Urlaub in Frankreich: 30 Orte, die du 2026 besuchen solltest

Frankreich ist ein Land, das wirklich alles zu bieten hat – von verschneiten Alpengipfeln bis hin zu sonnenverwöhnten Stränden am Mittelmeer. Wenn du dich fragst, wohin genau es gehen soll, habe ich für dich diesen großen Überblicksartikel über die schönsten Frankreich Sehenswürdigkeiten vorbereitet.

Du findest hier 30 der besten Orte, die du in Frankreich besuchen solltest – egal, ob du dich nach Romantik in der Stadt oder nach wilder Natur sehnst. So findest du ganz leicht das Reiseziel, das genau deinen Vorstellungen vom perfekten Urlaub entspricht.

Der Artikel hilft dir bei der Orientierung, wenn du historische Sehenswürdigkeiten, hervorragenden Wein oder einfach nur Ruhe am Meer suchst. Bei jedem Tipp erfährst du, für wen sich der jeweilige Ort am besten eignet und was du dir auf keinen Fall entgehen lassen solltest.

Lucie mit Kind vor dem Eiffelturm am Trocadéro in Paris

Zusammenfassung

  • Beste Reisezeit: Frühling und Herbst bieten angenehmes Wetter ohne die größten Touristenmassen.
  • Ideale Reisedauer: Für eine Region solltest du mindestens ein verlängertes Wochenende einplanen, für einen Roadtrip empfehle ich 7 bis 14 Tage.
  • Geschichtsliebhaber: Du wirst das Loiretal voller Renaissance-Schlösser oder das beeindruckende Papststädtchen Avignon lieben.
  • Natur und Berge: Fahre zum höchsten Berg Europas nach Chamonix oder bewundere die dramatischen Klippen in der Normandie.
  • Romantik und Wein: Mach dich auf zur malerischen Elsässer Weinstraße oder ins renommierte Burgund.
  • Baden und Sonne: Die Côte d’Azur und das wilde Korsika begeistern dich mit kristallklarem Wasser und mediterranem Flair.
  • Top-Tipp: Paris ist der absolute Klassiker und ein großartiger Ausgangspunkt für die erste Begegnung mit der französischen Kultur.
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Wann nach Frankreich reisen und wie lange

Die Planung einer Reise in dieses vielfältige Land hängt stark davon ab, was genau du erleben und sehen möchtest. Wenn dich vor allem Sehenswürdigkeiten und historische Städte interessieren, sind Frühling und Herbst absolut ideal. Das Wetter ist meist sehr angenehm und du entgehst zuverlässig dem größten Touristenansturm, der in den Sommerferien einsetzt. Mehr Details zu den einzelnen Monaten und zum Wetter findest du in unserem separaten Artikel darüber, wann man nach Frankreich reisen sollte.

Im Sommer musst du damit rechnen, dass im Süden große Hitze herrscht und Strände sowie Küstenstädte aus allen Nähten platzen. Für einen Besuch der sonnigen Provence oder der luxuriösen Riviera ist es daher oft besser, eher den Juni oder den ruhigeren September zu wählen. Was die ideale Aufenthaltsdauer angeht, reichen für die Erkundung einer konkreten Stadt meist drei Tage, aber für ein umfassenderes Entdecken der Regionen solltest du mindestens eine Woche einplanen.

Reisen kannst du bequem mit den TGV-Hochgeschwindigkeitszügen, die die großen Städte perfekt miteinander verbinden, oder du machst dich auf eigene Faust auf, um mehr Freiheit zu genießen. Falls du dich eher für die zweite Variante entscheidest, lies dir unbedingt unsere praktischen Tipps durch, wie genau die Anreise nach Frankreich mit dem Auto abläuft. Die Kosten für die Autobahnmaut und den Sprit können bei längeren Strecken zwar ins Geld gehen, aber dafür gewinnst du völlige Unabhängigkeit beim Entdecken abgelegener Dörfchen. Denk dabei daran, dass in Frankreich auf vielen Autobahnen Maut anfällt, die direkt an den Mautstationen bezahlt wird.

Norden, Normandie, Bretagne und Loire

Der nördliche und westliche Teil des Landes verzaubert dich mit seiner reichen Geschichte und seiner atemberaubend dramatischen Küste. Hier findest du alles, von der pulsierenden Metropole bis zu wilden Klippen, die vom starken Atlantikwind umtost werden.

1. Paris

Eiffelturm und die Seine in Paris

Ohne die Hauptstadt geht es einfach nicht, denn Paris ist der absolute europäische Klassiker. Der ikonische Eiffelturm ragt majestätisch über die Stadt, elegante Boulevards laden zu endlosen Spaziergängen ein und das Künstlerviertel Montmartre hat sich bis heute seine unverwechselbare Bohème-Seele bewahrt. Nicht zu vergessen der weltberühmte Louvre, die malerische Seine und die beeindruckende Kathedrale Notre-Dame, die sich nach dem verheerenden Brand von 2019 nach und nach wieder der Welt öffnet.

Es ist die ideale Wahl für den ersten Frankreich-Besuch, bietet aber gleichzeitig so viele Facetten, dass es dir auch bei wiederholten Besuchen nie langweilig wird. Wir lieben Paris über alles und es ist unser großer persönlicher Liebling, zu dem wir sehr gerne und regelmäßig zurückkehren. Wenn du das beste Wetter erleben möchtest, fahre am besten im Frühling oder Herbst hin, denn im Sommer ist es in den Straßen oft glühend heiß und die Touristenmassen können ganz schön anstrengend sein.

Die Grundlage für einen gelungenen Ausflug sind eine gute Planung und vor allem bequeme Schuhe für ganztägige Streifzüge. 💡 Tipp: Wenn du deinen Aufenthalt perfekt planen und herausfinden willst, welche Orte du auf keinen Fall verpassen darfst, schau dir unseren ausführlichen Artikel mit Tipps an, was man in Paris sehen kann.

2. Das Loiretal

Schloss Chambord im Loiretal
Foto: Nilo Junior / Pexels

Diese wunderschöne Region wird oft als der Garten Frankreichs bezeichnet und verbirgt Dutzende bezaubernder Renaissance-Schlösser, die entlang des Flusses Loire verstreut liegen. Zu den größten Stars gehört das beeindruckende Chambord mit seinen 380 Räumen und der einzigartigen Doppelwendeltreppe, die angeblich Leonardo da Vinci selbst entworfen hat. Faszinierend ist auch das elegante Chenonceau, das wie eine Brücke direkt über den Fluss gebaut wurde, oder das majestätische Amboise und Villandry mit seinen perfekten geometrischen Gärten.

Diese Region ist absolut ideal für romantische Seelen und große Liebhaber von Geschichte und Architektur. Am besten genießt du das Tal, wenn du mit dem Auto anreist oder dir ein Fahrrad ausleihst, denn entlang des Flusses verlaufen viele schöne und unkomplizierte Radwege. Es ist außerdem ein absolut großartiger Ausflug von Paris aus, für den zwei bis drei Tage genügen.

Die Eintrittskarten für die bekanntesten Schlösser solltest du unbedingt rechtzeitig online reservieren. Mehr praktische Infos und konkrete Routen findest du in unserem ausführlichen Guide zu den Schlössern an der Loire.

3. Mont-Saint-Michel

Abtei Mont-Saint-Michel in der Normandie
Foto: Jan / Pexels

Diese magische Felseninsel mit ihrer beeindruckenden Abtei in der Normandie gehört zu den meistfotografierten Motiven ganz Frankreichs. Die alten Gassen winden sich den steilen Hügel hinauf bis zum Kloster selbst, und die gesamte Szenerie wirkt wie aus einem mittelalterlichen Märchen. Ein faszinierendes Schauspiel entsteht in dem Moment, wenn die mächtige Flut den Berg mit Wasser umschließt und ihn so von der Umgebung abschneidet – das macht den Ort zu einem absolut einzigartigen UNESCO-Weltkulturerbe.

Es ist ein Ziel, das jeder Bewunderer außergewöhnlicher Architektur mindestens einmal im Leben gesehen haben sollte. Damit du die Atmosphäre aber wirklich genießen kannst, musst du entweder sehr früh am Morgen oder erst gegen Abend hierherkommen. Tagsüber füllen sich die engen Gassen nämlich mit so riesigen Touristenmassen, dass du dich kaum hindurchzwängen kannst und die Romantik schnell verfliegt.

Denk außerdem daran, dass die Parkplätze aus Naturschutzgründen weiter vom Berg entfernt liegen. Von den Parkplätzen bringt dich dann ein kostenloser Shuttle zur Insel. Für die detaillierte Reiseplanung lies unseren Artikel über den Mont-Saint-Michel.

4. Saint-Malo

Stadtmauern der Korsarenstadt Saint-Malo
Foto: SlimMars 13 / Pexels

Diese berühmte Korsarenstadt, umgeben von mächtigen Steinmauern, liegt an der Atlantikküste in der Bretagne. Das Highlight hier ist ein herrlicher Spaziergang direkt oben auf den Stadtmauern, von denen sich atemberaubende Ausblicke auf das aufgewühlte Meer und das historische Zentrum bieten. Die Stadt ist außerdem für ihre gewaltigen Unterschiede zwischen Ebbe und Flut bekannt – bei Ebbe kannst du trockenen Fußes zu den nahegelegenen befestigten Inselchen wandern.

Der Ort dient perfekt als großartiges Tor zur wilden Bretagne und zur nahen Normandie. Lieben werden ihn alle, die gerne maritime Atmosphäre aufsaugen und denen der typische frische Wind vom Meer nichts ausmacht. In den engen Gassen findest du außerdem unzählige hervorragende Crêperien, in denen du dich nach einem langen Spaziergang angenehm aufwärmen kannst.

💡 Tipp: Plane unbedingt auch Zeit für einen Aufenthalt in einem der lokalen Cafés mit Blick auf die Wellen ein. Wenn dich diese Stadt reizt, schau dir unsere weiteren Tipps für Saint-Malo an.

5. Bretagne

Wilde Küste der Bretagne
Foto: Jean-Paul Wettstein / Pexels

Diese westliche Spitze Frankreichs bietet die wildeste und zauberhafteste Küste, die du dir nur vorstellen kannst. Hier findest du den fotogenen Leuchtturm Phare du Petit Minou, die unglaubliche rosa Granitküste, die mit der untergehenden Sonne ihre Farben wechselt, und die geheimnisvollen prähistorischen Megalithen von Carnac. Dazu gehören untrennbar die traditionellen herzhaften Galettes, der köstliche Apfel-Cidre und die allgegenwärtige keltische Atmosphäre voller alter Legenden.

Die Region ist ein wahres Paradies für alle Liebhaber unberührter Natur, dramatischer Klippen und Streifzüge im Morgennebel. Wenn du keine tropische Hitze suchst, sondern dich eher nach authentischen Erlebnissen und Ruhe abseits überfüllter Badeorte sehnst, wird dich die Bretagne völlig in ihren Bann ziehen. Stell dich aber darauf ein, dass das Wetter hier von einer Minute auf die andere umschlagen kann.

Pack unbedingt eine gute wasserdichte Jacke ein, denn der Atlantikwind ist oft sehr unberechenbar. Für mehr Inspiration und konkrete Routen erkunde unseren großen Guide zum Thema Bretagne.

6. Étretat

Kreidefelsen in Étretat in der Normandie
Foto: Idriss Chaïr / Pexels

Dieses kleine normannische Städtchen wurde durch seine wunderschönen weißen Kreidefelsen mit ihren natürlichen Bögen berühmt, die steil über dem kristallklaren Meer aufragen. Die Küste beherrscht die berühmte Felsnadel Aiguille, die jahrhundertelang Künstler faszinierte und dem berühmten Impressionisten Claude Monet als Hauptinspiration diente. Ein Spaziergang auf den Pfaden hoch über dem Meer bietet Ausblicke, bei denen dir buchstäblich der Atem stockt.

Der Ort eignet sich hervorragend für einen halbtägigen Stopp während eines Roadtrips entlang der Nordküste Frankreichs. Lieben werden ihn Fotografen und Liebhaber dramatischer Naturkulissen, die die raue Schönheit der Landschaft zu schätzen wissen. Die schönste Atmosphäre erlebst du hier am späten Nachmittag, wenn das weiche Licht die weißen Felsen in wärmere Töne taucht.

💡 Tipp: Beschränke dich nicht nur auf den Strand, sondern erklimme unbedingt den Pfad zu beiden Felsen, die das Städtchen umgeben. Wenn du eine Reise planst, lies unseren Artikel speziell über Étretat.

7. Normandie und die Landungsstrände

Landungsstrände und Friedhof in der Normandie
Foto: Hub JACQU / Pexels

Diese Region ist ein Ort, an dem moderne Geschichte geschrieben wurde, und bietet ein unglaublich eindrucksvolles und bewegendes Erlebnis aus den Zeiten des Zweiten Weltkriegs. Du kannst über die berühmten Strände Omaha Beach und Utah Beach spazieren, den beeindruckenden amerikanischen Friedhof in Colleville voller weißer Kreuze besuchen oder die erhaltenen Artilleriebatterien und Museen erkunden. Die Normandie ist aber nicht nur Geschichte – sie ist auch das Land des köstlichen Camembert, des traditionellen Apfel-Calvados und der wunderschönen gotischen Kathedrale in Rouen.

Diese Gegend ist ein Muss für alle, die sich für Militärgeschichte interessieren, bietet aber auch genug Schönheit für gewöhnliche Reisende. Die Kombination aus Gedenkstätten, grünen Weiden und großartiger Gastronomie macht sie zu einem sehr lohnenden Ziel für eine mehrtägige Erkundung. Die Atmosphäre an den Stränden ist bis heute sehr andächtig und regt jeden zum tieferen Nachdenken an.

Reise am besten mit dem eigenen Auto an, damit du frei zwischen den einzelnen Gedenkstätten entlang der gesamten Küste wechseln kannst. Für die Planung deiner Reise nutze unseren umfangreichen Normandie-Guide sowie den detaillierten Artikel darüber, wie man die Landungsstrände in der Normandie besucht.

8. Giverny

Monets Garten in Giverny mit der japanischen Brücke
Foto: Clement Couturier / Pexels

Dieses malerische Dörfchen hat sich dank des wunderschönen Gartens und Hauses von Claude Monet in die Kunstgeschichte eingeschrieben – der Maler verbrachte hier einen großen Teil seines Lebens. Du kannst den berühmten Seerosenteich mit eigenen Augen sehen, über die ikonische japanische Brücke gehen und die endlosen Blumenbeete bewundern, die den Maler zu seinen bekanntesten Werken inspirierten. Die Gärten sind akribisch gepflegt, und das Haus des Künstlers selbst mit seinen farbenfrohen Zimmern versetzt dich sofort in eine andere Zeit.

Es ist ein perfektes Ziel für Bewunderer des Impressionismus und alle Liebhaber blühender Gärten. Der Ort ist etwa von April bis Ende November geöffnet, wobei das absolut schönste Schauspiel im Mai und Juni geboten wird, wenn alles in den buntesten Farben erstrahlt. Außerdem ist es ein sehr einfacher und beliebter Tagesausflug direkt von Paris aus.

Rechne damit, dass es hier an Wochenenden voll ist, daher empfehle ich, gleich zur morgendlichen Öffnungszeit zu kommen. Wenn du hierher willst, wirst du unsere praktischen Tipps für Giverny und Monets Garten sicher zu schätzen wissen.

Elsass, Burgund und die französischen Alpen

Die östlichen Regionen sind ein Paradies für Liebhaber erstklassiger Gastronomie, hervorragenden Weins und majestätischer Berge. Hier erwarten dich märchenhafte Dörfchen mit bunten Häusern sowie atemberaubende Alpengipfel.

9. Die Elsässer Weinstraße

Winzerdorf an der Elsässer Weinstraße
Foto: PHILIPPE SERRAND / Pexels

Die berühmte Route des Vins d’Alsace zieht sich über eine Länge von 170 Kilometern und verbirgt die zauberhaftesten Fachwerk-Winzerdörfer, die zwischen den Hügeln der Vogesen und dem Rhein verstreut liegen. Stationen wie Riquewihr, Eguisheim oder Kaysersberg gewinnen regelmäßig und zu Recht die Ranglisten der schönsten Dörfer Frankreichs. Die ganze Region ist für ihre fantastischen Weißweine bekannt, wie den trockenen Riesling oder den aromatischen Gewürztraminer, und auf Schritt und Tritt siehst du hier Storchennester auf den Dächern.

Diese Gegend ist wie geschaffen für Genießer und Bewunderer märchenhafter Architektur. Die bunten, mit Weinreben bewachsenen Häuschen wirken wie aus einem Filmset und du wirst sie auf den ersten Blick lieben. Wenn du die beste Atmosphäre rund um die Weinlese erleben willst, plane deine Reise am besten in die Herbstmonate.

💡 Tipp: Die Erkundung der Weinberge lässt sich auch hervorragend mit geliehenen E-Bikes gestalten, die dich mühelos in die umliegenden Hügel bringen. Einen detaillierten Reiseplan findest du in unserem Artikel zur Elsässer Weinstraße.

10. Colmar

Fachwerkhäuser am Kanal in Colmar
Foto: PHILIPPE SERRAND / Pexels

Diese beeindruckende Stadt wird wegen ihres Netzes an Wasserwegen oft das kleine Venedig des Elsass genannt, und ihr historisches Zentrum besteht aus perfekt erhaltenen Fachwerkhäusern. Besonders in den Frühlings- und Sommermonaten ist die ganze Stadt mit einer unglaublichen Menge an Blumen geschmückt, die wohl jede Brücke und jedes Fensterbrett zieren. Es ist einer der romantischsten Orte in ganz Frankreich, wo du stundenlang einfach ziellos durch die gepflasterten Gassen schlendern kannst.

Neben den warmen Monaten lockt Colmar Besucher auch im Winter, denn zu Weihnachten verwandelt sich die Stadt in eine zauberhafte Kulisse für die Weihnachtsmärkte. Dank ihrer Lage dient sie außerdem als absolut idealer und strategischer Stützpunkt für Ausflüge entlang der gesamten Elsässer Weinstraße. Du findest hier auch viele großartige traditionelle Winstubs, in denen lokale Spezialitäten serviert werden.

Lass dir unbedingt eine kurze Bootsfahrt auf den lokalen Kanälen nicht entgehen, die eine ganz andere Perspektive bietet. Mehr Informationen darüber, was du sonst noch nicht verpassen solltest, erfährst du in unserem Guide für Colmar.

11. Straßburg

Viertel Petite France in Straßburg
Foto: Florian Süß / Pexels

Diese Hauptstadt der gesamten Region Elsass vereint perfekt französische Eleganz mit deutscher Präzision. Die unglaubliche gotische Kathedrale Notre-Dame mit ihrer faszinierenden astronomischen Uhr gehört zu den beeindruckendsten Bauwerken Europas. Ein Stück weiter findest du das malerische Viertel Petite France, das voller Wasserkanäle und alter Gerberhäuser ist, während im modernen Teil der Stadt die bedeutenden Institutionen des Europäischen Parlaments residieren.

Straßburg ist eine lebendige, aber dennoch sehr sichere und angenehme Stadt, die die Herzen von Kultur- und Genussliebhabern erobert. Eine ganz besondere Atmosphäre erlebst du hier im Dezember, denn die Stadt trägt den Titel Capitale de Noël und veranstaltet einen der berühmtesten und schönsten Weihnachtsmärkte der Welt.

Wenn du gerade im Winter hierherkommst, reserviere deine Unterkunft mit großem Vorlauf, denn die Kapazitäten sind rasend schnell vergriffen. Lies auch unseren detaillierten Artikel darüber, wie die Weihnachtsmärkte in Straßburg aussehen.

12. Burgund

Buntes Dach des Hospizes Hôtel-Dieu in Beaune
Foto: Francesco Ungaro / Pexels

Diese malerische Region ist die absolute Verkörperung ländlicher Ruhe, erstklassiger Gastronomie und des besten Weins der Welt. Fahre die berühmte Weinstraße Côte d’Or entlang, die dich in legendäre Dörfchen wie Nuits-Saint-Georges führt, und halte im wunderschönen mittelalterlichen Städtchen Beaune. Dort darfst du das ikonische ehemalige Hospiz Hôtel-Dieu mit seinem typischen bunten Dach nicht verpassen, das heute ein Symbol der ganzen Region ist.

Burgund ist ein wahres Paradies für Feinschmecker und alle Enthusiasten der Premium-Rebsorten Pinot Noir und Chardonnay. Die Landschaft ist hier mit ruhigen Abteien und Wasserkanälen übersät, auf denen du dich auf eine gemächliche Fahrt mit einem gemieteten Boot begeben kannst. Es ist einfach ein Ort, an dem die Zeit langsamer vergeht und du den gegenwärtigen Moment in vollen Zügen genießen kannst.

Hab beim Besuch der lokalen Weingüter keine Scheu, Weine aus kleineren Familienbetrieben zu probieren – sie überraschen dich oft positiv. Für weitere Inspiration und Tipps zu konkreten Orten schau in unseren Burgund-Guide.

13. Lyon

Blick auf Lyon mit der Basilika Fourvière
Foto: Mihai Vlasceanu / Pexels

Diese ungekrönte gastronomische Metropole Frankreichs liegt am beeindruckenden Zusammenfluss der Flüsse Rhône und Saône und bietet eine großartige Alternative zur trubeligen Hauptstadt. Im historischen Renaissance-Viertel Vieux Lyon kannst du die berühmten „Traboules“ erkunden, das sind faszinierende geheime Durchgänge durch die Innenhöfe der Häuser. Über der Stadt thront dann die majestätische weiße Basilika Notre-Dame de Fourvière, zu der du bequem mit der Standseilbahn hinauffahren und großartige Ausblicke genießen kannst.

Lyon ist eine Stadt für Menschen, die echte französische Kultur erleben, aber den größten Touristenmassen aus dem Weg gehen wollen, die nach Paris strömen. Kulinarische Enthusiasten kommen hier in den traditionellen Lokalen namens Bouchons auf ihre Kosten, in denen ehrliche regionale Gerichte serviert werden. Wenn du im Dezember hierherkommst, erlebst du das unglaubliche Fête des Lumières, das berühmte Lichterfest.

💡 Tipp: Kauf dir unbedingt ein Tagesticket für den örtlichen Nahverkehr, das spart dir viele Schritte beim Überwinden der Hügel. Mehr praktische Tipps findest du in unserem Artikel über Lyon.

14. Annecy

See und Kanäle in Annecy, dem Venedig der Alpen
Foto: Magda Ehlers / Pexels

Diese wunderschöne Alpenstadt wird oft als das Venedig der Alpen bezeichnet, und das dank ihres Netzes klarer Wasserkanäle und mit Blumen geschmückter Brücken. Das historische Zentrum beherrscht der unglaublich fotogene Inselpalast Palais de l’Île, der früher als Gefängnis diente, und über der Stadt thront eine alte Burg mit schönen Ausblicken. Der kristallklare gleichnamige See bietet eine perfekte Kulisse mit scharfen Berggipfeln im Hintergrund.

Es ist ein Ziel, das alle romantischen Seelen und aktiven Sportler begeistert. Im Sommer ist der See perfekt zum Baden und für Wassersport, während entlang des Ufers ein großartiger Radweg verläuft, von dem aus du bequem die Alpenpanoramen bewundern kannst. Die Stadt wirkt sehr sauber, gemütlich und sicher.

Nimm dir Zeit, ein Tretboot oder ein kleines Ruderboot zu mieten, denn die Ausblicke von der Wasseroberfläche sind unschlagbar. Wenn dich dieser Ort reizt, lies weitere Tipps für Ausflüge nach Annecy.

15. Chamonix und der Mont Blanc

Gipfel des Mont Blanc über Chamonix
Foto: Ercan Evcimen / Pexels

Dieser berühmte Alpenort liegt direkt unter dem Blick des höchsten Berges Europas, des mächtigen Mont Blanc, der sich in eine Höhe von 4.808 Metern erhebt. Das größte Highlight ist hier die spektakuläre Seilbahn zum Gipfel der Aiguille du Midi (3.842 m), wo auf Wagemutige die verglaste Aussichtsplattform Step into the Void wartet und die Luft spürbar dünner ist. Neben den Seilbahnen kannst du mit der Zahnradbahn zum schwindenden Gletscher Mer de Glace fahren und die gewaltige Kraft der Alpennatur bewundern.

Der Ort ist ein Mekka für alle Liebhaber von Bergen, Adrenalin und Hochgebirgstouren. Im Winter bietet er erstklassiges Skifahren, während er sich im Sommer in ein Paradies für Wanderer und Bergsteiger verwandelt, die hierherkommen, um ihre eigenen Grenzen zu überwinden. Auch wenn du kein erfahrener Alpinist bist, sind die Ausblicke von den Seilbahnen ein Erlebnis, das du nie vergessen wirst.

Angesichts der großen Höhe empfehle ich, auch mitten im Sommer wirklich warme Kleidung mitzunehmen, denn die Temperaturen oben fallen oft unter den Gefrierpunkt. Mehr Tipps für diese Gegend findest du in unserem Guide zum Thema Chamonix und Mont Blanc.

Provence und die Côte d’Azur

Der Süden Frankreichs ist das absolute Synonym für endlose Felder violetten Lavendels, lautes Zirpen der Zikaden und luxuriöse Badeorte am azurblauen Meer. Es ist das ideale Reiseziel für deinen sonnenverwöhnten Sommerurlaub voller Düfte.

16. Provence

Blühende Lavendelfelder in der Provence
Foto: Pixabay / Pexels

Diese sonnenverwöhnte Region ist weltweit bekannt für ihre beeindruckenden Lavendelfelder, die weithin duften. Zu den schönsten Orten gehören das riesige Plateau von Valensole oder die malerische Abtei Sénanque, deren Fotos wohl jede Reisebroschüre zieren. Du findest hier aber auch malerische Steindörfchen, die hoch auf den Hügeln thronen, wie Gordes oder das rötliche Roussillon, sowie allgegenwärtige alte Olivenhaine.

In die Provence sollte jeder fahren, der südländische Gelassenheit, lokale Märkte voller frischer Kräuter und romantische Sonnenuntergänge liebt. Wenn du die Lavendelfelder in voller Blüte erleben willst, musst du deine Reise etwa von Mitte Juni bis Mitte Juli planen, bevor die große Ernte beginnt. Das ist die Zeit, in der die Region absolut am schönsten ist, auch wenn du mit einer größeren Zahl von Besuchern rechnen musst.

Am besten bewegst du dich hier mit dem eigenen oder einem gemieteten Auto fort, um auch abgelegene Ecken abseits der Hauptrouten zu entdecken. Viele weitere nützliche Tipps haben wir in unserem großen Artikel Provence-Guide zusammengefasst.

17. Die Verdonschlucht

Türkisfarbenes Wasser der Verdonschlucht
Foto: Jan Tang / Pexels

Dieses Naturwunder wird oft der Grand Canyon Europas genannt, wobei seine Kalksteinwände bis in eine unglaubliche Tiefe von 700 Metern abfallen. Am Grund selbst fließt ein Fluss von so satt türkisfarbener Tönung, dass du kaum glauben wirst, dass es keine Bildmontage ist. Am Ende der Schlucht mündet der Fluss in den herrlichen See Lac de Sainte-Croix, der von Kieselstränden gesäumt und ideal für eine sommerliche Erfrischung ist.

Diese Gegend ist ein absolutes Muss für jeden, der das schönste Naturerlebnis im ganzen Süden sucht. Du kannst dir hier ein Tretboot oder Kajak ausleihen und direkt zwischen die senkrechten Wände der engen Schlucht fahren – eine sehr beliebte und entspannende Aktivität. Für Liebhaber des Fahrens gibt es dann die Panoramastraße Route des Crêtes, die Ausblicke von oben bietet.

💡 Tipp: In den Sommermonaten solltest du früh aufstehen und gleich morgens ein Boot mieten, so entgehst du den Warteschlangen und der sengenden Mittagssonne. Detaillierte Tipps für den Besuch findest du in unserem Beitrag über die Verdonschlucht.

18. Avignon

Papstpalast und Brücke in Avignon
Foto: Jean-Paul Wettstein / Pexels

Die historische Stadt Avignon wird stolz die Stadt der Päpste genannt, denn im 14. Jahrhundert diente sie als Sitz des Oberhaupts der katholischen Kirche. Das Ergebnis dieser Ära ist der mächtige Papstpalast (Palais des Papes), eine gewaltige steinerne Festung, die bis heute das gesamte Zentrum beherrscht. Nicht weniger berühmt ist die abgebrochene Brücke Pont Saint-Bénézet aus dem beliebten Kinderlied, die mitten in der breiten Rhône endet und von mächtigen, gut erhaltenen Stadtmauern umgeben ist.

Die Stadt begeistert garantiert alle, die gerne mittelalterliche Atmosphäre und beeindruckende historische Bauwerke aufsaugen. Außerdem funktioniert sie perfekt als strategischer und gut erreichbarer Stützpunkt für weitere Ausflüge in der ganzen Provence. Im Juli erwacht die Stadt zu einem riesigen Theaterfestival, sodass sich die Straßen mit Straßenkünstlern und einzigartiger Energie füllen.

Die Eintrittskarten für den Palast solltest du rechtzeitig über das Internet sichern, besonders in der Sommersaison sind die Warteschlangen ermüdend. Mehr Informationen darüber, was es hier sonst noch zu sehen gibt, bietet unser Artikel über Avignon.

19. Die Côte d’Azur

Küste der Côte d'Azur bei Nizza
Foto: AXP Photography / Pexels

Die berühmte Côte d’Azur ist die Verkörperung von Eleganz, blauem Meer und schönem Wetter. Im Zentrum des Geschehens steht das pulsierende Nizza mit seiner beliebten Promenade des Anglais und den engen Gassen der bunten Altstadt. Die gesamte Küstenregion bietet eine Mischung aus schönen Kiesel- und Sandstränden und liegt zudem nur einen Katzensprung vom winzigen und märchenhaft reichen Monaco oder dem beeindruckenden Adlerdorf Èze entfernt, das hoch über dem Meer thront.

Die Riviera ist das wichtigste Sommerziel des Südens, wohin man für perfekte Sonne, gutes Baden und typisch französisches Glamour fährt. Sie eignet sich sowohl für Paare auf der Suche nach Romantik als auch für Familien, die einen entspannten Sommerurlaub mit aller Infrastruktur genießen wollen. Die Atmosphäre balanciert hier zwischen belebten Küstenboulevards und stillen Aussichtspunkten hoch in den Hügeln.

Bei der Fahrt zwischen den Städten entlang der Küste nutze maximal die Regionalzüge, so entgehst du den endlosen Staus auf den Straßen. Für die detaillierte Planung erkunde unseren ausführlichen Artikel zum Thema Côte d’Azur.

20. Cannes

Festivalpalast am Boulevard La Croisette in Cannes
Foto: Balázs Gábor / Pexels

Diese Stadt ist untrennbar mit dem berühmten Filmfestival verbunden, das jedes Jahr die größten Weltstars hierherbringt. Die Hauptader der Stadt ist der luxuriöse Palmen-Boulevard La Croisette voller teurer Boutiquen, gesäumt von schönen öffentlichen und privaten Sandstränden und ankernden Jachten. Sobald du aber den Hauptstraßen entkommst, entdeckst du auch den ruhigeren Teil der Altstadt mit schönen Ausblicken und entspannterer Atmosphäre.

Cannes bietet genau die Eleganz und den Glanz, den du von der Riviera erwartest, und lockt alle, die das Leben auf großem Fuß und erstklassigen Strandservice mögen. Ein großer Vorteil ist, dass die Stadt eine sehr gute und günstige Zugverbindung zu allen umliegenden Badeorten entlang der Küste hat, sodass du hier überhaupt kein Auto brauchst.

💡 Tipp: Mach unbedingt einen kurzen Bootsausflug zu den nahegelegenen Lérins-Inseln, wo dich unerwartete Ruhe und der Duft von Pinien erwartet. Wenn du hierher fährst, schau auch in unseren ausführlichen Artikel über Cannes.

21. Saint-Tropez

Hafen in Saint-Tropez
Foto: Peter de Vink / Pexels

Aus einem einst verschlafenen und gewöhnlichen Fischerdörfchen wurde im Laufe der Jahre das absolute Symbol für Luxus und ankernde Jachten, das unter anderem auch der Schauspieler Louis de Funès berühmt machte. Trotz des großen Besucherandrangs haben sich die alten Gassen voller pastellfarbener Häuser und die nahe Zitadelle ihren unbestreitbaren und ganz besonderen Charme bewahrt. Hinter der Stadt erstreckt sich dann der berühmte und lange Strand Pampelonne, an dem sich die europäische High Society sonnt.

Dieser Badeort zieht Besucher an, die das spezifische Jetset-Flair aufsaugen und sich Orte ansehen wollen, die sie aus berühmten Filmen kennen. Während im Sommer lange Schlangen teurer Autos die Zufahrtsstraßen verstopfen, ist das Städtchen außerhalb der Saison überraschend ruhig und enorm romantisch. Die beste Zeit für einen entspannten Besuch ist daher früh im Frühling oder im Spätherbst.

In die Stadt kommt man nicht mit dem Zug, also musst du entweder mit dem Auto anreisen oder die regelmäßigen Fähren aus den umliegenden Küstenstädten nutzen. Mehr über dieses Phänomen erfährst du in unserem Beitrag über Saint-Tropez.

22. Marseille

Alter Hafen in Marseille
Foto: Kym Wilson / Pexels

Die älteste und zweitgrößte Stadt Frankreichs bietet ein unglaublich energiegeladenes, multikulturelles und etwas raues Hafenerlebnis. Das Herz der Stadt ist der belebte Alte Hafen (Vieux-Port), über den vom hohen Hügel die beeindruckende Basilika Notre-Dame de la Garde über die Seeleute wacht, die fast von überall sichtbar ist. Eine Erkundung lohnt sich auch im historischen und einst etwas vergessenen Viertel Le Panier, das voller Street-Art und malerischer Cafés ist.

Marseille ist nicht so geschniegelt wie Nizza, aber lieben werden es alle, die authentische Atmosphäre, großartiges Essen und lebendige südländische Kultur suchen. Neben der Stadt selbst dient sie als perfektes Tor zur Erkundung der nahegelegenen Nationalparks, vor allem der wunderschönen Klippen und Buchten, die als Calanques mit türkisfarbenem Wasser bekannt sind. Diese wilde Natur beginnt buchstäblich direkt hinter der Stadtgrenze.

Beim Besuch der Basilika rechne mit einem steilen Aufstieg den Hügel hinauf, aber der Blick über die ganze Stadt und das Meer ist diese Mühe definitiv wert. Alles Wesentliche über diese Metropole haben wir in unserem Guide zu Marseille zusammengefasst.

Okzitanien und der Südwesten Frankreichs

Dieser weitläufige Winkel des Landes verbirgt atemberaubende antike Sehenswürdigkeiten, perfekte mittelalterliche Befestigungen und riesige Sanddünen. Er bietet eine sehr abwechslungsreiche und etwas ruhigere Alternative zur trubeligen sommerlichen Küste der Riviera.

23. Nîmes und der Pont du Gard

Römisches Aquädukt Pont du Gard
Foto: Carsten Ruthemann / Pexels

Die Stadt Nîmes wird völlig zu Recht das französische Rom genannt, denn sie verbirgt eine unglaublich gut erhaltene antike Arena (Amphitheater) und den eleganten Tempel Maison Carrée, der aussieht, als wäre er gestern gebaut worden. Noch größeres Staunen löst aber das nahegelegene römische Aquädukt Pont du Gard aus, das von der UNESCO geschützt ist und dessen drei Etagen perfekter Steinbögen sich majestätisch hoch über das Tal des Flusses Gardon spannen.

Wenn dich die Antike fasziniert und du zu den Liebhabern beeindruckender antiker Architektur gehörst, wird dich diese Region absolut in ihren Bann ziehen. Die Umgebung des Aquädukts ist zudem hervorragend zum Wandern geeignet, und in den Sommermonaten kannst du direkt unter den Bögen im klaren Fluss baden oder dir ein Kajak ausleihen und darunter hindurchfahren.

Der Eintritt zur Arena und zum Aquädukt lohnt sich als Kombiticket zu kaufen, das spart dir Geld und Zeit in den Warteschlangen. Weitere praktische Details findest du in unserem ausführlichen Artikel über Nîmes und den Pont du Gard.

24. Carcassonne

Mittelalterliche befestigte Stadt Carcassonne
Foto: Clément Proust / Pexels

Wenn du diese Stadt auf dem Hügel zum ersten Mal erblickst, hast du das Gefühl, in einem historischen Filmepos gelandet zu sein, denn es ist die größte erhaltene mittelalterliche befestigte Cité Europas. Ihre majestätischen Doppelmauern mit 52 Verteidigungstürmen wirken wie ein undurchdringliches Labyrinth aus einem Märchen, und die ganze Stadt ist stolz auf der UNESCO-Liste eingetragen. Im Inneren findest du enge Steingassen, alte Brunnen und eine majestätische Burg.

Ein Halt hier ist Pflicht für Familien mit Kindern und jeden, der Burgen und Rittergeschichte bewundert. Die Stadt liegt genau auf der strategischen Route zwischen dem großen Toulouse und der Mittelmeerküste, sodass du sie leicht in deinen Roadtrip einbauen kannst. Damit dein Erlebnis aber so gut wie möglich wird, musst du dem größten täglichen Besucheransturm aus dem Weg gehen.

Am schönsten und geheimnisvollsten ist die Festung nach Sonnenuntergang, wenn sie wunderschön beleuchtet ist, oder früh am Morgen, bevor die ersten Busse eintreffen. Wenn du einen Besuch planen willst, schau dir unseren Artikel über Carcassonne an.

25. Montpellier

Place de la Comédie in Montpellier
Foto: Oleg Karsakóv / Pexels

Diese jugendliche und energiegeladene Stadt Südfrankreichs lebt vor allem von ihrer riesigen Gemeinschaft von Studierenden, die ihr modernen Schwung verleihen. Das Herz allen Geschehens ist der großzügige und schöne Platz Place de la Comédie, von dem die verwinkelten historischen Gassen des Altstadtviertels Écusson abgehen. Die Stadt ist zudem von Weinbergen umgeben und liegt nur einen Katzensprung von schönen Stränden und dem wilden Naturpark Camargue mit seinen Flamingos entfernt.

Montpellier ist eine herrlich sonnige und lebendige Stadt, die sich hervorragend zum Entdecken der entspannten südländischen Atmosphäre eignet und dabei deutlich günstiger ist als die luxuriöse Riviera. Das Zentrum ist zudem größtenteils autofrei, sodass du hier endlos lange spazieren und in unzähligen großartigen Cafés und Bistros einkehren kannst, die moderne und traditionelle Küche bieten.

💡 Tipp: Ins Zentrum und an die nahegelegenen Strände bringt dich bequem und modern das örtliche Straßenbahnnetz, das für sich genommen ein Design-Erlebnis ist. Mehr Inspiration für die Erkundung bietet unser Artikel über Montpellier.

26. Collioure und die Côte Vermeille

Glockenturm am Meer in Collioure
Foto: juv / Pexels

Dieses wunderschöne katalanische Hafenstädtchen liegt nur einen Katzensprung von der spanischen Grenze entfernt, und seine Silhouette prägt unverwechselbar ein alter steinerner Glockenturm, der direkt aus dem Meer aufragt. Die umliegenden steilen Klippen sind mit grünen Weinbergen übersät, die bis ans Wasser reichen, und diese außergewöhnlich farbenfrohe Szenerie inspirierte einst tief die berühmten Fauvisten wie Henri Matisse und André Derain. Überall spürst du hier den starken Einfluss des nahen Kataloniens, sowohl in der Architektur als auch im hervorragenden Essen.

Lieben werden es alle, die sich nach mediterraner Farbenpracht, frischen Meeresfrüchten und ruhigeren Buchten mit kristallklarem Wasser sehnen. Du darfst auf keinen Fall vergessen, den lokalen süßen Dessertwein namens Banyuls zu probieren, der hier an den terrassierten Hängen angebaut wird. Die gesamte Küste der Côte Vermeille ist insgesamt viel wilder und weniger bebaut als der Rest des französischen Südens.

Ich empfehle, im Herbst hierherzukommen, wenn die Weinberge über dem Meer unglaubliche rotgoldene Töne annehmen. Für detailliertere Tipps zu dieser Gegend öffne unseren Artikel über Collioure und die Côte Vermeille.

27. Toulouse

Rosa Stadt Toulouse
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Diese Stadt im Südwesten wird überall die „rosa Stadt“ genannt, und das dank ihrer auffälligen Fassaden aus Terrakottaziegeln, die im Sonnenuntergang einen wunderschönen rosa Schimmer annehmen. Du findest hier den großartigen Hauptplatz Capitole, die riesige romanische Basilika Saint-Sernin sowie den ruhigen Canal du Midi, der durch die Stadt fließt und von mächtigen Bäumen gesäumt ist. Neben ihrer reichen Geschichte ist Toulouse aber auch die europäische Hauptstadt der Luftfahrt, in der Airbus und ein großartiges Luftfahrtmuseum mit Concorde-Modellen ansässig sind.

Dank der riesigen Universität herrscht hier eine fantastische studentische Energie, und die Stadt ist ein perfektes Ziel für ein verlängertes Wochenende voller Kultur und Wissenschaft. Außerdem ist sie ein strategischer Ausgangspunkt, wenn du die nahen Pyrenäen erkunden oder in Richtung des uneinnehmbaren Carcassonne weiterreisen willst. Im Vergleich zu den nördlichen Städten herrscht hier eine viel entspanntere und freundlichere Stimmung.

Wenn dich Technik interessiert, reserviere unbedingt rechtzeitig eine Führung direkt in die Montagehallen von Airbus, das ist ein faszinierendes Erlebnis. Weitere Tipps für den Besuch findest du in unserem Beitrag über Toulouse.

28. Bordeaux und die Dune du Pilat

Weinmetropole Bordeaux
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Das elegante Bordeaux ist die weltweite Metropole des Spitzenweins, und sein gesamtes Zentrum voller klassizistischer Architektur steht unter dem Schutz der UNESCO. Neben Verkostungen im modernen Museum Cité du Vin kannst du hier die herrliche Spiegelung der Paläste in der Wasserfläche Miroir d’eau direkt am Flussufer genießen. Die Stadt dient aber auch als ideales Tor zum Atlantik, wo nur einen Katzensprung von der Küste entfernt die atemberaubende Dune du Pilat liegt – die höchste Sanddüne Europas (über 100 Meter hoch).

Die Kombination aus prestigeträchtiger Stadt und nahen wilden Stränden ist absolut perfekt für einen Sommer-Roadtrip, der auf Erlebnisse und Verkostungen ausgerichtet ist. Vom Gipfel der riesigen Sanddüne bietet sich dir ein fantastischer Kontrastblick auf den tiefblauen Ozean auf der einen Seite und die endlosen grünen Pinienwälder auf der anderen.

Der Aufstieg auf die Düne durch den tiefen Sand ist ganz schön anstrengend, also geh lieber morgens los, bevor sich der Sand von der Sonne aufheizt. Wenn du eine Reise in diese Richtung planst, lies unseren Artikel über Bordeaux sowie detaillierte Informationen für den Besuch der Dune du Pilat.

29. Dordogne, Périgord und Rocamadour

Wallfahrtsort Rocamadour am Felsen
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Die Gegend rund um den träge fließenden Fluss Dordogne ist voller mittelalterlicher Dörfer mit Schieferdächern, wie Sarlat oder das beeindruckende La Roque-Gageac, die aussehen, als wären sie in der Zeit eingefroren. Du findest hier uralte Burgen, die auf Felsen thronen, und faszinierende geheimnisvolle Höhlen mit prähistorischen Malereien, von denen Lascaux die bekannteste ist. Ganz in der Nähe befindet sich außerdem der berühmte Wallfahrtsort Rocamadour, der buchstäblich an die steile Felswand über einer tiefen Schlucht geklebt ist und eine absolut unvergessliche Silhouette bildet.

Es ist ein Reiseziel, das von großen Romantikern und allen Liebhabern alter Geschichte und gutem Essen aufgesucht wird, denn die Region ist für ihre lokalen Bauernhof-Spezialitäten bekannt. Einen Katzensprung von Rocamadour entfernt liegt zudem der riesige Karstabgrund Gouffre de Padirac, in den du hinabsteigst und auf kleinen Booten über einen unterirdischen Fluss fährst.

💡 Tipp: Erkunde das Flusstal vom Deck der traditionellen Holzboote namens Gabares, das ist ein herrlich ruhiges Erlebnis. Mehr über diese Schätze erfährst du in den Artikeln über Dordogne und Périgord sowie das Rocamadour selbst.

30. Korsika

Klippen und Meer auf Korsika bei Bonifacio
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Diese Insel im Mittelmeer hat sich völlig zu Recht den Beinamen „Insel der Schönheit“ verdient, denn ihre Landschaft raubt einem auf Schritt und Tritt den Atem. Während du im Süden rund um die Stadt Porto-Vecchio türkisfarbene Buchten und Strände mit weißem Sand findest (wie Palombaggia oder Santa Giulia), besteht das Landesinnere aus rauen und wilden Bergen, durch die einer der schwierigsten Treks Europas, der GR20, führt, sowie aus dem beeindruckenden Golf von Scandola, der sogar von der UNESCO geschützt ist. Im äußersten Süden liegt dann die beeindruckende Stadt Bonifacio mit ihrer historischen Zitadelle, die buchstäblich am Rand der steilen weißen Klippen balanciert, die in die wilden Meereswellen abfallen. Dazu erwartet dich hier eine hervorragende und sehr spezifische korsische Küche voller lokaler Kräuter und Käsesorten.

Diese Insel ist das perfekte Ziel für alle, die in einem einzigen Urlaub Strände wie in der Karibik sowie anspruchsvolle Hochgebirgsbesteigungen und tiefe Wälder erleben wollen. Die lokale Atmosphäre ist sehr stolz, stark traditionell und deutlich wilder als auf der herausgeputzten Festland-Riviera, was die Insel zu einer absolut einzigartigen Welt macht.

Angesichts der Vielfalt des Geländes lohnt es sich hier definitiv, mit dem eigenen Auto anzureisen oder eines zu mieten, damit du von der Küste leicht direkt in die Bergpässe fahren kannst. Mehr detaillierte Tipps zum Reisen auf der Insel haben wir in unserem großen Artikel Korsika zusammengefasst, oder schau dir Tipps direkt für das beeindruckende Bonifacio oder die berühmten Strände bei Porto-Vecchio an.

Wie es weitergeht

Wenn dich die vorangegangenen Zeilen neugierig gemacht haben, ist die beste Art, dieses wunderschöne und unglaublich vielfältige Land kennenzulernen, einen richtigen Roadtrip zu planen. Du kannst dich leicht von unseren fertigen Reiserouten inspirieren lassen und einen kürzeren 7-tägigen Roadtrip durch Frankreich machen oder dir gleich einen großartigen 14-tägigen Roadtrip durch Frankreich gönnen. Wenn dich vor allem Sonne und Meer locken, wirst du unseren sonnenverwöhnten Roadtrip durch Südfrankreich zu schätzen wissen, während Liebhaber guter Gastronomie auf keinen Fall den entspannten Wein-Roadtrip durch Frankreich verpassen sollten.

Aus praktischer Sicht solltest du die Vorbereitungen nie unterschätzen, besonders wenn du mit dem eigenen Wagen unterwegs bist. Lies dir deshalb die nützlichen Informationen darüber durch, wann man nach Frankreich reisen sollte, um den größten sommerlichen Massen zu entgehen, und finde heraus, wie genau die Anreise nach Frankreich mit dem Auto abläuft und was sie eigentlich kostet. So vermeidest du unnötige Überraschungen an den Mautstationen und weißt genau, was dich auf der langen Fahrt erwartet.

Und wenn du immer noch nicht genug hast, verbirgt die Frankreich-Karte noch weitere unglaubliche Schätze, die einfach nicht in die Top 30 gepasst haben. Eine Überlegung wert sind definitiv das Surfer-Paradies Biarritz und das französische Baskenland mit den riesigen Atlantikwellen oder der absolut fantastische und weltweit einzigartige Geschichtspark Puy du Fou, wo du am eigenen Leib die besten und großartigsten Shows ganz Europas erlebst.

Häufig gestellte Fragen

Wohin in Frankreich beim ersten Besuch?

Für absolute Anfänger ist das unvergessliche Paris ein absolutes Muss, das die berühmtesten Sehenswürdigkeiten, großartige Museen und typische Kaffeehausatmosphäre bietet. Wer jedoch lieber direkt in die ruhigere Natur möchte, sollte das malerische Elsass oder die sonnige Côte d’Azur wählen, wo der Tourismus bestens vorbereitet ist und man problemlos Englisch sprechen kann.

Wann ist die beste Zeit für eine Reise nach Frankreich?

Ideale Bedingungen für Städtereisen und Sightseeing herrschen immer im Frühling und Herbst, wenn angenehme Temperaturen herrschen und ihr den größten Menschenmassen sicher aus dem Weg geht. Im Sommer ist zwar die ideale Zeit zum Baden und für blühenden Lavendel, aber im Süden müsst ihr euch auf ziemlich drückende Hitze und aus allen Nähten platzende Badeorte einstellen.

Wie viele Tage braucht man für Frankreich?

Für den Besuch einer bestimmten Stadt wie Paris oder Lyon reicht euch ein verlängertes Wochenende von drei bis vier Tagen völlig aus. Wenn ihr jedoch eine ganze Region erkunden möchtet, zum Beispiel alle Sehenswürdigkeiten an der Loire abfahren oder die wilde Bretagne entdecken wollt, solltet ihr euch mindestens eine Woche Zeit nehmen, wobei ich für einen richtigen Roadtrip dann volle vierzehn Tage empfehle.

Welcher ist der schönste Teil Frankreichs?

Das hängt natürlich ganz von euren Vorlieben ab, aber zu den atemberaubendsten und meistfotografierten Regionen gehören seit jeher das märchenhafte Loiretal und die im Sommer lila gefärbte Provence. Liebhaber wilderer Landschaften schwören hingegen auf die dramatische Küste der Bretagne und der Normandie mit ihren fantastischen weißen Kreidefelsen, die sich über dem Meer erheben.

Wo ans Meer in Frankreich?

Wenn Sie Wärme, garantierte Sommersonne und luxuriöse Badeorte mit sanftem Einstieg suchen, fahren Sie an die berühmte Côte d’Azur oder zu den Sandstränden des wilderen Korsika. Die Atlantikküste im Westen und Norden des Landes hingegen bietet riesige Wellen und kühleres Wasser und eignet sich daher eher für Surfer und Liebhaber langer Abendspaziergänge an den Klippen.

Lohnt sich Frankreich mit dem Auto?

Ganz eindeutig ja, denn ein eigenes Fahrzeug bietet dir absolute und unbezahlbare Freiheit beim Entdecken abgelegener Winzerdörfer oder entlegener Bergpässe. Rechne aber damit, dass die Autobahnen hier mit einer relativ teuren Maut belegt sind, sodass es sich oft lohnt, nicht zu hetzen und bewusst die langsameren, aber unglaublich malerischen Landstraßen zu wählen.

Wo gibt es in Frankreich Lavendelfelder und wann blühen sie?

Die bekanntesten violetten Felder finden Sie in der sonnenverwöhnten Region Provence im Süden des Landes, wobei das Plateau von Valensole oder die unmittelbare Umgebung der Abtei Sénanque zu den absolut schönsten gehören. Um den Lavendel in voller Blüte zu erleben, müssen Sie in einem relativ kurzen Zeitfenster von etwa Mitte Juni bis Anfang Juli hierher reisen, bevor die große Sommerernte beginnt.

Ist Frankreich teuer?

Die Preise unterscheiden sich sehr deutlich je nach Region, wobei traditionell Paris und die luxuriösen Ferienorte an der Côte d’Azur im Süden am teuersten sind. Sparen kannst du, indem du in kleineren Städten weiter weg vom Meer übernachtest, hervorragende frische Zutaten auf lokalen Märkten einkaufst und die Hauptsaison im Sommer meidest.

Wohin in Frankreich mit Kindern?

Für einen Familienurlaub ist der absolut fantastische historische Freizeitpark Puy du Fou ein Muss, der atemberaubende Ritterspiele und grandiose Shows in der Natur bietet. Am Meer schätzen Familien die ruhigeren und flacheren Strände an der Küste in Richtung spanischer Grenze oder die faszinierende mittelalterliche Befestigungsanlage in der Stadt Carcassonne, die aus der Ferne an ein riesiges Märchenschloss erinnert.

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Vergiss die Reiseversicherung nicht

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Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).

Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

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