Königgrätz (tschechisch Hradec Králové) ist eine echte Entdeckung in Tschechien. Während die meisten historischen Städte irgendwie wild und ungeplant gewachsen sind, ließ sich die ostböhmische Metropole zu Beginn des 20. Jahrhunderts ihr neues Gesicht von den allerbesten Urbanisten und Visionären entwerfen.
Backsteingotik trifft hier ganz selbstverständlich auf klaren Funktionalismus, breite Boulevards gehen fließend in weitläufige Parks über und das allgegenwärtige Grün rund um den Zusammenfluss von Elbe und Adler lädt zu langen Spaziergängen am Nachmittag und zum Sport ein.
Wir gehen gemeinsam die fünfzehn besten Orte durch, die man in Königgrätz sehen kann, und du erfährst auch, warum die Stadt den Beinamen „Salon der Republik“ trägt. Dazu gibt es Tipps für alle, die guten Kaffee, Geschichte und entspanntes Radfahren in der Ebene lieben.

Zusammenfassung: Was man in Königgrätz sehen sollte
- Großer Platz (Velké náměstí): das eigentliche Herz der historischen Altstadt mit schönen Häusern und Arkaden voller Cafés
- Weißer Turm: knapp zweiundsiebzig Meter hohe Renaissance-Dominante aus Hořicer Sandstein mit herrlichem Blick über die ganze Stadt
- Heilig-Geist-Kathedrale: imposanter gotischer Backsteinbau, den Königin Elisabeth Richza gründete
- Architektur des „Salons der Republik“: einzigartiges städtebauliches Konzept der Architekten Jan Kotěra und Josef Gočár, das der Stadt ihr modernes Gesicht gab
- Zusammenfluss von Elbe und Adler: ruhige Erholungszone mit den nahen Jirásek-Anlagen, wo auch ein malerisches Holzkirchlein steht
- Königgrätzer Wälder: weitläufiges Naturgebiet am Stadtrand, durchzogen von Dutzenden Kilometern befestigter Wege für Radfahrer und Inline-Skater
Wann nach Königgrätz reisen
Königgrätz ist eigentlich das ganze Jahr über schön, nur steht der Stadt jede Jahreszeit ein bisschen anders. Es ist eine lebendige Universitätsstadt, hier ist also immer etwas los. Frühling und Sommer sind ideal für alle, die Zeit draußen verbringen möchten, denn die Stadt wird herrlich grün, die Gärten der Cafés erwachen zum Leben und die Parks füllen sich mit Studenten und Familien mit Kindern. Außerdem ist es die beste Zeit, um aufs Rad zu steigen und die umliegende Natur zu erkunden oder sich in den örtlichen Freibädern abzukühlen.
Wenn du das ruhigere Entdecken von Architektur und Geschichte bevorzugst, wirst du von den Herbstmonaten garantiert nicht enttäuscht. Die Backsteinbauten und funktionalistischen Gebäude bekommen im gedämpften Herbstlicht und umgeben von buntem Laub einen besonderen melancholischen Zauber, der jeden Fotofreund begeistert. Der Winter ist hier eher ruhig, aber im Dezember erstrahlt das historische Zentrum durch die Weihnachtsmärkte, und du kannst mit einem Becher heißem Punsch in der Hand durch die verschneiten Gässchen schlendern. Die Stadt liegt zudem in keiner rauen Bergregion – von Dresden aus erreichst du Königgrätz mit dem Auto in rund zwei Stunden, unabhängig vom Wetter.
Wo man in Königgrätz übernachten kann
In Königgrätz lässt sich gut eine Unterkunft finden, denn viele schöne Hotels liegen direkt im Zentrum oder nur ein paar Schritte davon entfernt. Die Stadt ist kompakt und überall kommst du zu Fuß hin, aber ein Quartier nahe den Sehenswürdigkeiten ist immer praktisch – besonders, wenn du abends gut essen gehen oder am beleuchteten Flussufer spazieren möchtest.

Wenn du etwas Besonderes suchst und Wert auf historische Atmosphäre legst, empfehlen erfahrene Reisende das Hotel U Královny Elišky Hradec Králové, das in wunderschön restaurierten alten Bürgerhäusern direkt im historischen Kern untergebracht ist und zudem angenehme Wellnessangebote bietet. Eine ähnlich bezaubernde Variante direkt am Großen Platz ist das Nové Adalbertinum Hradec Králové, ein ehemaliges Kloster, in dem Ruhe und Geschichte herrschen – und alle Cafés liegen buchstäblich nur ein paar Meter entfernt.
Für Liebhaber von modernem Design bietet sich das EA Hotel Tereziánský dvůr Hradec Králové in unmittelbarer Nähe des historischen Zentrums an, mit eleganten Zimmern und eigenem Wellnessbereich, in dem du nach einem langen Tag auf den Beinen entspannen kannst. Zu den bewährten Klassikern zählen das Grandhotel Hradec Králové mit seinem traditionellen Charme oder das Hotel Černigov Hradec Králové direkt gegenüber dem Hauptbahnhof, was du vor allem dann zu schätzen weißt, wenn du mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist und nicht weit mit dem Koffer laufen willst.
Was man in Königgrätz sehen und erleben kann
Es gibt fünfzehn Haupttipps, und die lassen sich bequem an einem prall gefüllten Tag zu Fuß abklappern. Aber Vorsicht: Sobald du die Ausflüge in die Umgebung dazurechnest, merkst du plötzlich, dass sich gleich ein ganzes Wochenende lohnen würde. Egal ob du mittelalterliche Geschichte, den Funktionalismus der Ersten Republik oder einfach nur die Ruhe am Wasser magst – hier findest du garantiert etwas.
1. Großer Platz (Velké náměstí)

Deine Schritte werden dich wahrscheinlich direkt zum Großen Platz führen, der den historischen Kern der Stadt bildet und von schönen Renaissance- und Barockhäusern gesäumt ist. Die meisten von ihnen schmücken sich mit malerischen Arkaden, unter denen sich heute gemütliche Cafés, Restaurants und kleine Läden verbergen, sodass du hier umherschlendern und interessante Details an den Fassaden entdecken kannst. In der Mitte des Platzes ragt stolz die Mariensäule von 1717 empor, und du findest hier gleich mehrere wichtige Wahrzeichen der Stadt beieinander.
Gut zu wissen: Ein Teil des Platzes diente lange Jahre als großer Parkplatz, und derzeit laufen oder sind schrittweise Umgestaltungen geplant – auf dem Papier klingt das vielleicht nicht nach dem idyllischsten Ort der Welt. Trotzdem behält der Platz seinen enormen Charme und zählt zu Recht zu den malerischsten Stadträumen Tschechiens, besonders am frühen Abend, wenn die Straßenlaternen angehen und die historischen Gebäude einen warmen Schimmer bekommen.
2. Weißer Turm

Gleich am Platz fällt dir bestimmt der Weiße Turm ins Auge, eine unübersehbare Renaissance-Dominante der ganzen Altstadt, die sich in eine stattliche Höhe von zweiundsiebzig Metern erhebt. Seinen Namen verdankt er dem hellen Hořicer Sandstein, aus dem er zwischen 1574 und 1589 erbaut wurde, und seine strahlende Silhouette ist schon von weitem zu sehen. Wenn du keine Angst vor ein bisschen körperlicher Anstrengung hast, solltest du unbedingt auf die Aussichtsgalerie hinaufsteigen, zu der genau 226 Stufen führen.
Der Aufstieg lohnt sich, denn dir bietet sich ein herrlicher Blick auf die roten Dächer des historischen Zentrums, den Zusammenfluss der Flüsse und die weite Umgebung – bei klarem Wetter soll man angeblich bis zu den fernen Berggipfeln sehen. Im Inneren des Turms hängt zudem die Glocke Augustin, die bereits 1509 gegossen wurde und mit ihrem Gewicht von rund zehn Tonnen zu den drittgrößten historischen Glocken in ganz Tschechien zählt – ein beeindruckendes technisches und historisches Detail.
3. Heilig-Geist-Kathedrale

Direkt neben dem Weißen Turm steht die majestätische Heilig-Geist-Kathedrale, die einen interessanten optischen Kontrast bildet, denn sie ist aus typischen roten, unverputzten Backsteinen errichtet. Diese markante Backsteingotik verleiht dem Gebäude ein sehr spezielles Aussehen, das du vielleicht eher mit polnischen oder deutschen Städten verbindest als mit typisch tschechischer Architektur. Die Kirche wurde um 1307 von Königin Elisabeth Richza gegründet, und ihre beiden Türme gehören fest zum unverwechselbaren Panorama der Stadt.
Schau dir das Innere unbedingt an, nicht nur wegen der Gewölbe und Glasfenster, sondern auch, weil sich hier ein wertvolles zinnernes Taufbecken von 1406 verbirgt, das als das älteste in Tschechien gilt. Zur vollwertigen Kathedrale wurde die Kirche 1664 erhoben, als in der Stadt ein Bistum gegründet wurde, und seitdem dient sie als geistliches Hauptzentrum der ganzen Region.
4. Museum Ostböhmens

Wenn du vom historischen Hügel hinunter zur Elbe an das Elisabeth-Ufer (Eliščino nábřeží) gehst, stößt du auf ein Gebäude, das auf den ersten Blick deine Aufmerksamkeit fesselt und zu den größten Schmuckstücken der Stadt zählt. Das Museum Ostböhmens befindet sich in einem imposanten Bau aus den Jahren 1909 bis 1912, der vom berühmten Architekten Jan Kotěra entworfen wurde und einen Höhepunkt des tschechischen Jugendstils und der aufkommenden Moderne darstellt. Das Gebäude aus Sichtmauerwerk wirkt monumental und zugleich sehr elegant und trägt zu Recht den Status eines nationalen Kulturdenkmals.
Die Eingangsfassade bewachen zwei gewaltige allegorische Statuen sitzender Frauen, die Kunst und Industrie symbolisieren, und das ganze Äußere wie auch Innere des Museums ist bis ins kleinste Detail durchdacht. Drinnen gibt es Ausstellungen zur Geschichte und Natur der Region, aber ehrlich gesagt: Selbst wenn du die Ausstellungen auslässt und nur durch die Flure gehst, lohnt es sich. Das Gebäude ist ein Erlebnis für sich.
5. Galerie für moderne Kunst

Zurück am Großen Platz befindet sich eine weitere bemerkenswerte Institution, die man auf keinen Fall verpassen sollte: die Galerie für moderne Kunst. Sie residiert in einem schönen Jugendstilgebäude der ehemaligen Reservekreditanstalt, das zwischen 1911 und 1912 vom Architekten Osvald Polívka entworfen wurde, und schon der Eingang, den mächtige Bronzestatuen des Bildhauers Ladislav Šaloun rahmen, lässt erahnen, dass sich im Inneren etwas Außergewöhnliches verbirgt.
Die Sammlung ist wirklich umfangreich und umfasst die gesamte tschechische moderne Kunst, sodass Liebhaber von Gemälden und Skulpturen hier in Ruhe einen ganzen Nachmittag verbringen können. Ein großer Anziehungspunkt ist auch die Aussichtsterrasse auf dem Dach des Gebäudes, von der sich ein etwas anderer, aber nicht weniger interessanter Blick auf den Platz und die gegenüberliegenden Sehenswürdigkeiten öffnet – ein idealer Ort für schöne Fotos.
6. Architektur des „Salons der Republik“ (Josef Gočár)

Wenn man Königgrätz sagt, denken viele Menschen sofort an den Beinamen „Salon der Republik“, den die Stadt für ihren unglaublich durchdachten Städtebau der Zwischenkriegszeit erhielt. Alles begann mit dem aufgeklärten Bürgermeister František Ulrich, der die Stadt zwischen 1895 und 1929 leitete und beschloss, die ehemalige Militärfestung in eine moderne europäische Metropole zu verwandeln. Er holte erstklassige Architekten in die Stadt und legte den Grundstein für eine systematische Entwicklung, bei der Kotěras Arbeit nahtlos von seinem begabten Schüler Josef Gočár fortgeführt wurde.
Gočár erarbeitete 1925 einen umfassenden Regulierungsplan, der Gebäudehöhen, Baufluchten und breite Grünstreifen strikt vorschrieb, weshalb die Stadt so luftig und in sich geschlossen wirkt. Zu seinen bekanntesten Werken, die du hier bewundern kannst, gehören die funktionalistische Ambrosius-Kirche aus den Jahren 1926 bis 1930, das imposante Gebäude des J.-K.-Tyl-Gymnasiums, dessen Eingang an ein aufgeschlagenes Buch erinnern soll, sowie das Gebäude der Anglobank oder die Gerberschule. Eine solche Konzentration von Funktionalismus an einem Ort findest du sonst nirgendwo in Tschechien, und ein Spaziergang entlang Gočárs Bauten ist quasi eine Lektion in moderner Architektur unter freiem Himmel.
7. Treppe Bono publico

Da das historische Zentrum auf einem erhöhten Hügel liegt und sich der Rest der Stadt unten in der Ebene an den Flüssen ausbreitet, verbinden interessante Treppen diese beiden Ebenen, von denen die bekannteste zweifellos die Bono publico ist. Diese überdachte Empire-Treppe verbindet den Großen Platz mit der Komenský-Straße, und ihr lateinischer Name bedeutet passenderweise „für das öffentliche Wohl“. Ihre heutige Gestalt erhielt sie bereits 1839, und nach der jüngsten behutsamen Renovierung ist sie nicht nur optisch schön, sondern dank einer speziellen Beschallung kannst du beim Durchgehen sogar leise Musik hören.
Eine architektonische Besonderheit ist, dass direkt neben dieser historischen Treppe die modernere Beton-Treppe von Gočár steht, die zwischen 1909 und 1910 erbaut wurde. So hast du die einzigartige Möglichkeit, zwei völlig unterschiedliche Konzepte zur Überwindung des Höhenunterschieds nebeneinander zu sehen, die in ganz verschiedenen Epochen entstanden und unterschiedliche Ansätze zur Gestaltung des öffentlichen Raums verkörpern.
8. Zusammenfluss von Elbe und Adler und die Prager Brücke

Einer der größten natürlichen Vorzüge der Stadt ist, dass direkt in ihr zwei bedeutende Flüsse zusammenfließen – die Elbe und die Adler –, was wunderschöne Plätze zum Entspannen am Wasser schafft. Entlang der Flüsse führt das beliebte Elisabeth-Ufer (Eliščino nábřeží), das sich ideal für gemächliche Spaziergänge unter Bäumen, das morgendliche Laufen oder einfach für das ganz gewöhnliche Sitzen auf Bänken mit einem Kaffee in der Hand eignet, wenn die Sonne scheint. Dank des Flusses gibt es hier immer genug Platz, und das Nichteilen kommt hier ganz natürlich.
Über die Elbe spannt sich die wunderschöne Jugendstil-Prager-Brücke aus dem Jahr 1910, die schon für sich allein eine genauere Erkundung wert ist. Sie ist mit eleganten Steinlaternen und schmiedeeisernen Details geschmückt, und wenn du dich auf sie stellst, bietet sich dir einer der schönsten Blicke auf die Silhouette der Altstadt mit den Türmen, die sich auf der Wasseroberfläche spiegeln.
9. Jirásek-Anlagen und das Holzkirchlein

Wenn du entlang der Flüsse bis zum eigentlichen Zusammenfluss von Elbe und Adler weitergehst, gelangst du in die Jirásek-Anlagen, einen weitläufigen und vorbildlich gepflegten Park voller hoher Bäume und Blumenbeete. Es ist ein großer Park ganz in der Nähe des belebten Zentrums, in dem du schnell vergisst, dass du eben noch auf einem Platz voller Menschen standest. Hierher kommen Studenten der nahen Universität zum Lesen, und du kannst dich nach dem morgendlichen Rundgang durch die Sehenswürdigkeiten herrlich ausruhen.
Die größte Überraschung des Parks ist aber das kleine Holzkirchlein St. Nikolaus, das hier ein bisschen wie eine Erscheinung wirkt, als gehöre es gar nicht hierher. Ursprünglich wurde es nämlich in der ostslowakischen Gemeinde Habura erbaut, doch 1935 wurde es gekauft, abgebaut und nach Königgrätz transportiert, wo es wieder zusammengesetzt und so vor dem sicheren Verfall gerettet wurde. Sein Schindeldach und die Holzwände bilden im Stadtpark ein wunderschönes romantisches Element.
10. Das Riesenaquarium

Für Liebhaber der Natur und der Unterwasserwelt gibt es in der Stadt eine große Rarität: das Riesenaquarium, das den Titel als größtes Süßwasseraquarium Tschechiens hält. Es wurde 1998 eröffnet und kann mit dem allerersten begehbaren Unterwassertunnel des Landes aufwarten, dank dem du dich mitten im Wasserreich wiederfindest und die Fische dicht über deinem Kopf und um dich herumschwimmen.
Das Hauptbecken hat ein unglaubliches Volumen von 130.000 Litern, und in ihm haben über fünfhundert tropische Süßwasserfische aus den Flüssen Süd- und Mittelamerikas ein Zuhause gefunden. Der Rundgang ist zudem sehr clever konzipiert, denn zum Areal gehört auch ein künstlicher tropischer Regenwald mit einem Holzsteg, wo du die richtige hohe Luftfeuchtigkeit und Temperatur des Urwalds erlebst, bevor du unter die Wasseroberfläche zum eigentlichen Aquarium hinabsteigst.
11. Sternwarte und Planetarium

Wenn du von Geschichte und Architektur gesättigt bist, kannst du den Blick in der modernen Sternwarte und im Planetarium am südlichen Stadtrand zum Himmel heben. Das Digitalplanetarium bietet erstklassige Projektionen des Sternenhimmels auf eine riesige Kuppel und wechselt regelmäßig die Programme, die sowohl für Familien mit Kindern als auch für Erwachsene fesselnd sind, die etwas Neues über das Universum und die Sternbilder erfahren wollen.
Neben den Projektionen finden hier an klaren Abenden auch klassische astronomische Himmelsbeobachtungen mit Teleskopen aus der Kuppel der Sternwarte statt, was einen unvergleichlichen Zauber hat. Es ist ein besonders guter Tipp für Herbstabende, wenn es früh dunkel wird, oder als Rettungsplan für Regentage, an denen du keine Lust hast, mit dem Regenschirm durch die Stadt zu laufen.
12. Freibad Flošna und Sommerbaden
Wenn du mitten im heißen Sommer nach Ostböhmen reist, suchst du bestimmt bald einen Ort zum Abkühlen – und in dieser Hinsicht rettet dich das Bäderareal Flošna. Dieser moderne Komplex liegt praktisch im Stadtzentrum und bietet sowohl einen überdachten Teil für kühlere Tage als auch ein weitläufiges Außengelände, das von einem fünfzig Meter langen Schwimmbecken und einem großen Erlebnisbecken mit Attraktionen dominiert wird – und natürlich fehlt auch der Spaß für die Kleinsten nicht.
Wer kein klassisches gechlortes Freibad voller Menschen mag und lieber die Natur bevorzugt, kann an den Stadtrand zum Stříbrný rybník (Silberteich) fahren. Das dortige Naturbaden bietet eine ruhigere Atmosphäre, Sandstrände und die Möglichkeit, Tretboote oder Stand-up-Paddleboards auszuleihen, sodass du hier mühelos einen ganzen faulen Nachmittag von Bäumen umgeben verbringst.
13. Königgrätzer Wälder und eine Radtour
Königgrätz liegt in einer absoluten Ebene, was es zu einem berühmten Paradies für alle Radfahrer macht, und das fällt dir gleich bei der Ankunft auf, denn Menschen auf Rädern bewegen sich hier wirklich überall und in jedem Alter. Gleich vor den Toren der Stadt erstrecken sich zudem die weitläufigen Königgrätzer Wälder, die ein unglaublich dichtes Netz hochwertiger befestigter Radwege und langer Inline-Strecken mit glattem Asphalt bergen, auf denen das Fahren ein Gedicht ist.
Sich ein Rad zu leihen und für ein paar Stunden unter die Baumkronen in die Wälder aufzubrechen, gilt bei den Einheimischen als eine der besten Arten, freie Tage zu verbringen, und wir empfehlen dir, dich ihnen anzuschließen. Die Wege sind sehr übersichtlich, ohne anstrengende Höhenunterschiede, und unterwegs stößt du auf verschiedene Rastplätze, Forsthäuser und Imbissbuden, wo du dich stärken kannst – eine ideale Aktivität auch für Gelegenheitssportler.
14. Altes Rathaus und Klemenskapelle
Wenn wir zurück in den historischen Kern auf den Großen Platz gehen, stößt du auf ein Gebäudepaar, das einen festen Bestandteil der hiesigen Geschichte bildet. Das renaissance-barocke Alte Rathaus fällt durch seine geschmückte Fassade und sein repräsentatives Aussehen auf, das an die Bedeutung der Stadt in vergangenen Jahrhunderten erinnert, als von hier aus die Geschicke der ganzen Region gelenkt wurden.
Direkt neben dem Rathaus duckt sich die kleine, aber umso bedeutendere Klemenskapelle (sv. Klimenta), die zu den ältesten erhaltenen Bauwerken der ganzen Stadt zählt. Zusammen mit der Pestsäule und dem Weißen Turm bildet sie eine Art stille Übersicht der Jahrhunderte an einem Ort.
15. Mariä-Himmelfahrt-Kirche
Die letzte Station auf unserer Liste der Sehenswürdigkeiten des Großen Platzes ist die Mariä-Himmelfahrt-Kirche, eine ehemalige Jesuitenkirche aus der Mitte des siebzehnten Jahrhunderts. Ihre zwei eleganten Türme bilden einen wichtigen Teil der charakteristischen Silhouette der Stadt und ergänzen den Blick auf den dominanten Weißen Turm und die gegenüberliegende Backsteinkathedrale um ein weiteres interessantes Element.
Im Inneren dieses Gotteshauses verbirgt sich eine überaus reiche und kunstvolle barocke Ausstattung, die mit dem relativ schlichteren Äußeren kontrastiert, und vor allem herrscht hier tiefe Ruhe. Die schwere Holztür zu öffnen und für einen Moment aus dem Trubel des Platzes in Stille und Kühle zu verschwinden, ist genau die Art von Pause, nach der du froh bist, hereingekommen zu sein.
💡 Tipp mit Kindern: Wenn du mit kleineren Kindern reist, lass auf keinen Fall eine Fahrt mit dem Königgrätzer Touristenbähnchen aus, das in der Sommersaison durch die interessantesten Teile der Stadt fährt, oder versprich ihnen einen Besuch im Riesenaquarium, wo der Gang durch den Glastunnel unter der Wasseroberfläche sie garantiert für lange Zeit beschäftigt.
Wo man in Königgrätz essen kann
Nach einem ganzen Tag voller Märsche durch die Stadt und die Wälder schmeckt das Essen besonders gut, und Königgrätz enttäuscht in dieser Hinsicht nicht. Cafés und gute Restaurants gibt es hier mehr, als du erwarten würdest. Wenn du zu den Liebhabern von Spezialitätenkaffee gehörst, wird dich Königgrätz begeistern, denn gemütliche Lokale findest du an jeder Ecke. Direkt am Großen Platz kannst du ins beliebte Café Na kole gehen, das schon mit seinem Namen und seiner Einrichtung auf die örtliche Radfahrleidenschaft anspielt, oder ins nahe Café 149, wo du neben Kaffee auch hervorragende Süßspeisen bekommst. Erwähnenswert sind auch lokale Röstereien wie Pepe Coffee oder LamCafé, die ihr Handwerk wirklich in der Tiefe verstehen, und wenn du einen Ort für ein üppiges Frühstück vor dem Ausflug suchst, steuere das BISTRO V PEKÁRNĚ an.
Was das Hauptgericht angeht, können wir mit Freude die hervorragenden vegetarischen Optionen empfehlen, die nicht nur eingefleischte Fleischverweigerer erfreuen. Vorbeischauen kannst du in der beliebten Filiale von Dhaba Beas, wo du dir frisches indisches und vegetarisches Essen ganz nach deinem Geschmack nach Gewicht zusammenstellst – ideal für ein schnelles und leichtes Mittagessen. Sehr gelobt wird auch das Bazalka ve dvorku, das eine große und vielfältige Auswahl an fleischlosen Gerichten aus hochwertigen Zutaten bietet, sodass du satt und zufrieden gehst, ohne bei deinen Ansprüchen an gesunde Ernährung Abstriche machen zu müssen.
Ausflüge von Königgrätz aus
Wenn du dich entscheidest, zwei oder drei Tage in der Region zu bleiben, was wir wärmstens empfehlen, eröffnen sich dir viele Möglichkeiten für Ausflüge über die Stadtgrenze hinaus. Die Umgebung ist voller wunderschöner Sehenswürdigkeiten und Attraktionen, die du mit dem Auto in wenigen Dutzend Minuten erreichst und die dir einen ganz anderen Blick auf Ostböhmen bieten.

- Safari-Park Dvůr Králové: liegt etwa dreißig Kilometer von der Stadt entfernt und bietet die größte Sammlung afrikanischer Tiere in ganz Europa. Du kannst hier mit dem eigenen Auto oder dem Safaribus auf eine echte Afrika- und Löwensafari mitten zwischen Zebra- und Giraffenherden fahren, und der Park ist außerdem weltweit für seine erfolgreiche Zucht des seltenen Nördlichen Breitmaulnashorns berühmt.
- Hospital Kuks: ein einzigartiges Barockareal, das Graf Sporck erbauen ließ, beeindruckt mit seiner Monumentalität und Schönheit. Hier findest du die berühmten Statuen der Tugenden und Laster des Bildhauers Matthias Bernhard Braun, eine atemberaubende historische Barockapotheke, und unweit im Wald verbirgt sich das geheimnisvolle Brauns Bethlehem, direkt in die Sandsteinfelsen gehauen.
- Schloss Hrádek u Nechanic: nur knapp zwölf Kilometer von der Stadt entfernt steht dieses wunderschöne neugotische Schloss der Familie Harrach, das zwischen 1839 und 1857 erbaut wurde und eher an romantische Tudor-Residenzen irgendwo in England erinnert als an ein typisches tschechisches Schloss, was es auch bei Filmteams sehr beliebt macht.
💡 GetYourGuide-Tipp: Wenn du organisierte Erlebnisse bevorzugst und den Ticketkauf nicht erst vor Ort regeln willst, bekommst du viele Eintrittskarten für Sehenswürdigkeiten, Zoos sowie Tipps für interessante Führungen in der Region bequem im Voraus über GetYourGuide, sodass du eventuelle Warteschlangen an den Kassen vermeidest.
Wie es weitergeht
Sobald du Königgrätz und seine Umgebung erkundet hast, kannst du dich für weitere Reisen durch Tschechien inspirieren lassen. Tschechische Städte und Regionen haben viel zu bieten, und wir haben einige weitere Artikel für dich, die dir bei der Planung helfen.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert die Fahrt von Prag nach Hradec Králové?
Die Zugfahrt von Prag dauert in der Regel zwischen einer Stunde und eineinhalb Stunden, wobei die meisten Verbindungen auf dieser etwa 102 Kilometer langen Strecke angenehm ohne Umstieg verkehren. Eine gängige und sehr häufige Alternative sind auch die direkten Buslinien, die über die Autobahn fahren und zeitlich der Bahn sehr ähnlich kommen.
Wie viel Zeit brauche ich für einen Besuch der Stadt?
Für die Besichtigung des historischen Zentrums selbst, einen Spaziergang entlang des Zusammenflusses der Flüsse und den Besuch einer oder zweier Sehenswürdigkeiten oder Museen reicht Ihnen problemlos ein vollwertiger Tag. Wenn Sie aber planen, mit dem Fahrrad in die örtlichen Wälder zu fahren oder einen Ausflug in die Umgebung zu machen, zum Beispiel nach Kuks oder in den Safari Park, sollten Sie sich auf jeden Fall zwei bis drei Tage einplanen.
Warum wird die Stadt der Salon der Republik genannt?
Diesen schmeichelhaften Beinamen erhielt die Stadt für ihren außergewöhnlich durchdachten und visionären Städtebau der Zwischenkriegszeit. Der aufgeklärte Bürgermeister František Ulrich holte damals führende Architekten wie Jan Kotěra und Josef Gočár zur Stadtentwicklung, die moderne Viertel voller Grünflächen, breiter Straßen und hochwertiger funktionalistischer Architektur entwarfen und damit einen äußerst repräsentativen Stadtraum schufen.
Ist Hradec Králové für Radfahrer geeignet?
Ja, die Stadt und ihre unmittelbare Umgebung sind wie geschaffen für Radfahrer, denn sie liegen in völlig flachem Gelände und verfügen über eine ausgezeichnete Infrastruktur. Direkt hinter der Stadt beginnen die weitläufigen Hradecké-Wälder, durch die sich Dutzende Kilometer an hochwertigen und befestigten Radwegen ziehen, auf denen auch Familien mit Kindern oder Inline-Skater sicher unterwegs sein können.
Wo gibt es in der Stadt die beste Aussicht?
Die schönste Panoramaaussicht auf die gesamte Altstadt und die weite Umgebung eröffnet sich vom Rundgang des Renaissance-Weißen Turms, der direkt am Großen Platz steht. Zum Gipfel müsst ihr über zweihundert Stufen bewältigen, aber der Blick auf den Zusammenfluss der Flüsse und bei guter Sicht auch auf die fernen Berge lohnt sich auf jeden Fall.
Tipps und Tricks für deinen Urlaub
Zahle nicht zu viel für Flugtickets
Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.
Buche deine Unterkunft clever
Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.
Vergiss die Reiseversicherung nicht
Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.
Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).
Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
Finde die besten Erlebnisse
Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!
