Nur etwa eine halbe Stunde mit dem Schiff vom geschäftigen Hafen Fremantle entfernt liegt eine autofreie Insel mit rund zehntausend Quokkas, Sandstränden und Buchten, deren Fotos das Internet erobert haben. Rottnest Island Australien ist für die Bewohner des nahe gelegenen Perth ein Ausstieg aus dem Alltag: Die Zeit richtet sich nach den Abfahrten der Fähren und Entfernungen misst man in Pedalumdrehungen. Der niederländische Kapitän Willem de Vlamingh verbrachte hier 1696 zwar nur sechs Tage und hielt die Quokkas irrtümlich für riesige Ratten – heute steht der Name für türkisfarbene Buchten und entspanntes Radfahren.
Die Insel trägt jedoch noch einen zweiten Namen: Wadjemup. Mit ihm ist eine deutlich dunklere Geschichte verbunden, über die man auf den üblichen Postkarten kaum etwas liest. Zwischen 1838 und 1931 befand sich hier ein Gefängnis für indigene Jungen und Männer. Rottnest Island ist deshalb ein Ort mit großer historischer und kultureller Bedeutung. Wenn du die Insel erkundest, solltest du beide Seiten wahrnehmen und der Landschaft sowie ihren traditionellen Eigentümern mit Respekt begegnen.
In diesem Guide zeigen wir dir, wie du deine Reise planst und das Beste aus deinem Besuch herausholst. Wir erklären, wie du nach Rottnest Island kommst und welche Kosten auf dich zukommen, vergleichen die Fährpreise und zeigen dir, wie du dich am besten fortbewegst. Natürlich geht es auch um die wichtigste Regel für Begegnungen mit den tierischen Inselbewohnern. Außerdem erfährst du, wann die beste Zeit zum Baden ist und wo du besonders gut schnorcheln kannst.

Zusammenfassung
- Die günstigsten Fähren fahren ab Fremantle; die Strecke aus dem Zentrum von Perth ist deutlich teurer und dauert länger.
- Die Eintrittsgebühr für die Insel wird immer separat berechnet und ist meist bereits im Endpreis des Fährtickets enthalten.
- Kinder von 4 bis 12 Jahren fahren mit dem Rottnest Express kostenlos, wenn sie am Quokka Club teilnehmen. Bezahlt wird für sie nur die Eintrittsgebühr.
- Private Autos sind auf der Insel verboten. Du kannst dich nur mit einem Mietrad, dem Inselbus oder zu Fuß fortbewegen.
- Quokkas dürfen weder angefasst noch gefüttert werden; bei Verstößen drohen hohe Geldstrafen.
- Die besten Badebedingungen herrschen von Dezember bis April, wenn das Meer am angenehmsten ist.
- In Western Australia besteht beim Radfahren Helmpflicht; bei den Verleihern auf der Insel ist der Helm automatisch im Mietpreis enthalten.
- Die Geschichte der Insel Wadjemup ist komplex. Du findest hier ehemalige Gefängnisgebäude und das weitläufige Wegenetz Wadjemup Bidi.

Anreise nach Rottnest Island und Kosten
Wenn du einen Ausflug vom Festland planst, ist die Wahl des richtigen Hafens der wichtigste Schritt. Am schnellsten und günstigsten ist die Abfahrt ab Fremantle, genauer gesagt von den Terminals B-Shed oder Northport. Die Überfahrt dauert etwa 30 Minuten. Von Perths Zentrum – Barrack Street Jetty oder Elizabeth Quay – ist die Anreise zwar bequem, weil du nicht nach Fremantle weiterfahren musst. Die Fahrt über den Swan River verlängert die Reise aber deutlich und verteuert sie vor allem um mehr als 40 AUD pro Person. Eine dritte Möglichkeit ist der weiter nördlich gelegene Hillarys Boat Harbour; von dort dauert die Überfahrt rund 45 Minuten.
Ein häufiger Fehler bei der Budgetplanung ist, nur auf den Fährpreis zu schauen. Die Rottnest Island Admission Fee wird separat erhoben und ist für jeden Besucher verpflichtend. Bei der Buchung über den Anbieter wird sie meist automatisch zum Gesamtpreis addiert. Für einen Tagesbesuch beträgt sie 21,50 AUD pro Erwachsenen, bei einer Übernachtung 28,50 AUD. Bei der Abreise fällt keine weitere Eintrittsgebühr an.
Für Familien gibt es eine gute Nachricht: Mit dem Quokka Club des Rottnest Express fahren Kinder von 4 bis 12 Jahren kostenlos mit der Fähre. Du zahlst für sie lediglich die verpflichtende Inselgebühr von 11,00 AUD. Die folgenden Preise stammen aus der offiziellen Preisliste des Rottnest Express und waren zum Zeitpunkt unserer Recherche gültig. Sie dienen daher nur als Orientierung – prüfe die Angaben vor der Reise direkt auf der Website des Anbieters.
| Hin- und Rückfahrt am selben Tag ab Fremantle | Fahrpreis | Eintritt | Gesamt |
|---|---|---|---|
| :— | :— | :— | :— |
| Erwachsene | 64,00 AUD | 21,50 AUD | 85,50 AUD |
| Jugendliche 13–16 Jahre | 60,50 AUD | 11,00 AUD | 71,50 AUD |
| Kinder 4–12 Jahre | 33,50 AUD | 11,00 AUD | 44,50 AUD |
| Kinder 4–12 Jahre im Quokka Club | kostenlos | 11,00 AUD | 11,00 AUD |
| Familie (2 Erwachsene + 2 Kinder) | 175,00 AUD | 57,00 AUD | 232,00 AUD |
Zum Vergleich: Eine Hin- und Rückfahrt für Erwachsene ab Perth kostet 108,00 AUD plus 21,50 AUD Eintritt, also insgesamt 129,50 AUD. Bei einer Übernachtung und dem sogenannten Extended-Return-Ticket ändern sich die Preise wegen der höheren Inselgebühr leicht. Ab Fremantle zahlst du dann insgesamt 92,50 AUD pro Erwachsenen, ab Perth 136,50 AUD. Ein einfaches Ticket zur Insel kostet ab Fremantle insgesamt 70,50 AUD, die Rückfahrt von der Insel 56,00 AUD, da darin keine Eintrittsgebühr mehr enthalten ist.

Auf der Insel mit dem Fahrrad, Bus oder zu Fuß
Sobald du in der Siedlung Thomson Bay von der Fähre steigst, fällt dir ein entscheidendes Detail auf: Private Autos dürfen auf der gesamten Insel nicht fahren. Das sorgt für eine ruhige und sichere Atmosphäre. Die 19 km² große Insel ist von asphaltierten Wegen durchzogen, die vor allem Radfahrern und Fußgängern dienen; gelegentlich begegnen dir ein Inselbus oder ein Servicefahrzeug. Am beliebtesten ist der Fahrradverleih, weil du damit an jeder Bucht anhalten kannst.
Der wichtigste Verleih heißt Pedal & Flipper. Dort gibt es klassische Fahrräder, E-Bikes und Kinderanhänger. Ein Erwachsenenrad kostet für 24 Stunden 35 AUD, ein E-Bike 83 AUD; zusätzlich musst du eine Kaution hinterlegen (50 AUD für ein normales Fahrrad, 200 AUD für ein E-Bike). In Western Australia gilt Helmpflicht, deshalb erhältst du Helm und Sicherheitsschloss automatisch kostenlos zum Mietrad. Ab 13 Uhr ist der Verleih deutlich günstiger: Das Erwachsenenrad kostet dann 20 AUD, das E-Bike 50 AUD.
| Ausrüstung (Richtpreise Pedal & Flipper) | Kaution | 1 Tag / 24 h | Zusätzlicher Tag | Ab 13 Uhr |
|---|---|---|---|---|
| :— | :— | :— | :— | :— |
| Erwachsenenrad (Gangschaltung) | 50 AUD | 35 AUD | 21 AUD | 20 AUD |
| Rad mit Kindersitz | 50 AUD | 47 AUD | 29 AUD | 26 AUD |
| E-Bike (ab 18) | 200 AUD | 83 AUD | 59 AUD | 50 AUD |
| E-Scooter (ab 18) | 200 AUD | 79 AUD | — | 44 AUD |
| Kinderrad (12–24 Zoll) | 50 AUD | 22 AUD | 14 AUD | 13 AUD |
| Fahrradanhänger (Kind oder Gepäck) | 100 AUD | 27 AUD | 17 AUD | 15 AUD |
| Schnorchelset Erwachsene / Kinder | 25 AUD | 23 / 17 AUD | 14 / 11 AUD | 13 / 10 AUD |
| Strandrollstuhl | 100 AUD | kostenlos |
Wer nicht den ganzen Tag in die Pedale treten möchte, kann den Island Explorer nutzen. Der Hop-on-Hop-off-Bus fährt über die gesamte Insel; eine Tageskarte für Erwachsene kostet 35,00 AUD, ermäßigt 31,00 AUD und für Kinder 25,00 AUD. Ab April kommt üblicherweise ein vorübergehender Treibstoffzuschlag von 1 AUD pro Person hinzu. Wenn du öfter kommst, kann sich der Rottnest Seasonal Transport Pass für 130 AUD lohnen. Er gilt für zwölf Fahrten innerhalb von 24 Monaten.
Wer lieber zu Fuß unterwegs ist, findet auf der Insel das Wegenetz Wadjemup Bidi. Die insgesamt 45 Kilometer sind in fünf Abschnitte aufgeteilt: Ngank Yira Bidi (9,4 km) führt zur Bickley Battery, Gabbi Karniny Bidi (9,7 km) umrundet die Salzseen, Wardan Nara Bidi (10 km) verläuft an Salmon Bay, Karlinyah Bidi (5,9 km) erschließt die Nordstrände und Ngank Wen Bidi führt zum rauen West End. Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität steht beim Verleih ein spezieller Strandrollstuhl kostenlos zur Verfügung.

Quokkas: Was erlaubt ist und bestraft wird
Der Grund, warum Reisende aus aller Welt nach Rottnest Island kommen, sind die Quokkas. Rund zehntausend dieser kleinen Beuteltiere leben auf der Insel; auf dem Festland gibt es in freier Wildbahn dagegen nur noch wenige. Trotz ihrer großen Zahl gelten Quokkas offiziell als gefährdete Art und werden streng geschützt. Fotos mit dem scheinbar lächelnden Tier sind zwar überall im Internet zu sehen, doch für die Begegnung gelten klare Regeln: Anschauen ja, Anfassen nein.
Viele denken fälschlicherweise, dass man Quokkas streicheln darf, weil sie an Menschen gewöhnt sind. Quokkas anzufassen oder ihnen menschliche Nahrung anzubieten ist verboten und wird bestraft. Üblicherweise wird eine Geldstrafe von 150 AUD genannt; ein Tourist, den Inselranger anhand eines Instagram-Fotos identifizierten, musste 200 AUD zahlen. Selfies sind erlaubt, wenn du Abstand hältst, das Tier nicht lockst und es selbst aus Neugier näherkommen lässt.
Diese Regeln richten sich nicht gegen Touristen, sondern haben biologische Gründe. Menschliche Nahrung schadet dem Verdauungstrakt der Quokkas, und durch Berührungen können Krankheiten übertragen werden. Besonders problematisch ist der Geruch an Jungtieren: Wenn die Mutter menschlichen Geruch wahrnimmt, kann sie ihr Junges unter Stress verlassen. Am späten Nachmittag hast du rund um Thomson Bay die besten Chancen, Quokkas unter den Bäumen zu sehen. Es bleiben jedoch wilde Tiere – eine Sichtung an einem bestimmten Ort kann niemand garantieren.

Wadjemup: der zweite Name und eine Geschichte, die nicht auf Postkarten steht
Bei weißen Stränden vergisst man leicht, dass diese Insel eine tiefere und komplizierte Geschichte hat. Der ursprüngliche Name der Insel lautet in der Sprache der Noongar Wadjemup; die traditionellen Eigentümer des Landes sind die Whadjuk Noongar. Das Wort „bidi“, das in den Namen der Wanderwege vorkommt, bedeutet in ihrer Sprache Weg oder Pfad. Für die indigene Bevölkerung besitzt die Insel spirituelle Bedeutung – bis die koloniale Verwaltung im 19. Jahrhundert andere Pläne verfolgte.
Das dunkle Kapitel begann 1838 und dauerte bis 1931. In dieser Zeit diente die Insel als Gefängnis für indigene Jungen und Männer aus ganz Western Australia. Unter den Gefangenen waren laut historischen Aufzeichnungen Jungen ab acht Jahren und Männer über 70, darunter häufig Anführer und Gesetzeshüter ihrer Gemeinschaften. Nach Angaben von ABC News vom November 2024 durchliefen fast 4.000 Gefangene die Insel; mindestens 373 starben hier. 1994 erkannte der Bundesstaat dies offiziell an und bezeichnete Wadjemup als den Ort mit den meisten Todesfällen indigener Menschen in Gewahrsam in Australien.
Im Zentrum dieser Geschichte steht das Gebäude Quod, der frühere Hauptgefängnisblock. Bis 2018 befand sich darin eine Unterkunft; inzwischen wird an Plänen gearbeitet, das Gebäude in eine Gedenkstätte und ein Museum umzuwandeln. Während Bauarbeiten in den 1990er-Jahren wurde das ursprüngliche Wadjemup Aboriginal Burial Ground entdeckt und unter Schutz gestellt. Das von indigenen Gemeinschaften geleitete Wadjemup Project basiert auf drei Säulen: Truth-Telling, Zeremonien und Gedenken. Bei einem Treffen im November 2024 kamen rund 250 indigene Delegierte zusammen; der Premierminister von Western Australia, Roger Cook, sprach im Namen des Bundesstaats eine offizielle Entschuldigung aus.

12 Sehenswürdigkeiten auf Rottnest Island
Die Insel besitzt 63 Strände und 20 Buchten. Die Auswahl der besten Orte kann bei der Reiseplanung deshalb schwierig sein. Hier findest du zwölf Plätze, die du nicht verpassen solltest – von beliebten Badebuchten nahe dem Hafen bis zum wilden West End.

1. The Basin
Wenn du einen bekannten und leicht erreichbaren Badeplatz suchst, markiere dir The Basin. Die Bucht gehört zu den beliebtesten Zielen für Familien. Der Strand bietet flaches, klares Wasser und eignet sich deshalb auch ohne große Schwimmkenntnisse. Auf Google erreicht er 4,7 von 5 Punkten aus 609 Bewertungen. Außerdem liegt er nur wenige Minuten zu Fuß oder mit dem Fahrrad von der Hauptsiedlung entfernt.
Öffentliche Toiletten und eine einfache Infrastruktur machen The Basin zu einem praktischen ersten Stopp nach der Fährankunft. Dank des geschützten Wassers kannst du hier stundenlang den flachen Meeresboden beobachten. In der Sommersaison wird es allerdings voll. Komm am besten früh am Morgen, dann hast du eine größere Auswahl am Sandstrand und das Meer fast für dich.
💡 TIPP: Das Wasser ist so klar, dass du auch ohne Schnorchel kleine Fischschwärme zwischen deinen Füßen sehen kannst.

2. Pinky Beach und Bathurst Lighthouse
Direkt neben The Basin liegt Pinky Beach, über dem sich der historische Bathurst Lighthouse fotogen erhebt. Der Strand ist nicht nur für das gute Schnorcheln direkt am Ufer bekannt, sondern auch für seine Aussicht – besonders am späten Nachmittag, wenn die Sonne den Himmel rosa färbt. Mit 4,7 Punkten aus 563 Bewertungen und dem Leuchtturm im Hintergrund gehört der Ort zu den meistfotografierten der Insel.
Das Wasser ist offener als in der geschützten Nachbarbucht, daher findest du unter der Oberfläche interessantere Felsformationen. Mit etwas Glück kannst du bunte Schwärme von Rifffischen beobachten, die sich im flachen Wasser zwischen den Steinen verstecken. Von der Hauptsiedlung erreichst du den Strand bequem zu Fuß oder mit dem Rad.

3. Little Salmon Bay und der Schnorchelpfad
Little Salmon Bay an der Südseite gehört zu den schönsten kleinen Buchten der Insel. Die größte Attraktion ist der Unterwasser-Schnorchelpfad, der dich mit Informationstafeln unter der Wasseroberfläche durch die lokale Meereswelt führt. Mit 4,8 Punkten aus 1.208 Bewertungen gehört die Bucht zu den bestbewerteten Orten.
Die Bucht ist vor starkem Wind geschützt, der weiße Sand kontrastiert mit türkisfarbenem Wasser und unter der Oberfläche wartet ein artenreiches Ökosystem. Der Pfad ist auch für Anfänger verständlich und unterhaltsam gestaltet. Du erfährst dabei mehr über die heimischen Fische und Korallen. Mit dem Fahrrad dauert die Anfahrt länger als zu den Stränden nahe der Siedlung, doch der Blick auf das ruhige Wasser lohnt sich.

4. Parker Point
Wenn du die Südküste erkundest, fahr noch ein Stück weiter zum Parker Point. Vom Aussichtspunkt siehst du weiße Strände und Riffe, die sich tief unter dir erstrecken; das Meer leuchtet hier intensiv türkis. Der Ort erreicht 4,8 Punkte aus 520 Bewertungen und bietet neben der Klippenaussicht einen weiteren Schnorchelpfad, der etwas anspruchsvoller als jener in Little Salmon Bay ist.
Zum Strand führen lange Holztreppen hinab. Gerade die schwierige Erreichbarkeit sorgt für mehr Ruhe, sodass es hier deutlich leerer ist als nahe der Hauptsiedlung. Das Schnorcheln lohnt sich, ist wegen stärkerer Strömungen und tieferem Wasser aber eher für sichere Schwimmer geeignet.

5. Little Parakeet Bay
Für mehr Privatsphäre und Ruhe fährst du an die Nordseite zur geschützten Little Parakeet Bay. Mit 4,9 Punkten aus 244 Bewertungen ist sie ein echter Geheimtipp, besonders am frühen Morgen oder späten Nachmittag, wenn das Wasser meist ruhig und die Sicht unter Wasser am besten ist. Felsen bilden ein natürliches Becken, das vor großen Wellen schützt – auch weniger erfahrene Schwimmer fühlen sich hier wohl.
Die Fahrt mit dem Rad von der Siedlung dauert etwas länger, aber genau deshalb triffst du hier weniger Menschen. Am hellen Sand und klaren Wasser kannst du die Ruhe genießen. Die Felsen spenden Schatten, und bei Ebbe lassen sich kleine Gezeitentümpel mit Meereslebewesen entdecken.

6. Henrietta Rocks
Für Geschichts- und Wrackfans ist Henrietta Rocks eine willkommene Abwechslung. Direkt vor dem Ufer des relativ leeren Strandes liegt ein Schiffswrack, das bei Ebbe gut sichtbar ist und eine ungewöhnliche Gelegenheit zur Erkundung unter Wasser bietet. Der Ort erreicht 4,8 Punkte aus 577 Bewertungen.
Da der Strand dem offenen Meer ausgesetzt ist, solltest du einen Tag mit wenig Wind wählen. Dann kannst du sicher und bei guter Sicht um die rostenden Überreste schwimmen. Anschließend lässt es sich entspannt im Sand liegen und dem Rauschen der Wellen an den nahen Felsen zuhören.

7. Cape Vlamingh und West End
Der westlichste Zipfel der Insel, das West End, zeigt die wilde Seite der Natur. Von der Cape Vlamingh Viewing Platform blickst du auf den aufgewühlten Indischen Ozean. Mit etwas Glück entdeckst du von der befestigten Plattform Robben oder Delfinschwärme. Der Ort erreicht 4,8 Punkte aus 617 Bewertungen und fühlt sich wie das Ende der Welt an.
Die Radfahrt ist lang und führt durch hügeliges, schattenloses Gelände; viele Besucher nehmen deshalb lieber den Inselbus. Wer die Strecke trotzdem mit dem Rad schafft, wird mit dem Gefühl belohnt, das Ende der Insel erreicht zu haben. Im Frühling und Herbst kannst du mit etwas Glück aus der Ferne Wale auf ihrer Wanderung entlang der australischen Küste beobachten.

8. Cathedral Rocks und Seelöwen
Nur ein kurzes Stück von Cape Vlamingh entfernt liegt ein weiterer Pflichtstopp. Die Cathedral Rocks Viewing Platform ist Heimat einer festen Kolonie von Neuseeländischen Seebären. Aus sicherer Entfernung kannst du beobachten, wie sie sich auf den Felsen sonnen oder durch die Wellen schwimmen. Mit 4,8 Punkten aus 395 Bewertungen gehört der Ort zu den beliebtesten Naturerlebnissen.
Die Holzplattform bietet gute Sicht auf die Felsen, ohne die Tiere zu stören. Das ist für den Schutz der empfindlichen Tierwelt besonders wichtig. Den Seebären zwischen den Riffen zuzusehen, kann dich leicht eine ganze Weile fesseln.

9. Wadjemup Lighthouse
Etwa vier Kilometer von Thomson Bay entfernt erhebt sich auf dem höchsten Hügel der Insel der ikonische Wadjemup Lighthouse. Der massive Leuchtturm aus Stein wurde 1896 gebaut und ist 38 Meter hoch. Mit 4,5 Punkten aus 1.006 Bewertungen zählt er zu den wichtigsten historischen Sehenswürdigkeiten der Insel.
Der Eintritt in das Leuchtturmgelände ist bereits in der Inselgebühr enthalten. Die Auffahrt mit dem Fahrrad ist wegen des langen Anstiegs anstrengend, doch der Panoramablick auf die Insel und den türkisfarbenen Ozean entschädigt dich voll und ganz. Für Weitwinkelaufnahmen ist dies einer der besten Plätze.

10. Oliver Hill mit Geschützen, Tunneln und Zug
Wer sich für Militärgeschichte interessiert, sollte Oliver Hill besuchen, der im Zweiten Weltkrieg eine wichtige Verteidigungsstellung bildete. Bei der Führung siehst du 9,2-Zoll-Geschütze und unterirdische Tunnel. Die Touren finden täglich zwischen 10:00 und 14:00 Uhr statt, dauern etwa 45 Minuten und umfassen rund 700 Meter Weg.
Du brauchst etwas Kondition, denn es sind mehr als 240 unebene Stufen zu bewältigen – ungefähr so viel wie bis in den achten Stock. Oliver Hill erreichst du auch mit dem historischen Zug Captain Hussey. Er fährt vom Bahnhof der Siedlung, etwa fünf Minuten vom Visitor Centre entfernt, um 10:30, 11:30, 12:30 und 13:30 Uhr ab. Der Ausflug ist auch für Familien mit älteren Kindern interessant.

11. Salzseen und der Gabbi-Karniny-Bidi-Rundweg
Auf dem Weg von der Siedlung ins Inselinnere verändert sich die Landschaft schnell. Dort liegen zahlreiche Salzseen. Am besten erkundest du sie auf dem Gabbi-Karniny-Bidi-Rundweg, der die Seen auf 9,7 Kilometern umrundet. In diesem ruhigen Inselbereich triffst du deutlich weniger Radfahrer als an der Küste.
Im Sommer trocknen die Seen oft aus und hinterlassen eine weiße Salzkruste, die in der Sonne glitzert. In den kühleren Monaten füllen sie sich mit Wasser und ziehen zahlreiche Vogelarten an. Für Naturbeobachter ist das ein ideales Ziel und zugleich eine gute Alternative an windigen Tagen, an denen die Strände weniger angenehm sind.

12. Thomson Bay
Deine Reise beginnt und endet wahrscheinlich in Thomson Bay, dem Zentrum der Insel. Hier findest du das Visitor Centre mit 4,6 Punkten aus 1.989 Bewertungen, den großen Fahrradverleih Pedal & Flipper und den zentralen Busbahnhof. Die Siedlung besteht aus historischen Gebäuden aus hellem Kalkstein und ist der einzige Ort, an dem du vergessene Vorräte kaufen oder einen Kaffee trinken kannst.
Neben dem General Store gibt es eine Bäckerei und mehrere Restaurants nahe dem Hafen. Am späten Nachmittag, wenn die letzten Tagesfähren abgelegt haben und die Straßen leerer werden, sind die Rasenflächen zwischen den Häusern der beste Ort, um Quokkas ruhig und respektvoll zu beobachten. Dann kommen sie aus ihren Verstecken unter den Bäumen und laufen zwischen den alten Gebäuden umher.

Wann nach Rottnest Island reisen?
Der richtige Reisezeitraum hängt davon ab, was du auf der Insel erleben möchtest. Die Werte in der Tabelle stammen aus dem Wettermodell ERA5 und beziehen sich auf langfristige historische Messungen, die hauptsächlich für Perth erhoben wurden. Rottnest Island liegt 19 Kilometer vor der Küste und besitzt deshalb ein eigenes Mikroklima mit stärkerem Wind vom Meer. Die Tabelle zeigt Durchschnittswerte für Luft- und Meerestemperatur sowie Niederschlag.
| Monat | Luft (°C) | Meer (°C) | Niederschlag (mm) |
|---|---|---|---|
| :— | :— | :— | :— |
| Januar | 29,9 | 23,5 | 23 |
| Februar | 30,2 | 23,6 | 22 |
| März | 28,3 | 22,8 | 40 |
| April | 24,5 | 21,1 | 40 |
| Mai | 21,2 | 20,2 | 78 |
| Juni | 18,4 | 18,8 | 104 |
| Juli | 17,4 | 17,6 | 118 |
| August | 17,5 | 17,7 | 106 |
| September | 19,3 | 18,3 | 44 |
| Oktober | 21,7 | 19,3 | 38 |
| November | 25,3 | 20,6 | 21 |
| Dezember | 28,5 | 22,4 | 9 |
Am wärmsten ist es im Februar: Die durchschnittliche Lufttemperatur liegt dann bei 30,2 °C, das Meer erreicht 23,6 °C. Der australische Winter ist dagegen kühl und regnerisch; im Juli fallen durchschnittlich 118 mm Niederschlag. Im Juli und August sinkt die Wassertemperatur auf etwa 17,6 °C, was längeres Schnorcheln ohne Neoprenanzug unangenehm macht. Am wenigsten regnet es im Dezember.
Wenn Baden und die Unterwasserwelt im Mittelpunkt stehen, plane deine Reise zwischen Dezember und April. Wer große Hitze vermeiden und die Insel vor allem mit dem Rad oder zu Fuß erkunden möchte, findet im Frühling und Herbst von September bis November angenehme Temperaturen. Zusätzlich kannst du in dieser Zeit am West End mit etwas Glück Wale aus der Ferne beobachten.

Wo übernachten?
💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Hier vergleichen wir Unterkünfte, damit du siehst, was verfügbar ist und wie viel es kostet. Am liebsten suchen wir über Booking.com, wo die Stornobedingungen oft am besten sind. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten kannst du über GetYourGuide vergleichen und buchen.
Eine Nacht auf der Insel zu verbringen, wenn die Tagesgäste am Nachmittag abreisen, ist ein besonderes Erlebnis. Du musst jedoch weit im Voraus planen. Die meisten Ferienhäuser und Hütten werden nicht über gewöhnliche Buchungsportale, sondern direkt von der Rottnest Island Authority verwaltet. Deshalb ist das Angebot begrenzt und in der Sommersaison schnell ausgebucht. In Thomson Bay und Umgebung gibt es dennoch einige Unterkünfte, die sich leichter online suchen und buchen lassen.
Wer Hotelkomfort und Service bevorzugt, kann im Samphire Rottnest übernachten. Das Hotel liegt an der Ecke Parker Point Rd und McCallum Ave und erreicht bei Google 4,3 Punkte aus 695 Bewertungen. Naturnäher schläfst du in den Glamping-Zelten von Discovery Resorts – Rottnest Island an der Strue Rd; sie erhielten 4,2 Punkte von mehr als 500 Gästen.
Weitere Optionen für Familien und Paare sind The Lodge Wadjemup (4,3 aus 121 Bewertungen) an der ruhigeren Boreham Wy und Stay Rottnest mit 4,1 Punkten. Für Sparfüchse gibt es das Hostel Kingstown Barracks (3,9 aus 196 Bewertungen) in einer ehemaligen Kaserne. Der Standard ist einfach, und laut Bewertungen wird Bettwäsche häufig extra berechnet. Die abendliche Atmosphäre an den leeren Stränden ist den Buchungsaufwand aber wert.

Wo essen?
Die Gastronomie der Insel ist naturgemäß begrenzt und konzentriert sich vollständig auf Thomson Bay. Es gibt nur wenige Lokale, eine beliebte Bäckerei und einen einzigen klassischen General Store. Die Auswahl zum Mittagessen ist daher klein und die Preise liegen verständlicherweise über dem Festlandniveau. Wenn du einen ganzen Tag mit dem Rad zu abgelegenen Stränden planst, solltest du dir in Fremantle ein großes Picknick besorgen und ausreichend Trinkwasser mitnehmen. Außerhalb der Siedlung kannst du keine Vorräte kaufen. Morgens bekommst du in der Bäckerei guten Kaffee und vegetarisches Gebäck; für den restlichen Tag bist du mit selbst mitgebrachten Lebensmitteln besser vorbereitet.
Wie geht es weiter?
- Perth, Australien: 18 Tipps für Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten
- Western Australia: Sehenswürdigkeiten von Perth bis Kimberley
- Australienurlaub: 30 schönste Orte und praktische Tipps
- Roadtrip durch Australien: Routen, Auto, Camping und Budget
- Sydney, Australien: 31 Tipps für Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten
- Melbourne, Australien: 23 Tipps für Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten
- Great Barrier Reef: Ausflüge, Preise und Erlebnistipps
Häufig gestellte Fragen
Wie komme ich nach Rottnest?
Der günstigste und schnellste Weg ist die Fähre vom Hafen Fremantle, von wo aus die Überfahrt etwa dreißig Minuten dauert. Es gibt auch Verbindungen direkt aus dem Zentrum von Perth oder vom Hafen Hillarys, aber die Fahrt von Perth ist deutlich teurer (um mehr als 40 AUD) und zeitaufwändiger aufgrund der langen Fahrt über den Swan River.
Wie viel kostet der Ausflug?
Ein Rückfahrticket von Fremantle mit Rottnest Express kostet für Erwachsene etwa 85,50 AUD, während es von Perth 129,50 AUD sind. Kinder von 4 bis 12 Jahren zahlen dank des Quokka Club Programms nur die Eintrittsgebühr für die Insel in Höhe von 11 AUD, die Überfahrt selbst ist für sie kostenlos.
Muss man Eintritt für die Insel bezahlen?
Ja, die Eintrittsgebühr (Admission Fee) ist obligatorisch und normalerweise im Gesamtpreis des Fährtickets enthalten. Bei einem Tagesbesuch beträgt sie 21,50 AUD für Erwachsene, wenn du aber auf der Insel übernachten möchtest, erhöht sich die Gebühr auf 28,50 AUD.
Kann ich ein Auto mitnehmen?
Nein, private Fahrzeuge haben auf der Insel Einfahrtsverbot. Du kannst die gesamte Insel ausschließlich auf einem geliehenen Fahrrad erkunden, zu Fuß auf den ausgeschilderten Wadjemup Bidi Pfaden oder mit dem Hop-on-Hop-off-Bus Island Explorer.
Wie lange dauert es, die Insel mit dem Fahrrad zu umrunden?
Die Insel hat eine Fläche von 19 Quadratkilometern und ein Netz asphaltierter Wege. Wenn du sie komplett umrunden möchtest ohne längere Stopps, dauert das etwa drei bis vier Stunden, aber angesichts von Baden, Schnorcheln und Quokka-Fotos ist es eher eine ganztägige Aktivität.
Werde ich ein Quokka sehen?
Auf der Insel leben etwa zehntausend Quokkas, daher ist die Chance auf eine Begegnung hoch, auch wenn dir das niemand garantieren kann. Am häufigsten halten sie sich im Schatten der Bäume rund um die Siedlung Thomson Bay auf und sind in den Abendstunden am aktivsten.
Kann ich ein Quokka streicheln?
Nein. Quokkas zu berühren oder mit menschlichem Essen zu füttern ist verboten, und es werden hohe Bußgelder dafür verhängt (angegeben werden 150 bis 200 AUD). Du kannst ein Selfie mit ihnen machen, musst aber einen sicheren Abstand einhalten und sie von selbst zu dir kommen lassen.
Wann ist die beste Zeit?
Zum Baden und Schnorcheln ist die Zeit von Dezember bis April am besten geeignet, wenn das Wasser am angenehmsten ist (im Februar hat es durchschnittlich 23,6 °C). Zum Radfahren und Wandern sind die Herbstmonate von September bis November ideal, im Juli hingegen regnet und windet es am meisten.
Kann man dort übernachten?
Ja, auf der Insel gibt es mehrere Übernachtungsmöglichkeiten vom Hotel Samphire über Glamping-Zelte bis hin zu günstigeren Hostels und Selbstversorger-Cottages. Die Kapazität ist aber begrenzt, und in der Sommersaison muss man Unterkünfte im Voraus reservieren.
Lohnt es sich, für mehrere Tage zu fahren?
Ja. Sobald nachmittags die letzten Fähren mit den Tagestouristen ablegen, beruhigt sich die Insel. Du hast mehr Zeit, die abgelegeneren Strände, die Westspitze und die Wanderwege Wadjemup Bidi in Ruhe und ohne Menschenmassen zu erkunden.
Tipps und Tricks für deinen Urlaub
Zahle nicht zu viel für Flugtickets
Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.
Buche deine Unterkunft clever
Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.
Vergiss die Reiseversicherung nicht
Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.
Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).
Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
Finde die besten Erlebnisse
Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!
