Hiroshima, Japan: 22 Tipps für 2026

Hiroshima ist eine Stadt, die dich damit überraschen wird, wie lebendig und grün sie heute wirkt. Wenn du heute durch die breiten, von Grün gesäumten Boulevards spazierst, fällt es schwer sich vorzustellen, dass hier vor einigen Jahrzehnten kaum ein Haus stehen blieb. Das Jahr 2026 bringt jedoch viele Veränderungen nach Hiroshima, Japan, auf die du dich vorbereiten solltest. Der Hauptturm der örtlichen Burg ist seit dem Frühjahr dauerhaft geschlossen, auf der Insel Miyajima versteckt sich die berühmte Pagode hinter Gerüsten und das Friedensmuseum zieht so rekordverdächtige Besuchermassen an, dass es während des diesjährigen Obon-Festes nur noch Personen mit Online-Reservierung einließ. Auf der anderen Seite gibt es hier den brandneuen Minamoa-Bahnhof, in den die Straßenbahnen direkt in die zweite Etage einfahren.

Für europäische Reisende hat Hiroshima noch eine weitere sehr bedeutende und persönliche Dimension, über die in Reiseführern überraschend wenig geschrieben wird. Die ikonische Atombombenkuppel wurde nämlich zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts von dem tschechischen Architekten Jan Letzel aus Náchod entworfen. Präsident Petr Pavel besuchte dieses Denkmal im Juli 2025 persönlich, dennoch wissen laut der Zeitung Chugoku Shimbun weniger als zehn Prozent der Bewohner der Präfektur, dass ein Tscheche hinter dem Bau steht. Es ist ein gewaltiges Stück Geschichte am anderen Ende der Welt, das dem Besuch der Stadt eine ganz andere Tiefe verleiht.

Nach dem Tourismus-Boom versucht Japan die Menschenmassen besser zu regulieren, also rechne mit mehreren neuen Gebühren und Regelungen. Ab Juli 2026 wird bei der Ausreise aus dem Land eine Steuer von 3.000 Yen (etwa 15 €) fällig, in der Präfektur gilt eine neue Übernachtungssteuer und in den Straßenbahnen musst du die Verkehrskarte sowohl beim Ein- als auch beim Aussteigen scannen. Die gute Nachricht ist jedoch, dass du mit dem regionalen Kansai-Hiroshima Area Pass für 17.000 Yen (circa 95 €) beim Shinkansen sparen kannst, denn er rechnet sich bereits bei einer einzigen Hin- und Rückfahrt von Osaka.

Zusammenfassung

  • Die Atombombenkuppel wurde von einem Tschechen entworfen: Das berühmteste Wahrzeichen der Stadt wurde von Jan Letzel aus Náchod erbaut, das Gebäude feiert 2026 sein dreißigjähriges Jubiläum auf der UNESCO-Liste.
  • Änderungen bei den Sehenswürdigkeiten 2026: Der Hauptturm der Burg ist aufgrund statischer Probleme dauerhaft geschlossen, auf Miyajima steht die fünfstöckige Pagode im Gerüst und die Halle des ewigen Feuers Reikadō auf dem Berg Misen wird nach einem Brand im Mai renoviert.
  • Das Friedensmuseum platzt aus allen Nähten: Aufgrund riesiger Warteschlangen solltest du deinen Besuch direkt zur Öffnungszeit einplanen (die erste Morgenstunde ist nur für Online-Tickets).
  • Transport lohnt sich mit Pass: Der Kansai-Hiroshima Area Pass deckt die teuren Schnellzüge ab, durch die Stadt selbst kommst du mit der Straßenbahn für einheitlich 240 Yen.
  • Neue Steuern und Gebühren: Bereite dich auf eine neue Übernachtungssteuer von 200 Yen pro Nacht, die Ausreisesteuer von 3.000 Yen ab Juli und Änderungen beim Tax-Free-Einkaufssystem ab November vor.
  • Vegetarier müssen planen: Die traditionelle Sauce für Okonomiyaki enthält Fleischextrakt, deshalb ist es besser, spezialisierte Restaurants mit veganer Auswahl anzusteuern.

Wann nach Hiroshima reisen

Den richtigen Zeitpunkt für eine Japan-Reise zu wählen ist entscheidend, denn das Wetter kann deine Pläne ordentlich durcheinanderbringen. Die schönste Zeit für einen Besuch in Hiroshima ist eindeutig von Ende März bis Mitte Mai oder dann im Herbst von Oktober bis Ende November. Im Frühling erblüht die Stadt in tausenden von Sakura-Bäumen, wobei die Vollblüte 2026 genau auf den 30. März fiel. Wenn du den Herbst bevorzugst, färben die japanischen Ahorn-Bäume Momiji die umliegenden Hügel rot um den zwanzigsten November herum, was besonders auf der Insel Miyajima eine wunderschöne Kulisse schafft.

Den Sommermonaten solltest du hingegen lieber einen großen Bogen machen, wenn du Regen und Hitze nicht ertragen kannst. Von Anfang Juni bis Mitte Juli dauert die Regenzeit namens Tsuyu, während der enorme Wassermengen fallen. Der August bringt dann Hitze mit durchschnittlichen Höchsttemperaturen um die 33 Grad, tropische Nächte und hohe Luftfeuchtigkeit, zu denen sich an der Wende von Sommer zu Herbst noch unberechenbare Taifune gesellen. Bei starkem Wind werden aus Sicherheitsgründen sogar die Shinkansen-Hochgeschwindigkeitszüge gestoppt, sodass du unterwegs leicht festsitzen kannst.

Ein eigenes Kapitel ist der sechste August, wenn die offizielle Zeremonie zum Jahrestag des Bombenabwurfs stattfindet. Morgens um 8:15 Uhr hält die Stadt eine Schweigeminute ein und abends findet das unglaublich bewegende Laternen-Schwimmen auf dem Fluss Motoyasu statt. Es ist ein intensives Erlebnis, aber du musst damit rechnen, dass die Hotels im Zentrum aus allen Nähten platzen und sich rund fünfzigtausend Besucher aus aller Welt in der Stadt bewegen. Wenn du an diesem Tag hierher kommen möchtest, kümmere dich mehrere Monate im Voraus um die Unterkunft.

Wo in Hiroshima übernachten

Hiroshima ist eine relativ kompakte Stadt, aber die richtige Wahl der Lage spart dir viel Zeit bei den Transfers. Wenn du nur für eine Nacht anreist und am Morgen mit dem Schnellzug weiterfährst, macht eine Unterkunft direkt am Bahnhof am meisten Sinn. Zum Friedenspark sind es zwar etwa zweieinhalb Kilometer (circa fünfzehn Minuten mit der Straßenbahn), aber morgens ersparst du dir den Stress mit dem Gepäck. Wenn du zwei oder mehr Nächte hier verbringen möchtest, suche nach Hotels im Zentrum rund um die Viertel Kamiyachō, Ōtemachi oder Hatchōbori, von wo aus du die Hauptsehenswürdigkeiten bequem zu Fuß erreichen kannst. Ab dem 1. April 2026 vergiss nicht, zur Übernachtung die neue Übernachtungssteuer von 200 Yen (etwa 1 €) pro Person und Nacht hinzuzurechnen, die direkt an der Rezeption bezahlt wird.

Ein ganz einzigartiges Erlebnis ist es dann, eine Nacht auf der Insel Miyajima zu verbringen, wenn sich am Abend nach der Abfahrt der letzten Ausflügler die Gassen von den Touristenmassen leeren und du das beleuchtete schwimmende Torii-Tor fast für dich allein hast. Hier sind einige konkrete Tipps, wo du dein Haupt betten kannst:

Hotel Granvia Hiroshima South Gate ist ein neues Hotel, das im Frühjahr 2025 direkt im Gebäude des Minamoa-Bahnhofs eröffnet wurde. Gäste loben, dass man von den Zügen in den Zimmern nichts hört, und dabei hast du es zum Shinkansen und zu den Straßenbahnen, die aus der zweiten Etage des Bahnhofs abfahren, nur wenige Schritte.

Hilton Hiroshima erfreut alle Reisenden, die Ruhe und perfekte Ausstattung nahe dem Zentrum suchen. Es liegt unweit des grünen Peace Boulevard, zum Friedenspark läufst du entspannt in zwölf Minuten und abends kannst du dich im schönen Hallenbad oder in der Sauna erholen.

HOTEL INTERGATE Hiroshima ist ein beliebtes Mittelklasse-Hotel im Zentrum, etwa zehn Gehminuten vom Friedenspark entfernt. Neben sauberen und geräumigen Zimmern gibt es auch eine Lounge, wo Hotelgäste nach einem ganzen Tag voller Laufen kostenlos Kaffee, Tee oder ein Glas Wein zum Entspannen bekommen.

Iwaso ist ein legendäres traditionelles Ryokan auf der Insel Miyajima, das hier bereits seit 1854 besteht. Es liegt im wunderschönen Momijidani-Tal voller Ahornbäume, verfügt über ein Freiluft-Thermalbad und ist berühmt für seine mehrgängigen Abendessen. Die vegetarische Variante muss im Voraus mit dem Ryokan abgesprochen werden.

Für eine detailliertere Analyse der einzelnen Viertel und weitere Tipps schau dir unbedingt unseren ausführlichen Artikel Wo in Hiroshima übernachten an.

💡 Auf dieser Karte kannst du vergleichen, was gerade frei ist — du siehst sofort, wie sehr sich der Preis ein paar Blocks weiter ändert.

22 Tipps, was du in Hiroshima sehen und unternehmen kannst

Die Stadt lässt sich zwar an einem langen Nachmittag durchhetzen, aber das wäre unglaublich schade. Schauen wir uns eine vollständige Liste der besten Highlights an, die du hier nicht verpassen darfst. Zieh dir bequeme Schuhe an, denn dich erwartet ein Mix aus bewegender Geschichte, moderner Architektur, ruhigen japanischen Gärten und Ausflügen zu heiligen Inseln in der Umgebung.

1. Atombombenkuppel

Die Überreste der ehemaligen Ausstellungshalle bilden heute das bekannteste Symbol der Stadt, das einem eine Gänsehaut über den Rücken jagt. Das Gebäude aus Ziegeln und Stahl mit der charakteristischen Kuppel stand nur hundertundsechzig Meter vom Hypozentrum der Explosion entfernt, die am 6. August 1945 um 8:15 Uhr morgens stattfand. Während der größte Teil der hölzernen Stadt in Asche gelegt wurde, überstand diese massive Konstruktion die Druckwelle und dient heute als Mahnmal gegen Atomwaffen.

Für uns Europäer hat das Bauwerk eine enorme Bedeutung, denn es wurde von dem tschechischen Architekten Jan Letzel aus Náchod entworfen und das Gebäude wurde 1915 fertiggestellt. Präsident Petr Pavel schaute sich im Sommer 2025 sogar mit einer Sondergenehmigung das Innere an, wohin normale Sterbliche sonst nicht hineinkommen. Ein Fragment der Kuppel ist sogar in Letzels Grabstätte in Náchod aufbewahrt.

Im Jahr 2026 feiert das Denkmal genau dreißig Jahre seit seiner Aufnahme in die UNESCO-Liste und erhielt kürzlich den Status des höchsten nationalen Schutzes. Das Gelände ist ganzjährig und völlig kostenlos zugänglich, wobei du die Ruinen nur von außerhalb des Zauns betrachten kannst. Rund um das Denkmal siehst du heute kein Gerüst, denn die letzte große Reparatur und Konservierung des Mauerwerks wurde bereits vor einigen Jahren abgeschlossen.

💡 Tipp: Der schönste Blick auf die Kuppel öffnet sich von der Motoyasu-Brücke und dann nach Einbruch der Dunkelheit von einer Bank am Fluss, wenn sich die beleuchteten Ruinen auf der ruhigen Wasseroberfläche spiegeln.

2. Friedenspark

An dem Ort, wo sich heute ein riesiger grüner Park voller Gedenkstätten erstreckt, lag früher das Geschäftsviertel Nakajima, das die Explosion dem Erdboden gleichmachte. Der gesamte Bereich wurde nach dem Krieg vom berühmten Architekten Kenzō Tange entworfen, der eine perfekte Achse schuf, die das Museum, das zentrale Denkmal und die Atombombenkuppel miteinander verbindet. Der Spaziergang zwischen den Bäumen ist still und zwingt einen zum Nachdenken darüber, wie zerbrechlich unsere Welt eigentlich ist.

Im Herzen des Parks findest du das Betonkenotaph, dessen Sattelform von uralten Tonfiguren Haniwa inspiriert ist. Darunter sind Listen mit den Namen der Opfer aufbewahrt, die jedes Jahr am 6. August ergänzt werden. Gleich dahinter lodert seit Jahrzehnten ununterbrochen die Ewige Flamme, die 1964 entzündet wurde. Die Tradition besagt, dass das Feuer erst erlöschen wird, wenn die letzte Atomwaffe von unserem Planeten verschwunden ist.

Während deines Besuchs solltest du unbedingt zur Friedensglocke gehen, an der jeder Besucher sanft läuten kann, oder zum Rest House. Dieses unscheinbare Haus aus dem Jahr 1929 war ursprünglich ein Kimono-Laden und steht nur 170 Meter vom Hypozentrum entfernt, dennoch überlebte es die Explosion. In seinem Keller überlebte damals wie durch ein Wunder ein einziger Mensch, während du heute ein angenehmes Café, ein Informationszentrum findest und hier auch den Tabi Pass kaufen kannst.

💡 Tipp: Stelle dich genau mittig vor das Kenotaph und schaue hindurch nach vorne. Architekt Tange entwarf den Bogen so, dass er präzise die Ewige Flamme und die Atombombenkuppel in der Ferne einrahmt.

3. Friedensmuseum

Der Besuch dieses Museums ist psychisch sehr anspruchsvoll, aber entscheidend für das Verständnis der ganzen Geschichte. Die Ausstellung führt dich durch das Leben der Stadt vor dem Krieg, die Explosion selbst und die langen Jahre der Nachwirkungen anhand persönlicher Gegenstände, verbrannter Kleidung und authentischer Geschichten. Der Eintritt kostet symbolische 200 Yen (etwa 1 €), der Audioguide kostet seit 2026 500 Yen und Deutsch ist leider nicht unter seinen fünfzehn Sprachen.

Die Stadt kämpft derzeit mit einem enormen Ansturm von Touristen und im Geschäftsjahr 2025 begrüßte das Museum rekordverdächtige 2,58 Millionen Menschen. Während des Obon-Festes (8. bis 16. August 2026) war der Eintritt erstmals nur mit Online-Reservierung möglich. Normalerweise sind die Gänge so verstopft, dass man sich Schulter an Schulter durchdrängelt und draußen wartet man bis zu einer Stunde auf ein Ticket. Die Stadt erwägt daher ernsthaft, das Reservierungssystem ganzjährig einzuführen.

Die offizielle Öffnungszeit ist normalerweise von halb acht Uhr morgens bis zum Abend, aber Achtung auf eine wichtige Regel. Die erste Morgenstunde und die letzten neunzig Minuten vor Schließung sind ausschließlich für Inhaber im Voraus gekaufter elektronischer Tickets reserviert. Wenn du kein Ticket auf der Website kaufst, lässt man dich erst um halb neun zu den Kassen.

💡 Tipp: Kaufe ein Online-Ticket genau für 7:30 Uhr morgens. Du gehst durch die emotionale Ausstellung in Ruhe, und wenn du um neun hinausgehst, fangen die Menschenmassen an den Kassen gerade erst an, sich zu verdichten.

4. Kindergedenkstätte und Nationale Gedenkstätte für die Opfer

Etwas abseits der Hauptachse des Parks steht ein neun Meter hohes Denkmal mit einem Bronzemädchen auf der Spitze. Es ist der Geschichte der kleinen Schülerin Sadako Sasaki gewidmet, die bei der Explosion verstrahlt wurde, und als sie zehn Jahre später an Leukämie starb, versuchte sie nach einer alten Legende tausend Papierkraniche zu falten. Ihr Schicksal berührte damals ganz Japan und löste eine Spendenaktion für dieses wunderschöne Denkmal aus.

Heute bringen Menschen aus der ganzen Welt etwa zehn Millionen Papierkraniche pro Jahr hierher, die zehn Tonnen wiegen. Tausende farbige Botschaften sind in verglasten Vitrinen rund um die Statue ausgestellt, wobei die Stadt ältere Kraniche regelmäßig ökologisch recycelt. Wenn du zu Hause ein paar Origami faltest, kannst du sie hier selbst zu den anderen hängen.

In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich die unterirdische Nationale Gedenkstätte für die Opfer, die im Gegensatz zum Hauptmuseum völlig kostenlos und ohne Warteschlangen ist. Sie bietet ein riesiges Rundpanorama aus hundertvierzigtausend Kacheln, was die geschätzte Zahl der Toten bis Ende 1945 symbolisiert. Es ist ein würdiger, klimatisierter und stiller Raum für tiefe Reflexion, wo auch Videozeugnisse von Überlebenden mit englischen Untertiteln laufen.

💡 Tipp: Wenn das Hauptmuseum mittags hoffnungslos überfüllt ist, geh zuerst in die unterirdische Gedenkstätte. Eine halbe Stunde in Stille gibt dir oft mehr als eine Stunde Stress im Gedränge vor den Vitrinen.

5. Orizuru Tower

Direkt neben den Ruinen der Atombombenkuppel öffnete 2016 der Orizuru Tower, von dem sich der beste Blick auf das Denkmal aus der Vogelperspektive bietet. Der Eintritt kostet 2.200 Yen (etwa 12 €), was viele Reisende in Diskussionsforen als etwas überteuert bezeichnen. Andererseits kannst du mit dem Ticket am selben Tag jederzeit kostenlos ins Gebäude zurückkehren, etwa zum Sonnenuntergang am Abend.

Auf dem Dach findest du eine wunderschöne hölzerne Aussichtsterrasse namens Hiroshima Hill, von der aus du den gesamten Friedenspark wie auf der Handfläche hast und bei guter Sicht bis zur Insel Miyajima schauen kannst. Nach unten fährst du dann nicht mit dem Aufzug, sondern kannst eine lange Spiralrampe hinabgehen.

Die Hauptattraktion ist aber die riesige Glaswand Orizuru Wall, in die Besucher ihre eigenen Papierkraniche werfen (für 100 Yen). Zwischen dem 29. September und 2. Oktober 2026 wird die Wand zum ersten Mal geleert und etwa 1,3 Millionen Kraniche werden entfernt. Ab dem 2. Oktober beginnt sie sich dann wieder schön von null zu füllen.

💡 Tipp: Falte den Kranich oben mit Blick auf die Stadt und wirf ihn dann in die Glaswand; wer im Oktober 2026 kommt, wird sehen, wie sie sich wieder von vorne füllt.

6. Hondōri, Gate Park und eine Bäckerei mit Geschichte

Wenn du nach den anspruchsvollen Gedenkstätten etwas Luft brauchst, musst du nur ein paar Straßen weiter zur überdachten Einkaufspassage Hondōri gehen. Sie erstreckt sich über knapp sechshundert Meter und stellt die Hauptschlagader für Einkäufe, Cafés und das alltägliche Leben der Einheimischen dar. Die Geschäfte öffnen hier normalerweise zwischen zehn und elf Uhr vormittags und das Leben pulsiert bis in die Abendstunden.

Während des Spaziergangs darfst du die Bäckerei Andersen nicht verpassen. Dieses wunderschöne Gebäude aus dem Jahr 1925 diente ursprünglich als Bank und stand nur dreihundertsechzig Meter vom Hypozentrum der Explosion entfernt. Es überlebte die Bombardierung, wurde 2020 umfassend renoviert und birgt noch heute in seiner Fassade ein Stück des ursprünglichen Mauerwerks. Heute kaufst du drinnen hervorragendes frisches Gebäck.

Gegenüber der Atombombenkuppel öffnete kürzlich der brandneue Hiroshima Gate Park. Er entstand an der Stelle des ehemaligen Baseballstadions und hat Rasenflächen, Bänke und Pavillons mit Geschäften und Cafés. Die Einheimischen kommen hierher zum Entspannen und im Laufe des Jahres finden hier verschiedene kulinarische Festivals statt, sodass es ein idealer Ort für eine Nachmittagspause ist.

💡 Tipp: Wenn dich in der Stadt ein unerwarteter Regenschauer erwischt, geh in das unterirdische Einkaufsnetz Kamiyachō Shareo. Ein Stück Weg durch das Zentrum legst du so trockenen Fußes zurück.

7. Okonomi-mura und Hiroshima-Okonomiyaki

Ein lokales gastronomisches Phänomen ist der herzhafte Pfannkuchen Okonomiyaki, der in Hiroshima auf spezifische geschichtete Weise zubereitet wird. Im Gegensatz zu Osaka werden die Zutaten hier nicht miteinander vermischt, sondern der Koch schichtet vor dir sorgfältig Teig, einen riesigen Berg Kohl, Sprossen, Schweinefleisch-Scheiben, Nudeln und Ei. Die meisten Lokale findest du im Gebäude Okonomi-mura, wo sich auf drei Etagen über zwanzig kleine Stände drängen, die nach Sauce duften.

Für Vegetarier gibt es hier aber einen riesigen Haken, über den in englischsprachigen Websites oft falsch berichtet wird. Die Standard-Braunsauce Otafuku enthält Austern- und Fleischextrakt (vegan ist nur die Exportversion) und in den Teig oder die Nudeln wird oft Fischbrühe Dashi hinzugefügt. Selbst wenn du also einen Pfannkuchen ohne die typische Scheibe Schweinefleisch bestellst, ist das Gericht immer noch nicht vegetarisch.

Die Rettung ist das beliebte Restaurant Nagataya unweit der Kuppel, das spezielles veganes Okonomiyaki für etwa 950 bis 1.780 Yen anbietet. Geschlossen haben sie jeden Dienstag und den zweiten und vierten Mittwoch im Monat. Am Abend kannst du ins kleine Lokal Jirokichi gehen, das dreizehn vegane Positionen hat, wohin aber wegen nur sechzehn Plätzen eine Reservierung nötig ist, oder versuch im Stand ROKU direkt in Okonomi-mura um eine vegetarische Anpassung zu bitten.

💡 Tipp: Bei der berühmten Nagataya bilden sich lange Schlangen von gut einer Stunde. Komm dich anstellen, noch bevor sie um elf Uhr vormittags öffnen, abends lässt man dich nach halb acht oft gar nicht mehr in die Schlange.

8. Burg Hiroshima

Die Burg wurde 1589 von Mōri Terumoto gegründet, und ihr ursprünglicher Turm wurde durch die Bombe zerstört, da er nur etwa einen Kilometer vom Hypozentrum entfernt stand. 1958 wurde hier eine Betonreplika des Hauptturms errichtet, die jedoch die strengen japanischen Erdbebennormen nicht mehr erfüllt. Deshalb sei sehr vorsichtig: Der Hauptturm der Burg ist seit dem 22. März 2026 dauerhaft geschlossen. Informationen auf manchen Blogs über einen Eintrittspreis von 370 Yen für den Turm sind schlichtweg nicht mehr aktuell.

Das bedeutet aber keineswegs, dass du die Burg von deiner Route streichen solltest. Das gesamte weitläufige Burggelände ist kostenlos zugänglich und bietet einen wunderschönen Spaziergang entlang alter Fundamente und Bäume, die das Unglück überlebt haben. Du kannst dir auch die beeindruckenden Ruinen des ehemaligen kaiserlichen Hauptquartiers aus dem späten 19. Jahrhundert oder den schönen Gokoku-Schrein ansehen.

Auch das Eingangstor und die hölzernen Wachtürme Ninomaru sind kostenlos zugänglich – dabei handelt es sich um Holzrepliken aus dem Jahr 1994. Wenn du auf der Suche nach Romantik bist, kannst du an Wochenenden 1.000 Yen zahlen (von Mitte September bis Ende November 2026 dann 1.300 Yen) und mit einem Ausflugsboot über den Wassergraben fahren. Die historischen Exponate aus dem geschlossenen Turm werden nach und nach in ein neues Museum verlegt, das 2027 eröffnet werden soll.

💡 Tipp: Ein Foto der Burg mit ihrer Spiegelung auf der Wasseroberfläche des Grabens kannst du auch trotz der Schließung des Turms problemlos machen. Wenn du aber einen Ausblick auf die Stadt von oben suchst, geh besser zum Orizuru Tower.

9. Shukkeien-Garten und Kunstmuseum der Präfektur

Nur wenige Gehminuten von der Burg entfernt findest du eine Oase der Ruhe, die einen Kontrast zur geschäftigen Stadt bildet. Der Shukkeien-Garten stammt bereits aus dem Jahr 1620 und funktioniert nach dem Prinzip der „miniaturisierten Landschaften“, bei dem Steine, Teiche und Brücken echte Berge und Täler nachahmen. Nach der Explosion im Jahr 1945 flohen Verletzte aus der Umgebung hierher.

Heute ist es einer der fotogensten Orte der Präfektur. Interessant ist, dass hier der Referenzbaum der japanischen Meteorologen steht, nach dem offiziell der Beginn der Kirschblüte für ganz Hiroshima verkündet wird. Im Herbst finden hier wunderschöne abendliche Illuminationen der roten Ahornbäume statt. Der Eintritt in den Garten kostet nur 350 Yen (etwa 2 €), und für die Besichtigung reicht eine knappe Stunde.

Direkt nebenan steht das Hiroshima Prefectural Art Museum, für das du ein günstiges Kombiticket für 660 Yen kaufen kannst. Drinnen findest du eine umfangreiche ständige Sammlung japanischer und internationaler Kunst. Freitags hat das Museum verlängerte Öffnungszeiten bis sieben Uhr abends, und vom zweiten Stock des Gebäudes eröffnet sich ein einzigartiger Blick direkt in die Baumkronen des historischen Gartens.

💡 Tipp: Kauf dir gleich das Kombiticket und beginne mit den Bildern. Vom zweiten Stock des Museums kannst du dir den Garten von oben ansehen und weißt dann schon, wohin du darin gehen möchtest.

10. Hiroshima Museum of Art

Bei einem Spaziergang durch den Chūō-Park zwischen der Burg und dem Zentrum stößt du auf ein sehr ungewöhnliches rundes Gebäude, umgeben von Grün. Es wurde Ende der Siebzigerjahre gebaut, und seine kreisförmige Form soll auf die Atombombenkuppel verweisen. Das Museum ist vor allem auf französische moderne Kunst spezialisiert und beherbergt nach japanischen Maßstäben eine reiche und wertvolle Gemäldesammlung.

An den Wänden hängen Originale von Impressionisten und Größen wie Monet, Renoir, Cézanne, van Gogh oder Picasso. Der Grundeintritt bewegt sich meist um 1.500 Yen, aber der Preis ändert sich flexibel je nach aktueller Ausstellung. Zum Beispiel kommt im Herbst 2026 (ab 3. Oktober) eine große Ausstellung über die Café-Kultur der Impressionisten hierher, und das Ticket kostet dich 2.200 Yen (etwa 14 €).

Das Museum hat von neun Uhr morgens bis fünf Uhr nachmittags geöffnet, und jeden Montag ist es geschlossen, sofern nicht gerade eine riesige Ausstellung stattfindet. Mit einem Ticket von einem der anderen Kunstmuseen der Stadt bekommst du einen Rabatt von 200 Yen. Die Räume sind nicht allzu weitläufig, sodass dich die Ausstellung nicht unnötig erschöpft.

💡 Tipp: Die Burg, der Shukkeien-Garten und dieses Kunstmuseum liegen im Umkreis von zwanzig Gehminuten voneinander. Sie lassen sich wunderbar zu einem entspannten Vormittag abseits der größten Menschenmassen im Friedenspark kombinieren.

11. MOCA und Hijiyama-Hügel

Liebhaber moderner Architektur sollten die Straßenbahn Nummer 5 nehmen und zum Fuß des bewaldeten Hijiyama-Hügels fahren. Nach etwa zehnminütigem Aufstieg erreichst du das Gebäude des Hiroshima MOCA, das erste öffentliche Museum für zeitgenössische Kunst, das in Japan eröffnet wurde. Es wurde vom legendären Architekten Kishō Kurokawa entworfen und durchlief kürzlich eine umfassende, behutsame Renovierung.

Das Basisticket für die ständige Sammlung kostet angenehme 350 Yen, und jeden dritten Sonntag im Monat ist der Eintritt völlig kostenlos. Drinnen wechseln sich interessante Installationen ab, wobei bis Mitte Oktober 2026 eine große Ausstellung des amerikanischen Konzeptkünstlers Mel Chin läuft. Das Gebäude ist im Grün des Parks versteckt, sodass der Weg dorthin selbst ein angenehmer Spaziergang ist.

Der Hijiyama-Hügel selbst ist ein großartiger Ort zum Ausruhen mit Blick auf die Stadt und den Hafen. Du findest hier Hunderte von Kirschbäumen, ruhige Bänke und auch eine öffentliche Bibliothek voller Manga, die du kostenlos betreten kannst. Geöffnet ist hier von fünf Uhr morgens bis elf Uhr abends, und du triffst hier bei Weitem nicht so viele Touristen wie im Zentrum.

💡 Tipp: Im Frühling ist der Hijiyama-Hügel ein idealer Ort, um zu blühenden Kirschbäumen zu fliehen, bevor das große Gedränge im Friedenspark beginnt. Im heißen Sommer weht hier angenehm der Wind.

12. Mazda Museum

Etwa fünf Minuten mit dem Lokalzug vom Bahnhof Hiroshima entfernt befindet sich die Zentrale des berühmten Automobilherstellers Mazda, der Führungen durch seinen riesigen Komplex anbietet. Der Eintritt ist zwar völlig kostenlos, funktioniert aber ausschließlich über eine strenge Online-Reservierung, die du gerne auch drei Monate im Voraus machen musst. Ohne Reservierung kommst du nicht hinein.

Für englischsprachige Besucher findet nur eine Führung pro Tag statt, und zwar um Viertel vor drei nachmittags, von Montag bis Freitag (auf Japanisch finden morgens Führungen statt). Von der Lobby der Zentrale bringt dich ein Shuttlebus zum Museum, wo du während der Führung eine riesige Sammlung historischer Fahrzeuge siehst, Details über die Entwicklung des Wankelmotors erfährst und als Bonus einen Blick direkt auf die laufende Montagelinie wirfst (bei Betriebsstillständen läuft sie möglicherweise nicht).

Das Museum ist sehr beliebt und hat am 1. September 2026 seinen zweimillionsten Besucher begrüßt. Achte auf die Termine, das Museum hat vom 26. Dezember 2026 bis 5. Januar 2027 und dann vom 8. bis 26. Februar 2027 geschlossen. Freie Termine auf der Website verschwinden blitzschnell, also lass den Kauf nicht auf den letzten Moment.

💡 Tipp: Sobald du das genaue Datum kennst, an dem du in Hiroshima sein wirst, geh sofort auf die Mazda-Website und reserviere dir Plätze. Beliebte Termine für englische Führungen sind oft Wochen im Voraus ausgebucht.

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13. Mit der Straßenbahn durch Hiroshima

Die Straßenbahnen von Hiroshima werden als „fahrendes Museum“ bezeichnet, weil hier neben modernen Garnituren immer noch historische Wagen fahren. Im August 2025 wurde ihre Endstation am Bahnhof über eine Hochbahn direkt in den zweiten Stock des neuen Minamoa-Gebäudes verlegt. Das ist die erste derartige Lösung in Japan.

Ein normales Ticket kostet einheitlich 240 Yen (etwa 1,50 €) im gesamten Netz, einschließlich der langen Fahrt zu den Fähren zur Insel. Seit Juli 2026 gilt eine neue Regel, nach der du die Verkehrs-IC-Karte zweimal an das Lesegerät halten musst, einmal beim Einsteigen und dann wieder beim Aussteigen. Du kannst auch ein Tagesticket für 700 Yen kaufen oder den beliebten Tabi Pass.

Das stärkste Erlebnis bietet aber der historische Wagen Nummer 653 aus dem Jahr 1942, der am 6. August 1945 die Bombenexplosion überlebte. Vom 2. August bis 31. Oktober 2026 fahren an ausgewählten Wochenenden und Feiertagen Rundfahrten „Peace Loop 653″ mit Führern in historischen Uniformen. Das Ticket kostet 3.500 Yen, im Preis ist ein Zweitagespass für den Nahverkehr enthalten, und während der Fahrt werden Archivaufnahmen auf Tablets gezeigt.

💡 Tipp: Auch wenn du die teure Rundfahrt nicht kaufst, reicht es zu warten auf die normale Ringlinie L, wo regelmäßig historische Wagen eingesetzt werden – für normale 240 Yen.

14. Mitaki-dera

Wenn du einen perfekten Rückzugsort in die Natur suchst, steig in die Kabe-Linie und fahr ein paar Stationen bis zur Station Mitaki. Nach etwa zwanzig Minuten Aufstieg bergauf erreichst du einen wunderschönen buddhistischen Tempel, den die meisten Touristen verpassen. Das gesamte Gelände liegt eingebettet in einem tiefen Wald und sein Name verweist auf drei natürliche Wasserfälle, die hindurchfließen.

Die Wege sind gesäumt von Dutzenden moosbedeckten Statuen, überragt von einer zweistöckigen Holzpagode. Diese wurde 1951 eigens aus der Präfektur Wakayama hierher gebracht als Gedenkstätte für alle Opfer der Atombombe. Das Wasser aus den heiligen Wasserfällen wird übrigens jedes Jahr am sechsten August feierlich am Hauptdenkmal im Friedenspark geopfert.

Einen festen Eintrittspreis gibt es laut verfügbaren Informationen nicht, aber rechne mit einem kleinen Erhaltungsbeitrag von etwa zweihundert Yen. Das Gelände ist ungefähr von acht Uhr morgens bis fünf Uhr nachmittags geöffnet und besonders in der zweiten Novemberhälfte, wenn sich die Momiji-Bäume leuchtend rot färben, ist dies einer der schönsten Herbstorte der Stadt.

💡 Tipp: Die Steinstufen entlang der Wasserfälle sind sehr steil und nach Regen höllisch rutschig. Nimm keine Sandalen mit, sondern ordentliche feste Schuhe, damit du dir nicht deinen Urlaub verdirbst.

15. Fudōin und Tōshōgū

Nur wenige historische Gebäude überlebten die Apokalypse am Ende des Krieges, aber der Tempel Fudōin hatte enormes Glück. Er stand etwa vier Kilometer vom Hypozentrum entfernt und seine Haupthalle Kondō hielt der Druckwelle stand. Dieses wunderschöne Holzgebäude aus dem Jahr 1540 ist heute das einzige Bauwerk in Hiroshima mit der Bezeichnung Nationalschatz. Der Eintritt ist frei und du erreichst es mit der Stadtbahn Astram.

Ganz in der Nähe des Hauptbahnhofs (etwa acht Minuten zu Fuß nordöstlich) liegt der Komplex Hiroshima Tōshōgū. Direkt hinter dem Schrein beginnt ein Waldweg auf den Futabayama-Berg. Die Wanderung ist nicht anspruchsvoll und hin und zurück vom Bahnhof solltest du etwa anderthalb Stunden einplanen.

Der Pfad führt dich bis auf den Gipfel des Futabayama auf knapp einhundertvierzig Meter Höhe. Hier steht die Friedenspagode und vor allem eröffnet sich ein überwältigendes Panorama über ganz Hiroshima bis zum Meer. Es ist ein fantastischer Ort, zu dem du früh morgens oder kurz vor Sonnenuntergang abstechen kannst.

💡 Tipp: Heb dir die Wanderung auf den Futabayama-Berg für deinen letzten Abend auf, wenn du in einem Hotel nahe dem Bahnhof übernachtest. Der Sonnenuntergang über der Bucht kostet dich keinen Yen.

16. Miyajima: Itsukushima-Schrein und Torii im Meer

Die Insel Miyajima, die du von Hiroshima aus mit dem Zug nach Miyajimaguchi und von dort mit einer zehnminütigen Fähre erreichst, gehört zum Besten in ganz Japan. Ihr Hauptsymbol ist das riesige rote Torii-Tor, das sechzig Tonnen wiegt und nur durch sein Eigengewicht im Meer steht. Der Itsukushima-Schrein selbst ist auf Holzpfählen über dem Wasser gebaut und der Eintritt kostet 300 Yen, wobei ausschließlich bar bezahlt wird.

Die Insel hält Besucherrekorde, aber 2026 musst du dich hier mit mehreren großen Reparaturen abfinden. Die fünfstöckige Holzpagode aus dem fünfzehnten Jahrhundert ist mit dichtem Gerüst umgeben und die Reparatur dauert mindestens bis Ende 2026, laut Zeitplan des Schreins bis November 2027. Im Winter (von Dezember bis Ende März) ist zudem das hiesige Aquarium komplett geschlossen.

Der Zauber des Torii-Tors liegt in Ebbe und Flut. Der Schrein scheint optisch auf dem Wasser zu schweben, wenn der Wasserstand über 250 Zentimeter steigt, während du trockenen Fußes zum Fuß des Tors gelangst, wenn das Wasser unter 100 Zentimeter fällt. Die Gezeitenzeiten verschieben sich jeden Tag um knapp eine Stunde, daher musst du die Tabellen auf der offiziellen Website der Insel im Voraus studieren.

💡 Tipp: Ideal ist es, einen Tag zu wählen, an dem vormittags der Wasserstand unter 100 Zentimeter liegt für einen Spaziergang im Sand, und nachmittags über 250 Zentimeter steigt, damit du das perfekte Foto auf dem Wasser bekommst.

17. Miyajima: Berg Misen und Daishō-in Tempel

Der höchste Punkt der Insel ist der fünfhundertfünfunddreißig Meter hohe Berg Misen. Hinauf bringt dich eine Seilbahn für 2.000 Yen (etwa 11 €) für ein Rückfahrticket. Die Fahrt bietet fantastische Ausblicke, aber Achtung: An ausgewählten Tagen, besonders an November-Wochenenden 2026, ist eine Online-Reservierung der Tickets im Voraus Pflicht, sonst erwarten dich auch zweistündige Warteschlangen. Von der oberen Station sind es zum eigentlichen Gipfel noch weitere dreißig Minuten zu Fuß.

Bei der Wanderung stößt du auf eine traurige Neuigkeit, denn die Reikadō-Halle unterhalb des Gipfels brannte im Mai 2026 bis auf die Grundmauern nieder. Gerade dort loderte das heilige ewige Feuer, auf dem Tee für Pilger gekocht wurde. Das Feuer konnte zwar gerettet und verlegt werden, aber das Gebäude selbst wird erst bis Herbst 2027 neu aufgebaut.

Wenn du Tempel magst und etwas körperliche Anstrengung nicht scheust, musst du nicht beide Richtungen mit der Seilbahn fahren. Am Fuß des Berges liegt der Daishō-in Tempel, der Eintritt ist frei und du findest dort Hunderte kleiner Statuen mit gestrickten Mützen. Erfahrene Reisende aus dem Reddit-Forum empfehlen, vom Tempel aus zu Fuß hinaufzusteigen und mit der Seilbahn zur Erholung hinunterzufahren.

💡 Tipp: Wer Punkt neun Uhr morgens an der unteren Seilbahnstation ankommt, erwartet eine viertelstündige Warteschlange. Kommst du um halb elf, stehst du locker über eine Stunde. Steh früher auf.

18. Miyajima: Omotesandō, Hirsche und Momiji Manjū

Direkt vom Hafen aus erstreckt sich die belebte Einkaufsstraße Omotesandō, wo du alle lokalen Spezialitäten probieren kannst. Im Zentrum Etto Miyajima Kōryūkan ist außerdem ein riesiger Holzlöffel für Reis ausgestellt, der fast acht Meter misst und über zwei Tonnen wiegt. Die ganze Insel teilst du dir mit Hunderten frei lebender Hirsche, die sehr frech sind, füttern ist streng verboten und sie fressen dir ohne mit der Wimper zu zucken deine Papierkarte oder Fahrkarte.

Die berühmteste Süßigkeit sind die Momiji-Manjū-Kuchen, die die Form eines Ahornblatts haben. Der Teig enthält allerdings Milch und Eier, daher haben Veganer Pech, aber für Vegetarier ist es ein tolles Souvenir (probier auch die frittierte Variante Age-Momiji). Die lokalen berühmten Austern und Reis mit Aal (Anago-Meshi) überlass den Fleischessern und steuere lieber vegane Lokale an.

Das Restaurant Kiyomori Chaya bietet hervorragendes veganes Katsu-Curry, im Momijidani-Park machen sie dir fleischlose Udon-Nudeln und das Hexagon Cafe kocht großartiges veganes Ramen. Normale Geschäfte und Restaurants schließen hier bereits gegen fünf Uhr nachmittags und in den Straßen herrscht dann eine fast magische Ruhe.

💡 Tipp: Vor zehn Uhr morgens ist die überwiegende Mehrheit der Insel noch geschlossen. Wenn du mit der Morgenfähre fährst, kauf dir Frühstück und Kaffee am Automaten oder im Konbini noch auf dem Festland.

19. Onomichi und Shimanami Kaidō

Etwa anderthalb Stunden Fahrt mit dem Regionalzug von Hiroshima (oder fünfzig Minuten mit Shinkansen-Kombination) liegt die unglaublich charmante Hafenstadt Onomichi. Sie ist berühmt für ihre auf steilen Hügeln verstreuten Tempel und engen, verwinkelten Gassen. Für fünfhundert Yen fährst du hier mit der Seilbahn zum Senkō-ji-Tempel hinauf, hinunter steigst du über den Literaturpfad ab und unterwegs kannst du in die Katzengasse mit bemalten Katzen abbiegen.

Die Stadt dient aber vor allem als Startpunkt für den berühmten Radweg Shimanami Kaidō. Die siebzig Kilometer lange Route führt über sechs Inseln und sieben riesige Brücken, die sich hoch über dem Meer spannen. Am Bahnhof gibt es einen großartigen Verleih, wo du ein Trekkingbike für dreitausend Yen pro Tag oder ein E-Bike für viertausend bekommst.

Für Radfahrer gibt es fantastische Neuigkeiten, denn die Zufahrt zu allen Brücken ist bis Frühjahr 2028 mautfrei. Die gesamte Strecke lässt sich zwar an einem langen Tag fahren, aber rechne mit schmerzenden Beinen. An der Küste kannst du dann im stilvollen Hotel ONOMICHI U2 übernachten, einem Radhotel in einem ehemaligen Lagerhaus aus dem Jahr 1943.

💡 Tipp: An einem Tag lässt sich von Hiroshima aus weder die lange Radtour noch die Stadt Onomichi selbst schaffen. Buch dir hier lieber eine Übernachtung und starte morgens ausgeruht zu den Brücken.

20. Iwakuni

Wenn du in den direkten Bus oder Zug Richtung Westen in die benachbarte Präfektur Yamaguchi steigst, gelangst du in die Stadt Iwakuni. Die Hauptattraktion hier ist die Holzbrücke Kintaikyō mit ihren fünf perfekten Bögen, die insgesamt knapp zweihundert Meter lang ist. Die Brücke wurde erstmals 1673 erbaut, nach einem Taifun 1950 wiederaufgebaut und das Holz zuletzt zwischen 2001 und 2004 erneuert.

Ab dem 1. September 2026 wurde der Eintritt für die Brücke auf 500 Yen erhöht (vorher waren es nur 310), und das günstige Kombiticket mit Brücke, nahegelegener Seilbahn und Burg ist auf 1.550 Yen gestiegen. Auf dem Hügel über dem Fluss thront eine Betonreplika der ursprünglichen Burg, und darunter kannst du eine Ausstellung weißer Schlangen besuchen, die als geschütztes Naturdenkmal gelten.

Eine lokale kulinarische Spezialität ist Lotuswurzel namens Renkon, die für Vegetarier eine ideale Kostprobe ist. Das beliebte gepresste Sushi (Iwakuni-zushi) ist dagegen voller Fisch, also solltest du als Vegetarier einen großen Bogen darum machen. Von Hiroshima fährt ein JR-Zug für 770 Yen (ca. 49 Minuten) und dann ein Bus zur Brücke, oder ein Direktbus vom Bus Center für 950 Yen, für den auch der Tabi Pass in der Version Middle Area gilt.

💡 Tipp: Plane deinen Besuch idealerweise für das Frühjahr, denn die Brücke gehört zu den bekanntesten Kirschblüten-Spots in Japan, und am 29. April findet hier das Fest Kintaikyō Matsuri statt.

21. Kure

Eine halbe Stunde Fahrt mit dem Schnellzug von Hiroshima bringt dich nach Kure, einer Stadt, die jahrzehntelang als einer der wichtigsten Militärhäfen des Landes fungierte. Die Hauptattraktion ist hier das riesige Yamato Museum. Das Gebäude war über ein Jahr lang wegen einer umfassenden Renovierung komplett geschlossen und wurde im April 2026 feierlich wieder für Besucher geöffnet, wobei sich der Eintrittspreis auf 1.000 Yen verdoppelt hat (ca. 5,50 €).

Im Inneren beeindruckt dich vor allem das detaillierte Modell des legendären Schlachtschiffs Yamato im Maßstab eins zu zehn, das über sechsundzwanzig Meter misst. Direkt daneben steht das JMSDF-Museum, das du auf den ersten Blick erkennst. Davor liegt nämlich das ausgediente U-Boot Akishio, in dessen beengte Innenräume du völlig kostenlos klettern kannst.

In Kure lieben alle das Marine-Gericht „Navy Curry“, das bis heute auf Militärschiffen serviert wird, aber für Vegetarier wegen des Fleischgehalts ungeeignet ist. Die Stadt hat eine sehr spezifische industrielle Atmosphäre, und die Museen befinden sich etwa fünf Gehminuten direkt vom Bahnhof entfernt.

💡 Tipp: Beide großen Marinemuseen haben regelmäßig jeden Dienstag geschlossen. Plane deinen Ausflug daher lieber für die zweite Wochenhälfte, damit du nicht vor verschlossenen Türen stehst.

22. Saijō und Sake

Wenn dich traditioneller japanischer Alkohol interessiert, darfst du das Städtchen Saijō nicht auslassen. Es liegt etwa vierzig Minuten mit dem Nahverkehrszug von Hiroshima entfernt und gilt als eines der wichtigsten Zentren der Sake-Produktion in ganz Japan. In der Nähe des Bahnhofs findest du sieben Brauereien im Umkreis von etwa einem Kilometer, was es zum idealen Ort für eine Erkundung zu Fuß macht.

Die älteste ist Hakubotan aus dem Jahr 1675, einen Verkaufsraum hat zum Beispiel auch Kamotsuru, dessen Sake Tokusei Gold im Jahr 2014 von Premier Abe Präsident Obama eingeschenkt wurde. Die Verkostungen der Getränke selbst sind natürlich vollständig vegetarisch, nur solltest du nicht den traditionellen lokalen Hotpot Bishu-nabe nehmen, in dem Fleisch gekocht wird.

Der größte Trubel findet hier im Herbst während des berühmten Sake Matsuri-Festivals statt. Im Jahr 2026 fällt die Wochenendveranstaltung auf den 10. und 11. Oktober, wenn die Straßen sich mit Ständen füllen, tausend verschiedene Sake-Sorten aus dem ganzen Land verkostet werden und die Stadt voller Menschen ist. Buche deine Unterkunft in der Umgebung für dieses Wochenende sehr weit im Voraus.

💡 Tipp: Die Brauereien lassen sich bequem an einem entspannten Nachmittag erkunden. Wenn du aber während des Oktober-Festivals herkommst, rechne mit riesigen Menschenmassen fröhlicher und angeheiterter Besucher.

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Wohin weiter von Hiroshima

Hiroshima ist eine ideale Kreuzung für weitere Reisen. Wenn du wilde Natur suchst, nimm den Bus zur wunderschönen Sandankyō-Schlucht. Prüfe aber vor der Fahrt Sperrungen (zum Beispiel ist der Abschnitt Kurobuchi–Mizunashi bis Ende September 2026 geschlossen) und rechne damit, dass nachmittags nur zwei Rückfahrten verkehren. Für Tierliebhaber gibt es die Insel Okunoshima, auf der Kaninchen frei leben, aber die Präfektur erwägt hier bald die Einführung einer Touristensteuer wegen des Mülls. Für Geschichte fahr zum Hafen Tomonoura oder nach Takehara, das als „kleines Kyoto“ bezeichnet wird. Wenn du auf die nächste große japanische Insel überspringen möchtest, bringt dich vom hiesigen Hafen ein Schnellboot in siebzig Minuten direkt in die Stadt Matsuyama auf Shikoku.

Sportfans kommen hier auf ihre Kosten, denn 2024 eröffnete die Stadt das hochmoderne Fußballstadion Edion Peace Wing, und für das Baseball-Team Carp bekommst du Tickets über Klook. Von Hiroshima aus erreichst du auch schnell weitere Großstädte. Über viele großartige Orte kannst du in unserem Artikel Urlaub Japan: 21 Tipps, wohin und was man sehen sollte lesen.

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Häufig gestellte Fragen

Wie viele Tage brauche ich für Hiroshima?

Ideal sind mindestens zwei Nächte. Einen ganzen Tag widmest du dem Zentrum (Friedenspark, Museum, Burg und Shukkeien-Garten), am zweiten Tag fährst du früh morgens zur Insel Miyajima. Wenn du einen dritten Tag hinzufügst, schaffst du auch die Brücke in Iwakuni, den Radweg in Onomichi oder das U-Boot in Kure. Ein Tagesausflug von Osaka schafft nur Park und Museum, Hiroshima und Miyajima an einem Tag ist Hetze.

Was kosten die Eintritte im Jahr 2026?

Im Jahr 2026 zahlst du für das Friedensmuseum 200 Yen (der Audioguide kostet weitere 500), während die Atombombenkuppel und die unterirdische Nationale Gedenkstätte für die Opfer völlig kostenlos sind. Von den Aussichtspunkten rechne mit 2.200 Yen für den Orizuru Tower, für den Shukkeien-Garten zahlst du 350 Yen (Kombination mit dem Kunstmuseum für 660) und für das Museum of Art gibst du 1.000 bis 2.200 Yen je nach aktueller Ausstellung. Das Mazda Museum ist zwar kostenlos, aber nur mit Voranmeldung. Auf der Insel Miyajima bereite 300 Yen in bar für den Itsukushima-Schrein vor und 2.000 Yen für die Seilbahn, wobei die Fähre selbst 200 plus 100 Yen als Inselsteuer kostet. Die hölzerne Kintaikyō-Brücke kostet dich ab September 2026 500 Yen und das renovierte Yamato Museum glatte 1.000 Yen.

Muss ich das Friedensmuseum reservieren?

Normalerweise ist das für den ganzen Tag noch nicht notwendig, aber ein Online-Ticket ist Pflicht für die erste Morgenstunde (von 7:30 bis 8:30 Uhr) und für die letzten neunzig Minuten vor Schließung. Während des August-Feiertags Obon 2026 lief es bereits rein auf Reservierungen und die Stadt erwägt ernsthaft deren ganzjährige Einführung zusammen mit höherem Eintritt. Die meiste Ruhe für die Besichtigung gibt es dienstags oder donnerstags, normalerweise gleich morgens oder umgekehrt zwei Stunden vor der abendlichen Schließung.

Ist die Burg Hiroshima geöffnet?

Das Burgareal selbst, die Ninomaru-Wachtore und das Aussichtsboot auf dem Burggraben funktionieren normal und du kannst dich hierher begeben. Der Hauptturm aus Beton ist aber seit dem 22. März 2026 dauerhaft geschlossen wegen schlechter Statik und du kannst ihn leider nicht mehr besichtigen. Die historischen Exponate werden aktuell umgezogen und verlegt ins brandneue Sannomaru-Museum, das 2027 eröffnet wird.

Wann sieht man das Torii auf Miyajima „schwimmen“?

Es hängt von Ebbe und Flut ab, wobei der Schrein optisch auf dem Wasser schwimmt bei einem Wasserstand über 250 Zentimetern. Wenn du trockenen Fußes unter das Tor in den Sand treten willst, musst du auf Ebbe mit einem Wasserstand unter 100 Zentimetern warten. Die Zeiten verschieben sich um etwa fünfzig Minuten täglich, also überprüfe immer die Tabellen auf der offiziellen Website miyajima.or.jp. Rechne auch damit, dass die fünfstöckige Pagode eingerüstet ist und die Reikadō-Halle auf dem Berg Misen nach einem Brand erneuert wird.

Wie komme ich vom Flughafen und von Osaka oder Kyoto?

Vom Flughafen fährt ein Direktbus zum Bahnhof für 1.500 Yen und die Fahrt dauert etwa fünfzig Minuten. Wenn du mit dem Schnellzug Nozomi fährst, dauert die Fahrt von Shin-Osaka eine Stunde und fünfundzwanzig Minuten und kostet 10.950 Yen, während du von Kyoto eine Stunde und vierzig Minuten für 11.940 Yen fährst. Genau deshalb lohnt es sich extrem, den Kansai-Hiroshima Area Pass für fünf Tage für 17.000 Yen zu kaufen, der dir die Hin- und Rückfahrt abdeckt, und zusätzlich hast du damit auch die JR-Fähre zur Insel (die Miyajima-Steuer von 100 Yen zahlst du separat). In der Stadt selbst fahren dann Straßenbahnen für einheitlich 240 Yen.

Ist Hiroshima für Vegetarier geeignet?

Mit etwas Planung definitiv ja. Statt traditioneller Restaurants steuere auf veganes Okonomiyaki im Lokal Nagataya oder Jirokichi, oder versuche das vollständig vegane Restaurant JoGeSaYu, das chinesische Keiai oder Taiko Udon mit fleischloser Brühe. Auf Miyajima rettet dich das hervorragende Katsu-Curry im Kiyomori Chaya und das Café Momiji-sō. Pass aber sehr auf bei der üblichen Otafuku-Sauce, die Austern- und Fleischextrakt enthält, und vergiss nicht, dass die süßen Momiji-Manjū-Küchlein aus Milch und Eiern gemacht werden.

Praktische Informationen

Deutsche Reisende benötigen für einen normalen touristischen Aufenthalt von bis zu neunzig Tagen kein Visum. Es reicht, ein paar Tage vor dem Abflug das elektronische Formular auf dem Portal Visit Japan Web auszufüllen, wodurch du QR-Codes für den schnellen Durchgang an der Einreise- und Zollkontrolle erhältst. Japan hat zwar ein System ähnlich dem amerikanischen namens JESTA genehmigt, aber es soll erst im Fiskaljahr 2028 starten, sodass sich für Reisen 2026 und 2027 nichts ändert. Weitere Details findest du in unserem Artikel Japan zum ersten Mal: JR Pass, Preise und praktische Tipps.

Bei der Budgetplanung rechne mit einem Kurs, der sich um 13,50 Kč pro 100 Yen bewegt. Japan führt langsam neue Gebühren ein, sodass in deinem Ticket bereits die ab Juli 2026 eingeführte Abflugsteuer von 3.000 Yen eingerechnet ist. Eine große Änderung erwartet Shopping-Liebhaber ab dem 1. November 2026, wenn sich das System der steuerfreien Einkäufe ändert. Im Geschäft zahlst du nun den vollen Preis mit Steuer, die du erst bei der Zollkontrolle am Flughafen zurückbekommst (vergiss nicht, die Quittungen aufzuheben, und rechne mit einer Warteschlange). In der Präfektur wird seit Frühjahr auch eine Übernachtungssteuer von 200 Yen pro Person und Nacht erhoben.

Auch wenn sich Kartenzahlungen hier schnell ausbreiten, ist Bargeld immer noch notwendig auf der Insel Miyajima, in älteren Ständen in Okonomi-mura oder beim Kauf von Laternen für die Abendandacht. Geldautomaten findest du zuverlässig in 7-Eleven-Geschäften oder auf Postämtern, wobei für den Transport am besten eine aufladbare IC-Karte ICOCA oder Suica geeignet ist, die du direkt in Apple Wallet laden kannst. Denke auch daran, dass man in Japan grundsätzlich kein Trinkgeld gibt – damit beleidigst du die Einheimischen eher.

Steckdosen funktionieren hier mit dem amerikanischen Typ A mit zwei flachen Stiften (das Netz hat 100 V und in Hiroshima 60 Hz), sodass du einen Reiseadapter brauchst. Leitungswasser ist überall sicher trinkbar. Wenn du Tattoos hast und dich auf traditionelle Onsen-Bäder freust, rechne damit, dass du sehr oft nicht hineingelassen wirst. Mit Englisch kommst du an Bahnhöfen, in Hotels und Museen durch, anderswo rettet dich der Übersetzer im Handy. Es gibt keinen Direktflug von Deutschland nach Japan; nach Hiroshima gelangst du am praktischsten mit Umstieg in Seoul oder über Tokio bzw. Osaka, und die Reise dauert etwa dreizehn bis sechzehn Stunden.

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