Kos, Griechenland: 15 Tipps – Was sehen und erleben

TL;DRKos in der griechischen Inselgruppe Dodekanes ist die Bühne für 15 Ausflugstipps, die Antike und Aktivurlaub verbinden — vom Heilzentrum Asklepieion über die Burg Neratzia bis zur Thermalquelle Bros Therma und einem Fährausflug ins türkische Bodrum (30–60 Minuten Überfahrt). Die Insel ist berühmt für ihre über 200 Kilometer Radwege, ein Fahrrad leihst du ab 3–5 Euro pro Tag. Zum Baden eignen sich Juni bis Mitte September am besten, für aktives Erkunden dagegen Mai, Juni sowie Ende September bis Anfang Oktober. Zu den Highlights zählen die Hippokrates-Platane im Stadtzentrum, das Bergdorf Zia mit seinen Sonnenuntergängen sowie der Paradise Beach und Agios Stefanos auf der Halbinsel Kefalos.

Wer glaubt, Kos in Griechenland sei nur eine Fabrik für riesige All-inclusive-Resorts und langweiliges Herumliegen am Pool, den muss ich gleich am Anfang eines Besseren belehren. ☺️ Dieses sonnenverwöhnte Stück der Dodekanes-Inselgruppe ist nämlich ein absolutes Unikat, das tiefe antike Geschichte mit unerwartet aktivem Urlaub auf faszinierende Weise verbindet. Ich habe für euch 15 Tipps zusammengestellt, bei denen jeder Reisetyp etwas für sich findet — von antiken Ruinen über Thermalquellen bis hin zum Ausflug auf einen anderen Kontinent. Die Insel ist außerdem die Heimat des Vaters der modernen Medizin, Hippokrates, weshalb es hier an faszinierenden Sehenswürdigkeiten wirklich nicht mangelt. Ich verrate euch, wo ihr am besten übernachtet, warum ihr unbedingt sofort ein Fahrrad leihen solltet und worauf ihr achten müsst, wenn ihr einen Ausflug ins benachbarte Türkei plant.

Zusammenfassung

  • Fahrradfreundlichste Insel Griechenlands: Kos ist im Norden wunderbar flach und von einem Netz aus über 200 Kilometern Radwegen durchzogen – leih dir also am ersten Tag gleich ein Fahrrad.
  • Das Erbe des Hippokrates: Vergiss auf keinen Fall den Besuch des antiken Heilzentrums Asklepion und des berühmten Platanentbaums im Zentrum der Hauptstadt.
  • Natürliche Thermalquellen: Am Strand Bros Therma kannst du völlig kostenlos in heißen Schwefelquellen baden, die direkt ins Meer sprudeln.
  • Vorsicht vor Menschenmassen: Das Bergdorf Zia ist für seine wunderschönen Sonnenuntergänge bekannt, leidet in der Saison aber unter massivem Overtourismus – fahr lieber früh morgens hin.
  • Ausflug in die Türkei: Von Kos aus sieht man das türkische Bodrum, wohin Fähren fahren – vergiss aber nicht, deinen gültigen Reisepass mitzunehmen.
  • Ideal für Familien: Dank der langen Sandstrände mit sehr flachem Einstieg ins Wasser ist die Insel die perfekte Wahl für einen Urlaub mit kleinen Kindern.

Wann nach Kos reisen

Dank seiner südlichen Lage rühmt sich Kos mit unglaublichen dreihundert Sonnentagen im Jahr und zählt zu den sonnenreichsten Orten der gesamten Ägäis. Wer hauptsächlich schwimmen und am Strand bräunen möchte, ist von Juni bis Mitte September am besten aufgehoben. In den Sommermonaten klettern die Temperaturen regelmäßig über 30 °C und das Meer ist angenehm warm wie eine Badewanne – das schätzen vor allem Familien mit Kindern. Allerdings ist die Insel in dieser Zeit am stärksten besucht und die Unterkunftspreise erreichen ihr Maximum.

Für aktive Reisende, die die Insel per Rad erkunden und antike Sehenswürdigkeiten entdecken möchten, empfehle ich dagegen Mai, Juni und vor allem den Übergang von September zu Oktober. Der Oktober ist ein kleiner geheimer Trumpf des gesamten Dodekanes, denn die Touristenmassen lichten sich merklich und die Hotelpreise sinken stark, während das Meer nach dem langen heißen Sommer noch angenehm warm ist. Im Norden Griechenlands kann es zu dieser Zeit bereits regnen, hier hingegen kann man sich noch problemlos aufwärmen.

Von Mitte Mai bis Mitte September herrscht in der Ägäis zudem der trockene Nordwind namens Meltemi. Auf Kos ist er zwar etwas schwächer als auf den benachbarten Kykladen, kann aber trotzdem an der Nordküste für Wellen sorgen, was Windsurfer und Kitesurfer begeistert. Den Ostküsten bringt dieser Wind eine willkommene Abkühlung in der Augusthitze, sodass man am Strand nicht schwitzt, auch wenn die Sonne ordentlich brennt.

Wo auf Kos übernachten

💡 Unterkunfts- und Aktivitäten-Tipp: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.

Obwohl die Insel recht kompakt ist und man sie mit dem Mietwagen in etwas mehr als einer Stunde durchquert, beeinflusst die Wahl der richtigen Lage den Charakter eures Urlaubs erheblich. Wer lange Strände mit feinem Sand und flachem Wasser sucht, sollte an die Nordküste in die Ferienorte Tigaki oder Marmari fahren. Diese Gegend ist absolut ideal für Familien mit Kindern und für alle, die die Abende mit langen Strandspaziergängen verbringen möchten. Eine hervorragende Wahl in Tigaki ist das luxuriöse Fünf-Sterne-Hotel Astir Odysseus Kos Resort & Spa mit riesigen Pools und erstklassigem Wellness, während in Marmari das hervorragend bewertete Hotel Caravia Beach zu den beliebtesten Familienklassikern zählt.

Die Ostküste rund um die Hauptstadt Kos sowie die angrenzenden Ferienorte Lambi und Psalidi eignen sich dagegen hervorragend für Reisende, die historische Sehenswürdigkeiten und lebhaftes Nachtleben in der Nähe haben möchten. Hier findet man schöne Mittelklassehotels zwischen 60 und 120 Euro pro Nacht, und dank des dichten Radwegnetzes ist man in wenigen Minuten per Fahrrad im Zentrum. Der westliche Ferienort Mastichari bewahrt eine ruhigere Dorfatmosphäre und beherbergt das bekannte Neptune Luxury Resort, das für sein fantastisches Gastronomiekonzept voller lokaler Käsesorten und Köstlichkeiten bekannt ist.

Wer eher ausgelassene Unterhaltung und die Nähe zum Flughafen bevorzugt, sollte sich in Kardamena im Süden der Insel umsehen, wo das beliebte Grand Blue Beach Hotel heraussticht. Für absolute Ruhe und romantische Sonnenuntergänge empfiehlt sich die abgelegenere Halbinsel Kefalos im Südwesten. Hier liegt beispielsweise das renommierte Ikos Aria. All diese Unterkünfte lassen sich bequem und sicher über Booking.com reservieren, wo man auch detaillierte Bewertungen früherer Gäste findet.

15 Tipps, was man auf Kos sehen und erleben sollte

Lass uns gemeinsam einen Blick auf das Interessanteste werfen, was diese griechische Insel zu bieten hat. Ich habe für euch einen Mix aus antiker Geschichte, wunderschönen Stränden und großartigen Ausflügen zusammengestellt, aus dem sich jeder das Passende heraussuchen kann.

1. Stadt Kos und antike Agora

Die Hauptstadt der Insel ist wie ein großes, kompaktes Geschichtsbuch, das man an einem gemütlichen Nachmittag durchblättern kann. Alle wichtigen Sehenswürdigkeiten liegen nur wenige Gehminuten voneinander entfernt, sodass man die Stadt sehr bequem zu Fuß erkunden kann. Im Herzen der Stadt erstreckt sich die weitläufige antike Agora, die einst als Handels- und gesellschaftliches Zentrum der Stadt diente. Heute kann man völlig kostenlos zwischen den Überresten dorischer Säulen und Heiligtümer spazieren, die 1933 ein starkes Erdbeben unerwartet freilegte.

Gleich nebenan stößt man auf das faszinierende Casa Romana, eine rekonstruierte römische Villa mit beeindruckenden sechsunddreißig Zimmern und drei Innenhöfen. Hier kann man erhaltene Bodenmosaike und Marmorbrunnen bewundern, die eine klare Vorstellung vom damaligen Luxus vermitteln. Beim Schlendern durch die Stadt fällt einem auch die Defterdar-Moschee am Eleftherias-Platz auf, deren Minarett durch das Erdbeben 2017 eingestürzt ist und die noch immer auf ihre vollständige Restaurierung wartet. Wer tiefer in die Geschichte eintauchen möchte, sollte auch einen Blick ins örtliche Archäologische Museum werfen.

2. Die Hippokrates-Platane

Im Zentrum der Stadt, nicht weit vom Hafen, wächst ein Baum, den wohl jeder Besucher der Insel aufsucht. Die berühmte Hippokrates-Platane ist der Ort, an dem der Legende nach der Vater der modernen Medizin seine Schüler im Schatten der breiten Baumkrone unterrichtet haben soll. Wäre dies wahr, müsste diese majestätische Platane allerdings über zweieinhalbtausend Jahre alt sein – was aus botanischer Sicht schlicht nicht möglich ist.

Der heutige Stamm ist etwa fünfhundert Jahre alt, doch die Einheimischen behaupten stolz, er sei ein direkter Nachkomme des ursprünglichen Baumes. Mit einem Umfang von zwölf Metern ist er so gewaltig, dass er von allen Seiten durch ein aufwendiges Metall- und Holzgerüst gestützt werden muss, ohne das er wohl zusammenbrechen würde. Der Besuch ist völlig kostenlos, und direkt daneben befinden sich ein alter osmanischer Brunnen sowie die Loggia-Moschee, die dem Winkel trotz der Spuren des jüngsten Erdbebens eine sehr angenehme historische Atmosphäre verleihen.

3. Burg Neratzia

Wer durch den Hafen der Hauptstadt spaziert, wird unweigerlich von der massiven Festung Neratzia in den Bann gezogen. Dieses imposante Bauwerk wurde im vierzehnten Jahrhundert von den Rittern des Johanniterordens errichtet, um die Insel vor Angriffen aus dem nahen Osmanischen Reich zu schützen. Die Burg wurde beim verheerenden Erdbeben 2017 schwer beschädigt und aus Sicherheitsgründen für ganze acht Jahre für Besucher geschlossen. Die gute Nachricht: Nach einer aufwendigen Restaurierung für mehr als zweieinhalb Millionen Euro aus EU-Mitteln, die die beschädigten Mauern sicherte, öffnete die Burg 2025 endlich wieder für die Öffentlichkeit.

Spaziergänge auf den neu gesicherten Wehrgängen bieten einen fantastischen Blick auf den gesamten Hafen und die ankernden Schiffe – danach einfach einen Eiskaffee im Zentrum trinken. Der Eintritt beträgt rund 5 Euro und eine Besichtigung dauert etwa eine Stunde. Beachte, dass einige Randbereiche noch abgesperrt sein können, und komme lieber vormittags, da die Burg meist nur bis halb vier geöffnet ist.

4. Asklepion: Das antike Heilzentrum

Rund dreieinhalb Kilometer nordwestlich des Stadtzentrums liegt an einem sanften Hang die absolut bedeutendste Sehenswürdigkeit der gesamten Insel. Das Asklepion fungierte in der Antike als weitläufiges Heilzentrum und Heiligtum des Heilgottes Asklepios. Genau hier wurden laut Historikern die medizinischen Methoden des Hippokrates angewendet, und Patienten aus der ganzen damaligen antiken Welt reisten in der Hoffnung auf Heilung hier her.

Der Komplex ist terrassenförmig angelegt, und je weiter man nach oben steigt, desto weiter öffnet sich der Blick bis zur türkischen Küste, die von hier zum Greifen nah wirkt. Der Erwachseneneintritt kostet rund 8 Euro, aber überprüfe den aktuellen Preis am besten auf der offiziellen Website hhticket.gr, da sich die Regelungen gelegentlich ändern. EU-Bürger unter 25 Jahren haben übrigens freien Eintritt. Vom Stadtzentrum aus kommt man bequem mit dem Lokalbus Nummer 3 hin, oder man nimmt den Touristenzug – in jedem Fall empfiehlt es sich, früh morgens aufzubrechen, um der größten Hitze und den Menschenmassen zu entgehen.

5. Kos per Fahrrad entdecken

Wenn es etwas gibt, das Kos grundlegend von anderen bergigen griechischen Inseln unterscheidet, dann ist es die große Fahrradfreundlichkeit. Im Jahr 2022 erhielt die Insel die renommierte Zertifizierung als Bike Friendly Destination – und das völlig zu Recht. Die Nord- und Ostküste ist nämlich nahezu perfekt flach und von mehr als 200 Kilometern gepflegter Radwege durchzogen, auf denen man Familien mit kleinen Kindern ebenso begegnet wie aktiven Senioren.

Fahrradverleihe gibt es an jeder Ecke, und ein einfaches Stadtrad kostet lächerliche 3 bis 5 Euro pro Tag. Wer ins Landesinnere fahren möchte, kann sich ein E-Bike für ab etwa 15 Euro pro Tag leihen. Die schönste und sicherste Strecke führt direkt vom Strand Faros entlang der Küste durch Kos bis zum Ferienort Psalidi. Das dauert etwa eine Stunde sehr gemütlicher Fahrt, und unterwegs kann man jederzeit in einem Café Pause machen oder direkt ins Meer springen. Empfehlenswert ist zum Beispiel der freundliche Fahrradverleih Nikos Bikes in Tigaki, wo man euch gerne bei der Routenwahl berät.

6. Thermalquellen Bros Therma

Wer natürliches Wellness liebt, sollte unbedingt einen Ausflug an die Ostküste machen, rund zwölf Kilometer vom Hauptort entfernt. Dort befindet sich der Strand Bros Therma, wo natürliche Schwefelquellen mit 42 bis 50 °C direkt aus dem Felsen ins Meer sprudeln. Die Einheimischen haben aus Steinen ein kleines natürliches Becken von etwa 25 Quadratmetern gebaut, in dem sich heißes Mineralwasser mit den kühleren Wellen der Ägäis mischt – ein absolut entspannendes Erlebnis.

Der Eintritt in diese Thermalbäder ist völlig kostenlos und das ganze Jahr zugänglich. Denkt aber unbedingt an Wasserschuhe, denn der Strand ist mit dunklen Vulkansteinen bedeckt und der Weg zu den Quellen recht steinig. Vermeidet außerdem helle Badekleidung und Silberschmuck, da der hohe Schwefel- und Mineralstoffgehalt sie dauerhaft gelblich verfärben kann. Vom Zentrum Kos‘ fährt ein Lokalbus, die Fahrt dauert etwa 25 Minuten, und vom Parkplatz aus wartet noch ein rund 15-minütiger Fußweg hinunter zum Wasser.

7. Sonnenuntergänge im Bergdorf Zia

Hoch an den Hängen des Berges Dikeos schmiegt sich das malerische Dörfchen Zia mit seiner traditionellen blau-weißen Architektur und atemberaubenden Ausblicken auf die Nordküste der Insel. Es hat sich zur absoluten Legende wegen der schönsten Sonnenuntergänge auf Kos entwickelt. Hier gibt es jede Menge Souvenirläden und Tavernen, in denen man die lokale Spezialität probieren kann: eine erfrischende Zimtlimonade namens Kanelada.

💡 Tipp: Das Dorf leidet in der Hauptsaison leider extrem unter Overtourismus. Rund um den Sonnenuntergang fahren Dutzende Busse vor, und an den Aussichtspunkten drängen sich Tausende von Menschen mit ihren Handys. Wer sich den Stress ersparen möchte, sollte lieber früh morgens oder am Vormittag anreisen, wenn das Dorf eine wunderbar ruhige Atmosphäre hat. Einen schönen Ausblick ohne Menschenmassen bietet auch der Naturpark am Dorfrand. Wer hier abends essen möchte, sollte die traditionelle Taverne Oromedon ausprobieren, die ausgezeichnete vegetarische Gerichte aus dem Holzofen, eine hervorragende fleischlose Moussaka und gebratenen Käse mit Marmelade anbietet.

8. Halbinsel Kefalos und Agios Stefanos

Während der Norden der Insel von großen Resorts geprägt ist, bewahrt die südwestliche Halbinsel Kefalos – rund vierzig Kilometer vom Hauptort entfernt – einen ruhigeren, ländlicheren Charakter. Die Küste hier ist von wunderschönen Buchten gesäumt, die zum Erkunden einladen. Das absolute Highlight ist der Strand Agios Stefanos, der etwas bietet, das man so selten sieht: Baden direkt neben den Ruinen einer frühchristlichen Basilika aus dem fünften Jahrhundert, deren Säulen nur wenige Schritte vom Wasser entfernt aufragen.

Direkt gegenüber dem Strand, nur etwa 150 Meter vom Ufer entfernt, ragt das fotogene Inselchen Kastri mit seinem ikonischen weißen Kirchlein mit blauem Dach aus dem Meer. Geübte Schwimmer können ohne Probleme hinschwimmen und an der Glocke am Eingang läuten – überprüft aber vorher immer die Stärke der Meeresströmungen. Das Wasser ist in diesem Teil der Insel etwas kühler als im Norden, dafür aber unglaublich klar und transparent.

lukas a lucka
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Wo man auf Kos übernachten kann
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9. Paradise Beach und Camel Beach

Wer schon auf der Halbinsel Kefalos ist, darf auf keinen Fall die Strände auslassen, die regelmäßig in den Ranglisten der schönsten ganz Griechenlands auftauchen. Der bekannteste ist der Paradise Beach, der seinem Namen alle Ehre macht. Sein feiner goldener Sand, das türkisfarbene Wasser und das breite Angebot an Wassersportarten machen ihn zum absoluten Paradies für Familien mit Kindern. Er wird übrigens oft auch „Bubble Beach“ genannt, weil vom Meeresboden ständig kleine Bläschen vulkanischer Gase aufsteigen – eine tolle Attraktion, besonders für kleine Badefreunde.

Falls der Paradise Beach in der Hauptsaison zu belebt ist, fährt man einfach ein Stück weiter zur abgelegeneren Bucht Camel Beach. Ihren Namen verdankt sie einem riesigen Felsen, der in seiner Form am Horizont an einen sitzenden Kamel erinnert. Der Zugang führt über einen ziemlich steilen Schotterweg – aufgepasst, denn das Standard-Versicherungspaket der meisten Mietwagenfirmen deckt unbefestigte Wege oft nicht ab. Die etwas abenteuerlichere Anfahrt wird mit viel mehr Ruhe, spürbar kühlerem Wasser und absolut fantastischen Schnorchelbedingungen entlang der felsigen Ränder dieser malerischen Bucht belohnt.

10. Die Sandstrände des Nordens

Wer einen idealen Urlaubstag möglichst einfach gestalten möchte – morgens Kaffee, dann Strand bis zum Abend –, ist an der Nordküste genau richtig. Die Ferienorte Tigaki, Marmari und Mastichari verbindet eine entscheidende Gemeinsamkeit: weitläufige Strände mit wunderbar feinem, hellem Sand. Der Strand von Tigaki ist beeindruckende zehn Kilometer lang, trägt die Blaue Flagge für Sauberkeit und ist von der Hauptstadt aus über einen bequemen, flachen Radweg erreichbar. Der Einstieg ins Wasser ist extrem flach, sodass man Dutzende Meter ins Meer waten kann und das Wasser immer noch nur knietief ist.

Während Tigaki und das benachbarte Marmari, das von malerischen Sanddünen gesäumt wird, eher touristisch geprägte Resortorte sind, bewahrt Mastichari den angenehmen Charakter eines traditionellen Fischerdorfes. Von hier legen regelmäßig Fähren zur Nachbarinsel Kalymnos ab. Die gesamte Nordküste ist zudem sehr dem Wind ausgesetzt, weshalb sich hier von Mai bis September, wenn der berüchtigte Meltemi-Wind weht, Windsurfer und Kitesurfer aus ganz Europa einfinden. Der Himmel füllt sich dann mit bunten Drachen, denn die Bedingungen für diese Wassersportarten sind dank des konstanten Windes nahezu ideal – Schulen und Verleihshops gibt es reichlich.

11. Der Pfauenwald Plaka und der Salzsee Alykes

Wer sich kurz vom salzigen Meer und der brennenden Sonne erholen möchte, sollte ins Landesinnere fahren, ein kleines Stück vom Flughafen beim Dorf Antimachia entfernt. Dort befindet sich der Kiefernwald Plaka, der als grüne Lunge der gesamten Insel gilt. Der Eintritt ist völlig kostenlos, und die Hauptattraktion sind Dutzende freilebender Pfauen, die sehr zahm sind und sich von Besuchern direkt aus der Hand füttern lassen. Es gibt auch Wasserschildkröten und viele angenehme schattige Plätzchen für ein Picknick – allerdings fahren hier keine Busse, man braucht also ein Auto oder Fahrrad.

Eine weitere interessante Naturstation im Norden der Insel ist der Salzsee Alykes nahe dem Ferienort Tigaki. In den heißen Sommermonaten bewundert man hier nur eine ausgetrocknete Salzkruste mit Bergen im Hintergrund. Wer jedoch im Frühling, Herbst oder Winter kommt, hat die große Chance, Schwärme wilder Flamingos zu sehen, die hier auf ihrer Wanderung rasten. Zum See kann man wunderbar per Fahrrad aus der Hauptstadt fahren – das ergibt einen perfekten Nachmittagsausflug.

12. Die verlassene Burg Palio Pyli

Wer Geheimnisse und verlassene Orte mit dunkler Geschichte liebt, wird von Palio Pyli begeistert sein. Das ist eine zerfallene mittelalterliche Siedlung, die hoch im Landesinneren verborgen liegt und deren Bewohner sie im neunzehnten Jahrhundert fluchtartig während einer verheerenden Choleraepidemie verließen. Über den Ruinen alter Steinhäuser ragen die beeindruckenden Überreste einer byzantinischen Burg und zweier historischer Kirchlein empor, zu denen ein etwa drei Kilometer langer Waldweg vom modernen Dorf Pyli führt. Vom Gipfel des Hügels bietet sich ein atemberaubendes Panorama der gesamten Ägäis, der Nachbarinseln und der nahen türkischen Küste – weshalb es ein sehr beliebter Ort zum Beobachten des Sonnenuntergangs ist.

Der Eintritt in das gesamte Gelände ist völlig kostenlos, aber auf Reiseforen tauchen häufig Warnungen vor falschen Wächtern auf. Diese treiben sich gelegentlich am Waldeingang herum und versuchen, ahnungslosen Touristen freiwillige Beiträge für eine angebliche Renovierung der Burg zu entlocken. Lasst euch nicht täuschen, ignoriert sie ruhigen Gewissens und geht einfach weiter. Der Aufstieg ist etwas anspruchsvoller, also unbedingt festes Schuhwerk anziehen – oben wartet als angenehme Belohnung ein süßes kleines Café mit unglaublichem Ausblick.

13. Die Windmühle von Antimachia

Griechische Inseln verbindet man sofort mit ikonischen weißen Windmühlen, und Kos bildet da zum Glück keine Ausnahme. Im Dorf Antimachia, das in der Mitte der Insel direkt am internationalen Flughafen liegt, findet man die einzige voll funktionstüchtige Windmühle der gesamten Insel. Sie ist über zweihundertfünfzig Jahre alt und funktioniert nach sorgfältiger Restaurierung heute als kleines, sehr interessantes Museum. Für einen Eintritt von rund 3 bis 5 Euro kann man einen Blick ins Innere der Mühle werfen und sich vom Besitzer detailliert erklären lassen, wie der uralte Getreidemahl-Mechanismus funktioniert.

Zum Besuch gehört auch das angrenzende traditionelle Haus, das mit originalem Inventar eingerichtet ist und genau zeigt, wie eine typische Inselmüllerfamilie hier vor hundert Jahren lebte. Es ist ein schneller, aber überraschend interessanter und sehr fotogener Stopp. Wer schon in Antimachia ist, sollte unbedingt auch die nahe gelegene Kreuzritterfestung Kastell aus dem dreizehnten Jahrhundert besuchen, in deren Mauern sich zwei charmante kleine Kirchlein verbergen.

14. Ausflug zur Vulkaninsel Nisyros

So nah an einem aktiven schlafenden Vulkan zu sein und ihn nicht zu besuchen – das wäre wirklich schade. Die Nachbarinsel Nisyros ist ein faszinierendes Stück Land, unter dem noch immer vulkanische Aktivität schlummert. Man kann einen ganztägigen organisierten Ausflug für rund 40 Euro buchen, der sich oft bequem über Plattformen wie GetYourGuide oder direkt beim Reiseleiter reservieren lässt. Im Preis ist meist ein Bustransfer vom Hafen direkt zum Krater Stefanos enthalten, wo man über die gelbe Schwefelkruste spaziert und die aus dem Untergrund aufsteigende Wärme spürt.

Wer lieber auf eigene Faust reist, hat es einfach – und günstiger. Vom Hafen in Kardamena fahren regelmäßige Fähren, wobei ein Hin- und Rückfahrtticket rund 16 Euro kostet und die Überfahrt dreiviertel Stunden dauert. Auf der Insel selbst zahlt man 3 Euro Inselgebühr und 5 Euro Eintritt direkt zum Vulkan. Unbedingt auch das malerische Hafenstädtchen Mandraki mit dem Kloster Panagia Spiliani besuchen, wo man das ausgezeichnete lokale Mandelgetränk Soumada probieren kann.

15. Ein Abstecher ins türkische Bodrum

Von den Stränden im Norden von Kos sieht man die türkische Küste so scharf, dass man das Gefühl hat, man könnte einfach hinüberschwimmen. Dazwischen liegen nämlich nur gerade mal sieben Seemeilen. Es wäre also schade, die Gelegenheit nicht zu nutzen und für einen Tag auf einen völlig anderen Kontinent zu fahren. Von der Hauptstadt Kos legen jeden Morgen Schiffe zum türkischen Badeort Bodrum ab, und die Überfahrt dauert je nach Schiffstyp nur 30 bis 60 Minuten. Ein Hin- und Rückfahrtticket bekommt man bei verschiedenen Anbietern für 15 bis 25 Euro.

In Bodrum erwarten euch lebhafte Basare, auf denen man um alles feilscht – von Gewürzen bis hin zu Lederwaren –, die imposante Burg des Heiligen Petrus und die Überreste des antiken Mausoleums. Letzteres zählt übrigens zu den sieben Weltwundern, über die man in der Schule lernt – aber bis man es live sieht, kann man sich die Ausmaße kaum vorstellen. ⚠️ Wichtiger Hinweis: Die Türkei ist weder EU-Mitglied noch Teil des Schengen-Raums. Für diesen Ausflug reicht daher kein Personalausweis – ihr braucht einen gültigen Reisepass. Die Pass- und Zollkontrolle im Hafen vor der Abfahrt dauert eine Weile und es bilden sich Warteschlangen, also kommt rechtzeitig zum Schiff.

Wo auf Kos essen

Auf Kos isst man besser, als viele erwarten würden. Es geht nicht nur um Gyros und griechischen Salat: Die Insel hat eigene Käsesorten mit geschützter Herkunftsbezeichnung, frittierte Teigtaschen mit Honig und eine Zimtlimonade, die man anderswo einfach nicht bekommt. Kos rühmt sich fruchtbaren Bodens und einer langen Tradition lokaler Zutaten, die die Grundlage der meisten Inselspezialitäten bilden. Wer gerne neue Geschmäcker entdeckt, sollte unbedingt traditionelle Familientavernen aufsuchen, in denen nach alten, von Generation zu Generation überlieferten Rezepten gekocht wird. Hier findet man Lokale für Fleischliebhaber ebenso wie tolle Möglichkeiten für Vegetarier.

Das absolute Unikat, das man unbedingt probieren muss, ist der lokale Käse Krasotiri (oft auch als Posa bezeichnet). Dieser weiche Ziegen- oder Schafskäse hat eine geschützte Herkunftsbezeichnung und ist besonders, weil er in den Pressrückständen roter Weintrauben reift – dadurch bekommt er eine unverwechselbare rote Rinde und einen fein würzigen Weingeschmack. Eine weitere vegetarische Köstlichkeit sind Katimeria, ausgezeichnete frittierte Teigtaschen gefüllt mit frischem Käse, die zum Abschluss großzügig mit Honig übergossen und mit Zimt bestreut werden. An heißen Sommertagen erfrischt die traditionelle Zimtlimonade Kanelada, die vor allem für das Bergdorf Zia typisch ist, oder das beliebte lokale Mandelgetränk Soumada.

Wer die besten Restaurants sucht, sollte unbedingt in der berühmten Taverne Oromedon im Dorf Zia reservieren. Dort wird ausgezeichnete Bergküche serviert, darunter eine großartige fleischlose Moussaka aus dem Holzofen und ein famoses gebratenes Käsegericht mit selbstgemachter Marmelade. In der Hauptstadt lohnt sich außerdem ein Besuch im eleganten Restaurant Petrino, das in einem wunderschönen Gartenhof untergebracht ist und erstklassige Verkostungsplatten voller lokaler Käsesorten anbietet. Ein Stück vom Zentrum entfernt befindet sich auch die sehr beliebte Taverne Elia, die ein absolut perfektes Saganaki und eine Reihe weiterer traditioneller Gemüsevorspeisen macht.

Auch Fleischliebhaber kommen auf der Insel natürlich auf ihre Kosten. Eine typische lokale Spezialität sind Pitaridia, hausgemachte breite Nudeln, die langsam in einer kräftigen Fleischbrühe gegart werden. Traditionell werden sie mit einer ordentlichen Portion Hackfleisch und Schweineschmalz serviert – ein wirklich sättigendes Gericht, das die Einheimischen besonders gerne an kühleren Abenden auftischen.

Wohin weiter von Kos

Wer überlegt, ob Kos die richtige Wahl für den Urlaub ist, oder den Besuch mit anderen Orten in Griechenland verbinden möchte, sollte sich unsere weiteren Reiseführer ansehen. Wir haben einen großen Überblick über Urlaubsziele in Griechenland zusammengestellt, in dem wir einzelne Destinationen vergleichen. Geschichtsbegeisterte werden sich sicher für das benachbarte Urlaub auf Rhodos interessieren, während für maximale Romantik unser Artikel über Urlaub auf Santorini empfehlenswert ist. Und wer schon Flugtickets gekauft hat, sollte unbedingt unsere praktische Liste durchsehen, was man für den Urlaub in Griechenland einpacken sollte.

Häufig gestellte Fragen

Ich habe die häufigsten Fragen rund um den Urlaub auf der Insel Kos beantwortet, damit ihr vor der Reise über alles bestens Bescheid wisst. Hoffentlich erleichtern euch diese praktischen Tipps die Planung. 😉

Was muss man auf Kos unbedingt sehen?

Zum absoluten Pflichtprogramm gehören das antike Heilzentrum Asklepion, die mächtige Festung Neratzia und das Zentrum der Hauptstadt mit der Platane des Hippokrates und der antiken Agora. Von den Naturschönheiten solltet ihr auf keinen Fall den Thermalstrand Bros Therma verpassen, die Halbinsel Kefalos mit der Basilika Agios Stefanos und das verlassene mittelalterliche Dorf Palio Pyli. Vergesst auch nicht den Sonnenuntergang vom Dorf Zia aus.

Wie lange dauert der Flug nach Kos?

Ein Direktflug aus Mitteleuropa zum internationalen Flughafen Hippokrates auf Kos dauert etwa 2,5 Stunden. In der Sommersaison fliegen Direkt-Charterverbindungen aus mehreren Städten. Der Flughafen befindet sich im zentralen Teil der Insel beim Dorf Antimachia, sodass der Transfer zu den meisten Hotels und Urlaubsorten nicht länger als dreißig bis vierzig Minuten dauert, was ein riesiger Vorteil ist.

Wie teuer ist es auf Kos?

Kos gehört zu den preislich sehr angenehmen griechischen Inseln, vor allem dank der enormen Konkurrenz an Hotels und Verleihstationen. Ein Essen in einer durchschnittlichen Taverne kostet Sie 15 bis 25 Euro pro Person, ein Stadtfahrrad zu mieten kostet sagenhafte 3 bis 5 Euro pro Tag und ein kleineres Auto bekommen Sie in der Saison ab 35 Euro pro Tag. Bustickets auf den Überlandlinien KTEL bewegen sich zwischen 2 und 5 Euro.

Wie ist das Meer auf Kos?

Das Meer auf Kos ist wunderbar sauber und erwärmt sich in den Sommermonaten auf angenehme 25 °C. Die Nordküste (Tigaki, Marmari) hat sehr lange Flachwasserzonen mit feinem Sand, was für Kinder großartig ist, aber gelegentlich weht hier Wind und es bilden sich Wellen. Die Südwestküste bei Kefalos hat etwas kühleres und ruhigeres Wasser mit absolut kristallklarer Sicht, die ideal zum Schnorcheln ist.

Worauf sollte man auf Kos achten?

Achten Sie auf jeden Fall auf die starke Sonne und den sommerlichen Wind Meltemi, denn wenn er weht, haben Sie oft kein Hitzegefühl und bekommen am Strand sehr leicht einen Sonnenbrand. Rechnen Sie außerdem damit, dass die Insel die App Uber nicht nutzt, sodass Sie sich auf lokale Taxis oder das sehr gut funktionierende Busnetz verlassen müssen. An den östlichen Kieselstränden und bei den Thermen werden Sie unbedingt Wasserschuhe brauchen.

Ist Kos für Familien geeignet?

Ja, Kos gilt als eines der besten Reiseziele in Griechenland für Familien mit Kindern. Der Grund ist sein flaches, als Bike Friendly zertifiziertes Gelände, das ideal für sichere Radausflüge mit Kindern ist. Außerdem bietet es sehr kurze Transfers vom Flughafen und vor allem die endlosen Nordstrände, wo das Wasser noch Dutzende Meter vom Ufer entfernt flach ist.

Lohnt sich ein Ausflug nach Bodrum?

Wenn Sie Kontraste mögen, dann auf jeden Fall ja. In nur einer halben Stunde Fahrt finden Sie sich in einer völlig anderen, orientalischen Welt voller Märkte und Feilschen wieder. Die Fähren sind preislich erschwinglich, sie kosten um die 20 Euro, aber denken Sie daran, dass Sie den Schengen-Raum verlassen, sodass Sie unbedingt einen gültigen Reisepass benötigen, mit dem Personalausweis lässt man Sie nicht aufs Schiff.

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Toskana, Italien: 27 schönste Orte und 7-tägige Reiseroute + Karte

TL;DRDie Toskana lockt mit 30 der schönsten Orte, von Florenz, Siena und Pisa mit seinem Platz der Wunder über die Tuffstädte Pitigliano und Sovana bis zu den Strände der Insel Elba und den heißen Quellen in Saturnia und Bagni San Filippo. Die beste Reisezeit ist April, Mai, September und Oktober bei Temperaturen um 20 bis 25 Grad. Für die komplette 7-tägige Route Florenz–Lucca–Pisa–San Gimignano–Volterra–Siena–Chianti–Val d’Orcia solltest du mindestens fünf bis sieben Tage einplanen. Als Basis empfiehlt die Autorin Siena oder die Region Val d’Orcia, eine Übernachtung im Agriturismo kostet zwischen 1 500 und 3 000 Kč. In historische Zentren wie Florenz, Siena oder Monteriggioni darfst du mit dem Auto nicht hineinfahren, dort gelten ZTL-Zonen mit Kamerakontrolle, und Verstöße werden per Post mit einem Bußgeld geahndet.

Toskanische Weine, reiche Geschichte, wunderschöne Städte und atemberaubende Ausblicke. Die Toskana ist definitiv der schönste Teil Italiens (nein, ich bin überhaupt nicht voreingenommen😄), den man mindestens einmal im Leben gesehen haben sollte. Und sobald Sie den Zauber der toskanischen Hügel, mittelalterlichen Dörfer und Renaissance-Paläste entdecken, werden Sie immer wieder hierher zurückkehren wollen.

Lassen Sie uns gemeinsam einen Blick darauf werfen, wann die beste Reisezeit für die Toskana ist, welche Orte Sie auf keinen Fall verpassen sollten und welche lokalen Spezialitäten Sie sich nicht entgehen lassen dürfen.

Wetter Toskana: Wann ist die beste Reisezeit für die Toskana

Die Toskana ist ein wunderschönes Reiseziel zu jeder Jahreszeit, aber die ideale Reisezeit hängt davon ab, was Sie erleben möchten und wohin genau Sie reisen. Die beste Reisezeit ist von April bis Oktober, wobei das Wetter in den einzelnen Teilen der Region stark variieren kann.

Im Norden erheben sich hohe Berge, wo selbst im März noch Schnee liegt, während das Landesinnere angenehme Temperaturen bietet und die Küste mit ihren heißen Sommern lockt. Wenn Sie Meer und Sonne genießen möchten, reisen Sie im Sommer. Für die Erkundung historischer Städte und Sehenswürdigkeiten ist jedoch der Frühling oder Herbst besser geeignet, wenn es nicht so heiß ist und die Städte nicht von Touristen überlaufen sind. Und wenn Sie Weinberge und Weinfeste reizen, dann müssen Sie im September oder Oktober reisen.

Monat

Durchschnittstemperatur

Januar

10 °C

Februar

13 °C

März

15 °C

April

18 °C

Mai

23 °C

Juni

27 °C

Juli

30 °C

August

30 °C

September

26 °C

Oktober

20 °C

November

14 °C

Dezember

11 °C

Temperaturtabelle in der Toskana nach Monaten

Toskana: Wetter und Meerestemperatur nach Monaten

🌡️ Wärmster Monat: August (tagsüber 30 °C) · 🌊 Wärmstes Meer: August (28 °C) · ☔ Wenigste Niederschläge: Juli

MonatTagNachtMeerRegentage
Januar12 °C5 °C15 °C12
Februar14 °C6 °C14 °C7
März15 °C7 °C14 °C8
April17 °C9 °C16 °C10
Mai21 °C14 °C19 °C12
Juni26 °C18 °C23 °C6
Juli29 °C21 °C27 °C3
August30 °C22 °C28 °C6
September26 °C18 °C24 °C10
Oktober21 °C15 °C22 °C12
November16 °C10 °C19 °C15
Dezember13 °C7 °C16 °C16

Quelle: Klimanormal 2019–2024 (Open-Meteo, Messdaten)

Toskana Unterkunft – wo man in der Toskana übernachten kann

Ich war schon mehrmals in der Toskana und jedes Mal haben wir es vermieden, direkt in Florenz zu übernachten. Meistens sind wir an einem Ort geblieben, höchstens einmal die Unterkunft gewechselt.

Sie können eine Unterkunft in Siena ausprobieren, zum Beispiel Un terrazzo sulla magia, oder für ein perfektes Toskana-Erlebnis eine typisch italienische Villa mit Pool buchen Ca‘ Bianca. Eine gute Lage ist auch Lucca, zu den günstigeren Unterkünften gehört zum Beispiel Casamariu.

TIPP: Wenn Sie ein Toskana-Urlaub reizt, aber nicht auf eigene Faust reisen möchten, können Sie eine organisierte Reise bei Invia wählen.

Wie man in die Toskana reist

Wie kommt man am besten in die Toskana? Es gibt mehrere Möglichkeiten, jede davon hat ihre Vorteile.

Toskana mit dem Auto

Wenn Sie sich entscheiden, mit dem Auto zu fahren, können Sie die Reise individuell gestalten und sind vor Ort viel mobiler, wodurch Sie sich keine zusätzlichen Sorgen um die Suche nach öffentlichen Verkehrsmitteln oder Autovermietungen machen müssen.

  • Von Prag

Wenn Prag Ihr Ausgangspunkt ist, dann fahren Sie über 1000 km bis in die Toskana und die Fahrt dauert 11-12 Stunden. Es gibt drei Routen:

  1. Über Pilsen nach Deutschland, weiter über München, Innsbruck bis in die Toskana. Dies ist die kürzeste und schnellste mögliche Route.
  2. Eine weitere Route führt über České Budějovice, nach Österreich durch Salzburg und direkt nach Italien.
  3. Die längste Route führt dann über Brünn und Wien und dauert fast 12 Stunden.
  • Von Brünn
  1. Der kürzeste Weg, der nur etwas mehr als 10 Stunden dauert, führt über Wien, weiter südlich um Graz herum direkt in die Toskana.
  2. Eine weitere, gleichzeitig die längste Route, führt wieder über Wien, danach fahren Sie aber weiter über Salzburg und Innsbruck.
  3. Die dritte Option ist zeitlich nur wenige Minuten vorteilhafter als die vorherige. Die Route ist die gleiche wie bei Nr. 2, jedoch biegen Sie hinter Salzburg nach Villach ab und schließen sich somit der Route Nr. an. 1.

Mit dem Bus in die Toskana

Sie können auch mit dem Bus in die Toskana reisen. Die Busverbindung in die Toskana wird von den Busunternehmen FlixBus oder Student Agency angeboten. Tickets kosten ca. 800 bis 1500 CZK und von Prag aus fahren Sie 15 bis 23 Stunden. Es handelt sich also um eine relativ teure, langwierige und nicht sehr bequeme Reisemöglichkeit.

Mit dem Zug in die Toskana

Sie können auch mit dem Zug in die Toskana fahren. Wenn Sie die Tschechischen Bahnen nutzen möchten, dann müssen Sie in Wien und in Bologna umsteigen. Die Preise liegen bei etwa 1300 CZK pro Ticket. Von Prag aus fahren Sie ohne Verspätung 17 Stunden, von Brünn aus 13,5 Stunden. Ein Ticket können Sie online oder persönlich am Schalter kaufen.

Mit dem Flugzeug in die Toskana

Die schnellste und bequemste Art, in die Toskana zu reisen, ist das Flugzeug. In der Toskana gibt es zwei Flughäfen, die Sie von Prag aus direkt erreichen können: in Pisa und in Florenz.

Wenn es Ihnen nichts ausmacht, mit Billigfluggesellschaften zu fliegen, dann bekommen Sie ein Ticket über Ryanair für einen Durchschnittspreis von 1500-2000 CZK, es ist jedoch nicht ungewöhnlich, dass Sie Hin- und Rückflüge für 500-800 CZK finden. Die Reise dauert außerdem nur 1,5 Stunden. Mit Vueling können Sie für 1500-4000 CZK nach Florenz fliegen.

Wenn Sie jedoch klassische Fluggesellschaften bevorzugen, dann zögern Sie nicht, z.B. zu nutzen. KLM, Swiss oder Lufthansa. Diese Gesellschaften verbinden Prag mit Florenz, allerdings gibt es im Winter keine Direktflüge und die Reise verlängert sich somit auf insgesamt 6 Stunden. Flüge mit diesen Fluggesellschaften kosten Sie zwischen 1800 und 5000 CZK.

💡 TIPP: Lesen Sie, wie man günstige Flüge findet

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Wo man in der Toskana übernachten kann
4 Unterkünfte — Wellnesshotels, Hotels und weitere Unterkunftsmöglichkeiten

Vergessen Sie die Versicherung nicht – Reiseversicherung SafetyWing

Auf Reisen kann Sie einiges unangenehm überraschen, vergessen Sie deshalb niemals eine Reiseversicherung. Für uns ist die Langzeitversicherung von SafetyWing eine ausgezeichnete Wahl, die Reise- und Krankenversicherungen für Vielreisende und digitale Nomaden weltweit anbietet.

SafetyWing bietet Versicherungen in zwei verschiedenen Tarifen (Essential und Complete) an, die monatlich bezahlt werden, sodass sie leicht ausgeschaltet werden können, wenn Sie gerade nicht reisen. Sie kann einfach online abgeschlossen werden, auch wenn Sie bereits im Ausland sind und nicht nach einer bestimmten Zeit nach Hause zurückkehren müssen.

Der Basistarif für Einzelpersonen im Alter von 10-39 Jahren (Essential) kostet ab 56,28 USD für 28 Tage (erweiterter Schutz für die USA oder Risikosportarten kann hinzugefügt werden). Der Schutz umfasst medizinische Behandlung, Krankenhausaufenthalt, Krankentransport, Gepäckverlust, Reiseunterbrechung und Flugverspätungen. Die Gesamtdeckung ist auf 250.000 USD pro Versicherungsfall begrenzt.

Eine umfassendere Deckung bietet die Complete-Variante. Der Hauptvorteil dieses Plans ist die hohe Gesamtdeckungssumme von 1.500.000 USD. Er deckt nicht nur unerwartete Gesundheitsprobleme ab, sondern auch fortlaufende medizinische Versorgung oder Vorsorgeuntersuchungen beim Arzt. Zu den weiteren enthaltenen Leistungen gehören:

  • Transport in ein besser ausgestattetes Krankenhaus.
  • Deckung bei Gepäckverlust.
  • Psychologische Hilfe.
  • Diebstahlversicherung.
  • Erstattung der Kosten bei Reiseverspätung oder -unterbrechung aus familiären Gründen.
  • Deckung der Kosten für Überführung oder Bestattung im Todesfall.

Der Preis für Personen im Alter von 18–39 Jahren beginnt bei 150,50 USD für 28 Tage, mit der Möglichkeit, erweiterten Schutz für die USA oder Risikosportarten hinzuzufügen.

Transport in der Toskana

Die Toskana ist voller wunderschöner Orte und Sehenswürdigkeiten, da wäre es schade, nur an einem Ort zu bleiben. Wie bewegt man sich also in der Toskana fort?

Mit dem Zug können Sie sich schnell in der Toskana fortbewegen

Alle touristischen Städte in der Toskana erreichen Sie am schnellsten mit dem Zug. Dies ist auch die am häufigsten genutzte Option, die vom Verkehrsunternehmen Trenitalia angeboten wird. Sie können auch die gleichnamige App herunterladen, mit der Sie alle Verbindungen suchen und Tickets einfach kaufen können.

An allen Bahnhöfen gibt es aber auch Automaten, an denen Sie bequem Tickets kaufen und auch mit Karte bezahlen können.

Mit dem Bus erreichen Sie kleinere Städte

Busse in der Toskana dienen als Stadt- und Überlandverkehrsmittel. Damit erreichen Sie auch kleinere Städte, in die keine Züge fahren. Bustickets erhalten Sie in Tabakläden, Supermärkten und Souvenirläden. Am Hauptbusbahnhof in jeder größeren Stadt finden Sie auch einen Schalter, wo Bustickets verkauft werden.

Toskana mit dem Auto: Mit dem Auto ist es immer am einfachsten

Wenn Sie mit Ihrem eigenen Auto in den Urlaub gefahren sind, dann steht es Ihnen auch vor Ort zur Verfügung und Sie müssen sich um nichts kümmern. Wenn Sie kein eigenes Auto haben, aber es trotzdem gerne nutzen möchten, dann besuchen Sie eine der Autovermietungen. Sie finden sie an den Flughäfen in Pisa und Florenz. Wenn Sie sich dort leicht zurechtfinden und die Angebote der einzelnen Vermietungen vergleichen möchten, nutzen Sie DiscoverCars.

💡 TIPP: Über DiscoverCars mieten wir Autos weltweit und hatten nie Probleme

Verkehrsregeln in der Toskana

Bevor Sie mit einem gemieteten oder eigenen Auto auf italienische Straßen fahren, ist es gut zu wissen, welche Regeln hier gelten. Diese sind mehr oder weniger ähnlich wie unsere. Obwohl es Ihnen so vorkommen mag, als herrsche in Italien ein leichtes Chaos, müssen die Geschwindigkeitsbegrenzungen jedoch eingehalten werden, andernfalls könnte Ihnen nach dem Urlaub zu Hause ein saftiges Bußgeld ins Haus flattern.

  • Innerorts fährt man wie bei uns 50 km/h,
  • auf Landstraßen dürfen Sie 90 km/h fahren
  • und auf Superstrade-Straßen beträgt die Höchstgeschwindigkeit 110 km/h.

Vergessen Sie nicht, dass Sie wahrscheinlich von Kameras überwacht werden.

27 schönste Orte, die man in der Toskana sehen sollte

Italien war schon immer ein Zentrum der Kunst, hier finden Sie eine riesige Menge an Sehenswürdigkeiten, Kunst, Architektur und anderen kulturellen Erlebnissen. Was sollten Sie in der Toskana neben den schönen Stränden auf keinen Fall verpassen?

1) Florenz – Stadt der Künstler

Florenz war im 15. Jahrhundert ein wichtiges Zentrum der Künstler. Hier wirkten die größten Künstlerpersönlichkeiten jener Zeit, wie zum Beispiel Donatello, Michelangelo, Botticelli und viele andere. Dadurch sind in dieser Stadt viele Sehenswürdigkeiten erhalten geblieben, die Sie unbedingt sehen müssen. Wenn Sie nur für ein paar Tage in die Toskana reisen, müssen Sie unbedingt auch Florenz besuchen.

  • Villen und Gärten der Medici – Die Medici waren ab dem 13. Jahrhundert die mächtigste und reichste Familie in Florenz. Ihre Villen gehören heute zum UNESCO-Weltkulturerbe.
  • Santa Maria del Fiore – dieser Florentiner Dom ist das Wahrzeichen der Stadt und ein weiteres UNESCO-Weltkulturerbe. Der Bau des Doms wurde mit einer großen Kuppel abgeschlossen, deren Architekt F. Brunelleschi selbst war, einer der bedeutendsten Architekten jener Zeit. Im 15. Jahrhundert wurde hier ein Attentat auf die Medici-Brüder verübt.
  • Palazzo Vecchio – im Stadtzentrum an der Piazza della Signoria steht der mittelalterliche befestigte Palast – Vecchio. Heute dient das Gebäude als Rathaus und Museum.
  • Uffizien-Galerie – im Uffizien-Palast befindet sich die weltberühmte und meistbesuchte Galerie in Florenz. Auf den Eintritt müssen Sie wahrscheinlich lange warten, aber ein Besuch lohnt sich. Hier sind die bedeutendsten Künstler ausgestellt, wie z.B. Piero della Francesca, Leonardo da Vinci, Michelangelo Buonarroti, Raffael Santi, Peter Paul Rubens und viele andere. Die größte Attraktion für Besucher ist Botticellis Geburt der Venus. Bei einem Spaziergang durch Florenz sollten Sie an den Uffizien auf keinen Fall einfach vorbeigehen.

Tipp: Kaufen Sie im Sommer unbedingt im Voraus Tickets über GetYourGuide. Besonders mit Kindern werden Sie es schätzen, nicht in der Schlange stehen zu müssen. In Italien haben wir das immer genutzt.

2) Pisa

Wenn man Pisa sagt, denkt jeder zuerst an den Schiefen Turm. Sein Bau begann im Jahr 1173 und dauerte insgesamt etwa 200 Jahre. Er ragt 56 Meter hoch auf, obwohl die Absicht war, ihn viel höher zu bauen. Er ist täglich geöffnet, und wenn Sie bis ganz nach oben steigen möchten, zahlen Sie 20 Euro.

Pisa ist aber nicht nur der Schiefe Turm, hier finden Sie viele weitere Sehenswürdigkeiten. Zum Beispiel:

  • Kathedrale Santa Maria Assunta – befindet sich auf dem Platz der Wunder (Piazza dei Miracoli) neben dem Schiefen Turm. Auf den ersten Blick besticht sie durch ihre rein weiße Fassade aus Carrara-Marmor und auch durch die Form des gesamten Bauwerks, die damals sehr innovativ war – die Form eines Kreuzes. Die Kirche ist kostenlos zugänglich.
  • Auf dem Platz der Wunder bleiben Sie dann noch eine Weile und machen Sie einen Spaziergang zum Friedhof Camposanto. Während des Spaziergangs können Sie die schöne Architektur, Gräber, Fresken und Sarkophage bewundern.
  • Botanischer Garten – wunderschöne Blumenbeete, viele Kräuter, Brunnen und ein Arboretum, all das wurde bereits im 16. Jahrhundert angelegt und ist bis heute zu sehen.

3) Kurort Saturnia

Saturnia ist ein Kurort im Norden der Toskana. Fahren Sie unbedingt gleich früh morgens dorthin, sonst müssen Sie damit rechnen, dass viele Touristen da sein werden. Wir sind gleich zur Öffnung gefahren.

Einen Besuch wert sind:

  • Cascate del Mulino – Schwefelquellen, die direkt aus der Erde sprudeln und in denen Sie auch baden können.
  • Museo Polo Culturale Pietro Aldi – ein Kunstmuseum mit wunderschönen Gemälden.
  • Kirche Santa Maria Maddalena.

4) Siena

Diese historische Stadt, die gleichzeitig die Hauptstadt der Provinz Siena ist, ist interessant, weil sie gut erhaltene mittelalterliche Architektur beherbergt.

Es gibt hier viel zu besichtigen, das Interessanteste ist:

  • Piazza del Campo – der Hauptplatz mit seiner berühmten muschelförmigen Gestalt. Rundherum gibt es viele Sehenswürdigkeiten, aber auch der Platz selbst wird Sie sicherlich beeindrucken.
  • Kathedrale Santa Maria Assunta – stammt aus dem 13. Jahrhundert und wird Sie mit ihrem Aussehen faszinieren. Sie ist nämlich mit schwarz-weißen Marmorstreifen verziert.
  • Torre del Mangia – ein sehr typischer Turm für Siena, der auf allen Postkarten und Fotos zu finden ist. Er steht hier seit dem 14. Jahrhundert und ist 87 Meter hoch.

5) San Gimignano

Diese historische Stadt in der Provinz Siena rühmt sich eines alten Zentrums, das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Am bekanntesten ist sie für ihre ikonischen Türme, die ihr ihren einzigartigen Charakter verleihen.

  • Galleria Continua – besuchen Sie in San Gimignano die Galleria Continua, hier finden Sie zum Beispiel Michelangelo, Installationskunst und moderne Kunst. Diese Sammlung wird Sie in vielerlei Hinsicht bereichern.
  • Tenuta Torciano – auch Tenuta Torciano sollten Sie nicht verpassen – ein wunderschönes lokales Weingut.

6) Lucca

Die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz birgt ebenfalls wertvolle Schätze:

  • Kirche San Michele in Foro auf der Piazza San Michele wird Sie mit ihrer einzigartigen Schönheit verzaubern.
  • Torre Guinigi – ein Turm, dessen Spitze von einer Krone aus lebenden Bäumen geschmückt wird.
  • Pinocchio-Park – ein Freizeitpark und Garten, der hauptsächlich Kinder begeistern wird.

7) Chianti-Region

Eine sehr bekannte Weinregion, deren Wein das DOCG-Siegel trägt. Das bedeutet, dass Sie hier Weine höchster Qualität probieren können. Sie liegt zwischen Florenz und Siena. Es ist ein idealer Ort für Radtouren, Spaziergänge oder Ausflüge in die lokalen Dörfer. Im September finden hier Weinfeste statt. Wenn Sie Wein lieben, nutzen Sie unbedingt die Angebote von GetYourGuide und gehen Sie zu einer Weinprobe.

8) Montalcino

Eine weitere Region, die für ihren Wein bekannt ist, insbesondere für den Rotwein Brunello di Montalcino. Diese Bergstadt gehört zur Provinz Siena und ihr Zentrum ist von Stadtmauern umgeben. Die ersten Erwähnungen von Montalcino stammen bereits aus dem 9. Jahrhundert.

9) Cortona

Die Stadt Cortona wurde von den Etruskern gegründet und dient seit dem 14. Jahrhundert als Bischofssitz. Hier lebten auch zwei bekannte Künstler, Pietro da Cortona und Fra Angelico. Wenn Sie die Stadt besuchen, verpassen Sie nicht das Museum Accademia Etrusca und die Basilika Saint Margaret of Cortona.

10) Volterra

Volterra ist eine historische Stadt, deren Architektur aus der Antike und dem Mittelalter erhalten geblieben ist. Sie liegt auf einem felsigen Hügel und ist von Mauern umgeben.

  • Galerie im Palazzo Minucci-Solaini – in dieser Galerie können Sie Werke italienischer Maler aus dem 14. bis 17. Jahrhundert besichtigen.
  • Museum Guarnacci – im Gegensatz dazu sind im Museum Guarnacci etruskische Kunstgegenstände ausgestellt, die ebenfalls sehenswert sind.

11) Montepulciano

Eine weitere Stadt, die für ihren Wein berühmt ist, diesmal mit einer eigenen blauen, spätreifenden Sorte. Neben den Weinbergen gibt es hier zum Beispiel die Kirche Madonna di San Biagio zu sehen.

12) Arezzo

Diese Stadt ist sehr reich und bekannt für die Herstellung von Goldschmuck. Dieser wird von hier aus in ganz Europa vertrieben. Neben dem Schmuck sind auch die Fresken in der Basilika des Heiligen Franz von Assisi , deren Schöpfer Piero della Francesca war.

14) Livorno

Diese Hafenstadt ist die Hauptstadt der Provinz Livorno. Sie wird Sie mit ihrer Landschaft begeistern, birgt aber auch viele Sehenswürdigkeiten.

  • Terrazza Mascagni – besuchen Sie diese Uferterrasse am Abend, um einen absolut atemberaubenden Blick auf das Meer und den Sonnenuntergang zu genießen.
  • Fortezza Vecchia – diese mittelalterliche Festung liegt direkt über dem Hafen.
  • Mercato delle Vettovaglie – in dem Gebäude aus dem 19. Jahrhundert befindet sich heute ein bekannter Markt mit Lebensmitteln und Cafés.
  • Aquarium di Livorno – ein Aquarium voller Tiere aus dem Mittelmeer. Hier können Sie auch Haie sehen.

15) Viareggio

Eine Stadt, die für ihre vielen Strände und den traditionellen Karneval bekannt ist, der hier seit drei Jahrhunderten gefeiert wird. Hier entstand auch das Themenmuseum Citadella del Carnevale.

16) Massa Marittima

Eine Stadt der Mineralquellen, des Olivenöls und der Minen mit Eisen, Kupfer oder Quecksilber. Sie ist nicht sehr groß, birgt aber dennoch viele Sehenswürdigkeiten und andere Schönheiten.

  • Torre del Candeliere – ein Turm, der mit der Stadtbefestigung verbunden ist und dessen Spitze Sie gegen eine Gebühr besteigen können, um einen schönen Blick auf die Stadt zu genießen.
  • Bergbau-Museum – eine Ausstellung, die den seit Jahrhunderten hier betriebenen Metallabbau dokumentiert.
  • Piazza Giuseppe Garibaldi – auf diesem Platz finden Sie eine wunderschöne romanische Kathedrale.

17) Grosseto

Die Hauptstadt der Provinz Grosseto ist vor allem für Wein und echtes italienisches Olivenöl bekannt. Hier finden Sie eine große Anzahl von Museen und Kirchen, erwähnenswert ist der Palazzo Aldobrandeschi.

18) Fiesole

Eine kleine Stadt in der Nähe von Florenz, in der die Handlung von Giovanni Boccaccios Werk Decamerone angesiedelt ist.

  • Vincigliata – eine Burg inmitten von Hügeln und Wäldern, umgeben von wunderschöner Natur.
  • Römisches Amphitheater – diese archäologische Stätte eines römischen Amphitheaters stammt bereits aus dem 1. Jahrhundert v. Chr.
  • Sie können auch die Ruinen der etruskischen Mauern besichtigen.

19) Certaldo

Die Stadt, in der Giovanni Boccaccio, der italienische Schriftsteller und Dichter des 14. Jahrhunderts, lebte. In der Hauptstraße Via Boccaccio steht noch heute sein Haus. Das Innere ist mit Fresken von Pietro Benvenuti geschmückt, die jedoch erst aus dem 19. Jahrhundert stammen.

20) Vinci – auf den Spuren des berühmtesten Malers

Eine sehr unscheinbare kleine Stadt, die vor allem dadurch bekannt ist, dass Leonardo da Vinci hier geboren wurde und einen Teil seines Lebens verbrachte. In der örtlichen Burg ist heute das Leonardo da Vinci Museum eingerichtet, in dem Modelle seiner Erfindungen ausgestellt sind. Etwas weiter von der Burg entfernt steht die Kirche Santa Croce , in der Leonardo getauft wurde.

21) Pietrasanta

Die historische Stadt Pietrasanta wurde bereits im 13. Jahrhundert gegründet und ist für ihren Marmorabbau bekannt. Diesen Marmor verwendete Michelangelo selbst für seine Werke. Zum Ort gehört auch der beliebte Küstenort Marina di Pietrasanta.

22) Pistoia

Die Stadt Pistoia ist bekannt für ihre historischen Sehenswürdigkeiten und ihren Wein. Hier finden regelmäßig Blumenmärkte statt.

  • Zoo Pistoia – im Zoo können Sie Rote Pandas, Löwen, Bären und viele andere Tiere sehen.
  • Heiligtum der Madonna dell’Umiltà – der Architekt dieses Bauwerks war G. Vasari selbst. Die Kirche rühmt sich der drittgrößten Kuppel ganz Italiens.

22) Stadt der Etrusker – Sorano

Diese historische Stadt wurde bereits im 3. Jahrhundert von den Etruskern gegründet. Hier finden Sie das jüdische Viertel Via del Ghetto, das im 17. Jahrhundert entstand und in dem noch heute eine ehemalige Synagoge steht, die jedoch nicht mehr genutzt wird.

23) Das kleine Jerusalem Pitigliano

Diese historische Stadt mit faszinierender Architektur ist die Heimat einer großen jüdischen Gemeinde, weshalb Pitigliano den Spitznamen Kleines Jerusalem erhielt. Hier entstand die erste offizielle Synagoge Italiens. Die Stadt liegt auf einem felsigen Gipfel, wo Häuser oft mit den umliegenden Felsen verschmelzen, und ihre Umgebung wird von Weinbergen und Olivenhainen geprägt.

24) Val d´Orcia

Das Val d´Orcia ist alles, was man sich unter der Toskana vorstellt. Endlose Felder, Hügel und Weinberge. Der Hauptreiz liegt in den Zypressenalleen, denen man hier auf Schritt und Tritt begegnet. Sie können auch die Thermalquellen von Bagno Vignoni besuchen, die jedoch nicht zum Baden geeignet sind. Nicht umsonst gehört diese Region zum UNESCO-Weltkulturerbe.

25) Apuanische Alpen

Wenn Sie sich eine Weile von den Sehenswürdigkeiten erholen möchten und für mehrere Tage nach Italien gekommen sind, dann machen Sie einen Abstecher in den Norden der Toskana, wo sich die majestätischen Alpen erheben. Sie bestehen aus kristallinem Gestein und hier wird weißer Marmor abgebaut. Der höchste Berg dieses Gebirgszuges ist der Monte Pisanino (1945 m).

26) Granitinsel Giglio

Giglio ist eine Granitinsel, die 16 km vom Festland entfernt liegt. Sie ist Teil des Nationalparks Toskanische Inseln. Hier gibt es Weinberge, Restaurants mit lokalen Spezialitäten und viele weitere Attraktionen. Die Fahrt hierher dauert etwa eine Stunde, wenn Sie also für mehrere Tage in Italien sind, ist die Insel Giglio ideal für einen Tagesausflug.

27) Toskanisches Tal Casentino

Das toskanische Tal am Fluss Arno ist von den Bergen Monte Falco und Monte Falterona umgeben. Hier finden Sie einen Nationalpark mit ausgedehnten Buchen- und Tannenwäldern. Die lokale Küche lockt mit traditionellem Schafskäse und Schiacciata-Brot. Die Region ist bekannt für Agrotourismus, und ihr Charme wurde auch von Dante Alighieri in seiner Göttlichen Komödie festgehalten, wo er Casentino erwähnt.

Toskana Reiseroute: 7-tägiger Roadtrip durch die Toskana

Man könnte einen Monat lang durch die Toskana reisen und würde trotzdem nicht alles sehen. Da ich schon mehrmals in der Toskana war, habe ich eine Reiseroute zusammengestellt, mit der Sie das Beste der Toskana sehen werden.

Tag 1 – Florenz

In Florenz könnten Sie auch mehr als einen Tag verbringen. Wenn Sie Kunst lieben, sollten Sie unbedingt 2-3 Tage einplanen. Es stimmt jedoch, dass Florenz im Sommer voller Touristen ist, und als wir Ende August dort waren, waren wir froh, am nächsten Tag schon in kleinere Städte aufzubrechen.

Was man in Florenz besuchen sollte:

  • Kathedrale Santa Maria del Fiore (Duomo)
  • Uffizien
  • Palazzo Pitti
  • Ponte Vecchio
  • Kirche Santa Croce
  • Kirche San Lorenzo
  • Piazza della Signoria
  • Galleria dell’Accademia
  • Santa Maria Novella
  • Baptisterium San Giovanni
  • Bargello
  • Piazza delle Cascine
  • Kirche Santo Spirito

🏠 Wo man in Florenz übernachten kann: Ein absolut luxuriöses Hotel ist das Hotel Ungherese Small Luxury Hotel. Wenn Sie jedoch etwas Günstigeres suchen, schauen Sie sich das Firenze Camping in Town an, aber Vorsicht, es ist weit vom Zentrum entfernt.

Tag 2: Von Florenz nach Siena

Fahren Sie früh morgens von Florenz nach Siena. In Siena müssen Sie den muschelförmigen Platz Piazza del Campo mit dem Brunnen des berühmten Künstlers Jacopo della Quercia besuchen. Es ist einer der schönsten, originellsten und bedeutendsten Plätze, der daher oft voller Touristen ist, weshalb es ratsam ist, gleich morgens anzukommen.

Besichtigen Sie unbedingt auch die Kathedrale Santa Maria Assunta, den Torre del Mangia und weitere historische Sehenswürdigkeiten in Siena.

🏠 Wo man in Siena übernachten kann: Wenn Sie im Sommer reisen, möchten Sie sicherlich in einem Hotel mit Pool übernachten. Für ein luxuriöses Erlebnis können Sie das recht teure, aber wunderschöne Hotel Certosa Di Maggiano wählen. Wenn Sie ein geringeres Budget für die Unterkunft haben, wählen Sie die preisgünstigeren Il Pozzo Di Sant’Andrea oder Palazzo del Papa Country Suites. Eine günstigere Option ist zum Beispiel das Albergo Bernini oder ohne Pool die Villa Montarioso.

Tag 3: Aufbruch ins Herz der toskanischen Landschaft Val d’Orcia

Fahren Sie von Siena auf der SR2 in Richtung San Quirico d’Orcia. Von dort aus fahren Sie auf der SR146 weiter in Richtung Montepulciano. Dies ist eine der schönsten Straßen in der Toskana, Sie werden wahrscheinlich sehr oft anhalten, denn genau hier werden die klassischen Ansichten der toskanischen Landschaft fotografiert, die Sie in Zeitschriften und auf Postkarten sehen.

Besuchen Sie auch die kleinen toskanischen Städte: Pienza, Montepulciano, San Quirico d’Orcia, Monticchiello, Montalcino.

In Montalcino empfehle ich Ihnen zu übernachten, da Sie dann nur eine Stunde und zwanzig Minuten bis Saturnia haben, wo Sie sicherlich pünktlich ankommen möchten.

🏠 Wo man übernachten kann: Wenn Sie ein echtes Erlebnis wünschen, können Sie im luxuriösen Castel Brunello oder im etwas günstigeren, aber immer noch recht teuren Podere Brizio übernachten. Von den preisgünstigeren Unterkünften empfehlen wir das Cordella in Montalcino Wine Resort und das Agriturismo Collodi.

Tag 4: Kurstadt Saturnia (kann ausgelassen werden)

In die Stadt Saturnia empfehle ich, sehr früh morgens anzureisen, da Sie sonst eine riesige Anzahl von Touristen antreffen werden. Saturnia wird Sie auf den ersten Blick mit ihrem türkisfarbenen Wasser bezaubern, das in Kaskaden ein Stück unterhalb der Stadt im Tal herabfließt. Vergessen Sie nicht, vor dem Baden all Ihren Silberschmuck abzulegen, damit er nicht schwarz wird.

In Saturnia gibt es noch mehr zu erkunden, zum Beispiel die Porta Romana oder die Chiesa di Santa Maria Maddalena, ich empfehle jedoch, in die Stadt der Etrusker – Sorano – zu fahren.

Beenden Sie den Tag in Grosseto, wo Sie eine abendliche Weinprobe machen oder am Abend durch das historische Zentrum spazieren können.

🏠 Wo man in Grosseto übernachten kann: Sie können zum Beispiel im Hotel Nuova Grosseto oder im B&B Le Mura übernachten.

Tag 5: San Gimignano und Volterra

Diese beiden schönen toskanischen Städte liegen relativ nah beieinander und können daher an einem Tag besucht werden. Wenn Sie mehr Zeit haben, können Sie auch nach Certaldo fahren, wo Giovanni Boccaccio lebte.

San Gimignano ist bekannt für seine 14 mittelalterlichen Türme und sein wunderschönes historisches Zentrum. Ich empfehle, zuerst hierher zu fahren, vor allem, weil es in den Sommermonaten nach dem Mittagessen ziemlich voll ist.

Wer hätte noch nie von der etruskischen Stadt Volterra gehört! Volterra, oder etruskisch Velathri, ist eine extrem gut erhaltene antike und mittelalterliche historische Stadt, die auch als Alabasterstadt bezeichnet wird. Sie liegt auf einer felsigen Hochebene zwischen Tälern und ist von doppelten Mauern umgeben.

🏠 Wo man in Volterra übernachten kann: Ich würde auf jeden Fall die extrem gut bewertete und vor allem günstige Unterkunft Fontesettimena wählen, die außerhalb des Zentrums liegt. Oder ich würde direkt im Zentrum von Volterra im Albergo Etruria übernachten. Für uns Fans typischer toskanischer Häuser gibt es auch das etwas teurere Appartamenti Villa Mascagni.

Tag 6: Über die Strände zum Schiefen Turm von Pisa

Obwohl auf Toskana-Fotos meist keine Strände zu sehen sind, hat die Toskana doch recht viele. Fahren Sie gleich morgens zum Strand Spiagge Bianche und dann entlang der Küste bis nach Livorno. Livorno ist eine recht industrielle Hafenstadt, die einen kurzen Besuch wert ist, wenn Sie genügend Zeit haben. Wenn Sie in Eile sind, fahren Sie direkt nach Pisa.

Am Schiefen Turm von Pisa erleben Sie das wahre Touristenspektakel. Die Leute werden sich von einer Seite zur anderen lehnen, versuchen, den Turm auf Fotos wegzuschieben oder anzustupsen. Vielleicht möchten Sie selbst ein lustiges Foto machen. In Pisa gibt es aber noch viel mehr interessante Orte zu besuchen als nur den Schiefen Turm, zum Beispiel:

  • Kathedrale Santa Maria Assunta,
  • Piazza dei Miracoli,
  • Camposanto Monumentale,
  • Piazza dei Cavalieri,
  • Santa Maria della Spina.

🏠 Wo man in Pisa übernachten kann: In der Nähe des Zentrums können Sie zum Beispiel in der Casa Carducci 33 oder in La Corte di Lisa übernachten. Zum Parken ist jedoch das B&B La Corte di Stelio besser geeignet, oder ganz außerhalb von Pisa finden Sie die Villa Orsini – A Retreat in Pisa – Food and Relax.

Tag 7: Lucca und Umgebung

Lucca gehört zu den beliebten Städten, die man zwar an einem Tag schaffen kann, aber vielleicht verliebt man sich so sehr in sie, dass man bleiben möchte. Was man unbedingt besuchen sollte:

  • Stadtmauern (Lucca Walls),
  • Kathedrale San Martino,
  • Palazzo Guinigi,
  • Kirche San Michele in Foro,
  • Piazza dell’Anfiteatro,
  • Kirche San Frediano,
  • Palazzo Pfanner,
  • Kirche Santa Maria Forisportam,
  • Piazza San Giovanni,
  • Museum Torre Guinigi.

Wenn Ihnen Lucca langweilig wird, können Sie in andere kleine Städte fahren, zum Beispiel nach Collodi, Pistoia und Prato.

🏠 Wo man in Lucca übernachten kann: Eine schöne Unterkunft ist Lucca in Villa Lucrezia. Für diejenigen, die eine Unterkunft mit Pool wünschen, empfehlen wir ai Santinelli.

Tag 8: Rückkehr nach Florenz

Wenn Sie mit dem Flugzeug angereist sind, werden Sie sicherlich nach Florenz zurückkehren, wo Sie morgens noch Sehenswürdigkeiten besuchen können, die Sie verpasst haben, oder irgendwo den Sonnenaufgang erleben können. Wenn Sie mit dem Auto fahren, werden Sie wahrscheinlich die gesamte Reiseroute so umgestalten, dass Sie mindestens einen ganzen Tag in Florenz verbringen, auch wenn Kunst- und Architekturliebhaber mindestens drei Tage bleiben möchten.

Toskana mit Kindern: Wohin in der Toskana?

Die Toskana ist absolut ideal für einen Urlaub mit Kindern. Entweder wählen Sie ein kleines Hotel direkt am Strand, zum Beispiel das Park Hotel Villa Ariston, oder Sie besuchen einen der Wasserparks. In der Nähe von Pisa gibt es zum Beispiel das Piccolo Mondo und in der Provinz Livorno die Aqua Village Water Parks.

Bootsausflüge in der Toskana

Von Porto Santo Stefano aus können Sie mit dem Boot zu den märchenhaften Inseln Giglio, Pianosa und Giannutri gelangen; es sind wunderschöne Inseln mit erstaunlichen Buchten. Auch Elba ist wunderschön. Einige der schönsten Strände der gesamten Toskana befinden sich direkt hier, wie Fetovaia und Cavoli. Besonders der Strand Fetovaia hat wunderbar klares und durchsichtiges Wasser.

Strände in der Toskana: Urlaub am Meer

Egal zu welcher Jahreszeit Sie in Italien ankommen, die örtlichen Strände sind auf jeden Fall einen Besuch wert.

Wohin in der Toskana ans Meer – die besten und schönsten Strände der Toskana

Werfen wir einen Blick auf die schönsten Strände von Nord- bis Süd-Toskana.

Versilia

An der Nordküste der Toskana, in der Versilia, die durch die beeindruckende Kulisse der Apuanischen Alpen besticht, finden Sie die Sandstrände von Viareggio. Es ist ein beliebtes Küstenziel, das für sein Nachtleben (hauptsächlich im Sommer) bekannt ist. Viareggio ist besonders ideal für Familien mit Kindern, da Sie den feinen Sand und die angenehmen Resorts schätzen werden.

Costa degli Etruschi: Quercianella, Castiglioncello, Baia del Quercetano

Südlich von Livorno erreichen Sie die Costa degli Etruschi. Eine malerische Straße, die direkt über steile, wilde Klippen mit Blick auf das Meer führt, bringt Sie nach Quercianella, einem ruhigen und friedlichen Ort, umgeben von Pinienwäldern und mediterranem Buschwerk.

Strand Baia del Quercetano

In Castiglioncello finden Sie einen der schönsten Strände der gesamten Toskana: Baia del Quercetano! Eine Bucht mit kristallklarem Wasser, umgeben von Grün und Villen, die inmitten der Vegetation versteckt sind.

Golfo di Baratti, Populonia und Buca delle Fate

Weiter südlich von Castiglioncello erreichen wir den Golfo Di Baratti, eine wunderschöne und ruhige Bucht, umrahmt von Dünen, die mit Pinienwäldern und einem wunderschönen Sandstrand bedeckt sind. Dieser Ort beherbergt eine der bedeutendsten etruskischen Nekropolen in der Toskana, die aus dem 9. bis 3. Jahrhundert v. Chr. stammt.

Cala Violina

Cala Violina ist eine wunderschöne Bucht in der Maremma, in der Gemeinde Scarlino. Die Bucht ist von zwei Landzungen umschlossen und bietet feinen weißen Sand.

Castiglione della Pescaia

Immer noch in der Maremma, mit Blick auf das Meer, liegt Castiglione della Pescaia mit einem langen Sandstrand. Hier finden Sie wunderbare Resorts und klares Wasser. Dieser Ort ist besonders für Familien mit Kindern geeignet.

Strände im Süden der Toskana am Monte Argentario

Der Monte Argentario liegt ganz im Süden der Toskana, fast an der Grenze zur Region Latium. Diese felsige Halbinsel wird Sie mit ihren Buchten und Lagunen mit kristallklarem Wasser verzaubern. Die traditionellen Fischerdörfer Porto Ercole und Porto Santo Stefano haben sich heute zu beliebten Touristenzentren entwickelt. Zu den schönsten Stränden der Gegend gehören Giannella mit ihren typischen Sanddünen und der lange Sandstrand La Feniglia.

Sandstrände in der Toskana

Wenn Sie Sand den Kieselsteinen vorziehen, ist dies eine Liste der schönsten Sandstrände in der Toskana:

  • Camaiore – liegt in der Nähe der gleichnamigen Stadt, die einen Besuch wert ist, wenn Sie etwas Ruhe genießen möchten.
  • Cala Violina – befindet sich im Naturschutzgebiet Bandite di Scarlino. Interessanterweise enthält der Sand am Strand Quarzkörner.
  • Roccette – liegt in der Nähe von Grosseto. Gehen Sie zum Strand, wenn Sie Privatsphäre wünschen.
  • Castiglione della Pescaia – dieser Strand befindet sich, wie der Name schon sagt, in einer Hafenstadt.
  • Marina di Alberese – den Strand finden Sie in der Stadt Maremma, und hier können Sie die schönen Mandelblüten bewundern.
  • Marina di Pietrasanta – ist Teil der toskanischen Riviera, wo absolute Ruhe herrscht. Ein idealer Ort zum Entspannen.
  • San Vincenzo – diese Strände erstrecken sich über 20 Kilometer, und hier kommt jeder auf seine Kosten. Es ist ein idealer Strand für Familien mit Kindern.
  • Cecina – Erholungsgebiet in Livorno.

Kieselstrände in der Toskana

Auch Kieselstrände verlieren ihren Charme nicht:

  • Marina di Pisa – der Hauptstrand ohne Gebühr ist ein Kieselstrand, auch für Familien mit Kindern geeignet. Das Schwimmen ist hier sicher, große Felsbrocken schützen den Strand vor großen Wellen und Strömungen.
  • Sandsteinklippe Calafuria – wenn Sie die Klippen hinabsteigen, erreichen Sie ein Kiesufer. Der Meeresboden ist jedoch sandig.
  • Cala del Gesso – eine schwer zugängliche, aber wunderschöne Kieselbucht mit smaragdgrünem, klarem Meer.
  • Sansone – liegt auf der Insel Elba, ist mit weißen Kieselsteinen bedeckt und das Meer ist ideal für alle, die gerne tauchen.
  • Camogli – besuchen Sie den Kieselstrand im Norden Italiens, wenn Sie im Meer schwimmen möchten mit Blick auf die majestätischen Berge im Hintergrund.

Toskana Karte: Karte mit Sehenswürdigkeiten für Ihr Handy

Speichern Sie die Karte der interessantesten Orte in der Toskana direkt auf Ihrem Handy. Nach dem Kauf erhalten Sie einen Link zu einer nicht öffentlichen Google Map, die Sie jederzeit auf Ihrem Handy öffnen oder direkt ausdrucken können. Auf der Karte sind alle empfohlenen Punkte übersichtlich markiert:

  • Städte
  • Sehenswürdigkeiten
  • Empfohlene Hotels
  • Museen
  • Wasserparks
  • Inseln
  • Sandstrände
  • Kieselstrände

Was man in der Toskana kaufen kann: Typische Souvenirs aus der Toskana

Die Toskana ist eine Region voller Geschichte, Kunst und exzellenter Gastronomie, was sich auch in der breiten Palette authentischer Souvenirs widerspiegelt. Wenn Sie etwas wirklich Typisches mit nach Hause nehmen möchten, haben wir eine Liste der besten toskanischen Souvenirs für Sie.

1. Wein und Liköre

Die Toskana ist ein Paradies für Weinliebhaber. Zu den bekanntesten gehören:

  • Chianti – berühmter Rotwein mit ausgeprägtem Geschmack,
  • Brunello di Montalcino – einer der besten italienischen Weine,
  • Vernaccia di San Gimignano – erfrischender Weißwein,
  • Vin Santo – süßer Dessertwein, oft mit Cantucci serviert.

2. Olivenöl

Toskanisches Olivenöl ist bekannt für seine Qualität und seinen intensiven Geschmack. Am besten ist natives Olivenöl extra, kaltgepresst, ideal für Salate und Bruschetta.

3. Käse

  • Pecorino Toscano – Schafskäse mit mildem oder intensiverem Geschmack, je nach Reifezeit.
  • Käse mit Trüffeln – eine köstliche Delikatesse, die toskanischen Pecorino und seltene Trüffel kombiniert.

4. Traditionelle Süßigkeiten

  • Cantucci – knusprige Mandelkekse, die traditionell in Vin Santo getaucht werden.
  • Panforte – dichter Obst- und Nusskuchen aus Siena.
  • Ricciarelli – zarte Mandelkekse, typisch für Siena.

5. Trüffel und Trüffelprodukte

Die Toskana ist eine der besten Regionen für die Trüffelsuche. Erhältlich sind frische Trüffel, Trüffelöl, Salz oder Butter mit Trüffeln.

6. Keramik und handgefertigte Waren

  • Keramik aus Montelupo Fiorentino – handbemalte Keramik mit traditionellen Motiven.
  • Terrakotta aus Impruneta – ikonische Tongefäße und Blumentöpfe.

7. Lederwaren

Florenz ist bekannt für hochwertige Lederwaren. Sie können mitnehmen:

  • Ledertaschen und Geldbörsen,
  • Gürtel und Handschuhe,
  • Lederschuhe und Sandalen.

8. Seifen und Kosmetik

  • Seifen aus Olivenöl – natürlich und duftend,
  • Parfüms aus Florenz – exklusive Düfte, inspiriert von der italienischen Natur,
  • Kosmetik mit Trüffeln – luxuriöse Produkte mit Anti-Aging-Wirkung.

9. Kunst und Souvenirs inspiriert von der Renaissance

Die Toskana ist die Heimat großer Meister wie Michelangelo und Leonardo da Vinci. Sie können kaufen:

  • Repliken berühmter Gemälde,
  • künstlerische Skizzen und Statuetten,
  • traditionelle Kalligrafie-Utensilien.

10. Lebensmittel und Gewürze

  • Getrocknete Kräuter – zum Beispiel Rosmarin, Basilikum oder Nudelmischungen,
  • Nudeln Pici – typische dicke handgemachte Nudeln,
  • Balsamico-Essig – hochwertiger Essig mit reichem Geschmack.

Häufig gestellte Fragen

Wann ist die beste Reisezeit für die Toskana?

Die beste Reisezeit ist Frühling (April–Juni) und Herbst (September–Oktober), wenn das Wetter angenehm ist und weniger Touristen da sind. Die Sommermonate können sehr heiß und touristisch überlaufen sein.

Ist es teuer in der Toskana?

Die Preise variieren je nach Saison und Ort. Florenz und touristisch beliebte Gebiete können teurer sein, aber auf dem Land gibt es erschwingliche Optionen.

Welche Spezialitäten sollte man in der Toskana probieren?

Wir empfehlen, Bistecca alla Fiorentina, Pici Pasta, Ribollita, Pecorino und natürlich lokale Weine wie Chianti oder Brunello di Montalcino zu probieren.

Was sind die schönsten Strände in der Toskana?

Beliebte Strände befinden sich in der Maremma, auf Elba und in Ferienorten wie Viareggio oder Castiglione della Pescaia.

Kann man in der Toskana campen?

Ja, in der Toskana gibt es Campingplätze in wunderschöner Natur, besonders in der Maremma und an der Küste.

Tipps und Tricks für deinen Urlaub

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Urlaub auf Naxos, Griechenland: 15 Tipps, was man sehen und tun kann

TL;DRNaxos gilt bei vielen Reisenden als die beste griechische Insel für Familien, und wir haben fünfzehn Top-Tipps für dich zusammengestellt. Dazu gehören das antike Stadttor Portara und die venezianische Burg Kastro in der Hauptstadt Chora, aber auch die Strände Agios Prokopios, Plaka und Agia Anna mit ihrem flach abfallenden Meerzugang. Der höchste Berg der Kykladen, der Zas (1004 m), lockt Wanderer an, die Region Mikri Vigla ist ein Paradies für Kitesurfer, und das Marmordorf Apiranthos sowie die Kouros-Statuen bei Apollonas bieten ein Stück Geschichte. Die Fähre von Piräus aus dauert 3 bis 6 Stunden und kostet 50 bis 95 Euro, Unterkunft und Essen sind 30 bis 40 Prozent günstiger als auf den Nachbarinseln. Die beste Reisezeit ist Juni und September, für die Erkundung der Insel reichen 5 bis 7 Tage.

Wenn du überlegst, diesen Sommer nach Griechenland zu fahren, habe ich einen fantastischen Tipp für dich. Naxos gilt unter vielen Reisenden als klarer Favorit unter den griechischen Inseln für Familien — und ehrlich gesagt: Wer einmal hier war, versteht sofort warum. Während die Nachbarinseln unter dem Ansturm der Touristen stöhnen und die Preise ins Unermessliche steigen, findest du hier echte kykladische Ruhe zu deutlich vernünftigeren Preisen. Naxos Griechenland ist die größte und grünste Insel der Kykladen, lebt in ihrem eigenen Rhythmus und ist nicht allein vom Tourismus abhängig.

Was erwartet dich also auf Naxos? Ich habe 15 Tipps für dich zusammengestellt – von den schönsten Stränden über antike Skulpturen bis hin zu Bergdörfern, in denen du an einem ganzen Nachmittag keinem einzigen Touristen begegnest. Du findest hier endlose Sandstrände mit sehr flachem Einstieg ins Wasser, die wie geschaffen für kleine Schwimmer sind. Neben dem Baden empfehle ich dir unbedingt, ein Auto zu mieten und ins Inselinnere aufzubrechen, wo sich traditionelle Bergdörfer aus weißem Marmor und fruchtbare Täler voller Olivenbäume verstecken. Naxos belohnt die Besucher, die es nicht eilig haben und verborgene Winkel entdecken wollen.

Zusammenfassung

  • Die besten Strände: Die Westküste bietet kilometerlangen feinen Sand – Strände wie Plaka oder Agios Prokopios zählen zu den schönsten in ganz Griechenland.
  • Geschichte und Sehenswürdigkeiten: Direkt am Hafen empfängt dich das antike Tor Portara, und in der Hauptstadt kannst du dich in den Gassen der venezianischen Burg Kastro verlieren.
  • Aktiver Urlaub: Die Insel beherbergt den höchsten Berg der Kykladen (Zas, 1.004 m) mit einer tollen Wanderroute, und Mikri Vigla ist weltweit bekannt für Kitesurfen.
  • Ausgezeichnetes Essen: Die Insel ist weitgehend selbstversorgend – probiere unbedingt die berühmten Naxos-Kartoffeln, die lokalen Käsesorten Graviera und Arseniko sowie den Insellikör Kitron.
  • Anreise: Von Athen (Hafen Piräus) kommst du mit der Fähre in 3 bis 6 Stunden dorthin, Tickets kosten je nach Schiffsgeschwindigkeit etwa 50 bis 95 Euro.
  • Preise und Budget: Im Vergleich zu den bekannteren Nachbarinseln sparst du bei Unterkunft und Taverne locker 30 bis 40 Prozent.

Wann nach Naxos reisen

Der ideale Reisezeitraum für Naxos hängt davon ab, was du dir von deinem Urlaub erhoffst – generell gilt jedoch: Die besten Monate sind Juni und September. Das Meer ist dann bereits angenehm warm, die Tage lang und sonnig, und du umgehst die größten Sommermengen. Die Temperaturen liegen bei angenehmen 25 bis 28 Grad, was nicht nur zum Baden, sondern auch zum Wandern in den Bergen und zum Erkunden antiker Stätten ideal ist. Die meisten Restaurants und Hotels sind voll geöffnet, und die Unterkunftspreise sind günstiger als im Hochsommer.

Wer im Juli oder August reist, sollte sich auf sehr hohe Temperaturen und den starken Sommerwind namens Meltemi einstellen. Dieser Nordwind kann nachmittags das Meer ordentlich aufwühlen und Sand an den Stränden aufwirbeln – größere Strandtage plant man daher besser für den frühen Morgen. Glücklicherweise hat die Insel viele geschützte Buchten, etwa den Zedernwald Alyko oder den südlichen Teil des Strandes Agios Georgios, wo das Wasser auch bei starkem Wind ruhig bleibt. Für Windsurfer und Kitesurfer ist der August dagegen das reinste Paradies.

Um die ganze Insel zu erkunden, empfehle ich mindestens 5 bis 7 Tage einzuplanen, damit kein Stress aufkommt. Naxos ist wirklich weitläufig, und die kurvenreichen Bergstraßen machen jeden Transfer zeitintensiv. Wer weniger Zeit hat, muss sich zwischen Strandurlaub und der Erkundung des Inselinneren entscheiden – beides an einem verlängerten Wochenende zu schaffen ist kaum möglich. Ende Oktober schließen viele Betriebe, und Fähren fahren seltener, sodass Herbstreisen eine sorgfältigere Planung erfordern.

Wo auf Naxos übernachten

💡 Unterkunfts- und Aktivitäten-Tipp: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es in der Regel die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.

Die Wahl des richtigen Standorts ist auf Naxos entscheidend, denn die Insel ist groß und jede Gegend hat eine völlig andere Atmosphäre. Die beste Ausgangsbasis für den ersten Besuch ist die Hauptstadt Chora (Naxos Town) mit dem angrenzenden Strand Agios Georgios. Du bist nah an der Fähre, kannst abends zu Fuß Dutzende ausgezeichnete Tavernen erkunden und brauchst nicht zwingend ein Auto für die gesamte Zeit, da von hier die meisten Buslinien abfahren. Sehr beliebt in dieser Gegend ist das Hotel Katerina, das ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet, oder die etwas luxuriöseren Apartments Phoenicia Naxos mit herrlichem Ausblick.

Wer lieber klassischen Strandurlaub macht und direkt aus dem Zimmer in den Sand will, sollte sich auf die Ferienorte Agios Prokopios und Agia Anna konzentrieren. Diese Orte liegen etwa fünf Kilometer südlich der Hauptstadt und bieten die schönsten Strände mit türkisfarbenem Wasser. Hier findet man alles von Strandclubs mit Liegen bis hin zu ruhigeren Familienpensionen. Eine tolle Wahl direkt am Strand ist Margaret of Naxos, wo es fantastische Frühstücke gibt, oder das sehr elegante Melidron Hotel mit hellen Zimmern und großem Außenpool. Die Nachtpreise in diesen Hotels liegen in der Saison bei etwa 60 bis 120 Euro.

Wer absolute Ruhe und Romantik sucht, ist an den südlicheren Stränden wie Plaka oder Pyrgaki goldrichtig – hier hast du deutlich mehr Privatsphäre. Bedenke aber, dass ein Mietwagen in diesen abgelegeneren Teilen praktisch unverzichtbar ist, da Busse nur selten fahren und das Restaurantangebot in Gehdistanz recht begrenzt ist. Egal für welche Unterkunft du dich entscheidest: Reserviere rechtzeitig über Booking.com, denn die besten Familienhotels sind für die Sommersaison oft schon im zeitigen Frühjahr ausgebucht.

15 Tipps, was man auf Naxos sehen und tun kann

Und jetzt zum Wesentlichen – hier sind die Orte, die du auf Naxos unbedingt auf deiner Liste haben solltest. Ich habe sowohl die bekanntesten Sehenswürdigkeiten als auch ein paar versteckte Schätze im Inselinneren aufgenommen.

1. Portara (Tor des Apollon-Tempels)

Schon bei der Ankunft mit der Fähre im Hafen empfängt dich das majestätische Wahrzeichen der Insel: das riesige Marmortor Portara. Es ist der einzige vollendete Teil des antiken Apollon-Tempels aus dem 6. Jahrhundert vor Christus. Der Tempel selbst wurde nie fertiggestellt – ein Großteil seiner Steine diente später als Baumaterial für die venezianische Burg – doch dieses fast sechs Meter hohe Tor steht noch immer stolz an seinem Platz.

Das Tor befindet sich auf dem kleinen Inselchen Palatia, das über einen kurzen und äußerst fotogenen Fußdamm mit der Hauptstadt verbunden ist. Der Eintritt ist völlig kostenlos und rund um die Uhr zugänglich, du kannst also jederzeit vorbeischauen. Manchmal schlagen Wellen über den Weg – pass also auf, dass du dir die Schuhe nicht nass machst.

Das schönste Erlebnis wartet am späten Nachmittag, denn die Portara ist der beliebteste Sonnenuntergangsplatz der ganzen Insel. Die Sonne geht oft genau durch die Mitte des Marmorrahmens unter und schafft eine magische Szenerie, die sogar die NASA einmal als ihr Bild des Tages ausgewählt hat. In der Hochsaison ist es hier voll – komm daher mindestens eine Stunde früher und such dir einen guten Platz auf den umliegenden Klippen.

2. Chora (Naxos Town) und die venezianische Burg Kastro

Die Inselhauptstadt, die die Einheimischen schlicht Chora nennen, ist ein absolut perfektes Beispiel für kykladische Architektur, vermischt mit mittelalterlicher Geschichte. Sobald du dich von der belebten Hafenpromenade entfernst, entdeckst du ein wunderschönes Labyrinth enger weißgetünchter Gassen und steinerner Treppen, die am Hang emporsteigen. Dieser Teil heißt Alter Markt und beherbergt Dutzende kleiner Boutiquen mit hübschen Leinenkleidern, handgefertigten Ledersandalen und lokalem Schmuck – zu deutlich besseren Preisen als auf Mykonos.

Ganz oben auf dem Hügel thront die venezianische Burg Kastro aus dem 13. Jahrhundert, die an die dreihundertjährige venezianische Herrschaft über die Insel erinnert. Innerhalb der alten Burgmauern herrscht eine erstaunliche Ruhe; hier findest du alte katholische Kirchen, Museen und uralte Adelshäuser mit Wappen über den Türen. Das ist ein gewaltiger Kontrast zum typisch griechischen Trubel nur ein paar Gassen weiter unten.

Interessant: Der für den Burgbau verwendete Marmor stammt aus dem abgebrochenen Apollon-Tempel, sodass hier Antike und Mittelalter wunderbar ineinander übergehen. Ein Stadtbummel inklusive Kastro-Besuch dauert etwa einen halben Tag – ich empfehle, ihn mit einem ausgezeichneten Abendessen in einer der traditionellen Tavernen in den Seitengassen abzurunden, wo man die besten lokalen Käsesorten bekommt.

3. Strand Agios Prokopios und Agia Anna

Wer echtes Strandurlaubsgefühl sucht, sollte unbedingt an die Westküste fahren, wo die Orte Agios Prokopios und Agia Anna liegen. Diese beiden Strände gehen nahtlos ineinander über und gehören zu den beliebtesten in ganz Griechenland. Agios Prokopios bietet rund eineinhalb Kilometer groben weißen Sand und unglaublich klares, türkisfarbenes Wasser, das eher an die Karibik als ans Mittelmeer erinnert.

Der Strand ist dank des nahen Kaps Stelida gut vor Nordwinden geschützt, sodass das Wasser herrlich ruhig und ideal für Familien mit kleinen Kindern ist. Es gibt jeden erdenklichen Komfort, von Liegen- und Sonnenschirmverleih bis hin zu Wassersportangeboten. Von der Hauptstadt fahren in der Saison alle zwanzig Minuten Busse hierher – eine Einzelfahrkarte kostet nur 2,10 Euro, also ist kein Auto nötig.

Das benachbarte Agia Anna ist etwas kleiner und wirkt viel gemütlicher. Hier gibt es einen kleinen Fischerhafen mit bunten Booten und fantastische Tavernen, deren Tische direkt im Sand stehen, nur ein paar Schritte vom Wasser entfernt. Der ideale Ort für einen trägen Nachmittag mit einem Eiskaffee Frappé in der Hand und entspanntem, kosmopolitischem Abendleben.

4. Strand Plaka

Direkt hinter dem Ort Agia Anna beginnt ein weiteres Naturjuwel: der beeindruckende Strand Plaka. Mit einer Länge von fast vier Kilometern ist er einer der längsten ununterbrochenen Sandstreifen auf den gesamten Kykladen. Der Sand ist unglaublich fein, goldfarben und formt an vielen Stellen schöne natürliche Dünen mit niedrigem Trockenvegetation, was dem Ort einen wilden und ungezähmten Charakter verleiht.

Der Einstieg ins Wasser ist extrem flach und der Meeresgrund fällt nur ganz langsam ab – perfekt für ein sicheres Bad auch mit kleinen Kindern. Je weiter man südlich am Strand entlanggeht, desto weniger Menschen trifft man und desto mehr Privatsphäre gewinnt man. In den südlichen Abschnitten ohne organisierte Liegestühle wird FKK-Baden allgemein toleriert – hier findet also jeder sein eigenes Stück Freiheit.

Entlang des Strandes führt ein Schotterweg, an dem ein paar ausgezeichnete Tavernen und kleine Pensionen stehen, aber kein einziger riesiger Hotelkomplex. Plaka bewahrt dadurch die richtige entspannte, leicht bohémische Stimmung (du weißt schon, der Ort, an dem man die Uhr ablegt und vergisst, welcher Wochentag ist 😁).

5. Kitesurfen und Windsurfen bei Mikri Vigla

Adrenalinjunkies und Wassersportfans sollten unbedingt in die Gegend von Mikri Vigla im Südwesten der Insel fahren. Dieses Kap teilt die Küste in zwei wunderschöne Buchten mit weißem Sand. Die Nordseite des Kaps, die Bucht Orkos, ist weltweit bekannt als eines der besten und windigsten Kitesurfrevier im gesamten Mittelmeer.

Durch die spezifische Form der umliegenden Inseln entsteht ein sogenannter Venturi-Effekt, der den Sommermeltemi im Kanal zwischen Naxos und Paros noch verstärkt. Die Bedingungen für Kiteboarder sind im Juli und August schlichtweg perfekt. Direkt am Strand befindet sich das renommierte Flisvos Kitecentre, wo du komplettes RRD-Equipment leihen oder einen Kurs bei zertifizierten IKO-Instruktoren buchen kannst.

💡 Tipp: Private Kitesurfstunden beginnen hier bei etwa 70 Euro pro Tag. Wenn du den Sport erst erlernst, empfehle ich, die Lektionen gleich zu Beginn des Urlaubs zu buchen, da ein Grundkurs üblicherweise zehn Stunden über mehrere Tage umfasst. Die Südseite des Kaps Mikri Vigla ist dagegen windgeschützt und bietet traumhaft ruhiges Badewasser für alle, die lieber am Strand bleiben.

6. Zedernwald und versteckte Strände von Alyko

Wer völlig aus der Zivilisation entfliehen möchte, fährt noch weiter südlich in das geschützte Naturschutzgebiet Alyko. Dieser Ort ist absolut einzigartig: Hier wächst ein weitläufiger Wald aus seltenen Zedern und Wacholderbäumen direkt auf Sanddünen und reicht bis an den Rand der Klippen. Zwischen den Bäumen verstecken sich vier wunderschöne Buchten mit weißem Sand, die oft auch „Hawaii Beach“ genannt werden.

Der größte Vorteil dieser Gegend ist ihre Lage, die die Strände perfekt vor Nordwinden schützt. Selbst wenn anderswo auf der Insel der Meltemi tobt, bleibt das Wasser in den Buchten von Alyko spiegelglatt. Es gibt hier keine Stände, Liegestühle oder Strandbars – bring also unbedingt ausreichend Trinkwasser, Snacks und einen eigenen Sonnenschirm mit, auch wenn man im Schatten überhängender Äste Schutz findet.

Das ganze Areal hat ein traumhaftes tropisches Flair, das Wasser schimmert in unglaublichen Blau- und Grüntönen. Auf dem Felsen über dem Strand stehen zudem Ruinen eines nie fertiggestellten Hotelkomplexes, dessen Betonwände heute beeindruckende Street-Art-Werke internationaler Künstler zieren. Ein faszinierender Kontrast zwischen wilder Natur und moderner Straßenkunst.

7. Bergstädtchen Halki und die Brennerei Vallindras

Um die wahre Seele der Insel kennenzulernen, muss man die Strände hinter sich lassen und ins grüne Inselinnere aufbrechen. Im Herzen des fruchtbaren Tragea-Tals liegt das zauberhafte Städtchen Halki (auch Chalki), das früher das wichtigste Handelszentrum von Naxos war. Noch heute kann man hier wunderschöne neoklassizistische Villen mit bunten Fensterläden und alte venezianische Turmhäuser bewundern, die vom einstigen Reichtum der hiesigen Kaufleute zeugen.

Das Hauptattraktion des Städtchens ist die historische Brennerei Vallindras, die 1896 gegründet wurde und als älteste Destillerie der Insel noch heute den berühmten lokalen Likör Kitron herstellt. Dieser süße und sehr aromatische Likör wird aus Blättern und Früchten der Zitronatzitrone destilliert, einem uralten Vorfahren der heutigen Zitrone. Der Besuch der Brennerei mit kleinem Familienmuseum ist kostenlos und ohne Reservierung möglich.

Am Ende der Führung wartet eine kostenlose Verkostung dreier Kitron-Sorten, die sich in Farbe und Alkoholgehalt unterscheiden – vom milden Grünen bis zum kräftigen klaren Destillat. Kurz hinter dem Städtchen empfehle ich außerdem einen Besuch des kleinen Kirchleins Panagia Drosiani aus dem 6. Jahrhundert, das einige der ältesten byzantinischen Fresken auf der gesamten Balkanhalbinsel birgt.

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8. Das Marmordorf Apiranthos

Noch weiter oben in den Bergen, auf etwa sechshundert Metern Höhe, stößt man auf das wohl fotogenischste Dorf der ganzen Insel. Apiranthos ist ein architektonisches Meisterwerk, denn fast alle Häuser, engen Gassen und Treppenwege sind aus dem strahlend weißen lokalen Marmor gebaut. Das Dorf wurde einst von kretischen Flüchtlingen gegründet und bewahrt bis heute einen ganz eigenen Dialekt und kulturelle Traditionen, die sich vom Rest von Naxos deutlich unterscheiden.

Ein Spaziergang durch die verwinkelten Gassen ist wie eine Reise in die Vergangenheit. Man kann hier gleich fünf verschiedene kleine Museen besuchen, darunter ein sehr interessantes geologisches und archäologisches Museum. Auf dem Hauptplatz findet man mehrere ausgezeichnete traditionelle Tavernen – sehr beliebt ist die Rotonda mit ihrem atemberaubenden Panoramablick ins Tal, wo fantastische fleischlose Gerichte mit frischem Gemüse und lokalen Käsesorten serviert werden.

💡 Tipp: Fahre nie zur Mittagszeit nach Apiranthos. Der weiße Marmor wirkt wie ein riesiger Spiegel und heizt sich unglaublich schnell auf – im Sommer ist hier die Luft zum Schneiden. Die ideale Besuchszeit ist früh morgens oder am späten Nachmittag, wenn die Sonne nachlässt und der Marmor einen wunderschönen goldenen Schimmer bekommt.

9. Wanderung auf den Berg Zas (Zeus)

Wer gerne aktiv Urlaub macht, sollte den Aufstieg auf den höchsten Punkt der gesamten Kykladen nicht verpassen. Der Berg Zas, oft auch Zeus genannt, ragt 1.004 Meter in die Höhe und ist laut altgriechischer Mythologie genau der Ort, wo der Göttervater in einer geheimen Höhle aufgewachsen sein soll. Vom Gipfel aus bietet sich ein unbeschreibliches Panorama über die gesamte Ägäis und die umliegenden Inseln.

Die klassische Wanderroute bildet eine rund fünf Kilometer lange Runde mit etwa fünfhundert Höhenmetern. Der Weg beginnt nahe dem Bergdorf Filoti an einer kleinen Quelle namens Aria, wo man sich die Trinkflasche mit eiskaltem Bergquellwasser füllen kann. Der Pfad ist ziemlich steil, sehr steinig und erfordert festes Schuhwerk – in zwei bis drei Stunden ist er aber gut zu schaffen.

Unterwegs ist die berühmte Zeushöhle (Cave of Zeus) nicht zu übersehen: riesig und voller beeindruckender Stalaktiten. Die wichtigste Regel? Nimm wirklich viel Wasser mit und starte in der Früh, denn auf der gesamten Route gibt es keinen einzigen Schattenplatz, und die ägäische Mittagssonne auf blankem Fels ist keine zu unterschätzende Gegner.

10. Kolossale Kouros-Statuen (Apollonas und Melanes)

Naxos war in der Antike eines der wichtigsten Bildhauerzentren, dank riesiger Vorräte an erstklassigem Marmor. Auf der Insel befinden sich noch heute drei faszinierende unvollendete Statuen, die sogenannten Kuroi. Die bekannteste ist der riesige Kouros beim Fischerdorf Apollonas an der Nordküste, der stolze 10,7 Meter misst und unglaubliche achtzig Tonnen wiegt.

Die Statue – wahrscheinlich der Gott Dionysos oder Apollon – stammt aus dem 7. Jahrhundert vor Christus und liegt seit fast dreitausend Jahren im antiken Steinbruch, gestoppt durch einen tiefen Riss im Stein, der die Bildhauer letztlich zur Aufgabe zwang. Entweder war der Riss das Problem, oder der damalige Auftraggeber war schlicht bankrott und konnte das gewaltige Werk nicht mehr bezahlen.

Zwei weitere ähnliche, wenn auch etwas kleinere unvollendete Statuen liegen im Schatten alter Obstgärten nahe dem Dörfchen Melanes in der Gegend Flerio. Der Weg dorthin führt durch schöne grüne Landschaft entlang eines antiken Aquädukts, der einst die Hauptstadt mit Wasser versorgte. Der Besuch dieser Orte ist magisch – man sieht antike Kunst in ihrer rohen Form, genau dort, wo die Meister von einst sie unfreiwillig zurücklassen mussten.

11. Antiker Demeter-Tempel bei Sangri

Geschichtsbegeisterte kommen auf Naxos voll auf ihre Kosten: Rund zehn Kilometer von der Hauptstadt entfernt, beim Dorf Sangri, steht ein wunderschön rekonstruierter antiker Tempel aus dem 6. Jahrhundert vor Christus. Das Heiligtum war der Göttin des Ackerbaus und der Ernte, Demeter, geweiht – was absolut Sinn ergibt, da es inmitten des fruchtbarsten Agrartals der ganzen Insel liegt.

Dieser Marmortempel ist architektonisch von enormer Bedeutung: Er wurde ein ganzes Jahrhundert früher als der berühmte Parthenon in Athen erbaut und gilt als eines der ersten Beispiele für die Verwendung von Marmorabdeckungen. Jahrhundertelang war er unter Erdschichten und einer christlichen Basilika verborgen, bis Archäologen ihn 1949 wieder entdeckten und sorgfältig aus den in der Umgebung verstreuten Originalsteinen zusammensetzten.

Heute ist die Anlage wunderschön gepflegt und wirkt unglaublich friedvoll. Besonders im Frühling, wenn die Landschaft leuchtend grün und voller wilder Blumen ist, ist der Tempelbesuch eine echte Wohltat für die Seele. In der Nähe der Ruinen befindet sich auch ein sehr gelungenes modernes Museum, das viele Details über die aufwendige archäologische Rekonstruktion veranschaulicht.

12. Wasserfall Routsouna und das grüne Inselinnere

Wer an eine griechische Insel denkt, stellt sich meist trockene, karge Landschaft vor – doch Naxos widerlegt dieses Klischee eindrucksvoll. Zwischen den Dörfern Keramoti und Kinidaros verbirgt sich nämlich ein seltener zwanzig Meter hoher Wasserfall namens Routsouna, auf den Kykladen ein echtes Naturwunder. Er entsteht am Zusammenfluss zweier Gebirgsbäche und seine Umgebung erinnert eher an einen üppigen tropischen Dschungel.

Zum Wasserfall führt eine etwa vierzigminütige Wanderung vom Dorf Keramoti aus, auf der man alte Steinbrücken, Ruinen uralter Wassermühlen und mit dichtem Efeu bewachsene Bäume passiert. Der Wasserfall selbst stürzt in ein kleines Naturbecken, in dem man sich nach der Wanderung herrlich erfrischen kann.

Das schönste Schauspiel erwartet einen im Frühling oder Frühsommer, wenn die Bäche durch Schneeschmelze in den Bergen genug Wasser führen. Im sehr trockenen August kann der Hauptstrom merklich nachlassen oder sogar ganz versiegen – doch allein der Spaziergang durch dieses ungewöhnlich grüne Tal voller Schmetterlinge und Platanen lohnt den Ausflug allemal.

13. Schmirgelbergwerke und die Seilbahn nach Moutsouna

Naxos hat neben der Antike auch eine sehr reiche Industriegeschichte, die in Europa ihresgleichen sucht. Die Insel war jahrhundertelang die einzige europäische Region, wo im großen Stil Schmirgel (Emery) abgebaut wurde – ein unglaublich hartes Mineral, das in der Industrie zum Schleifen und Polieren von Metallen verwendet wird. Der Abbau fand unter harten Bedingungen tief in den Bergen beim Dorf Koronos statt.

Das interessanteste technische Denkmal ist eine gewaltige Luftseilbahn aus den Jahren 1926–1929, die dazu diente, schwere Schmirgel-Loren von den Bergwerken hinunter zum Hafen Moutsouna ans Meer zu transportieren. Diese neun Kilometer lange Industrietrasse war bis 1978 in Betrieb, und noch heute hängen ihre Masten und verrosteten Loren hoch über tiefen Tälern – wie ein Mahnmal für die schwere Arbeit der hiesigen Bergleute.

Das abgelegene Moutsouna an der Ostküste hat sich vom einst regen Industriehafen in ein unglaublich ruhiges Fischerdorf verwandelt. Die hiesigen Strände sind fast menschenleer, und in den Tavernen direkt am Pier scheint die Zeit stillzustehen – ein perfekter Rückzugsort vor dem Sommertrubel der Westküste.

14. Abgelegene Südstrände (Kalados und Pyrgaki)

Wer ein zuverlässiges Mietauto hat und kein Problem mit etwas Abenteuer auf schlechteren Wegen hat, sollte die südlichsten Strände der Insel entdecken. Die Gegend um die Buchten Pyrgaki und Kalados ist absolut abgelegen und bietet vollkommene Stille und Ruhe. Pyrgaki ist eine wunderschöne Bucht mit feinem Sand und sehr flachem Wasser, nach Süden ausgerichtet und dadurch perfekt vor dem nördlichen Sommerwind geschützt.

Noch wilder ist der Strand Kalados ganz im Süden von Naxos. Der Weg dorthin führt tief aus den Bergen vom Dorf Filoti und ist rund 24 Kilometer lang – die letzten Abschnitte sind oft unbefestigt, weshalb man hier eher mit einem Allradantrieb unterwegs sein sollte. Die Belohnung ist unberührte Natur, in der man kaum einem einzigen Touristen begegnet.

Im Sommer legen gelegentlich kleinere Ausflugsboote aus der Hauptstadt in Kalados an, aber für den Großteil des Jahres ist dieser Ort menschenleer und atmet eine gewaltige Ruhe. Denk daran, alle Vorräte an Essen und Trinken mitzubringen – hier gibt es keine Supermärkte und keine Strandbars.

15. Gastronomie und lokale Produkte

Griechisches Essen ist überall gut – aber Naxos spielt in einer eigenen Liga, und das liegt daran, dass die Insel fast vollständig selbstversorgend ist. Alles, was auf dem Teller landet, wuchs meist nur ein paar Kilometer von der Taverne entfernt. Die bekannteste Zutat sind die lokalen Naxos-Kartoffeln, die dank des besonderen Bodens eine geschützte Herkunftsbezeichnung tragen und so gut sind, dass Luxusrestaurants in Athen sie eigens bestellen.

Ein weiteres Pfund sind die einheimischen Käsesorten. Unbedingt probieren solltest du den milden Butterkäse Graviera aus Kuhmilch mit leicht süßlichem Geschmack und den deutlich kräftigeren, harten und würzigen Schafskäse Arseniko. Vegetarier fühlen sich hier wie im siebten Himmel: Die Tavernen zaubern fantastische Fava (cremiges Erbsenpüree), Gemista (mit Reis und Kräutern gefülltes Gemüse) oder Dolmadakia (gefüllte Weinblätter). Lokale Spezialitäten sind außerdem langsam geschmortes Ziegenfleisch oder Schweinefleisch mit Zitrone – wer kein Fleisch isst, kommt hier aber genauso auf seine Kosten.

💡 Tipp: Das authentischste Essen findest du in Tavernen im Inselinneren. Sehr empfehlenswert ist die Familientaverne Axiotissa nahe Kastraki, wo es ausgezeichnete fleischlose Gemüsepastetchen, gebratene grüne Tomaten und knuspriges Dakos mit Xinomyzithra-Käse gibt. Direkt in der Hauptstadt solltest du außerdem das traditionelle Lokal To Elliniko nicht verpassen – es versteckt sich in einem gemütlichen schattigen Innenhof und serviert die besten hausgemachten Spezialitäten.

Wohin weiter von Naxos

Naxos ist dank seiner zentralen Lage ein perfekter Ausgangspunkt für die Erkundung weiterer Teile der Kykladen. Vom hiesigen Hafen fahren täglich Fähren in nahezu alle Ecken der Ägäis.

  • Ausflug zu den Kleinen Kykladen: Wer Inselchen liebt, auf denen kaum Autos fahren, nimmt die lokale Fähre Express Skopelitis und macht einen Tagesausflug nach Koufonisia oder zur Insel Iraklia. Dort erwarten dich Strände, die an die Malediven erinnern.
  • Paros: Die Nachbarinsel liegt so nah, dass die direkte Fähre nur 40 Minuten braucht. Paros ist deutlich kosmopolitischer, mit eleganten Boutiquen und großartigem Nachtleben – ein perfekter Kontrast zum rustikalen Naxos.
  • Santorini: Auch das berühmte Santorini ist von hier gut erreichbar. Mit dem Schnellkatamaran dauert die Fahrt ein bis zweieinhalb Stunden, Tickets kosten etwa 31 bis 60 Euro – also auch als intensiver Tagesausflug zu den berühmten Sonnenuntergängen machbar.

Für weitere Inspiration und praktische Reisetipps zu den griechischen Inseln empfehle ich unsere weiteren Reiseführer:

Häufig gestellte Fragen

Vor der Abreise nach Naxos sind die Antworten auf diese häufigsten Fragen bestimmt hilfreich. Ich hoffe, sie erleichtern dir die Planung. 😉

Wie kommt man nach Naxos?

Der gängigste Weg ist ein Flug nach Athen und die anschließende Fahrt zum Hafen von Piräus. Von dort fahren die klassischen Fähren der Reederei Blue Star zur Insel (die Überfahrt dauert 5 bis 6 Stunden und das Ticket kostet 50 bis 60 Euro) oder die schnelleren Katamarane SeaJets, die die Strecke in 3 bis 4 Stunden für etwa 85 bis 95 Euro bewältigen. Kaufen Sie die Tickets immer rechtzeitig im Voraus.

Welche griechische Insel ist die schönste?

Das hängt von euren Vorlieben ab, aber Naxos wird oft als die schönste bezeichnet, weil sie so vielfältig ist. Im Gegensatz zu den ausgedörrten Inseln ist sie sehr grün, hat riesige fruchtbare Ebenen, majestätische Berge und bietet die längsten und feinsten Sandstrände der gesamten Region, die zudem nicht unter Massentourismus leiden.

Welche griechische Insel ist am besten für einen Urlaub?

Wenn ihr ein perfektes Preis-Leistungs-Verhältnis sucht, ist Naxos der klare Gewinner. Im Vergleich zum überteuerten Mykonos oder Santorini spart ihr hier Dutzende Prozent bei Unterkunft und Essen. Die Insel bietet zudem sowohl Entspannung am Strand als auch aktives Wandern, antike Sehenswürdigkeiten und erstklassige lokale Gastronomie.

Ist Naxos für Familien mit Kindern geeignet?

Absolut! Internationale Reiseführer bewerten die Insel regelmäßig als die beste griechische Insel für Familien überhaupt. Die Strände an der Westküste, wie Agios Prokopios oder Plaka, haben feinen Sand und einen sehr flachen, sicheren Zugang zum Wasser. Außerdem herrscht hier eine ruhige, entspannte Atmosphäre ohne wilde Nachtpartys.

Wie viele Tage auf Naxos?

Angesichts der Größe der Insel und der Vielzahl an Aktivitäten empfehle ich euch, einen Aufenthalt von mindestens 5 bis 7 Tagen einzuplanen. In kürzerer Zeit schafft ihr es nicht, Entspannung an den Stränden mit der Entdeckung der Bergdörfer, einem Ausflug zu den antiken Kouros-Statuen und einem Besuch des historischen Zentrums von Chora zu kombinieren.

Was darf man nicht nach Griechenland einführen?

Griechenland ist in der EU, daher gelten die standardmäßigen europäischen Regeln. Praktisch gesehen: In den Koffer gehören kein Fleisch und keine Milchprodukte aus Ländern außerhalb der Union, keine Drogen, keine Waffen ohne Genehmigung und auch keine geschützten Tiere oder Pflanzen. Nichts Dramatisches, einfach gesunder Menschenverstand.

Tipps und Tricks für deinen Urlaub

Zahle nicht zu viel für Flugtickets

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Buche deine Unterkunft clever

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Vergiss die Reiseversicherung nicht

Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.

Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).

Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

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Griechenland: Die 30 besten Reiseziele für Ihren Urlaub

TL;DRGriechenland punktet mit Strände auf Inseln wie Kreta, Korfu oder Zakynthos, mit historischen Sehenswürdigkeiten in Athen, auf Rhodos oder in Delphi, sowie mit Naturschönheiten in Meteora oder Zagoria. Die beste Reisezeit ist Juni und September, wenn die Temperaturen angenehm sind und weniger Touristen unterwegs sind. Für Familien mit Kindern eignen sich Kreta und Korfu besonders gut, dank flacher Strände und familienfreundlicher Resorts. Eine Woche Urlaub für zwei Personen kostet in der Hauptsaison je nach Insel zwischen 720 und 1600 Euro.

Wohin im Griechenland-Urlaub? Es gibt so viele wunderschöne Reiseziele, dass Sie ein Leben lang nur nach Griechenland reisen könnten und niemals alle seine Ecken erkunden würden. Griechenland ist ein beliebtes Reiseziel dank seiner Strände mit kristallklarem Wasser, historischen Stätten und auch hervorragendem Essen. Werfen wir einen Blick auf die schönsten Inseln, Orte und Städte in Griechenland, um den Sommerurlaub zu verbringen.

Urlaub Griechenland: Die besten Reiseangebote finden

Nachdem Sie Ihr Reiseziel ausgewählt haben, überlegen Sie, ob Sie auf eigene Faust oder mit einem Reiseveranstalter nach Griechenland fliegen möchten. Wenn Sie auf eigene Faust fliegen, vergessen Sie nicht, unseren Artikel über günstige Flüge zu lesen.

Reisen bucht man am besten über das Portal Invia, da Sie dort eine Auswahl an Reisen von 150 tschechischen Reiseveranstaltern haben, die von diesem Portal überprüft wurden und somit vertrauenswürdig sind. Dank dieses Portals können Sie die Reisepreise der einzelnen Reiseveranstalter einfach vergleichen.

TIPP: Wenn Sie eine bestimmte Reise nach Griechenland suchen, schauen Sie auf Invia.cz nach, wo Sie eine vielfältige Auswahl an Aufenthalten, einschließlich All-Inclusive und Last Minute, finden. Die Website bietet übersichtlich Informationen zu Unterkünften und Orten.

Wo man Reisen nach Griechenland buchen kann?

Wenn Sie sich nicht stressen wollen, ist es ratsam, das Angebot zu nutzen sogenannte First Minute. Das sind Rabatte auf Reisen, wenn Sie diese früh genug buchen (in den Wintermonaten).

Diejenigen unter Ihnen, denen es nichts ausmacht, dass ein Großteil der besten Reisen ausverkauft sein könnte, aber den besten Preis wünschen, können auf Last-Minute-Angebote warten, das heißt auf Rabatte in letzter Minute. Leider sind die besten Reiseziele und Hotels oft schon ausverkauft, aber manchmal können Sie ein Angebot für ein teures Hotel zu einem wirklich super Preis ergattern.

Wohin in Griechenland reisen: Wie man das ideale Reiseziel wählt

Plagt Sie die Frage, wohin in Griechenland in den Urlaub? Entscheiden Sie sich zuerst, ob Sie auf das Festland oder auf die griechischen Inseln in der Ägäis oder im Ionischen Meer möchten. Wenn Sie wegen der Geschichte nach Griechenland reisen, möchten Sie vielleicht nach Athen oder Meteora.

Sind die griechischen Inseln im Ionischen oder Ägäischen Meer schöner?

Das lässt sich nicht eindeutig sagen, es hängt davon ab, wonach Sie sich sehnen, die Inseln in der Ägäis, wie Santorin, Mykonos und Rhodos, haben ein felsigeres Gelände und Sie finden dort typische kykladische Dörfer mit weißen Häusern und blauen Dächern. Die Strände sind jedoch rauer, da sie eher an felsigeren Küsten liegen, mit Ausnahmen einiger Sandstrände.

Die griechischen Inseln im Ionischen Meer, wie Korfu, Kefalonia und Zakynthos, haben eine üppigere grüne Vegetation und sind oft stärker bewaldet. Sie finden dort zwar keine ikonischen weißen Häuser mit blauen Dächern, aber die Strände sind umso einladender. Diese sind bekannt für ihren feineren Sand und den flacheren Zugang zum Meer, weshalb sie für Familien mit Kindern besser geeignet sind.

Griechische Inseln in der Ägäis

Wohin in den Griechenland-Urlaub? Wenn Sie die schönsten Inseln Griechenlands suchen, wird es komplizierter, denn jede hat ihren eigenen Reiz. Wir stellen Ihnen die schönsten Inseln in der Ägäis vor, die Sie in Griechenland besuchen können. Welche davon die schönste ist, überlassen wir Ihnen.

Kreta

Kreta ist die größte griechische Insel und bietet wunderschöne Strände, hohe Berge und tiefe Schluchten. Sie ist ein ideales Reiseziel für Liebhaber von Sonne, Meer und Natur. Auf Kreta können wir malerische Fischerdörfer besuchen, die lokale Küche in traditionellen Tavernen probieren und in komfortablen Hotels übernachten.

Auf Kreta finden Sie Knossos, eine große archäologische Stätte, die mit dem legendären Minotaurus und dem Labyrinth in Verbindung gebracht wird. Besuchen Sie auch das Archäologische Museum in Heraklion.

Lesen Sie, was man auf Kreta sehen und unternehmen kann, nicht nur mit Kindern.

Kreta ist von wunderschönen Stränden umgeben, die jeden Meeresliebhaber zufriedenstellen. Elafonissi ist bekannt für seinen rosa Sand und kristallklares Wasser, sehr beliebt sind auch Balos und Falassarna oder Vai.

Die lokale Küche ist bekannt für ihre gesunde mediterrane Ernährung, die frischen Fisch, Olivenöl, Käsesorten wie Feta und Mizithra sowie natürlich frisches Gemüse und Obst umfasst. Ein typisches Gericht ist Dakos, ein traditioneller Salat, oder Moussaka, ein geschichtetes Fleischgericht.

Kreta schmücken nicht nur wunderschöne Strände, sondern auch beeindruckende Berglandschaften. Die Samaria-Schlucht ist eine der längsten in Europa und ein beliebter Ort für Touristen, die gerne in der Natur wandern. Die Insel bietet auch wunderschöne Höhlen und atemberaubende Ausblicke auf die umliegende Landschaft.

Wo man auf Kreta übernachten kann: Die besten Hotels

Eines der besten Hotels auf Kreta ist das Stella Village Seaside Hotel, das auch All-Inclusive anbietet. Falls es ausgebucht ist, schauen Sie sich das Arina Beach Resort an.

Euböa

Euböa, auch bekannt als Evia, ist die zweitgrößte griechische Insel und liegt nahe der Küste Athens. Diese Insel, die oft zugunsten bekannterer griechischer Reiseziele übersehen wird, bietet eine wunderbare Kombination aus schönen Stränden, Thermalquellen, malerischen Dörfern und beeindruckenden Berglandschaften.

Euböa ist ein ideales Reiseziel für diejenigen, die ein ruhigeres und authentischeres griechisches Erlebnis suchen.

Im Norden der Insel finden Sie Strände wie Agia Anna oder Pefki, die von grünen Wäldern umgeben sind und sauberes und sehr ruhiges Wasser bieten. Im Süden der Insel, Gebiete wie Karystos und Marmari, können mit türkisfarbenem Meer und Sandstränden aufwarten.

Besuchen Sie auf Euböa archäologische Stätten und Museen, wie das Archäologische Museum in Chalkida.

Euböa ist auch bekannt für seine Thermalquellen, insbesondere in der Region Aidipsos im Norden der Insel. Diese Thermalquellen sind für ihre heilende Wirkung bekannt.

Für Natur- und Wanderliebhaber bietet Euböa vielfältige Möglichkeiten für Spaziergänge und Wanderungen. Die Insel ist von einem Netz von Wanderwegen durchzogen, die durch Bergregionen führen, wunderschöne Ausblicke bieten und die Entdeckung der lokalen Fauna und Flora ermöglichen.

Wo man auf Euböa übernachten kann

Wenn Sie All-Inclusive bevorzugen, gibt es keine so große Auswahl, wir empfehlen das Hotel Brown Beach Evia Island, All Inclusive in Eretria, a member of Brown Hotels.

Lesbos

Lesbos, die drittgrößte griechische Insel im nordöstlichen Ägäischen Meer, ist berühmt für ihre Verbindung zur antiken Dichterin Sappho und ist ein beliebter Ort für Kunst-, Geschichts- und Naturliebhaber.

Wenn Sie Geschichte lieben, sollten Sie die Stadt Mytilene nicht verpassen, wo Sie ein antikes Theater, eine Burg und mehrere historische Museen besuchen können.

Für Naturliebhaber gibt es den Versteinerten Wald bei Sigri, eine einzigartige geologische Stätte, wo Sie Millionen Jahre alte versteinerte Bäume sehen können. Die Insel bietet auch wunderschöne Strände, wie Eressos und Molyvos, und ist ideal für Vogelbeobachtungen, besonders in Feuchtgebieten wie Kalloni.

Lesbos ist auch bekannt für seine Thermalquellen, die sich in verschiedenen Teilen der Insel befinden, einschließlich der Stadt Eftalou. Diese Quellen sind für ihre heilenden Eigenschaften bekannt.

Die Gastronomie von Lesbos ist ein typisches Beispiel der griechischen Küche. D ie Insel ist bekannt für ihre Produktion von Olivenöl, Käse und Ouzo, einem traditionellen griechischen Anislikör. In den lokalen Tavernen können Sie frischen Fisch, Meeresfrüchte und eine breite Palette traditioneller griechischer Gerichte probieren.

Wo man auf Lesbos übernachten kann: Das beste Hotel

Zu den besten Hotels auf Lesbos gehört definitiv das Galazio Asteri I., das nur einen Katzensprung von den Thermalbädern entfernt ist.

Rhodos

Rhodos gehört zu den beliebtesten Inseln in der Ägäis. Rhodos verfügt über viele wunderschöne Strände, die zum Entspannen und für Wassersport einladen. Die Strände Tsambika, Prasonisi und Anthony Quinn Bay sind nur einige der bekanntesten und bieten schöne Sandstrände und kristallklares Wasser.

Die Hauptstadt der Insel ist die gleichnamige Stadt, die auf der UNESCO-Liste steht. Besuchen Sie unbedingt die Stadt und spazieren Sie entlang der Stadtmauern, besuchen Sie den Palast des Großmeisters und genießen Sie die Atmosphäre in den Gassen der Altstadt, die Sie in die Zeit der Ritter und der Antike entführt. Eine weitere bedeutende Sehenswürdigkeit ist die antike Akropolis von Lindos mit atemberaubenden Ausblicken auf die Ägäis.

Für Naturliebhaber ist auch das Tal der Schmetterlinge verlockend, wo Sie Tausende von Schmetterlingen in ihrer natürlichen Umgebung sehen können.

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Rhodos ist auch bekannt für seine ausgezeichnete Küche – genau wie die anderen griechischen Inseln. Zu den lokalen Spezialitäten gehören frischer Fisch und Meeresfrüchte, traditionelle griechische Gerichte wie Moussaka oder Souvlaki und lokale Käsesorten. Vergessen Sie nicht, auch die lokalen Weine zu probieren, die als einige der besten in Griechenland gelten.

Lesen Sie den Artikel: 21 Tipps, was man auf Rhodos sehen und unternehmen kann

Wo man auf Rhodos übernachten kann: Hoteltipp

Auf Rhodos gibt es eine recht große Auswahl an Unterkünften. Wenn Sie frühzeitig buchen, ist vielleicht noch das All-Inclusive-Hotel Atlantica Dreams Resort für Ihren Termin verfügbar.

Chios

Chios, eine Insel in der Ägäis, ist eine der interessantesten und am wenigsten kommerziellen griechischen Inseln. Sie ist vor allem bekannt für ihre Mastixproduktion, ein einzigartiges Harz mit heilenden Eigenschaften, das von Sträuchern gewonnen wird, die nur auf dieser Insel wachsen.

Chios hat eine reiche Geschichte, die in vielen antiken Denkmälern und architektonischen Meisterwerken sichtbar ist. Verpassen Sie nicht den Besuch von Nea Moni, einem byzantinischen Kloster auf der UNESCO-Liste, bekannt für seine wunderschönen Mosaiken. Ebenfalls erwähnenswert sind mittelalterliche Dörfer wie Pyrgi mit seinen typischen Fassaden und Mesta, eine gut erhaltene mittelalterliche befestigte Stadt.

Chios kann mit wunderschönen Stränden und unberührter Natur aufwarten. Zu den schönsten und interessantesten Stränden gehören Mavra Volia mit schwarzen Kieselsteinen und Vroulidia. Für Naturliebhaber bietet die Insel auch eine Reihe von Wanderwegen und Naturattraktionen, wie die Höhlen von Olympi und mittelalterliche Dörfer in den Bergregionen.

Wenn Sie überlegen, wohin in Griechenland in den Urlaub, wo es ruhig und entspannt ist, ist Chios die richtige Wahl.

Tipp für die beste Unterkunft auf Chios

Auf Chios gibt es absolut tolle Apartments, die Sea Breeze Apartments Chios. Wenn sie zu Ihrem Termin nicht ausgebucht sind, zögern Sie nicht!

Samos

Samos, eine malerische Insel in der Ägäis, ist der Geburtsort des berühmten Mathematikers Pythagoras. Neben einer interessanten Geschichte und Kultur hat sie auch schöne Strände, zu den beliebtesten gehören Kokkari, Tsamadou und Psili Ammos.

Besuchen Sie Pythagorion, eine antike Stadt, benannt nach diesem berühmten Mathematiker, die auf der UNESCO-Weltkulturerbeliste steht. Verpassen Sie hier nicht den Eupalinos-Tunnel, einen antiken Aquädukt, der ein Meisterwerk antiker Ingenieurskunst ist.

Samos ist bekannt für seine hochwertigen Süßweine, die aus lokalen Muskateller-Traubensorten hergestellt werden. Wir empfehlen, die lokalen Weinberge zu besuchen und diese einzigartigen Weine direkt an der Quelle zu probieren.

Wo man auf Samos übernachten kann?

Auf Samos finden Sie nicht viele All-Inclusive-Hotels, aber es gibt tolle Apartments, wie zum Beispiel das Erato by Samian Mare.

Naxos

Naxos ist die größte Insel der Kykladen und ist bekannt für einige der besten Strände der Kykladen, darunter Agios Prokopios, Agia Anna und Plaka.

Was die Architektur betrifft, so ist eines der bekanntesten Symbole der Insel die Portara, ein Überrest des antiken Apollon-Tempels, der den Hafen dominiert. Naxos hat auch viele byzantinische Kirchen und venezianische Türme, die von seinem reichen historischen Erbe zeugen.

Für ein authentisches griechisches Erlebnis besuchen Sie Bergdörfer wie Apeiranthos oder Filoti. Diese Dörfer bieten wunderschöne Ausblicke auf die umliegende Landschaft und die Möglichkeit, einen Einblick in das traditionelle Leben auf der Insel zu erhalten.

Wo man auf Naxos übernachten kann?

Wenn Sie tolle Apartments zu einem unschlagbaren Preis suchen, schauen Sie sich die Annio Studios an.

Thasos

Thasos, auch bekannt als Thassos, ist eine griechische Insel im nördlichen Ägäischen Meer. Auf Thasos finden Sie einige der schönsten Strände Griechenlands, darunter Golden Beach, Paradise Beach und Alyki, die für ihr klares blaues Wasser und ihre malerischen Landschaften bekannt sind.

Was die Geschichte betrifft, so ist Thasos reich an antiken Stätten. Zu den bedeutendsten gehört das antike Theater in der Hauptstadt der Insel, das immer noch für verschiedene kulturelle Veranstaltungen genutzt wird. Weitere bemerkenswerte Orte sind die archäologische Stätte Alyki und die antike Stadt Limenas, wo Sie die Ruinen antiker Tempel und Gebäude bewundern können.

Für diejenigen, die ein authentisches griechisches Erlebnis suchen, lohnt sich ein Besuch der Bergdörfer wie Theologos und Panagia. Diese Dörfer bieten wunderschöne Ausblicke auf die Insel, die Möglichkeit, die lokale Küche in traditionellen Tavernen zu probieren und einen Einblick in das traditionelle Leben auf Thasos zu erhalten.

Wo man auf Thasos übernachten kann?

Schöne und günstige Unterkünfte auf Thasos sind die Apartments Giola Apartments and Studios 2. Leider sind sie oft ausgebucht.

Lemnos

Lemnos, eine Insel im nördlichen Ägäischen Meer, ist bekannt für ihre einzigartige Landschaft, reiche Geschichte und traditionellen Dörfer. Diese weniger bekannte griechische Insel bietet ein authentisches Erlebnis fernab der überfüllten Touristenziele.

Die Strände auf Lemnos sind vielfältig und bieten für jeden etwas. Von ausgedehnten Sandstränden wie Plati und Thanos bis hin zu malerischen Buchten bietet die Insel die ideale Umgebung zum Entspannen und Schwimmen im klaren Meer.

Die historischen und kulturellen Attraktionen auf Lemnos sind ebenso beeindruckend. Eine bedeutende historische Stätte ist die antike Stadt Poliochni, die als eine der ältesten besiedelten Städte Europas gilt. Ebenfalls einen Besuch wert ist die mittelalterliche Burg in der Hauptstadt Myrina, die einen wunderschönen Blick auf die Stadt und die Küste bietet.

Für Besucher, die ein authentisches griechisches Erlebnis suchen, sind traditionelle Dörfer auf Lemnos wie Moudros und Kondias ideale Orte zum Erkunden. In diesen Dörfern können Sie die lokale Gastronomie probieren, traditionelle griechische Architektur besichtigen und die ruhige Atmosphäre der Insel genießen.

Lemnos ist somit ein ideales Reiseziel für diejenigen, die einen ruhigeren Urlaub mit reicher Geschichte, wunderschönen Stränden und authentischem griechischem Charme suchen.

Wo man auf Lemnos übernachten kann?

Auf Lemnos finden Sie keine so große Auswahl an Unterkünften wie auf anderen bekannteren Inseln, aber Sie können versuchen, ob im Thalassa noch etwas frei ist.

Mykonos

Mykonos, eine der bekanntesten griechischen Inseln in der Ägäis, ist beliebt für sein lebhaftes Nachtleben, wunderschöne Strände und typische kykladische Architektur. Diese Insel ist die ideale Wahl für diejenigen, die eine Kombination aus Strandentspannung und Nachtleben suchen.

Die Strände auf Mykonos sind weltberühmt, hier finden Sie alles: Von lebhaften Stränden wie Paradise und Super Paradise, die für ihre Strandpartys und ihr Clubleben bekannt sind, bis hin zu ruhigeren und familienfreundlichen Stränden wie Ornos und Psarou.

Neben den Stränden ist Mykonos bekannt für seinen malerischen Hauptort, die Chora. Die Chora ist voller enger, verwinkelter Gassen, weißer Häuser mit blauen Fenstern und Türen, farbenfroher Blumen und kleiner Kirchen, die eine typisch kykladische Atmosphäre schaffen. Ein bedeutendes Wahrzeichen sind auch die Windmühlen, die sich über der Stadt erheben und eines der Symbole der Insel sind.

Für Kulturliebhaber bietet Mykonos mehrere interessante Museen und historische Stätten. Das Archäologische Museum von Mykonos gewährt Einblicke in antike Artefakte und das Erbe der Insel, während ein Besuch der Insel Delos, unweit von Mykonos, eine Reise zu einer der bedeutendsten archäologischen Stätten Griechenlands ist.

Mykonos ist somit ein ideales Reiseziel für diejenigen, die eine Kombination aus schönen Stränden, reichem Nachtleben und traditioneller griechischer Kultur in der einzigartigen Umgebung der Kykladeninseln suchen.

Tipps für die besten Hotels auf Mykonos

Auf Mykonos finden Sie eine Reihe ikonischer und luxuriöser Hotels, eines der schönsten ist sicherlich das Palladium Hotel. Eine weitere großartige, aber günstigere Option ist das Poseidon Hotel Suites.

Santorini

Santorini, eine der bekanntesten und fotogensten griechischen Inseln, ist bekannt für ihre dramatischen Ausblicke, ihre einzigartige Vulkanlandschaft und malerische Dörfer mit weißen Häusern und blauen Kuppeln.

Die Hauptattraktion auf Santorini sind seine bezaubernden Dörfer, wie Oia und Fira, die mit atemberaubenden Ausblicken auf die Caldera und das Ägäische Meer aufwarten. Oia ist bekannt für seine spektakulären Sonnenuntergänge, die Touristen aus aller Welt anziehen.

Auf Santorini gibt es auch wunderschöne Strände wie Red Beach und Black Beach, die mit einer einzigartigen Kombination aus Vulkansand und Felsen locken.

Für Geschichts- und Archäologieliebhaber bietet Santorini interessante Orte wie die antiken Ruinen von Akrotiri, eine gut erhaltene minoische Stadt, die bei einem Ausbruch im 2. Jahrtausend v. Chr. unter Vulkanasche begraben wurde.

Die Gastronomie auf Santorini ist ebenfalls bemerkenswert, mit vielen ausgezeichneten Restaurants und Tavernen, die traditionelle griechische und mediterrane Küche anbieten. Vergessen Sie nicht, die lokalen Weine zu probieren, die dank des einzigartigen vulkanischen Terroirs der Insel zu den besten in Griechenland zählen.

Wo auf Santorini übernachten: Die besten Hotels

Zu den besten Hotels auf Santorini (und das wundert uns überhaupt nicht) gehört das AVAL All Suite Hotel. Wenn Sie kein begrenztes Budget haben, würde ich mir auf jeden Fall die Olvos Luxury Suites ansehen.

Paros

Paros, eine der schönsten Inseln der Kykladen, ist beliebt für seine wunderschönen Strände, malerischen Dörfer mit weißen Häusern und seine reiche Geschichte. Diese Insel verbindet natürliche Schönheit mit traditionellem griechischem Charakter, was sie zu einem idealen Reiseziel für diejenigen macht, die einen entspannten Urlaub mit einem Hauch von Authentizität suchen.

Die Strände auf Paros sind äußerst beeindruckend und vielfältig. Von lebhaften und beliebten Stränden wie dem Golden Beach, der ein beliebter Ort zum Windsurfen ist, bis hin zu ruhigeren und abgelegeneren Stränden wie Kolymbithres.

In der Hauptstadt Parikia finden Sie die berühmte Kirche Panagia Ekatontapiliani, eines der bedeutendsten byzantinischen Denkmäler in Griechenland.

Dörfer wie Lefkes, im Inselinneren gelegen, ermöglichen Ihnen einen Einblick in das traditionelle Leben auf den Kykladen. Dieses Dorf bietet atemberaubende Ausblicke auf die umliegende Landschaft und beherbergt mehrere charmante Cafés und Tavernen.

Paros ist auch bekannt für seinen lokalen Weinbau, der einige der besten Weine der Region hervorbringt.

Wo auf Paros übernachten

Auf Paros haben wir eine klare Wahl bei der Unterkunft, und das ist das Blue Waves Suites & Apartments – To Kyma. Eine der schönsten Apartmentanlagen, die eine großartige Lage und einen unschlagbaren Preis für das bietet, was man bekommt.

Kos

Kos, eine der Hauptinseln des Dodekanes, ist bekannt für seine wunderschönen Strände, historischen Stätten und entspannte Atmosphäre.

Auf Kos befinden sich einige der schönsten Strände Griechenlands. Zu den besten gehören die belebteren Strände Tigaki und Kardamena sowie die ruhigere Bucht von Agios Stefanos.

Auf der Insel finden Sie auch bedeutende archäologische Stätten, die ihr reiches Erbe widerspiegeln. Am bekanntesten ist das Asklepieion, ein antiker Heilkomplex und einer der wichtigsten Orte, die mit Hippokrates, dem Vater der Medizin, verbunden sind. Kos, die Hauptstadt der Insel, beherbergt viele historische Denkmäler, darunter eine mittelalterliche Burg und die antike Agora.

Für ein authentisches griechisches Erlebnis besuchen Sie Bergdörfer wie Zia, wo Sie traditionelle Küche und atemberaubende Ausblicke auf die Insel genießen können.

Wo auf Kos übernachten: Das beste Hotel

Auf Kos finden Sie viele wunderschöne Hotels, aber das beste ist unserer Meinung nach das Diamond Boutique Hotel.

Skyros

Skyros, oft übersehen bei der Entscheidung, wohin in Griechenland in den Urlaub, ist eine der Inseln der Nördlichen Sporaden.

Die Strände auf Skyros sind ruhig und unberührt, ideal für diejenigen, die einen erholsamen Urlaub in Griechenland abseits der Massen suchen. Beliebte Strände wie Molos und Magazia bieten wunderschöne Sandstrände und klares Wasser, während kleinere Buchten und abgelegene Strände Privatsphäre und Ruhe bieten.

Skyros ist auch bekannt für seine traditionellen Dörfer und byzantinischen Klöster. Die Hauptstadt der Insel, Chora, ist an einem Hang gebaut und zeichnet sich durch ihre engen Gassen, weißen Häuser und eine beeindruckende byzantinische Festung aus. Das Dorf Skyros ist auch die Heimat einzigartiger Handwerkskünste, darunter Holzschnitzerei und Keramik.

Für diejenigen, die einen Urlaub in Griechenland planen und die lokale Kultur erleben möchten, bietet Skyros einzigartige kulturelle Traditionen, darunter den berühmten Karneval und traditionellen griechischen Tanz. Die Insel ist auch die Heimat einer kleinen Skyros-Pferderasse, die bei Spaziergängen auf der Insel beobachtet werden kann.

Skyros ist somit eine ausgezeichnete Wahl für diejenigen, die ein ruhigeres und authentischeres Reiseziel in Griechenland suchen, mit einer reichen Geschichte, schönen Stränden und einer erhaltenen traditionellen Kultur. Seine einzigartige Atmosphäre und Schönheit machen diese Insel zu einem idealen Ort für einen entspannenden und bereichernden Urlaub.

Wo auf Skyros übernachten: Tipp für das beste Hotel

Auf Skyros gibt es ein wirklich tolles Hotel, das Perigiali, nur ist es in der Saison oft ausgebucht, also wenn es frei ist, würde ich nicht lange zögern.

Karpathos

Karpathos, oft übersehen bei der Wahl des Reiseziels in Griechenland, ist eine wunderschöne Insel nahe Kreta im Dodekanes. Diese Insel ist ideal für diejenigen, die eine Kombination aus unberührter Natur, traditionellen Dörfern und wunderschönen Stränden suchen, und bietet ein authentisches griechisches Erlebnis abseits der Haupttouristenpfade.

Die Strände auf Karpathos sind vielfältig und atemberaubend. Von isolierten Buchten wie Kyra Panagia und Apella, die kristallklares Wasser und malerische Landschaften bieten, bis hin zu belebteren Stränden wie Amoopi.

Karpathos ist bekannt für seine erhaltene Kultur, insbesondere in Bergdörfern wie Olympos, wo die traditionelle Lebensweise fast unberührt von der modernen Zivilisation geblieben ist. Hier können Sie authentische griechische Gerichte probieren, traditionelle Kleidung bewundern und lokale Musik hören.

Wo auf Karpathos übernachten

Wenn wir eine Unterkunft wählen würden, würden wir uns definitiv für die B & N Melas Studios entscheiden.

Patmos

Patmos, oft übersehen bei der Urlaubsplanung in Griechenland, ist eine kleine Insel in der Ägäis, bekannt für ihre ruhige Atmosphäre, ihr spirituelles Erbe und ihre wunderschönen Strände.

Patmos ist am bekanntesten als der Ort, wo der Heilige Johannes der Theologe das Buch der Offenbarung schrieb. Das Kloster des Heiligen Johannes des Theologen , das die Insel dominiert, ist nicht nur ein spirituelles Zentrum, sondern auch ein beeindruckendes architektonisches Denkmal. Das Dorf Chora mit seinen engen Gassen und traditionellen weißen Häusern ist absolut ideal für einen Tagesausflug.

Die Strände auf Patmos sind vielfältig und bieten für jeden etwas. Von belebteren Stränden wie Skala, der nahe dem Haupthafen liegt, bis hin zu abgelegenen und ruhigen Stränden wie Psili Ammos.

Auf der Insel finden Sie auch eine Reihe historischer und archäologischer Stätten. Neben dem Kloster und der Höhle der Apokalypse, wo die Offenbarung geschrieben wurde, gibt es hier auch weitere byzantinische Kirchen und Kapellen, die einen Besuch wert sind.

Patmos ist somit eine ideale Wahl für Reisende, die einen Urlaub in Griechenland suchen, der eine ruhigere Atmosphäre, ein reiches spirituelles Erbe und wunderschöne Naturlandschaften bietet.

Wo auf Patmos übernachten?

Auf Patmos finden Sie eine Reihe großartiger Apartments und Villen, uns hat besonders das Latmos 1860 beeindruckt.

Skiathos

Skiathos ist eine winzige Insel im Nordwesten der Ägäis, hat aber dennoch viel zu bieten. Die Insel ist vor allem dafür bekannt, als Filmkulisse für den Musicalfilm Mamma Mia gedient zu haben.

Bei Touristen ist sie besonders beliebt dank ihrer über sechzig Sandstrände, unberührten Natur, des reichen Nachtlebens und der malerischen Stadt. Skiathos verfügt über einen eigenen internationalen Flughafen und regelmäßigen Bootsverkehr zu den umliegenden Inseln. Auf der Insel befinden sich mehrere Klöster, Kirchen und andere Sehenswürdigkeiten.

Die Insel eignet sich sowohl für einen Familienurlaub mit Kindern als auch für einen Aktivurlaub mit Freunden.

Griechische Inseln im Ionischen Meer

Das Ionische Meer ist bekannt für seine schönen Sandstrände und das türkisfarbene Wasser. Zu den beliebtesten Inseln im Ionischen Meer gehören Korfu, Kefalonia und Zakynthos. Wenn Sie jedoch einen ruhigen Urlaub in Griechenland suchen, sollten Sie vielleicht eher Lefkada ausprobieren.

Kefalonia (Kefalonie)

Kefalonia, eine der größten Ionischen Inseln, ist eine ausgezeichnete Wahl für diejenigen, die einen Urlaub in Griechenland suchen mit Kindern, aber auch als Paar. Diese malerische Insel bietet wunderschöne Strände, atemberaubende Berglandschaften und eine reiche Geschichte, was sie zu einem idealen Reiseziel für Familien- und Romantikurlaube macht.

Die Strände auf Kefalonia sind äußerst beeindruckend und vielfältig. Myrtos, einer der bekanntesten Strände der Insel, ist bekannt für seine atemberaubenden weißen Klippen und das azurblaue Wasser. Weitere beliebte Strände wie Antisamos und Skala bieten wunderschöne Landschaften und gute Bedingungen für beliebte Wassersportarten.

Kefalonia ist auch die Heimat mehrerer historischer und kultureller Sehenswürdigkeiten. Melissani, eine wunderschöne unterirdische Höhle mit einem See, ist eine der bedeutendsten Naturattraktionen der Insel. Besuchen Sie auch die Burg des Heiligen Georg und die antiken Ruinen in Sami.

Wo auf Kefalonia übernachten: Die besten Hoteltipps

Wenn Sie Glück haben, versuchen Sie, eine super günstige, aber wunderschöne Unterkunft mit Meerblick zu ergattern: die Medusa Apartments.

Korfu

Korfu, die grüne Insel im Ionischen Meer, ist eines der schönsten und beliebtesten Reiseziele in Griechenland. Wir kehren dorthin regelmäßig alle paar Jahre zurück.

Kerkyra, die Hauptstadt Korfus, steht auf der UNESCO-Weltkulturerbeliste und ist bekannt für ihre antike Architektur, einschließlich beeindruckender Festungen und Freiluftmärkte. Ein Spaziergang durch die historischen Gassen der Stadt offenbart ihre venezianischen, französischen und britischen Einflüsse.

Korfu ist umgeben von kristallklarem Meer und bietet eine breite Palette an Stränden, von belebten und beliebten bis hin zu ruhigen und isolierten Buchten. Zu den beliebtesten und bekanntesten Stränden gehören: Paleokastritsa, Sidari und Glyfada.

Die traditionelle Küche auf Korfu umfasst Spezialitäten wie Pastitsada (Rind- oder Hühnerfleisch, mit Tomaten gekocht und mit Nudeln serviert) und Sofrito (Rinderfilets, gekocht in einer Weißweinsoße mit Knoblauch und Petersilie).

Für Familien mit Kindern gibt es die Wasserparks Aqualand oder Hydropolis.

Wo man auf Korfu übernachten kann

Wir hatten leider Pech, dass wir die Unterkunft in letzter Minute gebucht haben und fast alles ausgebucht war. Wenn Sie rechtzeitig buchen, schauen Sie, ob im Angsana Corfu Resort & Spa noch etwas frei ist.

Tipp: Lesen Sie 22 tolle Tipps, was man auf Korfu sehen kann.

Zakynthos

Zakynthos ist ein beliebtes Ziel für Touristen, die wunderschöne Strände und türkisfarbenes Meer suchen. Die Insel ist bekannt für ihren atemberaubenden Navagio-Strand, der von Klippen umgeben ist. Auf der Insel gibt es auch blaue Grotten, die Sie während eines Bootsausflugs erkunden können. Diese werden von Reisebüros organisiert oder können über GetYourGuide gebucht werden.

Neben Navagio bietet Zakynthos viele weitere schöne Strände wie Laganas, Gerakas und Vasilikos, die ideal zum Schwimmen, Sonnenbaden und für Wassersport sind. Die Insel ist auch die Heimat der geschützten Meeresschildkröten Caretta-caretta, die an einigen Stränden, insbesondere im Nationalpark Zakynthos, gesichtet werden können.

Zakynthos hat auch eine reiche Geschichte und Kultur. In der Hauptstadt Zakynthos können Sie mehrere historische Kirchen und byzantinische Museen besuchen und durch den malerischen Hafen schlendern. Dörfer auf der Insel, wie Bochali, bieten wunderschöne Ausblicke auf die Stadt und das Meer, sowie die Möglichkeit, die lokale Küche in traditionellen Tavernen zu probieren.

Lesen Sie auch unseren Artikel Was es auf Zakynthos zu sehen gibt.

Wo auf Zakynthos übernachten

Auf Zakynthos gibt es eine Reihe schöner Hotels, Apartments und Villen zur Miete, zu den besten gehören die Viatzo Villas, also schauen Sie, ob sie noch verfügbar sind.

Lefkada

Lefkada ist durch eine Brücke mit dem griechischen Festland verbunden. Sie ist bekannt für ihre atemberaubenden Strände, das smaragdgrüne Meer und malerische Bergdörfer

Der Strand Porto Katsiki, bekannt für seine weißen Klippen und sein kristallklares Wasser, ist einer der ikonischsten auf der Insel.

Lefkada ist auch bekannt für ihre malerischen Bergdörfer, wie Agios Nikitas und Karya, wo Sie die lokale Küche probieren und traditionelles Handwerk besichtigen können.

Für Liebhaber von Outdoor-Aktivitäten bietet Lefkada Möglichkeiten zum Mountainbiken, Wandern und Wassersport, einschließlich Windsurfen und Kitesurfen, insbesondere in Gebieten wie Vasiliki, das als Paradies für Windsurfer bekannt ist.

Lefkada ist auch die Heimat mehrerer historischer Stätten und Klöster, darunter das Kloster Faneromeni, das einen schönen Blick auf die Hauptstadt bietet. Der Besuch dieser Orte bietet einen Einblick in die reiche Geschichte und Kultur der Insel.

Wo auf Lefkada übernachten

Lefkada gilt allgemein als teuer, aber wenn Sie Glück haben, ist in den Papatsas Center Houses noch etwas frei.

lukas a lucka
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Wohin in Griechenland in den Urlaub auf dem Festland

Griechenland besteht nicht nur aus Inseln und Stränden. Wenn Sie etwas mehr kulturelle Erlebnisse suchen, empfehlen wir Ihnen, aufs Festland zu reisen. Hier sind Tipps, wohin in Griechenland in den Urlaub auf dem Festland.

Athen

Athen muss man wohl kaum vorstellen. Diese Stadt ist weltweit bekannt für ihre historischen Stätten, reiche Kultur und ihr lebendiges Stadtleben, was sie zu einem idealen Ort für diejenigen macht, die das reiche Erbe des antiken Griechenlands erkunden und gleichzeitig eine moderne Metropole genießen möchten.

Die Hauptattraktion Athens ist die Akropolis, ein antiker Komplex auf einem Hügel, der die Stadt dominiert und mehrere bedeutende Denkmäler beherbergt, darunter den Parthenon, das Erechtheion und den Tempel der Nike. Dieser Ort ist nicht nur ikonisch für Athen, sondern symbolisiert auch die Bedeutung des antiken Griechenlands für die westliche Zivilisation.

Eine weitere wichtige historische Stätte ist die Agora, ein antiker öffentlicher Versammlungs- und politischer Mittelpunkt, und das Olympiastadion, wo die ersten modernen Olympischen Spiele stattfanden. Das Archäologische Museum in Athen ist eines der besten der Welt und bietet eine umfangreiche Sammlung von Kunst und Artefakten aus ganz Griechenland.

Athen ist jedoch nicht nur antike Geschichte. Die Stadt bietet ein lebhaftes Nachtleben, ausgezeichnete Gastronomie und eine reiche Kunst- und Kulturszene. Viertel wie Plaka, Monastiraki und Psyri bieten gemütliche Tavernen, moderne Bars und Geschäfte mit Kunsthandwerk.

Wo übernachten in Athen?

Eine der besten Unterkünfte direkt in Athen sind sicherlich Mythodea Athens Suites.

Thessaloniki

Thessaloniki ist die zweitgrößte Stadt Griechenlands. Die Stadt ist bekannt für ihre byzantinischen Kirchen und Festungen. Ein sehr beliebter Ort für einen Besuch mit Kindern ist auch der Wasserpark Waterland.

Eine der Hauptattraktionen Thessalonikis ist der Weiße Turm, eine historische Festung und ein Symbol der Stadt, die einen wunderschönen Blick auf die Stadt und das Meer bietet. Weitere wichtige historische Stätten sind die Rotunde, ein majestätisches Gebäude aus römischer Zeit, und der Galeriusbogen.

Das Archäologische Museum von Thessaloniki ist eines der bedeutendsten in Griechenland und bietet eine umfangreiche Sammlung von Kunstwerken und Artefakten aus dem antiken Makedonien.

Für Liebhaber der Gastronomie ist Thessaloniki ein Paradies. Die Stadt ist bekannt für ihre kulinarische Szene, die traditionelle griechische Tavernen, stilvolle Restaurants und lebhafte Märkte wie Modiano umfasst, wo Sie lokale Spezialitäten und frische Produkte probieren können.

Darüber hinaus bietet Thessaloniki dank seiner Lage an der Ägäisküste wunderschöne Küstenpromenaden und Strände.

Das beste Hotel in Thessaloniki

Das beste – oder zumindest eines der besten – Hotels in Thessaloniki ist
Noa Hotel. Wenn es verfügbar ist, würde ich es auf jeden Fall buchen.

Peloponnes

Der Peloponnes ist eine Halbinsel im Südwesten Griechenlands, die einen großartigen Urlaub für Naturliebhaber, Geschichts- und Kulturinteressierte bietet. Hier können Sie die Ruinen der Olympischen Spiele in Olympia, die UNESCO-Stätte Mykene oder die Ruinen der antiken Stadt Epidaurus besuchen.

Die Geschichte ist auf dem Peloponnes allgegenwärtig. Orte wie die antike Stadt Mykene mit ihrem berühmten Löwentor und den Königsgräbern oder Epidauros, bekannt für sein gut erhaltenes antikes Theater, sind Beispiele für die reiche Vergangenheit Griechenlands.

Der Peloponnes ist aber auch die Heimat atemberaubender Naturschönheiten. Die Region Mani mit ihren rauen Berglandschaften und traditionellen Steindörfern ist ideal zum Wandern und Erkunden. Nafplio, die erste Hauptstadt des modernen Griechenlands, bietet malerische Gassen, elegante Architektur und wunderschöne Ausblicke auf das Meer.

Wo übernachten auf dem Peloponnes

Wir empfehlen eines der begehrtesten Hotels in der Region, nämlich The Westin Resort, Costa Navarino.

Meteora

Meteora, eines der bemerkenswertesten und einzigartigsten Urlaubsziele in Griechenland, ist bekannt für seine majestätischen Felsformationen und die darauf errichteten orthodoxen Klöster.

Die Klöster von Meteora, auf den Gipfeln hoher Felsformationen erbaut, sind ein Meisterwerk mittelalterlicher Architektur und Ingenieurskunst. Ursprünglich gab es hier 24 Klöster, aber heute sind nur noch sechs davon geöffnet, von denen jedes den Besuchern die Möglichkeit bietet, die reiche Geschichte und die wunderschönen Fresken zu erkunden.

Wo übernachten in der Nähe von Meteora

Weniger als einen Kilometer von Meteora entfernt befindet sich ein großartiges Hotel direkt mit Blick auf die Klöster: Hotel Doupiani House.

Chalkidiki

Wohin in Griechenland außerhalb der Inseln? Wie wäre es mit Chalkidiki, einer Halbinsel im Nordosten des Landes, bekannt für ihre idyllischen Strände, kristallklares Wasser und malerische Dörfer. Dieses Gebiet besteht aus drei „Fingern“ – Kassandra, Sithonia und Athos, von denen jeder einzigartige Erlebnisse und Schönheiten bietet.

Kassandra, der südlichste und belebteste „Finger“, ist beliebt für ihre lebhaften Ferienorte, Bars und Strände wie Kallithea und Hanioti. Dieses Gebiet ist ideal für Besucher, die eine Kombination aus Strandentspannung und lebhaftem Nachtleben suchen.

Sithonia, der mittlere „Finger“, ist viel ruhiger, hier finden Sie wunderschöne Strände wie Kriaritsi und Karidi, und sie ist ideal für diejenigen, die einen eher entspannten Urlaub ohne lebhaftes Nachtleben wünschen. Sithonia ist auch hervorragend für Outdoor-Enthusiasten geeignet, einschließlich Wandern, Radfahren und Wassersport.

Athos, der nördlichste „Finger“ und die Heimat des heiligen Berges Athos, ist ein autonomer Mönchsstaat und nur für Männer mit Genehmigung zugänglich.

Wo übernachten auf Chalkidiki

Wenn Sie es auch bevorzugen, direkt am Strand zu sein, gibt es auf Chalkidiki ein absolut wunderbares Resort: Georgalas Sun Beach Resort.

Delphi

Das antike Delphi galt im antiken Griechenland als der „Mittelpunkt der Welt“. Heute können Besucher die Überreste beeindruckender Tempel, Theater und Stadien bewundern, die als Zeugnis der reichen Geschichte und Kultur dieses Ortes stehen. Die bedeutendsten Überreste sind der Apollontempel, wo einst die Pythia, die berühmte Wahrsagerin, residierte, und das antike Theater mit einem herrlichen Blick auf das Tal.

Das Archäologische Museum in Delphi gehört zu den besten in Griechenland und bewahrt viele Funde der archäologischen Stätte auf, darunter den berühmten Bronzewagen und die Statue des Wagenlenkers.

Die umliegende Landschaft von Delphi ist ebenfalls atemberaubend. Der Berg Parnass ist ein beliebter Ort zum Wandern und bietet eine atemberaubende Aussicht auf die umliegende Landschaft. In den Wintermonaten wird er zu einem beliebten Skigebiet.

Wo übernachten in der Nähe von Delphi

Unter Reisenden ist das Fedriades Delphi Hotel extrem beliebt, gerade wegen seiner super Lage.

Zagori

Zagori, eine weniger bekannte, aber äußerst malerische Region im Nordwesten Griechenlands, ist eine ausgezeichnete Wahl für diejenigen, die einen Urlaub in Griechenland zum Radfahren oder Wandern suchen. Diese Bergregion in Epirus ist bekannt für ihre atemberaubenden Landschaften, traditionellen Steindörfer und imposanten Steinbrücken.

Eine der Hauptattraktionen Zagoris sind der Vikos-Aoos-Nationalpark und die Vikos-Schlucht, eine der tiefsten Schluchten der Welt. Dieses Gebiet bietet wunderbare Wandermöglichkeiten mit Routen, die durch atemberaubende Wälder, Flüsse und Berggipfel führen und den Besuchern unvergessliche Ausblicke bieten.

Traditionelle Dörfer in Zagori, wie Megalo Papingo, Mikro Papingo und Monodendri, sind bekannt für ihre charakteristischen Steinhäuser und engen Gassen. Diese Dörfer bieten Besuchern die Möglichkeit, das traditionelle griechische Landleben zu erkunden und die lokale Gastronomie in gemütlichen Tavernen zu probieren.

Wo übernachten in Zagori

In Zagori finden Sie eine Reihe großartiger und sehr gut bewerteter Resorts, zu den besten gehört zum Beispiel das Aristi Mountain Resort.

Pilion

Pilion, eine Halbinsel in Mittelgriechenland, bietet eine faszinierende Kombination aus Berg- und Küstenlandschaft, was es zu einem idealen Ort macht, um sowohl die wunderschöne Natur als auch die traditionelle griechische Kultur zu entdecken.

Pilion ist bekannt für seine malerischen Dörfer mit traditionellen Steinhäusern, engen Gassen und herrlichen Ausblicken auf die Ägäis. Dörfer wie Makrinitsa, Portaria und Tsagarada sind besonders beliebt bei Besuchern, die die authentische Atmosphäre und die ausgezeichnete lokale Gastronomie genießen möchten.

Die Halbinsel ist auch die Heimat mehrerer wunderschöner Strände, wie Mylopotamos und Agios Ioannis, die klares Wasser und malerische Landschaften bieten, ideal zum Entspannen und Schwimmen. Für Natur- und Wanderliebhaber bietet Pilion ein reiches Netz an Wanderwegen, die durch dichte Wälder führen, an Quellen vorbeiführen und atemberaubende Ausblicke bieten.

Die Wintermonate auf Pilion bringen eine andere Art von Zauber mit sich, mit Möglichkeiten zum Skifahren und Wintersport im Bergresort Agriolefkes. Dieser Aspekt macht Pilion das ganze Jahr über zu einem attraktiven Reiseziel.

Pilion ist auch bekannt für seine traditionellen Produkte wie Oliven, Honig und Obstbrände.

Wo übernachten auf der Halbinsel Pilion

Eine großartige Unterkunft mit Pool auf der Halbinsel Pilion ist zum Beispiel das Hotel Zagora, schauen Sie, ob es verfügbar ist.

Olymp

Der Berg Olymp ist der höchste Berg des Landes und bekannt als die Heimat der Götter in der griechischen Mythologie. Dieses majestätische Bergmassiv, das sich in Nordgriechenland unweit der Stadt Litochoro befindet, ist ideal für alle, die ein kulturelles Erlebnis mit Wandern verbinden möchten.

Mit einer Vielzahl von Wanderwegen, die zu verschiedenen Gipfeln führen, einschließlich des höchsten Gipfels Mytikas, bietet der Olymp Möglichkeiten für alle, von leichten Spaziergängen bis zu anspruchsvollen Aufstiegen. Die Wege auf den Olymp führen durch dichte Wälder, Bergwiesen und felsige Klippen, bieten atemberaubende Ausblicke und die Möglichkeit, die reiche Flora und Fauna zu erleben.

Häufig gestellte Fragen

Wohin in Griechenland mit Kindern?

Für einen Urlaub in Griechenland mit Kindern fahren Sie nach Korfu, Kreta, Rhodos, Zakynthos oder Santorini. Diese Inseln sind ideal für Familienurlaube.

Kann ich mit dem Personalausweis nach Griechenland fliegen?

Ja, Griechenland ist in der Europäischen Union.

Ist ein Urlaub in Griechenland oder in Bulgarien schöner?

Griechenland gilt als schöner als Bulgarien, aber jedes Reiseziel ist anders.

Wie reist man nach Griechenland?

Am einfachsten ist es, mit dem Flugzeug nach Griechenland zu fliegen. Natürlich können Sie auch mit dem Auto fahren, und einige Inseln sind mit der Fähre erreichbar.

Welches Reisedokument für Griechenland?

Für Griechenland genügen Personalausweis oder Reisepass.

Welche griechische Insel ist die schönste?

Zu den schönsten griechischen Inseln gehören Mykonos, Santorini, Rhodos, Zakynthos, Korfu und Kreta.

Wo liegt Griechenland?

Griechenland liegt in Südosteuropa an der Südspitze der Balkanhalbinsel. Es ist im Osten von der Ägäis, im Westen vom Ionischen Meer und im Süden vom Mittelmeer umgeben.

Welche griechische Insel für den Urlaub wählen?

Wenn Sie einen Urlaub mit lebhaftem Nachtleben wünschen, empfehlen wir Mykonos und Rhodos, für einen Familienurlaub Kreta und Korfu, für Ruhe und Natur Zakynthos oder Kefalonia.

Wo ist das Meer in Griechenland ruhig?

Ruhiges Meer finden Sie auf den Inseln im Ionischen Meer, wie Korfu, Kefalonia und Lefkada, die für ihre flachen und ruhigen Gewässer bekannt sind.

Wo ist es in Griechenland am schönsten?

Die schönsten Orte in Griechenland umfassen idyllische Strände auf Zakynthos, atemberaubende Ausblicke auf Santorini, historische Stätten in Athen und die raue Berglandschaft auf dem Peloponnes. Es ist jedoch individuell, und was uns gefällt, muss Ihnen nicht gefallen.

Wo sind die schönsten Strände in Griechenland?

Unserer Meinung nach sind die schönsten Strände in Griechenland auf Lefkada.

Tipps und Tricks für deinen Urlaub

Zahle nicht zu viel für Flugtickets

Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.

Buche deine Unterkunft clever

Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.

Vergiss die Reiseversicherung nicht

Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.

Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).

Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

Finde die besten Erlebnisse

Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!

Milos, Griechenland: 15 Tipps, was man sehen und erleben sollte

TL;DRFünfzehn Tipps für die Insel Milos drehen sich vor allem um die Mondlandschaft am Strand Sarakiniko, die nur per Boot erreichbare Piratenbucht Kleftiko, die bunten Fischerhäuschen (Syrmata) im Dorf Klima, die Hauptstadt Plaka mit dem besten Sonnenuntergangsblick und den actionreichen Strand Tsigrado. Die Insel bietet über siebzig Strände, frühchristliche Katakomben mit einer Begräbnisstätte für sieben- bis achttausend Menschen sowie den Fundort der Venus von Milo aus dem Jahr 1820. Plan vier bis fünf Tage für die Erkundung ein. Die beste Reisezeit ist Mitte Mai bis Ende Juni oder September, wenn es rund 25 Grad warm ist und der starke Meltemi-Wind ausbleibt. Auf die Insel kommst du mit der SeaJets-Fähre von Athen aus in knapp drei Stunden.

Wenn du nach den echten, postkartenschönen Kykladen mit weißen Häusern und blauen Kuppeln suchst, dir aber überfüllte Gassen ein Graus sind, haben wir das perfekte Reiseziel für dich. Die Insel Milos in Griechenland bietet ein fantastisches Preis-Leistungs-Verhältnis – und die Welt entdeckt ihren Zauber erst ganz allmählich. Während die bekannteren Nachbarinseln mit extremen Preisen kämpfen, findest du hier eine viel authentischere Atmosphäre voller Ruhe und unglaublicher Naturwunder.

Geologisch gesehen ist Milos eine der erstaunlichsten Inseln der Kykladen, und du wirst sofort verstehen, warum. Ihr vulkanischer Ursprung hat sich in Farben niedergeschlagen, die du sonst nirgendwo in Griechenland zu sehen bekommst: schneeweiße Felsen, blutrote Klippen, türkisblaues Meer. Hier findest du über siebzig Strände, von denen viele eher von einem anderen Planeten zu stammen scheinen als von einem typischen europäischen Badeort.

Wir haben fünfzehn Tipps für dich zusammengestellt, mit denen du Milos so richtig erkundest – von der Mondlandschaft Sarakiniko über Piratenhöhlen bis hin zur Frage, wo es die besten Pitarakia gibt. Und ein paar ehrliche Warnungen, ohne die du es vielleicht bereuen würdest. 😉 Außerdem erfährst du praktische Infos darüber, wo man am besten übernachtet, wie der Nahverkehr funktioniert und worauf du bei der Reiseplanung achten solltest.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen

  • Die ikonischsten Orte: Der Mondstrand Sarakiniko und die Piratenbucht Kleftiko, die ausschließlich vom Meer aus erreichbar ist.
  • Historisches Juwel: Genau auf dieser Insel wurde 1820 die berühmte Statue der Venus von Milo entdeckt, die heute Besucher des Pariser Louvre bewundern.
  • Anreise auf die Insel: Die schnellsten Fähren von SeaJets ab Athen schaffen die Strecke in knapp drei Stunden, die Tickets sind aber unglaublich schnell vergriffen.
  • Fortbewegung vor Ort: Um die wilde Westküste zu erkunden, brauchst du unbedingt einen Geländewagen mit Allradantrieb.
  • Unterkunft: Die praktischste Basis ist das Hafenstädtchen Adamas, für mehr Romantik fährst du nach Plaka oder ins ruhige Pollonia.
  • Lokale Gastronomie: Du musst unbedingt die traditionellen Pitarakia probieren – köstliche frittierte Teigtaschen, gefüllt mit lokalem Käse und Minze.
  • Wetter und Wind: In den Sommermonaten peitscht der starke Meltemi-Wind über die Insel, deshalb ist es ideal, die Reise auf Juni oder September zu legen.

Wann nach Milos reisen und wie man hinkommt

Die ideale Zeit für einen Besuch der Insel ist der Zeitraum von Mitte Mai bis Ende Juni sowie der gesamte September. In diesen Monaten herrschen sehr angenehme Temperaturen um die fünfundzwanzig Grad, das Meer ist schön aufgewärmt und du umgehst die größten Touristenströme. Im Frühling färbt sich die Insel grün und alles blüht, nur das Badewasser ist morgens noch ziemlich erfrischend – eher etwas für die Abgehärteten unter uns.

Juli und August sind dagegen extrem heiß, die Temperaturen klettern regelmäßig weit über dreißig Grad und die Übernachtungspreise schießen steil in die Höhe. Was viele Reisende unterschätzen, ist der starke Sommerwind namens Meltemi. Er weht von Mitte Juni bis September über die gesamte Ägäis und erreicht nachmittags Geschwindigkeiten von bis zu vierzig Kilometern pro Stunde, was häufig zur Absage von Bootstouren führt und das Baden an den Nordstränden erschwert. Dieser Nordwind kann in der größten Hitze zwar angenehm erfrischen, treibt aber gleichzeitig hohe Wellen an. Wenn starker Meltemi gemeldet ist, fährst du besser zu den Südstränden wie Firiplaka oder Paleochori, die durch hohe Klippen gut vor dem Wind geschützt sind.

Was die Anreise betrifft, wählt die überwältigende Mehrheit der Besucher den Weg per Schiff vom Athener Hafen Piräus. Die schnellsten Katamarane der Reederei SeaJets schaffen die Überfahrt in etwa zweieinhalb Stunden, ein einfaches Ticket kostet rund 41 bis 79 Euro. Die normalen und deutlich größeren Fähren von Reedereien wie Blue Star Ferries fahren langsamer und brauchen etwa fünf bis sieben Stunden, dafür beginnen die Tickets schon bei 33 Euro und die Schiffe liegen wesentlich stabiler in den Wellen.

Fährtickets solltest du mindestens drei bis vier Monate im Voraus reservieren, denn in der Hochsaison sind die Schiffe hoffnungslos ausgebucht. Auf die Insel kommst du auch per Flugzeug direkt ab Athen mit Olympic Air oder Sky Express, der Flug dauert knapp eine Dreiviertelstunde, doch die kleinen Propellermaschinen haben eine sehr begrenzte Kapazität. Wer aus Deutschland anreist, fliegt am besten mit Lufthansa, Eurowings oder Aegean nach Athen und steigt dort auf Fähre oder Inlandsflug um. Sobald du auf der Insel bist, solltest du unbedingt ein Auto oder Quad für etwa 35 bis 50 Euro pro Tag mieten – wobei du für die Erkundung des wilden Westens der Insel zwingend einen Wagen mit Allradantrieb brauchst, sonst verfällt bei der Mietfirma die Versicherung. Die Autovermietungen sind in der Saison stark ausgelastet, daher empfehlen wir, die Reservierung weit im Voraus zu klären. Quads sind hier zwar etwas teurer als auf anderen Inseln, aber das Erkunden enger Gassen und staubiger Pisten bekommt damit eine ganz neue Dimension.

Wo man auf Milos übernachtet

💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich dann über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.

Milos hat keine großen Hotelkomplexe – und das ist genau richtig so. Wo du übernachtest, hängt vor allem davon ab, ob du ein Auto hast und wie viel Ruhe du suchst. Hier sind die drei Grundvarianten. Auf der Insel dominieren eher kleine, familiengeführte Pensionen, Boutique-Studios und traditionelle Apartments. Die Zimmer sind sehr schnell ausgebucht und die Durchschnittspreise liegen in der Saison zwischen 60 und 100 Euro pro Nacht, zögere also mit der Buchung über Booking auf keinen Fall.

Die praktischste Basis ist das Haupt-Hafenstädtchen Adamas, wo alle Fähren vom Festland ankommen und du die größte Dichte an Restaurants, Cafés und Autovermietungen findest. Es ist die ideale Wahl, wenn du nicht selbst fahren möchtest, denn von hier legt die überwältigende Mehrheit der Ausflugsboote ab und auch die örtlichen Busse starten hier. Eine tolle Wahl ist beispielsweise das sehr gut bewertete Olea Bay Hotel (ab 190 Euro pro Nacht), das schöne Meerblicke und eine ruhigere Umgebung etwas abseits des belebtesten Zentrums bietet.

Wenn du die typische kykladische Romantik mit engen Gassen und Sonnenuntergängen suchst, übernachte im historischen Städtchen Plaka. Du musst aber damit rechnen, dass das Zentrum komplett für Autos gesperrt ist – du parkst also unterhalb des Hügels und trägst dein Gepäck ein Stück selbst hinauf. Es ist ein absolut bezaubernder Ort voller kleiner Boutiquen und stilvoller Bars, die vor allem in den Abendstunden aufleben.

Für Familien mit Kindern und Paare, die absolute Ruhe suchen, ist das Fischerdorf Pollonia im Nordosten der Insel ideal. Es bietet einen schönen Sandstrand im Schatten von Tamarisken und erstklassige Restaurants direkt an der Promenade, außerdem fährt von hier eine Fähre zur Nachbarinsel Kimolos. Übernachten kannst du hier zum Beispiel in der beliebten Villa Mary Elen oder in den Apartments Litsa Malli Rooms, wo die Preise bei sehr angenehmen 92 Euro pro Nacht beginnen. Die größten Romantiker können sich sogar renovierte Fischerhäuschen namens Syrmata direkt am Strand im Dörfchen Klima mieten – ein unglaublich authentisches Erlebnis, für das du allerdings rund 160 bis 500 Euro pro Nacht hinblätterst.

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Wo übernachten auf Milos
4 Unterkünfte — Hotels und weitere Übernachtungsmöglichkeiten

15 Tipps, was man auf Milos sehen und erleben sollte

Hier sind die fünfzehn Dinge, wegen denen man immer wieder nach Milos fährt. Wir beginnen mit denen, die du dir auf keinen Fall entgehen lassen darfst. Das Programm lässt sich problemlos auf vier bis fünf Tage verteilen, was die ideale Zeit ist, um die lokale Atmosphäre in dich aufzusaugen, ohne dich unnötig hetzen zu müssen.

1. Sarakiniko und seine Mondlandschaft

Dieser Ort ist das absolute Symbol der Insel und vermutlich der meistfotografierte Strand der gesamten Kykladen – bekannt geworden unter anderem durch das Musikvideo von Kungs zum Song „This Girl“. Erwarte aber keinen klassischen Sand und keine Sonnenschirme: Sarakiniko besteht aus strahlend weißen vulkanischen Tufffelsen, die Wind und Meereswellen zu bizarren Formen ausgewaschen haben, die an eine Mondoberfläche erinnern. Die weißen Felsen vor dem tiefblauen Türkis des Meeres ziehen dich förmlich zur Kamera – die Italiener nennen es „erstarrtes Baiser“, und ehrlich gesagt, sie haben es getroffen.

Auf dem gesamten weitläufigen Felsgebilde findest du absolut keinen natürlichen Schatten, deshalb sind Hut, starke Sonnencreme und genügend Trinkwasser ein absolutes Muss. Tagsüber heizen sich die weißen Felsen auf und reflektieren die Sonnenstrahlen wie ein riesiger Spiegel, was mitten im Sommer ohne Versteckmöglichkeit ziemlich anstrengend werden kann. Adrenalinjunkies kommen oft hierher, um von den Klippen ins tiefe Wasser zu springen, aber bei starkem Nordwind Meltemi solltest du beim Baden sehr vorsichtig sein, weil dich die Wellen leicht gegen die scharfen Felsen drücken können.

💡 Tipp: Wenn du Sarakiniko in Ruhe genießen willst, komm spätestens um neun Uhr morgens oder erst zum abendlichen Sonnenuntergang. In der Hochsaison kommen nämlich zwischen zehn und vierzehn Uhr die Busse von den Ausflugsbooten, und auf den Felsen tummeln sich plötzlich bis zu zweitausend Menschen, was das zauberhafte „Verlassener-Planet“-Erlebnis erheblich trübt.

2. Die Piratenbucht Kleftiko

An der Südwestspitze der Insel verbirgt sich ein wahrer Schatz, der einst als sicheres Versteck für Piratenschiffe diente und heute zu den größten Attraktionen ganz Griechenlands zählt. Kleftiko besteht aus riesigen weißen Felsformationen, natürlichen Bögen und Höhlen, die direkt aus der kristallklaren, fast neonfarben-türkisen Lagune ragen. Hierher führen absolut keine Straßen oder befahrbaren Wege, die einzige sinnvolle Möglichkeit, diese Pracht mit eigenen Augen zu sehen, ist also eine organisierte Bootstour.

Die Boote starten meist vom Haupthafen Adamas oder von den Südstränden, und du kannst aus einer schier unerschöpflichen Auswahl je nach Budget wählen. Eine Halbtagestour mit dem Schnellboot kostet rund 28 bis 44 Euro pro Person und umfasst eine etwa vierstündige Fahrt mit Badestopps und atemberaubenden Durchfahrten durch Felsentunnel. Wenn du dir ein luxuriöseres Erlebnis gönnen möchtest, kannst du auch eine ganztägige Tour buchen.

Anbieter wie Polco Sailing bieten achtstündige Touren auf einem geräumigen Katamaran an, die etwa 150 Euro pro Person kosten. Im Preis inbegriffen sind ein reichhaltiges hausgemachtes Essen aus lokalen Zutaten, unbegrenzte Getränke einschließlich Bier und Wein sowie die komplette Ausrüstung zum Schnorcheln und Stand-up-Paddeln. Das Wasser ist hier so klar, dass du Dutzende Meter tief blickst, und das Schwimmen in den Höhlen, wo sich das Licht am weißen Grund bricht, ist wohl das schönste Erlebnis der ganzen Insel.

3. Bunte Bootshäuser im Dörfchen Klima

Milos verbirgt eine architektonische Besonderheit, die du auf anderen griechischen Inseln so schnell nicht zu sehen bekommst: die sogenannten Syrmata. Es handelt sich um traditionelle Bootsgaragen, die direkt in den weichen Vulkanfels am Meeresufer gehauen sind. Das untere Stockwerk diente stets dazu, die Boote vor den verheerenden Winterstürmen einzulagern, während sich die Fischerfamilien im oberen Stockwerk bescheidene Wohnräume einrichteten, in denen sie die Sommermonate verbrachten.

Das schönste und am besten erhaltene Beispiel dieser einzigartigen Architektur findest du im Dörfchen Klima, wo die Einheimischen ihre Holztüren und Fensterläden in den leuchtendsten Farben streichen, um ihr Zuhause schon von Weitem auf dem Meer zu erkennen. So zieht sich am Wasser entlang eine unglaublich fotogene Reihe roter, gelber, blauer und grüner Häuschen, die heute oft als sehr stilvolle Apartments für Touristen dienen.

Ich empfehle dir, am späten Nachmittag hierherzukommen, wenn die untergehende Sonne die ganze Bucht herrlich beleuchtet und eine Atmosphäre schafft, die es mit den berühmten Sonnenuntergängen auf Santorini durchaus aufnehmen kann – nur hast du hier viel mehr Ruhe. Du kannst direkt über die schmalen Betonflächen vor den Garagen schlendern, den Katzen beim Sonnenbaden zusehen und die echte, unverfälschte Inselgemütlichkeit aufsaugen.

4. Plaka und der schönste Sonnenuntergang

Die Hauptstadt der Insel liegt hoch oben auf einem Hügel über dem Meer und ist die reinste Essenz traditioneller kykladischer Architektur, die wir alle von Postkarten kennen. Sie besteht aus engen Labyrinthen gepflasterter Gassen, blendend weißen Fassaden mit blauen Fensterläden und einer Menge kleiner Boutiquen und stilvoller Cocktailbars. Das gesamte historische Zentrum ist streng für den Verkehr gesperrt, sodass du hier stundenlang sicher und ungestört umherschlendern kannst – du musst nur dein Auto auf dem kostenlosen Parkplatz unterhalb des Hügels lassen.

Über der Stadt thront stolz die Ruine der venezianischen Burg Kastro, zu der eine ziemlich steile Treppe hinaufführt, die dir in der Sommerhitze ganz schön zusetzt. Der Aufstieg bietet jedoch einen fantastischen Panoramablick über die ganze Bucht und die umliegenden Inseln, der die Mühe hundertprozentig wert ist.

Der Platz rund um das malerische Kirchlein Panagia Thalassitra gilt als der mit Abstand beste Ort der Insel, um den Sonnenuntergang zu beobachten. Die Himmelsfarben spiegeln sich hier an den weißen Wänden und schaffen ein derart magisches Schauspiel, dass jeden Abend Dutzende Menschen herkommen. Aus diesem Grund empfehle ich dir wärmstens, mindestens eine Stunde früher oben zu sein, um dir den besten Platz auf der Mauer zu sichern und diesen romantischen Moment in Ruhe genießen zu können.

5. Der Adrenalin-Strand Tsigrado

Wenn du keine Höhenangst hast und ein bisschen Abenteuer magst, lass dir auf keinen Fall den Besuch des Strandes Tsigrado an der Südküste entgehen, der in den letzten Jahren zum großen Hit in den sozialen Netzwerken geworden ist. Die Bucht selbst ist sehr klein, mit außergewöhnlich feinem Sand bedeckt und von perfektem türkisfarbenem Wasser umspült, aber die Hauptsache ist der Weg dorthin. Du musst nämlich durch einen engen Felsspalt klettern und anschließend über zwei ziemlich steile Holzleitern hinabsteigen, an denen du dich nur an einem dicken Seil festhältst.

Der Abstieg erinnert eher an leichtes Klettern, festes Schuhwerk und eine Portion Mut sind also Pflicht; kleine Kinder und Menschen mit eingeschränkter Mobilität lassen ihn lieber aus. Das Auto lässt du oben auf dem Parkplatz und trägst alles im Rucksack hinunter, denn es gibt dort weder Infrastruktur noch Liegen oder einen Kiosk.

Wegen der sehr geringen Fläche der Bucht empfehle ich, früh am Morgen zu kommen, bevor sich der Platz mit weiteren Wagemutigen füllt und sich lange, unangenehme Warteschlangen an der Leiter bilden. Das Erlebnis, in dieser halb abgeschlossenen Felsarena zu baden, ist so intim und schön, dass der etwas beängstigende Abstieg sich definitiv lohnt.

6. Geothermische Quellen an Paliochori und die Klippen von Firiplaka

Die vulkanische Aktivität auf der Insel ist zwar längst verstummt und das Magma tief unter der Oberfläche schläft derzeit, aber unter der Erde brodelt es noch immer unglaublich. Ein wunderbarer Beweis dafür ist der lange Strand Paliochori, wo direkt aus dem Sand und am Grund des flachen Meeres heiße geothermische Quellen namens Fumarolen emporsteigen. Wenn du ufernah ins Wasser eintauchst, spürst du, wie dich von unten heiße Bläschen mit einem leichten Schwefelhauch wärmen – das funktioniert wie ein herrlicher natürlicher Whirlpool unter freiem Himmel.

Einige clevere lokale Restaurants nutzen dieses Naturphänomen sogar voll aus und bereiten ihr Essen in Töpfen zu, die tief im heißen Vulkansand vergraben sind. Mit etwas Glück siehst du es mit eigenen Augen. Und dann gönn dir das Essen auch gleich.

Gleich in der Nachbarbucht findest du dann den nicht minder beliebten Strand Firiplaka, der für seine riesigen Vulkanklippen berühmt ist, die in allen Schattierungen von Rot, Rosa und Orange leuchten. Der Sandgrund fällt hier nur sehr sanft ins Wasser ab, sodass sich der Ort ideal zum ganztägigen Faulenzen eignet, und ist im Gegensatz zu Tsigrado sehr leicht zugänglich, was ihn zu einem großen Liebling für einen entspannten Nachmittag macht.

7. Fischerromantik in Mandrakia und Firopotamos

Neben dem berühmten Klima verbirgt die Insel weitere malerische Weiler, die ihren verschlafenen Fischercharakter und ihre wunderbare Authentizität bis heute voll bewahrt haben. Mandrakia ist ein winziger, unglaublich fotogener Hafen an der Nordküste, wo du weitere kunterbunte Syrmata und ständig auf den Wellen schaukelnde kleine Boote findest. Über das Mole zu schlendern und den Fischern bei der Arbeit zuzusehen, ist hier reinste Balsam für die Seele.

Nicht weit entfernt, nur etwa zehn Minuten mit dem Roller, liegt die Bucht Firopotamos mit einem schneeweißen Kirchlein direkt auf der Klippe und glasklarem Wasser, das geradezu zum Schnorcheln einlädt. Zwischen den alten Bootshäusern schwimmen hier oft riesige Schwärme winziger Fische, und die Atmosphäre ist deutlich ruhiger als an den bekannteren Stränden, sodass du dein Handtuch in aller Ruhe direkt auf der Betonmole ausbreiten kannst.

Eine Mauer, ein Eiskaffee, eine Katze, die dir an die Wade stupst. Mehr brauchst du nicht.

8. Der Felsenfjord Papafragas

An der Nordküste der Insel, ein Stück vom Dorf Pollonia entfernt, findest du ein dramatisches Naturphänomen, das an ein riesiges, tief in das Felsmassiv gehauenes Becken erinnert. Papafragas ist eine sehr schmale Meeresschlucht, gesäumt von senkrechten Wänden, durch die das Meer in eine kleine Sandbucht ganz am Ende fließt. Das Wasser hat hier eine unglaublich intensive smaragdgrüne Farbe, und in den umliegenden Felsen verbergen sich geheimnisvolle Meereshöhlen, in die man hineinblicken kann.

Ich weise dich aber gleich auf eine wichtige Sache hin: Der offizielle Abstieg hinunter zum Strand ist derzeit gesperrt, weil Erdrutschgefahr besteht und die alten in den Fels gehauenen Stufen beschädigt und sehr tückisch sind. Die meisten Besucher fotografieren diese Pracht daher nur von oben von den sicheren Klippen aus, oder die Mutigeren schwimmen vom benachbarten, besser zugänglichen Strand Kapros in die Schlucht.

Ganz in der Nähe befindet sich außerdem die bedeutende archäologische Ausgrabungsstätte Phylakopi, wo du die Überreste einer bronzezeitlichen Siedlung bewundern kannst. Obwohl es sich um einen sehr wichtigen Ort der griechischen Geschichte handelt, wird er von Touristen fast nie besucht, sodass du die antiken Ruinen mit Meerblick in völliger Privatsphäre genießen kannst.

9. Die geheimnisvollen Katakomben beim Dorf Tripiti

Milos beeindruckt seine Besucher nicht nur mit seiner wilden Natur, sondern auch mit einer unglaublich tiefen und faszinierenden Geschichte, die Jahrtausende zurückreicht. Ein Stück unterhalb des malerischen Dörfchens Tripiti, nur etwa zweieinhalb Kilometer von der Hauptstadt Plaka entfernt, befinden sich eine der bedeutendsten frühchristlichen Katakomben der ganzen Welt. Dieser ausgedehnte unterirdische Komplex stammt bereits aus dem ersten Jahrhundert nach Christus, und laut Historikern befindet sich hier eine Begräbnisstätte für unglaubliche sieben- bis achttausend der ersten Christen.

Mit ihrem historischen Wert reihen sich diese Katakomben weltweit gleich an dritter Stelle ein, direkt nach denen in Rom und im Heiligen Land. Für die Öffentlichkeit ist derzeit nur ein kleiner, sorgfältig beleuchteter Teil der Gänge zugänglich, doch selbst so strahlt dieser Ort enormen Respekt und Geheimnis aus.

Der Eintritt liegt bei etwa fünf bis zehn Euro, und die Besichtigung der Gänge dauert rund zwanzig Minuten. Geöffnet ist normalerweise von Mittwoch bis Montag zwischen neun Uhr morgens und fast sieben Uhr abends. Unter der Erde herrscht zudem eine sehr angenehme Kühle, was an einem heißen Sommertag ein willkommener Bonus ist.

10. Antikes Theater und die Heimat der Venus von Milo

Nur knapp siebenhundert Meter von den Katakomben entfernt stößt du auf die Überreste eines antiken römischen Theaters, das aus blendend weißem parischem Marmor erbaut wurde und damit einen großartigen Halt im Rahmen eines einzigen Ausflugs darstellt. Ursprünglich fasste sein Zuschauerraum stolze fünftausend Zuschauer, und bis heute bietet er einen absolut fantastischen Blick auf die Meeresbucht und das benachbarte Dörfchen Klima. Der Eintritt in das Theatergelände ist völlig frei, und es lohnt sich definitiv, sich einen Moment auf die antiken Stufen zu setzen und die historische Atmosphäre aufzusaugen.

Und direkt unweit dieser Stufen geschah am 8. April 1820 etwas, von dem bis heute die Rede ist: Der einheimische Bauer Yorgos stieß hier beim Graben auf seinem Feld auf die Venus von Milo, auch bekannt als Aphrodite von Melos, die etwa aus dem Jahr 100 vor Christus stammt.

Dieses Meisterwerk aus reinem Marmor bildet heute einen der Hauptanziehungspunkte des Pariser Louvre, und die Franzosen hüten es sorgsam. Direkt auf der Insel findest du heute also nur noch eine unscheinbare Gedenktafel, die den Fundort markiert, und eine sehr originalgetreue Kopie im archäologischen Museum in Plaka, das einen Besuch definitiv wert ist.

11. Pollonia und ein Ausflug zur Nachbarinsel Kimolos

An der äußersten Nordostspitze der Insel liegt das verschlafene Fischerdorf Pollonia, das sich in den letzten Jahren allmählich in einen eleganten und sehr gefragten Ferienort verwandelt hat. Es bietet einen schönen Sandstrand im Schatten von Bäumen, erstklassige Restaurants entlang der Uferpromenade und insgesamt eine sehr ruhige, fast luxuriöse Atmosphäre, die vor allem Paare und Familien mit Kindern anzieht. Es ist schlicht der perfekte Ort für einen Abendspaziergang, abgeschlossen mit einem großartigen Essen.

Direkt von der kleinen Mole in Pollonia legt zudem mehrmals täglich eine lokale Fähre nach Kimolos ab. Die Überfahrt übernimmt die Reederei Blue Gem mit dem Schiff Osia Methodia, und die Fahrt dauert nur etwas mehr als fünfundzwanzig Minuten. Ein Ticket für Fußgänger kostet rund 2,40 Euro, was diesen Ausflug zu einer großartigen und unglaublich günstigen Variante für einen halbtägigen Abstecher abseits der Haupttouristenroute macht.

Kimolos ist noch viel ruhiger als Milos selbst und birgt wahre Naturjuwelen. Besonders sehenswert ist dort vor allem der herrliche Strand Prassa mit schneeweißem Sand und so klarem türkisem Wasser, dass du dich eher wie irgendwo in der Karibik fühlst als mitten in Europa.

12. Der Abgrund Sykia und die marsianischen Felsen am Kap Vani

Die Westküste der Insel ist wild, fast unbewohnt und größtenteils ausschließlich vom Bootsdeck oder mit einem starken Geländewagen zugänglich. Sykia ist eine gewaltige Meereshöhle, deren Decke im Laufe der Jahrhunderte teilweise eingestürzt ist – das Licht fällt nun direkt vom Himmel und spielt auf der Wasseroberfläche in smaragdgrünen Reflexen. Im Inneren der Höhle verbirgt sich ein kleiner Kiesstrand, zu dem dich kleinere Boote von den Bootstouren sicher bringen können, damit du in diesem natürlichen Kessel schwimmen kannst.

Ein Stück weiter nordöstlich ragt dann das dramatische Kap Vani empor, das aussieht wie eine Szene aus einem Science-Fiction-Film. Eine ehemalige Manganmine hat hier Felsen freigelegt, die in allen Schattierungen von sattem Rot, Violett und Schwarz spielen, was einen unglaublichen Kontrast zum blauen Meer bildet.

Wenn du auf dem Landweg hierherfahren möchtest, denk daran, dass die staubige Schotterpiste einen Wagen mit Allradantrieb erfordert. Für normale Mietwagen gilt hier ein strenges Fahrverbot unter Androhung des Versicherungsverlusts, versuche also nicht zu sparen und miete dir lieber ein Quad oder einen ordentlichen Jeep.

13. Entspanntes Baden in Plathiena

Wenn du genug von Adrenalin-Abstiegen und langen Bootsfahrten hast, fahr zum Ausruhen an die Nordküste, ein Stück von der Hauptstadt Plaka entfernt. Der Strand Plathiena liegt in einer etwa zwei Kilometer entfernten, breiten Bucht, die von hohen Felsen geschützt wird, und bietet herrlich feinen Sand mit sehr sanftem Einstieg ins Meer. Hier sind deutlich weniger Menschen als im Süden der Insel, es gibt keine wilden Wellen, und es ist ein toller Ort für entspannte Nachmittage mit einem Buch in der Hand oder für Familien mit kleineren Kindern.

Dank seiner abgelegenen Lage ist Plathiena ein wahres Paradies der Ruhe. Der Weg hierher führt zwar über eine schmale Straße, aber das Ergebnis ist es definitiv wert. Der Sand ist hier so fein, dass du dich wie auf einer Premium-Karibikinsel fühlst, und im Sommer gibt es hier oft auch einen kleinen Stand mit gekühlten Getränken und leichten Snacks. Für das perfekte Erlebnis empfehle ich, am späten Nachmittag herzukommen, wenn sich die umliegenden Felsen in die goldenen Töne der untergehenden Sonne färben.

14. Die verlassenen Schwefelminen Paliorema

Dieser Ort ist ein echter Leckerbissen für Fans der Industriegeschichte, des Urbex und außergewöhnlicher Fotos. An der Südostküste der Insel liegt die Bucht Paliorema, in der sich komplett verlassene und verfallende Gebäude einer alten Schwefelmine befinden, auch bekannt als Thiorichia. Der Abbau endete hier bereits Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts, doch bis heute sind hier rostige Förderwagen, alte Waggons, Schienen und Abbaumaschinen geblieben, eingebettet direkt in die bunten Vulkanklippen, die die Zeit langsam verschluckt.

Der Zutritt zum gesamten Minengelände ist völlig frei und kostenlos, aber du musst dich mit größter Vorsicht bewegen, denn die alten Konstruktionen sind in keiner Weise gesichert und der Zahn der Zeit hat an ihnen genagt. Im Meer mit Blick auf die rostende Fabrik zu baden, ist ein unglaublich eindrückliches Erlebnis, das du sonst nirgendwo in Griechenland so schnell erlebst, und die Fotos von hier sehen wirklich fantastisch aus.

Die steile, schlaglochübersäte Schotterabfahrt erfordert eine höhere Bodenfreiheit oder gleich ein starkes Quad. Wenn du nur einen normalen Mietwagen hast, suchst du dir besser eine organisierte Bootstour, die hier gelegentlich Halt macht.

15. Ausflug zur unbewohnten Insel Poliegos

Wenn dir noch Zeit bleibt und du Lust auf wirklich exklusives Baden fernab der Zivilisation hast, buch dir eine Ganztagestour zur Nachbarinsel Poliegos. Dieses recht große Stück Land liegt zwischen Milos und Kimolos und ist völlig unbewohnt – hier herrscht nur wilde, von der Sonne ausgedörrte Natur, und gelegentlich begegnest du nur Herden umherstreifender Ziegen. Gerade dank der völligen Abwesenheit von Menschen und Schiffsverkehr brüsten sich die hiesigen Buchten mit dem absolut klarsten und leuchtendsten türkisen Wasser der gesamten Ägäis.

Die Katamarane starten meist vom Haupthafen Adamas, und ein Ganztagesausflug kostet etwa 120 bis 150 Euro pro Person. Die Boote halten oft an riesigen Klippen, und du kannst hier stundenlang schnorcheln in vollkommener Klarheit, wo du Dutzende Meter tief blickst.

Wenn du wieder zu Hause bist und erklären sollst, warum sich dieser Urlaub einfach nicht in Worte fassen ließ, denk an Poliegos. Dieses Türkis lässt sich eben nicht anders erklären. Außerdem ist bei den Touren oft eine Verpflegung an Bord inbegriffen, sodass du dich um nichts kümmern musst und einfach die Ruhe weit weg von den überfüllten Touristenzentren genießen kannst.

Wo man auf Milos essen kann

Die griechische Gastronomie ist ein Kapitel für sich, und auf Milos gilt das doppelt. Obwohl Griechenland für seine Fleischgerichte berühmt ist, findest du hier absolut fantastische Spezialitäten, die du probieren musst. Ich empfehle dir unbedingt, die lokale Köstlichkeit Pitarakia zu kosten – perfekte frittierte Teigtaschen, gefüllt mit dem aromatischen Käse Myzithra und frischer Minze. Als süßen Abschluss gönn dir dann Karpouzopita, einen sehr ungewöhnlichen Melonenkuchen mit Honig und Zimt.

Für großartiges Essen fahr in die berühmte Taverne O! Hamos! am Strand Papikinou in Adamas. Obwohl dieser Familienbetrieb auch für sein langsam gegartes Fleisch von der eigenen Farm bekannt ist, machen sie hier für Vegetarier eine absolut fantastische gebratene Zucchini mit Ziegenkäse, eine ausgezeichnete fleischlose Moussaka und großartige Gemüsefrikadellen mit Melonensauce, von denen du begeistert sein wirst. Erwarte allerdings Warteschlangen, der Ort lässt sich nicht im Voraus reservieren, und abends ist es zum Bersten voll.

Wenn du Lust auf Meeresfrüchte bekommst, fahr an die Nordküste ins Dörfchen Mandrakia. Der Ort ist berühmt für die Taverne Medusa, die für ihr breites Angebot an frischen Fischspezialitäten bekannt ist, sodass sich hier mittags oft Schlangen für einen freien Tisch bilden und die Leute mit einem Wein direkt auf den Klippen sitzen. Du kannst hier einen vorzüglichen, an der Sonne getrockneten Oktopus probieren und den Blick auf die bunten Bootshäuser und die plätschernden Wellen genießen.

Wohin weiter von Milos aus

Milos hat eine absolut strategische Lage und bietet eine enorme Anzahl an Fährverbindungen zu anderen Inseln. Der hiesige Hafen verbindet dich problemlos mit mehr als achtzehn weiteren Zielen in der Ägäis.

  • Wenn dich die klassische Romantik und die ikonischen blauen Kuppeln locken, wirf einen Blick in unseren Artikel Urlaub auf Santorini. Die Fahrt mit dem Schnellboot von Milos dauert nur etwa zwei Stunden.
  • Möchtest du Geschichte mit ausgelassenem Nachtleben verbinden, dann lies, was Urlaub auf Mykonos zu bieten hat.
  • Wenn du eine längere Reise planst und über mehr Inselvielfalt nachdenkst, studiere unseren Überblick Die schönsten Inseln Griechenlands, wo du jede Menge weiterer Inspiration findest.
  • Für praktische Ratschläge vor der Reise solltest du auch unsere Liste Was man in den Griechenland-Urlaub mitnehmen sollte nicht auslassen.

Häufig gestellte Fragen

Du planst eine Reise auf die Insel Milos in Griechenland? Hier sind die Antworten auf deine häufigsten Fragen, die dir bei der Urlaubsvorbereitung helfen, damit du kein wichtiges Detail vergisst und dir mögliche Sorgen vor Ort ersparst.

Wie reist man nach Milos?

Der gängigste und praktischste Weg ist ein Flug nach Athen und anschließende Überfahrt mit der Fähre vom Hafen Piräus. Schnelle Katamarane (SeaJets) schaffen die Strecke in knapp drei Stunden und ein Ticket kostet etwa 41 bis 79 Euro, langsamere Schiffe (Blue Star) fahren etwa fünf bis sieben Stunden, sind aber schon ab 33 Euro zu haben. Kauft eure Tickets im Sommer mehrere Monate im Voraus. Wenn ihr außerhalb der Hauptsaison reist, verringert sich die Fährfrequenz etwas, also überprüft die Fahrpläne lieber zweimal. Die Schiffsfahrt ist aber an sich schon ein großartiges Erlebnis.

Von wo aus fliegt man nach Milos?

Auf der Insel gibt es einen kleinen Inlandsflughafen, den ihr ausschließlich mit Direktflügen von Athen mit Fluggesellschaften wie Olympic Air oder Sky Express erreicht, wobei der Flug etwa 40 Minuten dauert. Aus Tschechien gibt es keine Direktflüge, ihr müsst immer in der griechischen Hauptstadt umsteigen. Da kleinere Propellermaschinen eingesetzt werden, ist die Platzkapazität stark begrenzt. Lasst die Buchung der Flugtickets daher nicht auf den letzten Drücker.

Welche Insel in Griechenland ist die schönste?

Das hängt davon ab, was ihr vom Urlaub erwartet. Santorini ist ikonisch mit seinen blauen Dächern, Naxos punktet bei Familien mit Kindern dank seiner Sandstrände und Milos gilt als die geologisch interessanteste und vielfältigste Insel der gesamten Kykladen dank seiner mehr als siebzig farbigen Strände. Egal für welche ihr euch entscheidet, die kykladische Architektur und das ausgezeichnete lokale Essen werden euch garantiert nicht enttäuschen.

Wo ist das schönste Meer in Griechenland?

Milos und seine Umgebung rühmen sich mit absolut fantastischem Wasser. Insbesondere die unbewohnte Insel Poliegos unweit von Milos wird regelmäßig als Ort mit dem absolut klarsten und türkisesten Wasser in der gesamten Ägäis bezeichnet, den ihr nur per Boot erreicht. Zudem bedeuten die vielfältigen Strände hier, dass ihr jeden Tag eine völlig andere Küste entdecken könnt und euch nie langweilen werdet.

Wie viele Tage brauche ich für Milos?

Für eine entspannte Erkundung der Insel empfehle ich, vier bis fünf Tage einzuplanen. So schafft ihr einen ganztägigen Bootsausflug nach Kleftiko, könnt in Ruhe die malerischen Dörfchen mit bunten Bootshäusern erkunden und habt genug Zeit zum Entspannen an den Vulkanstränden. Wenn ihr aber auch zum benachbarten Kimolos fahren oder mehr Wanderungen entlang der abgelegenen Westküste unternehmen möchtet, verlängert euren Aufenthalt ruhig auf eine ganze Woche. Die Insel wird euch bestimmt nicht langweilig.

Braucht man ein Auto auf Milos?

Ja, ein Mietwagen oder ein starkes Quad ist praktisch eine Notwendigkeit, wenn ihr versteckte Strände entdecken und Freiheit haben wollt. Busse verbinden zwar die Hauptorte, aber nach Einbruch der Dunkelheit sinkt ihre Frequenz deutlich und zu den interessantesten Naturorten im Westen der Insel kommt ihr ausschließlich mit einem 4×4-Auto. Autovermietungen sind zudem in der Saison sehr ausgelastet. Reserviert euch das Fahrzeug auf jeden Fall idealerweise schon von zu Hause aus, sobald ihr den genauen Reisetermin kennt.

Wann ist die beste Zeit, um nach Milos zu fahren?

Die absolut ideale Zeit sind die Monate Mai, Juni und September. So vermeidet ihr die extreme Augusthitze von über 30 Grad, die größten Touristenmassen und vor allem den starken Nordwind Meltemi, der mitten im Sommer oft die Pläne für Bootsausflüge durchkreuzt. Das Meer im September ist nach dem langen Sommer zudem perfekt aufgewärmt, sodass auch diejenigen das Baden genießen, die sonst kälteres Wasser nicht so sehr mögen.

Tipps und Tricks für deinen Urlaub

Zahle nicht zu viel für Flugtickets

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Vergiss die Reiseversicherung nicht

Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.

Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).

Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

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Athen, Griechenland: 21 Tipps, was man sehen und tun kann

TL;DRAthen lässt sich mit 21 konkreten Tipps entdecken, von der Akropolis und dem Parthenon (Eintritt 30 Euro, Online-Reservierung mit Zeitfenster ist Pflicht) über das Akropolis-Museum mit den originalen Karyatiden bis zu den Vierteln Plaka, Anafiotika, Psyri, Koukaki und Exarchia. Für die Hauptsehenswürdigkeiten und das Flair reichen zwei bis drei volle Tage. Am besten reist du April bis Mitte Juni oder im September und Oktober, wenn es 20 bis 25 Grad hat – im Sommer klettern die Temperaturen dagegen auf bis zu 42 Grad, und die Sehenswürdigkeiten schließen mittags. Vom Zentrum aus bieten sich Ausflüge zum Poseidon-Tempel am Kap Sounion an oder eine Fährfahrt zur autofreien Insel Hydra. Die Fahrt vom Flughafen mit der Metrolinie 3 kostet 9 Euro. Vorsicht ist geboten bei Taschendieben und dem sogenannten Brot-Trick in den Restaurants in Plaka.

Wenn man an die Hauptstadt Griechenlands denkt, stellen sich viele nur einen schnellen Zwischenstopp auf dem Weg zu den Inseln vor. Jahrelang war das tatsächlich so: Touristen landeten, schossen rasch ein paar Fotos von antiken Säulen und verschwanden mit der nächsten Fähre aus dem Hafen Piräus. Doch das gehört längst der Vergangenheit an. Athen, Griechenland, hat sich in ein selbstbewusstes Reiseziel verwandelt, das problemlos ein verlängertes Wochenende – oder sogar mehr – füllt. Heute erwartet dich hier ein wilder Mix aus jahrtausendealter Grandeur und rauer Straßenkultur. Wenige Schritte von dreitausend Jahre alten Marmormonumenten entfernt leuchten Wände voller Weltklasse-Street-Art, und direkt neben traditionellen Kaffeehäusern pulsieren moderne Bars. Um diese Stadt wirklich zu verstehen, musst du ihre Gegensätze einfach annehmen.

In diesem Artikel findest du genau 21 Tipps für die spannendsten Orte und Erlebnisse – vom ikonischen Parthenon über versteckte kykladische Gässchen bis hin zu den besten Aussichtspunkten für den Sonnenuntergang. Ich erkläre dir außerdem, wie du die tückischen Restaurantfallen in der Altstadt umgehst und wie du dein Geld nicht den Taschendieben in der U-Bahn überlässt. Dazu gibt es konkrete Unterkunftstipps und alles Wissenswerte zu den neuen Ticketregeln, die sich in letzter Zeit grundlegend verändert haben. Du wirst sehen: Die griechische Metropole wird dich vollkommen in ihren Bann ziehen.

Zusammenfassung

  • Eintritt zur Akropolis: Das Ticket kostet ganzjährig 30 Euro und muss vorab online mit konkretem Zeitfenster reserviert werden.
  • Abgeschaffte Kombitickets: Das staatliche Kombiticket für sieben Sehenswürdigkeiten wurde 2025 abgeschafft – du musst entweder kommerzielle Pakete nutzen oder Tickets einzeln kaufen.
  • Transfer vom Flughafen: Die blaue U-Bahn-Linie 3 bringt dich für 9 Euro ins Zentrum – aber Vorsicht vor Taschendieben.
  • Restaurantfallen: In Touristenvierteln aufpassen: Der sogenannte „Bread Scam“, bei dem unbestelltes Brot in Rechnung gestellt wird, ist weit verbreitet.
  • Wann reisen: Am besten Frühling oder Herbst – im Sommer herrschen extreme Temperaturen über 40 Grad, und Sehenswürdigkeiten schließen mittags.
  • Wo übernachten: Die beste Basis ist das malerische Viertel Plaka oder das ruhigere, aber sehr angesagte Koukaki am Fuß des Hügels.
  • Ausflüge: Die Stadt ist ein idealer Ausgangspunkt für einen Besuch des Poseidon-Tempels oder der nahen Insel Hydra.

Wann nach Athen reisen – das Wetter in Athen, Griechenland

Das Timing deiner Reise ist absolut entscheidend dafür, ob du deinen Aufenthalt wirklich genießt – oder dich in einem betonharten Backofen wiederfindest. Die idealen Monate für einen Besuch sind April bis Mitte Juni sowie September und Oktober. In dieser Zeit liegen die Temperaturen bei angenehmen 20 bis 25 Grad, die Luft ist frisch und das weiche Licht eignet sich wunderbar für Fotos antiker Denkmäler. Die Touristenmassen sind in diesen Monaten noch gut erträglich, sodass du keine endlosen Schlangen in der prallen Sonne stehen musst. Flüge lassen sich sehr günstig finden – besonders ab deutschen Großstädten wie Berlin, München oder Frankfurt bieten Eurowings, Ryanair und Condor günstige Hin- und Rückflüge schon ab 60–80 Euro an.

So verlockend ein Sommerurlaub in Griechenland klingt – die Metropole selbst verwandelt sich im Juli und August in eine gnadenlose Hölle. Im Sommer 2025 traf die Stadt eine Hitzewelle mit Temperaturen bis zu 42 Grad, was wirklich keinen Spaß mehr macht. Die Behörden mussten historische Sehenswürdigkeiten mehrfach nachmittags zwischen 12 und 17 Uhr schließen, weil Menschen auf dem glühend heißen Marmor zusammenbrachen. Wer dennoch im Hochsommer kommt, muss sich dem südländischen Rhythmus anpassen: früh morgens zu den Monumenten, mittags strikte Siesta im klimatisierten Zimmer oder ein Besuch kühler Museen, und erst bei Sonnenuntergang wieder raus auf die Straße. Im Winter dagegen ist die Stadt ein Traum für Geschichtsliebhaber, die das Flair ganz für sich haben möchten – auch wenn es die früheren Winterrabatte auf Eintrittsgelder nicht mehr gibt. Für die Besichtigung des Zentrums reichen zwei bis drei volle Tage gut aus; wer noch schwimmen oder Ausflüge machen möchte, plant besser mehr ein.

Wo übernachten in Athen, Griechenland

💡 Unterkunfts- und Erlebnistipp: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo die Stornobedingungen meist am besten sind. Tickets, Touren und Aktivitäten lohnt es sich über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.

Die Wahl des richtigen Viertels ist eine der wichtigsten Entscheidungen vor deiner Reise, denn die Stadt funktioniert nicht als kompaktes Ganzes. Athen ähnelt eher einem Flickenteppich verbundener Dörfer, von denen jedes eine völlig eigene Atmosphäre und ein ganz anderes Flair hat. Für den ersten Besuch empfehle ich, möglichst nah am historischen Zentrum zu übernachten, damit du die meisten antiken Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß erreichst und nicht ständig die überfüllte U-Bahn bemühen musst.

Wenn du klassische Romantik suchst und die bekanntesten Sehenswürdigkeiten quasi vor der Haustür haben möchtest, übernachte im malerischen Viertel Plaka. Hier findest du wunderschöne neoklassische Häuser, verwinkelte Gässchen und eine Fülle von Blumen. Sehr beliebt ist das charmante, familiengeführte Hotel Byron, das ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet, oder das etwas luxuriösere Phaedra Hotel, wo Zimmer schon ab etwa 120 € pro Nacht erhältlich sind. Wer sich echten Luxus gönnen möchte, sollte sich das neue Boutique-Hotel The Dolli anschauen, das einen Infinity-Pool auf dem Dach mit atemberaubendem Blick direkt auf den Parthenon hat. Frühzeitig buchen lohnt sich – die besten Zimmer sind Monate vor der Saison vergriffen.

Für einen ruhigeren Aufenthalt mit echtem Lokalflair empfehle ich das trendige Wohnviertel Koukaki. Es liegt direkt unterhalb des neuen Museums, hat deutlich weniger Touristentrubel und bietet die besten unabhängigen Cafés und Bäckereien der Stadt. Eine tolle Wahl dort ist zum Beispiel das moderne CITYLUXE Suites & Rooms. Wer hingegen das pulsierende Nachtleben sucht, findet rund um den Monastiraki-Platz das beliebte Plaka Hotel mit fantastischer Dachterrasse. Auf jeden Fall besser meiden: die Gegend rund um den Omonia-Platz, den Bahnhof Larissa und das Viertel Vathi – diese Bereiche gelten nach Einbruch der Dunkelheit als weniger sicher.

21 Tipps – was man in Athen, Griechenland sehen und tun kann

Lass uns gemeinsam das Beste entdecken, was die griechische Metropole zu bieten hat. Ich habe eine umfassende Liste zusammengestellt – von antiken Ruinen bis hin zu modernen kulinarischen Erlebnissen –, damit du deinen Reiseplan ganz nach deinem Geschmack zusammenstellen kannst.

1. Akropolis und der ikonische Parthenon

Das Wahrzeichen der Stadt, das man von fast jedem Dach aus sieht, ist ein absolutes Muss für jeden Besucher. Genau hier triffst du jedoch auf die harte Realität des modernen Massentourismus – eine gute Vorbereitung ist unerlässlich. Die Zeiten, in denen man einfach zur Kasse schlenderte und ein Ticket kaufte, sind nämlich unwiderruflich vorbei: Das griechische Kulturministerium hat ein striktes Tageslimit von 20.000 Besuchern und verpflichtende Zeitfenster für den Einlass eingeführt.

Das Ticket muss vorab online auf der offiziellen Website hhticket.gr gekauft werden, wobei du ein konkretes Eintrittsfenster mit einer Toleranz von nur 15 Minuten wählst. Wer seinen Slot verpasst, kommt leider nicht mehr rein – eine Rückerstattung gibt es nicht. Der Eintrittspreis beträgt ganzjährig 30 Euro für Erwachsene; alle Winterrabatte wurden 2026 endgültig abgeschafft. Oben erwartet dich dann der Parthenon – ein vollendeter Tempel der Weisheitsgöttin Athena, der trotz jahrhundertelanger Plünderungen und verheerender Explosionen noch immer atemberaubend ist.

💡 Lokaler Tipp: Buche gleich den ersten Einlass um 8:00 Uhr und kaufe Tickets mindestens fünf Tage im Voraus. Morgens ist die Luft noch angenehm, das Licht perfekt für Fotos – und vor allem vermeidest du die massiven Menschenmassen von den riesigen Kreuzfahrtschiffen, die ab etwa 10 Uhr zu strömen beginnen und fast die Hälfte aller Besucher ausmachen.

2. Das moderne Akropolis-Museum

Auch wenn du normalerweise kein Museumsgänger bist – dieses moderne Architekturjuwel solltest du dir auf keinen Fall entgehen lassen. Das Akropolis-Museum aus Beton und Glas wurde direkt unterhalb des heiligen Hügels errichtet und bietet einen faszinierenden Kontrast zu den antiken Ruinen. Schon der Eingang ist ein Erlebnis für sich: Du schreitest buchstäblich über einen Glasboden, direkt über sorgfältig freigelegten Ausgrabungen eines antiken Stadtviertels.

Im obersten Stockwerk, das klug parallel zum Parthenon ausgerichtet ist, siehst du die originalen Friese im natürlichen Tageslicht – ein Anblick von majestätischer Schönheit. Das absolute Highlight der riesigen Sammlung sind jedoch die Originale der berühmten Karyatiden, jener Skulpturen junger Frauen, die einst das Dach des Erechtheion-Tempels stützten. Fünf davon sind hier zu sehen; die sechste befindet sich leider nach wie vor im British Museum in London. Der Eintritt kostet in der Hochsaison 15 Euro, im Winter 10 Euro.

💡 Lokaler Tipp: Wer den Blick auf den heiligen Hügel ohne Gedränge genießen möchte, besucht das Dachcafé des Museums. Von dort hast du einen tollen Ausblick auf den Parthenon – und du kannst dorthin sogar ohne Eintrittskarte für die Ausstellung.

3. Plaka und die tückischen Restaurantfallen

Plaka ist das älteste und unbestreitbar fotogenischste Viertel der Stadt, das sich direkt am Fuß des heiligen Hügels erstreckt. Enge gepflasterte Gassen, wunderschöne neoklassische Fassaden und überall üppig blühende Bougainvilleen laden zum Fotografieren ein. Das Viertel ist ein riesiger Touristenmagnet, was naturgemäß gewisse Risiken mit sich bringt – lass dich also nicht ausnehmen.

Meid Lokale, vor denen ein Anwerber steht und dich um jeden Preis hineinlocken will – wirklich gute Tavernen brauchen das nicht. Ein weit verbreitetes Ärgernis ist der sogenannte „Bread Scam“: Der Kellner stellt dir automatisch einen Brotkorb und Flaschenwasser auf den Tisch, obwohl du nichts davon bestellt hast. Auf der Rechnung taucht dann ein Aufschlag von bis zu 3 Euro pro Person auf. Nach griechischem Recht ist das Berechnen von unbestelltem Brot seit 2013 illegal – also ruhig lächeln und den Korb zurückgeben. Achte außerdem immer darauf, dass das Restaurant draußen eine Speisekarte mit klar ausgewiesenen Preisen aushängt.

4. Das versteckte Dörfchen Anafiotika

Direkt oberhalb des touristischen Plaka schmiegt sich am Nordhang des Hügels ein kleines architektonisches Wunder, von dem viele Besucher gar nichts ahnen. Im 19. Jahrhundert bauten sich Arbeiter von der Insel Anafi hier Häuschen ganz im Stil der Kykladen, um sich an ihre ferne Heimat zu erinnern, als sie für den Bau des Königspalastes in die Hauptstadt kamen.

Strahlend weiße Wände, leuchtend blaue Türen und enge Durchgänge, in denen sich zwei Personen kaum aneinander vorbeischieben können – überall dösen gemächliche Katzen in der Sonne und vollenden die perfekte Inselatmosphäre. An diesem Ort vergisst du schnell, dass du mitten in einer Vier-Millionen-Metropole stehst, und fühlst dich eher wie auf Mykonos.

💡 Lokaler Tipp: Komm früh morgens für die besten Fotos ohne Touristenmassen. Bitte respektiere jedoch die Privatsphäre der Anwohner, die in diesen kleinen Häusern noch immer leben und den Trubel oft direkt unter ihrem Schlafzimmerfenster haben.

5. Antike Agora und der Hephaistos-Tempel

Wenn du vom Haupthügel herabgestiegen bist, steuere dein nächstes Ziel in das weitläufige Gelände darunter. Einst war das hier das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Herz der antiken Stadt – hier predigte Sokrates, hier bewegten sich die ersten Demokraten. Heute ist es ein überraschend grüner Park voller faszinierender Ruinen, wo man sich wunderbar vom Trubel der Straßen erholen und im Schatten der Bäume ausruhen kann.

Das prägende Wahrzeichen des gesamten Geländes ist zweifellos der Hephaistos-Tempel – einer der am besten erhaltenen antiken Tempel ganz Griechenlands, der im Schatten des berühmteren Parthenon oft zu Unrecht übersehen wird. Der separate Eintritt kostet 10 Euro.

💡 Lokaler Tipp: Das früher so beliebte staatliche Kombiticket für 30 Euro wurde im April 2025 abgeschafft! Wenn du mehrere Sehenswürdigkeiten auf einmal besuchen und Zeit bei der Warteschlange sparen möchtest, kaufe kommerzielle Kombipakete über Portale wie GetYourGuide – die liefern E-Tickets direkt aufs Handy, gültig für mehrere Tage im Voraus.

6. Monastiraki-Platz und Flohmarkt

Das Herz des Handels und des lebhaften Straßenlebens schlägt auf diesem geschäftigen Platz. Monastiraki ist der ideale Ort, um einfach mal in einem Café zu sitzen und das unglaubliche Treiben um sich herum zu beobachten. Der Platz bietet außerdem einen der schönsten Blicke auf die beleuchtete Akropolis – besonders dann, wenn die Dämmerung einsetzt und das Monument sich strahlend gegen den dunklen Himmel abhebt.

Bekannt ist die Gegend vor allem für ihren Flohmarkt, der hauptsächlich sonntags vormittags stattfindet. Hier bekommst du alles – von alten Münzen über Ledersandalen bis hin zu den kitschigsten Kühlschrankmagneten. In den angrenzenden Gassen, vor allem in der berühmten Mitropoleos-Straße, reihen sich Dutzende Stände, an denen Einheimische am liebsten traditionelles Streetfood kaufen. Der Duft von frischem Gebäck und Frittiertem liegt überall in der Luft – ein Halt beim Lokal Krinos für die besten Loukoumades (mit Honig und Zimt übergossene Krapfen) ist Pflicht.

7. Das alternative Viertel Psyri

Das benachbarte Viertel Psyri hat in den letzten Jahren eine bemerkenswerte Wandlung durchgemacht. Aus einem einst vernachlässigten, rauen Handwerkerviertel ist ein pulsierendes Zentrum für Alternativkultur und Nachtleben geworden, das die junge, lokale Szene anzieht. Alte Werkstätten sind Hipster-Cafés gewichen, und die Hauswände sind mit aufwendigem, farbenfrohem Street Art bedeckt.

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Lukáš und Lucie empfehlen
Wo man in Athen übernachten kann
6 Unterkünfte — Hotels, Wellnesshotels und weitere Übernachtungsmöglichkeiten
⭐ TOP WAHL 🏨 Hotel
Hotel Byron
Ein angenehmes Familienhotel im malerischen Viertel Plaka, das ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Es befindet sich in einer romantischen Gegend mit neoklassizistischen Häusern und gemütlichen Gassen.
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Phaedra Hotel
Ein etwas luxuriöseres Hotel in Plaka, wo Sie ein Zimmer ab etwa 120 Euro pro Nacht bekommen. Es befindet sich in einem wunderschönen historischen Viertel in der Nähe der wichtigsten Sehenswürdigkeiten.
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The Dolli
Ein neues Boutique-Luxushotel mit einem Infinity-Pool auf dem Dach und atemberaubendem Blick direkt auf den Parthenon. Ideal für diejenigen, die sich absoluten Luxus gönnen möchten.
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Moderne Unterkunft im trendigen Wohnviertel Koukaki, das direkt unterhalb des neuen Museums liegt. Eine ausgezeichnete Wahl für einen ruhigeren Aufenthalt mit einem Hauch von lokalem Leben und den besten unabhängigen Cafés in der Umgebung.
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Plaka Hotel
Ein beliebtes Hotel in der Nähe des Monastiraki-Platzes mit fantastischer Dachterrasse. Ideal für diejenigen, die sich nach einem lebhaften Nachtleben sehnen.
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10. Das Nationale Archäologische Museum

Auch wenn das Gebäude etwas abseits des historischen Zentrums liegt – es auszulassen wäre ein großer Fehler für alle, die sich auch nur ein bisschen für Geschichte interessieren. Der monumentale neoklassische Bau wirkt von außen vielleicht etwas altmodisch, birgt aber die bedeutendsten Schätze, die je auf griechischem Boden gefunden wurden. Plane mindestens zwei bis drei Stunden für den Rundgang ein – die Sammlung ist wirklich umfangreich. Eintritt in der Hochsaison: 12 Euro.

Das absolute Highlight ist die berühmte Totenmaske, von der der deutsche Archäologe Heinrich Schliemann fälschlicherweise glaubte, sie gehöre dem sagenhaften mykenischen König Agamemnon – tatsächlich ist sie noch einige Jahrhunderte älter. Außerdem findest du hier den faszinierenden Mechanismus von Antikythera, der oft als der erste analoge Computer der Weltgeschichte bezeichnet wird.

💡 Lokaler Tipp: Das Ministerium hat eine umfangreiche und kostspielige Renovierung des gesamten Museums beschlossen, für die das Gebäude in Zukunft für bis zu fünf Jahre schließen wird. Prüfe daher vor deiner Reise unbedingt auf der offiziellen Website, ob das Museum noch geöffnet ist.

11. Panoramablick vom Lykabettos-Hügel

Für den absolut besten Panoramablick über die Stadt musst du auf diesen markanten Hügel, der 277 Meter über das Stadtbild ragt. Du kannst entweder den ziemlich steilen Aufstieg durch den Kiefernwald zu Fuß wagen – bei dem du ordentlich ins Schwitzen gerätst – oder Kräfte sparen und die unterirdische Standseilbahn für 7 Euro (einfache Fahrt) nutzen. Die Bahn fährt ungefähr alle halbe Stunde und bringt dich in wenigen Minuten nach oben.

Oben erwartet dich eine kleine strahlend weiße Kirche des Heiligen Georg und ein Blick, der einem buchstäblich den Atem verschlägt. Das Panorama reicht über ein endloses Meer weißer Gebäude bis zum Hafen Piräus und dem glitzernden Ägäischen Meer. Der Sonnenuntergang von hier oben ist schlichtweg magisch – nur solltest du wissen, dass diese Idee sehr viele andere Reisende gleichzeitig haben.

💡 Lokaler Tipp: Wenn du die Standseilbahn nicht bezahlen möchtest – sie fährt ohnehin durch einen dunklen Tunnel ohne Ausblick –, nimm einfach ein Uber oder ein reguläres Taxi. Bis zum Parkplatz oben kostet die Fahrt etwa 5 Euro, was sich zu zweit oder in der Gruppe auf jeden Fall lohnt.

12. Kostenlos auf den Philopappos-Hügel

Wer eine ruhigere Alternative mit ebenso schöner Aussicht sucht – ohne das übliche Gedränge –, sollte diesen weitläufigen öffentlichen Park ansteuern. Der Hügel liegt auf nahezu gleicher Höhe wie die Akropolis auf der anderen Seite des Tals und bietet dir damit einen direkten Frontblick auf den Parthenon, der von hier wie auf einem Präsentierteller liegt. Der Eintritt ist völlig kostenlos, und der Park ist rund um die Uhr zugänglich.

Beim Sonnenuntergang kannst du wunderbar beobachten, wie der antike Marmor seine Farbe langsam von Gold über zartes Rosa bis zu sattem Bernstein wechselt. Der Aufstieg zum Denkmal auf dem Gipfel dauert angenehme 15 bis 20 Minuten auf befestigten Wegen.

💡 Lokaler Tipp: Festes Schuhwerk und ausreichend Wasser mitnehmen – oben gibt es keine Stände oder Verkäufer. Plane außerdem den Abstieg noch bei Tageslicht ein, denn die Wege sind nachts kaum beleuchtet und können dann etwas unheimlich wirken.

13. Das Marmor-Panathinaikon-Stadion

Dieses Bauwerk ist ein absolutes Weltunikat – beim Anblick bleibt einem die Luft weg. Es ist das einzige große Stadion der Welt, das vollständig aus weißem Marmor gebaut ist und in der Sonne buchstäblich leuchtet. Es entstand ursprünglich für die antiken Spiele und wurde Ende des 19. Jahrhunderts vollständig für die allerersten modernen Olympischen Spiele 1896 renoviert.

Du kannst auf der gleichen Laufbahn joggen wie einst die Olympioniken oder die steilen Stufen hinauf auf die obersten Marmortribünen steigen, von denen du eine herrliche Aussicht über das gesamte Gelände und ein Stück der Stadt hast. In den Gängen unter den Tribünen findest du außerdem eine sehenswerte Ausstellung aller Olympischen Fackeln der modernen Geschichte – ein tolles Erlebnis auch für Nicht-Sportfans. Eintritt: 12 Euro, Tickets nur an der Tageskasse – Warteschlangen gibt es hier glücklicherweise selten.

14. Syntagma-Platz und die Wachablösung

Der zentrale Platz ist das wichtigste Verkehrs- und politische Knotenpunkt der griechischen Metropole. Hier befindet sich das majestätische Parlamentsgebäude, und davor liegt das Grabmal des Unbekannten Soldaten. Das Hauptattraktion ist jedoch die traditionelle Wachablösung der Präsidentengarde – der sogenannten Evzonen –, die pünktlich jede volle Stunde stattfindet.

Die Soldaten tragen sehr spezifische historische Uniformen mit handgenähten Röcken und schweren Holzschuhen mit großen Pompons – das gesamte Outfit wiegt beachtliche zwanzig Kilogramm. Die größte und feierlichste Wachablösung findet jeden Sonntag um 11 Uhr mit Begleitung einer Blaskapelle statt. Gleich neben dem Parlament kannst du dem Großstadttrubel in den schönen und ruhigen Nationalgarten entfliehen: Im Schatten subtropischer Bäume erholt man sich hier völlig kostenlos, und sogar Schildkröten lassen sich an den kleinen Teichen in der Sonne beobachten.

15. Wo die Einheimischen leben: Koukaki und Exarchia

Interessiert dich das echte Leben der Einheimischen mehr als nur das Abklappern antiker Sehenswürdigkeiten mit Reiseführer? Dann geh südlich vom Zentrum ins beliebte Viertel Koukaki. Keine berühmten Ruinen, dafür baumgesäumte Fußgängerzonen, tolle Bäckereien und angesagte Cafés in der Drakou-Straße. Genau hier siehst du, wie Athener einen Eiskaffee (Freddo Espresso) entspannt drei Stunden lang nippen und dabei lebhaft diskutieren.

Am anderen Ende des gesellschaftlichen Spektrums liegt das Viertel Exarchia – traditionelle Hochburg von Studenten, Künstlern und gelegentlich wilden Anarchisten. Die Wände sind mit politischen Parolen bedeckt, und du findest hier die beste unabhängige Buch- und Musikszene der Stadt. Wer sonntags kommt, sollte den Bauernmarkt in der Kallidromiou-Straße nicht verpassen – hervorragende Oliven und frische Säfte. Das Viertel ist vielleicht nicht für jeden etwas, aber es hat eine rohe, absolut unverfälschte Energie.

16. Das Phänomen Koulouri und der Varvakios-Markt

Straßenessen füllt in dieser Stadt ein eigenes Kapitel, denn die Einheimischen lieben es, im Gehen zu essen. Morgens begegnet dir an jeder Ecke ein Glaswagen mit Koulouri – einfache Teigringe, reichlich mit Sesam bestreut. Außen herrlich knusprig, innen weich, kostet ein Stück nur etwa 50 Cent und ergibt zusammen mit dem Morgenkaffee den perfekten Start in den Tag.

Für das wahre kulinarische Abenteuer geht es in die zentrale Markthalle Varvakios. Die beste und lauteste Atmosphäre herrscht zwischen acht und elf Uhr vormittags, wenn Händler die Preise für frische Käse, Oliven und aromatische Gewürze laut ausrufen. Rund um die Markthalle findest du auch viele kleine und günstige Bistros, wo die Einheimischen essen. Nahe dem Omonia-Platz befindet sich außerdem das legendäre Milchlokal Stani, wo du fantastischen griechischen Joghurt mit Walnüssen und Honig bekommst – seit über achtzig Jahren nach derselben Rezeptur hergestellt.

17. Wo essen (Vegetarisches Paradies)

Die griechische Küche ist für Vegetarier unglaublich zugänglich – Hunger leidest du hier ganz sicher nicht. Wir können wärmstens das tolle Restaurant Avocado empfehlen, das zu den Pionieren der fleischfreien Küche in der Stadt gehört und unweit des Syntagma-Platzes liegt. Wer Lust auf modernen und gesunden Street Food hat, sollte unbedingt Mama Tierra ausprobieren, wo es ausgezeichnete Gemüse-Wraps und Falafel gibt.

Im Viertel Koukaki kehren wir gerne im beliebten Lokal Peas ein, das sich auf frische Salate und gesunde Bowls spezialisiert hat. In gewöhnlichen lokalen Tavernen kannst du bedenkenlos klassischen griechischen Salat, mit Reis gefüllte Weinblätter (Dolmades), gebackenen Käse Saganaki oder die hervorragende Bohnenpaste Fava bestellen. Wenn du siehst, wie Einheimische in der Mitropoleos-Straße Gyros und Souvlaki verschlingen, gönne dir lieber die fleischlose Spanakopita – ein traditioneller Blätterteig mit Spinat und Feta, der einfach göttlich schmeckt.

18. Rooftop-Bars mit Aussicht

Ein Abenddrink mit Blick auf den beleuchteten antiken Tempel gehört zu den allerbesten Erlebnissen einer Griechenland-Reise. Der bekannteste und meistfotografierte Klassiker ist die Bar A for Athens direkt am Monastiraki-Platz. Der Ausblick ist wirklich ikonisch und die Stadt liegt dir zu Füßen – allerdings musst du mit etwas höheren Cocktailpreisen von rund 15 Euro und gelegentlichem Kampf um einen freien Platz am Rand rechnen.

Wer etwas Authentischeres sucht, findet in einer unscheinbaren Seitengasse mit einem alten Fahrstuhl den großzügigen Bar Couleur Locale. Die Preise sind deutlich angenehmer, die Atmosphäre entspannter, und du hörst hier deutlich mehr Griechisch als Englisch. Der Blick auf das nächtliche Stadtpanorama ist fantastisch – für einen Drink zahlst du angenehme 8 bis 12 Euro. Eine tolle und ruhigere Alternative ist auch die Bar Retirè auf dem Dach des Ergon House Hotels, mit bequemen Liegestühlen und schöner Lichtdekoration.

19. Freiluftkinos unter dem Sternenhimmel

Filme unter dem offenen Himmel zu schauen ist für die Einheimischen eine geliebte Sommertradition, die du unbedingt mitnehmen solltest. Die Kinos öffnen etwa von Mai bis Ende September und bieten eine unvergleichliche romantische Atmosphäre. Das wohl bekannteste ist das historische Cine Thision, das seit 1935 ununterbrochen in Betrieb ist und eine großartige nostalgische Aura verströmt.

Als Bonus hast du neben der großen Leinwand einen freien Blick auf die majestätisch beleuchtete Akropolis, die sich direkt dahinter erhebt. Es laufen sowohl Klassiker als auch aktuelle Hollywoodfilme – immer in Originalsprache mit griechischen Untertiteln, also kein unerwünschter Synchronton. In der Filmpause kannst du dir am kleinen Schalter ein kaltes Bier oder einen Käsekuchen holen und den warmen Sommerabend genießen wie ein echter Athener. Eine weitere schöne Option ist das renovierte Cine Paris direkt im Viertel Plaka.

20. Athener Riviera und der Thermalsee Vouliagmeni

Die wenigsten ahnen, wie nah man vom heißen Stadtbeton zum herrlichen Baden kommt. Die sogenannte Athener Riviera erstreckt sich direkt südlich der Stadt und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln leicht erreichbar – zum Beispiel mit der Straßenbahn Linie 5 oder 6 direkt vom Syntagma-Platz. Ein absolutes Highlight ist der einzigartige Thermalsee Vouliagmeni, der in einer eingebrochenen Kalksteinhöhle liegt und von steilen Felswänden umgeben ist.

Das Wasser wird von unterirdischen Thermalquellen und dem nahen Meer gespeist und hält das ganze Jahr über eine angenehme Temperatur von etwa 24 Grad. Selbst im kühlen Januar ist hier Baden problemlos möglich. Als Bonus leben im See frei kleine Garra-Rufa-Fischchen, die eine natürliche Fußpflege übernehmen und sanft an deinen Fußsohlen knabbern. Der Eintritt ins Gelände kostet ca. 19 Euro; dafür erwarten dich gut gepflegte Anlagen, bequeme Liegestühle und ein Restaurant für einen entspannten Ganztagesausflug.

21. Tagesausflüge ab Athen: Kap Sounion und die Inseln

Athen ist eine ideale Ausgangsbasis für großartige Tagesausflüge in die Umgebung. Wenn du ein Auto mietest oder an einer organisierten Tour teilnimmst, fahre zum Kap Sounion. Auf einem steilen Felsen über dem Meer thront dort ein wunderschöner Tempel des Meeresgottes Poseidon, der sich etwa anderthalb Stunden von der Stadt entfernt befindet. Ich empfehle, etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang anzukommen – den Anblick der Feuerkugel, die zwischen den Säulen ins Meer versinkt, wirst du so schnell nicht vergessen. 💡 Lokaler Tipp: Um den großen Menschenmassen beim Sonnenuntergang zu entgehen, steh früher auf und komm stattdessen zum Sonnenaufgang – dann hast du den Ort fast für dich allein.

Dank der hervorragenden Verbindungen vom nahen Hafen Piräus bietet sich auch ein schneller Fährausflug zu den Saronischen Inseln an. Eine besonders tolle Wahl ist die Insel Hydra, wo striktes Motorfahrzeugverbot herrscht. Die Zeit läuft hier in einem völlig anderen Takt, und die Gässchen voller Esel gewinnen dein Herz im Handumdrehen. Wer mehr Geschichte möchte, kann auch mit dem Bus zum berühmten antiken Orakel nach Delphi fahren – die Fahrt dauert etwa drei Stunden.

Wohin weiter ab Athen

Wenn du die Sehenswürdigkeiten abgelaufen hast und das Stadtleben in vollen Zügen genossen hast, bietet Griechenland unendlich viele Möglichkeiten, um weiterzureisen. Wer sich nach klarem Wasser und weißen Stränden sehnt, findet in unserem Ratgeber Wohin in den Urlaub nach Griechenland jede Menge praktische Tipps.

Für Liebhaber der Inselromantik haben wir eine Übersicht der schönsten Inseln Griechenlands zusammengestellt. Von Athen aus kannst du nahtlos zu den berühmten Vulkaninseln weiterfliegen – darüber schreiben wir im Artikel Urlaub auf Santorini. Wer lieber Abwechslung und Berge mag, findet unsere Tipps im Artikel Urlaub auf Kreta. Vom Athener Flughafen aus kommst du auch günstig weiter – egal ob zur pulsierenden Mykonos oder zum historischen Thessaloniki. Und bevor du überhaupt das Haus verlässt, schau dir unbedingt unsere Packliste im Artikel Was mitnehmen in den Griechenland-Urlaub an.

Häufig gestellte Fragen

Was muss man in Athen unbedingt sehen?

Neben dem ikonischen Parthenon solltet ihr auf keinen Fall das moderne Akropolismuseum mit seinen gläsernen Fußböden verpassen, wo ihr die Originale berühmter Statuen bewundern könnt. Macht einen Abstecher zum antiken Hephaistos-Tempel in der Antiken Agora und lasst euch von der Atmosphäre auf dem sonntäglichen Flohmarkt in Monastiraki mitreißen. Für einen grandiosen Ausblick lohnt sich die Besteigung des Lykavittos-Hügels oder kostenlos des Filopappou-Hügels.

Wann ist die beste Reisezeit für Athen?

Das angenehmste Wetter erlebt ihr in den Frühlingsmonaten von April bis Mitte Juni sowie im Herbst im September und Oktober, wenn die Temperaturen auf erträgliche 20 bis 25 Grad sinken. Im Sommer herrschen in der Stadt extreme Hitzewellen und die historischen Sehenswürdigkeiten müssen aus Sicherheitsgründen oft über Mittag geschlossen werden.

Worauf sollte man in Athen achten?

Euer größter Feind werden geschickte Taschendiebe sein, vor allem in der blauen Metro-Linie 3 vom Flughafen, wo das Ticket 9 Euro kostet. In den Touristenrestaurants im Viertel Plaka achtet auf unbestelltes Brot auf dem Tisch, das euch in Rechnung gestellt wird, und bei Taxis besteht darauf, dass der Taxameter eingeschaltet wird – oder nutzt gleich die zuverlässigeren Apps Uber oder FreeNow.

Welche Ausflüge lohnen sich von Athen aus?

Am beliebtesten ist der Nachmittagsausflug zum Poseidon-Tempel am Kap Sounion, wo ihr einen wunderschönen Sonnenuntergang erleben könnt. Vom Hafen Piräus erreicht ihr mit der Schnellfähre in anderthalb Stunden die herrliche autofreie Insel Hydra, oder ihr fahrt mit dem Bus auf den Spuren der Geschichte zum Orakel von Delphi.

Was kostet der Eintritt zur Akropolis?

Das Ticket kostet ganzjährig 30 Euro für Erwachsene und im Jahr 2026 wurden die früheren Winterermäßigungen endgültig abgeschafft. Vergesst nicht, dass ihr das Ticket online mehrere Tage im Voraus kaufen und ein bestimmtes Zeitfenster auswählen müsst. Das staatliche Kombiticket für mehrere Sehenswürdigkeiten wurde zudem komplett abgeschafft.

Wie viele Tage braucht man für die Besichtigung?

Für die wichtigsten historischen Sehenswürdigkeiten, Museen und um die Atmosphäre in den engen Gassen der Plaka aufzusaugen, reichen euch zwei bis drei volle Tage völlig aus. Wenn ihr auch ans Meer an die Athener Riviera oder einen Tagesausflug auf die nahegelegenen Inseln plant, solltet ihr noch zwei weitere Tage einplanen.

Kann man in Athen im Meer baden?

Ja, direkt südlich der Stadt erstreckt sich die sogenannte Athener Riviera, die ihr bequem mit den öffentlichen Verkehrsmitteln vom Syntagma-Platz aus erreicht. Hier findet ihr gepflegte Strände in den Vierteln Glyfada oder Alimos und ein absolutes Highlight ist der Thermalsee Vouliagmeni mit ganzjährig warmem Wasser um die 24 Grad.

Welches Tier war das Symbol Athens?

Das Hauptsymbol der Stadt und der beliebten Göttin der Weisheit war seit der Antike die Eule, genauer gesagt der kleine Steinkauz. Ihre Abbildung findet ihr noch heute auf vielen erhaltenen antiken Münzen, traditionellen Souvenirs und sogar auf den modernen griechischen Ein-Euro-Münzen.

Tipps und Tricks für deinen Urlaub

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Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

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Kefalonia, Griechenland: 16 Tipps, was man sehen und tun kann

TL;DRKefalonia ist die größte der griechischen Ionischen Inseln und wartet mit 16 Ausflugstipps auf – vom Strand Myrtos über die unterirdische Höhle Melissani bis zum unberührten venezianischen Städtchen Fiskardo, das als einziges das Erdbeben von 1953 überstanden hat. Plan am besten 5 bis 7 Tage ein, idealerweise 10 bis 14 Tage. Der beste Reisemonat ist September, dann ist das Meer warm und es sind weniger Touristen unterwegs. Ein Direktflug dauert etwas über zwei Stunden, Flugtickets gibt es schon ab umgerechnet 3 680 Kč. Zu den Highlights zählt auch die morgendliche Beobachtung der Karettschildkröten im Hafen von Argostoli sowie ein Ausflug auf den Gipfel des Ainos in 1 628 Metern Höhe. Für die Erkundung der bergigen Insel ist ein Mietwagen absolut unverzichtbar.

Wenn du einen Sommerurlaub in Griechenland planst und die Kykladen zu trocken und überlaufen wirken, habe ich einen heißen Tipp für dich. Kefalonia Griechenland – die größte der Ionischen Inseln – überrascht schon bei der Landung damit, wie satt grün hier alles ist. Hohe Berge gehen fließend in tiefe Wälder über, die direkt ins Meer stürzen, das in unglaublich intensiven Türkis- und Tintenblautoenen schimmert.

Obwohl die Insel durch den Hollywood-Film „Corelli“ weltbekannt wurde, hat sie ihre entspannte und authentische Atmosphäre bis heute bewahrt. Dank der riesigen Fläche verteilen sich die Touristenströme ganz natürlich, sodass man sich selbst im Sommer nicht auf den Füßen steht. Du findest hier stille Bergdörfer, wilde Kiesbuchten und lange Sandstrände mit sehr flachem Einstieg.

Zusammenfassung

  • Fortbewegung auf der Insel: Kefalonia ist riesig und bergig – ein Mietwagen ist hier ein absolutes Muss, wenn du das Beste der Insel sehen möchtest.
  • Historische Spuren: Im August 1953 wurde die Insel von einem verheerenden Erdbeben der Stärke 7,2 erschüttert, das die meisten Dörfer dem Erdboden gleichmachte – einzige Ausnahme ist das unversehrt gebliebene Städtchen Fiskardo im Norden.
  • Berühmtester Strand: Die Bucht Myrtos gilt als fotogenischste ganz Griechenlands – aber Vorsicht vor tückischen Strömungen und dem sehr steil abfallenden Meeresgrund.
  • Naturwunder: Lass auf keinen Fall eine Bootsfahrt auf dem unterirdischen See in der Höhle Melissani aus, wo zur Mittagszeit magische Lichtstrahlen durch die Deckenöffnung fallen.
  • Morgendliche Show: Im Hafen der Inselhauptstadt Argostoli kannst du jeden Morgen kostenlos riesige Meeresschildkröten beobachten, die zu den Fischerbooten schwimmen.
  • Beste Reisezeit: Absolut bester Reisemonat ist September – die Sommermassen sind weg, die Preise sinken, aber das Meer ist noch herrlich warm.

Beste Reisezeit für Kefalonia

Kefalonia hat ein klassisches Mittelmeerklima, doch wegen der üppigen Vegetation ist die Luftfeuchtigkeit etwas höher als auf anderen griechischen Inseln. Die beste Reisezeit ist der Übergang von Mai auf Juni sowie der gesamte September, wenn die Temperaturen angenehme 27 bis 30 Grad erreichen und der Himmel wolkenlos strahlt. Die Frühlingsmonate locken mit leeren Straßen und einer herrlich blühenden Natur – das Meer ist nach dem Winter allerdings noch recht frisch und erfordert etwas Überwindung.

September und Anfang Oktober sind für die Ionischen Inseln generell die allerbeste Wahl: Das Meer hat nach dem ganzen Sommer angenehme 25 bis 26 Grad – wie eine aufgewärmte Badewanne. Den August hingegen solltest du besser meiden, denn dann strömen Italiener und Griechen selbst auf die Insel – sie platzt aus allen Nähten. Kefalonia verfügt nicht über so viele Hotels wie das benachbarte Zakynthos, daher sind die Kapazitäten im August hoffnungslos ausgebucht und die Unterkunftspreise verdoppeln sich oft gegenüber dem Frühsommer.

Im Juli und August klettern die Temperaturen zudem regelmäßig an die 40-Grad-Marke, was Wanderausflüge und Sehenswürdigkeiten ziemlich anstrengend macht. Entscheidest du dich trotzdem für die Hauptsaison, plane deinen Besuch der bekanntesten Strände am frühen Morgen, um der größten Hitze und Parkproblemen zu entgehen.

Ein großer Vorteil der Ionischen Inseln: Hier weht im Sommer kein gefürchteter Meltemi-Wind, der auf den östlichen Inseln lästig Sand aufwirbelt und Fähren aufhalten kann. Von Deutschland aus erreichst du Kefalonia bequem: Der Flug dauert etwa drei Stunden, und ab Frankfurt oder München gibt es direkte Charterflüge mit verschiedenen Veranstaltern – die Ticketpreise starten ab etwa 150 €. Außerhalb der Saison fliegst du mit Zwischenstopp in Athen, alternativ geht es auch per Fähre vom griechischen Festlandhafen Kyllini.

Wo übernachten auf Kefalonia

💡 Unterkunfts- und Erlebnistipp: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es in der Regel die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich, über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.

Denk im Voraus über deine Unterkunft nach, denn die Karte kann ganz schön täuschen – die Distanzen zwischen den Sehenswürdigkeiten sind für griechische Verhältnisse wirklich beträchtlich. Die kurvenreichen Bergstraßen verlängern jede Fahrt erheblich: Die Strecke von der Inselhauptstadt Argostoli bis ins nördliche Fiskardo dauert locker anderthalb Stunden. Für einen Erstbesuch und Familien mit Kindern ist die Gegend um Lassi ideal, nur ein paar Minuten vom Flughafen und der Hauptstadt entfernt. Hier findest du eine top Infrastruktur, viele gute Restaurants und vor allem die wunderschönen Sandstrände Makris Gialos und Platis Gialos mit sehr flachem Einstieg.

Wer eine Ruheoase sucht und bereit ist, etwas mehr für Luxus auszugeben, sollte sich das wunderschöne White Rocks Hotel direkt in Lassi ansehen – mit eigenem Privatstrand, atemberaubendem Meerblick und Doppelzimmern mit Frühstück ab etwa 300 € pro Nacht. Für Paare und Liebhaber langer Strandspaziergänge ist das Ferienort Skala im Südosten eine tolle Wahl mit deutlich ruhigerer Urlaubsatmosphäre – zum Beispiel im hervorragend bewerteten Aparthotel Blue Jasmine. Wer lieber Stadtleben und abendliche Promenadenspaziergänge mag, ist in Argostoli richtig – dort gibt es auch günstigere Unterkünfte wie die Blue Paradise Studios.

Eine sehr strategische Lage zum Erkunden der Insel bietet das Städtchen Sami an der Ostküste: Von hier aus bist du schnell bei beiden berühmten Höhlen und am Strand Antisamos, und auch ein Bootsausflug zur benachbarten Insel Ithaka ist von hier einfach zu organisieren. Angenehme Studios sind hier schon ab 70 € pro Nacht zu finden. Wer absolute Privatsphäre bevorzugt, sollte sich das stilvolle Ideales Resort in der Gegend von Trapezaki anschauen, das luxuriöse Villen mit eigenem Pool und großem Grill bietet.

Eine interessante und etwas günstigere Alternative ist die ruhigere Halbinsel Paliki im Westen – bedenke aber, dass du nach der Ankunft die lokale Fähre von Argostoli nach Lixouri nehmen musst, die zum Glück sehr häufig fährt und nur etwa zwanzig Minuten braucht. In der Gegend von Svoronata nahe dem Flughafen liegt das hervorragend bewertete Avithos Resort Hotel, das von Grün umgeben ist und nur einen kurzen Fußweg vom schönen Sandstrand Avithos entfernt liegt – perfekt für Familien mit kleinen Kindern, die eine entspannte Auszeit ohne lange Fahrten suchen.

16 Tipps, was man auf Kefalonia sehen und tun kann

Die Insel hat so viele wunderschöne Orte zu bieten, dass du in einem einzigen Urlaub kaum alles schaffst – du könntest locker einen ganzen Monat hier verbringen und würdest immer noch Neues entdecken. Ich habe die schönsten Highlights für dich zusammengestellt, egal ob du lieber am Strand liegst oder in die Berge möchtest.

1. Myrtos Beach

Myrtos ist der Strand, den du von allen Postkarten kennst – und live haut er dich trotzdem vom Hocker. Weiße Kieselsteine, eine steile Kalksteinwand, Wasser in leuchtendem Zyanblau, das auf Fotos fast unwirklich aussieht. Der riesige Halbmond aus gleißend weißen Kieseln liegt tief unter einer steilen Felswand, und die Serpentinenstraße hinunter ans Wasser ist lang und schmal – also wirklich vorsichtig fahren und Geduld mitbringen, denn man muss gelegentlich Bussen ausweichen.

Direkt am Strand gibt es einen kostenlosen Parkplatz, der in der Hochsaison allerdings schon vor zehn Uhr morgens hoffnungslos voll ist – also früh aufstehen! Oberhalb der Serpentinen befindet sich noch ein beliebter Aussichtspunkt, von dem aus du das berühmte Postkartenfoto schießen kannst, das du aus allen Reisekatalogen kennst.

💡 Tipp: Myrtos kann für Schwimmer tückisch sein und verlangt großen Respekt. Der Meeresgrund fällt schon nach wenigen Schritten steil ab, und es bilden sich oft starke Unterströmungen, selbst wenn der Rest der Insel völlig ruhig ist – siehst du größere Wellen, gehe lieber erst gar nicht ins Wasser. Vergiss gute Badeschuhe nicht, denn das Laufen über die aufgeheizten weißen Kiesel ist barfuß ziemlich schmerzhaft.

2. Assos

Auf einem schmalen Landstreifen einer malerischen, dicht bewaldeten Halbinsel schmiegt sich das kleine Dorf Assos, das ohne Übertreibung zu den romantischsten Orten auf ganz Kefalonia zählt. Die pastellfarbenen Häuschen im venezianischen Stil spiegeln sich wunderschön auf dem stillen Wasser der Bucht und laden geradezu zum stundenlangen Sitzen in einer der örtlichen Tavernen ein – am besten mit einem eisgekühlten Frappé in der Hand. Erwarte keine weißen Kykladenkulissen: Hier regieren Ockertöne, Rosa und Gelb.

Direkt über dem Dorf thront majestätisch die weitläufige Ruine der venezianischen Burg aus dem Jahr 1593, die die Inselbewohner einst vor Piraten und türkischen Angriffen schützen sollte. Ein schöner Wanderpfad führt vom Dorf zur Festung hinauf – du kannst entweder den kürzeren, steilen Weg über Felsen wählen oder die längere, sanftere Route auf der alten gepflasterten Straße, der Rundweg dauert etwa zwei Stunden.

Oben erwarten dich ein phänomenales Panorama über die Umgebung und das dunkelblau leuchtende Ionische Meer. Ich empfehle, den Trek gleich am frühen Morgen zu starten, solange die Sonne noch nicht so viel Kraft hat, denn der Weg führt größtenteils in der prallen Sonne, und der Aufstieg ist anstrengend. Das Parken im Dorf ist kostenlos auf dem großen öffentlichen Parkplatz gleich links beim Einfahren.

3. Fiskardo

Dieses unglaublich elegante Fischerstädtchen an der nördlichsten Spitze der Insel hat eine faszinierende Geschichte und eine ganz andere Atmosphäre als der Rest Kefaloniasillas. Als eines der wenigen Orte auf der Insel hat es nämlich das verheerende Erdbeben von 1953 nahezu unbeschadet überstanden und bewahrt bis heute seine ursprüngliche venezianische Architektur mit Fensterläden und Balkonen, über die violette Bougainvilleen ranken. Von Argostoli fährst du auf kurvenreichen Bergstraßen rund anderthalb Stunden hierher.

Heute gilt Fiskardo als eines der luxuriösesten und exklusivsten Urlaubsziele im gesamten Ionischen Meer, zu dem die Schickeria aus ganz Europa pilgert. Die Promenade wird von teuersten Privatjachten und bunten alten Fischerbooten gesäumt, und die engen Gassen sind voller Designerboutiquen und ausgezeichneter Restaurants mit perfektem Blick auf die bergige Nachbarinsel Ithaka.

Die meisten Besucher kommen leider zur Mittagszeit im Rahmen organisierter Bootstouren, daher ist es zwischen halb zwölf und halb drei nachmittags richtig voll. Komm lieber am späten Nachmittag, wenn sich die Gassen langsam leeren – oder mach einen kurzen Spaziergang zum nahe gelegenen alten venezianischen Leuchtturm aus dem 16. Jahrhundert, der auf einer Klippe hinter dem Hafen steht und wunderbare Ausblicke ohne Menschenmassen bietet.

4. Argostoli

Die Inselhauptstadt wurde nach dem verheerenden Erdbeben praktisch vollständig zerstört und neu aufgebaut – hier findest du keine romantischen verwinkelten Altstadtgassen, sondern breite Boulevards voller moderner Cafés und Geschäfte. Die Stadt hat dennoch eine sehr lebendige Atmosphäre, besonders abends, wenn sich die Einheimischen auf dem großen Hauptplatz Vallianou zu langen Gesprächen treffen und Kinder bis spät nachts herumlaufen. Entlang der Uferpromenade kann man gut parken, aber im Zentrum sind die Parkzonen gebührenpflichtig – rechne mit etwa 50 Cent pro Stunde.

Das absolute Highlight von Argostoli ist aber etwas ganz anderes – und viel Natürlicheres. Jeden Morgen zwischen etwa acht und zehn Uhr tauchen im seichten Hafen direkt bei den Fischerbooten bedrohte Meeresschildkröten der Art Caretta caretta auf, die hierherschwimmen, um die Fischabfälle zu fressen, die die Fischer ins Wasser werfen. So nah und kostenlos sieht man sie in freier Natur in Europa kaum woanders.

Mach unbedingt einen Spaziergang über die berühmte steinerne De-Bosset-Brücke von 1813, die die Koutavos-Lagune überquert, stolze 700 Meter lang ist und angeblich die längste Steinbrücke der Welt über Salzwasser darstellt. Etwa drei Kilometer vom Zentrum entfernt findest du den ikonischen weißen runden Leuchtturm Agios Theodoros mit zwanzig dorischen Säulen – ein äußerst beliebter Ort zum Sonnenuntergang beobachten.

5. Höhle Melissani

Dieses phänomenale geologische Wunderwerk in der Nähe des Hafens Karavomylos und der Stadt Sami darf in deinem Urlaub auf keinen Fall fehlen – auch wenn sich in der Saison Schlangen bilden. Es handelt sich um einen riesigen Felsspalt mit einem untergetauchten unterirdischen See, dessen Decke einst bei einem starken Erdbeben teilweise eingestürzt ist. Das Wasser des Sees wird kontinuierlich durch ein komplexes unterirdisches System aus Dolinen auf der gegenüberliegenden Seite der Insel bei Argostoli gespeist – das Wasser braucht ganze 15 Kilometer durch das Erdinnere, um hierher zu gelangen.

Bei deinem Besuch steigst du durch einen Tunnel zum Wasser hinunter, setzt dich in ein kleines Holzruderboot und der örtliche Fährmann fährt dich etwa zwanzig Minuten lang über das glasklar durchsichtige Wasser – mit Erklärungen. Eine Eintrittskarte für Erwachsene kostet 10 €, Kinder, Studenten und Senioren über 65 zahlen rund 5 € und Kinder bis sechs Jahre haben freien Eintritt. Die Höhle ist in der Regel von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet, letzter Einlass eine halbe Stunde vor Schließung.

💡 Tipp: Das Timing ist hier für ein perfektes Erlebnis absolut entscheidend. Die beste Zeit für den Besuch ist zwischen 11:30 und 14:00 Uhr, wenn die Sonne am höchsten steht und ihre Strahlen durch die Deckenöffnung direkt auf die Wasseroberfläche fallen. Das Wasser leuchtet dann so intensiv türkisfarben, dass die Boote auf Fotos zu schweben scheinen – und man sieht problemlos bis auf den steinigen Grund.

6. Höhle Drogarati

Nur eine kurze Autofahrt vom Melissani-See entfernt befindet sich ein weiterer faszinierenden Untergrundraum – die wunderschöne klassische Tropfsteinhöhle Drogarati. Eine recht lange Treppe führt hinunter, und gleich beim Abstieg begrüßt dich angenehme Kühle: Die Temperatur liegt das ganze Jahr über konstant bei etwa 18 Grad Celsius – eine wahre Wohltat im griechischen Sommerhitze und eine willkommene Abwechslung nach dem Mittagsglut. Auch diese Höhle hat in der Saison typischerweise von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Die Höhle ist riesig und beherbergt eine unglaubliche Anzahl an Stalaktiten und Stalagmiten in allen möglichen Formen und Farben, die man auf keinen Fall berühren darf. Dank ihrer speziellen Form hat der Hauptdom eine außergewöhnliche Akustik und wird als natürlicher Konzertsaal bezeichnet – tatsächlich finden dort gelegentlich öffentliche Konzerte statt.

Der Einzeleintritt kostet 6 € für Erwachsene und 3 € für Kinder, doch wenn du beide unterirdischen Naturwunder der Insel besuchen möchtest, lohnt sich das Kombiticket für 13 € – es gilt für einen Einzel-Eintritt in jede der beiden Höhlen am gleichen oder am folgenden Tag und du sparst ein paar Euro für das nächste Eis. ☺️

7. Antisamos

Diesen wunderschönen und äußerst fotogenen Strand findest du versteckt in einer tiefen Bucht, etwa vier Kilometer vom Hafen Sami an der Ostküste, umgeben von satt grünen, bewaldeten Hügeln, die steil bis ans Wasser reichen. Seine Schönheit entdeckten auch Hollywood-Filmemacher: Hier wurden die wichtigsten Szenen des berühmten Films „Corelli“ gedreht, als die Bucht als Kulisse für das große italienische Militärlager diente.

Der Strand ist mit feinen, leuchtendhell-weißen Kieseln bedeckt, und das Wasser ist absolut kristallklar – zusammen mit dem reichen Unterwasserleben an den felsigen Rändern macht das Antisamos zu einem der besten Schnorchelorte der ganzen Insel. Am Ufer reihen sich moderne Beach-Bars wie Acron oder Mojito, wo du köstliche Cocktails genießen und Liegestühle mit Sonnenschirm für den ganzen Tag mieten kannst.

Die Zufahrt ist problemlos und auch mit einem kleinen Auto gut machbar – es gibt genug Parkplätze. Angesichts der großen Beliebtheit solltest du allerdings wissen, dass die Preise für einen Liegestuhl-Set in der Saison zwischen 15 und 20 € liegen – alternativ sind Liegestühle kostenlos, wenn du einen Mindestumsatz an der Bar zwischen 30 und 45 € machst.

8. Skala und der Süden der Insel

Wenn du genug von Kieselsteinen hast und wieder Sand zwischen den Zehen spüren möchtest, fahr in den äußersten Süden der Insel zum beliebten Ferienort Skala. Der dortige, über drei Kilometer lange Strand trägt regelmäßig die EU-Blaue-Flagge für außergewöhnliche Sauberkeit und hervorragende Wasserqualität – perfekt für ein unbeschwertes Bad.

Dank des sehr flachen Meereseingangs und der ruhigen Wellen ist Skala eine traumhafte Destination für Familien mit kleinen Kindern, die sorglos im warmen, seichten Wasser plantschen können. Entlang des Strandes zieht sich eine angenehme Fußgängerzone mit kleinen Souvenirläden, traditionellen griechischen Tavernen und duftenden Cafés für einen gemütlichen Abendspaziergang. Wer Skala zu belebt findet, dem sei das ruhigere Nachbardorf Lourdas empfohlen, das einen ähnlich schönen und langen Strand bietet.

Neben entspanntem Baden lohnt sich ein kleiner historischer Ausflug: Direkt im Ferienort befinden sich frei zugängliche Ruinen eines antiken Tempels und Überreste einer luxuriösen römischen Villa mit wunderschön erhaltenen Originalmosaiken – durchaus einen kleinen Umweg auf dem Rückweg vom Strand wert.

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Wo man in Kefalonia übernachten kann
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9. Berg Ainos

Kefalonia ist längst nicht nur Meer und Baden: Das Herzstück der Insel wird vom gewaltigen Ainoss-Massiv dominiert, dessen höchster Gipfel Megas Soros stolze 1.628 Meter über dem Meeresspiegel aufragt. Das gesamte bewaldete Gebiet von 3.000 Hektar wurde zum einzigen Inselnationalpark Griechenlands erklärt, und ab etwa 600 Metern Höhe bedeckt die seltene endemische Kefalonia-Tanne die Hänge – ihr sehr dunkles Nadelwerk kontrastiert scharf mit dem hellen Kalkstein und verleiht dem Berg aus der Ferne ein geheimnisvolles Aussehen.

Mit dem Auto gelangt man recht bequem bis zum Sender auf dem Parkplatz kurz unterhalb des Gipfels, von wo aus mehrere gut markierte Wanderwege abzweigen – etwa die beliebte eineinhalb Stunden dauernde Runde ab dem Umweltzentrum. Oben ist es gut zehn Grad kühler als unten am Meer, sodass ein Ausflug im heißen August wie ein Geschenk des Himmels wirkt. Vergiss eine leichte Jacke nicht.

Mit etwas Glück und Geduld kannst du in den abgelegeneren Bereichen des Nationalparks Herden von halbwilden Ponys entdecken, die seit Jahrzehnten frei auf den südöstlichen Hängen umherstreifen und ein großes Highlight für Fotografen sind. Bei klarem Wetter bietet sich vom Gipfel ein atemberaubendes Panorama auf Zakynthos, Lefkada und das griechische Festland.

10. Kloster des Heiligen Gerasimos

Im wunderschönen Tal Omala, direkt am Fuß des majestätischen Ainos-Gebirges, findest du das wichtigste religiöse Zentrum der gesamten Insel. Dieser weitläufige, von außen prächtig verzierte Klosterkomplex ist dem Heiligen Gerasimos geweiht, dem meistverehrten Schutzpatron Kefaloniasillas, dessen mumifizierte Überreste bis heute mit größter Ehrfurcht in einem silbernen Sarkophag aufbewahrt werden. Die Einheimischen glauben, dass der Heilige die Insel auch während des verheerenden Erdbebens beschützte.

Der Klosterkomplex umfasst alte und neuere Gebäude mit beeindruckenden Fresken und goldenen Ikonen. Neben dem Hauptschiff der alten Kirche befindet sich sogar eine kleine, sehr enge unterirdische Höhle, in der der Heilige jahrelang bescheiden als Einsiedler lebte – man kann sie über eine sehr steile Metalltreppe besuchen, wenn man keine Platzangst hat.

Der Besuch des Klosters ist für alle kostenlos, aber vergiss angemessene Kleidung nicht: Bedeckte Schultern und Knie sind für Männer wie Frauen Pflicht. Die Atmosphäre hier ist unglaublich still und beruhigend – ideal für einen Moment der Stille mitten im oft geschäftigen und heißen Strandurlaub. Und der Ausflug lässt sich nahtlos mit einer Weinprobe gleich um die Ecke verbinden – was ehrlich gesagt eine ziemlich perfekte Kombination ist. ☺️

11. Weingut Robola

Wenn du das Tal Omala erkundest, wäre es eine echte Sünde, die berühmte örtliche Weingenossenschaft Robola Wine Cooperative zu verpassen, die nur wenige hundert Meter vom Kloster des Heiligen Gerasimos entfernt liegt. Das Aushängeschild hier ist die lokale Sorte Robola, ein hervorragender Weißwein, der fast ausschließlich auf den steilen Kalkstein-Terrassenhängen dieser Insel wächst und nirgendwo sonst in Griechenland so gut gedeiht. Es ist ein sehr trockener, frischer und stark mineralischer Wein mit feinen Zitrustönen, den Weinliebhaber lieben werden.

Das Weingut bietet eine frei zugängliche Ausstellung über die interessante Geschichte des Weinbaus auf der Insel und hat in der Hauptreisezeit (Mai bis Oktober) in der Regel täglich von neun Uhr morgens bis acht Uhr abends geöffnet. Der Blick in die Produktion und eine einfache Verkostung an der Theke ist meist kostenlos – ich empfehle aber, dir für etwas Besonderes Zeit zu nehmen.

Buche auf jeden Fall die geführte Sitzverkostung, die sehr günstige 12 € pro Person kostet. Dabei lässt man dir sechs verschiedene Weine probieren (darunter den berühmten Robola oder den süßen Mavrodaphne) und dazu gibt es ein reichhaltiges Brett mit mediterraner Bruschetta, lokalem Käse, getrocknetem Obst und Nüssen – das funktioniert zuverlässig auch als leichtes vegetarisches Mittagessen. 😅

12. Strand Xi

Fährst du mit dem Auto oder der Fähre auf die westliche Halbinsel Paliki, stößt du etwa acht Kilometer von der Stadt Lixouri entfernt auf einen Strand, der einem völlig anderen Kontinent zu entsprungen scheint. Der Strand Xi ist nämlich für seinen einzigartigen gelben bis ziegelroten Sand bekannt, der einen wunderschönen und extrem fotogenen Kontrast zum hellblauen Wasser des Ionischen Meers bildet. Statt weißer Klippen findet sich hier eine völlig andere Geologie.

Hinter dem Strand erheben sich hohe natürliche Felsen aus hellem Ton, dem die Einheimischen nachweislich wohltuende und heilende Wirkung auf die Haut zuschreiben. Daher sieht man hier oft Touristen jeden Alters, die den Ton mit Meerwasser anmischen und sich begeistert am ganzen Körper und im Gesicht damit einreiben – als hätten sie gerade eine Luxus-Spa-Behandlung unter freiem Himmel gebucht. 😁

Dank des unglaublich feinen Sandes, der Wellenlosigkeit und des sehr warmen, seichten Wassers, in das man dutzende Meter waten kann, ist Xi eine ausgesprochen beliebte Destination für Familien mit Kindern – daher ist es in der Hochsaison lebhaft und laut. Direkt am Strand gibt es bequeme Parkmöglichkeiten und mehrere angenehme Beach-Bars mit Liegeplatzservice.

13. Versteckte Strände Kefaloniasillas

Wenn dich überteuerte Sonnenschirme und Menschenmassen an den Instagram-berühmten Orten abschrecken, versteckt Kefalonia zum Glück viele einsame Buchten für abenteuerlustigere Naturen. Eines dieser verborgenen Juwelen ist der Strand Fteri, der mit seiner wilden Schönheit und den weißen Kieseln dem berühmten Myrtos locker das Wasser reichen kann – erreichbar ist er aber nur per Boot oder über einen sehr anspruchsvollen Fußmarsch steil bergab auf losem Schotter. Aus dem nahe gelegenen Dörfchen Zola fährt zum Glück ein reguläres Wassertaxi für rund 10 € hin und zurück – die sicherste Variante.

Ganz im Norden nahe Fiskardo liegt die völlig wilde Bucht Dafnoudi, zu der man etwa fünfzehn Minuten durch einen angenehm schattigen Wald laufen muss. Ein weiterer toller Geheimtipp ist die malerische Kiesbucht Emblisi, wo uralte Kiefern und Olivenbäume natürlichen Schatten direkt am Wasser spenden – hier kommt man also auch ohne eigenen Sonnenschirm aus.

💡 Tipp: Manchmal stößt man in Foren oder auf Pinterest auf Fotos vom atemberaubenden, abgelegenen Strand Platia Ammos an der Westküste der Halbinsel Paliki, der mit riesigen steilen Felswänden und absoluter Ruhe aufwarten kann. Aber Vorsicht: Die Zugangstreppen zu diesem Strand wurden durch ein jüngstes Erdbeben stark beschädigt, der Abstieg ist derzeit extrem gefährlich und offiziell verboten – schau dir die Pracht also lieber sicher vom Aussichtspunkt oben an.

14. Sami und Ausflug nach Ithaka

Das Hafenstädtchen Sami an der Ostküste hat eine schöne lange Promenade – und genau hier bauten die Filmemacher die riesigen hölzernen Kulissen des Vorkriegs-Argostoli für die Dreharbeiten zu „Corelli“, denn die echte Hauptstadt sah nach dem Erdbeben schon zu modern aus. Heute hat Sami eine sehr entspannte und lässige Atmosphäre, mit vielen hervorragenden Uferrestaurants, die fantastische vegetarische Mezze, lokale Käse und das gebackene Gemüsegericht Briam anbieten.

Sami ist auch der praktischste Ausgangspunkt für alle, die die sagenhafte Heimat des Königs Odysseus erkunden möchten. Von hier legen regelmäßig große und kleine Fähren zur Nachbarinsel Ithaka ab – die Überfahrt in den Hafen Piso Aetos dauert nur etwas mehr als eine Stunde und bietet herrliche Ausblicke auf beide Inseln.

Du kannst entweder die günstigere Linienfähre nehmen und die Insel eigenständig mit dem Auto erkunden, oder du buchst einen bequemen organisierten Tagesausflug mit Reiseführer, der dich je nach Schiffstyp, Route und Programm etwa 35 bis 65 € kostet. Ithaka ist kleiner, grüner und unglaublich ruhig – genau die Sorte Insel, auf der die Zeit stehenbleibt und man aufhört, aufs Handy zu schauen.

15. Bootsverleih ohne Führerschein

Kefalonia von der Küste aus zu erkunden ist wunderbar – aber die wildzerklüftete Küstenlinie vom eigenen kleinen Boot aus zu entdecken ist ein Erlebnis auf einer ganz anderen, freieren Ebene. In Griechenland gilt glücklicherweise eine großzügige Regelung: Für kleine Motorboote mit bis zu 30 PS brauchst du keinen Bootsführerschein, nur einen normalen Kfz-Führerschein und eine kurze, aber gründliche Sicherheitseinweisung im Hafen.

Zuverlässige Verleihstationen findest du in den meisten größeren Häfen – sehr beliebt und bewährt sind die in Fiskardo oder in Agia Efimia (z. B. Regina’s Boats) und natürlich auch in Sami (Kefalonia Compass). Mit so einem kleinen Boot kannst du dann völlig frei entlang der geschützten Küste kreuzen und in kleinen, einsamen Buchten anlegen und schwimmen, die mit dem Auto oder zu Fuß nie zu erreichen wären.

In der Hauptsaison solltest du das Boot unbedingt ein paar Tage im Voraus reservieren – gerne auch online von zu Hause aus, da der Andrang groß ist. Der Preis für einen Tagesverleih variiert je nach Ort, Bootsgröße und Monat, liegt aber grob zwischen 80 und 150 € zuzüglich verbrauchtem Benzin. Prüfe die genauen Konditionen vorher, oder schau dir Angebote für organisierte Ausflüge einfach auf GetYourGuide an.

16. Kourkoumelata und Metaxata

Wenn du sehen möchtest, wie die Insel vor dem verhängnisvollen August 1953 ausgesehen haben könnte, unternimm einen kurzen Ausflug ins Landesinnere südöstlich von Argostoli, kurz hinter dem Flughafen. Das Dörfchen Kourkoumelata wurde damals zwar ebenfalls dem Erdboden gleichgemacht, aber ein wohlhabender lokaler Reeder namens Vergottis ließ es komplett nach den ursprünglichen Bauplänen bis ins letzte Detail wieder aufbauen – und finanzierte das alles aus eigener Tasche.

Heute ist es dank ihm wohl das gepflegteste und schönste Dorf der gesamten Insel, mit herrlichen neoklassizistischen Häuschen, perfekt gestutzten, blühenden Gärten und eleganten sauberen Gassen ohne allgegenwärtige Stromkabel. Ein großer und sehr angenehmer Kontrast zur sonst rein funktionalen und modernen Bebauung des Rests der Insel.

Gleich nebenan liegt das winzige Dorf Metaxata, das wiederum eher Literatur- und Geschichtsliebhaber anzieht. Denn genau hier verbrachte im Jahr 1823 der berühmte englische Dichter Lord Byron mehrere Monate, bevor er von hier aus aufbrach, um auf dem griechischen Festland für die Unabhängigkeit zu kämpfen – ein würdiges Denkmal und eine Statue erinnern bis heute an seinen inspirativen Aufenthalt auf der Insel.

Wo isst man auf Kefalonia am besten

Die griechische Küche auf den Ionischen Inseln ist schlicht großartig, und Kefalonia macht da keine Ausnahme. Die hiesigen Tavernen schwören auf frische Zutaten – egal ob Fisch, Meeresfrüchte oder traditionelle Fleischgerichte, du wirst begeistert sein. Die Insel ist für ihren Fleischkuchen Kreatopita bekannt, der unbedingt probiert werden muss, ebenso wie die lokalen Kefalonia-Käse und Mandelsüßigkeiten.

Bei der Wahl des Lokals lohnt es sich, zu schauen, wo die Griechen selbst essen. Einen ausgezeichneten Ruf hat zum Beispiel die Taverne Captain’s Table direkt in Argostoli, wo hervorragender frischer Fisch und gegrillte Tintenfische auf den Tisch kommen. Bist du im Norden rund um Fiskardo, probiere das Restaurant Tassia, bekannt für exzellente Meeresfrüchte und einen traumhaften Blick auf den Hafen. In der Gegend von Lassi findet sich die beliebte Taverne Sto Psito, die nicht nur hervorragende traditionelle Gerichte serviert, sondern auch einen schönen Blick auf den Sonnenuntergang über dem Meer bietet. Vergiss nicht, jede Mahlzeit mit einem Glas gekühltem lokalem Robola-Wein abzurunden.

Wohin weiter von Kefalonia

Kefalonia ist ein hervorragender Ausgangspunkt zur Erkundung des gesamten Ionischen Meeres und des restlichen Griechenlands. Vom Hafen Fiskardo gelangt man per Fähre bequem zur benachbarten Lefkada, und im Südosten kann man auf ein Schiff Richtung Zakynthos steigen. Falls du noch nicht genau weißt, wohin du in diesem Jahr reisen möchtest, haben wir einen Reiseführer Wohin in Griechenland in den Urlaub zusammengestellt, in dem die beliebtesten Ziele verglichen werden.

Schau dir außerdem unsere Übersicht der Schönsten Inseln Griechenlands an, wo wir detailliert erläutern, welche Insel sich für Familien eignet und welche eher für Paare. Wenn dich weitere konkrete Ionische Inseln interessieren, haben wir einen Reiseführer zum Thema Urlaub Zakynthos oder detaillierte Tipps für Urlaub Korfu für dich.

Und falls du auch die südlicheren ägäischen Gebiete in Betracht ziehst, lohnt sich unbedingt der Artikel Urlaub Kreta, und für romantische Gemüter darf natürlich Urlaub Santorin nicht fehlen. Bevor du überhaupt anfängst, den Koffer zu packen, lies unsere praktische Liste Was man für den Griechenland-Urlaub einpacken sollte, damit du nichts Wichtiges vergisst.

Häufig gestellte Fragen

Wenn du zum ersten Mal nach Kefalonia reist, hast du wahrscheinlich viele praktische Fragen im Kopf. Wir haben die häufigsten für dich beantwortet, damit du deinen Griechenland-Urlaub völlig sorgenfrei planen kannst.

Was sollte man auf Kefalonia besichtigen?

Ein absolutes Muss ist der ikonische Strand Myrtos, die Melissani-Höhle mit ihrem unterirdischen See und das historische Städtchen Fiskardo im Norden, das als einziges das Erdbeben überstanden hat. Auf keinen Fall verpassen solltet ihr die Hauptstadt Argostoli, wo ihr morgens im Hafen die Meeresschildkröten Caretta caretta beobachten könnt. Empfehlenswert ist auch ein Ausflug in die Berge zum Nationalpark Ainos, wo wilde Pferde leben und seltene Tannen wachsen.

Welcher Teil von Kefalonia ist am schönsten?

Jeder Teil hat seinen eigenen Charme. Für Liebhaber von Grün und malerischen Dörfchen ist der Norden rund um Fiskardo und Assos am schönsten, wo ihr ursprüngliche venezianische Architektur findet. Wenn ihr feinen Sand und entspanntes Baden sucht, wird euch die Gegend um den Ferienort Skala im Süden am besten gefallen, der Strand Xi mit rotem Sand oder Lassi unweit vom Flughafen, das sich hervorragend als Ausgangspunkt für Ausflüge eignet.

Wann schlüpfen die Schildkröten auf Kefalonia?

Die Caretta caretta Schildkröten paaren sich im Frühling, und die Eiablage erfolgt meist von Mai bis Anfang August, hauptsächlich an den südlichen Stränden der Insel. Die kleinen Schildkrötenbabys schlüpfen dann nach etwa zwei Monaten aus den im Sand vergrabenen Eiern, sodass ihr die beste Chance habt, sie auf ihrem Weg ins Meer zu beobachten, wenn ihr Ende des Sommers kommt, von Mitte August bis Oktober. Ausgewachsene Schildkröten könnt ihr im Hafen von Argostoli das ganze Jahr über sehen.

Wie reist man nach Kefalonia?

Der schnellste und bequemste Weg ist ein Direktflug ab Prag mit Smartwings, der etwas über zwei Stunden dauert und bei dem ihr Tickets schon ab etwa 150 Euro bekommt. Eine weitere Möglichkeit außerhalb der Hauptsaison ist ein Flug mit Umstieg über Athen, oder ihr erreicht die Insel per Fähre vom Festlandhafen Kyllini nach Poros, wobei die Überfahrt etwa 13,50 Euro pro Person kostet.

Wohin kann man auf Kefalonia einen Ausflug machen?

Ein sehr beliebter Tagesausflug ist eine Bootsfahrt zur benachbarten grünen Insel Ithaka, wohin Schiffe vom Hafen Sami ablegen (der Ausflug kostet ca. 35 bis 65 Euro). Eine weitere tolle Möglichkeit ist, sich ein kleines Motorboot bis 30 PS ohne Bootsführerschein zu mieten und wilde versteckte Buchten zu entdecken, oder einen Ausflug ins Omala-Tal zu machen und den Besuch des Klosters des heiligen Gerasimos mit einer Verkostung des lokalen Robola-Weins zu verbinden.

Wie viele Tage sollte man auf Kefalonia verbringen?

Damit euer Urlaub nicht zu stressig wird und ihr ihn in Ruhe genießen könnt, sind fünf bis sieben Tage das absolute Minimum, denn die Fahrten über die Bergstraßen nehmen einiges an Zeit in Anspruch. Die Insel ist wirklich riesig, die Entfernungen sind trügerisch, also wenn ihr sowohl Strände als auch Höhlen sehen und euch dabei bei einem guten Kaffee entspannen möchtet, wären zehn bis vierzehn Tage ideal.

Ist Myrtos gefährlich?

Der Strand Myrtos ist wunderschön und unglaublich fotogen, erfordert aber Respekt. Der Meeresboden fällt hier schon nach wenigen Schritten sehr steil ab, und am Strand bilden sich oft starke und unberechenbare Meeresströmungen, die euch auch an Tagen überraschen können, an denen sich an anderen Stränden der Insel die Wasseroberfläche kaum bewegt. Beachtet immer die aktuellen Warnungen, überschätzt eure Kräfte nicht und geht vorsichtig ins Wasser.

Wo ist auf Kreta der rosa Strand?

Ein bisschen off-topic, aber wir helfen gerne weiter. Die berühmten Strände mit rosa Sand gibt es auf Kreta gleich zwei. Der bekannteste ist Elafonissi an der südwestlichen Spitze der Insel, und der zweite, nicht minder schöne, ist der Strand Balos im Nordwesten.

Tipps und Tricks für deinen Urlaub

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Lefkada, Griechenland: 15 Tipps – Was sehen und erleben

TL;DRLefkada ist die einzige griechische Insel, die man ohne Fähre erreicht – mit dem Auto. Der Flug zum Festlandflughafen Preveza (Aktio) dauert etwa 2 Stunden, von dort geht es über die kostenlose Schwimmbrücke in nur einer halben Stunde weiter zur Insel. Unter den 15 Tipps, was du dir ansehen und unternehmen kannst, findest du den ikonischen Strand Porto Katsiki, das schwerer zugängliche Egremni mit seit 2025 gesperrtem Landzugang, den familienfreundlichen Kathisma-Strand, das Dorf Agios Nikitas mit dem Strand Milos, die Hauptstadt Lefkada Town, die Dimosari-Wasserfälle, die Surferbucht Vassiliki sowie die Bergdörfer Karya und Eglouvi. Die beste Reisezeit ist Juni und September, wenn das Meer 24 bis 26 °C hat und weniger Touristen unterwegs sind.

Wenn dich Lefkada, Griechenland schon länger lockt und du eine griechische Insel mit karibisch blauem Meer suchst, dabei aber den endlosen Menschenmassen wie auf Santorin aus dem Weg gehen möchtest, wirst du hier restlos begeistert sein. Es ist ein kleines Paradies auf Erden mit einem riesigen, wirklich entscheidenden Vorteil: Lefkada ist die einzige griechische Insel, die du ohne Fähre mit dem Auto erreichst. Das Ionische Meer leuchtet hier in allen Türkistönen, Kalksteinfelsen stürzen steil ins Wasser und im Landesinneren warten verschlafene Bergdörfchen, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. ☺️

An der Westküste findest du die dramatischsten und fotogenischsten Strände ganz Griechenlands, während die Ostküste ruhige Buchten und perfekte Bedingungen für Familien mit Kindern bietet. Ob du am Strand faulenzen, Windsurfen gehen oder einfach durch alte Gässchen schlendern möchtest – am besten mit einem eiskalten Frappé in der Hand –, Lefkada hat für jeden etwas zu bieten. Wir haben einen ausführlichen Reiseführer für dich zusammengestellt, also lies weiter und verpasse nichts.

Zusammenfassung

  • Bekanntester Strand: Porto Katsiki ist ein absolutes Muss, aber komm spätestens um 10:30 Uhr, sonst findest du keinen Parkplatz mehr und drängst dich durch die Massen.
  • Achtung bei Egremni: Einer der schönsten Strände der Insel hat seit 2025 offiziell gesperrten Landzugang wegen Erdrutschen – du kommst nur noch per Ausflugsboot von Nidri oder Vassiliki dorthin.
  • Anreise: Geflogen wird zum Festlandsflughafen Preveza (Aktio), von wo du per Auto oder Bus in etwa einer halben Stunde über die kostenlose Schwimmbrücke auf die Insel gelangst.
  • Auto mieten: Ohne Auto oder Motorroller siehst du kaum etwas von der Insel, denn der öffentliche Nahverkehr ist ziemlich unzuverlässig und die schönsten abgelegenen Strände sind so nicht erreichbar.
  • Bootsausflüge: Vom Ferienort Nidri starten täglich Boote zu den Nachbarinseln Meganisi und Skorpios – das ist die perfekte Tagesaktivität, wenn du mal eine Pause vom Autofahren brauchst.
  • Wind für Surfer: Wenn du Windsurfen liebst, fahr direkt in den Süden in die Bucht von Vassiliki, wo der berühmte thermische Wind namens Eric zuverlässig bläst.

Wann nach Lefkada reisen

Die Frage nach der besten Reisezeit ist vielleicht wichtiger, als sie zunächst scheint – denn die Ionischen Inseln sind im Gegensatz zu den trockenen Kykladen überraschend grün und feucht, und das Klima spielt eine größere Rolle als erwartet. Die absolut besten Monate sind Juni und September: Du meidest die größten Menschenmassen, genießt fast leere Straßen und das Meer hat angenehme 24 bis 26 °C – ideale Bedingungen für einen ganzen Tag im Wasser. Ein großer Vorteil des gesamten Ionischen Meeres ist außerdem, dass hier im Sommer der gefürchtete Meltemi-Wind nicht wütet, der auf den östlichen Inseln Sand aufwirbelt und Bootsausflüge stören kann. 😉

Wenn du in der Hochsaison im Juli oder August reisen musst, rechne damit, dass Temperaturen von 35 °C keine Seltenheit sind und die umliegenden Wälder für eine recht hohe Luftfeuchtigkeit sorgen. Die Parkplätze an den bekanntesten Stränden sind schon vor dem Mittag überfüllt – dafür hat das Meer im August wunderbare 27 °C, sodass man kaum noch aus dem Wasser will. Die Frühjahrsmonat April und Mai sind dagegen ideal zum Wandern, Radfahren und Erkunden des Landesinneren, wenn die Insel wunderschön blüht und die lokalen Wasserfälle am meisten Wasser führen. Allerdings hat das Meer im Mai nur etwa 18 bis 21 °C – das schätzen wirklich nur besonders Abgehärtete. Der goldene Kompromiss ist Oktober: Es kann gelegentlich regnen, aber das Meer ist nach dem Sommer noch herrlich warm.

Wo auf Lefkada übernachten

💡 Unterkunfts- und Aktivitätstipp: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Touren und Aktivitäten lohnt es sich über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.

Die Wahl des richtigen Ortes auf Lefkada hängt stark davon ab, was du dir von deinem Urlaub erhoffst – denn Ost- und Westküste unterscheiden sich grundlegend. Die Ostküste rund um den Ferienort Nidri ist ideal für Familien mit Kindern: ruhigeres, flaches Meer, viele gute Tavernen und der wichtigste Ausgangspunkt für alle Bootsausflüge. Schau dir zum Beispiel die beliebten Cosmopol Studios an, die einen schönen Pool haben und nur fünf Autominuten vom Geschehen entfernt liegen, oder die luxuriöseren Anatoli Villas nahe dem Ferienort Nikiana mit herrlichem Meerblick.

Wer in erster Linie wegen der atemberaubenden wilden Strände mit karibischen Wasserfarben kommt, dem empfehle ich die Unterkunft an der Westküste – konkret im malerischen Fischerdörfchen Agios Nikitas. Es ist ein herrlich ruhiger Ort mit einer autofreien Fußgängerzone, von dem aus du schnell am berühmten Strand Kathisma oder am versteckten Strand Milos bist. Eine ausgezeichnete Wahl ist hier das traditionelle Familienhotel Nefeli Hotel. Wassersportler, Windsurfer und alle, die eine kosmopolitische Atmosphäre mögen, sollten die südliche Bucht Vassiliki wählen, wo das ausgezeichnete Grand Nefeli Hotel direkt am Surferstrand liegt. Wer kein typisches Ferienressort sucht, sondern historische Atmosphäre in einer ganzjährig lebendigen Stadt erleben möchte, ist in der Hauptstadt Lefkada Town bestens aufgehoben. Früh buchen lohnt sich wirklich: Die besten Apartments und Villen sind an beliebten Orten manchmal schon im Februar vergeben – also nicht lange zögern und gleich über Booking.com reservieren.

Wo auf Lefkada essen

In Griechenland zu sein und die lokalen Spezialitäten nicht zu kosten – das wäre wirklich eine Sünde. Die lefkadische Küche ist stark von der venezianischen Tradition beeinflusst, weshalb du neben dem klassischen Moussaka auch herrliche Fleischragouts und viele frische Meeresfrüchte findest. Das Essen hier schmeckt einfach nach Sonne und Leichtigkeit.

Die besten Tavernen, die sich lohnen

Wenn du an der Ostküste unterwegs bist, schau unbedingt in der Taverne Elena am Hafen in Nidri vorbei. Hier gibt es hervorragend zubereiteten frischen Fisch und Tzatziki mit dem gewissen Etwas. Im Westen, direkt über dem Strand Kathisma im Dorf Exanthia, empfehlen wir das Restaurant Rachi. Es ist oft voll, aber das Panorama beim Sonnenuntergang mit exzellentem Lammfleisch auf dem Teller macht das Warten mehr als wett. Und wenn du Lust auf etwas Ungewöhnliches in den Bergen hast, fahr ins Bergdörfchen Eglouvi zur Taverna To Steki – dort servieren sie die berühmteste Linsensuppe der ganzen Insel.

15 Tipps, was man auf Lefkada sehen und erleben kann

Was erwartet dich hier? Eine ganze Menge: von spektakulären Kalksteinklippen bis hin zu Bergdörfchen, in denen die Zeit stehen geblieben ist und die beste Linsensuppe Griechenlands serviert wird.

1. Porto Katsiki – der König aller Strände

Das ist genau der Ort, den du von den Titelseiten aller Reisekataloge kennst – und der dich live vollkommen überwältigen wird. Eine schneeweiße Kalksteinwand ragt direkt über dem strahlend türkisfarbenen Meer auf und bildet einen wunderschönen Halbmond aus feinem Sand und Kieselsteinen. Vom Parkplatz erreichst du das Wasser über knapp hundert Betonstufen – ein überraschend einfacher Abstieg, den auch Familien mit Kindern oder ältere Reisende problemlos bewältigen. Der Einstieg ins Wasser ist jedoch recht steil und es gibt oft stärkere Strömungen, also bitte kleine Kinder nicht aus den Augen lassen.

Einen Sonnenschirm und ausreichend Wasser solltest du unbedingt mitbringen. Liegen werden hier wegen herabfallender Steine gar nicht vermietet, und Schatten gibt es erst am Nachmittag, wenn die Sonne hinter dem Felsen verschwindet. Oben am Parkplatz gibt es zwar kleine Cafés mit Erfrischungen und atemberaubendem Ausblick, die Preise sind dort aber etwas höher. Wenn du den Strand in Ruhe genießen und schöne Fotos ohne hunderte anderer Menschen machen möchtest, komm morgens idealerweise bis 10:30 Uhr – danach füllt sich der Parkplatz gnadenlos.

💡 Tipp: Das Parken oben am Felsen ist kostenpflichtig und kostet je nach Tageszeit 5 bis 10 € pro Auto. Morgens werden 10 € fällig, nachmittags nach 15 Uhr sinkt der Preis auf die Hälfte. Das fotografisch beste Licht für das intensive Türkis des Wassers gibt es ungefähr zwischen 12 und 14 Uhr.

2. Egremni Beach und ihr schwieriger Zugang

Der Strand Egremni ist stolze zweieinhalb Kilometer lang, glänzt mit unglaublich goldenem Sand und gilt für viele als noch schöner und majestätischer als das bekanntere Porto Katsiki. Und der Weg dorthin? Eine regelrechte Drama-Serie: Erdbeben, neue Treppen, Erdrutsche, wieder gesperrt. Obwohl 2021 eine brandneue Metalltreppe mit über vierhundert Stufen gebaut wurde, war der Strand im Juni 2025 wegen starker Bodenbewegungen und Erdrutschgefahr erneut offiziell für den Landzugang gesperrt.

Kein Grund zur Verzweiflung, denn der komfortabelste und aktuell sicherste Weg führt per Bootsausflug dorthin. Von den Häfen in Nidri oder vom südlichen Ferienort Vassiliki starten täglich zahlreiche kleine und größere Ausflugsboote, die dich direkt zu diesem wunderschönen Strand bringen. Du kannst dort stundenlang im klarsten Wasser schwimmen – und sparst dir den erschöpfenden Aufstieg über vierhundert Stufen in der Nachmittagshitze zurück. 😅

💡 Tipp: Bevor du nach Lefkada aufbrichst, informiere dich immer über den aktuellen Zustand des Landzugangs zu Egremni, da sich die Situation je nach geologischen Gutachten und winterlichen Regenfällen laufend ändert. Der Bootsausflug ist die zuverlässige Alternative, die dich nie enttäuscht und dir jede Menge Nerven spart.

3. Strand Kathisma für Komfortliebhaber

Wenn du das karibisch blaue Wasser der Westküste willst, aber keine Lust hast, mit vollem Gepäck Dutzende Stufen zu klettern, ist Kathisma deine klare Wahl. Es ist der am besten ausgestattete und zugänglichste Strand der gesamten Westküste – du fährst bequem mit dem Auto auf einer breiten Straße dorthin und parkst nur wenige Meter vom Meer entfernt, sogar kostenlos direkt gegenüber dem Strand. Es erwartet dich ein langer Streifen aus grobem Sand gemischt mit feinen Kieselsteinen, gesäumt von modernen Strandbars mit ausgezeichneten Cocktails und entspannter Musik.

Du kannst dir hier bequeme Liegen mit Sonnenschirm für 10 bis 25 € pro Tag mieten – in der Sommerhitze absolut Gold wert. Kathisma hat eine tolle, leicht partybetonte Atmosphäre mit nachmittäglichen DJ-Sets, und wenn der richtige Wind weht, entstehen hier große Wellen, in denen man sich herrlich austoben kann. Wer Adrenalin liebt, wird außerdem begeistert sein: Kathisma ist das Hauptzentrum für Paragliding auf der Insel, wo Piloten von den umliegenden Hügeln starten und direkt vor den Augen der Strandgäste landen.

💡 Tipp: Bleib bis zum frühen Abend, denn der Sonnenuntergang am Kathisma-Strand ist ein absolut magisches Erlebnis. Bestell dir ein eiskaltes Frappé, setz dich in eine der Strandbars am Rand und genieß, wie die Sonne langsam im endlosen Ionischen Meer versinkt.

4. Das zauberhafte Agios Nikitas und der Strand Milos

Agios Nikitas ist das einzige Dörfchen, das direkt am Meer an der wilden Westküste liegt und dabei seinen unglaublich authentischen Fischercharakter bewahrt hat. Das gesamte Zentrum ist eine strikte Fußgängerzone ohne Autos, sodass du ungestört durch enge gepflasterte Gassen voller blühender Bougainvilleen schlendern, in einer Familientaverne einkehren und einen frischen griechischen Salat genießen kannst. Das Auto muss auf den Längsparks an der Hauptstraße oberhalb des Dorfes stehen bleiben – was in der Hochsaison eine Menge Geduld und Glück erfordert.

Von diesem Dörfchen aus erreichst du außerdem einen der schönsten verborgenen Strände der Insel: den Strand Milos. Du hast die Wahl: entweder ein etwa zwanzigminütiger Fußmarsch über einen bewaldeten Hügel mit rund siebzig Höhenmetern, oder die bequemere Variante. Vom Hauptstrand in Agios Nikitas fährt regelmäßig ein kleines Wassertaxi, das dich für 3 bis 5 € in weniger als zehn Minuten direkt an dieses unberührte Küstenstück bringt.

💡 Tipp: Der Strand Milos hat keinerlei Infrastruktur – weder Bars noch Liegen, also vergiss nicht, ausreichend zu trinken und etwas zu essen mitzunehmen. Über dem Strand stehen die Ruinen einer alten ikonischen Windmühle, nach der er seinen Namen trägt – und selbst im Hochsommer herrscht hier eine herrliche Ruhe.

5. Die Hauptstadt Lefkada Town und ihre bunten Häuser

Sobald du die kostenlose Schwimmbrücke vom Festland auf die Insel überquerst, empfängt dich die Hauptstadt Lefkada Town – und die lohnt deutlich mehr als nur eine schnelle Durchfahrt. Die Stadt hat eine sehr eigene Architektur mit venezianischem Einfluss: Nach einer Serie verheerender Erdbeben begannen die Einheimischen, die Obergeschosse ihrer Häuser mit Wellblech zu verkleiden und es in kräftigen Pastellfarben anzustreichen. Das wirkt unglaublich fröhlich und ist ein schönes Symbol des Trotzes gegen die Naturgewalten. Es entsteht ein einzigartiges Labyrinth enger Gassen, in dem man hervorragend lokale Souvenirs, Spitzen oder einheimischen Honig kaufen kann.

Abends erwacht die Stadt zu neuem Leben und die Promenade rund um die Marina füllt sich mit Einheimischen und Touristen, die an Luxusjachten vorbeibummeln. Spazier unbedingt über die ikonische Holzbrücke über der Lagune und schau in einem der vielen Cafés auf der Haupteinkaufsstraße Ioannou Mela vorbei. Du findest dort auch einige tolle traditionelle Bäckereien, wo du frische Spinat-Spanakopita oder Käse-Tiropita für den nächsten Strandausflug kaufen kannst.

💡 Tipp: Gleich am Stadteingang, noch vor der Brücke, steht die mittelalterliche Burg Agia Mavra, die einst die Insel vor Piraten schützte. Der Eintritt kostet nur 2 bis 3 € und ein Rundgang entlang der gut erhaltenen alten Mauern mit schönem Blick auf die gesamte Lagune lohnt sich auf jeden Fall.

6. Dimosari-Wasserfälle beim Ferienort Nidri

Wenn du genug von Salzwasser und praller Sonne hast, fahr ins Landesinnere zu den Dimosari-Wasserfällen, die nur etwa drei Kilometer vom belebten östlichen Ferienort Nidri entfernt liegen. Vom Parkplatz erwartet dich ein angenehmer, rund einen halben Kilometer langer Spaziergang durch eine schattige Schlucht entlang eines plätschernden Bachs. Der Weg ist gut ausgeschildert, du gehst die ganze Zeit im Schatten großer Bäume und auch kleinere Kinder meistern ihn problemlos – allerdings empfehle ich feste Schuhe statt Flipflops, da die glatten Steine ziemlich rutschig sein können.

Am Ende der Schlucht erwartet dich ein etwa fünfzehn Meter hoher Hauptwasserfall, der in ein kleines natürliches Becken stürzt. Das Wasser ist wunderschön klar, aber wirklich eisig und hat kaum je mehr als 18 °C – in der Sommerhitze wirkt das wie der beste Balsam der Welt. Schwimmen ist hier problemlos möglich, aber bereite dich auf einen ordentlichen Temperaturschock vor. 😁 Der Eintritt ist völlig kostenlos, und direkt beim Parkplatz gibt es ein sehr angenehmes Café unter Platanen.

💡 Tipp: In der Hauptsaison im Juli und August solltest du damit rechnen, dass der Wasserstand extrem sinkt und der Wasserfall manchmal fast ausgetrocknet ist. Die größte Wassermasse und das schönste Erlebnis gibt es im Frühling und Anfang Juni.

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7. Bootsausflüge zu den Inseln Meganisi und Skorpios

Der Hafen in Nidri ist das Zentrum aller Bootsausflüge – und eine ganztägige Fahrt zu den umliegenden ruhigen Inseln zu überspringen wäre wirklich schade. Die beliebteste Route führt zur Insel Skorpios, die der griechische Milliardär Aristoteles Onassis berühmt machte, der hier die Witwe des amerikanischen Präsidenten, Jackie Kennedy, heiratete. Die Insel selbst ist heute streng gesperrt, da sie sich in Privatbesitz befindet, aber die Boote umrunden sie aus nächster Nähe und legen oft zum Schwimmen direkt bei dem kleinen ikonischen Strand an, an dem das berühmte Paar badete.

Ein weiterer großer Stopp ist die zauberhafte Insel Meganisi, wo Boote in eine riesige Meereshöhle namens Papanikolis einfahren, die im Zweiten Weltkrieg als geheimes Versteck für ein griechisches U-Boot diente. Auf Meganisi verbringst du dann freie Zeit im traditionellen Fischerdorf Vathi, wo du ein tolles Mittagessen genießen oder einfach zwischen alten Steinhäusern schlendern kannst. Diese Ganztagesausflüge kosten bei größeren Booten üblicherweise zwischen 25 und 40 € pro Person, bei einem kleineren Boot für zwanzig Personen solltest du etwa 60 bis 70 € einplanen.

💡 Tipp: In der Hochsaison sind die Boote oft voll und die besten Abfahrtszeiten schnell ausgebucht – also reserviere deinen Ausflug am besten einige Tage im Voraus. Das geht bequem von zu Hause aus, zum Beispiel über die zuverlässige Plattform GetYourGuide.

8. Vassiliki und der berühmte Surfwind Eric

Ganz im Süden der Insel liegt die breite Bucht Vassiliki, die sich zu einer der besten Windsurfdestinationen ganz Europas zählt und sogar als Austragungsort für die Olympischen Spiele 2004 im Gespräch war. Vormittags liegt das Meer hier völlig ruhig wie ein Spiegel – das ist die ideale Zeit für Familien mit Kindern, Paddleboard-Anfänger oder alle, die die Grundlagen des Segelns erlernen möchten. Das Wasser ist hier lange flach und dank der geschützten Bucht wunderbar warm, was das Schwimmen besonders angenehm macht.

Gegen 14 Uhr ändert sich jedoch alles schlagartig, wenn der berühmte thermische Wind, den die Einheimischen liebevoll Eric nennen, über die umliegenden Berge fegt. Binnen weniger Minuten erwacht die Bucht zum Leben, der Wind erreicht 15 bis 25 Knoten und Hunderte bunter Segel erfahrener Windsurfer stürmen aufs Wasser. Die Atmosphäre in Vassiliki ist dank der Sportcommunity rund um den bekannten Club Vass ganz besonders: locker, international, und abends in den Tavernen am Hafen geht richtig was.

💡 Tipp: Auch wenn du mit Windsurfen nichts am Hut hast und dich niemand auf ein Brett bekäme – nachmittags in einer Strandbar zu sitzen und das faszinierende Treiben auf dem Wasser zu beobachten ist ein tolles Erlebnis für sich. Zahlreiche professionelle Schulen sind vor Ort, sodass du diesen Sport hier sicher ausprobieren kannst, wenn du Lust verspürst.

9. Kitesurfen und Windmühlen bei Agios Ioannis

Während der Süden der Insel ganz vom Windsurfen dominiert wird, ist die Nordküste unweit der Hauptstadt eine Pilgerstätte für Kitesurfer. Der lange offene Strand Agios Ioannis ist absolut ikonisch, denn er wird von drei alten historischen Windmühlen gesäumt, die dem ganzen Ort ein unglaublich romantisches Flair verleihen. Genau an diesen Steinmühlen orientieren sich Surfer beim Einstieg ins Wasser – eine wunderschöne Kulisse für Fotos.

Es ist ein offener Strand mit gröberem Sand und Kieselsteinen, auf den die Nordwinde ungebremst treffen – und zwar von Mai bis September täglich zuverlässig zwischen 14 und 20 Uhr. Wer den Adrenalinsport liebt, sich von einem Drachen über das Wasser ziehen zu lassen und riesige Sprünge zu machen, ist hier im siebten Himmel. Und selbst für normale Strandbesucher ist es ein toller Ort für einen Nachmittagsspaziergang: Dutzende bunter Drachen über dem dunkelblau schimmernden Meer ergeben ein beeindruckendes Bild.

💡 Tipp: Das Wasser fällt hier sehr schnell in die Tiefe, es gibt starke Strömungen und die Wellen können tückisch sein – zum normalen Baden und Schwimmen mit Kindern ist dieser Ort wirklich nicht geeignet. Überlasse ihn lieber den Sportlern und fahr mit der Familie an die weitaus ruhigere Ostküste.

10. Kap Lefkatas und Sapphos Sprung ins Unbekannte

Wer dramatische, sagenumwobene Orte mit antikem Flair liebt, muss unbedingt an die südwestlichste Spitze der Insel zum Kap Lefkatas fahren, das auf Karten auch als Kap Doukato bezeichnet wird. Hier erheben sich gewaltige weiße Klippen, die senkrecht ins aufgewühlte Meer stürzen, und am äußersten Ende des Felsens steht ein schöner alter Leuchtturm aus dem Jahr 1890 mit einer Feuerhöhe von sechzig Metern. Der Weg dorthin führt vom Dorf Athani über schmale Straßen hoch über dem Abgrund. Es ist wunderschön – aber ich empfehle, das Lenkrad festzuhalten und nicht so zu tun, als wäre das nichts.

Dieser Ort hat eine sehr starke Energie: Schon in der Antike stand hier ein Tempel des Gottes Apollo, und der Legende nach sprang die berühmte griechische Dichterin Sappho von hier in die Wellen – aus unerwiderter Liebe zu einem Fährmann namens Phaon. Daher wird dieser Ort bis heute „Sapphos Sprung“ genannt. In den Leuchtturm selbst kommt man zwar nicht hinein, aber du kannst auf den gepflegten Wanderwegen rund herum spazieren und den Blick auf das endlose tiefblaue Meer genießen.

💡 Tipp: Plane deine Route entlang der Westküste so, dass du am Leuchtturm kurz vor Sonnenuntergang ankommst. Es ist wohl der romantischste Ort der ganzen Insel, und die Sonne, die aus dieser Höhe direkt ins Ionische Meer taucht, ist schlicht atemberaubend.

11. Kloster Faneromeni mit Blick auf die Lagune

Das Kloster Panagia Faneromeni ist der wichtigste religiöse Ort der Insel und gilt als spiritueller Schutzpatron ganz Lefkadas. Es liegt auf einem bewaldeten Hügel nur etwa vier Kilometer von der Hauptstadt entfernt und ist das einzige noch aktive Kloster der Insel. Schon der Weg dorthin lohnt sich, denn nach und nach öffnen sich herrliche Ausblicke auf den Strand Agios Ioannis, die Lagune und die alten Windmühlen – alles auf einmal.

Das Klostergelände ist wunderschön gepflegt, voller großer Bäume und Blumen, und überraschend gibt es dort auch einen kleinen Zoo mit Vögeln, Pfauen und Rehen – was besonders Kinder begeistern wird. Drinnen kannst du in aller Ruhe die schöne Kirche mit der heiligen Ikone der Jungfrau Maria, ein Museum mit alten Manuskripten und wertvolle liturgische Gegenstände besichtigen. Es herrscht eine wunderbare Stille und Ruhe, die einen angenehmen Kontrast zu den lauten Stränden bildet. Der Eintritt zum gesamten Gelände und den Museen ist kostenlos.

💡 Tipp: Wie in jedem orthodoxen Kloster müssen Schultern und Knie bedeckt sein. Falls du im Strandoutfit oder mit kurzen Hosen ankommst, kein Problem – die Mönche verleihen am Eingang kostenlos lange Röcke und Tücher, damit du eintreten kannst.

12. Die Bergdörfer Karya und Eglouvi

Wenn dich die Strandwärme ermüdet, empfehle ich dir, ins Auto zu steigen und ins zentrale Gebirge der Insel zu fahren, wo es stets ein paar angenehme Grad kühler ist. Das Herzstück des Landesinneren ist das Dörfchen Karya auf 500 Metern Höhe, das für seine traditionelle lefkadische Stickerei und den speziellen Stich namens Karsaniko berühmt ist. Du kannst hier ein kleines Folkloremuseum besuchen und auf dem Hauptplatz unter jahrhundertealten Platanen bei einem ausgezeichneten Kaffee die echte Dorfatmosphäre aufsaugen.

Noch etwas weiter oben, auf 700 Metern Höhe, liegt das Dorf Eglouvi, das für den Anbau der besten Linsen ganz Griechenlands berühmt ist. Das lokale Hochplateau ist so einzigartig, dass es sogar auf der Liste der geschützten FAO-Gebiete steht. Bestell in einer der Tavernen unbedingt die traditionelle herzhafte Linsensuppe Fakes oder einen Linsensalat. Eine schlichte Sache – aber der Geschmack wird dich überraschen. Wenn du Anfang August kommst, genau am 6. August, kannst du sogar das große Linsenfestival mit Musik und Essen erleben. 😉

💡 Tipp: Neben den Linsen solltest du unbedingt die traditionelle Süßigkeit namens Ladopita probieren – ein köstlicher Kuchen aus Olivenöl, Mandeln, Sesam und Zimt. Lefkada ist außerdem bekannt für seine luftgetrocknete Salami mit feinem Knoblauchgeschmack, die die Einheimischen sich traditionell zum Abendwein gönnen.

13. Die fjordartige Bucht Sivota und Bootsvermietung

Die Bucht Sivota sieht aus, als hätte jemand sie versehentlich aus Norwegen hierher versetzt: schmal, tief und von grünen Hügeln umgeben – auf eine griechische Insel würde man hier im Leben nicht tippen. Diese Hänge fallen direkt ins blaue Wasser und der Hafen ist übersät mit Luxussegelbooten und Jachten, denn Sivota gilt als eines der am besten geschützten Naturankerplätze im gesamten Ionischen Meer. Die gesamte Promenade ist gesäumt von erstklassigen Tavernen, in die sich abends Seeleute aus aller Welt zum Abendessen zurückziehen.

Wenn du das Meer aus einer anderen Perspektive erleben und kleine verlassene Strände entdecken möchtest, die vom Land aus mit dem Auto schlicht nicht erreichbar sind, ist Sivota der ideale Ort, um ein kleines Motorboot zu mieten. Nach griechischem Recht darfst du nämlich ein Boot mit einem Motor bis zu 30 PS auch ohne Kapitänsschein fahren. Das Mieten eines kleineren Familienbootes für vier bis fünf Personen kostet hier etwa 50 bis 90 € für den ganzen Tag, zusätzlich zahlst du nur den tatsächlich verbrauchten Kraftstoff.

💡 Tipp: Die Verleihstation zeigt dir vor dem Ablegen alles ausführlich und bringt dir bei, wie du das Boot sicher handhabst. Pack Getränke in eine Kühlbox, schnapp dir die Schnorchelausrüstung und erkundige die verborgenen Buchten und Höhlen entlang der Südküste – ein absolutes Highlight und ein Gefühl unbeschreiblicher Freiheit!

14. Versteckte Strände: Gialos, Pefkoulia und Agiofili

Wer dem Trubel am Porto Katsiki entgehen möchte – Lefkada versteckt eine Fülle weniger bekannter Strände, die nicht weniger schön sind. Im Nordwesten liegt der riesige Strand Pefkoulia, wo sich duftende Kiefern bis ans türkisfarbene Wasser neigen – mit einem organisierten Teil mit Liegen und einem riesigen wilden Abschnitt, wo du absolute Ruhe hast. An der Südküste wiederum versteckt sich die wunderschöne Kieselbucht Agiofili, erreichbar entweder über einen Schotterweg mit 10 € Parkgebühr oder sehr bequem per Wassertaxi vom Ferienort Vassiliki.

Mein persönlicher Geheimtipp ist der wilde Strand Gialos im Südwesten, zu dem eine Straße mit zwölf scharfen Serpentinen führt. Es ist ein langer offener Streifen aus Sand und glatten Kieseln, der selbst im August herrlich leer ist, eine kleine gemütliche Taverne hat und ein absolut erstklassiger Ort zum Schnorcheln ohne Touristenmassen ist.

💡 Tipp: Sei besonders vorsichtig auf dem Weg zum wilden Strand Megali Petra beim Dorf Kalamitsi. Die Straße ist in einem schrecklichen Zustand, extrem schmal und sehr steil – Verleihfirmen warnen oft vor Überhitzung und Bremsversagen bei Rollern und Quads. Die Fahrt dorthin ist wirklich nur für sehr erfahrene Fahrer und auf eigene Gefahr.

15. Roadtrip aufs Festland: Parga und der Fluss Acheron

Das wissen die wenigsten, aber die Brücke aufs Festland eröffnet von Lefkada aus eine fantastische Möglichkeit: einen richtigen Roadtrip durch Nordwestgriechenland ganz ohne Fähre. Plan dir einen ganzen Tag ein und fahr nordwärts in den malerischen Ferienort Parga, der von der Insel aus in etwa einer Stunde Fahrt zu erreichen ist. Parga verzaubert sofort mit seinen bunten Häusern am Hang, einer alten venezianischen Festung und romantischen engen Gassen, die eher an die italienische Küste erinnern.

Auf dem Rückweg solltest du unbedingt an den mystischen Quellen des Flusses Acheron halten, von dem alte griechische Mythen behaupteten, er sei der Fluss der Toten, der direkt in die Unterwelt führe. Heute ist es ein wunderschönes Naturschutzgebiet, wo du durch eiskaltes Kristallwasser in einer tiefen schattigen Schlucht waten kannst – in der Sommerhitze eine absolut erfrischende und einzigartige Erfahrung. Du kannst dort auch Rafts mieten oder direkt im Flussbett reiten.

💡 Tipp: Erwäge auch einen Besuch der nahe gelegenen Bucht Amvrakikos bei der Stadt Preveza – ein riesiges geschütztes Feuchtgebiet, wo du auf einer Bootstour sehr häufig wilde Delfine beobachten kannst, ebenso wie riesige Schwärme seltener Pelikane in ihrer natürlichen Umgebung.

Wo geht es von Lefkada aus weiter

Dank der Brücke aufs Festland ist Lefkada ein idealer Ausgangspunkt für einen ausgedehnten Roadtrip durch Nordwestgriechenland. Wenn du ein eigenes oder gemietetes Auto und genug Zeit hast, kannst du nach der Erkundung der Insel weiterfahren – zum Beispiel zu den monumentalen Felsenklöstern der Meteora, was eine längere Fahrt ist, sich aber absolut lohnt. Wenn du noch nicht weißt, welche griechische Insel die richtige für dich ist, lies unseren Artikel Wohin in den Griechenland-Urlaub mit einem tollen Vergleich der Inseln.

Reizt dich eher Island Hopping? Von Lefkada aus kannst du leicht auf das benachbarte Kefalonia übersetzen, das eine ganz andere, viel bergigere Atmosphäre bietet. Für Inspiration schau dir unsere Auswahl der schönsten griechischen Inseln an, oder lies die ausführlichen Reiseführer zu den benachbarten Ionischen Inseln: Urlaub auf Zakynthos und Urlaub auf Korfu. Und bevor du mit dem Kofferpacken anfängst, wirf einen Blick auf unsere praktischen Tipps Was man für den Griechenland-Urlaub einpacken sollte, damit du nichts Wichtiges vergisst.

Häufig gestellte Fragen

Hast du noch offene Fragen vor der Reise? Hier haben wir die häufigsten Fragen rund um Lefkada zusammengefasst.

Was sollte man auf Lefkada sehen?

Die größte Attraktion sind die wilden Strände im Westen wie Porto Katsiki, Egremni und Kathisma, die karibisch blaues Wasser haben. Einen Besuch wert sind auch die Hauptstadt mit ihren bunten Häusern, das Kloster Faneromeni, die Dimosari-Wasserfälle bei Nidri und das traditionelle Bergdorf Eglouvi. Für Surfer ist die Bucht von Vassiliki im Süden der Insel ein absolutes Muss.

Wie lange dauert der Flug nach Lefkada?

Ein Direkt-Charterflug von Prag zum Flughafen Preveza/Aktio (PVK) dauert etwa 2 Stunden. Vom Flughafen gelangst du dann mit dem Auto oder Bus in etwa 30 bis 35 Minuten Fahrt über die kostenlose schwimmende Brücke auf die Insel. Geflogen wird überwiegend von Juni bis September.

Was für ein Meer gibt es auf Lefkada?

Die Westküste von Lefkada wird vom Ionischen Meer umspült, das hier für seine leuchtend türkise bis milchige Farbe berühmt ist, die durch den weißen Kalksteinuntergrund entsteht. Das Wasser ist hier wunderbar klar, aber im Westen gibt es oft Wellen und das Meer fällt schnell ab. Die Ostküste hat dagegen ein viel ruhigeres und flacheres Meer.

Wohin fliegen für Lefkada?

Lefkada hat keinen eigenen Flughafen direkt auf der Insel. Geflogen wird zum Festland-Flughafen Preveza, den du unter dem Code Aktio (PVK) findest. Von der Inselhauptstadt ist er nur knapp 25 Kilometer entfernt, sodass der Transfer über die kostenlose Brücke sehr schnell und problemlos ist.

Wo gibt es Strände mit weißem Sand?

Die berühmtesten Sandstrände, gemischt mit kleinen weißen Kieseln, findest du ausschließlich an der Westküste der Insel. Dazu gehören das ikonische Porto Katsiki, der schwerer erreichbare Strand Egremni, das hervorragend ausgestattete Kathisma und der versteckte Strand Milos unweit des Dörfchens Agios Nikitas.

Wann ist die beste Zeit für eine Reise nach Lefkada?

Die absolut beste Reisezeit sind die Monate Juni und September. Zu dieser Zeit ist das Meer bereits schön aufgewärmt (um die 24–26 °C), aber du entgehst der größten sengenden Hitze, die im Juli und August herrscht. Außerdem sind die Strände viel leerer und die Unterkünfte deutlich günstiger. EXCERPT: Mach dich auf, die einzige griechische Insel zu entdecken, die du mit dem Auto erreichst, und lass dich von karibisch türkisem Wasser, weißen Klippen und der Ruhe der Bergdörfer verzaubern.

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Petřín Prag: Kompletter Reiseführer (Aussichtsturm, Labyrinth, Seilbahn, Rosengarten)

TL;DRDer Petřín ist ein 327 Meter hoher Hügel im Zentrum von Prag mit dem Aussichtsturm (299 Stufen, Eintritt 220 Kronen), einem Spiegellabyrinth (Besuch dauert 15–20 Minuten), einer Standseilbahn (Fahrt über die Stationen Újezd und Nebozízek bis zur Bergstation, Ticket 60 Kronen) und einem Rosengarten mit über 8000 Rosenbüschen. Für die komplette Runde mit Aufstieg zum Turm, Labyrinth und Abstieg zu Fuß solltest du 3 bis 4 Stunden einplanen, mit Picknick gerne einen halben Tag. Am schönsten ist es Ende Oktober bis Anfang November, wenn Nebel und buntes Laub die Stimmung prägen, oder morgens gegen neun Uhr, wenn du den Warteschlangen entgehst. Neben den genannten Attraktionen lohnen sich auch die mittelalterliche Hungermauer, die Štefánik-Sternwarte und der Ausblick bei der Restaurant Nebozízek.

Petřín Prag – das ist eines der ikonischsten Ziele der tschechischen Hauptstadt und gleichzeitig das größte zusammenhängende Grüngebiet mitten im Stadtzentrum. Der Hügel erhebt sich über Malá Strana auf 327 Meter und bietet eine Kombination, die anderswo kaum zu finden ist: einen Aussichtsturm nach Vorbild des Eiffelturms, ein Spiegellabyrinth, eine Seilbahn, Rosengärten und die mittelalterliche Hungermauer. Und das alles nur wenige Gehminuten von der Karlsbrücke entfernt.

Petřín hat die erstaunliche Fähigkeit, seine Atmosphäre je nach Höhenlage und Jahreszeit völlig zu verändern. Unten am Újezd wirkt er wie ein belebter Stadtpark, doch sobald man zur Sternwarte hinaufsteigt, verstummt der Lärm der Straßenbahnen – man hört nur noch das Rascheln der Blätter und das leise Klingeln der Seilbahn.

Und er funktioniert für jeden ganz anders: Fotografen kommen für neblige Morgenstunden und Ausblicke auf die Dächer von Malá Strana, verliebte Paare für Sonnenuntergänge, Familien mit Kindern für das Labyrinth und die Seilbahn. In diesem Reiseführer findest du alles Wichtige: was auf Petřín wirklich einen Besuch wert ist, was es kostet und wie du lange Schlangen umgehst.

Zusammenfassung

Ich weiß, dass beim Reisen mit kleinen Kindern oder beim schnellen Wochenendplanen beim Morgenkaffee nicht immer Zeit ist, lange Texte zu wälzen. Deshalb habe ich die wichtigsten praktischen Infos direkt hierher an den Anfang gezogen – damit du das Wesentliche sofort zur Hand hast.

Du findest hier kurze Preisangaben, Öffnungszeiten und die schönsten Ecken. Und wenn dich ein Punkt näher interessiert, scrollst du einfach ein Stück nach unten in den jeweiligen Abschnitt.

  • Der Petřín-Aussichtsturm hat 299 Stufen – der Eintritt kostet 2026 regulär ca. 9 € (Aufzug gegen Aufpreis).
  • Die Seilbahn auf den Petřín akzeptiert keine gewöhnlichen Einzelfahrscheine (30 oder 90 Minuten); du brauchst ein Spezialticket für ca. 2,50 € oder eine 24-Stunden-Netzkarte.
  • Das Spiegellabyrinth ist ein idealer Stopp für Familien mit kleinen Kindern – der Rundgang dauert etwa 15 bis 20 Minuten.
  • Den besten kostenlosen Ausblick auf die Prager Burg findest du auf dem Weg von der Seilbahnstation Nebozízek in Richtung Strahover Kloster.
  • Die Štefánik-Sternwarte bietet bei klarem Wetter Sonnenbeobachtungen (Sonnenflecken, Protuberanzen) und abends Blicke auf Planeten und den Mond.
  • Der Rosengarten auf dem Gipfel des Hügels beherbergt über 8.000 Rosenbüsche und ist eines der ruhigsten Picknick-Plätzchen im Stadtzentrum.
  • Wer mit einem Kinderwagen unterwegs ist, sollte die Haupttreppe vom Újezd meiden und stattdessen den asphaltierten Weg vom Pohořelec entlang des Strahover Klosters nutzen.
  • Die Hungermauer ist kein bloßer Mythos aus dem Geschichtsunterricht – am beeindruckendsten wirkt sie im unteren Teil des Kinský-Gartens.
  • Das hölzerne Kirchlein St. Michael, das im Oktober 2020 abbrannte, erwacht langsam wieder zum Leben; die Umgebung hat eine eindringliche, melancholische Atmosphäre.
  • Ein frühmorgendlicher Besuch (gegen neun Uhr) erspart dir stundenlange Wartezeiten an der Seilbahn und an den Labyrinth-Kassen.

Wann lohnt sich ein Besuch auf dem Petřín?

Das hängt davon ab, was du dir von deinem Ausflug erhoffst. Der Hügel kann an ein und demselben Tag sowohl ein Paradies als auch ein touristisches Nadelöhr sein – manchmal liegt beides nur wenige Stunden auseinander. Während die Innenstadt konstant belebt ist, verhält sich Petřín etwas anders: Im April herrscht morgens fast vollkommene Stille, doch im Juli kann die Schlange an der Seilbahn um die Mittagszeit schon mal eine Stunde lang sein. Schau vor dem Aufbruch in die Wettervorhersage und überlege ehrlich, wie sehr dich Menschenmassen stören – alle wollen denselben Ausblick.

Frühlingsblüte und laue Sommerabende

Der Mai auf dem Petřín ist ein wahres Augenfest – aber du bist nicht der Einzige, der das weiß. Blühende Kirsch- und Apfelbäume im Seminářská-Garten ziehen Fotografen, verliebte Paare und Familien in Scharen an. Wenn du die Blütenpracht für dich haben möchtest, gehe im April oder an einem Werktag im Mai gegen sieben Uhr morgens dorthin.

Die Sommermonate laden zu langen Abenden ein. Im Juli und August ist es hier angenehmer als auf dem heißen Kopfsteinpflaster der Altstadt. Das dichte Blätterdach alter Eichen und Buchen funktioniert wie eine natürliche Klimaanlage – die Temperatur liegt hier oft mehrere Grad niedriger. Am schönsten ist es, eine Decke mitzunehmen und sich bei Sonnenuntergang ins Gras zu legen, wenn sich der Park angenehm leert.

Herbstliche Melancholie und winterliche Einsamkeit

Die allerbeste Reisezeit ist der Übergang von Oktober zu November. Goldrot gefärbte Blätter fallen von den Laubbäumen, die Luft duftet nach feuchter Erde, und Morgennebel wälzt sich träge über die Hungermauer. Das ist genau die richtige Zeit zum Fotografieren oder einfach für einen stillen Spaziergang mit einem Becher heißen Kaffees, während das gefallene Laub unter den Füßen raschelt.

Der Winter hat auf dem Petřín einen ganz eigenen, rauhen Charakter. Wenn Schnee fällt, verwandeln sich die Hänge in improvisierte Rodelstrecken, die Gärten sind nahezu leer und in den Berggasthäusern bekommt man problemlos einen Tisch ohne Reservierung. Der Aussichtsturm ragt in einen bleigrauen Himmel, und durch die kahlen Äste öffnen sich endlich Ausblicke, die im Rest des Jahres hinter einer Wand aus Laub verborgen bleiben.

Wo übernachten

Wenn du für ein Wochenende nach Prag kommst und nah am Zentrum sowie am Petřín wohnen möchtest, ist das The Julius Hotel am Senovážné náměstí eine ausgezeichnete Wahl. Es bietet geräumige Apartments mit separatem Schlafzimmer und voll ausgestatteter Küche – ideal besonders für Familien mit Kindern. Von dort kommst du ganz unkompliziert zum Petřín: Nur ein paar Minuten zur Straßenbahn an der Jindřišská, und die Linie 9 bringt dich direkt zur Haltestelle Újezd am Fuß des Hügels. Wer Komfort, Design und eine clevere Lage sucht, reserviert hier über Booking.com.

Das Hotel ist außerdem barrierefrei zugänglich und damit auch für Familien mit Kinderwagen geeignet. Und nach einem langen Tag voller Prager Hügel ist es ein echtes Vergnügen, in wirklichen Komfort zurückzukehren.

Was du auf dem Petřín sehen und erleben kannst

Petřín ist kein einzelner Park, sondern ein weitläufiges Geflecht aus Gärten, historischen Sehenswürdigkeiten und versteckten Aussichtspunkten, das sich von Malá Strana bis nach Strahov erstreckt – wobei jede Ecke ihre eigene Stimmung und Geschichte hat. Hier lässt sich leicht ein halber Tag verbringen, ohne denselben Ort zweimal zu betreten.

Ich habe dir eine Liste der Orte zusammengestellt, die meiner Meinung nach ein Muss sind. Natürlich wirst du mit einem Kleinkind oder bei einem romantischen Ausflug nicht alles auf einmal schaffen – aber du kannst zumindest das heraussuchen, was dich gerade am meisten anzieht.

Petřín-Aussichtsturm

Wenn man „Petřín“ sagt, denken die meisten sofort an dieses 65 Meter hohe Stahlgerippe. Es wurde 1891 anlässlich der Landesjubiläumsausstellung errichtet und ließ sich vom Pariser Eiffelturm inspirieren. Um ehrlich zu sein: Der Vergleich hinkt auf beiden Beinen, aber das nimmt dem Turm nichts von seinem Charme. Aus den Stahlplatten strömt Geschichte, und bei starkem Wind kann man oben spüren, wie sich die ganze Konstruktion leicht wiegt.

Nach oben führen 299 Stufen, die sich um einen Mittelschaft winden. Der Ausblick von der oberen Plattform ist objektiv einer der besten in Prag: Bei klarem Wetter sieht man das gesamte Prager Becken. Wer unter Höhenangst leidet, wird das offene Treppenhaus nicht unbedingt genießen – aber die Mühe lohnt sich. Tickets und aktuelle Infos findest du auf der offiziellen Website von Prague City Tourism.

  • Eintritt: ca. 9 € Erwachsene, ca. 6 € ermäßigt (Preise 2026).
  • Aufzug: Gegen Aufpreis von ca. 6 € verfügbar – ideal für Senioren oder Menschen mit eingeschränkter Mobilität (Kinderwagen passen nur zusammengeklappt und nach vorheriger Absprache in den Aufzug; besser unten lassen).
  • Öffnungszeiten: Ganzjährig; in der Hauptsaison (April–September) täglich von 9:00 bis 20:30 Uhr.
  • Anfahrt: Mit der Seilbahn bis Station Petřín, oder zu Fuß vom Pohořelec.

💡 Tipp: Vermeide den Aussichtsturm zwischen elf und drei Uhr nachmittags, wenn große Reisegruppen ankommen. Wer gleich um neun Uhr morgens da ist, hat Treppe und Aussichtsplattform fast für sich allein.

Spiegellabyrinth Petřín

Direkt neben dem Aussichtsturm steht ein Gebäude, das auf den ersten Blick wie eine kleine mittelalterliche Burg aussieht. Dabei handelt es sich um einen Pavillon, der ursprünglich auf dem Ausstellungsgelände in Holešovice stand und zwei Jahre später auf den Petřín versetzt wurde. Die Fassade ahmt das gotische Špička-Tor auf dem Prager Vyšehrad nach. Im Inneren erwartet dich ein System aus Spiegeln, das die Illusion endloser Gänge erzeugt.

Am Ende des Labyrinths erwartet dich ein riesiges Panoramadiorama, das den Kampf der Prager gegen die Schweden auf der Karlsbrücke im Jahr 1648 darstellt. Und im letzten Raum befindet sich eine Lachspiegelgalerie mit verzerrten Spiegeln. Für Erwachsene ist das eine Angelegenheit von zehn Minuten und mag vielleicht wie eine touristische Kitschattraktion wirken – für Kinder ist es aber ein faszinierender Ort. Sie können hier leicht eine halbe Stunde verbringen, denn Spiegel, die die Beine verlängern, hören einfach nicht auf, sie zu begeistern. Mehr Details gibt es auf der Website des Labyrinths.

  • Eintritt: ca. 5 € Erwachsene, ca. 3 € ermäßigt. Es gibt auch ein vorteilhaftes Kombiticket mit dem Aussichtsturm.
  • Öffnungszeiten: Gleich wie beim Aussichtsturm.
  • Anfahrt: Direkt neben der Endstation der Seilbahn.

💡 Tipp: Der Boden im Labyrinth ist oft ziemlich rutschig – besonders im Herbst oder Winter, wenn Besucher Feuchtigkeit von draußen reinbringen. Mit kleinen Kindern am besten die Hand halten, damit sie in der Begeisterung nicht gegen einen Spiegel laufen.

Seilbahn auf den Petřín

Das ist wohl das beliebteste Verkehrsmittel Prags, das nicht primär zum Pendeln dient. Die ursprüngliche Seilbahn von 1891 funktionierte nach dem Wasserballastprinzip: In den Tank des oberen Wagens wurde Wasser gefüllt, wodurch er schwerer wurde und den unteren Wagen hochzog. Heute ist sie natürlich elektrifiziert.

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Rosengarten und Květnice

Sobald du aus der Seilbahn steigst und Richtung Sternwarte gehst, stößt du auf den weitläufigen Rosengarten. Er wurde in den 1930er-Jahren angelegt und beherbergt heute über achttausend Rosenbüsche in den unterschiedlichsten Sorten. Ein Stück weiter liegt die intimere Květnice, ein eingezäunter Garten voller Stauden und Kräuter, der für die Öffentlichkeit nur zu bestimmten Stunden geöffnet ist.

Dieser Ort ist der absolute Ruhepol auf dem gesamten Petřín und ideal für ein Picknick. Einfach eine Decke einpacken, unten in Malá Strana – etwa in einem der Cafés nahe der Karlsbrücke – Sandwiches und Kaffee in einer Thermoskanne besorgen und für ein paar Stunden abschalten. Anders als die steilen Hänge unterhalb der Hungermauer ist dieses Hochplateau schön eben und mit reichlich Bänken ausgestattet.

  • Eintritt: Die Gärten sind frei und kostenlos zugänglich.
  • Öffnungszeiten: Der Rosengarten ist rund um die Uhr geöffnet; die Květnice hat in der Sommersaison begrenzte Öffnungszeiten (Tageslicht).
  • Anfahrt: Obere Seilbahnstation oder zu Fuß vom Strahover Kloster.

💡 Tipp: Am intensivsten duften die Rosen Mitte Juni nach einem Morgenregen. Wer einen Ort zum ruhigen Lesen sucht, geht bis ans Ende des Gartens nahe den Stadtmauern – dorthin verirren sich die meisten Touristen nicht.

Die Hungermauer

Wenn du vom anderen Moldauufer auf den Petřín blickst, fällt dir unweigerlich jene zinnenbewehrte Steinlinie auf, die den Hügel von oben nach unten durchzieht. Diese mächtige Befestigungsmauer ließ Karl IV. in den Jahren 1360 bis 1362 errichten. Der Name geht auf eine Legende zurück, der zufolge der Kaiser den Bau in Auftrag gab, um der Prager Armenbevölkerung während einer Hungersnot Arbeit und damit ein Einkommen zu verschaffen.

In Wirklichkeit war es ein rein strategischer Schritt zur Erweiterung der Stadtbefestigung, die Malá Strana vor Angriffen aus dem Westen schützen sollte. Die Mauer besteht aus lokalem Pläner und zieht sich noch heute über mehr als einen Kilometer. Entlang der Mauer verlaufen mehrere Wege und Durchgänge, durch die man zwischen den einzelnen Petřín-Gärten wechseln kann – eine wunderbar geheimnisvolle Atmosphäre.

  • Eintritt: Kostenlos, da es sich um eine frei zugängliche Anlage im Park handelt.
  • Anfahrt: Die Mauer zieht sich quer durch den ganzen Hügel; am besten erreichbar von der Station Nebozízek oder vom Kinský-Garten.

💡 Tipp: Wer die Mauer ohne störende moderne Bebauung im Hintergrund fotografieren möchte, findet den besten Winkel im unteren Teil des Kinský-Gartens nahe des Holzkirchlein. Hier wirkt die Mauer am mächtigsten, umgeben nur von alten Bäumen.

Das Holzkirchlein St. Michael

Dieser Ort hat eine sehr bewegte Geschichte. Die orthodoxe Blockbaukirche des Erzengels Michael stammte aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts und wurde 1929 als Geschenk an Prag aus der Karpatenukraine in den Kinský-Garten auf dem Petřín versetzt. Sie war ein unglaublich fotogenes Stück Volksarchitektur mit Schindeldach und drei Türmchen.

Leider brannte das Kirchlein im Oktober 2020 bis auf die Grundmauern nieder. Ein herber Verlust. Im Jahr 2026 erwacht der Ort nun langsam wieder zum Leben – es laufen Arbeiten an einer originalgetreuen Kopie. Auch wenn das ursprüngliche Bauwerk nicht mehr in voller Pracht dasteht, hat dieser Ort nach wie vor eine unglaublich eindringliche, fast melancholische Atmosphäre, die nur der Gesang der Vögel unterbricht.

  • Eintritt: Der Ort ist vom Weg aus frei zugänglich, der Innenbereich ist wegen der Rekonstruktion nicht betretbar.
  • Öffnungszeiten: Der Park ist jederzeit geöffnet.
  • Anfahrt: Zu Fuß vom Kinský-Platz (Straßenbahnhaltestelle Švandovo divadlo) steil bergauf.

💡 Tipp: Setz dich auf die Bank oberhalb des Kirchleins. Es ist einer der stillsten Orte in ganz Prag – kaum Stadtlärm dringt hierher, ideal für einen Moment der Besinnung oder Ruhe beim Aufstieg.

Aussichtspunkt und Restaurant Nebozízek

Nebozízek liegt genau in der Mitte des Hügels und ist ein strategischer Anlaufpunkt. Früher stand hier eine Weinkelter und ein Ausflugsgasthaus, das im 19. Jahrhundert die Prager Gesellschaft anzog. Heute befinden sich hier ein Restaurant und ein Hotel. Ehrlich gesagt: Die Preise im Restaurant spiegeln wider, dass du an einem der exklusivsten Aussichtspunkte Europas sitzt – für ein alltägliches Abendessen ist das also nichts.

Völlig kostenlos ist dafür die Aussichtsterrasse direkt unterhalb des Restaurants. Der Blick von hier ist womöglich noch besser als vom Aussichtsturm, weil man näher an der Stadt ist und die Details der Dächer von Malá Strana und die Fassaden der Ufergebäude besser erkennen kann. Wer zudem zur goldenen Abendstunde kommt, verliebt sich von neuem in Prag.

  • Eintritt: Der Aussichtspunkt ist kostenlos.
  • Anfahrt: Seilbahnstation Nebozízek oder zu Fuß auf dem Asphaltweg vom Újezd.

💡 Tipp: Wenn du hier nur einen Kaffee trinken möchtest, ohne Restaurantpreise zu zahlen: Ein Stück unterhalb von Nebozízek gibt es im Sommer oft kleine Imbissstände, wo du ein ordentliches Espresso to go bekommst und dich damit auf eine Mauer setzen kannst.

Wo essen auf dem Petřín

Beim Essen auf dem Petřín ist etwas Vorsicht geboten. Du befindest dich in einer der meistbesuchten Touristenlagen der Stadt – da gibt es jede Menge Stände mit überteuerten Trdelníks oder Würstchen im Brötchen. Dennoch lässt es sich hier durchaus gut essen, wenn du weißt, wo und was du erwarten kannst.

Die beste Strategie ist meiner Meinung nach entweder ein eigenes Picknick oder eine Reservierung in ausgewählten Lokalen, bei denen man zwar für den Ausblick mitbezahlt – aber es sich lohnt.

Petřínské Terasy

Dieses Restaurant liegt in einem Hang mitten im Seminářská-Garten und darf wohl das zauberhafteste Freiluftrestaurant Prags von sich behaupten. Wenn möglich, ergattern einen Tisch möglichst nah am Terrassenrand – von dort hat man einen unverstellten Blick auf die Prager Burg und die roten Dächer von Malá Strana.

Serviert wird traditionelle tschechische Küche; die Preise sind zwar höher, aber angesichts der Lage noch vertretbar. Vegetarier haben eine etwas eingeschränktere Auswahl, aber gegrillter Hermelín-Käse oder ein guter Salat helfen immer weiter. An einem Sommersamstag unbedingt im Voraus reservieren – sonst wird es nichts.

Eigenes Picknick aus Malá Strana

Wer Kinder dabei hat und sie nicht in den engen Gängen eines gehobenen Restaurants bändigen möchte, für den ist ein Picknick mit Abstand die beste Lösung. Einfach unten in Malá Strana in einem der Cafés nahe der Karlsbrücke guten Kaffee und ein paar belegte Brote kaufen.

Eine große Decke einpacken und ab in den Rosengarten oder in den Kinský-Garten. Die Kinder können im Gras toben, man selbst genießt die volle Freiheit – und ein Mittagessen mit Blick in die Wipfel jahrhundertealter Bäume hat einfach viel mehr Charme als ein steifes Restaurant.

Petřín mit Kindern (und Kinderwagen)

Mit einem Kinderwagen liest sich die Karte des Petřín ganz anders. Kopfsteinpflaster und enge Treppenschluchten, die ein Fußgänger kaum wahrnimmt, sind mit einem Kinderwagen schlichtweg nicht machbar. Wer mit Kinderwagen kommt, hat im Grunde zwei vernünftige Möglichkeiten, nach oben zu gelangen.

Die Seilbahn ist die erste Option – aber wie erwähnt: Schlangen einplanen, und das Personal kann bei vollem Wagen darum bitten, den Kinderwagen zusammenzuklappen. Die zweite, deutlich zuverlässigere Variante ist die Straßenbahn Linie 22 bis zur Haltestelle Pohořelec. Von dort führt ein schöner, leicht ansteigender Asphaltweg entlang des Strahover Klosters direkt zum Rosengarten. Den schaffst du auch mit einem schweren Sportkinderwagen, ohne oben außer Atem zu sein.

Für Kinder ist der Petřín ein absolutes Highlight. Neben dem Spiegellabyrinth empfehle ich den Kinderspielplatz im unteren Teil des Seminářská-Gartens nahe dem Restaurant Petřínské Terasy – er ist sicher eingezäunt und liegt im Schatten der Bäume. Ältere Kinder werden vom Blick durchs Teleskop in der Štefánik-Sternwarte begeistert sein. Achtung bei Rollern und Balance-Bikes: Einige Asphaltabfahrten Richtung Újezd sind sehr steil, und Kinder können dort gefährlich schnell werden.

Praktische Infos

Noch ein paar Dinge, die sich bewährt haben und dir eine stundenlange Suche nach einem Geldautomaten am Újezd ersparen.

  • ÖPNV und Anfahrt: Die häufigsten Einstiegspunkte sind die Straßenbahnhaltestelle Újezd (Linien 9, 12, 15, 20, 22) für den Weg von unten sowie Pohořelec (Linie 22) für einen flacheren Zugang von oben. Verbindungen findest du einfach auf der Website der Prager Verkehrsbetriebe.
  • Eintrittskarten: Aussichtsturm und Labyrinth werden von Prague City Tourism betrieben. Es lohnt sich, ein Kombiticket zu kaufen, das 2026 rund 20 % gegenüber dem Einzelkauf spart. Tickets können auch online im Voraus gekauft werden – so umgehst du die Schlange an der Kasse.
  • Seilbahn: Nicht vergessen: Ohne 24-Stunden-Ticket oder Dauerkarte musst du am Automaten an der Station ein Spezialticket für ca. 2,50 € kaufen. Kontrolleure prüfen hier sehr regelmäßig.
  • Toiletten: Öffentliche Toiletten findest du an der oberen Seilbahnstation (gegen eine kleine Gebühr), direkt im Turmgebäude und in den Restaurants entlang der Strecke.
  • Essen und Trinken: An der Spitze beim Aussichtsturm gibt es Stände mit Trdelník und überteuerten Würstchen. Besser ist es, sich unten in der Stadt mit Proviant einzudecken oder erst nach dem Spaziergang in Malá Strana ordentlich essen zu gehen.

Wohin als Nächstes

Wenn du den Petřín durchstreift hast und weißt, wo es in Prag als Nächstes hingehen soll, habe ich noch weitere erprobte Tipps für dich.

Es lohnt sich, belebte historische Sehenswürdigkeiten im Zentrum mit ruhigeren Parks abzuwechseln – so werden die Spaziergänge weder für dich noch für die Kinder langweilig. Hier sind meine weiteren Lieblingsführer:

Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert ein Besuch des Petřín?

Wenn du mit der Standseilbahn hochfahren, auf den Aussichtsturm steigen, durch das Spiegellabyrinth gehen und zu Fuß wieder hinunterlaufen möchtest, plane mindestens 3 bis 4 Stunden ein. Wenn du bei einem Picknick im Rosengarten verweilst, verbringst du hier ruhig einen halben Tag.

Gilt für die Petřín-Standseilbahn ein normales Ticket?

Nein, ein normales 30- oder 90-Minuten-Ticket gilt hier nicht. Ihr braucht ein spezielles Ticket für etwa 2 Euro. Wenn ihr aber ein 24-Stunden-, 72-Stunden-Ticket oder eine Zeitkarte (Lítačka) habt, gilt diese auch für die Standseilbahn.

Kann man mit dem Auto auf den Petřín fahren?

Nein, der gesamte Petřín ist eine Park- und Fußgängerzone. Mit dem Auto kommt ihr maximal bis Pohořelec oder Strahov, wo ihr in gebührenpflichtigen Zonen parken und den Rest zu Fuß gehen könnt.

Ist der Aussichtsturm auch im Winter geöffnet?

Ja, der Aussichtsturm auf dem Petřín ist ganzjährig geöffnet. In den Wintermonaten hat er allerdings verkürzte Öffnungszeiten und schließt meist schon gegen 18:00 Uhr.

Schaffe ich den Aufstieg auf den Turm, wenn ich nicht so fit bin?

299 Stufen sind schon eine ganze Menge, aber das Treppenhaus ist breit und in den Ecken gibt es kleine Ruheplätze, wo ihr anhalten und verschnaufen könnt. Gegen einen Aufpreis von etwa 6 Euro könnt ihr auch den Aufzug nutzen.

Ist das Spiegellabyrinth für Menschen mit Klaustrophobie geeignet?

Die Spiegelgänge selbst können beengend und verwirrend wirken, besonders wenn viele Leute drin sind. Wenn ihr geschlossene und unübersichtliche Räume nicht vertragt, lasst diese Attraktion lieber aus, auch wenn die Route selbst sehr kurz ist.

Wo finde ich den besten Platz für ein Picknick?

Eindeutig im Rosengarten auf der Hochebene oder im Seminargarten unterhalb des Restaurants Petřínské terasy, wo es sanftere Hänge und einen wunderschönen Blick auf die Altstadt gibt.

Ist der Petřín auch nachts sicher?

Ja, die Hauptwege sind öffentlich beleuchtet und der Park ist nachts relativ ruhig und sicher. Trotzdem empfehle ich euch, auf den beleuchteten Wegen zu bleiben und abgelegene dunkle Ecken an den Hängen zu meiden.

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Big Bend National Park, Texas: 15 Tipps – Was du sehen und erleben musst

TL;DRDer Big Bend National Park im Südwesten von Texas, direkt an der Grenze zu Mexiko, liefert 15 Tipps für Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten – von der Santa Elena Canyon und heißen Quellen am Rio Grande bis zum Lost Mine Trail, Window Trail und dem dunkelsten Nachthimmel aller Nationalparks in den USA. Die beste Reisezeit ist Oktober bis April. Plan mindestens 3 Tage ein, ideal sind 4 bis 5 Tage. Der Eintritt kostet 30 USD pro Auto für 7 Tage, die nächste größere Stadt ist Alpine, rund 100 Meilen entfernt. Übernachten kannst du direkt im Park in der Chisos Mountains Lodge oder auf einem Campingplatz, alternativ in den umliegenden Orten Terlingua und Study Butte, von wo aus auch ein Ausflug ins mexikanische Dorf Boquillas möglich ist.

Wenn jemand „Texas“ sagt, denken die meisten an Cowboys, Steakhäuser und Dallas. Vielleicht noch an Austin mit seiner lebendigen Musikszene. Aber nur wenige haben eine der abgelegensten und wildesten Landschaften ganz Amerikas vor Augen – den Big Bend National Park in Texas. Dabei kann dieser Winkel des Lone Star State Besucher auf eine Weise treffen, die kaum jemand erwartet.

Stell dir das vor: Du stehst am Rand eines Canyons, unter dir fließt der Rio Grande, auf der anderen Seite des Flusses liegt Mexiko, und um dich herum herrscht absolute Stille – keine Menschen, keine Autos, kein Handysignal. Nur Wind, Kakteen und ab und zu ein Roadrunner (ja, der aus dem Zeichentrick – aber in echt ist er kleiner und macht kein „Beep Beep“). Und dann kommt die Nacht, du hebst den Kopf – und über dir leuchten mehr Sterne, als du jemals gesehen hast. Der Big Bend National Park besitzt den dunkelsten Nachthimmel aller US-Nationalparks. Das ist kein Marketingspruch, das ist eine belegte Tatsache – und ein Erlebnis, das den meisten Besuchern Gänsehaut bereitet.

Der Park ist riesig – flächenmäßig etwa so groß wie das Saarland und Rheinland-Pfalz zusammen – und dennoch besucht ihn nur ein Bruchteil der Menschen, die nach Yellowstone oder zum Grand Canyon reisen. Genau darin liegt sein größter Zauber. Keine Warteschlangen, keine Massen, nur du und diese endlose texanische Wildnis.

In diesem Artikel findest du einen kompletten Reiseführer zum Big Bend National Park – 15 Tipps, was du sehen und erleben musst, wo du übernachtest, wann du am besten reist, was es kostet und jede Menge praktische Ratschläge, damit du bestens vorbereitet bist. Los geht’s.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen

  • Big Bend National Park liegt im Südwesten von Texas direkt an der Grenze zu Mexiko. Die nächste größere Stadt ist Alpine (ca. 160 km entfernt), aber der Park liegt wirklich mitten im Nirgendwo – und genau das macht seinen Reiz aus.
  • Beste Reisezeit ist von Oktober bis April. Im Sommer übersteigen die Temperaturen regelmäßig 40 °C – Wandern wird dann zur Qual.
  • Eintritt in den Park kostet 30 USD (ca. 27 €) pro Auto für 7 Tage. Alternativ lohnt sich der America the Beautiful Pass für 80 USD (ca. 72 €) für ein Jahr.
  • Unterkunft gibt es direkt im Park (Chisos Mountains Lodge oder Camping) oder in den nahe gelegenen Orten Terlingua und Study Butte – dort gibt es auch Restaurants und Tankstellen.
  • Nicht verpassen: Santa Elena Canyon, Window Trail, Lost Mine Trail, Hot Springs am Rio Grande, Ross Maxwell Scenic Drive und Sternenbeobachtung bei Nacht.
  • Tanke voll vor der Einfahrt in den Park – im Park gibt es keine Tankstelle, die nächste Zapfsäule ist in Study Butte.
  • Plane mindestens 3 Tage ein, idealerweise 4–5, um die wichtigsten Trails zu erkunden, ohne hetzen zu müssen.
  • Zum Essen geht’s nach Terlingua – eine Geisterstadt mit überraschend toller Küche und einer Atmosphäre, die du so schnell nirgendwo sonst findest.

Wann und wie du zum Big Bend National Park reist

Der Big Bend National Park ist einer jener Orte, an denen das Timing wirklich darüber entscheidet, ob du deinen Trip genießt oder leidest. Das sage ich ohne Übertreibung.

Beste Reisezeit für den Big Bend National Park

Die ideale Reisezeit ist von Mitte Oktober bis Mitte April. Im Herbst und Winter bewegen sich die Temperaturen tagsüber um angenehme 15–25 °C, nachts sinken sie nahe null oder leicht darunter – besonders in den Chisos Mountains, die etwas höher liegen. Im Frühling ist es ähnlich, nur kommen dann Blüten hinzu: Wenn es geregnet hat, verwandelt sich die Wüste für einige Wochen in einen bunten Teppich aus Wildblumen – absolut zauberhaft.

Den Sommer meidest du besser, wenn du kannst. Juli und August bedeuten Temperaturen über 40 °C in den tiefer gelegenen Gebieten, begrenzte Wasservorräte und extreme Dehydrierung. Im Sommer behandeln die Ranger-Stationen regelmäßig Touristen mit Hitzschlag. Außerdem ist von Juni bis Oktober Regenzeit (Monsun-Saison): Nachmittägliche Gewitter können in den Canyons Sturzfluten auslösen – und auf eine Flash-Flood-Warnung im Santa Elena Canyon willst du dich wirklich nicht verlassen müssen. 😅

November ist oft die beste Wahl. Tagsüber reicht ein T-Shirt, abends nimmst du ein Fleece – und auf den Trails triffst du nur eine Handvoll Menschen.

Wie du zum Big Bend National Park kommst

Jetzt der weniger romantische Teil: Big Bend liegt weit weg von allem. Und damit meine ich wirklich weit. Die nächste größere Stadt ist Alpine, rund 160 km vom Parkeingang entfernt. Der nächste Flughafen mit regulären Verbindungen ist Midland/Odessa (ca. 4 Stunden Fahrt) oder El Paso (ca. 5 Stunden). Von San Antonio oder Austin aus rechne mit 6–7 Stunden Fahrtzeit.

Ein Mietauto ist unverzichtbar – öffentliche Verkehrsmittel gibt es hier nicht, und Uber funktioniert natürlich auch nicht (hier funktioniert ja noch nicht mal Handyempfang 😁). Das Mietauto am besten gleich am Flughafen buchen. Wir empfehlen DiscoverCars, das wir weltweit nutzen – dort werden Angebote verschiedener Anbieter verglichen, was meist günstiger ist als eine Direktbuchung.

TIPP: Tank vor der Einfahrt in den Park in Study Butte oder Terlingua voll auf. Im Park gibt es keine einzige Tankstelle, und die Entfernungen sind enorm – von einer Seite des Parks zur anderen sind es über 160 km.

Wo du übernachtest und was Big Bend National Park kostet

Mit der Unterkunft rund um den Big Bend ist es nicht ganz einfach – hier ist man nicht in New York, wo man an jeder Ecke ein Hotel findet. Aber es gibt Optionen, und einige davon sind wirklich besonders. Schauen wir sie uns an.

Eintrittspreise

Der Eintritt beträgt 30 USD (ca. 27 €) pro PKW für 7 Tage. Motorräder zahlen 25 USD, Fußgänger oder Radfahrer 15 USD. Wer mehrere Nationalparks in den USA besuchen möchte, fährt mit dem America the Beautiful Pass für 80 USD (ca. 72 €) deutlich besser – er gilt ein Jahr lang und deckt den Eintritt in alle Nationalparks und Bundeserholungsgebiete ab. Schon bei zwei Parkbesuchen hat er sich amortisiert.

Übernachten direkt im Park

Die Chisos Mountains Lodge ist die einzige feste Unterkunft innerhalb des Parks – und eines der wenigen Orte, wo du etwas Handyempfang bekommst (wobei „etwas“ das Schlüsselwort ist). Die Lodge liegt im Tal der Chisos Mountains auf über 1.600 Metern Höhe, weshalb es dort selbst im Sommer angenehmer ist als unten am Rio Grande. Die Zimmer sind schlicht, sauber und funktional – kein Luxus, aber du schläfst mitten im Nationalpark, und das ist ein Erlebnis für sich. Die Preise liegen zwischen 160 und 200 USD (ca. 145–180 €) pro Nacht. Am besten so früh wie möglich reservieren – in der Hauptsaison ist die Lodge oft monatelang im Voraus ausgebucht.

Camping – Der Park bietet drei Hauptcampingplätze:

  • Chisos Basin Campground – der beliebteste, in den Bergen gelegen, mit herrlichen Ausblicken und guter Anbindung an die Trails. 16 USD/Nacht.
  • Rio Grande Village Campground – unten am Fluss, in der Nähe der Hot Springs. 16 USD/Nacht. Im Winter ein Paradies für Vogelbeobachter.
  • Cottonwood Campground – der kleinste und ruhigste, nahe dem Santa Elena Canyon. 16 USD/Nacht. Ohne Duschen.

Campingplätze solltest du über recreation.gov so früh wie möglich reservieren – der Chisos Basin Campground ist oft wochenlang im Voraus ausgebucht. Wer ohne Reservierung anreist, kann es mit First-come-first-served-Plätzen versuchen, aber das ist ein Risiko.

Unterkunft außerhalb des Parks – Terlingua und Study Butte

Terlingua und das benachbarte Study Butte liegen direkt am westlichen Parkeingang und sind die Basis für die meisten Besucher. Terlingua ist eine ehemalige Bergarbeiterstadt (heute eher eine Geisterstadt mit künstlerischer Seele) – hier findest du eine bunte Mischung aus Unterkünften: von alten Bergarbeiter-Hütten, die zu Airbnbs umgebaut wurden, über Glamping-Zelte bis hin zu klassischen Motels.

Die Preise reichen von 80 USD (ca. 72 €) für ein einfaches Motel bis über 200 USD für stilvolle Glamping-Hütten mit Wüstenblick. In der Hauptsaison (Oktober–März) steigen die Preise und Unterkünfte sind schnell weg.

Empfehlungen:

  • La Posada Milagro – wunderschönes Boutique-Hotel, teilweise in den Fels gehauen. Frühstück ausgezeichnet. Aber oft ausgebucht.
  • Willow House in Study Butte – gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • Basecamp Terlingua – Glamping mit Pool mitten in der Wüste. Instagrammable und überraschend komfortabel.

Was ein Ausflug zum Big Bend kostet – Budget für 4 Tage zu zweit

PostenKosten (USD)Kosten (€)
Parkeintritt (PKW)3027
Unterkunft 3 Nächte (Motel Terlingua)300270
Mietwagen 4 Tage (ab Midland)200180
Benzin8072
Essen und Trinken200180
Gesamt810ca. 730

Natürlich kommt es auf den Reisestil an – mit Camping und eigenem Kochen lässt sich deutlich sparen. Umgekehrt treiben die Chisos Lodge und Restaurantbesuche die Kosten nach oben.

Big Bend National Park Texas: 15 Tipps, was du sehen und erleben musst

Jetzt zum Hauptteil – schauen wir uns 15 Orte und Erlebnisse an, für die sich die weite Reise ans Ende der Welt (oder zumindest ans Ende von Texas) lohnt. Der Big Bend National Park ist weitläufig, daher habe ich die Tipps nach Gebieten aufgeteilt, damit du deine Touren ohne unnötige Fahrerei planen kannst.

1. Santa Elena Canyon – der dramatischste Canyon in Texas

Das ist das absolute Wahrzeichen des Big Bend und Pflichtbesuch Nummer eins. Der Santa Elena Canyon ist rund 460 Meter tief, der Rio Grande schlängelt sich wie ein schmales Band hindurch – und auf einer Seite liegt Texas, auf der anderen Mexiko. Das Gefühl der eigenen Winzigkeit, wenn man unten steht und die senkrechten Kalksteinwände hinaufschaut, lässt sich nicht beschreiben. Das muss man erlebt haben.

Zum Canyon selbst führt ein kurzer Trail (ca. 2,5 km hin und zurück), der an einer Furt durch den Terlingua Creek beginnt. Achtung – nach Regenfällen kann der Creek angeschwollen und unpassierbar sein. Frag vorher an der Ranger Station nach. Der Trail ist relativ einfach: Zunächst geht es über Felsenstufen, dann wanderst du auf einem Kiesstrand entlang des Flusses direkt in den Canyon hinein.

Am schönsten ist es hier früh morgens oder am späten Nachmittag, wenn die Sonne nur eine Seite des Canyons beleuchtet und beeindruckende Kontraste entstehen. Wer gegen acht Uhr morgens ankommt, hat gute Chancen, den Canyon fast für sich allein zu haben – nur er, der Fluss und gelegentlich der Schrei eines Raubvogels.

Praktischer Tipp: Zieh Schuhe an, die nass werden dürfen – die Furt durch den Creek ist unvermeidlich, und die Wassertiefe wechselt.

2. Ross Maxwell Scenic Drive – Roadtrip im Roadtrip

Für alle, die Panoramafahrten lieben (und wer tut das nicht?): Der Ross Maxwell Scenic Drive ist eine 50 km lange Straße, die vom Chisos Basin hinunter zum Santa Elena Canyon führt und dabei einen Wow-Moment nach dem anderen serviert.

Halte am Sotol Vista Overlook an – von hier hast du einen Panoramablick auf den gesamten westlichen Teil des Parks, den Santa Elena Canyon und die mexikanische Sierra Ponce. Einer jener Orte, an denen man begreift, wie gewaltig und gleichzeitig wie leer und schön diese Landschaft ist.

Weitere Pflichtstation: der Mule Ears Viewpoint – zwei spitze Felsformationen, die tatsächlich wie Eselohren aussehen (die Texaner haben Humor). Wer Zeit hat, sollte noch den Abstecher zum Tuff Canyon machen – ein kurzer Trail von etwa 1 km, der durch einen engen Canyon aus Vulkangestein führt.

Die gesamte Scenic Drive mit Stopps dauert 2–3 Stunden. Sie lässt sich wunderbar als Vormittagsausflug mit Endpunkt am Santa Elena Canyon planen.

3. Window Trail – ein Sonnenuntergang, den du nicht vergisst

The Window – Felsfenster im Chisos Basin

Der Window Trail ist wohl der meistfotografierte Ort im gesamten Big Bend – und das zu Recht. Der Trail führt vom Chisos Basin einen engen Canyon hinunter, der sich am Ende zu einem „Fenster“ (Window) öffnet – einem Ausblick auf die Wüste tief unten. Und wenn du dort beim Sonnenuntergang ankommst… einfach magisch.

Der Trail ist ca. 8 km lang (hin und zurück) mit einem Höhenunterschied von rund 160 Metern. Aber Achtung: Du gehst bergab und musst wieder bergauf zurück – der schwerste Teil wartet also auf dem Rückweg. Keine große Tortur, aber nach einem langen Wandertag wirst du es spüren.

Unterwegs siehst du typische Chihuahua-Wüstenvegetation – Agaven, Kakteen und markante Felsformationen. Auf den letzten Metern verengt sich der Canyon, du gehst über ein felsiges Bachbett (nach Regen fließt hier Wasser), bis sich das berühmte „Fenster“ mit dem Blick auf Casa Grande und die Wüstenebene öffnet.

Tipp: Brich so auf, dass du 30–45 Minuten vor Sonnenuntergang am Fenster ankommst. Und vergiss die Stirnlampe nicht für den Rückweg – im Dunkeln über Steine zu klettern ohne Licht macht keinen Spaß. 😅

4. Lost Mine Trail – schönster Wanderweg im Park

Aussicht vom Lost Mine Trail auf die Chisos Mountains

Wenn du nur eine einzige Wanderung im Big Bend machen kannst, dann den Lost Mine Trail. Er ist der beliebteste und bestbewertete Trail im ganzen Park – und nach der Tour wirst du verstehen warum.

Der Trail beginnt am Panther Pass (höchster Punkt der Parkstraße, über 1.700 m ü. NN) und führt 8 km (hin und zurück) auf den Kamm der Chisos Mountains, mit rund 350 Metern Höhenunterschied. Kein Spaziergang, aber auch keine Tortur – wer halbwegs fit ist, schafft das problemlos.

Und diese Aussichten! Vom Gipfel blickt man bis nach Mexiko, über den gesamten Park, auf den Pine Canyon und den Juniper Canyon. Bei guter Sicht reicht der Blick Dutzende Kilometer in alle Richtungen. Ein Moment, in dem man sich einfach auf einen Felsen setzen und die Seele baumeln lassen möchte.

Der Trail ist gut markiert und gepflegt. Brich früh auf (idealerweise zwischen 7:00 und 8:00 Uhr) – es ist dann kühler, und der Parkplatz am Panther Pass ist klein und nach neun Uhr häufig voll.

5. Hot Springs am Rio Grande – Baden mit Blick auf Mexiko

Thermalbäder Hot Springs am Rio Grande

Stell dir vor: Du sitzt in einem natürlichen Becken mit rund 40 °C warmem Thermalwasser, die Beine in Richtung Rio Grande ausgestreckt, und schaust auf die mexikanischen Berge. Kein Luxusresort, kein Eintritt – nur du, das heiße Wasser und die Wüste.

Die Hot Springs befinden sich im Südosten des Parks und sind über eine Schotterstraße erreichbar (auch mit normalem PKW fahrbar, aber langsam). Vom Parkplatz führt ein kurzer flacher Trail von etwa 1 km entlang des Flusses hin – auf dem Weg passierst du die Ruinen historischer Badeanlagen aus den 1920er Jahren, als Menschen aus ganz Texas zur Kur hierherkamen.

Das Becken ist klein (Platz für etwa 5–6 Personen) und direkt in den Fels am Ufer des Rio Grande gehauen. Heißes Wasser tritt aus dem Boden und mischt sich mit dem kühleren Flusswasser. Beste Zeit: früh morgens oder beim Sonnenuntergang – in der Hauptsaison bildet sich tagsüber gelegentlich eine Schlange (eine relative Schlange – wir reden immer noch vom Big Bend).

An der Felswand über dem Becken siehst du indianische Petroglyphen – mehrere tausend Jahre alt und dem ganzen Ort eine mystische Atmosphäre verleihend.

Praktischer Tipp: Handtuch und Badekleidung nicht vergessen. Der Beckenboden ist rutschig und mit Algen bedeckt – Badeschuhe mit Riemen sind besser als Flip-Flops.

6. Boquillas – Nachmittagsausflug nach Mexiko

Boquillas Canyon am Rio Grande

Hier ist etwas, das die meisten nicht wissen: Vom Big Bend aus kann man nach Mexiko rübergehen. Und zwar legal, über den offiziellen Grenzübergang Boquillas. Auf der texanischen Seite setzt du dich in ein Ruderboot, ein Einheimischer setzt dich für ein paar Dollar über den Rio Grande – und auf der mexikanischen Seite wartet das kleine Dorf Boquillas del Carmen.

Boquillas ist ein verschlafenes mexikanisches Dorf mit ein paar hundert Einwohnern, zwei oder drei Restaurants mit hervorragendem mexikanischen Essen zu Spottpreisen (Enchiladas für 5 USD, Margarita für 3 USD). Die Menschen sind freundlich, das Tempo langsam, die Atmosphäre authentisch mexikanisch – kein touristischer Cancún.

Wichtig: Der Grenzübergang ist nur mittwochs, donnerstags, freitags und samstags von 9:00 bis 18:00 Uhr geöffnet (aktuelle Zeiten auf der NPS-Website prüfen). Du benötigst einen Reisepass (auch als EU-Bürger einen gültigen Pass) sowie dein US-Einreisedokument (ESTA) für die Rückkehr. Nach der Rückkehr passierst du die US-Grenzkontrolle an einem kleinen Kiosk mit elektronischem System – läuft reibungslos.

Die Überfahrt kostet etwa 5 USD pro Person. Auf der mexikanischen Seite bieten Einheimische eine Mitfahrt auf einem Pferd oder Esel ins Dorf an (ca. 5 USD); zu Fuß sind es etwa 1 km auf einem Feldweg.

Tipp: Nimm Bargeld in kleinen Scheinen mit (sowohl USD als auch mexikanische Pesos werden akzeptiert).

7. Chisos Basin – das Herz des Parks

Casa Grande Peak über dem Chisos Basin

Das Chisos Basin ist das natürliche Zentrum des Big Bend – ein Talkessel, von Bergen umgeben, wo Trails, Unterkunft, Restaurant und Ranger Station zusammenkommen. Wenn du eine einzige Basis innerhalb des Parks wählen musst, dann hier.

Schon die Anfahrt ins Basin ist ein Erlebnis: Die Straße steigt in die Berge auf, die Landschaft verwandelt sich von Wüste in ein bewaldetes Tal mit Kiefern und Eichen (ja, mitten in der texanischen Wüste!), und plötzlich öffnet sich vor dir ein Talkessel, umgeben von dramatischen Felswänden. Der Casa Grande Peak dominiert den Horizont wie ein riesiges Schloss.

Vom Basin aus starten die besten Trails im Park – Window Trail, Lost Mine Trail, Emory Peak Trail und weitere. Hier gibt es die Chisos Mountains Lodge mit Restaurant (einziger Ort im Park, wo es warmes Essen und ein Bier gibt), einen Camp Store mit Grundnahrungsmitteln und eine Ranger Station, die bei der Planung hilft.

Wildtiere: Im Chisos Basin hast du die größte Chance, einem Schwarzbären (Black Bear) zu begegnen. Die Population kehrte in den 1990er Jahren aus Mexiko zurück; heute leben dort rund 30–40 Bären. Die Ranger bestätigen, dass sie sich regelmäßig am Campingplatz zeigen. Deshalb haben alle Camps und Trailheads bärensichere Behälter für Lebensmittel – benutze sie unbedingt.

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8. Emory Peak – höchster Punkt des Parks für Mutige

Aussicht vom Gipfel des Emory Peak

Wer eine Herausforderung sucht: Der Emory Peak ist mit 2.385 Metern der höchste Gipfel im Big Bend. Der Trail ist rund 16 km lang (hin und zurück) mit über 760 Metern Höhenunterschied; das letzte Stück zum Gipfel erfordert Klettern über Felsen (Class 2–3 Scramble).

Die Aussicht vom Gipfel ist – natürlich – fantastisch. An klaren Tagen siehst du Hunderte von Kilometern in alle Richtungen. Aber sei ehrlich zu dir, was deine Fitness und Erfahrung angeht: Der letzte Felsabschnitt ist nicht für jeden geeignet, und am Gipfel pfeift ein Wind, der dich fast umwirft.

Praktisch: Rechne mit 5–7 Stunden für den gesamten Trail. Brich bei Sonnenaufgang auf. Nimm mindestens 3 Liter Wasser pro Person mit (lieber mehr). Und wenn dir das Felsenklettern nicht liegt, halte beim Sattel unterhalb des Gipfels an – auch von dort ist die Aussicht wunderbar.

9. Rio Grande Village – Vögel, Fluss und Ruhe

Rio Grande Village mit der Sierra del Carmen im Hintergrund

Der südöstliche Teil des Parks rund um das Rio Grande Village hat eine völlig andere Atmosphäre als das bergige Chisos Basin. Hier sind wir unten am Fluss, auf etwa 550 Metern Höhe, umgeben von Wüstenlandschaft mit vereinzelten Cottonwood-Bäumen entlang des Rio Grande.

Der Rio Grande Village Nature Trail ist eine kurze Runde (ca. 1,2 km), die durch Feuchtgebiete führt und auf einem Hügel mit 360°-Blick auf den Fluss, die Sierra del Carmen auf mexikanischer Seite und die umliegende Wüste endet. Auch mit Kindern problemlos machbar.

Dieser Parkwinkel ist ein Paradies für Vogelbeobachter – entlang des Flusses leben über 450 Vogelarten. Im Winter kommen Zugvögel aus ganz Nordamerika. Selbst wenn du kein Ornithologe bist: Kolibris, die um jeden Strauch herumschwirren, sind ein Erlebnis für sich.

10. Nachthimmel – der dunkelste Sternenhimmel der USA

Milchstraße über den Chisos Mountains im Big Bend

Das muss ich gesondert erwähnen, denn der Nachthimmel über dem Big Bend ist einer der Hauptgründe, warum sich die Reise lohnt. Der Park trägt die Zertifizierung als International Dark Sky Park, und Messungen zeigen, dass er zu den dunkelsten Orten der gesamten USA gehört. Die nächste größere Stadt (Odessa/Midland) ist über 300 km entfernt, Lichtverschmutzung praktisch null.

Was bedeutet das in der Praxis? Du siehst die Milchstraße so klar, dass sie wie gemalt wirkt. Du erkennst Satelliten, Meteore und Planeten mit bloßem Auge. Bei guter Sicht zählst du über 2.000 Sterne (in Berlin oder München siehst du vielleicht 200, zum Vergleich).

Der Park bietet regelmäßige Astronomie-Programme an – ein Ranger setzt sich mit dir auf eine Lichtung, zeigt dir ein Teleskop und erklärt die Sternbilder. Kostenlos und absolut sehenswert, selbst wenn du keine Ahnung von Astronomie hast.

Tipp: Die beste Beobachtung gelingt bei Neumond – schau beim Planen deiner Reise in den Mondkalender. Beste Orte: Chisos Basin (weniger Streulicht aus dem Camp dank der umliegenden Berge) und Rio Grande Village.

11. Terlingua Ghost Town – die Geisterstadt, die lebt

Ruinen in der Terlingua Ghost Town

Terlingua ist technisch gesehen eine Geisterstadt – ein verlassenes Bergarbeiterstädtchen, in dem Anfang des 20. Jahrhunderts Quecksilber abgebaut wurde. Aber „verlassen“ ist relativ: Heute leben hier rund 60 Einwohner, es gibt ein Restaurant, eine Bar, einen Kunstladen und eine Atmosphäre, die man eher in einem Arthaus-Film als in der Realität erwarten würde.

Die Hauptattraktion ist das Starlight Theatre – ein ehemaliges Kino, das zu Restaurant und Bar umgebaut wurde. Abends gibt es Live-Musik, gegrillte Steaks und Margaritas in Strömen. Du sitzt unter den Sternen (wieder diese Sterne!) in den Ruinen der alten Stadt und fragst dich, wie es möglich ist, dass dieser Ort existiert. Schlicht und einfach magisch.

Der Terlingua Trading Company Store hat alles Mögliche – von Souvenirs über Karten bis hin zu lokaler Kunst. Ein guter Ort für Mitbringsel, die nicht wie „Magnet vom Nationalpark“ aussehen.

Jeden November findet hier die Terlingua International Chili Championship statt – ja, eine Weltmeisterschaft im Chili-Kochen. Texas pur. 😁

12. Balanced Rock Trail – für alle, die Stille suchen

Balanced Rock in den Grapevine Hills

Wer einen Trail sucht, auf dem man kaum einer Menschenseele begegnet: Der Balanced Rock Trail ist genau das Richtige. Er liegt im weniger besuchten Südwesten des Parks in den Grapevine Hills. Ziel ist eine bizarre Felsformation – ein gewaltiger Felsbrocken, der auf der Spitze eines anderen balanciert, als hätte ihn ein Riese dort hingestellt.

Der Trail ist etwa 3,5 km lang (hin und zurück) und relativ leicht; nur das letzte Stück erfordert etwas Scrambling über Felsen. Die Felsformationen ringsum wirken wie von einem anderen Planeten – runde, glatte Granitblöcke, in unmöglichen Winkeln aufeinandergestapelt.

Tipp: Früh morgens für das beste Licht zum Fotografieren aufbrechen. Die Zufahrt zum Trailhead führt über eine unbefestigte Straße – bei Trockenheit auch mit normalem PKW fahrbar, nach Regen aber den Zustand an der Ranger Station erfragen.

13. Castolon und das historische Dorf

Historische Gebäude in Castolon mit dem Cerro Castellan

Castolon im Westen des Parks ist ein ehemaliger Militärposten und Handelsplatz an der mexikanischen Grenze. Heute gibt es dort ein kleines Visitor Center und den Cottonwood Campground – den ruhigsten Campingplatz im Park, mit herrlichen Cottonwood-Bäumen, die angenehmen Schatten spenden.

Der Castolon Store (saisonal geöffnet) ist der älteste Laden im Park; er verkauft Grundnahrungsmittel, kalte Getränke und – vor allem – Burritos. Vielleicht die besten Burritos auf der gesamten texanischen Seite des Flusses. 😁

Von Castolon ist es nicht weit zum Trailhead des Santa Elena Canyon, und die gesamte Gegend bietet die schönsten Ausblicke auf Mexikos Sierra Ponce.

14. Chihuahuan Desert Nature Trail – die Wüste unter der Lupe

Kakteen der Chihuahua-Wüste im Big Bend

Wer die Chihuahua-Wüste wirklich verstehen möchte (sie ist die größte Wüste Nordamerikas, und der Big Bend liegt mittendrin), dem empfehle ich den Chihuahuan Desert Nature Trail bei Dugout Wells – ein kurzer, lehrreicher Spaziergang.

Der Interpretationspfad ist rund 800 Meter lang und mit Infotafeln versehen, die das Wüsten-Ökosystem erklären – warum Kakteen so aussehen, wie sie aussehen, wie Tiere bei diesen Temperaturen überleben, welche Rolle Wasser spielt. Klingt trocken? Ist es nicht. Plötzlich schaust du mit ganz anderen Augen auf die karge Landschaft und bemerkst Details – Blüten an Kakteen, Tierspuren im Sand, kleine Eidechsen, die zwischen den Steinen huschen.

Bonus: Bei Dugout Wells gibt es eine kleine Quelle mit Cottonwood-Bäumen, die Wildtiere anzieht – vor allem Javelinas (Pekaris, eine Art Wildschwein). Es ist nicht ungewöhnlich, hier eine ganze Herde beim entspannten Trinken zu beobachten. Halte aber Abstand: Javelinas können ungemütlich werden, wenn sie sich bedroht fühlen.

15. Parkkarte und Routenplanung – so behältst du den Überblick

Die unbefestigte Old Maverick Road im Big Bend

Der Big Bend ist riesig – über 3.200 km², ungefähr so groß wie das Saarland und Rheinland-Pfalz zusammen. Die Straßen im Park sind zwar asphaltiert (Hauptrouten), aber die Entfernungen sind enorm. Vom Chisos Basin zum Santa Elena Canyon sind es eine Stunde Fahrt; zum Rio Grande Village in die andere Richtung nochmal eine Stunde.

Ich empfehle dringend, eine Offline-Karte herunterzuladen (Google Maps und Maps.me bieten Offline-Karten an) – Mobilfunkempfang gibt es im Park praktisch nicht. An der Ranger Station in Panther Junction bekommst du kostenlos eine Papierkarte des Parks – übersichtlich und für die Orientierung völlig ausreichend.

Unbefestigte Straßen (Unpaved Roads): Der Park verfügt über ein ausgedehntes Netz an Schotterpisten, von denen einige zu wunderbaren abgelegenen Orten führen (Old Maverick Road, Glenn Spring Road, River Road). Die meisten erfordern ein SUV mit ausreichend Bodenfreiheit oder Allradantrieb – mit einem normalen Pkw besser nicht riskieren. Immer zuerst an der Ranger Station nach dem aktuellen Straßenzustand fragen.

Was du im Big Bend und der Umgebung essen und trinken kannst

Mit dem Essen ist es im Big Bend eine kleine Herausforderung – hier sind wir nicht in einem gastronomischen Paradies wie in Portugal. Aber ein paar tolle Orte gibt es durchaus.

Im Park

Chisos Mountains Lodge Restaurant – das einzige Restaurant im Park. Frühstück, Mittagessen, Abendessen. Die Küche ist solide amerikanisch – Burger, Steaks, Salate. Nichts Außergewöhnliches, aber nach einem langen Wandertag schmeckt der Burger wie Haute Cuisine. Die Preise entsprechen der Lage (Burger ca. 15 USD, Steak 25–30 USD).

Camp Store im Chisos Basin – Grundnahrungsmittel, Sandwiches, Snacks. Einen ähnlichen Laden gibt es auch im Rio Grande Village.

Terlingua und Study Butte

Hier die Überraschung – in dieser Geisterstadt findest du besseres Essen als in so manchem texanischen Restaurant:

  • Starlight Theatre Restaurant & Saloon – Steaks, mexikanische Küche, Live-Musik. Atmosphäre absolut einzigartig. Tisch am besten vorher reservieren, vor allem am Wochenende.
  • La Posada Milagro Coffeehouse – ausgezeichneter Kaffee und leichte Mittagsgerichte. Das Frühstück hier ist top.
  • Espresso y Poco Más – kleines Café mit Pizza, Sandwiches und Eis. Perfekter Stopp auf dem Weg zum oder vom Park.
  • Long Draw Pizza – nur donnerstags bis samstags geöffnet, Pizza aus dem Holzofen. Lokale Legende.

Praktischer Tipp: Wenn du campst, deck dich in Alpine oder Marathon auf dem Weg zum Big Bend mit Vorräten ein – die Auswahl in Study Butte ist begrenzt und teurer. Bewährte Strategie: eine Kühlbox mit Lebensmitteln für Frühstück und Mittagessen mitbringen und abends im Restaurant essen.

Praktische Tipps und Tricks zum Schluss

Wasser, Wasser, Wasser

Der wichtigste Rat des gesamten Artikels: Nimm mehr Wasser mit, als du glaubst zu brauchen. Die Parkempfehlung lautet mindestens 1 Gallone (3,8 Liter) pro Person pro Tag – auch abseits der Trails. Auf längeren Wanderungen lieber noch mehr. Dehydrierung in der Wüste kommt schnell und tückisch: Die trockene Luft entzieht dem Körper Feuchtigkeit, ohne dass man es merkt (man schwitzt weniger sichtbar, verliert aber ständig Flüssigkeit).

Benzin und Auto

Im Park gibt es keine Tankstelle. Tank in Study Butte voll auf. Die Entfernungen im Park sind erheblich – von Panther Junction zum Santa Elena Canyon sind es 60 km in eine Richtung. Den Großteil des Parks erkundest du mit einem normalen PKW auf den asphaltierten Straßen, für die Schotterpisten zu abgelegeneren Orten brauchst du jedoch ein SUV oder ein Fahrzeug mit ausreichend Bodenfreiheit.

Mobilfunk und Internet

Praktisch nicht vorhanden. Im Chisos Basin hast du manchmal ein schwaches AT&T-Signal, aber verlasse dich nicht darauf. WLAN gibt es auch in der Chisos Mountains Lodge kaum (wenn überhaupt, dann sehr eingeschränkt). Lade dir Offline-Karten herunter, speichere alle wichtigen Informationen vorab – und genieß den digitalen Detox. Nach dem ersten Tag ohne Handy wirst du merken, wie befreiend das ist. ☺️

Flüge und Anreise

Günstige Flüge in die USA findest du am besten über Kiwi – unser bevorzugter Vergleichsservice. Die günstigsten Kombinationen beinhalten oft einen Zwischenstopp, aber bei den Preisen lohnt es sich. Nach Texas fliegt man über Dallas, Houston oder Austin – von dort geht’s mit dem Mietwagen weiter. Von Deutschland aus bieten unter anderem Lufthansa, Eurowings und Condor direkte oder einstöpfige Verbindungen in den Süden der USA an.

Wenn du einen längeren Roadtrip durch Texas oder die südwestlichen Bundesstaaten planst (was ich wärmstens empfehle!), schau dir unseren Artikel darüber an, wie man ins Handgepäck packt.

Versicherung

Für eine Reise in die USA solltest du auf keinen Fall auf eine Reisekrankenversicherung verzichten – medizinische Versorgung in Amerika kann extrem teuer werden. Wir nutzen langfristig SafetyWing, über das wir eine ausführliche Rezension geschrieben haben.

eSIM für mobile Daten

Wenn du zumindest in den Ortschaften rund um den Park Daten haben möchtest (im Park selbst hilft dir keine eSIM), empfehlen wir Holaflyhier findest du unsere Holafly eSIM-Rezension.

Das richtige Schuhwerk

Big Bend bedeutet Steine, Sand, Kakteen und unebenes Gelände. Ordentliche Wanderschuhe sind keine Option, sondern Pflicht. Falls du noch auf der Suche nach den richtigen Wanderschuhen bist, schau dir unseren Wanderschuh-Ratgeber an.

FAQ – Häufige Fragen zum Big Bend National Park

Welche Stadt liegt dem Big Bend National Park am nächsten?

Die nächstgelegenen Städtchen direkt am Park sind Terlingua und Study Butte (praktisch eine Siedlung am westlichen Eingang). Die nächste größere Stadt ist Alpine (etwa 170 km), wo du Supermärkte, ein Krankenhaus und mehr Unterkünfte findest. Wenn du einen Flughafen suchst, ist der nächste Midland/Odessa (etwa 370 km, 4 Stunden Fahrt).

Was ist am Big Bend so besonders?

Der Big Bend ist eine einzigartige Kombination dreier Ökosysteme — der Chihuahua-Wüste, der Berge (Chisos Mountains) und der Flusslandschaft entlang des Rio Grande. Er hat einen der dunkelsten Nachthimmel in den USA, mehr als 1 200 Pflanzenarten, über 450 Vogelarten und 75 Säugetierarten. Und dabei kommt nur ein Bruchteil der Besucher im Vergleich zu anderen Parks hierher — im Jahr 2023 waren es etwa 450 000 Menschen, während die Great Smoky Mountains jährlich über 12 Millionen besuchen.

Ist der Eintritt in den Big Bend National Park kostenlos?

Nein, der Eintritt beträgt 30 USD pro Pkw für 7 Tage (Motorrad 25 USD, Fußgänger/Radfahrer 15 USD). Mehrmals im Jahr (meist am MLK Day, am ersten Tag der National Park Week und am Veterans Day) ist der Eintritt kostenlos. Am vorteilhaftesten ist der America the Beautiful Annual Pass für 80 USD, der in allen Nationalparks das ganze Jahr über gilt.

Wo soll man beim Besuch des Big Bend übernachten?

Du hast zwei Hauptmöglichkeiten: innerhalb des Parks (Chisos Mountains Lodge ab 160 USD/Nacht oder Camping ab 16 USD/Nacht) und außerhalb des Parks in Terlingua/Study Butte (Motels, Airbnb, Glamping ab 80 USD/Nacht). In der Hauptsaison (Oktober–März) buche so früh wie möglich — die Chisos Lodge ist oft schon Monate im Voraus ausgebucht.

Wie viele Tage brauche ich für den Big Bend?

Das Minimum sind 3 Tage, ideal 4–5 Tage. In drei Tagen schaffst du die wichtigsten Trails (Window Trail, Lost Mine Trail), den Santa Elena Canyon, die Hot Springs und die nächtliche Sternbeobachtung. In 5 Tagen kommen Emory Peak, Boquillas, Balanced Rock und ein gemächlicheres Tempo ohne Stress hinzu. Einen Tag widme dem westlichen Teil (Ross Maxwell Drive + Santa Elena Canyon), einen Tag dem Chisos Basin und den Trails, einen Tag dem östlichen Teil (Hot Springs, Rio Grande Village, Boquillas).

Ist der Big Bend sicher?

Ja, der Park ist sicher — aber es ist Wildnis und Wüste, also ist das größte Risiko nicht der Mensch, sondern die Natur. Dehydrierung ist die Gefahr Nummer eins, gefolgt von Sturzfluten (Flash Floods) in den Canyons nach Regenfällen, Schlangen (11 Klapperschlangenarten, die meist Menschen meiden, aber schau, wo du hintrittst) und Bären (in den Chisos Mountains — lagere Lebensmittel in bärensicheren Behältern). Mobilfunkempfang gibt es im Park praktisch nicht, also habe einen vollen Tank, ausreichend Wasser und sage jemandem, wohin du gehst.

Kann man den Big Bend mit Kindern besuchen?

Auf jeden Fall, aber mit Vorbereitung. Kürzere Trails wie der Hot Springs Trail, der Santa Elena Canyon Trail, der Window View Trail (Achtung, nicht der Window Trail — das ist ein anderer, längerer) und der Rio Grande Village Nature Trail sind auch mit kleineren Kindern machbar. Vermeide den Sommer (die Hitze ist für Kinder gefährlicher) und habe immer ausreichend Wasser und Schatten. Das Junior Ranger Program an der Rangerstation ist eine großartige Möglichkeit, Kinder einzubeziehen — sie bekommen eine Broschüre mit Aufgaben und am Ende ein Abzeichen. 😊 Der Big Bend ist einer dieser Orte, die dich verändern. Nicht dramatisch, nicht sofort — aber leise, allmählich. Du stehst in einem Hunderte Millionen Jahre alten Canyon, schaust auf den Fluss, der zwei Welten trennt, und plötzlich wird dir klar, wie klein wir sind. Und wie schön das ist. Wenn du Natur, Ruhe und authentische Erlebnisse weit weg von den Touristenmassen magst — der Big Bend ist für dich. Genieß es. ☺️

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