhe und Riff)
Ideal fürFamilien mit Kindern, ErstbesucherPaare, Taucher, Naturliebhaber

Worin sich Hurghada und Marsa Alam unterscheiden

Tauchen wir also endlich in die wirklich wichtigsten Details ein, die diese beiden beliebten Regionen voneinander unterscheiden. Obwohl beide sicher in Ägypten liegen und dieselbe Kultur und Währung teilen, haben sich ihre Atmosphäre und ihre gesamte Infrastruktur in völlig unterschiedlichem Tempo entwickelt. Hurghada ist schon seit Jahrzehnten so ein klassischer Touristengigant, während sich Marsa Alam immer noch ein bisschen den Charme eines deutlich exklusiveren und ein Stück wilderen Reiseziels bewahrt.

1. Erreichbarkeit und Anreise aus Deutschland

Was die reine Logistik angeht, hat hier eindeutig Hurghada die Nase vorn, denn es ist nun mal der größte und mit Abstand am besten erreichbare ägyptische Urlaubsort an der gesamten Küste des Roten Meeres. Aus Deutschland fliegen hierher mit Abstand die meisten Direktflüge – sowohl Charter als auch klassische Linienflüge. Eurowings, Condor, Lufthansa und Co. bieten in der Hauptsaison Verbindungen ab fast allen großen Flughäfen wie Berlin, München, Frankfurt, Düsseldorf oder Hamburg an, sodass du Flüge oder komplette Pauschalreisen ganz einfach findest.

Der Flug nach Hurghada dauert nur etwas mehr als vier Stunden, was meiner Meinung nach immer noch eine sehr angenehme Zeit ist, die man locker übersteht. Sobald du dann am modernen internationalen Flughafen landest, dauert der Transfer zu den meisten Hotels höchstens dreißig Minuten. Ehrlich gesagt ist diese blitzschnelle Erreichbarkeit ein riesiges Plus, vor allem für all jene, die mit kleinen und oft ziemlich ungeduldigen Kindern reisen und so schnell wie möglich am Meer sein wollen.

Nach Marsa Alam wird zwar aus Deutschland auch direkt geflogen, aber die Frequenz dieser Verbindungen ist deutlich geringer, und ab kleineren Flughäfen ist das Angebot oft ziemlich dürftig. Hinzu kommt leider, dass Reiseveranstalter manchmal heimlich einen Aufenthalt in Marsa Alam mit Ankunft am Flughafen Hurghada kombinieren. Ich warne dich: In so einem Fall erwartet dich ein wirklich langer und ziemlich ermüdender Bustransfer durch die Wüste, der locker drei bis vier Stunden reine Fahrzeit beanspruchen kann.

Wenn dir also eine möglichst unkomplizierte Anreise, die größte Terminauswahl wichtig sind und du einfach keine weiteren kostbaren Urlaubsstunden im Bus verbringen möchtest, ist Hurghada die unvergleichlich bequemere Wahl. Bei Marsa Alam solltest du dagegen immer sorgfältig prüfen, an welchem Flughafen dein Flug tatsächlich landet, um die wirklich unangenehme Überraschung in Form einer nächtlichen Überlandfahrt zu vermeiden, von der du nur müde wärst.

2. Strände, Meer und Wintertemperaturen

Der Unterschied im Charakter der Strände ist wohl der allerwichtigste Faktor, wenn du dir mit Familie oder Freunden den Kopf über die Wahl zerbrichst. Hurghada glänzt nämlich mit überwiegend flachen und sandigen Stränden mit so feinem und sanftem Einstieg ins Meer, dass du locker Dutzende Meter vom Ufer entfernt stehen kannst und das Wasser dir kaum bis zur Hüfte reicht – das macht sie zu einem absolut sicheren und idealen Spielplatz für kleinere Kinder und Gelegenheitsschwimmer.

Doch jede schöne Geschichte hat ihr Aber, und der Preis für diese perfekten Sandstrände ist in Hurghada ziemlich hoch. Kurz gesagt: Wegen der massiven Hotelbebauung und jahrzehntelangem, nicht gerade schonendem Tourismus sind die hiesigen Korallenriffe direkt am Strand oft tot oder komplett zerstört. Wenn du also die echten Unterwasserfarben erleben möchtest, bleibt dir nichts anderes übrig, als einen Ganztags-Bootsausflug zu buchen – fahr zum Beispiel zur beliebten Insel Giftun, wo das Meer noch glasklar und voller Leben ist.

Marsa Alam bietet dagegen das komplette Gegenteil, denn die Strände dort sind deutlich wilder und typischerweise Riffstrände. Für dich bedeutet das, dass man hier ins tiefere Wasser und zu den Korallen selbst oft über einen langen Holzsteg gelangt, der das flache Wasser elegant überbrückt. Auch wenn das für kleine Kinder bei Weitem nicht so bequem ist, glaub mir: Die Belohnung ist ein absolut fantastisches Korallenriff, das sogenannte House Reef, in das du dich gleich an deinem Hotel verlieben wirst.

Den entscheidenden Unterschied spürst du vor allem in den Wintermonaten, denn dadurch, dass Marsa Alam stolze dreihundert Kilometer weiter südlich liegt, ist das hiesige Meer im Januar und Februar zwei bis drei Grad wärmer als im Norden. Hurghada liegt zudem leider in einer Region, in der im Winter sehr oft ein unangenehmer kalter Wind weht, der die gefühlte Temperatur nach dem Verlassen des Wassers ordentlich nach unten drückt 😅. Für deine winterliche Flucht in die warme Sonne ist dieser sonnige Süden daher ein klarer und unbestreitbarer Sieger.

3. Schnorcheln und Tauchen

Obwohl das gesamte fantastische Rote Meer unglaubliche Unterwasserschätze birgt, ist Marsa Alam ohne Übertreibung ein wahres Paradies für Liebhaber der Unterwasserwelt. Genau hierher reisen begeisterte Taucher aus ganz Europa, denn die hiesigen Riffe sind einfach viel besser erhalten, wunderschön bunter und vor allem deutlich weniger überfüllt mit lauten Booten und Touristenmassen.

Die wohl größte Attraktion dieses südlichen Urlaubsorts sind zweifellos die seltenen Meerestiere, die du hier in völliger Ruhe in ihrer natürlichen Umgebung beobachten kannst. In den beliebten Buchten Abu Dabbab und Marsa Mubarak triffst du regelmäßig riesige Meeresschildkröten, und mit etwas Glück lugt sogar ein scheuer Dugong, also eine Seekuh, hervor, der hier am Grund grasen kommt – während ein Stück weiter südlich am Sataya Reef verspielte Schwärme wilder Delfine auf dich warten.

Hurghada bietet zwar auf den ersten Blick ebenfalls hervorragende Tauchbedingungen, aber die Realität sieht so aus, dass das eher in Form von Massen-Bootsausflügen abläuft, bei denen rund um ein Riff oft Dutzende Boote gleichzeitig ankern, was die Fische verständlicherweise verscheucht und das Gesamterlebnis etwas trübt. Für absolute Anfänger, die den Schnorchel zweimal im ganzen Urlaub aufsetzen wollen, reicht das völlig – erfahrene Taucher würden hier aber wirklich nicht begeistert sein.

Vergiss aber für beide Urlaubsorte auf keinen Fall, gute Wasserschuhe einzupacken – das ist mein ehrlicher Rat und absolute Pflicht. Am Grund verstecken sich nämlich oft unauffällig scharfe Bruchstücke toter Korallen oder unangenehme Seeigel, und diese Schuhe schützen dich zuverlässig vor Verletzungen, die dir sonst den Rest deiner ersehnten Zeit am Meer verderben könnten. Und wenn du schon etwas Erfahrung im Schwimmen hast, nimm dir unbedingt auch deine eigene Schnorchelausrüstung mit, denn die aus den örtlichen Verleihen ist manchmal in ziemlich erbärmlichem Zustand.

4. Unterhaltung, Ausflüge und Nachtleben

Wer im Urlaub auch ein bisschen Trubel sucht und nicht ganze Abende brav mit einem Buch im Zimmer sitzen will, der gewinnt auf ganzer Linie mit Hurghada. Diese Stadt hat sich nämlich in den letzten Jahrzehnten in eine riesige und pulsierende Metropole der Unterhaltung verwandelt, wo du moderne Aquaparks mit Dutzenden verrückten Wasserrutschen, ein gewaltiges Meeresaquarium und sogar das Touristen-U-Boot Sindbad findest, das dich auf eine völlig trockene Exkursion tief unter die Wasseroberfläche mitnimmt.

Abends lockt dich Hurghada förmlich zu langen Spaziergängen, denn du kannst direkt in die schöne und moderne Marina voller luxuriöser Yachten, Cafés und Restaurants gehen, wo das Leben bis spät in die Nacht pulsiert. Ich muss dich aber ehrlich auch vor der Schattenseite all dieses Trubels warnen, denn in den Straßen kommst du nur sehr schwer an den aufdringlichen Schleppern vorbei, die dich auf jede erdenkliche Weise in ihre Läden mit Gewürzen und Parfüms locken wollen – und das kann nach ein paar Tagen ziemlich anstrengend werden.

Marsa Alam ist dagegen das komplette Synonym für absolute, ungestörte Ruhe, die wir uns alle ab und zu so sehr gönnen müssen. Die meisten Luxusresorts liegen hier wunderschön einsam inmitten der goldenen Wüste, und außerhalb der Hotelmauern findest du so gut wie kein Leben, sodass jegliches Zentrum mit Geschäften fehlt und dich keine einheimischen Verkäufer belästigen. Glaub mir, hierher fährt man vor allem, um die heilige Stille zu genießen, dem Rauschen der Wellen zu lauschen und sich abends im Anblick des unglaublich klaren Sternenhimmels zu verlieren.

Die einzige kleine Ausnahme im Süden ist das hübsche Hafenstädtchen Port Ghalib, wo es eine kleine Promenade mit einigen Läden und gemütlichen Cafés gibt, zu der die Hotels recht oft abendliche Shuttle organisieren. Behalte aber im Hinterkopf, dass das Angebot an organisierten Ausflügen zu Sehenswürdigkeiten von Marsa Alam aus doch deutlich bescheidener ist und die Fahrt zu den historischen Schätzen nach Luxor oder Kairo einige Stunden länger dauert als von den nördlicheren Urlaubsorten – für diese Schönheiten musst du dir also mehr Zeit einplanen.

5. Für wen sich welcher Urlaubsort eignet

Wenn wir das alles also zusammenfassen, wem gefällt es wo am besten? Hurghada sollten vor allem Familien mit Kindern wählen und alle, die zum allerersten Mal nach Ägypten fliegen und nichts falsch machen wollen. Der feine Sand, die sicheren Strände, die schnelle Fahrt vom Flughafen zum Hotel und die endlosen Unterhaltungsmöglichkeiten in Form von Animationsprogrammen und riesigen Aquaparks machen es zur absolut perfekten Wahl für einen aktiven Urlaub voller Kinderlachen.

Diesen nördlicheren Urlaubsort wirst du aber auch hundertprozentig zu schätzen wissen, wenn du das Einkaufen von Souvenirs liebst, das echte arabische Feilschen auf traditionellen Märkten und das abendliche Cocktail-Schlürfen in pulsierenden Bars. Es ist einfach so ein Reiseziel für extrovertierte Naturen, die ein Stück vom echten lokalen Trubel aufsaugen wollen und denen eine etwas lautere und lebhaftere Umgebung überhaupt nichts ausmacht.

Auf der anderen Seite ist Marsa Alam das perfekte Refugium für Paare, die sich nach Romantik sehnen, für leidenschaftliche Taucher und Menschen, die einen absoluten digitalen und mentalen Detox von den alltäglichen Sorgen suchen. Wenn deine Vorstellung vom idealen Urlaub ist, gleich nach dem Aufwachen am Morgen an einem völlig menschenleeren Korallenriff zu schwimmen und abends in absoluter Stille auf der Terrasse ein Buch mit einem Glas Wein aufzuschlagen, bist du hier förmlich im siebten Himmel.

Gleichzeitig ist es ein Reiseziel, das ich mit ruhigem Gewissen allen Winterreisenden wärmstens empfehle. Wenn es in Deutschland klirrend kalt ist und du dich wirklich richtig aufwärmen möchtest, glaub mir, dass die zwei bis drei Grad mehr bei der Meeres- und Lufttemperatur einen riesigen Unterschied machen. Du vermeidest nämlich den unangenehmen Wind und kannst auch in den Monaten herrlich baden, in denen du in Hurghada womöglich in ein flauschiges Handtuch eingewickelt auf der Liege sitzen würdest.

6. Preise und Budget für den Urlaub

Bei einem schnellen Blick in die Kataloge der Reiseveranstalter stellst du wahrscheinlich ziemlich bald fest, dass Hurghada preislich meist etwas günstiger ist. Der Grund ist ganz einfach und rein wirtschaftlich: Es gibt hier nun mal eine enorme Dichte an Hotels aller Art, die ständig um jeden einzelnen Kunden kämpfen müssen. Wenn dazu noch die große Anzahl etwas günstigerer Charterflüge kommt, drückt das die Gesamtpreise der Reisen recht angenehm nach unten.

Einen standardmäßigen einwöchigen Aufenthalt in einem ordentlichen Vier-Sterne-Hotel mit All Inclusive in Hurghada bekommst du außerhalb der Hauptsaison üblicherweise schon ab etwa 480 bis 560 € pro Person. Außerdem findest du hier recht einfach auch sehr günstige Unterkunftsvarianten im Stadtzentrum, die ideal für Rucksacktouristen und etwas anspruchslosere Reisende sind, die ohnehin die meiste Zeit auf Ausflügen in der Umgebung verbringen.

Marsa Alam zielt dagegen auf eine etwas andere und spezifischere Klientel ab. Die hiesigen Resorts sind meist neuer, deutlich weitläufiger und konzentrieren sich eher auf das Premium-Erlebnis verbunden mit der Erkundung der Unterwasserwelt. Für diese absolute Ruhe, die Abgeschiedenheit von der Zivilisation und das wunderschöne Korallenriff zahlst du in der Regel etwas mehr, ungefähr zehn bis zwanzig Prozent mehr als für ein vergleichbares Hotel im Norden.

💡 Tipp: Wenn du sparen möchtest, empfehle ich dir wärmstens, dich nicht gleich vom ersten glänzenden Angebot verführen zu lassen. Bevor du überhaupt etwas bezahlst, vergleiche in Ruhe die Preise verschiedener Anbieter für dasselbe Hotel – so findest du den niedrigsten Preis. Und wenn du eine Abenteurerseele hast und lieber auf eigene Faust fliegst, vergiss nicht, die aktuellen Flugpreise zu prüfen, damit du nicht unnötig draufzahlst. Für deine Touren vor Ort kannst du außerdem Ausflüge ganz bequem online buchen – schau dir das Angebot bei GetYourGuide an.

7. Praktische Tipps, die für beide Urlaubsorte gelten

Egal, ob du dich am Ende für den Norden oder den Süden entscheidest, es gibt ein paar ganz praktische Regeln, die in ganz Ägypten universell gelten. Die erste ist die Visumpflicht. Das touristische Visum für Ägypten kostet immer 25 USD (alternativ zahlst du in Euro), und du kaufst es ganz entspannt und ohne Stress gleich nach der Ankunft an den Bankschaltern in der Flughafenhalle noch vor der Passkontrolle. Lass dich bitte nicht von den überteuerten Diensten mancher Reiseleiter verführen, die dafür oft gerne unsinnige Aufschläge berechnen.

Eine weitere Besonderheit, auf die du dich einfach ein bisschen psychisch einstellen musst, ist die allgegenwärtige Trinkgeld-Kultur, das sogenannte Bakschisch. Eine kleine Münze wird hier nämlich für absolut alles erwartet – vom Tragen der Koffer über die tägliche Zimmerreinigung bis hin zur Bedienung im Hotelrestaurant. Es ist daher absolut entscheidend, gleich nach der Ankunft Geld in kleine Scheine zu wechseln (idealerweise in normale Ein-Dollar-Scheine), damit du das lächelnde Personal belohnen kannst – das garantiert dir während deines gesamten Urlaubs einen merklich besseren Service.

Was Gesundheit und ein bisschen grundlegende Sicherheit angeht, behalte immer im Hinterkopf, dass Leitungswasser in Ägypten nicht trinkbar ist und du damit lieber auch nicht versuchen solltest, dir die Zähne zu putzen. Greif immer zu abgefülltem Wasser. Und falls dich doch die allen bestens bekannten Magen-Darm-Beschwerden überfallen (ja, ich spreche von der berühmten Rache des Pharaos), verzweifle bloß nicht und hol dir in der örtlichen Apotheke direkt das bewährte Mittel Antinal, das gegen die dortigen Bakterien viel besser und schneller wirkt als jegliche von zu Hause mitgebrachten Tabletten 😅.

Und was die schaurigen Ängste vor Haien angeht, die ab und zu die Schlagzeilen aller Zeitungen füllen, kannst du eigentlich ziemlich gelassen bleiben. Angriffe im Roten Meer sind nämlich völlig außergewöhnlich und statistisch wirklich sehr selten. Es reicht, einfach den gesunden Menschenverstand zu bewahren, nicht zu früh am Morgen oder umgekehrt in der Dämmerung im offenen Meer zu baden und auf keinen Fall die Fische am Riff zu füttern. Glaub mir, die überwältigende Mehrheit der Touristen begegnet während ihres Aufenthalts keinem einzigen scharfzahnigen Räuber.

Fazit: Wem Hurghada und wem Marsa Alam zusagt

Die Entscheidung zwischen diesen beiden ägyptischen Dauerbrennern ist am Ende rein eine Frage deiner persönlichen Prioritäten und dessen, was du von der Erholung eigentlich erwartest. Glaub mir, es gibt hier wirklich keine falsche Wahl, nur die, die einfach ein bisschen besser zu deinem konkreten Reisestil passt.

Wähle Hurghada vor allem dann, wenn du mit kleineren Kindern in den Urlaub fährst und unbedingt die wunderbar feinen Sandstrände mit sehr flachem Einstieg ins Wasser brauchst. Es ist die absolut perfekte Wahl für alle, die zum ersten Mal in die arabische Welt fliegen, keine langen Stunden im klimatisierten Bus bei der Fahrt vom Flughafen verbringen wollen und stattdessen aktive Tage voller riesiger Wasserrutschen, endlosem Shopping und abendlicher Spaziergänge durch die schön beleuchtete und lebhafte Marina suchen.

Wähle dagegen Marsa Alam, wenn für dich der wahre Höhepunkt des Urlaubs eher göttliche Stille und unberührte Natur sind. Es ist ein absolutes Muss für jeden, der das Schnorcheln wirklich liebt und die riesigen Meeresschildkröten und wunderschön bunten Korallen gleich ein Stück vom Hotelsteg entfernt haben möchte. Und vergiss nicht: Wenn du eine klassische Flucht vor dem deutschen Winter im Januar oder Februar planst, bietet dir der Süden ein merklich wärmeres Meer und viel weniger von dem unangenehmen kalten Wind.

Wie geht es weiter

  • Möchtest du diesen lebhafteren nördlichen Urlaubsort wirklich bis ins Detail erkunden, bevor du Flüge buchst? Dann lies unbedingt unseren Artikel Hurghada: 13 Tipps, was man sehen und unternehmen kann, in dem du einen ausführlichen Guide zu diesem ägyptischen Giganten findest.
  • Reizt dich eher der etwas ruhigere Süden und hoffst du heimlich, mit Meeresschildkröten zu schwimmen? Dann klick dich in Marsa Alam: 13 Tipps, was man sehen und unternehmen kann für die besten Tipps zum zauberhaftesten Schnorcheln.
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Häufig gestellte Fragen

Hurghada oder Marsa Alam, was ist besser?

Das ist wahrscheinlich die häufigste Frage, aber glaubt mir, es hängt einzig und allein davon ab, welchen Urlaubsstil ihr eigentlich sucht. Hurghada ist deutlich lebhafter, leichter erreichbar und bietet riesige Hotel-Aquaparks sowie schön flache Strände, passt also absolut perfekt für Familien mit Kindern und Erstbesucher. Marsa Alam ist hingegen deutlich ruhiger, kann mit herrlichen Korallenriffen direkt am Strand aufwarten und ist meiner Meinung nach absolut ideal für verliebte Paare und leidenschaftliche Taucherfreunde.

Wo ist das Meer wärmer, in Hurghada oder in Marsa Alam?

Wenn ihr in den Wintermonaten unterwegs seid (und das besonders im Januar und Februar), ist das Meer in Marsa Alam eindeutig wärmer. Normalerweise macht das etwa zwei bis drei Grad aus, weil diese Region einfach deutlich südlicher liegt und näher am Äquator. Hurghada kann in dieser Zeit außerdem ziemlich windig sein, also wenn ihr im Winter explizit Sonne und Wärme sucht, rate ich euch ehrlich gesagt, lieber den Süden zu wählen ☺️.

Welches Reiseziel ist besser für Familien mit Kindern?

Für Familien mit kleinen Kindern ist Hurghada in der Regel die deutlich bessere Wahl, und zwar gleich aus mehreren praktischen Gründen. Dort findet man nämlich feine Sandstrände mit sehr flachem Zugang zum Meer, jede Menge riesiger Hotel-Aquaparks und insgesamt einfach mehr Möglichkeiten, die Kleinsten zu unterhalten. In Marsa Alam sind die Küsten deutlich häufiger von Riffen geprägt, sodass der Einstieg ins Wasser etwas umständlicher über lange Stege erfolgt, was mit herumtollenden Kindern nicht immer ganz ideal ist.

Wo ist das Schnorcheln besser?

Viel besseres Schnorcheln direkt vom Hotelstrand bietet euch ohne Frage Marsa Alam. Hier findet ihr wunderschön erhaltene und lebendige Riffe, und wenn ihr Glück habt, erwarten euch in den berühmten Buchten wie Abu Dabbab oder Marsa Mubarak große Meeresschildkröten und sogar die seltene Dugong. In Hurghada sind die Riffe an den Stränden leider schon ziemlich zerstört, sodass ihr für die wahren Schönheiten unter Wasser meistens kostenpflichtige Bootsausflüge unternehmen müsst.

Wohin kommt man von Tschechien aus leichter?

Hier werde ich wohl niemanden überraschen, wenn ich sage, dass man deutlich einfacher und häufiger zum Urlaubsort Hurghada fliegt. Es handelt sich nämlich um den absolut größten ägyptischen Flughafen am Meer, zu dem mit Abstand die meisten direkten Charterflüge aus Prag führen und während der Hauptsaison sogar auch aus Brünn und Ostrau. Nach Marsa Alam fliegt man aus Tschechien zwar auch schön direkt, aber diese Verbindungen sind deutlich weniger und die Auswahl an freien Terminen ist manchmal etwas eingeschränkter, also rechnet bei der Planung definitiv damit.

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