Der Times Square leuchtet bis tief in die Nacht mit dreihundert riesigen Werbetafeln, über die Bürgersteige strömen Menschenmassen mit erhobenen Handys – und nach zwanzig Minuten in diesem Chaos sehnst du dich nach einer ruhigen Ecke. Die meisten Touristen verbringen ihren gesamten New-York-Trip zwischen der Fifth Avenue und dem Central Park. Dabei besteht die Stadt aus fünf riesigen Stadtteilen, und die schönsten Cafés sowie die leersten Gassen liegen weit entfernt von den Neonschildern.
Wer das authentische New York sucht, muss mit der U-Bahn unter dem East River durchfahren oder nördlich der 110. Straße aufbrechen. Erfahrene Reisende verbringen höchstens zwei Tage in Manhattan. Die restliche Zeit entdecken sie die Orte, an denen echte New Yorker ihren Morgenkaffee kaufen und am Wochenende Zeitung lesen.
Die Frage, was man in Brooklyn sehen sollte oder was in Queens lohnt, taucht in Reisegruppen täglich auf. Wir haben einen Guide durch die Stadtteile zusammengestellt, in denen du die besten vegetarischen Teigtaschen, die schönsten industriellen Kontraste aus rotem Backstein und ruhige Winkel ohne Touristen findest.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit zum Lesen haben
- Williamsburg: Bedford Avenue, Domino Park mit Blick auf Manhattan, Smorgasburg und die Rooftop-Bar Westlight.
- DUMBO: Bester Fotospot in NY – Ecke Washington Street & Water Street, Jane’s Carousel und Brooklyn Bridge Park.
- Brooklyn Heights und Park Slope: Promenade mit Blick auf die Freiheitsstatue, Prospect Park und der Bauernmarkt Grand Army Plaza.
- Greenwich Village: Washington Square Park, Jazz im Village Vanguard (seit 1935), Stonewall Inn und Bleecker Street.
- Queens: Das griechische Astoria mit der Brauerei Bohemian Hall, industrielle Ausblicke vom Gantry Plaza und das asiatische Flushing.
- Harlem: Apollo Theater, sonntäglicher Gospel in der Abyssinian Baptist Church und die Brownstones an der Strivers‘ Row.
- Bronx: Arthur Avenue (das echte, untouristische Little Italy), Bronx Zoo und der New York Botanical Garden direkt nebeneinander.
Brooklyn: die besten Viertel und was man dort sehen sollte
Sobald du den Fluss überquerst, landest du in einer Welt aus niedrigeren Häusern, baumbestandenen Alleen und Gemeinschaftsgärten. Wenn dich interessiert, was man in Brooklyn sehen kann, pack bequeme Schuhe ein und komm mit leerem Magen. Dieser Teil der Stadt gibt weltweite Gastro-Trends vor und setzt den Ton in Sachen Streetwear.
Williamsburg
Die Hauptader Bedford Avenue wirkt wie ein Laufsteg für unabhängige Boutiquen und Vintage-Läden mit Schallplatten. Beginne deinen Tag genau hier und beobachte, wie die Einheimischen mit Stoffbeutel über der Schulter zum Kaffee aufbrechen. Die Wände rund um die Kreuzungen mit der Wythe Avenue bedeckt massive Street Art, die sich alle paar Wochen verändert. Lokale Künstler gestalten hier legale Wandgemälde über ganze Hausfassaden.
Das alte Industrieufer hat sich in den Domino Park verwandelt. Eine ehemalige Zuckerraffinerie aus dem 19. Jahrhundert bildet die rostige Kulisse einer Promenade mit Bänken. Von den Holzliegen direkt über dem Wasser hast du den Blick auf die Skyline von Manhattan. Familien mit Kindern verbringen hier ihre Wochenendnachmittage und lesen Bücher.
Von Frühling bis Herbst verlagert sich am Samstag die Aufmerksamkeit auf den Smorgasburg. Der größte Open-Air-Food-Market Amerikas vereint Dutzende lokale Köche. Erfahrene Feinschmecker kommen hierher für riesige knusprige Falafel, Gemüse-Dumplings und frische Fruchtsäfte. Komm gleich um elf Uhr morgens, bevor der größte Andrang einsetzt.
Am Nachmittag verzieh dich in die Brooklyn Brewery zu einer Führung samt Geschichte des Bierbrauens in New York. Vor Sonnenuntergang fährst du mit dem Aufzug hinauf in die Rooftop-Bar Westlight auf dem Dach des Hotels The William Vale. Cocktails kosten rund zwanzig Dollar, aber der Blick auf die aufleuchtenden Wolkenkratzer jenseits des Flusses macht die Rechnung locker wett.
💡 Tipp: Reserviere für die Westlight-Bar mindestens zwei Wochen im Voraus über die App Resy. Ohne Reservierung lässt dich der Türsteher nicht einmal in den Aufzug.

DUMBO
Die Abkürzung für Down Under the Manhattan Bridge Overpass verbirgt die meistfotografierte Kreuzung der gesamten Ostküste. Die Ecke Washington Street und Water Street säumen rote Backsteingebäude. Genau zwischen ihnen ragt der blaue Stahlpfeiler der Manhattan Bridge auf. Morgens um sieben triffst du hier nur ein paar Fotografen, mittags musst du dich schon durch die Massen schlängeln.
Das Viertel hat sein ursprüngliches Kopfsteinpflaster und die alten Güterzuggleise bewahrt. Aus den ehemaligen Fabriken sind luxuriöse Lofts und Galerien im Dumbo Arts Center geworden. Den Raum zwischen den beiden Brücken füllt der Brooklyn Bridge Park. Grüne Wiesen am Fluss bieten perfekte Picknickplätze mit Blick auf das Finanzviertel.
Direkt am Ufer dreht sich Jane’s Carousel. Das sorgfältig restaurierte historische Karussell von 1922 schützt ein verglaster Pavillon, sodass es auch im Winter funktioniert. Eine Fahrt kostet nur zwei Dollar. Gleich daneben steht der massive Komplex der Empire Stores. Die umgebauten Lagerhäuser aus dem 19. Jahrhundert beherbergen heute Designläden und Ausstellungsräume mit einer Dachterrasse.
Wenn dich der Hunger packt, steuere den Time Out Market an. Diese moderne Food Hall vereint unter einem Dach die bestbewerteten Restaurants der ganzen Stadt. Einheimische holen sich hier vegane Burger oder handgemachtes Eis und essen es auf den Außentreppen mit Blick auf die Brooklyn Bridge.
💡 Tipp: Auf die Dachterrasse der Empire Stores fährst du kostenlos mit dem Aufzug – von dort hast du den besten Winkel, um das Karussell mit dem Fluss im Hintergrund zu fotografieren.

Brooklyn Heights und Park Slope
Das ruhigere Gesicht der Stadt findest du auf der Brooklyn Heights Promenade. Der Fußweg, der über einer Stadtautobahn schwebt, bietet einen ungestörten Blick auf Lower Manhattan und die Freiheitsstatue. In deinem Rücken stehen Reihen luxuriöser Wohnhäuser aus der viktorianischen Ära mit den typischen Sandsteintreppen. Halte in der Montague Street, wo kleine lokale Cafés und Buchhandlungen für eine nachbarschaftliche Atmosphäre sorgen.
Tiefer im Landesinneren liegt das Viertel Park Slope mit dem riesigen Prospect Park. Diese grüne Insel von 526 Acres entwarfen Olmsted und Vaux, dieselben Architekten wie beim Central Park. Sie selbst hielten ihn für ihr Meisterwerk. Drinnen findest du tiefe Wälder, einen riesigen See und stille Wiesen ohne Touristen. An Wochenenden findet am Eingang der Bauernmarkt Grand Army Plaza Greenmarket statt.
Ein Geheimtipp für Liebhaber ausgefallener Orte ist die Smiling Hogshead Ranch. Der Gemeinschaftsgarten, der auf verlassenen Bahngleisen entstand, dient als Vorzeigebeispiel für urbanes Gärtnern. Die Anwohner bauen hier Gemüse an und veranstalten Nachbarschaftstreffen.
💡 Tipp: Auf dem Bauernmarkt an der Grand Army Plaza kaufst du frischen Käse und Apfelmost direkt von Bauern aus dem Bundesstaat New York. Die ideale Ausrüstung für ein Picknick im Park.
Manhattan anders: die böhmischen und historischen Viertel
Vergiss Midtown mit seinen Bürotürmen. Die echten Geschichten werden in den niedrigeren Stockwerken von Lower Manhattan geschrieben, wo jede Straße die Geschichte von Einwanderern, Künstlern und Rebellen erzählt.
Greenwich Village und West Village

Im Herzen des Viertels pulsiert der Washington Square Park. Rund um den Hauptbrunnen unter dem marmornen Washington Square Arch spielen Studenten der nahen Universität Gitarre. Straßenpianisten karren ihre Klaviere auf Rädern heran, und alte Männer spielen Schach. Es ist der beste Ort, um die bunte Mischung an Menschen aus der ganzen Stadt zu beobachten.
Diese Gegend schrieb Musikgeschichte. Die Jazzclubs Village Vanguard von 1935 und Blue Note beherbergen bis heute die besten Musiker der Welt. Der Eintritt beginnt bei rund vierzig Dollar. Auch in der Bar Stonewall Inn wurde Geschichte geschrieben. Dieses nationale Denkmal erinnert an die Ereignisse von 1969 und bildet das Zentrum der LGBTQ+-Community.
Beim Spaziergang über die Bleecker Street stößt du auf Dutzende kleine Läden, Bäckereien und unabhängige Cafés. Luxuriöse Wohnruhe bietet das West Village. Diese verwinkelten Gassen mit Backsteinhäusern ignorieren demonstrativ das rechtwinklige Raster des übrigen Manhattan. An der Ecke Grove Street 90 findest du das Haus, dessen Fassade in der Serie Friends mitspielte.
💡 Tipp: Für die Jazzclubs brauchst du Tickets, die du online auch einen Monat im Voraus kaufst. Vor Ort gibt es nur Stehplatzkarten an der Bar.
East Village und Lower East Side
Das alternative Herz der Stadt schlägt am St. Marks Place. Diese Straße prägte die Punkkultur, hier wurden Bands geboren und die ersten Tattoo-Studios eröffnet. Heute findest du hier Vintage-Kleiderläden und die besten kleinen japanischen Restaurants. Erfahrene Reisende empfehlen einen Stopp im Tompkins Square Park. An Wochenenden laufen hier Nachbarschaftsveranstaltungen und lokale Märkte, und die großen Hundeauslaufflächen füllen bellende Vierbeiner.
Die raue Geschichte der Einwanderer dokumentiert das Tenement Museum in der Orchard Street. Während der Führung durch exakt rekonstruierte Wohnungen hörst du die Geschichten von Familien, die unter diesen beengten Bedingungen lebten. Tickets musst du im Voraus reservieren, die Führungen finden ausschließlich mit Guide statt. Abends erwacht das Viertel dann mit Hunderten kleiner Bars an der Avenue B und C zum Leben.
Die Gastro-Legende der Lower East Side ist das Lokal Katz’s Delicatessen. Es existiert seit 1888 und wurde durch die Filmszene aus „Harry und Sally“ berühmt. Die lokale Spezialität sind riesige Sandwiches mit geschnittenem Rinder-Pastrami, für die man stundenlang Schlange steht. Jeder Gast bekommt am Eingang einen Papierzettel, auf den die Bestellung notiert wird.
💡 Tipp: Den Zettel von Katz’s Delicatessen darfst du nicht verlieren, selbst wenn du nichts bestellst. Wer ohne Zettel rausgeht, zahlt fünfzig Dollar Strafe.
SoHo, Nolita, Little Italy und Chinatown

Der Name SoHo entstand als Abkürzung für South of Houston. Das Viertel beherbergt die größte Konzentration gusseiserner Cast-Iron-Architektur der Welt. Diese ehemaligen Textilfabriken mit riesigen Fenstern und verzierten Säulen dienen heute als Luxusboutiquen und Kunstgalerien. Die meisten findest du rund um die Spring Street und die Prince Street.
Das benachbarte Nolita bietet eine intimere Atmosphäre. Einheimische gehen ins Lokal Nolita House oder entspannen im Elizabeth Street Garden. Dieser kleine Garten voller alter Skulpturen und Bänke bietet einen stillen Zufluchtsort vom Beton. In der Mulberry Street findest du die letzten Reste von Little Italy. Rot-weiß-grüne Dekorationen und der Duft von Knoblauch locken Touristen in die italienischen Restaurants.
Direkt daneben beginnt das geschäftige Chinatown. Den ursprünglichen Kern bildet die geschwungene Gasse Doyers Street. Früher trug sie wegen der Bandenkriege den Spitznamen „Bloody Angle“, heute leuchtet sie in allen Farben. Hier findest du das Nom Wah Tea Parlor. Dieses älteste Dim-Sum-Lokal von Chinatown existiert seit 1920. Am Nachmittag spaziere in den Columbus Park, wo ältere Einheimische das Brettspiel Mahjong spielen und Tai Chi üben.
💡 Tipp: Probiere im Nom Wah Tea Parlor die Reisrollen und die vegetarischen Teigtaschen. Am Wochenende solltest du vor zwölf Uhr kommen, sonst wartest du draußen auf der Straße auf einen Tisch.
Queens: der vielfältigste Teil von New York
Dieser Teil der Stadt hält den Titel des ethnisch vielfältigsten Ortes der Welt. Hier werden Hunderte Sprachen gesprochen, und in den Straßen duftet es nach Gewürzen aus allen Ecken der Erde. Wer authentische Gastronomie zu normalen Preisen sucht, steuert genau hierher.
Astoria
Das traditionsreiche Viertel nördlich der Queensboro Bridge rühmt sich der größten griechischen Community in den USA außerhalb Griechenlands selbst. Rund um die Steinway Street und den Broadway duften familiäre griechische Tavernen, Bäckereien mit Baklava und kleine Cafés. Die Anwohner kaufen hier Oliven und Feta im riesigen griechischen Supermarkt Titan Foods.
Zum Entspannen geht es in den Astoria Park. Grasbewachsene Hänge fallen direkt zum Fluss ab und bieten einen direkten Blick auf den massiven Stahlbogen der Hell Gate Bridge mit Manhattan im Hintergrund. Im Park findest du auch das größte öffentliche Schwimmbad der Stadt. Für Filmliebhaber verbirgt das Viertel das großartige Museum of the Moving Image mit interaktiven Ausstellungen über das Filmemachen.
Eine böhmische Spur hinterließen Einwanderer im Lokal Bohemian Hall. Dieser älteste noch betriebene Biergarten ganz New Yorks hat tschechische und slowakische Wurzeln aus dem Jahr 1910. Unter ausgewachsenen Bäumen sitzen hier auf Holzbänken Einheimische, trinken Bier, und auf der Speisekarte findest du sogar klassische Kartoffelpuffer oder gebackenen Käse.
💡 Tipp: Der Eintritt ins Filmmuseum ist jeden Donnerstagnachmittag kostenlos. Die gesparten Dollar kannst du für einen griechischen Frappé im nahen Café ausgeben.
Long Island City
Die alten Docks und Lagerhäuser haben sich in eine moderne Wohnzone mit fantastischem öffentlichem Raum verwandelt. Der Gantry Plaza State Park hat die riesigen Industriekräne aus den dreißiger Jahren erhalten. Sie dienten zum Umladen von Eisenbahnwaggons auf Schiffe. Heute bilden sie eine fotogene Kulisse für Holzstege und Liegen mit direktem Blick auf das UN-Gebäude und Midtown Manhattan.
Kunstliebhaber zieht es ins MoMA PS1. Diese Galerie für zeitgenössische Kunst residiert in einer ehemaligen öffentlichen Schule. Sie zeigt provokante Installationen und veranstaltet im Sommer im Innenhof die legendäre Musik-Party Warm Up. Der Eintritt ist für Bewohner des Bundesstaats New York kostenlos, Touristen zahlen einen ermäßigten Preis.
💡 Tipp: Trink deinen Kaffee bei Sonnenuntergang auf den Bänken im Gantry Plaza State Park. Das Glas der Wolkenkratzer Manhattans reflektiert das orangefarbene Licht direkt zu dir.

Flushing und Jackson Heights
Die Endstation der violetten Linie 7 spuckt dich in einer anderen Welt aus. Flushing bildet das größte asiatische Viertel der USA, viel größer als jenes in Manhattan. In der Main Street leuchten chinesische und koreanische Schilder. Im Untergeschoss des Kaufhauses New World Mall findest du einen riesigen Foodcourt mit Dutzenden Ständen. Sie servieren die besten authentischen Nudeln und Teigtaschen zu einem Bruchteil der Manhattan-Preise.
Ein Stück weiter erstreckt sich der Flushing Meadows-Corona Park. Den ehemaligen Schauplatz der Weltausstellung NY World’s Fair von 1964 erkennst du an der riesigen Stahlkugel Unisphere. Im Park liegt auch das Baseballstadion Citi Field.
Das benachbarte Viertel Jackson Heights versetzt dich nach Südostasien. Rund um die Roosevelt Avenue duften indische Stoffläden und bangladeschische Restaurants. Die einheimischen Hausfrauen kaufen exotische Zutaten im riesigen Supermarkt Patel Brothers. Zum Essen empfehlen erfahrene Reisende das Lokal Jackson Diner. Dieses unscheinbare, aber legendäre Restaurant serviert hervorragendes vegetarisches Curry, Linsen-Dal und frisches Naan-Brot.
💡 Tipp: Nimm in den Foodcourt der New World Mall Bargeld mit. Viele kleine Stände mit asiatischem Essen akzeptieren keine Kartenzahlung.
Harlem und die Bronx

Die nördliche Grenze Manhattans und die Bronx auf dem Festland prägten die Musik, den Sport und die Kultur der gesamten Vereinigten Staaten. Hier leben starke Communities mit tiefen Wurzeln und einer wunderbaren Gastfreundschaft.
Harlem
Die Hauptader des Viertels bildet die 125. Straße. Hier begann die Karriere vieler berühmter Musiker. An dieser belebten Einkaufsstraße steht das legendäre Apollo Theater. Während der Harlem Renaissance entstand hier Musikgeschichte, und die traditionelle Amateur Night am Mittwoch gibt neuen Talenten schon seit 1934 eine Chance.
Am Sonntagmorgen füllen sich die Straßen mit Menschen in Festtagskleidung, die zum Gottesdienst aufbrechen. Die bekannteste Abyssinian Baptist Church vereint die älteste afroamerikanische Gemeinde des Bundesstaats. Für das Erlebnis authentischer Gospelchöre brauchen Touristen eine vorherige Reservierung. Eine architektonische Perle sind die Reihen der Brownstone-Häuser an der Strivers‘ Row zwischen der 138. und 139. Straße. Dieses historische Viertel bewohnte die wohlhabende afroamerikanische Mittelschicht.
Erholung unter Bäumen bietet der Marcus Garvey Park mit seinem ursprünglichen gusseisernen Feuerwachturm. Als süßen Abschluss raten Guides zu einem Besuch der Filiale von Levain Bakery für riesige warme Cookies. Das Restaurant Red Rooster Harlem von Chefkoch Marcus Samuelsson verbindet die traditionelle afroamerikanische Küche mit äthiopischen Einflüssen, und Einheimische lieben es für die Live-Musik und die Atmosphäre.
💡 Tipp: Kirchen sind keine Konzertsäle. Halte beim Gospelbesuch den strengen Dresscode ein, schalte dein Handy aus und verhalte dich mit größtem Respekt gegenüber den Gläubigen.
Die Bronx
Der einzige Teil der Stadt, der mit dem amerikanischen Festland verbunden ist, lockt Sportfans ins ikonische Yankee Stadium. Der riesige Baseball-Tempel bietet Führungen mit Guide auch an Tagen, an denen kein Spiel stattfindet. Ein echter kulinarischer Schatz der Bronx ist die Arthur Avenue. Diese Gegend bildet das echte, untouristische Little Italy. In Läden wie Borgatti’s Ravioli & Egg Noodles machen sie seit den dreißiger Jahren frische Pasta, und bei Teitel Brothers kaufst du die besten italienischen Käsesorten.
Der nördliche Teil der Bronx verbirgt grüne Schätze. Der Bronx Zoo hält den Titel des größten städtischen Zoos der Vereinigten Staaten. Auf einer riesigen Fläche leben über siebenhundert Tierarten. Eine Tageskarte kostet etwa dreißig Dollar.
Gleich daneben liegt der New York Botanical Garden. Auf einer Fläche von 250 Acres erstrecken sich 39 verschiedene Gärten und Reste des ursprünglichen Waldes. Das Herzstück des Areals ist das wunderschöne Gewächshaus Enid A. Haupt Conservatory im viktorianischen Stil. Die Gärten grenzen direkt an die Belmont Area, sodass du nach dem Spaziergang zwischen den Orchideen gleich auf eine italienische Pizza aufbrechen kannst.
💡 Tipp: Mittwochs bieten der Botanische Garten und der Zoo freien Eintritt oder einen freiwilligen Beitrag an. Die Tickets musst du am Montagmorgen online reservieren.
Tipps und Erfahrungen von Reisenden
Vor der Reise lohnt es sich, ein paar kleine Regeln zu kennen, die dir Zeit und Dollar sparen. Erfahrene Reisende teilen diese bewährten Taktiken.
- Widme mindestens einen halben Tag Brooklyn, vor allem Williamsburg und DUMBO. Es ist eine völlig andere Welt als das hektische Manhattan und jede zusätzliche Minute wert.
- Das berühmte Foto mit der Manhattan Bridge machst du genau an der Ecke Washington Street und Water Street in DUMBO. Komm vor acht Uhr morgens, nachmittags drängen sich hier die Massen.
- Für authentisches Essen zu einem Bruchteil der Manhattan-Preise steuere Queens an: Flushing, Astoria und Jackson Heights sind ein gastronomisches Eldorado für jedes Budget.
- Harlem ist wegen des sonntäglichen Gospels und der schönen Brownstone-Architektur einen Besuch wert. Wähle die Blöcke rund um die 125. Straße und das Apollo Theater und zeige Respekt vor der lokalen Kultur.
Die Stadt verändert sich ständig. Es eröffnen neue Cafés, es entstehen interessante Märkte und alte Fabriken verwandeln sich in Kulturzentren. Mehr Tipps findest du auf der Website Time Out New York, wo die Guides zu den einzelnen Stadtteilen laufend aktualisiert werden.
Wo übernachten
Die Wahl der Lage beeinflusst das gesamte Stadterlebnis grundlegend. Für einen authentischen Aufenthalt empfehlen wir Williamsburg. Eine hippe Atmosphäre voller unabhängiger Cafés, ruhigere Nächte als in Midtown und mit der U-Bahn-Linie L bist du in nur zehn Minuten in Manhattan. Preislich kommt es etwas besser weg als Hotels mit Blick auf den Times Square.
Wer näher am Geschehen sein möchte, dem empfehle ich Midtown oder die Lower East Side. In Midtown hast du die Broadway-Theater und die Bahnhöfe in Gehweite. Die Lower East Side wiederum punktet mit Dutzenden Nachtlokalen und einer hervorragenden Anbindung nach Brooklyn über die Williamsburg Bridge.
Für eine authentische lokale Atmosphäre lohnt es sich, in Brooklyn zu übernachten. Schau dir Williamsburg an oder vergleiche alle Unterkünfte in New York.
Wohin als Nächstes
Die Stadt hat so viele Schichten, dass eine Reise nicht ausreicht. Weitere Pläne für verlängerte Wochenenden und zweiwöchige Aufenthalte findest du in diesen Artikeln.
- Was man in New York sehen muss: 44 Tipps für das Beste der ganzen Stadt
- New York Reiseplan: wie du 3, 5 oder 7 Tage planst
- New York in 3 Tagen: was du schaffst und was du auslassen kannst
Häufig gestellte Fragen
Was gibt es in Brooklyn zu sehen?
Beginne mit dem Ausblick auf Manhattan vom Domino Park in Williamsburg. Anschließend mach dich auf den Weg zum Fotospot in DUMBO an der Kreuzung Washington Street und Water Street, wo sich im Rahmen der Backsteingebäude der Pfeiler der Manhattan Bridge erhebt. Beende den Tag mit einem Spaziergang entlang der Brooklyn Heights Promenade oder einem Picknick im Prospect Park.
Welche New Yorker Viertel sind einen Besuch wert?
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Außerhalb von Midtown erkunde Greenwich Village mit den Jazzclubs Village Vanguard und Blue Note. In Queens darfst du das asiatische Flushing und die griechischen Tavernen in Astoria nicht verpassen. Aus Brooklyn entkommst du nicht dem industriellen DUMBO und Williamsburg voller Street Art und Cafés.
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Wo gibt’s das beste Foto in DUMBO?
Der bekannteste Schnappschuss gelingt dir an der Kreuzung Washington Street und Water Street. Zwischen den roten Backsteingebäuden siehst du genau den Pfeiler der Manhattan Bridge. Komm früh am Morgen gegen sieben Uhr, am Nachmittag stehen hier Scharen von Fotografen.
Was ist interessant in Queens?
Astoria bietet authentische griechische Tavernen und einen Park unter der Hell Gate Bridge. Flushing ist das größte asiatische Viertel der USA mit günstigem Food Court in der New World Mall. Long Island City verbirgt industrielle Kräne in Gantry Plaza mit direktem Blick auf Midtown und die Galerie MoMA PS1.
Ist Harlem sicher für Touristen?
Tagsüber ist das Hauptgebiet um die 125. Straße voller Menschen und sicher für gewöhnliche Spaziergänge. Halte dich in der Nähe des Apollo Theaters, der Strivers Row und der Abyssinian Baptist Church auf. Verhalte dich respektvoll, genau wie in jedem anderen lebendigen Viertel.
Lohnt es sich, Manhattan zu verlassen?
Auf jeden Fall ja. Brooklyn, Queens und die Bronx bieten einen anderen Blick auf New York, eine authentischere Atmosphäre und deutlich niedrigere Preise in Restaurants und bei der Unterkunft. Ein halber Tag in Brooklyn gehört zu den besten Investitionen der gesamten New-York-Reise.
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