Marmolada, Dolomiten: 10 Tipps, was es zu sehen und zu tun gibt

Wenn ich an die Marmolada Dolomiten denke, bekomme ich sofort Gänsehaut — ich erinnere mich noch genau an das überwältigende Gefühl, als Lukáš und ich damals auf dem Dach der Dolomiten standen. Die Marmolada ist die absolute Königin des gesamten Gebirges, ein Ort mit einer unbeschreiblichen Energie. Doch die Zeiten ändern sich, und die Marmolada mit ihnen.

Nach der Tragödie von 2022, als ein riesiges Gletscherstück abbrach, hat sich der Zugang zu diesem majestätischen Berg für immer verändert. Früher zogen wir mit Eispickel und Steigeisen den Gletscher hinauf — 2026 kamen wir in einer ganz anderen Konstellation: Mit unserem kleinen Jonášek und unseren beiden Hunden Kája und Baby mussten wilde Bergsteigerexpeditionen erst einmal warten.

Lass uns gemeinsam herausfinden, wie man den höchsten Berg der Dolomiten sicher genießen kann — mit Respekt vor der Natur und gerne auch mit Kinderwagen oder kleinen Kindern. Du wirst sehen: Auch ohne gefährliches Trekking nimmt dir die Marmolada den Atem.

Marmolada — höchster Berg der Dolomiten mit Gletscher
Marmolada — höchster Berg der Dolomiten mit Gletscher (Foto: Giorgio Galeotti, CC BY 4.0, Wikimedia Commons)
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Zusammenfassung

  • Wo genau sind wir: Die Marmolada ist mit 3343 Metern (Gipfel Punta Penia) der höchste Berg der italienischen Dolomiten und liegt an der Grenze der Regionen Trentino und Venetien.
  • Wichtige Warnung nach 2022: Nach dem tragischen Gletscherabbruch gelten extrem strenge Regeln. Eine Besteigung des Gipfels ist nur mit einem zertifizierten Bergführer und bei perfekten Bedingungen möglich.
  • Mühelos nach oben: Vom Ort Malga Ciapela fährt die Marmolada Seilbahn Move To Top, die dich bis zur Punta Rocca auf 3265 Meter hinaufbringt.
  • Ideal für Familien: Die Seilbahn ist perfekt für Familien mit Kindern und Senioren — oben erwarten dich eine Aussichtsterrasse und sogar ein Museum zum Ersten Weltkrieg.
  • Wintersaison: Das Marmolada Skigebiet ist weltberühmt — das Verbundgebiet Arabba Marmolada bietet erstklassiges Skivergnügen im einzigen Gletscherskigebiet der Dolomiten.
  • Drohnenverbot: Im gesamten Nationalparkareal gilt ein striktes Drohnenflugverbot mit Bußgeldern von bis zu 3.000 Euro.

Was ist die Marmolada und warum schmilzt sie

Die Marmolada ist kein gewöhnlicher Berg — es ist ein gewaltiges Massiv, das vom Gipfel Punta Penia auf 3343 Metern überragt wird. Sie wird die Königin der Dolomiten genannt und ist Heimat des letzten großen Marmolada Gletschers der Region. Von Süden fallen senkrechte, bis zu einem Kilometer hohe Kalksteinwände ab, die extreme Kletterer begeistern; von Norden bedeckt die weiße Gletscherkappe das Massiv.

Leider muss ich auch die traurige Realität des Klimawandels ansprechen. Der Gletscher schrumpft in einem erschreckenden Tempo, und Wissenschaftler prognostizieren, dass er bis 2040 wahrscheinlich vollständig verschwunden sein wird. Das macht jeden Blick auf ihn umso wertvoller — unsere Kinder werden ihn in dieser Form vielleicht nie mehr sehen.

Die zerbrechliche Schönheit: Das Dolomiten Marmolada Unglück 2022 und neue Regeln

Wer einen klassischen Hochgebirgsaufstieg plant, muss gleich zu Beginn auf etwas Wichtiges hingewiesen werden. Am 3. Juli 2022 löste sich aufgrund extremer Sommertemperaturen ein riesiger Serac — ein Gletscherturm — und riss mehrere Bergsteigergruppen mit sich. Diese Katastrophe forderte 11 Menschenleben und hat die Regeln für die Bewegung in diesem Massiv dauerhaft verändert.

Heute gelten an der Marmolada sehr strenge Sicherheitsvorschriften. Einige alte Routen sind dauerhaft gesperrt, und der Zugang zum Gipfel Punta Penia ist ausschließlich in Begleitung eines zertifizierten Bergführers gestattet. Zudem wurden strenge meteorologische Regeln eingeführt: Bei zu hohen Temperaturen werden Aufstiege kompromisslos abgesagt. Bitte ignoriere diese Vorschriften niemals — der Berg hat eine gewaltige Kraft, und es lohnt sich nicht, mit ihr zu kämpfen.

Wann hinfahren und was anziehen

Die Wahl des richtigen Reisezeitpunkts hängt stark davon ab, was du am Gletscher unternehmen möchtest. Für Sommertourismus und Seilbahnausflüge sind Juli und August am besten geeignet — allerdings musst du im August mit großen Menschenmassen rechnen, da viele Italiener dann Urlaub machen. September ist meiner Meinung nach ideal: Die Luft ist kristallklar, die Massen dünnen sich aus, aber oben kann es bereits ordentlich kalt werden.

Wenn du Schnee liebst, werden dich die Wintermonate glücklich machen. Das Marmolada Skigebiet in der Region Trentino ist ein echtes Eldorado für Skifahrer, und der beliebte Verbund Arabba/Marmolada bietet Pisten, die dir buchstäblich den Atem verschlagen.

Anreise und Parken

Die Marmolada lässt sich aus verschiedenen Richtungen erreichen, doch der Hauptausgangspunkt für die meisten Besucher ist das kleine Dorf Malga Ciapela — von dort startet die berühmte Seilbahn.

Von München aus dauert die Fahrt mit dem Auto über den Brenner und weiter durch Südtirol rund vier bis fünf Stunden — eine landschaftlich atemberaubende Route. Von Cortina d’Ampezzo bist du in etwa eineinhalb Stunden dort, vorbei an wunderschönen Gebirgspässen. Wer eher auf der Westseite im Val di Fassa untergebracht ist, fährt über Canazei und am Stausee Lago di Fedaia entlang — das ist für sich allein schon ein Erlebnis, bei dem du alle paar Minuten für Fotos anhalten wirst.

Direkt an der Talstation der Seilbahn in Malga Ciapela gibt es einen großen Parkplatz. Rechne mit ca. 6 € für einen ganzen Tag — für eine so frequentierte Lage in den Dolomiten ist das ein fairer Preis.

Unterkunft und Preise

Wer die Umgebung der Marmolada erkunden möchte, sollte strategisch übernachten, um nicht stundenlang auf Serpentinen unterwegs zu sein. In der Sommersaison bewegen sich die Preise für ein schönes Doppelzimmer zwischen ca. 120 und 180 € pro Nacht — in der Wintersaison oder im August können sie sich schnell verdoppeln.

Am nächsten zur Seilbahn liegt der Ort Malga Ciapela, wo du auch das bekannte Hotel Principe Marmolada findest. Eine ideale Wahl, wenn du morgens als Erster an der Seilbahn oder im Winter als Erster auf der Piste sein möchtest — abends ist es hier allerdings eher ruhig.

Wer lebhaftere Orte mit guten Restaurants und kleinen Läden bevorzugt, sollte in Canazei oder Pozza di Fassa schauen. Wir lieben auch das romantische Alleghe am wunderschönen gleichnamigen See, direkt am Fuß des Massivs — mit herrlichem Blick aus den Hotelzimmern.

10 Tipps, was es an der Marmolada zu sehen und zu tun gibt

Ob erfahrener Bergsteiger mit Eispickel oder entspannter Reisender mit kleinen Kindern im Tragerucksack — die Marmolada hat für jeden etwas zu bieten. Hier sind die interessantesten Aktivitäten, die sich in deinen Reiseplan lohnen, inklusive Tipps für die Wintermonate.

1. Marmolada Seilbahn Move To Top zur Punta Rocca

Marmolada Seilbahn Move To Top zur Punta Rocca und der Marmolada Gletscher
Foto: kallerna, crop of photo: User:LudwigSebastianMicheler / CC BY-SA 4.0 / Wikimedia Commons

Das ist die absolute Rettung für alle, die keine tausend Höhenmeter zu Fuß erklimmen können oder wollen. Die Marmolada Seilbahn führt in drei aufeinanderfolgenden Sektionen bis auf unglaubliche 3265 Meter über dem Meeresspiegel. Für uns war das in diesem Jahr die klare Wahl — Jonášek konnte gemütlich aus dem Fenster schauen, und wir schonten unsere Knie. Eine Hin- und Rückfahrkarte kostet rund 50 €, was nicht wenig ist, aber das Erlebnis ist jeden Cent wert.

Tickets kannst du ganz einfach im Voraus über die offizielle Website Marmolada Move to Top kaufen, um unnötige Warteschlangen zu vermeiden. Die Gondeln fahren sehr regelmäßig, aber denk trotzdem daran, eine warme Jacke mitzunehmen — auch wenn du unten in kurzen Hosen schwitzt 😉.

2. Die Panoramaterrasse, wo du den Himmel berührst

Panoramaterrasse Punta Rocca mit Blick auf die Dolomiten
Foto: Frank-Arne Knoth / CC BY-SA 4.0 / Wikimedia Commons

Wenn du an der Endstation Punta Rocca aussteigst, stehst du auf einer fantastischen Aussichtsterrasse. Ohne einen einzigen Schritt zu Fuß öffnet sich vor dir ein 360-Grad-Panorama über die gesamten italienischen Dolomiten. Bei guter Sicht reicht der Blick bis nach Österreich oder sogar zur Adria. Zieh dich nur gut an — es weht ein eisiger Wind, selbst Mitte Juli 😅.

Lukáš und ich haben dort gefühlt eine Million Fotos gemacht, denn die Kulisse mit dem Sella-Massiv im Hintergrund ist einfach unglaublich fotogen. Jonášek fand es am coolsten, dass er die Vögel unter sich fliegen sehen konnte — ein magischer Moment, den ich noch lange nicht vergessen werde.

3. Das 1-Weltkrieg-Dolomiten-Museum in den Wolken

Museo Marmolada Grande Guerra - Museum des Ersten Weltkriegs
Foto: Godromil / Public domain / Wikimedia Commons

Steig auf dem Weg mit der Seilbahn unbedingt an der Zwischenstation Serauta auf 3000 Metern aus. Dort befindet sich nämlich das höchstgelegene Museum Europas: das Museo Marmolada Grande Guerra. Die Ausstellung zeigt die unvorstellbar harten Bedingungen, unter denen hier im Ersten Weltkrieg italienische und österreichisch-ungarische Soldaten in Eistunneln direkt im Gletscher kämpften. Die Geschichten und erhaltenen Gegenstände lassen einen frösteln — mehr noch als die Kälte draußen.

Wer sich auch nur ein bisschen für Geschichte interessiert, sollte unbedingt auf die Website des Museo Marmolada schauen, wo die aktuellen Öffnungszeiten stehen (diese variieren je nach Saison). Die gesamte Ausstellung dauert etwa eine Stunde — das passt auch in einen vollen Nachmittag gut hinein.

4. Klassische Besteigung der Punta Penia mit Bergführer

Besteigung der Punta Penia - höchster Gipfel der Marmolada (3343 m)
Foto: Fuchs Robert / CC BY 3.0 / Wikimedia Commons

Wer körperlich fit ist und davon träumt, auf dem absoluten Gipfel auf 3343 Metern zu stehen, kann den Aufstieg wagen. Aber Achtung: Wie eingangs erwähnt, solltest du das nach der Tragödie von 2022 niemals alleine versuchen. Du musst einen lokalen zertifizierten Bergführer engagieren. Ein Gruppenaufstieg mit Führung kostet rund 200 bis 300 € pro Gruppe — inklusive Leihausrüstung und der Gewissheit, heil wieder nach Hause zu kommen.

Den Preis schreckt manche zunächst ab, aber glaub mir: An der Sicherheit in den Bergen zu sparen lohnt sich wirklich nicht. Die Führer kennen den Gletscher wie ihre Westentasche, wissen um jeden neuen Spalt und erzählen dir unterwegs Dinge, die du nirgendwo sonst erfahren würdest.

5. Adrenalinreicher Klettersteig am West Ridge

Klettersteig an der Marmolada für Bergsteiger
Foto: Maurizio Ceol / CC BY 3.0 / Wikimedia Commons

Am Westrücken der Marmolada verläuft einer der ältesten und schönsten Klettersteige in den gesamten Dolomiten für Wanderer. Nichts für Anfänger — du brauchst perfekte Kondition, Schwindelfreiheit und komplette Klettersteigausrüstung inklusive Steigeisen und Eispickel für den Abstieg. Die Aussichten vom Grat sind dafür absolut spektakulär.

Plane einen frühen Start ein, denn nachmittägliche Sommergewitter sind hier sehr häufig — und am Stahlseil auf dem Grat hängen willst du dann wirklich nicht. Pack unbedingt mehrere Schichten Kleidung ein: Der Wechsel von Schatten in die Sonne ist ein echter Temperaturschock.

6. Winterparadies: Marmolada Skigebiet am Gletscher

Wer die Kombination Arabba Marmolada hört, bekommt als Skifahrer leuchtende Augen. Das Marmolada Skigebiet bietet exklusive Bedingungen — es ist das einzige Gletscherskigebiet der gesamten Dolomiten. Die Piste „La Bellunese“, die von der Punta Rocca ins Tal führt, ist unglaubliche 12 Kilometer lang. Das Skierlebnis an der Marmolada in Italien ist schlichtweg unvergleichlich, auch wenn die Skipässe in der Hochsaison ordentlich ins Budget gehen können.

Wer bereits den Winter plant, sollte einen Blick auf Dolomiti Superski werfen, wo du den aktuellen Pistenstatus abrufen kannst. Lukáš schwärmt noch heute von dem Moment, als wir morgens als Erste auf frisch präpariertem Corduroy-Schnee hinuntergefahren sind — purer Skifahrertraum.

7. Enrosadira — das rosa Abendleuchten

Sonnenuntergang an der Marmolada mit dem rosa Leuchten der Enrosadira
Foto: Dmitry A. Mottl / CC BY-SA 3.0 / Wikimedia Commons

Dieses Naturschauspiel musst du mit eigenen Augen erleben. Der helle Kalkstein der Dolomiten hat die zauberhafte Eigenschaft, bei Sonnenuntergang und -aufgang in allen Schattierungen von Rosa, Orange und Violett zu leuchten. Die Italiener haben dafür sogar ein eigenes Wort: Enrosadira. Am schönsten ist es, einen Aussichtspunkt im Tal zu suchen, auf dem Campingkocher einen Kaffee zu kochen und einfach nur die Farbshow zu genießen.

In diesen Momenten wird das ganze Tal still, und man hat das Gefühl, die Zeit hält an. Vergiss aber nicht, direkt nach dem Sonnenuntergang etwas Warmes anzuziehen — mit dem letzten Licht fällt die Temperatur in wenigen Minuten locker um zehn Grad.

8. Das Spiegelbild im Lago di Fedaia

Marmolada und Lago di Fedaia in den Dolomiten — See mit Spiegelung des Gletschers
Foto: Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0

Direkt unterhalb der Nordwand des Massivs liegt der große Stausee Lago di Fedaia. Das türkisblaue Wasser vor dem verschneiten Gipfel ergibt eine Kulisse wie aus einem Kalender. Eine Runde entlang des flachen Uferwegs tut besonders gut, wenn dich nach den Wanderungen zu den Tre Cime die Beine brennen.

Kleiner Hinweis: Baden im See ist eher etwas für Hartgesottene — das Wasser kommt direkt vom schmelzenden Gletscher und hat kaum mehr als ein paar Grad. Wir blieben lieber mit einer Thermoskanne heißem Tee am Ufer und genossen die Ruhe, während die Hunde ausgelassen um uns herumtollten.

9. Sentiero della Pace — der Friedensweg

Der Friedensweg ist eine lange Fernwanderstrecke, die die Schauplätze des Ersten Weltkriegs miteinander verbindet. Die Abschnitte unterhalb der Marmolada gehören zu den eindrucksvollsten. Du läufst an alten Schützengräben, Resten von Militärunterkünften und direkt in den Fels gehauenen Schießscharten vorbei — eine faszinierende und zugleich sehr nachdenklich stimmende Begegnung mit der Geschichte.

Die Route lässt sich auch in kürzeren Abschnitten begehen, was ideal für Familien mit Kindern ist, die keine zwanzig Kilometer am Stück schaffen. Wer Geschichte hautnah erleben möchte, wird von diesem Weg nicht mehr loskommen.

10. Die schwindende Via Normale

Die sogenannte Via Normale war einst die beliebteste Aufstiegsroute über den Gletscher. Heute ist ihre Begehbarkeit durch riesige Spalten im schmelzenden Eis und strenge Regulierungen stark eingeschränkt. Wer sie mit einem Bergführer erkunden möchte, sollte nicht lange zögern — Glaziologen warnen, dass dieser historische Weg in wenigen Jahren vollständig verschwunden sein wird.

Der Klimawandel ist hier live und in Farbe zu erleben, und die einheimischen Bergbauern erzählen davon mit tiefer Traurigkeit. Genau deshalb ist es so wichtig, der Natur mit größtem Respekt zu begegnen und am Berg keine anderen Spuren zu hinterlassen als Fußabdrücke.

lukas a lucka
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Marmolada mit Kindern und Hunden: So haben wir es 2026 erlebt

Als wir zu zweit in den Dolomiten unterwegs waren, jagten wir jedem Gipfel hinterher. Mit Jonášek planen wir heute völlig anders — und das ist absolut kein Problem. Die Seilbahn Move To Top war für uns eine echte Rettung. Da sie in drei Etappen aufgeteilt ist, konnten wir an jeder Station in Ruhe pausieren, den Kleinen an die Höhe gewöhnen lassen und dann erst weiterzufahren. Jonášek schaute mit großen Augen aus dem Gondelfenster, und oben auf der Terrasse war er begeistert vom Schnee mitten im Sommer.

💡 Tipp aus eigener Erfahrung: In fast allen Seilbahnen und Bussen in Italien wird ein Maulkorb für Hunde verlangt (den bekommst du überall, auch direkt an den Talstationen). Das hat uns ehrlich gesagt manchmal genervt — manchmal wurde er auch verlangt, wenn wir völlig alleine in der Gondel saßen. Wenn mehrere Seilbahnfahrten hintereinander anstanden, haben wir Kája und Baby lieber bequem im Campingplatz gelassen.

Was unsere Hündinnen Kája und Baby betrifft: In Italien werden sie in der Regel mitgenommen, solange du eine feste Leine und sicherheitshalber einen Maulkorb dabei hast. Da oben auf der Aussichtsterrasse aber ein eisiger Wind pfeift und es kaum Möglichkeiten zum Spazierengehen gibt, ließen wir die beiden diesmal unten ausruhen. Dafür genossen sie später mit uns den Spaziergang am Lago di Fedaia, wo sie sich entspannt ins Gras strecken konnten.

Einkehren: Was du unterwegs essen solltest

Die Bergluft sorgt zuverlässig dafür, dass du nach ein paar Stunden draußen hungrig wie ein Wolf bist. Zum Glück liegt die Marmolada genau an der Grenze zweier Genussregionen — Trentino und Venetien — sodass es an gutem Essen hier wirklich nicht mangelt.

Kehr in einer der Berghütten ein und bestell unbedingt die traditionelle Polenta, die hier auf gefühlt hundert verschiedene Arten zubereitet wird. Unsere Lieblingsversion ist die überbackene mit Salsiccia und Pilzen, die sie im Rifugio Capanna Bill nahe der Seilbahnstation einfach herrlich hinbekommen. Als Vorspeise empfehle ich ein Brettl mit lokalen Bergkäsesorten — die sogenannten Formaggi di Malga, hergestellt aus der Milch von Kühen, die direkt auf den Hochalmen weiden.

Wer einen schönen Wanderausflug machen möchte, sollte durch das Ombretta-Tal bis zum gemütlichen Rifugio Falier an der Südwand der Marmolada laufen. Die hausgemachten Desserts dort sind unglaublich gut, und eine herzlich-freundliche italienische Familie kümmert sich um die Gäste. Wer nicht fährt, darf sich dazu ein Glas guten Regionalwein aus dem Trentino gönnen.

Praktische Informationen und Preise für 2026

Italien hat in den letzten Jahren die Regeln verschärft und die Preise angehoben — gut, wenn man vorbereitet ist, damit es vor Ort keine bösen Überraschungen gibt.

  • Seilbahnpreis: Eine Hin- und Rückfahrkarte von Malga Ciapela zur Punta Rocca kostet derzeit rund 50 € pro Erwachsenem. Wer mehrere Fahrten plant, sollte eine Kombikarte in Betracht ziehen.
  • Drohnen zu Hause lassen: Über der gesamten Marmolada und dem angrenzenden Nationalpark gilt ein striktes Drohnenflugverbot. Bei Erwischung drohen Bußgelder von bis zu 3.000 € — und die Polizei kontrolliert das hier tatsächlich.
  • Wettervorhersage ist heilig: Überprüfe jeden Morgen die lokalen Bergwetterwarnungen auf dolomitenfokussierten Portalen. Wenn die Behörden vor Hitze oder Gewitter warnen, bleib besser im Tal.
  • Bergführer kosten Geld: Wer den Gipfel anstrebt, sollte 200 bis 300 € für einen zertifizierten Bergführer einplanen.

Tipps und Tricks für einen reibungslosen Dolomiten-Urlaub

Die Dolomiten können ganz schön anspruchsvoll und logistisch herausfordernd sein, wenn man ohne Plan anreist. Aus eigener Erfahrung weiß ich: Je mehr du im Voraus planst, desto entspannter bist du vor Ort. Du möchtest deinen schönen Urlaub schließlich nicht damit verbringen, irgendwo ohne Netz festzusitzen oder in falschen Schuhen zu stolpern.

Deshalb habe ich ein paar persönliche, jahrelang erprobte Tipps für euch zusammengestellt. Vielleicht sparen sie euch eine Menge Nerven und Geld — damit ihr euch ganz auf die Berge und den Käse konzentrieren könnt ☺️.

Günstige Flüge finden

Wenn du nicht von Deutschland aus mit dem Auto anreisen möchtest, lohnt es sich, Flüge nach Venedig oder Verona zu suchen. Von dort aus bist du mit einem Mietwagen in etwa zwei bis drei Stunden in den Dolomiten. Eurowings und Lufthansa fliegen regelmäßig von vielen deutschen Flughäfen nach Venedig Marco Polo — es lohnt sich, die Preise ein paar Monate im Voraus im Auge zu behalten.

Wir stellen uns die Preisbenachrichtigung gerne schon Monate im Voraus ein und schlagen zu, sobald ein gutes Angebot auftaucht. Der Flughafen Venedig ist überschaubar und gut ausgeschildert, sodass du nach der Landung keine Zeit verlierst.

Mietwagen für die Anfahrt

Lukáš und ich haben gute Erfahrungen mit RentalCars gemacht, das wir weltweit nutzen. Der Vergleich aller Anbieter am Flughafen gibt dir die Sicherheit, nicht zu viel zu zahlen.

Ich empfehle unbedingt, direkt beim Buchen eine Vollkaskoversicherung dazuzunehmen — in Italien wird teils ziemlich flott gefahren, und ein kleiner Kratzer in engen Gassen ist schnell passiert. Wähle außerdem am besten ein kompaktes Auto mit einem kräftigen Motor, denn die Alpenpässe haben es durchaus in sich.

Reiseversicherung nicht vergessen

Die italienischen Berge können unberechenbar sein, und an der Gesundheit zu sparen ist keine gute Idee. Für normale Wandertouren nutzen wir eine gute Auslandskrankenversicherung; für längere oder anspruchsvollere Unternehmungen empfiehlt sich eine Versicherung mit Bergrettungsschutz — in Europa bieten das zum Beispiel der ADAC oder spezialisierte Anbieter wie True Traveller.

Selbst bei entspannten Spaziergängen unter dem Gletscher kann ein falscher Schritt auf einem Stein böse enden. Wenn ihr wüsstet, wie oft uns eine einfache Versicherung schon vor horenden Arztkosten bewahrt hat — ihr würdet gar nicht erst zögern.

Immer online bleiben

Damit du Karten herunterladen und das tückische Bergwetter im Blick behalten kannst, brauchst du Internet. Falls dein EU-Roaming-Tarif nicht ausreicht, ist eine eSIM von Holafly eine tolle Lösung.

Das Praktische daran: Du musst nirgendwo eine physische SIM-Karte aus dem Telefon nehmen. Einfach QR-Code scannen, und du bist im lokalen Netz eingebucht — für uns besonders nützlich, wenn wir uns verfahren haben und schnell die Navigation einschalten müssen 😁.

In die Berge nur mit dem richtigen Schuhwerk

Flipflops bleiben am Meer. Sobald du auch nur einen leichten Spaziergang am See machst, zieh feste Wanderschuhe an. Deine Knöchel werden es dir danken, und auf steinigen Wegen macht das einen riesigen Unterschied.

Jedes Mal, wenn ich Menschen auf Kieselwegen in Stadtschuhen balancieren sehe, läuft es mir kalt den Rücken herunter. Eine Investition in gute Bergschuhe zahlt sich hier zigfach aus — keine Blasen, kein nasses Tragen, und einfach das wunderbare Gefühl, sicher unterwegs zu sein.

Wohin noch in den Dolomiten?

Wer mehr Zeit in der Region hat, sollte weitere ikonische Orte in der Nähe nicht verpassen.

Eine wunderbare Ergänzung zur Majestät des Gletschers ist das türkisblaue Lago di Sorapis, zu dem ein schöner, wenn auch gut besuchter Trek führt. Ein absolutes Muss und das Wahrzeichen der Dolomiten sind die drei Felszacken der Tre Cime di Lavaredo, um die ein herrlicher, flacher Rundweg mit ständigen Ausblicken führt. Und wer einen strategischen Ausgangspunkt für all diese Highlights sucht, sollte unseren Artikel über Cortina d’Ampezzo lesen — unser absolutes Lieblingsbasislager in den Dolomiten.

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FAQ: Die häufigsten Fragen

Jak se dostat na Marmoladu?

Nejrychlejší a nejpohodlnější cesta vede lanovkou z vesnice Malga Ciapela. Lanovka Move To Top vás ve třech krocích vyveze až do výšky 3265 metrů na Punta Rocca. Pěší výstup na vrchol je možný z přehrady Lago di Fedaia, ale vyžaduje horolezecké zkušenosti a nově také doprovod certifikovaného průvodce.

Jaká je nejvyšší hora Dolomit?

Nejvyšší horou italských Dolomit je právě Marmolada se svým hlavním vrcholem Punta Penia, který se tyčí do nadmořské výšky 3343 metrů.

Můžu vyrazit na ledovec bez horského vůdce?

Z bezpečnostních důvodů po tragédii z roku 2022 to rozhodně nedoporučuji, a navíc je přístup na hlavní trasy k vrcholu pro turisty bez certifikovaného průvodce oficiálně omezený.

Je Marmolada vhodná pro malé děti?

Pěší turistika kolem ledovce pro děti vhodná není, ale vyjet lanovkou na Punta Rocca zvládnete i s kočárkem nebo malým prckem v nosítku. Výhledy z terasy jsou nádherné a cesta je naprosto bezpečná.

Kolik stojí lanovka na Marmoladu?

V letní sezóně 2026 se ceny zpátečních jízdenek za dospělého člověka z údolí Malga Ciapela až na horní stanici Punta Rocca pohybují kolem 50 eur.

Kde zaparkuji auto před výletem?

Nejlepší velkokapacitní parkoviště se nachází přímo u spodní stanice lanovky ve vesničce Malga Ciapela. Celodenní parkovné vyjde zhruba na 6 eur a najdete tu místo i v hlavní letní sezóně, pokud si trochu přivstanete.

Mohu si nahoře zalétat s dronem?

Bohužel nemůžete. Celý masiv spadá pod přísná pravidla ochrany přírody a létání s drony je tu pod pokutou až 3000 eur zcela zakázáno. Úřady si to navíc kvůli hluku velmi pečlivě hlídají.

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Vergiss die Reiseversicherung nicht

Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.

Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).

Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

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