Du erwartest Kälte und bekommst Hitze. Genau das ist uns in Fairbanks, Alaska passiert. Das ist nämlich kein gewöhnlicher Ort. Es ist eine raue Ecke der Welt, nur 315 Kilometer vom Polarkreis entfernt, wo die Temperaturen im Winter tief unter den Gefrierpunkt fallen und die Sonne im Sommer einfach gar nicht hinter dem Horizont verschwindet.
Lukáš und ich haben diesen Ort vor allem wegen eines einzigen magischen Schauspiels am Himmel lieben gelernt. Fairbanks liegt nämlich direkt unter dem Polarlichtoval und ist damit schlicht einer der besten Orte der Welt, um Nordlichter zu jagen. Wir haben 12 Orte und Erlebnisse zusammengestellt, ohne die wir von hier einfach nicht weggefahren wären. Und ja, über die Badeschlappen für die Dusche schreibe ich auch noch. 😅

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen
- Beste Zeit für Polarlichter: Das Zeitfenster öffnet sich von Ende August bis Mitte April, der absolute Höhepunkt der Saison liegt jedoch zwischen Dezember und März.
- Sommerliche Mitternachtssonne: Wenn du im Juni oder Juli kommst, siehst du wegen des endlosen Tageslichts keine Polarlichter, dafür genießt du fantastische Natur und Flussfahrten.
- Wo man unterkommt: Für vollen Service und Flussblick wähle die Pike’s Waterfront Lodge, für ein vernünftiges Budget empfehle ich das Wedgewood Resort.
- Top-Erlebnis: Ein Bad im Außenpool der Chena Hot Springs, während draußen -30 °C herrschen und dir die nassen Haare auf dem Kopf gefrieren.
- Verkehr: Ohne Mietwagen kommst du hier schlicht nicht aus, die Entfernungen sind riesig und Busse fahren so selten, dass wir in einer ganzen Woche nicht einen einzigen gesehen haben.
Wann nach Alaska fliegen und wie man nach Fairbanks kommt
Die Reiseplanung nach Alaska erfordert ein wenig strategisches Denken, denn das dortige Klima testet deine Grenzen ordentlich aus. Fairbanks hält den offiziellen Status der kältesten Stadt der USA, und die Wintertemperaturen liegen hier regelmäßig bei minus vierzig Grad. Wenn dein Hauptziel das Polarlicht ist, musst du zwischen Ende August und April aufbrechen. Die Sonne scheint hier im Winter nur ein paar Stunden am Tag, und die langen dunklen Nächte bieten die perfekte Leinwand für das Himmelsschauspiel. Wir verbringen hier regelmäßig eiskalte Nächte im Freien – unterschätze also bloß nicht hochwertige Funktionskleidung im Zwiebelprinzip.
Der Sommer ist dagegen eine völlig andere Welt. Von Mai bis August erwacht die Stadt zum Leben, die Temperaturen können bis an die dreißig Grad klettern, und zur Sonnenwende scheint die Sonne 22 Stunden am Tag. Es ist die ideale Zeit, um Nationalparks zu erkunden und Gold zu waschen, aber das Polarlicht siehst du einfach nicht, weil es nie dunkel genug dafür wird. April und Anfang Mai solltest du dagegen unbedingt meiden. Die Einheimischen nennen diese Zeit „Breakup Season“, wenn das Eis auf den Flüssen birst, der Schnee schmilzt, überall tonnenweise Matsch liegt und die meisten Touristenattraktionen noch geschlossen haben.
Was die Anreise betrifft, fliegst du von Deutschland aus meist mit Umstieg in Seattle oder Chicago hierher – ab Frankfurt oder München gibt es gute Verbindungen über die großen US-Hubs, oder du nimmst einen Inlandsflug ab Anchorage. Günstige Flüge findest du auf Skyscanner oder Google Flights, unseren bevorzugten Portalen für kompliziertere Routen. Vom Flughafen geht es dann direkt zur Autovermietung. Lukáš und ich machen seit Langem gute Erfahrungen mit RentalCars, das wir weltweit nutzen, und in Alaska gilt das doppelt – denn ohne einen ordentlichen SUV mit guten Reifen kommst du hier nicht weit.

Wo übernachten und was kostet Fairbanks
Das Budget für Alaska ist oft ein schmerzhaftes Thema, denn weder Unterkunft noch Essen sind hier günstig. Fairbanks bietet alles vom klassischen Hostel bis zum luxuriösen verglasten Iglu, aber rechne immer damit, dass du für die Lage am Ende der Welt schlicht draufzahlst. Die Preise für normale Hotels bewegen sich zwischen etwa 140 und 280 € pro Nacht für zwei Personen. Ein Essen im Restaurant kostet dich mindestens 28 € pro Person, und wenn du noch organisierte Ausflüge dazurechnest, kann ein einwöchiger Aufenthalt schnell eine stattliche Summe erreichen.
Wenn du Komfort und erstklassigen Service möchtest, schau dir die Pike’s Waterfront Lodge an. Sie liegt direkt am Ufer des Chena River unweit des Flughafens und bietet neben schönen Ausblicken auch ein gut bewertetes Restaurant. Wir steuern sie oft an, wenn wir uns nach einem anstrengenden Tag in der Kälte gutes Zuhause sicher sein wollen.
Wenn du das Stadtzentrum bevorzugst und dir größere Hotels nichts ausmachen, ist das Westmark Fairbanks Hotel ein absoluter Klassiker, den auch große Reiseveranstalter gern nutzen. Für Familien oder Reisende, die mehr Platz mögen, ist das weitläufige Wedgewood Resort eine tolle Wahl. Und wenn du wirklich auf Budget unterwegs bist und eher die Gemeinschaftsatmosphäre suchst, ist das Billie’s Backpackers Hostel ein legendärer Halt aller unabhängigen Abenteurer.
Fairbanks, Alaska: 12 Tipps, was man sehen und erleben sollte
Also gut, wo fangen wir an? Unser Notizbuch ist randvoll, aber wir haben zwölf ausgewählt, die uns nicht einmal mit einem Brecheisen aus Fairbanks bekommen hätten. Das Städtchen vereint ungezähmte Wildnis mit der faszinierenden Geschichte des Goldrauschs – und langweilig wird dir hier garantiert keine Minute.
1. Polarlichtjagd vom Murphy Dome
Der Murphy Dome ist eine absolute Legende unter den einheimischen Auroras-Jägern. Es handelt sich um eine ehemalige Radarstation der US-Luftwaffe, die etwas mehr als dreißig Kilometer von der Stadt entfernt liegt. Mit einer Höhe von 879 Metern ist er der höchste zugängliche Punkt in der weiten Umgebung – das bedeutet einen perfekten 360-Grad-Blick ganz ohne Lichtverschmutzung der Stadt. Der Zutritt ist völlig kostenlos, du musst also nur volltanken, dir heißen Tee in die Thermoskanne füllen und kannst losfahren.

Ich muss dich aber ehrlich vor der Anfahrt warnen. Die Straße nach oben kann im Winter gnadenlos sein, und gute Winterreifen sind absolute Pflicht. Oben weht zudem oft kräftiger Wind, sodass die gefühlte Temperatur noch deutlich niedriger ist als unten in der Stadt. Wenn der Himmel über dir aber plötzlich in grünen Bändern aufleuchtet, die von Horizont zu Horizont über den verschneiten Fichtenwipfeln tanzen, vergisst du augenblicklich, dass du deine Zehen nicht mehr spürst. ☺️
2. Aufwärmen in den Chena Hot Springs (mit zugekniffenen Augen)
Etwa anderthalb Autostunden nordöstlich von Fairbanks findest du das berühmte Resort Chena Hot Springs. Der Weg dorthin führt durch wunderschöne, einsame Landschaft, und am Ende erwartet dich ein Außenpool mit natürlichem Thermalwasser von luxuriösen 41 °C. Im heißen Wasser zu baden, während dir Schnee auf den Kopf fällt und deine Haare zu Eiszapfen werden, ist ein absolut ikonisches Alaska-Erlebnis, das du dir einfach nicht entgehen lassen darfst. Das Resort hat das ganze Jahr über geöffnet, und im Winter lässt sich von hier aus hervorragend der Nachthimmel beobachten.

Jetzt zum weniger romantischen Teil, über den in den Reiseführern kaum etwas steht. Das Resort hat seine besten Jahre ein bisschen hinter sich. Die Umkleiden und das Innenbecken sind nicht gerade ein Musterbeispiel an Sauberkeit, und ich empfehle dir, eigene Badeschlappen für die Dusche mitzunehmen. Der Außenpool selbst ist aber fantastisch. Du kannst hier auch den Eintritt ins Aurora Ice Museum für rund 23 € bezahlen. Sei nur sehr vorsichtig auf der nächtlichen Rückfahrt nach Fairbanks, denn nach einem langen, heißen Bad überkommt einen eine bleierne Müdigkeit, und im Dunkeln durch die verschneite Landschaft zu fahren erfordert höchste Konzentration.
3. Spaziergang mit Rentieren auf der Running Reindeer Ranch
Etwa 25 Minuten vom Zentrum entfernt liegt die Running Reindeer Ranch – und das ist kein trauriger Zoo, sondern ein echtes Familienprojekt, bei dem die Rentiere einfach mit dir spazieren gehen. Während des einstündigen Besuchs streifst du durch einen zauberhaften Birkenwald an der Seite frei laufender Rentiere. Sie stehen nicht in Gehegen, sondern trotten neben dir her, halten ab und zu zum Knabbern an Zweigen an und wirken die ganze Zeit eher wie sehr große Haustiere.
Die Besitzer haben enormen Respekt vor den Tieren, und aus ihren Erzählungen erfährst du jede Menge Wissenswertes über das Leben in der Tundra. Das Erlebnis kostet je nach Saison zwischen 80 und 110 € für Erwachsene und endet mit einem gemütlichen Beisammensein im Warmen bei hausgemachten Keksen und Tee.
4. Museum of the North und Mammutschädel
Auf dem Campus der hiesigen Universität (University of Alaska Fairbanks) steht ein Gebäude mit sehr interessanter moderner Architektur, in dem sich das Museum of the North verbirgt. Selbst wenn du kein typischer Museumsfan bist, kommst du hier wirklich auf deine Kosten. Hier ist das Wertvollste aus dem gesamten Norden zusammengetragen. Uns hat es geholfen zu verstehen, was wir die ganze Zeit draußen eigentlich sehen – was wesentlich besser ist, als ahnungslos durch die Landschaft zu stolpern. Der Eintritt kostet rund 20 € für Erwachsene, und du brauchst etwa zwei Stunden.

Der größte Anziehungspunkt der Ausstellung „Gallery of Alaska“ ist ein riesiges Braunbär-Präparat, an dem du erst die wahre Größe dieser Tiere begreifst. Beeindruckend sind auch der Schädel eines Wollhaarmammuts und ein perfekt erhaltener, mumifizierter Bison aus der Eiszeit. Es gibt hier auch schöne Präsentationen, die die Physik des Polarlichts erklären – praktisch, das zu verstehen, bevor du mitten in der Nacht losziehst, um es zu jagen.
5. Flussfahrt mit dem Schaufelraddampfer Riverboat Discovery
In den Sommermonaten ist die Fahrt auf den Flüssen Chena und Tanana an Bord des historischen Schaufelraddampfers Riverboat Discovery wohl die beliebteste Aktivität der Stadt. Der dreistündige Ausflug kostet dich rund 99 € und läuft etwa von Ende Mai bis Anfang September. Es ist keine langweilige Rundfahrt, sondern eine von Anfang bis Ende mit Aktion und Einblicken ins lokale Leben gespickte Tour.

Während der Fahrt landet direkt neben deinem Boot ein kleines Wasserflugzeug auf dem Wasser und startet wieder – ein sogenanntes „Bush Plane“, ohne die das Leben in Alaska gar nicht funktionieren würde. Du siehst das Training eines Hundeschlittengespanns bei der Zuchtstation einer berühmten Siegerin des Iditarod-Rennens, und zum Schluss steigst du in einer sorgfältig nachgebauten Indianerdorf-Replik aus. Dort zeigen dir Einheimische die traditionelle Lebensweise des Athabasken-Stammes, einschließlich der traditionellen Räucheröfen für Lachs.
6. Goldwaschen und Geschichte bei Gold Dredge 8
Fairbanks würde wahrscheinlich gar nicht existieren, gäbe es nicht den Goldrausch zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts. Die Exkursion zur Gold Dredge 8 nimmt dich mit zurück in der Zeit und zeigt dir die beeindruckende Geschichte des industriellen Goldabbaus. Der Ausflug beginnt mit dem Einstieg in eine Replik der Schmalspurbahn Tanana Valley Railroad und kostet Erwachsene rund 70 €. Auf der Zugfahrt siehst du übrigens auch aus nächster Nähe einen Teil der berühmten Trans-Alaska Pipeline, zu der wir beim nächsten Tipp kommen.

Höhepunkt des Programms ist die Besichtigung des riesigen verrostenden Baggers, der einst die hiesige Landschaft verschlang und kostbares Gold ausspuckte. Am Ende der Exkursion bekommt jeder Besucher eine eigene Schale mit Kies und kann das traditionelle Goldwaschen ausprobieren. Der Fund von Goldflocken ist praktisch garantiert, und das Personal wiegt dein erbeutetes Vermögen gleich vor Ort und schätzt es nach dem aktuellen Börsenkurs. 😁
7. Das luxuriöse Borealis Basecamp für Anspruchsvolle
Wenn du das Polarlicht mit maximalem Luxus erleben willst und keine Angst hast, ordentlich Geld auszugeben, ist das Borealis Basecamp genau der richtige Ort für dich. Dieses Resort liegt nördlich der Stadt, außer Reichweite jeglicher Lichtverschmutzung, und sein Hauptanziehungspunkt sind moderne, verglaste Iglus. Stell dir vor, du liegst in einem riesigen warmen Bett, und direkt über dir tanzen grüne Bänder am Himmel.
Ehrlicherweise muss ich aber eine kleine Anmerkung zum Preis machen. Eine Nacht kostet hier mindestens 580 € pro Person, und meist werden Aufenthalte von zwei Nächten verkauft. Die Einheimischen schütteln manchmal schmunzelnd den Kopf darüber, dass Touristen solche Summen für etwas zahlen, das sie selbst gratis aus dem Autofenster auf dem Hügel sehen. Wenn du jedoch einen Ort für einen Heiratsantrag oder eine unvergessliche Hochzeitsreise suchst, ist das eine sichere Bank.
8. Sorgenfrei mit einer organisierten Aurora-Tour
Längst nicht jeder traut sich, nachts über vereiste Straßen zu fahren und im Dunkeln einsame Rastplätze zu suchen. Genau deshalb gibt es in Fairbanks unzählige Anbieter, die dich auf eine organisierte Jagd mitnehmen. Wir können die Firma Greatland Adventures empfehlen, die achtstündige Touren für rund 320 € pro Person anbietet. Der Vorteil ist, dass die Guides genau wissen, wohin sie je nach aktueller Wetter- und Wolkenlage fahren müssen.
Im Preis enthalten sind ein bequemer beheizter Transport, heiße Getränke und – am wichtigsten – professionelle Fotos. Das Polarlicht mit einem gewöhnlichen Handy zu fotografieren, endet oft in Enttäuschung, und die Guides machen dir wunderschöne Porträts direkt unter dem leuchtenden Himmel. Sie bieten sogar eine Geld-zurück-Garantie bei schlechtem Wetter, was du im unberechenbaren Alaska wirklich zu schätzen weißt. Unser Guide erzählte uns unterwegs, wie ihm einmal bei -45 °C der Motor einfror und er im Schlafsack im Kofferraum auf Hilfe warten musste. Das hat mich echt umgehauen.
9. Das technische Wunder der Trans-Alaska Pipeline
Vielleicht denkst du dir, warum du extra hinfahren solltest, um eine riesige Röhre zu bestaunen, aber die Trans-Alaska Pipeline ist ein ingenieurtechnisches Wunder, das die moderne Geschichte des Bundesstaates regelrecht geprägt hat. Ich gebe zu, ich wollte ursprünglich ohne Halt an dieser gewaltigen Leitung vorbeifahren, aber Lukáš hat mich überzeugt. Und ich muss sagen: Wenn du sie aus der Nähe siehst, haut dich die Dimension einfach um. Über 1.200 Kilometer Röhre, die Öl vom Nordpolarmeer bis in den Süden transportiert.

Der offizielle Aussichtspunkt Trans-Alaska Pipeline Viewpoint befindet sich ein Stück nördlich der Stadt direkt am Steese Highway und ist völlig kostenlos. Du kannst die riesige Röhre mit über einem Meter Durchmesser aus der Nähe betrachten und auf Infotafeln nachlesen, wie die Erbauer die Probleme mit dem Permafrost (dem dauerhaft gefrorenen Boden) und mit Erdbeben lösen mussten. Es ist ein kurzer Stopp, aber für das Verständnis der Wirtschaft Alaskas absolut entscheidend.
10. Skiland und Ausblicke vom Cleary Summit
Etwa 32 Kilometer nördlich von Fairbanks liegt der Bergrücken Cleary Summit, der einige der schönsten Ausblicke ins Tal des Tanana River und auf die fernen Gipfel der White Mountains eröffnet. Im Sommer ist es ein wunderbarer Ort für einen kurzen Ausflug mit grandiosen Panoramen, im Winter verwandelt sich die ganze Gegend in einen weiteren strategischen Punkt zur Polarlichtbeobachtung.
Genau hier findest du das Skigebiet Skiland, das sich mit dem nördlichsten in Betrieb befindlichen Sessellift ganz Nordamerikas rühmt. Erwarte kein alpines Zentrum mit endlosen Pisten – es ist eher eine intime, lokale Angelegenheit, hat aber einen riesigen Charme. Über den Winter funktioniert das Areal zudem als spezielle Aurora Viewing Lodge, sodass du dich hier mit einer Tasse Kakao ins Warme verkriechen kannst, während es draußen zum Steinerweichen friert.
11. Hundeschlitten und die Atmosphäre des Iditarod-Rennens
Alaska und Hundeschlitten gehören genauso untrennbar zusammen wie Bayern und Bier. Das legendäre Iditarod-Rennen startet zwar normalerweise unten in Anchorage, aber wenn in der Region Schnee fehlt, verlegen die Organisatoren den scharfen Start kurzerhand direkt nach Fairbanks. Das Hundeschlittenfahren wird hier todernst genommen, und die Musher sind riesige lokale Berühmtheiten.

Auch wenn du das Datum des Rennens nicht triffst, findest du rund um die Stadt mehrere fantastische Zuchtstationen, wo du eine Fahrt machen kannst. Ich empfehle zum Beispiel Black Spruce Dog Sledding. Eine Fahrt durch den stillen, verschneiten Wald, bei der du nur den Atem der Hunde und das Gleiten des Schlittens auf dem Schnee hörst, ist magisch. Meist zahlst du zwischen 95 und 235 €, hilfst, die Hunde anzuschirren, und belohnst sie nach der Fahrt mit einer ordentlichen Streicheleinheit.
12. Begrüße den Weihnachtsmann im Städtchen North Pole
Das ist ein bisschen kitschig, aber wenn du schon so nah dran bist, musst du dort einfach halten. Südöstlich von Fairbanks liegt das Städtchen North Pole, in dem Weihnachten offensichtlich nie endet. Die Straßen heißen hier etwa Snowman Lane oder Kris Kringle Drive, und die Straßenlaternen haben die Form riesiger Zuckerstangen. Das Hauptlockmittel ist hier der riesige Laden Santa Claus House.

Der Eintritt ist natürlich kostenlos. Du kaufst hier wohl jeden Weihnachtsschmuck der Welt und kannst dem offiziellen Weihnachtsmann begegnen. Lukáš und mich hat hier aber das örtliche Postamt am meisten begeistert. Von hier aus kannst du eine Postkarte an irgendwen zu Hause nach Deutschland schicken, und sie kommt abgestempelt mit dem offiziellen Poststempel des Nordpols an. Für Familie oder Freunde ist das ein wahnsinnig nettes Souvenir. 😉
Wo man in Fairbanks gut isst
Ehrlich gesagt ist Alaska kein Gastro-Reiseziel. Das meiste wird hierher per Flugzeug aus anderen Bundesstaaten eingeflogen, wovon du dich gleich beim Blick auf die Rechnung überzeugst, bei der dir ein wenig die Kinnlade herunterfällt. Aber ein paar Orte haben uns wirklich angenehm überrascht.

Für ein romantisches Abendessen solltest du unbedingt ins The Pump House Restaurant & Saloon gehen. Dieses ikonische Restaurant ist im fantastischen Stil der Goldrausch-Ära Ende des neunzehnten Jahrhunderts gebaut. Spezialisiert ist man hier auf lokale Meeresfrüchte und fantastische Steaks vom Premium-Rind. Rechne mit etwa 42 € für ein Hauptgericht, aber das hiesige Filet mit frischem Heilbutt und Crème brûlée zum Abschluss ist es definitiv wert. Eine weitere tolle, wenn auch etwas luxuriösere Wahl direkt im Zentrum ist Lavelle’s Bistro.
Wenn du tagsüber etwas Entspannteres und Günstigeres suchst, probier The Crepery im Zentrum von Fairbanks, wo es ausgezeichnete herzhafte und süße Crêpes zu Preisen von 9 bis 17 € gibt. Für ein deftiges, riesiges Alaska-Frühstück musst du ins Sam’s Sourdough Cafe einkehren. Dort machen sie legendäre Sauerteig-Pfannkuchen aus einem Teig, dessen Basis angeblich noch aus der Zeit der ersten Goldgräber stammt.
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Autopreise in den Vereinigten Staaten vergleichen →FAQ — Häufig gestellte Fragen zu Fairbanks
Ich habe die häufigsten Fragen gesammelt, die mir von Lesern erreichen, die eine Reise nach Fairbanks planen. Wenn dir etwas fehlt, schreib mir einfach.
Wann sollte man nach Alaska nach Fairbanks fliegen?
Es kommt darauf an, was du sehen möchtest. Wenn du primär wegen der Polarlichter reist, musst du im Winter fliegen, idealerweise zwischen Dezember und März, wenn die Dunkelheit am längsten ist und die Chance auf klaren Himmel groß ist. Wenn du die Natur, die Nationalparks bewundern und nach Gold schürfen möchtest, ist der Sommer von Juni bis August ideal.
Wie teuer ist Alaska?
Ganz ehrlich, Alaska gehört zu den teureren Bundesstaaten der USA, weil die meisten Dinge aus den „unteren 48″ Staaten importiert werden müssen. Für eine Unterkunft der Mittelklasse zahlst du etwa 150–300 USD pro Nacht und ein Essen in einem normalen Restaurant kostet rund 30–50 USD pro Person. Mietwagen und Benzin reißen ein weiteres großes Loch ins Budget.
Wie kommt man nach Alaska?
Der schnellste Weg aus Europa ist eine Flugverbindung mit einem oder zwei Zwischenstopps. Üblicherweise fliegt man über größere amerikanische Drehkreuze wie Seattle oder Chicago, von wo aus Direktverbindungen nach Fairbanks oder zum internationalen Flughafen in Anchorage gehen.
Wie lange dauert der Flug nach Alaska?
Von Prag solltest du mit 15 bis 20 Stunden Reisezeit rechnen, was reicht, um nach der Ankunft wie ein Zombie auszusehen. Ich empfehle deshalb, mindestens eine Woche zu bleiben, sonst lohnt sich die Akklimatisierung einfach nicht.
Wie stehen die Chancen, dass ich Polarlichter sehe?
Überraschend hoch! Fairbanks liegt direkt unter dem Polarlicht-Oval. Offizielle Statistiken besagen, dass deine Chancen, Polarlichter zu sehen, über 80 % liegen, wenn du während der Wintersaison mindestens drei Nächte hintereinander hier verbringst und aktiv den Nachthimmel beobachtest.
Brauchst du in Fairbanks ein Auto?
Auf jeden Fall. Amerikanische Städte sind nicht für Fußgänger gebaut, und in Alaska gilt das doppelt. Die Entfernungen zwischen Sehenswürdigkeiten, Hotels und Orten zur Beobachtung der Aurora sind riesig. Öffentliche Verkehrsmittel gibt es hier außerhalb des engsten Zentrums praktisch nicht, daher ist ein hochwertiger SUV aus der Autovermietung ein Muss.
Wann ist „Breakup Season“ und warum solltest du sie meiden?
Die Breakup-Season ist die Zeit etwa von Mitte April bis Mitte Mai, in der der Winter dem Frühling weicht. Der Schnee schmilzt schnell, das Eis auf den Flüssen knackt laut und alles verwandelt sich in ein riesiges Meer aus Schlamm. Polarlichter sind wegen der langen Tage schon nicht mehr zu sehen, und die Sommerattraktionen haben noch geschlossen. Es ist eindeutig die schlechteste Zeit für einen Besuch.
Tipps und Tricks für deinen Urlaub
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