Kefalonia, Griechenland: 16 Tipps, was man sehen und tun kann

Wenn du einen Sommerurlaub in Griechenland planst und die Kykladen zu trocken und überlaufen wirken, habe ich einen heißen Tipp für dich. Kefalonia Griechenland – die größte der Ionischen Inseln – überrascht schon bei der Landung damit, wie satt grün hier alles ist. Hohe Berge gehen fließend in tiefe Wälder über, die direkt ins Meer stürzen, das in unglaublich intensiven Türkis- und Tintenblautoenen schimmert.

Obwohl die Insel durch den Hollywood-Film „Corelli“ weltbekannt wurde, hat sie ihre entspannte und authentische Atmosphäre bis heute bewahrt. Dank der riesigen Fläche verteilen sich die Touristenströme ganz natürlich, sodass man sich selbst im Sommer nicht auf den Füßen steht. Du findest hier stille Bergdörfer, wilde Kiesbuchten und lange Sandstrände mit sehr flachem Einstieg.

Zusammenfassung Kefalonia Griechenland
Foto: Matt Sims / Wikimedia Commons, CC BY 2.0
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Zusammenfassung

  • Fortbewegung auf der Insel: Kefalonia ist riesig und bergig – ein Mietwagen ist hier ein absolutes Muss, wenn du das Beste der Insel sehen möchtest.
  • Historische Spuren: Im August 1953 wurde die Insel von einem verheerenden Erdbeben der Stärke 7,2 erschüttert, das die meisten Dörfer dem Erdboden gleichmachte – einzige Ausnahme ist das unversehrt gebliebene Städtchen Fiskardo im Norden.
  • Berühmtester Strand: Die Bucht Myrtos gilt als fotogenischste ganz Griechenlands – aber Vorsicht vor tückischen Strömungen und dem sehr steil abfallenden Meeresgrund.
  • Naturwunder: Lass auf keinen Fall eine Bootsfahrt auf dem unterirdischen See in der Höhle Melissani aus, wo zur Mittagszeit magische Lichtstrahlen durch die Deckenöffnung fallen.
  • Morgendliche Show: Im Hafen der Inselhauptstadt Argostoli kannst du jeden Morgen kostenlos riesige Meeresschildkröten beobachten, die zu den Fischerbooten schwimmen.
  • Beste Reisezeit: Absolut bester Reisemonat ist September – die Sommermassen sind weg, die Preise sinken, aber das Meer ist noch herrlich warm.
Beste Reisezeit für Kefalonia Griechenland
Foto: Berit from Redhill/Surrey, UK / Wikimedia Commons, CC BY 2.0

Beste Reisezeit für Kefalonia

Kefalonia hat ein klassisches Mittelmeerklima, doch wegen der üppigen Vegetation ist die Luftfeuchtigkeit etwas höher als auf anderen griechischen Inseln. Die beste Reisezeit ist der Übergang von Mai auf Juni sowie der gesamte September, wenn die Temperaturen angenehme 27 bis 30 Grad erreichen und der Himmel wolkenlos strahlt. Die Frühlingsmonate locken mit leeren Straßen und einer herrlich blühenden Natur – das Meer ist nach dem Winter allerdings noch recht frisch und erfordert etwas Überwindung.

September und Anfang Oktober sind für die Ionischen Inseln generell die allerbeste Wahl: Das Meer hat nach dem ganzen Sommer angenehme 25 bis 26 Grad – wie eine aufgewärmte Badewanne. Den August hingegen solltest du besser meiden, denn dann strömen Italiener und Griechen selbst auf die Insel – sie platzt aus allen Nähten. Kefalonia verfügt nicht über so viele Hotels wie das benachbarte Zakynthos, daher sind die Kapazitäten im August hoffnungslos ausgebucht und die Unterkunftspreise verdoppeln sich oft gegenüber dem Frühsommer.

Im Juli und August klettern die Temperaturen zudem regelmäßig an die 40-Grad-Marke, was Wanderausflüge und Sehenswürdigkeiten ziemlich anstrengend macht. Entscheidest du dich trotzdem für die Hauptsaison, plane deinen Besuch der bekanntesten Strände am frühen Morgen, um der größten Hitze und Parkproblemen zu entgehen.

Ein großer Vorteil der Ionischen Inseln: Hier weht im Sommer kein gefürchteter Meltemi-Wind, der auf den östlichen Inseln lästig Sand aufwirbelt und Fähren aufhalten kann. Von Deutschland aus erreichst du Kefalonia bequem: Der Flug dauert etwa drei Stunden, und ab Frankfurt oder München gibt es direkte Charterflüge mit verschiedenen Veranstaltern – die Ticketpreise starten ab etwa 150 €. Außerhalb der Saison fliegst du mit Zwischenstopp in Athen, alternativ geht es auch per Fähre vom griechischen Festlandhafen Kyllini.

Wo übernachten auf Kefalonia Griechenland
Foto: Fæ / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Wo übernachten auf Kefalonia

💡 Unterkunfts- und Erlebnistipp: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es in der Regel die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich, über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.

Denk im Voraus über deine Unterkunft nach, denn die Karte kann ganz schön täuschen – die Distanzen zwischen den Sehenswürdigkeiten sind für griechische Verhältnisse wirklich beträchtlich. Die kurvenreichen Bergstraßen verlängern jede Fahrt erheblich: Die Strecke von der Inselhauptstadt Argostoli bis ins nördliche Fiskardo dauert locker anderthalb Stunden. Für einen Erstbesuch und Familien mit Kindern ist die Gegend um Lassi ideal, nur ein paar Minuten vom Flughafen und der Hauptstadt entfernt. Hier findest du eine top Infrastruktur, viele gute Restaurants und vor allem die wunderschönen Sandstrände Makris Gialos und Platis Gialos mit sehr flachem Einstieg.

Wer eine Ruheoase sucht und bereit ist, etwas mehr für Luxus auszugeben, sollte sich das wunderschöne White Rocks Hotel direkt in Lassi ansehen – mit eigenem Privatstrand, atemberaubendem Meerblick und Doppelzimmern mit Frühstück ab etwa 300 € pro Nacht. Für Paare und Liebhaber langer Strandspaziergänge ist das Ferienort Skala im Südosten eine tolle Wahl mit deutlich ruhigerer Urlaubsatmosphäre – zum Beispiel im hervorragend bewerteten Aparthotel Blue Jasmine. Wer lieber Stadtleben und abendliche Promenadenspaziergänge mag, ist in Argostoli richtig – dort gibt es auch günstigere Unterkünfte wie die Blue Paradise Studios.

Eine sehr strategische Lage zum Erkunden der Insel bietet das Städtchen Sami an der Ostküste: Von hier aus bist du schnell bei beiden berühmten Höhlen und am Strand Antisamos, und auch ein Bootsausflug zur benachbarten Insel Ithaka ist von hier einfach zu organisieren. Angenehme Studios sind hier schon ab 70 € pro Nacht zu finden. Wer absolute Privatsphäre bevorzugt, sollte sich das stilvolle Ideales Resort in der Gegend von Trapezaki anschauen, das luxuriöse Villen mit eigenem Pool und großem Grill bietet.

Eine interessante und etwas günstigere Alternative ist die ruhigere Halbinsel Paliki im Westen – bedenke aber, dass du nach der Ankunft die lokale Fähre von Argostoli nach Lixouri nehmen musst, die zum Glück sehr häufig fährt und nur etwa zwanzig Minuten braucht. In der Gegend von Svoronata nahe dem Flughafen liegt das hervorragend bewertete Avithos Resort Hotel, das von Grün umgeben ist und nur einen kurzen Fußweg vom schönen Sandstrand Avithos entfernt liegt – perfekt für Familien mit kleinen Kindern, die eine entspannte Auszeit ohne lange Fahrten suchen.

16 Tipps, was man auf Kefalonia Griechenland sehen und tun kann
Foto: Antonis Kossyvas / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

16 Tipps, was man auf Kefalonia sehen und tun kann

Die Insel hat so viele wunderschöne Orte zu bieten, dass du in einem einzigen Urlaub kaum alles schaffst – du könntest locker einen ganzen Monat hier verbringen und würdest immer noch Neues entdecken. Ich habe die schönsten Highlights für dich zusammengestellt, egal ob du lieber am Strand liegst oder in die Berge möchtest.

Myrtos Beach Kefalonia Griechenland
Foto: allen watkin from London, UK / Wikimedia Commons, CC BY 2.0

1. Myrtos Beach

Myrtos ist der Strand, den du von allen Postkarten kennst – und live haut er dich trotzdem vom Hocker. Weiße Kieselsteine, eine steile Kalksteinwand, Wasser in leuchtendem Zyanblau, das auf Fotos fast unwirklich aussieht. Der riesige Halbmond aus gleißend weißen Kieseln liegt tief unter einer steilen Felswand, und die Serpentinenstraße hinunter ans Wasser ist lang und schmal – also wirklich vorsichtig fahren und Geduld mitbringen, denn man muss gelegentlich Bussen ausweichen.

Direkt am Strand gibt es einen kostenlosen Parkplatz, der in der Hochsaison allerdings schon vor zehn Uhr morgens hoffnungslos voll ist – also früh aufstehen! Oberhalb der Serpentinen befindet sich noch ein beliebter Aussichtspunkt, von dem aus du das berühmte Postkartenfoto schießen kannst, das du aus allen Reisekatalogen kennst.

💡 Tipp: Myrtos kann für Schwimmer tückisch sein und verlangt großen Respekt. Der Meeresgrund fällt schon nach wenigen Schritten steil ab, und es bilden sich oft starke Unterströmungen, selbst wenn der Rest der Insel völlig ruhig ist – siehst du größere Wellen, gehe lieber erst gar nicht ins Wasser. Vergiss gute Badeschuhe nicht, denn das Laufen über die aufgeheizten weißen Kiesel ist barfuß ziemlich schmerzhaft.

Das Dorf Assos auf der Halbinsel mit der venezianischen Festung, Kefalonia
Foto: Spiros Rokkos, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

2. Assos

Auf einem schmalen Landstreifen einer malerischen, dicht bewaldeten Halbinsel schmiegt sich das kleine Dorf Assos, das ohne Übertreibung zu den romantischsten Orten auf ganz Kefalonia zählt. Die pastellfarbenen Häuschen im venezianischen Stil spiegeln sich wunderschön auf dem stillen Wasser der Bucht und laden geradezu zum stundenlangen Sitzen in einer der örtlichen Tavernen ein – am besten mit einem eisgekühlten Frappé in der Hand. Erwarte keine weißen Kykladenkulissen: Hier regieren Ockertöne, Rosa und Gelb.

Direkt über dem Dorf thront majestätisch die weitläufige Ruine der venezianischen Burg aus dem Jahr 1593, die die Inselbewohner einst vor Piraten und türkischen Angriffen schützen sollte. Ein schöner Wanderpfad führt vom Dorf zur Festung hinauf – du kannst entweder den kürzeren, steilen Weg über Felsen wählen oder die längere, sanftere Route auf der alten gepflasterten Straße, der Rundweg dauert etwa zwei Stunden.

Oben erwarten dich ein phänomenales Panorama über die Umgebung und das dunkelblau leuchtende Ionische Meer. Ich empfehle, den Trek gleich am frühen Morgen zu starten, solange die Sonne noch nicht so viel Kraft hat, denn der Weg führt größtenteils in der prallen Sonne, und der Aufstieg ist anstrengend. Das Parken im Dorf ist kostenlos auf dem großen öffentlichen Parkplatz gleich links beim Einfahren.

Abendpanorama des Hafens von Fiskardo mit venezianischer Architektur
Foto: Tom dl, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons

3. Fiskardo

Dieses unglaublich elegante Fischerstädtchen an der nördlichsten Spitze der Insel hat eine faszinierende Geschichte und eine ganz andere Atmosphäre als der Rest Kefaloniasillas. Als eines der wenigen Orte auf der Insel hat es nämlich das verheerende Erdbeben von 1953 nahezu unbeschadet überstanden und bewahrt bis heute seine ursprüngliche venezianische Architektur mit Fensterläden und Balkonen, über die violette Bougainvilleen ranken. Von Argostoli fährst du auf kurvenreichen Bergstraßen rund anderthalb Stunden hierher.

Heute gilt Fiskardo als eines der luxuriösesten und exklusivsten Urlaubsziele im gesamten Ionischen Meer, zu dem die Schickeria aus ganz Europa pilgert. Die Promenade wird von teuersten Privatjachten und bunten alten Fischerbooten gesäumt, und die engen Gassen sind voller Designerboutiquen und ausgezeichneter Restaurants mit perfektem Blick auf die bergige Nachbarinsel Ithaka.

Die meisten Besucher kommen leider zur Mittagszeit im Rahmen organisierter Bootstouren, daher ist es zwischen halb zwölf und halb drei nachmittags richtig voll. Komm lieber am späten Nachmittag, wenn sich die Gassen langsam leeren – oder mach einen kurzen Spaziergang zum nahe gelegenen alten venezianischen Leuchtturm aus dem 16. Jahrhundert, der auf einer Klippe hinter dem Hafen steht und wunderbare Ausblicke ohne Menschenmassen bietet.

Blick auf Argostoli, die Hauptstadt von Kefalonia
Foto: Sztudva Gyöngyi, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons

4. Argostoli

Die Inselhauptstadt wurde nach dem verheerenden Erdbeben praktisch vollständig zerstört und neu aufgebaut – hier findest du keine romantischen verwinkelten Altstadtgassen, sondern breite Boulevards voller moderner Cafés und Geschäfte. Die Stadt hat dennoch eine sehr lebendige Atmosphäre, besonders abends, wenn sich die Einheimischen auf dem großen Hauptplatz Vallianou zu langen Gesprächen treffen und Kinder bis spät nachts herumlaufen. Entlang der Uferpromenade kann man gut parken, aber im Zentrum sind die Parkzonen gebührenpflichtig – rechne mit etwa 50 Cent pro Stunde.

Das absolute Highlight von Argostoli ist aber etwas ganz anderes – und viel Natürlicheres. Jeden Morgen zwischen etwa acht und zehn Uhr tauchen im seichten Hafen direkt bei den Fischerbooten bedrohte Meeresschildkröten der Art Caretta caretta auf, die hierherschwimmen, um die Fischabfälle zu fressen, die die Fischer ins Wasser werfen. So nah und kostenlos sieht man sie in freier Natur in Europa kaum woanders.

Mach unbedingt einen Spaziergang über die berühmte steinerne De-Bosset-Brücke von 1813, die die Koutavos-Lagune überquert, stolze 700 Meter lang ist und angeblich die längste Steinbrücke der Welt über Salzwasser darstellt. Etwa drei Kilometer vom Zentrum entfernt findest du den ikonischen weißen runden Leuchtturm Agios Theodoros mit zwanzig dorischen Säulen – ein äußerst beliebter Ort zum Sonnenuntergang beobachten.

Türkisfarbenes Wasser in der Melissani-Höhle, durchflutet von Sonnenstrahlen
Foto: Matt Sims, CC BY 2.0, Wikimedia Commons

5. Höhle Melissani

Dieses phänomenale geologische Wunderwerk in der Nähe des Hafens Karavomylos und der Stadt Sami darf in deinem Urlaub auf keinen Fall fehlen – auch wenn sich in der Saison Schlangen bilden. Es handelt sich um einen riesigen Felsspalt mit einem untergetauchten unterirdischen See, dessen Decke einst bei einem starken Erdbeben teilweise eingestürzt ist. Das Wasser des Sees wird kontinuierlich durch ein komplexes unterirdisches System aus Dolinen auf der gegenüberliegenden Seite der Insel bei Argostoli gespeist – das Wasser braucht ganze 15 Kilometer durch das Erdinnere, um hierher zu gelangen.

Bei deinem Besuch steigst du durch einen Tunnel zum Wasser hinunter, setzt dich in ein kleines Holzruderboot und der örtliche Fährmann fährt dich etwa zwanzig Minuten lang über das glasklar durchsichtige Wasser – mit Erklärungen. Eine Eintrittskarte für Erwachsene kostet 10 €, Kinder, Studenten und Senioren über 65 zahlen rund 5 € und Kinder bis sechs Jahre haben freien Eintritt. Die Höhle ist in der Regel von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet, letzter Einlass eine halbe Stunde vor Schließung.

💡 Tipp: Das Timing ist hier für ein perfektes Erlebnis absolut entscheidend. Die beste Zeit für den Besuch ist zwischen 11:30 und 14:00 Uhr, wenn die Sonne am höchsten steht und ihre Strahlen durch die Deckenöffnung direkt auf die Wasseroberfläche fallen. Das Wasser leuchtet dann so intensiv türkisfarben, dass die Boote auf Fotos zu schweben scheinen – und man sieht problemlos bis auf den steinigen Grund.

Tropfsteinschmuck der Drogarati-Höhle auf Kefalonia
Foto: Lubomir Mihalik, CC BY 3.0, Wikimedia Commons

6. Höhle Drogarati

Nur eine kurze Autofahrt vom Melissani-See entfernt befindet sich ein weiterer faszinierenden Untergrundraum – die wunderschöne klassische Tropfsteinhöhle Drogarati. Eine recht lange Treppe führt hinunter, und gleich beim Abstieg begrüßt dich angenehme Kühle: Die Temperatur liegt das ganze Jahr über konstant bei etwa 18 Grad Celsius – eine wahre Wohltat im griechischen Sommerhitze und eine willkommene Abwechslung nach dem Mittagsglut. Auch diese Höhle hat in der Saison typischerweise von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Die Höhle ist riesig und beherbergt eine unglaubliche Anzahl an Stalaktiten und Stalagmiten in allen möglichen Formen und Farben, die man auf keinen Fall berühren darf. Dank ihrer speziellen Form hat der Hauptdom eine außergewöhnliche Akustik und wird als natürlicher Konzertsaal bezeichnet – tatsächlich finden dort gelegentlich öffentliche Konzerte statt.

Der Einzeleintritt kostet 6 € für Erwachsene und 3 € für Kinder, doch wenn du beide unterirdischen Naturwunder der Insel besuchen möchtest, lohnt sich das Kombiticket für 13 € – es gilt für einen Einzel-Eintritt in jede der beiden Höhlen am gleichen oder am folgenden Tag und du sparst ein paar Euro für das nächste Eis. ☺️

Strand Antisamos, umgeben von grünen Hügeln, Kefalonia
Foto: Piet Horden, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons

7. Antisamos

Diesen wunderschönen und äußerst fotogenen Strand findest du versteckt in einer tiefen Bucht, etwa vier Kilometer vom Hafen Sami an der Ostküste, umgeben von satt grünen, bewaldeten Hügeln, die steil bis ans Wasser reichen. Seine Schönheit entdeckten auch Hollywood-Filmemacher: Hier wurden die wichtigsten Szenen des berühmten Films „Corelli“ gedreht, als die Bucht als Kulisse für das große italienische Militärlager diente.

Der Strand ist mit feinen, leuchtendhell-weißen Kieseln bedeckt, und das Wasser ist absolut kristallklar – zusammen mit dem reichen Unterwasserleben an den felsigen Rändern macht das Antisamos zu einem der besten Schnorchelorte der ganzen Insel. Am Ufer reihen sich moderne Beach-Bars wie Acron oder Mojito, wo du köstliche Cocktails genießen und Liegestühle mit Sonnenschirm für den ganzen Tag mieten kannst.

Die Zufahrt ist problemlos und auch mit einem kleinen Auto gut machbar – es gibt genug Parkplätze. Angesichts der großen Beliebtheit solltest du allerdings wissen, dass die Preise für einen Liegestuhl-Set in der Saison zwischen 15 und 20 € liegen – alternativ sind Liegestühle kostenlos, wenn du einen Mindestumsatz an der Bar zwischen 30 und 45 € machst.

Langer Sandstrand in Skala im Süden von Kefalonia
Foto: Matti, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons

8. Skala und der Süden der Insel

Wenn du genug von Kieselsteinen hast und wieder Sand zwischen den Zehen spüren möchtest, fahr in den äußersten Süden der Insel zum beliebten Ferienort Skala. Der dortige, über drei Kilometer lange Strand trägt regelmäßig die EU-Blaue-Flagge für außergewöhnliche Sauberkeit und hervorragende Wasserqualität – perfekt für ein unbeschwertes Bad.

Dank des sehr flachen Meereseingangs und der ruhigen Wellen ist Skala eine traumhafte Destination für Familien mit kleinen Kindern, die sorglos im warmen, seichten Wasser plantschen können. Entlang des Strandes zieht sich eine angenehme Fußgängerzone mit kleinen Souvenirläden, traditionellen griechischen Tavernen und duftenden Cafés für einen gemütlichen Abendspaziergang. Wer Skala zu belebt findet, dem sei das ruhigere Nachbardorf Lourdas empfohlen, das einen ähnlich schönen und langen Strand bietet.

Neben entspanntem Baden lohnt sich ein kleiner historischer Ausflug: Direkt im Ferienort befinden sich frei zugängliche Ruinen eines antiken Tempels und Überreste einer luxuriösen römischen Villa mit wunderschön erhaltenen Originalmosaiken – durchaus einen kleinen Umweg auf dem Rückweg vom Strand wert.

Berg Ainos, höchster Gipfel Kefaloniasillas und Nationalpark
Foto: Abfab27, gemeinfrei, Wikimedia Commons
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9. Berg Ainos

Kefalonia ist längst nicht nur Meer und Baden: Das Herzstück der Insel wird vom gewaltigen Ainoss-Massiv dominiert, dessen höchster Gipfel Megas Soros stolze 1.628 Meter über dem Meeresspiegel aufragt. Das gesamte bewaldete Gebiet von 3.000 Hektar wurde zum einzigen Inselnationalpark Griechenlands erklärt, und ab etwa 600 Metern Höhe bedeckt die seltene endemische Kefalonia-Tanne die Hänge – ihr sehr dunkles Nadelwerk kontrastiert scharf mit dem hellen Kalkstein und verleiht dem Berg aus der Ferne ein geheimnisvolles Aussehen.

Mit dem Auto gelangt man recht bequem bis zum Sender auf dem Parkplatz kurz unterhalb des Gipfels, von wo aus mehrere gut markierte Wanderwege abzweigen – etwa die beliebte eineinhalb Stunden dauernde Runde ab dem Umweltzentrum. Oben ist es gut zehn Grad kühler als unten am Meer, sodass ein Ausflug im heißen August wie ein Geschenk des Himmels wirkt. Vergiss eine leichte Jacke nicht.

Mit etwas Glück und Geduld kannst du in den abgelegeneren Bereichen des Nationalparks Herden von halbwilden Ponys entdecken, die seit Jahrzehnten frei auf den südöstlichen Hängen umherstreifen und ein großes Highlight für Fotografen sind. Bei klarem Wetter bietet sich vom Gipfel ein atemberaubendes Panorama auf Zakynthos, Lefkada und das griechische Festland.

Kloster des Heiligen Gerasimos im Tal von Omala, Kefalonia
Foto: Kefexplorer, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

10. Kloster des Heiligen Gerasimos

Im wunderschönen Tal Omala, direkt am Fuß des majestätischen Ainos-Gebirges, findest du das wichtigste religiöse Zentrum der gesamten Insel. Dieser weitläufige, von außen prächtig verzierte Klosterkomplex ist dem Heiligen Gerasimos geweiht, dem meistverehrten Schutzpatron Kefaloniasillas, dessen mumifizierte Überreste bis heute mit größter Ehrfurcht in einem silbernen Sarkophag aufbewahrt werden. Die Einheimischen glauben, dass der Heilige die Insel auch während des verheerenden Erdbebens beschützte.

Der Klosterkomplex umfasst alte und neuere Gebäude mit beeindruckenden Fresken und goldenen Ikonen. Neben dem Hauptschiff der alten Kirche befindet sich sogar eine kleine, sehr enge unterirdische Höhle, in der der Heilige jahrelang bescheiden als Einsiedler lebte – man kann sie über eine sehr steile Metalltreppe besuchen, wenn man keine Platzangst hat.

Der Besuch des Klosters ist für alle kostenlos, aber vergiss angemessene Kleidung nicht: Bedeckte Schultern und Knie sind für Männer wie Frauen Pflicht. Die Atmosphäre hier ist unglaublich still und beruhigend – ideal für einen Moment der Stille mitten im oft geschäftigen und heißen Strandurlaub. Und der Ausflug lässt sich nahtlos mit einer Weinprobe gleich um die Ecke verbinden – was ehrlich gesagt eine ziemlich perfekte Kombination ist. ☺️

Ein Glas griechischen Weißweins im Weingut
Foto: Glorious 93, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

11. Weingut Robola

Wenn du das Tal Omala erkundest, wäre es eine echte Sünde, die berühmte örtliche Weingenossenschaft Robola Wine Cooperative zu verpassen, die nur wenige hundert Meter vom Kloster des Heiligen Gerasimos entfernt liegt. Das Aushängeschild hier ist die lokale Sorte Robola, ein hervorragender Weißwein, der fast ausschließlich auf den steilen Kalkstein-Terrassenhängen dieser Insel wächst und nirgendwo sonst in Griechenland so gut gedeiht. Es ist ein sehr trockener, frischer und stark mineralischer Wein mit feinen Zitrustönen, den Weinliebhaber lieben werden.

Das Weingut bietet eine frei zugängliche Ausstellung über die interessante Geschichte des Weinbaus auf der Insel und hat in der Hauptreisezeit (Mai bis Oktober) in der Regel täglich von neun Uhr morgens bis acht Uhr abends geöffnet. Der Blick in die Produktion und eine einfache Verkostung an der Theke ist meist kostenlos – ich empfehle aber, dir für etwas Besonderes Zeit zu nehmen.

Buche auf jeden Fall die geführte Sitzverkostung, die sehr günstige 12 € pro Person kostet. Dabei lässt man dir sechs verschiedene Weine probieren (darunter den berühmten Robola oder den süßen Mavrodaphne) und dazu gibt es ein reichhaltiges Brett mit mediterraner Bruschetta, lokalem Käse, getrocknetem Obst und Nüssen – das funktioniert zuverlässig auch als leichtes vegetarisches Mittagessen. 😅

Strand Xi mit rotem Sand auf der Halbinsel Paliki, Kefalonia
Foto: Tigerente, CC BY 4.0, Wikimedia Commons

12. Strand Xi

Fährst du mit dem Auto oder der Fähre auf die westliche Halbinsel Paliki, stößt du etwa acht Kilometer von der Stadt Lixouri entfernt auf einen Strand, der einem völlig anderen Kontinent zu entsprungen scheint. Der Strand Xi ist nämlich für seinen einzigartigen gelben bis ziegelroten Sand bekannt, der einen wunderschönen und extrem fotogenen Kontrast zum hellblauen Wasser des Ionischen Meers bildet. Statt weißer Klippen findet sich hier eine völlig andere Geologie.

Hinter dem Strand erheben sich hohe natürliche Felsen aus hellem Ton, dem die Einheimischen nachweislich wohltuende und heilende Wirkung auf die Haut zuschreiben. Daher sieht man hier oft Touristen jeden Alters, die den Ton mit Meerwasser anmischen und sich begeistert am ganzen Körper und im Gesicht damit einreiben – als hätten sie gerade eine Luxus-Spa-Behandlung unter freiem Himmel gebucht. 😁

Dank des unglaublich feinen Sandes, der Wellenlosigkeit und des sehr warmen, seichten Wassers, in das man dutzende Meter waten kann, ist Xi eine ausgesprochen beliebte Destination für Familien mit Kindern – daher ist es in der Hochsaison lebhaft und laut. Direkt am Strand gibt es bequeme Parkmöglichkeiten und mehrere angenehme Beach-Bars mit Liegeplatzservice.

Strand Petani mit türkisfarbenem Wasser, Kefalonia
Foto: Matt Sims, CC BY 2.0, Wikimedia Commons

13. Versteckte Strände Kefaloniasillas

Wenn dich überteuerte Sonnenschirme und Menschenmassen an den Instagram-berühmten Orten abschrecken, versteckt Kefalonia zum Glück viele einsame Buchten für abenteuerlustigere Naturen. Eines dieser verborgenen Juwelen ist der Strand Fteri, der mit seiner wilden Schönheit und den weißen Kieseln dem berühmten Myrtos locker das Wasser reichen kann – erreichbar ist er aber nur per Boot oder über einen sehr anspruchsvollen Fußmarsch steil bergab auf losem Schotter. Aus dem nahe gelegenen Dörfchen Zola fährt zum Glück ein reguläres Wassertaxi für rund 10 € hin und zurück – die sicherste Variante.

Ganz im Norden nahe Fiskardo liegt die völlig wilde Bucht Dafnoudi, zu der man etwa fünfzehn Minuten durch einen angenehm schattigen Wald laufen muss. Ein weiterer toller Geheimtipp ist die malerische Kiesbucht Emblisi, wo uralte Kiefern und Olivenbäume natürlichen Schatten direkt am Wasser spenden – hier kommt man also auch ohne eigenen Sonnenschirm aus.

💡 Tipp: Manchmal stößt man in Foren oder auf Pinterest auf Fotos vom atemberaubenden, abgelegenen Strand Platia Ammos an der Westküste der Halbinsel Paliki, der mit riesigen steilen Felswänden und absoluter Ruhe aufwarten kann. Aber Vorsicht: Die Zugangstreppen zu diesem Strand wurden durch ein jüngstes Erdbeben stark beschädigt, der Abstieg ist derzeit extrem gefährlich und offiziell verboten – schau dir die Pracht also lieber sicher vom Aussichtspunkt oben an.

Hafen von Sami auf Kefalonia
Foto: GerritR, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

14. Sami und Ausflug nach Ithaka

Das Hafenstädtchen Sami an der Ostküste hat eine schöne lange Promenade – und genau hier bauten die Filmemacher die riesigen hölzernen Kulissen des Vorkriegs-Argostoli für die Dreharbeiten zu „Corelli“, denn die echte Hauptstadt sah nach dem Erdbeben schon zu modern aus. Heute hat Sami eine sehr entspannte und lässige Atmosphäre, mit vielen hervorragenden Uferrestaurants, die fantastische vegetarische Mezze, lokale Käse und das gebackene Gemüsegericht Briam anbieten.

Sami ist auch der praktischste Ausgangspunkt für alle, die die sagenhafte Heimat des Königs Odysseus erkunden möchten. Von hier legen regelmäßig große und kleine Fähren zur Nachbarinsel Ithaka ab – die Überfahrt in den Hafen Piso Aetos dauert nur etwas mehr als eine Stunde und bietet herrliche Ausblicke auf beide Inseln.

Du kannst entweder die günstigere Linienfähre nehmen und die Insel eigenständig mit dem Auto erkunden, oder du buchst einen bequemen organisierten Tagesausflug mit Reiseführer, der dich je nach Schiffstyp, Route und Programm etwa 35 bis 65 € kostet. Ithaka ist kleiner, grüner und unglaublich ruhig – genau die Sorte Insel, auf der die Zeit stehenbleibt und man aufhört, aufs Handy zu schauen.

Boote im Hafen von Fiskardo, Kefalonia
Foto: Dan Taylor, CC BY 2.0, Wikimedia Commons

15. Bootsverleih ohne Führerschein

Kefalonia von der Küste aus zu erkunden ist wunderbar – aber die wildzerklüftete Küstenlinie vom eigenen kleinen Boot aus zu entdecken ist ein Erlebnis auf einer ganz anderen, freieren Ebene. In Griechenland gilt glücklicherweise eine großzügige Regelung: Für kleine Motorboote mit bis zu 30 PS brauchst du keinen Bootsführerschein, nur einen normalen Kfz-Führerschein und eine kurze, aber gründliche Sicherheitseinweisung im Hafen.

Zuverlässige Verleihstationen findest du in den meisten größeren Häfen – sehr beliebt und bewährt sind die in Fiskardo oder in Agia Efimia (z. B. Regina’s Boats) und natürlich auch in Sami (Kefalonia Compass). Mit so einem kleinen Boot kannst du dann völlig frei entlang der geschützten Küste kreuzen und in kleinen, einsamen Buchten anlegen und schwimmen, die mit dem Auto oder zu Fuß nie zu erreichen wären.

In der Hauptsaison solltest du das Boot unbedingt ein paar Tage im Voraus reservieren – gerne auch online von zu Hause aus, da der Andrang groß ist. Der Preis für einen Tagesverleih variiert je nach Ort, Bootsgröße und Monat, liegt aber grob zwischen 80 und 150 € zuzüglich verbrauchtem Benzin. Prüfe die genauen Konditionen vorher, oder schau dir Angebote für organisierte Ausflüge einfach auf GetYourGuide an.

Das Dorf Kourkoumelata auf Kefalonia
Foto: Anastasia Ioanna, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons

16. Kourkoumelata und Metaxata

Wenn du sehen möchtest, wie die Insel vor dem verhängnisvollen August 1953 ausgesehen haben könnte, unternimm einen kurzen Ausflug ins Landesinnere südöstlich von Argostoli, kurz hinter dem Flughafen. Das Dörfchen Kourkoumelata wurde damals zwar ebenfalls dem Erdboden gleichgemacht, aber ein wohlhabender lokaler Reeder namens Vergottis ließ es komplett nach den ursprünglichen Bauplänen bis ins letzte Detail wieder aufbauen – und finanzierte das alles aus eigener Tasche.

Heute ist es dank ihm wohl das gepflegteste und schönste Dorf der gesamten Insel, mit herrlichen neoklassizistischen Häuschen, perfekt gestutzten, blühenden Gärten und eleganten sauberen Gassen ohne allgegenwärtige Stromkabel. Ein großer und sehr angenehmer Kontrast zur sonst rein funktionalen und modernen Bebauung des Rests der Insel.

Gleich nebenan liegt das winzige Dorf Metaxata, das wiederum eher Literatur- und Geschichtsliebhaber anzieht. Denn genau hier verbrachte im Jahr 1823 der berühmte englische Dichter Lord Byron mehrere Monate, bevor er von hier aus aufbrach, um auf dem griechischen Festland für die Unabhängigkeit zu kämpfen – ein würdiges Denkmal und eine Statue erinnern bis heute an seinen inspirativen Aufenthalt auf der Insel.

Teller mit griechischen Vorspeisen Mezedes

Wo isst man auf Kefalonia am besten

Die griechische Küche auf den Ionischen Inseln ist schlicht großartig, und Kefalonia macht da keine Ausnahme. Die hiesigen Tavernen schwören auf frische Zutaten – egal ob Fisch, Meeresfrüchte oder traditionelle Fleischgerichte, du wirst begeistert sein. Die Insel ist für ihren Fleischkuchen Kreatopita bekannt, der unbedingt probiert werden muss, ebenso wie die lokalen Kefalonia-Käse und Mandelsüßigkeiten.

Bei der Wahl des Lokals lohnt es sich, zu schauen, wo die Griechen selbst essen. Einen ausgezeichneten Ruf hat zum Beispiel die Taverne Captain’s Table direkt in Argostoli, wo hervorragender frischer Fisch und gegrillte Tintenfische auf den Tisch kommen. Bist du im Norden rund um Fiskardo, probiere das Restaurant Tassia, bekannt für exzellente Meeresfrüchte und einen traumhaften Blick auf den Hafen. In der Gegend von Lassi findet sich die beliebte Taverne Sto Psito, die nicht nur hervorragende traditionelle Gerichte serviert, sondern auch einen schönen Blick auf den Sonnenuntergang über dem Meer bietet. Vergiss nicht, jede Mahlzeit mit einem Glas gekühltem lokalem Robola-Wein abzurunden.

Wohin weiter von Kefalonia

Kefalonia ist ein hervorragender Ausgangspunkt zur Erkundung des gesamten Ionischen Meeres und des restlichen Griechenlands. Vom Hafen Fiskardo gelangt man per Fähre bequem zur benachbarten Lefkada, und im Südosten kann man auf ein Schiff Richtung Zakynthos steigen. Falls du noch nicht genau weißt, wohin du in diesem Jahr reisen möchtest, haben wir einen Reiseführer Wohin in Griechenland in den Urlaub zusammengestellt, in dem die beliebtesten Ziele verglichen werden.

Schau dir außerdem unsere Übersicht der Schönsten Inseln Griechenlands an, wo wir detailliert erläutern, welche Insel sich für Familien eignet und welche eher für Paare. Wenn dich weitere konkrete Ionische Inseln interessieren, haben wir einen Reiseführer zum Thema Urlaub Zakynthos oder detaillierte Tipps für Urlaub Korfu für dich.

Und falls du auch die südlicheren ägäischen Gebiete in Betracht ziehst, lohnt sich unbedingt der Artikel Urlaub Kreta, und für romantische Gemüter darf natürlich Urlaub Santorin nicht fehlen. Bevor du überhaupt anfängst, den Koffer zu packen, lies unsere praktische Liste Was man für den Griechenland-Urlaub einpacken sollte, damit du nichts Wichtiges vergisst.

Häufig gestellte Fragen

Wenn du zum ersten Mal nach Kefalonia reist, hast du wahrscheinlich viele praktische Fragen im Kopf. Wir haben die häufigsten für dich beantwortet, damit du deinen Griechenland-Urlaub völlig sorgenfrei planen kannst.

Was sollte man auf Kefalonia besichtigen?

Ein absolutes Muss ist der ikonische Strand Myrtos, die Melissani-Höhle mit ihrem unterirdischen See und das historische Städtchen Fiskardo im Norden, das als einziges das Erdbeben überstanden hat. Auf keinen Fall verpassen solltet ihr die Hauptstadt Argostoli, wo ihr morgens im Hafen die Meeresschildkröten Caretta caretta beobachten könnt. Empfehlenswert ist auch ein Ausflug in die Berge zum Nationalpark Ainos, wo wilde Pferde leben und seltene Tannen wachsen.

Welcher Teil von Kefalonia ist am schönsten?

Jeder Teil hat seinen eigenen Charme. Für Liebhaber von Grün und malerischen Dörfchen ist der Norden rund um Fiskardo und Assos am schönsten, wo ihr ursprüngliche venezianische Architektur findet. Wenn ihr feinen Sand und entspanntes Baden sucht, wird euch die Gegend um den Ferienort Skala im Süden am besten gefallen, der Strand Xi mit rotem Sand oder Lassi unweit vom Flughafen, das sich hervorragend als Ausgangspunkt für Ausflüge eignet.

Wann schlüpfen die Schildkröten auf Kefalonia?

Die Caretta caretta Schildkröten paaren sich im Frühling, und die Eiablage erfolgt meist von Mai bis Anfang August, hauptsächlich an den südlichen Stränden der Insel. Die kleinen Schildkrötenbabys schlüpfen dann nach etwa zwei Monaten aus den im Sand vergrabenen Eiern, sodass ihr die beste Chance habt, sie auf ihrem Weg ins Meer zu beobachten, wenn ihr Ende des Sommers kommt, von Mitte August bis Oktober. Ausgewachsene Schildkröten könnt ihr im Hafen von Argostoli das ganze Jahr über sehen.

Wie reist man nach Kefalonia?

Der schnellste und bequemste Weg ist ein Direktflug ab Prag mit Smartwings, der etwas über zwei Stunden dauert und bei dem ihr Tickets schon ab etwa 150 Euro bekommt. Eine weitere Möglichkeit außerhalb der Hauptsaison ist ein Flug mit Umstieg über Athen, oder ihr erreicht die Insel per Fähre vom Festlandhafen Kyllini nach Poros, wobei die Überfahrt etwa 13,50 Euro pro Person kostet.

Wohin kann man auf Kefalonia einen Ausflug machen?

Ein sehr beliebter Tagesausflug ist eine Bootsfahrt zur benachbarten grünen Insel Ithaka, wohin Schiffe vom Hafen Sami ablegen (der Ausflug kostet ca. 35 bis 65 Euro). Eine weitere tolle Möglichkeit ist, sich ein kleines Motorboot bis 30 PS ohne Bootsführerschein zu mieten und wilde versteckte Buchten zu entdecken, oder einen Ausflug ins Omala-Tal zu machen und den Besuch des Klosters des heiligen Gerasimos mit einer Verkostung des lokalen Robola-Weins zu verbinden.

Wie viele Tage sollte man auf Kefalonia verbringen?

Damit euer Urlaub nicht zu stressig wird und ihr ihn in Ruhe genießen könnt, sind fünf bis sieben Tage das absolute Minimum, denn die Fahrten über die Bergstraßen nehmen einiges an Zeit in Anspruch. Die Insel ist wirklich riesig, die Entfernungen sind trügerisch, also wenn ihr sowohl Strände als auch Höhlen sehen und euch dabei bei einem guten Kaffee entspannen möchtet, wären zehn bis vierzehn Tage ideal.

Ist Myrtos gefährlich?

Der Strand Myrtos ist wunderschön und unglaublich fotogen, erfordert aber Respekt. Der Meeresboden fällt hier schon nach wenigen Schritten sehr steil ab, und am Strand bilden sich oft starke und unberechenbare Meeresströmungen, die euch auch an Tagen überraschen können, an denen sich an anderen Stränden der Insel die Wasseroberfläche kaum bewegt. Beachtet immer die aktuellen Warnungen, überschätzt eure Kräfte nicht und geht vorsichtig ins Wasser.

Wo ist auf Kreta der rosa Strand?

Ein bisschen off-topic, aber wir helfen gerne weiter. Die berühmten Strände mit rosa Sand gibt es auf Kreta gleich zwei. Der bekannteste ist Elafonissi an der südwestlichen Spitze der Insel, und der zweite, nicht minder schöne, ist der Strand Balos im Nordwesten.

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