Die beste Kamera für Blogger – wie du die richtige wählst

Wir alle wissen, wie wichtig gute Fotos beim Bloggen sind. Doch wie findest du die beste Kamera für Blogger, wenn die Auswahl auf dem Markt schier unüberschaubar ist? Dazu kommt: Eine Kamera ist keine günstige Investition – und niemand möchte einen Monat später bereuen, falsch gewählt zu haben. Also, welche Kamera soll es sein?

Hinweis: Ich bin kein Experte und erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Dieser Leitfaden entstand auf Basis meiner eigenen, monatelangen Recherche. Ich verzichte bewusst auf Foto-Fachjargon und versuche, alles so zu erklären, dass es wirklich jeder versteht.

Warum ich meiner Spiegelreflexkamera den Rücken gekehrt habe

Beste Kamera für Blogger

Meine Canon 6D war eine echte Liebesgeschichte – ich war rundum zufrieden mit ihr, und genau deshalb hatte ich am meisten Angst, beim Kauf einer neuen Kamera einen Fehler zu machen. Ich wollte auf keinen Fall einen Rückschritt machen. Jetzt fragst du dich vielleicht: Warum überhaupt wechseln?

Zu meiner Canon hatte ich eine ganze Schublade voller Zubehör – Objektive, Blitze, alles Mögliche. Doch als wir anfingen zu reisen, wurde mir schnell klar, dass das keine ideale Kombination war: Kamera plus Ausrüstung wog mehrere Kilogramm!

Selbst wenn ich „leicht“ reiste und nur die Kamera mit einem Objektiv dabei hatte, schmerzten mir danach die Schultern – und mir wurde klar, dass die Zeit für einen Wechsel gekommen war (und das tat mir fast ein bisschen leid). Die Canon 6D ist unter Fotografen eine Legende, und die neuere Version ist wirklich beeindruckend. Aber für das Reisen, für das tägliche Schleppen als Bloggerin, ist sie eine Legende mit dem Beinamen „Qual“.

Kamera für Blogger auf Reisen auswählen
Für Reisen brauchte ich eine leichtere Kamera

Spiegelreflexkameras liefern fantastische Bilder, und es gibt Blogger und Reisende, die schwören, dass nichts sie ersetzen kann. Ich gehörte selbst lange dazu – also kann ich das gut verstehen. Für Blogger sollte heute aber die klare Wahl eine Systemkamera (Mirrorless) oder eine hochwertige Kompaktkamera sein. Und wie ich dir am Ende des Artikels zeige, lassen sich auch mit dem Smartphone tolle Fotos machen.

Wie du die richtige Kamera für den Alltag wählst

Ich verrate es dir gleich: Es gibt nicht die eine perfekte Kamera für alle Blogger. Eine Universalantwort existiert nicht – aber wenn du dir die folgenden Fragen ehrlich beantwortest, kommst du deinem persönlichen Ideal sehr nahe.

Wie willst du die Kamera nutzen?

  • Gewicht der Kamera

Wenn du eine Kamera für den täglichen Einsatz suchst, wird das Gewicht eines deiner wichtigsten Kriterien sein. Niemand möchte in der Stadt oder auf Reisen etwas mit sich tragen, das die Handtasche in ein Trainingsgewicht verwandelt. Wenn du allerdings über Kochen oder Kosmetik bloggst, spielt das Gewicht eine weniger große Rolle.

  • Brauchst du wechselbare Objektive?

Das ist eine Frage, die du für dich selbst beantworten musst. Eine Kamera mit Wechselobjektiven hat klare Vorteile: Du kannst dir ein Porträtobjektiv zulegen, ein Teleobjektiv für Tiere oder ein Weitwinkelobjektiv für Landschaften. Es heißt, dass die Qualität des Objektivs wichtiger ist als das Gehäuse – und da ist viel Wahres dran. Allerdings summieren sich die Kosten: Ein gutes Objektiv ist eine Investition von mehreren Hundert bis zu mehreren Tausend Euro.

Kleiner Tipp: Wenn du dich für eine Kamera mit Wechselobjektiv entscheidest, ist es in 90 % der Fälle besser, nur das Gehäuse zu kaufen und das Objektiv separat auszuwählen. Warum? Das Kit-Objektiv, das zusammen mit dem Gehäuse verkauft wird, ist meistens das Schlechteste, was du an deine Kamera schrauben kannst. Wenn du nicht vorhast, in Objektive zu investieren, greif lieber zu einer Kamera ohne Wechselobjektiv wie der Canon G7X oder der Fujifilm X100F.

Wenn du dir eine Kamera mit Wechselobjektiv zulegst, schau dir unbedingt Verfügbarkeit und Preise des Zubehörs der jeweiligen Marken an. Ja, ein qualitativ gleichwertiges Objektiv kann bei einer Marke dreimal so viel kosten wie bei einer anderen. Es lohnt sich auch, auf Gebrauchtkauf-Plattformen wie eBay Kleinanzeigen zu schauen – Canon-Zubehör ist dort oft deutlich leichter zu finden als Sony-Objektive.

Empfehlungen: Kompaktkameras ohne Wechselobjektiv

Fujifilm X100F – ca. 1.000 €

Wenn ich zur einer Kamera ohne Wechselobjektiv greifen würde, wäre es wahrscheinlich genau diese – mit einem 35-mm-Objektiv. Sie ist schlicht fantastisch, wenn du dich hauptsächlich auf Lifestyle-Fotos und Street Photography konzentrierst.

Fujifilm X100F Kamera für Blogger

CANON PowerShot G7 X Mark II – ca. 550 €

Diese Kamera ist großartig fürs Filmen, liefert aber auch ohne viel Aufwand hervorragende Fotos.

Canon PowerShot G7X Kamera für Blogger

Beliebte Kameras mit Wechselobjektiv unter Bloggern

1) Für Einsteiger

2) Für alle, die mehr aus ihrer Kamera herausholen wollen

3) Wenn das Budget keine Rolle spielt

Welche Objektive lohnen sich?

Festbrennweiten (Objektive ohne Zoom) haben eine feste maximale Blende und Brennweite – das führt zu schärferen, qualitativ hochwertigeren und professioneller wirkenden Fotos.

1) Objektiv für Porträts

Die meisten starten mit einem 50mm f/1.8 – dieses Objektiv zaubert wunderschöne Porträts mit schön unscharfem Hintergrund (Bokeh). Bei größeren Gruppen oder Landschaftsaufnahmen kann es aber eng werden, weil du dann zu weit zurücktreten müsstest, um alles ins Bild zu bekommen. Für Porträts ist es jedoch ideal.

2) Objektiv für Street- und Fashion-Fotografie

Ein weiterer Klassiker ist das 35mm f/2. Damit gelingen sowohl tolle Lifestyle-Aufnahmen als auch Street-Fotos.

3) Objektiv für Landschaften

Wer sich auf Landschaftsfotografie konzentrieren möchte, greift wahrscheinlich zu einem Weitwinkelobjektiv. Das kann ein Zoom sein, zum Beispiel 16–35 mm, oder eine Festbrennweite wie 16 mm oder 28 mm. Das sind nur Richtwerte – jede Marke hat leicht abweichende Größen. Je kleiner die Zahl, desto mehr passt ins Bild. Sehr niedrige Brennweiten erzeugen allerdings auch die stärkste Verzerrung. Ich persönlich fotografiere Landschaften am liebsten mit 28 mm, weil 16 mm für meinen Geschmack zu stark verzerrt.

Kamera für Blogger Landschaftsfoto
Du musst keine eigenen Presets erstellen – es reicht, wenn du die grundlegenden Bearbeitungen in Lightroom beherrschst.

Willst du mit der Kamera auch Videos drehen?

Wenn du eine Kamera sowohl zum Fotografieren als auch zum Filmen nutzen möchtest, schränkt sich deine Auswahl etwas ein. Überleg dir: Filmst du vom Stativ, nimmst du Bewegungen auf, oder möchtest du dich auch selbst beim Laufen filmen?

Wenn du nur vom Stativ filmst – zum Beispiel als Beauty- oder Lifestyle-Bloggerin – kommt dafür eigentlich jede Kamera infrage.

Wenn du aber auch ohne Stativ filmen möchtest, wird die Bildstabilisierung wichtig. Und wenn du dich auch beim Gehen selbst aufnehmen willst, ist ein Klappdisplay ein echtes Plus.

Unter Bloggern gilt die CANON PowerShot G7 X Mark II als absolute Empfehlung – sie überzeugt nicht nur mit tollem Video, sondern auch mit beeindruckenden Fotos. Wir kennen Leute, die sie ursprünglich nur zum Filmen gekauft haben und am Ende komplett auf ihre Spiegelreflexkamera verzichtet haben.

Eine weitere starke Wahl ist die kompakte und leichte Systemkamera Sony Alpha A5100, die Experten als Garant für „optimale Leistung“ bezeichnen. Sie ist zudem die kleinste und leichteste Kamera mit Sony-E-Wechselobjektiven und eingebautem Blitzgerät weltweit.

Ebenfalls für alle Arten von Videos gut geeignet ist die Canon EOS 200D.

Sony Alpha A5100

Bedienung und Ergonomie

Vielleicht denkst du, du gewöhnst dich schon an die Bedienung – das stimmt grundsätzlich. Bei manchen Kameras lassen sich sogar die Tasten individuell belegen. Trotzdem kann es passieren, dass du dich trotz allem nie wirklich mit einer Kamera anfreundest.

Nutze das 14-tägige Rückgaberecht

Wenn du eine Kamera online kaufst, hast du gesetzlich 14 Tage lang das Recht, sie ohne Angabe von Gründen zurückzusenden – das gilt beim Kauf im stationären Handel nicht. Wenn du merkst, dass dir die Bedienung überhaupt nicht liegt, ist die Rückgabe ganz unkompliziert. Natürlich kannst du vorher einen Händler in deiner Nähe aufsuchen, um die Kamera in die Hand zu nehmen (das ist definitiv empfehlenswert, wenn du die Zeit hast) – aber glaub mir: Probleme mit der Bedienung fallen oft erst zu Hause auf.

Kann man mit dem Smartphone gute Fotos machen?

Ja, absolut! Das iPhone oder aktuelle Android-Flaggschiffe wie ein Samsung Galaxy liefern heute hervorragende Fotos. Wer eine günstigere Alternative sucht, kann auch mit einem Mittelklasse-Gerät mit guter Kamera tolle Ergebnisse erzielen. Die Fotos weiter unten wurden übrigens alle mit dem Smartphone aufgenommen. Gute Fotos hängen nämlich heute nicht mehr allein von der Kamera ab – auch die Nachbearbeitung spielt eine große Rolle. Wie du Fotos in Lightroom professionell bearbeitest, erfährst du hier.

Kauf nicht bei unseriösen Shops, nur um ein paar Euro zu sparen

Nach einigen unangenehmen Erfahrungen habe ich entschieden, diesen Abschnitt in den Artikel aufzunehmen. Wie alle anderen suche auch ich im Internet nach den besten Preisen und bestelle dort, wo es am günstigsten ist – aber nicht bei Technik. Das ist für mich eine zu große Investition, deshalb kaufe ich nur bei vertrauenswürdigen Händlern, wo ich weiß, dass Reklamationen kein Problem sind und der Shop nicht plötzlich offline geht.

Langwierige Reklamationsprozesse sind ein Albtraum – nach schlechten Erfahrungen mit kleinen Online-Shops gehe ich dieses Risiko nicht mehr ein. Ich kaufe Elektronik deshalb grundsätzlich nur dort, wo ich im Zweifelsfall auch persönlich hingehen kann.

Für deutschsprachige Käufer empfehle ich, bei etablierten Händlern wie Amazon, MediaMarkt oder Saturn zu kaufen – alle mit zuverlässigem Rückgabe- und Reklamationsservice. Wer gerne gebrauchte Kameras kauft, ist auf eBay Kleinanzeigen oder bei spezialisierten Foto-Händlern wie Calumet gut aufgehoben.

Ich empfehle dir grundsätzlich, online zu bestellen, damit du von deinem 14-tägigen Rückgaberecht Gebrauch machen kannst, falls die Kamera doch nicht das Richtige für dich ist.

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Lies auch, wie du Lightroom-Presets für eine einfache Fotobearbeitung nutzt, wie du einen Blog startest oder wie viel Influencer verdienen.

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