Cascais in Portugal: 15 Tipps, was du sehen und erleben solltest

TL;DRCascais ist ein kosmopolitisches Küstenstädtchen, etwa 45 Minuten mit dem Zug von Lissabon entfernt (ab dem Bahnhof Cais do Sodré). Zwei Tage reichen für einen ersten Besuch, plan aber vier bis fünf Tage ein, wenn du von hier aus auch Ausflüge nach Sintra oder zum Kap Cabo da Roca machen willst. Der Beitrag liefert 15 Tipps, darunter die historische Altstadt mit ihren Azulejo-Kacheln, die Felsenschlucht Boca do Inferno, der Leuchtturm Santa Marta, das Museum Casa das Histórias Paula Rego und der wilde Surfstrand Praia do Guincho, der über einen neun Kilometer langen Radweg mit dem Zentrum verbunden ist. Die beste Reisezeit ist Mai, Juni, September und Oktober, mit Temperaturen um 22 bis 26 Grad und weniger Touristen. Empfehlenswerte Unterkünfte sind das Hotel Baia an der Strandpromenade und das luxuriöse Hotel Cascais Miragem Health & Spa auf einer Klippe über dem Meer.

Als Lukáš und ich aus dem Zug steigen, der uns in nur 45 Minuten von Lissabon hierher bringt, spüren wir sofort diese besondere, entspannte Atmosphäre. Cascais in Portugal ist nämlich einer dieser Orte, die dich auf den ersten Blick verzaubern und zu denen du immer wieder zurückkehren möchtest. Wir reisen jedes Jahr regelmäßig nach Portugal, verbringen unsere Zeit meist unten im Süden und fangen dort die Wellen, doch die Küste rund um die Hauptstadt hat einfach ihren ganz eigenen Charme.

Im 19. Jahrhundert entdeckte die portugiesische Königsfamilie dieses ursprünglich unscheinbare Fischerstädtchen als Sommerresidenz für sich, was sofort Aristokraten und Künstler aus ganz Europa anzog. Während des Zweiten Weltkriegs bot es dann Exilanten und Spionen Zuflucht, sodass hier an jeder Ecke Geschichte geschrieben wurde. Heute ist es ein wunderschönes, kosmopolitisches Städtchen, in dem sich das historische Zentrum voller gekachelter Fassaden mit modernen Galerien und dem wilden Ozean vermischt.

Und was ist das Allerbeste daran? Es ist genau die Art von Reiseziel, wo du morgens die engen Gassen erkunden, nachmittags mit dem Rad entlang der Klippen bis zu den wilden Surferstränden fahren und abends in eine gemütliche Weinstube einkehren kannst. Lass uns gemeinsam anschauen, was du hier alles erleben kannst, wo du die schönsten Strände findest und wie du deinen ganzen Ausflug so planst, dass du den größten Touristenmassen entgehst. ☺️

Zusammenfassung

  • Beste Reisezeit: Frühling und Herbst (Mai, Juni, September und Oktober) bieten ideale Temperaturen um die 22 bis 26 Grad und deutlich weniger Menschen als im Sommer.
  • Anreise: Am einfachsten kommst du mit der Vorortbahn vom Bahnhof Cais do Sodré in Lissabon hierher, die Fahrt dauert 45 Minuten und kostet nur ein paar Euro.
  • Hauptattraktionen: Historisches Zentrum voller traditioneller Azulejo-Kacheln, der beeindruckende Felsschlund Boca do Inferno und der fotogene Leuchtturm Santa Marta.
  • Für Naturliebhaber: Leih dir ein Rad und fahr über den Küstenradweg bis zum wilden Strand Guincho, wo starker Wind weht und die besten Surfer trainieren.
  • Perfekte Lage für Ausflüge: Die Stadt ist eine ideale Basis, um das nahe märchenhafte Sintra oder Cabo da Roca, den westlichsten Punkt Kontinentaleuropas, zu entdecken.
  • Wo übernachten: Wir empfehlen, Hotels rechtzeitig über Booking zu buchen. Eine tolle Wahl ist das direkt am Meer gelegene Hotel Baia oder das geräumige Vila Gale Cascais.

Wann nach Cascais reisen

Diese zauberhafte Küstenstadt hat ein sehr angenehmes mediterranes Klima, das stark vom kühlen Atlantik geprägt ist. Jede Jahreszeit bietet hier eine etwas andere Atmosphäre, und es lohnt sich, gut zu überlegen, was genau du von deinem Urlaub erwartest.

Die Frühlingsmonate von März bis Mai gehören aus unserer Sicht zu den absolut schönsten Zeiten in ganz Portugal. Die Temperaturen liegen bei angenehmen 18 bis 22 Grad, was ideale Bedingungen für lange Spaziergänge durch die Stadt und Radtouren entlang der Küste schafft. Die Natur im nahe gelegenen Nationalpark erwacht und alles ist herrlich grün und in voller Blüte. Im März kannst du zwar noch auf gelegentliche Regenschauer treffen, doch ab Mai ist das Wetter meist schön stabil.

Der Sommer von Juni bis August ist die Zeit, in der der ganze Badeort voll aufblüht und aus allen Nähten platzt. Die Tagestemperaturen steigen üblicherweise auf 28 bis 32 Grad, doch dank der ständigen Brise vom Ozean ist es hier nicht so schwül wie im Zentrum von Lissabon. Das Wasser im Ozean erreicht im Juli und August seinen Höchststand, was etwa 20 bis 22 Grad bedeutet. Wenn du also das lebhafte Strandleben liebst und dir die Menschenmengen nichts ausmachen, genießt du hier lange warme Abende in den Restaurants und Bars an der Promenade.

Die Herbstmonate von September bis November bringen die ersehnte Ruhe, und für uns ist das die vielleicht beste Reisezeit überhaupt. Im September ist der Ozean nach dem Sommer noch relativ warm und die Zahl der Touristen nimmt deutlich ab, sodass die Übernachtungspreise langsam zu sinken beginnen. Der Oktober ist dann ideal, um Sehenswürdigkeiten zu entdecken, auch wenn du dir schon eine leichte Windjacke einpacken musst.

Der Winter hat an der Küste seinen ganz eigenen, etwas rauen Charme. Die Temperaturen fallen tagsüber selten unter 12 bis 15 Grad, aber vom Ozean weht oft ein eisiger Wind, der dramatische Stürme mit sich bringt. Es ist die Zeit, in der erfahrene Surfer hierherkommen, um die riesigen Winterwellen zu fangen, und in der du die völlig leeren Gassen des historischen Zentrums genießen kannst. Wir kommen im Winter sehr gerne her, denn die rohe Kraft der Natur ist einfach faszinierend.

Wo in Cascais übernachten

Die Wahl der richtigen Lage für deine Unterkunft spielt eine absolut entscheidende Rolle dafür, wie sehr du deinen Aufenthalt genießt. Die Stadt ist zwar relativ kompakt und du erreichst alles zu Fuß, aber jedes Viertel hat seine eigene, einzigartige Atmosphäre und sein eigenes Preisniveau.

Wenn du mitten im Geschehen sein willst, such dir eine Unterkunft in den verwinkelten Gassen des historischen Kerns oder in unmittelbarer Nähe des Hafens. Du hast es dann nur ein paar Schritte zu den besten Stränden und abends musst du nur aus dem Hotel treten, um direkt ins Getümmel der Cafés und Restaurants einzutauchen. Für die Suche nutzen wir immer unser Lieblingsportal Booking, wo sich wirklich schöne Design-Apartments und traditionelle Familienpensionen finden lassen.

Eine der beliebtesten Optionen ist sicher das traditionelle Hotel Baia, das direkt an der Promenade gegenüber dem Strand Praia da Conceição liegt. Es bietet schöne moderne Zimmer, von denen viele Balkone mit direktem Blick auf den blauen Ozean und die schaukelnden Boote haben. Gäste loben hier besonders regelmäßig das ausgezeichnete, reichhaltige Frühstück und den Dachpool, wo du dich nach einem anstrengenden Ausflugstag erholen kannst.

Für Familien mit Kindern oder Reisende, die sich mehr Platz wünschen, können wir das bekannte Vila Gale Cascais wärmstens empfehlen. Dieses Hotel liegt in einer etwas ruhigeren Gegend, nur einen kurzen Weg vom Zentrum entfernt, und bietet wirklich geräumige Apartments mit praktischer Küchenzeile. Sein größter Anziehungspunkt ist der riesige Außenpool, umgeben von hohen Palmen, sowie das reichhaltige Animationsprogramm für die kleinsten Besucher.

Wenn du dir echten Luxus und Romantik gönnen möchtest, schau dir das Fünf-Sterne-Hotel Cascais Miragem Health & Spa an. Dieses imposante Gebäude erstreckt sich auf einer Felsklippe über dem Meer, und von seiner Infinity-Terrasse mit Pool wirst du nie wieder weg wollen. Ein erstklassiges Wellnesscenter und tadelloser Service, der auch die anspruchsvollsten Gäste zufriedenstellt, sind hier selbstverständlich.

15 Tipps, was du in Cascais sehen und erleben solltest

Diese Stadt bietet eine überraschend bunte Mischung aus Geschichte, wilder Natur und entspanntem Strandleben. Ich habe für dich fünfzehn konkrete Orte und Erlebnisse ausgewählt, die du bei deinem Besuch auf keinen Fall verpassen solltest.

1. Verlier dich im historischen Zentrum

Das Herz des ganzen Badeorts ist das malerische historische Zentrum, das dich sofort in die guten alten Zeiten versetzt. Die engen gepflasterten Gassen sind hier von strahlend weißen Häusern gesäumt, die traditionelle blaue und gelbe Kacheln namens Azulejos schmücken. Ein Spaziergang durch diese Gegend ist wie ein Besuch in einem lebendigen Freilichtmuseum, und an jeder Ecke entdeckst du ein schönes architektonisches Detail.

Der wichtigste Orientierungspunkt ist der weitläufige Platz Praça 5 de Outubro, den das elegante Rathausgebäude und majestätische Palmen dominieren. Rund um den Platz findest du viele kleine Läden mit handbemalter Keramik sowie gemütliche Cafés, in die die Einheimischen kommen, um die Morgenzeitung zu lesen. Es ist ein idealer Ausgangspunkt für all deine weiteren Streifzüge durch die Stadt.

Schlender unbedingt auch über die belebte Rua Frederico Arouca, die geradezu übersät ist mit Boutiquen portugiesischer Designer und Galerien. Am Abend verwandelt sich diese ganze Gegend bis zur Unkenntlichkeit, wenn die lokalen Restaurants ihre Tische aufs Pflaster stellen und sich die Gassen mit Lachen und dem Klingen der Weingläser füllen. 💡 Tipp: Wenn du das Zentrum ohne Menschenmassen erleben willst, steh früh auf und geh gegen acht Uhr morgens auf die Straßen. Das Morgenlicht beleuchtet die Fassaden wunderschön, und du bekommst die besten Fotos ganz ohne Fremde im Bild.

2. Die romantische Bucht Praia da Rainha

Mitten in der historischen Bebauung verbirgt sich eine kleine, aber absolut zauberhafte Sandbucht, bekannt als der Königsstrand. Ihren Namen hat sie von der letzten portugiesischen Königin Amélia, die diesen geschützten Ort als ihre private Oase der Ruhe auswählte. Der Strand ist von drei Seiten von hohen Felsen umgeben, was ihm ein Gefühl völliger Privatsphäre verleiht.

Der Sand ist hier herrlich fein und der Einstieg ins Wasser sehr flach, sodass es auch für Familien mit kleineren Kindern ein toller Ort ist. Wegen ihrer geringen Größe füllt sie sich in der Hochsaison aber sehr schnell, du musst dich also gleich nach dem Frühstück beeilen. Um die Mittagszeit ist es hier schon schwierig, überhaupt Platz für ein einziges kleines Handtuch zu finden.

Direkt über dem Strand gibt es eine angenehme Bar mit Terrasse, von der aus du das Treiben unten im Sand mit einem kühlen Getränk in der Hand beobachten kannst. Am schönsten ist es hier aber bei Sonnenuntergang, wenn sich die umliegenden Felsen in satte Orangetöne färben und du einfach nur dasitzen und dem Rauschen der kleinen Wellen lauschen kannst. 💡 Tipp: Das Baden ist hier fast das ganze Jahr über sicher, aber das Wasser des Atlantiks ist auch im heißen August sehr erfrischend und übersteigt selten die 21-Grad-Marke.

3. Luxus und Yachten in der Marina de Cascais

Der moderne Hafenkomplex zeigt ein völlig anderes Gesicht der Stadt, voller Eleganz, Luxus und riesiger weißer Yachten aus aller Welt. Die Promenade entlang der Marina ist ein beliebter Ort für abendliche Spaziergänge, an dem sich die alte Fischertradition mit dem modernen Badeort vermischt. Du siehst hier kleine hölzerne Kähne der einheimischen Fischer und multimillionenschwere schwimmende Paläste nebeneinander vor Anker liegen.

Das gesamte Areal ist gesäumt von einer Reihe stilvoller Restaurants, verglaster Cafés und Boutiquen mit maritimer Mode. Du kannst dich hier auf eine Außenterrasse mit Blick auf die Schiffsmasten setzen und stundenlang einfach das faszinierende Hafentreiben beobachten. In den Sommermonaten finden hier zudem oft verschiedene Open-Air-Konzerte und Handwerksmärkte statt.

Wenn du den Ozean hautnah erleben möchtest, starten von hier aus die unterschiedlichsten organisierten Ausflüge. Du kannst eine romantische Fahrt bei Sonnenuntergang buchen oder dich auf eine abenteuerliche Beobachtung wilder Delfine entlang der Küste begeben. Das Erlebnis ist meist absolut unvergesslich. 💡 Tipp: Die besten Bootstouren sind im Sommer oft schon mehrere Tage im Voraus ausverkauft. Wenn dir an einer Fahrt gelegen ist, sichere dir die Plätze online, sobald du in Portugal ankommst.

4. Der Felsschlund Boca do Inferno

Etwa zwei Kilometer westlich des Zentrums stößt du auf eine der meistfotografierten Naturattraktionen der ganzen Umgebung. Dieser mächtige Kalksteinschlund heißt bezeichnenderweise „Höllenschlund“, und wenn der Ozean gerade unruhig ist, verstehst du sehr schnell, warum. Die Wellen schlagen hier mit ohrenbetäubendem Getöse gegen die steilen Klippen und das Wasser spritzt mehrere Meter hoch in die Luft.

Zu diesem Ort ranken sich viele geheimnisvolle Legenden und Geschichten, von denen die berühmteste aus dem Jahr 1930 stammt. Damals täuschte der berühmte britische Okkultist Aleister Crowley hier seinen eigenen Tod vor, indem er auf dem Felsen seinen Mantel und einen Abschiedsbrief zurückließ, um wenige Wochen später zufrieden in Berlin aufzutauchen. Bis heute wirkt es hier ein wenig mystisch.

Der Weg zum Schlund führt über eine gepflegte Küstenpromenade und dauert vom Zentrum aus rund dreißig Minuten gemütlichen Gehens. Direkt über den Klippen wurde eine sichere Aussichtsplattform errichtet, von der aus du das Naturschauspiel bedenkenlos beobachten kannst. Du findest hier auch ein paar Souvenirstände und ein angenehmes Restaurant mit toller Aussicht. 💡 Tipp: Wenn du die Möglichkeit hast, komm zur Zeit der Flut oder kurz nach einem Sturm hierher. Dann ist das Naturschauspiel mit dem zerberstenden Wasser bei Weitem am imposantesten.

5. Mit dem Rad über den Küstenradweg

Eines unserer liebsten Erlebnisse in dieser Gegend ist definitiv die Fahrt über den schönen asphaltierten Radweg, der den wilden Klippen folgt. Die Strecke misst rund neun Kilometer in eine Richtung und verbindet das Stadtzentrum mit dem wunderschönen wilden Strand Guincho. Sie ist perfekt vom Autoverkehr getrennt, sodass du dich auch mit kleineren Kindern ruhig auf den Weg machen kannst.

Ein Rad kannst du an vielen Stellen in der Stadt leihen, viele Hotels bieten es ihren Gästen sogar völlig kostenlos an, oder du zahlst rund 15 Euro pro Tag. Der Weg bietet dir absolut atemberaubende Ausblicke auf den blauen Ozean, alte Leuchttürme und die sanft ansteigenden grünen Hügel des Nationalparks im Hintergrund. Er ist Balsam für die Seele.

Vergiss nicht, genügend Trinkwasser und starke Sonnencreme mitzunehmen, denn unterwegs gibt es kaum Möglichkeiten, sich vor der Sonne zu verstecken. Auf dem Rückweg musst du außerdem damit rechnen, gegen starken Wind zu fahren, was dich ein wenig fordern kann, wenn du dir nicht gleich ein E-Bike leihst. 😅 💡 Tipp: Brich gleich morgens nach dem Frühstück auf. Um die Mittagszeit ist auf dem Radweg schon viel los, weil ihn die Einheimischen häufig zum Joggen und Inlineskaten nutzen.

6. Surfer-Wildnis an der Praia do Guincho

Wenn du über den erwähnten Radweg ans Ende gelangst, öffnet sich vor dir ein weitläufiger Sandstrand, der wie aus einer anderen Welt wirkt. Die Praia do Guincho ist reine Naturwildnis, wo ein nie endender Wind herrscht und die riesigen Wellen des Atlantiks mit unglaublicher Kraft ans Ufer schlagen. Es ist definitiv kein Ort für gemütliches Familienplanschen auf der Luftmatratze.

Das ist heiliger Boden für alle Adrenalinliebhaber, Surfer und Kitesurfer aus aller Welt. Wir kommen hierher, um die besten Fahrer zu bewundern, die hier unter Bedingungen trainieren, die schwächere Naturen sofort abschrecken würden. Der Sand ist hier unglaublich fein, fast weiß, und die umliegenden Dünen verleihen ihm einen fast wüstenartigen Charakter.

Auch wenn du gerade nicht ins Wasser willst, lohnt es sich, hier barfuß durch den Sand zu gehen, dir den Kopf vom salzigen Wind durchpusten zu lassen und die enorme Energie des Ozeans zu spüren. In der Umgebung des Strandes findest du mehrere hölzerne Restaurants, in denen du dich vor dem Wind verstecken und etwas Warmes zum Aufwärmen bestellen kannst, während du durchs Fenster die Wagemutigen in den Wellen beobachtest. 💡 Tipp: Die Strömungen sind hier das ganze Jahr über extrem stark und tückisch. Wenn du kein wirklich erfahrener und trainierter Schwimmer bist, lass das Wasser lieber ganz und bewundere den Ozean nur vom Ufer aus.

7. Die historische Festung Cidadela de Cascais

Direkt am Hafen erheben sich die mächtigen Steinmauern der alten Verteidigungsfestung, die die Küste jahrhundertelang vor Piraten und feindlichen Schiffen schützte. Dieses strategische Bauwerk aus dem 15. Jahrhundert hat heute eine unglaubliche Verwandlung durchgemacht, und innerhalb seiner Mauern verbergen sich ein lebendiges Kulturzentrum und das luxuriöse Hotel Pousada. Es ist ein Musterbeispiel dafür, wie man Altes mit Neuem verbinden kann.

Beim Spaziergang durch den Innenhof stößt du auf eine wunderschöne Freiluftgalerie voller moderner Skulpturen und Kunstinstallationen. Die ehemaligen Militärbaracken haben sich in kleine Künstlerateliers verwandelt, in die du hineinschauen und den einheimischen Künstlern direkt bei der Arbeit zusehen kannst. Die Atmosphäre ist hier herrlich inspirierend und ruhig – im starken Kontrast zum Trubel draußen.

Ein Teil der Festung dient noch heute als Sommerresidenz des portugiesischen Präsidenten, sodass nicht alle Bereiche für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Verpass aber auf keinen Fall den Spaziergang auf den Mauern selbst, von wo aus sich dir der beste Blick auf die ganze neue Marina und die Altstadt unter dir bietet. 💡 Tipp: Der Eintritt in die wichtigsten Außenbereiche der Festung und ins Künstlerviertel ist völlig kostenlos, sodass du hier ganz nach Belieben herumschlendern und zu verschiedenen Tageszeiten wiederkommen kannst.

8. Architektur im Casa das Histórias Paula Rego

Gleich gegenüber der Festung sticht dir ein Gebäude ins Auge, das du einfach nicht übersehen oder mit etwas anderem verwechseln kannst. Dieses einzigartige Gebäude erinnert an zwei riesige, sattrote Pyramiden und wurde vom berühmten portugiesischen Architekten Eduardo Souto de Moura entworfen, dem Träger des renommierten Pritzker-Preises. Schon allein die Architektur dieses Museums lohnt einen längeren Halt.

Das Museum ist dem Werk von Paula Rego gewidmet, einer der bedeutendsten und provokantesten portugiesischen Malerinnen der Gegenwart. Ihre Bilder sind oft sehr düster, psychologisch anspruchsvoll und voller verborgener Bedeutungen, sodass sie dich garantiert nicht kaltlassen. Die meisten Werke erzählen komplexe Geschichten, inspiriert von der portugiesischen Folklore oder persönlichen Traumata.

Der ganze Komplex ist von einem schönen Garten mit alten Bäumen umgeben, die im Sommer den so dringend nötigen Schatten spenden. Zum Museum gehört auch ein sehr angenehmes verglastes Café, in dem du die Eindrücke der Ausstellung bei einem guten Kaffee und einem Stück ausgezeichnetem Kuchen verarbeiten kannst. 💡 Tipp: Der Eintritt ins Museum kostet üblicherweise rund 5 Euro, aber wenn du deinen Besuch auf den Sonntagvormittag bis 13 Uhr legst, hast du kostenlosen Eintritt in alle Ausstellungen.

9. Das märchenhafte Museum Condes de Castro Guimarães

Beim Spaziergang durch den Park Marechal Carmona stößt du plötzlich auf ein Gebäude, das aussieht, als wäre es aus einem historischen Märchen gefallen. Diese prunkvolle Villa mit einem eigenartigen Türmchen und Blick auf einen privaten Strand wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und dient heute als faszinierendes Museum. Ursprünglich gehörte sie einem reichen Adligen mit irischen Wurzeln.

Die Innenräume sind exakt so erhalten, wie der letzte Besitzer sie hinterließ, sodass du hier buchstäblich durch die Geschichte spazieren kannst. Das größte Juwel ist die wunderschöne Holzbibliothek mit mehr als 25.000 seltenen Bänden, bei der allen Liebhabern alter Bücher der Atem stockt. Du findest hier auch reiche Sammlungen orientalischen Porzellans und antiker Möbel.

Interessant ist, dass die Villa so gebaut wurde, dass das Meerwasser bei Flut direkt ihre Grundmauern umspült. Von den Fenstern bieten sich so absolut exklusive Ausblicke in eine kleine Bucht, in der sich kleine Boote auf den Wellen wiegen. Es ist ein Juwel, das viele eilige Touristen völlig verpassen – was ein riesiger Jammer ist. 💡 Tipp: Das Gebäude ist jeden Montag geschlossen, denk also bei der Planung deiner Route daran, damit du nicht enttäuscht vor dem verschlossenen schmiedeeisernen Tor stehst.

10. Erholung im Park Marechal Carmona

Wenn du genug hast von den aufgeheizten Pflastergassen und der grellen Sonne, steuere diesen wunderschönen Stadtpark an. Die weitläufige grüne Oase mitten im Herzen der Stadt ist die perfekte Zuflucht für müde Reisende, und die Einheimischen kommen regelmäßig zum Wochenendpicknick her. Du findest hier hohe Kiefern, Palmen und Eukalyptusbäume, die herrlich duften.

Die größte Attraktion, die vor allem Kinder lieben werden, sind aber die tierischen Bewohner. Auf den Rasenflächen stolzieren völlig frei Dutzende bunter Pfauen, Hähne und Hühner umher, und in kleinen Teichen schwimmen Enten und Schildkröten. Die Pfauen sind an Menschen gewöhnt und zeigen sich oft mit aufgestellten Federrädern direkt neben den Parkbänken.

Für Familien gibt es hier einen perfekt ausgestatteten Spielplatz und jede Menge schattiger Ecken zum Lesen. In den Sommermonaten gibt es hier zudem eine kleine Sommerbibliothek, in der du dir kostenlos eine Zeitschrift oder ein Buch ausleihen und dich damit gleich ins Gras legen kannst. 💡 Tipp: Wenn du an einem Samstagvormittag hier bist, stößt du im Park auf einen kleinen Biomarkt, auf dem einheimische Bauern frisches Obst, Gemüse und selbstgemachte Marmeladen verkaufen.

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11. Der Leuchtturm und das Museum Santa Marta

Auf einem felsigen Vorsprung am südlichen Rand der Stadt erhebt sich stolz der ikonische weiß-blaue Leuchtturm, der wohl das bekannteste Symbol der ganzen Gegend ist. Seit 1868 navigiert er unermüdlich die Schiffe, die in die weite Mündung des Tejo einlaufen, und sein Licht ist bis heute voll funktionsfähig. Der ganze Komplex wurde kürzlich behutsam saniert und sieht einfach wunderschön aus.

In den angrenzenden Gebäuden der ehemaligen Leuchtturmwärter findest du heute ein interaktives Museum zur Geschichte der Seenavigation. Du erfährst hier viele interessante Dinge über das harte Leben der Leuchtturmwärter und darüber, welch wichtige Rolle Portugal in der Ära der großen Seeentdeckungen spielte. Der Rundgang selbst ist nicht lang und dauert etwa dreiviertel Stunde.

Ich empfehle unbedingt, den Aufstieg auf den Leuchtturm selbst nicht auszulassen, sofern du nicht gerade unter Höhenangst leidest. Von der Galerie öffnet sich dir ein atemberaubendes Panorama auf die gesamte Meeresbucht, die Küstenpromenade und die roten Dächer des historischen Zentrums. Besonders das Nachmittagslicht zaubert hier perfekte Bedingungen zum Fotografieren. 💡 Tipp: Unter dem Leuchtturm liegt der kleine gleichnamige Strand Praia de Santa Marta. Er hat zwar keine Infrastruktur, aber das Wasser ist hier schön ruhig, und der Blick auf den Leuchtturm vom Wasser aus ist einfach makellos.

12. Cafés und die legendären Pastéis de Nata

Portugal ohne eine Kostprobe ihrer berühmten Eierküchlein aus Blätterteig wäre gar kein Portugal, und auch hier findest du Orte, wo man sie absolut perfekt macht. Dieser süße Nationalschatz namens Pastéis de Nata duftet hier aus gefühlt jeder zweiten Straße, aber es zahlt sich aus zu wissen, wohin genau man gehen sollte. Wir lieben sie am liebsten warm, bestreut mit einer üppigen Schicht Zimt.

Einer der beliebtesten Stopps ist die Konditorei Casa da Guia, die neben tollen Desserts auch eine wunderschöne Terrasse mit Blick auf den Ozean bietet. Wenn du lieber Eis magst, darfst du die legendäre italienische Gelateria Santini nicht verpassen, die hier schon seit Jahrzehnten existiert und vor der sich im Sommer üblicherweise lange Schlangen ungeduldig Wartender bilden.

Da Lukáš und ich Vegetarier sind, machen wir meist einen Bogen um die traditionellen portugiesischen Fischrestaurants, doch die lokale Gastronomie hat auch ohne Fleisch einiges zu bieten. Abends kehren wir gern in eine kleine lokale Weinstube (Tasca) ein und bestellen uns tollen portugiesischen Käse, Oliven, frisches Brot und dazu einen köstlichen Rotwein aus der nahe gelegenen Region Alentejo. Die Atmosphäre an diesen kleinen Tischen ist immer richtig schön. 💡 Tipp: Wenn du einen Kaffee bestellst, denk daran, dass ein klassischer Espresso hier „bica“ heißt, während ein Kaffee mit etwas Milch „garoto“ ist. Die Portugiesen lieben Kaffee und trinken ihn sehr stark und heiß.

13. Die Promenade ins benachbarte Estoril

Wenn du lange Fußwanderungen mit Meerblick magst, mach dich auf die schöne gepflasterte Promenade namens Paredão, die Cascais mit dem benachbarten Badeort Estoril verbindet. Diese rund drei Kilometer lange Strecke säumt die Küste voller kleiner Sandstrände und imposanter Sommervillen, die die Atmosphäre der guten alten Zeit ausstrahlen. Es ist ein absolut unbeschwerter und sicherer Spaziergang.

Unterwegs kommst du an Dutzenden kleiner Strandbars und Restaurants vorbei, in denen du jederzeit auf einen kühlen Drink oder einen guten Kaffee einkehren kannst. Estoril selbst ist berühmt für seine Eleganz und sein riesiges Casino, das das größte in ganz Europa ist. Genau diese Umgebung mit prunkvollem Luxus und Spionen soll den Schriftsteller Ian Fleming zum berühmten Casino Royale inspiriert haben.

Wenn du am Ende beim Bahnhof in Estoril ankommst, musst du keine Angst vor dem langen Rückweg haben. Du steigst einfach in dieselbe Vorortbahn, mit der du aus Lissabon gekommen bist, und bist in fünf Minuten und für einen Euro bequem zurück in deiner Ausgangsstation. 💡 Tipp: Versuch, diesen Spaziergang auf den späten Nachmittag zu legen. Die untergehende Sonne wirft goldene Reflexe auf den Ozean, und die Lufttemperatur ist schon viel angenehmer als in der Mittagshitze.

14. Ans Ende der Welt zum Kap Cabo da Roca

Das ist zwar nicht direkt in der Stadt, aber es wäre ein riesiger Fehler, diesen Ausflug auszulassen. Rund zehn Kilometer westlich liegt ein Ort, der buchstäblich das Ende des Festlands ist. Das Kap Cabo da Roca ist der westlichste Punkt Kontinentaleuropas, und wie der berühmte portugiesische Dichter Luís de Camões schrieb, ist es der Ort, „wo das Land endet und das Meer beginnt“.

Die Atmosphäre auf dieser Klippe, die sich 140 Meter über der aufgewühlten Oberfläche des Atlantiks erhebt, ist absolut magisch und roh. Hier stehen ein alter roter Leuchtturm und ein Steinkreuz mit eingemeißelten Koordinaten, an dem sich natürlich jeder ein Foto machen muss. Der Wind weht hier mit solch enormer Kraft, dass du manchmal das Gefühl hast, gleich ins Meer geweht zu werden – vergiss also auch im heißen Sommer nicht deine Jacke.

Zum Kap gelangst du ganz einfach mit dem normalen Linienbus direkt vom Busbahnhof in Cascais, die Fahrt dauert etwa zwanzig Minuten. Die Ausblicke auf die endlose blaue Tiefe und die steilen Felswände, die in die Wellen abfallen, hinterlassen in dir ein Gefühl enormen Respekts vor den Naturgewalten. 💡 Tipp: Direkt vor Ort gibt es ein kleines Touristenbüro, wo du dir für ein paar Euro ein kalligraphisch geschriebenes Zertifikat mit deinem Namen ausstellen lassen kannst, das bestätigt, dass du am Ende Europas gestanden hast.

15. Genieß die Atmosphäre im Mercado da Vila

Wenn du den echten Puls des lokalen Lebens erleben und gewöhnliche Menschen bei ihrem Alltag sehen willst, musst du zur Markthalle Mercado da Vila aufbrechen. Diese riesige überdachte Halle wurde kürzlich modernisiert, hat sich aber ihren traditionellen Charakter bewahrt und füllt sich jeden Morgen mit frischen Produkten aus der ganzen weiten Umgebung. Es ist ein Fest für alle Sinne.

Für uns Vegetarier ist es das absolute Paradies, denn hier kann man die besten und frischesten Zutaten fürs Abendessen kaufen. Die Stände quellen über von riesigen saftigen Tomaten, lokalem Käse, Oliven, Honig und frisch gebackenem knusprigem Brot. Natürlich findest du hier auch eine große Fischabteilung, aus der der typische salzige Geruch des Ozeans strömt und wo die einheimischen Hausfrauen um die besten Stücke Kabeljau feilschen.

Zum Markt gehören auch mehrere ausgezeichnete moderne Restaurants und Bistros, die die Zutaten direkt von den Marktleuten beziehen. Abends und an Wochenenden verwandelt sich der Raum oft in einen Schauplatz verschiedener thematischer Festivals, von Bier- und Weinfesten bis hin zu Märkten mit lokalem Design. 💡 Tipp: Die wichtigsten Markttage sind Mittwoch und Samstagvormittag, wenn auch kleine Bauern aus den umliegenden Dörfern anreisen und ihre Stände sogar im Außenhof aufbauen. Komm früh, die besten Waren sind schnell weg.

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Wohin weiter von Cascais

Wenn du alle Gassen durchlaufen und Kacheln gekauft hast, wäre es schade, nicht auch die anderen Perlen zu erkunden, die sich in diesem Winkel Portugals verbergen. Die Stadt hat eine absolut strategische Lage für Tagesausflüge, sodass dir sicher nicht langweilig wird.

Der größte Anziehungspunkt in der Umgebung ist zweifellos das märchenhafte Sintra, nur etwa dreißig Minuten mit dem Bus entfernt. Dieses bewaldete Gebirge ist geradezu übersät mit extravaganten Palästen und zerfallenden maurischen Burgen. Der absolute Renner ist der bunte Palácio da Pena, der aussieht wie ein Disney-Schloss – aber rechne damit, dass du die Tickets (rund 20 Euro) mit großem Vorlauf für einen konkreten Zeitslot kaufen musst, sonst kommst du nicht hinein. Aus eigener Erfahrung empfehlen wir auch den Besuch des mystischen Gartens Quinta da Regaleira mit dem geheimnisvollen Initiationsbrunnen, zu dem man am besten gleich zur Öffnungszeit aufbricht.

Falls du deine Reise an der Küste beginnst, widme unbedingt mindestens zwei bis drei Tage einer gründlichen Erkundung der Hauptstadt. Lies unseren ausführlichen Lissabon-Reiseführer, in dem wir dir raten, wie du dich in den steilen Gassen der Alfama nicht verirrst und wo du die besten Aussichten findest. Von Cascais bist du mit dem Zug in dreiviertel Stunde dort.

Wenn dich der wirklich raue Ozean und die Surferkultur reizen, denk über einen Ausflug weiter in den Norden nach. Das ikonische Nazaré ist Heimat der größten Wellen der Welt, die im Winter die Höhe eines Wohnblocks erreichen und Extremsportler vom ganzen Planeten anlocken. Und wenn du einen längeren Roadtrip planst und dich unterwegs aufwärmen willst, fahr mit uns weiter runter in den Süden und entdeck die schönsten Strände der Algarve, zu denen Lukáš und ich jeden Winter regelmäßig zurückkehren.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange sollte ich in Cascais verbringen?

Für einen entspannten Besuch aller wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen direkt in der Stadt reichen zwei volle Tage völlig aus. Wenn du aber planst, die Stadt als Ausgangsbasis für Ausflüge nach Sintra, Lissabon und zum Cabo da Roca zu nutzen, solltest du unbedingt vier bis fünf Tage einplanen, damit du auch Zeit zum Entspannen am Strand hast.

Ist es besser, in Cascais oder in Sintra zu übernachten?

Das hängt von deinen Prioritäten ab, aber wir empfehlen Cascais. Die Stadt bietet eine viel bessere Infrastruktur, jede Menge ausgezeichnete Restaurants und vor allem die Möglichkeit zu abendlichen Spaziergängen entlang des Ozeans. Sintra ist zwar wunderschön, aber es ist ein Bergstädtchen, wo nach Abreise der Tagestouristen abends ziemlich tote Hose ist und es spürbar kühler wird.

Was kostet ein Zugticket von Lissabon?

Die Fahrt mit dem Nahverkehrszug ist sehr günstig und zuverlässig. Ein einfaches Ticket vom Lissabonner Bahnhof Cais do Sodré kostet etwa 2,40 Euro und kann einfach per Tap mit der aufladbaren Navegante-Karte oder einer normalen Bankkarte am Drehkreuz bezahlt werden. Die Züge fahren vom frühen Morgen bis spät in die Nacht alle zwanzig Minuten.

Kann man in Cascais gut essen, wenn man Vegetarier ist?

Auf jeden Fall! Obwohl Portugal vor allem für seinen Fisch und seine Meeresfrüchte bekannt ist, haben wir mit Lukáš hier nie Probleme. Die meisten Restaurants bieten hervorragende fleischlose Vorspeisen, Käse, Oliven und Gemüsesuppen an. Außerdem sind in den letzten Jahren viele moderne Bistros entstanden, die ausgezeichnete Bowls, Salate und vegetarische Burger machen.

Sind die örtlichen Strände sandig?

Ja, alle Stadtstrände im Zentrum des Ortes (Praia da Conceição, Praia da Rainha und Praia da Duquesa) haben schönen, feinen goldenen Sand. Der Einstieg ins Wasser ist hier meistens sehr flach und dank der geschützten Lage in der Bucht gibt es normalerweise keine gefährlich großen Wellen, was ideal für Familien ist.

Kann man am Strand Guincho normal baden?

Praia do Guincho ist in erster Linie ein Surferstrand, der dem wilden Ozean ausgesetzt ist. Dort weht ständig ein sehr starker Wind und die Meeresströmungen sind extrem tückisch und kraftvoll. Klassisches Freizeitschwimmen wird hier überhaupt nicht empfohlen, der Strand dient eher zum Bewundern der Naturgewalten und zu langen Spaziergängen in den Sanddünen.

Muss ich für den Ausflug ein Auto mieten?

Wenn du nur auf der Route Lissabon, Cascais und Sintra bleiben möchtest, brauchst du definitiv kein Auto zu mieten. Die Verkehrsanbindung mit Zügen und Bussen funktioniert einwandfrei, während das Parken in all diesen Städten ein absoluter Albtraum voller Einbahnstraßen und teurer Parkplätze ist. Ein Auto lohnt sich nur für einen längeren Roadtrip auf dem Land.

Wann ist die beste Zeit für einen Besuch des Pena-Palastes in Sintra?

Vermeide unbedingt die Morgenstunden, wenn die überwältigende Mehrheit aller Touristen und Ausflugsbusse aus Lissabon auf den Berg strömt. Reserviere dir ein Ticket für den späteren Nachmittag, idealerweise gegen 15:30 oder 16:00 Uhr. Dann sind die Massen bereits auf dem Absprung, du hast besseres Licht zum Fotografieren und sparst dir eine Menge Nerven.

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Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

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