New York atmet nicht nur Luft, sondern duftet nach tausenden Küchen dieser Welt. An der einen Ecke riechst du gerösteten Knoblauch aus einem italienischen Restaurant, einen Block weiter steigt aus dem Dampf über dem Gully der Geruch frischer asiatischer Teigtaschen auf, und gleich nebenan leuchten die Neonschilder rund um die Uhr geöffneter Bistros. Wenn du gerade eine Reise in diese Stadt planst und dich fragst, was du beim Essen in New York unbedingt probieren solltest, vergiss die sterilen Reiseführer voller Allgemeinplätze. Gutes Essen in Manhattan und den umliegenden Vierteln zu finden, erfordert ein bisschen Vorbereitung, festes Schuhwerk und die Bereitschaft, sich dort anzustellen, wo auch die Einheimischen warten.
Die gastronomische Szene des Big Apple verändert sich ständig, doch ihr Fundament bilden feste Institutionen, die Jahrzehnte überdauert haben. Meide die verglasten Restaurants am Times Square mit den Schleppern vor der Tür. Die besten kulinarischen Erlebnisse entdeckst du in unscheinbaren Lokalen in Brooklyn, in den engen Gassen von Chinatown oder in alten Bäckereien der Lower East Side. Wir haben für dich eine konkrete Karte der Lokale zusammengestellt, mit genauen Adressen und detaillierten Tipps, was du an der Theke genau bestellen solltest.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit zum Lesen haben
- Joe’s Pizza (Greenwich Village): Das klassische Käse-Pizzastück zum Mitnehmen für ein paar Dollar.
- Russ & Daughters (Lower East Side): Ikonische Bagels mit Frischkäse, schon seit 1914 im Geschäft.
- Nom Wah Tea Parlor (Chinatown): Das älteste Dim-Sum-Restaurant der Stadt mit hervorragenden Gemüse-Teigtaschen.
- Katz’s Delicatessen (Lower East Side): Das Kult-Deli, wohin die Massen für die berühmten Fleisch-Sandwiches pilgern.
- Los Tacos No.1 (Chelsea Market): Authentische mexikanische Küche mit grandiosen Bohnen- und Käse-Tacos.
- Eleven Madison Park (Flatiron): Drei-Sterne-Michelin-Erlebnis mit rein pflanzlichem Degustationsmenü.
- Smorgasburg (Williamsburg): Der Wochenend-Markt unter freiem Himmel mit Dutzenden Ständen aus aller Welt.
New Yorker Klassiker, die du probieren musst
Es gibt Gerichte, die die Identität einer Stadt definieren. New Yorker können sich stundenlang darüber streiten, wo der beste Teig gemacht wird, wer die Bagels richtig kocht und welche Bäckerei den echten Käse verwendet. Die folgenden Lokale haben die lokale Kultur geprägt, und ein Besuch gehört zur Grundausbildung jedes Reisenden.
Pizza vom Dollar Slice bis zur Kult-Bäckerei
Die New Yorker Pizza erkennst du sofort. Der dünne, breite Teig mit knusprigem Rand trägt eine Schicht Tomatensauce und zerlaufenen Mozzarella. Der richtige Verzehr erfordert einen kleinen Trick: Du faltest das Teigstück der Länge nach in der Mitte, hältst den Rand mit den Fingern fest und schlenderst lässig die Straße entlang. Diese Form verhindert, dass das heiße Öl auf deine Schuhe tropft.
An der Ecke Carmine Street und Bleecker Street in Greenwich Village liegt Joe’s Pizza. Pino Pozzuoli eröffnete das Lokal 1975, und bis heute bietet es das pureste Erlebnis. Bestelle einen einfachen Käse-„Slice“, zahle ein paar Dollar bar und iss ihn draußen auf dem Gehweg. Die Schlange bewegt sich hier schnell vorwärts.
Wenn du höher hinauswillst, fahre ins Viertel Carroll Gardens in Brooklyn, wo du Lucali findest. Mark Iacono hat hier ein Phänomen geschaffen. Plätze lassen sich nicht online reservieren. Die Leute stellen sich schon gegen drei Uhr nachmittags vor dem Eingang an, um ihren Namen auf eine Papierliste zu schreiben. Das Ergebnis ist allerdings jede Minute Wartezeit wert. Die Käsepizza mit frischem Basilikum aus dem Holzofen gehört zum Besten in den ganzen USA.
Eine moderne Interpretation des Klassikers bietet L’Industrie Pizzeria in Williamsburg. Die Einheimischen kommen hierher für die perfekte Verbindung aus italienischen Zutaten und New Yorker Format. Der Teig fermentiert länger, was ihn leicht und luftig macht.
Eine Legende des Brooklyner Viertels Midwood bleibt Di Fara Pizza an der Avenue J. Domenico DeMarco bereitete hier von 1965 bis zu seinem Tod jeden Pizzakuchen persönlich zu und schnitt frisches Basilikum mit der Schere darauf. Die Familie führt die Tradition fort. Stelle dich auf längere Wartezeiten und höhere Preise ein, doch die Old-School-Atmosphäre bleibt erhalten.
Für den schnellen Hunger zwischendurch gibt es das Phänomen „Dollar Pizza“ (heute eher der $1.50-Slice). Diese unscheinbaren Ausgabefenster mit dem Neon-Schriftzug „Pizza“ findest du rund um den Times Square, die Port Authority oder im Village verstreut. Ein Innenraum fehlt, es gibt nur die Theke und den heißen Ofen. Du bekommst ein heißes Käse-Dreieck, das sofort satt macht.
Bagels – das New Yorker Morgenritual
Das Geheimnis des New Yorker Bagels liegt nicht im örtlichen Wasser, wie oft behauptet wird. Den Zauber macht der Prozess. Der Teig wird vor dem Backen kurz in Wasser gekocht, das mit Gerstenmalz angereichert ist. So entsteht die charakteristische glänzende, leicht feste Kruste mit einem dichten, kaubaren Inneren.
Die absolute Spitze ist Russ & Daughters in der 179 East Houston Street in der Lower East Side. Das Lokal läuft seit 1914. Das Personal in weißen Kitteln schneidet die Zutaten mit chirurgischer Präzision. Ein Klassiker für Fischliebhaber ist hier der Lox (geräucherter Lachs), doch die vegetarische Variante bereitet genauso viel Freude. Bestelle einen „Everything Bagel“ mit einer dicken Schicht Scallion Cream Cheese (Frischkäse mit Frühlingszwiebeln), füge Kapern und dünne Tomatenscheiben hinzu. Ein perfektes Frühstücksfest.
In Midtown East regiert Ess-a-Bagel. Hier werden massive, weiche Bagels mit einer riesigen Auswahl an Käse- und Gemüseaufstrichen gebacken. Die Büroangestellten aus der Umgebung bilden hier morgens lange Schlangen. Der Tofu Cream Cheese schmeckt hier kaum vom milchigen Original zu unterscheiden.
An der Upper West Side darfst du Absolute Bagels in der 2788 Broadway nicht verpassen. Das unscheinbare Lokal mit der abblätternden Markise gehört thailändischen Besitzern, die sich das New Yorker Backhandwerk zur Perfektion angeeignet haben. Ihre warmen Bagels, direkt aus dem Ofen, brauchen nichts weiter als gewöhnliche Butter oder puren Frischkäse.
Pastrami und Delikatessen – ein Stück New Yorker Geschichte

Jüdische Einwanderer aus Osteuropa brachten die Deli-Kultur (Delicatessen) in die Stadt. Der bekannteste Vertreter ist Katz’s Delicatessen in der 205 East Houston Street. Das Lokal von 1888 hält an seinem ursprünglichen Marken-System am Eingang fest. Das Interieur schmücken Tausende Fotos berühmter Gäste, und genau hier wurde die berühmte Szene aus dem Film „Harry und Sally“ gedreht. Das deftige Pastrami-Sandwich ist ein lokaler Klassiker für Fleischliebhaber, die aus aller Welt für die handgeschnittene Rinderbrust hierherreisen. Das 2nd Ave Deli in Murray Hill bietet eine ähnlich alte Tradition und koschere Zubereitung – die Einheimischen kommen hierher für traditionelle Fleischspezialitäten und ehrliche Brühen.
Süßes, das du dir nicht entgehen lassen darfst
Der New Yorker Cheesecake unterscheidet sich von der italienischen Version durch die Verwendung von Frischkäse (Cream Cheese) statt Ricotta. Das Ergebnis ist extrem dicht und reichhaltig. Für den traditionellsten geh ins Junior’s Restaurant, dessen ursprüngliche Filiale seit 1950 in Brooklyn an der Flatbush Avenue liegt. Ein Stück einfacher „Plain Cheesecake“ mit Kaffee wirkt wie ein zuverlässiges Mittel gegen die Müdigkeit vom vielen Laufen durch die Stadt.
2013 veränderte der französische Chefkoch Dominique Ansel die Konditorwelt. In seiner Dominique Ansel Bakery in der Spring Street in SoHo erfand er den Cronut, eine perfekte Kreuzung aus Croissant und Donut. Die Morgenschlangen ziehen sich auch im Winter. Jeden Monat gibt es nur eine bestimmte Sorte, die sich nie wiederholt.
In jedem Eckladen (Bodega) stößt du auf „Black and White Cookies“. Diese runden Kekse, eher kleine Törtchen mit Zitronennote, tragen je zur Hälfte eine Schokoladen- und eine Vanilleglasur. Der ideale süße Abschluss zum Nachmittagstee.

Wo du je nach Viertel essen gehst
Jedes New Yorker Viertel funktioniert wie ein eigenes Universum mit eigenen Regeln und Geschmäckern. Eine Fahrt mit der U-Bahn um ein paar Stationen bedeutet oft einen Sprung auf einen anderen Kontinent. Plane dein Essen danach, wo du dich gerade befindest.
Greenwich Village und West Village – das bohème Gastro-Paradies
Die verwinkelten, von Bäumen gesäumten Gassen verbergen Lokale mit Geschichte. Neben der erwähnten Joe’s Pizza findest du hier auch einen Zufluchtsort für Liebhaber der nahöstlichen Küche. Mamoun’s Falafel in der Macdougal Street sättigt schon seit 1971 die Studenten der nahen NYU. Für ein paar Dollar bekommst du ein Pita-Brot, vollgestopft mit heißem, knusprigem Falafel, Tahini-Sauce und Gemüse. Vorsicht mit der scharfen Sauce – dosiere sie tröpfchenweise.
Ein Stück weiter liegt Bleecker Street Pizza, eine ausgezeichnete lokale Alternative mit rustikalem toskanischem Stil und dünnem Teig. Der historische Pub White Horse Tavern von 1880 zieht die Massen mit traditionellen amerikanischen Burgern und Sandwiches an – die Einheimischen kommen hierher, um bei einem Bier die Atmosphäre des alten New York aufzusaugen.
East Village und Lower East Side – junge Energie und ein Mix der Kulturen
Diese Gegend gehörte früher den Einwanderern, heute pulsiert sie vor jugendlicher Energie. An der Ecke 2nd Avenue leuchtet bis in die Nacht das Veselka. Dieses legendäre ukrainische Bistro von 1954 hat 24 Stunden am Tag geöffnet. Nach Mitternacht hörst du hier ein Gemisch aus allen Sprachen der Welt. Bestelle einen vegetarischen Borschtsch und einen Teller Kartoffel-Piroggen mit gebratenen Zwiebeln und Sauerrahm.
Für lokales, saisonales Essen wähle Westville East an der Avenue A. Dieses Nachbarschaftsbistro glänzt mit dem Konzept der „Market Vegetables“. Du kannst dir einen Teller aus vier verschiedenen Sorten perfekt zubereiteten Gemüses zusammenstellen, vom gerösteten Rosenkohl bis zum sautierten Grünkohl. Vegetarier finden hier ein wahres Paradies voller frischer Aromen.
Chinatown – Dim Sum, Dumplings und mehr

Manhattans Chinatown rund um die Mott und Canal Street bietet authentische asiatische Erlebnisse zum Bruchteil des Preises im Rest der Stadt. In der seltsam gekrümmten Doyers Street liegt der Nom Wah Tea Parlor. Eröffnet 1920, serviert er bis heute Dim Sum im Retro-Interieur mit roten Sitznischen. Probiere ihre hervorragenden Gemüse-Teigtaschen und die Reisrollen mit Sojasauce.
Eine Institution für Suppen-Dumplings (Xiao Long Bao) ist Joe’s Shanghai in der 9 Pell Street. Das Lokal wurde durch seine Fleischvarianten bekannt, doch die Speisekarte birgt auch Schätze für alle, die kein Fleisch essen. Gedämpfte Gemüse-Teigtaschen, sautierte Aubergine in Knoblauchsauce und frischer Pak Choi befriedigen jeden Feinschmecker.
Wenn du einen schnellen Snack suchst, halte bei Vanessa’s Dumplings in der Eldridge Street. Die Preise für gebratene Gemüse-Teigtaschen oder Sesamfladen beginnen bei ein paar Dollar. Der nahe gelegene Golden Steamer in der Mott Street verkauft fantastische gedämpfte Buns (Bao), gefüllt mit süßer Paste aus roten Bohnen oder Lotus.
Koreatown – die 32. Straße zwischen 5. und 6. Avenue
Ein einziger Block in Manhattan verbirgt eine unglaubliche Konzentration koreanischer Kultur. Die Restaurants belegen hier oft mehrere Stockwerke und schließen erst im Morgengrauen. Cho Dang Gol in der 55 West 35th Street hat sich auf Gerichte aus Tofu spezialisiert, den sie seit 1997 selbst herstellen. Ihre heißen Steinschalen mit Reis und Gemüse (Bibimbap) oder die Soja-Pfannkuchen (Pajeon) wärmen bei kaltem Wetter.
Ein echtes Juwel für pflanzliche Kost ist Hangawi in der 32nd Street. Dieses rein vegetarische koreanische Restaurant bietet eine Oase der Ruhe. Beim Eintreten ziehst du die Schuhe aus, setzt dich an einen niedrigen Tisch und lässt dich von den feinen Aromen von Sesamöl, fermentierter Paste und seltenen Pilzen treiben.
Williamsburg und Brooklyn – das Hipster-Foodie-Paradies
Brooklyn hat die Rolle des kulinarischen Innovators übernommen. Von April bis Oktober lockt der Smorgasburg am Ufer des East River die Massen an. Dieser Open-Air-Markt vereint über 70 lokale Essensanbieter. Du findest hier alles, von japanischen Reisburgern bis zu handwerklich hergestelltem Eis mit Blick auf die Skyline von Manhattan.
Im ruhigeren Viertel Cobble Hill an der Court Street versteckt sich die Bar Ferdinando. Die Atmosphäre des alten Siziliens weht aus jeder Ecke. Die lokalen Käse-Arancini, die reichhaltige Auberginen-Caponata und die hausgemachte Pasta mit Tomaten-Sugo bilden ein perfektes vegetarisches Mittagessen voller südlicher Sonne.

Günstig und gut – Hidden Gems für jedes Budget
New York kann den Geldbeutel blitzschnell leeren, hohe Preise bedeuten aber nicht automatisch die beste Qualität. Großartiges Essen bekommst du auch mit begrenztem Budget, wenn du weißt, wo du von den Hauptstraßen abbiegen musst.
Ein sicherer Tipp ist Xi’an Famous Foods mit Filialen in Hell’s Kitchen, im East Village und in Queens. Sie begannen als kleiner Stand im Keller in Flushing und definieren heute den modernen asiatischen Fast Food. Spezialität sind handgezogene Nudeln (Hand-Ripped Noodles) aus der Provinz Shaanxi. Bestelle die scharfen Kümmelnudeln mit Kohl und Tofu. Die dicke Sauce, die kaubare Textur der Nudeln und die wärmenden Gewürze ergeben eine süchtig machende Kombination.
Im Chelsea Market in der 75 9th Avenue zieht sich ständig eine Schlange vor Los Tacos No.1. Die mexikanischen Gründer brachten authentische Aromen aus Tijuana nach New York. Lass dir auf eine kleine Maistortilla Käse (Queso) oder gegrillten Kaktus (Nopal) legen, bestreue sie mit frischem Koriander und beträufle sie mit Limette. Das Personal arbeitet blitzschnell.
Die Street-Food-Carts bilden das Rückgrat der schnellen Verpflegung. Die berühmtesten, The Halal Guys an der Ecke 53rd Street und 6th Avenue, erkennst du an den gelben T-Shirts der Bedienung und der langen Abendschlange. Für Liebhaber von gegrilltem Fleisch sind ihre riesigen Platters mit Reis und weißer Sauce eine legendäre Kultsache nach dem Feiern. Einen ähnlich legendären Status genießen bei den Einheimischen die Bark Hot Dogs in Fort Greene in Brooklyn, wohin Fans klassischer amerikanischer Würste für eine lokale Alternative zu den großen Ketten kommen.

Michelin und Fine Dining für alle, die ein Erlebnis suchen

Die Stadt hält die größte Konzentration an Michelin-Sternen in den USA. Einen Tisch in den besten Lokalen zu reservieren, erfordert strategische Planung und Präzision. Wenn du in einen außergewöhnlichen Abend investieren willst, hast du die Qual der Wahl.
Ein Wendepunkt der Weltgastronomie war die Entscheidung von Chefkoch Daniel Humm. Sein Drei-Sterne-Restaurant Eleven Madison Park (11 Madison Avenue im Flatiron) stellte 2021 auf ein rein pflanzliches (veganes) Menü um. Diese mutige Geste zeigte, dass ein Luxuserlebnis für mehrere hundert Dollar weder Kaviar noch Gänseleber braucht. Das Degustationsmenü lotet mit unglaublicher Präzision die Grenzen dessen aus, was mit Gemüse, Pilzen und Fermentation möglich ist.
Zur klassischen alten Schule gehört das mit drei Sternen ausgezeichnete Le Bernardin in der 155 West 51st Street in Midtown. Chefkoch Eric Ripert hat hier eine Kultinstitution für Liebhaber von Fisch und Meeresfrüchten geschaffen. Am Columbus Circle liegt Per Se von Thomas Keller, das einen majestätischen Blick auf den Central Park und perfekte französische Technik bietet. Das erste koreanische Restaurant mit drei Sternen in den USA wurde Jungsik in TriBeCa. Exklusivität und eine intime Atmosphäre findest du im Chef’s Table at Brooklyn Fare, wo du die Plätze an einer Hand abzählen kannst.
Die Aufmerksamkeit der kulinarischen Welt zieht derzeit Atomix in der 104 East 28th Street auf sich. Die moderne koreanische Küche, geführt vom Ehepaar Park, hält zwei Michelin-Sterne und belegt in den jüngsten Rankings der 50 Best den Platz als bestes Restaurant Nordamerikas.
Reservierungen für diese Lokale laufen über die Plattformen Resy oder OpenTable. Die Slots öffnen sich in der Regel genau 30 Tage im Voraus um 10:00 Uhr Ortszeit. Sie sind innerhalb weniger Sekunden weg. Der Preis für ein Degustationsmenü bewegt sich zwischen 300 und 500 Dollar pro Person ohne Wein. Die meisten Spitzenrestaurants bereiten gerne ein vegetarisches Menü zu, wenn du diesen Wunsch bei der Reservierung angibst.
Trendige Neuheiten, über die man 2026 spricht
Die New Yorker Gastro-Szene gleicht einem Hochgeschwindigkeitszug. Jedes Jahr bringt neue Konzepte, die den Ton für die ganze Welt angeben. Der aktuelle Jahrgang begünstigt Innovation, Verspieltheit und die Rückkehr zu lokalen Wurzeln.
Im East Village glänzt derzeit das Smithereens. Dieser neue Stern zieht Liebhaber von Meeresfrüchten mit einer modernen Interpretation von Fish and Chips und reichhaltigen Lobster Rolls in entspannter, pulsierender Atmosphäre an. In der Lower East Side punktet das vietnamesische Café After Eden. Ihre moderne Variante der Bánh-mì-Sandwiches mit knusprigem Tofu, jeder Menge frischer Kräuter und eingelegtem Gemüse wird durch einen hervorragenden Café Pho ergänzt.
Den westlichen Teil des Village hat das moderne italienische Restaurant Penny erobert, das zur begehrtesten Reservierung der lokalen Foodie-Begeisterten wurde. Auf der Welle der Nachhaltigkeit reitet Lekka Burger mit mehreren Filialen in der Stadt. Ihre 100 % veganen Burger mit perfekter Textur und reichhaltigen Saucen überzeugen mit ihren vollmundigen Aromen wirklich jeden. Nachbarschaftliche Gemütlichkeit und tolle Drinks zu einfallsreichem, farbenfrohem Essen repräsentiert das Peek Inn in Brooklyns Greenpoint.
Food Markets und Markthallen – Essen unter einem Dach
Wenn du in einer Gruppe reist und jeder Appetit auf etwas anderes hat, lösen Markthallen alle Streitereien. Die besten verbinden historische Architektur mit einer sorgfältig kuratierten Auswahl lokaler Lokale.
Die ehemalige Keksfabrik von Nabisco im Meatpacking District hat sich in den Chelsea Market (75 9th Avenue) verwandelt. Unter den freigelegten Backsteingewölben findest du das bereits erwähnte Los Tacos No.1, aber auch das israelische Konzept Miznon mit fantastischem gebackenem Blumenkohl in der Pita. Die Einheimischen kommen hierher für frisches Gebäck zu Amy’s Bread, während Liebhaber des Ozeans zu The Lobster Place für frische Austern und Fisch streben.
Der bekannteste Open-Air-Markt der USA, der Smorgasburg, läuft von April bis Oktober. Am Samstag packt er seine Stände in Williamsburg (East River State Park) aus, am Sonntag zieht er in den Prospect Park um. Über 70 Anbieter testen hier neue Konzepte, bevor sie ein festes Restaurant eröffnen.
Einen atemberaubenden Blick auf die Manhattan Bridge bietet der Time Out Market New York im Brooklyner Viertel DUMBO (55 Water Street). Die Redakteure des bekannten Magazins haben die besten Chefköche der ganzen Stadt unter ein Dach mit großzügiger Terrasse gebracht. Italienische Delikatessen, frische Pasta, Berge von Käse und Gemüse bekommst du im Eataly NYC Flatiron in der 200 5th Avenue. Für morgendliche Einkäufe bei lokalen Bauern und einen schnellen, hochwertigen Snack während des Wartens auf den Zug eignet sich der historische Grand Central Market im ikonischen Bahnhof.

Praktische Tipps zum Essen in New York
Die Kenntnis der lokalen Regeln spart Geld und verhindert peinliche Situationen beim Bezahlen. Die amerikanische Esskultur hat ihre Eigenheiten.
- Das Trinkgeld (Tip) bildet die Grundlage des Lohns der Bedienung. Üblich sind 18 bis 20 Prozent vom Preis vor Steuern. Manche Restaurants in Touristengegenden haben das Trinkgeld automatisch auf der Rechnung unter dem Posten „Gratuity“ stehen – prüfe daher immer den Beleg.
- Leitungswasser (Tap Water) ist hochwertig und kostenlos. Die Bedienung bringt es oft automatisch, ansonsten frag ganz ungeniert danach.
- Mittagsmenüs (Prix Fixe Lunch) sind ein cleverer Weg zum Luxus. Viele Michelin-Restaurants bieten mittags ein verkürztes Menü zu einem Drittel des Abendpreises an.
- Der Wochenend-Brunch ist eine New Yorker Religion. Bei beliebten Lokalen erwarten dich Schlangen von 30 bis 60 Minuten. Um die Wartezeit zu verkürzen, komm vor 11:00 Uhr oder erst nach 14:00 Uhr.
- Die Preise auf der Speisekarte enthalten keine Steuer. Zum Endbetrag kommt automatisch die New Yorker Verkaufssteuer von 8,875 Prozent hinzu.
- Reservierungen über die Apps Resy und OpenTable sind für beliebte Restaurants am Abend ein absolutes Muss. Sie öffnen meist einen Monat im Voraus. Einen Platz an der Bar bekommst du oft schneller als „Walk-in“-Gast von der Straße.
- Timing ist alles. Kaufe Bagels früh am Morgen, wenn sie noch warm aus dem Ofen kommen. Zur beliebten Pizza geh kurz vor Mittag, um den Stoßzeiten zu entgehen.
Tipps und Erfahrungen von Reisenden
Erfahrene Reisende sind sich über einige grundlegende Regeln einig, wie man aus der New Yorker Gastro-Szene das Maximum ohne unnötigen Stress herausholt.
- Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis findest du in den ethnischen Vierteln. Chinatown in Manhattan, Koreatown und besonders das Viertel Flushing in Queens bieten authentisches Essen zum Bruchteil der Manhattan-Preise.
- Bei Kultorten wie Lucali, Di Fara oder Katz’s plane den Besuch außerhalb der Hauptstoßzeiten. Dienstag oder Mittwoch nachmittags gegen 15:00 Uhr garantieren kürzere Wartezeiten.
- Die Spitzengastronomie erfordert Benachrichtigungen. Stelle in der Resy-App eine Erinnerung für ein bestimmtes Restaurant und eine bestimmte Zeit ein – sobald jemand eine Reservierung storniert, benachrichtigt dich das System.
- Frühstück und Brunch sind die stärkste Seite der lokalen Kultur – lass sie auf keinen Fall zugunsten des Hotelbuffets aus.
- Street Food und Essen vom Cart sind eine vollwertige und sichere Verpflegung, keine Touristenfalle.
- Queens (die Gegenden Jackson Heights und Flushing) funktioniert als Vorhof der Weltgastronomie. Die Vielfalt der Aromen übertrifft hier das teure Manhattan.
Für aktuelle Tipps und unabhängige Bewertungen ohne gesponserte Inhalte folge The Infatuation. Einen tollen Überblick über die Eröffnung neuer Lokale in Echtzeit liefert das Portal Eater NY. Wenn du mehr über die Geschichte der Viertel erfahren und mehrere Orte auf einmal probieren möchtest, ohne herumzuirren, probiere eine Food Tour durch New York auf GetYourGuide. Du bekommst Insider-Tipps direkt von lokalen Guides und probierst versteckte Schätze.
Wo du in New York übernachtest
Die Wahl der Unterkunft beeinflusst deine Morgenrituale entscheidend. Ein Quartier in der Nähe von West Village garantiert Zugang zu den besten Cafés und Bäckereien, während eine Basis in Brooklyn dich näher an die Hipster-Märkte und lokalen Bistros bringt.
Wenn du die besten Lokale in Reichweite haben willst, lohnt es sich, im Zentrum zu wohnen. Schau dir die Unterkünfte in Midtown oder in der gastronomisch vielfältigen Lower East Side an, oder vergleiche alle Unterkünfte in New York.
Wohin als Nächstes für Essen und Erlebnisse
- 44 Tipps, was man in New York sehen sollte — der komplette Überblick über ikonische Orte und geheime Winkel in allen Vierteln.
- Reiseroute: New York in 3, 5 oder 7 Tagen — ein detaillierter Plan, wie du die Zeit zwischen Sehenswürdigkeiten und Gastronomie aufteilst.
- New York in 3 Tagen — ein kompakter Guide für einen kürzeren Trip voller intensiver Erlebnisse.
Häufig gestellte Fragen
Was muss man in New York unbedingt probieren?
Grundlage bilden die klassische Pizza Slice zum Mitnehmen, ein frischer Bagel mit Frischkäse, der cremige New Yorker Cheesecake, Gemüse-Dumplings und Dim Sum in Chinatown oder der berühmte süße Cronut.
Wo gibt es die beste Pizza in New York?
Die besten Pizzerien in New York
Zur Spitze gehören Joe’s Pizza in der Carmine Street, das legendäre Lucali in Carroll Gardens, das moderne L’Industrie in Williamsburg und die klassische Di Fara Pizza in Midwood.
Wo kann man günstig in New York essen?
Am günstigsten esst ihr bei Dollar-Pizza-Ausgabefenstern, chinesischen Nudeln bei Xi’an Famous Foods, Tacos bei Los Tacos No.1, Falafel bei Mamoun’s ab 5 Dollar oder Dumplings in Chinatown, die bei ein paar Dollar pro Portion beginnen.
Welche Restaurants in New York haben 3 Michelin-Sterne?
Die prestigeträchtigen drei Sterne halten das Eleven Madison Park (mit ausschließlich veganem Menü), Le Bernardin, Per Se, das koreanische Jungsik und das exklusive Chef’s Table at Brooklyn Fare.
Werden Vegetarier in New York satt?
Ausgezeichnet. New York ist eine sehr vegetarierfreundliche Stadt. Hier finden Sie ein rein veganes Fine-Dining-Menü im Eleven Madison Park, das koreanische vegane Restaurant Hangawi, köstliche Gemüsenudeln bei Xi’an Famous Foods, Falafel, Dim Sum, Gemüse-Dumplings, reichhaltige Tapas und eine riesige Auswahl an Käsepizzen.
Wie viel Trinkgeld gibt man in New York im Restaurant?
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Das übliche Trinkgeld beträgt 18 bis 20 Prozent vom Preis vor Steuern. In manchen Lokalen ist es automatisch in der Rechnung enthalten, daher solltet ihr den Bon überprüfen. Ein Trinkgeld unter 15 Prozent gilt als unangemessen.
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