Westaustralien 2026: von Perth bis Kimberley + Reiseroute

TL;DRDie schönsten Orte in Westaustralien umfassen sieben wichtige Stopps: Perth mit dem Kings Park und Rottnest Island (Quokkas), Nambung-Nationalpark mit der Pinnacles-Wüste, den Kalbarri-Nationalpark mit Nature's Window, Monkey Mia zum Schnorcheln mit Delfinen, Shark Bay, Margaret River mit über 150 Weingütern und Esperance mit dem Strand Lucky Bay, wo Kängurus dösen. Die ideale Roadtrip-Route führt von Perth nach Esperance, dauert 10–14 Tage (empfohlen: 12 Tage) und ist rund 1400 Kilometer lang. Die beste Reisezeit ist März bis Mai oder September bis November, wenn die Temperaturen bei 20–25 °C liegen. Unterwegs bist du mit dem eigenen oder gemieteten Auto, idealerweise mit einem Campervan, denn die Entfernungen sind gewaltig.

Wenn man Australien sagt, denken die meisten an Sydney, das Opernhaus oder das Great Barrier Reef. Wer aber echtes Abenteuer und unberührte Natur sucht, zieht woanders hin – nach Westaustralien. Dieses riesige Land mit einer Fläche von 2,6 Millionen Quadratkilometern beherbergt nicht nur die sonnigste Stadt des Kontinents, Perth, sondern auch einige der schönsten Naturwunder unseres Planeten.

Westaustralien ist ein Land der Kontraste, wo man in Hipster-Cafés unter Wolkenkratzern einen Cappuccino mit Schokolade schlürft und ein paar Stunden später unter dem Sternenhimmel ganz ohne Handyempfang campt. Es ist ein Land, in dem du morgens mit Mantarochen an einem Korallenriff schnorcheln, nachmittags Kängurus an den Stränden beobachten und abends den Sonnenuntergang über den endlosen Weinbergen von Margaret River erleben kannst. Genau deshalb haben Lukáš und ich hier einen Roadtrip gemacht – denn nur so entdeckst und erlebst du Orte, an die man sonst kaum kommt.

Artikelinhalt

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen

  • Beste Reisezeit: März bis Mai oder September bis November, wenn das Wetter angenehm ist und die Temperaturen nicht extrem.
  • Dauer des Roadtrips: Mindestens 10–14 Tage, um die schönsten Orte von Perth bis Esperance in Ruhe zu entdecken.
  • Fortbewegung: Ein eigenes oder gemietetes Auto ist ein Muss, die Entfernungen sind gewaltig (insgesamt über 1400 km).
  • Unvergessliche Erlebnisse: Schnorcheln mit Delfinen in Monkey Mia, Quokkas auf Rottnest Island, Kängurus am Strand Lucky Bay in Esperance, Walbeobachtung in Augusta.
  • Unterkunft: Hotels, Campingplätze oder Hausboote und Hütten in den Nationalparks (zum Beispiel RAC Esperance Holiday Park)
  • Denk an eine gute Reiseversicherung, zum Beispiel von SafetyWing.

➜ Bevor du losfährst, wirf einen Blick auf unseren Reiseversicherungs-Vergleich (inkl. 50 % Rabatt).

Camping in Australien: Wo übernachten

Wenn du wie wir einen Roadtrip durch Westaustralien machst, kommen dir meine Campingplatz-Tipps sicher gelegen:

Die schönsten Orte in Westaustralien: Was du auf keinen Fall verpassen darfst

Westaustralien birgt Schätze, die manchmal sogar die berühmtesten australischen Ikonen übertreffen. Jeder Ort hat seinen ganz eigenen Charakter und zeigt eine andere Seite der Vielfalt dieses Kontinents. Werfen wir einen Blick auf 7 Tipps für die schönsten Orte in Westaustralien.

Perth und Umgebung

Perth, oft als die abgelegenste Großstadt der Welt bezeichnet, verzaubert dich mit seiner entspannten Atmosphäre und endlosen Sonnentagen. Der Kings Park mit seinem botanischen Garten bietet den schönsten Blick auf die Stadt und den Swan River, der mitten hindurchfließt. Von hier ist es nur ein kurzer Katzensprung mit der Fähre nach Rottnest Island, der Heimat der wohl niedlichsten Tierchen des Planeten – den Quokkas, die gerne ein Selfie mit dir machen.

Fremantle, die Hafenstadt unweit von Perth, lockt mit historischen Gebäuden, lebendigen Märkten und tollen Restaurants. Genau hier spürst du die echte australische Gelassenheit: Kaffee am Ozean, ein Spaziergang durch die historischen Gassen und ein Abendessen mit frischen Meeresfrüchten.

Lies auch: 18 Tipps, was du in Perth sehen solltest

Nambung-Nationalpark

Rund zwei Autostunden nördlich von Perth erstreckt sich eines der faszinierendsten Naturphänomene Australiens. Die Pinnacles-Wüste ist mit Tausenden Kalksteinsäulen übersät, die wie uralte Denkmäler aus dem gelben Sand ragen. Manche sind bis zu fünf Meter hoch, andere nur wenige Zentimeter. Die Wissenschaft weiß bis heute nicht genau, wie sie entstanden sind – ihre Schönheit steht aber außer Frage.

Am schönsten ist es hier bei Sonnenuntergang, wenn sich die ganze Landschaft in Orange- und Rosatöne färbt.

Kalbarri-Nationalpark

Der Kalbarri-Nationalpark beeindruckt dich mit einer dramatischen Landschaft aus tiefen roten Schluchten, durch die sich der Murchison River über Millionen Jahre gegraben hat. Am berühmtesten ist Nature’s Window – ein natürlicher Sandsteinbogen, der den Blick ins Tal wie ein Bilderrahmen einfasst.

Es gibt hier auch eine neue Attraktion, den Kalbarri Skywalk, der dich auf einer gläsernen Plattform über den Rand der Schlucht hinausträgt – der Blick in die Tiefe verschlägt dir den Atem. Für Mutigere gibt es Pfade, die durch den Grund der Schlucht führen, wo du versteckte Pools und Wasserfälle entdecken kannst.

Monkey Mia

Stell dir vor, du stehst knietief im warmen Wasser des Indischen Ozeans und um dich herum tummeln sich Delfine. In Monkey Mia wird dieser Traum jeden Morgen Wirklichkeit. Die Delfine kommen schon seit über fünfzig Jahren ans Ufer, und erfahrene Guides erlauben dir, sie zu füttern und sogar zu berühren.

Genauso atemberaubend wie die Delfine sind die weißen Sandstrände, an denen keine Menschenseele ist. Das Monkey Mia Resort bietet Unterkünfte direkt am Wasser, wo du beim Rauschen der Wellen und dem gelegentlichen Prusten der Delfine einschläfst.

Shark Bay und François-Peron-Nationalpark

In Shark Bay geht es nicht nur um Haie, wie der Name vermuten lässt. Es ist eine Region mit roter Wüste und türkisfarbenen Lagunen, wo du die unterschiedlichsten Meeresbewohner beobachten kannst. Shell Beach ist ein Strand, der ausschließlich aus winzigen Muscheln besteht, die sich hier über Tausende Jahre angesammelt haben.

Der François-Peron-Nationalpark ist eine echte Perle. Aus der Vogelperspektive sieht er aus wie ein abstraktes Gemälde voller roter und türkiser Pinselstriche. Rundflüge von hier zählen zu den schönsten Erlebnissen in ganz Australien.

Margaret River

Die Region Margaret River ist ein Synonym für exzellenten Wein, hervorragendes Essen und tolle Wellen. Über 150 Weingüter produzieren hier mehr als 20 Prozent des australischen Premiumweins. Die Verkostungen finden in wunderschöner Kulisse zwischen den Weinbergen statt, von wo aus du bis zum Ozean blickst.

Surfer kommen hierher wegen einiger der besten Wellen der Welt, während Feinschmecker Restaurants entdecken, die zu den besten des Landes gehören. Margaret River ist auch ein Ort, an dem du Coasteering erleben kannst – eine Sportart, die Klettern, Springen und Schwimmen entlang der Küste verbindet.

Esperance

Würdest du die Definition des perfekten Strandes suchen, würdest du wohl in Esperance landen. Lucky Bay mit seinem schneeweißen, mehlfeinen Sand und Wasser in Farbtönen von Türkis bis Kobaltblau empfängt unerwartete Besucher – Kängurus, die sich hier gern in der Sonne ausruhen.

Reiseroute für einen Roadtrip durch Westaustralien (von Perth nach Esperance)

Wie erlebst du Westaustralien hautnah und machst daraus ein Erlebnis fürs ganze Leben? Mach einen Roadtrip. Es gibt viele beliebte Routen durch den Westen Australiens, wir haben uns am Ende für die Strecke von Perth nach Esperance und zurück entschieden. Dieser Roadtrip führt dich in 12 Tagen zu den schönsten Orten, wobei du rund 1400 Kilometer voller unvergesslicher Erlebnisse zurücklegst.

Für die Reise haben wir uns einen Campervan gemietet, in dem wir kochen und übernachten konnten, und sind ins Abenteuer aufgebrochen. Und mit unserer Reiseroute kannst du das jetzt genauso machen.

lukas a lucka
Lukáš und Lucie empfehlen
Wo man in Westaustralien übernachten kann
6 Unterkünfte — Campingplätze, Resorts und weitere Übernachtungsmöglichkeiten
⭐ TOP-WAHL ⛺ Camping
RAC Esperance Holiday Park
Campingplatz in Esperance, ideal für einen Roadtrip durch Westaustralien. Bietet Ausstattung für Wohnmobile und Anhänger in der Nähe der schönsten Strände.
★★★★ Preise prüfen
Verfügbarkeit prüfen
⛺ Camping
Riverview Tourist Park
Campingplatz in der Margaret River Region, ein großartiger Ort für Wein- und Surfliebhaber. In der Nähe von Weingütern und Küstenklippen.
★★★★ Preise prüfen
Verfügbarkeit prüfen
⛺ Camping
Tasman Holiday Parks
Campingplatz in Albany mit hervorragender Ausstattung für Reisende. In der Nähe des historischen Museums und der natürlichen Felsbögen im Torndirrup National Park.
★★★★ Preise prüfen
Verfügbarkeit prüfen
🏨 Hotel
ibis Styles East Perth
Hotel in Perth nahe dem Stadtzentrum, idealer Ausgangspunkt für einen Roadtrip. Komfortable Unterkunft mit guter Anbindung an den Kings Park und die Fähren nach Rottnest Island.
★★★★ Preise prüfen
Verfügbarkeit prüfen
🌲 Resort
Monkey Mia Resort
Resort in Monkey Mia mit Unterkunft direkt am Wasser, wo Sie zum Rauschen der Wellen und gelegentlichen Plätschern der Delfine im Wasser einschlafen. Idealer Ort für ein Erlebnis mit Delfinen.
★★★★ Preise prüfen
Verfügbarkeit prüfen
🔍 Suchen
Alle Unterkünfte in Westaustralien anzeigen
Erkunden Sie alle verfügbaren Übernachtungsmöglichkeiten in Westaustralien und finden Sie die beste nach Ihren Vorlieben und Ihrem Budget.
★★★★ Preise vergleichen
Verfügbarkeit prüfen

Tag 1–2: Perth und Rottnest Island

Beginne in Perth, wo du dein Mietauto abholst und dich an die Zeitzone gewöhnst. Widme den ersten Tag einem Spaziergang durch den Kings Park, der Erkundung der Stadt und den Vorbereitungen für die Reise. Am zweiten Tag setzt du mit der Fähre nach Rottnest Island über, wo du den Tag mit Radfahren, Baden und vor allem Selfies mit den Quokkas verbringst.

Als Unterkunft empfehlen wir eines der Hotels in Perth in Stadtnähe (z. B. ibis Styles East Perth) oder das wunderschöne Fremantle, von wo die Fähren nach Rottnest Island regelmäßig ablegen.

Tag 3: Perth – Bunbury – Busselton

Am nächsten Tag geht es nach Süden. Erster Stopp ist Bunbury, ein ruhiges Städtchen, wo du am Strand spazieren gehen oder das lokale Delfinzentrum besuchen kannst. Danach fährst du weiter nach Busselton, wo dich der berühmte hölzerne Steg Busselton Jetty erwartet, der längste seiner Art auf der Südhalbkugel.

Tag 4–5: Margaret River

Margaret River ist ein Paradies für Feinschmecker, Surfer und Naturliebhaber. Verkoste Weine in einem der Dutzenden Weingüter, wandere zu den Küstenklippen oder besuche faszinierende Höhlen wie die Ngilgi Cave. Und wenn du Lust auf Abenteuer hast, probiere das Surfen aus oder mach eine Wanderung im Leeuwin-Naturaliste-Nationalpark.

Tag 6: Augusta – Leuchtturm und die südlichste Spitze Westaustraliens

Die Fahrt nach Augusta ist eine angenehme Strecke durch Wälder und Weinberge. Die Stadt liegt ganz im Süden des Bundesstaates, wo der Indische und der Südliche Ozean aufeinandertreffen. Besuche den Leuchtturm Cape Leeuwin, spaziere an der Küste entlang und mit etwas Glück siehst du Wale, die entlang der Küste ziehen (in der Saison). Und wenn du dem Glück etwas nachhelfen willst, buche eine Walbeobachtungstour per Boot – die meisten Anbieter garantieren eine 99-prozentige Chance, sie zu sehen. 😄 Rechne nur mit Seekrankheit.

Tag 8: Albany

In Albany besuchst du das historische Museum, fährst zu den natürlichen Bögen und Klippen im Torndirrup-Nationalpark oder machst einfach einen Spaziergang entlang der ruhigen Buchten.

Tag 9: Albany – Bremer Bay

Bremer Bay ist ein weniger bekannter, aber umso schönerer Winkel Westaustraliens. Dieses kleine Küstenstädtchen ist bekannt für seine herrlichen Strände, die ruhige Atmosphäre und – in der Saison – die Beobachtung von Orcas.

Tag 10–12: Esperance

Der Abschluss des Roadtrips gehört einem der fotogensten Orte Australiens. Esperance und der umliegende Cape-Le-Grand-Nationalpark bieten Strände mit unglaublich weißem Sand und türkisfarbenem Wasser. In Lucky Bay sonnen sich oft Kängurus direkt am Strand, während Twilight Beach perfekte Bedingungen zum Baden bietet. Fahr zum Aussichtspunkt Frenchman Peak, mach den küstennahen Scenic Drive und lass jeden Tag mit einem Abendessen und Blick auf den Ozean ausklingen. Es lohnt sich.

✈️ Günstige Flüge
Suchen Sie günstige Flüge?
Vergleichen Sie alle Airlines und finden Sie die günstigsten Termine. · Mehr günstige Flüge →
Flüge finden →

Karte mit Sehenswürdigkeiten fürs Handy

Der Norden Westaustraliens: Was oberhalb von Perth liegt

Während die Südküste unterhalb von Perth mit malerischen Weingütern lockt und sich recht bequem als Rundtour im Rahmen eines normalen Urlaubs abfahren lässt, ist der Norden ein ganz anderes Kaliber. Oberhalb von Perth beginnt die echte Wildnis, die mehr Zeit und Planung verlangt – denn das ist kein kurzer Abstecher von der Hauptroute, sondern eher eine vollwertige Expedition.

Dieser riesige Teil des Landes bietet einen kompletten Kontrast zum zivilisierten Süden. Du findest hier ein wunderschönes Korallenriff direkt am Strand, dramatische, eisenhaltige Schluchten in der staubigen Pilbara-Region und die raue, tropische Region Kimberley.

Wenn du dich hierher wagst, erwarten dich gewaltige Entfernungen und roter Staub, den du aus deiner Kleidung wohl nie ganz herauswaschen wirst. Belohnt wirst du aber mit einsamen Stränden, türkisfarbenem Meer und einem Gefühl völliger Freiheit, das Reisende auf der Nordroute angeblich am meisten schätzen. Werfen wir einen Blick auf das Schönste, was der Norden Westaustraliens zu bieten hat.

Ningaloo Reef und Exmouth

Während du zum berühmten Great Barrier Reef im Osten Australiens umständlich mit dem Boot fahren musst, hast du das atemberaubende Korallenriff Ningaloo buchstäblich ein paar Schritte vom Strand entfernt. Es ist UNESCO-Welterbe, und die Einheimischen schwärmen davon, weil hier die Touristenmassen fehlen und die Unterwasserwelt einfach überwältigend ist.

Das Haupthighlight der Region ist das Schwimmen mit Walhaien und die Walbeobachtung – angeblich ein Erlebnis fürs ganze Leben. Lokale Anbieter wie Ningaloo Discovery Whale Shark Tours (Google 4,9, 633 Bewertungen), Kings Ningaloo Reef Tours (Google 5, 347 Bewertungen) oder das exklusivere Live Ningaloo (Google 5, 254 Bewertungen) bringen dich direkt zu diesen sanften Riesen. Erkundige dich vor der Reise bei deinem Anbieter immer nach der aktuellen Saison, denn die Tiere ziehen. Bestens bewertet sind auch die Touren mit Ningaloo Reef Holidays (Google 4,7, 295 Bewertungen).

An Land solltest du auf keinen Fall den herrlichen Cape-Range-Nationalpark (Google 4,8, 721 Bewertungen) verpassen, wo rote Felsen direkt ins Meer abfallen. Einen Stopp wert ist auch der historische Leuchtturm Vlamingh Head Lighthouse (Google 4,6, 1.021 Bewertungen) mit Blick auf das endlose Meer.

Die spannende Geologie der Gegend kannst du in den nahegelegenen Schluchten Charles Knife Canyon (Google 4,8, 382 Bewertungen) und dem benachbarten Shothole Canyon (Google 4,6, 152 Bewertungen) bewundern. Wenn du mehr über das gesamte Ökosystem erfahren möchtest, empfiehlt sich ein Besuch im modernen Ningaloo Centre (Google 4,3, 935 Bewertungen) direkt im Städtchen Exmouth.

Karijini-Nationalpark

Wenn du dramatische Landschaften liebst, wird dich die Pilbara-Region absolut begeistern, denn sie verbirgt die schönsten eisenhaltigen Schluchten ganz Australiens. Der Karijini-Nationalpark selbst (Google 4,7, 1.347 Bewertungen) ist angeblich ein Ort, den man einfach mit eigenen Augen sehen muss, um zu glauben, wie intensiv das Rot der Felsen leuchtet.

Du findest hier tiefe Schluchten voller kaskadenartiger Wasserfälle und glasklarer Naturbecken, in die du nach einer staubigen Wanderung herrlich eintauchen kannst. Dazu gehört der ikonische Fern Pool (Google 4,9, 223 Bewertungen), der von üppigem Grün umgeben ist und wie eine echte Oase inmitten der Ödnis wirkt.

Ein weiterer riesiger Hit des Parks sind die Fortescue Falls (Jubula) (Google 4,8, 236 Bewertungen), wo das Wasser über terrassenartige Felsen direkt in ein Becken fließt.

💡 TIPP: Bevor du die einzelnen Schluchten erkundest, erkundige dich unbedingt im Besucherzentrum nach dem aktuellen Zustand der Wege, denn das Gelände kann hier ziemlich tückisch sein – und Sicherheit sollte immer an erster Stelle stehen.

Broome und Cable Beach

Das tropische Städtchen Broome hat eine unglaublich entspannte Atmosphäre und wurde vor allem durch seine lange Geschichte der Perlenfischerei berühmt, über die du mehr im Broome Historical Museum (Google 4,6, 571 Bewertungen) erfährst. Heute kommen Reisende vor allem zum Entspannen und wegen der endlosen Strände.

Der absolut berühmteste ist Cable Beach (Google 4,7, 238 Bewertungen), wo der Sonnenuntergang den Himmel in unglaubliche Violett- und Orangetöne taucht. Genau hier werden die sehr beliebten Kamelritte entlang der Küste angeboten, die auf Fotos einfach zauberhaft aussehen.

Schöne Ausblicke auf die roten Klippen im Kontrast zum türkisfarbenen Wasser bietet Gantheaume Point (Google 4,6, 1.434 Bewertungen). Zum ruhigeren Baden empfehlen Einheimische Town Beach (Google 4,6, 698 Bewertungen) oder den abgelegeneren Simpson Beach (Google 4,7, 101 Bewertungen).

Broome ist außerdem die Heimat eines faszinierenden Naturphänomens namens Staircase to the Moon: Das Mondlicht spiegelt sich im freigelegten Grund der Bucht und erzeugt die Illusion einer goldenen Treppe in den Himmel. Die Termine dieses Phänomens ändern sich, also frag unbedingt im örtlichen Infozentrum nach. An diesen Abenden erwachen auch die lokalen Märkte Staircase to the Moon Night Markets (Google 4,4, 70 Bewertungen) zum Leben, wo du lokales Kunsthandwerk kaufst und die tolle Stimmung genießt.

Kimberley und Gibb River Road

Das ist die echte australische Wildnis, in die sich nur die mutigsten Reisenden wagen, die sich nach völliger Abgeschiedenheit von der Zivilisation sehnen. Die Region Kimberley ist gewaltig, rau und birgt Naturwunder, die größtenteils vom wilden Wasser während der Regenzeit geformt wurden.

Die bekannteste Ikone der Gegend sind die an Bienenstöcke erinnernden Felsen im Schutzgebiet The Bungle Bungles (Purnululu) (Google 4,5, 143 Bewertungen), das sogar zum UNESCO-Welterbe gehört. Zu den weiteren Highlights zählen der herrliche Geikie-Gorge-Nationalpark (Google 4,4, 258 Bewertungen) und dramatische Schluchten mit Naturbecken wie die Emma Gorge (Google 4,6, 191 Bewertungen) oder die ruhigere Manning Gorge (Google 4,7, 104 Bewertungen).

Ein völlig einzigartiges Schauspiel bietet das Naturschutzgebiet Horizontal Falls (Google 4,8, 124 Bewertungen), wo gewaltige Gezeitenwellen den Effekt horizontaler Wasserfälle erzeugen. Einen grandiosen Blick von oben darauf ermöglicht die Firma Horizontal Falls Seaplane Adventures (Google 4,7, 392 Bewertungen).

Das Rückgrat der gesamten Region ist die legendäre Offroad-Strecke Gibb River Road. Wenn du sie befahren möchtest, musst du immer vorab ihre aktuelle Befahrbarkeit bei der Straßenverwaltung und den Nationalparks prüfen, denn sie ist regelmäßig überflutet. Denk auch daran, dass die übliche Versicherung von Mietwagenfirmen auf diesen unbefestigten Straßen meist gar nicht gilt.

Süden oder Norden? Wie du dich entscheidest

Das ist wohl das häufigste Dilemma für alle, die eine Reise nach Westaustralien planen, und die Antwort hängt vor allem davon ab, wie viel Zeit du hast und wann genau du fliegst. Süden und Norden des Bundesstaates haben nämlich völlig unterschiedliche Klimazonen, und die ideale Reisezeit fällt komplett auseinander.

Die Südroute ab Perth lässt sich leicht als entspannte Rundtour planen. Die Entfernungen zwischen den interessanten Orten sind hier viel kürzer, du genießt jede Menge Grün, die berühmten Weingüter von Margaret River und herrliche Strände. Es ist eine tolle Wahl, wenn du nur eine oder zwei Wochen Zeit hast und ohne extreme Etappen möglichst viel sehen willst.

Der Norden ist dagegen eine riesige Herausforderung und eine eigenständige Expedition, die einen Geländewagen und eine sorgfältige Planung jeder Tankfüllung verlangt. Eine entscheidende Rolle spielt hier das Wetter, denn Broome und Kimberley liegen in einer Zyklonregion mit offizieller Saison vom 1. November bis 30. April (laut dem australischen Wetterdienst bom.gov.au). In dieser Zeit bilden sich im Schnitt etwa 10 Zyklone, und 3 bis 4 davon treffen tatsächlich das Festland – der Norden wird also grundsätzlich erst in der Trockenzeit bereist.

Während Perth im Juli (das ist der australische Winter) Tageshöchstwerte von nur etwa 17,4 °C erreicht, ist es im Norden zu dieser Zeit angenehm warm und trocken. Wenn du also während unserer Sommerferien nach Australien fliegst, ergibt es viel mehr Sinn, in den Norden zu fahren. Ausführlichere Infos dazu, wie es in den einzelnen Regionen funktioniert, findest du in unserem Artikel „Wetter in Australien: Wann reisen je nach Region“.

Worauf du am Steuer im Norden achten musst

Das Fahren in den abgelegenen Teilen Australiens hat seine ganz eigenen Regeln, die man nicht unterschätzen sollte – und die allergrundlegendste ist natürlich der Linksverkehr. Autobahnen gibt es hier praktisch nicht, und auf den langen geraden Abschnitten warten ganz andere Überraschungen auf dich.

Die größte Nervenprobe sind die legendären Road Trains (Straßenzüge). Diese riesigen Lkw können bis zu drei Anhänger haben und über 50 Meter lang sein. Sie zu überholen kann auf einer Landstraße locker 2,5 Kilometer dauern – dafür brauchst du wirklich lange Sicht und starke Nerven.

Eine große Gefahr sind Wildtiere, besonders in der Dämmerung und nachts. Wenn du im Dunkeln fahren musst, überschreite nicht 65 km/h und denk an die goldene Regel: NICHT AM LENKRAD REISSEN. Springt dir ein Känguru vor die Räder, bremse einfach kräftig in gerader Richtung ab – ein Ausweichmanöver würde dich zuverlässig ins Schleudern bringen.

💡 TIPP: Tankstellen liegen in diesen abgelegenen Gebieten etwa 300 Kilometer voneinander entfernt. Tanke deshalb bei jeder noch so kleinen Gelegenheit und führe immer volle Reservekanister mit.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Versicherung. Sobald du den Asphalt verlässt, gilt die übliche Mietwagenversicherung auf unbefestigten Straßen meist nicht mehr – damit musst du bei vielen nördlichen Nationalparks rechnen. Und zum Schluss noch eine typisch nördliche Besonderheit: die Salzwasserkrokodile. Ins Wasser gehst du hier ausschließlich an den Stellen, wo die örtlichen Behörden und Einheimischen es ausdrücklich empfehlen.

Wo du im Norden übernachtest

Eine Unterkunft in diesen abgelegenen Gegenden zu finden, kann eine kleine Herausforderung sein, denn die Kapazitäten sind sehr begrenzt und in der Hauptsaison wirklich schnell weg. Wildcamping ist hier außerdem streng verboten, du darfst also nur an dafür ausgewiesenen und erlaubten Plätzen übernachten.

Wenn du eine Basis im beliebten Ferienort Broome suchst, schwärmen Reisende von der Unterkunft im luxuriöseren Cable Beach Club Resort & Spa (Google 4,5, 997 Bewertungen), das nur einen Katzensprung vom berühmten Strand entfernt liegt. Eine tolle Lage bietet auch das beliebte Mangrove Hotel (Google 4,2, 1.295 Bewertungen) mit schönem Blick auf die Bucht oder die Apartments Moonlight Bay Suites (Google 4,4, 297 Bewertungen).

Von den günstigeren Varianten kannst du in Broome das traditionelle Oaks Broome Hotel (Google 3,9, 697 Bewertungen) oder das praktische Broome Time Resort (Google 3,9, 576 Bewertungen) ausprobieren, die als guter Ausgangspunkt für Ausflüge in die Umgebung dienen.

Wenn du das Ningaloo Reef erkunden willst und ein unvergessliches Erlebnis direkt im Nationalpark suchst, ist das ökologische Camp Sal Salis Ningaloo Reef (Google 4,6, 99 Bewertungen) definitiv eine Erwähnung wert – hier schläfst du in stylischen Zelten mit Blick direkt auf den Ozean. ☺️

Wir haben dir den Urlaub in Australien geplant

Reizt es dich, genau in unsere Fußstapfen zu treten, aber du schauderst vor den Stunden, die die Planung kostet? Um dir das Reisen so leicht wie möglich zu machen, haben wir für dich gleich eine ganze Reise erstellt. Wir haben unsere komplette Route, die besten Orte und alle Tipps in einer übersichtlichen Reiseroute zusammengefasst. Du kannst sie dir unten im Detail durchklicken – und wenn sie dir gefällt, genügen ein paar Klicks und du kannst ganz sorgenfrei losfahren!

Camping in Australien: Wo und wie du campst

Ich war nie ein ausgesprochener Camping-Fan, aber manche Campingplätze, die ich in Australien erlebt habe, könnten es mit schönen Hotels aufnehmen. Egal ob du im Auto, im Zelt oder im Campervan schläfst – Australien hat wirklich bestens ausgestattete Campingplätze, saubere Duschen, Küchen und oft auch Ausblicke, die man nicht kaufen kann.

Du kannst wählen zwischen:

  • Kommerziellen Campingplätzen – die findest du in Städten und Touristenregionen. Sie bieten alles von der Küche bis zum Pool und sind ideal für deinen Komfort.
  • Nationalpark- und Bush-Campingplätzen – diese haben eine Grundausstattung, liegen dafür aber oft mitten in der Natur.
  • Free Camps – kostenlose Plätze oder gegen eine symbolische Gebühr, oft ohne Ausstattung, nur mit einfachen Sanitäranlagen.

Nützlich sind Apps wie Wikicamps, CamperMate oder Park4Night, die dir helfen, den idealen Platz nach Ausstattung, Preis und Bewertungen zu finden. Was ich dir noch raten kann: Reserviere deinen Platz rechtzeitig (mindestens 1–2 Tage im Voraus), die Campingplätze sind oft (auch außerhalb der Hauptsaison) ausgebucht.

Wo du einen Campervan mietest

Der Campervan (Wohnmobil-Van) ist in Australien eine extrem beliebte Art zu reisen, und im Netz findest du viele Firmen, die ihn anbieten. Du kannst nach deinem Budget und Reisestil wählen – vom kleinen Kombi mit Bett bis zum vollwertigen Wohnmobil mit Küche und Dusche.

Die bekanntesten Vermieter sind:

  • Jucy – pink-grüne Vans, preisgünstig, ideal für junge Reisende.
  • Camplify – das „Airbnb“ für Wohnwagen, hier vermieten Privatleute ihre eigenen Fahrzeuge.
  • Apollo, Britz und Maui – größere Vermieter mit breiter Fahrzeugauswahl.
  • Travellers Autobarn – tolle Preise und unbegrenzte Kilometer.

Ich empfehle, das Auto im Voraus zu reservieren, vor allem wenn du deine Reise während des australischen Sommers (Dezember–Februar) planst. Und Achtung: In Australien brauchst du einen internationalen Führerschein und es herrscht Linksverkehr.

Wohin als Nächstes

Häufig gestellte Fragen

Wann ist die beste Zeit für einen Roadtrip durch Westaustralien?

Die beste Zeit für einen Besuch in Westaustralien ist März bis Mai und September bis November. In diesen Monaten sind die Temperaturen angenehm (20-25°C), es gibt weniger Regentage und die Natur zeigt sich in voller Pracht. Vermeiden Sie Dezember bis Februar wegen extremer Hitze (oft über 40°C) und Juni bis August wegen Regen und kühlerem Wetter.

Wie viel Geld brauche ich für einen Roadtrip durch Westaustralien?

Für einen zwölftägigen Roadtrip rechnen Sie mit einem Budget von 3000-5000 AUD pro Person, einschließlich Mietwagen, Benzin, Unterkunft und Verpflegung. Der Mietwagen kostet 80-120 AUD pro Tag, Benzin insgesamt 600-800 AUD, Unterkunft 100-300 AUD pro Nacht und Essen 50-100 AUD pro Person täglich. Die Preise variieren je nach Komfortniveau und Saison.

Brauche ich einen internationalen Führerschein?

Ja, zum Fahren in Australien benötigen Sie einen internationalen Führerschein zusammen mit Ihrem deutschen Führerschein. Den internationalen Führerschein müssen Sie vor der Abreise in Deutschland bei Ihrer zuständigen Führerscheinstelle beantragen.

Gibt es in Westaustralien gefährliche Tiere?

Westaustralien ist eine relativ sichere Region. Am häufigsten begegnen Sie Kängurus und Emus auf den Straßen, besonders in der Dämmerung und nachts. Giftige Schlangen und Spinnen kommen vor, aber Angriffe auf Menschen sind sehr selten. Beim Baden achten Sie auf Haie und giftige Quallen. In der Region Esperance gibt es Warnsysteme an den Stränden.

Welche Ausrüstung sollte ich für den Roadtrip mitnehmen?

Vergessen Sie nicht hochwertige Sonnencreme (LSF 50+), Hut, Sonnenbrille und ausreichend Wasser – die Sonne ist in Australien sehr intensiv. Nehmen Sie bequeme Wanderschuhe, schnelltrocknende Kleidung und eine leichte Jacke für die Abende mit. Eine Kamera ist selbstverständlich, ebenso wie eine Powerbank und ein Adapter für australische Steckdosen. Für manche Aktivitäten können Sie Ausrüstung vor Ort ausleihen.

📶 DATEN FÜR DIE REISE · Australien
Mobiles Internet im Urlaub — per eSIM
⚡ QR-Aktivierung in 2 Min. · 📱 keine physische SIM · 🌍 10 Länder · ab 12,50 €
eSIM für Asien holen →
✅ Vom Team des Reiseblogs Loudavým krokem · Unser eigenes Projekt — lk-sim.com

Tipps und Tricks für deinen Urlaub

Zahle nicht zu viel für Flugtickets

Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.

Buche deine Unterkunft clever

Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.

Vergiss die Reiseversicherung nicht

Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.

Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).

Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

Finde die besten Erlebnisse

Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!

Verwandte Artikel

ANTWORT SCHREIBEN

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Sie sind hier:

ReisenAustralienWestaustralien 2026: von Perth bis Kimberley + Reiseroute

Aktuelle Blogbeiträge