Vulkane auf Island: Der aktive Reykjanes, Krater und wo du 2026 Lava siehst

TL;DRSeit 2021 ist die Reykjanes-Halbinsel aktives Vulkangebiet – zwölf Eruptionen gab es hier bereits. Das evakuierte Grindavík bleibt für Touristen gesperrt, doch die Lavafelder am Fagradalsfjall, das Geothermalgebiet Krýsuvík/Seltún und die heiße Quelle Gunnuhver kannst du gefahrlos besuchen – und das kostenlos. Fließende Lava zu sehen garantiert dir niemand, dafür sorgt aber die Lava Show in Reykjavík oder Vík (ab 5.900 ISK). Die roheste, marsähnliche Landschaft findest du im Norden am See Mývatn: das Feld Hverir, der Krater Krafla mit dem Kratersee Víti und das Lavalabyrinth Dimmuborgir. Die Eruptionen sind effusiv und gefährden Flüge über Keflavík nicht. Die beste Reisezeit ist Ende Mai bis Mitte Oktober.

Der Wind schlägt dir direkt ins Gesicht, sobald du zum ersten Mal aus der Ankunftshalle in Keflavík trittst, und die Luft riecht nach feuchter Erde und ganz leicht nach Schwefel. Rundherum erstreckt sich eine endlose Ebene aus schwarzgrauer Lava, überzogen von einer dicken Moosschicht, sodass du das Gefühl hast, jemand hätte dich gerade auf einem anderen Planeten abgesetzt. Genau so erinnere ich mich an unsere Ankunft auf Island – Lukáš und ich waren an der Wende von September zu Oktober 2018 dort, um die Vulkane auf Island aus nächster Nähe zu erleben.

Kein sanftes Herantasten – dieses Land wirft dich sofort in seine raue und absolut faszinierende Welt. Unser Hauptziel damals war die Natur, und natürlich wollten wir sehen, wie isländische Vulkane aus der Nähe aussehen.

Obwohl wir damals keine fließende Lava gesehen haben, weil gerade eine ruhigere Phase herrschte, haben wir die vulkanische und geothermale Landschaft an vielen Orten erlebt. Schon am ersten Tag spazierten wir zwischen brodelnden Tümpeln, und als wir dann am neunten Tag unseres Roadtrips im Norden am See Mývatn standen, kam ich mir buchstäblich wie auf dem Mars vor.

In den letzten Jahren hat sich die Lage allerdings stark verändert, und die vulkanische Aktivität auf der Halbinsel Reykjanes füllt praktisch ununterbrochen die Titelseiten der Zeitungen. Seit 2021 ist das Gebiet nahe dem Flughafen zum Leben erwacht, und die Eruptionen lösen sich hier eine nach der anderen ab.

In diesem Artikel findest du einen kompletten Reiseführer durch das vulkanische Island und jede Menge Tipps, was du in den aktiven Regionen sehen und unternehmen kannst. Ich verrate dir, wo du die schönsten Kraterseen findest, wie es aktuell um die Sicherheit steht und warum du keine Angst haben musst, dass eine Eruption deinen Rückflug streichen könnte.

Artikelinhalt

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit für den ganzen Artikel haben

  • Keine Gefahr für Flugzeuge: Die Eruptionen auf der Halbinsel Reykjanes sind effusiv, das heißt, die Lava fließt ruhig aus und es bildet sich keine Vulkanasche. Der Flughafen Keflavík funktioniert ohne Einschränkungen.
  • Wo du geothermale Wunder gratis siehst: Das Gebiet Krýsuvík und Seltún (nur einen Katzensprung vom Flughafen) bietet wunderschöne bunte Schlammtümpel und heiße Quellen.
  • Das evakuierte Grindavík: Das Städtchen ist wegen Erdspalten für Touristen gesperrt und streng bewacht – respektiere das und versuche nicht, dorthin zu gelangen.
  • Die beste vulkanische Landschaft liegt im Norden: Wenn du eine Mondlandschaft sehen willst, fahr zum See Mývatn, erkunde das brodelnde Hverir und wirf einen Blick in den Krater Víti am Vulkan Krafla.
  • Fließende Lava kann niemand garantieren: Frische Lava zu sehen hängt von riesigem Glück mit einer laufenden Eruption ab – aber in Reykjavík kannst du zur Lava Show gehen, wo dir geschmolzene Lava live gezeigt wird.
  • Sicherheit zuerst: Vor jedem Ausflug in die Natur prüfst du absolut immer die Website safetravel.is.

Wann fahren und wie du hinkommst

Island ist zwar ein Ganzjahresziel, aber wenn du einen Roadtrip ohne den ständigen Stress von Schneestürmen und unpassierbaren Straßen genießen willst, brichst du am besten von Ende Mai bis Mitte Oktober auf. Von Deutschland gibt es zahlreiche Direktverbindungen – Condor und Eurowings fliegen ab Frankfurt, München oder Berlin in etwa vier Stunden nach Keflavík. Eine tolle Option ist auch Icelandair mit Zwischenstopp, bei dem du das großartige Stopover-Programm nutzen und auf Island bis zu sieben Nächte Halt machen kannst, ohne Aufpreis für den Flug über den Atlantik.

Günstige Flüge suchen wir traditionell über Skyscanner oder Kiwi – unsere Lieblingsportale zum Preisvergleich. Pass nur bei alten gedruckten Reiseführern auf, die oft die Billigfluglinie PLAY Airlines erwähnen, denn die ist bereits im Herbst 2025 pleitegegangen. Wenn du deine Reise für den August 2026 planst, stell dich auf absolutes Chaos ein, denn am 12. August erlebt Island eine totale Sonnenfinsternis, die direkt von Reykjavík und Reykjanes aus zu sehen sein wird – schon lange im Voraus sind die Unterkünfte ausgebucht und die Flugpreise astronomisch.

Um die Vulkane und Krater außerhalb der Hauptstadt zu erkunden, brauchst du hundertprozentig ein Auto, denn der öffentliche Nahverkehr außerhalb der Metropole funktioniert eher eingeschränkt und nur im Sommer. Lukáš und ich haben langfristig gute Erfahrungen mit dem Vergleichsportal DiscoverCars gemacht, das wir überall auf der Welt nutzen. Zahl aber unbedingt für eine gute Versicherung gegen Lackschäden durch Asche und Sand (SAAP) drauf, denn der isländische Wind kann ein Auto mit dem feinen Vulkanstaub in wenigen Minuten buchstäblich bis aufs Blech sandstrahlen.

Rechne außerdem damit, dass in Island seit 2026 eine neue Kilometersteuer anstelle der Kraftstoffsteuer gilt, die für Pkw und SUVs 6,95 ISK (etwa 0,05 €) pro gefahrenem Kilometer beträgt und dir die Autovermietung bei der Rückgabe zuverlässig in Rechnung stellt. Und ein kleiner, aber absolut entscheidender Praxistipp: Auf Island weht es so stark, dass der Wind dir die Autotür aus den Angeln reißen kann, wenn du sie unvorsichtig öffnest – und das deckt keine Versicherung ab. Parke also immer gegen den Wind und halte die Tür beim Öffnen mit beiden Händen fest.

Wo übernachten und was es kostet

Der beste strategische Stützpunkt, um den Südwesten Islands und die aktive Halbinsel Reykjanes zu erkunden, ist ganz klar Reykjavík selbst oder die Städtchen in seiner unmittelbaren Umgebung. Keine Sorge, die aktuelle vulkanische Aktivität bedroht die Hauptstadt in keiner Weise, denn die Eruptionen laufen rund vierzig Kilometer entfernt ab und die Lava fließt in unbewohnte Täler.

Unterkünfte auf Island waren noch nie günstig, und in der Hauptsaison steigen die Preise noch weiter, deshalb solltest du am besten alles mehrere Monate im Voraus buchen.

💡 Konkrete Tipps für Unterkünfte (Preise und Verfügbarkeit prüfst du über Booking.com, buche rechtzeitig – in der Saison und rund um die Sonnenfinsternis 2026 sind sie Monate im Voraus weg):

Für ein ordentliches Doppelzimmer in einem einfacheren Gästehaus mit geteiltem Bad zahlst du rund 15 000 bis 20 000 ISK pro Nacht (etwa 100 bis 140 €), während klassische Hotels im Zentrum von Reykjavík mit eigenem Bad und Frühstück bei etwa 30 000 ISK (über 200 €) pro Nacht beginnen.

Booking.com ist unsere liebste Hotelsuchmaschine, und gerade auf Island hat es sich enorm gelohnt, Unterkünfte zu suchen, die eine kleine gemeinsame Küche haben. Wenn du dein Abendessen aus lokalen Zutaten selbst kochst, sparst du nämlich riesige Summen, denn Essen im Restaurant reißt ein wirklich gigantisches Loch ins Budget.

Der aktive Reykjanes: 5 Orte, die du sehen musst

Die Halbinsel Reykjanes funktioniert wie ein riesiges geologisches Labor in Echtzeit, und genau hier finden derzeit die bekanntesten isländischen Vulkanausbrüche statt. Seit März 2021 ist das Gebiet zu unglaublicher Aktivität erwacht, und es gab hier bereits zwölf Vulkanausbrüche, die die örtlichen Karten komplett neu geschrieben haben.

Die gesamte Halbinsel liegt direkt auf der Bruchzone, wo sich die nordamerikanische und die eurasische tektonische Platte voneinander wegbewegen, sodass die Erde hier buchstäblich atmet, knirscht und an vielen Stellen zischt. Schauen wir uns die konkreten Orte an, die du hier absolut sicher besichtigen kannst.

1. Krýsuvík und Seltún (ein geothermales Märchen)

Als wir auf Island ankamen, steuerten wir gleich am ersten Tag vom Flughafen aus das Geothermalgebiet Krýsuvík an, das auf Karten oft als Seltún bezeichnet wird und rund eine halbe Stunde Fahrt von Reykjavík entfernt liegt. Es ist ein absolut zauberhafter Ort nur einen Katzensprung von der Hauptstraße entfernt, wo du auf angelegten Holzstegen direkt zwischen heißen Quellen und brodelndem Schlamm spazierst.

Wir verbrachten damals eine sehr angenehme Stunde mit Fotografieren und sogen zum allerersten Mal am eigenen Leib diesen typischen Schwefelgeruch und den zischenden Dampf ein.

Die Erde spielt hier in absolut unglaublichen Schattierungen von leuchtendem Gelb über ziegelrot bis giftgrün – dafür sorgen die verschiedensten ausgeschwemmten Mineralien und winzige thermophile Bakterien, für die dieses extreme Milieu ein natürliches Zuhause ist.

Der Eintritt ist hier völlig kostenlos, das Gebiet ist perfekt zugänglich, und zudem drängeln sich hier nicht so viele Reisebusse voller Touristen wie am nahen berühmten Golden Circle, sodass du die raue isländische Atmosphäre in ziemlich angenehmer Ruhe auskosten kannst.

2. Gunnuhver und die Brücke zwischen den Kontinenten

Wenn du mit dem Auto die Westküste der Halbinsel Reykjanes erkundest, darfst du auf keinen Fall den Halt am Geothermalfeld Gunnuhver auslassen. Es ist ein enorm mächtiger und überraschend lauter Schlammsprudel, aus dem so dichter Dampf aufsteigt, dass du manchmal wirklich keinen Schritt weit sehen kannst, und das Geräusch der entweichenden Gase erinnert stellenweise eher an einen startenden Düsenjet.

Einer alten isländischen Legende zufolge spukt hier ein böser Geist namens Gudrun, den ein schlauer Ortspfarrer für immer in einer heißen Quelle eingesperrt hat – und wenn du gerade in diesem tosenden dichten Nebel stehst, glaubst du solchen Ammenmärchen erstaunlich leicht 😅.

Nur ein Stück weiter die Straße Richtung Norden findest du die sogenannte Brücke zwischen den Kontinenten (Bridge Between Continents), eine rund fünfzehn Meter lange Metallbrücke, die sich elegant über einen tiefen Sandspalt im schwarzen Lavafeld spannt.

Sie verbindet symbolisch Europa und Nordamerika, sodass du buchstäblich in nur wenigen Sekunden von einer mächtigen tektonischen Platte auf die andere hinüberlaufen kannst. Es ist ein ziemlich schneller und interessanter Zwischenstopp, um sich nach dem langen Flug die Beine zu vertreten – und auch hier zahlst du wieder absolut keinen Eintritt.

3. Das evakuierte Grindavík und die Lavafelder von Fagradalsfjall

Wenn heute in den Nachrichten von isländischen Vulkanen die Rede ist, denken die meisten Menschen gerade an das Gebiet rund um das kleine Fischerstädtchen Grindavík, das bis vor Kurzem noch knapp viertausend Einheimischen ein Zuhause war. Wegen der riesigen Risse in den Straßen und der extremen Menge an Magma unter der Erdoberfläche (Ende Mai 2026 wurden hier rekordverdächtige über 26 Millionen Kubikmeter gemessen) musste die Stadt jedoch komplett evakuiert werden und ist eher zu einer traurigen Geisterstadt geworden.

Die Behörden verbieten den Zutritt streng, alle Zufahrtsstraßen werden von Rettungskräften bewacht, und das Gebiet ist tatsächlich lebensgefährlich. Versuche also bitte nicht, aus Neugier irgendwie hineinzugelangen, und respektiere die Sperrungen.

Du kannst dich aber problemlos zu den angelegten Parkplätzen am Vulkan Fagradalsfjall begeben, wo in den Jahren 2021 bis 2023 die allerersten bekannten Eruptionen abliefen. Zu sehen sind hier riesige und faszinierende neue Lavafelder, aus denen an bestimmten Stellen noch immer leichter Rauch aufsteigt, auch wenn die Lava selbst nicht mehr fließt.

Hier führen bestens markierte Routen entlang, wobei die beliebteste Route A rund sieben Kilometer lang ist und dich zwei bis drei Stunden ziemlich steilen Aufstiegs kostet, während die kürzere Route C eine etwa vier Kilometer lange und noch steilere Wanderung mit tollen Ausblicken bietet. Der weitläufige Parkplatz am Fuß ist gebührenpflichtig, und die Parkgebühr lässt sich sehr bequem über eine lokale Handy-App bezahlen.

4. Blue Lagoon und die vulkanische Spannung

Die ikonische Blaue Lagune (Blue Lagoon) mit ihrem wunderschönen milchig-blauen Wasser liegt in unmittelbarer Nähe der stark aktiven vulkanischen Zone Svartsengi und hat in den letzten Jahren wegen der nahen Eruptionen eine wirklich sehr wilde Zeit durchgemacht. Wegen der zunehmenden vulkanischen Aktivität musste sie von den örtlichen Rettungskräften mehrfach vorsorglich evakuiert werden, und heute müssen sie neu errichtete riesige Erdwälle schützen, die einen möglichen Strom der unaufhaltsamen Lava umleiten sollen.

Der Komplex hat zwar einen bestens ausgearbeiteten Evakuierungsplan und wurde ab dem Frühjahr 2026 im sogenannten dynamischen Modus wieder sicher geöffnet, aber als Besucher musst du einfach damit rechnen, dass sich die Lage jederzeit von einem Tag auf den anderen ändern kann und deine lange geplante Reservierung storniert werden könnte.

Das Wasser in der Lagune hat herrliche 37 bis 40 Grad und enthält heilenden Kieselschlamm, den du dir als natürliche Maske direkt während des Badens ins Gesicht schmieren kannst. Das Basis-Ticket kostet dich rund 11 990 ISK (etwas über 80 €), und eine Reservierung viele Wochen im Voraus ist heute absolute Pflicht.

Ein kleiner praktischer Tipp für die Damen: Das Mineralwasser tut zwar Wunder für die Haut, macht aber aus deinen schönen Haaren tagelang widerspenstiges, hartes Stroh. Schmiere sie deshalb vor dem Eintauchen unbedingt mit einer dicken Schicht Conditioner aus der Umkleide ein und stecke sie hoch.

5. Sky Lagoon als ruhigere Alternative

Wenn dir das vulkanische Risiko rund um die Blaue Lagune ein bisschen Angst macht oder du einfach keine Zeit in riesigen Touristenmassen verbringen willst, bietet Reykjavík eine absolut fantastische und viel neuere Alternative namens Sky Lagoon. Sie liegt nur wenige Fahrminuten vom Zentrum der Hauptstadt entfernt, sodass du problemlos hinkommst, und im Gegensatz zur Mondwüste auf der Halbinsel Reykjanes bietet sie einen atemberaubenden Infinity-Pool, der optisch perfekt mit den kühlen Wassern des Atlantiks verschmilzt.

Das Wasser ist hier herrlich klar, heiß, und das ganze Areal ist von künstlichen Klippen aus dunklem Basalt und traditionellen isländischen Grassodenhäusern gesäumt. Der Eintritt mit dem Basispaket Pure, das das absolut großartige siebenstufige isländische Ritual Skjól umfasst, liegt zwischen 12 000 und 14 000 ISK (rund 80 bis 95 €).

Während dieses Rituals wärmst du dich unter anderem in einer verglasten Sauna mit riesigem Fenster und Meerblick auf, gehst durch einen kühlen, erfrischenden Nebel und peelst dir zum Abschluss den Körper mit einem Salzpeeling – das wirkt insgesamt viel intimer und luxuriöser als die berühmtere Blue Lagoon.

💡 Tipp: Tickets und geführte Touren (auf Island und Umgebung) lohnt es sich, im Voraus online über GetYourGuide zu buchen – in der Saison sind sie schnell ausgebucht.

Krater und Lavahöhlen im Süden und Westen

Wenn dich die vulkanische Aktivität enorm interessiert, die Vulkane auf Island aber gerade wie zum Trotz keine Lava spucken, musst du keineswegs verzweifeln. Der Süden und Westen der Insel bietet eine unglaubliche Anzahl uralter Krater, perfekt erhaltener Calderen und geheimnisvoller unterirdischer Höhlen, die du in absoluter Sicherheit und ohne Angst vor einer unerwarteten Eruption besichtigen kannst.

Zudem liegen enorm viele davon perfekt in Reichweite eines entspannten Tagesausflugs von der Hauptstadt.

1. Kerið (roter Krater mit blauem Auge)

Der Halt am majestätischen Krater Kerið war eines unserer allerersten großen Erlebnisse gleich am ersten Tag unserer Islandreise. Dieser uralte Vulkankrater, dessen Alter Geologen auf über dreitausend Jahre schätzen, hat unglaublich satt rote Wände aus grober Vulkanschlacke, und auf seinem Grund liegt ein leuchtend blauer, undurchsichtiger Tümpel.

Dieser natürliche Farbkontrast ist live noch viel eindrucksvoller als auf jedem retuschierten Foto aus dem Internet, und wir haben dort damals viel Zeit damit verbracht, einfach still die Spiegelungen auf der ruhigen Wasseroberfläche zu beobachten.

Du kannst bequem am gesamten oberen Kraterrand entlangspazieren, von wo sich ein wirklich wunderschöner Panoramablick in die bunte Umgebung bietet, und dann über angelegte Holztreppen ganz hinunter direkt ans Wasser steigen.

Kerið liegt an der enorm beliebten Touristenroute des Golden Circle und ist als eine der wenigen rein natürlichen Sehenswürdigkeiten in ganz Island kostenpflichtig – der Eintritt beträgt derzeit 600 ISK pro Person (etwa 4 €), wobei Kinder bis zwölf Jahre zum Glück völlig kostenlos hineinkommen.

2. Die Lavahöhlen Raufarhólshellir und Vatnshellir

Willst du mit eigenen Augen sehen, was genau tief unter der Erdoberfläche passiert, nachdem dort mit enormer Geschwindigkeit glühend flüssiges Magma durchgeflossen ist? Rund dreißig Minuten bequeme Fahrt von Reykjavík entfernt findest du die sehr populäre Höhle Raufarhólshellir – ein massiver, kilometerlanger Lavatunnel mit wunderbar bunten Mineralienwänden und herrlichen Eisstalagmiten, die sich hier in den kälteren Wintermonaten auf natürliche Weise bilden.

Die einstündige Basisführung mit einem sehr witzigen einheimischen Guide kostet rund 8 900 ISK (etwa 60 €) und bringt dich sicher an geheimnisvolle Orte, an die du dich allein sicher nicht wagen würdest.

Eine weitere wirklich tolle und etwas wildere Möglichkeit ist die Höhle Vatnshellir, die sich auf der zauberhaften Halbinsel Snæfellsnes im Westen des Landes versteckt und in die man vorsichtig über eine schmale Wendeltreppe aus Metall bis in eine ordentliche Tiefe von fünfunddreißig Metern hinabsteigt. Der Eintritt ist hier für isländische Verhältnisse etwas freundlicher und kostet rund 5 400 ISK für Erwachsene (etwa 37 €).

In beiden Fällen bekommst du zu Beginn der Exkursion einen Schutzhelm mit Stirnlampe und musst dich darauf einstellen, dass tief unter der Erde ganzjährig eine sehr unangenehme Kälte herrscht. Vergiss also auch mitten im Sommer keinesfalls eine warme Winterjacke und Handschuhe.

3. Abstieg ins Innere des Vulkans Þríhnúkagígur

Das ist ein absolutes geologisches Unikat, und eine ähnlich verrückte Attraktion findest du nirgendwo sonst auf unserem ganzen Planeten. Der Vulkan namens Þríhnúkagígur (versuch mal, diesen Namen dreimal schnell hintereinander auszusprechen 😁) ist zwar nachweislich schon rund viertausend Jahre erloschen, aber das Unglaubliche an ihm ist, dass seine riesige Magmakammer nach der letzten Eruption nicht einfach in sich zusammengestürzt ist, wie es normalerweise passiert, sondern perfekt erhalten geblieben ist.

Die spezialisierte Agentur Inside the Volcano veranstaltet hier in der Saison von Mai bis Oktober faszinierende Expeditionen, bei denen dich eine spezielle offene Seilbahn satte hundertzwanzig Meter tief direkt ins riesige Innere der Erde hinablässt, das an den Wänden buchstäblich in allen erdenklichen Farben leuchtet – von Violett über Giftgelb bis satt Rot.

Es ist ein enorm exklusives und visuell überwältigendes Erlebnis, für das du aber auch ordentlich draufzahlst, denn das Ticket kostet weit über 50 000 ISK (mehr als 340 €), und wegen der begrenzten Kapazität musst du es viele Monate im Voraus direkt über die offizielle Website des Veranstalters reservieren.

Dieser ganze Ausflug beansprucht rund fünf bis sechs Stunden deiner Route, denn zum eigentlichen Vulkanschlot musst du zunächst etwa drei Kilometer zu Fuß über ein ziemlich raues Lavafeld gehen. Im stolzen Preis der Führung ist zum Glück auch eine traditionelle heiße isländische Fleischsuppe zum sofortigen Aufwärmen nach der Rückkehr an die Oberfläche enthalten – aus eigener Erfahrung können wir aber mit Freude bestätigen, dass sie dir vorab bereitwillig auch eine absolut hervorragende fleischlose Gemüsevariante zubereiten, wenn du Bescheid gibst ☺️.

4. Der Krater Grábrók im Westen

Wenn du von Reykjavík Richtung Nordwesten über die Hauptringstraße Nummer eins (Ring Road) fährst, mach unbedingt einen kurzen Halt am Vulkankrater Grábrók. Dieser schön geformte Krater, der sich direkt an der Straße erhebt, ist der perfekte Ort, um dir während der langen Fahrt die Beine zu vertreten.

Er entstand vor rund dreitausend Jahren während einer gewaltigen Spalteneruption und ist heute zum Großteil von wunderbar weichem, graugrünem isländischem Moos überzogen.

Der Aufstieg nach oben ist absolut unkompliziert und auch von kleinen Kindern zu schaffen, denn bis ganz zum Kraterrand führen sehr gut instand gehaltene Holztreppen, die die empfindliche Natur vor dem Zertreten schützen.

Vom Gipfel bietet sich dir ein atemberaubender Blick in den tiefen Schlund des Kraters selbst sowie auf das weitläufige umliegende Lavafeld Borgarfjörður, wobei diese ganze kleine Expedition rund dreißig Minuten dauert und man hier überhaupt keinen Eintritt zahlt.

Mývatn und der Norden Islands: Wo du dich wie auf dem Mars fühlst

Wenn du auf deiner Reise die allerepischste und rauste vulkanische Landschaft suchst, musst du einfach bis in den fernen Norden fahren. Als wir während unseres herbstlichen Roadtrips am neunten Tag in der weitläufigen Region des Sees Mývatn ankamen, verschlug es mir schlichtweg die Sprache.

Überall um uns herum waren tiefe Risse, symmetrische Krater, zischende Löcher in der Erde und riesige tiefschwarze Lavafelder, die sich bis zum Horizont zogen. Der Nordvulkan namens Krafla schläft zwar derzeit schon einige Zeit ruhig, aber seine wilde Umgebung gehört zweifellos zu den interessantesten Orten dieses ganzen nordischen Landes.

1. Hverir und Námafjall

Das gewaltige Geothermalfeld Hverir, das sich direkt am Fuß des verfärbten Bergs Námafjall befindet, erkennst du absolut zuverlässig schon aus der Ferne an den riesigen, zum Himmel aufsteigenden Dampfwolken und außerdem am sehr spezifischen und ziemlich starken Schwefelgeruch, der treffend an faule Eier erinnert.

Sobald du dich aber nach ein paar Minuten an diesen seltsamen Geruch gewöhnt hast, erwartet dich ein unglaublicher Spaziergang buchstäblich über eine Mondlandschaft, bedeckt mit grauem, laut brodelndem Schlamm und kleinen Häufchen aufgeschichteter Steine, aus denen mit gewaltigem, ja beängstigendem Zischen unablässig kochender Dampf aus den Tiefen der Erde entweicht.

Die Erde spielt hier in absolut unglaublichen Farben, wobei im Blick satt Ockergelb und grelles Orange vorherrschen, und rund um die gefährlichen Austritte sind aus gutem Grund niedrige Seilabsperrungen errichtet, hinter die man unter keinen Umständen gehen darf.

Die Temperatur des brodelnden Schlamms und des entweichenden Dampfes ist hier wirklich extrem, und versehentlich in die heiße Erde einzubrechen würde sofortige, lebensgefährliche Verbrennungen bedeuten. Der eigentliche Zutritt zum Gebiet Hverir ist für alle Besucher völlig kostenlos, nur am weitläufigen Parkplatz findest du moderne Automaten zur Zahlung der Parkgebühr.

2. Der Vulkan Krafla und der Krater Víti

Nur ein kleines Stück Autofahrt hinter dem Hügel vom schwefligen Hverir liegt die riesige Vulkancaldera des Vulkans Krafla, und Lukáš und ich kamen damals bei ziemlich kaltem und windigem Wetter hier an, was meiner Meinung nach die raue, unwirtliche Atmosphäre des ganzen Ortes nur perfekt verstärkt hat.

Der größte visuelle Anziehungspunkt ist hier der riesige Explosionskrater namens Stóra-Víti, der während einer außergewöhnlich massiven und zerstörerischen Eruption im Jahr 1724 entstand. Im Inneren dieses majestätischen Kraters findest du heute einen großartigen, faszinierend undurchsichtig blauen Tümpel, der unglaublich scharf mit den umliegenden steilen, dunkelrötlichen Wänden und den verschneiten Gipfeln in der Ferne kontrastiert.

Ein angenehmer Spaziergang direkt am oberen Kraterrand ist recht sicher, solange nicht gerade starke Vereisung herrscht, und dauert bei langsamerem Tempo rund eine Stunde, wobei die Ausblicke auf die umliegenden endlosen und dunklen Lavafelder von Leirhnjúkur absolut fantastisch sind.

Hier musst du überhaupt keinen Eintritt zahlen, und ein Stück unterhalb des Vulkans selbst siehst du sogar ein riesiges und architektonisch interessantes Geothermalkraftwerk, das die ungezähmte Kraft des verborgenen Vulkans sehr clever zur Erzeugung ökologischer Energie für die gesamte umliegende Region nutzt.

3. Die Lavastadt Dimmuborgir

Fast in Sichtweite der ruhigen Wasseroberfläche des Sees Mývatn findest du das riesige Gebiet namens Dimmuborgir, was sich recht genau als Dunkle Burgen übersetzen lässt. Und ich muss sagen, dieser dramatische Name passt hier absolut perfekt und trifft die hiesige Stimmung.

Es ist ein enorm ausgedehntes Feld voller bizarrster Lavagebilde, hoher schwarzer Türme, zerbrechlicher Bögen und düsterer Höhlen, die vor mehr als zweitausend Jahren in dem Moment entstanden, als ein riesiger Lavasee plötzlich abkühlte und sein dünnes Gewölbe mit großem Getöse in sich zusammenbrach.

Direkt durch dieses Lavalabyrinth führen perfekt angelegte und farblich sehr gut markierte Pfade unterschiedlicher Schwierigkeit und Länge, sodass du hier nur schnelle dreißig Minuten, aber problemlos auch mehrere lange Stunden mit Umherirren zwischen den schwarzen Felsen verbringen kannst.

In der reichen isländischen Mythologie glaubt man seit jeher, dass gerade das geheimnisvolle Dimmuborgir das wahre Tor zur Unterwelt selbst und Heimat böser Trolle ist, und zu Weihnachten verstecken sich hier angeblich verschmitzt vor den Menschen die berühmten und schelmischen isländischen Weihnachtswichtel, die auf Englisch Yule Lads genannt werden.

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4. Der Explosionskrater Hverfjall

Wenn du schon am Mývatn bist, wird dir der perfekte riesige Kegel aus schwarzer Vulkanasche keinesfalls entgehen, der sich majestätisch über dem gesamten See erhebt und an einen gewaltigen Gugelhupf erinnert, den jemand einfach so hierher gestellt hat. Dieser symmetrische Explosionskrater trägt den Namen Hverfjall und stellt eine der besten und schnellsten Möglichkeiten dar, auf Island auf den Gipfel eines wirklich großen Vulkans zu steigen, ohne einen Guide oder spezielle Kletterausrüstung zu brauchen.

Der Weg nach oben über den angelegten Schotterpfad fordert deine Oberschenkel zwar ein wenig heraus, aber der eigentliche steile Aufstieg dauert nur rund zehn bis fünfzehn Minuten, sodass ihn jeder durchschnittlich fitte Reisende schafft.

Oben eröffnet sich dir ein atemberaubender Blick in die gigantische schwarze Schüssel des Kraters selbst, dessen Durchmesser über einen Kilometer misst, und du kannst am gesamten oberen Rand entlangspazieren, von wo ein herrlicher Rundumblick auf die ganze Region des Sees Mývatn möglich ist – und das erneut völlig ohne Zahlung irgendeines Eintritts.

💡 Tipp: Tickets und geführte Touren (auf Island und Umgebung) lohnt es sich, im Voraus online über GetYourGuide zu buchen – in der Saison sind sie schnell ausgebucht.

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Feuer und Eis: Weitere unvergessliche Erlebnisse zwischen den Elementen

Island dreht sich keineswegs nur um Lava und Feuer, sondern vor allem um den faszinierenden und ständigen Kampf zweier extremer Naturgewalten, denn rund elf Prozent der Fläche der gesamten Insel sind von massiven, uralten Gletschern bedeckt.

Eine solche riesige Eismasse aus der Ferne vom Auto aus zu sehen, ist ein schönes Erlebnis, aber direkt auf ihr zu stehen, die allgegenwärtige Kälte zu spüren und mit eigenen Ohren zu hören, wie der Gletscher unter dir unablässig leise knirscht und atmet, ist eine völlig andere Liga des Reisens, die du dir nicht entgehen lassen solltest.

1. Gletscherwanderung auf Sólheimajökull und Skaftafell

Die grundlegende und absolut kritische Regel, an der hier einfach kein Weg vorbeiführt, lautet: Geh niemals und unter keinen Umständen ohne einen erfahrenen ortskundigen Guide auf einen Gletscher, denn unter der dünnen und verlockenden Schneeschicht lauern Dutzende Meter tiefe und tödlich gefährliche Spalten. Die zugänglichsten und enorm beliebten Gletscherwanderungen findest du entlang der gesamten Südküste, wobei am allerhäufigsten die schöne Gletscherzunge Sólheimajökull angesteuert wird, die nur rund zwei Autostunden von Reykjavík entfernt liegt und wo das Eis faszinierend dicht mit schwarzen Streifen aus Vulkanasche historischer Eruptionen durchzogen ist.

Die zweite, noch etwas dramatischere Möglichkeit ist der weitläufige Gletscher Skaftafell im entfernteren Südosten, wo sich die Eismasse in noch monumentalerem Maßstab vor dir öffnet und atemberaubende Ausblicke in ein grünes Tal bietet.

Für eine Basiswanderung mit Ausrüstung, die üblicherweise drei bis fünf Stunden dauert, davon anderthalb Stunden reine Zeit auf dem Eis, zahlst du bei den örtlichen Agenturen ab 12 000 ISK aufwärts (rund 80 €), wobei dir der Guide vorab Sicherheitshelm, Klettergurt, scharfe Steigeisen und einen Eispickel leiht.

2. Eishöhlen unter dem Gletscher Katla

Ins eisige Innere eines Gletschers zu treten und sich von allen Seiten von kristallklarem, satt blauem Eis umgeben zu lassen, gehört zu den absolut ikonischsten Erlebnissen, die du dir auf Island gönnen kannst – aber bei diesen natürlichen blauen Höhlen musst du die richtige Wintersaison treffen, sonst kommst du wegen des Schmelzwassers gar nicht hinein.

Wenn du aber im Sommer reist und unbedingt eine Eishöhle sehen willst, ist die einzige zugängliche natürliche Möglichkeit die wilden Höhlen versteckt unter dem mächtigen Gletscher Katla in der Nähe des Städtchens Vík, die dank ihrer speziellen Lage mit Guide ganzjährig zugänglich sind.

Erwarte dort aber nicht jene leuchtend blaue und überstrahlte Farbe, die du von den populären Instagram-Fotos der Winterreisenden kennst. Das Eis am Gletscher Katla ist nämlich massiv mit tiefschwarzer Vulkanasche vermischt, sodass die ganze Höhle viel dunkler, düsterer und dramatischer wirkt, als wärst du plötzlich in der Kulisse eines Sci-Fi-Films von einem völlig anderen, unwirtlichen Planeten gelandet.

3. Schnorcheln in der tektonischen Spalte Silfra

Auch wenn es wie absoluter Wahnsinn klingt, freiwillig im Neopren in Wasser zu steigen, das selbst mitten im Sommer eine Temperatur von gerade einmal zwei bis vier Grad Celsius hat – das Schnorcheln in der Spalte Silfra im Nationalpark Þingvellir gehört zu den besten Tauchspots der Welt.

Es handelt sich nämlich um eine schmale und enorm tiefe tektonische Spalte, die genau zwischen der nordamerikanischen und der eurasischen Lithosphärenplatte liegt, sodass du dich beim Schwimmen buchstäblich im Wasser-Vakuum zwischen zwei riesigen Kontinenten befindest.

Das eiskalte Wasser wandert hierher über viele Jahrzehnte durch unterirdische Lavafelder vom schmelzenden Gletscher Langjökull, wodurch es eine so extreme Filterung durchläuft, dass es absolut kristallklar ist und die Sicht unter der Oberfläche problemlos ganze hundert Meter übersteigt.

Keine Sorge, du frierst darin nicht innerhalb einer Minute zu Eis, denn von der Agentur bekommst du einen wasserdichten Trockenanzug (Dry Suit), in dem du an der Oberfläche wie ein riesiges Michelin-Männchen schwebst – für dieses rund zweistündige Erlebnis zahlst du etwa 145 USD pro Person.

4. Whale Watching in Húsavík

Eine hohe Wasserfontäne aus dem Atemloch und anschließend eine riesige dunkle Fluke, die elegant in die Tiefen des Ozeans abtaucht, ist der erfüllte Traum vieler Menschen, und Island ist zum Glück die absolute europäische Spitze beim Beobachten wilder Wale in freier Natur. Die Hauptsaison läuft von April bis Oktober, wobei der absolute Höhepunkt in den langen Sommermonaten von Juni bis August kommt, wenn das Meer recht ruhig und voller Nahrung ist.

Wenn du überlegst, wohin du zu diesen sanften Riesen aufbrechen sollst, fahr direkt in den Norden der Insel in das kleine Fischerstädtchen Húsavík, das völlig zu Recht als Whale-Watching-Hauptstadt ganz Europas gilt.

Die hiesige kalte Bucht Skjálfandi ist in der Saison nämlich unglaublich reich an nährstoffreichem Plankton und kleinen Fischen, was zuverlässig eine riesige Menge verschiedenster Walarten anzieht, von niedlichen kleineren Arten bis zu mächtigen Buckelwalen, sodass sich die Chance, sie zu erblicken, hier fast einer hundertprozentigen Gewissheit nähert.

Ein Erlebnis mit Garantie: Wo du Lava siehst, auch wenn der Vulkan schläft

Viele Menschen glauben, dass sie, wenn sie ins vulkanische Island fliegen, buchstäblich auf jedem Schritt ihres Ausflugs rot glühende Lava aus den Kratern fließen sehen. Die Wahrheit ist aber leider, dass es riesiges Glück, perfektes Timing und oft auch eine gehörige Portion Zufall braucht, um eine laufende sichere Eruption mit eigenen Augen einzufangen, denn Vulkane tun einfach, was sie wollen.

Wenn du gerade nicht in Echtzeit die Nachrichten über plötzliche Eruptionen verfolgst und auf der Halbinsel Reykjanes nirgendwo Lava fließt, gibt es absolut großartige Orte, an denen du dieses faszinierende heiße Schauspiel trotzdem in vollen Zügen genießen kannst.

1. Lava Show in Reykjavík und Vík

Wenn du dich überhaupt nicht auf die unberechenbare Laune von Mutter Natur verlassen und keine Enttäuschung riskieren willst, ist der Besuch der fantastischen Lava Show für dich absolute touristische Pflicht. Die Betreiber dieses einzigartigen isländischen Projekts haben einen sicheren Weg ersonnen, im Halbdunkel einer kleinen Theaterarena echten dunklen Vulkansand auf unglaubliche 1 100 °C zu schmelzen und ihn dann dramatisch in einer roten Rinne direkt vor den staunenden Augen der Zuschauer fließen zu lassen.

Du siehst die schwere flüssige Magmamasse, hörst mit eigenen Ohren, wie sie beim Abkühlen laut knackt und zischt, und vor allem spürst du körperlich die überwältigende Strahlungswärme, die dir sofort ins Gesicht schlägt und dich dazu zwingt, die Jacke auszuziehen.

Das Erlebnis dieses heißen Schauspiels dauert knapp eine Stunde, und ein geschulter Guide erklärt dabei alles Wesentliche über die isländischen Vulkane auf sehr witzige, persönliche und mitreißende Weise.

Diese populäre Lava Show kannst du derzeit entweder direkt im Zentrum der Hauptstadt Reykjavík besuchen (wo ein Erwachsenenticket 6 590 ISK kostet) oder im ikonischen Städtchen Vík an der windigen Südküste (für etwas günstigere 5 900 ISK, das sind rund 40 €). Es ist unserer beider Meinung nach ein absoluter Knaller und aus meiner Sicht eindeutig eine der allerbesten kostenpflichtigen Attraktionen der ganzen Insel.

2. Das Lava Centre in Hvolsvöllur

Wenn du dich im Rahmen deines Roadtrips auf die lange Fahrt entlang der Südküste zu den berühmtesten fotogenen Wasserfällen Seljalandsfoss und Skógafoss begibst, stößt du höchstwahrscheinlich direkt an der Hauptstraße auf das Dörfchen Hvolsvöllur, wo das sehr interessante moderne Gebäude des Lava Centre steht.

Es ist ein riesiges, architektonisch durchdachtes interaktives Museum, das ganz der komplexen Geologie und Vulkanologie gewidmet ist, wo du dank erstklassiger bunter Visualisierungen die Systeme der aktiven Magmakammern, die unter ganz Island pulsieren, detailliert betrachten kannst.

Es ist ein enorm lehrreicher und toller Zwischenstopp vor allem dann, wenn draußen ein Sturm tobt, es regnet und ein absolut unwirtlicher eisiger Wind weht, was im unberechenbaren Süden Islands recht häufig vorkommt. Im abgedunkelten Museum verstehst du endlich richtig, warum das ganze Land ständig so stark bebt, was genau Eruptionen auslöst und wie eigentlich die gefürchteten Ausbrüche der tief unter mächtigen Gletschern verborgenen Vulkane funktionieren.

Vulkansicherheit: 5 Überlebensregeln

Die raue und ungezähmte Natur ist auf Island keineswegs nur eine hübsche Kulisse für schöne Fotos in den sozialen Medien, sondern kompromisslose Alltagsrealität, und mit Vulkanen scherzt man wirklich nie. Die Isländer sind auf alle möglichen Vulkanausbrüche perfekt vorbereitet, haben trainierte erstklassige Rettungskräfte und bestens funktionierende Informationssysteme, sodass du in absoluter Sicherheit bist, auch während einer aktiven Eruption, wenn du dich blind an ihre Anweisungen hältst.

Nur haben begeisterte Touristen manchmal das falsche Gefühl, sie seien schlichtweg unsterblich. Hier sind die grundlegenden Überlebensregeln, die du auf keinen Fall ignorieren darfst.

1. Verfolge die offiziellen Websites

Diese Empfehlung ist das absolute Mantra jedes sicheren Roadtrips durch Island, und du solltest sie dir zu Herzen nehmen. Bevor du morgens überhaupt das Auto startest und losfährst, öffnest du auf dem Handy immer die Seite der Rettungskräfte Safetravel.is. Dort findest du sofort sämtliche farblich abgestuften Warnungen vor starkem Wind, herannahenden Stürmen sowie möglichen laufenden Eruptionen und Sperrungen.

Für eine wirklich detaillierte Beobachtung der vulkanischen und seismischen Aktivität unter der Oberfläche eignet sich zudem hervorragend das offizielle Isländische Wetteramt (Vedur.is), wo du ständig aktualisierte Erdbebenkarten in Echtzeit findest, sodass du weißt, wo die Erde gerade am stärksten bebt.

2. Unsichtbare giftige Gase

Wenn gerade voll und ganz eine Spalteneruption abläuft und die Lava ins Tal fließt, ist die allergrößte und tückischste Gefahr nicht die langsam fließende glühende Masse selbst (vor der schaffst du es ganz bequem sogar zu Fuß zu fliehen), sondern das, was du mit dem Auge absolut nicht siehst. Aus den frischen Vulkanspalten wird nämlich in großen Mengen Schwefeldioxid (SO2) und eine Reihe weiterer giftiger Gase freigesetzt, die deutlich schwerer als gewöhnliche Luft sind, sodass sie sich unbemerkt in tiefen Tälern und natürlichen Senken ansammeln.

Wenn zudem gerade nicht der traditionelle starke isländische Wind weht, der sie gnädig über den Ozean vertreiben würde, können diese Gastaschen für Touristen tödlich gefährlich sein. Die örtlichen Behörden überwachen deshalb ständig und sorgfältig die aktuelle Luftqualität und mögliche Risiken auf der spezialisierten Website Loftgaedi.is, die du unbedingt in deinen Browser-Lesezeichen gespeichert haben solltest.

3. Geh nie allein zur Lava

Wenn du auf Island einmal das Glück hast und auf einem behördlich erlaubten und sicheren Weg zu einem Ort mit einem ganz frischen und noch rauchenden Lavafeld gelangst, sei auf keinen Fall zu neugierig und wagemutig. Die Oberfläche der frisch geflossenen Lava wird an der kalten Luft zwar recht schnell schwarz und hart, aber lass dich nicht täuschen – unter dieser dünnen und außerordentlich zerbrechlichen Kruste verbirgt sich in Taschen noch immer glühendes flüssiges Magma mit einer unfassbaren Temperatur von rund tausend Grad Celsius.

Mit dem Fuß auch nur in eine kleine solche Tasche einzubrechen bedeutet ein schnelles und absolut fatales Ende mit lebensunverträglichen Verbrennungen, geh also niemals in deinem Leben allein auf neue Lavafelder und halte dich immer nur an die markierten, ausgetretenen und von Experten erkundeten festen Pfade.

4. Respektiere Sperrungen und die Polizei

Der weltberühmte isländische Rettungsdienst namens ICE-SAR besteht zum größten Teil aus unglaublich aufopferungsvollen einheimischen Freiwilligen, die ausschließlich in ihrer eigenen Freizeit unvorbereitete Touristen aus den allerschlimmsten und gefährlichsten denkbaren Situationen retten. Wenn staatliche Behörden oder die Polizei plötzlich eine bestimmte Straße sperren und blitzschnell eine Evakuierung oder Sperrung eines ausgewählten Vulkangebiets verhängen, kannst du sicher sein, dass sie dafür einen sehr guten und fundierten geologischen Grund haben und dir keineswegs aus Langeweile deinen teuren Urlaub vermiesen wollen.

Versuche deshalb nicht, bewachte Feldwege heimlich zu umgehen oder nachts eine Lücke in den Absperrungen zu finden, denn diese örtlichen Rettungskräfte haben auf Island wirklich Besseres und Wichtigeres zu tun, als unnötig ihre eigene Gesundheit und ihr Leben für jemanden zu riskieren, der um jeden Preis ein Foto eines glühenden Vulkans für seinen Instagram brauchte.

5. Achte auf den isländischen Wind und die Autotüren

Auch wenn es mit Vulkanen nicht ganz direkt zusammenhängt, ist dies eines der am meisten unterschätzten Risiken ganz Islands, das dein Reisebudget übel ruinieren kann. Der isländische Wind hat eine absolut brutale Kraft, und wenn du bei einem Halt an einer Natursehenswürdigkeit die Autotür unvorsichtig und ruckartig weit aufreißt, kann dir eine starke Bö sie buchstäblich in einer Sekunde aus den Angeln reißen oder so verbiegen, dass du sie nicht mehr zubekommst (man nennt das Door-Ripping).

Es ist enorm wichtig zu wissen, dass absolut keine Versicherung der Autovermietung diesen spezifischen mechanischen Schaden abdeckt, also parke bei jedem Aussteigen, besonders in den flachen Regionen des Südens, lieber immer mit der Front des Autos direkt gegen den Wind und halte die Tür bei jedem Öffnen wirklich sehr fest mit beiden Händen.

Wo essen (und das Budget nicht ruinieren)

Die Gastronomie auf der Insel ist wirklich ein Kapitel für sich, und die Endrechnungen in den örtlichen Restaurants tun selbst hartgesottenen Reisenden recht ordentlich weh. Man sagt üblicherweise, dass das allergünstigste warme Essen der ganzen Stadt der berühmte isländische Hotdog ist, die Pylsa mit knuspriger Zwiebel und süßem Senf, den du an der kleinen roten Bude Bæjarins Beztu Pylsur unweit des Hafens kaufst.

Du zahlst dafür sympathische 820 ISK (etwa 6 €), und die Einheimischen machen eine große Wissenschaft daraus – ähnlich wie die Mutigeren traditionellen fermentierten Hai Hákarl mit einem Kurzen des berühmten Kümmelschnapses Brennivín (bekannt als „Schwarzer Tod“) oder den deftigen Fischauflauf Plokkfiskur verzehren.

Da Lukáš und ich aber beide seit Langem fleischlos essen und uns fermentierter Hai wirklich nicht reizt, lassen wir uns auf solche einheimischen tierischen Spezialitäten schlicht nicht ein und suchen lieber gezielt tolle lokale vegetarische Alternativen.

Unsere absolute tägliche Rettung, besonders während der langen Fahrten rund um die Vulkane und die endlosen Lavafelder, heißt Supermarkt Bónus, den du schon von Weitem sicher am sehr auffälligen gelben Logo mit dem kleinen rosa Schweinchen erkennst (alternativ nutzen wir auch die Läden Krónan oder Nettó).

Hier gibt es mit Abstand die besten Lebensmittelpreise – wir kaufen dort ständig günstige Käsevorräte, kiloweise unseren geliebten Hummus, hervorragendes süßes Roggenbrot Rúgbrauð und vor allem riesige Berge des traditionellen dicken Skyr-Joghurts, von dem wir im Grunde einen großen Teil unseres ersten und weiterer Roadtrips zufrieden gelebt haben.

Wenn wir dann nach dem ganztägigen Frieren in Reykjavík mal die Sau rauslassen und uns ausruhen wollen, gehen wir begeistert zur fantastischen, nach Holz duftenden Pizza ins gemütliche Lokal PizzaRé oder in die moderne, aber renommierte Pizzeria Flatey, wo sie absolut perfekte vegetarische Varianten mit frischen Käsesorten und Gemüse auf der Karte haben (eine große knusprige Pizza kostet dort rund 3 500 ISK, das sind etwa 24 €). Wir lieben außerdem versteckte asiatische und indische Lokale wie das Himalayan Spice, wo sie uns in der Kälte das unbestritten beste und dickste Dal mit Kichererbsen weit und breit gekocht haben.

Und merk dir eine goldene Regel: Das Leitungswasser ist auf Island eines der allersaubersten und wohlschmeckendsten der ganzen Welt, sodass wirklich nur völlige Verrückte hier abgefülltes Wasser in Plastik kaufen! Pass nur im Waschbecken beim warmen Leitungswasser gut auf, denn das wird direkt aus den geothermalen Bohrungen erwärmt und riecht recht stark nach Schwefel, also lass dir zum Trinken immer nur das absolut eiskalte, kristallklare Wasser in die Flasche.

Wohin sonst auf Island

Wenn du den Süden und die Vulkane schon kartiert hast und sie dich begeistert haben, bietet die Insel noch enorm viel mehr. Lies dir unsere weiteren Reiseführer durch und plane deine Reise bis ins Detail:

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Häufig gestellte Fragen

Ist es sicher, nach Island zu fliegen, wenn über Vulkanausbrüche berichtet wird?

Absolut ja, die Angst vor einer Lähmung des Flugverkehrs ist unbegründet. Die Ausbrüche auf der Halbinsel Reykjanes sind glücklicherweise vom effusiven Typ, was in der Praxis bedeutet, dass die glühende Lava nur relativ ruhig aus Erdspalten austritt, dabei aber keine riesigen explosiven Wolken aus Vulkanasche entstehen. Asche ist nämlich das Einzige, was Flugzeugtriebwerke unmittelbar gefährdet (wie es 2010 beim berühmten Ausbruch des unter dem Gletscher Eyjafjallajökull verborgenen Vulkans geschah). Der Flughafen Keflavík funktioniert deshalb die ganze Zeit zuverlässig und kein einziger Ausbruch seit März 2021 hat den Flugbetrieb überhaupt beeinträchtigt.

Kann ich irgendwo live fließende Lava sehen?

In der Natur nur dann, wenn Sie enormes Glück mit dem perfekten Timing haben und gerade einen laufenden sicheren Spalteneruption erwischen, zu der die Rettungsbehörden den Zugang legal erlauben. Das hängt wirklich vom Zufall ab, und die meiste Zeit schauen Sie sich auf Reykjanes „nur“ zwar beeindruckende, aber neu erstarrte und nur leicht rauchende Lavafelder an, die nicht mehr fließen. Wenn Sie flüssiges glühendes Magma mit hundertprozentiger Sicherheit und in absoluter Gefahrlosigkeit sehen möchten, kaufen Sie lieber eine Eintrittskarte für die beeindruckende Lava Show in Reykjavík oder im Süden in Vík.

Ist die berühmte Blue Lagoon aktuell für Touristen geöffnet?

Seit Anfang März 2026 ist die Blue Lagoon für Besucher wieder sicher in Betrieb, allerdings funktioniert sie in einem sogenannten dynamischen Modus, der von seismischen Warnungen abhängig ist. Es wurde zwar eilig eine massive Schutzbarriere gegen Lava um sie herum errichtet, aber da das Gelände nun mal direkt in der aktiven Risikozone beim Vulkan Svartsengi liegt, kann es gelegentlich vorkommen, dass die Rettungskräfte sie bei erhöhtem seismischem Risiko vorübergehend und rein präventiv schließen. Den aktuellen Status und die Bademöglichkeit sollten Sie daher immer direkt auf den offiziellen Seiten der Blue Lagoon überprüfen.

Ist die Hauptstadt Reykjavík selbst oder die Kleinstadt Grindavík gefährdet?

Reykjavík liegt in sicherer Entfernung von etwa vierzig Kilometern vom Hauptort der Ausbrüche und ist dank der günstigen Geländeform völlig sicher, sodass Sie dort überhaupt keine Angst haben müssen und in Ruhe die Gassen erkunden können. Die kleine Stadt Grindavík mit knapp viertausend Einwohnern hatte leider nicht so viel Glück, da sie direkt auf der gefährdeten Verwerfungslinie liegt. Sie wurde bereits Ende 2023 langfristig evakuiert, und aufgrund enormer tiefer Risse in den Straßen und dem realen Risiko tödlicher Bodeneinbrüche ist der freie Zugang von den Behörden strikt verboten.

Wo finde ich kostenlos schöne Vulkanlandschaft, auch wenn gerade kein Ausbruch stattfindet?

Auf der aktiven Halbinsel Reykjanes unweit des Flughafens sollten Sie unbedingt in das wunderschön farbige Geothermalgebiet Krýsuvík/Seltún fahren, sich die laut blubbernde Schlammquelle Gunnuhver anschauen oder über die kleine Brücke zwischen den Kontinenten gehen. Wenn Sie dann mit dem Auto bis in den hohen Norden Islands reisen, sieht die weite Umgebung des Sees Mývatn am „außerirdischsten“ und atemberaubendsten aus, konkret das Schwefelfeld Hverir, das Gebiet um den Vulkan Krafla und das dunkle Labyrinth Dimmuborgir. All diese fantastischen und wilden Naturorte haben ganzjährig völlig freien Eintritt, und es wird kein Eintrittsgeld erhoben.

Wie erkenne ich im Gelände, ob mir vielleicht gefährliche Gase vom Vulkan drohen?

Tödlich gefährliche und mit bloßem Auge völlig unsichtbare Vulkangase wie Schwefeldioxid (SO2) können sich heimtückisch in der näheren Umgebung aktiver Lavafelder zeigen, und da sie schwerer als normale Luft sind, sammeln sie sich heimlich in tiefen Tälern und Geländesenken. Die aktuelle Windrichtung und genaue Konzentration dieser gefährlichen Luftverschmutzung wird glücklicherweise ständig von der isländischen Umweltschutzbehörde überwacht und ausgewertet, sodass Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit vor jedem Ausflug in vulkanische Gebiete immer sorgfältig die aktuellen grünen Zahlen auf der Adresse Loftgaedi.is überprüfen sollten.

Kann man auf Island direkt in den tiefen Krater eines riesigen Vulkans hinabsteigen?

Ja, das lässt sich arrangieren, und zwar auf äußerst einzigartige Weise! Der erloschene und sehr alte Vulkan Þríhnúkagígur unweit des lebhaften Reykjavík bietet als einziger auf der ganzen weiten Welt Touristen die Möglichkeit, mit einem kleinen Aufzug direkt hinunter in seine riesige und fantastisch farbige Magmakammer zu fahren. Es handelt sich jedoch um ein absolut Premium- und ziemlich teures Reiseerlebnis (mit einem Preis von über 50.000 ISK), das wegen des anspruchsvollen Geländes nur in der Hauptsommersaison von Mai bis Ende Oktober für die Öffentlichkeit zugänglich ist und definitiv eine feste Online-Reservierung viele Monate im Voraus erfordert.

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