Während unserer Reisen stoßen wir immer wieder auf Dinge, die wir gerne mit unseren Lesern teilen. In dieser Rubrik geben wir unsere persönliche Meinung zu Reisethemen ab.
Nach der Ankunft an dem Ort, von dem wir atemberaubende Bergfotos veröffentlichten, hatte ich einen Nervenzusammenbruch in unserem 2×2 Meter großen Zimmer mit einer geteilten Küche für 40 Leute und einer Maus. „Ich will nach Hause. Was habe ich mir dabei gedacht!" So schrie ich in den ersten Stunden in der Mitarbeiterunterkunft im Wald über Banff, wo wir 2,5 Monate verbringen sollten.
Wenn ich die Augen schließe, sehe ich meistens Berge. Ich sehe Banff, Kanada – Tunnel Mountain, Rundle Mountain, Sulphur Mountain. Hier sind drei unvergessliche Trekkingtouren rund um Banff, die uns das Leben verändert haben.
Es gibt tausende wunderschöne Orte auf der Welt – aber was mich immer wieder nach Kanada zieht, sind nicht die Berge oder die Natur, sondern die Menschen. Warum sind Kanadier eigentlich so unglaublich freundlich?
Zwei zehnjährige Mädchen kamen auf mich zugelaufen. „Hast du eine Zigarette?" Die blauen, niedlichen Augen der blonden Kleinen passen so gar nicht zu irgendeinem Klischee über sozial ausgegrenzte Familien. Das ist keine Welt der Vorurteile – das ist die Realität von Prag, Tschechien, abseits aller Touristenpfade.
Ich muss die ganze Zeit lächeln. Diese Krankheit haben wir uns eingefangen, kaum dass wir hier gelandet sind. Die Mundwinkel flogen nach oben und nisteten sich dort ein, als wäre das ihre natürliche Position. Hier lachen alle. Willkommen in St. John's, Kanada – in der Provinz Newfoundland, dem schönsten Land zum Leben.
Die Tränen drängten sich auf. Ich schämte mich für die EU, für Europa. In diesem Moment wollte ich Heldin spielen und die Ukraine mit eigenen Kräften befreien. Ich ging neben Kristýna, einer jungen ukrainischen Frau aus Uschhorod, die zur Sommerakademie für Journalismus gekommen war.