Roadtrip Südwestfrankreich: Bordeaux, Dordogne & Baskenland (10 Tage) im Jahr 2026

Wenn von Südfrankreich die Rede ist, denken die meisten vermutlich sofort an die überfüllten Strände der Riviera, an Lavendelfelder in der Provence und an endlose Touristenschlangen, die um jeden Zentimeter Schatten kämpfen. Heute möchte ich euch jedoch in eine völlig andere Welt mitnehmen – auf einen Frankreich Roadtrip, der viel ursprünglicher, authentischer und meiner Meinung nach auch deutlich spannender ist. Stellt euch eine Landschaft vor, in der die wilden Wellen des Atlantiks auf die majestätischen Gipfel der Pyrenäen treffen und auf dem Teller die besten Käsesorten mit schweren Rotweinen verschmelzen. Der Südwesten Frankreichs ist riesig, stolz und zieht euch mit seiner einzigartigen Atmosphäre völlig in seinen Bann.

In dieser Region geht es nicht darum, Sehenswürdigkeiten im Eiltempo von einer Liste abzuhaken, sondern um das langsame Entdecken versteckter Dörfer und atemberaubender Naturwunder. Ich habe für euch einen detaillierten Reiseplan für einen zehntägigen Roadtrip vorbereitet, der euch vom eleganten Bordeaux über die prähistorischen Höhlen der Dordogne bis zu den Surfstränden des Baskenlands und in die hohen Berge führt. Bewusst verzichten wir auf sinnlose Fahrten quer durchs ganze Land, damit ihr nicht das Gefühl habt, euren Urlaub nur durch eine staubige Windschutzscheibe zu verbringen. Stattdessen zeige ich euch, wo ihr in aller Ruhe euren Morgenkaffee genießen könnt und wohin ihr für die schönsten Ausblicke ganz ohne Stress und Hektik fahren solltet.

Zusammenfassung

  • Gesamtlänge der Strecke: Etwa 750 Kilometer reine Fahrt, die euch durch drei völlig unterschiedliche Regionen führt.
  • Ideale Dauer: Genau 10 Tage, sodass ihr an jedem wichtigen Ort genug Zeit habt, ohne unnötig zu hetzen.
  • Wann losfahren: Die besten Bedingungen bieten Mai, Juni und September, wenn ihr der extremen Sommerhitze und den brutalen Staus entgeht.
  • Der Vibe: Der Kontrast zwischen eleganter Weinregion, mittelalterlichen Burgen auf den Felsen, Surfkultur und rauen Bergen.
  • Worauf ihr euch freuen könnt: Der Aufstieg auf die größte Sanddüne Europas, eine Bootsfahrt auf einem unterirdischen Fluss und Sternenbeobachtung hoch oben in den Pyrenäen.
  • Wichtigster Tipp: Unterkünfte und Eintrittskarten für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten (vor allem die Höhlen) solltet ihr für 2026 mehrere Monate im Voraus reservieren, die Kapazitäten sind streng begrenzt.

Wann sich diese Reise lohnt

Die Wahl des richtigen Reisezeitraums ist absolut entscheidend, denn der Südwesten Frankreichs kann im Sommer gnadenlos sein und die Temperaturen klettern hier regelmäßig auf 38 bis 40 Grad. Wenn ihr im Juli oder August anreist, müsst ihr euch darauf einstellen, dass das ganze Land in den Ferien ist und die Küstenregionen aus allen Nähten platzen. Besonders am ersten Augustwochenende, das die Franzosen „chassé-croisé“ nennen, verwandeln sich die Straßen in einen endlosen, frustrierenden Parkplatz, weil sich auf den Autobahnen riesige Urlauberströme abwechseln. Zudem schießen in dieser Zeit die Unterkunftspreise steil nach oben und ohne vorherige Reservierung einen freien Tisch im Restaurant zu finden, ist nahezu unmöglich.

Eine viel klügere Wahl sind die Frühlings- oder frühen Herbstmonate, die stabiles Wetter und eine deutlich entspanntere Atmosphäre bieten. Mai und Juni bedeuten lange, lichtdurchflutete Tage, sehr angenehme Temperaturen zum Wandern und eine Natur in voller Blüte. Behaltet aber im Hinterkopf: Wenn ihr im Mai in die höheren Lagen der Pyrenäen zum Wasserfall von Gavarnie aufbrecht, kann dort auf den Wegen noch Schnee liegen. Für Ozeanliebhaber ist dagegen der frühe September großartig, wenn das Wasser noch sommerliche Temperaturen hat, das Becken von Arcachon die größten Touristenmassen aber bereits verlassen haben.

Wenn ihr Wein liebt, sind September und Oktober eine absolut phänomenale Wahl. In dieser Zeit findet die traditionelle Weinlese statt und das gesamte Dordogne-Tal färbt sich in wunderschöne herbstliche Gold- und Purpurtöne. Die Temperaturen sind im Oktober ideal für Spaziergänge durch die Weinberge und Verkostungen in alten Kellern. Außerdem beginnt im Herbst die Hauptsaison fürs Surfen im Baskenland, wenn der Atlantik die besten und saubersten Wellen an die Küste schickt. Meidet kurzum den Hochsommer und eure Reise wird deutlich günstiger, authentischer und vor allem ohne unnötigen Stress.

Praktische Infos: Auto, Verkehr und Budget
Foto: Jebulon / Wikimedia Commons, CC0

Praktische Infos: Auto, Verkehr und Budget

Dieser Reiseplan ist in erster Linie als Roadtrip konzipiert, denn ohne eigenes Auto kommt ihr schlicht nicht in die abgelegenen Täler und zu den Bergwasserfällen. Ein Auto könnt ihr bequem gleich nach der Landung am Flughafen Bordeaux mieten – ich empfehle euch, zuverlässige Vergleichsportale zu nutzen, um den besten Preis für eine umfassende Versicherung zu bekommen. Die französischen Autobahnen sind in hervorragendem Zustand, allerdings müsst ihr euch auf das System der Mautstationen (péages) einstellen, das euch rund 9,50 Euro pro 100 gefahrene Kilometer kostet. An den Mautstellen könnt ihr problemlos mit der normalen EC- oder Kreditkarte zahlen, ihr braucht also keine Handvoll Kleingeld.

Besonders achtgeben solltet ihr auf die Umweltzonen (ZFE), die in Frankreich in den meisten größeren Städten gelten und deren Regeln für 2026 noch einmal verschärft wurden. Selbst wenn ihr einen modernen Mietwagen habt, müsst ihr die spezielle Umweltplakette Crit’Air besorgen, die ihr online für etwa 5 Euro bestellen könnt. Fahrt ihr ohne sie in eine Zone, droht euch ein völlig unnötiges Bußgeld von 68 Euro, das euch die Vermietung anschließend von der Kaution abzieht. Das Parken in Städten wie Biarritz oder Sarlat ist in der Saison ein Albtraum, sucht daher immer nach einer Unterkunft mit eigenem reservierten Stellplatz.

Was das ungefähre Budget für 2026 angeht: Frankreich gehört definitiv nicht zu den günstigen Reisezielen, lässt sich mit etwas Planung aber durchaus vernünftig meistern. Ein normales Mittagsmenü (menu du jour) in einem kleinen Bistro kostet euch 15 bis 25 Euro, während ein abendliches Drei-Gänge-Menü im besseren Restaurant bei etwa 35 bis 50 Euro pro Person liegt. Ein klassischer Espresso an der Theke kostet rund 2 Euro und ein Trinkgeld von 15 % ist bereits per Gesetz im Rechnungsbetrag enthalten (service compris) – wenn ihr also ein, zwei Euro extra für besonders guten Service auf dem Tisch lasst, ist das reine Geste eurerseits.

Der Reiseplan Tag für Tag

Werfen wir gemeinsam einen Blick auf den detaillierten Reiseplan, der euch durch das Beste führt, was Südwestfrankreich zu bieten hat. Die Route ist so angelegt, dass ihr jeden Tag Zeit habt, die lokale Atmosphäre aufzusaugen, statt nur kopflos zum nächsten Stopp zu hetzen.

Tag 1: Ankunft in Bordeaux und die moderne Uferpromenade
Foto: Didier Descouens / Wikimedia Commons, Public domain

Tag 1: Ankunft in Bordeaux und die moderne Uferpromenade

Eure Reise beginnt in Bordeaux, das ihr heute dank Direktflügen von Frankfurt, München oder Berlin – etwa mit Lufthansa, easyJet oder Volotea – problemlos erreicht. Diese dynamische Metropole am Ufer der Garonne hat eine der erfolgreichsten städtebaulichen Verwandlungen ganz Europas durchgemacht, und die alten Docks sind heute voller Kultur. Vom Flughafen seid ihr schnell im Zentrum, und danach empfehle ich gleich einen langen Spaziergang an der Uferpromenade. Der absolute Mittelpunkt der ganzen Stadt ist der atemberaubende Miroir d’eau, ein riesiger Wasserspiegel von 3.450 Quadratmetern, in dem sich die monumentale Palastfassade an der Place de la Bourse in einer dünnen Wasserschicht wunderschön spiegelt.

Am Nachmittag geht es ins nördliche Viertel Bacalan, wo das faszinierende Gebäude La Cité du Vin in die Höhe ragt, dessen organische Form an im Glas schwenkenden Wein erinnert. 2026 feiert dieses hypermoderne Museum sein zehnjähriges Jubiläum, der Eintritt kostet euch rund 22 Euro. Drinnen erwartet euch eine äußerst interaktive Reise durch die Weinkulturen der Welt, die ihr im verglasten Belvédère in der achten Etage mit einem grandiosen Panoramablick über die ganze Stadt krönt. Wer dunklere, industrielle Räume mag, findet ganz in der Nähe die Bassins des Lumières, eine ehemalige U-Boot-Basis, die in ein gigantisches Zentrum für digitale Kunst verwandelt wurde.

Kulinarisch ist Bordeaux überaus großzügig und bietet unzählige tolle Bistros und Cafés mit entspannter Atmosphäre. Ich empfehle euch, euch ein ehrliches Gemüse-Ratatouille zu gönnen oder einen großen Teller mit gereiften lokalen Käsesorten zu bestellen, zu dem ihr ein knuspriges frisches Baguette bekommt. Fleischliebhaber suchen hier oft den berühmten Entenconfit, der für diese ganze Region absolut typisch und in den Restaurants allgegenwärtig ist.

💡 Tipp: Übernachtet direkt im historischen Zentrum von Bordeaux, zum Beispiel im Viertel Chartrons, damit ihr abends zu Fuß ins pulsierende Stadtleben aufbrechen könnt. Eine gute Wahl ist die Reservierung über Booking.com im gemütlichen Hotel Casa Blanca B&B, das euch mit seinem Design verzaubert.

Bordeaux hatte zwar kein gutes Wetter für uns parat, hat uns aber definitiv nicht enttäuscht
Bordeaux hatte zwar kein gutes Wetter für uns parat, hat uns aber definitiv nicht enttäuscht

Tag 2: Weinausflug nach Saint-Émilion

Am Morgen des zweiten Tages empfehle ich, das Auto sicher in Bordeaux geparkt zu lassen und mit dem bequemen Regionalzug TER in das berühmte Weinstädtchen Saint-Émilion zu fahren. Die Fahrt vom Bahnhof Saint-Jean dauert nur etwa 33 bis 40 Minuten und erspart euch viel Stress bei der Parkplatzsuche in den überfüllten engen Gassen. Dieses mittelalterliche Städtchen aus goldgelbem Kalkstein ist von einem wunderschönen Meer aus Weinbergen umgeben, das als allererste Weinbaulandschaft der Welt die prestigeträchtige Aufnahme in die UNESCO-Liste erlangte.

Sobald ihr aus dem kleinen Bahnhof tretet, könnt ihr direkt zu Fuß zwischen die Rebzeilen aufbrechen und einige der berühmten Weingüter, die sogenannten châteaux, besuchen. Reserviert die Verkostungen aber unbedingt rechtzeitig online, denn ohne Anmeldung lassen sie euch in die besten Keller schlicht nicht hinein. Im Zentrum des Städtchens dürft ihr dann die faszinierende monolithische Kirche, die direkt in den unterirdischen Fels gehauen wurde, sowie einen Spaziergang durch die steilen gepflasterten Gässchen, die die Einheimischen tertres nennen, nicht verpassen. Der Glockenturm über dem Hauptplatz bietet einen Ausblick, für den sich auch die anstrengendsten Stufen lohnen.

Zum Mittagessen bestellt euch in einem der kleinen versteckten Restaurants unbedingt ein luftiges Omelett mit frischen Kräutern oder einen vorzüglichen Schafskäse mit Nüssen und Trauben. Die Gastronomie in Saint-Émilion ist sehr ehrlich und rustikal, sie macht euch zuverlässig für den ganzen Nachmittag satt. Die örtlichen Restaurants halten sich strikt an die Mittagszeit zwischen zwölf und zwei Uhr nachmittags, plant euer kulinarisches Erlebnis daher genau in dieses enge Zeitfenster.

💡 Tipp: Erkundet das Städtchen am frühen Nachmittag und kehrt zur Nacht zurück nach Bordeaux, wo ihr eure Basis habt. Eine Verkostung könnt ihr ganz einfach über Plattformen wie GetYourGuide buchen, die oft auch Führungen mit englischsprachigem Guide anbieten.

Tag 3: Zum Ozean über Arcachon und die Dune du Pilat
Foto: DimiTalen / Wikimedia Commons, CC0

Tag 3: Zum Ozean über Arcachon und die Dune du Pilat

Heute ist es endlich an der Zeit, sich ans Steuer zu setzen und Richtung Westen zur ungezähmten Atlantikküste aufzubrechen, die nach Kiefern und salzigem Wind duftet. Das Becken von Arcachon bildet einen absolut einzigartigen Mikrokosmos, und das Hauptziel des heutigen Tages ist die gewaltige Dune du Pilat. Mit einer Höhe von 110 Metern handelt es sich um die größte Sanddüne ganz Europas, die wie ein lebender Organismus den angrenzenden tiefen Kiefernwald unaufhörlich verschlingt. In den Sommermonaten kommen hier täglich über 10.000 Besucher an, das Timing eures Besuchs ist also absolut entscheidend.

Klettert die Düne auf keinen Fall um die Mittagszeit hinauf, wenn der Sand buchstäblich weißglühend ist und der Aufstieg ohne ein Fleckchen Schatten zur reinen Tortur wird. Viel klüger ist es, entweder früh am Morgen vor elf Uhr oder erst nach sieben Uhr abends zu kommen. Der Sand kühlt angenehm ab, die Massen verschwinden und ihr könnt einen absolut phänomenalen Sonnenuntergang genießen. Der Ausblick, bei dem ihr auf der einen Seite den endlosen blauen Ozean und auf der anderen den tiefgrünen Teppich des Landes-Waldes habt, ist atemberaubend. Wenn ihr beim Hauptparkplatz sparen wollt, könnt ihr die kostenlosen Stellplätze am Strand Petit Nice ausprobieren und zu Fuß zur Düne laufen.

Nach dem Aufstieg lohnt sich ein Halt im Städtchen Gujan-Mestras, wo das Herz der lokalen Austernkultur mit sieben kleinen Häfen und Dutzenden bunten Holzhütten (cabanes) direkt am Wasser schlägt. Während Meeresfrüchte-Fans hier in Massen frisch herausgeholte Austern verkosten, könnt ihr in einem der Strandcafés eine vorzügliche herzhafte Galette genießen, gefüllt mit gegrilltem Gemüse und Käse. Es ist ein wunderbar entspannter Ort, an dem die Leute auf groben Holzbänken sitzen und es nirgendwohin eilig haben.

💡 Tipp: Übernachtet heute in der Umgebung des Beckens, idealerweise im Städtchen Arcachon. Eine sehr gute Bewertung hat zum Beispiel das Hôtel Le B d’Arcachon, das ihr über Booking.com reservieren könnt und das nur einen Steinwurf vom Strand entfernt liegt.

Tag 4: Fahrt in die Dordogne und das urzeitliche Lascaux
Foto: Krzysztof Golik / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Tag 4: Fahrt in die Dordogne und das urzeitliche Lascaux

Die heutige Fahrt nimmt euch von der Küste tief ins Landesinnere mit, in die magische Region Dordogne, die von Eichenwäldern, Kalksteinfelsen und träge dahinfließenden Flüssen geprägt ist. Die Fahrt von Arcachon dauert rund zweieinhalb Stunden, brecht also früh am Morgen auf, damit ihr genug Zeit habt, das Tal des Flusses Vézère zu erkunden. Genau hier befindet sich die Wiege der Menschheit und Höhlensysteme, die Zehntausende Jahre alte Malereien bergen, die Wissenschaftler aus aller Welt nicht aufhören zu faszinieren.

Euer Ziel ist die legendäre Höhle von Lascaux, oft als „Sixtinische Kapelle der Urzeit“ bezeichnet. Die ursprüngliche Höhle ist zum Schutz der Malereien streng geschlossen, aber ihr könnt die perfekte und hypermoderne Replik Lascaux IV besuchen, die 2016 eröffnet wurde. Drinnen herrscht eine konstante Temperatur von 13 °C und die ganze Höhle wurde mithilfe von 3D-Scans millimetergenau nachgebildet. Für 2026 gelten sehr strenge Regeln, und eine Reservierung der Tickets für einen bestimmten Zeitpunkt über die offizielle Website lascaux.fr ist mehrere Wochen im Voraus absolut notwendig, sonst kommt ihr schlicht nicht hinein. Ein Vorteil von Lascaux IV ist außerdem das regelmäßige Angebot an englischsprachigen Führungen.

Nach der faszinierenden Erkundung des Untergrunds empfehle ich euch, in einem der kleinen Dörfer zum Mittagessen einzukehren und einen vorzüglichen lokalen Salat mit frischen Walnüssen und warmem Ziegenkäse zu bestellen. Nüsse (noix) sind für dieses Tal absolut typisch und die Einheimischen stellen daraus ein hervorragendes Öl her, das jedem Gericht eine unglaubliche Tiefe verleiht. Die berühmte Gänseleber Foie gras hingegen, die hier eine kulinarische Religion ist, werden eher Reisende lieben, die traditionelle Fleischkost bevorzugen.

💡 Tipp: Fahrt am Abend nach Sarlat, das eure strategische Basis für die nächsten Tage sein wird. Übernachtet in Gehweite des Zentrums, zum Beispiel im bezaubernden Hotel Plaza Madeleine über Booking.com, damit ihr die abendliche Atmosphäre der altehrwürdigen Gassen auf euch wirken lassen könnt.

Tag 5: Die Burgen des Dordogne-Tals und Sarlat
Foto: Jebulon / Wikimedia Commons, CC0

Tag 5: Die Burgen des Dordogne-Tals und Sarlat

Sarlat-la-Canéda ist das steinerne Herz der gesamten Region und kann sich der höchsten Dichte historischer Denkmäler pro Quadratmeter in ganz Europa rühmen. Wenn ihr mittwochs oder samstags am Morgen ankommt, erlebt ihr einen riesigen, pulsierenden Markt, der das ganze historische Zentrum ausfüllt. Die Häuser aus honigfarbenem Kalkstein und die mit schweren Steinplatten gedeckten Dächer wirken, als wären sie vor einigen Jahrhunderten in der Zeit eingefroren. Es ist ein idealer Ort für einen Morgenkaffee und den Einkauf von frischem Käse.

Gegen Mittag brecht zur Dordogne auf, wo sich über das Tal hinweg zwei uralte Rivalen aus den Zeiten des Hundertjährigen Krieges finster anstarren – die Burgen Beynac und Castelnaud. In Beynac, das einst französisches Gebiet verteidigte, müsst ihr die steilen gepflasterten Gassen bis hinauf zur Festung selbst erklimmen, von wo aus sich euch ein atemberaubender Blick auf den von Maisfeldern gesäumten Fluss bietet. Auf dem gegenüberliegenden Hügel steht das englische Castelnaud, das heute ein fantastisches Museum mittelalterlicher Kriegsführung mit Repliken von Belagerungsmaschinen birgt. Mietet euch anschließend ein Kajak und brecht zu einer entspannten Fahrt von Vitrac nach Beynac auf, die 16 Kilometer misst und euch rund drei bis vier Stunden gemächliches Paddeln direkt unter den majestätischen Felsen beschert.

Am Abend kehrt nach Sarlat zurück und genießt die traditionellen Kartoffeln pommes sarladaises, die mit Knoblauch und einer großzügigen Portion Petersilie gebacken werden, bis sie eine perfekte knusprige Kruste bekommen. Dieses deftige Gericht wird zwar oft als Beilage zu Entenfleisch serviert, ergibt aber in Kombination mit einem frischen Gemüsesalat ein absolut sättigendes vegetarisches Abendessen. Die ganze Stadt ist nach Einbruch der Dunkelheit wunderschön von alten Gaslaternen beleuchtet, was eine unvergleichlich romantische Atmosphäre schafft.

💡 Tipp: Behaltet dieselbe Unterkunft wie in der vorherigen Nacht in Sarlat, damit ihr nicht packen müsst und den ruhigen Morgen in diesem architektonischen Kleinod ohne unnötige Ortswechsel in vollen Zügen genießen könnt.

Tag 6: Wunder im Fels und der Abgrund von Padirac
Foto: Benjamin Smith / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
lukas a lucka
Lukáš und Lucie empfehlen
Wo man in Südwestfrankreich übernachten kann
6 Unterkünfte — Hotels, Wellnesshotels und weitere Unterkunftsmöglichkeiten
⭐ TOP WAHL 🏡 Pension/B&B
Casa Blanca B&B
Gemütliches B&B im Designer-Viertel Chartrons im historischen Zentrum von Bordeaux, von wo aus Sie die ganze Stadt bequem zu Fuß erreichen können. Idealer Ausgangspunkt für die Erkundung der Stadt und Ausflüge nach Saint-Émilion.
★★★★ Preise prüfen
Verfügbarkeit prüfen
🏨 Hotel
Hôtel Le B d’Arcachon
Hotel nur wenige Schritte vom Strand in der Bucht von Arcachon entfernt. Ausgezeichnete Bewertungen und ideale Lage für den Besuch der Düne von Pilat und der umliegenden Küste.
★★★★ Preise prüfen
Verfügbarkeit prüfen
🏨 Hotel
Plaza Madeleine
Charmantes Hotel in fußläufiger Entfernung vom Zentrum des mittelalterlichen Sarlat. Perfekte Basis für die Erkundung der Schlösser des Dordogne-Tals und der prähistorischen Höhlen von Lascaux.
★★★★ Preise prüfen
Verfügbarkeit prüfen
🏨 Hotel
Villa Navarre
Elegantes Hotel in der Umgebung von Pau, das als Zwischenstopp auf dem Weg von der Dordogne ins Baskenland dient. Ideal, um eine längere Fahrt zu verkürzen.
★★★★ Preise prüfen
Verfügbarkeit prüfen
⭐ Luxury
Grand Hôtel Thalasso & Spa
Premium-Hotel in dem ruhigen Hafenstädtchen Saint-Jean-de-Luz mit Wellnessbereich. Viel ruhigere Alternative zum lebhaften Biarritz, von wo aus Sie die Surfstrände leicht erreichen können.
★★★★ Preise prüfen
Verfügbarkeit prüfen
🏨 Hotel
Hôtel Lion d’Or
Klassisches Hotel in dem historischen Pyrenäenstädtchen Cauterets, das für seine Thermalquellen bekannt ist. Ideale Erholung nach einer ganztägigen Wanderung zum Wasserfall von Gavarnie.
★★★★ Preise prüfen
Verfügbarkeit prüfen

Tag 6: Wunder im Fels und der Abgrund von Padirac

Heute verlassen wir die Dordogne ein wenig und fahren rund eine Stunde nach Südosten in die Nachbarregion Lot, die zwei absolute Highlights birgt. Das erste ist Rocamadour, ein vertikales Dorf, das der Schwerkraft trotzt und buchstäblich an einer senkrechten Felswand über einer tiefen Schlucht klebt. Bereits seit dem 12. Jahrhundert ist es einer der wichtigsten Wallfahrtsorte, an den die Menschen pilgern, um die Figur der Schwarzen Madonna zu verehren – und dabei 216 steile Steinstufen erklimmen müssen. Um den erdrückenden Massen zu entgehen, empfehle ich, gleich um neun Uhr morgens hierherzukommen.

Nach der Erkundung der Heiligtümer fahrt zum nahegelegenen Naturwunder namens Gouffre de Padirac. Stellt euch einen riesigen Abgrund von 33 Metern Durchmesser vor, in den ihr 75 Meter tief unter die Erde hinabsteigt, in eine konstante Temperatur von 13 °C. Unten steigt ihr in ein kleines Boot und fahrt auf einem unterirdischen Fluss durch kristallklares Wasser bis in gewaltige Hallen mit beleuchteten Tropfsteinen. Dieses überwältigende Höhlensystem öffnet für 2026 am 28. März, das Ticket kostet 22,50 Euro, und eine Online-Reservierung für einen bestimmten Zeitslot ist auch hier absolut notwendig.

Nach der Rückkehr an die Erdoberfläche bekommt ihr garantiert Hunger, also vergesst nicht, euch in einem lokalen Restaurant einen vorzüglichen Salat mit warmem Ziegenkäse Rocamadour zu gönnen, der euch buchstäblich auf der Zunge zergeht. Dieser feine Käse trägt ein prestigeträchtiges Gütesiegel (AOP) und ergibt in Kombination mit Honig und Nüssen eine wahre Symphonie der Aromen. Fleischesser gönnen sich hier oft schwere Landpasteten, aber frisches Gemüse und lokaler Käse machen euch vor der längeren Nachmittagsfahrt deutlich angenehmer satt.

💡 Tipp: Fahrt für die Nacht Richtung Süden zum Baskenland, um euch die morgige Fahrt zu verkürzen. Eine sehr gute Wahl ist eine Unterkunft in der Umgebung der Stadt Pau, zum Beispiel das elegante Hotel Villa Navarre, das ihr leicht auf Booking.com findet.

Tag 7: Hinunter ins Baskenland über Bayonne
Foto: Daniel VILLAFRUELA / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Tag 7: Hinunter ins Baskenland über Bayonne

Am Morgen erwartet euch eine längere Fahrt nach Südwesten, wo sich der Charakter der Landschaft und der Architektur dramatisch zu verändern beginnt und ihr stolzes baskisches Gebiet betretet. Euer erster Halt ist Bayonne, eine Stadt am Zusammenfluss der Flüsse Nive und Adour, die das kulturelle Herz des französischen Teils dieser Region ist. Ihr spaziert durch enge Gassen, die von hohen Häusern mit den typischen roten und grünen Fensterläden gesäumt sind und der Stadt einen unverwechselbaren, leicht rauen Charakter verleihen.

Bayonne ist das absolute Synonym für vorzügliche Schokolade, deren Herstellung im 17. Jahrhundert jüdische Flüchtlinge aus Spanien hierherbrachten, und ihr müsst euch in einem der traditionellen Lädchen unter den Arkaden eine dicke, herbe heiße Schokolade bestellen. Während Touristenmassen hier den berühmten luftgetrockneten Schinken Jambon de Bayonne kaufen, der viele Monate reift, verlangt zum Mittagessen unbedingt Piperade, ein traditionelles baskisches Schmorgericht aus Tomaten, Zwiebeln und Paprika, oft serviert mit einem Spiegelei. Es ist ein unglaublich duftendes und ehrliches Gericht.

Am Nachmittag macht einen rund halbstündigen Abstecher ins Landesinnere ins Dorf Espelette, das einer der berühmtesten französischen Zutaten seinen Namen gab – der Paprikasorte Piment d’Espelette. Die Fassaden der traditionellen weißen Häuser sind am Ende des Sommers buchstäblich mit Tausenden Girlanden trocknender roter Schoten behängt, was ein absolut atemberaubendes Schauspiel ergibt. Das ganze Dorf duftet nach wärmendem Gewürz und es herrscht eine sehr entspannte ländliche Atmosphäre, die im Oktober mit einem großen Paprika-Festival ihren Höhepunkt findet.

💡 Tipp: Bucht euer Nachtquartier im nahegelegenen Hafenstädtchen Saint-Jean-de-Luz, das viel ruhiger ist als das geschäftige Biarritz. Eine tolle Erfahrung verspricht das Grand Hôtel Thalasso & Spa, dessen Reservierung ihr bequem über Booking.com erledigt.

Tag 8: Surfen und Aristokratie in Biarritz
Foto: Shalom Jacobovitz / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Tag 8: Surfen und Aristokratie in Biarritz

Der heutige Tag ist den Wellen, dem Ozean und der Eleganz gewidmet, denn wir schauen in Biarritz vorbei, das die unbestrittene Hauptstadt des europäischen Surfens ist. Das einst verschlafene Fischerdorf wurde im 19. Jahrhundert von der europäischen Aristokratie berühmt gemacht, und bis heute spürt ihr hier eine faszinierende Mischung aus verblasster kaiserlicher Noblesse und entspannter Strandkultur. Rund um die prunkvollen Hotels aus der Belle Époque und das berühmte Casino flanieren heute ganz selbstverständlich Menschen im Neoprenanzug, das Brett unter dem Arm und Sand zwischen den Zehen.

Das Wahrzeichen der Stadt ist die belebte Grande Plage mit ihren ikonischen gestreiften Zelten, aber wenn ihr eine ruhigere Atmosphäre genießen wollt, geht zum Strand Côte des Basques, der von steilen Felsen begrenzt wird und einen perfekten Blick auf die Villa Belza bietet. Genau hier begann in den fünfziger Jahren die Geschichte des europäischen Surfens, und die Wellen sind hier für Anfänger viel freundlicher. Stellt euch allerdings darauf ein, dass das Parken in Biarritz in den Sommermonaten ein wahrer Albtraum ist und die Polizei hier völlig kompromisslos saftige Bußgelder fürs Falschparken verteilt.

Nach einem Spaziergang an der Küste und dem Beobachten der Surfer empfehle ich euch, in eine der lokalen Tapas-Bars einzukehren und vegetarische Pintxos zu probieren, kleine Häppchen auf einem Spieß. Oft findet ihr darauf vorzügliche gebratene Paprika, Oliven, lokalen Käse oder eine ehrliche Kartoffel-Tortilla – und dazu darf ein Glas erfrischender Weißwein nicht fehlen. Fleischklassikern und Meeresfrüchten entkommt ihr hier zwar nicht, aber das fleischlose Angebot ist im Baskenland überraschend vielfältig und unglaublich schmackhaft.

💡 Tipp: Bleibt in Saint-Jean-de-Luz untergebracht und macht nach Biarritz nur einen Tagesausflug. So spart ihr euch viel Geld und Nerven fürs überteuerte Parken und genießt am Abend eine viel ruhigere Hafenpromenade.

Tag 9: In die Berge zum Wasserfall von Gavarnie und zu den Sternen
Foto: Benh LIEU SONG / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Tag 9: In die Berge zum Wasserfall von Gavarnie und zu den Sternen

Heute lassen wir die Küste hinter uns und brechen zu den rauen, majestätischen Gipfeln der Pyrenäen auf, die die natürliche Grenze zwischen Frankreich und Spanien bilden. Die Fahrt in die Berge ist voller kurviger Straßen, auf denen die Durchschnittsgeschwindigkeit selten fünfzig Kilometer pro Stunde überschreitet, doch die dramatischen Ausblicke entschädigen voll und ganz. Euer Hauptziel ist der Cirque de Gavarnie, ein gewaltiger gletschergeformter Talkessel, der zum UNESCO-Welterbe gehört und den der berühmte Schriftsteller Victor Hugo als „Kolosseum der Natur“ bezeichnete.

Vom Dorf Gavarnie erwartet euch eine rund anderthalb- bis zweistündige Wanderung, die euch direkt auf den Grund des Kessels führt, von wo die Grande Cascade de Gavarnie herabstürzt. Dieser atemberaubende Wasserfall misst unglaubliche 422 Meter und zählt zu den höchsten ganz Europas, wobei die eisige Gischt hier Dutzende Meter weit durch die Luft fliegt. Das Erlebnis, wenn ihr unter einer riesigen Wand aus Kalkstein und Granit steht und das ohrenbetäubende Tosen des herabstürzenden Wassers hört, ist absolut unbezahlbar – und auch für durchschnittlich fitte Wanderer machbar.

Wenn ihr nach der Wanderung Hunger habt, wärmt euch in einer Berghütte mit einer kräftigen Gemüsesuppe Garbure auf, die voller Bohnen, Kohl und Wurzelgemüse ist. Traditionell kommt zwar auch Fleisch hinein, aber in guten Restaurants bereiten sie euch sehr bereitwillig eine rein vegetarische und unglaublich sättigende Version zu. Am Nachmittag könnt ihr, wenn ihr Mut und genug Zeit habt, mit der Seilbahn von La Mongie auf den Pic du Midi auf 2.877 Meter Höhe fahren, wo eine einzigartige astronomische Sternwarte mit atemberaubendem Blick auf das gesamte Gebirge betrieben wird.

💡 Tipp: Übernachtet im klassischen Pyrenäen-Städtchen Cauterets, das für seine historischen Thermalquellen bekannt ist. Probiert zum Beispiel das Hôtel Lion d’Or über Booking.com, wo ihr euch nach einer ganztägigen Wanderung garantiert gut erholt.

Tag 10: Wallfahrtsort Lourdes und Rückkehr über Toulouse
Foto: PierreSelim / Wikimedia Commons, CC BY 3.0

Tag 10: Wallfahrtsort Lourdes und Rückkehr über Toulouse

Der letzte Tag unseres Reiseplans führt uns an einen Ort, der sich jeder gewöhnlichen touristischen Beschreibung entzieht und jährlich unglaubliche 4 bis 6 Millionen Besucher anzieht. Lourdes liegt am Fuße der Berge und fungiert seit 1858, als hier in der Grotte von Massabielle angeblich die Jungfrau Maria erschien, als einer der wichtigsten Wallfahrtsorte der christlichen Welt. Die Atmosphäre in der Stadt ist stark polarisierend, denn die Straßen voller kommerzieller Stände mit leuchtenden Rosenkränzen stehen in scharfem Kontrast zur stillen Hoffnung der Kranken am eigentlichen Ort der Erscheinung.

Bei der Planung eures Besuchs 2026 solltet ihr bedenken, dass zum Beispiel vom 21. bis 28. August hier eine riesige britische Wallfahrt stattfindet, sodass die Stadt buchstäblich aus allen Nähten platzt. Ob ihr gläubig seid oder nicht – ich empfehle euch, die Atmosphäre während der abendlichen Marienprozession um 21:00 Uhr aufzusaugen, wenn Tausende Menschen mit Kerzen in den Händen schreiten und eine tiefe Stille herrscht, die nur vom Flüstern der Gebete unterbrochen wird. Anschließend macht ihr euch auf eine rund zweistündige Fahrt über die Autobahn Richtung Toulouse, von wo aus die Heimreise auf euch wartet.

Bevor ihr aus der „rosa Stadt“, wie Toulouse oft genannt wird, abfliegt, nehmt euch Zeit für ein ordentliches Mittagessen in Form eines vegetarischen Cassoulet, falls es ein modernes Restaurant anbietet, oder gönnt euch eine ehrliche italienische Pizza aus dem Holzofen. Toulouse ist eine sehr junge Studentenstadt mit einem riesigen Angebot an internationaler Gastronomie. Wenn euch noch ein paar Stunden bis zum Abflug bleiben, könnt ihr noch das beeindruckende Airbus-Werk besuchen, aber vergesst nicht, dass die Reservierung für die Führung gut und gerne drei Wochen im Voraus erfolgen muss.

💡 Tipp: Wenn ihr einen frühen Flug habt, übernachtet lieber in unmittelbarer Nähe des Flughafens Toulouse, um die morgendlichen Staus nicht zu riskieren. Gute Dienste leistet euch das sehr zuverlässige Radisson Blu Hotel Toulouse Airport, das ihr leicht auf Booking.com findet.

Wo ihr entlang der Atlantikküste übernachten könnt

💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten über Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich dann über GetYourGuide zu vergleichen und zu kaufen.

Während eines zehntägigen Roadtrips macht es absolut keinen Sinn, jeden Tag das Hotel zu wechseln, denn ihr würdet die meiste Zeit mit dem Packen der Koffer verbringen. Viel besser ist es, einige strategische Stützpunkte zu wählen, von denen aus ihr sternförmige Ausflüge in die Umgebung unternehmt. So spart ihr Geld, entgeht unnötigem Stress beim Umziehen und habt das Gefühl, in der Region wirklich zu wohnen.

  • Region Bordeaux (Tage 1–2): Ideal ist es, direkt im historischen Zentrum von Bordeaux zu bleiben, von wo aus ihr unglaublich leicht mit dem Regionalzug auf einen Ausflug nach Saint-Émilion kommt und so Parkproblemen bei den Weinbergen entgeht. Sucht eine Unterkunft im stilvollen Viertel Chartrons mit seinen vielen Cafés und probiert zum Beispiel das gemütliche Casa Blanca B&B.
  • Küste und Becken (Tag 3): Wählt eine Unterkunft direkt in der Stadt Arcachon, die eine tolle Infrastruktur hat, oder im nahegelegenen Gujan-Mestras, wenn ihr näher an den rustikalen Austernfarmen sein wollt. So habt ihr sehr leichten Zugang zur Dune du Pilat und zu den Booten, die euch auf die Halbinsel Cap Ferret übersetzen können.
  • Dordogne und Périgord (Tage 4–6): Die mittelalterliche Stadt Sarlat-la-Canéda ist ein absolut perfekter Ausgangspunkt für die Erkundung des gesamten Tals. Sie bietet phänomenale Märkte und liegt nur einen kleinen Sprung von den wichtigsten Burgen am Fluss und den urzeitlichen Höhlen von Lascaux entfernt. Ich empfehle Hotels in Gehweite des Zentrums, zum Beispiel das Plaza Madeleine.
  • Baskenland (Tage 7–8): Um den teuersten Preisen und dem völligen Parkstress im sommerlichen Biarritz zu entgehen, übernachtet im viel malerischeren Hafen Saint-Jean-de-Luz. Zum Ozean und in die wichtigsten Surfzentren habt ihr es nur einen Katzensprung, verbringt die Abende aber in Ruhe bei guten Tapas.
  • Pyrenäen (Tage 9–10): Klassische Bergstädtchen wie Cauterets, bekannt für seine Thermalbäder, oder Luz-Saint-Sauveur sind ideale Tore in den Nationalpark und zum grandiosen Wasserfall von Gavarnie.

✈️ Günstige Flüge
Frankreich: günstigste Flüge ab 69 €
Vergleichen Sie alle Airlines und finden Sie die günstigsten Termine. · Mehr günstige Flüge →
Flüge finden →

Wohin als Nächstes

Wenn euch dieser Reiseplan Lust gemacht hat und ihr weitere Ecken Frankreichs vertiefen möchtet, könnt ihr meine weiteren ausführlichen Reiseführer durch diese wunderschöne Region lesen.

  • Interessieren euch mehr Details zu Wein und Architektur? Lest, was die Stadt Bordeaux selbst alles zu bieten hat.
  • Wollt ihr mehr Tage zwischen Burgen und urzeitlichen Höhlen verbringen? Werft einen Blick in den eigenen Artikel über die Region Dordogne und Périgord.
  • Lockt euch die ungezähmte Welle des Ozeans und die Surfkultur? Schaut euch den ausführlichen Reiseführer durch Biarritz an.
  • Sehnt ihr euch nach perfekter Erholung am Meer? Findet heraus, was Arcachon sonst noch verbirgt.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel kosten die Autobahngebühren in Frankreich?

In Frankreich gibt es keine einheitliche Autobahnvignette. Es gilt ein System von Mautstellen (péages), wobei der Durchschnittspreis bei etwa 9,50 Euro pro gefahrene 100 Kilometer liegt. Bezahlt werden kann sowohl bar als auch mit gängiger Kreditkarte.

Muss man im Sommer Sehenswürdigkeiten im Voraus reservieren?

Ja, unbedingt erforderlich. Insbesondere die Eintrittskarten für die Höhlen von Lascaux und den Abgrund Gouffre de Padirac sind in der Saison oft schon mehrere Wochen im Voraus ausverkauft. Ohne Online-Reservierung für ein bestimmtes Zeitfenster kommt ihr überhaupt nicht hinein.

Sprechen die Einheimischen Englisch?

In touristischen Zentren wie Bordeaux oder Biarritz kommt man mit Englisch relativ problemlos zurecht. Allerdings wird man in abgelegeneren Dörfchen in der Dordogne oder in den Pyrenäen zu schätzen wissen, wenn man zumindest grundlegende französische Phrasen versucht, wie guten Tag (bonjour) oder danke (merci).

Brauche ich für französische Städte eine Umweltplakette?

Ja, viele größere Städte haben sogenannte Umweltzonen (ZFE) eingeführt. Ihr müsst euch vorab online die Crit’Air-Plakette besorgen, die etwas über 5 Euro kostet, sonst droht euch ein ziemlich saftiges Bußgeld.

Ist es sicher, in Frankreich Leitungswasser zu trinken?

Ja, Leitungswasser ist in Frankreich absolut sicher und trinkbar. In Restaurants könnt ihr zum Essen ohne Bedenken eine Karaffe mit Wasser kostenlos bestellen, sagt einfach „une carafe d’eau, s’il vous plaît“.

Wann ist die schlechteste Zeit zum Reisen auf französischen Straßen?

Die größten Verkehrschaos entstehen während der Sommerferien, besonders Ende Juli und Anfang August während des sogenannten Chassé-croisé. An diesem Wochenende wechseln sich die Urlaubsschichten ab und die Straßen an der Küste kollabieren.

Gibt man in Frankreich Trinkgeld?

Laut französischem Gesetz ist das Trinkgeld in Höhe von 15 % immer im Endpreis auf der Rechnung enthalten (service compris). Wenn ihr mit dem Service sehr zufrieden wart, ist es üblich, zusätzlich 1 bis 2 Euro in Münzen auf dem Tisch liegen zu lassen.

Geprüfte Mietwagen in Frankreich🚗 Mietwagen auf ReisenGeprüfte Mietwagen in Frankreich

Suchen Sie über den DiscoverCars-Vergleich — er vergleicht Preise von Dutzenden lokalen und internationalen Vermietern, und die meisten Buchungen sind kostenlos stornierbar.

Autopreise in Frankreich vergleichen →
DiscoverCars-Vergleich✓ kostenlose Stornierung bei den meisten Buchungen✓ keine versteckten Gebühren

Tipps und Tricks für deinen Urlaub

Zahle nicht zu viel für Flugtickets

Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.

Buche deine Unterkunft clever

Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.

Vergiss die Reiseversicherung nicht

Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.

Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).

Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

Finde die besten Erlebnisse

Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!

📶 DATEN FÜR DIE REISE · Frankreich
Mobiles Internet im Urlaub — per eSIM
⚡ QR-Aktivierung in 2 Min. · 📱 keine physische SIM · 🌍 37 Länder · ab 3 €
eSIM für Europa holen →
✅ Vom Team des Reiseblogs Loudavým krokem · Unser eigenes Projekt — lk-sim.com

Verwandte Artikel

ANTWORT SCHREIBEN

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Sie sind hier:

ReisenEuropaRoadtrip Südwestfrankreich: Bordeaux, Dordogne & Baskenland (10 Tage) im Jahr 2026

Aktuelle Blogbeiträge