Die beste Kamera für Blogger – wie du die richtige wählst

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TL;DRDie eine perfekte Kamera für Reiseblogger gibt es nicht – die Wahl hängt vom Gewicht, dem Bedarf an Wechselobjektiven und der Videofunktion ab. Bei den Kompaktkameras ohne Wechselobjektiv stechen die Fujifilm X100F (rund 1000 Euro) für Lifestyle- und Street-Fotografie sowie die Canon PowerShot G7 X Mark II (rund 560 Euro) hervor, die auch für Videos beliebt ist. Einsteiger, die Wechselobjektive nutzen möchten, greifen am besten zur Sony Alpha A6000 (rund 480 Euro) oder zur Nikon D3500 (rund 520 Euro), Fortgeschrittene zur Fujifilm X-E3 oder Canon EOS 80D. Online gekaufte Kameras kannst du innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen zurückgeben, sodass du sie zuhause in Ruhe ausprobieren kannst, bevor du dich entscheidest.

Wir alle wissen, wie wichtig gute Fotos beim Bloggen sind. Doch wie findest du die beste Kamera für Blogger, wenn die Auswahl auf dem Markt schier unüberschaubar ist? Dazu kommt: Eine Kamera ist keine günstige Investition – und niemand möchte einen Monat später bereuen, falsch gewählt zu haben. Also, welche Kamera soll es sein?

Hinweis: Ich bin kein Experte und erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Dieser Leitfaden entstand auf Basis meiner eigenen, monatelangen Recherche. Ich verzichte bewusst auf Foto-Fachjargon und versuche, alles so zu erklären, dass es wirklich jeder versteht.

Warum ich meiner Spiegelreflexkamera den Rücken gekehrt habe

Meine Canon 6D war eine echte Liebesgeschichte – ich war rundum zufrieden mit ihr, und genau deshalb hatte ich am meisten Angst, beim Kauf einer neuen Kamera einen Fehler zu machen. Ich wollte auf keinen Fall einen Rückschritt machen. Jetzt fragst du dich vielleicht: Warum überhaupt wechseln?

Zu meiner Canon hatte ich eine ganze Schublade voller Zubehör – Objektive, Blitze, alles Mögliche. Doch als wir anfingen zu reisen, wurde mir schnell klar, dass das keine ideale Kombination war: Kamera plus Ausrüstung wog mehrere Kilogramm!

Selbst wenn ich „leicht“ reiste und nur die Kamera mit einem Objektiv dabei hatte, schmerzten mir danach die Schultern – und mir wurde klar, dass die Zeit für einen Wechsel gekommen war (und das tat mir fast ein bisschen leid). Die Canon 6D ist unter Fotografen eine Legende, und die neuere Version ist wirklich beeindruckend. Aber für das Reisen, für das tägliche Schleppen als Bloggerin, ist sie eine Legende mit dem Beinamen „Qual“.

Spiegelreflexkameras liefern fantastische Bilder, und es gibt Blogger und Reisende, die schwören, dass nichts sie ersetzen kann. Ich gehörte selbst lange dazu – also kann ich das gut verstehen. Für Blogger sollte heute aber die klare Wahl eine Systemkamera (Mirrorless) oder eine hochwertige Kompaktkamera sein. Und wie ich dir am Ende des Artikels zeige, lassen sich auch mit dem Smartphone tolle Fotos machen.

Wie du die richtige Kamera für den Alltag wählst

Ich verrate es dir gleich: Es gibt nicht die eine perfekte Kamera für alle Blogger. Eine Universalantwort existiert nicht – aber wenn du dir die folgenden Fragen ehrlich beantwortest, kommst du deinem persönlichen Ideal sehr nahe.

Wie willst du die Kamera nutzen?

  • Gewicht der Kamera

Wenn du eine Kamera für den täglichen Einsatz suchst, wird das Gewicht eines deiner wichtigsten Kriterien sein. Niemand möchte in der Stadt oder auf Reisen etwas mit sich tragen, das die Handtasche in ein Trainingsgewicht verwandelt. Wenn du allerdings über Kochen oder Kosmetik bloggst, spielt das Gewicht eine weniger große Rolle.

  • Brauchst du wechselbare Objektive?

Das ist eine Frage, die du für dich selbst beantworten musst. Eine Kamera mit Wechselobjektiven hat klare Vorteile: Du kannst dir ein Porträtobjektiv zulegen, ein Teleobjektiv für Tiere oder ein Weitwinkelobjektiv für Landschaften. Es heißt, dass die Qualität des Objektivs wichtiger ist als das Gehäuse – und da ist viel Wahres dran. Allerdings summieren sich die Kosten: Ein gutes Objektiv ist eine Investition von mehreren Hundert bis zu mehreren Tausend Euro.

Kleiner Tipp: Wenn du dich für eine Kamera mit Wechselobjektiv entscheidest, ist es in 90 % der Fälle besser, nur das Gehäuse zu kaufen und das Objektiv separat auszuwählen. Warum? Das Kit-Objektiv, das zusammen mit dem Gehäuse verkauft wird, ist meistens das Schlechteste, was du an deine Kamera schrauben kannst. Wenn du nicht vorhast, in Objektive zu investieren, greif lieber zu einer Kamera ohne Wechselobjektiv wie der Canon G7X oder der Fujifilm X100F.

Wenn du dir eine Kamera mit Wechselobjektiv zulegst, schau dir unbedingt Verfügbarkeit und Preise des Zubehörs der jeweiligen Marken an. Ja, ein qualitativ gleichwertiges Objektiv kann bei einer Marke dreimal so viel kosten wie bei einer anderen. Es lohnt sich auch, auf Gebrauchtkauf-Plattformen wie eBay Kleinanzeigen zu schauen – Canon-Zubehör ist dort oft deutlich leichter zu finden als Sony-Objektive.

Empfehlungen: Kompaktkameras ohne Wechselobjektiv

Fujifilm X100F – ca. 1.000 €

Wenn ich zur einer Kamera ohne Wechselobjektiv greifen würde, wäre es wahrscheinlich genau diese – mit einem 35-mm-Objektiv. Sie ist schlicht fantastisch, wenn du dich hauptsächlich auf Lifestyle-Fotos und Street Photography konzentrierst.

CANON PowerShot G7 X Mark II – ca. 550 €

Diese Kamera ist großartig fürs Filmen, liefert aber auch ohne viel Aufwand hervorragende Fotos.

Beliebte Kameras mit Wechselobjektiv unter Bloggern

1) Für Einsteiger

  • Nikon D3500 – ca. 500 €
  • Fujifilm X-F10 – ca. 400 €
  • Sony A5100 – ca. 400 €
  • Sony Alpha A6000 – ca. 470 €
  • Olympus E-M10 – ca. 670 €

2) Für alle, die mehr aus ihrer Kamera herausholen wollen

  • Fujifilm X-E3 – ca. 900 €
  • Canon EOS 80D – ca. 1.100 €

3) Wenn das Budget keine Rolle spielt

  • Sony Alpha a7S II – ca. 2.700 €
  • Sony Alpha a9 – ca. 4.200 € (Luckys Traumkamera 😊)

Welche Objektive lohnen sich?

Festbrennweiten (Objektive ohne Zoom) haben eine feste maximale Blende und Brennweite – das führt zu schärferen, qualitativ hochwertigeren und professioneller wirkenden Fotos.

1) Objektiv für Porträts

Die meisten starten mit einem 50mm f/1.8 – dieses Objektiv zaubert wunderschöne Porträts mit schön unscharfem Hintergrund (Bokeh). Bei größeren Gruppen oder Landschaftsaufnahmen kann es aber eng werden, weil du dann zu weit zurücktreten müsstest, um alles ins Bild zu bekommen. Für Porträts ist es jedoch ideal.

2) Objektiv für Street- und Fashion-Fotografie

Ein weiterer Klassiker ist das 35mm f/2. Damit gelingen sowohl tolle Lifestyle-Aufnahmen als auch Street-Fotos.

3) Objektiv für Landschaften

Wer sich auf Landschaftsfotografie konzentrieren möchte, greift wahrscheinlich zu einem Weitwinkelobjektiv. Das kann ein Zoom sein, zum Beispiel 16–35 mm, oder eine Festbrennweite wie 16 mm oder 28 mm. Das sind nur Richtwerte – jede Marke hat leicht abweichende Größen. Je kleiner die Zahl, desto mehr passt ins Bild. Sehr niedrige Brennweiten erzeugen allerdings auch die stärkste Verzerrung. Ich persönlich fotografiere Landschaften am liebsten mit 28 mm, weil 16 mm für meinen Geschmack zu stark verzerrt.

Willst du mit der Kamera auch Videos drehen?

Wenn du eine Kamera sowohl zum Fotografieren als auch zum Filmen nutzen möchtest, schränkt sich deine Auswahl etwas ein. Überleg dir: Filmst du vom Stativ, nimmst du Bewegungen auf, oder möchtest du dich auch selbst beim Laufen filmen?

Wenn du nur vom Stativ filmst – zum Beispiel als Beauty- oder Lifestyle-Bloggerin – kommt dafür eigentlich jede Kamera infrage.

Wenn du aber auch ohne Stativ filmen möchtest, wird die Bildstabilisierung wichtig. Und wenn du dich auch beim Gehen selbst aufnehmen willst, ist ein Klappdisplay ein echtes Plus.

Unter Bloggern gilt die CANON PowerShot G7 X Mark II als absolute Empfehlung – sie überzeugt nicht nur mit tollem Video, sondern auch mit beeindruckenden Fotos. Wir kennen Leute, die sie ursprünglich nur zum Filmen gekauft haben und am Ende komplett auf ihre Spiegelreflexkamera verzichtet haben.

Eine weitere starke Wahl ist die kompakte und leichte Systemkamera Sony Alpha A5100, die Experten als Garant für „optimale Leistung“ bezeichnen. Sie ist zudem die kleinste und leichteste Kamera mit Sony-E-Wechselobjektiven und eingebautem Blitzgerät weltweit.

Ebenfalls für alle Arten von Videos gut geeignet ist die Canon EOS 200D.

Bedienung und Ergonomie

Vielleicht denkst du, du gewöhnst dich schon an die Bedienung – das stimmt grundsätzlich. Bei manchen Kameras lassen sich sogar die Tasten individuell belegen. Trotzdem kann es passieren, dass du dich trotz allem nie wirklich mit einer Kamera anfreundest.

Nutze das 14-tägige Rückgaberecht

Wenn du eine Kamera online kaufst, hast du gesetzlich 14 Tage lang das Recht, sie ohne Angabe von Gründen zurückzusenden – das gilt beim Kauf im stationären Handel nicht. Wenn du merkst, dass dir die Bedienung überhaupt nicht liegt, ist die Rückgabe ganz unkompliziert. Natürlich kannst du vorher einen Händler in deiner Nähe aufsuchen, um die Kamera in die Hand zu nehmen (das ist definitiv empfehlenswert, wenn du die Zeit hast) – aber glaub mir: Probleme mit der Bedienung fallen oft erst zu Hause auf.

Kann man mit dem Smartphone gute Fotos machen?

Ja, absolut! Das iPhone oder aktuelle Android-Flaggschiffe wie ein Samsung Galaxy liefern heute hervorragende Fotos. Wer eine günstigere Alternative sucht, kann auch mit einem Mittelklasse-Gerät mit guter Kamera tolle Ergebnisse erzielen. Die Fotos weiter unten wurden übrigens alle mit dem Smartphone aufgenommen. Gute Fotos hängen nämlich heute nicht mehr allein von der Kamera ab – auch die Nachbearbeitung spielt eine große Rolle. Wie du Fotos in Lightroom professionell bearbeitest, erfährst du hier.

Kauf nicht bei unseriösen Shops, nur um ein paar Euro zu sparen

Nach einigen unangenehmen Erfahrungen habe ich entschieden, diesen Abschnitt in den Artikel aufzunehmen. Wie alle anderen suche auch ich im Internet nach den besten Preisen und bestelle dort, wo es am günstigsten ist – aber nicht bei Technik. Das ist für mich eine zu große Investition, deshalb kaufe ich nur bei vertrauenswürdigen Händlern, wo ich weiß, dass Reklamationen kein Problem sind und der Shop nicht plötzlich offline geht.

Langwierige Reklamationsprozesse sind ein Albtraum – nach schlechten Erfahrungen mit kleinen Online-Shops gehe ich dieses Risiko nicht mehr ein. Ich kaufe Elektronik deshalb grundsätzlich nur dort, wo ich im Zweifelsfall auch persönlich hingehen kann.

Für deutschsprachige Käufer empfehle ich, bei etablierten Händlern wie Amazon, MediaMarkt oder Saturn zu kaufen – alle mit zuverlässigem Rückgabe- und Reklamationsservice. Wer gerne gebrauchte Kameras kauft, ist auf eBay Kleinanzeigen oder bei spezialisierten Foto-Händlern wie Calumet gut aufgehoben.

Ich empfehle dir grundsätzlich, online zu bestellen, damit du von deinem 14-tägigen Rückgaberecht Gebrauch machen kannst, falls die Kamera doch nicht das Richtige für dich ist.

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Lies auch, wie du Lightroom-Presets für eine einfache Fotobearbeitung nutzt, wie du einen Blog startest oder wie viel Influencer verdienen.

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21 Weihnachtsgeschenke für Reisende 2018

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TL;DRDieser Beitrag liefert 21 Geschenkideen für Reisefans aus dem Jahr 2018, von kleinen Mitbringseln für ein paar Euro bis zu Anschaffungen für mehrere hundert Euro. Zu den empfohlenen Produkten zählen die Reise-Kaffeemaschine Aeropress, der E-Book-Reader Kindle Paperwhite, das Fitnessarmband Fitbit Charge 2, ein Lederrucksack von Bagind, die Powerbank Ravpower RP-PB095 mit 20000 mAh Kapazität, ein Handgepäckkoffer mit den Maßen 55x40x20 cm sowie das Buch The Travel Book mit 850 Bildern und 230 Ländern. Zu jedem Tipp verraten die Autoren, für wen sich das Geschenk eignet und wo du es kaufen kannst, etwa bei Alza, 4camping oder Zoot.
Weihnachtsgeschenke für Reisende

Hast du Freunde oder Familienmitglieder, die am liebsten die ganze Welt bereisen – und du weißt einfach nicht, was du ihnen schenken sollst? Dann bist du hier genau richtig: Wir haben unsere besten Geschenkideen für Reisende zusammengestellt – Dinge, die wir selbst lieben oder uns sehnlichst wünschen. Natürlich passt nicht alles für jeden: Wer nicht campt, braucht kein Camping-Gadget, und ein pinker Polaroid wird kaum jeden Mann begeistern.

Das wissen wir natürlich – deshalb haben wir bei jedem Tipp dazugeschrieben, für wen er sich eignet. Und damit auch unsere Liebsten wissen, was wir uns wünschen, haben wir ehrlich vermerkt, was wir davon schon besitzen. Die Geschenkideen reichen von wenigen Euro bis hin zu mehreren Hundert Euro.

Zu jedem Tipp findest du auch einen Link, wo du das Produkt am besten kaufst. Weihnachtsgeschenke kaufen wir am liebsten online – am besten bei Shops, bei denen Rücksendungen unkompliziert möglich sind, zum Beispiel bei Amazon oder großen Outdoor-Händlern.

1) Reisekaffeemaschine – Aeropress

  • Wo du den Aeropress kaufst: Alza.cz
  • Für wen geeignet: Für jeden Reisenden, der guten Kaffee liebt
  • Haben wir ihn? Nein – aber er ist schon zu Weihnachten bestellt 🙂
  • Zum Aeropress empfehlen wir außerdem eine Reisemühle und guten Reisekaffee dazu zu bestellen.

Wir sitzen gerade in unserem kleinen Häuschen am Strand auf Koh Samui – und leiden. Aeropress-Filterpapiertüten sind hier einfach nicht aufzutreiben. Wir sind mittlerweile so verzweifelt, dass wir Instant-Kaffee gekauft haben. Obwohl Thailand eine günstige Destination ist, zahlt man im Restaurant für Kaffee relativ viel – besonders wenn man das übersüßte Zeug dort nicht trinken möchte. Ein Aeropress würde all unsere Sorgen lösen.

Aeropress Kaffee auf Reisen

2) Das Reisebuch, auf das alle neidisch sind

Letztes Weihnachten hat mich mein Vater mit einem wunderschönen Buch überrascht: The Travel Book. Ich konnte es erst ein paar Tage nach Weihnachten in Ruhe durchblättern, weil es ständig jemand in der Hand hielt. Seitdem lag es bei uns zu Hause auf dem Wohnzimmertisch – und ich konnte mich genauso wenig davon losreißen wie jeder unserer Gäste. Es enthält 850 Fotos und 230 Länder – und die Fotografien sind wirklich fantastisch.

the travel book
  • Wo kaufen? Am besten im gut sortierten Buchhandel oder online über Book Depository – mit kostenlosem Versand weltweit.
  • Für wen geeignet: Dieses Buch ist ein Geschenk für jeden, der wunderschöne Fotografien liebt. Am besten schenkt man es jemandem, der gerade eine feste Adresse hat – wer ständig unterwegs ist, kann es kaum genießen.
  • Haben wir es? JA.
Welche weiteren Bücher würden wir empfehlen? Wer Städte liebt, dem gefällt auch The Cities Book oder The Ultimate Travelist: The 500 Best Places on the Planet von Lonely Planet.

3) Hörbücher und E-Books über Reisen

Ich bitte meine Freunde und Familie immer, mir keine gedruckten Bücher zum Lesen zu kaufen – außer es sind Fotobücher. Viel lieber bekomme ich Hörbücher oder E-Books für meinen Reader.

Hörbuch

Reiselektüre als Hörbuch oder E-Book:

Für deutschsprachige Reisefans gibt es eine riesige Auswahl – von klassischen Reiseberichten bis hin zu modernen Abenteuergeschichten. Schau dich einfach auf Audible oder Thalia nach den aktuellen Reisetiteln um und such dir etwas, das zum Geschmack deines Liebsten passt. Sehr unterhaltsam und dabei tatsächlich lehrreich sind zum Beispiel Bücher von Reisebloggern oder Abenteuerreisenden wie Stefan Loose, Klaus Kleber oder auch Klassiker wie Bruce Chatwin.

  • Für wen geeignet: Für alle, die längere Reisen unternehmen und gerne Hörbücher hören oder Podcasts lauschen – bzw. einen E-Reader besitzen, wenn du ein E-Book schenkst.
  • Haben wir sie? Ja.

Hörbuch für sehr lange Reisen:

Das hier ist kein Reisebuch im klassischen Sinne – aber es ist großartig und hält sehr lange vor. Falls dein Freund oder deine Freundin Apple-Fan ist, stehen die Chancen gut, dass er oder sie es auch liebt: Steve Jobs von Walter Isaacson ist wohl die beste Biografie, die ich je „gelesen“ – oder in diesem Fall gehört – habe.

4) Du weißt, wohin die Reise geht? Schenk eine Karte oder einen Reiseführer

Wir planen selten Tage im Voraus, aber wir informieren uns gerne über die Geschichte von Orten, erkunden Möglichkeiten und versuchen vor allem, mögliche Probleme auf der Route zu kennen. Besonders in Asien und Afrika kann man schnell Opfer eines Betrugs werden – in guten Reiseführern stehen solche Hinweise. Wer die Landessprache oder Englisch nicht gut beherrscht, dem erleichtert ein deutschsprachiger Reiseführer das Leben enorm.

Lonely Planet Reiseführer

Ich muss aber sagen: Manche Reiseführer taugen nicht viel – zum Beispiel, wenn sie zu oberflächlich sind. Ein Reiseführer über den gesamten Westen der USA bringt wenig, weil es dort einfach zu viel zu sehen gibt. Besser ist es, sich auf einzelne Regionen oder Bundesstaaten zu konzentrieren. Wir hatten zum Beispiel tolle Lonely-Planet-Bücher zu Hawaii und Alaska.

  • Die größte Auswahl findest du auf Martinus.cz oder im gut sortierten Buchhandel wie Thalia oder Amazon
  • Für wen geeignet: Für alle, die gerne planen und Wissenswertes über Länder und Kulturen entdecken wollen
  • Was wir noch nicht haben: Mexiko, Lateinamerika, Vietnam, Myanmar, Kenia usw.

5) Der beste Freund des Bücherwurms – ein E-Reader

Weil wir gerade beim Thema Bücher sind: Lukas und ich schwören auf unsere E-Reader. Jedes Jahr lese ich dutzende Bücher auf meinem Kindle – und er reist überall mit. Ja, auch ich war früher ein Fan von gedruckten Büchern. Aber wie viele davon lassen sich wirklich auf Reisen mitnehmen?

  • Welchen kaufen: Ich empfehle den Kindle Paperwhite – er hat ein beleuchtetes Display und lässt sich auch bei Sonnenlicht gut lesen
  • Wo kaufen: Am besten direkt bei Amazon
  • Haben wir ihn?: Ja, jeder von uns hat einen
Amazon Kindle Paperwhite

6) Hochwertiges Handgepäck

Wenn du jemandem aus der Familie etwas schenken willst und merkst, dass sein Koffer oder Rucksack ordentlich in die Jahre gekommen ist – hier sind ein paar Tipps. Einen Trekkingrucksack würden wir nur nach Absprache kaufen, da man ihn unbedingt anprobieren sollte. Was aber wirklich jeder Reisende schätzt, ist ein hochwertiges Handgepäckstück. Dabei liegt der Fokus auf dem Wort hochwertig – niemand will Handgepäck mit schlechten Rollen oder das unnötig schwer ist.

American Tourister Kabinentrolley

Wir empfehlen zwei Marken: Das günstigere American Tourister und das hochwertigere Samsonite. Beide bieten standardmäßig eine lebenslange Garantie auf die Rollen. Alternativ kann man auch zu einer speziellen Reisetasche von Osprey oder Ferrino greifen.

Reisetasche Ferrino

Wie wählt man die richtige Größe?

Airlines reduzieren die erlaubten Handgepäckmaße immer weiter – deshalb empfehle ich, zur kleinstmöglichen Variante zu greifen (55x40x20 cm), insbesondere wenn dein Freund oder deine Freundin oft mit Billigfliegern unterwegs ist. Achte auch auf das Gewicht: Je leichter, desto besser.

  • Wo kaufen? American-Tourister-Koffer gibt es hier. Samsonite-Koffer ebenfalls online. Die Ferrino Tikal 40 Reisetasche gibt es bei 4camping.
  • Für wen geeignet: Für alle Reisenden – außer diejenigen, die zum Beispiel mit nur 7 kg ohne Handgepäck unterwegs sind.
  • Haben wir es? Wir haben fast alle Koffer von American Tourister, kämpfen aber seit letztem Jahr mit einem Handgepäckstück, das wegen der Rollen manchmal zu groß wird – ein neues ist geplant.

7) Kofferorganizer

Dieses Jahr habe ich zum ersten Mal Organizer in meinem Rucksack – und ich bin begeistert. Kein Wühlen mehr: Ich nehme einfach den Organizer mit der Hose oder der Unterwäsche heraus, je nachdem, was ich gerade brauche. Auch Lukas, der ein wahrer Experte im Packen ist, schielt schon neidisch auf so etwas Ähnliches.

  • Wo kaufen? Ein hochwertiges Organizer-Set findest du online. Wenn du lieber einzelne Organizer kaufst, schau dir diesen Link an. Günstigere Sets gibt es auch bei Amazon.
  • Für wen geeignet: Für jeden Reisenden – sowohl für Rucksäcke als auch für Koffer
  • Haben wir sie? Ja, aber nur ein geliehenes Set von meiner Mutter, die es bei Tchibo gekauft hat (momentan leider nicht im Sortiment)
Kofferorganizer für Reisen

8) Hochwertiges Outdoor-Kleidung

Wer zeltet, wandert oder Rad fährt, weiß genau, wie sehr gute Funktionskleidung das Leben vereinfachen kann.

Trotzdem solltest du aufpassen, bevor du loslegst. Bist du dir wirklich sicher, welche Größe dein Freund oder deine Freundin trägt? Schau dir ihre Social-Media-Profile an, um zu sehen, was sie so tragen. Am sichersten fährt man mit schlichten Sachen ohne Aufdruck oder Muster – ein einfaches hochwertiges T-Shirt oder schwarze Leggings. Wenn du dir unsicher bist, greif lieber zu Unterlagen oder hochwertigen Socken. Ja, auch Socken können ein tolles Geschenk sein.

Kari Traa Outdoor-Kleidung für Reisen

Wo wir zum Einkaufen empfehlen:

  • Das größte Sortiment an Outdoor-Kleidung – sowohl von einheimischen als auch internationalen Marken – findest du bei 4camping
  • Meine Lieblingsmarke ist Kari Traa – etwas teurer, aber die Leggings machen einfach einen fantastischen Po
  • Alternativ lohnt sich ein Blick auf Marken wie Icebreaker, Patagonia oder Jack Wolfskin, die in Deutschland weit verbreitet und leicht erhältlich sind
  • Für wen geeignet: Für alle, die Camping, Trekking und Sport lieben.
  • Haben wir sie? Ja, wir tragen alle empfohlenen Marken selbst – und bekommen sie gerne geschenkt.

9) Fitness-Tracker

Ein Klassiker – der Fitness-Tracker ist unser bester Freund. Wir schauen gerne, wie viele Schritte wir gemacht haben, wie viele Kalorien wir verbrannt haben und wie wir geschlafen haben. Denn Fitness-Tracker messen nicht nur Schritte, sondern auch die Qualität des Schlafs.

Fitbit Charge für unterwegs
  • Was wir empfehlen: Wir sind seit Jahren treue Fitbit-Fans. Aktuell nutzen wir den Fitbit Charge 2, der sowohl mit iPhone als auch mit Android hervorragend funktioniert. Ich finde ihn außerdem besonders elegant – und die Farbauswahl für Frauen ist wunderschön.
  • Für wen geeignet: Für alle Reisenden, die auf Wanderungen gehen und gerne Sport treiben.
  • Haben wir ihn? Ja, wir beide haben den Fitbit Charge 2.

10) Ein persönliches Geschenk für deine Reisebegleitung

Du möchtest ein wunderschönes und sehr persönliches Geschenk für Freunde, Partner oder Familie, mit denen du reist? Es kostet dich zwar einige Stunden Arbeit – aber das Ergebnis ist es mehr als wert. Bei vyvolej.to entstehen die schönsten Fotoalben, die man sich vorstellen kann. Mit dem einfachen Online-Tool gestaltest du ein Erinnerungsstück für ein ganzes Leben. Nimm dir Zeit, wähle die schönsten Fotos aus und ergänze das Album mit lustigen Bildunterschriften oder Reiseerinnerungen.

Vyvolej.to Fotoalbum
  • Wo kaufen: Das gesamte Angebot von vyvolej.to findest du hier
  • Die Produkte von vyvolej.to können wir uneingeschränkt empfehlen – damit haben wir sogar unsere Hochzeit dekoriert. Alles kam außerdem stets wunderschön verpackt an.

11) Polaroid-Kamera

Noch ein Geschenk, das uns seit Jahren begleitet. Der Instax ist der perfekte Begleiter für Ausflüge mit Freunden, Partys und Hochzeiten. Wir holen ihn immer raus, wenn Besuch kommt – und haben jedes Mal riesigen Spaß damit.

Fujifilm Instax Mini
  • Wo kaufen: 9 Farbvarianten gibt es hier
  • Für wen geeignet: Wenn deine Freunde Retro-Cafés lieben, Fotos sammeln und Alben basteln – dann werden sie diese Kamera lieben
  • Haben wir ihn? Ja.

12) Mini-Fotodrucker

Im Moment sieht man sie überall in den sozialen Medien – wir besitzen unseren schon seit einigen Jahren. Mini-Fotodrucker drucken Bilder im Polaroid- oder Instax-Stil und sind super fürs Albumgestalten. Ein echtes kleines Spielzeug.

Canon Zoemini
  • Wo kaufen: Am beliebtesten ist der Canon Zoemini
  • Wer lieber keine Canon möchte, kann den HP Sprocket Photo Printer nehmen
  • Für wen geeignet: Für alle, die Fotos lieben und gerne kreative Alben basteln
  • Haben wir ihn? Ja.

13) Mehr als ein Stativ: Gorillapod

Meine größte Reisliebe ist der Gorillapod. Ein Stativ, das man an einem riesigen Eisblock befestigen kann (ja, ich hab’s versucht), an einem Ast oder einer Eisenstange. Einfach überall.

Gorillapod JBY

Wie wählt man den richtigen Gorillapod aus?

Achte beim Kauf auf die Tragkraft. Fotografiert dein Freund mit einer Spiegelreflexkamera, greif zu einer Variante mit 3 kg oder 5 kg Tragkraft. Für spiegellose Kameras reicht 3 kg, für Kompaktkameras 1 kg. Er funktioniert auch sehr gut für Smartphones – dafür benötigst du aber noch einen passenden Handyhalter dazu.
  • Wo kaufen: Die komplette Auswahl an Gorillapods findest du hier
  • Für wen geeignet: Für Solo-Reisende und Paare – für alle, die gerne Fotos von sich machen
  • Haben wir ihn? Ja.

14) Powerbank – das Geschenk, mit dem man nie daneben liegt

Eine Powerbank braucht auf Reisen jeder. Deshalb eignet sie sich als Geschenk für praktisch jeden Reisenden – aber Vorsicht bei der Auswahl. Wir haben einmal eine günstigere gekauft und sie nach einer einzigen Reise weggeworfen (ein Yankee-Modell hat nach einem Monat beim Laden seltsam gebrummt – sowas möchte man definitiv nicht in der Nähe seiner Geräte haben).

Ravpower Powerbank lädt MacBook auf
Mit einer guten Powerbank lässt sich sogar ein MacBook aufladen

Was empfehlen wir also?

  • Premium-Variante: Ravpower RP-PB095 20.000 mAh – die beste Powerbank, die wir je hatten. Unser Exemplar ist schon ein echter Veteran und läuft noch immer einwandfrei. Viele Powerbanks haben wir schon weggeworfen – diese nicht.
  • Günstigere Variante: Xiaomi Mi PowerBank 2C 20.000 mAh – Persönliche Erfahrung haben wir damit nicht, aber sie wird uns von nahezu allen Reisenden empfohlen.
  • Haben wir eine? Ja – aber wir brauchen bald eine neue :))

15) Portabler Bluetooth-Lautsprecher für den Strand

Wir hätten nie gedacht, dass wir so etwas brauchen – aber seit wir einen portablen Lautsprecher geschenkt bekommen haben, benutzen wir ihn jeden Tag. Draußen für Meditation, am Strand, in der Küche beim Kochen. Der Klang, der aus so einem kleinen Gerät kommt, hat uns wirklich überrascht.

JBL Lautsprecher

Es gibt hunderte von Modellen – wir haben für euch zwei ausgewählt, die wirklich überzeugen:

  • Für wen geeignet: Für alle Reisenden, die Musik lieben, Strandurlaube mögen oder digitale Nomaden sind
  • Haben wir ihn? Ja.

16) Reisehängematte

Die Mutigeren schlafen darin, die weniger Mutigen nutzen sie zum Entspannen. Sie lässt sich aber auch als Picknickdecke oder als Sonnenschutz verwenden.

Hängematte La Siesta Colibri
  • Welche Hängematte kaufen: Die Reisehängematte La Siesta Colibri Single oder eine Hängematte aus dem Sortiment bei Hamaky
  • Für wen geeignet: Für alle, die gerne campen oder für bekannte Hängemattenfans…
  • Haben wir sie? Nein – aber wir würden gerne eine haben (eigentlich ich – Lukas ist kein großer Hängemattenfan)

17) Aufblasbares Reisekissen

Ja, ich liebe es. Endlich habe ich mir ein aufblasbares Reisekissen zugelegt – und meine Reisen mit dem Flugzeug, Bus und Zug waren nie besser. Das Einzige, was ich bereue: Dass ich es nicht früher gekauft habe oder es mir jemand geschenkt hat.

Aufblasbares Reisekissen Sea to Summit
  • Wo kaufen: Ich persönlich habe das Sea to Summit Aeros Premium Traveller – bei 4camping gibt es auch günstigere Alternativen.
  • Für wen geeignet: Für jeden, der oft mit dem Flugzeug (Economy Class), Bus oder Zug reist.
  • Habe ich ein eigenes Kissen? Ja.

18) Trinkflasche

Warte mal – das hat doch jeder schon! Na ja, das dachten wir auch – aber neulich ist unsere unkaputtbare Contigo-Flasche nach vielen Jahren undicht geworden. Nicht jede Flasche ist gleich. Auf Reisen braucht man eine hochwertige Flasche, die leicht ist und unter keinen Umständen versagt. Und mit einer guten Trinkflasche machst du jemandem wirklich eine Freude. Uns zumindest schon.

Flasche Contigo Ashland

Welche kaufen?

Zuletzt hat uns der Hydrapak Stash begeistert – besonders wegen seiner platzsparenden Faltfunktion: Im zusammengefalteten Zustand passt er fast in eine Hosentasche. Und man kann ihn sogar unter kleinen Waschbecken befüllen (ihr kennt das Problem – wenn man die Flasche nicht unter den Hahn kriegt).

Obwohl uns unser Contigo nach vielen Jahren im Stich gelassen hat (das Problem war wohl der Einsatz für Proteinshakes), vertrauen wir der Marke weiterhin als eine der zuverlässigsten auf dem Markt.

  • Wo kaufen: Diesmal würden wir zur Contigo Ashland 750 greifen – bei Amazon oder in Outdoor-Shops in Deutschland erhältlich.
  • Oder zum erwähnten Hydrapak Stash 750 ml – oft vergriffen, daher am besten bei Amazon oder idealo.de nach Verfügbarkeit suchen.
  • Für wen geeignet: Für jeden
  • Haben wir eine? Ja – aber wir bräuchten noch eine.

19) Lederrucksack, der alles mitmacht

Lange habe ich überlegt, ob ich auf Leder umsteigen soll. Ich und Leder – das war nie eine einfache Beziehung, denn ich schätze das Leben jedes Tieres; bei uns wird nicht mal eine Spinne oder ein Käfer getötet. Nach Jahren des Reisens habe ich meine Einstellung zu Leder aber überdacht – das Problem liegt vielmehr bei Kunstleder, das sich in der Natur erst nach 150 Jahren zersetzt. Bei Bagind gefällt mir, dass der Rucksack aus Ziegenleder aus Indien gefertigt ist. Die Ziege ist in Entwicklungsländern alles. Man schätzt ihr Leben, kümmert sich um sie, weil sie Milch gibt – und dann, irgendwann, ist es ein großes Fest. Ich wurde mehrfach gefragt, in Uganda genauso wie in Albanien, ob ich zu Hause eine Ziege habe. Die Ziege ist für viele Menschen auf der Welt schlicht unverzichtbar.

Ein Lederrucksack ist außerdem toll, weil er sowohl zu einem Kleid als auch zu Sportkleidung passt – das konnte ich von meinem Herschel nicht behaupten. Und auf Fotos macht er einfach eine tolle Figur.

Bagind Rucksäcke
  • Kaufen bei: http://bagind.cz
  • Für wen geeignet: Für alle Reisenden – achte nur auf die Einstellung der Person zu Lederprodukten
  • Haben wir ihn? Ja, wir beide haben einen Bagind.

20) Metallstrohhalme und faltbare Strohhalme

Seit einigen Monaten suchen wir nach einem vernünftigen Strohhalm für unterwegs – es ist erschreckend, wie viel Plastik weltweit allein durch Strohhalme verbraucht wird.

Edelstahlstrohhalme

Welche nehmen und wo kaufen:

21) Bauchtasche – unverzichtbar auf Reisen

Bevor wir nach Asien gereist sind, brauchten wir sie nie – jetzt können wir uns Reisen ohne sie kaum noch vorstellen. Nachdem wir gelesen hatten, wie leicht man in Großstädten bestohlen werden kann – manche Diebe lesen sogar Kartendaten aus, ohne die Karte zu berühren – gehören Bauchtasche und Money Belt fest zu unserem Reisegepäck.

Bauchtasche Herschel Supply
  • Wo kaufen: Besser als eine Bauchtasche ist ein sogenannter Money Belt, den man unter dem T-Shirt trägt. Unserer ist vom 4camping-Sortiment, funktioniert aber nicht ideal (wegen des Verschlusses). Eine viel bessere Alternative gibt es von Herschel – in Deutschland im gut sortierten Outdoor- oder Modeshop erhältlich.
  • Für Frauen empfehle ich eine Bauchtasche, besonders wenn man Kleider trägt. Ich würde entweder eine rosa oder eine knallgelbe Variante von Herschel wählen.
  • Für Männer würde ich Schwarz empfehlen.
  • Für wen geeignet: Für alle, die in Großstädte reisen – unverzichtbar bei Reisen nach Asien
  • Haben wir eine? Ja, wir haben Money Belts, die uns aber nicht ganz überzeugen – wir haben sie schnell gekauft und werden sie wohl irgendwann ersetzen. Ich durch eine Bauchtasche, Lukas durch einen besseren Money Belt.
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Tipps und Tricks für deinen Urlaub

Zahle nicht zu viel für Flugtickets

Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.

Buche deine Unterkunft clever

Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.

Vergiss die Reiseversicherung nicht

Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.

Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).

Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

Finde die besten Erlebnisse

Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!

Island: Die 20 besten Reiseziele für Ihren Urlaub

TL;DRZu den schönsten Orten Islands zählen die Gletscherlagune Jökulsárlón, die Wasserfälle Goðafoss, Skógafoss, Detifoss, Gullfoss und Dynjandi, das geothermale Gebiet Krýsuvík, der Nationalpark Thingvellir, das Kap Dyrhólaey, die Berge Eystrahorn und Vestrahorn, das Dorf Seyðisfjörður sowie der heiße Fluss Reykjadalur. Am besten reist du im Sommer (Juni bis August): Da erwarten dich 10 bis 15 Grad und bis zu 24 Stunden Tageslicht. Der Winter (Dezember bis März) mit Temperaturen um 0 Grad eignet sich dagegen ideal für Nordlichter. Der Geysir, der allen Geysiren seinen Namen gab, liegt rund 80 km von Reykjavík entfernt. Der Wasserfall Hengifoss ist 128 Meter hoch, für den Weg dorthin brauchst du etwa 30 Minuten. Der Eintritt zu den Naturattraktionen ist meist kostenlos, für das Parken bei Skógafoss wird seit 2025 aber eine Gebühr von rund 1.000 ISK fällig.

Island ist wahrscheinlich das schönste und fotogenste Land, das Lukas und ich besucht haben. In diesem Leitfaden stelle ich Ihnen Island: Die 20 besten Reiseziele für Ihren Urlaub vor. Ich übertreibe überhaupt nicht, wenn ich Ihnen sage, dass Sie einfach irgendwo hinfahren müssen und staunen werden. Aber es gibt doch Orte, die Sie nicht verpassen sollten.

Tipps und Tricks für deinen Urlaub

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Fotos bearbeiten in Lightroom: Presets erstellen und verwenden

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TL;DRDie Basics in Adobe Lightroom findest du im Panel „Basic“ im Develop-Modul: Belichtung, Kontrast, Lichter, Tiefen, Farbtemperatur und Sättigung. Eigene Presets erstellst du über das „+“ neben den Presets in der Seitenleiste, speicherst sie unter einem eigenen Namen und wendest sie über „Apply on Import“ oder „Copy/Paste Settings“ auf weitere Fotos an. Fremde Presets, etwa von Travel In Her Shoes, lädst du über Lightroom → Preferences → Show Lightroom Presets Folder hoch. Lightroom CC kostet 12,09 € im Monat, die mobile Version von Lightroom Classic ist kostenlos, allerdings mit eingeschränkten Funktionen. Wer tiefer einsteigen will, findet bei der Autorin außerdem einen ausführlichen Onlinekurs mit 12 Lektionen und 2,5 Stunden Inhalt.

Wie bearbeitest du Fotos einfach, schnell und so, dass sie aussehen wie von einem Profi? Adobe Lightroom ist das effektivste und meiner Meinung nach auch das beste Programm zur professionellen Bildbearbeitung. Kein Wunder, dass es bei Fotografen und Bloggern gleichermaßen beliebt ist.

Was sind Presets und warum solltest du sie nutzen?

Dank der Preset-Funktion kannst du ein ganzes Bündel an Fotos in wenigen Sekunden bearbeiten – und selbst wenn du kein ausgeprägtes Gespür für Bildgestaltung hast, können deine Aufnahmen dadurch fantastisch aussehen. Und das Beste daran: Es ist gar nicht so schwer, wie es klingt.

In diesem Artikel zeige ich dir zunächst, wie du Fotos in das Programm importierst, stelle dir dann kurz die grundlegenden Bearbeitungsmöglichkeiten vor, erkläre das Bearbeiten mit Presets und schließlich das Erstellen eigener Presets. Außerdem erkläre ich, wie du alle unter gleichen Bedingungen aufgenommenen Fotos auf einmal bearbeitest und sie unkompliziert exportierst.

Betrachte diesen Artikel als Einstieg in die Arbeit mit Lightroom – alle Möglichkeiten, die das Programm bietet, lassen sich unmöglich in einem einzigen Beitrag abdecken. Wenn du Lightroom wirklich von Grund auf lernen möchtest, empfehle ich einen strukturierten Online-Kurs, der dich Schritt für Schritt begleitet. Eine ausführliche Kursbesprechung findest du hier.

Und denk daran: Ich erhebe keinen Anspruch auf absolute Wahrheit – das hier ist ein Artikel darüber, wie ich es mache. 🙂 Aber wenn er auch nur einer Person hilft, freuen wir uns sehr.

Aber zuerst – wo bekommst du Lightroom?

Adobe Lightroom Classic ist für das Smartphone kostenlos erhältlich, allerdings sind die Funktionen stark eingeschränkt. Die meisten Fotografen und Blogger nutzen daher die Lightroom CC-Version für den Computer. Falls du Adobe Lightroom CC noch nicht hast und es kaufen möchtest, wirf einen Blick auf den Foto-Abo für digitale Fotografie ab 12,09 € pro Monat.

Zum Raubkopieren werde ich dich nicht animieren – besonders wenn du planst, deine Fotos zu verkaufen, empfehle ich dir ausdrücklich, Lightroom legal zu erwerben.

Fotos in Lightroom importieren

Das Importieren von Fotos in Lightroom funktioniert genauso unkompliziert wie bei ähnlichen Programmen. In der oberen Menüleiste wählst du File → Import Photos and Video und wählst den Ordner aus, aus dem du die Fotos importieren möchtest. Du kannst entscheiden, ob du die Originale auf deinen Computer kopierst oder sie nur dem Lightroom-Katalog hinzufügst (in letzterem Fall muss die Originalquelle jedes Mal mit dem Computer verbunden sein, wenn du die Fotos bearbeiten willst).

Achte immer darauf, dass die Fotos nach Aufnahmezeit sortiert sind: „Sort: Capture Time“ – so hast du alle Aufnahmen, die unter den gleichen Lichtverhältnissen entstanden sind, direkt nebeneinander.

Sobald sich die Fotos im Lightroom-Katalog befinden, wechselst du von Library zu Develop. Ohne diesen Schritt kannst du nicht mit der Bearbeitung beginnen.

Grundlegende Fotobearbeitung

In der Seitenleiste findest du unter „Basic“ die grundlegenden Bearbeitungsoptionen von Lightroom. Du kannst die Farbtemperatur (Temperature) und den Farbton (Tint) eines Fotos anpassen. Wenn deine Fotos zu bläulich oder gelbstichig aus der Kamera kommen (wem ist das noch nicht passiert!), lässt sich dieser Makel mit einem kleinen Schiebereglerausflug schnell beheben.

Natürlich setzt man dieses Werkzeug auch gezielt bei der stilistischen Gestaltung ein – wenn du deinen Fotos einen wärmeren oder kühleren Look verleihen möchtest, kannst du hier nach Herzenlust experimentieren.

Belichtung, Kontrast und das Aufhellen dunkler Bereiche

Am häufigsten muss die Belichtung (Exposure) angepasst werden – also: Das Foto ist zu hell und muss abgedunkelt werden, oder es ist zu dunkel und braucht mehr Licht. Unter den Grundeinstellungen findest du auch die Kontrastkorrektur (Contrast). Darüber hinaus kannst du gezielt mit einzelnen Lichtzonen spielen: Zu dunkle Schatten lassen sich aufhellen (Shadows), und zu helle Glanzlichter können zurückgefahren werden (Highlights).

Der Unterschied zwischen Sättigung (Saturation) und Lebendigkeit (Vibrance)

Ja, es gibt einen wesentlichen Unterschied zwischen Sättigung (Saturation) und Lebendigkeit (Vibrance) – zumindest in der Bildbearbeitung sollte man diese beiden Begriffe nicht durcheinanderbringen. Wenn du die Sättigung eines Fotos erhöhst, verstärkst du die Farbintensität aller Farben gleichmäßig. Die Lebendigkeit bzw. Vibrance hingegen steigert die Farbintensität nur bei den gedämpften, weniger gesättigten Farben.

Sättigung vs. Lebendigkeit in der Praxis

Einzelne Farben anpassen

In Lightroom kannst du auch einzelne Farben im Bild gezielt bearbeiten. Du möchtest den Himmel etwas blauer machen? Kein Problem. Du willst den Farbton eines Sees türkiser wirken lassen? Das ist eine Sache von wenigen Sekunden.

Fotos nachschärfen

Wenn du in der Seitenleiste weiter nach unten scrollst, findest du „Detail“ mit weiteren Bearbeitungsoptionen. Ich empfehle nur ein leichtes Nachschärfen von etwa 25 – weniger ist hier definitiv mehr. 🙂

Eigenes Preset erstellen

Wenn dir eine Bearbeitung gut gelungen ist und du sie auf weitere Fotos anwenden möchtest, klickst du links unten auf „Copy“ und wählst alle Einstellungen aus, die du übernehmen möchtest. Anschließend klickst du auf „Paste“ – und fertig! Wurde das Foto unter denselben Lichtverhältnissen aufgenommen, muss meist nichts mehr nachkorrigiert werden.

Falls doch, musst du in der Regel nur noch Belichtung, Lichter und Schatten feintunen.

Deine Bearbeitungseinstellungen lassen sich ganz einfach als „Preset“ speichern, das du dann jederzeit auf neu importierte Fotos anwenden kannst. Ein Preset erstellst du durch einen Klick auf das „+“-Symbol in der rechten Seitenleiste im Preset-Bereich.

Schöne Fotos machen, auch wenn du Lightroom noch nicht richtig beherrschst

Keine Sorge, wenn es dir noch nicht gelingt, so schöne Presets zu erstellen wie deine Lieblingsfotografen oder -blogger. Die meisten von ihnen haben exakt denselben Weg hinter sich. Der einfachste Weg, das Erstellen eigener Presets zu lernen, ist, dir Presets von anderen als Inspiration herunterzuladen oder zu kaufen – ja, das machen alle so, nur spricht niemand offen darüber. Ich habe auf diese Weise selbst einige Dutzend Presets gekauft, an denen ich mich bei der Erstellung eigener orientiere. Und manchmal nutze ich fremde Presets auch einfach so, wie sie sind.

Hier findest du Empfehlungen für KOSTENLOSE und günstige Presets, die es wirklich wert sind, ausprobiert zu werden.

Wenn du sofort Fotos im Instagram-Stil haben möchtest, empfehle ich die Presets von Travel In Her Shoes – der Preis ist zwar recht hoch, aber es lohnt sich wirklich.

Fremde Presets in Lightroom importieren

Das schaffe ich, also schafft es jeder. Nachdem du die Presets heruntergeladen hast, öffne Lightroom und navigiere über die obere Menüleiste: Lightroom → Preferences → Show Lightroom Presets Folder → Lightroom → Develop Presets. Verschiebe die Presets als vollständigen Ordner dorthin.

Nach der Anwendung des Presets MAGIC SUNSET New York von Travel In Her Shoes sieht das Foto so aus:

Jetzt muss nur noch die Belichtung (Exposure) angepasst werden – und das Foto ist fertig!

Mehrere Fotos gleichzeitig bearbeiten

Du hast mehrere Möglichkeiten: Entweder kannst du ein Preset direkt beim Import auf alle Fotos anwenden. Klicke dazu mit der rechten Maustaste auf das Preset und wähle „Apply on Import“.

Wenn die Fotos nicht alle unter denselben Lichtverhältnissen aufgenommen wurden, bearbeitest du zunächst ein Foto, kopierst die Einstellungen und wählst dann alle Fotos aus, auf die du dieselben Einstellungen übertragen möchtest. Rechtsklick → Develop Settings → Paste Settings.

Bearbeitete Fotos exportieren

Der Export ist denkbar einfach: In der oberen Menüleiste wählst du File → Export Photos, wählst deinen Zielordner aus und klickst auf Export.

Das war es für heute. Wenn du dir eine Fortsetzung wünschst, schreib es mir gerne in die Kommentare. Als Nächstes könnten wir uns zum Beispiel anschauen, wie man seinen Instagram-Feed aufeinander abstimmt.

Bonus: Online-Kurs zur Fotobearbeitung in Lightroom

Du möchtest Fotos bearbeiten wie ein professioneller Fotograf? Lerne, eines der besten Bildbearbeitungsprogramme von Grund auf zu beherrschen und probiere den Online-Kurs zur Fotobearbeitung in Adobe Lightroom von A bis Z.

Was der Kurs beinhaltet:

  • 12 Lektionen – 2,5 Stunden Inhalt
  • Du möchtest Fotos bearbeiten, weißt aber nicht, wo du anfangen sollst
  • Die Idee, mit Fotografie Geld zu verdienen, reizt dich
  • Du brauchst Ordnung – sowohl auf der Festplatte als auch in Lightroom
  • Du möchtest lokale Bearbeitungen erlernen
  • Du weißt nicht, wie du Fotos effizient sortierst
  • Du möchtest die wichtigsten Lightroom-Funktionen und -Einstellungen kennen
  • Das Erstellen eigener Presets interessiert dich
  • Du möchtest lernen, Fotos mit dem Smartphone zu synchronisieren
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Tipps und Tricks für deinen Urlaub

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Vergiss die Reiseversicherung nicht

Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.

Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).

Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

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Island im Oktober: Wetter, Kleidung und Kosten

TL;DRIm Oktober liegen die Temperaturen in Island bei 0 bis 5 Grad, gemessen wurden auch schon -1 Grad. Durch den eisigen Wind fühlt es sich aber deutlich kälter an, deshalb brauchst du unbedingt wasserdichte Kleidung, Mütze, Handschuhe und mehrere Lagen statt Regenschirm. Zwei Wochen auf Island kosteten vier Personen zusammen 111.529 Kronen, also 27.882 Kronen pro Person, inklusive Unterkunft für 47.795 Kronen (etwa 12.000 pro Person), Benzin für 20.200 Kronen und Mietwagen (Suzuki Grand Vitara) für 15.493 Kronen. Selbst kochen kam nur auf 120 Kronen pro Person und Tag, denn Essen im Restaurant ist auf Island mindestens dreimal teurer als in Deutschland. Ab dem 1. Oktober schließen zudem in weniger touristischen Gegenden viele Restaurants und Geschäfte für den Winter, deshalb solltest du unbedingt Essensvorräte im Auto haben.
Frau in einem Thermalpool auf Island

Ende September sind wir zu viert für zwei Wochen nach Island aufgebrochen – mit etwas mulmigem Gefühl, denn am ersten Oktober beginnt auf Island offiziell der Winter. Nein, das ist kein Scherz: An vielen Geschäften und Restaurants findet man das Schild „Wegen Winter geschlossen, wir öffnen wieder im April.“ Wie ist also Island im Oktober wirklich? Was sollte man an Kleidung einpacken und wie viel hat uns der Roadtrip zu viert gekostet, obwohl wir nicht gezeltet haben?

Wusstet ihr, dass wir Reiserouten von unseren Roadtrips erstellen, die wir selbst gemacht haben? Inklusive aller Kosten! Angefangen haben wir mit Kanada und den USA, Uganda, ihr könnt uns auch in die Tatra oder nach Australien begleiten.

Welche Temperaturen erwarten euch?

Gleich am Flughafen in Reykjavík nahm ich mir eine Zeitung mit der riesigen Überschrift „Gott sei Dank, der Sommer ist vorbei.“ Ich musste ein wenig schmunzeln, war aber gleichzeitig etwas beunruhigt und setzte mir meine Mütze auf. Als ich den Artikel genauer las, stellte sich heraus, dass es nur Sarkasmus war. Der Isländer schrieb, er sei froh, dass endlich Winter sei, weil es im Sommer ohnehin keinen Sommer gegeben hatte.

Typisches Wetter auf Island
Die Gletscher schmelzen zwar, aber auf Island gibt es sie immer noch – es ist also kalt!

Was euch vielleicht überrascht: Auf Island gibt es im Winter keine extremen Temperaturen, dank des warmen Golfstroms. Die Durchschnittstemperaturen liegen zwischen -10° und 0°, je nachdem, ob man sich im Lowland oder Highland befindet.

Im Oktober zeigte das Thermometer als niedrigsten Wert -1 Grad, aber trotzdem war es bitterkalt. Warum? Es ist eigentlich egal, was das Thermometer anzeigt – auf Island weht das ganze Jahr über ein derart eisiger Wind, dass die gefühlte Temperatur bis auf -30° sinken kann.

Welche Kleidung einpacken

Denkt gar nicht erst daran, die Winterjacke zu Hause zu lassen. Mit wasserdichter Kleidung macht ihr auf Island nichts falsch. Jeder Euro, den ihr in eine gute Regenjacke, wasserdichte Hosen und Stiefel investiert, wird euch auf Island buchstäblich das Herz wärmen. Vergesst den Regenschirm – es hat einen Grund, warum man ihn in keinem Laden auf Island findet. Ja, ihr ahnt es richtig: der Wind. Mütze und Handschuhe werden eure besten Freunde sein.

Welche Kleidung für Island einpacken
Badeanzug und Mütze sind auf Island ein Muss

Jeder rät zum Zwiebelprinzip. Statt dicker, warmer Kleidung greift lieber zu mehreren Schichten Thermounterwäsche. Ihr werdet es nicht bereuen. Und vergesst die Badekleidung nicht, denn Island ist das Land der heißen Quellen. Mindestens in eine davon einzutauchen, sollte man sich nicht entgehen lassen.

Zelten oder nicht zelten

Ja, es gibt Leute, die im Oktober oder sogar November zum Zelten nach Island fahren. Wer allerdings nicht die passende Ausrüstung hat, erzählt danach von schlaflosen Nächten in unglaublicher Kälte und vom Übernachten auf beheizten Toiletten. Wenn ihr zu zweit reist und ein Auto habt, ist das Schlafen im Auto eine Option – es wird kalt, aber eine Woche übersteht man so. Für mehr Tage würde ich das nicht empfehlen. Zum Zelt würde ich wirklich nur mit guter Ausrüstung und Erfahrung im Wintercamping unter extremen Bedingungen greifen. Und nehmt keinen Schlafsack mit einer Komforttemperatur von -10° mit. Der wird nämlich trotzdem nicht reichen. Wenn ihr euch fürs Zelten entscheidet, lest unbedingt den Artikel von Radka und Ivar darüber, welche Regeln für das Schlafen im Auto und Camping auf Island gelten.

Das Wetter auf Island ist unberechenbar
Im Zelt kann es passieren, dass man morgens unter Schnee aufwacht wie dieser Bagger

Wie „teuer“ ist die Unterkunft?

Unterkünfte für vier Personen bekommt man ab ca. 28–40 € pro Person und Nacht. Uns hat die Unterkunft für vier Personen für 14 Tage rund 1.900 € gekostet, also etwa 475 € pro Person. Man schläft in Hütten, günstigen Hotels oder Hostels. Vor Hostels auf Island muss man keine Angst haben – die meisten davon waren richtig luxuriös.

Unterkunft auf Island
So eine kleine Hütte mitten im Nirgendwo bekommt man für ca. 100 € pro Nacht

Warum Lunchpakete machen, auch wenn man nicht sparen will

Auf Island ist das Essen in Restaurants mindestens dreimal so teuer wie in Deutschland. Selbst wenn euch das nichts ausmacht, solltet ihr immer genügend Lebensmittel im Auto haben. Restaurants gibt es bei Weitem nicht an jeder Ecke (und auch nicht an jeder zweiten), und im Winter sind sie an den weniger touristischen Orten – also dem Großteil Islands – geschlossen (ja, der Winter beginnt am 1. Oktober).

Was kostet Essen im Supermarkt

Wenn ihr selbst kocht und Lunchpakete vorbereitet, könnt ihr beim Essen einiges sparen. Es lohnt sich nicht, zu viel von zu Hause mitzuschleppen. Die Supermarktpreise sind den deutschen ziemlich ähnlich, nur frische Lebensmittel sind deutlich teurer – die bringt man im Koffer aber ohnehin nicht mit.

Wir waren nur einmal im Restaurant, das hat uns zu viert ca. 48 € gekostet. Den Rest der Zeit haben wir selbst gekocht und Lunchpakete gemacht, und die Gesamtkosten fürs Essen lagen bei nur 264 €. Das sind 66 € pro Person (für 14 Tage), also rund 4,70 € pro Person und Tag!

Was haben wir gekocht?

Wir haben mexikanische Tacos mit Avocado, Linsensuppe, Kichererbsen mit Paprika, aber auch klassische Pasta mit Pesto oder Tomatensoße zubereitet. Zum Frühstück gab es Brot mit Hummus, Marmelade, Joghurt mit Müsli, oder wir haben Rührei und Pfannkuchen gemacht.

Was ist auf Island am teuersten

Benzin und der Mietwagen. Auf Island solltet ihr unbedingt einen Allradwagen nehmen, besonders wenn ihr nicht im Sommer reist und auch abseits der Ringstraße fahren wollt. Ja, man hört von Leuten, die auch mit einem Kleinwagen unterwegs waren, aber glaubt uns: Manche Straßen haben eine ähnliche Qualität wie die in Uganda, und das Risiko lohnt sich nicht. Die Miete für einen Suzuki Grand Vitara XL hat uns rund 615 € gekostet.

Mietwagen auf Island Suzuki Grand Vitara
Mietwagen auf Island: Suzuki Grand Vitara

Benzin kostet auf Island etwa 1,70–1,80 € pro Liter. Wenn ihr die Insel komplett umrunden wollt, rechnet mit ca. 3.500 km. Unsere Benzinkosten beliefen sich insgesamt auf ca. 800 €.

Was hat es insgesamt gekostet?

Island hat uns für zwei Wochen zu viert insgesamt rund 4.430 € gekostet, das sind etwa 1.108 € pro Person. Wenn ihr nach Island reist und überlegt, wie ihr sparen könnt, empfehlen wir, mit möglichst vielen Leuten zu fahren. Wir haben uns das Budget von Gabiinwanderland angeschaut, die zu zweit für 9 Tage unterwegs waren (größtenteils im Zelt) und Island hat sie ca. 1.230 € gekostet! Zu viert kann man also bequem in Hotels, Hostels und Airbnb schlafen und Island sogar günstiger erleben. Benzin und Mietwagen sind die größten Kostenpunkte.

Aufschlüsselung der Ausgaben für den Island-Roadtrip

 

Tipps und Tricks für Reisen auf Island

Was einpacken

Schaut euch unsere Packanleitung für Reisen an, die euch bei der Vorbereitung hilft. Wählt den richtigen Reiserucksack, entdeckt praktische Reisegadgets und vergesst nichts Wichtiges zu Hause.

Wo Flüge finden

Günstige Flüge suchen wir auf Kiwi, unserem Lieblingsportal. Lest unbedingt auch unsere Anleitung für günstige Flüge. Von Deutschland aus fliegen unter anderem Icelandair, PLAY und Eurowings direkt nach Reykjavík.

Mietwagen

Wir nutzen regelmäßig den Vergleich DiscoverCars.com, der uns bei der Auswahl des Mietwagenanbieters hilft.

Unterkunft buchen

Booking.com ist unsere Lieblings-Hotelsuchmaschine. Wir vergleichen Hotels immer mit dem Angebot lokaler Wohnungen und Zimmer auf Airbnb. Lest auch, wie wir günstige Unterkünfte finden.

Reiseversicherung nicht vergessen

Eine Reiseversicherung ist ein absolutes Muss. Für kürzere Reisen wählen wir AXA (50 % Rabatt) und für längere Reisen den britischen Versicherer True Traveller. Schaut euch unseren Vergleich aller Versicherungen an und wählt die, die am besten zu euch passt.

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Campingausrüstung: Was du wirklich brauchst

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TL;DRZur Grundausstattung fürs Camping im Zelt gehört ein Feuerstahl, der auch bei Nässe und Regen funktioniert (rund 25 Euro, empfohlen wird die tschechische Marke Pinguin), eine aufblasbare oder selbstaufblasende Isomatte, ein aufblasbares Reisekissen (ab 8 Euro), mindestens drei Taschenlampen und ein schnelltrocknendes Outdoor-Handtuch in Größe L oder XL. Sinnvoll sind außerdem kleine Reisefläschchen für Kosmetik, Gewürze und Salz in verschließbaren Beuteln, faltbares Camping-Geschirr und Feuchttücher für ein sauberes Gefühl auch ohne Dusche. Wer mit dem Auto campt, kann sich zusätzlichen Komfort leisten – etwa mit klappbaren Campingmöbeln, tragbaren Grills, Kochern oder ganzen Campingküchen.

Wir sind leidenschaftliche Camper. Wir haben in den USA, Kanada, Uganda und quer durch Europa gezeltet – mal mit dem Campervan, mal mit dem Fahrrad. In all diesen Jahren haben wir gelernt, welche Campingausrüstung wirklich unverzichtbar ist. Wir erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, aber wenn wir damit auch nur einem einzigen Menschen helfen können, freuen wir uns. Nimm diese Liste als Inspiration und schreib uns gerne in die Kommentare, was in deiner Campingausrüstung auf keinen Fall fehlen darf.

Feuerstarter zum Anzünden des Kochers oder Lagerfeuers

Wer gerade erst mit dem Camping anfängt, denkt vielleicht, ein Feuerstarter sei überflüssig – man hat ja Streichhölzer dabei. Die werden aber über Nacht schnell feucht. Und ein Plastikfeuerzeug kann auslaufen oder im schlimmsten Fall explodieren. Deshalb ist es besser, ein klassisches Feuerstein-Set griffbereit zu haben, mit dem du auch bei Feuchtigkeit und Regen zuverlässig ein Feuer entfachst – und das hält wahrscheinlich ein Leben lang. Für ein paar Euro absolut die Investition wert.

Wir haben uns für das Feuerstarter-Set von Pinguin entschieden. Der Link führt zur Kategorie, da das genaue Modell oft ausverkauft ist.

Feuerstarter von Pinguin für die Campingausrüstung

Aufblasbare Isomatte

Ich erinnere mich noch gut daran, wie Lukáš mich damals überredet hat, keine aufblasbare Luftmatratze mitzunehmen, als wir zwei Wochen lang auf Hawaii gecampt haben. Bis heute halte ich ihm vor, dass wir nur einfache Schaumstoffmatten dabei hatten. Die ganzen zwei Wochen hatte ich schreckliche Rückenschmerzen (ich gebe zu, ich bin ein bisschen verwöhnt) und konnte kaum schlafen.

Aufblasbare Isomatte Pinguin für die Campingausrüstung
Aufblasbare Isomatte von Pinguin

Selbstaufblasend oder aufblasbar?

Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist oder auf das Gewicht seines Gepäcks achten muss, sollte sich eine aufblasbare Isomatte zulegen – keine Sorge, du musst sie weder mit dem Mund aufblasen noch brauchst du eine spezielle Pumpe, sie lässt sich einfach mit dem Fuß aufpumpen. Aufblasbare Matten wiegen weniger als selbstaufblasende. Günstige Modelle gibt es schon für rund 20–30 €, wer auf Qualität setzt, dem empfehlen wir ebenfalls die Marke Pinguin. Dazu gibt es ein Reparatur-Set, falls die Matte mal ein Loch bekommt (ja, uns ist das passiert).

Reisekissen

Ich habe noch keins, aber ich vermisse es jedes Mal beim Camping. Die meisten lassen sich zu einem winzigen Päckchen von etwa zehn Zentimetern zusammenrollen und wiegen um die 50 g. Eigentlich unbegreiflich, warum wir noch immer keins haben! Ich plane jedenfalls, mir eins für die nächste Reise zu bestellen – ein aufblasbares Reisekissen ist sowohl beim Camping als auch auf Flugreisen Gold wert, und die Preise starten ab etwa 8 €.

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Campinglampe

Lukáš und ich nehmen immer mindestens drei Lampen mit – eine hängen wir im Zelt auf, und die anderen beiden haben wir jeweils bei uns, damit wir nachts nicht auf dem Weg zur Toilette stolpern. Als wir in den USA mit unserem Campervan unterwegs waren, hatten wir zusätzlich noch eine größere Campingleuchte dabei.

Sie sah in etwa so aus wie diese Campinglampe von Vango.

Reisefläschchen für Toilettenartikel

Ich bin wohl nicht die Einzige, der schon mal das Shampoo im Koffer, Rucksack oder in der Satteltasche ausgelaufen ist – dabei habe ich wirklich mehrfach nachgeprüft, dass alles richtig verschlossen ist, ich schwöre es. Schnell habe ich angefangen, Reisefläschchen zu benutzen, aber nach einigen Versuchen mit verschiedenen Modellen fingen sie früher oder später alle an zu lecken.

Schließlich habe ich in etwas teurere Fläschchen der Marke Kikkerland investiert, und die haben mich bisher nicht enttäuscht. Was ich als kleinen Minuspunkt sehe: Sie sind recht hart und lassen sich nicht gut ausdrücken – man muss sie eher ausschütteln. Manche schwören auch auf die Fläschchen aus dem IKEA, aber damit habe ich selbst noch keine Erfahrung gemacht.

Ich persönlich habe ein größeres Set mit Sprühflaschen, im Moment habe ich aber nur dieses hier gefunden.

Reisefläschchen für Toilettenartikel

Schnelltrocknendes Reisehandtuch

Das kennen wohl fast alle. Ein Outdoor-Handtuch aus antibakteriellem, schnelltrocknendem und sehr leichtem Material lohnt sich nicht nur beim Camping, sondern auch auf Reisen in Hostels.

Ich empfehle, direkt zur größten Größe zu greifen. Wir haben beim ersten Mal danebengegriffen (wir wollten sparen), und am Ende mussten wir uns sowieso noch ein zweites kaufen. Greif direkt zu Größe L oder XL. Es gibt viele Marken auf dem Markt – manchmal tauchen sie sogar bei Lidl auf. Wir selbst verwenden ein schnelltrocknendes Reisehandtuch von Sea To Summit.

Schnelltrocknendes Reisehandtuch

Gewürze und Salz in kleinen Tütchen

Das ist einer meiner absoluten Lieblingstipps für jede Reise, auf der ihr selbst kocht. Pack Salz und Gewürze in kleine, wiederverschließbare Tütchen ein. Das nimmt kaum Platz weg, und plötzlich lässt sich aus einer simplen roten Linse eine ganze Reihe verschiedener Gerichte zaubern.

Campinggeschirr

Wir sind mehr oder weniger zufällig darüber gestolpert – im Supermarkt – und haben uns daraufhin zwei faltbare Boxen für unsere Island-Reise mitgenommen. Es ist sicher kein absolutes Must-Have, aber es ist eines dieser Dinge, die man schnell lieben lernt. Die Boxen lassen sich in der Größe an den Inhalt anpassen, faltbare Becher passen prima in Fahrradtaschen oder Rucksäcke, und es gibt sogar faltbare Kannen und Töpfe (wie das genau funktioniert, kann ich mir ehrlich gesagt noch nicht so richtig vorstellen).

Eine große Auswahl an Campinggeschirr gibt es hier.

Reise-Kaffeebereiter

Wir lieben guten Kaffee, und deshalb haben wir schon eine Weile den Aeropress – einen kompakten Reise-Kaffeebereiter – im Blick. Falls du eine gute Marke empfehlen kannst, lass es uns wissen! Und falls du davon noch nie gehört hast, schau ihn dir unbedingt mal an. 🙂

Aeropress – der ideale Kaffeebereiter für unterwegs

Feuchttücher

Feuchttücher sind mein bester Freund auf Reisen. Ich habe meistens ein Pack für die Hände und eines für das Gesicht dabei (ja, ich bin ein Mädchen). Egal ob du bei 40 Grad auf dem Fahrrad sitzt oder partout keine Dusche findest – das Gefühl von Frische, das ein Feuchttuch gibt, ist für uns Komfort-Camperinnen unbezahlbar. 🙂

Platzt das Budget nicht? Gönnt euch Komfort!

Camping bedeutet nicht, dass man auf alles verzichten muss. Wer mit dem Auto unterwegs ist, kann sich ruhig etwas mehr leisten – schließlich gilt: Das Auto trägt’s. Tolle Ergänzungen für die Campingausrüstung fürs Auto sind zum Beispiel faltbare Campingmöbel (Tisch, Stühle oder Sessel), tragbare Grills und Kocher oder gleich eine kompakte Campingküche.

Bereit fürs nächste Abenteuer?

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Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

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Warum wir nie wieder mit E-Bikes nach Griechenland fahren

TL;DRDie Autoren würden nie wieder eine lange E-Bike-Tour nach Griechenland unternehmen. Die anderthalb Monate lange Fahrt von Tschechien über Slowenien (Bleder See), die Dolomiten und den Balkan bis Griechenland war bei Julihitze über 35 Grad eine erschöpfende Kombination aus schweren E-Bikes (25 kg leer, 50–60 kg beladen), Online-Arbeit bis Mitternacht und dem Zwang, Orte abseits der Route auszulassen, darunter Meteora und Mostar. Mit einer Akkuladung kamen sie je nach Gelände 70 bis 190 km weit, trotzdem blieb kaum Zeit für Besichtigungen oder Wanderungen in den Bergen. Billig war die Reise auch nicht, wegen kostenpflichtiger Campingplätze und der Flucht vor der Hitze in Restaurants und Cafés, und beim Essen blieb es meist bei Bohnen und Spaghetti aus einem einzigen Topf. Ein E-Bike empfehlen sie nur für kürzere Touren von höchstens einer Woche ohne schweres Gepäck.
Mit E-Bikes nach Griechenland – unser Abenteuer

Nach unserer Hochzeit sind wir im Juli mit E-Bikes auf eine Fernradtour nach Griechenland aufgebrochen, um herauszufinden, was eine solche Reise wirklich bedeutet. Weder in Deutschland noch sonst in Europa sind uns ähnliche Verrückte begegnet, die sich auf so einem schweren Gefährt (ein E-Bike wiegt rund 25 kg ohne Gepäck) Richtung Süden gewagt hätten. Es war einer der spannendsten Monate unseres Lebens – ein echtes Abenteuer, aber eines, das wir so nie wiederholen werden. Warum?

1) E-Bikes sind große, schwere Monster, die versuchen, dich umzubringen

Wir hatten uns seit April kaum eine Pause gegönnt: Abschlussarbeiten schreiben, Abschlussprüfungen ablegen, die Hochzeit planen – und das alles bei einem Vollzeitjob.

Fernradtour auf E-Bikes – am Anfang war es alles andere als einfach.
Fernradtour auf E-Bikes – am Anfang war es alles andere als einfach.

Vielleicht hätten wir die Räder vorher ausprobieren sollen

Wir saßen auf unseren neuen E-Bikes zum allerersten Mal (ja, wirklich) genau dann, als sie sich in vollbeladene Schwergewichte verwandelt hatten. Sprich: am Tag unserer Abfahrt. Ich brauchte mehrere Versuche, um überhaupt loszufahren, und in den ersten zwei Wochen bin ich regelmäßig wie ein nasser Sack vom Rad gefallen – Lukáš weniger, aber auch ihm passierte es. Mit dem ganzen Gepäck kamen die Räder auf 50–60 kg und waren echte Bestien.

In den sozialen Medien haben wir fröhlich alle Pannen unseren beiden Drahteseln in die Schuhe geschoben. Jetzt gebe ich es zu: Wir waren selbst schuld, weil wir vorher nie damit gefahren sind. Woher ich das weiß? Am Ende der Reise sind wir damit herumgekurvt, als wären wir Straßenpiraten!

Das Laden war kein Problem

Mit E-Bikes war es tatsächlich einfacher – und ich kann sie wirklich empfehlen. Unsere Akkus hielten pro Ladung 70–190 km je nach Gelände (die 190 km nur auf flacher Strecke), und zum Aufladen lässt man euch überall. Einfach fragen. Einmal haben wir sogar in einem Gemüseladen geladen. Aber bitte: Wenn ihr euer neues E-Bike das erste Mal nach Hause bringt, fahrt nicht sofort damit nach Griechenland, okay?

2) Unterwegs arbeiten ist nicht unmöglich – aber fühlt sich an wie Arbeiten mit Magen-Darm-Grippe

Auf halber Strecke mussten wir eine 3-tägige Pause für Nicht-Stop-Arbeit einlegen.
Auf halber Strecke mussten wir eine 3-tägige Non-Stop-Arbeitspause einlegen.

Wir beide arbeiten online. Deshalb habe ich inzwischen eine ganze Sammlung von Geschichten über die absurdesten Orte, an denen ich schon gearbeitet habe. Wenn es dringend ist, kann ich mich auf den Boden setzen, mobile Daten anschalten und notfalls auch auf dem WC arbeiten. Ich habe in Uganda auf 2.500 Metern Höhe gearbeitet, aber auch neben Mülleimern in einer Gasse – egal wo auf der Welt.

Wir haben sogar während unserer dreimonatigen Amerika-Reise gearbeitet, und dachten deshalb, dass es auf dem Rad kein Problem sein würde. Ratet mal, was. Es war eines. Ein großes.

Kurz anschauen und weiterfahren
Kurz anschauen und weiterfahren.

Ich weiß nicht, was schlimmer war: die Erschöpfung vom ganzen Tag Radfahren – oder die Tatsache, dass wir nicht einfach ein paar Kilometer weiterfahren konnten, um ein besseres WLAN zu finden, wenn das im Campingplatz nicht funktionierte (10 km sind auf dem Fahrrad eine echte Umwegsplanung, besonders wenn man schon über 100 km in den Beinen hat). Und dann noch das Offensichtliche, das mir hätte auffallen sollen: Während der Fahrt kann man nichts erledigen. Auf einem Roadtrip mit dem Auto schaffe ich unterwegs die Hälfte meiner Aufgaben – auf dem Rad musste ich warten, bis wir irgendwo anhielten.

Was ist schlimmer – Hitze oder Erschöpfung?

Unser Alltag sah ungefähr so aus: Aufstehen zwischen sechs und sieben Uhr, Zelt in Rekordzeit abbauen, 15 Minuten später schon im Halbschlaf kräftig in die Pedale treten. Kurzer Stopp im Supermarkt für einen Joghurtdrink als Frühstück, damit wir keine Zeit verlieren. Denn von Deutschland bis nach Griechenland blieben die Temperaturen nie unter 35 Grad.

Die Hitze begleitete uns auf dem Rad schon von Deutschland an.
Die Hitze begleitete uns schon von Deutschland an.

Mittags hielten wir ein bis zwei Stunden für das Mittagessen an, danach ging es bis zum Abend weiter – natürlich mit Pausen für kalte Getränke. Zwischen 18 und 20 Uhr kamen wir auf dem Campingplatz an, duschten schnell, kochten, und dann begann die Suche nach WLAN – gearbeitet wurde bis Mitternacht. Oft fingen wir erst gegen halb zehn Uhr abends an, und ich muss euch wohl nicht erklären, wie müde wir waren (Schlaftabletten hätten wir definitiv nicht gebraucht).

Und das Internet war nicht immer schnell – manchmal gar nicht vorhanden. Keine Idylle. Erschöpfung, wenig Zeit, ständiger Stress – ich fühlte mich, als würde ich mit Magen-Darm-Grippe arbeiten. Ehrlich gesagt war es manchmal sogar noch schlimmer.

3) Ihr müsst euch von der Freiheit verabschieden

Wir wussten, dass wir viele Orte auslassen müssten – aber es waren wirklich sehr viele. Alles, was nicht direkt auf unserer Route lag. Klar, beim Reisen geht es nicht darum, alles zu sehen. Aber es hat uns das Wandern in den Bergen gekostet – in wunderschönen Bergen, und ihr wisst, wie sehr wir Trekking lieben.

Die Berge haben wir hauptsächlich von unten bewundert.
Die Berge haben wir hauptsächlich von unten bewundert.[/caption>

Die Vorstellung, vollbeladene E-Bikes mit allem, was man besitzt, irgendwo stehen zu lassen, war schlicht unrealistisch. Ich habe so manchen Trek beweint – die Meteora in Griechenland, Mostar in Bosnien. Orte, auf die ich mich gefreut hatte, die sich auf dem E-Bike aber als unerreichbar erwiesen. Wo ist die Freiheit, die man auf dem Fahrrad eigentlich spüren sollte?

4) Ihr seht nichts wirklich

Ein Monat und eine halbe für eine Europareise ist eigentlich viel. Trotzdem schafft man nicht wirklich viel. Ein paar Stunden an einem Ort zu verweilen bedeutet, kaum voranzukommen. Am Anfang haben wir versucht, es zu genießen – am Bleder See gebadet, Städtchen erkundet. Das hat sich schnell gelegt, als wir merkten, wie sehr wir hinterherhinkten. Dazu kommt: Viele Orte sind mit dem Fahrrad schlicht nicht erreichbar.

5) Das Wetter ist euer größter Feind

Ja, es war eine ziemlich schlechte Idee, in der größten Hitze nach Griechenland zu fahren. Aber an die 40 Grad haben wir uns irgendwann gewöhnt. Wir haben gelernt, ihnen auszuweichen: früh aufstehen, die Mittagshitze in Cafés und Restaurants aussitzen.

[caption id="attachment_52910" align="aligncenter" width="650"]Entweder Gluthitze oder genau das hier. Entweder Gluthitze – oder genau das hier.

Schlimmer wurde es, als wir in den Dolomiten in einen heftigen Regen- und Kältesturm gerieten. Es schüttete den ganzen Tag und die ganze Nacht, und so hilflos hatten wir uns wohl noch nie gefühlt. Wir waren bis auf die Haut durchnässt – das Zelt nass, die Schlafsäcke nass. Das gesamte Leben durchnässt! Gut, das übertreibe ich ein wenig, aber unsere einzige lange Hose und unser einziges Langarm-Shirt waren klatschnass – und wir wussten nicht, was wir tun sollten, weil es einfach weiterregnet. Immer wieder fanden wir uns in Situationen wieder, in denen es buchstäblich keinen Unterschlupf vor dem Wetter gab.

6) Radreisen sind teuer

Eine Radreise ist keine günstige Angelegenheit.
Eine Radreise ist keine günstige Angelegenheit.

Wir haben naiv geglaubt, dass Reisen per Rad günstig sei. Aber wenn ihr es legal machen wollt, zahlt ihr in Europa jeden Tag für einen Campingplatz. Dazu kommt: Bei der Hitze sind wir oft in Restaurants und Cafés gelandet. Wenn ihr gerade im kühlen Zimmer sitzt, denkt ihr vielleicht, wir wären verwöhnt – aber versucht mal, acht Stunden täglich bei 40 Grad zu radeln. Dann hört ihr auf, aufs Geld zu achten. Wie viel uns das alles gekostet hat? Das erfahrt ihr in einem anderen Artikel.

7) Eineinhalb Monate esst ihr immer dasselbe

Am Anfang haben wir noch mit frischen Zutaten gekocht – bis uns klar wurde, dass wir dann nichts anderes mehr schaffen.
Am Anfang haben wir noch mit frischen Zutaten gekocht – bis uns klar wurde, dass wir dann nichts anderes mehr schaffen.

Da wir fast jeden Tag gezeltet haben, kochten wir auf einem kleinen Campingkocher in einem einzigen kleinen Topf. Nach einem ganzen Tag im Sattel war es schlicht unmöglich, sich etwas Ausgefeilteres als Bohnen oder Spaghetti auszudenken. Und oft fehlten ohnehin die nötigen Zutaten.

Fazit

Unsere E-Bikes warten auf das nächste Abenteuer – wohin es geht, werden wir sehen.
Unsere E-Bikes warten auf das nächste Abenteuer – wohin es geht, werden wir sehen.

Ins Radfahren haben wir uns tatsächlich verliebt (das hättet ihr wohl nicht erwartet, oder?). Aber nicht so sehr, dass wir vollbepackt auf eine längere Tour als eine Woche aufbrechen wollen – aus all den oben genannten Gründen.

Ich habe euch viel erzählt, aber die Wahrheit ist: Das größte Problem war die Arbeit und die Tatsache, dass wir keine Berge erwandern konnten. E-Bikes sind ansonsten eine tolle Sache – und wenn wir gerade zu Hause sind, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ihr uns irgendwo in der Umgebung darauf antrefft.

Alle Artikel von unserer Reise könnt ihr auf den Seiten von Reportér nachlesen.

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Warum ich immer das Studium dem Reisen vorziehen würde

TL;DRDie Autorin würde sich immer fürs Studium statt fürs Reisen entscheiden, denn die Universität bietet fünf Dinge, die Reisen niemals ersetzen kann: fundiertes Fachwissen, kritisches Denken, eine breitere Perspektive durch Diskussionen und Vorlesungen, praktische Erfahrung (etwa stundenlanges Filmeentwickeln in der Dunkelkammer) und wertvolle Kontakte zu Kommilitonen und Vorbildern aus der Branche. Sie selbst hat Journalismus an der Fakultät für Sozialwissenschaften der Karls-Universität im Hollar-Gebäude studiert und regelmäßig an der Sommerschule für Journalismus in Havlíčkův Brod teilgenommen. Das sind für sie fünf konkrete Gründe, warum sie das Studium nie gegen Reisen eingetauscht hat – fürs Reisen bleibt schließlich noch das ganze restliche Leben.
Studium vs. Reisen

In letzter Zeit häufen sich in den sozialen Medien Aussagen, dass Reisen mehr bringt als jede Schule. Prominente erklären in Interviews ungeniert, dass die Schule sie gelangweilt hat und zu nichts nütze war. Kein Wunder, dass manch junger Mensch dabei auf die Idee kommt, das Studium sausen zu lassen, den Rucksack zu schnappen und zehn Jahre durch die Welt zu wandern. Beim Thema Studium oder Reisen möchte ich klarstellen: Reisen lehrt dich wirklich viel – mehr Toleranz gegenüber anderen Kulturen, mehr Selbstständigkeit, Resilienz und Anpassungsfähigkeit – aber es gibt Dinge, die es einfach nicht ersetzen kann.

Bevor ich erkläre, warum ich das Reisen nie dem Studium vorziehen würde, möchte ich eines klarstellen: Ich halte ein Universitätsstudium keineswegs für zwingend notwendig. Ich finde es großartig, wenn jemand entscheidet, ein handwerklicher Maurer, eine Floristin oder ein Friseur zu werden. Dieser Artikel handelt nur von mir persönlich – davon, warum ich persönlich immer das Studium dem Reisen vorziehen würde.

Das Leben in Kanada hat mir unglaublich viele Erfahrungen gebracht und mich gestärkt.
Das Leben in Kanada hat mir unglaublich viele Erfahrungen gebracht und mich gestärkt.

1) Es gibt Dinge, die man ohne Studium nicht lernt

Unsere Generation will alles sofort. Aber vieles geht eben nicht sofort. Arzt oder Anwalt wird man nicht über Nacht – und schon gar nicht durch Selbststudium. Doch es geht nicht nur um diese Berufe. Im Studium lernst du Dinge in einer Tiefe, die du dir auf eigene Faust nie erarbeiten würdest. Vielleicht interessieren sie dich nicht einmal. Wahrscheinlich wirst du sie nie direkt brauchen. Aber was dir das Studium mitgibt, ist die Erkenntnis, dass nichts schwarz-weiß ist und jedes Problem mehrere Ebenen hat, die es zu untersuchen gilt. Du lernst, kritisch an Fragestellungen heranzugehen – und erkennst, dass zwar jeder in der Runde eine Meinung hat, aber kaum jemand wirklich in die Tiefe gegangen ist.

2) Die Welt aus einer breiteren Perspektive sehen

Unser Alltag ist schnell geworden. Die meisten von uns sind schon froh, wenn sie den täglichen Spagat zwischen Job und Familie irgendwie hinbekommen – tiefgründige Diskussionen sucht kaum jemand aktiv. Zu diskutieren, die eigenen Ansichten hinterfragen zu lassen und die Welt durch die Augen von Menschen zu sehen, die nicht in meiner Blase leben – das war einer der faszinierendsten Aspekte meines Studiums. Natürlich gibt es Studiengänge, in denen Diskussionen zu kurz kommen – aber das ist ein anderes Thema. Während des Studiums hast du außerdem die einmalige Gelegenheit, Podiumsdiskussionen und Gastvorlesungen zu besuchen. Klar, das ist auch danach möglich – aber mal ehrlich: Wer von uns findet dafür im Alltagstrubel wirklich noch Zeit?

Vielleicht wirkt es in meinen sozialen Medien so, als wäre Reisen meine Priorität Nr. 1. Aber in Wirklichkeit standen immer Studium, Familie und Freunde an erster Stelle – und dann erst Arbeit und Reisen.
Vielleicht wirkt es in meinen sozialen Medien so, als wäre Reisen meine Priorität Nr. 1. Aber in Wirklichkeit standen immer Studium, Familie und Freunde an erster Stelle – und dann erst Arbeit und Reisen.

3) Erfahrungen, die man sonst nie machen würde

Ich habe kein Chemie- oder Nanotechnologie-Studium absolviert – dort wäre dieser Punkt noch viel eindrucksvoller. Ich habe Journalismus studiert (und es geliebt!).

In den ersten Jahren meines Bachelorstudiums verbrachte ich stundenlang in der Dunkelkammer, entwickelte Filme und vergrößerte Abzüge. Ein größeres Abenteuer, das sich in einem einzigen kleinen Raum abspielt, habe ich nie erlebt.

 
Ich erinnere mich, wie ich meinem Vater einmal mit schlechten Noten gedroht habe – und er ganz gelassen antwortete: 'Das sind deine Noten.' Schlechte Noten habe ich nie bekommen, und meine Mutter lachte mich aus, weil sie mich bei einer schlechten Note trösten musste. Ich war ein Streber. Wahrscheinlich bin ich es noch immer.
Ich erinnere mich, wie ich meinem Vater einmal mit schlechten Noten gedroht habe – und er ganz gelassen antwortete: „Das sind deine Noten.“ Schlechte Noten habe ich nie bekommen, und meine Mutter lachte mich aus, weil sie mich bei einer schlechten Note trösten musste. Ich war ein Streber. Wahrscheinlich bin ich es noch immer.

4) Netzwerke und Kontakte

Im Journalismus-Studium war ich umgeben von Menschen, die in dieselbe oder eine sehr ähnliche Richtung strebten. Allein dieses Umfeld war unglaublich bereichernd. Manche meiner Kommilitonen – die erfolgreicheren unter ihnen – arbeiten heute beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk, und wenn ich Radio höre oder die Nachrichten einschalte, dauert es meist nicht lange, bis ich eine vertraute Stimme erkenne.

Im Studium hatte ich die Möglichkeit, Menschen zu begegnen, zu denen ich schon seit der Schulzeit aufgeschaut hatte – manche lehrten mich sogar oder hielten zumindest einzelne Seminare ab. Ich versuchte, das Studium in vollen Zügen zu nutzen: In den ersten Jahren, bevor ich anfing zu arbeiten, absolvierte ich Praktika, Kurse, Workshops und Vorlesungen. Diese ersten Jahre an der Uni waren die schönsten. Durch all diese Aktivitäten habe ich nicht nur herausgefunden, was mich begeistert, sondern auch, was ich im Leben nie tun möchte.

5) Die Begegnung mit Institutionen und Systemen

Dieser Punkt klingt vielleicht etwas ironisch, ist aber absolut wahr. Im Studium erlebst du so manche unangenehme Begegnung mit dem System. Im besten Fall ist es nur der Kontakt mit bürokratischen Anforderungen oder einer hakelnden Prüfungsanmeldeplattform. In Deutschland und Europa lebt man nun mal in einem Verwaltungssystem – und die Uni ist eigentlich eine perfekte Vorbereitung auf den jährlichen Kampf mit der Steuererklärung, die Abwicklung von Versicherungsangelegenheiten oder die Beantragung eines Kredits. Und trotzdem: Man erinnert sich nie, was man elektronisch einreichen kann und wo man noch einen Stapel Papier ausdrucken und persönlich abgeben muss. Denn das System ändert sich ständig. Und das hält unseren Adrenalinspiegel verlässlich oben. 🙂

Und wie viele Cafés ich während des Studiums entdeckt habe :-D
Und wie viele Cafés ich während des Studiums entdeckt habe 😀

Als ich mein Masterzeugnis in den Händen hielt, war ich ein bisschen wehmütig. Die Studienjahre hätte ich gegen nichts auf der Welt getauscht. Ich gehöre zu den Menschen, die keine einzige Stunde verpassen wollten – auf die meisten Vorlesungen habe ich mich ehrlich gefreut. Klar, manchmal habe ich etwas schleifen lassen oder eine Veranstaltung geschwänzt. Aber mein Studium war wunderschön, auf seine eigene Art aufregend und magisch – und ich bereue es nicht einen Moment, dass ich stattdessen nicht gereist bin. Dafür habe ich schließlich noch das ganze Leben vor mir.

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Wie wir unsere Traumhochzeit (nicht) geplant haben – und was sie gekostet hat

TL;DRDie Traumhochzeit lässt sich auch ohne Hochzeitsplanerin in wenigen Monaten organisieren – nur Location, Kleid und Einladungen solltest du früh klarmachen, den Rest kannst du auch noch einen Monat vorher regeln. Die Autoren schildern ihre Hochzeit mit 30 Gästen in der Stodola Suška bei Znojmo, die sie wegen unzuverlässigem Personal heute nicht mehr empfehlen, und nennen den Schlossgarten Mitrowicz als bessere Alternative. Die Hochzeit kostete am Ende 222.254 Kronen, die größten Posten waren Musik, Trauredner, Fotograf und Video mit 62.000 Kronen, Übernachtung für die Gäste mit 32.000 Kronen und das Brautkleid mit 32.900 Kronen. Sie raten, vor allem in Fotograf und Video zu investieren, und die Trauung auf den Abend zu legen – bei einer Feier zur Mittagszeit ist das Licht auf den Fotos schlechter und man kommt außerdem zu kurz zum Schlafen.

Alle sagen, deine Hochzeit wird der schönste Tag deines Lebens. Aber kaum jemand erzählt dir, was dabei alles schiefgehen kann – und ich rede noch nicht mal vom Wetter. Genau deshalb sind wir hier. Dieser Artikel soll dir helfen, beim Hochzeit planen weniger Fehler zu machen als wir. Du erfährst, wie viel Zeit du für die Planung brauchst, was unsere Hochzeit gekostet hat, ob du eine Hochzeitskoordinatorin oder einen DJ brauchst – und wie du deine Gäste bestens unterhältst.

Am Tag vor der Hochzeit sah es aus, als würden die Gäste verhungern

Unsere Hochzeit sollte ein Märchen werden – geplant ohne Stress, ohne Nerven, ohne Drama. Und ein Märchen wurde sie am Ende tatsächlich. Es lief genau so, wie es sollte (nein, es war keine Katastrophe, es war magisch), aber trotzdem lagen unsere Nerven blank. Am Abend vor der Hochzeit bestellten wir Pizza-Lieferservice ins Dorf, weil es aussah, als würde die Hälfte der Gäste verhungern.

Perfekte Hochzeit

Wie lange braucht man, um eine Hochzeit zu planen?

Lukáš hat mir im Dezember 2017 einen Heiratsantrag gemacht. Wir wollten im Sommer heiraten – das bedeutete, wir mussten so schnell wie möglich eine Location finden. Ich ahnte, dass die schönsten Orte zu diesem Zeitpunkt schon längst ausgebucht sein könnten. Wir ergatterten einen Donnerstag (26.7.2018), der Rest des Sommers war an unserem Traumort bereits vergeben. Sobald die Location stand, kümmerte ich mich ums Kleid. Location, Kleid und Einladungen sind wirklich die einzigen Dinge, die du weit im Voraus regeln musst. Den Rest haben wir einen Monat vor der Hochzeit erledigt.

Wir haben die Hochzeit online geplant

Ringe und Kleid online bestellt

Ich hatte eine genaue Vorstellung meines Hochzeitskleides – gefunden auf Pinterest. Ein wunderschönes zweiteiliges Kleid, ein fließender Feenrock und dazu eine lockere Spitzenoberteil. In Deutschland fand ich nichts Vergleichbares. Dann kam mir der Gedanke: Warum nach etwas Ähnlichem suchen, wenn ich einfach genau das Kleid bestellen kann, das ich auf Pinterest gesehen hatte? Ich recherchierte das Atelier, das es herstellt, schickte meine Maße und betete, dass Lukáš mich richtig ausgemessen hatte. Als das Kleid ankam, passte es perfekt – und ich ging siegessicher davon, dass unsere Hochzeit stressfrei wird.

Genauso lief es mit den Ringen. Wir besuchten mehrere Geschäfte in unserer Stadt, aber nichts überzeugte uns. Abends suchte ich online (ich würde euch 27jewelry empfehlen – leider entdeckte ich sie erst nach der Hochzeit) und hatte nach fünf Minuten meinen Ring gefunden. Ich redete mir ein, dass ein Ehering sowieso das langweiligste Schmuckstück ist – es ist nun mal ein Kreisring. Wieder lag ich falsch. Der Ring kam an und war noch schöner als auf den Fotos. Seither bin ich überzeugt, dass dieses „langweilige Ringlein“ gar nicht so langweilig ist.

Ich dachte, ich hätte die Hochzeit im Griff. Dann kamen die ersten Probleme.

Keine Friseurin – Make-up hab ich selbst gemacht

In der Nähe fand ich niemanden, dem ich mich für meinen großen Tag anvertrauen wollte, also entschied ich mich, mich selbst zu schminken und frisieren. Morgens schauten meine Trauzeugin und ich noch entspannt zusammen Serien, vor dem Mittagessen stieg ich auf, drehte mir die Haare, war in fünfzehn Minuten geschminkt und ging essen. Entspanntere Stunden vor einer Hochzeit hätte ich mir kaum vorstellen können.

TIP: Du möchtest perfekt aussehen, traust dir das Schminken aber nicht alleine zu? Dann überlass dich den Händen einer erfahrenen Make-up-Artistin. Eigenes Make-up und Frisur zur Hochzeit

Die Hochzeit rückwärts – warum eine Abendtrauung besser ist

Ausgeschlafen und mit viel Zeit ins Fest zu starten – das ermöglichte uns die Abendtrauung. Die Feier begann um 17 Uhr mit einem Buffet, das heißt, ich hatte Zeit bis mindestens 14 Uhr, wenn wir unser geplantes Fotoshooting mit Lukáš und den Brautjungfern hatten. Und warum abends heiraten? Mittags zu heiraten ist meiner Meinung nach die größte Dummheit – bei strahlendem Sonnenschein garantiert dir das die schlechtesten Lichtbedingungen für Fotos. Hartes Licht und tiefe Schatten schmeicheln keinem Gesicht. Und ausschlafen kannst du vor einer Mittagshochzeit schon gar nicht.

Die falsche Location – und was wir daraus gelernt haben

Während alle unsere Hochzeitslocation bewundern, rate ich jedem davon ab, der darüber nachdenkt. Sie war wunderschön, aber hätten wir nicht gerade Prüfungsstress gehabt und ein bisschen mehr Zeit zum Suchen gehabt, hätte ich sie definitiv gewechselt. Welche ich heute wählen würde? Wahrscheinlich den Schlossgarten Mitrowicz, wegen seines großartigen Besitzers.

Als wir im Dezember zum ersten Treffen mit der Managerin kamen, waren wir begeistert. Es fielen Phrasen wie: „Alles ist möglich“, „Wir können das Catering übernehmen, vegetarisch kein Problem“ und „Wir dekorieren alles ganz nach euren Wünschen.“ Wir fuhren euphorisch nach Hause, zahlten die Kaution – und dachten nicht weiter darüber nach.

Das Catering bei unserer Hochzeit war eine Herausforderung

Die Managerin wollte uns Gulasch und Schnitzel aufzwingen

Beim zweiten Treffen im Februar war die Euphorie verflogen. Die Managerin bestand auf einem Menü voller Schnitzel, Gulasch und Spanferkel, weil „die Gäste das nun mal mögen.“ Ich fuhr niedergeschlagen nach Hause, unglücklich – einziger Trost war, dass wir das noch ändern konnten. Nach einer gründlichen Analyse des vorgeschlagenen Menüs wurde uns aber klar: Ein leichtes, frisches Buffet lässt sich daraus nicht zusammenstellen.

Nach langer Suche nach einem passenden Caterer kontaktierten wir zweieinhalb Monate vor der Hochzeit einen Caterer in unserer Region, der nach wenigen Infos zu unseren Vorstellungen ein perfektes Menü zusammenstellte und sogar ein Picknick zur Verkostung anbot. Voller Freude teilten wir der Location mit, dass wir ihr Catering nicht haben möchten – und freuten uns aufs Picknick.

Location Bewertung Hochzeit
Diese Location können wir für eine Hochzeit nicht empfehlen

„Fremde Caterer dürfen hier nicht rein!“

Doch die Managerin schrieb uns zurück: auf keinen Fall. Wir waren fassungslos – davon stand nichts im Vertrag, und es war uns nie gesagt worden. Als wir nach Gründen fragten, sagte sie plötzlich, sie werde versuchen, die Inhaberin zu überzeugen. So lavierte sie bis drei Wochen vor der Hochzeit herum, bevor wir die eindeutige Antwort bekamen: eigenes Catering ist nicht möglich, weil wir damit nicht in die Küche dürfen. Sie bot an, unser Wunschmenü von ihrem Koch zubereiten zu lassen.

Mit den Brautjungfern

„Die Gäste werden hungern“, sagte die Managerin, die das Catering verantwortete

Ich würde gerne schreiben, dass damit das Leiden ein Ende hatte – leider nicht. Am Tag vor der Hochzeit kamen wir zur Location, und die Managerin erklärte vor den Brautjungfern und unserer Familie, dass die Gäste hungern werden. Ich starrte sie ungläubig an: Wie sie das meine, dass Essen für 30 Personen im Wert von über 1.700 € nicht reichen werde. „Ihr habt doch mit dem Koch zusammen die Mengen abgestimmt, das sollte wohl passen“, regte ich mich auf. „Ja, aber Sie haben gesagt, bei Ihnen wird nicht viel gegessen.“ „WIE BITTE?“ Das war dann zu viel. Lukáš zog mich beiseite und beruhigte mich. Zur Info: Die Hälfte des Essens blieb übrig. Aber den ganzen Vortag verbrachten wir damit, Lösungen für angeblich zu wenig Essen zu finden.

Und das war leider nicht das einzige Problem mit diesem „märchenhaften“ Ort. Nichts von dem, was sie versprochen hatten, wurde gehalten. Sowohl die Beschallungsanlage als auch die Lichterketten am Torbogen wurden nicht rechtzeitig vorbereitet. Zum Glück hatten wir der Managerin kein Vertrauen geschenkt und alles sicherheitshalber selbst mitgebracht.

Wunderschönes Hochzeitskleid und Blumenkranz

Wie wir die Musik gelöst haben

Für die Trauung entschieden wir uns für Live-Musik, beim Fest selbst setzten wir auf Spotify. Und das war wahrscheinlich eine der besten Entscheidungen, die wir getroffen haben. Wir hatten zwei Playlists: eine ruhige, entspannte für die Zeit vor der Trauung und eine zum Tanzen für danach.

Worin es sich lohnt zu investieren

Ich wusste von Anfang an, dass meine große Investition der Fotograf sein würde. Wie unglücklich die Wahl der Location war, so glücklich waren wir mit unserem Fotografen Olda von Něco Modrého. Seine Fotos sprechen fast für sich. Was sie dir aber nicht sagen können: Olda ist nicht nur ein großartiger Fotograf, sondern auch ein wunderbarer Mensch, dem man auf der Hochzeit einfach dankbar ist. Wir mochten ihn so sehr, dass wir ihn heute als Freund betrachten – und hoffen, dass das auf Gegenseitigkeit beruht.

Eine weitere große Investition war das Team von DIB Production. Wir sahen ihr Video ein halbes Jahr vor der Hochzeit und wussten sofort: Die brauchen wir. Wir wollten kein „Hochzeitsvideo“ – wir wollten ein DIB-Video von unserer Hochzeit.

Hochzeit Ideen: Gäste unterhalten – so oder so

Wir waren nervös, wie wir die Gäste unterhalten sollten. Wie sich herausstellte: völlig unnötig. Du brauchst nichts. Keine Spiele, keine Programmpunkte. Trotzdem macht das Eine oder Andere die Feier noch ein bisschen bunter.

Spiele auf der Hochzeit

1) Schokoladenbrunnen

Unser größter Hochzeitshit. Wer sagt, dass Essen keine Unterhaltung ist?

2) Polaroid und Gästebuch

Schilder wie „Ich will auch heiraten“ und „Ich bin nur wegen dem Essen hier“ lockten sogar unsere Omas und Opas. Am Ende des Abends hatten wir ein randvolles Hochzeitsgästebuch voller Polaroids.

Schilder zur Hochzeit

3) Wohin müssen wir innerhalb eines Jahres reisen?

Wir beschlossen, die Gäste entscheiden zu lassen, wohin wir im nächsten Jahr reisen. Jeder warf einen Reisevorschlag in eine Box, und gegen frühen Morgen zogen wir 3 davon aus. Wie wir zur Antarktis kommen sollen – das wissen wir bis heute nicht.

4) Wünsche für in zehn Jahren

Als ich klein war, schrieb ich mir selbst einen Brief zu meinem 18. Geburtstag. Diesmal schrieben nicht ich, sondern unsere Gäste an unser zukünftiges Ich: Sie konnten uns eine Botschaft hinterlassen, die wir erst in 10 Jahren öffnen werden.

TIP: Falls ihr doch ein paar Aktivitäten einplanen möchtet, schaut euch diese originellen Hochzeitsspiele-Ideen an. Perfekte Hochzeit

Brauchst du eine Hochzeitskoordinatorin?

Unsere Hochzeit war ein Märchen – trotz aller Probleme bei der Planung, trotz aller Nerven wegen der Location. Und deine wird es auch sein. Für eine wunderschöne Hochzeit brauchst du weder eine Koordinatorin noch monatelange Arbeit. Es reicht: eine klare Vorstellung, eine Hochzeits-Checkliste, ein paar Telefonate und Treffen. Und starke Nerven.

Was kostet eine Hochzeit?

Wir hatten kein festes Budget, aber wir rechneten grob mit etwa 8.000 € für 55 Gäste. Am Ende waren wir nur 30 Personen, aber die Hochzeit kostete trotzdem mehr. 8.890 € ist die endgültige Summe – ohne unsere Zeit, monatelange Fahrten und kleine Extras einzurechnen.

  • Miete der Location: 800 €
  • Musik, Trauung, Fotograf, Video: 2.480 €
  • Hotelübernachtung für alle Gäste: 1.280 €
  • Catering/Verpflegung: 1.775 €
  • Blumen: 480 €
  • Gästetransport nach der Hochzeit: 48 €
  • Einladungen: 48 €
  • Kleider für Braut, Brautjungfern und Bräutigam: 1.315 €
  • Eheringe: 520 €
  • Schokolade für den Brunnen: 40 €
  • Gästebuch: 36 €
  • Instax-Fotos: 68 €

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