Kennst du dieses ungemütliche Gefühl, wenn es draußen trist und grau ist, kalter Nieselregen herumwirbelt und du dich morgens noch bei völliger Dunkelheit zur Arbeit schleppst? In solchen Momenten ist es wirklich schwer, nicht von einem schönen Ort zu träumen, an dem gerade jetzt die angenehme Sonne den Rücken wärmt und die Luft verheißungsvoll nach Meer duftet. Stell dir ein Reiseziel vor, das ganz zuverlässig wie eine Notbremse gegen die typische Winterdepression wirkt und dir herrliche Wärme nur vier Flugstunden von zu Hause entfernt serviert. Genau dafür ist ein Urlaub in Ägypten wie geschaffen.
Ägypten bietet nämlich eine so unglaubliche Vielfalt an Erlebnissen, dass du sie dir ganz genau nach deiner aktuellen Stimmung zusammenstellen kannst. Du kannst hierher fliegen, nur um den Kopf am Pool komplett abzuschalten – doch sobald es dich packt, stehst du am nächsten Tag mit offenem Mund vor jahrtausendealten Pyramiden oder schwebst mit Taucherbrille über einem Korallenriff voller bunter Fische, die aussehen, als wären sie gerade aus einem Märchenfilm herausgeschwommen.
Sich in diesem riesigen Angebot an Badeorten und Ausflügen zurechtzufinden, kann manchmal ganz schön knifflig sein. Deshalb habe ich für dich diesen ausführlichen Wegweiser zusammengestellt, mit dem du das spielend meisterst. Du findest darin gleich 20 konkrete Tipps für tolle Orte – egal ob du gerade eine belebte Promenade voller Geschäfte, eine stille Bucht zum ganztägigen Schnorcheln oder ein echtes Abenteuer in der tiefen Wüste suchst. Wir schauen uns die allerbesten Regionen an, werfen einen Blick auf das neu eröffnete Museum in Kairo und natürlich gebe ich dir auch wichtige praktische Tipps zum Visum sowie ehrliche Warnungen, wie du den lästigsten Straßenhändlern ganz einfach nicht auf den Leim gehst.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen
- Beste Badeorte: Hurghada ist riesig und absolut ideal für Familien und Erstbesucher, während das südlichere Marsa Alam dir absolute Ruhe, deutlich besser erhaltene Riffe und in den Wintermonaten etwas wärmeres Meer bietet.
- Wann reisen: Die Hauptsaison für einen richtig angenehmen Urlaub reicht von Oktober bis April, wenn die Temperaturen schön erträglich sind. Im Sommer musst du dagegen mit extremer Hitze über vierzig Grad rechnen, die sich nur am Wasser aushalten lässt, nicht beim Besichtigen aufgeheizter Denkmäler.
- Neue Attraktion: In Kairo eröffnet nach endlosen Jahren des Wartens endlich das Große Ägyptische Museum (GEM), wo zum allerersten Mal in der Geschichte der gesamte überwältigende Schatz aus dem Grab des Tutanchamun komplett ausgestellt ist.
- Visum und Geld: Das klassische Touristenvisum kostet 25 USD (etwa 23 €) und gezahlt wird in Ägyptischen Pfund. Bei vielen Sehenswürdigkeiten werden heute ausschließlich Kartenzahlungen akzeptiert, etwas Kleingeld behältst du also eher nur fürs Trinkgeld, das sogenannte Bakschisch.
- Unterwasserwelt: Das Rote Meer gehört völlig zu Recht und seit Langem zu den allerbesten Tauchrevieren der ganzen Welt, und in vielen Hotels beginnen die schönsten Korallen schon wenige Meter von deiner Strandliege entfernt.
- Sicherheit und Gesundheit: Die touristischen Badeorte werden sorgfältig bewacht und sind wirklich sehr sicher. Aber glaub mir, du solltest immer ausschließlich abgefülltes Wasser trinken und unbedingt feste Wasserschuhe einpacken – wegen Seeigeln und scharfen Korallenstücken.
Wann nach Ägypten reisen und wohin je nach Jahreszeit
Ein riesiger Vorteil eines Urlaubs am Roten Meer ist die schöne Tatsache, dass du praktisch zu jeder Zeit im Jahr hierherreisen kannst – du solltest dir nur vorab deine eigenen Erwartungen ein wenig klarmachen. Die angenehmste Reisezeit sind eindeutig Frühling und Herbst, also die Monate April, Mai, Oktober und November, wenn sich die Lufttemperaturen in dieser absolut idealen Zeit um angenehme 28 bis 32 Grad bewegen, das Meer schon herrlich aufgewärmt ist und die Abende gerade lau genug sind, um lange mit einem Glas Wein draußen zu sitzen.
Wenn du aber direkt vor dem strengsten Winter in Deutschland fliehen willst, dann wähle dein Reiseziel doch etwas sorgfältiger aus. Januar und Februar sind in Ägypten insgesamt am kühlsten, dabei können die Tagestemperaturen auf etwa 20 Grad fallen und an der Küste weht oft ein recht kalter Wind vom Meer, sodass du dich abends eher in einen Pullover einkuschelst. In dieser frostigeren Zeit ist für mich die südlicher gelegene Region der absolute Sieger, denn Meer und Luft sind dort einfach immer ein paar Grad wärmer als im Norden.
Die Sommermonate, also Juli und August, bedeuten für das ganze Land dagegen wirklich extreme Hitze, die regelmäßig über 40 Grad im Schatten klettert. Das Meer erinnert dann eher an ein aufgeheiztes Thermalbad und ist völlig unbewegt, was alle lieben, die sich gern am Strand grillen lassen. Der Sommer ist aber absolut ungeeignet für Reisen zu Sehenswürdigkeiten nach Kairo oder Luxor, denn der allgegenwärtige glühende Stein und das völlige Fehlen von Schatten machen aus so einem Ausflug eine körperliche Belastungsprobe, die ich dir wirklich nicht wünschen würde 😅.
Für einen detaillierten Überblick, welche Temperaturen und Bedingungen dich in den einzelnen Monaten genau erwarten, lies unbedingt unseren ausführlichen Artikel Wann nach Ägypten reisen / Wetter. Dort findest du auch einen konkreten Vergleich der Wassertemperaturen zwischen den einzelnen großen Badeorten, damit du für deinen Traumurlaub die allerbeste Variante auswählen kannst, die genau zu deinem Termin passt.
Wo in Ägypten übernachten
Zu den konkreten Resorts, die bei Urlaubern seit Langem punkten, gehören etwa das Steigenberger Al Dau Beach in Hurghada, das Steigenberger Coraya Beach im ruhigen Marsa Alam, das Reef Oasis Beach Resort in Sharm mit Riff direkt am Strand oder das familienfreundliche Fort Arabesque in der Makadi Bay. Ausführlichere Hoteltipps findest du in den Artikeln zu den einzelnen Badeorten.
Die Wahl des richtigen Hotels ist in diesem Land absolut entscheidend, denn seien wir ehrlich: Einen großen Teil deines Urlaubs verbringst du in deinem weitläufigen All-inclusive-Resort, und seine Qualität beeinflusst dein gesamtes Erlebnis ganz grundlegend. Bei der Suche nach dem richtigen Plätzchen empfehle ich dir, auf drei Hauptdinge zu achten. Das allererste ist das sogenannte Hausriff. Glaub mir: Wenn ein Hotel schöne Korallen direkt am Strand hat, ist das einfach unbezahlbar für Schnorchel-Liebhaber, die so nicht jeden Tag den Geldbeutel zücken und teure Bootsausflüge bezahlen müssen.
Der zweite enorm wichtige Faktor ist der Zugang zum Meer und die Lage der gewählten Bucht. Schau also lieber vorab in den Bewertungen nach, ob man zum tiefen Wasser nicht zufällig über einen kilometerlangen Holzsteg gehen muss, der wegen starkem Wind und hohen Wellen oft komplett gesperrt ist. Die ideale Wahl für ruhiges Familienbaden mit Kindern sind eher Hotels in natürlich geschützten Buchten, wo die Wasseroberfläche auch an etwas windigeren Tagen schön ruhig bleibt.
Das Niveau der Unterkünfte am Meer kann sich auch innerhalb der prunkvollen Fünf-Sterne-Kategorie ziemlich stark unterscheiden, deshalb ist es immer gut, vor allem nach geprüften persönlichen Erfahrungen und Empfehlungen anderer Reisender auszuwählen. Wenn du garantierten Luxus und Spitzenservice mitten im Geschehen suchst, ist das Steigenberger ALDAU Beach Hotel für mich die absolute sichere Wahl mit riesigen Pools, wo es dir an nichts fehlen wird. Für Liebhaber von absoluter Ruhe und Schnorcheln im Süden ist dagegen das Jaz Lamaya Resort eine fantastische Wahl, das in jener zauberhaften geschützten Bucht mit herrlichem Riff ohne große Wellen liegt.
Und wenn du in diesem Jahr auf die Sinai-Halbinsel reist und dir Premium-Service wünschst, bietet das großartige Rixos Sharm El Sheikh herrliche Ausblicke und eine absolut perfekte Gastronomie. Damit du dir aber eine bessere Vorstellung davon machen kannst, welche Region am besten zu dir passt, koch dir einen Kaffee und schau dir unseren ausführlichen Artikel Hurghada oder Marsa Alam? an.
💡 Tipp für die besten Preise bei Reisen und Flügen: Die Unterkunftspreise ändern sich ständig und es lohnt sich wirklich, sie eine Weile im Auge zu behalten. Bevor du also etwas überstürzt buchst, wirf einen Blick auf unseren Vergleich von Ägypten-Reisen, wo unsere clevere künstliche Intelligenz täglich die Angebote verschiedener Reiseveranstalter für genau dieselben Hotels und Termine vergleicht. Wenn du lieber auf eigene Faust fliegst, verfolge unbedingt die Flugpreise, die unser System ehrlich alle zwanzig Minuten für dich aktualisiert.
Wohin in den Urlaub: die besten Badeorte in Ägypten
Das ist einfach die absolut wichtigste Entscheidung noch vor dem Abflug, denn die Küste misst hunderte Kilometer und die einzelnen Resorts unterscheiden sich enorm voneinander, auch wenn sie auf den schönen Katalogfotos irgendwie alle sehr ähnlich aussehen. An manchen Orten erwarten dich wilde Nachtclubs und brüllende Animateure am Pool, anderswo findest du absolute Ruhe, gestört nur vom beruhigenden Rauschen der Wellen.
Wähle deinen Badeort also genau danach aus, wie du dir deinen idealen Erholungsmoment am Meer vorstellst, denn er wird bald zu deiner Basisstation für alle Ausflüge. Schauen wir uns also gemeinsam neun der allerinteressantesten Orte an, von belebten Zentren mit Cafés bis hin zu schön verborgenen, exklusiven Buchten.
1. Hurghada ist der pulsierende Klassiker für jeden

Hurghada ist wohl ohne Diskussion der größte, lebhafteste und auch historisch am leichtesten erreichbare ägyptische Badeort, der hier einst den gesamten Massentourismus geprägt hat. Du findest hier wirklich absolut alles, von riesigen Komplexen voller bunter Rutschen bis hin zur belebten neuen Marina, wo du dir abends einen guten Kaffee gönnen und die luxuriösen Yachten beobachten kannst. Es ist eine absolut ideale Wahl für Familien mit kleinen Kindern und auch für all jene, die zum ersten Mal hierherfliegen und alles griffbereit haben wollen.
Ein riesiges Plus dieses beliebten Ortes ist der kurze Direktflug von Deutschland, der von Frankfurt oder München mit Eurowings oder Condor etwa vier Stunden dauert, sodass du nach der Ankunft nicht stundenlang mit dem Bus durch die aufgeheizte Einöde holpern musst – viele der schönen Hotels sind nur etwa fünfzehn Fahrminuten vom Flughafen entfernt. Ein ehrlicher Nachteil des alten Stadtzentrums ist aber leider, dass an den Stränden meist schöne Korallenriffe fehlen und du für besseres Schnorcheln einfach auf kostenpflichtige Bootsausflüge aufs offene Meer hinausfahren musst.
Die Stadt hat glücklicherweise auch ihr ursprüngliches und sehr authentisches Zentrum namens El Dahar, wo du dich mit Freude leicht auf einem typischen arabischen Markt verlieren kannst, endlos um den Preis von duftenden Gewürzen feilschen und in vollen Zügen ein bisschen vom lokalen nordafrikanischen Chaos einatmen kannst 😅. Wenn du noch mehr wissen möchtest, findest du alle Details und konkrete Ausflugstipps schön aufgeschrieben in unserem Artikel Hurghada: 13 Tipps.
2. Marsa Alam bietet ein Paradies für Taucher und Ruhe

Während die nördliche Küste wohl niemals schläft, ist die Region Marsa Alam, die rund 270 Kilometer südlicher liegt, eine echte, von nichts gestörte Oase der Ruhe, in die sich vor allem leidenschaftliche Taucher und Menschen verliebt haben, die einfach dringend den lauten Menschenmassen und dem Stress entfliehen müssen. Du findest hier keine große Stadt und nicht einmal belebte Einkaufspromenaden, denn die meisten weitläufigen Hotels stehen hier irgendwie einsam in der Wüste entlang der wunderschönen Küste.
Die absolute Hauptattraktion ist hier aber natürlich die atemberaubende Natur, denn diese Region bietet eines der am besten erhaltenen Hausriffe im ganzen Land, die praktisch direkt am Strandrand beginnen und voller Leben sind. Glaub mir: Hier kannst du ganz alltäglich Seite an Seite mit riesigen Meeresschildkröten schwimmen und mit etwas Reiseglück in der berühmten Bucht Abu Dabbab sogar auf einen seltenen Dugong, die Seekuh, treffen.
Ein weiterer riesiger Bonus ist das hier sehr angenehme Klima, denn dank der deutlich südlicheren Lage näher am Äquator sind hier in unseren Wintermonaten nachweislich Meer und Luft wärmer. Für so einen trüben Januar-Urlaub ist das für mich also die allerbeste Wahl. Für jede Menge weiterer Inspiration und praktischer Tipps wirf unbedingt einen Blick auf unseren ausführlichen Artikel Marsa Alam: 13 Tipps.
3. Sharm el-Sheikh ist das Juwel der Sinai-Halbinsel

Diese berühmte Stadt findest du an der südlichsten Spitze der Sinai-Halbinsel, und glaub mir, sie hat eine ganz andere, viel europäischere Atmosphäre als der afrikanische Teil des Landes. Über all den luxuriösen Resorts erheben sich imposante felsige Berge, die der gesamten Küste ein dramatisches und herrlich fotogenes Aussehen verleihen. Das Zentrum des ganzen Geschehens ist die außergewöhnlich lebendige Bucht Naama Bay, wo eine Menge moderner Cafés und Geschäfte auf dich warten.
Das absolut Beste verbirgt sich aber unter der salzigen Oberfläche, wo du unbedingt hineinschauen musst. Die Region ist weltweit berühmt für ihr erstklassiges Tauchen, denn sie liegt in unmittelbarer Nähe des berühmten Nationalparks Ras Mohammed. Die Korallenwände fallen hier unglaublich steil in riesige blaue Tiefen ab und die Farbenpracht der hiesigen Riffe verschlägt selbst erfahrenen Tauchern mit tausenden Tauchgängen den Atem.
Eine gute Nachricht für uns bequeme Reisende: Nach Jahren der Pause gibt es wieder Direktflüge von Deutschland mit Condor und Eurowings, sodass die langwierigen und ermüdenden Zwischenstopps komplett wegfallen ☺️. Alle Wissenswertes über dieses faszinierende Reiseziel haben wir für dich im ausführlichen Reiseführer Sharm el-Sheikh: 13 Tipps zusammengefasst.
4. Dahab ist ein Bohème-Dorf ohne große Resorts

Wenn dir schon bei der Vorstellung von schreienden Animateuren und organisierter Unterhaltung in einem riesigen All-inclusive-Hotel eine Gänsehaut den Rücken hinunterläuft, dann mach dich lieber auf, Dahab zu entdecken. Diese entspannte Stadt an der Ostküste des Sinai entstand aus einem ursprünglichen Beduinendorf und wurde in den siebziger Jahren von freidenkenden Hippies entdeckt. Bis heute hat sie sich ihre herrlich ungezwungene Atmosphäre voller kleiner Familienpensionen und süßer Strandcafés bewahrt.
Heute ist dieser Ort geradezu ein Magnet für unabhängige Rucksacktouristen und moderne digitale Nomaden, die gern mit Blick auf die Wellen arbeiten. Es ist auch ein berühmtes Mekka für Freitaucher, vor allem dank der Nähe der ikonischen und etwas unheimlichen Stelle namens Blue Hole, einem über hundert Meter tiefen Schlund nur ein kleines Stück vom Ufer entfernt. Schnorchelausrüstung leihst du dir hier bequem an jeder Ecke für ein paar Cent aus.
Dank des speziellen Trichters, der von den umliegenden Bergen gebildet wird, weht hier zudem fast ständig ein sehr starker und beständiger Wind, was den Ort zu einer absolut fantastischen Basis fürs Windsurfen macht. Für jene unter euch, die traditionelle Luxuspools und Marmorhallen suchen, ist es wohl nicht das ideale Reiseziel. Aber wenn du eine authentische alternative Atmosphäre einatmen und mit ins Sand vergrabenen Füßen zwischen Kissen am Strand einen Drink schlürfen willst, wirst du garantiert begeistert sein 😅.
5. El Gouna erinnert an ein ägyptisches Venedig voller Luxus

Stell dir unglaublich saubere Gassen ohne Müll vor, luxuriöse Millionärsyachten am Steg und keinen einzigen lästigen Verkäufer, der dich anschreit. Genau so ist El Gouna, ein sehr exklusiver und abgeschlossener Badeort, der etwa fünfundzwanzig Kilometer nördlich des belebten Flughafens liegt. Es wurde komplett künstlich auf einem recht komplexen Netz verschlungener Kanäle erbaut, weshalb es zu Recht das ägyptische Venedig genannt wird.
Diese ganze schöne Stadt funktioniert wie eine sichere, sorgfältig bewachte Mikrowelt mit absolut hochwertigen Dienstleistungen. Die Hotels haben hier oft ein deutlich höheres Niveau als im Rest des Landes und außerdem wird hier großer Wert auf Ökologie und Nachhaltigkeit gelegt. Es ist ein ideales Refugium für anspruchsvollere Reisende oder Paare im Romantikurlaub, die ein Glas guten Wein in absoluter Ruhe und Privatsphäre genießen wollen.
Die flachen türkisfarbenen Lagunen mit feinem Sandboden sind außerdem absolut perfekt zum sicheren Erlernen des Kitesurfens, denn das Wasser ist hier glatt wie ein Spiegel. Rechne nur damit, dass du für diese überdurchschnittliche Ruhe und das hohe Serviceniveau im Vergleich zu klassischen Angeboten etwas mehr bezahlst – aber ab und zu muss man sich diesen Luxus eben einfach gönnen 🙂.
6. Makadi Bay bietet Familienruhe in einer geschützten Bucht

Etwa dreißig Kilometer südlich des Großstadttrubels verbirgt sich die Makadi Bay, die für mich einen absolut perfekten Urlaubskompromiss darstellt. Es ist keine völlig abgelegene Einöde wie im Süden, aber zugleich findest du hier kein lautes Stadtzentrum voller hupender Autos, was eine erhebliche Erleichterung ist. Die ganze Region besteht praktisch nur aus einer Reihe großer und moderner Resorts, die recht clever durch eine schöne Fußgängerpromenade verbunden sind.
Diese Region ist bei Familien mit kleinen Kindern außerordentlich beliebt, und zwar gleich aus mehreren sehr praktischen Gründen. Die meisten Hotels hier haben in ihrer Anlage fantastische Aquaparks und der Zugang zum Meer vom Strand aus ist schön flach abfallend. Du musst dir hier überhaupt keine Sorgen wegen riesiger Wellen machen, denn die Bucht ist irgendwie natürlich und sehr gut vor dem starken Wind vom offenen Meer geschützt.
Und was ist das Allerbeste daran? Die Bucht verbirgt in ihren Gewässern für Taucher sehr ordentliche und bunte Korallenriffe in herrlich bequemer Erreichbarkeit von den Hotels. Für deine ersten Schnorchelerlebnisse musst du also wirklich nicht gleich teure Ganztagesausfahrten auf einem großen Boot buchen – meist reicht es, ein kleines Stück vom Ufer wegzuschwimmen, und schon hast du es vor dir wie auf dem Präsentierteller 😁.
7. Soma Bay bedeutet Golf, Kite und Premium-Ruhe

Noch ein kleines Stück südlicher schneidet sich die schöne Halbinsel Soma Bay in die tiefen Gewässer. Diese abgeschlossene Region ist ein echtes Synonym für Ruhe und höheren Standard, denn die Hotels stehen in ausreichendem Abstand voneinander und nicht zusammengepfercht. Du findest hier überwiegend Premium-Hotelmarken, die riesige saubere Pools und sehr luxuriöse Wellnessbereiche für den perfekten Erholungsmoment bieten.
Der Ort ist weltweit vor allem wegen zweier absolut außergewöhnlicher Dinge bekannt, für die Kenner aus ganz Europa hierherkommen. Das erste ist ein erstklassiger 18-Loch-Golfplatz, der unglaublich grün mitten in der gelben Wüste mit Blick auf das tiefblaue Meer leuchtet. Das zweite sind die absolut phänomenalen Bedingungen für Wassersport, denn die hiesige Bucht wirkt wie ein perfekter Windkanal.
Für begeisterte Taucher und Schwimmer verbirgt sich direkt unter der Oberfläche ein wunderschönes Hausriff, das aus mehreren riesigen Korallentürmen besteht, die sich bis zur Oberfläche selbst erheben. Es ist einfach ein Ort, der sportliche Betätigung mit luxuriöser Erholung an einem Ort kombiniert, an dem dich wirklich gar nichts stört, sodass du dich einfach hinsetzen, ausruhen und den Urlaub in vollen Zügen genießen kannst.
8. Sahl Hasheesh ist moderne Eleganz nahe am Flughafen

Sahl Hasheesh ist so ein relativ neuer und meiner Meinung nach sehr clever durchdachter Badeort, der nur wenige Kilometer südlich des Hauptflughafens liegt. Das bedeutet für dich in der Praxis einen riesigen Vorteil, nämlich einen blitzschnellen und sehr bequemen Transfer direkt zum Hotel. Glaub mir, das Gefühl, wenn du vom Flugzeug innerhalb einer unglaublichen halben Stunde ohne unnötiges, ermüdendes Warten im Bus auf dein Zimmer und zur ersehnten Liege am Pool kommst, ist einfach unbezahlbar.
Der ganze Badeort ist von Anfang an sehr modern, schön luftig und irgendwie angenehm angeordnet konzipiert. Seine Hauptattraktion ist eine zwölf Kilometer lange gepflasterte Promenade, gesäumt von hohen Palmen, auf der du in Ruhe und Sicherheit mit einem Kaffee in der Hand spazieren oder eines der beliebten Elektrofahrzeuge ausleihen kannst. Die Architektur vieler hiesiger Hotels erinnert zudem oft eher an prunkvolle Paläste, die direkt aus den romantischen Märchen aus Tausendundeiner Nacht herausgeschnitten wurden.
In der geschützten und ruhigen Bucht ist das Meer meist sehr sanft, und hier verbirgt sich auch eine recht interessante Unterwasser-Kuriosität für alle neugierigen Schwimmer. Ein Stück vom Ufer entfernt wurde nämlich eine künstliche versunkene Stadt voller Statuen und Säulen geschaffen, die nach und nach von Korallen bewachsen wird und so eine absolut fantastische, leicht geheimnisvolle Kulisse für angehende Taucher mit Schnorchel und Maske bildet 🙂.
9. Marsa Matrouh verbirgt das türkisfarbene afrikanische Mittelmeer

Wenn man Urlaub in diesem Land sagt, stellt sich wohl jeder von uns automatisch nur das sonnige Rote Meer vor. Doch oben im Norden liegt auch eine überraschend lange Küste am Mittelmeer, und ihr Hauptjuwel ist der absolut wunderschöne Badeort Marsa Matrouh. Mach dich auf ein völlig anderes visuelles Erlebnis gefasst, denn das Wasser hat hier eine unglaubliche türkisfarbene Farbe und all die langen Strände sind mit schneeweißem Sand bedeckt, der mit seiner Farbe eher an eine exotische Karibik erinnert.
Diese Stadt ist nämlich ein sehr beliebtes Sommerrefugium der wohlhabenderen Ägypter selbst, die hierher ein wenig massenhaft vor der glühenden Augusthitze aus Kairo fliehen. Genau deshalb weht dir hier eine viel authentischere und traditionellere lokale Atmosphäre entgegen als in den klassischen großen internationalen Resorts im Osten. Du findest hier zum Beispiel auch die atemberaubende felsige Lagune Agiba, die geschickt vor den Blicken der größten Massen verborgen ist.
Es ist aber enorm wichtig zu wissen, dass die Touristensaison hier eigentlich genau umgekehrt funktioniert als unten im Süden. Die ganze Region lebt ausschließlich im Sommer von Juni bis September auf, wenn das Klima sehr angenehm ist, während hier in den Wintermonaten ein recht kalter Wind vom Meer weht und du nicht einfach so ins Wasser steigst, es sei denn, du bist ein begeisterter Eisbader 😁.
Was sehen: die antiken Sehenswürdigkeiten Ägyptens
Tausende Kilometer nur wegen des Meeres zu fliegen und nicht einmal ein winziges Stück der atemberaubenden jahrtausendealten Geschichte aus der Nähe zu sehen, wäre meiner Meinung nach eine ziemlich große Sünde. Die bekanntesten antiken Denkmäler liegen entlang des lebensspendenden Nils verstreut, und die meisten lassen sich überraschend bequem als organisierter Tagesausflug vom Meer aus bewältigen, oft mit einem schnellen Inlandsflug oder dem klassischen Nachtbus mit Schlafsitzen.
Beim Planen all dieser längeren Ausflüge rechne bitte mit einer sehr wichtigen praktischen Sache, nämlich dass die Klimaanlage in den Fernbussen ständig auf Maximum läuft. Pack dir deshalb unbedingt einen wärmeren Hoodie oder einen leichten Pullover in den Rucksack, damit du dich nicht gleich am ersten Tag unnötig erkältest. Unten stelle ich dir fünf der allergrößten historischen Ikonen vor, wegen denen Menschen aus der ganzen Welt hierherkommen und die wir für dich ausführlich in unserem großen Artikel Was in Ägypten sehen behandeln.
10. Die Pyramiden von Gizeh und die geheimnisvolle Sphinx rauben den Atem

Auf eigenen Füßen unter dem einzigen erhaltenen Weltwunder der Antike zu stehen, ist ein enorm starkes Gefühl, das sich ehrlich gesagt durch kein noch so schönes Foto zufriedenstellend beschreiben lässt. Die drei riesigen majestätischen Pyramiden, allen voran die berühmte Cheops-Pyramide, und die ikonische Große Sphinx erheben sich am Rand der glühenden Wüste, während sich von der anderen Seite die laute Zwanzig-Millionen-Hauptstadt unerbittlich an sie drängt. Glaub mir, erst aus der Nähe begreift man das völlig irrsinnige Ausmaß und das unfassbare Gewicht all dieser Steinblöcke.
Wenn du hierherreist, wappne dich bitte mit einer großen Portion Geduld und lass dich nicht von den allgegenwärtigen und manchmal recht aufdringlichen Schleppern verärgern. Das ganze Gelände ist riesig und ständig wird dir jemand einen Kamelritt angeblich fast umsonst aufschwatzen wollen – das ist so ein absolut klassischer Touristentrick, der bedeutet, dass das Aufsitzen zwar kostenlos ist, du aber fürs Absteigen vom armen Tier dann locker auch zwanzig Euro bezahlst. Die beste Verteidigung ist hier ganz einfach: Es reicht, mit einem netten Lächeln, aber wirklich sehr bestimmt das englische „No“ zu wiederholen und entschlossen weiterzuschlendern.
Wenn du die allerbesten und bekanntesten Fotos ohne lästige Menschenmassen ergattern willst, geh ein kleines Stück weiter zu Fuß zum erhöhten Panorama-Aussichtspunkt in der Wüste, von wo du herrlich alle drei Pyramiden in einer absolut perfekten Linie einfängst. Ich weise darauf hin, dass für den Eintritt ins Innere der größten Pyramide extra bezahlt wird und es wegen des recht spürbaren Mangels an frischer Luft eher eine kleine sportliche Leistung ist 😅.
11. Kairo und das neue Große Ägyptische Museum (GEM)

Kairo selbst ist einfach eine riesige Stadt, die dich nach der Ankunft entweder völlig mit ihrer ungezähmten Energie verschlingt oder aus der du wegen des allgegenwärtigen Lärms sofort fliehen willst. Es ist ein sehr chaotischer und zugleich enorm faszinierender Mix verschiedenster Kulturen, wo sich in endlosen Verkehrsstaus verbeulte alte Autos mit Eselskarren verflechten und die Luft intensiv nach geheimnisvollen exotischen Gewürzen duftet. Neben dem wunderschönen alten islamischen Zentrum ist für die meisten von uns natürlich die atemberaubende antike Geschichte die größte Attraktion.
Eine riesige und wirklich lang erwartete Nachricht ist, dass ein Stück bei den Pyramiden endlich das architektonisch absolut überwältigende Große Ägyptische Museum, bekannt unter der Abkürzung GEM, vollständig eröffnet hat. Es ist mit Abstand das größte archäologische Museum der ganzen Welt, das sich nur einer einzigen Zivilisation widmet, wo dich unter einem gigantischen Dach über hunderttausend atemberaubende historische Exponate erwarten, über die du ungläubig den Kopf schütteln wirst.
Der absolute Höhepunkt dieser gewaltigen Ausstellung ist die Tatsache, dass hier zum allerersten Mal in der modernen Geschichte der komplette Schatz aus dem Grab des Tutanchamun ausgestellt ist, einschließlich seiner ikonischen und atemberaubenden goldenen Totenmaske. Eine praktische Anmerkung für dich: Die Eintrittskarten für Ausländer kosten hier etwa 30 Dollar, also rund 28 Euro, und pass gut auf, denn sie werden ausschließlich online über das offizielle System gekauft – mit Bargeld in der Tasche kommst du vor Ort einfach nicht mehr weiter.
12. Luxor und das berühmte Tal der Könige

Die Stadt Luxor, die schön im Süden des Landes liegt, wird unter uns Reisenden wohl wirklich nicht umsonst das größte Freilichtmuseum der Welt genannt. Diese atemberaubende Stadt an den fruchtbaren Ufern des Nils war nämlich einst das berühmte Theben, und glaub mir, die Konzentration gewaltiger Denkmäler ist hier unglaublich. Wenn du am Ostufer umherwanderst, wird dich garantiert der gigantische Tempelkomplex Karnak mit seiner riesigen und absolut faszinierenden, reich verzierten Säulenhalle überwältigen.
Das Westufer des Flusses gehörte in der Antike dagegen ausschließlich den Toten und hier fanden seltsame Begräbnisrituale statt. Genau hier findest du das berühmte und geheimnisvolle Tal der Könige, verborgen in den ausgedörrten Sandsteinfelsen, wo sich die Pharaonen raffiniert verschlungene Grabkammern tief in den Untergrund meißeln ließen, nur um sie vor gierigen Grabräubern zu schützen. Was an all dem aber wohl am faszinierendsten ist, ist die Tatsache, dass die jahrtausendealten Wandmalereien bis heute unglaublich satte und leuchtende Farben behalten haben, als hätte sie jemand erst gestern gemalt.
Das gekaufte Basisticket für dieses Tal erlaubt dir üblicherweise den Eintritt in drei beliebige geöffnete Grabkammern, mit Ausnahme der allerberühmtesten, wie etwa der des Tutanchamun, für die immer ein nicht geringer Aufpreis bezahlt wird. Ehrlich gesagt muss ich dich aber warnen, dass es hier in den Sommermonaten wirklich absolut unerträglich heiß ist, denn die umliegenden Felsen wirken wie ein aufgeheizter Ofen – brich also am besten gleich früh morgens auf, bevor aus dir ein wandelndes Grillhähnchen wird 😅.
13. Eine Nilkreuzfahrt zeigt die Geschichte vom Deck aus

Wenn du auch wie ich danach sehnst, ein wenig echte altweltliche Romantik zu erleben und dich zumindest für einen kleinen Moment wie in einem spannenden Roman von Agatha Christie zu fühlen, dann mach dich unbedingt auf eine mehrtägige Nilkreuzfahrt auf. Es ist wohl mit Abstand die bequemste und eleganteste Art, den südlichen Teil des Landes in die Tiefe kennenzulernen. Die Kreuzfahrt selbst findet meist auf einem sehr komfortablen Kabinenschiff mit Vollpension und kleinem Pool auf dem Dach statt, wobei diese Pracht typischerweise drei oder vier Nächte dauert.
Ein riesiger Vorteil dieser entspannten Reiseart ist einfach die Tatsache, dass du nicht jeden Tag aufwendig packen und von Hotel zu Hotel umziehen musst, was ich auf Reisen wirklich zu schätzen weiß. Stell dir vor, du wachst morgens bequem in deiner gemütlichen Kajüte auf, das Schiff liegt schon schön an einem neuen antiken Tempel, du schaust ihn dir in aller Ruhe mit einem lokalen Guide an und nach einem guten Mittagessen sitzt du schon wieder mit einem Kaffee auf dem Sonnendeck und beobachtest verträumt die vorbeiziehenden Ufer.
Während dieser Kreuzfahrt Richtung Süden wird regelmäßig an großartigen und sehr gut erhaltenen Denkmälern gehalten, wie etwa dem einzigartigen Doppeltempel in Kom Ombo, bei dem du eine Gänsehaut bekommst. Diese großartige Kreuzfahrt kannst du leicht als eigenständige intensive Rundreise buchen oder sie sehr clever mit einer anschließenden Woche Strandentspannung kombinieren, was mir als absolut ideale Variante erscheint, um aus dem Urlaub das maximale Erlebnis mitzunehmen und sich zugleich ein wenig zu erholen.
14. Abu Simbel und das ruhige nubische Assuan

Die südliche Stadt Assuan ist so ein imaginäres heißes Tor nach Schwarzafrika und dir weht eine völlig andere, deutlich ruhigere und freundlichere nubische Atmosphäre entgegen, als sie das unglaublich hektische Kairo im Norden hat. Auf dem breiten Fluss gleiten hier sehr elegant und leise weiße Segelboote namens Feluken und auf einer solchen kleinen Insel mitten in der Strömung steht der wunderschöne Philae-Tempel, der mit Liebe der mächtigen Göttin Isis gewidmet wurde.
Der wichtigste Grund, warum sich Menschen überhaupt bis in den fernen Süden zur sudanesischen Grenze aufmachen, ist aber der überwältigende kolossale Komplex Abu Simbel, den du mit eigenen Augen sehen musst. Die beiden herrlichen Felstempel, die hier einst der mächtige Pharao Ramses II. errichten ließ, werden nämlich von riesigen zwanzig Meter hohen Steinstatuen des unglaublich selbstbewussten Herrschers selbst bewacht, der starr irgendwohin in die Ferne blickt.
Die Geschichte dieses geheimnisvollen und magischen Ortes ist vor allem deshalb faszinierend, weil die Tempel in den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts komplett in tausende Blöcke zersägt und um Dutzende Meter höher versetzt werden mussten. Sonst wären sie nämlich wegen des Baus eines riesigen Staudamms für immer unter dem Wasserspiegel des neu entstehenden Stausees verschwunden, und wir würden von dieser Pracht überhaupt nichts mehr sehen, was wirklich ein riesiger Verlust für die ganze Menschheit gewesen wäre.
Was erleben: das Rote Meer und die Wüste
Glaub mir, dieses Land besteht wirklich nicht nur aus alten trockenen Mumien und uralten Steintempeln, aus denen dir nur Vergangenheit entgegenweht. Zwei riesige und sehr wilde Naturspielplätze, nämlich das tiefe Meer und die endlose Wüste, bieten dir hier solche Adrenalin- und visuellen Erlebnisse, wegen denen Menschen mit riesiger Begeisterung locker auch zehnmal im Leben zurückkehren. Du musst nur ein wenig die Urlaubsfaulheit überwinden und für ein paar Stunden die Sicherheit und Bequemlichkeit deiner geliebten Strandliege verlassen 🙂.
15. Tauchen im Roten Meer auf Weltklasseniveau

Egal ob du zu den sehr erfahrenen professionellen Tauchern gehörst oder noch nie im Leben aus einer Stahlflasche geatmet hast – die hiesige Unterwasserwelt wird dich garantiert in die Knie zwingen. Diese großartige Region gehört nämlich dauerhaft und völlig zu Recht zu den Top Ten der besten Tauchreviere der Welt, und für uns Europäer ist es wohl eindeutig die am leichtesten erreichbare Spitze, die unglaublich voller buntem und farbenfrohem Leben ist.
Für sehr fortgeschrittene und zertifizierte Taucher gibt es hier legendäre und etwas anspruchsvollere Spots irgendwo weit draußen auf dem offenen Meer. Du kannst so das berühmte Wrack des britischen Schiffs SS Thistlegorm erkunden, das bis heute randvoll mit verrosteten Motorrädern und Munition aus dem Zweiten Weltkrieg ist, oder per Boot zu sehr entfernten Riffen wie Elphinstone fahren, wohin man gern zur Beobachtung der atemberaubenden Weißspitzen-Hochseehaie fährt.
Wenn du dagegen wie ein Fisch auf dem Trockenen und absoluter Anfänger bist, der das Wasser erst langsam entdeckt, musst du dir überhaupt keine Sorgen machen, denn fast jedes größere Hotel hat einen guten Zugang zu einem zertifizierten Tauchzentrum. Dort nehmen sie dich für ein paar Dutzend Euro sehr bereitwillig zu einem sogenannten Schnuppertauchgang in geringer Tiefe mit, bei dem dich der Instruktor die ganze Zeit sicher an der Hand hält und wirklich jeden deiner Atemzüge gewissenhaft überwacht, sodass du nichts zu befürchten hast.
16. Schnorcheln und die Schönheit der Hausriffe

Hast du keine Lust, in der irren afrikanischen Hitze schwere Neoprenausrüstung herumzuschleppen, und schreckt dich auch die Vorstellung von tiefem Wasser ein wenig? Das macht überhaupt nichts, denn ein Großteil des allerschönsten Unterwasserlebens spielt sich in einer sicheren Tiefe von nur wenigen Metern unter der Oberfläche ab, wohin das wärmste Sonnenlicht fällt. Für uns etwas faulere Reisende sind außerdem die bereits erwähnten Hausriffe ein riesiger Vorteil, zu denen du schön bequem direkt vom aufgewärmten Hotelstrand kommst.
Im Grunde reicht es, nur eine gut sitzende Maske aufzusetzen, ein paar langsame Schwimmzüge zu machen, und schon befindest du dich über einem Korallenriff, wo um dich herum ganz aus der Nähe Schwärme leuchtend bunter Fische schwimmen, verspielte Papageifische zufrieden an den Korallen knabbern und dazwischen majestätische, wenn auch etwas giftige Rotfeuerfische schweben. Besonders in den abgelegeneren Regionen im Süden und auf dem Sinai sind diese Riffe noch in unglaublich gutem natürlichem Zustand, du hast dich also wirklich auf was zu freuen.
Behalte aber bitte bei jedem Gang ins Wasser eine absolut grundlegende Regel im Kopf, die ich dir ans Herz lege. Korallen sind extrem zerbrechliche und sehr empfindliche Lebewesen, tritt deshalb niemals auf sie, fass sie nicht mit den Händen an und nimm wirklich nichts aus dem Meer als Andenken mit nach Hause. Und vergiss nicht, gewissenhaft feste Wasserschuhe in den Koffer zu packen, die dich vor einem sehr schmerzhaften Moment nach dem Tritt auf einen versteckten Seeigel schützen 😅.
17. Der Nationalpark Ras Mohammed ist voller Leben

Im äußersten und ständig sonnenbeschienenen Süden der Sinai-Halbinsel findest du den allerersten und historisch ältesten ägyptischen Nationalpark, der als Ras Mohammed bekannt ist. Genau an diesem einzigartigen Ort treffen und vermischen sich wild die Gewässer des Golfs von Suez und des Golfs von Akaba, wodurch hier recht starke Meeresströmungen entstehen, die ständig riesige Mengen so dringend benötigter Nährstoffe für das gesamte Unterwasser-Ökosystem mit sich bringen.
Die berühmteste und wohl auch am meisten fotografierte Stelle in diesem ganzen weitläufigen Park ist zweifellos der Tauchgang an den Riffen Shark und Yolanda Reef. Glaub mir, auch wenn du gerade nicht mit schwerem Gerät auf dem Rücken tauchst, ist schon der Bootsausflug allein in Verbindung mit gewöhnlichem Schnorcheln ein unglaubliches Erlebnis fürs ganze Leben, denn unter der Oberfläche siehst du riesige Schwärme von Barrakudas und vielleicht sogar die Reste der etwas komischen Fracht von Toilettenschüsseln aus dem versunkenen Schiff Yolanda.
In diesen großartigen Park kannst du dich aber auch sehr leicht auf dem Landweg in angenehm klimatisierten Geländewagen aufmachen, was du vor allem im heißen Sommer schätzen wirst. Du kannst dort in einem magischen und sehr salzigen Seelein baden, das laut alten Beduinenlegenden geheime Wünsche erfüllen soll, und dir die einzigartigen Mangrovenbestände ansehen, die wie durch ein Wunder direkt im salzigen Meerwasser wachsen.
18. Wüstensafari unter den Sternen

Während die endlose Wüste in der grellen Mittagshitze eher wie eine unwirtliche und tödliche, aufgeheizte Glut wirkt, verwandelt sie sich mit Einbruch des Abends in einen absolut magischen Ort voller langer Schatten. Eine halbtägige abenteuerliche Wüstensafari ist eine sehr beliebte und recht günstige Abwechslung zum gewöhnlichen Strandaufenthalt, die wohl von jedem größeren Badeort aus organisiert wird und meist mit einer nachmittäglichen Adrenalinfahrt auf ziemlich lauten Quads über hohe Sanddünen beginnt.
Die meisten dieser beliebten Ausflüge beinhalten auch einen kurzen Stopp in einem traditionellen, wenn auch ehrlich gesagt etwas touristischeren Beduinendorf, wo du siehst, wie über dem Feuer flaches Brot gebacken wird. Der allerschönste und für mich persönlich ruhigste Moment des ganzen Ausflugs ist aber der Sonnenuntergang selbst, wenn sich der allgegenwärtige Sand in ein unglaublich sattes Orange und beinahe blutiges Rot färbt, von dem du die Augen nicht abwenden kannst.
Nach einem einfachen, aber sehr leckeren vegetarischen Abendessen, das über offenem Feuer zubereitet wird, kommt der Hauptgrund, warum man überhaupt in die nächtliche Wüste fährt. Das ist nämlich der absolut überwältigende und dunkle Nachthimmel, denn dank der völlig fehlenden Lichtverschmutzung siehst du hier die leuchtende Milchstraße so scharf und klar wie wohl nirgends in unserem übervölkerten Europa 🙂.
19. Die Weiße Wüste sieht aus wie eine Landschaft von einem anderen Planeten

Wenn du auch manchmal nach einem echten und etwas raueren Abenteuer fernab der sicheren Touristenzentren mit ihren perfekt blauen Pools sehnst, dann verbirgt die tiefe Westliche Wüste eines der größten Naturwunder ganz Afrikas. Der wunderschöne Nationalpark Weiße Wüste sieht genau so aus, wie er heißt, denn diese ganze weitläufige Region ist übersät mit riesigen leuchtend weißen Kalksteingebilden, die der unermüdliche Wind nach und nach zu Formen von riesigen Pilzen und verschiedensten Tieren geschliffen hat.
Ehrlich gesagt warne ich dich, dass das definitiv kein einfacher Nachmittagsausflug ein kleines Stück hinter das Hotel ist, sondern eine richtige und deutlich anspruchsvollere mehrtägige Expedition, die meist mit einer langen Überfahrt zur Oase Bahariya beginnt. Dort steigst du mit einheimischen und sehr erfahrenen Guides in speziell umgebaute Geländewagen und machst dich auf einen langen Weg tief in die Einöde auf, wo du jegliches Handynetz gleich vergessen kannst.
Das absolut stärkste und romantischste Erlebnis der ganzen Reise ist aber die Übernachtung im Beduinenzelt selbst oder sogar einfach so im warmen Schlafsack direkt unter den Sternen, mitten in diesen seltsamen Kalksteinskulpturen. Besonders in der frühen Morgendämmerung fangen die Felsen wunderschöne rosa und violette Pastelltöne ein, sodass du dich plötzlich wie ein mutiger Entdecker auf der Oberfläche eines völlig unbekannten Planeten fühlst.
20. Die Oase Siwa ist ein abgelegenes berberisches Wunder

Noch weiter in den heißen Westen, nur unweit der gut bewachten Grenze zu Libyen, liegt die faszinierende Oase Siwa. Wenn du echte Exotik suchst, mach dich genau hierher auf, denn es ist einer der abgelegensten und authentischsten Orte in ganz Nordafrika, der über lange Jahrhunderte physisch vom Rest der ägyptischen Zivilisation isoliert war und sich dadurch herrlich seine eigene eigenständige berberische Kultur und Bräuche bewahrt hat.
Die wichtigste visuelle Dominante dieser grünen Oase sind die weitläufigen und sehr fruchtbaren Palmenhaine und die uralte Lehmfestung Shali, die unglaublich imposant wirkt, auch wenn sie vor den Augen schon ein wenig zerfällt. Die Atmosphäre der ganzen Stadt ist unfassbar langsam, still und beruhigend, sodass man auf den staubigen Sandwegen ganz alltäglich nur auf alten Fahrrädern oder auf hölzernen Karren fährt, die niedliche Eselchen ziehen.
Eine riesige Attraktion für moderne Reisende sind aber die wunderschönen türkisfarbenen Salzseen, in denen die Salzkonzentration so extrem hoch ist, dass du mühelos wie ein Korken an der Oberfläche schwebst. Ich gebe ehrlich zu, dass die Fahrt von Kairo hierher im zermürbenden Nachtbus über zehn Stunden dauert, aber die großartigen Erinnerungen und Fotos sind diesen Moment der Unbequemlichkeit zu hundert Prozent wert ☺️.
Praktische Infos: Visum, Geld und Sicherheit
Die Vorbereitung auf eine reibungslose Reise in dieses faszinierende nordafrikanische Land ist zum Glück nicht besonders kompliziert, aber es gibt doch ein paar sehr wichtige bürokratische und praktische Regeln, die man am besten vorab kennt. Glaub mir, du sparst dir so jede Menge unnötiger Nerven und Geld gleich in dem Moment nach dem Ausstieg aus dem Flugzeug und wirst von den hiesigen Besonderheiten überhaupt nicht überrascht, die sich von unseren europäischen doch ziemlich stark unterscheiden.
Der notwendige Papierkram und die Visumspflicht sind die absolute Grundlage. Deine ersehnte Reise mit deinem deutschen Reisepass, der noch mindestens sechs Monate nach deiner Rückkehr gültig sein muss, kommt leider nicht ohne das klassische Touristenvisum für eine Einreise aus. Dieses Einreisevisum kostet pauschal und überall genau gleich 25 US-Dollar, was umgerechnet etwa 23 Euro sind, und berechtigt dich zu einem geruhsamen Aufenthalt von maximal dreißig Tagen im Land.
Im Grunde hast du zwei Möglichkeiten, wie du dieses wichtige Dokument bekommst. Entweder erledigst du es schön vorab in Ruhe von zu Hause online über das offizielle Portal visa2egypt, oder du kaufst es einfach erst nach der Ankunft. Hier gilt aber eine große ehrliche Warnung von mir und große Vorsicht vor der Flughafenfalle: Kaufe das Visum ausschließlich am offiziellen Bankschalter und ignoriere mit absoluter Gelassenheit die Mitarbeiter an den sogenannten VIP-Schaltern, die es dir recht dreist für locker fünfzig Dollar aufzwingen wollen, unter dem verlogenen Vorwand einer schnelleren Abwicklung. All diese behördlichen Formalitäten erklären wir ausführlich im Artikel Visum für Ägypten.
Für manche von euch gibt es aber eine sehr angenehme Ausnahme, und das ist der sogenannte Sinai-Stempel, der völlig kostenlos ist. Du bekommst ihn eigentlich ganz automatisch nach der Ankunft am Flughafen in Sharm el-Sheikh und er gilt schöne fünfzehn Tage. Aber pass auf, denn er beschränkt dich ausschließlich auf den Aufenthalt in der Region Südsinai. Wenn du dann auf einen langen Ausflug zu den Pyramiden möchtest, reicht dieser Stempel leider nicht aus und du müsstest es anders regeln.
Was das Geld angeht, so ist die offizielle Landeswährung das Ägyptische Pfund (EGP), wobei der Kurs für uns recht günstig ist und sich um etwa zwei Cent pro Pfund bewegt. Obwohl in den großen Touristenresorts ganz alltäglich und gern mit Euro oder Dollar in bar operiert wird, ist es für die traditionellen Einkäufe auf duftenden Märkten oder das Bezahlen lokaler Taxis immer viel vorteilhafter, gerade in der einheimischen Währung zu zahlen, damit du nicht unnötig durch einen sehr schlechten Kurs verlierst.
Was sich aber in den letzten Jahren radikal zum Besseren verändert hat, ist das Bezahlen der Eintritte selbst. Stell dir vor, dass heute schon bei vielen der bedeutenden Sehenswürdigkeiten, direkt bei den Pyramiden oder im großartigen Großen Ägyptischen Museum (GEM) ausschließlich Kartenzahlungen akzeptiert werden und sie dich mit jeglichem Bargeld einfach wegschicken. Das klassische Bargeld in kleinen Stückelungen behältst du aber trotzdem unbedingt für das sogenannte Bakschisch, also das Trinkgeld, auf dem diese lächelnde lokale Servicekultur buchstäblich aufgebaut ist.
In der Praxis gibt man dann gewöhnlich ein paar Pfund dem netten Gepäckträger für die Hilfe mit dem Gepäck, etwa zwanzig Pfund täglich für das fleißige Zimmermädchen und den großartigen Guides auf Tagesausflügen etwa fünf bis zehn Euro. Versuch immer, genug kleine Geldscheine bei dir zu haben, denn die Einheimischen können mit unseren Euro- oder Dollarmünzen in ihrer Bank überhaupt nichts anfangen und können sie einfach nicht umtauschen.
Sicherheit und Gesundheit sind wohl bei jedem Glas Wein vor dem Abflug das häufigste Diskussionsthema. Was die gewöhnliche Kriminalität angeht, so werden die großen Touristenbadeorte am Meer wirklich sehr sorgfältig von der Polizei bewacht und sind absolut sicher, was im Übrigen auch die offizielle Empfehlung des Auswärtigen Amtes bestätigt. Ein eigenes Kapitel sind dann die ständig medial breitgetretenen Haiangriffe, die aber statistisch extrem selten sind, sofern du die wichtigste Grundregel einhältst und nicht in der Dämmerung oder sehr früh am Morgen im Meer badest, wenn diese Meeresräuber gewöhnlich auf Nahrungssuche sind.
Glaub mir, eine viel größere Wahrscheinlichkeit als eine filmreife Begegnung mit einem Hai hat die sogenannte Rache des Pharaos, also jene furchtbar unangenehmen Magen-Darm-Beschwerden 😅. Die goldene Überlebensregel lautet eigentlich einfach: Trink niemals Leitungswasser und sei auch bei Eis in Mixgetränken sehr vorsichtig, sofern du nicht absolut sicher weißt, dass es aus abgefülltem Wasser hergestellt ist. Falls dich diese Beschwerden aber trotzdem erwischen, vergiss gleich deine mitgebrachten Medikamente und kauf in jeder lokalen Apotheke das sehr wirksame und günstige Mittel Antinal.
Eine große Prüfung deiner angeschlagenen Nerven können auch die sehr hartnäckigen Straßenhändler bei den Sehenswürdigkeiten und auf den farbenfrohen Märkten sein, die versuchen werden, enormen psychologischen Druck auf dich auszuüben. Deine grundlegende Verteidigung ist, niemals etwas von ihnen in die Hand zu nehmen, was sie mit einem Lächeln als großartiges Geschenk umsonst bezeichnen, denn gleich darauf würden sie sehr aggressiv die Bezahlung verlangen. Lerne einfach, mit einem leichten Lächeln, aber wirklich sehr bestimmt ein klares Nein zu sagen, und gehe mit ruhigem Kopf einfach weiter.
Ägypten mit Kindern und für wen es ideal ist
Wenn du gerade über einen richtigen großen Familienurlaub nachdenkst, dann wisse, dass die hiesige Kultur Familien mit kleinen Kindern außerordentlich entgegenkommend und wirklich liebevoll begegnet. Den kürzeren Flug von nur etwas über vier Stunden schaffen mit Zeichentrickfilmen auf dem Tablet in der Hand auch die meisten unserer kleinen Vorschulkinder ohne größere hysterische Anfälle, und die weitläufigen All-inclusive-Resorts selbst sind auf alle erdenklichen Bedürfnisse von Familien fantastisch und bis ins letzte Detail vorbereitet.
Direkt in den weitläufigen Hotelanlagen findest du ganz alltäglich riesige bunte Aquaparks, absolut sichere Kinderclubs und so reichhaltige Animationsprogramme, die dir mit einem Lächeln garantieren, dass du von deinen geliebten Sprösslingen locker auch einen halben Tag lang überhaupt nichts mitbekommst und einen Moment für dich genießt. Von den beliebten Badeorten ist für Familien mit Abstand das große Hurghada oder die geschützte und herrlich ruhige Makadi Bay am besten, wo der Zugang zum Meer wirklich vorbildlich flach und feinsandig ist und überhaupt keine gefährlichen Wellen drohen.
Insgesamt ist es einfach ein absolut ideales und preislich sehr erschwingliches Reiseziel für alle von euch, die zuverlässiges Aufwärmen der durchgefrorenen Knochen mitten in unserem hässlichen europäischen Winter mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis suchen. Ganz ehrlich ist es aber wohl kein ganz geeigneter Ort für eingefleischte Introvertierte, die absolute ruhige Wildnis ohne Menschen suchen, oder für jene von euch, die das ständige arabische Feilschen und den spezifischen Lärm der orientalischen Straße nur schwer ertragen.
Wo essen
Die Verpflegung während des Urlaubs am Meer läuft meist über die wunderbar reichhaltigen Hotelbuffets ab, wo du immer einen guten Mix aus klassischer europäischer und etwas angepasster lokaler Küche findest. Wenn du Vegetarier bist wie ich, habe ich für dich eine wirklich großartige Nachricht, denn die traditionelle arabische Küche ist voller absolut großartiger und sättigender fleischloser Gerichte, du bist also definitiv nicht nur auf trockene Nudeln und einen traurigen Salat angewiesen.
Ein absoluter Nationalschatz, den du zu hundert Prozent probieren musst, ist das Streetfood-Gericht namens Koshary. Es ist eine wunderbar sättigende, sehr günstige Kohlenhydrat-Bombe, die in einer Schüssel witzig Linsen, Reis, Kichererbsen und Nudeln mischt, und das Ganze ist mit einer leicht pikanten Tomatensoße übergossen und großzügig mit wunderbar knusprigen Röstzwiebeln bestreut.
Von weiteren fleischlosen Köstlichkeiten auf den Buffets oder in lokalen Restaurants triffst du ganz alltäglich auf hervorragende Kichererbsen- oder Bohnen-Falafel, die die Einheimischen liebevoll Ta’meya nennen, und natürlich auf den besten seidig zarten Hummus oder cremigen Auberginen-Dip Baba Ganoush. Zum Frühstück essen die Ägypter am allerhäufigsten Ful Medames, einen sehr langsam und lange gekochten Brei aus Fava-Bohnen, der reichlich mit Kreuzkümmel und Olivenöl gewürzt ist. Die Einheimischen lieben zwar über alles auch gegrilltes Fleisch oder Fisch, aber du kommst hier mit der pflanzlichen Kost absolut königlich aus.
Wohin weiter
Wenn dich eine viel detailliertere und tiefere Erkundung konkreter beliebter Reiseziele lockt, haben wir für dich eine Serie sehr ausführlicher Reiseführer vorbereitet, damit dir die Planung so einfach wie möglich fällt. Lies unseren Artikel Hurghada: 13 Tipps, in dem wir dieses belebteste Zentrum voller Unterhaltung im Detail behandeln, oder erkunde im Gegenteil den deutlich ruhigeren und stilleren Süden im Reiseführer Marsa Alam: 13 Tipps.
Für jene von euch, die eher die raue Schönheit der Berge und das allerbeste Tauchen weit und breit lockt, empfehle ich, gleich zum Artikel Sharm el-Sheikh: 13 Tipps zu steuern. Und wenn du dir jetzt bei einem Kaffee sagst, dass du dir immer noch nicht ganz sicher bist, welche der beiden bekanntesten Regionen du für deine erste Reise wählen sollst, dann hilft dir garantiert unser ausführlicher Vergleichsartikel Hurghada oder Marsa Alam?.
Wir haben aber auch die Liebhaber von Geschichte und praktischen Tipps nicht vergessen, denn ohne die ginge es einfach nicht. Für jene, die die echte geheimnisvolle Atmosphäre der Antike einatmen und Ausflüge zu den Pyramiden planen, haben wir die umfangreiche Liste Was in Ägypten sehen zusammengestellt. Und damit du zu Hause bloß nichts Wichtiges vergisst, geh vor dem Kofferpacken in Ruhe unsere sehr praktische Checkliste Was für den Ägypten-Urlaub einpacken durch.
Häufig gestellte Fragen
Wann ist die beste Zeit, um nach Ägypten zu reisen?
Das allerbeste und angenehmste Wetter herrscht hier etwa von Oktober bis April, wenn die Tagestemperaturen zwischen herrlichen 28 bis 32 Grad liegen – einfach perfekt, um die eingefrorenen Knochen aufzuwärmen. Frühling und Herbst sind der absolut ideale Kompromiss für endloses Baden im Meer und gelegentliches Erkunden heißer Sehenswürdigkeiten. Im Sommer solltet ihr dagegen besser mit extremer Hitze über 40 Grad rechnen, und das ist wirklich nur was für die größten Hitzeliebhaber.
Ist Ägypten sicher und was ist mit den Haien?
Die Touristenresorts am Roten Meer sind wirklich sehr sorgfältig bewacht und vom Außenministerium offiziell als sicher eingestuft. Haiangriffe sind statistisch gesehen zwar extrem selten, wobei es völlig ausreicht, das vernünftige Badeverbot in den frühen Morgenstunden oder bei Sonnenuntergang einzuhalten und immer nur schön in den ausgewiesenen Zonen zu schwimmen, sodass ihr euch definitiv keine Sorgen machen müsst.
Brauche ich ein Visum für Ägypten?
Ja, tschechische Staatsbürger benötigen für die Einreise ein klassisches Touristenvisum, das 25 USD kostet. Ihr könnt es ganz bequem im Voraus online auf dem Portal visa2egypt beantragen, oder ihr kauft es einfach am Bankschalter direkt nach der Ankunft am Flughafen. Eine große Ausnahme ist der kostenlose Sinai-Stempel, den bekommt ihr aber nur, wenn ihr ausschließlich im beliebten Süden des Sinai bleibt.
Soll ich mich für Hurghada oder Marsa Alam entscheiden?
Hurghada ist wesentlich lebhafter, voller großer Aquaparks und Nachtleben, was vor allem für Familien mit quirligen Kindern absolut großartig ist. Marsa Alam im Süden ist hingegen eine wahre Oase der Ruhe, hat wesentlich schönere und lebendigere Korallenriffe direkt am Hotelstrand und bietet in den Wintermonaten immer ein paar Grad wärmeres Meer, was ich persönlich sehr zu schätzen weiß.
Wie lange dauert der Flug nach Ägypten?
Ein direkter Charterflug von Prag ins etwas nördlichere Hurghada schafft ihr in angenehmen vier Stunden und fünfzehn Minuten, sodass ihr kaum ein paar Kapitel aus eurem Buch schafft. Der Flug zur südlicheren Destination Marsa Alam dauert ungefähr eine Viertelstunde länger. Ins beliebte Sharm el-Sheikh auf dem Sinai fliegt man direkt in etwas mehr als vier Stunden.
Welche Währung wird verwendet und wie sieht es mit Trinkgeld aus?
Obwohl die offizielle Landeswährung das ägyptische Pfund ist, werden in den Resorts gerne und üblicherweise auch Euro und Dollar akzeptiert. Für Eintritte zu Sehenswürdigkeiten benötigt man heutzutage in erster Linie eine Kreditkarte, aber etwas Bargeld sollte man auf jeden Fall für Bakschisch dabei haben, das hier einfach zur gesellschaftlichen Norm gehört – für das freundliche Zimmermädchen oder die hilfsbereiten Fahrer.
Wie wehrt man sich gegen aufdringliche Schlepper und Verkäufer?
Ich sage euch ganz ehrlich, dass in den Straßenbasaren und bei den Pyramiden ziemlich viel Druck auf euch ausgeübt wird. Der Schlüssel zum Erfolg ist, absolut nichts in die Hand zu nehmen, was scheinbar kostenlos aussieht, denn dann werden sie natürlich Geld von euch verlangen, und vor allem müsst ihr lernen, mit einem Lächeln, aber wirklich sehr bestimmt Nein zu sagen und einfach weiterzugehen 😅.
Brauche ich Badeschuhe fürs Meer?
Packt sie auf jeden Fall ein, glaubt mir. Das Rote Meer ist nämlich unglaublich voller Leben und neben den wunderschönen bunten Fischen verstecken sich bei den Korallenriffen manchmal auch unauffällige Seeigel, scharfe Muschelstücke oder sehr brennende Feuerkorallen. Die festen Wasserschuhe ersparen euch zuverlässig eine Menge unnötiger und vor allem schmerzhafter gesundheitlicher Komplikationen, die ihr im Urlaub wirklich nicht haben wollt.
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