Das Paket Norway in a Nutshell ist kein streng gehüteter Geheimtipp, sondern eine geradezu genial zusammengestellte Route aus Zügen, Booten und Bus – und einer der schönsten Wege, das Fjord-Norwegen zu erleben. Du kannst dir diese Route aber auch komplett selbst zusammenstellen, und zwar deutlich günstiger und mit viel mehr Freiheit. Es ist definitiv keine Touristenfalle: Für einen Preis bekommst du den Komfort einer einzigen Buchung und die Garantie, dass die Anschlüsse passen. Wenn du dir dieselben Tickets aber direkt bei den Verkehrsbetrieben zusammenklickst, sparst du locker bis zu 40 Prozent des Gesamtpreises. Schauen wir uns gemeinsam an, wie du dieses ikonische norwegische Puzzle Schritt für Schritt planst, was das Ganze 2026 kostet und warum es sich lohnt, nicht zu hetzen.
Unten findest du Schritt für Schritt, was der Zug von Oslo nach Bergen kostet, wo du die Tickets für die Flåmsbahn bekommst und warum es sich lohnt, sich Zeit zu lassen. Ach ja, und ich verrate dir auch, wo du übernachten kannst. 😉

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen
Keine Lust, den ganzen Text zu lesen? Hier habe ich für dich das Wichtigste herausgepickt, was du vor dem Kauf wissen musst:
- Das offizielle Paket kostet über 3.470 NOK (rund 300 €), während die clevere DIY-Variante etwa 1.850 bis 2.100 NOK (etwa 160 bis 180 €) kostet.
- Die Route besteht aus insgesamt fünf Etappen: dem Zug Bergensbanen, der Bergbahn Flåmsbahn, einem Elektroboot über den Fjord, einem Bus und dem abschließenden Zug nach Bergen.
- Alle Tickets bekommst du online auf der Website der norwegischen Bahn vy.no und auf dem Portal norwaysbest.com.
- Die günstigsten Lavpris-Tickets für die Züge werden etwa drei Monate im Voraus freigeschaltet und sind in der Sommersaison sehr schnell weg.
- Ich empfehle dir unbedingt, die Route zu teilen und im Dörfchen Flåm oder im benachbarten Aurland zu übernachten. So entgehst du den größten Massen an Tagestouristen.
- Prüfe vor dem Kauf immer den Kalender der Kreuzfahrtschiffe, um die Tage mit dem größten Passagieransturm zu vermeiden.

10 Dinge, die du über Norway in a Nutshell wissen musst
Die Planung einer Norwegen-Reise durch die Fjorde klingt auf dem Papier ein bisschen einschüchternd, aber ich verspreche dir: Mit dieser Vorbereitung überrascht dich nichts mehr. Hier sind meine zehn praktischen Tipps, die dir nicht nur helfen, Geld zu sparen, sondern vor allem die ganze Schönheit in Ruhe und ganz nach deinem Geschmack zu genießen.

1. Das Fjord-Tours-Paket versus das DIY-Puzzle
💡 Tipp: Das offizielle Paket Norway in a Nutshell wird schon seit 1982 vom Unternehmen Fjord Tours verkauft. Es handelt sich um keine geführte Reise. Es sind lediglich vorab gekaufte Tickets für fünf aufeinanderfolgende Etappen, die dir per E-Mail zugeschickt werden. 2026 zahlst du für eine einfache Fahrt von Oslo nach Bergen 3.474 NOK pro Erwachsenem. Dafür bekommst du absolute Sorglosigkeit und die Garantie, dass die Verbindungen auf dich warten.
Wenn du dir dieselben Verbindungen aber selbst bei den Verkehrsbetrieben zusammensuchst, zahlst du insgesamt nur etwa 1.850 bis 2.100 NOK. Der Unterschied beträgt gewaltige 1.400 NOK, was umgerechnet fast 120 € pro Person entspricht. Bei einer vierköpfigen Familie kommen wir so auf unglaubliche Ersparnisse von rund 500 €. Glaub mir, für die paar Minuten Klickerei mehr lohnt sich das definitiv.
Das Puzzle hat fünf Teile: den Zug von Oslo nach Myrdal (Bergensbanen), die Bergbahn nach Flåm (Flåmsbahn), das Elektroboot über den Fjord nach Gudvangen, den Bus nach Voss und den abschließenden Zug nach Bergen. Es sieht kompliziert aus, aber du kannst es an einem Nachmittag bei einer Tasse Kaffee zusammenklicken.
Außerdem bekommst du absolute Freiheit bei der Planung. Du kannst einen späteren Morgenzug wählen, länger an einem Aussichtspunkt bleiben oder die ganze Route über mehrere Tage aufteilen, genau nach deinen Vorstellungen. Du musst dich nicht an einen strikten Fahrplan halten, den dir das Buchungssystem des offiziellen Pakets diktiert.

2. Bergensbanen und die Jagd nach den günstigsten Tickets
💡 Tipp: Der erste Schritt deiner Norwegen-Reise ist die Fahrt mit der berühmten Bahnstrecke Bergensbanen von Oslo bis zur Station Myrdal. Diese fast fünfhundert Kilometer lange Strecke wird regelmäßig zu den schönsten der Welt gezählt. Der Zug steigt allmählich durch die tiefen Wälder des Hallingdal-Tals, bis er hoch über die Baumgrenze zur rauen Hochebene Hardangervidda gelangt. Genau hier erlebst du die besten Ausblicke auf die arktische Tundra und verschneite Seen.
Kaufe die Tickets ausschließlich über die offizielle Website der norwegischen Bahn vy.no. Das System öffnet etwa drei Monate vor der Abfahrt, und dein Ziel ist es, ermäßigte Tickets vom Typ Lavpris zu ergattern. Sie beginnen bei nur 299 NOK, verschwinden in der Sommersaison aber in unglaublichem Tempo. Sobald sie ausverkauft sind, klettert der Preis schrittweise bis zum vollen Flex-Tarif, der locker 1.362 NOK kostet.
Kaufe rechtzeitig, besonders für Juli und August. Lass dich während der Fahrt aber nicht nur von deinem Handy fesseln, denn der Zug hält auch an der kultigen Station Finse auf 1.222 Metern Höhe, zu der keine Straße führt und die Star-Wars-Fans lieben: Hier wurden die Winterszenen des Eisplaneten Hoth gedreht. Erfahrene Reisende sitzen von Oslo nach Myrdal am besten auf der linken Seite des Zuges, wo sich die schönsten Ausblicke öffnen.

3. Die Flåmsbahn oder das steilste Zugerlebnis
💡 Tipp: In der Station Myrdal wartet der Umstieg auf die legendäre Bergbahn Flåmsbahn auf dich. Der Umstieg ist völlig stressfrei, denn die kleine Bergstation hat nur zwei Gleise und die Züge stehen direkt gegenüber. Du hast genug Zeit und schaffst es auch mit großen Koffern. Es folgt eine zwanzig Kilometer lange Abfahrt ins Tal, bei der der Zug einen beeindruckenden Höhenunterschied von über 860 Metern überwindet.
Kaufe das Ticket für die Flåmsbahn clever. Wenn du die Route einfach von Oslo aus fährst, kaufe das Ticket wieder über vy.no. Ein einfaches Ticket kostet 2026 538 NOK. Du kannst es sogar direkt zusammen mit dem Ticket ab Oslo in den Warenkorb legen, indem du die Route Oslo bis Flåm eingibst. Rückfahrkarten für 900 NOK verkauft das Unternehmen Norway’s Best, aber die brauchst du für diese Anschlussroute überhaupt nicht.
Innerhalb der knapp einstündigen Fahrt fährst du durch zwanzig Tunnel, und der Zug macht einen speziellen fünfminütigen Halt am mächtigen Wasserfall Kjosfossen. Dieser Wasserfall ist 93 Meter hoch, und alle Reisenden können auf eine Holzplattform aussteigen und Fotos machen. In der Sommersaison siehst du hier sogar die mythische Waldnymphe Huldra zu traditioneller norwegischer Musik tanzen. Die Bahn hat auf dem Großteil ihrer Strecke ein Gefälle von 5,5 Prozent, was sie zu einer der steilsten Adhäsionsbahnen ganz Europas macht.

4. Die stille Fahrt über den Nærøyfjord
💡 Tipp: In der Zielstation Flåm verlässt du die Züge und wechselst aufs Wasser. Es erwartet dich eine zweistündige Fahrt über den wunderschönen Nærøyfjord, der aufgrund seiner außergewöhnlichen Schönheit auf der UNESCO-Liste steht. Der Fjord ist an manchen Stellen nur 250 Meter breit und wird von beiden Seiten von steilen Berggipfeln eingerahmt, die über tausend Meter in die Höhe ragen.
Reserviere die Bootstickets rechtzeitig über das Portal norwaysbest.com. In der Sommerhochsaison zahlst du pro Erwachsenem 665 NOK. Hier fahren vollelektrische Boote, konkret die Vision of the Fjords oder die Future of the Fjords, und diese absolute Stille während der Fahrt ist genau das, wofür du diesen Teil der Route lieben wirst. Sie haben ein einzigartiges Design, inspiriert von den kurvigen Bergpfaden, sodass du dich fließend über die Außendecks bewegen und aus allen Richtungen fotografieren kannst, bis dir die Finger einfrieren.
Das Boot fährt zuverlässig bei jedem Wetter und das ganze Jahr über. Falls dich zufällig der typische norwegische Regen erwischt, kannst du dich im geräumigen verglasten Salon mit Café verstecken. Die Fahrt endet im kleinen Dörfchen Gudvangen, wo du nahtlos an den nächsten Teil deines norwegischen Puzzles in Richtung Westküste anschließt.

5. Der letzte Abschnitt über Gudvangen und Voss
💡 Tipp: Im Hafen Gudvangen warten schon die bereitgestellten Busse der Linie VY450. Sie fahren dich durch das tiefe Tal Nærøydalen entlang steiler Felsen bis in die Stadt Voss. Das Ticket kostet rund 159 NOK, und du bekommst es problemlos in der Vy-App oder zahlst einfach mit Karte direkt beim Fahrer beim Einsteigen. Die Fahrt dauert knapp eine Stunde.
Viele alte Reiseführer versprechen eine Fahrt über die historischen Serpentinen Stalheimskleiva, aber lass dich nicht täuschen. Diese ikonische Straße ist für Busse schon seit Jahren dauerhaft gesperrt – aus Sicherheitsgründen. Die Linienbusse nutzen daher die moderne und sicherere Route über die Hauptstraße E16.
Von der Stadt Voss bleibt nur noch der letzte Zugabschnitt nach Bergen. Auf vy.no bekommst du ein Lavpris-Ticket schon ab 139 NOK, und die Fahrt dauert etwas mehr als eine Stunde. Du kannst gleich ein Kombiticket für Bus und Zug kaufen, indem du die Route Gudvangen bis Bergen eingibst – das System verbindet dir beide Tickets automatisch zu einem günstigeren Preis von etwa 320 bis 437 NOK. Falls du in Voss länger auf den Zug warten musst, probiere die moderne Seilbahn Voss Gondol. Sie beginnt direkt am Bahnhof und bringt dich auf den Gipfel Hangurstoppen auf 820 Meter Höhe.

6. Warum es besser ist, die Route auf zwei Tage aufzuteilen
💡 Tipp: Die meisten Touristen rasen die ganze Route von Oslo nach Bergen an einem einzigen Tag durch. Das ist ein gewaltiger zwölfstündiger Marathon, bei dem du nach acht Uhr morgens aus Oslo aufbrichst und erst um halb neun abends am Ziel ankommst. In Flåm verbringst du dabei nur knapp eine halbe Stunde. Erfahrenen Reisenden zufolge ist es aber viel besser, die Reise aufzuteilen und die Atmosphäre der norwegischen Fjorde in Ruhe zu genießen, nachdem alle Tagesausflügler abgereist sind.
Wenn du in Flåm oder im benachbarten Aurland übernachtest, öffnen sich dir ganz neue Möglichkeiten. Du kannst früh am Morgen zum spektakulären Aussichtspunkt Stegastein aufbrechen, der dreißig Meter ins Leere hoch über der blauen Wasseroberfläche des Fjords ragt. Oder du leihst dir ein Kajak und paddelst noch in der morgendlichen Ruhe auf den Fjord hinaus, bevor die ersten Ausflugsschiffe eintreffen.
Du bekommst außerdem genug Zeit für einen Besuch des Wikingerdorfs Njardarheimr in Gudvangen. Das ist kein langweiliges Museum mit Glasvitrinen, sondern eine lebendige Rekonstruktion voller begeisterter Menschen in historischen Kostümen. Du lernst die damaligen Handwerke kennen, erfährst viel Interessantes über das Leben der alten Nordmänner und kostest traditionelles, über dem Feuer gebackenes Brot.

7. Wann du alles reservieren solltest (damit noch etwas für dich übrig bleibt)
💡 Tipp: Das Geheimnis eines erfolgreichen und günstigen DIY-Puzzles liegt im richtigen Timing der Käufe. Die norwegische Bahn Vy öffnet den Verkauf etwa neunzig Tage im Voraus. Wenn du die günstigsten Lavpris-Tickets für den längsten Abschnitt ab Oslo ergattern willst, stelle dir eine Erinnerung und kaufe sofort, nachdem die Plätze in den Verkauf gehen. Für die Sommermonate solltest du die Tickets idealerweise mindestens sechs bis acht Wochen vor der Abfahrt regeln.
Beim Boot über den Nærøyfjord und bei der Flåmsbahn ist die Lage noch angespannter. Der Verkauf für die Sommermonate öffnet auf der Website von Norway’s Best locker 120 Tage im Voraus. Im Juli und August sind die beliebtesten Nachmittagsverbindungen oft schon mehrere Wochen im Voraus ausverkauft. Wenn du zum Beispiel Lust auf das Boot um 15:00 Uhr hast, wirst du feststellen, dass es als allererstes vergriffen ist. Verlass dich auf keinen Fall darauf, dass du die Tickets erst vor Ort an der Kasse kaufst.
Während du den Bus nach Voss und den lokalen Zug nach Bergen meist auch in letzter Minute ohne großen Stress bekommst, müssen die strategischen Fernabschnitte rechtzeitig bezahlt sein. Wenn du deine Reise für die Hauptsaison planst, empfehle ich dir, alle wichtigen Tickets idealerweise zwei Monate vor dem Abflug nach Norwegen in der E-Mail zu haben.

8. Wie du die Massen und Kreuzfahrtschiffe überlistest
💡 Tipp: Das Dörfchen Flåm hat nur ein paar hundert feste Einwohner, aber im Sommer steuern riesige Kreuzfahrtschiffe hierher. Wenn im Hafen Aurland ein schwimmender Koloss mit mehr als zweitausend Passagieren anlegt, füllt sich das enge Tal sofort bis zum Bersten. Für dich bedeutet das lange Schlangen vor den Toiletten, überfüllte Restaurants und hoffnungslos ausverkaufte Tickets für die Bahn und die Fjordfahrten.
Bevor du einen konkreten Termin reservierst, öffne flamport.no, wo du den genauen Ankunftskalender der Kreuzfahrtschiffe in Flåm und Aurland für die ganze Saison findest, und wähle Tage aus, an denen dort höchstens ein kleines Expeditionsschiff oder – noch besser – gar keines liegt. So ersparst du dir eine Menge Stress, und Fotos ohne Hunderte von Menschen im Bild sind es allemal wert.
Wenn du einem vollen Tag nicht entgehst, wähle die Randzeiten der Verbindungen. Das allererste Morgenboot um halb zehn oder umgekehrt das letzte um halb sechs abends sind herrlich halb leer. Die meisten organisierten Gruppen konzentrieren sich nämlich um die Mittagszeit und den frühen Nachmittag, sodass du ihnen mit dieser kleinen zeitlichen Verschiebung elegant aus dem Weg gehst.

9. Wie es mit Koffern und kleinen Kindern funktioniert
💡 Tipp: Wenn du mit der Familie reist, wird dich Norwegen mit seiner unglaublichen Praktikabilität absolut begeistern. Kinder bis vier oder fünf Jahre reisen im Grunde überall kostenlos (auf dem Boot bis drei Jahre, in der Bahn bis fünf), und ältere Kinder haben deutliche Ermäßigungen von rund fünfzig Prozent. Auf der Strecke Bergensbanen solltest du unbedingt Plätze im speziellen Familienwagen Family reservieren. Dort findest du eine tolle Kinderspielecke, einen abgetrennten Bereich für Kinderwagen und bequeme Wickeltische.
Die Umstiege sind so ausgeklügelt, dass sie wirklich jeder auch mit großem Gepäck schafft. In der Bergstation Myrdal gehst du mit dem Koffer nur ein paar Meter über einen völlig ebenen Bahnsteig, und der Einstieg in die neuen Elektroboote in Flåm ist komplett barrierefrei. Nirgends musst du endlose Treppen mit schweren Rucksäcken auf dem Rücken bewältigen oder verwirrt durch ein riesiges Terminal rennen.
Falls du dich entscheidest, die Route aufzuteilen und Flåm mit leichtem Gepäck zu erkunden, nutze die praktischen Schließfächer. Du findest sie gleich neben dem Hauptbahnhofsgebäude und kannst dort einfach dein gesamtes Gepäck abstellen. So kannst du die Aussichten oder ein Mittagessen mit völlig freien Händen genießen und deine Sachen erst kurz vor der Abfahrt der nächsten Verbindung abholen.

10. Norway in a Nutshell im Winter und Alternativen zur Route
💡 Tipp: Ein großer Vorteil der ganzen Route ist ihr ganzjähriger Betrieb. Die Züge Bergensbanen fahren jeden Tag, auch im tiefsten Winter, die Flåmsbahn fährt selbst in den dunkelsten Monaten rund vier Verbindungen täglich, und die Elektroboote durchpflügen das Fjordwasser unabhängig vom Monat im Kalender. Die winterliche Polarkulisse auf der Hochebene Hardangervidda sieht auf Fotos absolut unglaublich aus, du musst dich nur auf sehr kurze Tage einstellen.
Wenn du nicht von Oslo aus reisen willst, bietet sich eine deutlich günstigere Rundtour ab Bergen an. Morgens fährst du mit dem Zug nach Voss, mit dem Bus nach Gudvangen, mit dem Boot nach Flåm und kehrst über Myrdal abends nach Bergen zurück. Diese geschlossene Rundtour schaffst du in zehn Stunden, und die DIY-Tickets kosten dich rund 1.700 NOK.
Eine weitere tolle Variante für Reisende aus Oslo ist die Nutzung des Nachtzugs. Du kannst die ganze Route über die Fjorde bis nach Bergen fahren und abends in die Nachtverbindung zurück in die Hauptstadt steigen. Ein Ticket für einen bequemen Sitzplatz kostet ab 479 NOK, und für einen fantastischen Aufpreis von 740 NOK bekommst du ein ganzes privates Zweibettabteil mit Bettwäsche für zwei Personen. So sparst du dir das Geld für eine Nacht in einem teuren norwegischen Hotel.

Wo du entlang der Route übernachten und essen kannst (und warum du sie auf zwei Tage aufteilen solltest)
💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Eintrittskarten, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich dann, über GetYourGuide zu vergleichen und zu kaufen.
Wie ich oben schon gesagt habe: Wenn du die Route auf zwei Tage aufteilst, wird es viel angenehmer. Außerdem ersparst du dir den zwölfstündigen Marathon in den Zügen. Du bekommst Zeit für einen morgendlichen Kaffee mit Blick auf den Fjord und entgehst dem schlimmsten Andrang der Tagesausflügler. Die Region bietet mehrere schöne Übernachtungsmöglichkeiten, die du lieben wirst. Konzentriere dich vor allem auf das Dörfchen Flåm oder das ruhigere benachbarte Aurland, das du mit dem Bus in nur zehn Minuten erreichst.
Hier sind ein paar konkrete Hotels mit hervorragenden Bewertungen, die Reisende für diese Route am häufigsten empfehlen:
- Fretheim Hotel (Flåm): Ein wunderschönes historisches Gebäude, das wirklich nur einen Katzensprung von der Endstation des Zuges entfernt liegt. Das Hotel bietet fantastische Frühstücke aus lokalen Zutaten und atemberaubende Ausblicke direkt auf den Fjord und die umliegenden Berge. Du ziehst deine Koffer einfach hundert Meter vom Zug weg und bist schon da.
- Flåmsbrygga Hotel (Flåm): Ein sehr gemütliches Hotel im traditionellen Holzstil mit Berghütten-Atmosphäre. Sein größter Vorteil ist die Lage direkt an der berühmten Handwerksbrauerei Ægir, wo du abends ausgezeichnetes lokales Bier und ein köstliches vegetarisches Menü an einem riesigen, von der Wikingergeschichte inspirierten Kamin genießt.
- Vangsgaarden Gjestgiveri (Aurland): Wenn du den Massen in Flåm entkommen willst, ist das genau das Richtige. Diese familiengeführte Pension im Nachbardorf bietet absolute Ruhe, einen fantastischen Blick aufs Wasser und einen sehr persönlichen Umgang der Besitzer. Außerdem brichst du von hier leicht zum berühmten Aussichtspunkt Stegastein auf.
- Heimly Pensjonat (Flåm): Eine kleinere und preislich etwas günstigere Unterkunft direkt am Fjordufer. Von den Zimmern blickst du direkt auf den Fjord, und das Personal ist wirklich nett (der Hafen ist außerdem zu Fuß gleich um die Ecke).

Wo du unterwegs essen kannst
Das Dörfchen Flåm ist zwar wirklich klein, aber hungern wirst du hier definitiv nicht. Der absolute Renner ist die lokale Brauerei Ægir BrewPub, die du gleich am Hafen findest. Sie hat ein fantastisches Interieur, das an eine alte Wikinger-Festhalle erinnert, in der Mitte brennt ein Feuer, und zum lokalen Bier kannst du ein tolles traditionelles Menü genießen. Wenn du nur einen schnellen Snack vor der Abfahrt des Boots suchst, stößt du am Wasser auf eine ausgezeichnete Bäckerei mit frischem Gebäck und Kaffee.
In Voss ist die Auswahl an Restaurants schon deutlich größer, aber wegen der recht knappen Fahrpläne bleibt meist nicht viel Zeit für ausgedehnte Mittagessen im Lokal. Ich empfehle dir unbedingt, dir für die ganze Reise einen eigenen Snack und eine Wasserflasche einzupacken. Die Preise in den Bahnhofsbistros sind für norwegische Verhältnisse nämlich ziemlich selbstbewusst, und eigene Vorräte sparen dir viel Geld und Stress während der schnellen Umstiege.

Praktische Zusammenfassung und Richtpreise
Für eine bessere Vorstellung von den Ersparnissen habe ich einen Preisvergleich in norwegischen Kronen vorbereitet. Die Preise in der Tabelle entsprechen der Sommerhauptsaison 2026 bei rechtzeitigem Kauf. Die Wechselkurse ändern sich natürlich im Laufe des Jahres, aber für eine schnelle Orientierung rechne damit, dass 10 NOK etwa 0,85 € entsprechen.
Den größten Unterschied macht gleich das erste Ticket von Oslo nach Myrdal. Während du im Paket dafür einen fixen Betrag zahlst, kannst du bei einem eigenen Kauf drei Monate im Voraus Lavpris-Tickets schon ab 299 bis 539 NOK ergattern. Die Flåmsbahn und das Elektroboot über den Nærøyfjord haben in der Sommersaison dagegen fest vorgegebene Preislisten, und Rabatte sind dafür nur sehr schwer zu bekommen.
Preisvergleich: DIY-Puzzle versus offizielles Paket
| Reiseabschnitt | Wo kaufen | Preis in NOK | Ungefähr in € |
|---|---|---|---|
| :— | :— | :— | :— |
| Oslo bis Myrdal (Zug) | vy.no | von 299 bis 539 | 25 bis 45 |
| Myrdal bis Flåm (Zug) | vy.no | 538 | 45 |
| Flåm bis Gudvangen (Boot) | norwaysbest.com | 665 | 55 |
| Gudvangen bis Voss (Bus) | vy.no / beim Fahrer | ab 159 | 15 |
| Voss bis Bergen (Zug) | vy.no | ab 139 | 12 |
| GESAMT auf eigene Faust | – | 1.800 bis 2.100 | 155 bis 180 |
| Offizielles Paket Fjord Tours | fjordtours.com | 3.474 | 300 |
Wenn du dich entscheidest, die ganze Route an einem einzigen Tag zu absolvieren, stelle dich darauf ein, dass du ständig in Bewegung bist. Unten findest du einen Musterfahrplan für die eintägige Überfahrt von Oslo nach Bergen. Du siehst selbst, dass die Umstiegszeiten recht kurz sind und du in Flåm kaum vierzig Minuten zum Umschauen hast.
Musterfahrplan für die Reise an einem Tag (Oslo bis Bergen)
| Uhrzeit | Aktivität und Reiseabschnitt |
|---|---|
| :— | :— |
| 08:25 | Abfahrt des Zuges Bergensbanen vom Hauptbahnhof Oslo S. |
| 13:04 | Ankunft in der Bergstation Myrdal. |
| 13:24 | Einstieg in die Panoramabahn Flåmsbahn. |
| 14:22 | Ankunft im Tal von Flåm. |
| 15:00 | Abfahrt des Elektroboots über den Nærøyfjord. |
| 17:00 | Ankunft des Boots im Hafen Gudvangen. |
| 17:25 | Abfahrt des Linienbusses Richtung Voss. |
| 18:25 | Ankunft des Busses am Bahnhof in Voss. |
| 19:14 | Abfahrt des abschließenden Zuges nach Bergen. |
| 20:38 | Endgültige Ankunft am Bahnhof in Bergen. |
Wohin als Nächstes
Wenn dich die Planung einer Reise durch Skandinavien gepackt hat, schau dir unbedingt auch die weiteren ausführlichen Reiseführer an. Darin findest du jede Menge nützliche Informationen zu den einzelnen Orten.
- Flåmbahn (Flåmsbahn)
- Bergen: Sehenswürdigkeiten
- Oslo: Sehenswürdigkeiten
- Norwegische Fjorde: Reiseführer
Häufig gestellte Fragen
Wie viel kostet Norway in a Nutshell genau?
Das offizielle Paket, das über das Buchungssystem von Fjord Tours gekauft wird, kostet im Jahr 2026 genau 3 474 NOK für die Fahrt von Oslo nach Bergen. Wenn du dir aber dieselben Tickets selbst direkt bei den Verkehrsbetreibern kaufst, zahlst du insgesamt etwa 1 850 bis 2 100 NOK. Pro Person sparst du so ungefähr 1 400 NOK, was eine fantastische Ersparnis ist.
Kann man die Strecke in einzelnen Teilen kaufen?
Ja, und genau das empfehle ich dir. Die Züge ab Oslo und den abschließenden Transfer nach Bergen kannst du auf der Website der norwegischen Bahn vy.no mit drei Monaten Vorlauf kaufen. Die Tickets für die Panoramaschifffahrt auf dem Nærøyfjord und für die Flåmsbana bekommst du auf dem Portal norwaysbest.com, und das Busticket kannst du auch noch ganz entspannt direkt beim Fahrer mit Karte bezahlen.
Funktioniert die gesamte Rundtour auch im Winter?
Alle Teile der Strecke funktionieren ganzjährig. Der Zug Bergensbanen fährt täglich, die Flåmsbana verkehrt auch im tiefsten Winter mit etwa vier Verbindungen pro Tag, und die modernen Elektroschiffe auf dem Fjord haben einen Winterfahrplan, der nur sehr geringfügig angepasst ist. Die Winterlandschaft bietet absolut fantastische Ausblicke auf die verschneite polare Tundra, rechne nur mit kürzeren Tagen.
Wo übernachtet man am besten?
Die beliebteste Wahl für eine Übernachtung ist das Dörfchen Flåm, das direkt am Ende der Bergbahn liegt. Hier findest du tolle Hotels und die bekannte lokale Brauerei Ægir. Wenn du mehr Ruhe ohne Touristen suchst, empfehle ich dir, zehn Minuten mit dem Bus ins benachbarte Aurland weiterzufahren, das eine authentischere und ruhigere Atmosphäre ohne Menschenmassen bietet.
Schaffe ich das alles an einem Tag von Oslo aus?
Technisch schaffst du das, aber es ist ein gewaltiger zwölfstündiger Marathon. Morgens fährst du nach acht Uhr von Oslo los und erreichst Bergen erst um halb neun abends. In Flåm hast du dann nur achtunddreißig Minuten für den Umstieg. Deshalb empfehlen erfahrene Reisende, die Strecke aufzuteilen und sie entspannt über zwei Tage zu genießen.
Muss ich das Schiff im Voraus reservieren?
In der Sommersaison von Juni bis August ist eine Reservierung für das Schiff absolut notwendig. Die beliebtesten Nachmittagsverbindungen sind oft schon mehrere Wochen im Voraus wegen organisierter Gruppen von großen Kreuzfahrtschiffen hoffnungslos ausverkauft. Verlasse dich keinesfalls auf einen Kauf vor Ort an der Kasse, kümmere dich idealerweise zwei Monate im Voraus um die Tickets.
Komme ich mit großen Koffern bei den Umstiegen zurecht?
Die norwegische Infrastruktur ist perfekt auf Touristen eingestellt. Alle Umstiege sind sehr einfach und barrierefrei. Zum Beispiel läufst du am Bahnhof Myrdal mit deinem Koffer nur ein paar Meter ebenerdig von einem Gleis zum anderen. Beim Einstieg auf die Schiffe musst du keine Treppen überwinden, und in Flåm findest du große Gepäckschließfächer.
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