Als Lukáš und ich zum ersten Mal durch Andalusien gereist sind, erinnere ich mich noch genau an den Moment, als Granada nach staubigen Straßen plötzlich vor uns auftauchte. Eine Stadt, die sich auf der einen Seite an die schneebedeckten Gipfel der Sierra Nevada lehnt und auf der anderen den größten maurischen Schatz Europas birgt. Die Alhambra ist kein gewöhnlicher Palast – sie ist buchstäblich eine Stadt in der Stadt, aus der eine melancholische orientalische Atmosphäre strömt. Immer wenn ich an das allgegenwärtige Plätschern des Wassers und den Duft blühender Orangenbäume denke, bekomme ich sofort Lust, die Koffer zu packen. Deshalb habe ich diesen ausführlichen Artikel über Alhambra Granada Tickets, Tipps und Sehenswürdigkeiten 2026 zusammengestellt – denn ohne sorgfältige Planung kommt ihr hier schlichtweg nicht rein. Ich erkläre, wie das komplizierte Reservierungssystem funktioniert, gebe Tipps zur Anreise und Parkplatzsuche und zeige euch, was ihr in der Stadt unbedingt erleben solltet.

Zusammenfassung
- Tickets kaufen, sobald ihr die Flüge bucht. Die Kapazität ist strikt auf rund 6.500 bis 8.500 Besucher pro Tag begrenzt – in der Hochsaison sind die Tickets bis zu drei Monate im Voraus ausverkauft.
- Achtet genau auf eure Uhrzeit für die Nasridischen Paläste. Beim Ticketkauf wählt ihr einen festen Zeitslot – wer auch nur wenige Minuten zu spät kommt, wird kompromisslos abgewiesen.
- Nur über das offizielle Portal kaufen. Kauft eure Tickets ausschließlich über tickets.alhambra-patronato.es – bei Drittanbietern zahlt ihr unnötig drauf.
- Original-Reisepass oder Personalausweis mitbringen. Am Eingang werden die Namen auf den Tickets genau mit eurem Ausweisdokument abgeglichen.
- Mindestens einen halben Tag einplanen. Das Gelände ist riesig – ihr erkundet eine Festung, Sommergärten und mehrere Paläste. Für eine schnelle Stunde ist hier kein Platz.
- Granada bietet kostenlose Tapas. Es ist eine der letzten Städte, in denen ihr zu jedem bestellten Getränk automatisch einen kleinen Teller mit Essen bekommt – ohne Aufpreis.
Wann nach Granada reisen
Wenn ihr auch nur die geringste Wahl habt, meidet das Innere Andalusiens im Juli und August. Die Temperaturen in Granada und den umliegenden Tälern erreichen regelmäßig 35 bis 40 Grad, und jede Aktivität außerhalb der Klimaanlage zehrt enorm an den Kräften. Tagsüber sind die Straßen wie leergefegt – und das Jahr 2025 brachte einige der heißesten Monate in der Messgeschichte, mit Hitzewellen, die die gesamte Region in Mitleidenschaft zogen. An glühend heißen Burgmauern der Alhambra entlangzulaufen ist wirklich kein Vergnügen. Plant eure Reise lieber abseits der extremsten Sommerhitze.
Das ideale Zeitfenster für einen Besuch ist der Frühling – also Mai bis Mitte Juni – sowie der Herbst im September und Oktober. Im Frühling duftet die ganze Stadt nach blühenden Orangenbäumen, und die umliegenden Berge leuchten in sattem Grün. Der Herbst bietet sehr stabiles, sonniges Wetter mit idealen Temperaturen um 20 bis 25 Grad – perfekt, um den ganzen Tag entspannt durch die Sehenswürdigkeiten zu schlendern. Achtung: Rund um Ostern (Semana Santa) strömen Scharen von Gläubigen und Touristen in die Stadt, die Unterkunftspreise schnellen in die Höhe, und Tickets für Sehenswürdigkeiten sind im Nu weg.
Wo in Granada übernachten
💡 Unterkunft & Aktivitäten: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com – dort gibt es meist die besten Stornobedingungen. Tickets, Touren und Aktivitäten lohnt es sich über GetYourGuide zu vergleichen.
Die Wahl des Stadtteils hängt vor allem davon ab, ob ihr mit dem Auto anreist. Das wunderschöne historische Viertel Albaicín ist unglaublich romantisch, besteht aber aus einem Labyrinth enger und sehr steiler Gässchen, in die kein Auto passt. Wir bevorzugen deshalb Hotels im modernen Zentrum oder an dessen Rand – von dort ist alles gut zu Fuß erreichbar, und ihr spart euch den Stress mit der Navigation in mittelalterlichen Einbahnstraßen. Auf Booking.com findet ihr tolle Optionen für jedes Budget.
Wer etwas wirklich Besonderes sucht: Äußerst beliebt ist das Hotel Casa 1800 Granada, das in einem historischen Gebäude residiert und ein traumhaftes Patio sowie luxuriöse Frühstücke bietet. Für Liebhaber von maximalem Komfort und Geschichte eignet sich das legendäre Parador de Granada, das direkt im Gelände der Alhambra liegt – eine Nacht dort ist ein unvergessliches Erlebnis. Eine goldene Mitte mit exzellentem Preis-Leistungs-Verhältnis ist das Áurea Washington Irving, ein herrliches Hotel mit Pool, nur wenige Schritte vom Haupteingang des Palastkomplexes entfernt.
12 Tipps: Was in der Alhambra und Granada sehen und erleben
Die Erkundung Granadas und seines berühmten Palastkomplexes erfordert ein bisschen strategische Planung. Damit wir euch – Lukáš und ich – das so einfach wie möglich machen, haben wir eine ausführliche Liste mit zwölf Dingen zusammengestellt, auf die ihr euch unbedingt konzentrieren solltet.
1. Nasridische Paläste (Palacios Nazaríes)
Das hier ist das absolute Herzstück der gesamten Alhambra – und der Hauptgrund, warum Reisende aus aller Welt hierher kommen. Die Nasridischen Paläste stellen den Höhepunkt maurischer Architektur in Europa dar und die islamische Kunst hat hier eine unglaubliche Vollkommenheit erreicht. Ihr wandelt durch Säle, deren Wände mit Stuckverzierungen so filigran wie feinste Spitze bedeckt sind, und die Decken erinnern an einen unendlichen Sternenhimmel. Jedes Detail hatte seine Bedeutung, und die Pracht der Paläste sollte jeden Botschafter, der hier eintrat, in Staunen versetzen.
Der bekannteste Teil ist zweifellos der Löwenhof mit seinem ikonischen Brunnen, der von zwölf Marmarlöwen getragen wird. Das allgegenwärtige Plätschern des Wassers symbolisierte im heißen andalusischen Klima das Paradies auf Erden – und wirkt noch heute unglaublich beruhigend. Denkt aber daran: Genau für diesen Bereich habt ihr auf eurem Ticket einen strengen Zeitslot – Zuspätkommen ist keine Option.
💡 Tipp: Stellt euch schon zwanzig Minuten vor eurem gebuchten Zeitfenster an, damit ihr sicher rechtzeitig durch die Drehkreuze kommt.
2. Gärten und Sommerpalast Generalife

Wenn die Sultane genug vom Trubel der Hauptpaläste hatten, zogen sie sich zur Erholung ins Generalife zurück. Dieser wunderschöne Sommerpalast mit atemberaubenden Gärten liegt auf dem benachbarten Hügel, nur einen kurzen Weg von der Hauptfestung entfernt, und bietet ein ganz anderes – weitaus grüneres – Erlebnis. Während die Hauptpaläste durch ihre Architektur beeindrucken, stehen hier Natur und meisterhafte Gartengestaltung im Vordergrund.
Der gesamte Bereich ist von einem ausgeklügelten System aus Wasserkanälen, Fontänen und kleinen Becken durchzogen. Das fließende Wasser kühlte die Luft auf natürliche Weise und schuf ein angenehmes Mikroklima selbst in der größten Sommerhitze. Lasst euch das Patio de la Acequia nicht entgehen – ein langes Innenhof, gesäumt von Wasserstrahlen, die einen perfekten Bogen über den Wasserspiegel bilden. Es ist wohl der fotogenischste Ort der gesamten Gartenanlage.
3. Festung Alcazaba

Wer sich für Militärgeschichte begeistert, wird von der Alcazaba nicht enttäuscht. Sie ist der älteste erhaltene Teil des gesamten Komplexes und diente ausschließlich als Militärfestung zum Schutz der Stadt. Heute sind zwar nur noch die massiven Mauern, Kasernenfundamente und Wachtürme übrig – doch von diesem Ort geht nach wie vor ein beeindruckendes Gefühl von Respekt und der Kraft seiner einstigen Erbauer aus.
Unbedingt empfehle ich, bis ganz oben auf den Torre de la Vela zu steigen. Belohnt werdet ihr mit dem schönsten Panoramablick über ganz Granada – bei gutem Wetter reicht der Blick bis zu den schneebedeckten Gipfeln der Sierra Nevada. Übrigens wurde genau auf diesem Turm im Jahr 1492 nach der Einnahme der Stadt die christliche Flagge gehisst – ein symbolischer Schlusspunkt der islamischen Herrschaft in Spanien.
4. Palast Karls V.

Nach den filigranen und reich verzierten maurischen Palästen dürfte euch dieses Gebäude einen kleinen architektonischen Schock versetzen. Der Palast Karls V. ist ein mächtiger Renaissancebau, den der christliche Kaiser mitten in das zarte maurische Ensemble setzen ließ. Er wollte damit unmissverständlich die Vorherrschaft der neuen Religion und die Stärke seines Reiches demonstrieren.
Von außen wirkt das Gebäude wie ein massiver quadratischer Block – doch sobald ihr eintretet, überrascht euch ein vollkommener kreisrunder Innenhof, gesäumt von zwei Reihen dorischer und ionischer Säulen. Interessant: Für diesen Palast wird kein Eintritt verlangt, und er beherbergt gleich zwei Museen über Kunst und die Geschichte der Alhambra selbst. Das Gebäude veranschaulicht wunderbar das Ineinandergreifen verschiedener Kulturen, das für ganz Andalusien so typisch ist.
5. Strategie beim Ticketkauf
Das hier ist wohl der wichtigste Abschnitt des gesamten Artikels. Keine andere Sehenswürdigkeit in Spanien erfordert so konsequente Vorplanung wie die Alhambra. Die Tageskapazität ist strikt auf 6.500 bis 8.500 Besucher begrenzt, und die Tickets gehen rund drei Monate im Voraus in den Verkauf. In internationalen Reiseforen liest man immer wieder von verzweifelten Reisenden, die zu lange gewartet haben und nicht hineinkamen. Die Regel ist simpel: Kauft die Tickets genau dann, wenn ihr auch eure Flüge bucht.
Kauft Tickets ausschließlich online über das offizielle Portal tickets.alhambra-patronato.es – dort gibt es die besten Preise ohne Aufschläge von Zwischenhändlern. Der größte Engpass sind die Nasridischen Paläste, deren Morgen- und Vormittagsslots blitzschnell vergriffen sind. Wer im Sommer oder rund um spanische Feiertage reist, sollte nicht zögern – sonst bleiben nur noch Tickets für die Gärten ohne Zugang zu den Hauptpalästen übrig.
6. Last-Minute-Chancen auf Tickets

Was tun, wenn ihr zu lange gewartet habt und die Tickets auf der Website hoffnungslos ausverkauft sind? Es gibt tatsächlich eine Rettungsleine – auch wenn sie eine ordentliche Portion Glück und starke Nerven erfordert. Die Verwaltung der Sehenswürdigkeit gibt stornierte und verfallene Eintritte wieder frei, und zwar meistens genau zwei Stunden vor dem jeweiligen Zeitslot.
Ihr müsst euch einfach mit dem Handy hinsetzen, die offizielle Website ständig neu laden und darauf hoffen, dass ein Ticket auftaucht. Das ist ziemlich aufregend – aber viele Leute gelangen auf diese Weise doch noch in die Paläste. Eine weitere Möglichkeit ist, eine teurere geführte Tour über Plattformen wie GetYourGuide zu buchen – diese Anbieter haben oft eigene vorab reservierte Kontingente, auch wenn das offizielle Portal bereits ausverkauft ist.
💡 Tipp: Wenn ihr keine Tickets für die Nasridischen Paläste ergattern könnt, kauft zumindest das Basisticket für die Gärten des Generalife und die Festung Alcazaba – es lohnt sich trotzdem.
7. Aussichtspunkt Mirador San Nicolás
Den allerbesten Blick auf die Alhambra findet ihr paradoxerweise nicht hinter ihren Mauern, sondern auf dem gegenüberliegenden Hügel. Der Mirador San Nicolás ist ein ikonischer Ort, an dem sich abends die Menschenmassen versammeln, um den Sonnenuntergang zu erleben. Sobald die untergehende Sonne die Mauern des Palastkomplexes in tiefes Rot taucht und die scharfen Silhouetten der Berge im Hintergrund aufsteigen, versteht ihr sofort, warum sich alle diesen Anstieg antun.
Rechnet damit, dass es hier oft sehr voll ist. Die Atmosphäre wird aber wunderbar von Straßenmusikern bereichert, die leidenschaftliches Flamenco spielen, sowie von kleinen Souvenirverkäufern. Lukáš und ich setzen uns hier gerne auf eine Mauer, lauschen den spanischen Gitarren und bestaunen einfach dieses architektonische Wunder vor uns.
8. Das Labyrinth des Viertels Albaicín
Wenn ihr schon am Mirador San Nicolás seid, nehmt euch Zeit, das gesamte Viertel Albaicín zu erkunden. Dieser alte Stadtteil hat seinen ursprünglichen mittelalterlichen maurischen Grundriss bis heute bewahrt – ein echtes Labyrinth aus engen, sehr steilen und gepflasterten Gässchen. Sich hier zu verirren ist fast Pflicht und gleichzeitig die beste Art, die historische Atmosphäre aufzusaugen.
Beim Spazieren stoßt ihr auf weiß getünchte Häuser, die gelegentlich von sogenannten Cármenes unterbrochen werden – versteckten privaten Gärten mit Blick auf die Alhambra. Genau hier spürt ihr, dass Granada als letzte Bastion des islamischen Spaniens erst 1492 fiel und dass die jahrhundertelange Eigenständigkeit der Stadt ihr ein Gesicht verliehen hat, das ihr nirgendwo sonst im Land findet. Zieht unbedingt sehr bequeme Schuhe an – die Höhenunterschiede sind hier wirklich beträchtlich.
9. Das Roma-Viertel Sacromonte und Flamenco
Noch etwas höher über dem Albaicín liegt das faszinierende Viertel Sacromonte. Es ist eine traditionelle Roma-Siedlung, in der die Bewohner seit Jahrhunderten in Häusern wohnen, die direkt in den Felsen gehauen wurden. Von außen sieht man nur weiße Fassaden, doch alle Zimmer verbergen sich tief im Hügel – was früher für angenehme Kühle im Sommer und Wärme im Winter sorgte.
Genau in diesen Höhlen wurde das authentische Flamenco geboren. Heute finden hier Höhlenvorstellungen statt, die sogenannte Zambra – auch wenn sie mittlerweile hauptsächlich auf Touristen ausgerichtet sind und der Eintritt nicht gerade günstig ist. Die besondere Akustik des engen Raums tut dennoch ihr Übriges: Tanz und Gesang bekommen dadurch eine rohe, fast hypnotische Kraft, die euch eine Gänsehaut bereitet.
10. Die Tapas-Gratis-Tradition
Granada ist eine der letzten großen spanischen Städte, in der die alte und geliebte Tradition der kostenlosen Tapas noch strikt gelebt wird. Das ist kein billiger Touristentrick, sondern eine völlig normale Essgewohnheit der Einheimischen. Das Prinzip: Ihr bestellt ein kleines Bier, ein Glas Wein oder einen Tinto de Verano – und der Kellner schiebt euch automatisch und ohne Aufpreis einen kleinen Teller mit Essen hin.
Für uns als Vegetarierinnen ist das großartig: Bei der ersten Bestellung gibt es meist hervorragende Oliven mit lokalem Käse oder klassische Patatas Bravas. Mit jedem weiteren Getränk steigen Qualität und Portionsgröße – beim dritten Glas landet schon mal eine kleine vegetarische Paella oder Gemüsekroketten vor einem. Andere Gäste freuen sich über Fleischbällchen, kleine gebratene Fische oder den berühmten Jamón Ibérico. In den Gässchen rund um die Plaza Nueva reichen drei solcher Bars locker für ein vollständiges Abendessen – zum Preis von ein paar Getränken.
💡 Tipp: Wenn ihr kein Fleisch esst, sagt beim Bestellen ruhig „soy vegetariana/o“ – die meisten Kellner bereiten euch dann lächelnd eine fleischlose Tapas-Variante zu.
11. Was mitnehmen und woran denken
Für die Besichtigung des gesamten Geländes müsst ihr euch gut vorbereiten. Das absolut Wichtigste ist euer Original-Reisepass oder Personalausweis. Die Namen auf den Tickets werden an allen Drehkreuzen sehr genau mit dem Ausweisdokument abgeglichen – ein Foto auf dem Smartphone reicht leider nicht. Ohne Originaldokument kommt ihr schlicht und einfach nicht rein.
Packt außerdem eine große Wasserflasche ein, die ihr an den zahlreichen Trinkbrunnen im Gelände auffüllen könnt. Plant mindestens einen halben Tag für den Besuch ein – wir verbringen normalerweise drei bis vier Stunden auf dem Gelände. Es ist riesig, ihr lauft Kilometer über Kopfsteinpflaster und Treppen, also lasst die Absatzschuhe im Hotel und nehmt die bequemsten Sneaker mit, die ihr habt.
12. Anreise zur Alhambra und Parken

Der letzte, aber sehr wichtige Tipp betrifft die Anreise. Wer mit einem Mietwagen unterwegs ist: Ich rate euch dringend, auf keinen Fall durch die historische Altstadt und die Gässchen des Albaicín zu navigieren. Blind der Navi-App durch das Gewirr mittelalterlicher Einbahnstraßen zu folgen endet meist mit zerkratztem Lack und einer peinlichen Rückwärtsfahrt. Stellt das Auto lieber in einem modernen Stadtviertel ab oder nutzt den offiziellen kostenpflichtigen Parkplatz direkt oberhalb der Alhambra – der ist zwar teurer, spart euch aber jede Menge Nerven.
Vom Stadtzentrum aus gelangt ihr auch ohne Auto problemlos zum Haupteingang. Ihr könnt den schönen, aber steilen Weg Cuesta de Gomérez zu Fuß von der Plaza Nueva aus nehmen – das dauert etwa zwanzig gemütliche Gehminuten unter Bäumen. Wer nicht bergauf laufen möchte: Vom Zentrum aus pendelt regelmäßig ein kleiner roter Minibus mit der Nummer C30 oder C32, der euch für wenig Geld direkt vor das Haupttor des Palastkomplexes bringt.
Von Deutschland aus fliegt ihr Granada am bequemsten über Málaga oder direkt an – Fluggesellschaften wie Eurowings, Lufthansa oder Ryanair bieten ab deutschen Großstädten wie Frankfurt, München, Berlin oder Düsseldorf Verbindungen in die Region an. Von Málaga aus erreicht ihr Granada bequem mit dem Bus (ca. 1,5 Stunden) oder per Mietwagen über die Autobahn.
Wohin von Granada aus weiterreisen
Andalusien ist wie geschaffen für lange Roadtrips – und sobald ihr Granada erkundet habt, eröffnen sich euch weitere fantastische Möglichkeiten. Etwa zweieinhalb Autostunden westwärts liegt Ronda, eine Stadt, die dramatisch am Rand einer tiefen Kalksteinschlucht balanciert. Von dort aus könnt ihr auf einer malerischen Rundfahrt durch die schneeweißen Bergdörfer der Region fahren.
Wer ein bisschen Adrenalin nicht scheut, darf auf dem Weg Richtung Küste den Caminito Del Rey nicht verpassen – den berühmten Steig, der hoch oben an den senkrechten Wänden einer Schlucht entlangführt. Die gesamte Region lässt sich wunderbar mit einem Urlaub in Málaga verbinden, wo ihr euch danach am Meer erholen könnt. Für weitere Inspiration, wie ihr eure Reiseroute zusammenstellen könnt, empfehle ich unseren Artikel Andalusien: 20 schönste Orte, Reiseroute & Karte. Und wer tief in die Geschichte eintauchen möchte, findet in unseren Artikeln über Sevilla – Reiseführer Andalusien und Córdoba: 15 Tipps, was zu sehen reichlich Inspiration.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel Zeit brauche ich für die Besichtigung der Alhambra?
Für eine vollständige Besichtigung des gesamten Komplexes, einschließlich der Nasridenpaläste, der Generalife-Gärten und der Festung Alcazaba, solltet ihr mindestens drei bis vier Stunden einplanen. Es handelt sich um eine sehr weitläufige Anlage, und ihr werdet mehrere Kilometer zu Fuß zurücklegen, daher ist es ideal, einen halben Tag dafür einzuplanen.
Muss ich meinen Reisepass dabeihaben?
Ja, das ist absolut entscheidend. Am Eingang zum Gelände und vor den Palästen selbst kontrollieren die Mitarbeiter sorgfältig die Tickets zusammen mit eurem Originalausweis (Reisepass oder Personalausweis innerhalb der EU). Fotos auf dem Handy oder Kopien werden nicht akzeptiert.
Wo kaufe ich am besten die Eintrittskarten?
Kauft die Tickets so weit wie möglich im Voraus ausschließlich auf der offiziellen Website tickets.alhambra-patronato.es. So vermeidet ihr unnötige Aufschläge verschiedener Wiederverkäufer und Agenturen, die Tickets oft mit enormen Gewinnspannen weiterverkaufen.
Was passiert, wenn ich die Zeit für die Nasridenpaläste verpasse?
Die Regeln sind in dieser Hinsicht völlig kompromisslos. Wenn ihr euer genau festgelegtes Zeitfenster für den Eintritt in die Nasridenpaläste auch nur um wenige Minuten verpasst, lassen euch die Wachen nicht hinein, und ihr verpasst die Besichtigung dieses schönsten Teils endgültig.
Ist die Alhambra für Rollstuhlfahrer oder Kinderwagen geeignet?
Teilweise ja, aber es ist nicht ideal. Die Generalife-Gärten und die Innenhöfe des Palastes Karls V. sind relativ gut zugänglich, aber die Nasridenpaläste selbst haben viele Stufen, und die Festung Alcazaba ist für Rollstuhlfahrer oder Kinderwagen aufgrund des unebenen Geländes und der Treppen praktisch unzugänglich.
Kann ich eigenes Essen und Trinken mit auf das Gelände nehmen?
Eine Wasserflasche solltet ihr auf jeden Fall mitnehmen, außerdem gibt es auf dem Gelände viele Trinkbrunnen mit Trinkwasser, wo ihr sie auffüllen könnt. Snacks dürft ihr mitbringen, aber der Verzehr von Essen ist in den Palästen und historischen Gebäuden streng verboten. Gegessen werden darf nur in den ausgewiesenen Bereichen mit Bänken.
Wie weit ist es vom Zentrum Granadas?
Vom Hauptplatz Plaza Nueva sind es zum Haupttor der Alhambra etwa zwanzig Minuten zu Fuß über die Straße Cuesta de Gomérez. Rechnet aber damit, dass der Weg die ganze Zeit ziemlich steil bergauf führt. Alternativ könnt ihr die kleinen roten Minibusse nutzen, die vom Zentrum fahren.
Darf man drinnen fotografieren und filmen?
Ja, Fotografieren und Filmen für private Zwecke ist in den meisten Bereichen des Geländes erlaubt. Es ist jedoch streng verboten, Blitz, große Stative und Selfie-Sticks zu verwenden, um Schäden an den empfindlichen Stuckarbeiten zu vermeiden und andere Besucher nicht zu behindern.
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