Wenn man an Norwegen im Winter denkt, sehen viele nur endlose Dunkelheit und Schneemassen, aber die Wahrheit ist, dass dich im Winter gleich drei völlig unterschiedliche Norwegens erwarten. Während es im Süden rund um Bergen auf wunderschön beleuchtete Weihnachtsmärkte regnet, scheint in den Bergen die Sonne auf leere Skipisten und hoch über dem Polarkreis steigt die Sonne gar nicht über den Horizont und der Himmel färbt sich mit Nordlichtern.
Je nachdem, welches dieser Gesichter du für deinen Urlaub wählst, entscheidet sich nicht nur, was du in den Koffer packst, sondern auch, wie viel das Ganze kostet. Der Winter im hohen Norden ist nämlich absolute Hauptsaison mit den höchsten Übernachtungspreisen, während du in Oslo oder Bergen Hotels für einen Bruchteil der Sommerpreise bekommst, weil dort ruhige Nebensaison herrscht.
Also — Nordlichter oder Skipisten? Walsafari oder Lebkuchenstadt? All das bietet das verschneite Skandinavien, und ich helfe dir dabei, das Richtige für dich auszuwählen und herauszufinden, wohin du fahren sollst und wie du dich praktisch auf die gesamte Reise vorbereitest.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen
Falls du gerade keine Zeit hast, den gesamten detaillierten Reiseführer durchzulesen, habe ich für dich eine schnelle Übersicht des Wichtigsten vorbereitet. Hier findest du die absoluten Grundlagen für deine problemlose Reise in den Norden und eine schnelle Orientierung über die Möglichkeiten, die die Winterzeit bietet.
- Nordlichter und Dunkelheit: Für Nordlichter musst du in den Norden (Tromsø, Alta, Lofoten), wo von Ende November bis Mitte Januar die Polarnacht herrscht und die Sonne überhaupt nicht über den Horizont steigt.
- Kurzes Zeitfenster für Wale: Wenn du Orcas und Buckelwale sehen möchtest, musst du zwischen Mitte Oktober und Ende Januar strikt nach Skjervøy in den Norden fahren.
- Städte im Süden: In Oslo und Bergen ist der Winter milder, oft eher regnerisch, aber sie locken mit wunderschönen Weihnachtsmärkten und deutlich günstigeren Unterkünften als im Sommer.
- Skifahren ohne Warteschlangen: Norwegische Bergresorts wie Trysil oder Hemsedal bieten perfekten Schnee von November bis April, leere Pisten und tolles Nachtskifahren unter Flutlicht.
- Geschlossene Straßen und Touren: Vergiss den sommerlichen Roadtrip auf malerischen Routen, die berühmte Straße Trollstigen ist den ganzen Winter gesperrt und zur Trolltunga kommst du nur mit einem erfahrenen Führer.
- Winterfahren: Autovermietungen geben automatisch Winterreifen aus, im Norden sogar mit Spikes, sodass du dich vor dem Fahren auf festgefahrenem Schnee und Eis überhaupt nicht fürchten musst.

Der komplette Reiseführer: Norwegen — Reiseführer und Highlights
Wann nach Norwegen reisen: es kommt darauf an, was du suchst
Die Wintersaison in Norwegen erstreckt sich von November bis April. Die Bedingungen ändern sich jedoch dramatisch von Monat zu Monat und von Region zu Region, was für das verschneite bergige Oslo gilt, gilt für das arktische Tromsø überhaupt nicht. Wenn dich Weihnachtsmärkte und die ruhige Atmosphäre der Städte reizen, ist Ende November und Dezember in Südnorwegen ideal. Oslo hat meist kontinentaleres Wetter mit Temperaturen leicht unter null, sodass Schnee gelegentlich auch in den Straßen liegen bleibt, aber Bergen ist eher für sein ozeanisches Klima bekannt, wo es viel mehr regnet als schneit und die Temperaturen bei ein paar Grad über null bleiben.
Für Skifahrer und Wintersportliebhaber ist die südliche Bergregion ein Eldorado, wo beliebte Resorts wie Trysil oder Geilo liegen. Dort herrschen stabile Fröste und die Saison dauert von November bis Ende April, wobei du die besten Schneebedingungen und längere Tage im März genießt, wenn die Sonne schon ziemlich Kraft hat und auf den Pisten auch unpräparierte Geländeabschnitte gut sichtbar sind.
Der arktische Norden, wohin man wegen der Nordlichter und Hundeschlitten fährt, hat seine Besonderheiten vor allem wegen des Lichts. Vom 27. November bis 15. Januar herrscht in Tromsø stockfinstere Polarnacht, in der die Sonne überhaupt nicht aufgeht, auch wenn um die Mittagszeit die sogenannte blaue Stunde eintritt, die den Himmel wunderschön färbt. Der beste Kompromiss für einen Besuch im Norden ist Februar und März, wenn du bereits etwa sieben Stunden Tageslicht für Aktivitäten hast, die Nächte aber noch dunkel und lang genug für eine erfolgreiche Nordlichtjagd sind.
| Ort | Um die Wintersonnenwende (21. Dezember) | Mitte Februar |
|---|---|---|
| Oslo | ca. 9:18 bis 15:12, etwa 6 Stunden Tageslicht | ca. 8:00 bis 17:00, etwa 9 Stunden Tageslicht |
| Trondheim | ca. 10:00 bis 14:30, etwa 4,5 Stunden Tageslicht | etwa 8,5 Stunden Tageslicht |
| Tromsø | Polarnacht, Sonne geht nicht auf, nur 2 bis 3 Stunden blaue Dämmerung | ca. 8:18 bis 15:39, etwa 7 Stunden und 20 Minuten Tageslicht |

Wo übernachten in Norwegen
💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es die besten Stornierungsbedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich, über GetYourGuide zu vergleichen und zu kaufen.
Wo du übernachten solltest, hängt hauptsächlich davon ab, ob du wegen Nordlichtern, Skifahren oder Weihnachtsmärkten fährst, und entscheidend ist eine gute Verkehrsanbindung, damit du nicht mit Koffern in Schneeverwehungen kämpfst. Während du im Süden auch kurzfristig zu tollen Preisen buchen kannst, erfordert der arktische Norden eine Reservierung mehrere Monate im Voraus, weil die Kapazitäten einfach nicht mit dem Ansturm der Nordlichtjäger mithalten.
Wenn du zur Nordlichtjagd nach Tromsø fährst, empfehle ich ein Hotel direkt im Zentrum zu wählen, von wo alle Ausflugsminubusse abfahren. Eine tolle Wahl ist das Clarion Hotel The Edge, das direkt am Hafen liegt, absolut fantastische Frühstücke bietet und auf dem Dach findest du eine großartige Skybar mit Blick auf die ganze Stadt und die umliegenden verschneiten Berge, was für Winterabende absolut ideal ist.
Für ein absolut einzigartiges Wintererlebnis kannst du in einem Eishotel übernachten, konkret das Sorrisniva Igloo Hotel in Alta ist angeblich das nördlichste Iglu-Hotel der Welt und wird jedes Jahr neu aus Schnee und Eis gebaut. Ähnlich magisch ist das Snow Resort Kirkenes, das sogar ganzjährig geöffnet ist und neben Eiszimmern auch beheizte Holzhütten anbietet, falls du dir das Schlafen im Thermoschlafsack bei minus vier Grad doch nicht zutraust.
Wenn du dich für einen Besuch im winterlichen Oslo entscheidest, ist es strategisch am besten, in der Nähe des Hauptbahnhofs zu wohnen, von wo du mit der Metro leicht zur Rodelbahn und zu den Museen kommst. Luxuriöser, aber absolut wunderschön ist das Boutique-Hotel Amerikalinjen, das im historischen Gebäude einer ehemaligen Reederei untergebracht ist, eine tolle Jazzbar hat und es nur ein paar Schritte ins Zentrum des Geschehens sind.
Wenn dich Ski und Bergatmosphäre reizen, schau dir das legendäre Dr. Holms Hotel im Resort Geilo an, das direkt an der Bahnstrecke zwischen Oslo und Bergen liegt. Es hat ein riesiges Spa-Center, Schwimmbäder und traditionelle norwegische Bergarchitektur, sodass du dich nach einem ganzen Skitag mit heißem Tee am Kamin einkuscheln und absolute Gemütlichkeit genießen kannst.

Wo essen in Norwegen
Die norwegische Wintergastronomie basiert auf deftigen Suppen und Wild: Auf den Speisekarten dominieren Fischsuppe oder Rentierfleisch mit Preiselbeeren, in größeren Städten findest du aber problemlos auch vegetarische Menüs. Ein gutes Restaurant zu finden ist zwar kein Problem, aber bereite dich darauf vor, dass Essen außer Haus einen ziemlich großen Teil des Budgets jedes Reisenden ausmacht und die Preise auf der Karte manchmal überraschen können. Wenn du etwas sparen möchtest, bieten viele Qualitätslokale zur Mittagszeit vergünstigte Mittagsmenüs an, die man zu vernünftigen Preisen bekommen kann.
Fisch, Wild und moderne Cafés an jeder Ecke erfreuen zuverlässig auch die wählerischsten Feinschmecker, die mehr als nur ein heißes Würstchen von der Tankstelle suchen. Die Grundlage für Erfolg ist aber eine Reservierung im Voraus, denn in der winterlichen Hochsaison sind die besten Tische in beliebten Orten wie Tromsø und Oslo hoffnungslos ausgebucht, oft schon Wochen im Voraus.

Orte, die du nicht verpassen solltest
In Oslo solltest du unbedingt die beliebte überdachte Markthalle Mathallen besuchen – eine riesige Industriehalle voller lokaler Stände und Bistros, die alles von Meeresfrüchten über norwegischen Käse bis hin zu gebackenen Waffeln anbieten. Der Vorteil eines solchen Ortes ist, dass sich jeder aus deiner Gruppe etwas aus einer völlig anderen Ecke des Angebots aussuchen kann und ihr es trotzdem gemeinsam an einem großen Holztisch in angenehm beheizter Umgebung genießen könnt.
Wenn du hingegen in den hohen Norden direkt nach Tromsø fährst, ist das Restaurant Emma’s Drømmekjøkken (Emmas Traumküche) ein absoluter Klassiker, wo seit Jahren mit Liebe eines der besten Fischgratins weit und breit zubereitet wird. Im etwas milderen Bergen lohnt es sich auch im regnerischen Winter, zumindest den überdachten Innenteil des legendären Fischmarkts Fisketorget zu besuchen, wo frisch gefangene Krabben oder Lachs direkt vor den Augen der Besucher zubereitet werden.

15 Tipps für Norwegen im Winter
So eine große Auswahl an Aktivitäten habe ich an einem einzigen Reiseziel schon lange nicht mehr gesehen – also ohne langes Herumreden, legen wir los. Die Preise sind Richtwerte, aber zumindest weißt du, worauf du dich einlässt und wie du dein Budget ungefähr im Voraus planen kannst, damit du vor Ort nicht überrascht wirst.

1. Nordlichter und nächtliche Lichterjagd
Den tanzenden grünen Himmel zu sehen ist wahrscheinlich der größte Grund, warum sich Menschen im Winter hinter den Polarkreis begeben, und Norwegen ist dafür absolut ideal. Die besten Bedingungen findest du von Ende September bis Ende März, wobei die Stadt Tromsø das wichtigste Zentrum für Polarlichter-Jäger ist, von wo aus jeden Abend Dutzende von Ausflugs-Minibussen direkt in Gebiete mit klarem Himmel und minimaler Bewölkung fahren.
Diese organisierten Aurora-Chase-Touren sind zwar ziemlich teuer – die Preise bewegen sich in der Regel zwischen 1.200 und 2.000 NOK (etwa 105 bis 175 €) pro Person – aber die Guides tauschen ständig Wetterinformationen aus und scheuen sich nicht, mit dir sogar bis zur finnischen Grenze zu fahren, nur um die ersehnte Lücke in den Wolken zu finden. Im Preis sind außerdem heiße Schokolade am Lagerfeuer, das Ausleihen von warmen Thermoanzügen und Stativen und oft auch professionelle Fotos enthalten, die dir der Guide am nächsten Morgen einfach per E-Mail schickt.
💡 Tipp: Wenn du sparen möchtest und der Himmel über Tromsø gerade klar ist, fahr mit der Seilbahn Fjellheisen auf den Berg über der Stadt für 495 NOK (etwa 45 €). Du bist weit weg von der größten Lichtverschmutzung und der Blick auf die beleuchtete Stadt unter den grünen Lichtern ist absolut unbezahlbar, außerdem kannst du dich in das beheizte Café vor Ort zurückziehen.

2. Wal-Safari vor der Insel Skjervøy
Das ist ein Erlebnis mit einem großen Haken, denn das Zeitfenster für die Walbeobachtung im Nordnorwegen ist wirklich sehr eng und lässt sich nicht verschieben. Riesige Heringsschwärme schwimmen nur von Mitte Oktober bis Ende Januar in die Fjorde rund um das Fischerdorf Skjervøy, und genau ihnen folgen Hunderte von Orcas und majestätischen Buckelwalen, die hier ein Unterwasserfest feiern.
Ein Ganztagsausflug von Tromsø aus mit dem Schiff oder dem schnelleren Katamaran kostet dich etwa 3.500 NOK (rund 300 €) und du musst bedenken, dass ein großer Teil der Fahrt in der Dämmerung der Polarnacht stattfindet. Auch wenn das bedeutet, dass die Fotos vom Handy nicht unbedingt magazintauglich werden, das surreale Gefühl, wenn du im rosa Dämmerlicht einen riesigen Wal nur wenige Meter vom Boot entfernt atmen hörst, ist das Geld definitiv wert. Pack aber unbedingt Tabletten gegen Seekrankheit ein, das Wintermeer hinter dem Polarkreis kann ziemlich wild sein.

3. Fahrt mit dem Hundeschlitten durch die arktische Landschaft
Vergiss für einen Moment die Autos und lass dich in die wilde Natur hineinziehen, so wie die Einheimischen es jahrhundertelang gemacht haben, denn eine Fahrt auf einem Schlitten, der von einem Rudel begeisterter Huskys gezogen wird, ist pure Freude. Die beliebtesten Stationen findest du rund um Tromsø oder in Alta, wo du wählen kannst, ob du dich nur sitzend von einem erfahrenen Musher ziehen lässt oder das Gespann selbst stehend auf den hinteren Kufen lenkst.
Die Preise für einen etwa vierstündigen Ausflug beginnen bei 2.000 bis 3.500 NOK (etwa 175 bis 300 €) pro Person und glaub mir, die Hunde lieben diese Arbeit absolut, außerdem sind sie unglaublich freundlich zu Menschen und lassen sich brav kraulen. Sobald sie ins Geschirr gespannt werden, bellen und springen sie vor Ungeduld, aber in der Sekunde, in der du die Bremse löst, herrscht absolute Stille und du hörst nur das Zischen des Schlittens auf dem frischen Pulverschnee und das schnelle Atmen der zufriedenen Hunde.
💡 Tipp: Wenn du für eine Abendfahrt etwas draufzahlst, hast du eine riesige Chance, dass du durch die verschneite Ebene direkt unter Nordlichtern rast, was eine unglaubliche Kombination der beiden allerbesten arktischen Erlebnisse in einem ist.

4. Rentiere und traditionelle samische Kultur
Die Ureinwohner Nordskandinaviens, die Samen, haben eine Kultur, die untrennbar mit Rentieren verbunden ist, und gerade im Winter hast du eine einzigartige Chance, ihre faszinierende Lebensweise aus nächster Nähe kennenzulernen. Die Ausflüge beginnen normalerweise damit, dass du einen Eimer mit Futter in die Hand bekommst und dich plötzlich inmitten einer riesigen Herde von Hunderten neugieriger Rentiere wiederfindest, die dir ganz ohne Scheu direkt aus der Hand fressen und sich ruhig über ihr dichtes Winterfell streicheln lassen.
Nach dem Füttern folgt oft eine kurze Fahrt auf einem Rentierschlitten, die viel ruhiger und langsamer ist als die Fahrt mit Huskys, sodass sie sich ohne Bedenken auch für kleinere Kinder oder ältere Reisende eignet. Das Erlebnis gipfelt in einem traditionellen Zelt namens Lavvu, wo du dich gemütlich um ein knisterndes Feuer setzt, eine heiße Brühe bekommst und ein samischer Guide dir Geschichten aus der Wildnis erzählt und den traditionellen Kehlkopfgesang Joik singt. Das ganze Paket kostet ab 1.500 NOK (ca. 130 €) aufwärts.

5. Übernachtung in märchenhaften Eishotels
In einem Zimmer zu schlafen, wo Bett, Tisch und die gesamte Wanddekoration aus reinem blauen Eis geschnitzt sind, klingt zwar auf den ersten Blick nach einem Rezept für eine schwere Erkältung, ist aber in Wirklichkeit ein unglaublich luxuriöses und sorgfältig durchdachtes Erlebnis. Das Sorrisniva Igloo Hotel in Alta wird jeden Herbst neu gebaut, jedes Mal mit einem völlig anderen künstlerischen Thema von Bildhauern, und empfängt Gäste normalerweise von Mitte Dezember bis Anfang April, bevor es im Frühling einfach in den nahegelegenen Fluss schmilzt.
Eine zweite großartige Möglichkeit ist das Snow Resort Kirkenes, das als einziges weltweit dank spezieller Großkühlung in einer Halle sogar ganzjährig geöffnet ist. Egal für welches du dich entscheidest, eine Nacht kostet dich etwa 3.500 bis 4.500 NOK (300 bis 390 €), an der Rezeption bekommst du einen speziellen Expeditions-Schlafsack bis minus dreißig Grad, deine Koffer lässt du im abschließbaren beheizten Umkleideraum und morgens wechselst du vom Eis direkt in die heiße Sauna und zu einem wirklich reichhaltigen Frühstück.

6. Winterkreuzfahrt mit Hurtigruten und Havila
Die legendäre Küstenlinie, die seit über hundert Jahren Post und Passagiere von Bergen bis Kirkenes an der russischen Grenze transportiert, bietet im Winter etwas Besonderes: leere Decks, dramatisches Zwielicht über den Fjorden und eine echte Chance auf Nordlichter direkt vom Kabinenfenster aus. Die Schiffe der Reedereien Hurtigruten und Havila durchpflügen jeden Tag die stürmische norwegische See und halten unterwegs in vierunddreißig kleinen und größeren Häfen, sodass du Transport, Unterkunft und die beste Aussichtsplattform an einem Ort hast. Vergiss aber wirklich nicht eine hochwertige winddichte Jacke, das Deck kann während der Fahrt richtig eisig sein.
Das Beste an diesen Kreuzfahrten ist die Nordlicht-Garantie, die Hurtigruten stolz als sogenanntes Northern Lights Promise anbietet. Wenn du eine längere Kreuzfahrt von 11 Tagen oder mehr im Zeitraum von Ende September bis März buchst und sich die Nordlichter während der Reise über dem Schiff kein einziges Mal zeigen, bekommst du eine sechstägige Kreuzfahrt für die nächste Saison völlig kostenlos, was wirklich ein starkes und für viele überzeugendes Argument für eine frühzeitige Buchung ist.

7. Skifahren auf leeren Pisten
Wenn man von richtigem Skifahren spricht, stellen sich die meisten von uns automatisch die Alpen vor, aber norwegische Skigebiete wie Trysil, Hemsedal oder Geilo sind eine absolut großartige Alternative für alle, die endlose Warteschlangen an den Liften zutiefst hassen. Die norwegischen Berge sind zwar niedriger als die alpinen, aber Naturschnee gibt es von November bis April reichlich, und die Pisten sind angenehm leer, sodass dich kein Warten in der Schlange erwartet, keine Ellbogen in die Rippen von ungeduldigen Skifahrern. Außerdem kannst du die Ausrüstung direkt am Berg ausleihen, und sie ist in perfektem, oft fast neuem Zustand.
Ein Tagesskipass im größten und bekanntesten Skigebiet Trysil kostet Erwachsene etwa 660 NOK (ca. 55 €), was preislich absolut vergleichbar mit Österreich oder Italien ist, aber der riesige Vorteil ist die Tatsache, dass im Winter, wenn es schon am frühen Nachmittag dunkel wird, Dutzende Kilometer Pisten perfekt künstlich beleuchtet sind. Du kannst also auch abends komfortabel Ski fahren, was in den tiefen Wäldern einen unglaublichen Zauber hat, und außerdem fahren Kinder bis zu einem bestimmten Alter im SkiStar-Netz völlig kostenlos, wenn sie einen Helm tragen.

8. Langlaufparadies direkt an der U-Bahn
Norwegen ist ohne jede Diskussion die ungekrönte Langlauf-Weltmacht, und Langlaufski gehören hier zur absoluten Grundausstattung jedes norwegischen Haushalts, gleich neben festen Winterstiefeln. Wenn du diese beliebte Nationalsportart stressfrei ausprobieren möchtest, musst du nicht unbedingt kompliziert tief in die Berge fahren, denn absolut fantastische Bedingungen findest du direkt in den weitläufigen Wäldern oberhalb der Hauptstadt Oslo, die du ganz einfach mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichst.
Du musst nur in die U-Bahn-Linie 1 einsteigen, bis zur Endstation Frognerseteren fahren und kannst dich direkt vom Bahnsteig aus im Handumdrehen an Hunderte Kilometer präzise gepflegter Loipen im riesigen Gebiet Nordmarka anschließen. Viele dieser Waldstrecken sind zuverlässig beleuchtet, sodass die Einheimischen hier begeistert auch nach der Arbeit im Dunkeln trainieren, und als richtiger Norweger vergiss nicht, die klassische Waffel Kvikk Lunsj und eine saftige Orange für die Stärkung in der Pause in deinen Rucksack zu packen.

9. Rodelbahn Korketrekkeren in Oslo
Die norwegische Hauptstadt bietet überraschenderweise auch eine sehr adrenalinreiche Winterattraktion, die absolut einzigartig ist und dich trotzdem nur den Preis eines normalen ÖPNV-Tickets kosten kann. Die legendäre Rodelbahn Korketrekkeren, was in genauer Übersetzung Korkenzieher bedeutet, misst ganze zwei Kilometer, ist buchstäblich voll von steilen Kurven und bringt dich schnell von der U-Bahn-Station Frognerseteren mehrere hundert Höhenmeter hinunter zur Station Midtstuen. Ich empfehle definitiv, einen Helm mitzunehmen, denn der Schnee kann hier nach allen Seiten wegfliegen.
Der Zauber dieses außergewöhnlichen Erlebnisses besteht darin, dass du unten zusammen mit dem geliehenen Schlitten wieder in die geheizte U-Bahn einsteigst, in Ruhe nach oben fährst und immer wieder hinunterrasen kannst, bis es dir nicht mehr Spaß macht oder du völlig ausgefroren bist. Der Eintritt ist kostenlos, du zahlst nur für das eventuelle Ausleihen von stabilen Schlitten mit Lenkrad an der oberen Station, was etwa 150 bis 250 NOK (15 bis 20 €) pro Tag kostet.
💡 Tipp: Nach ordentlichem Rodeln halt im historischen Holzrestaurant Frognerseteren an, um ihren wirklich berühmten zarten Apfelkuchen zu probieren und den Panoramablick auf den verschneiten Oslofjord zu genießen.

10. Bergen, Stadt der Lebkuchen und des Regens
Die zweitgrößte norwegische Stadt Bergen ist zwar zu jeder Jahreszeit schön, aber im Winter hat sie eine ganz besondere Eigenheit, auf die du dich zur Sicherheit schon beim Kofferpacken gut vorbereiten musst. Dank des starken Einflusses des warmen Ozeans friert es hier nämlich nur selten, und viel wahrscheinlicher ist es, dass auf den beleuchteten Weihnachtsmärkten anhaltender Regen auf dich herabfällt, aber lass dich davon nicht abschrecken, denn die berühmten Holzhäuser von Bryggen und die angrenzenden Gassen sind ohne die üblichen sommerlichen Touristenmassen unglaublich fotogen und ruhig.
Die winterliche Hauptattraktion Bergens ist außerdem von Mitte November bis Weihnachten die sogenannte Pepperkakebyen, offiziell die größte Lebkuchenstadt der ganzen Welt. Sie wird mit großer Begeisterung gemeinsam von örtlichen Schulen, Kindergärten und verschiedenen Unternehmen gebaut, und du findest darin absolut perfekte verkleinerte Nachbildungen von Bergener Sehenswürdigkeiten, funktionierende Zugmodelle und Schiffe, alles reichlich aus duftendem Lebkuchen gebacken und fest mit Tonnen weißer Zuckerglasur verbunden, die die ganze große Halle durchduftet.

11. Märchenhaftes Røros und zauberhafte Weihnachtsmärkte
Wenn du schon lange nach einem Ort suchst, der aussieht, als wäre er gerade aus dem schönsten Weihnachtsmärchen gefallen, darfst du auf deiner Route die alte Bergbaustadt Røros nicht auslassen, die zu Recht auf der UNESCO-Welterbeliste steht. Das Zentrum besteht aus perfekt erhaltenen historischen Holzhäusern, und die Einheimischen sagen gerne ganz ehrlich, dass Røros zu Weihnachten nicht geschmückt wird – es ist einfach selbst Weihnachten mit allem Drum und Dran, manchmal leider einschließlich ziemlich harter Fröste von minus dreißig Grad, für die es sich lohnt, einen wirklich dicken Wollpullover mitzunehmen, idealerweise einen norwegischen, und direkt ins Café für heiße Schokolade zu gehen.
Anfang Dezember findet hier jedes Jahr einer der überhaupt eindrucksvollsten und authentischsten Weihnachtsmärkte des Landes statt, aber auch außerhalb der stark besuchten Adventszeit lebt es hier wunderbar mit dem echten traditionellen Winterleben. Hier begegnest du regelmäßig Pferdeschlitten, und die Einheimischen bewegen sich durch die verschneiten historischen Gassen auf speziellen Kicksleds, das sind große Tretschlitten auf Kufen, die du im Stadtzentrum problemlos ausgeliehen auf der Straße findest und ohne Bedenken selbst ausprobieren kannst.

12. Winterfahrt durch verlassene Fjorde
Die meisten Touristen kennen die dramatischen norwegischen Fjorde nur aus bunten Sommerkatalogen voller riesiger Ausflugsschiffe, aber ihr Winterbesuch hat zweifellos eine viel dramatischere und ruhigere Atmosphäre, auch wenn er etwas mehr ehrliche Planung erfordert. Viele kleine touristische Dienstleistungen sind nämlich außerhalb der Sommersaison eingestellt, aber zum Beispiel der absolut fantastische Nærøyfjord, der zum UNESCO-Welterbe gehört, funktioniert zuverlässig das ganze Jahr über, und die Fahrt mit dem modernen geräuschlosen Elektroschiff vom kleinen Flåm nach Gudvangen verkehrt garantiert jeden Tag unabhängig von den Schneemassen, außerdem gibt es im Inneren des Schiffes riesige Panoramafenster und sehr gut beheizte Salons.
Der Blick vom stillen Deck auf die dunkle kalte Wasseroberfläche, über der sich bedrohlich die verschneiten Gipfel scharfer Berge und monumentale gefrorene Wasserfälle erheben, ist einfach atemberaubend, und auf dem riesigen Schiff wirst du höchstwahrscheinlich nur ein paar Dutzend stille Mitreisende als Gesellschaft haben. Diesen wunderbaren Bootsausflug kannst du dann direkt im Hafen leicht mit einer Fahrt auf der nicht weniger berühmten historischen Bergbahn Flåmsbana verbinden, die in der winterlich tief verschneiten Landschaft buchstäblich wie der legendäre Polarexpress aussieht, der hoch in die Berge steigt.

13. Raue Lofoten und Fischereisaison
Die Lofoten sind im Sommer voller Grün und Touristen, aber die Wintermonate bieten hier ein völlig anderes, viel raueres Schauspiel. Das Wetter ist zu dieser Zeit absolut unvorhersehbar, raue Atlantikstürme wechseln sich ruhig mit azurblauem Himmel innerhalb weniger Minuten ab, und gerade diese dramatischen und schnellen Übergänge locken zuverlässig Fotografen aus der ganzen Welt hierher, die die kontrastierenden roten Fischerhütten Rorbuer vor dem fantastischen Hintergrund weißer Berge und leuchtend grüner Nordlichter einfangen wollen. Die Straßen auf den Inseln sind oft mit glattem Eis bedeckt, also pass am Steuer besonders auf und lass dir Zeit, die Aussichten lohnen sich.
Von Januar bis April läuft außerdem auf den abgelegenen Lofoten die mit Abstand größte Saison des kommerziellen Fangs von arktischem Kabeljau namens Skrei in vollem Gange, sodass alle kleinen und größeren Häfen von unglaublichem geschäftigem Treiben leben, überall hängen trocknende Fische an massiven Holzkonstruktionen, und du kannst dir das alles mit eigenen Augen ansehen, gerne direkt vom Deck eines gemieteten Fischerbootes aus. Für die Mutigsten und Enthusiastischsten gibt es dann die Möglichkeit, am legendären Strand Unstad zu surfen, was der überhaupt nördlichste ganzjährige Surfspot der Welt ist, wo man aber in die eisigen Wellen verständlicherweise grundsätzlich in einem mehrere Millimeter dicken Neoprenanzug geht, einschließlich Kapuze und Handschuhen.

14. Fahren und Verkehr unter arktischen Bedingungen
Ein Mietauto hoch über dem Polarkreis mitten im tiefsten Winter zu fahren klingt zunächst zwar beängstigend, aber die einheimischen Norweger haben den normalen Winterdienst absolut perfektioniert. Alle offiziellen Autovermietungen geben dir in den Wintermonaten automatisch und ohne Aufpreis wirklich hochwertige Winterreifen, und wenn du dir zusätzlich irgendwo im Norden ab Trondheim ein Auto mietest, haben die Reifen mit ziemlicher Sicherheit auch spezielle Metallspikes, die sich in den festgefahrenen Schnee und das schwarze Eis mit enormer Sicherheit hineinbeißen und das Auto hervorragend in der Spur halten. Die Grundregel lautet: gleichmäßig im Voraus bremsen und viel langsamer als üblich in die Kurven einfahren.
Die einzige wirkliche Besonderheit, der du auf langen und verlassenen Gebirgspässen garantiert begegnen wirst, ist das sogenannte Kolonnekjøring, also die Pflichtfahrt in einer organisierten Kolonne dicht hinter einem riesigen Schneepflug. Wenn draußen ein heftiger Schneesturm tobt und die Sicht gegen null geht, wird die Straße nicht sofort komplett gesperrt, sondern die Autos warten brav an einer roten Schranke, bis aus der entgegengesetzten Richtung ein riesiger gelber Pflug mit Blinklichtern ankommt, hinter den sich dann alle Fahrer ordentlich aufreihen und sehr langsam und vorsichtig die gefährliche Strecke schön einer nach dem anderen durchfahren, was am Ende ein großartiges Erlebnis für sich ist.

15. Was im Winter definitiv nicht funktioniert
Es ist extrem wichtig, offen zuzugeben, dass auch das winterliche Norwegen seine unbestreitbaren Grenzen hat und viele mutige Pläne aus deinen Sommerurlauben musst du einfach mit ruhigem Gewissen zu Hause lassen. Die berühmte Aussichtsstraße Trollstigen mit Dutzenden von Serpentinen ist im Winter aus Sicherheitsgründen komplett und ausnahmslos geschlossen, ebenso wie eine enorme Menge vieler weiterer Hochgebirgspässe, sodass aus dem im Sommer so beliebten Geirangerfjord für lange Monate ein fast abgeschnittenes verlassenes Dorf wird, das du nur sehr eingeschränkt problemlos erreichen kannst, und die üblichen großen Ausflugs-Fähren fahren dort im Winter wegen der Eisschollen und des geringen Interesses überhaupt nicht. Prüfe immer die App der staatlichen Straßenverwaltung, wo die aktuellen Sperrungen klar in rot leuchten.
Vergiss auch gleich die Vorstellung, dass du ohne größere Vorbereitung einfach so auf die ikonische Felszunge Trolltunga hinaufsteigen könntest, die wohl jeder von Instagram kennt. Von Ende Oktober bis Anfang Mai ist diese ansonsten sehr beliebte und frequentierte Tour strikt nur und ausschließlich in Begleitung eines vollständig zertifizierten und erfahrenen Bergführers auf Schneeschuhen erlaubt, weil das hiesige Gelände sehr tückisch ist, es am frühen Nachmittag unerbittlich dunkel wird, der Schnee tiefe Spalten verbirgt und es ohne absolut perfekte Kenntnis der lokalen Lawinengefahr ein enormes Glücksspiel mit dem Leben wäre, das kein Foto wert ist.

Wohin weiter von Norwegen
Wenn dich das Reisen im Norden Europas begeistert hat und du deine detaillierte Route planst, schau dir auch weitere praktische Ratschläge und Tipps an, die wir für dich auf dem Blog sorgfältig vorbereitet haben.
- Einen grundlegenden Überblick über alle Schönheiten Norwegens findest du im Artikel Norwegen: 50 Tipps, was man sehen sollte.
- Wenn du noch beim Termin zögerst, hilft dir unser Reiseführer Wann nach Norwegen reisen: norwegisches Wetter bei der Auswahl des besten Monats.
- Falls du den Norden in den Sommermonaten erwägst oder Inspiration für einen Roadtrip suchst, hilft dir unser Artikel Norwegen mit dem Auto: Road Trip.
- Locken dich Kreuzfahrten entlang der Küste? Erfahre alles Wesentliche über Hurtigruten: Kreuzfahrt entlang der Küste.
- Für detaillierte Informationen über die arktische Hauptstadt lies den Reiseführer Tromsø: Tor zu den Nordlichtern.
Häufig gestellte Fragen
Wenn du dich gerade auf deine erste nordische Expedition vorbereitest, hast du vielleicht den Kopf voller Unsicherheiten und Fragen. Hier sind Antworten auf die allerhäufigsten davon, die dir bei der besseren Planung helfen werden.
Wann ist in Norwegen Polarnacht und ist es dort immer dunkel?
Die Polarnacht herrscht nur weit oberhalb des Polarkreises, zum Beispiel im beliebten Tromsø beginnt sie offiziell am 27. November und endet etwa am 15. Januar. Das bedeutet aber nicht, dass es 24 Stunden lang nur stockdunkel ist, denn gegen Mittag tritt regelmäßig für etwa zwei bis drei Stunden eine wunderschöne und zauberhafte blaue Dämmerung ein, während der du völlig problemlos im normalen Rhythmus funktionieren und kürzere Spaziergänge in der Umgebung machen kannst.
Wo hat man die größte Chance auf Nordlichter?
Statistisch gesehen hast du die höchsten denkbaren Chancen auf Beobachtung in Gebieten weit oberhalb des Polarkreises, vor allem im Landesinneren rund um die Stadt Alta, wo es dank der Entfernung vom Ozean trockeneres Wetter und weniger Wolken gibt als direkt an der Küste. Eine großartige und leicht erreichbare Basis mit einem riesigen und vielfältigen Angebot an organisierten Nordlichttouren ist die Stadt Tromsø, von wo aus beheizte Ausflugsminivans auf der Suche nach klarem Himmel losfahren und nicht zögern, mit dir auch ins benachbarte Finnland zu fahren.
Kann man im Winter zu den Fjorden gelangen?
Einige tiefe norwegische Fjorde sind auch im Winter wunderschön und relativ leicht erreichbar, zum Beispiel der malerische Nærøyfjord beim kleinen Städtchen Flåm funktioniert ganzjährig und jeden Tag werden dort fantastische Ausflugsfahrten in warmen Schiffen angeboten. Der berühmte Geirangerfjord hingegen ist im Winter mit einem normalen Auto praktisch unerreichbar, weil alle umliegenden Bergstraßen einschließlich des bekannten Aussichtspunkts Trollstigen hoffnungslos verschneit und bis zum Frühling komplett gesperrt sind.
Was kostet Skifahren in Norwegen?
Die Preise bewegen sich langfristig etwa auf dem Niveau größerer und besserer Alpenskigebiete, zum Beispiel kostet ein Tagesskipass im viel besuchten und beliebten Trysil einen erwachsenen Skifahrer etwa 660 NOK (ca. 55 €). Ein enormer und unbestreitbarer Vorteil ist jedoch die Tatsache, dass norwegische Pisten im Vergleich zu den Alpen angenehm halbleer sind und die Gebiete fantastisches und sehr beliebtes Abendskifahren unter Kunstlicht anbieten, das du dank der frühen Dunkelheit im Norden schon ab dem frühen Nachmittag genießen kannst.
Ist ein Winterurlaub in Norwegen günstiger?
Das hängt immer sehr davon ab, wohin genau du mit Familie oder Freunden fährst, denn im Süden in Oslo oder im regnerischen Bergen ist der Winter die klassische Nebensaison und schöne moderne Hotels bekommst du zu dieser Zeit deutlich günstiger als in der Sommerhochsaison. Im hohen Norden in Tromsø oder bei den Eishotels in Alta hingegen ist etwa von Dezember bis Ende Februar absolute und unaufhaltsame Hochsaison, die Preise schießen wegen der Nachfrage steil nach oben und die begehrten Unterkünfte musst du immer mit mindestens mehrmonatigem umsichtigen Vorlauf reservieren.
Was soll ich im Winter einpacken?
Das Allerwichtigste ist eine hochwertige und atmungsaktive Basisschicht aus reiner Merinowolle, über die du direkt einen isolierenden Fleece oder eine leichte technische Daunenjacke ziehst und darüber eine wirklich wasserdichte Jacke anziehst, die gegen starken Wind resistent ist. In die Städte solltest du auf jeden Fall Spikes für deine Winterschuhe einpacken, denn die Gehwege sind oft mit einer glatten und dicken Eisschicht bedeckt. Und teure Polaroveralls für minus dreißig Grad solltest du nicht kaufen, beim Hundeschlitten oder bei der Nordlichtjagd werden sie dir geliehen, also gehören sie nicht in den Koffer.
Fahren im Winter die Hurtigruten-Schiffe?
Ja, die berühmte norwegische Küstenlinie Hurtigruten funktioniert problemlos ganzjährig und gerade die winterlichen Ausflugsfahrten entlang der verschneiten Küsten gehören zu Recht zu den absolut beliebtesten unter Besuchern aus aller Welt. Von Ende September bis März bieten sie auf längeren mehrtägigen Fahrten sogar eine einzigartige Nordlicht-Garantie, sodass du, falls die grünen magischen Lichter am dunklen Himmel über dem Schiff nicht einmal auftauchen, als Gegenleistung eine weitere verkürzte Fahrt für die nächste Saison völlig kostenlos bekommst.
🚗 Mietwagen auf ReisenGeprüfte Mietwagen in NorwegenSuchen Sie über den DiscoverCars-Vergleich — er vergleicht Preise von Dutzenden lokalen und internationalen Vermietern, und die meisten Buchungen sind kostenlos stornierbar.
Autpreise in Norwegen vergleichen →Tipps und Tricks für deinen Urlaub
Zahle nicht zu viel für Flugtickets
Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.
Buche deine Unterkunft clever
Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.
Vergiss die Reiseversicherung nicht
Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.
Wo wir uns versichern: SafetyWing (einfaches Monatsabo) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).
Finde die besten Erlebnisse
Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!





