Volterra, Italien: 18 Tipps für die etruskische Alabasterstadt

Während das benachbarte San Gimignano unter dem Touristenansturm regelmäßig aus allen Nähten platzt, bewahrt sich Volterra in Italien nur ein paar Kilometer weiter seine Ruhe. Dabei ist diese hoch auf einem Hügel thronende Stadt gut zweitausend Jahre älter und bietet eine Atmosphäre, die du sonst in der Toskana kaum erlebst.

Ich sage dir gleich, was dich erwartet: 18 Tipps, die Kombikarte, Parken ohne Strafzettel und die ganze Wahrheit über Twilight. Also lies weiter 😉

Ich habe für dich außerdem einen detaillierten Überblick über die Eintrittspreise, Tipps zum Parken außerhalb der ZTL-Zonen und Empfehlungen für Unterkünfte vorbereitet. Du erfährst zudem, wie es wirklich mit den Dreharbeiten zur beliebten Twilight-Saga aussieht, und ich verrate dir, wann sich die Kombikarte für die Sehenswürdigkeiten lohnt.

Artikelinhalt

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen

  • Das größte Juwel: Das etruskische Tor Porta all’Arco, das die Einheimischen 1944 heldenhaft vor der Zerstörung durch die Nazis retteten.
  • Museen und Sehenswürdigkeiten: Lass auf keinen Fall das Museo Etrusco Guarnacci und das älteste Rathaus der Toskana, den Palazzo dei Priori, aus.
  • Volterra Card: Die Kombikarte für 23 € lohnt sich bereits ab dem Besuch von drei oder mehr Sehenswürdigkeiten.
  • Alabaster: Die Stadt ist für die handwerkliche Verarbeitung dieses Steins berühmt – besuche traditionelle Werkstätten wie Alab’Arte.
  • Kuriosität: Die Fortezza Medicea dient bis heute als Gefängnis, in dem manchmal die Häftlinge selbst kochen und servieren.
  • Twilight-Saga: Die Bücher spielen zwar in Volterra, doch das Filmteam drehte in Wirklichkeit im nahen Montepulciano.
  • Anfahrt und Parken: Das gesamte Zentrum ist eine gesperrte ZTL-Zone, das Auto musst du auf den Parkplätzen unterhalb der Stadtmauern lassen.

Wann du nach Volterra reisen solltest

Die beste Reisezeit sind ohne Zweifel die Frühlingsmonate von April bis Juni sowie September und Oktober im Herbst. Rund zwanzig Grad – da schwitzt du nicht und frierst auch nicht, und zum Wandern über die Hügel gibt es kaum etwas Besseres. Außerdem entgehst du dem größten August-Trubel und hast die kopfsteingepflasterten Gassen fast für dich allein.

Wenn du im August herkommst, rechne mit deutlich höheren Sommertemperaturen und logischerweise mit mehr Menschen, die in die Toskana in den Urlaub strömen. Der Vorteil des August-Termins: In diesem Monat findet das berühmte historische Fest Volterra AD 1398 statt, das die ganze Stadt zuverlässig um mehrere Jahrhunderte in der Zeit zurückversetzt. 2026 soll dieses beliebte Fest voraussichtlich am Sonntag, den 9. und 16. August stattfinden, doch verschiedene Quellen widersprechen sich manchmal – überprüfe die Termine daher immer vorab auf der offiziellen Website der Stadt.

Im Winter herrscht hier dagegen herrliche Ruhe, die Straßen sind fast leer und du bekommst problemlos sehr günstige Unterkünfte selbst in den besten Hotels. Das hat aber einen ziemlich entscheidenden Haken, den du bei der Planung deiner Route unbedingt berücksichtigen musst. Vom 2. November bis 8. März sind alle wichtigen Museen dienstags strikt geschlossen und an den übrigen Wochentagen nur im verkürzten Betrieb von zehn bis sechzehn Uhr geöffnet. Der archäologische Park mit der etruskischen Akropolis und dem römischen Theater öffnet in dieser Winterzeit sogar nur am Wochenende – unter der Woche kommst du an diese Freiluft-Denkmäler also gar nicht heran.

Wo du in Volterra übernachten kannst

💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Eintrittskarten, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich dann über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.

Bei der Wahl deiner Unterkunft musst du an eine absolut entscheidende Sache denken: die streng überwachte ZTL-Zone (Zona a Traffico Limitato). Touristen dürfen mit dem Auto nämlich gar nicht ins historische Zentrum fahren, und wenn du dieses Verbot missachtest und unter den Kameras hindurchfährst, ist dir ein saftiger Strafzettel sicher – er kommt dir bis nach Hause hinterher. Deshalb suchst du strategisch am besten Hotels direkt hinter den Stadtmauern oder wählst Unterkünfte, die eigene reservierte Parkplätze anbieten und dein Kennzeichen nach der Ankunft automatisch bei der örtlichen Polizei melden.

Ich empfehle dir unbedingt einen Blick auf das Hotel Villa Rioddi, eine wunderschön renovierte ehemalige Poststation aus dem 15. Jahrhundert mit großem Pool und weitläufigem Garten. Ins Zentrum läufst du von hier in etwa zwanzig Minuten oder fährst mit dem Auto zum Parkplatz, und Reisende loben in ihren Bewertungen die unglaublich ruhige Atmosphäre. Eine weitere tolle Option außerhalb des trubeligen Zentrums ist das Agrihotel il Palagetto, ein typisches toskanisches Agriturismo mit Außenpool und atemberaubendem Blick über die Landschaft, das du vor allem mit eigenem Auto zu schätzen weißt. Wenn du etwas Geräumigeres etwas außerhalb der Stadt suchst, ist auch das Hotel Foresteria Volterra eine sehr gute Wahl – es bietet schöne Zimmer mit Balkon und ein eigenes Restaurant.

Wenn du direkt im historischen Kern übernachten und das Parken auf einem öffentlichen Parkplatz unterhalb der Mauern lösen willst, ist das Albergo Etruria eine tolle Wahl. Du findest es direkt in der Haupteinkaufsstraße Via Matteotti, und es begeistert mit einer schönen Dachterrasse, von der du über die ganze Stadt blickst. Eine schöne historische Atmosphäre bietet auch das Hotel La Locanda, das in den sorgfältig hergerichteten Räumen eines ehemaligen Klosters untergebracht ist, einen wunderbar ruhigen Innenhof hat und den Gästen ein hervorragendes Frühstück serviert. Ein goldener Mittelweg ist das Hotel San Lino, das direkt im Zentrum liegt, einen kleineren Außenpool hat und gegen eine Gebühr von 15 Euro pro Tag auch sicheres überdachtes Parken bietet.

Für Reisende mit kleinerem Budget, die vor allem ein sauberes Bett suchen und nicht unnötig viel Geld ausgeben wollen, ist das Cloister of Monache Hostel eine sehr interessante Alternative. Auch dieses Hostel ist sinnbildlich in einem historischen Kloster aus dem 15. Jahrhundert untergebracht, bis ins Zentrum sind es von hier nur zehn Minuten zu Fuß, und als riesiger Bonus gibt es für die Gäste kostenlose Parkplätze direkt am Gebäude.

18 Tipps: Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Volterra

So, jetzt zur Sache – hier sind meine Tipps, was du in Volterra wirklich nicht verpassen solltest.

1. Porta all’Arco und ihre bewegende Geschichte

Dieses imposante etruskische Tor stammt aus dem 4. Jahrhundert vor Christus und ist eines der ältesten erhaltenen Bauwerke seiner Art in ganz Italien. An seinem massiven Steinbogen erkennst du drei stark verwitterte Köpfe. Sie sind vom Zahn der Zeit so sehr erodiert, dass sich die Historiker bis heute nicht einig sind, wen genau sie darstellen – höchstwahrscheinlich handelt es sich um uralte etruskische Gottheiten, die den Eingang in die damalige Stadt schützen sollten.

Mit dem Tor ist vor allem eine ungeheuer bewegende Geschichte vom Ende des Zweiten Weltkriegs verbunden, die es zu weit mehr macht als nur zu einem alten Denkmal. Die sich zurückziehenden Nazi-Truppen kündigten am 30. Juni 1944 an, das Tor komplett zu sprengen, um die einzige Zufahrtsstraße für die anrückenden amerikanischen Panzer zu blockieren. Doch die Einheimischen lehnten sich auf und handelten mit den Deutschen schließlich eine scheinbar unmögliche Vereinbarung zur Rettung des historischen Juwels aus.

In einem einzigen Tag und einer Nacht vom 30. Juni auf den 1. Juli rissen Männer, Frauen und Kinder mit bloßen Händen das Kopfsteinpflaster aus den umliegenden Gassen und mauerten das Tor von innen komplett zu. Die Sprengung wurde abgesagt, das Tor gerettet, und nach der Befreiung kamen die Steine zurück in die Straße – wofür die Stadt von der italienischen Regierung eine Silbermedaille für Tapferkeit erhielt. Heute führt zum Tor die Gasse Via Porta all’Arco, voller Alabasterwerkstätten, wo du diese Geschichte förmlich in der Luft spürst.

2. Museo Etrusco Guarnacci

Dieses faszinierende Museum gehört zu den überhaupt ältesten öffentlichen Museen Europas, denn die Grundlagen seiner unglaublichen historischen Sammlung entstanden bereits im 18. Jahrhundert. Wenn dich die frühe Geschichte interessiert, verbringst du hier locker mehrere Stunden. Du findest nämlich eine absolut einzigartige Sammlung von Hunderten detailliert geschnitzter Alabaster-Aschenurnen, die aus den reichen etruskischen Grabstätten im weiten Umland der Stadt stammen.

Das größte Juwel der gesamten Sammlung ist zweifellos die Ombra della Sera, der Schatten des Abends. Es ist eine längliche und ungewöhnlich schlanke Bronzefigur eines Jungen, die zur absoluten Ikone der etruskischen Kunst wurde und Menschen aus aller Welt anzieht. Ihren poetischen Namen erhielt sie übrigens nicht in der Antike, sondern der berühmte italienische Dichter Gabriele D’Annunzio dachte ihn sich später aus – inspiriert vom langen Schatten, den menschliche Gestalten bei Sonnenuntergang werfen.

Das zweite Meisterwerk der Ausstellung ist die berühmte Urna degli Sposi (Urne der Eheleute). Diese Terrakotta-Aschenurne zeigt ein altes Ehepaar, das nebeneinander auf einer Art Liege ruht. Die Gesichter der Eheleute sind unerwartet realistisch, ohne Schönung – einfach zwei alte Menschen, wie sie eben sind. Keine Idealisierung, und genau deshalb geht dieses Werk so zu Herzen.

3. Volterra Card vs. Einzeleintritt

Bevor du dich auf den Weg zu den Sehenswürdigkeiten machst, solltest du dir vorher genau ausrechnen, welche Karte sich für dich tatsächlich lohnt. Der Einzeleintritt in eines der Hauptmuseen kostet 10 €, der ermäßigte Eintritt liegt bei 8 €. Wenn du also nur einen bestimmten Ort sehen willst, kauf dir das Ticket einzeln. Sobald du aber mehrere Sehenswürdigkeiten erkunden möchtest, greif unbedingt zur Kombikarte – sie spart dir jede Menge Geld.

Die kombinierte Volterra Card kostet für Erwachsene 23 €, der ermäßigte Eintritt für Studierende bis 25 Jahre und Senioren über 65 liegt bei 18 €, und die Karte gilt volle 72 Stunden ab der ersten Nutzung. Sie umfasst den Eintritt zu sieben Hauptorten, darunter das etruskische Guarnacci-Museum, die Gemäldegalerie Pinacoteca, das Alabastermuseum, das älteste Rathaus Palazzo dei Priori, die etruskische Akropolis, das römische Theater sowie das Diözesanmuseum.

Eine einfache Rechnung zeigt klar: Ab dem Besuch von drei Sehenswürdigkeiten beginnt sich die Karte finanziell zu lohnen, denn für Einzeltickets würdest du schon 30 € zahlen. Für Familien mit Kindern gibt es außerdem eine sehr günstige Familienvariante für maximal fünf Personen, die sympathische 32 € kostet und den kompletten Eintritt für alle Familienmitglieder abdeckt.

4. Römisches Theater (Teatro Romano)

Das im 1. Jahrhundert vor Christus erbaute Theater gehört zu den am besten erhaltenen römischen Denkmälern in ganz Italien, und der Anblick wird dich garantiert beeindrucken. Die Überreste der ursprünglichen Bühne, riesiger Marmorsäulen und der halbkreisförmigen Zuschauertribüne, eingebettet in den steilen Hang unterhalb der mittelalterlichen Stadt, wirken wahrhaft majestätisch und unterstreichen die reiche Geschichte dieses Ortes.

💡 Tipp für clevere Reisende: Viele Touristen zahlen Eintritt oder kaufen die Stadtkarte nur, um sich das Theater aus der Nähe von der unteren Ebene des Geländes anzusehen. Wenn du aber Zeit und Geld sparen willst: Den besten Blick und die schönsten Fotos des ganzen Komplexes bekommst du kostenlos von oben, von der Via Lungo le Mura aus. Dieser malerische Pfad führt entlang der mittelalterlichen Stadtmauer direkt über dem Theater und bietet den schönsten möglichen Blickwinkel auf das gesamte Bauwerk.

Das Theater selbst hat zudem eine sehr interessante und etwas ungewöhnliche neuzeitliche Geschichte. Über Jahrhunderte war es nämlich komplett unter einer dicken Erdschicht verschüttet, und der Ort diente sogar viele Jahre lang als gewöhnliche Stadtmülldeponie. Seine Freilegung erfolgte erst in den 1950er-Jahren, und einen großen Anteil daran hatten Patienten aus der örtlichen psychiatrischen Klinik, die unter ärztlicher Aufsicht freiwillig bei den anspruchsvollen Ausgrabungen halfen.

5. Etruskische Akropolis (Acropoli Etrusca)

Am allerhöchsten Punkt des Hügels über der Stadt erstreckt sich ein weitläufiger archäologischer Park mit den Überresten der antiken etruskischen Akropolis. Bei einem ruhigen Spaziergang zwischen den Ausgrabungen stößt du auf die antiken Fundamente zweier großer Tempel und auf ein faszinierendes unterirdisches System tiefer Zisternen, die den Einwohnern in Zeiten großer Dürre zur Speicherung des lebenswichtigen Regenwassers dienten.

Der Spaziergang zwischen den antiken Steinen inmitten eines schattigen Pinienhains bietet wunderbare Ruhe und eine sehr angenehme Erholung von den trubeligeren Stadtgassen voller Touristen. Der Eintritt in diesen weitläufigen Park ist vollständig in der kombinierten Volterra Card enthalten – wenn du sie dir also zu Tagesbeginn besorgt hast, lass dieses magische Areal mit den schönen Ausblicken über die toskanische Umgebung auf keinen Fall aus.

Wenn du aber außerhalb der Hauptsaison herkommst, achte gut auf die angepassten Öffnungszeiten, damit du nicht enttäuscht wirst. Vom 2. November bis 8. März ist die Akropolis nur am Wochenende geöffnet, zwischen zehn und sechzehn Uhr. Unter der Woche kommst du in den Wintermonaten wegen des verkürzten Betriebs leider gar nicht hierher – plane deinen Tagesablauf entsprechend gut.

6. Palazzo dei Priori und der Aufstieg auf den Turm

Wenn du dich mitten auf den Hauptplatz stellst, fällt dir sofort das mächtige Rathausgebäude ins Auge, gekrönt von der typischen zackigen Zinnenmauer und einem hohen Turm. Der Palazzo dei Priori wurde zwischen 1208 und 1257 erbaut und trägt zu Recht den sehr prestigeträchtigen Titel des überhaupt ältesten erhaltenen Rathauses der gesamten Toskana.

Dieses Bauwerk ist sogar einige Jahrzehnte älter als der weitaus berühmtere und meistbesuchte Palazzo Vecchio im nahen Florenz. Kaum jemand weiß, dass sich gerade das prächtige Florentiner Rathaus architektonisch stark an dem von Volterra orientierte. An der Steinfassade kannst du aus der Nähe die schönen Wappen der Florentiner Statthalter betrachten, die sehr kunstvoll aus farbiger Majolika und fein bearbeitetem Stein gefertigt sind.

Das Innere des historischen Rathauses ist normalerweise öffentlich zugänglich, und ich empfehle dir unbedingt, über die alten Treppen ganz hinauf auf den Aussichtsturm zu steigen. Von seinem schmalen Umgang bietet sich dir nämlich ein absolut atemberaubender Panoramablick auf die ganze Stadt mit ihrem Gewirr roter Dächer, auf die alten etruskischen Stadtmauern und auf die endlos gewellte toskanische Landschaft im Hintergrund.

7. Kathedrale Santa Maria Assunta

Der örtliche Duomo, die Kathedrale Mariä Himmelfahrt, stammt aus dem 12. Jahrhundert und begeistert dich zuverlässig schon mit ihrer eleganten romanischen Fassade, geschmückt mit Blendarkaden. Während die Kirche von außen recht schlicht und unscheinbar wirkt, verbergen ihre Innenräume gleich mehrere große künstlerische Überraschungen, die deine Aufmerksamkeit auf jeden Fall verdienen.

Das auffälligste Element des gesamten Innenraums ist zweifellos die wunderschöne und sehr reich verzierte Kassettendecke, an der du dich kaum sattsehen kannst. Widme bei der Besichtigung auch der kostbaren holzgeschnitzten und polychromen Figurengruppe der Kreuzabnahme aus dem 13. Jahrhundert deine Aufmerksamkeit. Dieses Werk ist bewundernswert gut erhalten, farblich sehr ausdrucksstark und voller intensiver menschlicher Emotionen.

Die Kathedrale erfuhr im 16. Jahrhundert einen recht deutlichen Renaissance-Umbau, sodass sie heute auf sehr interessante Weise die ursprüngliche mittelalterliche Architektur mit späteren Kunststilen kombiniert. Der Eintritt in die Kirche selbst ist meist kostenlos, also schau auf jeden Fall für einen Moment vorbei und sauge die Atmosphäre auf. Ein kleiner Eintritt fällt gegebenenfalls nur für das angrenzende Diözesanmuseum an, das aber ebenfalls Teil der Stadtkarte ist.

8. Baptisterium San Giovanni

Direkt gegenüber dem Haupteingang der Kathedrale, über den gepflasterten Platz hinweg, steht das imposante achteckige Baptisterium aus dem 13. Jahrhundert. Seine Fassade ist interessant mit abwechselnden Streifen aus dunkelgrünem und strahlend weißem Marmor verziert – ein absolut typisches und sehr fotogenes Element der toskanischen romanischen Architektur, das du etwa aus dem nahen Siena oder aus Florenz kennst.

Der Hauptblickfang von außen ist das wunderschön gearbeitete Marmorportal, das die schwere Eingangstür elegant rahmt. Das Innere des Baptisteriums ist dagegen recht schlicht, nüchtern und bewusst schmucklos gehalten, doch in seiner Mitte steht ein wunderbares, detailliert geschnitztes Taufbecken, das der berühmte Renaissance-Bildhauer Andrea Sansovino schuf.

Zum Baptisterium führen sonnenbeschienene Steintreppen, auf denen sich die Menschen gern niederlassen und das Treiben auf der Piazza San Giovanni beobachten – am besten mit einem Eis in der Hand 😁.

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9. Pinacoteca und Rosso Fiorentino

Wenn du klassische bildende Kunst magst, lenke deine Schritte unbedingt in die städtische Gemäldegalerie Pinacoteca e Museo Civico. Diese bedeutende Institution ist in den schönen historischen Räumen des Palazzo Minucci-Solaini untergebracht, und die gute Nachricht ist, dass auch dieses Museum vollständig in der kombinierten Volterra Card enthalten ist – am Eingang musst du also nichts nachzahlen.

Der Hauptgrund, weshalb Kunstliebhaber mit riesiger Begeisterung aus allen Ecken der Welt hierher reisen, ist das Meisterwerk der Kreuzabnahme (Deposizione dalla Croce) des berühmten Malers Rosso Fiorentino, das er 1521 vollendete. Dieses großformatige Gemälde gilt unter Kunsthistorikern einhellig als einer der absoluten und unübertroffenen Höhepunkte des italienischen Manierismus.

Ehrlich gesagt: Selbst wenn du dich für bildende Kunst kaum interessierst, dieses Gemälde wird dich packen. Die Farben sind fast aggressiv, und die Figuren sehen aus, als würden sie sich jeden Moment aus der Leinwand erheben.

10. Alabaster als lebendiges Handwerk

Die Stadt ist schon seit den alten Zeiten der Etrusker für die außergewöhnlich präzise Verarbeitung von Alabaster berühmt – sie meißelten aus diesem weichen und leicht durchscheinenden Stein meisterhaft ihre Grab-Aschenurnen. Der Stein wird bis heute aktiv in den Hügeln in unmittelbarer Umgebung der Stadt abgebaut, und die einheimischen Handwerker verarbeiten ihn in kleinen, staubigen Werkstätten ausschließlich in ehrlicher Handarbeit.

Ich empfehle dir unbedingt, eine der traditionellen Werkstätten zu besuchen, zum Beispiel die beliebte Alab’Arte direkt im historischen Zentrum. Die Handwerker arbeiten hier mit genau denselben Werkzeugen und nach denselben Gipsmodellen wie vor Jahrhunderten, und du kannst ihnen bei ihrer filigranen Arbeit frei zusehen. Eine weitere sehr bekannte Werkstatt ist Paolo Sabatini in der Via Porta all’Arco, wo du eher auf modernere und sehr unkonventionelle Kunstentwürfe triffst.

⚠️ Sei aber äußerst vorsichtig bei den üblichen Touristenläden in der Haupteinkaufsstraße. Diese schummeln nämlich sehr oft und verkaufen billigen importierten Stein aus Asien oder sogar künstliche Plastik-Imitationen. Echte Volterra-Stücke erkennst du immer sicher an ihrem beigefügten Herkunftszertifikat – und kaufst sie am besten direkt in geprüften Handwerkswerkstätten.

11. Ecomuseo dell’Alabastro

Wenn dich die faszinierende handwerkliche Verarbeitung dieses besonderen Steins wirklich gepackt hat und du mehr Details darüber erfahren möchtest, schau auch im Alabaster-Ökomuseum vorbei. Der Eintritt ist clever gelöst – du musst nichts nachzahlen, wenn du dir zu Tagesbeginn die kombinierte Stadtkarte besorgt hast.

Das Museum führt dich auf sehr fesselnde und moderne Weise durch die gesamte lange Geschichte dieses Handwerks, von den Zeiten der antiken Etrusker bis in unsere moderne Gegenwart. Du siehst hier eine Reihe historischer Arbeitswerkzeuge, Proben von rohem, unbearbeitetem Stein aus den örtlichen Steinbrüchen und natürlich auch fertige Meisterwerke aus verschiedenen Epochen.

Es ist ein kleines und übersichtliches Museum, sodass dich die Besichtigung nicht mehr als eine halbe Stunde kostet, aber sie ergänzt hervorragend den Kontext zu dem, was du danach in den lebendigen Werkstätten siehst – und du begreifst, wie unglaublich anspruchsvoll diese Arbeit in Wirklichkeit ist.

12. Fortezza Medicea und das kuriose Gefängnis

Am höchsten erhöhten Punkt über der Stadt erhebt sich majestätisch die riesige Medici-Festung, die schon von Weitem einen unverzichtbaren Teil des Stadtpanoramas bildet und zum Besuch verlockt. Das hat aber einen sehr wesentlichen Haken, von dem viele Touristen nach ihrer Ankunft gar nichts wissen: Die Festung dient bis heute vollumfänglich als staatliches Gefängnis mittlerer Sicherheitsstufe.

Daraus folgt logischerweise, dass du als gewöhnlicher Tourist mit der Kamera hinter die hohen Mauern der Festung nicht so einfach hineinschaust. Die Innenräume sind für die Öffentlichkeit streng gesperrt und nur an wenigen ausgewählten Tagen im Jahr zugänglich. Aber auch dann kommst du im Rahmen einer organisierten Führung nur in einen sehr kleinen Randbereich des weitläufigen Gefängnisareals.

Trotzdem ist mit dieser Festung eine riesige Kuriosität verbunden, über die viel gesprochen wird. In einem Teil des Areals gibt es nämlich gelegentlich ein spezielles Restaurant, in dem die Häftlinge selbst das Essen kochen und die Gäste bedienen – im Rahmen ihres Resozialisierungsprogramms. Das funktioniert nur ab und zu, und die Reservierung ist mit einer polizeilichen Überprüfung verbunden, es ist also nicht gerade das, was du in fünf Minuten online buchst 😅. Die aktuellen Termine solltest du immer rechtzeitig vorab überprüfen.

13. Erholung im Parco di Castello

Direkt unterhalb der hohen und für Touristen unzugänglichen Gefängnismauern erstreckt sich der schöne öffentliche Stadtpark Parco di Castello. Wenn du vom endlosen Laufen über das harte Kopfsteinpflaster im Zentrum müde bist und dich für einen Moment irgendwo im Schatten ausruhen musst, ist dies der absolut beste und ruhigste Ort weit und breit.

Der Park ist voller alter, hoher Bäume und Holzbänke, und du findest hier auch angenehme Rasenflächen, auf denen die Einheimischen am Wochenende gern picknicken und in Büchern lesen. Für Familien mit Kindern gibt es außerdem einen kleineren, gepflegten Spielplatz, wo sich deine Sprösslinge absolut sicher beschäftigen können, während du dir die wohlverdiente Entspannung gönnst.

Von den Rändern dieses hoch gelegenen Parks eröffnen sich zudem schöne weite Ausblicke in die gewellte umliegende Landschaft. Außerdem ist es ein absolut großartiger Ort, von dem aus du die mächtige Medici-Festung sicher und in aller Ruhe aus der Nähe von außen fotografieren kannst, ohne den Sicherheitsbereich des Gefängnisses zu stören. Genau hier findet im August auch ein großer Teil der mittelalterlichen Festlichkeiten statt.

14. Le Balze und die verschwindende Abtei

Am nordwestlichen Stadtrand stößt du auf ein faszinierendes, zugleich aber etwas unheimliches Naturphänomen, das dir die enorme Kraft der Natur vor Augen führt. Le Balze sind sehr dramatische Erosionsabhänge, die seit Jahrhunderten unerbittlich Stücke des Hochplateaus abtragen, auf dem die Stadt selbst seit Tausenden Jahren steht, und so das Gesicht der ganzen Landschaft verändern.

Diese tiefen und absolut unaufhaltsamen Erdrutsche verschlangen in der Vergangenheit unwiederbringlich antike etruskische Nekropolen sowie mehrere mittelalterliche christliche Kirchen. Direkt am Rand des Sandstein-Abgrunds steht heute einsam die alte, verlassene Abtei Badia Camaldolese. Hier zählen wirklich die Jahre – die Abtei rückt mit jeder Saison ein Stück näher an den Abgrund, wenn du sie also sehen willst, warte nicht auf den nächsten Reiseführer.

An die Abtei selbst kommst du aus offensichtlichen Sicherheitsgründen gar nicht heran, aber der Blick aus sicherer Entfernung über den Abgrund gehört zu den intensivsten Erlebnissen in der ganzen weiten Umgebung. Die schönsten stimmungsvollen Fotos machst du hier garantiert am Abend, wenn die sinkende, untergehende Sonne die kahlen Sandsteinfelsen in unglaublich satte Orange- und Rottöne färbt.

15. Volterra und die Twilight-Saga: Wie ist es wirklich?

Wenn du zu den begeisterten Fans der Bücher von Stephenie Meyer gehörst, weißt du sicher ganz genau, dass die Autorin hier den geheimen Sitz des mächtigsten Vampirclans Volturi angesiedelt hat. In die Stadt strömen bis heute Scharen treuer Twilight-Fans, die mit der Karte in der Hand in den engen Gassen nach den Drehorten aus dem beliebten Teil New Moon (Bis(s) zur Mittagsstunde) suchen.

⚠️ Hier muss man aber ehrlich die Wahrheit sagen, damit du nach deiner Ankunft nicht unnötig enttäuscht bist: Der Film wurde gar nicht in Volterra gedreht! Das Filmteam wählte für die tatsächlichen Dreharbeiten nämlich das malerische historische Zentrum der nahen toskanischen Stadt Montepulciano, das ihm logistisch offenbar besser passte.

All die berühmten Filmszenen, in denen die Hauptheldin verzweifelt über den Platz voller Menschen in roten Umhängen rennt, entstanden in Wirklichkeit in Montepulciano bei der schönen Kirche San Biagio und in den dortigen Gassen. Volterra profitiert vom Vampir-Ruhm zwar bis heute marketingtechnisch sehr geschickt, und du kaufst hier jede Menge thematischer Souvenirs, doch die echten Filmkulissen würdest du hier schlicht vergeblich suchen.

16. Das Fest Volterra AD 1398

Wenn du auf deinen Reisen etwas wirklich Prächtiges und Authentisches erleben willst, plane deine Reise auf den heißen August. Die Stadt kehrt während des riesigen Festes Volterra AD 1398 nämlich komplett in der Zeit zurück ins Mittelalter, und die Kopfsteingassen füllen sich mit vornehmen Damen in historischen Gewändern, Rittern in voller Rüstung, geschickten Fahnenschwenkern, Armbrustschützen und fahrenden Musikanten.

Dieses beliebte historische Festival findet immer an zwei August-Sonntagen statt. Nach aktuellen Informationen sollte es 2026 am Sonntag, den 9. und 16. August sein, doch verschiedene Quellen widersprechen sich bei der genauen Reihenfolge der Wochenenden manchmal. Mal ist es der zweite und dritte Sonntag, mal der dritte und vierte, daher empfehle ich dir sehr, den genauen Termin rechtzeitig auf der offiziellen Website volterratur.it zu überprüfen.

Der Hauptschauplatz dieses prächtigen Festes ist traditionell auf den weitläufigen Park Parco di Castello unterhalb der Medici-Festung und auf den zentralen Stadtplatz konzentriert. Die Atmosphäre ist hier absolut mitreißend, an den Ständen zahlst du mit eigens geprägten historischen Münzen, und du probierst hier alte mittelalterliche Handwerke ganz am eigenen Leib aus.

17. Wo du essen kannst und was du probieren solltest

Die Toskana ist schlicht ein Paradies für Fleischliebhaber, und Volterra bildet da keine Ausnahme: Auf der Speisekarte laufen vor allem Wildschwein (cinghiale) und Hase (lepre), meist als Sauce zu hausgemachter Pasta. Und wenn du kein Fleisch suchst, bieten die örtlichen Restaurants auch jede Menge hervorragender fleischloser Varianten. Probier unbedingt die dicke traditionelle Suppe pappa al pomodoro, den erfrischenden Brotsalat panzanella oder die deftige Gemüse-Ribollita (frag hier zur Sicherheit, ob sie rein vegetarisch ist). Hervorragend sind auch die hausgemachten groben Pici-Nudeln mit kräftiger Knoblauchsauce (aglione) und natürlich darf der ausgezeichnete Pecorino-Käse oder köstliche Gerichte mit seltenen lokalen Trüffeln nicht fehlen.

Einen tollen Ausblick und hervorragendes Essen bietet die Osteria Fornelli mit ihrer schönen Terrasse. Wenn du etwas Schnelles und sehr Günstiges suchst, steuere das kleine Bistro La Sosta del Priore an, wo du die vorzüglichen frischen Sandwiches direkt auf dem Bildschirm vor der Bestellung auswählst. Klassische toskanische Küche und eine umfangreiche Weinkarte findest du im hervorragend bewerteten Restaurant La Vecchia Lira oder in der gemütlichen gewölbten Osteria La Pace mit wunderbarer familiärer Atmosphäre. Eine hervorragende Wahl fürs Abendessen ist auch die La Carabaccia mit ihrem saisonalen Menü oder das kleine Restaurant Porgi l’altra Pancia, wo oft alles voll ist – lass dir also unbedingt eine Nummer geben und warte einen Moment.

18. Spaziergang entlang der mittelalterlichen Stadtmauern

Zum Abschluss des Tages heb dir das Beste zum Runterkommen nach dem ganztägigen Laufen durch Museen und belebte Straßen auf. Das historische Zentrum ist fest von mächtigen mittelalterlichen Stadtmauern umgeben, die sich über eine beachtliche Länge von zweieinhalb Kilometern ziehen und genau der Kante des steilen Hügels folgen. Die ursprünglichen etruskischen Stadtmauern, die ein viel größeres Gebiet schützten, maßen übrigens unglaubliche sieben Kilometer.

Ein gemächlicher, erholsamer Spaziergang auf den Ringstraßen entlang der Mauern, zum Beispiel auf der schönen Baumallee Viale dei Ponti, bietet dir die absolut typischsten toskanischen Kulissen, wie du sie aus Kalendern und Postkarten kennst. Du siehst hier endlose gewellte Hügel, übersät mit einsamen Steinbauernhöfen, ikonische Zypressenalleen und alte Weinberge, die sich bis zum fernen Horizont ziehen.

Und genau hier, mit diesem Blick in die goldene Dämmerung, begreifst du, warum das toskanische Postkarten-Klischee eigentlich gar kein Klischee ist ☺️.

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Wohin weiter von Volterra

Wenn du ein Auto zur Verfügung hast und die Umgebung erkunden willst, gibt es jede Menge Möglichkeiten. Lies unbedingt unseren großen Guide Toskana: 30 schönste Orte und 7-Tage-Route, wo du viel weitere Inspiration für deinen Roadtrip findest.

Fast schon Pflicht ist der Besuch der zwei benachbarten Juwelen. Schau dir unseren Artikel Siena und San Gimignano: 8 Tipps für die Besichtigung an, denn gerade die Kombination aus Volterra und dem türmereichen San Gimignano lässt sich bequem an einem Tag schaffen.

Wenn du nach dem Sightseeing ein bisschen entspannen möchtest, wirf einen Blick auf unsere Auswahl Wellnesshotels in der Toskana: 12 Thermalbäder. Und wenn dich weitere italienische Regionen reizen, lass dich in der Übersicht Urlaub in Italien: 20 der besten Orte inspirieren.

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Häufig gestellte Fragen

Gehen dir noch ein paar unbeantwortete Fragen durch den Kopf? Ich habe für dich das Wichtigste zusammengefasst, was Reisende vor der Reise nach Volterra oft fragen. Ob es um Parken, Eintrittskarten oder den Vergleich mit den umliegenden Städten geht – hier findest du schnelle Antworten.

Lohnt sich Volterra, wenn ich nur Zeit für San Gimignano habe?

Auf jeden Fall ja. Volterra ist viel ruhiger, deutlich älter und wirkt insgesamt viel authentischer. San Gimignano ist zwar dank seiner erhaltenen mittelalterlichen Türme unglaublich fotogen, aber in der Hochsaison ist es oft zum Bersten voll. Ideal ist es, beide Städte an einem Tag zu besuchen – sie sind nur etwa 30 Kilometer voneinander entfernt.

Wie viel Zeit sollte ich für Volterra einplanen?

Für einen entspannten Spaziergang durch das historische Zentrum, einen Kaffee und Ausblicke auf die toskanische Landschaft reicht gut ein halber Tag. Wenn ihr aber die Kombi-Karte nutzen und das etruskische Guarnacci-Museum, die Gemäldegalerie, den Rathausturm und weitere interessante Sehenswürdigkeiten besuchen möchtet, solltet ihr auf jeden Fall einen ganzen Tag für die Stadt einplanen.

Lohnt sich der Kauf der Volterra Card?

Ja, sie lohnt sich bereits dann, wenn ihr mindestens drei kostenpflichtige Orte besuchen möchtet. Die Karte kostet für Erwachsene 23 € (ca. 575 Kč), während der einzelne Eintritt zu einem Museum 10 € (250 Kč) kostet. Die Karte gilt zudem volle 72 Stunden ab der ersten Nutzung und umfasst sieben Hauptsehenswürdigkeiten, sodass ihr euch mit den Besichtigungen nicht beeilen müsst.

Wo kann man in der Stadt parken?

Das gesamte historische Zentrum innerhalb der Stadtmauern ist als strenge ZTL-Zone ausgewiesen, die für Touristen mit dem Auto gesperrt ist. Ihr müsst euer Auto auf den ausgewiesenen Parkplätzen direkt unterhalb der Stadtmauern abstellen, wie zum Beispiel Parcheggio Docciola, Parcheggio Vallebona oder Porta Fiorentina, von wo aus euch Rolltreppen bequem ins Zentrum bringen.

Wurde hier wirklich der Film Twilight gedreht?

Nein, hier wurde überhaupt nicht gedreht. Obwohl die Handlung des Buches New Moon (Bis(s) zur Mittagsstunde) genau hier spielt – als Sitz des mächtigen Volturi-Clans –, hat sich das Filmteam für die Dreharbeiten das historische Zentrum der nahe gelegenen Stadt Montepulciano ausgesucht. Genau dort wurden die Filmteams eingesetzt und die berühmten Szenen an der Kirche San Biagio entstanden.

Kann man das Medici-Gefängnis und das dortige Restaurant besuchen?

Die normalen Innenräume des Gefängnisses sind für Touristen tatsächlich nicht zugänglich. Das von den Gefangenen selbst betriebene Restaurant öffnet nur sehr vereinzelt im Rahmen spezieller Termine und erfordert eine komplizierte Reservierung lange im Voraus, die strikt mit einer polizeilichen Sicherheitsüberprüfung eurer Identität verbunden ist.

Ist der Alabaster in den örtlichen Geschäften echt?

In traditionellen Handwerksbetrieben und zertifizierten Geschäften ja, dort bekommt ihr hundertprozentige Qualität. In normalen Souvenirläden auf der Haupteinkaufsstraße solltet ihr aber sehr vorsichtig sein mit billigen importierten Nachahmungen aus Plastik oder asiatischem Stein. Echter Volterra-Alabaster sollte immer ein Echtheitszertifikat dabei haben.

Wie komme ich ohne Auto mit öffentlichen Verkehrsmitteln hierher?

Die Anreise mit dem Bus ist zwar möglich, aber ihr müsst immer mindestens einmal umsteigen, da es keine direkten Verbindungen von den großen Touristenstädten hierher gibt. Von Florenz und Siena müsst ihr mit dem Bus nach Colle di Val d’Elsa fahren und dort umsteigen. Von Pisa aus fährt man mit Umstieg in Pontedera.

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Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

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