Wie lerne ich schnell eine Fremdsprache?

Du hast schon vieles versucht und stehst immer noch am Anfang – oder möchtest gerade erst mit einer Fremdsprache beginnen und weißt nicht, welche Methode die effektivste ist? Im letzten Jahr habe ich mehr Geld für verschiedene Kurse, Nachhilfe und Lehrbücher ausgegeben, als mir lieb ist – und ein großer Teil davon war schlicht hinausgeworfenes Geld. Was hat also funktioniert, und was nicht? Wer eine Fremdsprache lernen möchte, sollte genau das wissen, bevor er investiert.

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Wie fange ich an, Englisch zu sprechen?

Bevor ich zu den einzelnen Lernmethoden komme, möchte ich kurz zusammenfassen, was ich in meinem Leben alles ausprobiert habe. Wer uns schon länger verfolgt, weiß wahrscheinlich, dass wir beide fließend Englisch sprechen. Das war aber nicht immer so. Aus der Schule hatte ich ganz solide Grundlagen, aber ich traute mich einfach nicht zu sprechen. Diese Blockade kennen viele von euch – deshalb werde ich diesem Thema am Ende des Artikels noch einen eigenen Abschnitt widmen.

Welche Sprachen ich lernen wollte

Letztes Jahr habe ich beschlossen: Da wir Englisch perfekt beherrschen, könnten wir ruhig eine weitere Sprache draufpacken. Ich selbst hatte in der Vergangenheit schon versucht, Spanisch, Französisch und Polnisch zu lernen. Meistens fand ich am Ende irgendeine Ausrede, warum ich aufgehört habe.

Was wir alles ausprobiert haben

Als wir in Kanada waren, habe ich mich in die spanische Sprache verliebt (ja, ich weiß, das klingt ziemlich komisch – Kanada und Spanisch) und beschlossen, Spanisch zu lernen. Lukáš und ich haben wirklich alles versucht. Wir gingen in Kurse an Sprachinstituten, kauften Online-Kurse, Apps und Bücher für Autodidakten und probierten auch privaten Nachhilfeunterricht aus. Im Folgenden schildere ich unsere persönlichen Erfahrungen.

1) Kurse an Sprachinstituten – Englisch, Spanisch oder Deutsch

Das Erste, was wir ausprobiert haben, war ein Kurs an einem Sprachinstitut. Wir dachten, Unterricht mit einem Muttersprachler sei die beste Wahl – schließlich wurde das immer wieder empfohlen, und unsere Freunde schwärmten von den Stunden.

Die Gruppe war relativ klein – meistens waren wir nicht mehr als zehn Personen –, aber am Ende waren wir trotzdem enttäuscht.

Der Kurs war nicht effektiv

Leider stellten wir schnell fest, dass diese Art des Unterrichts ineffektiv ist, wenn man keine ausreichenden Grundlagen hat und der Sprache nicht täglich begegnet.

Die Stunden fanden abends statt, weshalb alle erschöpft kamen – einschließlich der Lehrkräfte. Dadurch wurden die Stunden manchmal unerträglich lang (von 18:00 bis 21:00 Uhr).

Es fehlte uns der persönliche Ansatz, und häufig kamen wir beim Korrigieren von Übungen nicht hinterher – oder langweilten uns im Gegenteil.

Unterricht mit einem Muttersprachler passte nicht zu uns

Der Muttersprachler erklärte alles auf Spanisch – das ist toll, wenn man schon fortgeschritten ist, aber in unserem Fall hat es im Kopf nur Verwirrung gestiftet.

Wir stellten fest, dass wir selbst nach einem mehrwöchigen Kurs die Struktur der Sprache nicht verstanden. Zwar konnten wir uns über grundlegende Dinge unterhalten, aber mit der Grammatik haperte es gewaltig.

Außerdem ist bekannt, dass effektives Sprachenlernen täglich stattfinden sollte (empfohlen werden 10–30 Minuten) – das erfüllen Kurse schlicht nicht. Und natürlich ergibt es auch keinen Sinn, jeden Tag nur kurz in einen Kurs zu gehen.

So holst du das Maximum aus einem Kurs heraus

Damit der Unterricht wirklich etwas bringt, solltest du auch zu Hause lernen. Wir haben dafür Duolingo (mehr dazu weiter unten) und das Wiederholen von Vokabeln in Quizlet genutzt – aber selbst mit allem Ehrgeiz kamen wir außerhalb des Kurses maximal dreimal pro Woche an die Sprache heran.

Am Ende waren wir durch den Kurs eher gestresst als begeistert. Je mehr wir durchnahmen, desto mehr verloren wir uns in der Sprache.

Preis: 30 Stunden kosteten uns umgerechnet ca. 190 € pro Person. Kurse bei renommierten Anbietern wie dem Goethe-Institut oder der Volkshochschule sind ähnlich oder etwas günstiger einzuordnen – vergleiche am besten direkt vor Ort.

Vorteile von Kursen an Instituten

  • Muttersprachliche Lehrkräfte
  • Professioneller Ansatz
  • Großer Fokus auf Konversation
  • Gut geeignet für Fortgeschrittene

Nachteile von Kursen an Instituten

  • Kein individueller Ansatz
  • Intensiv, aber nicht effektiv
  • Relativ hohe Kosten
  • Aufwändige Vorbereitung nötig
  • Abendstunden
  • Kann stressig sein
  • Nur 1–2 Mal pro Woche

Für wen sind Kurse an Instituten geeignet?

Wenn du eine Sprache bereits beherrschst und deine Konversation verbessern und lockerer werden möchtest, sind Kurse an Sprachinstituten eine gute Wahl. Bist du aber eher schüchtern und hast Hemmungen vor anderen (so wie ich), dann gib dort kein Geld aus. Anfängern empfehlen wir Kurse mit Muttersprachler-Lehrkräften an Instituten definitiv nicht.

2) Privater Nachhilfeunterricht – Englisch und andere Sprachen für Anfänger

Nach unseren Erfahrungen im Kurs entschieden wir uns für privaten Nachhilfeunterricht. Wir fanden eine Lehrerin, die zweisprachig aufgewachsen war, sowohl in Deutschland als auch in Spanien studiert hatte und uns die Struktur der Sprache hervorragend erklären konnte. Was wir im Institut wochenlang gelernt hatten, schafften wir mit ihr in einem Bruchteil der Zeit.

Die Stunden waren allerdings teuer, und je länger sie uns unterrichtete, desto weniger effektiv wurden sie. Wieder hatten wir das Problem, dass wir nicht täglich lernten – und dazu konnten wir uns noch schwerer aufraffen als beim Institutsunterricht, weil unsere Nachhilfelehrerin alles sehr gerne nochmal wiederholte.

Außerdem: Je besser wir uns kannten, desto mehr sprach sie auf Deutsch statt auf Spanisch. Oft erzählte sie uns Geschichten aus ihrem Leben – auf Deutsch –, anstatt uns zu unterrichten. Nach ein paar Monaten beendeten wir den Nachhilfeunterricht.

Vorteile von privatem Nachhilfeunterricht

  • Individueller Ansatz
  • Auch für Anfänger geeignet
  • Großer Fokus auf Konversation und Grammatik
  • Maßgeschneidert auf den Lernenden

Nachteile von privatem Nachhilfeunterricht

  • Relativ hohe Kosten
  • Aufwändige Vorbereitung
  • Intensiv, aber nicht immer effektiv

3) Apps zum Sprachenlernen – Vokabeln und Grammatik üben

Obwohl Sprach-Apps gerne mit Versprechen wie „Lerne mit uns eine Fremdsprache“ werben, seien wir ehrlich: Mit einer kostenlosen App wie Duolingo allein wird man keine Sprache lernen. Damit will ich diese Apps aber nicht schlechtmachen – zum Üben sind sie wirklich super.

Natürlich kannst du auch Podcasts in der Zielsprache ausprobieren, Filme schauen oder Bücher lesen. Heutzutage gibt es viele Wege, eine Sprache auf moderne und unterhaltsame Art zu lernen.

Wenn du also einen Kurs besuchst, Nachhilfe nimmst oder zu Hause aus einem Lehrbuch lernst, lad dir unbedingt eine App aufs Handy. Es ist wichtig, täglich Kontakt mit der Sprache zu haben, die du lernen willst – auch wenn du wie wir nach ein paar Monaten wieder aufhörst. Welche Apps lohnen sich?

Duolingo

Wohl die bekannteste und eine der besten Apps zum Sprachenlernen. Sie bietet 30 Sprachen zum Lernen an und ist bis zu einem bestimmten Nutzungsgrad vollständig kostenlos.

Die kostenpflichtige Version (ca. 9,99 € im Monat) ermöglicht es dir, lästige Werbung zu entfernen und Lektionen offline zu speichern. Außerdem erhältst du Zugang zu einer Reihe weiterer Materialien. Praktisch ist auch, dass die App inzwischen vollständig auf Deutsch verfügbar ist.

Die Duolingo-App zum Sprachenlernen
Die Duolingo-App zum Sprachenlernen

Mondly

Die App Mondly ist bis zu einem bestimmten Niveau kostenlos und konzentriert sich auf das Üben der Kommunikation in Alltagssituationen (Restaurant, Einkaufen). Was uns abgeschreckt hat: Die App ist noch nicht vollständig ausgereift und wir haben beim Spanischlernen mehrere Übersetzungsfehler entdeckt. Für Interessierte gibt es immerhin einen 90 % Rabatt beim Kauf aller 33 Sprachen auf einmal.

Memrise

Diese App enthält nicht nur Sprachkurse, sondern auch Kurse aus anderen Bereichen. Wir empfehlen sie vor allem zur Erweiterung des Wortschatzes. Sie ist sehr einprägsam, und du findest dort zum Beispiel auch Vokabellektionen für die IELTS-Prüfung.

Was uns an Memrise gefällt: Die App nutzt wissenschaftliche Erkenntnisse über das menschliche Gedächtnis und setzt sie beim Lernen ein. Was uns weniger begeistert: Es dauert ewig, einen wirklich guten und qualitativ hochwertigen Kurs zu finden.

Die App hat auch eine Review-Funktion (Wiederholung), damit du bereits gelernte Vokabeln regelmäßig auffrischen kannst. Jeden Tag lernst du 5 neue Wörter in 5 Minuten – das macht im Monat 150 neue Vokabeln. Die App ist bis zu einem gewissen Level kostenlos, aber die PRO-Version lohnt sich – sie kostet nur etwa 2,50 € im Monat.

Vorteile von Sprach-Apps

  • Immer dabei (App fürs Handy, meist auch als Desktop-Version)
  • Bis zu einem bestimmten Grad KOSTENLOS
  • Spielerisch und einfach zu bedienen
  • Wortschatzerweiterung
  • Effektiv
  • Für jeden geeignet

Nachteile

  • Kein vollständiges, strukturiertes Sprachlernen
  • Reicht allein nicht aus – muss mit anderen Methoden kombiniert werden
  • Meist Internetverbindung nötig

Für wen sind Apps geeignet?

Für jeden, der bereits eine Sprache strukturiert lernt und seinen Wortschatz erweitern sowie Grammatik üben möchte.

4) Was uns am besten gefiel: Online-Sprachkurse für Englisch und andere Sprachen

Ich weiß nicht warum, aber Online-Sprachkursen gegenüber war ich zunächst skeptisch. Nach zwei Monaten war ich jedoch begeistert und empfehle sie jedem, den ich treffe. Schade, dass wir erst so spät damit angefangen haben. Warum? Online-Kurse (zumindest die von Online jazyky) verbinden das Beste aus Selbstlernbüchern, klassischen Kursen und Apps. Du hast alles in einem. Über Onlinejazyky.cz haben wir auch eine ausführliche Rezension geschrieben.

Die Benutzeroberfläche von Onlinejazyky.cz
Die Benutzeroberfläche von Onlinejazyky.cz

Onlinejazyky.cz kostenlos ausprobieren

Online jazyky kannst du außerdem kostenlos testen und dann entscheiden, ob es dir Spaß macht. Das Lernen ist systematisch, macht Spaß und basiert auf Erkenntnissen darüber, wie unser Gedächtnis funktioniert.

Du musst nichts extra vorbereiten, keine Vokabeln abschreiben und nirgendwo hinfahren – es reicht, wenn du dich täglich 20 Minuten an den Computer setzt (mittlerweile auch per Smartphone-App) und deinen Kurs durchklickst. Es gibt auch einen speziellen Abschnitt zur Wiederholung von Vokabeln, und was dich bestimmt freuen wird: Du kannst deinen Fortschritt ganz einfach verfolgen. In Kombination mit der neuen mobilen App für iOS und Android kannst du wirklich überall lernen.

Toll finde ich auch die Geld-zurück-Garantie: Wenn dir der Kurs nicht gefällt, bekommst du dein Geld zurück. Um die Qualität musst du dir aber keine Sorgen machen – Methodik und Lerninhalte wurden nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen sowie den internationalen Korpora der Universitäten Cambridge und Oxford entwickelt. Ein weiterer Pluspunkt ist der Einstufungstest zu Beginn, den die meisten Apps nicht bieten.

Welche Kurse bietet Online jazyky an?

Von Anfänger- bis Expertenkursen ist alles dabei. Du kannst Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch, Italienisch und Russisch lernen. Es gibt einen speziellen Englischkurs für Reisende, aber auch zum Beispiel für Designer oder medizinisches Personal. Schön ist auch, dass an Kinder gedacht wird – mit Englisch für Kinder und für Schüler, die sich auf Abschlussprüfungen vorbereiten.

Onlinejazyky.cz bietet kostenlose Beispiellektionen an
Onlinejazyky.cz bietet kostenlose Beispiellektionen an

Preis: Die Kurspreise beginnen bei etwa 36 €, im Schnitt liegt ein Kurs bei ca. 100 €. Wenn du das aber auf einen Monat Sprachkurs umrechnest, zahlst du weniger als für eine einzige Stunde in einer Sprachschule oder bei einem privaten Lehrer.

Vorteile von Online-Kursen

  • Individuelles Lernen
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Spielerisch und unterhaltsam
  • Effektiv – 20 Minuten täglich reichen
  • Fortschrittsverfolgung
  • Einstufungstest zu Beginn
  • Du wiederholst den Stoff automatisch, ohne es zu merken
  • Option, einen Konversationskurs dazuzubuchen

Nachteile

  • Internetverbindung nötig
  • Konversationsclub nur auf Englisch verfügbar

Für wen sind Online-Kurse geeignet?

Für jeden mit Internetzugang. Uns gefällt besonders, dass wir auf Reisen lernen können, ohne Lehrbücher schleppen zu müssen.

5) Sprachlehrbücher für Autodidakten – welches ist das beste?

Wenn ich so lese, was ich alles ausprobiert habe, sage ich mir, dass ich eigentlich mindestens fünf Sprachen sprechen müsste. 🙂

Was Sprachlehrbücher fürs Selbststudium betrifft, habe ich sehr gute Erfahrungen mit Büchern vom Verlag LEDA gemacht (meistens unter dem Titel „[Sprache] nicht nur für Autodidakten“). Ich habe von ihnen Französisch-, Deutsch- und Polnischbücher ausprobiert – sie sind hervorragend strukturiert, haben Audio-Lektionen auf CD und ein Übungsheft dazu.

Ich muss sagen, dass mir Lehrbücher persönlich besser gefallen haben als Kurse in Sprachschulen. Ich lerne gerne in meinem eigenen Tempo und hasse es, wenn mich jemand unter Druck setzt. Andererseits kommen sie an Online-Kurse nicht heran, weil sie deutlich mehr Vorbereitung und Eigenmotivation erfordern.

Die meisten Bücher dieses Verlags bekommst du zu guten Konditionen bei großen Online-Buchhändlern wie Thalia oder Amazon.

Preis: Ab ca. 8 €

Vorteile von Selbstlernbüchern

  • Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Umfassendes Sprachlernen
  • Kein Stress
  • Für Anfänger geeignet

Nachteile

  • Hohe Anforderungen an die Eigenmotivation
  • Nicht besonders unterhaltsam
  • Aufwändige Vorbereitung (Vokabeln abschreiben, Übungen manuell korrigieren)
  • Keine Anpassung an deinen Lernstand
  • Nicht ideal für unterwegs
  • Audio auf CD (ich weiß nicht wie ihr, aber ich habe kein CD-Laufwerk mehr)

Konversation üben – wie du per Video-Call ins Sprechen kommst

Am besten ist es natürlich, ins Ausland zu gehen – am liebsten mit einem Working-Holiday-Visum –, wo dir nichts anderes übrig bleibt, als zu sprechen. Ich selbst habe in Kanada angefangen zu reden. Warum? Du merkst, dass nicht alle perfekt Englisch können (wer hätte das gedacht!), und es völlig okay ist, Fehler zu machen. Und Fehler machen ist sowieso lehrreich – schließlich lernt man durch Fehler, nicht wahr? Wenn du nicht reisen kannst, musst du dir wohl einen anderen Weg suchen, um ins Sprechen zu kommen. Du kannst einen Konversationskurs belegen, Nachhilfe bei einem Muttersprachler nehmen oder die App italki ausprobieren.

Bei italki findest du professionelle Sprachlehrer, und im Bereich „Community“ kannst du sogenannte Sprachtandems finden. Mit einem Tandempartner chattest oder telefonierst du dann regelmäßig. Alternativ kannst du auch Stunden in einem Online-Konversationsclub buchen. Wenn du Angst hast, dich vor einem Profi zu blamieren, empfehle ich, zunächst die Konversation kostenlos mit anderen Lernenden zu üben – zum Beispiel über Plattformen wie Conversation Exchange.

Ein paar abschließende Gedanken

Wenn du den Artikel bis hier gelesen hast, weißt du: Bei uns liegen Online-Sprachkurse klar vorne. Bevor du also in etwas anderes investierst, probiere den Kurs KOSTENLOS aus. Vielleicht ist es nicht das Richtige für dich – jeder ist anders, und was für uns funktioniert, muss nicht für alle passen. Aber einen Versuch ist es wert, oder?

Kämpfe gegen deine Sprechblockade

Mein zweiter Rat lautet: Sprich. Ja, das sagt dir jemand, der sich noch vor wenigen Jahren nicht getraut hat zu reden, der keine Telefonate auf Englisch entgegennehmen wollte und dem schon beim Gedanken daran schlecht wurde. Heute hält mich eine achtstündige Präsentation auf Englisch nicht mehr zurück. Das Einzige, was ich brauchte, war diese Blockade einmal, zweimal, dreimal zu überwinden – und jedes Mal wurde es leichter, bis ich gemerkt habe, dass es mir eigentlich nichts mehr ausmacht. Heute präsentiere ich sogar lieber auf Englisch als auf Deutsch.

Dritter Tipp zum Schluss: Sprachenlernen darf nicht stressen

Meine Mutter hat jahrelang versucht, Englisch zu lernen, aber obwohl sie mehrere Jahre in eine Sprachschule gegangen ist, traute sie sich nicht zu sprechen. Ich habe sie eigentlich nie mehr als einen Satz sagen hören. Als zu Weihnachten Freundinnen aus Kanada zu uns kamen, hat sie mich völlig überrascht. Der Unterricht in der Sprachschule hatte sie nämlich gestresst – und diesen Stress hatte sie offensichtlich auf die Sprache selbst übertragen. Heute geht sie zu einer Freundin, bei der sie sich wohlfühlt.

In nur wenigen Monaten hat sie so große Fortschritte gemacht, dass sie unsere Freundinnen schon an der Haustür auf Englisch begrüßt hat, Witze gemacht und sich den ganzen Besuch über mit ihnen unterhalten hat. Mein Bruder und ich konnten es kaum glauben. Lerne also so, wie es zu dir passt – eine Sprache darf dich nicht stressen. Und hab keine Angst: Die meisten Menschen schätzen es, wenn du dich bemühst zu sprechen.

Über weitere Methoden zum Sprachenlernen schreibt auch Hanka von nanomadskestezce.cz. Schau dort auf jeden Fall vorbei für weitere Inspiration! Englischkurse hat auch die Seite 5nej verglichen.

Ich wünsche euch viel Erfolg – ich widme mich jetzt meinem Spanisch. Wenn ihr weitere Tipps habt, schreibt sie uns gerne in die Kommentare!

Wie lerne ich eine Fremdsprache in 4 Wochen?

Eine Fremdsprache in vier Wochen zu lernen ist durchaus machbar – aber du musst wirklich jeden Tag dranbleiben. In vier Wochen solltest du dich zumindest im Restaurant, am Flughafen, im Geschäft und im Hotel verständigen können. Erwarte nicht, sofort wie ein Muttersprachler zu klingen.

Aber wie geht das konkret? Ich persönlich empfehle, Onlinejazyky.cz auszuprobieren. Mit deren Hilfe hat Lukáš so gut Spanisch gelernt, dass wir in Mexiko gar kein Englisch mehr brauchten. Wichtig ist, jeden Tag mindestens 20 Minuten zu lernen. Wenn du die Sprache wirklich schnell aufbauen willst, empfehle ich zweimal täglich 20 Minuten – mit Pausen dazwischen.

Auch wenn Online-Kurse ausreichen, ist es hilfreich, zusätzlich Musik in der Zielsprache zu hören und auf die Texte zu achten. Das empfehle ich mehr als Filme mit Untertiteln zu schauen, denn die meisten Leute lesen nur die Untertitel und nehmen die gesprochenen Wörter gar nicht wahr. Wenn du aber eine Serie kennst, die du auf Deutsch auswendig kennst, kannst du sie ruhig in der Zielsprache ausprobieren.

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