Urlaub in Australien 2026: 30 schönste Orte + praktische Tipps

Australien ist ein Kontinent, fast so groß wie ganz Europa, und der größte Fehler bei der Planung ist der Versuch, ihn in vierzehn Tagen komplett zu bereisen. Die Entfernungen sind hier absolut gnadenlos – zur Veranschaulichung: Ein Flug von Sydney ins nördliche Cairns dauert genauso lange wie die Strecke von London nach Moskau. Statt endlosem Sitzen im Auto lohnt es sich daher viel mehr, zwei oder drei Regionen auszuwählen, zwischen denen du fliegst, und das Auto immer erst vor Ort zu mieten.

Wenn du eine Reise ans andere Ende der Welt in Erwägung ziehst, interessiert dich sicher, wie man das alles praktisch angeht. Dieser Guide stellt dir dreißig Orte vor, die es wert sind, gesehen zu werden – von Korallenriffen über das rote Outback bis zu den Weinbergen. Außerdem erfährst du, wie die umgekehrten Jahreszeiten funktionieren, was du realistisch bezahlst und wie du dein Visum kostenlos erhältst.

Australien ist einfach ein anderer Planet (im positiven Sinne). Roter Sand mitten in der Wüste, Regenwälder, älter als der Amazonas, Riffe, die man aus dem Weltall sieht, und Tiere, die du nirgendwo sonst zu Gesicht bekommst. Schauen wir uns an, was man aus all dem auswählen sollte.

Artikelinhalt

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen

  • Wie viel Zeit du brauchst: Ideal sind mindestens drei Wochen, für einen ersten Vorgeschmack auf zwei Regionen reichen auch vierzehn Tage.
  • Wann losfahren: Es gibt keine einzige ideale Reisezeit. Der Süden ist von Dezember bis Februar am besten, der tropische Norden dagegen von Mai bis Oktober. Ein Kompromiss für das ganze Land sind die Monate April bis Mai oder September bis Oktober.
  • Budget: Ein Paar in der Mittelklasse sollte mit einem Budget von etwa 165 bis 245 € pro Person und Tag rechnen, ohne internationale Flüge.
  • Visum: Mit deutschem Reisepass hast du Anspruch auf das eVisitor-Visum, das komplett kostenlos ist und online beantragt wird.
  • Fortbewegung: Kombiniere Inlandsflüge mit einem Mietwagen. Die Entfernungen für einen klassischen Roadtrip durch das ganze Land sind viel zu gewaltig.
  • Top-Ikonen, die du sehen musst: das Sydney Opera House, das Great Barrier Reef, den heiligen Uluru und die ikonische Great Ocean Road.
OrtAm besten fürWann hinWie viele Tage
1. SydneyIkonische Sehenswürdigkeiten und SträndeSeptember bis April3 bis 4 Tage
2. Blue MountainsAussichten und EukalyptuswälderSeptember bis April1 bis 2 Tage
3. Byron BaySurfen und entspannte AtmosphäreGanzjährig2 bis 3 Tage
4. Mount KosciuszkoBergwandernDezember bis März1 bis 2 Tage
5. BrisbaneStadtleben und KoalasApril bis November1 bis 2 Tage
6. Gold CoastFreizeitparks und WolkenkratzerGanzjährig2 bis 3 Tage
7. NoosaNationalpark und KüsteGanzjährig2 Tage
8. K’gariSanddünen und DingosMai bis Oktober2 bis 3 Tage
9. WhitsundaysWeißer Sand und SegelnMai bis Oktober2 bis 4 Tage
10. CairnsBasis für den tropischen NordenMai bis Oktober2 Tage
11. Great Barrier ReefSchnorcheln und TauchenJuni bis Oktober1 Tag (Ausflug)
12. DaintreeÄltester Regenwald der WeltMai bis Oktober2 Tage
13. MelbourneCafés und KulturSeptember bis April3 bis 4 Tage
14. Great Ocean RoadKlippen und KüstenkulisseNovember bis März2 bis 3 Tage
15. Phillip IslandAbendliche PinguinparadeNovember bis März1 Tag
16. AdelaideMärkte und KolonialarchitekturSeptember bis April1 bis 2 Tage
17. Barossa ValleyWeltklasse-WeinbauSeptember bis April1 bis 2 Tage
18. Kangaroo IslandWilde Natur und SeehundeOktober bis April2 bis 3 Tage
19. Coober PedyUnterirdische Stadt und OpaleApril bis Oktober1 bis 2 Tage
20. Uluru und Kata TjutaSpirituelles Zentrum des KontinentsApril bis Oktober2 bis 3 Tage
21. Kings CanyonWanderungen entlang der SchluchtkanteApril bis Oktober1 Tag
22. Alice SpringsGeschichte des OutbacksApril bis Oktober1 bis 2 Tage
23. Kakadu und DarwinKrokodile und FelsmalereienMai bis Oktober3 bis 4 Tage
24. Hobart und MONAKunst und historische MärkteDezember bis Februar2 Tage
25. Cradle MountainBergseen und NaturDezember bis März2 Tage
26. Wineglass BaySchneeweiße Strände TasmaniensDezember bis Februar1 bis 2 Tage
27. PerthParks und WestküsteSeptember bis April2 bis 3 Tage
28. Rottnest IslandLächelnde QuokkasSeptember bis April1 Tag
29. Ningaloo ReefSchwimmen mit WalhaienMärz bis August3 Tage
30. BroomeSonnenuntergänge auf KamelenMai bis Oktober2 Tage

Bevor du losfährst: Entfernungen, Flüge und Visum

Wie ich schon in der Einleitung angedeutet habe, sind die australischen Entfernungen tückisch. Allein die Autofahrt von Sydney nach Melbourne dauert reine Fahrzeit rund neun Stunden, und die Strecke entlang der Ostküste von Brisbane hinauf nach Cairns verschlingt locker zweiundzwanzig Stunden Dauerfahrt. Viel sinnvoller ist es, Inlandsflüge mit einem Mietwagen zu kombinieren. Billigfluglinien wie Jetstar oder das regionale Rex bieten One-Way-Tickets zwischen den Großstädten oft für unter 80 € an, was dir Tage anstrengender Fahrt erspart.

Die Reise aus Europa ist lang und mindestens ein Umstieg steht dir immer bevor. Flüge aus Deutschland – etwa von Frankfurt oder München – werden meist von Qatar Airways über Doha oder Emirates über Dubai abgewickelt, und die gesamte Reisedauer bewegt sich zwischen 22 und 32 Stunden. Ein Hin- und Rückflug in der Economy kostet grob 750 bis 1.400 €, wobei du die besten Preise bei einer Buchung drei bis vier Monate im Voraus ergatterst. Eine beliebte Alternative ist auch die Verbindung mit Singapore Airlines.

Ein absolutes Muss für die Einreise ist das Visum, aber für Reisende mit deutschem Pass ist das zum Glück kein Hindernis. Wir haben nämlich Anspruch auf das eVisitor-Visum (Subclass 651), das völlig kostenlos ist. Der Antrag wird ausschließlich online über das offizielle Portal der australischen Regierung gestellt und wird in der Regel innerhalb weniger Tage genehmigt. Es gilt volle zwölf Monate und pro Einreise kannst du bis zu 90 Tage im Land bleiben. Sei aber extrem vorsichtig bei allerlei betrügerischen Agenturen, die für die Abwicklung dieses kostenlosen Visums horrende Gebühren verlangen.

Wann du nach Australien reisen solltest

Die Jahreszeiten sind auf der anderen Seite der Welt genau umgekehrt wie bei uns. Wenn es in Deutschland friert, verbringen die Australier Weihnachten am Strand. Es gibt jedoch keine universell beste Zeit, um den gesamten Kontinent zu besuchen. Während im Süden im Januar sonniger Sommer herrscht, kämpft der tropische Norden von Queensland im selben Monat mit Monsunregen und der Gefahr von Wirbelstürmen.

Wenn du die südlichen Städte mit dem tropischen Norden und dem roten Zentrum kombinieren möchtest, ist der beste Kompromiss der australische Herbst oder Frühling, also die Monate April bis Mai oder September bis Oktober. In diesen Zeiträumen entgehst du sowohl der extremen Hitze im Outback als auch den Monsunen im Norden, und der Süden bietet angenehme Temperaturen zum Erkunden der Städte. Besondere Aufmerksamkeit solltest du der sogenannten Stinger-Saison im Norden schenken, wenn im Ozean gefährliche Quallen auftauchen und Baden nur in speziellen Anzügen möglich ist.

RegionBeste MonateWas man meiden sollte
Süden (Sydney, Melbourne)September bis AprilJuni bis August (kalter Winter)
Tropischer Norden (Cairns)Mai bis Oktober (Trockenzeit)Dezember bis März (feucht und Quallen)
Zentrum (Uluru, Alice Springs)April bis Mai und September bis OktoberDezember bis Februar (extreme Hitze über 40 °C)
TasmanienDezember bis MärzJuni bis August (sehr kalt)

Wo du in Australien übernachten kannst

💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Eintrittskarten, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich dann über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.

Australien gehört definitiv nicht zu den günstigen Reisezielen. Die Unterkunft wird dich hier unangenehm überraschen, besonders wenn du zu zweit reist und ein eigenes Zimmer möchtest. Bei Touristen beliebt ist das Hostelnetz YHA, das im ganzen Land einen tollen Standard bietet. Die Preise variieren je nach Saison stark, aber ein durchschnittliches Doppelzimmer in der Mittelklasse kostet grob 100 bis 165 € pro Nacht. Buchungen über das klassische Booking funktionieren absolut zuverlässig, und es ist gut, sie mit großem Vorlauf zu erledigen. Unten findest du einige konkrete und von Reisenden hervorragend bewertete Orte, die einen Blick wert sind.

Wo du strategisch in Sydney übernachtest: Für Rucksacktouristen und Reisende mit kleinerem Budget ist das YHA Sydney Harbour eine Legende, das mit einer unschlagbaren Lage direkt im Viertel The Rocks glänzt und von dessen Dachterrasse man direkt auf die berühmte Oper blickt. Wenn du einen stilvollen mittleren Standard in einem historischen Gebäude suchst, empfehlen Reisende wärmstens das Harbour Rocks by Ode Hotels. Für Liebhaber des absoluten Luxus gibt es dann das Park Hyatt Sydney, das womöglich den besten Blick auf die Oper der ganzen Welt bietet.

Wo du in Melbourne den Kopf hinlegst: Eine tolle Basis direkt im Zentrum mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis ist das Space Hotel. Wenn du die echte Atmosphäre der Melbourner Gassen voller Cafés einsaugen möchtest, erkunde das Boutique-Hotel Laneways by Ovolo, das die Rezensenten für seinen enormen Charakter loben. Für etwas Luxus am Südufer des Flusses bietet sich das fünf Sterne teure Crown Towers Melbourne mit wunderschönem Hallenbad an.

Wo du im tropischen Norden in Cairns schläfst: Als preiswerte, sichere Wahl direkt gegenüber der berühmten Lagune dient das YHA Cairns Central. Den goldenen Mittelweg mit bequemen Betten und großen Balkonen bietet das DoubleTree by Hilton Cairns. Wenn du dich nach etwas Außergewöhnlichem und Naturnahem sehnst, findest du kurz außerhalb der Stadt Richtung Port Douglas das Thala Beach Nature Reserve, ein wunderschönes Eco-Resort mit Privatstrand, versteckt mitten im Regenwald.

Wo du am heiligen Uluru übernachtest: In dieser Gegend herrscht ein absolutes Monopol, und die einzige Basis ist der Komplex Ayers Rock Resort im Dörfchen Yulara. Für Familien und mittleres Budget sind die Emu Walk Apartments die am besten bewertete Wahl, die eine eigene Küchenzeile bieten. Eine luxuriösere Variante ist dann das Sails in the Desert, bei dem man aber mit sehr hohen Preisen rechnen muss, die der Abgeschiedenheit der Lage entsprechen. Für bescheidenere Reisende dient das Outback Pioneer Hotel & Lodge.

Wo du in Australien essen kannst

Wenn es ums Essen geht, bietet Australien einen absolut fantastischen Mix aus Weltküchen. Dank der starken asiatischen Einwanderung findest du hier authentische thailändische, vietnamesische und japanische Restaurants, die oft zu den preisgünstigsten gehören. Die gastronomische Szene lebt hier einfach, und zwar von den luxuriösen Lokalen am Hafen bis zu den kleinen Hipster-Cafés in versteckten Gassen. Ich garantiere dir, es wird dir schmecken.

Konkrete Tipps für die Großstädte

In Sydney lohnt es sich, zum Mittagessen in Wassernähe einzukehren. Ein enormer Anziehungspunkt ist der Sydney Fish Market, wo du den frischesten Fisch und die frischesten Meeresfrüchte weit und breit bekommst. Wenn du moderne asiatische Fusion bevorzugst, findest du im Zentrum viele Lokale, die Spitzengastronomie in großartigem Ambiente servieren.

In Melbourne dreht sich alles um das Frühstück und den perfekten Kaffee. Zu den berühmten Orten gehört das Café Seven Seeds, wohin Menschen aus der ganzen Stadt zum Brunch strömen. Wenn du eine Schwäche für süßes Gebäck hast, lass dir auf keinen Fall die legendäre Lune Croissanterie entgehen. Für ihre berühmten Croissants steht man oft schon am frühen Morgen Schlange, aber das Warten lohnt sich reichlich.

Sydney und New South Wales: wo Australien beginnt

Stürzen wir uns gleich auf die erste Region, die für die meisten Reisenden als Eingangstor ins Land dient. New South Wales bietet einen perfekten Mix aus Weltmetropole, bläulichen Bergen und Surferstränden.

1. Sydney

Sydney ist eine Stadt, in die man sich angeblich auf den ersten Blick verliebt. Der größte Anziehungspunkt ist natürlich das berühmte Opernhaus und die riesige stählerne Harbour Bridge. Während der Spaziergang über die Brücke völlig kostenlos ist, kostet dich der Adrenalin-Aufstieg auf ihren Bogen mehr als vierhundert Dollar. Die Stadt ist auch für ihre Strände berühmt, besonders für den berühmten Bondi Beach.

Reisende loben sehr den wunderschönen Küstenspaziergang von Bondi zum Strand Coogee, der etwa sechs Kilometer misst und atemberaubende Ausblicke auf die Klippen und den Ozean bietet. Die Fortbewegung in der Stadt ist absolut sorgenfrei – du hältst einfach deine Zahlungskarte ans Terminal und fertig. Das System deckelt deine Tagesausgaben selbst, was auf etwa achtzehn Dollar pro Tag hinausläuft.

2. Blue Mountains

Nur etwa zwei Stunden mit dem Zug von Sydney entfernt liegt der Nationalpark Blue Mountains, dessen Name vom bläulichen Dunst abgeleitet ist, der aus den endlosen Eukalyptuswäldern aufsteigt. Die Züge fahren hierher sehr häufig, und wenn du auf der Karte ein Tageslimit einstellst (dasselbe System wie in Sydney), kostet dich die Fahrt nur ein paar Dollar. Die Ikone des Parks ist die Felsformation Three Sisters, an die sich eine alte Aborigine-Legende knüpft.

Wenn du den Menschenmengen am Hauptaussichtspunkt Echo Point entgehen möchtest, empfehle ich, lieber zum ruhigeren Cahill’s Lookout zu steuern. Einen Besuch wert ist auch der Komplex Scenic World mit der steilsten Personenbahn der Welt. 💡 Tipp: Vergiss nicht, warme Kleidung einzupacken. Auch wenn es in Sydney heiß ist, ist es in den Bergen deutlich kühler, und in den Wintermonaten fallen die Temperaturen hier gegen null.

3. Byron Bay

Dieses einst verschlafene Hippie-Städtchen hat sich in eines der gefragtesten Surfzentren des Landes verwandelt. Hier findest du den östlichsten Punkt des australischen Festlands mit dem wunderschönen Leuchtturm Cape Byron, der schon seit 1901 leuchtet. Die Gewässer rund um den Leuchtturm sind ideal zum Beobachten von Delfinen und Walen.

Byron Bay ist ein Paradies für Surfer aller Niveaus, von den sanfteren Wellen am Strand Wategos bis zu den langen Rides am Strand The Pass. Sei aber darauf vorbereitet, dass die Preise hier in den letzten Jahren rasant in die Höhe geschossen sind und einen Parkplatz im Zentrum an Sommerwochenenden zu finden fast eine übermenschliche Aufgabe ist. Um die Sicherheit von Surfern und Schwimmern kümmern sich hier moderne Drohnen, die die Bewegungen von Haien überwachen.

4. Mount Kosciuszko

Kaum jemand weiß, dass man in Australien recht einfach den höchsten Berg des gesamten Kontinents besteigen kann. Der Mount Kosciuszko misst 2.228 Meter, und die Wanderung zum Gipfel ist überraschend leicht – auch Familien mit Kindern schaffen sie problemlos. Den Berg benannte 1840 ein polnischer Forscher nach seinem Nationalhelden.

Losgehen kannst du entweder vom Pass Charlotte Pass aus, von wo dich ein etwa achtzehn Kilometer langer Rundweg erwartet, oder du erleichterst dir den Weg mit der Seilbahn aus dem Dörfchen Thredbo. 💡 Tipp: Das Wetter am Gipfel kann sich innerhalb weniger Minuten ändern. Auch im heißen Sommer solltest du immer eine winddichte Schicht und einen warmen Pullover im Rucksack haben.

Queensland: Strände, Inseln und das Great Barrier Reef

Queensland wird der Sunshine State genannt und ist genau der Ort, den sich die meisten Menschen unter dem Begriff perfekter Tropenurlaub vorstellen. Er bietet unglaubliche achttausend Kilometer Küste voller Wunder.

5. Brisbane

Die Hauptstadt von Queensland bietet eine fantastische Entspannungsatmosphäre und ganzjährig angenehmes Klima. Ein Unikat ist das Viertel South Bank, wo mitten in der Stadt ein riesiger künstlicher Strand mit weißem Sand und Blick auf die Wolkenkratzer liegt, der völlig kostenlos zugänglich ist und ständig von Rettungsschwimmern bewacht wird.

Kurz außerhalb der Stadt liegt das berühmte Reservat Lone Pine Koala Sanctuary, wo du die einheimische Tierwelt kennenlernst. Wenn du dich nach einem Foto sehnst, auf dem du einen Koala hältst, ist das genau hier gegen einen Sonderaufschlag möglich, wobei die Kapazitäten aufgrund strenger Tierschutzgesetze sehr begrenzt sind. 💡 Tipp: Fahr gleich morgens nach der Öffnungszeit ins Reservat, wenn die Tiere am aktivsten sind.

Brisbane haben wir für dich in einem eigenen Guide im Detail beschrieben: Brisbane, Australien: 20 Tipps, was man sehen und tun kann.

6. Gold Coast und Surfers Paradise

Die Gold Coast ist ein Synonym für hohe Wolkenkratzer, die sich direkt über langen Surferstränden erheben. Das Herz der Gegend ist das rege Surfers Paradise, wo du sicher unter Aufsicht von Rettungsschwimmern zwischen den rot-gelben Flaggen baden kannst. Das Wahrzeichen ist der Turm Q1 mit der Aussichtsplattform SkyPoint im unglaublichen 77. Stockwerk.

Die Gegend ist dank vieler Themenparks wie Dreamworld oder Sea World ein enormer Anziehungspunkt für Familien. Der Eintritt bewegt sich meist um die hundert Dollar, aber es gibt günstige Kombitickets. 💡 Tipp: Fahr gegen drei Uhr nachmittags zum Aussichtspunkt SkyPoint, um den größten Menschenmengen zu entgehen, die zum Sonnenuntergang hierher strömen.

7. Noosa und Sunshine Coast

Nördlich von Brisbane liegt die viel ruhigere und elegantere Sunshine Coast. Das Juwel dieser Gegend ist der Noosa-Nationalpark, der mit über einer Million Besuchern pro Jahr der meistbesuchte in ganz Australien ist. Die Hauptattraktion ist ein über fünf Kilometer langer Küstenweg voller wunderschöner Buchten und wilder Koalas.

Beim Spaziergang hast du eine große Chance, Koalas zu erspähen, die hoch in den Eukalyptuskronen dösen. Ganz in der Nähe findest du auch den legendären Australia Zoo, den der Krokodiljäger Steve Irwin berühmt gemacht hat. ⚠️ Warnung: Viele Strände direkt im Nationalpark sind unbewacht, und es treten hier sehr starke und gefährliche Meeresströmungen auf.

8. K’gari (früher Fraser Island)

Diese Insel, die auf der UNESCO-Liste steht, ist die größte Sandinsel der ganzen Welt. Erst kürzlich wurde ihr offiziell ihr ursprünglicher Aborigine-Name K’gari zurückgegeben. Statt asphaltierter Straßen dient den Autos hier der riesige Sandstrand 75 Mile Beach, der zugleich als Landebahn für kleine Flugzeuge fungiert.

Hierher kommst du nur mit einem Fahrzeug mit Allradantrieb und gültiger Genehmigung. Das Baden im Ozean ist hier gefährlich, aber alles macht dir der Lake McKenzie wett, dessen kieselsäurehaltiger Sand so fein ist, dass du damit Schmuck reinigen kannst. ⚠️ Warnung: Auf der Insel lebt die reinste Population wilder Dingos. Es ist streng verboten, sie zu füttern, und du musst sicheren Abstand zu ihnen halten – die Strafen für Regelverstöße erreichen astronomische Summen.

9. Whitsundays und Whitehaven Beach

Der Whitsundays-Archipel ist die Verkörperung des Paradieses auf Erden. Der Hauptausgangspunkt ist das Städtchen Airlie Beach, von wo täglich Dutzende Boote zu einem der schönsten Strände des Planeten auslaufen. Der strahlend weiße Sand am Whitehaven Beach speichert keine Hitze, sodass du selbst in der grellsten Mittagssonne barfuß darüber laufen kannst.

Wenn du dir einen Ausflug aussuchst, stelle sicher, dass das Programm den Aussichtspunkt Hill Inlet umfasst. Von dort bietet sich jener berühmte Blick auf das türkise Wasser, das sich mit dem strahlenden Sand vermischt. 💡 Tipp: Das schönste Schauspiel gibt es etwa zwei Stunden um die Ebbe herum, was ein entscheidendes Detail bei der Wahl des richtigen Bootstour-Anbieters ist.

10. Cairns

Die Stadt Cairns ist die Hauptbasis für die Erkundung des tropischen Nordens und für Ausflüge zum Korallenriff. Interessant ist, dass das Meer direkt bei Cairns nicht zum Baden geeignet ist – wegen des schlammigen Grundes, des Quallenvorkommens und der gelegentlichen Krokodile. Stattdessen hat die Stadt die riesige öffentliche Lagune Esplanade gebaut, wo du dich von morgens bis abends sicher und kostenlos erfrischen kannst.

Neben dem Riff ist eine beliebte Ausflugsmöglichkeit die Fahrt mit der historischen Kuranda Scenic Railway, die dich durch den Regenwald über fünfzehn Tunnel bis zu den Barron Falls hinaufbringt. Zurück in die Stadt kannst du dann mit der faszinierenden Seilbahn Skyrail gleiten, die direkt über die Kronen der Regenwaldriesen schwebt.

11. Great Barrier Reef

Das ist zweifellos einer der Hauptgründe, warum Menschen nach Australien fliegen. Ein Ganztagsausflug mit dem Boot von Cairns oder Port Douglas zum äußeren Riff kostet dich grob 260 bis 340 Dollar und umfasst meist die Schnorchelausrüstung, das Mittagessen und die Erklärungen eines Meeresbiologen. Für etwa acht Dollar extra wird eine Umweltabgabe fällig, die direkt in den Schutz dieses bedrohten Naturwunders fließt.

Über den Zustand des Riffs werden viele katastrophale Berichte geschrieben, aber laut den neuesten Daten aus dem Jahr 2026 lebt und kämpft das Riff immer noch. Nach den jüngsten Korallenbleichen zeigen die nördlichen und mittleren Teile ermutigende Anzeichen der Erholung. Außerdem hilft der Tourismus, Forschung und Schutz zu finanzieren. Die beste Sicht unter Wasser erlebst du im Zeitraum von Juni bis Oktober, wenn keine gefährlichen Quallen drohen.

12. Daintree und Cape Tribulation

Stell dir einen Regenwald vor, der viel älter ist als der berühmte Amazonas und der sich an die Ära der Dinosaurier erinnert. Der Daintree-Nationalpark ist der einzige Ort der Welt, an dem der Regenwald direkt auf das Korallenriff trifft. Hier kannst du mit einem einheimischen Aborigine-Guide durch die Schlucht Mossman Gorge wandern und die uralte Kultur des Kuku-Yalanji-Stammes einsaugen.

Die Gegend ist für das Vorkommen prähistorisch anmutender Kasuare bekannt, riesiger flugunfähiger Vögel mit blauem Hals und knöchernem Kamm auf dem Kopf. ⚠️ Warnung: Kasuare sind streng geschützt und dürfen nicht gefüttert werden. Ebenso ist das Baden im Fluss Daintree und seiner Mündung wegen der gefährlichen Salzwasserkrokodile streng verboten.

Melbourne und Victoria

Der Bundesstaat Victoria ist vielleicht nicht so gewaltig wie die anderen, bietet aber eine unglaubliche Konzentration von Erlebnissen, von Spitzengastronomie bis zur dramatischen, vom Ozean gepeitschten Küste.

13. Melbourne

Melbourne ist eine Stadt, die von Kunst, Sport und vor allem unglaublich gutem Kaffee lebt. Reisende bezeichnen sie oft als Kaffee-Hauptstadt der Welt. Die lokale Kaffeehauskultur ist absolut phänomenal, und den hiesigen Klassiker namens Flat White zu probieren, der dich etwa fünf Dollar kostet, ist einfach Pflicht. Und gönn dir unbedingt auch den traditionellen australischen Brunch – der Avocado-Toast in einer der versteckten Gassen gehört zu den Ritualen, ohne die Melbourne nicht Melbourne ist.

Diese engen Gassen, Laneways genannt, sind für ihre Graffiti und Street Art berühmt, besonders die ikonische Hosier Lane, wo sich die Malereien wohl jeden Tag ändern. Ein tolles Erlebnis ist auch der Besuch des Queen Victoria Market, des größten Freiluftmarktes der Südhalbkugel, wo du alles vom frischen Obst bis zu Souvenirs kaufst.

Und wenn dich Melbourne mehr reizt, haben wir einen kompletten Guide für dich: Melbourne, Australien: 23 Tipps, was man sehen und tun kann.

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14. Great Ocean Road und Twelve Apostles

Diese 243 Kilometer lange Küstenstraße gilt als einer der schönsten Roadtrips der Welt. Sie wurde nach dem Ersten Weltkrieg von Frontheimkehrern gebaut und dient als größtes Kriegerdenkmal der Welt. Der absolute Höhepunkt sind die Kalksteinklippen Twelve Apostles, die sich dramatisch aus dem aufgewühlten Ozean erheben.

Die Wahrheit ist, dass es längst keine zwölf Apostel mehr sind – aufgrund der gnadenlosen Erosion stehen heute nur noch sieben oder acht, und das Meer knabbert jedes Jahr weitere Zentimeter ab. Der Zugang zu den Aussichtspunkten ist völlig kostenlos. 💡 Tipp: Tagsüber drängen sich hier Massen von Bustouristen, deshalb fahr früh morgens zum Sonnenaufgang zu den Aussichtspunkten, wenn das Licht absolut magisch ist und du fast allein bist.

15. Phillip Island

Nur einen Katzensprung von Melbourne entfernt liegt eine Insel, die jeden Abend nach Sonnenuntergang zum Schauplatz eines unglaublich niedlichen Theaters wird. Aus dem Meer tauchen hier am Strand Hunderte wilder Zwergpinguine auf, die nach einem anstrengenden Tag in ihre Höhlen in den Sanddünen zurückkehren.

Die berühmte Penguin Parade ist eine streng geschützte Attraktion mit Tribünen, und der Eintritt für einen Erwachsenen kostet etwa 34 Dollar. 💡 Tipp: Die Nachfrage nach Tickets ist riesig, und an Wochenenden sind sie oft schon mehrere Monate im Voraus ausverkauft. Reserviere deine Tickets am besten mehrere Monate im Voraus und vergiss nicht, dich warm anzuziehen, denn vom Ozean weht selbst mitten im Sommer ein kalter Wind.

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Südaustralien: Wein, Kängurus und eine unterirdische Stadt

Dieser Bundesstaat wird etwas zu Unrecht vernachlässigt, dabei verbirgt er die besten Weingüter, ein perfektes Inselrefugium und eine Stadt, in der die Menschen unter der Erde leben.

16. Adelaide

Die beschauliche Stadt voller Parks und alter Kolonialarchitektur wird dich sofort entschleunigen. Ihr Herz ist der historische Central Market, der schon seit 1869 in Betrieb ist und wo du Dutzende Stände mit lokalen Käsesorten, Gebäck und weiteren Leckereien findest. Die beste Atmosphäre erlebst du hier am Freitagabend, dagegen bleibt sonntags und montags geschlossen.

Nur einen Katzensprung außerhalb der Stadt versteckt sich in den Adelaide Hills Hahndorf, die älteste erhaltene deutsche Siedlung Australiens. Hier spazierst du zwischen malerischen Fachwerkhäusern, die lutherische Einwanderer im 19. Jahrhundert bauten. Die Fahrt in die Hügel ist etwas kompliziert, deshalb lohnt es sich, mit einem Mietwagen hierher zu fahren.

Ganz Adelaide inklusive Weinausflügen haben wir hier beschrieben: Adelaide, Australien: 18 Tipps, was man sehen und tun kann.

17. Barossa Valley

Wenn du Wein liebst, ist das Barossa Valley für dich das absolute Paradies. Es ist die berühmteste Weinbauregion des Landes, die die Domäne der Rebsorte Shiraz ist. Hier findest du legendäre Weingüter mit einer Geschichte, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht. Einige Betriebe bieten sogar Verkostungen von hundert Jahre altem Jahrgangswein direkt aus den Fässern an.

Zwischen den über hundertfünfzig Weinkellern kannst du dich mit dem Auto bewegen, aber die Polizei kontrolliert hier sehr streng Alkohol am Steuer. 💡 Tipp: Die hiesige Landschaft ist recht flach, sodass eine tolle Alternative das Mieten eines Fahrrads ist. So machst du zwischen den einzelnen Verkostungen eine angenehme Radtour und musst dich nicht ums Fahren kümmern.

18. Kangaroo Island

Kangaroo Island hat den Spitznamen Australiens Galapagos und hat ihn unserer Meinung nach definitiv verdient. Nach den verheerenden Bränden zur Jahreswende 2019/2020 erholt sich die Natur großartig, und die Insel ist wieder voller Leben. Am Strand Seal Bay kannst du in unmittelbarer Nähe der drittgrößten Kolonie australischer Seelöwen der Welt spazieren, und zwar immer in Begleitung eines erfahrenen Rangers.

Am Westzipfel der Insel liegt der Nationalpark Flinders Chase mit den bizarren Granitfelsen Remarkable Rocks und dem Felsbogen Admirals Arch, unter dem sich Pelzrobben tummeln. ⚠️ Warnung: In der Dämmerung gibt es auf der Insel eine enorme Menge an Wildtieren, deshalb fahr äußerst vorsichtig und langsam, um einen Zusammenstoß mit Kängurus zu vermeiden.

19. Coober Pedy

Dieser Ort mitten in der ausgedörrten Einöde ist die Opal-Hauptstadt. Hier wird der Großteil der weltweiten Produktion dieser Edelsteine gefördert, aber die Oberflächentemperaturen überschreiten im Sommer gewöhnlich vierzig Grad. Die Einheimischen kamen deshalb auf eine geniale Lösung und bauten fast die ganze Stadt unter der Erde, wo sich ganzjährig angenehme zwanzig Grad halten.

Unter der Oberfläche findest du nicht nur gewöhnliche Häuser, sondern auch Hotels, Museen oder sogar eine serbisch-orthodoxe Kirche. Der örtliche Golfplatz ist völlig ohne Rasen, und man spielt dort sicherheitshalber nachts mit leuchtenden Bällen. ⚠️ Warnung: Verlasse niemals die markierten Wege, die Umgebung der Stadt ist mit Tausenden unmarkierten und ungesicherten Minenschächten übersät.

Das rote Zentrum und der tropische Norden

Das Northern Territory ist rau, mystisch und voller Aborigine-Geschichte. Hier erlebst du das echte australische Outback.

20. Uluru und Kata Tjuta

Der heilige rote Monolith Uluru ist zweifellos das spirituelle Herz von ganz Australien. Ein Dreitagesticket für den Nationalpark kostet einen Erwachsenen 38 Dollar. Seit 2019 ist der Aufstieg auf den Felsen selbst dauerhaft und streng verboten – aus Respekt vor den Aborigine-Eigentümern, dem Anangu-Stamm. Stattdessen kannst du dich auf eine über zehn Kilometer lange Wanderung entlang des Bergfußes begeben.

Am Abend verwandelt sich die Wüste rund um den Uluru dank der Lichtinstallation Field of Light in ein Kunstwerk, das aus fünfzigtausend im Dunkeln leuchtenden Glaskugeln besteht. 💡 Tipp: Brich so früh wie möglich am Morgen zur Fußwanderung um den Felsen auf. So entgehst du nicht nur der enormen Mittagshitze, sondern auch den allgegenwärtigen und sehr lästigen Fliegen.

21. Kings Canyon

Der wunderschöne Watarrka-Canyon mit senkrechten Sandsteinwänden liegt etwa auf halbem Weg zwischen Uluru und Alice Springs. Das größte Erlebnis ist der hiesige sechs Kilometer lange Trek entlang der Schluchtkante, der mit einem sehr steilen Anstieg mit dem sprechenden Namen Heart Attack Hill beginnt.

Die Belohnung für die Mühe sind atemberaubende Ausblicke in den Abgrund und der Besuch einer grünen Oase namens Garden of Eden. ⚠️ Warnung: An der Schluchtkante gibt es fast keinen Schatten, deshalb muss jeder Wanderer mindestens drei Liter Wasser bei sich haben, und bei extremer Hitze wird der gesamte Weg aus Sicherheitsgründen schon am frühen Vormittag gesperrt.

22. Alice Springs und West MacDonnell Ranges

Die Goldgräberstadt Alice Springs ist das historische Zentrum des Outbacks. Lass dir auf keinen Fall das Besucherzentrum des Royal Flying Doctor Service entgehen, wo du erfährst, wie der fliegende Rettungsdienst funktioniert, der Menschen auf abgelegenen Farmen Hunderte Kilometer von der Zivilisation entfernt medizinisch versorgt.

Von der Stadt aus erstrecken sich die wunderschönen West MacDonnell Ranges voller tiefer Schluchten und natürlicher Wasserlöcher wie zum Beispiel Simpsons Gap oder Ormiston Gorge. Reisende loben hier die großartige rote Kulisse mit den weißen Stämmen der Eukalyptusbäume.

23. Kakadu und Darwin

Der Kakadu-Nationalpark ganz im Norden des Landes ist eine gewaltige Schatzkammer der Aborigine-Kultur. An den Felsen von Ubirr findest du bis zu zwanzigtausend Jahre alte Malereien, und vom selben Ort bietet sich bei Sonnenuntergang ein fantastischer Blick auf die Überschwemmungsebenen. Die Gegend ist im Grunde nur während der Trockenzeit von Mai bis Oktober zugänglich.

Im Jahr 2026 sind einige berühmte Wasserfälle wie die Jim Jim Falls leider aus Sicherheitsgründen gesperrt, deshalb überprüfe vor der Reise immer die aktuelle Lage im Besucherzentrum. ⚠️ Warnung: Die hiesigen Flüsse und Feuchtgebiete sind der natürliche Lebensraum riesiger Salzwasserkrokodile. Bade niemals außerhalb der ausdrücklich erlaubten und sicheren Wasserlöcher.

Tasmanien: wilde Insel am Ende der Welt

Der südlichste Bundesstaat Australiens erinnert eher an Neuseeland. Er ist ein Paradies für Liebhaber unberührter Natur, Berge und erstklassiger lokaler Zutaten.

24. Hobart und MONA

Die Hauptstadt Tasmaniens atmet auf Schritt und Tritt Geschichte. Jeden Samstag findet hier der legendäre Salamanca Market statt, wo über dreihundert Standbetreiber lokale Handwerksprodukte, Käse und frisches Obst anbieten. Vom Hafen aus kannst du dann in eine Fähre steigen und zum bizarrsten Museum der Südhalbkugel aufbrechen.

Das Museum of Old and New Art, bekannt als MONA, ist in den Sandsteinfelsen unter der Erde gehauen und bietet Ausstellungen, die oft sehr provokativ und düster sind. Es ist ein unvergessliches Erlebnis. Der Eintritt kostet knapp vierzig Dollar, und die Fahrt mit der speziellen Fähre von Hobart ist selbst schon ein Erlebnis.

25. Cradle Mountain

Der Nationalpark Cradle Mountain mit scharfen Gipfeln und tiefen Gletscherseen gehört zum Schönsten, was die tasmanische Wildnis bietet. Am beliebtesten ist der leichte, zwei- bis dreistündige Rundweg um den Dove Lake, zu dem dich vom Besucherzentrum ein obligatorischer Parkbus bringt.

Mit etwas Glück triffst du hier in freier Wildbahn Wombats oder Ameisenigel. 💡 Tipp: Während der Sommersaison ist die Nachfrage nach dem Park enorm. Fahr gleich mit dem allerersten Morgenbus, um die kristallklare Spiegelung des Berges auf der Seeoberfläche noch vor Ankunft der Hauptmenschenmassen zu genießen.

26. Wineglass Bay und Freycinet

Der Freycinet-Nationalpark an der Ostküste der Insel verbirgt einen Strand, der regelmäßig in den Ranglisten der schönsten der Welt auftaucht. Die Wineglass Bay hat die perfekte Form eines Weinglases und ist von rosa Granitklippen und türkisem Wasser gesäumt.

Zum Aussichtspunkt über der Bucht führt eine etwa einstündige Wanderung über einen gut ausgebauten Weg. Wenn du dich danach sehnst, deine Füße in den schneeweißen Sand zu graben, sei auf einen weiteren Abstieg vorbereitet, der den ganzen Ausflug auf etwa drei Stunden verlängert. 💡 Tipp: Der Parkplatz am Ausgangspunkt des Weges hat begrenzte Kapazität, deshalb ist es in der Hochsaison am besten, vor neun Uhr morgens vor Ort zu sein.

Westaustralien: das andere Ende des Kontinents

Dieser Bundesstaat nimmt ein Drittel des Kontinents ein und ist so gewaltig, dass er für einen eigenen langen Urlaub reichen würde. Hier findest du die schönsten Sonnenuntergänge und ein unberührtes Korallenriff.

27. Perth

Die sonnigste Hauptstadt Australiens ist eine Oase der Ruhe und Gelassenheit. Ihr größter Stolz ist der riesige Kings Park mit botanischem Garten, der sogar größer ist als der berühmte Central Park in New York. Von den Aussichtspunkten bietet sich ein wunderschöner Blick auf die modernen Wolkenkratzer, die sich entlang des träge fließenden Swan River erheben.

Perth ist ein toller Ausgangspunkt zur Erkundung der Westküste. Ich empfehle, auch einen Blick in den historischen Hafen Fremantle mit seiner Kolonialarchitektur und den berühmten Wochenendmärkten zu werfen. Mehr detaillierte Tipps findest du in unserem eigenen Guide über Perth im Abschnitt „Wohin als Nächstes“.

28. Rottnest Island

Von Perth oder vom Hafen Fremantle aus erreichst du mit der Fähre in knapp einer Stunde eine kleine Insel, die die glücklichsten Geschöpfe des Planeten berühmt gemacht haben. Rottnest Island ist die Heimat der niedlichen Quokkas, kleiner Beuteltiere, die gerne in die Kameras lächeln.

Auf der Insel fahren keine Privatautos, sodass der beste Weg, die hiesigen schneeweißen Strände zu entdecken, das Mieten eines Fahrrads und die Erkundung im eigenen Tempo ist. ⚠️ Warnung: Die Quokkas sind unglaublich zutraulich, aber es ist streng verboten, sie mit menschlichem Essen zu füttern oder sie zu berühren, wofür vor Ort sehr hohe Strafen drohen.

29. Ningaloo Reef

Während das Great Barrier Reef weit vom Ufer entfernt liegt, beginnt das westliche Ningaloo-Riff nur wenige Meter vom Strand. So kannst du dir einen Schnorchel aufsetzen und vom weißen Sand direkt über die wunderschönen Korallengärten schwimmen. Etwa von März bis August ziehen hierher gigantische, aber friedliche Walhaie.

Das Schwimmen mit diesen Riesen, die eine Länge von über zehn Metern erreichen, ist ein absolutes Erlebnis fürs Leben. Ein Ganztagsausflug mit dem Boot vom Städtchen Exmouth kostet zwar eine Summe von rund vierhundert Dollar, aber die Anbieter garantieren oft eine erfolgreiche Begegnung – sonst bieten sie dir eine kostenlose Ersatzfahrt an.

30. Broome und Cable Beach

Im Nordwesten des Kontinents liegt das Städtchen Broome, das einst das weltweite Zentrum der Perlenfischerei war. Heute hat es vor allem der atemberaubende, zweiundzwanzig Kilometer lange Cable Beach berühmt gemacht, der wie geschaffen ist, um wunderschöne Sonnenuntergänge zu beobachten.

Die größte Ikone dieses Ortes sind die abendlichen Kamelritte direkt über den breiten Sandstrand in dem Moment, in dem die Sonne in die Fluten des Indischen Ozeans sinkt. Es ist ein unglaublich romantisches Erlebnis, das den gesamten Besuch der Westküste perfekt abrundet.

Wie viel ein Urlaub in Australien kostet

Über Australien sagt man oft, es sei eines der teuersten Länder der Welt, und das trifft leider weitgehend zu. Auf der Reise kann man durch Kochen mit gekauften Zutaten und Schlafen in Hostels sparen, aber wenn du deinen Urlaub genießen möchtest, ohne ständig jeden Cent umrechnen zu müssen, bereite dir ein großzügigeres Budget vor.

Die Währung ist der australische Dollar (AUD), der 2026 bei rund 0,60 € liegt. Mit Karte bezahlst du hier absolut überall, und Bargeld brauchst du wirklich nur ausnahmsweise. Interessant ist, dass Trinkgeld in Australien nicht erwartet und nicht zwingend gegeben wird, weil Angestellte im Gastgewerbe einen recht hohen garantierten Mindestlohn haben.

Grobe Tagesbudgets pro Person (ohne internationale Flüge):

  • Backpacker: 55 bis 120 € (Hostels, günstiges Essen, Fortbewegung mit Bussen).
  • Paar in der Mittelklasse: 165 bis 245 € (Hotelzimmer, Mietwagen, Kombination aus Kochen und Restaurants, Eintritte zu Sehenswürdigkeiten).

Wie viel gängige Posten in Australien kosten:

  • Kaffee (Flat White) im Café: 5 bis 6 AUD (ca. 3 bis 3,60 €)
  • Hauptgericht in einem durchschnittlichen Restaurant: 25 bis 40 AUD (ca. 15 bis 24 €)
  • Essen im Food Court: 15 bis 25 AUD (ca. 9 bis 15 €)
  • Liter Benzin: grob 1,80 bis 2,00 AUD (ca. 1,10 bis 1,20 €, im Outback ist es teurer)
  • Günstiger Mietwagen: ab 35 bis 65 AUD pro Tag außerhalb der Hochsaison

💡 Tipp: Wenn du beim Essen sparen möchtest, steuere die asiatischen Viertel in den Großstädten oder die erwähnten Food Courts in den Einkaufszentren an, wo du recht gut und für vernünftiges Geld essen kannst. Eine große Ersparnis ist auch das Leitungswasser, das in allen Großstädten absolut sicher ist und dir in Restaurants kostenlos gebracht wird.

Wie du deine Route zusammenstellst: 2, 3 oder 4 Wochen

Vergiss bei der Routenplanung nicht die Zeitverschiebung und die Erschöpfung vom Flug – am ersten Tag nach der Ankunft wirst du zu keinen großen Leistungen fähig sein. Hier sind drei Beispielmodelle, wie du die Reise einteilen kannst:

  • Für 2 Wochen (grundlegender Vorgeschmack): Du landest in Sydney, wo du drei Tage verbringst. Danach fliegst du nach Cairns (drei Tage für Riff und Regenwald). Der nächste Flug bringt dich zum Uluru (zwei Tage fürs rote Zentrum). Es folgt ein Flug nach Melbourne, von wo du einen Mietwagen für die Great Ocean Road nimmst und nach drei Tagen nach Hause fliegst.
  • Für 3 Wochen (klassische Rundreise): Du gibst dir mehr Zeit an der Ostküste. Von Sydney aus nimmst du Kurs auf Brisbane oder die Gold Coast, von dort brichst du zur Insel K’gari und mit dem Segelboot zu den Whitsundays auf. Danach fliegst du aus der Region Airlie Beach zum Uluru und anschließend nach Melbourne und zur Great Ocean Road.
  • Für 4 Wochen (für Fortgeschrittene): Du kannst es dir leisten, auch abgelegenere Winkel zu erkunden. Zur dreiwöchigen Rundreise fügst du entweder die Überfahrt mit der Fähre nach Tasmanien hinzu und erkundest ihre Nationalparks, oder du fliegst stattdessen an die Westküste nach Perth und machst dich am Ningaloo Reef auf die Suche nach Walhaien.

Wohin als Nächstes

Wenn dich Australien und Asien reizen, haben wir weitere detaillierte Guides für dich vorbereitet, die dir bei der Planung und den praktischen Angelegenheiten helfen.

Häufig gestellte Fragen

Die Planung einer Reise nach Australien wird meist von vielen praktischen Fragen begleitet. Es ist schließlich ein riesiges Land am anderen Ende der Welt, in dem viele Dinge einfach anders funktionieren als bei uns in Europa. Um dir die Vorbereitung so weit wie möglich zu erleichtern, habe ich in unserem Artikel gleich die Antworten auf die häufigsten Fragen zusammengefasst.

Wie viele Wochen sollte man für Australien einplanen?

Die ideale Dauer beträgt mindestens drei Wochen. In zwei Wochen schaffen Sie zwar einen schnellen Rundflug zwischen Sydney, dem Riff und Uluru, fühlen sich aber sehr gehetzt und erschöpft von den Transfers. Vier Wochen geben Ihnen Raum, die Atmosphäre auch abseits der Hauptrouten aufzusaugen.

Wie viel kostet ein Urlaub in Australien?

Für ein Paar, das in der mittleren Preisklasse reist, rechnen Sie mit täglichen Kosten von 160 bis 240 € pro Person, ohne internationale Flüge. Australien ist ein teures Reiseziel und die Hauptausgaben sind Unterkunft und organisierte Bootsausflüge.

Wann ist die beste Reisezeit?

Das hängt davon ab, wohin genau Sie reisen. In den Süden reist man am besten in unseren Wintermonaten von Dezember bis Februar, während der tropische Norden in unserem Sommer am schönsten ist. Ein Kompromiss für das ganze Land sind die Monate April, Mai, September und Oktober.

Brauche ich ein Visum für Australien?

Ja, ein Visum ist Pflicht. Mit einem deutschen Pass haben Sie Anspruch auf ein elektronisches eVisitor-Visum, das völlig kostenlos ist und einfach online über das offizielle Portal der australischen Regierung beantragt wird. Es gilt zwölf Monate für Aufenthalte bis zu neunzig Tagen.

Wie lange dauert der Flug nach Australien?

Von Deutschland aus gibt es keinen Direktflug und Sie müssen mindestens einmal umsteigen. Die reine Zeit in der Luft und beim Umsteigen dauert in der Regel zwischen 22 und 32 Stunden, je nach gewählter Fluggesellschaft und Wartezeit.

Ist Australien wegen der Tiere gefährlich?

Eine viel größere Gefahr für Touristen sind starke Meeresströmungen, sogenannte Rip Currents, oder das Autofahren in der Dämmerung. Spinnen und Schlangen gibt es zwar, aber in den Städten und auf gewöhnlichen Touristenrouten begegnen Sie ihnen nur durch puren Zufall.

Was ist besser – Sydney oder Melbourne?

Sydney beeindruckt mit ikonischer Architektur und perfekten Surfstränden. Melbourne hingegen gilt als Kulturzentrum mit dem besten Kaffee, versteckten Gassen voller Kunst und entspannter europäischer Atmosphäre. Ideal ist es, beide zu besuchen.

Lohnt sich die Ost- oder Westküste mehr?

Für den ersten Besuch wählt die überwiegende Mehrheit die Ostküste, weil sie die bekanntesten Ikonen und eine großartige Infrastruktur bietet. Die Westküste ist viel wilder, abgelegener und ideal für diejenigen, die endlose Straßen und wenig Menschen lieben.

Wie groß ist die Zeitverschiebung in Australien?

Australien erstreckt sich über drei Hauptzeitzonen und einige Bundesstaaten verwenden zusätzlich Sommerzeit. Zu Deutschland kann der Unterschied je nach Jahreszeit und konkreter Stadt acht bis zehn Stunden voraus betragen.

Kann man in Australien Leitungswasser trinken?

Ja, in allen großen Städten und gewöhnlichen Touristengebieten ist Leitungswasser absolut sicher. In Restaurants wird es Ihnen zudem völlig kostenlos an den Tisch gebracht, was eine großartige Möglichkeit ist, Geld für abgefüllte Getränke zu sparen.

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Vergiss die Reiseversicherung nicht

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Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).

Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

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