Adelaide, Australien 2026: 18 Tipps, was du sehen und erleben solltest

Die Bewohner von Sydney und Melbourne machen sich gern ein wenig über Adelaide lustig und tun es als verschlafene Großstadt ab. Das Paradoxe daran: Genau hierher kommen dieselben Leute, um am besten einzukaufen, hervorragend zu essen und den besten Wein ganz Australiens zu verkosten. Adelaide ist nämlich die ungekrönte Hauptstadt der Festivals, der Gastronomie und der Gelassenheit – hier hetzt niemand unnötig irgendwohin. Und Adelaide in Australien ist zudem der einzige Ort auf der Südhalbkugel, an dem du Große Pandas bewundern kannst.

Die Stadt trägt oft das Etikett der Zwanzig-Minuten-Stadt, weil man überall unglaublich schnell hinkommt. Die Einheimischen streiten sich zwar mittlerweile ein wenig, ob das in der morgendlichen Rushhour noch gilt, aber als Besucher wirst du von der Kompaktheit begeistert sein. Rund um das gesamte Zentrum zieht sich außerdem ein wunderschöner Ring grüner Parks, den bereits im 19. Jahrhundert Colonel Light geplant hat und dank dem die Stadt eine unglaubliche Ruhe ausstrahlt.

Wenn du einen Ort suchst, an dem du nicht im Gedränge durchdrehst und die Schlange für einen Kaffee höchstens zwei Minuten dauert, dann ist Adelaide genau das Richtige für dich. Während der Rest Australiens manchmal nicht hinterherkommt, hält South Australia seinen ganz eigenen entspannten Rhythmus, in den du dich ganz leicht verliebst.

Artikelinhalt

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen

  • Wie viele Tage einplanen: Für die Stadt selbst reichen dir zwei bis drei Tage in gemächlichem Tempo. Wenn du aber auch die berühmten Weinregionen erkunden oder ans Meer fahren willst, plane mindestens fünf bis sieben Tage ein.
  • Wann losfahren: Das beste Wetter herrscht von März bis Mai und im Herbst von September bis November. Der Januar ist meist extrem heiß mit Temperaturen über vierzig Grad.
  • Achtung Mad March: Der März ist der Monat der Riesenfestivals. Die Stadt hat dann eine unglaubliche Atmosphäre, aber die Übernachtungspreise schießen steil nach oben und du musst alles viele Monate im Voraus buchen.
  • Wo übernachten: Für den ersten Besuch ist das Stadtzentrum (CBD) am besten, idealerweise rund um das East End. Wenn du Ruhe suchst, wähle North Adelaide, für Meerliebhaber ist das Viertel Glenelg die klare Wahl.
  • Was du auf keinen Fall verpassen darfst: Eine Verkostung auf dem Central Market, einen Koala im Cleland Wildlife Park halten und die Fahrt mit der historischen Straßenbahn ans Meer.
  • Verkehr: Im Zentrum fahren spezielle Busse und Straßenbahnen völlig kostenlos, das spart dir eine Menge Geld für Tickets.

Wann du nach Adelaide reisen solltest

Das Klima ist typisch mediterran, das heißt heiße und trockene Sommer und milde, wenn auch manchmal regnerische Winter. Wenn du extreme Hitze nicht magst, meide unbedingt Januar und Februar, wenn die Temperaturen ganz normal über fünfunddreißig Grad steigen und manchmal auch die unangenehme Vierzig-Grad-Marke knacken. Die Winter im Juli und August sind dagegen recht kühl, mit Tageshöchstwerten um die fünfzehn Grad – zum Baden im Meer reicht das also wirklich nicht.

Ein absolutes Phänomen ist der sogenannte Mad March (der verrückte März). In dieser Zeit finden in der Stadt gleich mehrere riesige Festivals gleichzeitig statt, darunter das berühmte Adelaide Fringe und das Musikfestival WOMADelaide. Die Stadt pulsiert dann vor Energie, überall gibt es Straßenkünstler, Essensstände und Tausende von Menschen. Es ist wohl die beste Zeit, um herzukommen und Kultur und Unterhaltung zu erleben.

Während der Festivalsaison verdoppeln bis verdreifachen die Hotels ihre üblichen Preise, und die besten Zimmer sind unglaublich schnell weg. Wenn du also die Festivalstimmung aufsaugen willst, musst du Flüge und Zimmer mindestens zwei bis drei Monate im Voraus reservieren, sonst riskierst du, gar nichts zu bekommen oder für die Unterkunft ein Vermögen zu bezahlen.

Wie du dich in Adelaide fortbewegst

Der Verkehr im Zentrum ist der absolute Traum jedes Reisenden mit begrenztem Budget. Die Stadt betreibt nämlich die kostenlosen City-Connector-Busse mit den Nummern 98 und 99, die die wichtigsten Sehenswürdigkeiten abfahren und dich auch ins Viertel North Adelaide bringen. Zudem ist innerhalb der zentralen Zone auch die Fahrt mit der Straßenbahn komplett kostenlos – wenn du also strategisch klug übernachtest, gibst du für Tickets im öffentlichen Nahverkehr innerhalb der Stadt gar nichts aus.

Vom Flughafen kommst du völlig problemlos und sehr günstig ins Zentrum. Die beste Wahl sind die JetExpress-Busse von Adelaide Metro, die etwa alle fünfzehn Minuten fahren und für die Strecke zwanzig bis dreißig Minuten brauchen. Das Ticket kostet dich nur ein paar Dollar, meist um die 4,55 AUD (etwa 2,70 €), was im Vergleich zu Sydney oder Melbourne ein Klacks ist. Wenn du viel Gepäck hast, kannst du ein klassisches Taxi nehmen, das ins Zentrum rund zwanzig bis dreißig australische Dollar kostet.

Etwas komplizierter wird es, sobald du zu den berühmten Weinbergen außerhalb der Stadt willst. Der öffentliche Verkehr in die Weinregionen ist leider sehr dürftig und langwierig, sodass man sich nicht wirklich darauf verlassen kann. Die ideale Lösung ist, sich für ein paar Tage ein Auto zu mieten, denn alle drei großen Weinregionen liegen innerhalb einer Autostunde vom Zentrum. Wenn du nicht selbst fahren willst, musst du auf organisierte Ausflüge und Touren setzen, die dich direkt am Hotel abholen.

Wo du in Adelaide übernachten solltest

💡 Tipp für Unterkünfte und Erlebnisse: Wir suchen Unterkünfte am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich dagegen über GetYourGuide zu vergleichen und zu kaufen.

Die Wahl des richtigen Viertels hängt vor allem davon ab, welche Art von Urlaub du bevorzugst und wie viel Zeit du hier verbringst. Für den ersten Besuch ist das zentrale Geschäftsviertel, das CBD, absolut am besten, von wo aus du die meisten Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß erreichst. Ich empfehle, sich nach Hotels rund um das East End umzusehen, das voller toller Cafés und Boutiquen ist. Abends solltest du dagegen lieber die Hindley Street meiden, die das Zentrum des wilden Nachtlebens ist und wo es manchmal ziemlich turbulent zugeht.

Wenn du etwas Ruhigeres suchst, aber trotzdem zu Fuß erreichbar, schau dir das Viertel North Adelaide an. Dort findest du schöne historische Häuser, breite baumgesäumte Straßen und viele hervorragende Restaurants mit einer viel lokaleren Atmosphäre. Für Strandliebhaber und Familien mit Kindern ist das Küstenviertel Glenelg die klare Wahl, wohin du vom Zentrum aus mit der historischen Straßenbahn kommst und wo du Sonnenuntergänge über dem Meer genießen kannst.

Was konkrete Hotels angeht, loben Reisende das luxuriöse Eos by SkyCity, das direkt am Bahnhof am Festival Drive liegt. Eine Nacht beginnt hier bei rund 352 AUD (etwa 210 €), dafür bekommst du eine wunderbare Aussicht und ein riesiges, bequemes Bett. Ein toller Mittelweg ist das Hotel Indigo Adelaide Markets in der Market Street, gleich neben der berühmten Markthalle, wo du Zimmer ab 199 AUD (rund 120 €) bekommst. Preislich sehr erschwinglich und strategisch im East End gelegen ist das Majestic Roof Garden Hotel, das geräumige Zimmer ab 202 AUD (rund 120 €) bietet. Alle diese Hotels lassen sich sehr leicht über Booking reservieren.

Wo du in Adelaide essen solltest

Adelaide ist buchstäblich ein Paradies für alle Feinschmecker, egal ob du ein luxuriöses Abendessen suchst oder nur einen schnellen Kaffee mit perfektem Gebäck. Die Gastroszene profitiert hier von der Nähe zum Meer und den fruchtbaren Weintälern, an frischen Zutaten herrscht also wirklich kein Mangel.

Wenn du ein hervorragendes Frühstück oder einen Brunch suchst, steuere Peter Rabbit an, ein gemütliches Café, versteckt in einem Garten an der Hindley Street. Für Liebhaber moderner asiatischer Fusion ist das Restaurant Shōbōsho eine tolle Wahl, wo fantastische Gerichte über offenem Feuer zubereitet werden. Und Vegetarier sollten auf keinen Fall Staazi & Co verpassen, eine vegane griechische Bistro-Legende an der Grenfell Street, deren Pita-Yiros und perfekt knusprige Pommes die Reisenden nicht genug loben können.

Auch das Abendessen mit Atmosphäre dürfen wir nicht vergessen. Ich empfehle die Osteria Oggi, die dich mit ihrer Pasta und ihrem wunderschönen Interieur sofort für einen Moment nach Italien versetzt. Und für den besten Burger oder ein Stück Pizza auf die Hand geh zurück zum Central Market, wo sich immer etwas Leckeres findet.

18 Tipps, was du in Adelaide sehen und erleben solltest

Also los geht’s. Adelaide hat mehr zu bieten, als es auf den ersten Blick scheint.

1. Adelaide Central Market

Wenn du gutes Essen liebst, müssen deine ersten Schritte garantiert zu diesem kulinarischen Heiligtum führen. Dieser historische Markt funktioniert seit 1869 an seinem ursprünglichen Standort, was ihn zu einem absoluten Unikat in ganz Australien macht. Du findest hier mehr als siebzig verschiedene Stände unter einem Dach, wo sich der Duft von frisch geröstetem Kaffee, reifem Obst und exotischen Gewürzen mischt. Es ist ein Ort, an dem die Einheimischen ihre Zeit nicht nur mit Einkaufen verbringen, sondern vor allem mit Plaudern und der Suche nach dem besten Käse von Smelly Cheese Co. oder frischem Gebäck, auf das sie die ganze Woche gewartet haben.

Für alle Vegetarier und Käseliebhaber ist die Markthalle das reinste Paradies. Halte unbedingt an Stand Nummer 44, wo das legendäre Smelly Cheese Co. sitzt, und lass dir die besten lokalen Käsesorten aus South Australia empfehlen. Außerdem entdeckst du hier viele kleine Bäckereien mit frischem Gebäck und Stände mit hervorragendem fleischlosem Essen. Freitagabende sind hier etwas ruhiger als der hektische Samstagsansturm – wenn du den Markt also in Ruhe genießen willst, komm am besten vor dem Wochenende.

Bevor du deinen Besuch planst, achte unbedingt auf die Öffnungszeiten. Die Markthalle ist nämlich jeden Sonntag und Montag komplett geschlossen, was schon viele unvorbereitete Reisende überrascht hat. Geöffnet ist von Dienstag bis Samstag, wobei am Freitag erst um neun Uhr abends geschlossen wird, am Samstag dagegen schon um drei Uhr nachmittags. 💡 Tipp: Verbinde den Marktbesuch mit einem späten Frühstück in einem der angrenzenden Cafés und mach dich erst dann auf, den Rest der Stadt zu erkunden.

2. North Terrace: Galerie, Museum und Bibliothek kostenlos

Dieser breite, baumgesäumte Boulevard ist das kulturelle Herz von ganz South Australia. Du findest hier drei absolut zentrale Institutionen, deren Eintritt das ganze Jahr über völlig kostenlos ist, was eine tolle Nachricht für dein Reisebudget ist. Die erste Station sollte die Art Gallery of South Australia sein, die täglich von zehn bis fünf geöffnet ist und unglaubliche siebenundvierzigtausend Kunstwerke aus aller Welt sowie von lokalen Künstlern beherbergt.

Gleich im Nachbargebäude sitzt das South Australian Museum, das du auf keinen Fall verpassen solltest. Es beherbergt nämlich eine der größten und umfassendsten Sammlungen indigener Kultur der Welt, die stolze dreißigtausend Objekte umfasst. Durch die Ausstellungen zu wandeln, die die Geschichte und Kultur der Ureinwohner nachzeichnen, ist ein unglaublich eindrückliches und lehrreiches Erlebnis. Das Museum ist jeden Tag geöffnet und bietet auch viele interaktive Elemente, sodass du hier leicht einen ganzen Nachmittag verbringst.

Das Trio schließt die State Library ab, genauer gesagt ihr historischer Flügel, der als Mortlock Wing bekannt ist. Dieser wunderschöne Raum mit schmiedeeisernen Balkonen und antiken Uhren wird oft zu den schönsten Bibliotheken der Welt gezählt. Er sieht genau aus wie aus den Harry-Potter-Filmen, und es herrscht hier eine wunderbare, ehrfürchtige Stille. Es ist ein idealer Ort, um sich für einen Moment vor der Sommerhitze zu verstecken und einfach die prachtvolle viktorianische Architektur zu bewundern.

3. Adelaide Botanic Garden und die Riesenseerose

Nur einen kurzen Weg vom belebten Zentrum entfernt erstreckt sich eine riesige grüne Oase, in die die Einheimischen kommen, um sich vom Trubel der Großstadt zu erholen. Der Eintritt in den Botanischen Garten ist völlig kostenlos, und du findest hier eine riesige Anzahl thematischer Bereiche, von Rosengärten bis zu dichten Farnwäldern. Der Garten ist riesig, sodass du hier problemlos mehrere Stunden umherstreifen und immer wieder neue Winkel voller exotischer und lokaler Pflanzen entdecken kannst.

Das architektonische Juwel des gesamten Gartens ist das historische Palm House von 1875. Dieses Gewächshaus wurde eigens aus dem deutschen Bremen importiert und wird seit 2024 zusätzlich von einem atemberaubenden Glaslüster des berühmten Glaskünstlers Dale Chihuly geschmückt. Gleich in der Nähe steht das Museum of Economic Botany, das täglich von zehn bis vier geöffnet ist und angeblich das letzte Museum seiner Art auf der Welt ist. Drinnen kannst du faszinierende historische Modelle von Obst und Pflanzen aus Pappmaché betrachten.

Der größte Anziehungspunkt für viele Besucher ist aber der spezielle Amazon Waterlily Pavilion. Hier blüht nämlich von September bis April die majestätische Riesenseerose, deren riesige Blätter einen Durchmesser von bis zu 165 Zentimetern erreichen. Jede ihrer Blüten blüht nur achtundvierzig Stunden, sie in voller Pracht zu sehen ist also ein kleines botanisches Wunder. 💡 Tipp: Nimm eine Decke und etwas Leckeres zu essen mit in den Garten, es ist wohl der schönste Picknickort der ganzen Stadt.

4. Adelaide Oval und die Don-Bradman-Sammlung

Dieses Stadion ist keine gewöhnliche Sportstätte, sondern ein echtes Heiligtum für alle Fans von Cricket und Australian Football. Selbst wenn dich Sport überhaupt nicht interessiert, wird dich die wunderschöne Architektur des ins Grüne eingebetteten Stadions bestimmt begeistern. Wenn du hinter die Kulissen schauen willst, kannst du für rund 17 AUD (etwa 10 €) eine geführte Tour buchen, die dich auch in die historischen Umkleiden und zur ikonischen alten Anzeigetafel bringt, die immer noch von Hand bedient wird.

Für echte Adrenalinliebhaber bietet sich ein Erlebnis namens RoofClimb an. Dabei ziehst du spezielle Overalls an und machst dich auf, über das Dach des Stadions in fünfzig Metern Höhe über dem Spielfeld zu spazieren. Aus der Höhe bietet sich dir ein atemberaubender Blick über die ganze Stadt und die nahe Küste. Die Preise ändern sich je nach Tageszeit, es ist also am besten, das aktuelle Angebot direkt auf der offiziellen Website der Attraktion zu prüfen.

Im Inneren des Stadions befindet sich außerdem ein Museum, das der größten Legende des australischen Cricket, Sir Donald Bradman, gewidmet ist. Der Eintritt in die Bradman Collection ist völlig kostenlos, und du findest hier eine riesige Menge historischer Fotos, Trophäen und persönlicher Gegenstände. Die Ausstellung ist sehr modern und ansprechend gemacht, sodass du – selbst wenn du die Cricketregeln nicht kennst – leicht verstehst, warum dieser Sport für die Australier fast religiöse Bedeutung hat.

5. Die Popeye-Boote und der Elder Park

Der Fluss Torrens, der träge am Rand des Zentrums entlangfließt, ist ein idealer Ort für einen gemächlichen Nachmittag. Eine der beliebtesten Traditionen ist die Fahrt mit den historischen Popeye-Booten, die hier schon seit 1935 Touristen befördern. Die Flotte dieser niedlichen Boote ist so eng mit der Stadt verbunden, dass sogar Königin Elisabeth II. bei ihrem Besuch im Jahr 1977 damit fuhr. Die aktuellen Ticketpreise findest du auf ihrer Website.

Wenn du lieber selbst in die Pedale trittst, leih dir direkt am Ufer ein Tretboot, das es hier schon seit den Sechzigern gibt und das ein großer Spaß für Kinder und für alle ist, die ein bisschen Romantik suchen. Die ruhige Wasseroberfläche, die moderne Skyline und die umliegenden Parks bieten zusammen ein unerwartet entspannendes Erlebnis.

All diese Wasservergnügen beginnen am beliebten Elder Park. Dieser weitläufige Park von 1882 mit dem typischen historischen Pavillon dient als beliebter Treffpunkt der Einheimischen. Oft finden hier verschiedene Open-Air-Konzerte, Festivals und Gemeinschaftsveranstaltungen statt. 💡 Tipp: Halte in einem nahegelegenen Café, kauf dir einen Kaffee zum Mitnehmen und setz dich ins Gras im Park mit Blick auf die vorbeifahrenden Boote – das ist perfekte Entspannung.

6. Rundle Mall: bronzene Schweinchen und die Schokoladenmanufaktur Haigh’s

Diese Fußgängerzone ist die Haupteinkaufsader der ganzen Stadt und ein Ort, an dem ständig etwas los ist. Ihr größtes Symbol ist ein Quartett bronzener Schweinchen, die Horatio, Truffles, Augusta und Oliver heißen und die du ganz zwanglos in einem Mülleimer „wühlend“ mitten auf der Straße findest. Ein Stück weiter ragt eine weitere ikonische Skulptur von Bert Flugelman empor, die die Einheimischen nur Mall’s Balls nennen und die als beliebter Treffpunkt dient.

Beim Spaziergang durch die Straße darfst du auf keinen Fall das wunderschöne historische Gebäude Adelaide Arcade von 1885 verpassen. Es war das allererste Einzelhandelsgebäude in ganz Australien, das mit elektrischem Strom beleuchtet war, und hat bis heute seinen noblen viktorianischen Charme bewahrt. 💡 Tipp: Im Obergeschoss dieser Passage versteckt sich das fantastische Retro-Lokal Two-Bit Villains, wo sie absolut perfekte vegetarische und vegane Burger machen, die selbst eingefleischte Fleischesser begeistern.

An der Ecke der Fußgängerzone, die Beehive Corner genannt wird, findest du den Flagship-Store der berühmten Schokoladenmanufaktur Haigh’s Chocolates. Diese Firma stellt seit 1915 Spitzenschokolade her, und die Einheimischen schwören darauf. Kauf dir hier unbedingt ein paar Pralinen für unterwegs. Wenn du sehen möchtest, wie Schokolade hergestellt wird, bietet das Unternehmen kostenlose Führungen durch seine Fabrik an – pass aber auf, denn die finden im Besucherzentrum im Viertel Parkside statt, nicht hier im Zentrum.

7. Adelaide Zoo und die einzigen Pandas der Südhalbkugel

Nur einen kurzen Weg vom Botanischen Garten entfernt liegt der Zoo, der zwar nicht zu den größten der Welt gehört, aber definitiv etwas zu bieten hat. Sein absolut größter Anziehungspunkt ist zweifellos das neue Paar Großer Pandas namens Xing Qiu und Yi Lan. Diese wunderschönen Tiere kamen 2024 aus China hierher und sind die einzigen Pandas, die du auf der gesamten Südhalbkugel sehen kannst, was den Besuch zu einem absolut exklusiven Erlebnis macht.

Der Zoo ist ziemlich kompakt, wunderschön von hohen Bäumen beschattet und so gestaltet, dass du vielen Tieren wirklich nah kommst. Der Eintritt für einen Erwachsenen kostet 49,50 AUD (rund 30 €), aber wenn du mit Kindern reist, lohnt sich das Familienticket ab 124 AUD (etwa 75 €). Kinder bis vier Jahre zahlen außerdem gar nichts, was viele Eltern sicher freut.

Neben den Pandas findest du hier natürlich auch viele typisch australische Tiere, von Kängurus bis zu bunten Papageien. Der Zoo legt großen Wert auf den Schutz bedrohter Arten, du gehst also mit Fotos und dem Wissen weg, warum Pandas ständig Bambus fressen und trotzdem bedroht bleiben (Spoiler: es ist kompliziert). 💡 Tipp: Versuche deinen Besuch so zu legen, dass du die kommentierte Fütterung der Pandas erwischst, das ist eine unglaublich niedliche Vorführung.

8. Der japanische Garten Himeji und der Ring der Parklands

Am Südrand des Zentrums liegt ein kleines und oft übersehenes Juwel, das dir auf keinen Fall entgehen sollte. Der japanische Garten Himeji wurde der Stadt 1982 von einer japanischen Partnerstadt geschenkt und ist ein unglaublich ruhiger Ort, der zur stillen Kontemplation einlädt. Der Garten ist im traditionellen Kare-sansui-Stil angelegt, also als Trockengarten mit sorgfältig geharktem Sand, Steinen und Miniaturteichen.

Der Garten ist wirklich winzig, und du durchquerst ihn in zehn bis fünfzehn Minuten, aber sein Zauber liegt gerade in dieser Intimität und Stille, zu der er direkt einlädt: der Eintritt ist kostenlos, Wasser plätschert über die Steine, die Bäume werfen angenehmen Schatten, und der Trubel der Stadt dringt kaum hierher, obwohl du immer noch nur einen kurzen Weg von den Hauptstraßen entfernt bist.

Den Gartenbesuch verbindest du am besten mit einem längeren Spaziergang durch die sogenannten Parklands. Dieser riesige grüne Ring, der das gesamte Zentrum komplett umgibt, steht auf der Liste des nationalen Erbes. Erdacht hat ihn 1837 der bereits erwähnte Colonel Light, und dank ihm ist Adelaide eine der grünsten Großstädte der Welt. Wenn du die Stadt von oben sehen willst, mach dich auf zum Aussichtspunkt Light’s Vision auf dem Hügel Montefiore Hill.

9. Mit der Straßenbahn ins Strandviertel Glenelg

Der Ausflug mit der historischen Straßenbahn ans Meer ist ein absoluter Klassiker, den sich kein Besucher entgehen lassen sollte. Die ursprüngliche Straßenbahnstrecke funktioniert hier schon seit 1873, als hier Dampfwagen fuhren, und wurde 1929 komplett elektrifiziert. Es ist eigentlich die einzige Straßenbahnlinie, die die massenhafte Streckenstilllegung in den Fünfzigern überlebt hat, und heute ist sie ein stolzes Symbol des städtischen Verkehrs.

Der Einstieg im Stadtzentrum ist sehr einfach, die Straßenbahnen fahren direkt über den Victoria Square. Während die Fahrt innerhalb des Zentrums und direkt auf der Jetty Road in Glenelg kostenlos ist, ist der Hauptabschnitt zwischen Stadt und Strand kostenpflichtig. Die Fahrt dauert etwa eine halbe Stunde, und du zahlst dafür den üblichen Fahrpreis (die genauen Beträge findest du auf der Website von Adelaide Metro). Tickets kannst du ganz einfach kontaktlos mit Karte direkt im Wagen bezahlen, du musst also keine Automaten suchen.

Sobald du an der Endhaltestelle aussteigst, befindest du dich direkt an einem wunderschönen Sandstrand und einem langen Steg. Die Hauptstraße Jetty Road ist voller toller Cafés, Eisdielen und kleiner Läden, wo man angenehm sein Geld ausgeben kann. 💡 Tipp: Halte hier für ein Abendessen und genieße den schönsten Sonnenuntergang über dem Meer, der den ganzen Himmel in unglaubliche Rosa- und Orangetöne färbt.

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10. Bootsfahrt zu wilden Delfinen von Glenelg

Wenn du schon einmal im Viertel Glenelg bist, musst du unbedingt zu den Tieren aufbrechen, die die hiesigen Küstengewässer bewohnen. Die lokale Firma Temptation Sailing veranstaltet hier fantastische Bootsfahrten zu wilden Delfinen, die zu den besten Erlebnissen in ganz South Australia gehören. Es geht hier um kein Becken und keine abgeschlossene Bucht – die Tiere leben hier völlig frei im offenen Meer und kommen nur dann zum Boot, wenn sie selbst wollen.

Du kannst zwischen zwei Ticketarten wählen, je nachdem, wie mutig du bist. Die Basisfahrt mit Delfinbeobachtung vom Deck aus kostet ab 92 AUD (rund 55 €), wenn du mit ihnen im Wasser schwimmen willst, halte etwa 154 AUD (rund 92 €) bereit. Der ganze Ausflug dauert etwa vier Stunden, und die Bootscrew tut ihr Möglichstes, um die Tiere nicht zu stören und ihren natürlichen Lebensraum zu respektieren.

Wenn du dich fürs Schwimmen entscheidest, bekommst du einen Neoprenanzug und Schnorchel und hältst dich an einem speziellen Seil im hinteren Teil des Bootes fest. Delfine sind von Natur aus sehr neugierig und kommen den Schwimmern oft unglaublich nah, sodass du mit ihnen Blickkontakt erlebst, den man nie vergisst. Auch wenn du dich entscheidest, trocken an Deck zu bleiben, ist es einfach magisch, diese wunderschönen Tiere in der Bugwelle des Bootes springen zu sehen.

11. Port Adelaide: Delfinschutzgebiet und Street Art

Das Hafenviertel Port Adelaide hat eine unglaublich raue und authentische Atmosphäre, die sich völlig vom polierten Zentrum unterscheidet. Der größte Anziehungspunkt hier ist das Adelaide Dolphin Sanctuary, das überhaupt erste städtische Delfinschutzgebiet der Welt. Es wurde 2005 gegründet, und auf einer Fläche von mehr als hundertachtzehn Quadratkilometern lebt hier eine ständige Population von Delfinen, die du direkt vom Ufer oder vom Deck eines Ausflugsbootes beobachten kannst.

Wenn du aufs Wasser willst, empfehle ich, die Dienste von Port River Cruises zu nutzen, wo dich das Ticket rund 55 AUD (etwa 33 €) kostet. Während der Fahrt siehst du nicht nur spielende Delfine, sondern fährst auch an einem faszinierenden Schiffsfriedhof vorbei, wo rostige Wracks alter Schiffe aus dem Wasser ragen und wo eine fast mysteriöse, leicht postapokalyptische Atmosphäre herrscht, die herrlich fotogen ist.

Sobald du wieder an Land bist, nimm dir unbedingt Zeit, das Städtchen selbst zu erkunden. Die alten Industriegebäude und Lagerhäuser sind hier mit riesigen und wunderschönen Wandmalereien vom Street-Art-Festival Wonderwalls geschmückt. Einen Besuch wert ist auch das lokale South Australian Maritime Museum mit einem Eintritt von 23,50 AUD für Erwachsene (rund 14 €), wo du alles über die maritime Geschichte der Region und das harte Leben der ersten Siedler erfährst, die aus Europa hierher kamen.

12. Mount Lofty und der Aufstieg vom Waterfall Gully

Wenn du dich ein bisschen anstrengen und gleichzeitig die Stadt aus der Vogelperspektive sehen willst, musst du auf den Mount Lofty. Dieser Gipfel ragt bis auf siebenhundertzehn Meter Höhe empor, und bei klarem Wetter siehst du von ihm über die ganze Stadt bis zum fernen Kangaroo Island. Die Einheimischen fahren aber so gern hierher, dass du dich am Wochenende regelrecht durch die Menge kämpfen musst. Der Zugang zum Aussichtspunkt selbst ist völlig kostenlos, und es ist einer der beliebtesten Orte, an dem die Einheimischen den Kopf freibekommen.

Die größte Herausforderung ist aber der Aufstieg zu Fuß zum Gipfel, der im Tal Waterfall Gully beginnt. Die Route ist rund vier Kilometer hin und zurück, du überwindest dabei etwa 470 Höhenmeter, und sie dauert ungefähr anderthalb bis drei Stunden, je nach deiner Kondition. Der Pfad ist ziemlich steil, und manchmal kommst du ordentlich ins Schwitzen, aber das Gefühl, wenn du oben ankommst und ins Tal hinunterblickst, ist die Mühe hundertprozentig wert.

Auf dem Weg nach oben kommst du außerdem an mehreren kleineren Wasserfällen und wunderschöner Natur voller alter Eukalyptusbäume vorbei. 💡 Tipp: Brich früh morgens zum Aufstieg auf oder meide die Wochenenden. Der Pfad ist bei den einheimischen Fitness-Enthusiasten enorm beliebt, und Samstagvormittag bilden sich hier manchmal endlose Menschenschlangen, was das echte Erlebnis der wilden Natur ein wenig verdirbt.

13. Cleland Wildlife Park: hier hältst du einen Koala

Das ist ein absolut entscheidender Tipp für jeden, der davon träumt, in Australien einen Koala im Arm zu halten. Anders als in Sydney oder Melbourne, wo das Halten von Koalas gesetzlich streng verboten ist, ist es in South Australia noch legal. Da der berühmte Lone-Pine-Park in Brisbane diese Praxis 2024 eingestellt hat, ist Cleland derzeit wohl der zugänglichste Ort im Land, an dem du dir diesen großen Traum tatsächlich erfüllen kannst.

Das Erlebnis „Hold a Koala“ kostet dich 89,50 AUD (rund 54 €) zusätzlich zum normalen Eintritt, der 35,80 AUD für einen Erwachsenen und 20 AUD für ein Kind beträgt. Die Kapazität ist aber extrem begrenzt, das Halten findet ausschließlich dienstags und samstags um 14:30 Uhr statt, und teilnehmen dürfen nur vier Personen über dreizehn Jahren. Du musst es viele Wochen im Voraus reservieren, und pass gut auf: Der Check-in an der Kasse muss spätestens bis 14:00 Uhr erfolgen, sonst verfällt dein Ticket ohne jede Erstattung!

Wenn dir das zu teuer oder unerreichbar erscheint, verzweifle nicht. Im Rahmen des Basiseintritts bietet der Park jeden Tag zwischen elf und zwölf Uhr das Erlebnis „Koala Close-up“ an, bei dem du einen Koala zumindest aus der Nähe betrachten und streicheln kannst. (Diese Möglichkeit entfällt nur an Tagen, an denen die Temperaturen zweiunddreißig Grad übersteigen.) Im riesigen Park, der sich über fünfunddreißig Hektar erstreckt, kannst du außerdem frei zwischen hüpfenden Kängurus und Emus umherwandern. Den Tieren geht es hier hervorragend, und der Besuch ist unglaublich kontaktnah.

14. Das deutsche Hahndorf

Nur fünfundzwanzig Minuten Autofahrt vom Zentrum entfernt findest du dich in einer völlig anderen Welt wieder, die eher an das alte Europa erinnert als an das wilde Australien. Hahndorf ist die älteste erhaltene deutsche Siedlung des ganzen Landes, die 1839 von preußischen Lutheranern unter der Führung des Seekapitäns Hahn gegründet wurde. Die Hauptstraße ist von wunderschönen historischen Häusern aus Stein und Ziegeln gesäumt, die von hundertjährigen Bäumen beschattet werden, und es herrscht eine sehr entspannte, fast feiertägliche Atmosphäre.

Für Kunstliebhaber ist ein Besuch des Anwesens The Cedars ein absolutes Muss, wo der berühmte Maler Hans Heysen lebte. Der Eintritt in dieses historische Haus von 1912 kostet 25 AUD (etwa 15 €), und seit Sommer 2026 gibt es hier eine brandneue Galerie namens Heysen: A Shared Legacy. Durch das ursprüngliche Atelier des Künstlers und die Gärten zu spazieren, die ihn sein Leben lang inspirierten, ist ein herrlich poetisches Erlebnis, das auch die schätzen, die sonst nicht viel für bildende Kunst übrig haben.

Und was wäre ein deutsches Dorf ohne ordentliches Essen. Die meisten Besucher loben die riesigen lokalen Fleischspezialitäten und Würste, aber auch Vegetarier kommen hier auf ihre Kosten. Die örtlichen Bäckereien bieten fantastisches traditionelles Gebäck und einen absolut perfekten Apfelstrudel, für den die Leute aus der ganzen Umgebung anreisen. Halte in einem der Cafés, gönn dir einen Kaffee und einen warmen Strudel und genieße den schönen Kontrast zwischen deutscher Tradition und australischer Sonne.

15. Barossa Valley und hundert Jahre alter Wein

Wenn irgendeine Region ein Synonym für den australischen Weinbau ist, dann zweifellos das fünfzig Minuten entfernte Barossa Valley. Diese Region ist weltweit vor allem für ihre schweren, vollen Rotweine berühmt, allen voran die Rebsorte Shiraz. Die geschwungenen, mit ordentlichen Rebreihen bedeckten Hügel sehen im Morgenlicht ein bisschen aus wie ein toskanischer Kalender, nur bekommst du statt Chianti einen Shiraz ins Glas, der voller und dunkler ist, als du erwartet hast. 💡 Tipp: Halte am Aussichtspunkt Mengler Hill Lookout, von dem aus du das ganze Tal wie auf dem Präsentierteller hast.

Das mit Abstand einzigartigste Erlebnis bietet hier das historische Weingut Seppeltsfield und sein Centennial Cellar von 1878. Du kannst hier die sogenannte A Taste of History Tour buchen, bei der du einen Likörwein Para Tawny verkosten darfst, der genau hundert Jahre im Fass gereift ist. Dieses halbstündige Erlebnis kostet dich 185 AUD (rund 110 €), aber ein Getränk zu verkosten, das vor einem ganzen Jahrhundert hergestellt wurde, ist etwas, das dir nicht einfach überall gelingt.

Nach all den Verkostungen bekommst du bestimmt Hunger. Reisende empfehlen wärmstens einen Halt in Maggie Beer’s Farm Shop, der täglich von zehn bis halb fünf geöffnet ist. Du kannst hier verschiedene lokale Marmeladen, Pasteten und Soßen kaufen oder dich gleich an den See setzen und ein leichtes Picknick aus lokalen Zutaten genießen. Einen besseren Abschluss für einen Tag voller Verkostungen kannst du dir nicht wünschen.

16. McLaren Vale und der d’Arenberg Cube

Südlich der Stadt, keine vierzig Minuten Fahrt entfernt, liegt eine weitere berühmte Weinregion, die eine etwas modernere und verspieltere Atmosphäre hat. Zum Symbol des ganzen McLaren Vale ist in den letzten Jahren das beeindruckende Gebäude d’Arenberg Cube geworden, das aussieht wie ein riesiger Zauberwürfel, der mitten in die Weinberge geworfen wurde. Das Gebäude von 2017 kostete unglaubliche fünfzehn Millionen Dollar und beherbergt neben Verkostungsräumen auch ein verrücktes Museum der optischen Illusionen. Den Eintritt prüfst du vor der Reise am besten auf ihrer offiziellen Website.

Die Region ist enorm beliebt, und am Wochenende ist es hier ziemlich voll. 💡 Tipp: Wenn du die Möglichkeit hast, mach dich an einem Wochentag vormittags zu Weinverkostungen auf, du hast dann für alles viel mehr Ruhe, und das Personal in den Weingütern hat Zeit, sich dir persönlich zu widmen und dir Geschichten über die Entstehung der einzelnen Jahrgänge zu erzählen.

Eine ganz besondere Atmosphäre hat die Region am Wochenende dank der Bauernmärkte. Wenn du an einem Samstagmorgen herkommst (Achtung, sonntags gibt es keine Märkte!), halte unbedingt auf dem berühmten Willunga Farmers Market. Du kaufst hier absolut fantastisches frisches Gemüse, Käse, Gebäck und handwerkliche Produkte direkt von den lokalen Bauern. Die Atmosphäre ist hier herrlich gemeinschaftlich, und ein Frühstück aus den gekauften Zutaten schmeckt einfach himmlisch.

17. Victor Harbor und die Pferdebahn nach Granite Island

Wenn du dich an Wein und Stadt satt gesehen hast, mach dich nach Süden ans Meer auf, in den beliebten Badeort Victor Harbor. Die Hauptattraktion dieses Küstenstädtchens ist die historische Pferdebahn, die dich über eine lange Holzbrücke auf die nahe Granite Island bringt. Es ist eine der letzten Bahnen ihrer Art auf der Welt, die noch regulär in Betrieb ist. Die Zugpferde sind riesig, wunderschön und sichtlich gut gepflegt, sodass die Fahrt mit ihnen eine schöne Rückkehr in die Vergangenheit ist (den Fahrpreis prüfst du vorher auf der Website).

Die Insel Granite Island ist bekannt für ihre dramatischen Felsformationen, an denen sich die wilden Wellen des Meeres brechen. Ich muss dich aber ehrlich vor einer Sache warnen: Ältere Reiseführer locken dich mit einer Kolonie von Zwergpinguinen hierher, aber die gibt es hier leider fast nicht mehr. Während in den Neunzigern über fünftausend von ihnen hier lebten, sind heute nur noch rund fünfundzwanzig Exemplare übrig, sodass die Chance, sie zu sehen, absolut minimal ist und es keinen Sinn ergibt, ihretwegen herzukommen.

Statt Pinguinen kannst du dich aber auf viel größere Meeresbewohner freuen. Wenn du während des australischen Winters herkommst (etwa von Juni bis September), hast du eine große Chance, Südliche Glattwale zu sehen. Diese majestätischen Wale kommen in die warmen Gewässer, um ihre Jungen aufzuziehen, und du kannst sie oft mit dem Fernglas direkt von den Klippen entlang der Küste beobachten, ohne für eine teure Bootsfahrt zahlen zu müssen.

18. Mad March: Adelaide Fringe und Co.

Wie wir schon in der Einleitung erwähnt haben, verwandeln Ende Februar und der März die beschauliche Stadt bis zur Unkenntlichkeit. Der größte Star dieser Zeit ist zweifellos das Festival Adelaide Fringe, das nach dem schottischen Edinburgh das zweitgrößte Festival seiner Art auf der Welt ist. Innerhalb weniger Wochen finden in der Stadt Tausende von Vorstellungen statt, von Stand-up-Comedy über Theater bis hin zu atemberaubender Akrobatik und Zaubershows.

Die ganze Stadt zieht sich für diesen Monat ihr festliches Gewand an. In den Parks wachsen riesige Zelte, temporäre Bars aus Schiffscontainern und Lichtinstallationen. Gleich nach dem Fringe schließt nahtlos das Musikfestival WOMADelaide an, das Künstler aus aller Welt bringt und in der wunderschönen Umgebung des Botanischen Gartens stattfindet. Außerdem findet im selben Zeitraum auch das renommierte Adelaide Festival statt, das sich eher auf klassische Musik und Oper konzentriert.

Die Atmosphäre in den Straßen ist in dieser Zeit schlicht magisch, und alle sind unglaublich freundlich und entspannt. Kurzum: Wenn dich Ruhe und Gelassenheit normalerweise nach drei Tagen langweilen, überzeugt dich der März in Adelaide davon, dass es eine gelassene Atmosphäre gibt, die einfach nicht langweilig werden kann. Wenn dir höhere Übernachtungspreise und Menschenmengen nichts ausmachen, ist ein Besuch während des Mad March das beste Erlebnis, das du von hier mitnehmen kannst.

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Wohin von Adelaide aus weiter

Wenn du die Stadt und ihre nähere Umgebung erkundet hast, hat South Australia noch ein paar weitere Asse im Ärmel. Der bekannteste Ausflug ist zweifellos das unberührte Kangaroo Island, das ein Paradies für Liebhaber wilder Natur ist. Oft werden hierher Tagesausflüge veranstaltet, aber ich muss dir ehrlich sagen: So ein Ausflug bedeutet einen sechzehnstündigen Busmarathon, von dem du nur erschöpft bist. Die Insel ist riesig, und wenn du sie wirklich genießen willst, plane mindestens zwei bis drei Tage ein und miete dir ein Auto.

Wenn du mehr Zeit hast und dich das wilde Outback reizt, mach dich nach Norden auf. Einen Besuch wert ist die faszinierende Untergrundstadt Coober Pedy, wo Opale abgebaut werden und die Menschen wegen der extremen Hitze in Höhlen leben. Ein Stück weiter findest du dann das dramatische Gebirge Flinders Ranges, das großartige Wanderungen und Millionen Jahre alte Landschaften bietet.

Wenn du eine ausgedehntere Reise durch Australien planst, lies auch unsere weiteren Reiseführer:

Häufig gestellte Fragen

Wenn du zum ersten Mal nach Adelaide reist, gehen dir wahrscheinlich viele Fragen durch den Kopf. Es ist schließlich kein x-beliebiges Reiseziel, und die Reiseplanung erfordert eine Menge Informationen.

Deshalb haben wir für dich Antworten auf die häufigsten Fragen zusammengestellt, die dir bei der Entscheidung helfen und deine Vorbereitungen erleichtern. Von der Anreise über die Sicherheit bis zu den Tieren – hier findest du alles schön beisammen. 😉

Lohnt sich ein Besuch in Adelaide?

Auf jeden Fall. Auch wenn Bewohner der Ostküste die Stadt manchmal übersehen, schwärmen Reisende regelrecht davon. Es ist eine unglaublich entspannte Stadt mit hoher Lebensqualität, ausgezeichnetem Essen und einigen der besten Weinregionen der Welt – und das alles ohne Gedränge oder von der Tourismusbranche in die Höhe getriebene Preise.

Wie viele Tage sollte man für einen Besuch einplanen?

Für das Stadtzentrum und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten reichen locker zwei bis drei Tage. Wenn ihr aber auch die umliegenden Weinregionen wie das Barossa Valley erkunden oder ans Meer fahren möchtet, solltet ihr mindestens fünf bis sieben Tage einplanen.

Wann ist die beste Reisezeit und was ist Mad March?

Ideal sind Herbst und Frühling (März bis Mai und September bis November). Mad March ist die Bezeichnung für den März, wenn in der Stadt mehrere riesige Festivals gleichzeitig stattfinden (zum Beispiel das Fringe). Die Atmosphäre ist fantastisch, aber die Hotels verdoppeln ihre Preise und sind lange im Voraus ausgebucht.

Ist Adelaide günstiger als Sydney?

Ja und nein. Unterkünfte und der öffentliche Nahverkehr sind hier deutlich günstiger, was eurer Geldbörse zugutekommt. Überraschenderweise sind laut Statistiken die Ausgaben in Restaurants und für Essen hier aber etwas höher als in Sydney oder Melbourne.

Wie kommt man vom Flughafen ins Zentrum?

Die einfachste und günstigste Variante sind die JetExpress-Busse von Adelaide Metro. Sie fahren etwa alle fünfzehn Minuten, die Fahrt dauert rund zwanzig Minuten und ein Ticket kostet ein paar Dollar. Ein klassisches Taxi ins Zentrum kostet normalerweise etwa zwanzig bis dreißig Dollar.

Brauche ich ein Auto für Ausflüge zu den Weingütern?

Wenn ihr die Weingüter auf eigene Faust erkunden wollt, ist ein Auto fast unverzichtbar, da die öffentlichen Verkehrsmittel in diese Regionen sehr schlecht sind. Alternativen sind organisierte Touren mit Führer oder spezielle Hop-on-Busse, die zum Beispiel durch McLaren Vale fahren.

Wo kann ich wirklich einen Koala halten?

Während es in Sydney oder Melbourne illegal ist, ist es in South Australia erlaubt. Der zugänglichste Ort ist der Cleland Wildlife Park unweit des Zentrums. Das Erlebnis kostet 89,50 AUD, findet nur dienstags und samstags nachmittags statt und die Plätze sind blitzschnell weg, sodass ihr Wochen im Voraus buchen müsst.

Kann man Kangaroo Island an einem Tag schaffen?

Technisch ist es über organisierte Touren möglich, aber ich würde es euch nicht empfehlen. Es wird ein anstrengender sechzehnstündiger Tag voller Busfahrten. Die Insel ist riesig und für ein echtes Naturerlebnis braucht ihr mindestens zwei bis drei Tage.

Was kann man in Adelaide mit Kindern unternehmen?

Die Stadt ist wie geschaffen für Familien. Lasst auf keinen Fall den Zoo mit den Riesenpandas aus, die Kinder mit offenem Mund anstarren. Toll ist auch eine Fahrt mit der historischen Straßenbahn ans Meer nach Glenelg oder ein Besuch in den Parks, wo es jede Menge Platz zum Herumtoben gibt.

Ist Adelaide eine sichere Stadt?

Ja, sie gehört zu den sichersten Großstädten der Welt und tagsüber braucht ihr euch überhaupt keine Sorgen zu machen. Nach Einbruch der Dunkelheit solltet ihr aber unbeleuchtete Bereiche der großen Parks und die Hindley Street meiden, wo es wegen der Nachtclubs und Alkohol manchmal unnötig lebhaft zugeht.

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