Ningaloo Reef Australien: 12 Highlights, die du erleben solltest

Zum Great Barrier Reef an der Ostküste Australiens musst du meist einen ganztägigen Bootsausflug buchen. An der Westküste erwartet dich ein ganz anderes Erlebnis: Am Ningaloo Reef Australien beginnt das Korallenriff nur wenige Schritte vom Strand entfernt. Maske auf, ins Wasser gehen und losschnorcheln – so einfach ist das. Das verändert den ganzen Urlaub, denn du bist nicht auf teure Touren angewiesen und kannst sogar dreimal am Tag zum Riff.

Während der Ozean an vielen Orten der Welt in den Wintermonaten kalt ist, herrschen hier das ganze Jahr über angenehme Bedingungen. Laut langfristigen Klimadaten sinkt die Wassertemperatur am Ningaloo selbst im kältesten Monat Juli nicht unter 23 °C. Schnorcheln kannst du also jederzeit. Dazu kommen das trockene Klima, kaum Niederschläge und der Kontrast zwischen roter Wüste und türkisblauem Wasser des Indischen Ozeans.

In diesem Artikel erfährst du, wie du in die Region kommst und wo sich eine gute Basis für deine Erkundungen befindet – denn die großen Entfernungen in Westaustralien erfordern etwas Planung. Wir verraten dir, wann du die besten Chancen hast, Walhaie zu sehen, an welchen Stränden wegen tückischer Strömungen Vorsicht geboten ist und welche Regeln im Nationalpark gelten.

Zusammenfassung für alle, die nicht den ganzen Artikel lesen können

  • Saumriff direkt vom Strand: Ningaloo ist ein Saumriff (fringing reef). An vielen Stellen gelangst du direkt von einem Sandstrand zu den Korallen – ganz ohne Bootsausflug.
  • UNESCO-Welterbe: Das Gebiet wurde am 24. Juni 2011 wegen seiner Artenvielfalt und seines guten Erhaltungszustands in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.
  • Angenehm warmes Wasser: Das Meer ist das ganze Jahr über warm. Selbst in den kältesten Monaten bleibt die Temperatur über 23 °C, im Hochsommer steigt sie auf über 27 °C.
  • Walhaie: Die Hauptsaison für Ausflüge zu den sanften Riesen dauert in Coral Bay etwa von März bis Juni und in Exmouth bis August.
  • Zwei wichtige Ausgangspunkte: Exmouth ist der größere Ort in der Nähe des Nationalparks. Coral Bay ist kleiner und das Riff beginnt direkt am Strand.
  • Eintritt in den Park: Für den Cape Range National Park zahlst du 17,00 AUD pro Auto; zu Fuß oder mit dem Fahrrad ist der Eintritt kostenlos.
  • Gefährliche Strömung: Am bekannten Turquoise Bay gibt es nahe der südlichen Sandbank eine tückische Strömung. Dort musst du rechtzeitig aus dem Wasser.
  • Abhängig von der Tide: Bei Oyster Stacks ist Schnorcheln nur möglich, wenn die Flut mindestens 1,2 Meter erreicht. Sonst besteht Verletzungsgefahr an den Korallen.
  • Der ideale Reisezeitraum: Die beste Kombination aus warmem Meer, erträglichen Lufttemperaturen und Tierbeobachtungen bietet ungefähr der Zeitraum von April bis September.

Warum nach Ningaloo reisen, wenn es das Great Barrier Reef gibt?

Australien ist vor allem für das Great Barrier Reef bekannt, doch an der Westküste liegt ein Ort, der in vielerlei Hinsicht leichter zugänglich ist. Ningaloo ist ein etwa 260 Kilometer langes Saumriff, das sich ganz nah an der Küste entlangzieht. Genau deshalb ist es bei Individualreisenden so beliebt: Zu vielen der besten Schnorchelplätze gelangst du zu Fuß vom Parkplatz aus.

Die Besonderheit des Ökosystems bestätigte auch die UNESCO: Die Ningaloo Coast wurde am 24. Juni 2011 zum Weltnaturerbe erklärt. Das Schutzgebiet umfasst nicht nur das Riff und den Ningaloo Marine Park, sondern auch die nahe gelegenen Muiron-Inseln, die Küstenparks Bundegi und Jurabi sowie das angrenzende Learmonth Air Weapons Range. Der gute Zustand der Korallen wird oft gelobt. In einer Bewertung von Turquoise Bay schrieb ein Besucher sogar, dass es ihm hier besser gefällt als am Great Barrier Reef selbst.

Während an der Ostküste tropische Regenwälder den Ozean säumen, erwartet dich hier eine ganz andere Landschaft. Die Wüste und die Kalksteinschluchten des Cape Range National Park beginnen direkt hinter den Stränden. Morgens kannst du durch eine trockene rote Schlucht wandern und am Nachmittag Fische unter Wasser beobachten. Wenn dich der Vergleich mit der Ostküste interessiert, findest du in unserem separaten Artikel Tipps dazu, wie du das Great Barrier Reef erleben kannst.

Hier geht es nicht nur um Korallen, sondern vor allem um die vielen großen Meerestiere, die regelmäßig am Riff vorbeiziehen. Die Gewässer dienen Walhaien, Mantarochen und Buckelwalen als Wanderkorridor und machen Ningaloo zu einem besonderen Reiseziel. Die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten und gleichzeitig unkompliziert schnorcheln zu können, lockt Naturliebhaber aus aller Welt an.

Anreise und die Wahl deiner Basis

Westaustralien ist riesig, und die Entfernungen können Reisende aus Europa leicht überraschen. Wenn du Zeit sparen möchtest, ist das Flugzeug die beste Wahl: Qantas fliegt täglich von Perth zum Flughafen Learmonth (LEA). Der Inlandsflug dauert knapp zwei Stunden und erspart dir viele Stunden am Steuer. Der Flughafen Learmonth liegt etwa 36 Kilometer von Exmouth und 116 Kilometer von der kleineren Siedlung Coral Bay entfernt. Mit dem Auto oder Shuttle bist du nach Coral Bay ungefähr eine Stunde und zehn Minuten unterwegs.

Viele Reisende entscheiden sich für einen Roadtrip, denn entlang der Coral Coast gibt es unterwegs viel zu entdecken. Die Fahrt von Perth in den Norden ist allerdings lang und wegen der großen Entfernungen kaum an einem einzigen Tag zu schaffen. Versuche nicht, die gesamte Strecke ohne Pause zurückzulegen – besonders wegen der Gefahr, nach Einbruch der Dunkelheit mit Kängurus oder anderen Wildtieren zusammenzustoßen.

Bei der Unterkunft stellt sich die Frage, ob Exmouth oder Coral Bay besser zu dir passt. Exmouth ist der größere Ort und bietet eine bessere Infrastruktur. Er ist ein guter Ausgangspunkt für den Cape Range National Park, die meisten Schnorchelstrände und organisierte Touren zu den Walhaien. Als Zentrum der Region bietet Exmouth mehr Geschäfte, Tankstellen und Übernachtungsmöglichkeiten.

Coral Bay ist dagegen kleiner und ruhiger, hat aber einen entscheidenden Vorteil: die Lage. Das Riff beginnt direkt am Hauptstrand Bill’s Bay. Der Strand kommt bei Google auf 4,6 von 196 Bewertungen. Du musst nirgendwohin fahren, denn vom Quartier sind es nur wenige Minuten zu Fuß bis zum Wasser. Außerdem ist Coral Bay ein beliebter Ausgangspunkt für Touren zur Beobachtung von Mantarochen.

Wenn du die Umgebung von Exmouth erkunden möchtest, wirst du auch den Cape Range National Park besuchen, für den Eintritt erhoben wird. Plane 17,00 AUD für ein normales Fahrzeug mit bis zu 12 Personen ein; mit Anspruch auf Ermäßigung sind es 10,00 AUD. Motorräder kosten 10,00 AUD. Bei größeren Fahrzeugen mit mehr als 12 Personen werden 8 AUD pro Person fällig. Bezahlt wird direkt bei der Einfahrt, alternativ kannst du vorab online einen Park-ePass lösen. Zu Fuß oder mit dem Fahrrad kommst du kostenlos in den Park.

Walhaie: Saison, Regeln und was dich erwartet

Für viele ist das Schwimmen neben dem größten Fisch der Welt der Hauptgrund für die Reise in den Westen Australiens. Die gepunkteten Riesen tauchen am Ningaloo Reef regelmäßig auf. Die Hauptsaison für Touren dauert in Coral Bay ungefähr von März bis Juni und in Exmouth bis August. Die Veranstalter überlassen nichts dem Zufall: Suchflugzeuge halten Ausschau nach den Tieren und lotsen die Boote zu den Stellen, an denen die Walhaie gerade Plankton fressen.

Der Preis für dieses Erlebnis spiegelt den logistischen Aufwand und die strengen Regeln wider – günstig ist der Ausflug nicht. Zur Orientierung: Ein bekannter Anbieter aus Exmouth verlangt 625 AUD für Erwachsene, 595 AUD für Kinder und 295 AUD für Begleitpersonen, die an Bord bleiben und nicht ins Wasser gehen. Die Zahl der Menschen an Bord ist streng begrenzt, damit die Tiere möglichst wenig gestört werden und im Wasser alle genügend Platz haben.

Westaustralien schützt seine Natur sehr sorgfältig. Deshalb dürfen kommerzielle Touren nur mit einer Lizenz und nach klaren Regeln stattfinden. Im Wasser musst du jederzeit mindestens 3 Meter Abstand zum Kopf des Walhais und 4 Meter zum Schwanz halten, damit du nicht von einer Flosse getroffen wirst. Gleichzeitig dürfen sich höchstens zehn Menschen im Wasser bei einem Tier befinden – einschließlich Crew, Sicherheitsbeobachter und gegebenenfalls Kameraperson.

Die Begegnung soll möglichst rücksichtsvoll ablaufen; Gerätetauchen ist nicht erlaubt. Erlaubt ist ausschließlich Schnorcheln ohne motorisierte Hilfsmittel, und jede Berührung der Tiere ist gesetzlich verboten. Du darfst nicht ins Wasser springen, sondern musst leise hineingleiten. Beim Schwimmen bleiben die Flossen unter der Wasseroberfläche, damit möglichst wenig Lärm und Spritzwasser entsteht. Ähnliche Regeln gelten auch für andere Meeresbewohner: Zu Buckelwalen muss beispielsweise ein Mindestabstand von 30 Metern eingehalten werden.

Vergiss nicht, dass du dich in der Wildnis und nicht in einem Freizeitpark befindest. Dank der Suchflugzeuge sind die Chancen zwar gut, aber niemand kann garantieren, dass an deinem Ausflugstag tatsächlich Tiere gefunden werden oder dass sie sich nahe der Oberfläche aufhalten. Die Touren sind als ganztägiges Abenteuer auf dem offenen Meer angelegt – ein Erlebnis, das sich auch dann lohnt, wenn die Natur einmal nicht mitspielt.

Turquoise Bay: Traumstrand mit tückischer Strömung

Die Fotos dieser Bucht sehen aus wie aus einem Reisekatalog, doch unter der Wasseroberfläche lauert eine der größten Gefahren im gesamten Nationalpark. Die Strömungen bei Turquoise Bay können stark sein, besonders rund um die Sandbank am südlichen Ende des Strands. Viele Reiseführer und Flyer werben mit dem beliebten Drift-Schnorcheln, erklären aber nur selten genau, wie sich das Wasser in der Bucht bewegt und warum du aufmerksam bleiben musst.

Beim Drift-Schnorcheln gehst du am südlichen Ende des Strands ins Wasser und lässt dich mit der natürlichen Strömung nach Norden an den Korallen entlangtreiben. Problematisch wird es am Ende der Strecke: Du musst aus dem Wasser steigen, bevor du die erwähnte Sandbank erreichst. Verpasst du den richtigen Moment und gerätst hinter die Sandbank in die Strömung, zieht dich das Wasser rasch hinaus auf den offenen Ozean. Zurück ans Ufer zu schwimmen ist dann anstrengend und ohne Hilfe der Rettungskräfte oft unmöglich.

Die Stärke der abfließenden Strömung ist nicht jeden Tag gleich, sondern hängt von mehreren Faktoren ab. Bei hoher Flut oder stärkerem Wellengang ist die Strömung besonders kräftig: Das Wasser, das über das Riff in die Bucht gelangt, muss wieder hinausfließen – und nutzt dafür die Lücke bei der Sandbank. Die Parkranger warnen deshalb davor, dass sich der Drift-Schnorchelgang im südlichen Teil der Bucht für schwache und unerfahrene Schwimmer nicht eignet, selbst bei ruhigem Wetter.

Wenn du dir beim Schwimmen nicht sicher bist oder mit kleinen Kindern unterwegs bist, gibt es zum Glück eine ruhigere Alternative. Für sicheres Schnorcheln von der Bay-Loop-Parkfläche aus eignet sich der nördliche Teil der Bucht besser, denn dort ist das Wasser meist ruhiger. So bleibst du weit genug von der gefährlichen Südspitze entfernt und kannst trotzdem die artenreiche Unterwasserwelt genießen, für die Ningaloo weltweit bekannt ist.

12 Highlights am Ningaloo Reef Australien

Die riesige Region besteht nicht nur aus einem Strand, sondern bietet zahlreiche faszinierende Orte, an denen Küstenriffe auf das raue Hinterland treffen. Damit du dich besser zurechtfindest, haben wir die schönsten Stopps, Aussichtspunkte und Strände zusammengestellt. Die meisten liegen auf der Halbinsel bei Exmouth und im Nationalpark. Ein Auto und am besten mehrere Tage Zeit sind daher fast unverzichtbar.

1. Turquoise Bay

Dieser Strand ist das Aushängeschild der Region und auf fast allen Werbematerialien für Westaustralien zu sehen. Schneeweißer Sand trifft auf klares türkisfarbenes Wasser, unter dem sich prächtige Korallengärten verbergen. Wie im Abschnitt zu Sicherheit bereits ausführlich erklärt, musst du dich vor den ablaufenden Strömungen an der südlichen Sandbank in Acht nehmen. Sie können selbst geübte Schwimmer überraschen. Wie stark sie sind, hängt von der Tide und den Wellen ab, die über das Riff rollen. Bei Google erreicht der Strand 4,8 von 890 Bewertungen.

Bring unbedingt genügend Trinkwasser und eigenen Sonnenschutz mit, denn am Strand gibt es weder Bäume noch Sonnenschirme. Die Bucht gehört zum Cape Range National Park, daher gelten die üblichen Parkregeln und die Eintrittsgebühr. Am besten kommst du früh am Morgen: Dann ist der Ozean meist ruhig, die Sicht unter Wasser ausgezeichnet und der Strand noch nicht so voll wie am Nachmittag.

💡 TIPP für weniger geübte Schwimmer: Wenn du dir beim Schwimmen nicht sicher bist oder mit kleinen Kindern unterwegs bist, parke lieber am nördlich gelegenen Bay Loop. Dort ist das Wasser ruhiger und du bleibst weit vom gefährlichen Drift-Abschnitt im Süden entfernt – Korallen gibt es trotzdem zu sehen.

2. Oyster Stacks

Dies ist einer der besten Schnorchelplätze im ganzen Park – allerdings gibt es einen wichtigen Haken, den viele bei ihrer Planung übersehen. Du darfst hier nur ins Wasser, wenn die Flut mindestens 1,2 Meter erreicht, denn die Korallen wachsen extrem nah an der Oberfläche. Bei niedrigerem Wasserstand riskierst du schwere Verletzungen an den scharfkantigen Austernschalen und beschädigst das empfindliche Ökosystem, das sich über Jahrhunderte entwickelt hat. Bei Google kommt der Ort auf 4,8 von 520 Bewertungen.

Bevor du zu den charakteristischen Felsformationen aufbrichst, solltest du Höhe und Zeiten der Tide unbedingt im Milyering Discovery Centre erfragen. Die Parkranger dort können dir die genauesten Informationen geben. Die Stelle liegt etwa 60 Kilometer von Exmouth entfernt, und der Parkplatz ist sehr klein. Viele Bewertungen empfehlen deshalb, rechtzeitig vor dem Höchststand der Flut anzukommen, damit du überhaupt einen Parkplatz findest.

Wenn du zum richtigen Zeitpunkt untertauchst, fühlst du dich wie in einem riesigen natürlichen Aquarium. Zwischen den Felsen tummeln sich zahlreiche bunte Fische, und im sehr flachen Wasser scheint das Meeresleben zum Greifen nah.

3. Lakeside

Wenn dir die Strömungen bei Turquoise Bay Sorgen machen oder du es nicht rechtzeitig zur Flut bei Oyster Stacks schaffst, ist Lakeside eine ruhigere Alternative. Der sichere, flach abfallende Zugang zum Wasser macht den Ort ideal für Familien mit Kindern und alle, die zum ersten Mal eine Schnorchelmaske aufsetzen. Das Wasser ist geschützt und meist frei von hohen Wellen. So kannst du dich ganz auf die Unterwasserwelt konzentrieren. Bei Google hat Lakeside 4,6 von 173 Bewertungen.

Vom Parkplatz gehst du ein kurzes Stück am Strand nach Süden, bis du die gelben Bojen erreichst. Sie markieren den besten Schnorchelbereich mit interessanten Korallenformationen. Rund um die Riffe halten sich oft Meeresschildkröten auf, manchmal kannst du auch kleine Riffhaie entdecken.

💡 TIPP zur respektvollen Tierbeobachtung: Die kleinen Haie sind für Menschen ungefährlich. Es ist spannend, sie durch das flache Wasser ziehen zu sehen. Trotzdem gilt: Du bist nur zu Gast in der Natur. Berühre nichts, vermeide hektische Bewegungen und lass dich vom ruhigen Tempo der Bucht anstecken.

4. Cape Range National Park

Die meisten Menschen kommen wegen des Ozeans nach Ningaloo, doch auch das Landesinnere des Nationalparks ist beeindruckend. Dich erwartet ein weitläufiges Kalksteinplateau mit tiefen Schluchten und roten Klippen, die fast bis zur Küste reichen. Hier trifft das australische Outback auf den Indischen Ozean – eine tolle Kulisse für Fotos. Bei Google kommt der Park auf 4,8 von 721 Bewertungen.

Fahr im Nationalpark besonders vorsichtig, denn entlang der Straßen sind häufig Kängurus, Emus und andere Wildtiere unterwegs – vor allem frühmorgens und am Abend, wenn es kühler wird. Im gesamten Park gelten strenge Naturschutzregeln. Außerdem musst du damit rechnen, dass es kaum Mobilfunkempfang gibt.

💡 TIPP für den Aufenthalt in der Wildnis: Im Park gibt es keine Geschäfte und keine Kioske. Nimm deshalb ausreichend Essen und vor allem Trinkwasser mit. Gerade die Abgeschiedenheit und die raue Landschaft verleihen der Gegend eine Atmosphäre, die du in den stärker erschlossenen Regionen Australiens kaum findest.

5. Yardie Creek Trail

Am Ende der befestigten Straße im Nationalpark liegt die Yardie-Creek-Schlucht. Sie ist einer der wenigen Orte der Region, an denen das ganze Jahr über Wasser steht. Der Wanderweg führt hoch über dem Wasser entlang und eröffnet dir Ausblicke auf steile rote Felswände, die direkt in den Creek abfallen. Der Kontrast aus blauem Himmel, rostfarbenem Gestein und dunklem Wasser ergibt eine eindrucksvolle Kulisse. Bei Google hat der Weg 4,7 von 219 Bewertungen.

Die Wanderung ist nicht besonders anspruchsvoll, doch wegen der starken australischen Sonne und fehlendem Schatten solltest du früh aufbrechen und genügend Wasser im Rucksack haben. In der Umgebung des Weges und auf den Felsvorsprüngen leben Schwarzfuß-Felskängurus (black-footed rock wallabies).

Die Beuteltiere verstecken sich während der Mittagshitze gern im Schatten der Felsüberhänge. Wenn du leise gehst und die Felsenterrassen aufmerksam absuchst, kannst du vielleicht eines der scheuen Tiere entdecken. Das ist eine schöne Ergänzung zum Ausflug.

6. Mandu Mandu Gorge

Ein tolles Erlebnis für alle, die gern feste Wanderschuhe anziehen und sich von etwas Anstrengung in rauem Gelände nicht abschrecken lassen. Der Rundweg führt durch ein trockenes Flussbett, über riesige Felsbrocken und schließlich hinauf zum Rand der Schlucht. Von dort siehst du in der Ferne den Ozean. Der erhöhte Aussichtspunkt zeigt eindrucksvoll, wie weit sich das Ningaloo Reef an der Küste entlangzieht und wie nah es tatsächlich am Festland liegt. Bei Google hat die Schlucht 4,7 von 85 Bewertungen.

Die Wanderung dauert etwa eineinhalb bis zwei Stunden. Am besten startest du früh am Morgen, bevor sich die Kalksteinwände in der Sonne aufheizen. Mittags wird die Schlucht zum Backofen, den du besser meidest. Unterwegs kannst du uralte Fossilien von Meerestieren entdecken, die direkt im Fels eingebettet sind. Sie zeigen deutlich, dass diese trockene Landschaft einst der Grund eines prähistorischen Ozeans war.

💡 TIPP zur Ausrüstung: Nimm feste, geschlossene Schuhe mit. Die Steine im Flussbett können scharf und stellenweise instabil sein. Mit einfachen Badelatschen wäre diese Wanderung eine ziemlich schlechte Idee.

7. Charles Knife Canyon

Wenn du dich wie im amerikanischen Grand Canyon fühlen möchtest, mach einen Abstecher auf diese Panoramastraße oberhalb von Exmouth. Die Strecke steigt steil an und verläuft direkt über einen schmalen Bergrücken, von dem aus du auf beiden Seiten in tief eingeschnittene Schluchten blickst. Oben reicht die Aussicht bis zum Rand des Exmouth Gulf. Bei Google kommt der Ort auf 4,8 von 384 Bewertungen.

Die Straße ist teilweise asphaltiert und teilweise geschottert. Wenn du vorsichtig fährst, kommst du aber auch mit einem normalen Auto ohne Allradantrieb zurecht. Am schönsten ist es kurz nach Sonnenaufgang, wenn das Morgenlicht die roten Canyonwände betont und die Landschaft in kräftigen Farben leuchtet.

Oben und entlang der Straße gibt es mehrere kleine Parkplätze und Abzweigungen. Steig dort in Ruhe aus und genieße den Blick in die Tiefe. Ein perfekter Platz für einen Morgenkaffee aus der Thermoskanne, bevor du die Westküste erkundest.

8. Vlamingh Head Lighthouse

Der historische Leuchtturm steht auf einem Hügel an der Spitze der Halbinsel. Er gehört zu den wenigen Orten in der Umgebung, von denen aus du den Ozean aus erhöhter Position überblickst. Besonders zum Sonnenuntergang ist der Aussichtspunkt beliebt – dann bist du hier sicher nicht allein. Viele kommen mit Klappstühlen und Thermoskannen, um gemeinsam zu beobachten, wie die Sonne im Indischen Ozean versinkt. Bei Google hat der Ort 4,6 von 1.022 Bewertungen.

Während der Walmigration ist der grasbewachsene Hügel am Leuchtturm ein idealer Ort, um die Tiere vom Land aus zu beobachten. Mit etwas Glück siehst du in der Ferne Wasserfontänen oder die Flossen von Buckelwalen, die auf ihrer langen Reise an der Küste vorbeiziehen.

Der Leuchtturm kann zwar nicht von innen besichtigt werden, doch Informationstafeln in der Umgebung erzählen von der Seefahrtsgeschichte. Du erfährst mehr über diesen rauen Küstenabschnitt Australiens, an dem es früher zu zahlreichen Schiffsunglücken kam.

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9. Ningaloo Centre

Wenn du von Sonne und Salzwasser genug hast, ist dieses moderne Besucherzentrum mitten in Exmouth der ideale Rückzugsort für einen heißen Nachmittag. Im Inneren findest du hochwertige Ausstellungen zur Geschichte der Region, zur Meereswelt und zum Ökosystem des Riffs. Hier erfährst du, wie das komplexe Naturgefüge von Ningaloo funktioniert und warum es so selten ist. Bei Google hat das Zentrum 4,3 von 936 Bewertungen.

Neben dem Meer gibt es auch viel über Exmouths Militärgeschichte zu erfahren: Der Ort wurde in den 1960er-Jahren als strategischer Stützpunkt gegründet. Außerdem erfährst du mehr über das Leben der indigenen Bevölkerung. Das Zentrum ist auch die wichtigste Anlaufstelle für Touristen. Dort kannst du dich nach dem aktuellen Straßenzustand und den Gezeiten erkundigen oder detaillierte Karten des Nationalparks mitnehmen.

💡 TIPP für die Planung: Bevor du die Riffe erkundest, solltest du hier vorbeischauen und die Parkranger nach den genauen Gezeiten für das Schnorcheln bei Oyster Stacks fragen. Der Besuch lohnt sich: Du verstehst die Natur der Umgebung besser und kannst unnötige Schwierigkeiten vor Ort vermeiden.

10. Coral Bay und Bill’s Bay

Wenn du zum Schnorcheln nicht jedes Mal ins Auto steigen möchtest, ist Bill’s Bay in Coral Bay genau richtig. Die Bucht ist auf natürliche Weise vor den Wellen des Ozeans geschützt, und die Korallen beginnen nur wenige Schwimmzüge vom Sand entfernt. Ideal für alle, die es gern ruhig angehen und die wichtigsten Dinge zu Fuß von der Unterkunft aus erreichen möchten. Bei Google hat Bill’s Bay 4,6 von 196 Bewertungen.

In Coral Bay geht es beschaulicher zu als im größeren Exmouth. Der kleine, verschlafene Küstenort lädt dazu ein, alles langsam anzugehen. Das Wasser in der Bucht ist meist klar, warm und voller bunter Fische. Damit eignet es sich gut für Familien und Schnorchelanfänger, die entspannt Zeit im Wasser verbringen möchten.

💡 TIPP zum Naturschutz: Auch hier gelten strenge Schutzregeln: Berühre die Korallen nicht und stell dich nicht darauf. Das Riff direkt vor der Küste muss für künftige Generationen erhalten bleiben. Wenn du auf Korallen trittst, können sie dauerhaft beschädigt werden.

11. Schildkröten und Jurabi Turtle Centre

Die Ningaloo-Region ist eines der bedeutendsten Nistgebiete im Indischen Ozean für bedrohte Arten wie Unechte Karettschildkröten, Suppenschildkröten und Echte Karettschildkröten. Ausgewachsene Schildkröten sind das ganze Jahr über am Riff unterwegs und begegnen dir beim Schnorcheln deshalb recht häufig. Das besondere Naturschauspiel beginnt jedoch gegen Jahresende: Die Hauptnistzeit, in der die riesigen Weibchen nachts an den Strand kommen, um ihre Eier abzulegen, dauert ungefähr von November bis März.

Wenn du diesen empfindlichen Vorgang selbst beobachten möchtest, solltest du zum Jurabi Turtle Centre fahren, der wichtigsten Informations- und Bildungsstelle vor Ort. Etwa von Dezember bis Januar werden geführte nächtliche Touren mit geschulten Guides angeboten. Das ist die einzige sichere und ethische Möglichkeit, das faszinierende Nistverhalten aus nächster Nähe zu erleben.

💡 TIPP zum Schutz der Tiere: Allein nachts mit einer normalen Taschenlampe am Strand entlangzugehen, kann den Schildkröten großen Schaden zufügen. Sie erschrecken sich vor hellem Licht und können panisch ins Meer zurückkehren, ohne ihre Eier abgelegt zu haben. Nutze deshalb lieber die offiziellen Touren mit erfahrenen Guides, die wissen, wie man sich diesen bedrohten Tieren gegenüber verhält.

12. Mantarochen und Buckelwale

Walhaie sind nicht die einzigen Bewohner der Tiefsee, die Menschen aus aller Welt nach Ningaloo locken. Die beste Zeit, um Riesenmantas zu beobachten, ist von Mai bis November. Coral Bay ist der wichtigste und ruhigere Ausgangspunkt für Touren zu diesen Rochen. Einen Mantarochen mit seiner riesigen Flügelspannweite unter der Oberfläche gleiten zu sehen, bleibt unvergesslich.

Auch Buckelwale sind eine Attraktion. Jedes Jahr wandern sie an der Westküste Australiens entlang. Etwa von Juli bis November halten sie sich am Riff auf, paaren sich in den wärmeren, flacheren Gewässern und bringen ihre Jungen zur Welt, bevor sie zurück in Richtung Antarktis ziehen.

Du kannst sie vom Ufer aus vom Hügel am Vlamingh Head Lighthouse beobachten oder an Bord eines Ausflugsboots. Lizenzierte Anbieter müssen zu Buckelwalen mindestens 30 Meter Abstand halten, um die Tiere nicht zu stören.

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Wann ist die beste Reisezeit für Ningaloo?

Bei der Planung einer Reise in diesen abgelegenen Teil Australiens spielen vor allem die Temperaturen eine Rolle, die im Sommer extrem werden können, sowie die Saison der Tiere, die du hier sehen möchtest. Die detaillierten Daten des Satellitenmodells ERA5 für Exmouth zeigen: Das Klima ist sehr trocken und heiß, der größte Teil des Regens fällt innerhalb weniger Monate. In der Tabelle findest du die durchschnittlichen Lufttemperaturen (2015–2024) und Meerestemperaturen bei Ningaloo (2019–2024).

IIIIIIIVVVIVIIVIIIIXXXIXII
max. (°C)34,634,734,531,927,623,724,025,428,531,132,034,3
min. (°C)24,725,525,823,620,217,716,617,018,620,021,223,4
Meer (°C)24,626,727,627,426,324,323,023,123,624,524,925,8
Niederschlag (mm)619411841621876022

Die Tabelle zeigt auf einen Blick, warum sich der Ort das ganze Jahr über zum Baden und Schnorcheln eignet. Am kältesten ist das Meer im Juli – und selbst dann hat es noch 23,0 °C. Das ist auch für Menschen, die leicht frieren, eine angenehme Temperatur. Am wärmsten ist der Ozean im März mit durchschnittlich 27,6 °C – fast wie eine natürliche Badewanne. Denk daran, dass es sich um ERA5-Modellwerte für die gesamte Region um Exmouth handelt, nicht um Messungen an einem bestimmten flachen Strand. Dort kann sich das Wasser durch die Sonne noch etwas stärker erwärmen.

Die Lufttemperaturen zeigen dagegen deutlich, warum du die australischen Sommermonate besser meidest. Im Februar erreicht die Temperatur mit 34,7 °C ihren Höhepunkt; von Dezember bis März ist es insgesamt sehr heiß. Ausflüge im Nationalpark können dann schnell anstrengend werden. Regen gibt es in der Wüste kaum: Im Oktober fallen durchschnittlich 0 mm Niederschlag, der regenreichste Monat ist der Juni mit gerade einmal 62 mm.

Wenn du angenehme Lufttemperaturen, warmes Meer und gute Chancen auf eine Begegnung mit Walhaien kombinieren möchtest, ist ungefähr der Zeitraum von April bis September ideal. Dann musst du keine extreme Hitze befürchten und die Bedingungen im Wasser sind ausgezeichnet.

Unterkünfte am Ningaloo Reef

💡 Unterkunfts- und Erlebnistipp: Hier vergleichen wir Unterkünfte vor Ort, damit du siehst, was verfügbar ist und wie viel es kostet. Besonders gern suchen wir auf Booking.com, wo es oft die besten Stornierungsbedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten kannst du anschließend bei GetYourGuide vergleichen und buchen.

Eine gute Unterkunft in Westaustralien zu finden, braucht etwas Zeit und eine frühzeitige Buchung. In beiden wichtigen Ausgangsorten ist das Angebot recht begrenzt, und während der Walhaisaison sind die besten Unterkünfte früh ausgebucht. Warte mit der Suche also nicht bis zur letzten Minute. Hier findest du einige beliebte und gut bewertete Optionen.

Wenn du dich für das größere und besser ausgestattete Exmouth entscheidest, hast du die Wahl zwischen Campingplätzen und Resorts. Der Ort ist ein praktischer Ausgangspunkt, wenn du viel Zeit im Cape Range National Park verbringen und zugleich die Infrastruktur des Ortes nutzen möchtest.

  • Exmouth Escape Resort (4,5 bei 437 Google-Bewertungen). Ein beliebtes Resort mit komfortabler Ausstattung und geräumigen Zimmern mit Küchenzeile. Praktisch, wenn du für Tagesausflüge in den Nationalpark eigene Mahlzeiten und Snacks vorbereiten möchtest.
  • Ningaloo Lodge Exmouth (4,3 bei 236 Google-Bewertungen). Eine angenehme Unterkunft mitten im Ort, von der aus du schnell zu den Geschäften und zum Besucherzentrum gelangst.
  • RAC Exmouth Cape Holiday Park (4,2 bei 1.189 Google-Bewertungen). Eine weitläufige Anlage mit Stellplätzen für Wohnmobile und voll ausgestatteten Hütten. Besonders beliebt bei Familien mit Kindern.
  • Ningaloo Caravan and Holiday Resort (4,0 bei 1.005 Google-Bewertungen). Eine weitere große Camping- und Ferienanlage im Ortszentrum mit Angeboten für verschiedene Reisetypen.
  • Yardie Homestead (3,9 bei 684 Google-Bewertungen). Wenn du näher am Nationalpark übernachten möchtest und eine einfache Campingausstattung für dich in Ordnung ist, liegt dieser Platz direkt auf dem Weg zu den beliebten Stränden.

In Exmouth findest du außerdem das zentral gelegene Potshot. Es ist zwar oft günstiger, dient aber in erster Linie als lebhafter Pub. Wenn du vor dem morgendlichen Schnorcheln lieber ruhig schlafen möchtest, solltest du dich besser nach einer anderen Unterkunft umsehen.

Wenn dich das kleinere Coral Bay mit dem Riff direkt vor der Tür reizt, musst du mit einer begrenzten Auswahl rechnen, denn der Ort ist klein:

  • Peoples Park (4,2 bei 585 Google-Bewertungen). Ein Campingplatz direkt am Strand – bis zum Korallenriff sind es nur wenige Schritte.
  • Bruboodjoo (4,1 bei 119 Google-Bewertungen). Eine abgelegenere Campingmöglichkeit für alle mit eigener Ausrüstung, die dem gelegentlichen Trubel in Coral Bay entgehen möchten.
  • Ningaloo Coral Bay – Bayview (3,8 bei 905 Google-Bewertungen). Eine große Anlage mit Hütten und Campingstellplätzen nahe am Ozean.
  • Ningaloo Coral Bay Backpackers (3,7 bei 208 Google-Bewertungen). Eine einfache Hosteloption für Individualreisende und Backpacker, die eine Grundausstattung und ein Dach über dem Kopf suchen.

Essen und Restaurants

Obwohl du dich in einem beliebten Reiseziel befindest, ist die Gastronomie hier etwas speziell. Schauen wir uns an, wie es in Exmouth und Coral Bay mit dem Essen aussieht und warum du bei Ausflügen teilweise auf dich selbst gestellt sein solltest.

Stell dich darauf ein, dass Exmouth und Coral Bay kleine Orte mit einer begrenzten Auswahl an Restaurants und Cafés sind. Es gibt einige klassische Lokale für den Morgenkaffee, einfache vegetarische Gerichte und frische Salate. Eine große Gastronomieszene mit vielen gehobenen Restaurants solltest du aber nicht erwarten. Die Cafés schließen oft schon am frühen Nachmittag. Plane dein Abendessen deshalb am besten im Voraus.

Die wichtigste Regel für die Region lautet: Sei selbstversorgend. Für den Cape Range National Park musst du Essen und ausreichend Trinkwasser mitbringen, denn an den Stränden und in den Schluchten gibt es weder Geschäfte noch Imbissstände. Viele kaufen in Exmouth ein und verstauen die Vorräte in einer Kühlbox. Tagsüber gibt es dann eigene Sandwiches, Obst und reichlich Wasser – in der australischen Sonne wirst du mehr trinken, als du es aus Europa gewohnt bist.

Wohin als Nächstes?

Hast du Lust, weitere Ecken Australiens zu entdecken? Unsere Reiseführer helfen dir dabei, eine unvergessliche Tour durch den riesigen Kontinent zu planen.

Wenn du Australien ausführlicher erkunden möchtest, findest du bei uns viele weitere Tipps. Unser Reiseführer Westaustralien: Sehenswürdigkeiten von Perth bis Kimberley stellt die ganze Region und viele sehenswerte Stopps entlang der Route vor. Wenn du in die Region fliegst, hilft dir bestimmt auch unser Artikel Perth, Australien: 18 Tipps für Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten.

Du möchtest die Region mit der berühmteren Ostküste vergleichen? Lies unseren Artikel über das Great Barrier Reef: Ausflüge, Preise und Erlebnisse oder entdecke das Tor zu den Tropen in unserem Beitrag über Cairns und Daintree: 18 Tipps für Sehenswürdigkeiten. Einen Überblick über das ganze Land bietet unser großer Reiseführer Urlaub in Australien: die 30 schönsten Orte. Praktische Tipps fürs Reisen mit dem Auto findest du im Artikel Roadtrip durch Australien: Routen, Auto, Campingplätze und Budget. Und natürlich darf auch die berühmte Metropole nicht fehlen: Unser Reiseführer Sydney, Australien: 31 Tipps für Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten verrät dir, was du dort erleben kannst.

Auf dem Weg in den Nordwesten lohnt sich ein Stopp in Perth. In der Nähe liegt die Insel, die wir in unserem Artikel Rottnest Island, Australien: 12 Tipps – Quokkas und Strände vorstellen.

Häufig gestellte Fragen

Hier findest du Antworten auf die häufigsten Fragen, die Reisende vor einem Besuch des Ningaloo Reef haben.

Wann sind die Walhaie am Ningaloo Reef?

Die Hauptsaison für Touren, wenn sich diese Giganten regelmäßig von winzigem Plankton am Riff ernähren, dauert etwa von März bis Juni in der Umgebung von Coral Bay und anschließend bis August vom größeren Exmouth aus. Niemand kann dir aber im Voraus garantieren, dass du die Tiere an einem bestimmten Tag wirklich sehen wirst – es ist wilde Natur.

Was kostet das Schwimmen mit ihnen?

Die Preise ergeben sich aus dem kostenintensiven Betrieb der Boote und der begleitenden Beobachtungsflugzeuge. Zur Orientierung: Ein Anbieter verlangt 625 AUD für einen erwachsenen Schwimmer, 595 AUD für ein Kind und 295 AUD für einen Beobachter, der nicht ins Wasser geht. Preise und genaue Bedingungen musst du immer vorab bei der jeweiligen Gesellschaft prüfen.

Kann man vom Strand aus schnorcheln?

Ja, und das ist ein riesiger Vorteil von Ningaloo gegenüber der Ostküste. Es handelt sich um ein Saumriff, was bedeutet, dass du an vielen Stellen, wie zum Beispiel in der Turquoise Bay oder in Bill’s Bay in Coral Bay, direkt vom warmen Sand aus zu den Korallen schwimmen kannst, ohne ein teures Boot bezahlen zu müssen.

Wie komme ich nach Exmouth?

Der schnellste und bequemste Weg ist ein Inlandsflug mit Qantas, die täglich vom westaustralischen Perth direkt zum Flughafen Learmonth fliegt. Der Flug dauert knapp zwei Stunden und der Flughafen liegt strategisch günstig etwa 36 Kilometer vom Zentrum von Exmouth entfernt. So sparst du dir tagelange Fahrten hinter dem Steuer.

Muss man Eintritt für den Nationalpark bezahlen?

Ja, für den Cape Range National Park wird bei der Einfahrt eine Gebühr erhoben. Sie beträgt 17,00 AUD für ein Standardfahrzeug bis 12 Personen oder 10,00 AUD für ein Motorrad. Wenn du den Park mit den Riffen aber zu Fuß betrittst oder mit dem Fahrrad hineinfährst, ist der Eintritt in die gesamte Region völlig kostenlos.

Ist die Turquoise Bay sicher?

Diese wunderschöne Bucht hat tückische und sehr starke Rückströmungen, besonders in der Umgebung der Sandbank am südlichen Ende. Schwachen Schwimmern wird das dortige Drift-Schnorcheln überhaupt nicht empfohlen, und eine viel sicherere Alternative ist das Schwimmen im geschützteren nördlichen Teil der Bucht vom Parkplatz Bay Loop aus.

Wann ist die beste Zeit für einen Besuch?

Wenn du clever erträgliche Lufttemperaturen, angenehm warmes Meer, das auch im Winter schöne 23 °C hat, und die Tiersaison kombinieren möchtest, fällt die beste Kombination etwa auf die Monate April bis September. In dieser Zeit entgehst du auch zuverlässig der extremen Sommerhitze.

Exmouth oder Coral Bay?

Exmouth ist ein größeres Städtchen mit besserer Infrastruktur und dient als Hauptbasis für den Nationalpark. Coral Bay ist dagegen eine kleine und ruhige Siedlung, die aber den riesigen Vorteil hat, dass das Korallenriff direkt am dortigen Hauptsandstrand Bill’s Bay beginnt.

Werde ich Schildkröten sehen?

Meeresschildkröten leben das ganze Jahr über am Riff und beim Schnorcheln kannst du ihnen ganz gewöhnlich begegnen. Die Brutsaison findet dann etwa von November bis März statt, und organisierte nächtliche Führungen mit geschultem Guide werden etwa zwischen Dezember und Januar im Jurabi Turtle Centre für Besucher angeboten.

Ist es besser als das Great Barrier Reef?

Die gesamte Region ist völlig anders, denn sie bietet ein Riff, das direkt vom Ufer aus zugänglich ist, und einen dramatischen Kontrast zur rauen Wüste von Cape Range. In einer der Google-Rezensionen zum Strand Turquoise Bay gibt ein Besucher sogar an, dass es aus seiner Sicht ein besseres Erlebnis ist als im Osten, aber der endgültige Vergleich hängt immer von deinen Vorlieben ab.

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