Marsa Alam, Ägypten: 13 Tipps, was du sehen und erleben kannst + die schönsten Strände

Stell dir den perfekten Urlaub vor: Du trittst aus dem Hotelzimmer, setzt deine Schnorchelmaske auf und schwimmst praktisch direkt vom Strand aus über ein Riff, das in allen Farben leuchtet – genau das bietet dir Marsa Alam in Ägypten ziemlich zuverlässig. Dieses wunderbar ruhige Reiseziel im Süden der ägyptischen Rotmeerküste bildet den absoluten Gegenpol zu den trubeligen Städtetouristenorten. Statt endloser Menschenmassen, lauter Wasserparks und pulsierendem Nachtleben findest du hier absolute Stille, endlose Wüste und einige der besterhaltenen Riffe in ganz Ägypten.

Ägypten kenne ich noch aus meiner Kindheit als ein riesiges Abenteuer voller Sand, aber gerade diese Region hat sich seitdem zum wohl besten Paradies für alle Liebhaber der Unterwasserwelt entwickelt. Von Deutschland aus gibt es zudem Direktflüge, die nur knapp fünf Stunden dauern – so kommst du von unserem trüben Wetter sehr schnell direkt unter die Sonne. Ein großer Vorteil ist auch, dass das Meer in dieser südlichen Region selbst in den Wintermonaten angenehm warm bleibt.

In diesem ausführlichen Reiseführer schauen wir uns gemeinsam detaillierte Tipps an, was du an diesem Ort alles erleben kannst – denn glaub mir, es wäre manchmal schade, nur am Pool zu bleiben. Wir besprechen die besten Buchten für sicheres Schnorcheln mit Schildkröten, werfen einen Blick auf wilde Wüstenstrände und ich verrate dir, wie du dich auf Ausflüge ins Landesinnere vorbereitest, damit du sie in vollen Zügen genießen kannst. Außerdem erfährst du jede Menge praktische Infos, wie du das richtige Hotel auswählst und worauf du achten solltest, damit deine Erholungsmomente genau nach deinen Vorstellungen verlaufen.

Meeresschildkröte beim Schnorcheln in Marsa Alam

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen

  • Ideal für Naturliebhaber: Marsa Alam liegt etwa 270 Kilometer südlich von Hurghada und lockt vor allem mit fantastischem Schnorcheln und Tauchen direkt vom Strand aus.
  • Schildkröten und Dugongs: Die Buchten Abu Dabbab und Marsa Mubarak sind dafür bekannt, dass du dort fast garantiert riesige Meeresschildkröten und mit etwas Glück auch das seltene Seesäugetier Dugong triffst.
  • Ruhe und Abgeschiedenheit: Die Resorts stehen einzeln in der Wüste, erwarte also keine belebten Städtchen oder Einkaufspromenaden – außerhalb des Hotels bewegt man sich praktisch nur im Hafen Port Ghalib.
  • Beste Reisezeit: Frühling (April bis Mai) und Herbst (Oktober bis November) bieten wohl die angenehmsten Temperaturen, während der Winter perfekt ist, um unserem Frost zu entfliehen.
  • Wasserschuhe sind Pflicht: Der Korallenboden ist scharf und voller Seeigel, hochwertige Wasserschuhe sind also absolute Pflicht – ohne sie versuche es lieber gar nicht ins Meer.
  • Ausflüge in die Geschichte: Auch wenn es vom Süden aus eine ganze Strecke ist, kannst du immer noch einen Tagesausflug zu den Sehenswürdigkeiten des antiken Luxor unternehmen.
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Wann nach Marsa Alam reisen

Ein riesiger Vorteil des gesamten ägyptischen Südens ist, dass er als vollwertiges Ganzjahresziel funktioniert, zu dem du praktisch jederzeit aufbrechen kannst, wenn dich die Sehnsucht nach Sonne packt. Wenn du aber die allerbesten Bedingungen zum Baden und Entdecken genießen möchtest, komm im Frühling zwischen April und Mai oder im Herbst von Oktober bis November – in diesen Monaten liegen die Tagestemperaturen bei sehr angenehmen rund dreißig Grad und das Meer ist schon herrlich aufgewärmt, sodass du stundenlang im Wasser schnorcheln kannst.

Die Sommermonate von Juni bis September sind nur für diejenigen gedacht, die extreme Hitze wirklich gut vertragen, denn die Tagestemperaturen steigen regelmäßig auf vierzig Grad und die Sonne hat enorme Kraft – über Mittag kann man ehrlich gesagt nicht viel anderes tun als im Schatten des klimatisierten Zimmers zu entspannen. Andererseits erinnert das Meer im Sommer mit Temperaturen von bis zu unglaublichen dreißig Grad an ein Thermalbad, was vor allem echte Wärmeliebhaber zu schätzen wissen.

Der Winter ist in Marsa Alam ein bisschen speziell, aber für viele Reisende ungemein attraktiv, denn von Dezember bis März halten sich die Tagestemperaturen bei angenehmen 23 bis 25 Grad – das ist wohl die beste Wahl für Ausflüge in die Wüste. Der entscheidende Vorteil ist, dass das Wasser hier im Winter das wärmste in ganz Ägypten ist (rund 23 bis 24 Grad), sodass du hier deutlich besser baden kannst als im Norden. Weitere detaillierte Infos zu den Temperaturen in den einzelnen Monaten findest du in unserem Artikel darüber, wann man nach Ägypten reisen sollte.

Du musst allerdings damit rechnen, dass in den Wintermonaten oft ein stärkerer Wind weht, der am Strand ziemlich kühl sein kann und vor allem große Wellen verursacht, weshalb die Stege zum offenen Meer häufig gesperrt werden. Daher ist es im Winter absolut entscheidend, ein Hotel in einer geschützten Bucht zu wählen, in der dich der unangenehme Wind beim Schwimmen nicht einschränkt.

Wo in Marsa Alam übernachten

Die Wahl der Unterkunft ist an diesem Reiseziel absolut entscheidend und glaub mir, sie ist hier viel wichtiger als in klassischen europäischen Ferienorten. Marsa Alam ist nämlich größtenteils nach dem Prinzip isolierter All-inclusive-Resorts aufgebaut, die entlang der Küste mitten in der endlosen Wüste verstreut sind. Außerhalb der Tore deines Hotels findest du in der Regel gar nichts – keine Läden, keine Cafés und keine Promenaden, sodass du den allergrößten Teil deines Urlaubs schlicht auf dem Hotelgelände verbringst.

Achte bei der Auswahl unbedingt vor allem darauf, wie der Einstieg ins Meer ist und ob das Hotel über ein gutes Hausriff verfügt. Wenn du wenigstens etwas Trubel und die Möglichkeit für Abendspaziergänge suchst, wähle die Gegend von Port Ghalib, die nur ein kleines Stück vom Flughafen entfernt liegt und eine recht luxuriöse Hafenpromenade hat. Für Familien mit Kindern und Schnorchel-Anfänger ist dagegen die geschützte Bucht Coraya Bay absolut ideal, wo das Meer bei fast jedem Wetter herrlich ruhig ist.

Wenn dein Hauptziel eher die Beobachtung des Unterwasserlebens ist, empfehle ich eine Unterkunft in der Nähe der Buchten Abu Dabbab oder Marsa Mubarak. Hervorragende Bewertungen hat zum Beispiel das Steigenberger Coraya Beach, das sehr luxuriöse Annehmlichkeiten und einen geschützten Wassereinstieg bietet. Eine weitere großartige Wahl für Familien ist das Malikia Resort Abu Dabbab, von dem aus du im Badeanzug direkt vom Zimmer zu den Meeresschildkröten gelangst.

Zu den weiteren außerordentlich beliebten Dauerbrennern mit ausgezeichnetem Unterwasserleben gehört das Brayka Bay Resort mit einem wunderschönen Sandstrand in der Bucht. Und wenn dir ein längerer Transfer vom Flughafen im Tausch gegen absolute Ruhe und atemberaubendes Schnorcheln nichts ausmacht, dann zieh das südlicher gelegene Gorgonia Beach Resort in Betracht.

💡 Tipp: Bevor du eine Reise verbindlich buchst, nutze unbedingt unseren Reisevergleich für Ägypten. Unsere KI vergleicht nämlich jeden Tag die Angebote aller Reiseveranstalter für exakt dieselben Hotels und Termine und zeigt dir, wo du genau denselben Aufenthalt am günstigsten bekommst.

Wo in Marsa Alam essen

Wenn du es von europäischen Urlauben gewohnt bist, jeden Abend neue versteckte Tavernen zu entdecken und lokale Restaurants auszuprobieren, musst du in Marsa Alam deine Erwartungen ein wenig anpassen. Wie schon erwähnt, stehen die Hotels isoliert in der Wüste und eine lokale Restaurantszene existiert hier praktisch nicht, sodass die allermeisten Touristen ausschließlich in den reichhaltigen All-inclusive-Buffets direkt in ihren Resorts essen, die versuchen, den Geschmack von Gästen aus aller Welt zu treffen.

Für uns Vegetarier ist die ägyptische Hotelküche meist eine riesige Freude, denn beim Frühstück und Abendessen findest du immer hervorragende Falafel, Berge von frischem Hummus und das traditionelle Ful Medames (eine Art warmer Brei aus Saubohnen), was eine nahrhafte und richtig gute Grundlage bildet. Dazu werden zudem riesige Schüsseln mit frischem und gegrilltem Gemüse, verschiedene Reissorten, Kartoffeln, Nudeln und natürlich auch eine reiche Auswahl an köstlichem arabischem und süßem Gebäck serviert, bei dem man sich nur schwer zurückhält 😅.

Die Qualität des Essens hängt natürlich stark davon ab, wie viele Sterne dein ausgewähltes Hotel hat und wie sehr sich die Köche gerade Mühe geben. Fleischliebhaber finden in den Buffets normalerweise verschiedene Zubereitungen von Rind, Geflügel oder lokalen Fischspezialitäten, die oft direkt vor den Gästen auf der Terrasse gegrillt werden. Falls du doch einmal zu einem festlicheren Abendessen außerhalb des Hotels aufbrechen möchtest, ist der Hafen Port Ghalib die einzige realistische Möglichkeit, wo einige klassische Restaurants betrieben werden – aber ich warne dich gleich vor, stell dich auf deutlich höhere europäische Preise ein.

13 Tipps, was man in Marsa Alam sehen und erleben kann

Die Unterwasserwelt ist wohl der Hauptgrund, warum Hunderttausende Touristen jährlich in diese Region strömen. Schauen wir uns also im Detail die Orte an, die du während deines Urlaubs auf keinen Fall verpassen solltest – egal, ob du erfahrener Taucher bist oder dir nur gern im Flachwasser eine Taucherbrille aufsetzt.

1. Abu Dabbab und die garantierte Begegnung mit Schildkröten

Grüne Meeresschildkröte in der Bucht Abu Dabbab

Die Bucht Abu Dabbab, die rund dreißig Kilometer nördlich des Hauptortes liegt, ist ein kleines Naturphänomen, denn sie gehört zu den wenigen Orten der Welt, an denen du fast hundertprozentig sicher sein kannst, im Wasser riesige Meeresschildkröten zu treffen. In dieser geschützten Bucht lebt nämlich eine stabile Population von über hundert Suppenschildkröten, die hier in völliger Ruhe auf weitläufigen Unterwasserwiesen voller Seegras grasen.

Für viele Touristen ist es eine ziemliche Überraschung, dass der Boden der Bucht nicht nur von weißem Sand bedeckt ist, sondern eher von dichten Teppichen grünen Grases – das ist keine Verschmutzung, sondern ein entscheidendes Ökosystem, ohne das die Schildkröten hier schlicht nichts zu fressen hätten. Der Einstieg ins Wasser ist hier zudem sehr flach und sandig, sodass es ein absolut ideales und sicheres Plätzchen auch für schwächere Schwimmer oder ältere Reisende ist, die sich vielleicht scheuen, vom Steg in die Tiefe zu springen.

Neben den Schildkröten halten sich in der Bucht Abu Dabbab manchmal auch zwei berühmte Dugongs auf, die von den Einheimischen Dennis und Dougal genannt werden. Und obwohl es eine riesige Portion Glück erfordert, dieses seltene und scheue Seesäugetier zu erblicken, entschädigen dich die Schildkröten und die wunderschönen Korallen an den Seiten der Bucht reichlich. Für den Zugang zum Strand wird nur eine kleine Umweltgebühr von wenigen Euro erhoben, was diese Schönheit definitiv wert ist.

💡 Tipp: Komm früh am Morgen her, am besten gleich nach dem Frühstück, denn gegen zehn Uhr vormittags rollen hier die Busse und Ausflugsboote von anderen Hotels an und die ganze Bucht füllt sich relativ schnell mit Menschen.

2. Marsa Mubarak und die Suche nach dem seltenen Dugong

Meeresschildkröte in der Bucht Marsa Mubarak

Nur etwa acht Kilometer südlich des internationalen Flughafens befindet sich ein weiteres Naturjuwel: die geschützte Bucht Marsa Mubarak. Wenn es dein Traum ist, die sagenhafte Seekuh – so wird der Dugong oft genannt – zu sehen, hast du genau hier die allergrößte Chance im ganzen Roten Meer, denn die Bucht ist riesig und bietet ideale Lebensbedingungen für diese friedlichen Riesen, die sich hier langsam über den grasbewachsenen Boden bewegen.

Die schönsten Schnorchelmomente erwarten dich in der Nordecke dieser weitläufigen Bucht, wo sich in einer Tiefe von drei bis sechs Metern ein absolut fantastisches Korallenriff befindet, das in allen Farben leuchtet und nur so von Schwärmen bunter Fische wimmelt. Das Wasser ist hier zudem meist herrlich klar, sodass du auch von der Oberfläche aus ohne größere Probleme bis auf den Grund blicken kannst.

In die Region Marsa Mubarak fährt man am häufigsten im Rahmen organisierter Halbtagesausflüge per Boot oder Schnellboot vom nahegelegenen Hafen Port Ghalib. Und falls du das Glück hast, einen Dugong zu treffen, denk an die strengen Regeln: Berühre das Tier niemals, schwimme nicht direkt über ihm und lass ihm immer genug Raum, damit es in Ruhe an der Oberfläche Luft holen kann.

💡 Tipp: Wenn du einen Bootsausflug machst, halte für die Bootscrew ein Trinkgeld bereit, das üblicherweise am Ende der Fahrt in eine gemeinsame Kasse gegeben wird – ein Betrag von rund 5 bis 10 Euro ist absolut angemessen.

3. Sataya Reef und Schwimmen mit wilden Delfinen

Delfine am Sataya Reef

Wenn du ein Erlebnis suchst, das du wirklich dein Leben lang nicht vergisst, musst du nach Süden zum Sataya Reef aufbrechen, das zu Recht Dolphin House genannt wird. Dieses riesige, halbmondförmig gebogene Korallenriff bildet mitten im offenen Meer eine ruhige, flache Lagune, die sich riesige Schwärme von Ostpazifischen Delfinen zu ihrem Zuhause gemacht haben – normalerweise halten sich hier vierzig auf, manchmal kannst du aber auch achtzig auf einmal sehen.

Der Weg hierher erfordert ein wenig Geduld, denn es handelt sich um einen ganztägigen Bootsausflug und die Fahrt vom Hafen aus dauert allein etwa zwei Stunden. Aber sobald du ins Wasser springst und das charakteristische Pfeifen und Klicken hörst, vergisst du sofort die ganze lange Reise. Delfine sind in ihrem natürlichen Lebensraum ungemein verspielt und schwimmen oft neugierig nur wenige Meter an den überraschten Schwimmern vorbei – das ist einfach pure Magie.

Es ist wichtig zu verstehen, dass es sich um wilde Tiere auf offenem Meer handelt, eine Begegnung ist also niemals hundertprozentig garantiert – die Wahrscheinlichkeit ist hier aber extrem hoch. Außerdem bietet die Außenseite des Sataya Reefs auch erstklassiges Schnorcheln mit wunderschönen Korallen, wohin dich die Guides für einen zweiten Stopp mitnehmen.

💡 Tipp: Auf diesen Bootsausflügen sind oft sehr aktive lokale Fotografen und Kameraleute unterwegs, kläre also gleich zu Beginn klar ab, ob du überhaupt Interesse an ihren Diensten hast, und vereinbare den Preis im Voraus, um unangenehmem Druck zu einem überteuerten Kauf auf der Rückfahrt zu entgehen.

4. Die geschützte Bucht Coraya Bay für Anfänger

Korallenriff in der Coraya Bay

Für all jene unter euch, die jeden Tag schnorcheln möchten, aber nicht ständig umständlich irgendwohin reisen wollen, ist die Gegend von Coraya Bay ein absolutes Ideal, denn diese tief eingeschnittene Bucht hat einen riesigen Vorteil gegenüber der offenen Küste. Sie ist hervorragend vor starkem Wind und Wellen geschützt, sodass das Wasser in der Coraya Bay meist spiegelglatt ist und du sicher darin schwimmen kannst – während anderswo an den Stegen die rote Flagge mit Badeverbot hängt.

Dank dieser stabilen Bedingungen ist es einer der wohl besten Orte für Schnorchel-Anfänger und Kinder: Direkt vom Sandstrand steigst du ins flache Wasser und schon nach wenigen Metern triffst du auf ein fantastisches Hausriff. Hier wimmelt es von Hunderten kleinen und größeren Fischen, du siehst versteckte Stechrochen und ziemlich oft verirren sich auch kleinere Meeresschildkröten hierher, die einfach nur am Boden nach Nahrung suchen.

Früh am Morgen, wenn in der Bucht noch absolute Ruhe herrscht und die meisten Hotelgäste noch süß schlafen, kommen manchmal sogar Delfine vorbei. Das Riff ist herrlich verwinkelt und voller kleiner Höhlen, in denen sich Muränen und Rotfeuerfische verstecken, sodass du selbst nach einer ganzen Woche bei jedem Tauchgang immer wieder neue Arten von Meeresbewohnern entdeckst.

💡 Tipp: Vergiss nicht, dass Korallen äußerst empfindliche Lebewesen sind, stell dich also niemals auf sie – auch nicht, wenn du dich kurz ausruhen musst – und gib beim Schwimmen lieber gut acht, dass du sie nicht versehentlich mit den Flossen anstößt.

5. Adrenalin-Tauchen am Elphinstone Reef

Tauchen am Elphinstone Reef bei Marsa Alam

Dieser Punkt ist ausschließlich für Inhaber von Tauchscheinen gedacht, denn das Elphinstone Reef gehört zu den allerberühmtesten, aber ehrlich gesagt auch anspruchsvollsten Tauchplätzen im ganzen Roten Meer. Dieses langgestreckte Riff ragt aus enormer Tiefe empor und seine steilen Wände fallen in hunderte Meter tiefe Abgründe ab, was schlicht eine absolut atemberaubende Unterwasserkulisse voller weicher violetter und roter Korallen schafft.

Der Ort ist vor allem für das Vorkommen großer pelagischer Fische und Haie berühmt, und wenn du in den Herbstmonaten herkommst, hast du eine ziemlich große Chance, majestätische Weißspitzen-Hochseehaie (Oceanic Whitetip) zu treffen, die neugierig knapp unter der Oberfläche kreisen. Bei morgendlichen Tauchgängen am Nordplateau beobachten Taucher zudem oft Schwärme scheuer Hammerhaie, die leise aus den Tiefen auftauchen.

Ich betone es aber lieber noch einmal: Das ist wirklich kein Ausflug für Schnorchler oder für Tauchanfänger mit frischem Schein, denn das Riff liegt im offenen Meer, wo sich oft sehr starke und unberechenbare Meeresströmungen bilden. Die Tauchgänge erfordern daher eine gute körperliche Verfassung und perfekte Beherrschung der Tarierung – für die Erfahrenen ist es jedoch wohl der absolute Höhepunkt des ganzen Urlaubs.

💡 Tipp: Die meisten guten Tauchbasen in Marsa Alam verlangen vor dem Ausflug zum Elphinstone, dass du mit ihnen mindestens einen Kontrolltauchgang am Hausriff absolvierst, um schlicht deine Fähigkeiten zu überprüfen.

6. Der wilde Strand Sharm el Luli im Nationalpark

Weißer Strand Sharm el Luli

Wenn du dir einen Strand ansehen möchtest, der aussieht, als hätte ihn jemand von den Malediven nach Ägypten versetzt, musst du nach Süden zum Strand Sharm el Luli aufbrechen, den die Einheimischen auch Ras Hankorab nennen. Er liegt etwa sechzig Kilometer vom Zentrum entfernt im Gebiet des Wadi-el-Gemal-Nationalparks und besticht durch unglaublich feinen weißen Sand und türkisblaues Flachwasser, das langsam in ein reiches Korallenriff übergeht.

Es ist ein ungemein romantischer und unglaublich fotogener Ort, aber du musst dich im Voraus darauf einstellen, dass es ein vollkommen wilder Strand ist. Du findest hier also keine Sonnenschirme, keine Plastikliegen, keine Süßwasserduschen und keine Imbissstände. Alles Notwendige – von ausreichend Trinkwasser über Handtücher bis hin zum Sonnenschirm – musst du schlicht selbst mitbringen, sonst hältst du in dieser scharfen Sonne nicht lange durch.

Das Wasser ist hier herrlich klar und das Schnorcheln entlang der Buchtränder ist absolut erstklassig – oft triffst du hier Familien von Clownfischen, die sich in Anemonen verstecken, und kleinere Schildkröten. Da es aber Teil des Nationalparks ist, wird am Eingang eine Gebühr fällig und die Besuchsregeln ändern sich gelegentlich. Am besten brichst du also mit einem organisierten Ausflug auf, der alle Genehmigungen für dich regelt.

💡 Tipp: Wenn du auf eigene Faust mit dem Taxi fährst, vereinbare mit dem Fahrer im Voraus eine klare Rückkehrzeit, denn in der Gegend gibt es oft keinen guten Handyempfang, sodass du eine Rückfahrt zum Hotel nur sehr schwer telefonisch organisieren könntest.

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7. Der Strand Abu Dabbab und Baden in ruhigen Lagunen

Strand und Lagune in Marsa Alam

Abu Dabbab ist nicht nur ein Paradies zur Schildkrötenbeobachtung, sondern funktioniert auch als einer der beliebtesten Badestrände der ganzen Region. Anders als an vielen Hotelstränden, wo schon am Ufer der scharfe Korallenboden beginnt, hat Abu Dabbab einen schönen sandigen Wassereinstieg, was das Leben aller, die einfach nur unbeschwert schwimmen wollen, ohne ständig den Boden unter den Füßen beobachten zu müssen, ungemein erleichtert.

Vor allem für Familien mit kleinen Kindern oder für Nichtschwimmer ist dieser Strand eine absolut großartige Wahl. Wenn du aber nicht direkt hier wohnst und ein anderes Hotel auswählst, achte gut darauf, wie es dort aussieht. An vielen Stellen in Marsa Alam triffst du nämlich auf das Phänomen, dass bei Ebbe das Wasser auf dem Korallenboden lange nur knöcheltief bleibt und du erst über einen ziemlich langen Holzsteg ins tiefere Wasser gelangst.

Suche daher lieber nach Hotels, die eine ausgehobene oder natürliche geschützte Lagune haben, denn dort bleibt das Wasser auch bei Ebbe stehen und Kinder können den ganzen Tag sicher darin baden, selbst wenn auf dem offenen Meer hinter dem Riff gerade stürmisches Wetter herrscht.

💡 Tipp: Absolute Pflicht für die gesamte Region Marsa Alam sind hochwertige Wasserschuhe mit fester Sohle, denn die Korallen sind sehr scharf und am Boden lauern oft Seeigel. Kaufe die Schuhe also schon zu Hause in Deutschland, denn an den Marktständen beim Hotel sind sie meist überteuert und haben oft nicht die richtigen Größen.

8. Der Nationalpark Wadi el Gemal

Nationalpark Wadi el Gemal

Ein Urlaub in Marsa Alam muss nicht nur aus Fischen und Baden bestehen. Wenn du also auch die echte, unberührte Wüstennatur sehen möchtest, brich zur Erkundung des weitläufigen Nationalparks Wadi el Gemal auf, was poetisch übersetzt „Tal der Kamele“ bedeutet. Dieser riesige Schutzraum verbindet die raue Schönheit der ausgedörrten Berge und Sanddünen wunderbar mit den schönsten Stränden der gesamten ägyptischen Küste.

Der Park schützt sowohl den Land- als auch den Unterwasserteil der Natur, und auf dem Weg durch das ausgedörrte Tal kannst du mit etwas Glück wilde Wüstengazellen, verschiedene Raubvogelarten und natürlich die allgegenwärtigen umherziehenden Kamele erblicken. Die Natur ist hier unglaublich roh, herrlich still und meilenweit von den sorgfältig bewässerten grünen Rasenflächen innerhalb der Hotelkomplexe entfernt.

Der wohl beste Weg, den Park zu erkunden, ist im Rahmen eines organisierten Ausflugs mit Geländewagen, der ziemlich oft mit einem nachmittäglichen Bad am bereits erwähnten Strand Sharm el Luli kombiniert wird. Die lokalen Guides kennen das Tal nämlich auswendig und können dir versteckte Orte zeigen, die du allein in dieser endlosen Wildnis niemals finden würdest.

💡 Tipp: Nimm eine leichte Jacke oder einen Pullover mit, denn obwohl es in der Wüste tagsüber ziemlich unerträglich heiß ist, fällt die Temperatur sehr schnell ab, sobald die Sonne hinter den umliegenden Hügeln untergeht – und es kann unerwartet kalt werden.

9. Wüstensafari und Besuch beim Stamm der Ababda

Wüstensafari bei Marsa Alam

Wenn du etwas Action magst und dir Staub nichts ausmacht, brich zu einer nachmittäglichen Wüstensafari auf, bei der du wählen kannst, ob du dich bequem in einem festen Geländewagen fahren lässt oder lieber ein dröhnendes Quad satteln und selbst fahren möchtest. Der Weg führt dich tief in die Wüste, wo du ein traditionelles Dorf des lokalen Beduinenstamms der Ababda besuchst, der seit Jahrhunderten unter diesen unwirtlichen Bedingungen lebt.

Der Dorfbesuch ist ein großartiger kultureller Kontrast zum Luxus deines Hotels, denn du siehst, wie die einheimischen Frauen traditionelle Fladenbrote direkt über dem Feuer backen, kostest starken und sehr süßen Beduinentee und die Mutigeren können für ein paar Minuten auf einem Kamel reiten. Das ganze Erlebnis endet meist mit einem einfachen, aber leckeren Abendessen unter freiem Himmel, oft begleitet von traditioneller arabischer Musik ☺️.

Diese Ausflüge sind sehr beliebt und preisgünstig, sie sind schon ab rund 18 Euro pro Person zu haben. Stell dich aber darauf ein, dass die Quadfahrt eine wirklich höllisch staubige Angelegenheit ist – zieh also auf keinen Fall weiße Kleidung an und lass Wertsachen lieber sicher im Hotelsafe.

💡 Tipp: Für die Quadfahrt brauchst du unbedingt ein großes Tuch (das sogenannte Schemagh), mit dem du Mund und Nase gegen den feinen Sand bedeckst, sowie eine Sonnenbrille. Falls du kein Tuch hast, verkaufen es dir die Guides vor Ort gern.

10. Abendspaziergang in der Marina Port Ghalib

Marina Port Ghalib

Marsa Alam ist wirklich kein Reiseziel für Party-Begeisterte, aber wenn du nach ein paar Tagen im isolierten Resort doch Lust auf etwas Zivilisation und Trubel bekommst, dann steuere unbedingt den Hafen Port Ghalib an. Dieses luxuriöse Vorzeige-Städtchen, das nur wenige Fahrminuten vom internationalen Flughafen entfernt liegt, ist nämlich der einzige Ort weit und breit, an dem du eine echte Fußgängerpromenade findest – mit ein bisschen Abendleben.

Im Hafen ankern Dutzende wunderschöner Millionärsyachten und entlang des Wassers reiht sich eine Reihe von Souvenirläden, Cafés und Shisha-Bars, wo du eine Wasserpfeife rauchen kannst. Es ist also ein ziemlich großartiger Ort für einen Abendspaziergang, wenn dir die sich ständig wiederholenden Hotel-Animationsprogramme über sind und du dich einfach auf eine Terrasse mit Blick auf die beleuchteten Boote setzen möchtest.

Stell dich aber darauf ein, dass die Preise in Port Ghalib ziemlich deutlich überhöht sind und eher europäischen Ferienorten entsprechen als dem Rest Ägyptens. Für einen Kaffee oder einen Cocktail zahlst du hier also ganz schön viel, aber für das Gefühl einer normalen Stadt und den Tapetenwechsel lohnt es sich zumindest für einen Abend ehrlich.

💡 Tipp: Wenn du im Hafen in kleineren Läden Souvenirs kaufst, vergiss nicht zu feilschen, denn die Preise für Touristen sind oft überhöht und das Handeln ist hier ein völlig natürlicher Teil des Einkaufsprozesses.

11. Mangrovenwälder und die Hamata-Inseln

Mangroven bei den Hamata-Inseln

Ein Stück Weg südlich von Marsa Alam, in der Nähe der kleinen Stadt Hamata, befindet sich der Qulaan-Archipel, der ein ganz anderes Gesicht des Roten Meeres zeigt, denn diese Region ist berühmt für ihre dichten grünen Mangrovenbestände, die direkt aus dem Salzwasser wachsen und so magische Labyrinthe aus flachen Lagunen und Inselchen bilden. Es ist ein wunderbar wilder und von der Zivilisation bislang fast unberührter Ort – und das ist das Allerschönste daran.

Die Mangroven fungieren als riesige natürliche Kinderstube für hunderte Arten von Meeresfischen und sind auch ein wichtiger Brutplatz für verschiedene Seevögel. Zu den Inseln werden sehr beliebte ganztägige Bootsausflüge veranstaltet, bei denen du die Möglichkeit hast, im absolut kristallklaren Wasser zu schnorcheln und über einsame Sandstrände zu spazieren, wo du oft niemanden außer den Teilnehmern deines Bootes triffst.

Dieser Ausflug ist ideal für alle Liebhaber stiller Natur und Ruhe, und obwohl die Fahrt zum Hafen Hamata von den zentralen Hotels aus über eine Stunde dauert, sind die unversehrten Korallenriffe in dieser südlichen Region in einem viel besseren Zustand als im Norden des Landes – die Anreise lohnt sich also reichlich.

💡 Tipp: Sei beim Bewegen rund um die Mangroven besonders vorsichtig und geh nur dorthin, wo es dir die Guides erlauben, denn das Ökosystem ist sehr verletzlich und die Baumwurzeln dienen vielen kleinen Lebewesen als Versteck.

12. Ganztagesausflug zur Geschichte nach Luxor

Karnak-Tempel in Luxor, Ausflug von Marsa Alam

Auch wenn es scheinen mag, dass man von Marsa Alam aus nur zur Natur reisen kann, kannst du von hier auch zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten des antiken Ägyptens aufbrechen. Der Ausflug zum Nil und zum antiken Theben ist zwar logistisch ziemlich anspruchsvoll, denn die Fahrt in eine Richtung dauert rund viereinhalb bis fünfeinhalb Stunden, aber es ist ein Erlebnis, das du dir meiner Meinung nach nicht entgehen lassen solltest, wenn du zum ersten Mal in Ägypten bist.

Stell dich auf einen wirklich vollgepackten und langen Tag ein, der mit der Abfahrt vom Hotel noch bei tiefer Dunkelheit beginnt. Belohnt wirst du dann aber mit einem Spaziergang durch die riesige Säulenhalle im Karnak-Tempel, dem Abstieg in die Pharaonengräber im berühmten Tal der Könige und dem atemberaubenden Anblick des terrassenförmigen Tempels der Königin Hatschepsut, der direkt in das Felsmassiv gehauen ist. Es ist schlicht eine riesige Portion Geschichte, gepresst in nur wenige Stunden, von der einem ein bisschen schwindelig wird.

Wenn dir die Vorstellung einer ganztägigen Schaukelei im Bus nicht besonders verlockend erscheint, bieten manche Reiseveranstalter auch eine etwas bequemere zweitägige Variante mit Übernachtung in Luxor an. So hast du viel mehr Zeit, die Atmosphäre des Ortes aufzusaugen, und entgehst dem größten Stress durch das ständige Antreiben des Guides.

💡 Tipp: Lokale Ausflüge enthalten manchmal auch unangekündigte und ziemlich langwierige Stopps in Alabaster-Fabriken oder Papyrus-Verkaufsstellen, also wappne dich mit Geduld und wenn du nichts möchtest, lehne die Angebote der Verkäufer einfach mit einem Lächeln, aber entschieden ab 😉.

13. Der magische Sternenhimmel über der Wildnis

Sternenhimmel über der Wüste

Eines der schönsten und dabei völlig kostenlosen Erlebnisse, die dir Marsa Alam bietet, ist der Blick auf den Nachthimmel. Da sich die meisten Hotels weit von großen Städten und belebten Ballungsräumen befinden, gibt es hier minimale Lichtverschmutzung und der Nachthimmel bekommt eine ganz andere, absolut faszinierende Dimension.

Wenn es dir gelingt, zu einer Zeit aufzubrechen, in der gerade kein Mond am Himmel scheint, musst du nach dem Abendessen nur ein Stück weg von den beleuchteten Hotelpools in Richtung des dunklen Strands gehen, und über deinem Kopf wölbt sich eine riesige Kuppel, übersät mit tausenden leuchtenden Sternen, an der du sogar mit bloßem Auge das nebelige Band der Milchstraße deutlich erkennst. Es ist ein ungemein stilles und beruhigendes Erlebnis, bei dem man sich über vieles klar wird.

Großartige Bedingungen zur Sternenbeobachtung sind oft auch Teil der abendlichen Wüstensafaris, bei denen die Beduinen für die Touristen häufig auch ein starkes astronomisches Teleskop bereithalten. Die Guides zeigen dir interessante Sternbilder und erzählen uralte Geschichten darüber, wie sich die Nomadenstämme anhand der Sterne im endlosen Sandmeer orientierten.

💡 Tipp: Wenn du eine Spiegelreflexkamera mit nach Ägypten nimmst, vergiss auf keinen Fall ein stabiles Stativ einzupacken, denn die Astrofotografie ist hier dank der klaren Luft und dem Fehlen künstlichen Lichts absolut fantastisch.

Wohin von Marsa Alam aus weiter

Wenn du noch ein wenig zögerst, ob dieser ruhige Winkel Ägyptens das Richtige für dich ist, oder auch andere Möglichkeiten in Betracht ziehst, empfehle ich dir, in Ruhe bei einem Kaffee unseren Artikel Hurghada oder Marsa Alam? durchzugehen. Er hilft dir dabei, dir klar zu werden, was du eigentlich von deinem Urlaub erwartest, und du erfährst darin detaillierte Unterschiede zwischen beiden Ferienorten, damit du vor Ort nicht unnötig vom Mangel an Nachtleben oder umgekehrt vom Übermaß an Touristen enttäuscht bist.

Wenn du zu dem Schluss kommst, dass dir wohl eher mehr Trubel, Einkaufsmöglichkeiten und Wasserparks für Kinder zusagen würden, lies unbedingt unseren Reiseführer Hurghada: 13 Tipps, in dem du jede Menge Inspiration für die nördlichere Küste findest. Für einen Gesamtüberblick über das Beste, was dieses faszinierende Land bietet, wirf einen Blick in den Artikel Wohin in den Urlaub in Ägypten: 20 Tipps.

Beim Kofferpacken selbst wirst du dann sicher unsere praktische Liste Was man in den Urlaub nach Ägypten mitnehmen sollte zu schätzen wissen, in der wir an all die wichtigen Kleinigkeiten von Mitteln gegen Verdauungsbeschwerden bis hin zum richtigen Adaptertyp erinnern. Und falls du dich entscheidest, nicht mit einem Reiseveranstalter, sondern auf eigene Faust nach Ägypten zu reisen, verfolge unbedingt die aktuellen Flugpreise, denn unser System aktualisiert sie alle zwanzig Minuten über alle verfügbaren Airlines hinweg.

Häufig gestellte Fragen

Wo liegt Marsa Alam und wie lange dauert der Flug?

Marsa Alam findet ihr im Süden der ägyptischen Küste am Roten Meer, etwa 270 Kilometer südlich vom bekannteren Hurghada, wobei es einen eigenen internationalen Flughafen hat und der Direktflug per Charter von Prag etwa viereinhalb Stunden dauert.

Ist ein Urlaub in Marsa Alam oder in Hurghada besser?

Marsa Alam ist absolut ideal für Paare, Taucher und Ruhesuchende, die an unberührten Riffen schnorcheln möchten. Hurghada hingegen ist lebhaft, voller Geschäfte und Aquaparks und eignet sich daher besser für Familien, die Unterhaltung und Nachtleben suchen.

Wann ist das Meerwasser am wärmsten?

Richtig warm ist das Meer im Sommer, wenn es bis zu dreißig Grad erreicht, aber die Hitze draußen ist andererseits extrem (oft um die 40 °C). Für uns Mitteleuropäer sind Frühling und Herbst ideal, während das Meer hier im Winter 23-24 °C hat, was am wärmsten in ganz Ägypten ist.

Werde ich während meines Urlaubs bestimmt Schildkröten und Delfine sehen?

Šance ist wirklich riesig, denn Schildkröten werdet ihr mit ziemlicher Sicherheit in den Buchten Abu Dabbab und Marsa Mubarak treffen, wo sie am Meeresgrund grasen, und für Delfine müsst ihr euch hingegen auf einen ganztägigen Bootsausflug zum Sataya Reef aufmachen.

Ist der Ferienort für einen Urlaub mit kleinen Kindern geeignet?

Auf jeden Fall ja, aber Sie müssen das Hotel sorgfältig auswählen, da der Meeresboden bei den Korallen oft schnell in die Tiefe abfällt und die Stege bei Wind geschlossen werden. Für Kinder sollten Sie daher Hotels in geschützten Buchten mit Sandlagunen suchen (z.B. Coraya Bay oder Abu Dabbab).

Brauche ich unbedingt spezielle Wasserschuhe?

Auf jeden Fall ja, denn der Untergrund ist an vielen Stellen sehr scharfkantig und voller toter sowie lebender Korallen, und oft verstecken sich darin auch unangenehme Seeigel. Kauft euch feste Schuhe lieber gleich zu Hause, damit ihr auf der sicheren Seite seid.

Ist es sicher, wegen der Haie im Meer zu baden?

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Angriffe sind äußerst selten, aber zur Sicherheit ist es ratsam, einige Grundregeln zu beachten: Schwimmt nur in gekennzeichneten Bereichen, schwimmt nicht allein weit hinaus aufs offene Meer und vermeidet das Baden in der frühen Morgendämmerung und kurz nach Sonnenuntergang.
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Wie funktioniert das Trinkgeldgeben in Ägypten (Bakschisch)?

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Trinkgeld ist ein absoluter Bestandteil der lokalen Kultur, also haltet kleine ägyptische Pfund (EGP) oder Ein-Dollar-Scheine bereit. Für die Zimmerreinigung gibt man etwa zwei Dollar, im Restaurant außerhalb von All-Inclusive 10 % und für Reiseführer bei Ausflügen solltet ihr etwa 5-10 Euro einplanen.
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Was kann man in der Umgebung machen außer am Strand zu liegen?

Sie können mit einem Geländewagen auf eine Wüstensafari zu den Beduinen aufbrechen, den wunderschönen Nationalpark Wadi el Gemal erkunden, an der Marina in Port Ghalib entlangschlendern oder einen ganztägigen historischen Ausflug nach Luxor unternehmen.

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Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).

Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

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