London Eye: Preise, beste Zeit & ob es sich 2026 lohnt

TL;DRDas London Eye lohnt sich 2026 vor allem für alle, die zum ersten Mal in London sind, sowie für Familien mit Kindern. Die klassische 30-minütige Fahrt im 135 Meter hohen Rad an der Themse bietet einen Blick auf Big Ben, Westminster Abbey und die St Paul’s Cathedral. Die Online-Tickets beginnen bei 29 £ pro Erwachsenem (vor Ort 39 £), am besten fährst du direkt nach der Öffnung oder kurz nach Sonnenuntergang, wenn am wenigsten los ist. Im Januar ist das Rad meist zwei Wochen wegen Wartung geschlossen. Wer aufs Budget achtet, greift zur kostenlosen Aussicht des Sky Garden (155 m) oder des Horizon 22 – beide sind sogar höher als das London Eye selbst.

Wenn man an London denkt, taucht bei fast jedem sofort das ikonische Riesenrad an der Themse vor dem inneren Auge auf. Das London Eye ist schlicht ein Begriff und für viele der wichtigste Punkt einer ganzen Reise in die britische Metropole. Aber ich muss dir gleich zu Beginn etwas ehrlich gestehen.

Als Lukáš und ich nach unserem einjährigen Aufenthalt in Kanada nach London kamen, haben wir die ganze Stadt auf geliehenen Fahrrädern durchquert und hatten ein ziemlich knappes Budget. Deshalb verstehe ich jeden, der am Ufer steht und zögert, ob er wirklich fast 45 € für dreißig Minuten Fahrt in einer verglasten Kapsel ausgeben will. Damals haben wir jedes Pfund zweimal umgedreht, und genau deshalb weiß ich, wie wichtig es ist, vor dem Ticketkauf die richtigen Infos zu haben.

In diesem Guide serviere ich dir daher alles, was du vor dem Besuch wissen musst, damit du die richtige Entscheidung treffen kannst. Du erfährst, wann sich der Aufpreis für den bevorzugten Einlass lohnt, von welchem Punkt aus du die besten Fotos von außen machst, und vor allem zeige ich dir Alternativen, mit denen du den Blick auf London völlig kostenlos genießt.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen

  • Basispreis: Kaufe die Tickets immer online im Voraus, dann kosten sie ab 29 £, während du vor Ort zehn Pfund mehr zahlst.
  • Beste Zeit: Das schönste Erlebnis hast du kurz nach Sonnenuntergang, wenn die Stadt zu leuchten beginnt – rechne aber damit, dass diese Zeitfenster als Erstes aus dem Buchungssystem verschwinden.
  • Fahrtdauer: Eine komplette Umdrehung dauert rund 30 Minuten und das Rad hält dabei überhaupt nicht an, weil es sich im Tempo eines langsamen Spaziergangs bewegt.
  • Ehrliches Fazit: Wenn du zum ersten Mal in London bist oder Kinder dabei hast, ist es ein wunderschöner Klassiker, den man erlebt haben sollte.
  • Tolle Alternative: Wenn du aufs Budget achtest, reserviere rechtzeitig Tickets für den Sky Garden – er liegt noch höher als das Rad und der Eintritt ist völlig kostenlos.

London Eye Preise und Öffnungszeiten 2026

Bei den Tickets für das London Eye gilt eine grundlegende Regel, denn die Preise sind völlig dynamisch und bewegen sich ständig. Sie ändern sich je nach konkretem Datum, Uhrzeit und danach, wie stark die Kapseln gerade ausgelastet sind. Auf der offiziellen Website siehst du deshalb immer das tückische Wörtchen „ab“, das den niedrigstmöglichen Betrag bezeichnet. Merk dir auf jeden Fall: Online gekaufte Tickets kosten dich rund 10 £ weniger als der spontane Kauf direkt an der Kasse.

TickettypOnline abVor Ort ab
Erwachsener (16+)29 £39 £
Kind (2–15 Jahre)26 £35 £
Kind unter 2 JahrenKOSTENLOS (Reservierung nötig)KOSTENLOS
Fast Track (Schlange überspringen)42 £
Merlin-Kombi (2 Attraktionen)51 £
Champagne Experience49 £59 £

Vielleicht überlegst du jetzt, ob du gleich zum bevorzugten Einlass greifen solltest. Ehrlich gesagt: Fast Track macht nur zur Stoßzeit Sinn, also in den Sommerferien oder am Wochenende zwischen elf und fünfzehn Uhr. Sonst ist dieser saftige Aufpreis fürs Überspringen der Schlange völlig überflüssig, denn mit einem normalen Zeitfenster bist du im Nu drin. Die Merlin-Kombitickets für Londoner Attraktionen wie Madame Tussauds oder SEA LIFE sparen dir dagegen echt einen Haufen Pfund – aber nur, wenn du sie realistisch innerhalb von sieben Tagen abklappern kannst.

SaisonGeöffnet
Sommer und Wochenendenca. 10:00–20:30
Winter und Wochentageca. 11:00–18:00
Letzter Einlassca. 30 Minuten vor Schließung

Bevor du die Koffer packst und den Reiseplan schmiedest, prüfe lieber gleich den konkreten Tag auf der offiziellen Seite. Die Öffnungszeiten ändern sich nämlich von Tag zu Tag und es wäre riesig schade, vor verschlossenen Drehkreuzen zu stehen. Kaum ein Tourist weiß etwa, dass das Rad regelmäßig im Januar geschlossen ist – wegen der zweiwöchigen jährlichen technischen Wartung. Tote Hose herrscht am Ufer außerdem am 25. Dezember, dem 1. Weihnachtsfeiertag, wenn nirgends gearbeitet wird und alles stillsteht.

💡 Mein Kauf-Tipp: Die größte Sicherheit und die beste Auswahl an Zeitfenstern hast du natürlich beim Kauf direkt über londoneye.com. Wenn du aber ein umfangreicheres Sightseeing-Programm planst, schau dir unbedingt GetYourGuide an, wo du tolle Pakete inklusive Themse-Rundfahrten ergattern kannst. Und falls du klassisch mit dem Zug (National Rail) in die Stadt fährst, lohnt sich der starke 2FOR1-Rabatt (zwei zum Preis von einem) über die Partnerseite Days Out Guide.

Wann du nach London und zum London Eye fahren solltest

Das britische Wetter ist für seine Unberechenbarkeit berüchtigt, deshalb ist die ideale Zeit für einen Besuch der Stadt vom Spätfrühling bis zum Frühherbst. In den Sommermonaten genießt du die längsten Tage und angenehmsten Temperaturen, musst aber mit riesigen Touristenmengen rechnen, die sich gerade am Ufer der South Bank zusammenrotten. Wenn du den größten Schlangen entgehen willst, komm lieber im Mai oder September.

Für die Attraktion selbst gehst du am besten gleich morgens in der ersten Stunde nach der Öffnung oder umgekehrt rund neunzig Minuten vor Schließung. Die meisten Reisenden sind sich einig, dass die absolute Stoßzeit zwischen elf Uhr vormittags und drei Uhr nachmittags liegt, wenn sich die Wartezeit bei normalen Tickets auf bis zu anderthalb Stunden ziehen kann. Die Morgensonne beleuchtet zudem wunderschön das Parlamentsgebäude, was du beim Fotografieren zu schätzen weißt.

Sei aber sehr vorsichtig mit der Reiseplanung direkt nach Neujahr. Das Rad hat nämlich im Januar seine regelmäßige jährliche Wartung und ist dann meist rund zwei Wochen (oft etwa vom 5. bis 18. Januar) komplett geschlossen. Die genauen Tage ändern sich jedes Jahr leicht. Wenn du also im Winter nach Großbritannien fliegst, prüfe die aktuellen Öffnungszeiten immer vorab auf der offiziellen Website londoneye.com.

Wie du zum London Eye kommst

Das Riesenrad thront direkt am Südufer der Themse im beliebten Viertel South Bank. Den absolut kürzesten Weg hast du von der U-Bahn-Station Waterloo, von wo aus du rund fünf Minuten bis zu den Kassen läufst. Falls du dich in den Unterführungen mal verirrst, folge einfach der Menge oder heb den Kopf – dieses riesige Bauwerk übersiehst du wirklich nicht.

Eine viel spektakulärere Ankunft erwartet dich aber von der Haltestelle Westminster. Du tauchst nicht nur direkt neben dem ikonischen Big Ben aus der U-Bahn auf, sondern überquerst danach die berühmte Westminster Bridge. Genau von hier machst du das absolut beste Foto des Rades und siehst es zudem schön im gesamten Londoner Panorama.

Wenn du deine Fortbewegung durch die Stadt etwas aufpeppen willst, steig statt in die U-Bahn ins Boot Uber Boat by Thames Clippers. Es hält am Anleger London Eye Pier, sodass du buchstäblich ein paar Schritte von der Attraktion entfernt von Bord gehst. Die Planung jeder Route mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erleichtert dir übrigens ungemein die offizielle Suche von TfL.

Und was danach? Die Umgebung des Rades an der South Bank ist ideal für einen entspannten Nachmittagsspaziergang entlang des Flusses. Gleich nebenan im County Hall findest du das SEA LIFE Aquarium oder das unterhaltsame Shrek’s Adventure, was vor allem mit kleineren Kindern gut ankommt. Gehst du dann die Promenade weiter, kommst du am kulturellen Southbank Centre vorbei bis zur Tate Modern und dem berühmten Borough Market.

Wo übernachten rund ums London Eye

In der Gegend South Bank oder bei der Station Waterloo zu wohnen, ist strategisch eine geniale Entscheidung. Du erreichst von hier die größten Sehenswürdigkeiten zu Fuß, die Spaziergänge am Fluss sind einfach ein Traum und du bist zudem bestens an mehrere U-Bahn-Linien angebunden. Die Preise sind hier zwar höher, dafür sparst du eine Menge Zeit und Geld fürs Pendeln vom Stadtrand.

Wenn du echten Luxus suchst und mit Blick direkt auf Big Ben aufwachen willst, schau dir unbedingt das Park Plaza Westminster Bridge London an, das direkt an der Brücke liegt und einen fantastischen Service bietet. Eine schöne historische Atmosphäre mit Luxus-Note findest du im ikonischen Marriott County Hall, das buchstäblich wenige Meter vom Riesenrad entfernt liegt. Eine weitere stilvolle, wenn auch etwas teurere Variante für Design-Liebhaber ist das berühmte Sea Containers London direkt am Themseufer.

Für alle, die ein vernünftiges Preis-Leistungs-Verhältnis suchen, kann ich das Premier Inn London County Hall empfehlen. Diese Kette ist eine britische Bank, bietet saubere, geräumige Familienzimmer und hat eine konkurrenzlose Lage. Eine tolle moderne Alternative mit smarten Zimmerfunktionen ist das citizenM Tower of London, das dich mit seinem originellen Konzept begeistert. Und wenn du etwas Traditionelleres suchst, wirf einen Blick auf das The Mad Hatter Hotel, ein zauberhaftes Boutique-Hotel in einer ehemaligen Hutfabrik.

8 Tipps, was du rund ums London Eye sehen und erleben kannst

1. Eintritt und Tickettypen

Die Ticketpreise funktionieren nach einem dynamischen Prinzip, was in der Praxis bedeutet, dass sie sich je nach Datum, Uhrzeit und aktueller Nachfrage ändern. Die Grundregel lautet aber klar: immer online und mit Vorlauf kaufen. Während du online ein Standard-Erwachsenenticket ab 29 £ (rund 34 €) bekommst, kostet dich derselbe Spaß an der Kasse vor Ort 39 £. Kinder von zwei bis fünfzehn Jahren zahlen online ab 26 £, und die ganz Kleinen unter zwei Jahren haben freien Eintritt – auch wenn du für sie im System ein Null-Ticket anhaken musst.

Neben der offiziellen Website kannst du Tickets auch über verschiedene Vermittler kaufen. Viele loben die Reservierung über GetYourGuide, weil sie eine deutschsprachige App haben und tolle Stornobedingungen bieten. Fairerweise füge ich hinzu: Der Kauf direkt auf der offiziellen Seite mit ausreichendem Vorlauf ist oft die allerbilligste Variante, besonders wenn du auf Sommerrabatte außerhalb der Stoßzeit stößt.

Wenn du auch weitere Londoner Magnete besuchen willst, schau dir unbedingt die Kombitickets von Merlin an. Für einen Preis ab rund 51 £ kannst du die Aussicht zum Beispiel mit dem Wachsfigurenkabinett Madame Tussauds oder dem riesigen SEA LIFE Aquarium verbinden, wobei du für die weiteren Attraktionen ganze sieben Tage Zeit hast. Wenn du das Paket mit allen fünf Attraktionen für etwa 60 £ kaufst, kommt dich ein Einzeleintritt lächerlich günstig.

2. Fast Track – lohnt es sich, Zeit zu sparen?

Die normale Warteschlange beim Einsteigen dauert an einem durchschnittlichen Tag etwa zwanzig Minuten, kann sich aber in den Ferien und an sonnigen Wochenenden leicht auf knapp eine Stunde ziehen. Genau deshalb gibt es Fast-Track-Tickets, deren Preis bei rund 42 bis 46 Pfund beginnt. Sie garantieren dir den Einlass durch einen speziellen, reservierten Korridor, wo du dich meist nur fünf bis zehn Minuten aufhältst.

Man muss sich aber ehrlich fragen, ob es sich lohnt, diese rund zehn Pfund extra draufzulegen. Nach den Erfahrungen von Reisenden lohnt sich der schnelle Einlass wirklich nur zur absoluten Stoßzeit, also im Sommer, am Wochenende oder in den Schulferien. Wenn du an einem Wochentag im November vormittags zum Fluss kommst, gehst du so schnell durch die normale Schlange, dass ein Premium-Ticket nur eine unnötige Geldverschwendung wäre.

3. Was du vom Rad aus siehst und wie die Fahrt abläuft

Sobald du an der Reihe bist, steigst du in eine der zweiunddreißig verglasten Kapseln. Die Besonderheit ist, dass das Rad zum Einsteigen nicht anhält, sich aber so langsam bewegt (etwa mit einem Viertel des normalen Gehtempos), dass du auch mit Kinderwagen fließend in die Kabine kommst. Eine komplette Umdrehung dauert exakt dreißig Minuten und bietet dir Aussicht bis zu vierzig Kilometer weit – an einem klaren Tag siehst du theoretisch bis zum Schloss Windsor.

Der größte Höhepunkt liegt aber direkt unter dir. Nach und nach offenbart sich dir der atemberaubende Blick auf das Parlamentsgebäude, den Turm Big Ben und die Westminster Abbey. Aus der Kabine sieht man auch die St Paul’s Cathedral oder den Buckingham Palace. Im Inneren der Kapsel findest du leider keine Infotafeln, die dir sagen, was du gerade siehst – du musst dir also notfalls mit der Karte auf deinem Handy behelfen.

Ich muss dich aber auf eine Sache hinweisen, über die sich Leute in Rezensionen oft beklagen. In eine Kapsel passen bis zu fünfundzwanzig Personen, und die Holzbank in der Mitte bietet nicht mal der Hälfte davon Platz. In der Sommersaison sind die Kabinen ziemlich voll, also rechne damit, dass du die ganze halbe Stunde wahrscheinlich stehen wirst. Das komplett verglaste Design erzeugt zudem viele Reflexionen, was den Versuch, das perfekte Instagram-Foto zu machen, manchmal etwas erschwert.

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4. Vergleich: London Eye oder lieber eine andere Aussicht?

Das ist wohl der wichtigste Abschnitt des ganzen Artikels. Viele wissen nicht, dass es in London Orte gibt, von denen die Aussicht noch grandioser ist und die dich zudem keinen Cent kosten. Unten habe ich für dich eine Vergleichstabelle der interessantesten Aussichtspunkte vorbereitet, damit du genau nach deinem Geschmack und Budget wählen kannst.

AussichtHöhePreis 2026 (Erwachsener)Reservierung
Sky Garden~155 mKOSTENLOSNötig (Mo früh, 3 Wochen im Voraus) + Ausweis
Horizon 22254 mKOSTENLOSNötig online im Voraus
Parks (Primrose / Greenwich / Parliament Hill)63–98 m ü. NNKOSTENLOSKeine
Tate Modern Viewing Level~40 mKOSTENLOSKeine
Lift 109 (Battersea)109 mab 17 £Empfohlen
London Eye135 mab 29 £Empfohlen
The Shard244–306 mab ~32 £Empfohlen

Mein wichtigster ehrlicher Tipp: Wenn du ein knappes Budget hast, spar dir die teuren Attraktionen und geh zum Sky Garden. Es ist der höchste öffentliche Garten der Stadt, liegt höher als das Rad selbst und der Eintritt ist völlig kostenlos. Du spazierst zwischen tropischen Pflanzen unter einer riesigen Glaskuppel und der Ausblick ist der Wahnsinn. Es gibt aber einen großen Haken: Die Tickets werden immer montags früh für rund drei Wochen im Voraus freigegeben und die besten Zeiten sind buchstäblich in wenigen Minuten weg. Vor Ort musst du dann einen Ausweis mit dem Namen aus der Reservierung vorzeigen.

Und für wen lohnt sich das legendäre Riesenrad nun? Auf jeden Fall für alle, die zum ersten Mal in London sind und die klassische Ikone erleben wollen. Es ist toll mit kleinen Kindern, weil die Kabine geschlossen und sicher ist, und wunderbar für romantische Naturen. Wenn du aber eher Ruhe ohne Menschenmassen suchst oder die absolut höchste Aussicht willst, sind der Wolkenkratzer The Shard oder der kostenlose Horizon 22 die viel bessere Wahl. Beim The Shard solltest du 2026 aber aufpassen: Von Februar bis Mai läuft dort eine Renovierung und die höchste offene Plattform Level 72 ist vorübergehend geschlossen.

5. Wann für das beste Erlebnis fahren

Wenn dir das Fotografieren nicht so wichtig ist und du hauptsächlich den Menschenmassen entgehen willst, ist die beste Strategie, dir das allererste Morgen-Zeitfenster gleich nach Öffnung zu reservieren. Morgens herrscht am Ufer relative Ruhe, das Licht fällt schön auf die umliegenden Gebäude und du musst nicht um einen Platz am Glas kämpfen. Eine weitere ruhigere Zeit sind die späten Abende, rund neunzig Minuten bevor die Attraktion für die Öffentlichkeit schließt.

Das absolut zauberhafteste Erlebnis hast du aber während der sogenannten blauen Stunde (blue hour). Erfahrene Reisende empfehlen, ein Zeitfenster so zu reservieren, dass du die Kabine kurz nach Sonnenuntergang betrittst. Der Himmel ist noch nicht ganz dunkel und hat eine wunderschön satte Farbe, aber die Straßen und Denkmäler unter dir leuchten schon in tausend Lichtern. Diese Abend-Slots sind aber enorm beliebt, deshalb musst du sie wirklich weit im Voraus buchen.

Eine entscheidende Rolle spielt natürlich das Wetter, denn im typischen Londoner Nebel siehst du aus 135 Metern Höhe nicht viel. Viele raten, mit dem Ticketkauf je nach Vorhersage zu warten, aber dann riskierst du, dass kein Platz mehr für dich frei ist. Der Vorteil des offiziellen Anbieters ist, dass er bei ausgewählten Tickets die Möglichkeit einer Umbuchung des Datums bietet – das kann dich retten, wenn sich über der Themse schwere Regenwolken zusammenziehen.

6. Wie du das London Eye am besten von außen fotografierst

Fast jeder will das ikonische Foto mitnehmen, auf dem die mächtige Stahlkonstruktion über dem Fluss aufragt. Im Inneren der Kabine verderben oft unglückliche Spiegelungen im Glas das Foto, der beste Trick ist also, die Linse deines Handys oder deiner Kamera möglichst nah ans Glas zu halten, um die störenden Reflexionen aus dem Kabineninneren abzuschirmen. Die echten fotografischen Perlen machst du aber von außen.

Der beliebteste Ort für die Gesamtaufnahme ist die nahe Westminster Bridge. Stell dich auf ihre Südseite, sodass du das Rad vor dir und das Parlamentsgebäude im Rücken hast. Besonders früh am Morgen oder nachts, wenn die Konstruktion wunderschön beleuchtet ist, machst du von hier unglaubliche Fotos. Interessant: Seit 2020 leuchtet das Rad offiziell in Pink – wegen des Hauptsponsors.

Wenn du ein Foto mit etwas anderer Perspektive willst, begib dich direkt unter die Konstruktion in den Park Jubilee Gardens. Wenn du die Linse von unten nach oben richtest, kommen der riesige Maßstab und die massiven Stahlseile, die diesen Koloss zusammenhalten, schön zur Geltung. Zudem gibt es hier einen schönen Rasen, wo du dich nach dem Fotografieren mit einem Kaffee hinsetzen und einfach das Treiben beobachten kannst.

7. Besuch mit Kindern und mit Höhenangst

Viele Leute sagen mir, dass sie gern hinauffahren würden, aber panische Höhenangst haben. Die Wahrheit ist: Diese Attraktion ist für Höhenängstliche überraschend freundlich. Die Bewegung des ganzen Mechanismus ist so unglaublich langsam und fließend, dass nichts ruckelt oder schaukelt. Die Kapseln sind zudem riesig, stabil und vollständig geschlossen, sodass du nicht das Gefühl hast, irgendwo am offenen Rand eines Abgrunds zu stehen.

Für Familien mit Kindern ist es umgekehrt ein magisches Erlebnis. Kinder lieben meist schon allein die Tatsache, dass sie in eine riesige, in den Wolken schwebende Blase einsteigen. Mit einem kleineren Kinderwagen kommst du problemlos hinein (nur die ganz riesigen musst du vielleicht zusammenklappen), und weil der Raum recht groß ist, können sich die Kinder ziemlich frei bewegen. Stell dich nur darauf ein, dass drinnen keine Verpflegung verkauft wird – Snack und Getränk musst du also mitbringen.

8. Faszinierende Fakten über das Rad

Dieses ganze Bauwerk ist ein einziges technisches Wunder. Wusstest du zum Beispiel, dass das Rad liegend direkt über dem Wasser der Themse gebaut wurde? Die einzelnen Teile kamen auf Lastkähnen hierher, die Arbeiter montierten sie auf Plattformen zu einem riesigen Kreis, und erst danach wurde das gesamte enorme Gewicht mit hydraulischen Hebern langsam in die Höhe aufgerichtet. Das dauerte mehrere Tage und war ein absolutes Ingenieurs-Unikat.

Interessant ist auch die Nummerierung der Kapseln selbst. Es sind zwar genau zweiunddreißig, aber wenn du die Kabine mit der Nummer dreizehn suchen würdest, findest du sie nicht. Die Nummerierung geht von eins bis dreiunddreißig und die Dreizehn wurde einfach übersprungen – wegen des britischen Aberglaubens. Ursprünglich entstand dieses riesige Bauwerk übrigens nur als temporäres Projekt zur Feier des neuen Jahrtausends und sollte nach fünf Jahren abgebaut werden.

Dank der enormen Popularität (jährlich kommen über dreieinhalb Millionen Besucher hierher) blieb das Rad aber dauerhaft und wurde zur meistbesuchten kostenpflichtigen Attraktion in ganz Großbritannien. Und wenn du einen Tipp für etwas ungewöhnliche Romantik suchst: Hier fanden bereits über fünftausend Heiratsanträge und sogar mehr als fünfhundert offizielle Hochzeiten statt. Sie bieten nämlich auch eine spezielle Privatkapsel nur für zwei an – auch wenn die dich einen hübsch dicken Batzen kostet.

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Wissenswertes über das London Eye, das du nicht kennst

Das Rad, das eigentlich gar nicht bleiben sollte

Als das Architektenpaar David Marks und Julia Barfield den Wettbewerb um das neue Symbol des Jahrtausends gewann, ahnten sie wohl nicht, was sie damit auslösen würden. Die feierliche Eröffnung fand ganz am Ende des Jahres 1999 statt und die Öffentlichkeit konnte erstmals im März 2000 mitfahren. Ursprünglich sollte dieses riesige Rad am Ufer nur fünf Jahre als temporäre Attraktion stehen. Die Beliebtheit bei Touristen schoss aber raketenartig in die Höhe und bald war klar, dass es nirgendwohin umziehen würde.

Heute gehört es zu den absolut meistbesuchten kostenpflichtigen Attraktionen Großbritanniens, wohin jährlich über dreieinhalb Millionen Menschen strömen. Der Bau selbst kostete 70 Millionen Pfund und erinnerte an spannende Ingenieurs-Science-Fiction. Die einzelnen Teile kamen auf Lastkähnen und das Rad wurde liegend montiert – direkt über dem Wasser der Themse. Erst dann richteten es riesige hydraulische Heber unendlich langsam in die heutige Form auf.

Warum du die Kapsel Nummer 13 nicht findest

Wenn du dich vor das Rad stellst und die verglasten Zehn-Tonnen-Kabinen zählst, kommst du genau auf die Zahl zweiunddreißig. Doch wenn du dir ihre Nummerierung ansiehst, stellst du fest, dass sie bis zur Dreiunddreißig geht. Die Briten sind nämlich abergläubisch und haben die Zahl dreizehn schlicht übersprungen, um kein Unglück heraufzubeschwören. Schließlich will niemand in 135 Metern Höhe in einer verfluchten Kabine für fünfundzwanzig Personen feststecken.

Unter Einheimischen wird gern erzählt, dass die zweiunddreißig Kapseln genau den zweiunddreißig Londoner Stadtbezirken (den sogenannten Boroughs) entsprechen. Klingt nach einer schönen, durchdachten Symbolik, oder? In Wirklichkeit handelt es sich aber eher um eine hübsche Stadtlegende, die die Leute verständlicherweise ins Herz geschlossen haben.

Das Rad, das ständig seinen Namen ändert

Die Einheimischen nennen es zwar kurz einfach „Eye“, aber der offizielle Name ändert sich danach, wer gerade Geld ins Marketing pumpt. Gleich nach der Eröffnung finanzierte es eine bekannte Fluggesellschaft, weshalb es lange Jahre den Namen British Airways London Eye trug. Manche älteren Enzyklopädien oder gedruckten Reiseführer geben diesen Namen bis heute fälschlich an.

Im Laufe der Jahre wechselten sich gleich mehrere Giganten ab, darunter Coca-Cola. Seit Februar 2020 heißt es aber offiziell lastminute.com London Eye. Genau wegen dieses aktuellen Sponsors leuchtet das Rad nach Einbruch der Dunkelheit in einem kräftigen Pink, das perfekt zum Erscheinungsbild der Firma passt.

Über fünftausend Heiratsanträge

Sonnenuntergang, Blick auf den beleuchteten Big Ben und eine sich langsam drehende verglaste Blase vollbringen wahre Wunder für die menschliche Romantik. Während der Fahrt fielen hier bereits über fünftausend Heiratsanträge. Wenn du also jemanden nervös die Sakkotasche umklammern siehst, ist ziemlich klar, was passieren wird, sobald die Kabine ganz oben ankommt.

Beim Ring hört es aber längst nicht auf. Die Attraktion hat sogar eine offizielle Lizenz zum Durchführen von Hochzeiten. Ihr Ja-Wort gaben sich hier bereits über fünfhundert Paare und die ersten Frischvermählten wurden gleich im Jahr 2001 getraut. Man muss sich nur ziemlich beeilen, denn eine Aussichtsumdrehung dauert nur dreißig Minuten.

Wohin weiter vom London Eye

Wenn du mit beiden Füßen wieder auf festem Boden stehst, wäre es riesig schade, nicht die weiteren Schönheiten dieser Stadt zu erkunden. Wirf einen Blick in unseren ausführlichen Artikel mit 50 Tipps, was man in London sehen und erleben kann, wo du eine Karte und jede Menge Inspiration für die weiteren Tage findest. Nur eine kurze U-Bahn-Fahrt entfernt liegt der berühmte Tower of London, wo du die britischen Kronjuwelen bestaunen und blutige Geschichten aus der Vergangenheit hören kannst.

Und wenn du auf guten Kaffee stehst, schau in unseren Guide zu den besten Cafés in London – wir haben nur Läden mit einer Google-Bewertung über 4,6 ausgewählt.

Ein kurzes Stück vom Parlament entfernt steht die Westminster Abbey – Ort der Krönungen und königlichen Gräber, in den man beim Evensong sogar kostenlos hineinkommt.

Magst du Geschichte und Kunst? Dann lass dir das British Museum nicht entgehen – der Eintritt ist kostenlos, und in unserem Guide findest du, was du in ein paar Stunden nicht verpassen solltest.

Und gleich neben der Festung steht die berühmte Tower Bridge – in unserem Guide erfährst du, wann sich die Brücke hebt und ob sich die kostenpflichtige Ausstellung mit dem Glasboden lohnt.

Verpasse auch nicht den majestätischen Buckingham Palace, vor dem regelmäßig die Wachablösung stattfindet – ein Erlebnis, das zu Großbritannien einfach dazugehört. Wenn du mit Kindern reist oder selbst Fan der Zauberwelt bist, musst du unbedingt ins Harry-Potter-Studio in London. Und wenn du einen Mietwagen hast oder dir einen Busausflug außerhalb der Stadt gönnst, mach dich auf, um das mystische Stonehenge zu bewundern, das von Dutzenden Rätseln umrankt ist.

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Häufig gestellte Fragen

Welche ist die nächstgelegene U-Bahn-Station beim London Eye?

Am nächsten liegt die Station Waterloo, von der es etwa fünf Minuten zu Fuß bis zur Themse sind. Eine großartige Alternative ist auch die Station Westminster am gegenüberliegenden Ufer, von der aus Sie die Attraktion über einen wunderschönen Spaziergang direkt über die Westminster Bridge erreichen.

Ist die Attraktion für Rollstuhlfahrer zugänglich?

Ja, die gesamte Anlage ist vollständig barrierefrei und Rollstühle passen problemlos in die Kapsel. Aus Sicherheitsgründen gilt allerdings eine Begrenzung auf maximal zwei Rollstuhlfahrer pro Kabine, daher ist es unbedingt erforderlich, ein spezielles Ticket für Rollstuhlfahrer online und mit ausreichend Vorlauf zu reservieren.

Kann ich einen Rucksack oder Koffer mit in die Kabine nehmen?

Mit einem kleinen Rucksack oder einer normalen Handtasche lässt das Personal Sie problemlos durch, rechnen Sie aber mit einer kurzen Sicherheitskontrolle vor dem Einsteigen. Großes Gepäck, Koffer oder riesige Rucksäcke sind strikt verboten und vor Ort gibt es leider keine offizielle Gepäckaufbewahrung.

Dürfen Hunde mit auf das London Eye?

Gewöhnliche Haustiere haben aus nachvollziehbaren Gründen streng verbotenen Zutritt zu den Kapseln. Eine Ausnahme gilt nur für offizielle Assistenz- und Blindenhunde, die ihre Besitzer nach Vorlage des entsprechenden Ausweises begleiten dürfen.

Muss man für Kleinkinder zahlen?

Kinder bis zwei Jahre haben völlig kostenlosen Eintritt zur Aussichtsplattform und es fällt keine Gebühr an. Trotzdem dürfen Sie diese bei der Online-Reservierung nicht vergessen, denn aus Kapazitätsgründen muss für sie im System ein sogenanntes Nullticket ausgestellt werden.

Kann ich mein Ticket umbuchen, wenn es regnen soll?

Wenn Sie die Tickets direkt über die offizielle Website kaufen, haben Sie bei den meisten Standardtickets die Möglichkeit, Datum und Uhrzeit des Besuchs kostenlos zu ändern. Diese Rettungsoption bei schlechtem Wetter kann normalerweise bis zu fünfmal genutzt werden, sodass Sie Ihr Geld nicht verlieren.

Ist es in der Kapsel warm oder eher kalt?

Jede der zweiunddreißig Kabinen ist mit einem modernen Klimatisierungs- und Heizsystem ausgestattet, sodass die Temperatur drinnen zu jeder Jahreszeit angenehm ist. Sie müssen keine Angst haben, dass Sie im Sommer in der gläsernen Blase brutzeln oder im Winter frieren.

Gibt es irgendwo Rabatte auf den Eintritt?

Wenn Sie mit dem Zug nach London reisen (National Rail), können Sie die beliebte 2FOR1-Aktion über das Portal Days Out Guide nutzen, bei der zwei Personen zum Preis von einer hineinkommen. Eine weitere Sparmöglichkeit ist der Kauf von Kombitickets für mehrere Attraktionen auf einmal, wodurch der Preis pro Eintritt deutlich sinkt.

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