Sognefjord und Nærøyfjord: Norwegens längster Fjord 2026

Norwegen ist voll von atemberaubenden Naturschauspielen, doch eines überragt alle anderen. Unter den norwegischen Fjorden ist der Sognefjord der ungekrönte König – mit seinen mächtigen Armen schneidet er sich tief ins norwegische Festland. Genau hier findest du die ikonischste skandinavische Landschaft, die du so gut von Fotos und Reisemagazinen kennst. Wer die schönsten Norwegen Fjorde erleben will, kommt an dieser Region nicht vorbei.

So überwältigend das Hauptbecken des Fjords auch ist – die wahre Magie verbirgt sich in seinen schmaleren Armen wie dem Nærøyfjord und dem Aurlandsfjord. In diesem Artikel stelle ich dir acht konkrete Orte und Erlebnisse ausführlich vor, die du bei der Planung deines Norwegen-Urlaubs auf keinen Fall verpassen solltest.

Ich gebe dir außerdem praktische Tipps zu den Dingen, die so manchen Reisenden ins Schwitzen bringen. Du erfährst, wo du an den UNESCO-Stätten parken kannst, wann die beste Reisezeit ist und wie du deine Route effizient planst. Lass uns gemeinsam das Beste aus dem Herzen des wilden Norwegens entdecken.

Zusammenfassung

  • Der Sognefjord ist der längste und tiefste Fjord Norwegens und misst stolze 204 Kilometer.
  • Der schmalste Arm, der Nærøyfjord, gehört zum UNESCO-Welterbe und bietet die schönsten Bootsfahrten.
  • Das historische Dorf Flåm ist Ausgangspunkt für die berühmte Flåmbahn und ruhige Fjordfahrten.
  • Der Aussichtspunkt Stegastein bietet aus 650 Metern Höhe einen atemberaubenden Blick auf den Aurlandsfjord.
  • Norway in a Nutshell ist das beliebteste Kombiticket, das Züge und Fähren in dieser Region miteinander verbindet.
  • Die Hauptsaison läuft von Juni bis August, wenn alle Bergstraßen und Fährfahrpläne in Betrieb sind.
  • Buche deine Unterkunft Monate im Voraus, denn malerische Hotels wie das Kviknes oder Fretheim sind schnell ausgebucht.

Was ist der Sognefjord

Wirfst du einen Blick auf die Karte Westnorwegens, fällt dir sofort eine riesige Wasserfläche auf, die tief ins Landesinnere reicht. Der Sognefjord misst unglaubliche 204 Kilometer und trägt den Titel des längsten Fjords des Landes. Gleichzeitig hält er auch den Tiefenrekord, denn sein Grund liegt bis zu 1.308 Meter unter dem Meeresspiegel.

Dieses gewaltige Wassersystem verzweigt sich zudem nach und nach in kleinere und weitaus dramatischere Arme, die sich zwischen steilen Bergen hindurchschlängeln. Gerade Seitenarme wie der Nærøyfjord, der Aurlandsfjord oder der Lustrafjord ziehen die meisten Reisenden an. Das wichtigste Eingangstor in die gesamte Region ist die wunderschöne Stadt Bergen, von der aus du sowohl mit dem Auto als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln bequem hierherkommst.

Wann zum Sognefjord und Nærøyfjord reisen

Die norwegische Natur ist das ganze Jahr über wunderschön, doch für einen Besuch der Fjorde gelten ziemlich klare Regeln. Die beste Zeit ist eindeutig der Sommer, also die Monate von Juni bis August. In dieser Zeit sind die Tage am längsten, die Temperaturen angenehm und alle touristischen Angebote laufen auf Hochtouren.

Auch der Frühling hat seinen ganz besonderen Reiz, vor allem im Mai und Anfang Juni. Der Schnee in den Bergen beginnt zu schmelzen, wodurch alle Wasserfälle gewaltig und voller Wasser sind. Außerdem entgehst du den größten Urlaubsmassen und genießt die Natur in deutlich mehr Ruhe.

Wenn du eine Winterreise in Betracht ziehst, musst du dich auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Die Bergstraßen sind unter dem Schnee oft komplett gesperrt, sodass du etwa die berühmte Schneestraße Aurlandsvegen nicht befahren kannst. Außerhalb der Saison sind zudem die Fährverbindungen stark eingeschränkt, was die Planung deiner Ausflüge deutlich erschweren kann.

Wo du in der Umgebung des Sognefjords übernachten kannst

💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten über Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich dagegen über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.

Die Suche nach einer Unterkunft rund um die berühmtesten norwegischen Fjorde erfordert rechtzeitige Planung. Die Kapazitäten in den kleinen Dörfern sind begrenzt, und die besten Hotels verschwinden bereits im Frühjahr von den Buchungsportalen. Die Preise pro Nacht für zwei Personen liegen üblicherweise zwischen 1.500 und 2.800 NOK (rund 130 bis 240 €), in der Hauptsaison können sie sogar noch höher klettern.

Im Dorf Flåm befindet sich das wunderschöne Fretheim Hotel, das eine reiche Geschichte hat und direkt am Wasser sowie nur einen Steinwurf vom berühmten Bahnhof entfernt liegt. Es ist ein absolut idealer strategischer Standort für Ausflüge in die Umgebung. Wenn du mehr Ruhe und die authentische Atmosphäre eines kleineren Ortes bevorzugst, halte Ausschau nach kleineren Familienpensionen in Aurland.

Eine großartige Wahl ist auch das malerische Städtchen Balestrand, das direkt am Ufer des Hauptarms des Sognefjords liegt. Dort findest du das beeindruckende hölzerne Kviknes Hotel, das altmodische Romantik und historische Eleganz ausstrahlt. Vergiss nicht, deine Unterkunft stets rechtzeitig über Booking zu prüfen und zu reservieren, damit du dir ein freies Zimmer sicherst.

Die schönsten Arme und malerischen Dörfer der Norwegen Fjorde

Der Westen Norwegens bietet eine unglaubliche Fülle an Naturschönheiten, doch die schönsten Kulissen verbergen sich in den Seitenarmen der großen Fjorde. Die Natur ist hier noch wilder und die Berge ragen steiler in den Himmel. In diesem Abschnitt konzentrieren wir uns auf die Gebiete, die das eigentliche Herzstück jeder Reiseroute bilden.

Halte deine Kamera und genug Speicherplatz auf dem Handy bereit, denn hinter jeder Kurve eröffnet sich ein neuer atemberaubender Blick. Von engen, UNESCO-geschützten Schluchten bis hin zu modernen Aussichtsarchitekturen. Stellen wir die ersten vier Orte vor, die du auf keinen Fall auslassen solltest.

1. Nærøyfjord und die Bootsfahrt

Von allen Armen des riesigen Sognefjords ist gerade der Nærøyfjord der dramatischste und optisch beeindruckendste. Zu Recht hat er sich einen Platz auf der prestigeträchtigen UNESCO-Welterbeliste verdient und trägt den Titel des schmalsten Fjords ganz Europas. An manchen Stellen rücken seine Ufer auf gerade einmal 250 Meter zusammen, was vom Deck eines Bootes aus gewaltig wirkt.

Rund um die Wasseroberfläche ragen steile Felswände bis zu 1.400 Meter in die Höhe. Aus diesen senkrechten Abhängen stürzen wilde Wasserfälle ins Tal, und auf den Gipfeln siehst du selbst mitten im heißen Sommer oft noch Schneereste. Das Wasser im Fjord ist häufig vollkommen still und wirkt wie ein perfekter Spiegel für die majestätischen umliegenden Berge.

Ein absoluter Klassiker ist die Fährfahrt auf der Strecke Gudvangen–Flåm, die ungefähr zwei Stunden dauert und dir das Beste der gesamten Meerenge zeigt. Tickets für diese Route kosten in der Regel rund 400 bis 500 NOK (etwa 35 bis 43 €), je nach Bootstyp und Saison. Ich empfehle dir auf jeden Fall, die ganze Zeit draußen an Deck zu stehen, damit dir kein Ausblick entgeht.

💡 Tipp: Die Ausflugsboote sind in den Sommermonaten schnell voll, deshalb solltest du deine Tickets lieber rechtzeitig über GetYourGuide oder die offiziellen norwegischen Portale kaufen. So entgehst du der Enttäuschung im ausverkauften Hafen.

2. Aurlandsfjord und der Aussichtspunkt Stegastein

Ein weiterer unglaublich malerischer Arm ist der Aurlandsfjord, der sich nach Süden windet und am berühmten Dorf Flåm endet. Seine Ufer sind von kleinen Höfen und grünen Weiden hoch oben an den Hängen gesäumt. Den allerbesten Blick auf diese ganze Pracht bekommst du allerdings nicht vom Boot aus, sondern aus der Vogelperspektive.

Fahr einfach die kurvige Straße über das Städtchen Aurland hinauf, und du stößt auf ein architektonisches Juwel. Der Aussichtspunkt Stegastein bildet eine elegante Holzplattform, die 30 Meter ins Leere direkt über dem Abgrund hinausragt. Du befindest dich hier ganze 650 Meter über der Fjordoberfläche, und dank des verglasten Geländers am Ende der Plattform hast du das Gefühl, in der Luft zu schweben.

Dieser Aussichtspunkt ist Teil der berühmten Schneestraße Aurlandsvegen, die Aurland und Lærdal über einen Hochgebirgspass verbindet. Die Fahrt auf dieser Straße ist ein Erlebnis für sich, denn entlang des Asphalts siehst du gewaltige Schneewände noch zu Beginn der Sommerferien. Beachte nur, dass diese Bergstraße im Winter komplett gesperrt ist.

3. Flåm und die Flåmbahn (Flåmsbana)

Am äußersten Ende des Aurlandsfjords liegt der kleine Ort Flåm, der zu einem der wichtigsten touristischen Knotenpunkte ganz Norwegens geworden ist. Obwohl das Dorf selbst nur ein paar Hundert ständige Einwohner zählt, pulsiert es im Sommer vor unglaublichem Leben. Im Hafen ankern riesige Kreuzfahrtschiffe und ständig treffen Busse voller eifriger Reisender ein.

Die Hauptattraktion ist hier ohne Zweifel die berühmte Flåmbahn, auch Flåmsbana genannt. Diese historische Strecke verbindet den Bergbahnhof Myrdal mit dem Dorf Flåm auf Meereshöhe und zählt zu den steilsten Bahnstrecken der Welt mit Normalspur. Auf der nur zwanzig Kilometer langen Strecke überwindet der Zug einen Höhenunterschied von fast neunhundert Metern.

Während der langsamen Fahrt durchs Tal bestaunst du tiefe Schluchten, alte Höfe und vor allem den mächtigen Wasserfall Kjosfossen, an dem der Zug einen besonderen Fotostopp einlegt. Es ist ein so vielschichtiges und schönes Erlebnis, dass es viel mehr Raum zur Erklärung verdient. Ausführliche Informationen und Tipps findest du in unserem eigenen Artikel über die Flåmbahn.

4. Das Wikingerdorf Njardarheimr in Gudvangen

Wenn du die nordische Geschichte liebst und etwas Außergewöhnliches erleben möchtest, mach unbedingt einen Stopp am äußersten Ende des Nærøyfjords. Im Dorf Gudvangen ist eine faszinierende Wikingersiedlung namens Njardarheimr entstanden, die dich auf eine Zeitreise tausend Jahre zurückführt. Dabei handelt es sich keineswegs um einen billigen Vergnügungspark, sondern um eine sehr sorgfältige und historisch getreue Rekonstruktion.

Im Inneren des Dorfes triffst du keine Schauspieler in Kostümen, sondern echte Liebhaber des wikingischen Lebensstils, die hier in der Saison tatsächlich leben und arbeiten. Du kannst geschickten Handwerkern bei der Holzbearbeitung zusehen, einem Schmied beim Hämmern auf glühendes Eisen oder selbst das Bogenschießen mit einem traditionellen Bogen ausprobieren. Alle Bewohner erzählen dir außerdem gern Details aus ihrem zeitgenössischen Alltagsleben.

Der Ort ist ideal für Familien mit Kindern, doch mit seiner Authentizität begeistert er auch erwachsene Besucher. In den Sommermonaten finden hier zudem verschiedene Themenveranstaltungen und Märkte statt, auf denen du wunderschöne handgefertigte Souvenirs kaufen kannst. Die Tickets gibt es direkt vor Ort und der Rundgang dauert etwa zwei Stunden gemütliches Schlendern.

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Kultur, Gletscher und Erlebnisse auf dem Wasser

Die Region um den Sognefjord besteht nicht nur aus steilen Felsen und tiefem Wasser. Diese Gegend ist durchzogen von reicher Geschichte und einzigartigen Kulturdenkmälern, die du anderswo in Europa so nicht zu sehen bekommst. Und wenn du Lust auf ein bisschen Abenteuer hast, findest du hier auch monumentale Gletscher und fantastische Möglichkeiten für sportliche Aktivitäten.

Die folgenden vier Tipps führen dich in die stillen Gassen historischer Städte, zu hölzernen Kirchen mit Drachenköpfen und an den Rand des ewigen Eises. Plane bei deiner Reiseroute genügend Zeit für die Fahrten ein, denn die Entfernungen in den norwegischen Bergen können auf der Karte kleiner wirken, als sie in Wirklichkeit sind.

5. Lærdal und der Lærdalstunnel

Das malerische Städtchen Lærdal liegt an einem weiteren Arm des Sognefjords und bietet eine ganz andere Atmosphäre als das geschäftige Flåm. Sein historisches Zentrum, bekannt als Gamle Lærdalsøyri, ist ein geschütztes Denkmalareal, und du findest hier über 160 erhaltene Holzhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Ein Spaziergang durch diese ruhigen Gassen ist Balsam für die Seele und eine wunderbare Erholung von den Naturextremen.

Ein Stück außerhalb der Stadt stößt du allerdings auf ein echtes technisches Wunderwerk der Gegenwart. Der Lærdalstunnel verbindet Lærdal mit Aurland und hält mit seiner Länge von 24,5 Kilometern den Titel des längsten Straßentunnels der Welt. Die Fahrt durch die dunkle Röhre dauert etwa zwanzig Minuten, und es ist wirklich ein eigenartiges Gefühl zu wissen, dass über dir Hunderte Meter massiver Fels liegen.

Damit die Fahrer während der langen Fahrt nicht von der monotonen Umgebung einschlafen, haben sich die Ingenieure eine geniale Lösung ausgedacht. Der Tunnel ist durch riesige höhlenartige Hallen unterteilt, die in mystischem blauem und gelbem Licht erstrahlen, das an einen Sonnenaufgang erinnert. In diesen erweiterten Bereichen kannst du sicher anhalten, eine Pause einlegen und absolut einzigartige Fotos aus den Tiefen der Erde machen.

6. Die Stabkirchen Urnes und Borgund

Wenn von norwegischer Architektur die Rede ist, denken die meisten Menschen an die berühmten hölzernen Stabkirchen, auf Norwegisch stavkirke. In der Region des Sognefjords hast du die einzigartige Möglichkeit, gleich zwei der absolut bedeutendsten zu bestaunen. Die Kirche von Urnes liegt am Ufer des Lustrafjords und ist die älteste erhaltene Kirche dieser Art, was ihr auch einen verdienten Platz auf der UNESCO-Liste eingebracht hat.

Ihr Bau stammt bereits aus dem 12. Jahrhundert und sie ist mit wunderschönen Holzschnitzereien geschmückt, die christliche Motive mit wikingischen Tiermustern verbinden. Um dorthin zu gelangen, ist eine kurze Fährfahrt vom Dorf Solvorn nötig, doch die kleine Mühe lohnt sich allemal. Die Atmosphäre des von Obstgärten umgebenen Ortes ist einzigartig.

Wenn du nicht zu weit von der Hauptstraße abweichen möchtest, halte an der Kirche von Borgund, die gleich hinter dem Lærdalstunnel liegt. Dieses Gotteshaus ist von allen norwegischen Stabkirchen das am besten erhaltene und fotogenste. Seine Dächer sind mit wilden Drachenköpfen besetzt, die böse Geister vertreiben sollten, und das ganze Gebäude wirkt unglaublich mystisch.

7. Der Gletscher Jostedalsbreen und der Arm Nigardsbreen

Der Sognefjord reicht mit seinen Verzweigungen so tief ins Festland, dass er an einen weiteren Naturgiganten heranreicht. Der Jostedalsbreen ist der größte Festlandgletscher des europäischen Kontinents, und seine Ausdehnung ist kaum vorstellbar. Auch wenn sich die Hauptmasse des Eises hoch oben in den Bergen verbirgt, fließen vom Hochplateau zahlreiche Gletscherarme in die Täler hinab.

Einer der zugänglichsten und schönsten Gletscherzungen ist der Nigardsbreen, den du leicht erreichst, wenn du im Gebiet des Lustrafjords abbiegst. Allein der Anblick des gewaltigen Stroms aus blauem Eis, der sich ins grüne Tal schiebt, ist ein überwältigendes Erlebnis. Wenn du gern aktiv unterwegs bist, kannst du dir hier eine geführte Gletschertour mit professionellem Guide buchen.

💡 Tipp: Begib dich niemals auf eigene Faust ohne Ausrüstung und Erfahrung auf einen Gletscher. Das Eis bewegt sich ständig, Spalten sind oft unter Schnee verborgen, und das Gehen auf markierten, gesicherten Routen unter Aufsicht ortskundiger Experten ist die einzige sichere Wahl.

8. Fjordfahrt und Seekajak

Den Fjord vom Ufer aus zu betrachten ist großartig, doch die wahre Dimension der gesamten Landschaft begreifst du erst, wenn du direkt auf der Wasseroberfläche bist. Neben den großen Ausflugsfähren stehen dir heute auch viel modernere und intimere Möglichkeiten zur Verfügung, die Gewässer zu erkunden. In Aurland und Flåm verkehren moderne Elektroboote, die keinerlei Lärm machen und so die ruhige Atmosphäre des Tals nicht stören.

Diese Boote gleiten vollkommen lautlos über das Wasser, sodass du eine große Chance hast, Robben oder Schweinswale zu sehen, die sich oft bis ganz nah ans Boot wagen. Für Liebhaber aktiverer Erholung gibt es noch eine perfekte Variante. Leih dir ein Seekajak und paddle ganz allein entlang der steilen Wände im Nærøyfjord.

Der Blick aus einem kleinen Kajak auf eine 1.400 Meter hohe Felswand, die direkt aus dem Wasser aufsteigt, ist unbeschreiblich. Die meisten örtlichen Verleihe bieten sowohl den eigenständigen Verleih für erfahrene Paddler als auch sichere Touren mit Instruktor für absolute Anfänger an. Es ist eine der besten Möglichkeiten, sich voll und ganz mit der norwegischen Natur zu verbinden.

Wie du zum Sognefjord und Nærøyfjord kommst

Die Anreise zum längsten norwegischen Fjord ist überraschend einfach, denn die gesamte Region ist perfekt an die wichtigsten Verkehrsadern angebunden. Häufigster Ausgangspunkt ist die Stadt Bergen, von der aus du das Wasser mit dem Auto in knapp drei Stunden erreichst. Folge einfach den Schildern nach Gudvangen und Flåm, und die Straße führt dich zuverlässig durch malerische Bergpässe. Von Deutschland aus fliegst du am bequemsten mit Lufthansa oder Eurowings ab Frankfurt oder München direkt nach Bergen, von wo deine Reise zu den Fjorden beginnt.

Wenn du keinen Mietwagen planst, ist das berühmte Paket Norway in a Nutshell die beste Variante. Es handelt sich um eine clever zusammengestellte Rundtour, die die Fahrt mit dem Schnellzug ab Oslo oder Bergen, den Umstieg in die Flåmbahn und die anschließende Bootsfahrt über den Nærøyfjord kombiniert. Du musst nicht umständlich Tickets bei verschiedenen Anbietern kaufen, alles ist in einer einzigen Buchung geregelt und die Verbindungen passen perfekt aufeinander.

Für längere Autofahrten solltest du dich darauf einstellen, dass du häufig lokale Autofähren nutzen wirst. Die Fjorde sind riesig und der Bau von Brücken oft unmöglich, sodass kurze Überfahrten übers Wasser zur Routine deiner Fortbewegung werden. Lade dir unbedingt die lokalen Verkehrs-Apps aufs Handy, damit du den Überblick über die Fahrpläne behältst.

Wohin weiter vom Sognefjord

Die Westküste Norwegens ist riesig, und der Sognefjord bildet nur eines von vielen großartigen Puzzleteilen. Wenn du alle Aussichtspunkte und Gletscher erkundet hast, empfehle ich dir auf jeden Fall, in Richtung Süden in die historische Stadt Bergen zu fahren, die voller bunter Holzhäuser und toller Märkte ist. Schau dir unsere Tipps an: Bergen: Was man sehen sollte.

Wenn du deine Norwegenreise breiter angehen möchtest und Inspiration für weitere Tage suchst, lies dir unseren ausführlichen Artikel Norwegen: 50 Tipps, was man sehen sollte durch. Darin findest du jede Menge Ideen, von den Stränden im Süden bis zum rauen Norden hinter dem Polarkreis.

Und für all jene unter euch, die sich in die tiefen Täler und das salzige Wasser verliebt haben, das sich in die Berge schneidet, haben wir einen umfassenden Norwegen Fjorde — Reiseführer vorbereitet. Dort erfährst du auch mehr über weitere berühmte Gebiete wie den nahen Hardangerfjord oder den atemberaubenden Geirangerfjord.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen dem Sognefjord und dem Nærøyfjord?

Während der Sognefjord jener Haupt-, längste und mächtigste Fjord in Norwegen ist, ist der Nærøyfjord nur einer seiner kleineren Arme. Er ist jedoch viel schmaler, eingeengt von steileren Bergen und hat es dank seiner außergewöhnlichen Schönheit auf die Liste des UNESCO-Welterbes geschafft.

Wie kommt man zum Sognefjord und Nærøyfjord?

Am einfachsten gelangen Sie mit dem Auto oder Zug aus der Stadt Bergen hierher. Wenn Sie nicht selbst fahren möchten, ist der Kauf der kombinierten Rundtour Norway in a Nutshell die ideale Lösung, die geschickt eine Zugfahrt mit einer Fjordschifffahrt zu einem einzigen reibungslosen Erlebnis verbindet.

Lohnt sich die Bootsfahrt von Gudvangen nach Flåm?

Auf jeden Fall ja. Es ist der schönste und fotogenste Teil des gesamten Wassersystems und Sie sehen die engsten Stellen des Fjords direkt vom Deck aus. Ein Ticket für diese etwa zweistündige Fahrt kostet Sie ungefähr 38 bis 48 EUR.

Was ist Norway in a Nutshell?

Das ist das beliebteste Reisepaket in Norwegen. Es verbindet die Fahrt auf der Hauptbahnlinie Bergensbanen, den Umstieg auf die steile Flåmbahn und anschließend eine malerische Schifffahrt über den Nærøyfjord. Man kann es als Tagesausflug von Bergen oder von Oslo aus unternehmen.

Wann ist die beste Zeit für einen Besuch der norwegischen Fjorde?

Die größte Sicherheit für günstiges Wetter und vollständig geöffnete Einrichtungen hast du in den Sommermonaten von Juni bis August. Wunderschön ist es hier auch im Frühling, wenn durch den schmelzenden Schnee aus den Bergen die gewaltigsten und wildesten Wasserfälle hinabstürzen.

Lohnt sich die Flåmbahn?

Auf jeden Fall ja, es ist ein technisches Wunderwerk und eine der steilsten Eisenbahnstrecken der Welt. Die Ausblicke ins tiefe Tal und die enge Vorbeifahrt am Wasserfall Kjosfossen sind derart einzigartig, dass wir dieser Strecke einen völlig eigenständigen Artikel gewidmet haben.

Wo kann man in der Umgebung des Sognefjords übernachten?

Die besten Ausgangspunkte für Ihre Ausflüge sind das Dorf Flåm, das ruhigere Aurland oder das malerische Balestrand. Stellen Sie sich allerdings darauf ein, dass beliebte Unterkünfte wie das historische Fretheim Hotel oder das Kviknes Hotel im Sommer sehr schnell ausgebucht sind.

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