Wenn du die Postkarte kennst, auf der sich ein kleines Kirchlein unter gewaltigen Felstürmen duckt, dann ist das mit großer Wahrscheinlichkeit das berühmte Tal Val di Funes – eines der ikonischsten Motive der Dolomiten Italien. Dieser Anblick verschlägt einem jedes Mal aufs Neue den Atem, egal wie oft man ihn schon gesehen hat. Ob ihr als begeisterte Wanderer für ganztägige Touren herkommt oder mit kleinen Kindern und Kinderwagen – dieser Ort verliert nichts von seinem Zauber. ☺️
Hier lässt sich eine solide dreistündige Tour direkt unter den Berggipfeln absolvieren, genauso gut eignet sich das Tal aber auch für Familien mit Kinderwagen – Val di Funes hat in jeder Lebensphase etwas zu bieten. Ich verrate euch, wo ihr am besten übernachtet, wie es mit dem kostenpflichtigen Parken aussieht und warum ihr die Drohne lieber sicher im Rucksack lassen solltet, wenn ihr keine empfindliche Geldstrafe riskieren wollt.

Zusammenfassung
- Bekannteste Fotospots: Das Kirchlein Santa Maddalena und das Kirchlein San Giovanni in Ranui (mit seinem markanten roten Dach). Beide bieten perfekte Aussichten auf das Odle-Massiv (Geisler Spitzen).
- Für Familien und entspannte Ausflügler: Vom Parkplatz führt ein einfacher 20–30-minütiger Spaziergang zu den Kirchlein, der auch mit einem Geländekinderwagen und kleinen Kindern problemlos zu bewältigen ist.
- Für aktive Wanderer: Die bekannteste Tour ist der Adolf-Munkel-Weg, der direkt am Fuß der gezackten Felsen entlangführt (etwa 3 bis 4 Stunden, mit unvergesslichen Ausblicken).
- Wann fahren: Zum Wandern ist Juli bis September ideal, für Liebhaber goldener Lärchen die Zeit um Ende Oktober bis Anfang November. Die goldene Stunde für Fotografen ist kurz nach Sonnenaufgang oder vor Sonnenuntergang.
- Parken und Einfahrt: Anders als an anderen Orten in den Dolomiten gibt es keine Mautgebühr für die Einfahrt ins Tal, aber rechnet mit einem Parkgebühr von ca. 8 € pro Tag in Val di Funes.
Was ist Val di Funes (Villnöß) und warum lohnt sich ein Besuch?
Ich muss zugeben, dass mich vor meinem ersten Besuch eine Frage beschäftigt hat: Wo liegt Val di Funes eigentlich genau, und warum redet kaum jemand darüber, obwohl es so wunderschön ist? Das Tal gehört zur Region Trentino-Südtirol und veranschaulicht perfekt die sprachliche und kulturelle Vielfalt dieser Gegend – hier hört man Deutsch, Italienisch und die uralte ladinische Sprache.

Auf Deutsch kennt man dieses Tal als Villnöß, und es liegt nur wenige Kilometer von der bekannten Stadt Brixen (Bressanone) entfernt. Das gesamte Tal steht auf der UNESCO-Liste, und sein Wahrzeichen ist die Berggruppe Odle (deutsch: Geisler Spitzen), die die dramatische, gezackte Kulisse auf allen Fotos bildet. Das Besondere an Val di Funes ist, dass es trotz des enormen Interesses von Fotografen aus aller Welt eine erstaunlich ruhige, fast ländliche Atmosphäre bewahrt hat – auf den Wiesen weiden Kühe, und die Menschen führen ihr beschauliches Südtiroler Leben. Ich verstehe bis heute nicht, wie dieses Tal nicht genauso überlaufen wurde wie Hallstatt. Vielleicht liegt es an den gezackten Felsen, die als natürlicher Filter für weniger sportliche Besucher fungieren.
Wann nach Val di Funes fahren und wie man hinkommt
Die Reiseplanung in die Dolomiten erfordert etwas strategisches Denken, besonders wenn ihr die besten Bedingungen zum Wandern oder Fotografieren erleben wollt. Das Tal ist das ganze Jahr über schön, aber jede Jahreszeit bietet ein völlig anderes Erlebnis und verlangt nach unterschiedlicher Ausrüstung.
Wer Berghütten erklimmen und lange Touren genießen möchte, ist von Ende Juni bis Anfang Oktober am besten dran – das Wetter ist dann meist stabil und die Almwiesen leuchten in allen Farben (Mai und Juni begeistern mit blühenden Blumenteppichen). Die Herbstmonate bringen ein magisches Schauspiel in Form der sich golden färbenden Lärchen, die wunderschön mit den weißen Gipfeln kontrastieren. Im Winter verwandelt sich das Tal in ein Paradies für Skitouren und Langlauf, auch wenn es hier keine großen klassischen Abfahrtspisten gibt. Die Anreise mit dem Auto ist denkbar einfach: Von der Autobahn bei Brixen (Bressanone) abbiegen und nach nur 15 Kilometern entspannter Fahrt seid ihr am Ziel. Aus Deutschland ist Val di Funes gut über die Brennerautobahn (A13/A22) erreichbar – von München sind es etwa 2,5 Stunden, von Frankfurt rund 5 Stunden. Zum Glück gibt es hier (bisher) kein kostenpflichtiges Einfahrtssystem wie etwa bei den Drei Zinnen – lediglich an den Parkplätzen in den Ortschaften Santa Maddalena oder Ranui wird eine Gebühr fällig.
Wo übernachten und was kostet es
Die Unterkunft sollte man rechtzeitig buchen – wer es auf den letzten Drücker lässt, zahlt für ein durchschnittliches Zimmer in Brixen schnell mehr, als ein tolles Agriturismo direkt im Tal kosten würde. Die Lektion: So früh wie möglich reservieren. Die Unterkunftskapazitäten im Tal selbst sind begrenzt und sehr gefragt.
Die beste Ausgangsbasis ist das Dörfchen Santa Maddalena selbst, wo man traditionelle Familien-Agriturismos und kleinere B&Bs mit Holzbalkonen voller Geranien findet. Wenn ich konkrete Empfehlungen aussprechen müsste, lohnt ein Blick auf den Proihof – ein absolutes Highlight mit traumhafter Aussicht – oder das gemütliche Fallerhof. Die Preise liegen hier in der Hochsaison üblicherweise zwischen 120 und 250 € pro Nacht für zwei Personen, dafür ist oft ein fantastisches Hausfrühstück mit lokalen Käse- und Wurstspezialitäten inbegriffen. Wer lieber größere Infrastruktur mit Geschäften und Restaurants möchte, findet in Ortisei im benachbarten Tal eine tolle Alternative (dort empfiehlt sich das familienfreundliche Cavallino Bianco), von wo es etwa 40 Minuten mit dem Auto sind, oder im historischen Brixen, das ein schönes städtisches Umfeld und etwas günstigere Übernachtungspreise bietet. Die aktuelle Verfügbarkeit und Preise für Unterkünfte rund um Val di Funes und in Brixen lassen sich bequem auf Booking.com vergleichen.
12 beste Tipps für Val di Funes: Was zu sehen und zu tun
Zwölf Orte und Erlebnisse – von entspannten Spaziergängen bis zu anspruchsvollen Wanderungen, bei denen ihr müde Beine und unvergessliche Erinnerungen mit nach Hause nehmt. Für Familien mit Kinderwagen ist genauso etwas dabei wie für ambitionierte Bergwanderer, die die Dolomiten Italien aus nächster Nähe erleben wollen.
1. Kirchlein Santa Maddalena: Der klassische Anblick
Dieses der heiligen Maria Magdalena geweihte Kirchlein ist jener berühmte Punkt, den man von Instagram und Reiseberichten kennt. Es steht auf einem sanften Hügel über dem gleichnamigen Dorf und bildet eine absolut perfekte Komposition mit dem Odle-Massiv im Hintergrund. Das Kirchlein selbst ist recht klein und unscheinbar, doch seine Lage in der Landschaft ist ein Werk absoluter Genialität.

Die besten Fotos entstehen aber nicht direkt daneben. Man muss ein Stück weiter auf dem Asphaltweg in Richtung Aussichtspunkt gehen (ausgeschildert, führt hangaufwärts über dem Dorf), von wo sich der richtige Winkel öffnet, bei dem die Berge optisch direkt hinter dem Kirchturm „liegen“. Wir empfehlen, früh morgens oder am späten Nachmittag loszugehen – dann beleuchtet die Sonne die Gipfel wunderschön und man entgeht den größten Menschenmassen mit Stativen.
2. Kirchlein San Giovanni in Ranui
Wenn wir schon bei den ikonischen Bauwerken sind: San Giovanni in Ranui ist meiner Meinung nach vielleicht sogar noch ein bisschen fotogener als Santa Maddalena – vor allem dank seiner unverwechselbaren Fassade und dem kräftig roten Anstrich (der sogenannte Zinnober-Ton), der wunderschön mit dem grünen Wald und den grauen Felsen kontrastiert.

Wenn ihr den aktuellen Bewölkungsstand über den Gipfeln checken wollt, bevor ihr das Hotel verlasst, lohnt ein Blick auf die Val di Funes Webcam im Internet – das kann euch morgendliche Enttäuschungen ersparen, falls die Felsen gerade im dichten Nebel versteckt sein sollten. Neben dem Aussichtspunkt über Santa Maddalena und der Wiese bei Ranui sind auch die Wegstrecken direkt unter den Felswänden großartige Fotospots, wo sich alte Holzzäune und einzelne Kiefern wunderbar ins Bild integrieren lassen.
3. Spaziergang zu den Kirchlein mit Kindern und Hunden
Das Tolle an Val di Funes ist, dass die schönsten Anblicke auch für Eltern mit kleinen Kindern und Kinderwagen zugänglich sind. Nicht jede Route im Tal muss eine anspruchsvolle Hochgebirgstour sein.
Vom zentralen Parkplatz im Dorf führt eine sehr einfache Rundstrecke, die Aussichten auf beide genannten Kirchlein verbindet. Die Route dauert etwa 20 bis 30 Minuten reine Gehzeit, verläuft größtenteils auf befestigten Wegen und lässt sich problemlos auch mit einem normalen Kinderwagen bewältigen. Mit Hunden ist es hier angenehm – nur aufgepasst bei den weidenden Kühen auf den Wiesen, die vierbeinige Begleiter manchmal allzu sehr faszinieren. 😅
4. Adolf-Munkel-Weg: Die bekannteste Wanderung unter den Odle-Wänden
Das ist genau die Tour, die zu den schönsten Erlebnissen in den gesamten Dolomiten zählt. Der Adolf-Munkel-Weg führt direkt am Fuß der Nordwände des Odle-Massivs entlang und bietet Ausblicke, bei denen einem buchstäblich der Atem stockt.

Die gesamte Runde dauert etwa 3 bis 4 Stunden, und der große Vorteil liegt im minimalen Gesamthöhenunterschied bei maximalen visuellen Eindrücken. Der Weg schlängelt sich angenehm durch den Wald und über offene Geröllfelder, während die majestätischen Felsen die ganze Zeit zum Greifen nah sind. Wer ohne Kinder unterwegs ist oder eine Betreuung organisieren kann: Diese Tour darf man sich schlicht nicht entgehen lassen.
5. Wanderung zur Geisler Alm
Fester Bestandteil vieler längerer Routen in der Gegend (einschließlich des Adolf-Munkel-Wegs) ist ein Halt auf der bekannten Geisler Alm (Rifugio delle Odle). Dieser Ort ist im Grunde die Verkörperung alpiner Gemütlichkeit – hier lässt sich nach einer anstrengenden Wanderung wunderbar verschnaufen.

Rund um die Hütte erstrecken sich weitläufige grüne Wiesen mit großen hölzernen Liegestühlen. Es gibt kaum etwas Schöneres, als nach dem Mittagessen in der Sonne zu liegen und zu diesen verrückten Felsen über sich hinaufzuschauen. Ich bin dort fast eine Stunde geblieben und Lukáš musste rufen, dass wir endlich weiter müssen. In der Saison ist es hier recht voll, aber die Fläche ist riesig – ein Plätzchen findet man immer.
6. Ausgangspunkt Zanser Alm (Zannes)
Wer sich auf den Weg zum Adolf-Munkel-Weg macht, wird als Start- und Zielpunkt höchstwahrscheinlich die Zanser Alm (Zannes) nutzen. Hier befindet sich ein großer Sammelparkplatz am Ende der Talstraße, der ein perfekter Ausgangspunkt für die meisten großen Wanderungen ist.
Es gibt hier ein Tourismusinformationszentrum sowie mehrere Berghütten, wo man sich vor oder nach der Tour stärken kann. Von hier aus zweigt ein ganzes Netz perfekt ausgeschilderter Wanderwege ab, darunter auch einige Lehrpfade, die sich gut für Familien mit älteren Kindern eignen.
7. Goldene Herbstlärchen und das Gebiet Cuecenes
Wer im Oktober oder Anfang November einen Ausflug in die Dolomiten plant, hat die Chance, das Gebiet Cuecenes in seiner fotogenischsten Phase zu erleben. Die Lärchenwälder färben sich dann in unglaubliche Gold- und Orangetöne.
In der goldenen Stunde, wenn die untergehende Sonne diese gelben Bäume vor dem Hintergrund grauer Felsen anleuchtet, entfaltet sich ein Schauspiel, das kein Instagram-Filter nachahmen kann. Das ist eine beliebte Zeit für Landschaftsfotografen, und obwohl die Nächte bereits kühl sind, lässt es sich tagsüber noch wunderbar in einer leichten Jacke durch die Berge streifen.
8. Panoramaaussicht Kreuzkofel
Für alle, die weniger frequentierte Orte mit fantastischen Aussichten suchen, empfehle ich den Aufstieg zum Kreuzkofel. Von diesem Punkt hat man das gesamte Tal wie auf einer Landkarte vor sich und kann das Odle-Massiv aus einem völlig anderen Blickwinkel bewundern.
Der Weg dorthin ist etwas steiler, aber die Belohnung ist absolute Stille – die meisten Touristen bleiben unten bei den Kirchlein oder auf den Hauptwanderwegen. Und ein Morgenkaffee aus der Thermoskanne mit einem solchen Ausblick schmeckt einfach nochmal anders. Wer es bei Tagesanbruch schafft, bringt Fotos mit, um die man nur beneidet werden kann.
9. Beste Fotospots und die Jagd nach dem perfekten Licht
Val di Funes dreht sich zu einem großen Teil ums Fotografieren – den richtigen Winkel und das richtige Licht zu finden, ist hier eine kleine Wissenschaft für sich. Aufgrund der Ausrichtung des Tals ist der beste Fototermin wirklich sehr früh morgens oder etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang, wenn die Felsgipfel einen satten Orangeton annehmen.

Wenn ihr den aktuellen Bewölkungsstand über den Gipfeln prüfen wollt, bevor ihr das Hotel verlasst, lohnt sich ein Blick auf die Val di Funes Webcam im Internet – das kann euch morgendliche Enttäuschungen ersparen, falls die Felsen gerade im dichten Nebel liegen sollten. Neben dem Aussichtspunkt über Santa Maddalena und der Wiese bei Ranui sind auch die Wege direkt unter den Felswänden hervorragende Fotospots, wo sich alte Holzzäune und einzelne Kiefern wunderbar als Vordergrund ins Bild setzen lassen.
10. Val di Funes mit Kindern und Kinderwagen
Mit einem kleinen Baby im Tragetuch oder Kinderwagen in die Berge – das ist eine ganz andere Disziplin, und Val di Funes bietet dafür ideale Voraussetzungen. Das Dorf ist sehr ruhig, es gibt keine belebten Hauptstraßen, und entlang der Wege zu den Kirchlein findet man an praktischen Stellen immer wieder hölzerne Bänke.
Kleinen Kindern tut die Ruhe der hiesigen Wiesen unglaublich gut – man kann hier viel Zeit damit verbringen, einfach die Umgebung zu beobachten. Wer sich eine Val-di-Funes-Karte ansieht, entdeckt rund ums Dorf ein Geflecht kleiner Feldwege, die wie gemacht für Spaziergänge mit dem Kinderwagen sind – nur sollte man wissen, dass es stellenweise recht kräftig bergauf geht.
11. Ausflug zu Alpakas auf dem nahegelegenen Bauernhof
Das ist ein absoluter Hit – besonders für Familien mit Kindern, aber auch Erwachsene ohne Kinder werden begeistert sein. Nicht weit entfernt im Pustertal (nahe Val di Funes) gibt es einen kleinen Familienbauernhof, auf dem wunderschöne, zottelartige Alpakas gehalten werden.
Man kann eine Wanderung mit diesen Tieren über die Almwiesen buchen – ein unglaublich entspannendes Erlebnis. Alpakas sind sanft und neugierig, und eines von ihnen hat uns die ganze Zeit über die Schulter auf das Handy geschaut, als wollte es kontrollieren, ob das Foto gelungen ist. Wir empfehlen, dieses Erlebnis im Voraus zu buchen, da die Kapazitäten sehr begrenzt sind.
12. Messner Mountain Museum (Sigmundskron)
Falls das Wetter nicht mitspielt und die Berge hinter Regenwolken verschwinden, haben wir einen tollen Ausflugstipp etwas außerhalb des Tals. Nahe der Stadt Bozen liegt die Burg Sigmundskron, in der das Hauptmuseum des berühmten Projekts des Bergsteigers Reinhold Messner untergebracht ist.

Das MMM Firmian ist ein riesiger Komplex, der der Beziehung zwischen Mensch und Berg gewidmet ist. Hier findet man faszinierende Ausstellungen zur Geschichte des Bergsteigens, zu Religion in den Bergen und eine umfangreiche Sammlung asiatischer Kunst. Es ist die perfekte Rettungsmission für einen verregneten Nachmittag – kleine Kinder schlafen ruhig im Tragetuch ein, während ihr in aller Ruhe durch die Ausstellungen schlendert. Aktuelle Öffnungszeiten findet ihr auf der offiziellen Website des MMM Firmian. Der Rundgang nimmt mindestens einen halben Tag in Anspruch und ist architektonisch brillant umgesetzt – ein Erlebnis, das auch Menschen begeistert, die sonst nie auf Berge klettern.
Wo essen: Südtiroler Küche in der Praxis
In Südtirol zu sein und die lokalen Spezialitäten nicht zu kosten, wäre schlicht eine Sünde. Die hiesige Küche verbindet die italienische Leidenschaft für Pasta mit der deftigen Tiroler Tradition – die Portionen sind groß und reichhaltig, was man nach einem langen Tag in den Bergen nur allzu gerne begrüßt.
Grundlage von allem ist natürlich der Knödel. Die lokale Klassik schlechthin ist der Speckknödel, aber genauso gut werden hier Käseknödel (Käseknödel) und Spinatknödel zubereitet, die man entweder in der Brühe oder einfach mit Krautsalat serviert bekommt. Ebenfalls ein Klassiker: cremige Polenta mit Steinpilzen und Bergkäse. Zum Essen unbedingt das lokale Bier Vatschger bestellen, das auf dem nahegelegenen Gut Hornschloss gebraut wird – ein ungefiltrertes Prachtexemplar.
Für eine konkrete Empfehlung unterwegs: Der Gasthof Schmiedwiesen kocht wirklich wie bei Oma, und wer nach dem Mittagessen keinen Apfelstrudel nimmt, wird es bereuen. Als Mitbringsel empfiehlt sich der Käse Tre Larici – am besten oben im Koffer verstauen, damit er nicht zerdrückt wird.
Praktische Tipps: Was ihr vor der Reise wissen solltet
Auch wenn Val di Funes auf den ersten Blick ein idyllisches Fleckchen ist, gibt es hier einige wichtige Regeln, die man kennen sollte – sonst kann der Urlaub unangenehm teuer werden.
Der wichtigste Hinweis zum Schluss: Lasst die Drohne zu Hause! Das gesamte Gebiet des Naturparks Puez-Geisler (einschließlich der ikonischen Wiesen bei den Kirchlein) ist eine strenge Flugverbotszone. Die Parkwächter und die Polizei kontrollieren hier recht konsequent, und wer mit einer Drohne erwischt wird, muss mit einer Geldstrafe von sage und schreibe 3.000 € rechnen. Kein Foto ist diesen Stress wert.
Außerdem sollte man die Fotografierverbote im Inneren der Kirchlein beachten. Von außen darf man so viel fotografieren wie man möchte, aber innen ist es wegen der Heiligkeit des Ortes häufig untersagt – und es gehört zum guten Ton, das zu respektieren. Was die Logistik betrifft: Wie bereits erwähnt, entfällt die Einfahrtsgebühr, aber für das Parken in Santa Maddalena sind rund 8 € pro Tag einzuplanen – für Dolomiten-Verhältnisse ein durchaus fairer Preis.
Weitere Ziele in den Dolomiten
Wer Val di Funes erkundet hat, findet in der Umgebung noch unzählige weitere wunderbare Orte. Im benachbarten Val Gardena gibt es eine Seilbahn, die euch zur fotogenen Seceda-Höhenroute bringt – ein Ausblick, der dem Val di Funes ebenbürtig ist, und über den wir einen eigenen Reiseführer geschrieben haben.
Sehr empfehlenswert ist auch ein Besuch der historischen Stadt Brixen, die nur einen Katzensprung entfernt liegt und tolle Cafés sowie einen schönen Domplatz zu bieten hat. Wer den östlichen Teil der Berge erkunden möchte, sollte sich unseren Artikel über Cortina d’Ampezzo ansehen – ein hervorragendes Basiscamp für Seen und weitere bekannte Wanderungen. Und wer einen Gesamtüberblick sucht, findet in unserem großen Dolomiten-Reiseführer eine Zusammenfassung der schönsten Routen für Anfänger und Fortgeschrittene.
Tipps und Tricks zum Abschluss
Damit ihr eure Reise so gut wie möglich planen könnt, liste ich hier unsere bewährten Dienste auf, die wir bei jeder Reise nutzen – nicht nur nach Italien.
Wo Flüge finden
Falls ihr nicht mit dem Auto aus Deutschland anreist, lohnt sich ein Flug nach Mailand, Bergamo oder Venedig. Von deutschen Flughäfen wie München, Frankfurt oder Stuttgart fliegen Eurowings, Lufthansa oder Ryanair zu günstigen Preisen in den Norden Italiens. Für den Preisvergleich empfehlen wir GetYourGuide für Ausflüge vor Ort, und für Flüge ein gutes Vergleichsportal wie Google Flights oder Skyscanner.
Manchmal lassen sich auch günstige Angebote ab Wien oder Zürich finden. Mit kleinen Kindern experimentieren wir zwar nicht mehr so viel mit Umstiegen, aber es lohnt sich trotzdem, die Preise ein paar Monate im Voraus im Blick zu behalten.
Mietwagen
Ohne Auto kommt man in den Dolomiten nur schwer weiter – der öffentliche Nahverkehr zwischen den Tälern ist zeitaufwändig. Wir vergleichen Mietwagenpreise schon seit Jahren zuverlässig über RentalCars, das weltweit die Angebote der Flughafenverleiher gegenüberstellt.
Wir achten möglichst auf Vermietungen direkt im Terminal, um mit Kinderwagen und Gepäck nicht auf Shuttle-Busse warten zu müssen. Kleiner Tipp: Macht vor der Abfahrt aus der Garage Fotos vom Auto von allen Seiten.
Unterkunft buchen
Booking.com ist unsere liebste Plattform für Hotels und Ferienwohnungen. Für die Dolomiten gilt doppelt: Je früher ihr bucht, desto größer ist die Auswahl.
Neben Booking probieren wir auch gerne kleinere lokale Websites aus, die auf Agriturismo spezialisiert sind – die wirklichen Geheimtipps sind oft nicht über die großen Plattformen buchbar. Wenn ihr in der Saison ein freies Plätzchen entdeckt, nicht eine Minute zögern.
Reiseversicherung nicht vergessen
Die Berge verzeihen keine Fehler, und medizinische Versorgung in Italien kann für Urlauber ohne die richtige Absicherung teuer werden. Für kürzere Reisen wählen wir eine zuverlässige Reisekrankenversicherung, für längere Touren empfehlen wir einen umfassenden Schutz mit Bergrettungsdeckung.
Gerade mit kleinen Kindern und Hunden zahlt sich eine Rund-um-Absicherung aus. Eine Haftpflicht- und Stornoversicherung hat uns schon so oft gerettet, dass wir ohne sie schlicht nicht mehr verreisen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Ich bekomme von euch viele Nachrichten mit Fragen zu Reisen in diese Region. Hier sind Antworten auf die häufigsten Fragen, die hoffentlich eure eigene Urlaubsplanung etwas erleichtern.
Solltet ihr noch weitere Fragen haben, schreibt sie gerne in die Kommentare – ich helfe euch gerne weiter, basierend auf unseren eigenen Erfahrungen aus den Dolomiten.
Kam v italských dolomitech?
Dolomity jsou obrovské. Pro rodiny a fotografy je ideální Val di Funes nebo Alpe di Siusi, pro ikonické treky a jezera zvolte okolí Cortiny d’Ampezzo, a pro luxusnější střediska spojená s lyžováním pak Alta Badii nebo Val Gardenu.
Je vjezd do Val di Funes placený?
Ne, na rozdíl od cesty k Tre Cime di Lavaredo se neplatí žádné mýtné za vjezd na silnici do údolí. Platíte pouze klasické parkovné na vyhrazených parkovištích (cca 8 EUR za den).
Jak dlouho trvá procházka ke kostelíkům Santa Maddalena?
Z centrálního parkoviště ve vesnici dojdete na vyhlídku nad kostelíkem za pohodových 20 až 30 minut. Cesta je asfaltová a bez problémů ji zvládnete i s kočárkem.
Můžu ve Val di Funes létat s dronem?
Absolutně ne. Celá oblast je přísnou bezletovou zónou z důvodu ochrany přírody v národním parku Puez-Odle. Za porušení hrozí astronomická pokuta ve výši až 3000 EUR.
Kdy je nejlepší doba na focení kostelíků?
Nejlepší světlo pro oba kostelíky (Santa Maddalena i San Giovanni in Ranui) je brzy ráno nebo v podvečer, zhruba hodinu před západem slunce, kdy slunce krásně barví špičky hor do oranžova.
Zvládneme Adolf Munkel Weg s dětmi?
Záleží na věku dětí. Jde o 3 až 4 hodiny dlouhý okruh převážně lesem a kamenitým terénem pod úpatím skal. Není sjízdný pro kočárek, ale pro starší, zvyklé děti (nebo s dobrým turistickým nosítkem) je to krásná a bezpečná túra bez velkého převýšení.
V jakém jazyce se ve Val di Funes domluvím?
Údolí spadá do Jižního Tyrolska, takže hlavním jazykem je zde němčina (místní říkají obci Villnöß). Bez problémů se ale domluvíte i italsky a samozřejmě anglicky, protože turistů sem jezdí opravdu mnoho.
Tipps und Tricks für deinen Urlaub
Zahle nicht zu viel für Flugtickets
Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.
Buche deine Unterkunft clever
Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.
Vergiss die Reiseversicherung nicht
Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.
Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).
Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
Finde die besten Erlebnisse
Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!
