Lukáš und ich haben den Winter 2016/2017 direkt im Banff-Nationalpark verbracht – dort findest du das beste Skifahren in Alberta, Kanada. Wenn du dieses Jahr die überfüllten europäischen Alpen gegen die kanadische Wildnis tauschen willst, muss ich dich vorwarnen. Sobald du einmal den berühmten kanadischen Pulverschnee gekostet hast, den man hier „cold smoke“ nennt, willst du nie wieder auf vereiste europäische Pisten zurück. ☺️
Das Skifahren in Alberta unterscheidet sich unglaublich vom europäischen. Vergiss schmale, überfüllte Pisten und endlose Warteschlangen an den Liften: Hier erwarten dich riesige offene Flächen, Ausblicke auf die zerklüfteten Gipfel der Rocky Mountains, zugefrorene türkisfarbene Seen und Schnee, der so leicht ist, dass du ihn einfach vom Handschuh pustest. Wir gehen zusammen alle Skigebiete durch, ich verrate dir, wo du wohnen kannst und wie du beim Skipass nicht zu viel bezahlst – und ich warne dich vor ein paar Dingen, die uns damals auf den vereisten Bergstraßen überrascht haben.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen
- Wichtigste Skizentren: Die beste Infrastruktur findest du im Banff-Nationalpark, wo das sogenannte SkiBig3-Netzwerk funktioniert (Lake Louise, Sunshine Village und Mount Norquay).
- Der beste Schnee: Alberta ist berühmt für seine trockene arktische Luft, dank der extrem leichter, luftiger Pulverschnee fällt – der sogenannte Champagne Powder.
- Saisonlänge: Hier fährt man normalerweise von Mitte November bis Ende Mai, die besten Pulverschnee-Bedingungen gibt es im Januar und Februar.
- So sparst du: Tagesskipässe kosten 130 bis 170 CAD. Wenn du länger als eine Woche fahren willst, lohnt sich der internationale IKON Pass oder der lokale SkiBig3 Pass, den du am besten schon im Herbst vor der Saison kaufst.
- Anreise und Auto: Um zwischen den Skigebieten zu pendeln, brauchst du unbedingt ein zuverlässiges Auto, idealerweise ein SUV. Lukáš und ich haben seit Langem gute Erfahrungen mit RentalCars.com gemacht, das wir überall auf der Welt nutzen. Achte unbedingt darauf, dass das Auto gute Winterreifen hat.
Warum das Skifahren in Alberta, Kanada das beste ist
Alberta ist meiner Meinung nach einfach eine andere Liga. Auch wenn Whistler im benachbarten British Columbia medial bekannter ist, kehre ich in Gedanken immer wieder hierher zurück. Das Geheimnis Albertas liegt vor allem in seiner besonderen Geografie und dem Klima. Da es im Landesinneren liegt und hier ziemlich strenge Winter mit niedriger Luftfeuchtigkeit herrschen, enthält der fallende Schnee fast kein Wasser. Das Ergebnis ist jener berühmte „Champagne Powder“, in den du eintauchst und der einfach leicht um dich herumstiebt.
Dank dieser eisigen Temperaturen hält sich der Schnee unglaublich lange in perfektem Zustand. Die Saison ist extrem lang, und es ist keine Seltenheit, dass noch im Mai oder sogar Anfang Juni am Sunshine Village oder in Lake Louise beliebte Frühlings-Skitage nur im Kapuzenpulli stattfinden. Außerdem fehlt hier der typisch europäische Stress: Die Pisten sind breit, abseits der Pisten (in den sogenannten Bowls) kannst du dich völlig frei bewegen, und Warteschlangen erlebst du höchstens an Wochenenden oder an Feiertagen.

Wann fahren und wie du in die kanadischen Rocky Mountains kommst
Die Planung einer Skireise nach Alberta erfordert etwas strategisches Denken, denn das Wetter kann hier wirklich gnadenlos sein. Der meiste Schnee fällt zwischen Dezember und Februar, aber du musst damit rechnen, dass die Temperaturen im Januar durchaus auf minus dreißig Grad Celsius sinken können. Am liebsten sind wir im März gefahren, wenn die Tage länger werden, der Frost auf angenehme minus fünf Grad nachlässt und überall noch reichlich Schnee liegt.
Am einfachsten reist du per Flug nach Calgary (Flughafencode YYC), von wo aus es bis zum Banff-Nationalpark nur neunzig Minuten Fahrt auf der sehr gut gepflegten Trans-Canada Highway sind. Günstige Flüge findest du auf Kiwi, unserem Lieblingsportal für den Vergleich aller verfügbaren Verbindungen aus Europa – Lufthansa, Condor und Co. fliegen von Frankfurt und München regelmäßig nach Kanada. Wenn du vor allem in den Norden nach Jasper zum Marmot Basin willst, ist es sinnvoller, nach Edmonton (YEG) zu fliegen, von wo aus dich rund vier Stunden Fahrt durch wunderschöne Winterlandschaft erwarten.
Wo du wohnen kannst und was es ungefähr kostet
Die Wahl der Unterkunft beeinflusst dein Budget und dein gesamtes Urlaubserlebnis erheblich. Wir haben ziemlich früh festgestellt, dass du einen Hotelkomplex direkt an der Piste wie in den französischen Alpen hier vergessen kannst. Die Nationalparks haben strenge Bauvorschriften, sodass du meist in einer der umliegenden Kleinstädte wohnst und mit dem Auto oder dem kostenlosen Skibus, der in regelmäßigen Abständen fährt, zum Berg pendelst.
Das absolute Zentrum des Geschehens ist natürlich das Städtchen Banff. Es ist voller Restaurants, Bars und Cafés und hat eine unglaubliche Atmosphäre, aber dafür zahlst du auch drauf. In Banff hatten wir eine tolle Erfahrung mit dem Moose Hotel & Suites, das beheizte Außenpools direkt auf dem Dach hat, von wo aus du einen fantastischen Blick auf die Berge hast. Wenn du Ruhe suchst und so nah wie möglich an den Pisten in Lake Louise sein willst, übernachte direkt im kleinen Dorf Lake Louise Village. Eine tolle und vor allem günstigere Alternative ist die Stadt Canmore, die knapp außerhalb der Nationalparkgrenze liegt. Von Canmore nach Banff sind es etwa zwanzig Minuten Fahrt, die Unterkünfte sind hier günstiger und du findest riesige Supermärkte. Wir persönlich wählen jetzt mit Blick aufs Budget eher Canmore. Es ist dort ruhiger, und der Morgenkaffee in den lokalen Cafés mit Blick auf die Berge Three Sisters hat einen unglaublichen Zauber. Wenn du unentschlossen bist, haben wir für dich einen eigenen Artikel Canmore vs. Banff geschrieben, in dem du einen detaillierten Vergleich findest.
Eine Woche Unterkunft in der Hauptwintersaison für zwei Personen in einem durchschnittlichen Drei-Sterne-Hotel in Banff kostet dich rund 1000 bis 1400 €. In Canmore kommst du auch unter 800 €, und mit gutem Gewissen empfehle ich dir dort die Basecamp Resorts, wo dir eine voll ausgestattete Küche und genug Platz auch für eine größere Gruppe zur Verfügung stehen. Wenn du in einer größeren Gruppe reist, halte unbedingt Ausschau nach Blockhütten oder Apartments mit eigener Küche – so sparst du enorm viel Geld beim Essen im Restaurant. Für Unterkünfte im Norden in Jasper empfehle ich, die Hotels weit im Voraus zu buchen, denn dort gibt es deutlich weniger Kapazitäten als im Süden.
6 Skigebiete in Alberta, Kanada: Wo du am besten Ski fährst
Schauen wir uns gemeinsam die konkreten Skigebiete an. In Kanada bewertet man die Pisten nicht in Blau, Rot und Schwarz wie bei uns, sondern mit den Markierungen Grün (Anfänger), Blau (Fortgeschrittene), schwarze Diamanten (schwierig) und doppelte schwarze Diamanten (nur für Experten und oft extrem steile Rinnen). Hier ist die Auswahl der besten Orte, die wir persönlich kreuz und quer befahren haben.
1. Lake Louise Ski Resort: Ikonische Ausblicke und endlose Flächen

Müsste ich mir nur einen einzigen Ort aussuchen, an dem ich den ganzen Winter verbringe, wäre es Lake Louise. Es ist ein riesiges Resort (Teil des SkiBig3-Netzwerks) mit einer Fläche von über 4250 Acres, das eine unglaubliche Vielfalt bietet. Von der Vorderseite bieten sich dir wunderschöne Ausblicke auf den zugefrorenen See und den Victoria-Gletscher, während die Rückseite (die sogenannten Back Bowls) ein Paradies für Liebhaber unpräparierten Pulverschnees ist.
Die Pisten sind hier unglaublich lang, und du findest tolles Gelände für absolute Anfänger wie auch für komplette Verrückte. In den letzten Jahren haben sie verpflichtende Online-Reservierungen für den Parkplatz eingeführt (besonders an Wochenenden), also vergiss das auf keinen Fall, sonst lassen sie dich gar nicht auf den Parkplatz und du musst die Auffangparkplätze im Dorf nutzen.
2. Sunshine Village: Paradies auf der kontinentalen Wasserscheide

Das Resort Banff Sunshine liegt hoch in den Bergen und hat von allen Zentren absolut den besten und zuverlässigsten Schnee, von dem hier jährlich stolze rund neun Meter fallen. Du kommst mit einer langen Gondelbahn vom Parkplatz nach oben und findest dich dort in einem riesigen Kessel wieder, der genau auf der Grenze der Provinzen Alberta und British Columbia liegt. So kannst du direkt auf der kontinentalen Wasserscheide Ski fahren.
Die meisten Pisten liegen oberhalb der Baumgrenze, sodass du ein Gefühl absoluter Freiheit hast. Für Experten gibt es hier die berühmte Zone Delirium Dive, in die man dich nur mit Lawinenverschütteten-Suchgerät und Schaufel lässt. Sunshine ist an sonnigen Tagen absolut fantastisch, aber wenn Nebel aufzieht (der sogenannte Whiteout), verlierst du sehr schnell die Orientierung.
3. Mount Norquay: Das älteste und am nächsten zur Stadt Banff

Wenn du direkt in Banff wohnst und keine Lust hast, irgendwohin weit zu fahren, ist Norquay nur etwa zehn Minuten Fahrt vom Zentrum entfernt, über eine kurvige Bergstraße. Es gehört ebenfalls zum SkiBig3-Netzwerk, und auch wenn es von allen drei Zentren mit Abstand das kleinste ist, hat es seinen unverwechselbaren Charme. Es ist eigentlich so ein Hausberg der Einheimischen mit richtig steilen Pisten, auf denen oft Profi-Skifahrer trainieren.
Ein riesiger Vorteil von Norquay ist das Nachtskifahren. Die Pisten sind wunderschön beleuchtet, die Skipässe für den Abend sind sehr günstig, und außerdem hast du von hier aus Banff wie auf dem Präsentierteller – die nächtlich beleuchtete Kleinstadt im Tal ist ein zauberhafter Anblick, für den sich ein Halt lohnt.
4. Marmot Basin in Jasper: Ruhe und leere Pisten

Während Banff aus allen Nähten platzt, ist der Jasper-Nationalpark, der ein paar Stunden weiter nördlich entlang des berühmten Icefields Parkway liegt, deutlich ruhiger. Marmot Basin bietet rund 1675 Acres Gelände, und ich persönlich liebe es. Leere Pisten, freundliches Personal und Schnee, der hier vielleicht noch trockener ist als in Banff.
Das Resort wird nach und nach modernisiert und ist die ideale Wahl für alle, die den Menschenmassen entfliehen wollen. Interessant ist, dass Marmot Basin seit Kurzem Teil des globalen IKON-Pass-Programms ist – wenn du diesen Pass also hast, empfehle ich dir auf jeden Fall, einen Ausflug nach Jasper einzuplanen.
5. Castle Mountain Resort: Ein verstecktes Juwel im Süden

Dieses Skigebiet liegt in keinem Nationalpark, sondern im abgelegenen Süden Albertas, nicht weit von der US-Grenze. Castle Mountain ist die Definition von rauem, kommerziell unverdorbenem kanadischem Skifahren. Es ist Teil keiner großen Allianzen und Kombi-Pässe, du triffst hier keine Massen internationaler Touristen, und die Atmosphäre ist wunderbar familiär.
Dieser Berg hat den Ruf eines echten Pulverparadieses – und das zu Recht. Das Gelände ist steil, es fallen Tonnen von Schnee, und außerdem betreiben sie hier Cat-Skiing, also die Fahrt mit der Pistenraupe ins freie Gelände, auf die Lukáš und ich uns bisher noch nicht getraut haben, die aber auf unserer imaginären Liste steht. 😁 Halt hier an, wenn du dir in Calgary ein Auto mietest und das echte lokale Skifahren ohne unnötigen Luxus drumherum erleben willst.
6. Nakiska in Kananaskis: Familien-Stopp nahe Calgary

Nakiska entstand ursprünglich für die Olympischen Winterspiele 1988 und liegt im Gebiet Kananaskis Country, rund eine Stunde Fahrt vom Flughafen Calgary. Die meisten Pisten führen durch den Wald und sind perfekt vor starkem Wind geschützt. Das Personal vor Ort kümmert sich sorgfältig um die Pistenpräparierung, wenn du also frisch präparierten Morgen-Cord liebst, bist du hier genau richtig.
Es ist kein riesiges Resort für einen Wochenurlaub, wir sind meist nur für einen Einstiegstag hergefahren. Es ist auch ein idealer Ort, wenn du mit kleinen Kindern reist, denn die Orientierung am Hang ist sehr einfach und die Pisten sind angenehm breit und übersichtlich.
Karte mit Sehenswürdigkeiten fürs Handy
Skipässe, SkiBig3 und wie du mit dem IKON Pass sparst
Skifahren in Nordamerika ist teuer, das brauchen wir uns nicht schönzureden. Den Skipass in letzter Minute am Schalter zu kaufen, ist das Schlimmste, was du für deine Geldbörse tun kannst. In der Saison 2026 bewegen sich die Preise für Tagesskipässe in den großen Zentren zwischen 130 und 170 CAD pro Person (rund 90 bis 120 €). Zum Glück gibt es sogenannte Kombi-Pässe, die dir beträchtliche Summen sparen.
Die Basis ist der SkiBig3 Pass, der gemeinsam für Lake Louise, Sunshine und Norquay gilt. Du kannst ihn für mehrere Tage kaufen und jeden Tag selbst entscheiden, in welches der drei Resorts du fährst. Toll ist, dass du dazu auch den Transport mit den Skibussen aus Banff kostenlos bekommst – lass das Auto also im Hotel.
Wenn du mehr als sieben Tage fahren willst oder den Besuch Albertas mit weiteren Resorts verbinden möchtest, überlege dir den Kauf des IKON Pass. Er kostet üblicherweise rund 1199 USD (er wird immer im Frühjahr oder Sommer vor der Saison gekauft) und umfasst bis zu sieben Tage in SkiBig3 und weitere sieben Tage im Marmot Basin, plus Zugang zu fünfzig weiteren Resorts weltweit. Wenn du ins kanadische Whistler in British Columbia fahren willst, nutzt du dort dagegen den konkurrierenden Epic Pass.
Skifahren mit Kindern in den kanadischen Rockies
Jonáš ist zum Skifahren noch zu klein, aber ich weiß jetzt schon, wohin ich ihn eines Tages mitnehmen werde. Kanada ist nämlich Familien mit Kindern gegenüber ungemein aufgeschlossen. Kinder bis fünf Jahre fahren meist in Begleitung eines zahlenden Erwachsenen völlig kostenlos, in manchen Aktionszeiträumen und mit bestimmten Skipass-Typen fahren sogar Kinder bis zwölf Jahre gratis. Für Familien würde ich am ehesten das Sunshine Village empfehlen, wo es eine riesige und sichere Kinderzone gibt und die Hauptpisten breit und übersichtlich sind. Jedes Resort hat seine eigene Skischule mit englischsprachigen Skilehrern, die sehr freundlich und den Umgang mit kleinen Anfängern gewohnt sind.
Was tun, wenn dir die Beine wehtun: Langlauf und Schneeschuhe
Nicht jeder will sieben Tage am Stück auf den Pisten verbringen. Wenn du dich ausruhen willst, leih dir Langlaufski oder Schneeschuhe. Die kanadischen Nationalparks haben Hunderte Kilometer präzise gepflegter Loipen. Wir sind am häufigsten auf den Pipestone Trails nahe Lake Louise gelaufen, wo sich die Strecken zwischen verschneiten Bäumen und Tälern hindurchschlängeln.
Schöne Strecken für Langlauf und Fatbikes (Räder mit dicken Reifen für den Schnee) findest du auch in unmittelbarer Nähe der Stadt Banff im Gebiet namens Banff Cross-Country Area. Ein unvergessliches Erlebnis ist auch das Schlittschuhlaufen auf dem zugefrorenen Lake Louise, wo im Januar eine riesige Eisburg gebaut wird und du direkt neben den zugefrorenen Gletschern heiße Schokolade trinken kannst.
Was du nach dem Skifahren probieren solltest: Kanadisches Après-Ski
Das europäische Après-Ski mit Tanzen auf den Tischen findest du hier zwar nicht, aber die kanadische Gastronomie kommt nach einem Tag in der Kälte unglaublich gelegen. Was musst du unbedingt probieren?
- Poutine: Der krönende Abschluss der kanadischen ungesunden Küche. Das sind Berge von Pommes, bestreut mit Käsestücken (Cheese Curds) und komplett übergossen mit heißer brauner Soße (Gravy). Die beste gibt es bei Banff Poutine oder in der Eddie Burger Bar.
- AAA Alberta Beef: Alberta ist berühmt für seine Ranches, und die hiesigen Rindersteaks gehören zu den besten der Welt. Kehr in eines der besseren Restaurants an der Banff Avenue ein.
- Caesar-Cocktail: Die kanadische Version des Bloody Mary. Statt Tomatensaft wird Clamato verwendet (eine Mischung aus Tomatensaft und Muschelbrühe). Es klingt furchtbar, aber den salzig-pikanten Glasrand mit Sellerie und einem Stück Speck wirst du schnell lieben.
- Lokales Bier: Direkt an der Hauptstraße in Banff sitzt die tolle Brauerei Banff Ave Brewing Co, wo wir abends zur Verkostung ihrer Bierspezialitäten hingegangen sind.
Praktische Infos und Sicherheit für die Saison 2026
Lade dir vor der Reise unbedingt eine eSIM auf dein Handy, damit du schon am Flughafen Internet hast. Nutzen kannst du über unseren Link Holafly mit unbegrenztem Datenvolumen. Vergiss auch eine gute Reiseversicherung mit Zusatzschutz für extreme Wintersportarten nicht. Für kürzere Reisen wählen Lukáš und ich eine Versicherung mit Wintersport-Deckung, für die längeren verlassen wir uns auf Anbieter wie True Traveller oder SafetyWing.
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Oft werden wir zu wilden Tieren und Bären gefragt. In den Wintermonaten halten sowohl Grizzlybären als auch Schwarzbären tief in den Wäldern Winterschlaf, sodass es wirklich überflüssig ist, ein Bärenspray (Bear Spray) mit auf die Piste zu nehmen. Du kannst aber riesige Elche oder Rentiere treffen, die manchmal auch an den Rändern der Städtchen umherstreifen.
Sicherheit am Steuer und Fahren im Winter
Das Fahren in den kanadischen Bergen im Winter erfordert großen Respekt. Die Straßen durch die Nationalparks werden zwar mit Splitt gestreut, aber oft liegt darauf eine dicke Schicht festgefahrenen Schnees oder unsichtbares Blitzeis. Anders als im benachbarten British Columbia schreibt Alberta Winterreifen nicht flächendeckend gesetzlich vor, aber in den Nationalparks und auf den Bergpässen sind sie einfach ein Muss. Als wir zum ersten Mal bei einem ordentlichen Schneesturm auf dem Icefields Parkway gefahren sind, haben wir ganz schön geschwitzt – also unterschätze gute Reifen wirklich nicht.
Bestehe bei der Übernahme des Mietwagens immer darauf, dass du ein Auto mit guten Winterreifen brauchst, gekennzeichnet mit dem Schneeflocken-Symbol, im schlechteren Fall zumindest M+S (Mud and Snow). Ein SUV mit 4×4-Antrieb ist für diese Bedingungen eindeutig die beste Wahl. Halte im Auto immer mindestens einen halb vollen Tank, eine Decke und eine Kleinigkeit zu essen bereit, falls sie wegen Lawinengefahr oder eines Unfalls die Straße sperren sollten.
Wohin als Nächstes
Und wenn Kanada dein Herz genauso erobert hat wie unseres, wirf auch einen Blick auf unsere weiteren Guides:
- Kompletter Guide zum Banff-Nationalpark
- Wo übernachten: Canmore vs. Banff
- Guide zum Jasper-Nationalpark
- Skifahren in British Columbia: Whistler
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Ist Skifahren in Kanada schwieriger als in Europa?
Die Pisten selbst sind nicht schwieriger, eher im Gegenteil. Sie sind breiter, leerer und der Schnee ist dank der niedrigen Temperaturen sehr langsam und verzeiht Fehler. Anspruchsvoller kann das Fahren im freien Gelände und der Umgang mit extremer Kälte sein.
Was kostet die Leihe einer Skiausrüstung?
Ein komplettes Ski- oder Snowboard-Set für einen Tag kostet etwa 45 bis 60 CAD (30 bis 40 €). Verleihe findet man sowohl direkt in den Resorts als auch günstiger in den Städtchen Banff und Canmore.
Kann ich mit meinem deutschen Führerschein ein Auto mieten?
Für das Fahren in Kanada benötigen Sie zusätzlich zum deutschen Führerschein einen internationalen Führerschein. Diesen können Sie bei der zuständigen Behörde in Deutschland für eine geringe Gebühr beantragen. Ohne ihn wird Ihnen die Autovermietung wahrscheinlich kein Fahrzeug aushändigen.
Besteht in Alberta Lawinengefahr?
Innerhalb der gesicherten Pisten ist das Risiko minimal, das Personal sorgt durch kontrollierte Sprengungen für Sicherheit. Wenn Sie sich jedoch ins sogenannte Backcountry (freies Gelände außerhalb der markierten Grenzen des Resorts) begeben, sind Lawinenausrüstung und entsprechende Kenntnisse absolut notwendig.
Welche Kleidung sollte ich einpacken?
Der Schlüssel ist das Zwiebelprinzip. Vergessen Sie eine dicke Jacke, nehmen Sie lieber hochwertige Funktionsunterwäsche aus Merinowolle, eine warme mittlere Isolationsschicht und eine Goretex-Jacke, die winddicht ist. Die Temperaturen können schnell fallen. Vor allem sollten Sie warme Halswärmer und Fäustlinge nicht vergessen – die retten Sie, wenn auf dem Sessellift eisiger Wind zu blasen beginnt.
Muss ich in Restaurants und Bars Trinkgeld geben?
Ja, Trinkgeld (Tips) ist in Kanada, ähnlich wie in den USA, ein wesentlicher Bestandteil des Gehalts von Kellnerinnen und Kellnern. Standard ist es, 15 bis 20 Prozent der Gesamtrechnung zu hinterlassen.
Sind die Resorts auf Skiern miteinander verbunden wie in den Alpen?
Nein, jedes der genannten Resorts liegt auf einem eigenen Berg oder in einem anderen Tal. Zwischen Skigebieten wie Lake Louise und Sunshine Village müssen Sie sich immer mit dem Auto oder einem speziellen Skibus fortbewegen, Luftlinie liegen sie Dutzende Kilometer voneinander entfernt.
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