Sardinien ist ein Traum, den fast jeder im Kopf hat – türkisblaue Buchten wie von einer Karibik-Postkarte, der Duft der Macchia und beschauliche Städtchen am Meer. Doch dann kommt der praktische Teil: Was kostet das Ganze, wann lohnt sich die Reise überhaupt, und vor allem – Pauschalreise buchen oder es auf eigene Faust mit dem Auto wagen? Genau dabei wollen wir euch helfen.
Drei Dinge findet ihr hier: aktuelle Preise für Pauschalreisen und Flüge, die wir jeden Morgen aktualisieren, unsere konkreten Tipps aus eigenen Reisen und Artikeln sowie einen Plan, wann ihr was buchen solltet, um nicht unnötig draufzuzahlen.

Was man in Sardinien sehen und erleben kann
Sardinien ist nicht nur ein einziges Reiseziel – es ist eine ganze Welt aus Buchten, Bergen und Steinstädtchen, die sich alle paar Dutzend Kilometer verändert. Hier sind die Orte, für die sich die Reise lohnt:
- Die schönsten Strände Sardiniens – vom berühmten La Pelosa bis zu versteckten Buchten im Süden, wo das Wasser von Türkis bis tiefem Blau changiert.
- Cagliari – die Hauptstadt mit dem historischen Viertel Castello, lebhaftem Markt und Stränden direkt um die Ecke.
- Costa Smeralda und der Norden – die luxuriöse Smaragdküste, aber auch wilde Buchten rund um Palau und das Archipel La Maddalena.
- Das Hinterland der Barbagia – Steindörfer, jahrhundertealte Traditionen und authentische Küche weit weg vom Strand.
- 25 weitere Tipps, was ihr sehen und unternehmen könnt – unsere große Auswahl über die ganze Insel, wenn ihr möglichst viel erleben wollt.
Wann ist die beste Reisezeit für Sardinien
Das beste Verhältnis aus Wetter und Ruhe bieten Mai, Juni und September. Im September ist das Meer nach dem Sommer angenehm warm, die Menschenmengen sind wieder zu Hause und die Preise sinken. Eine detaillierte Übersicht der Temperaturen findet ihr in unserem Artikel zum Wetter auf Sardinien Monat für Monat.
Die Hauptsaison Juli und August bedeutet das wärmste Meer und vollen Service, aber auch die höchsten Preise, volle Strände und Hitze. Die italienischen Ferien rund um den 15. August (Ferragosto) sind der Höhepunkt – dann ist die Insel am teuersten und am vollsten.
Außerhalb der Saison (November–März) ist Sardinien ruhig und günstig, viele Betriebe am Meer haben dann allerdings geschlossen. Zum Baden ist es noch zu früh, für Städtebesichtigungen und Wanderungen passt es aber gut – das Wetter ist meist mild.
Anreise nach Sardinien
Am schnellsten erreicht ihr Sardinien mit dem Flugzeug. Das Haupttor ist Cagliari (CAG) im Süden, den Norden bedient Olbia (OLB) nahe der Costa Smeralda, und im Westen gibt es den kleineren Flughafen Alghero (AHO). Aus dem deutschsprachigen Raum fliegt ihr meist mit einem Zwischenstopp (etwa über das italienische Festland), in der Sommersaison gibt es auch saisonale Direktflüge. Die Reise inklusive Umstieg dauert rund einen halben Tag.
Die zweite Variante ist die Anreise mit dem Auto aufs italienische Festland und dann per Fähre von Häfen wie Livorno, Civitavecchia oder Genua nach Olbia oder Cagliari. Das ergibt Sinn, wenn ihr das eigene Auto dabeihaben wollt und euch die längere Anreise nichts ausmacht – rechnet auch mit einer Nacht auf der Fähre. Für einen normalen einwöchigen Urlaub ist es meist sinnvoller, zu fliegen und das Auto erst vor Ort zu mieten.
Mietwagen vor Ort
Auf Sardinien empfehlen wir wärmstens ein Auto – die öffentlichen Verkehrsmittel zwischen Stränden und Dörfern sind schwach, und die schönsten Buchten erreicht ihr ohne Auto praktisch gar nicht. Ohne Auto kommt ihr nur aus, wenn ihr in einem einzigen Badeort oder direkt in Cagliari bleibt und euch mit der Stadt und den umliegenden Stränden begnügt.
- Bucht im Voraus über Mietwagen-Vergleichsportale – in der Saison sind die Autos schnell weg und die Preise vor Ort deutlich höher.
- Achtet auf Versicherung und Kaution – der Basispreis ist oft ohne vollen Schutz; zahlt für eine vernünftige Versicherung drauf, damit nicht eine hohe Kaution auf eurer Karte blockiert wird.
- Die Abholung regelt ihr am besten direkt am Flughafen (Cagliari, Olbia), das spart Transfers.
- Die Fähre mit dem eigenen Auto vom Festland lohnt sich nur bei längeren Aufenthalten – sonst ist es günstiger, zu fliegen und vor Ort ein kleines Auto zu mieten.
Unterkünfte in Sardinien
Wo ihr übernachtet, hängt stark davon ab, was ihr sehen wollt. Sardinien ist groß, deshalb lohnt es sich, eine Region zu wählen und nicht ständig umzuziehen:
- Süden (Cagliari und Umgebung) – ideal für die Kombination aus Stadt, Kultur und den traumhaften Stränden von Villasimius und Chia.
- Nordosten (Costa Smeralda, Olbia, Palau) – die schönsten Buchten und Ausflüge nach La Maddalena, aber auch die höchsten Preise.
- Westen (Alghero, Bosa) – katalanischer Charme, ruhigere Atmosphäre und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
- Hinterland – Agriturismo und Steindörfer für alle, die das authentische Sardinien ohne Menschenmengen suchen.
Von den Unterkunftsarten funktionieren Apartments und B&Bs am besten – sie geben euch Freiheit und sind in der Saison günstiger als Hotels. Wenn ihr mit dem Auto unterwegs seid, sucht eine Unterkunft etwas abseits der Strände, nicht direkt daran – so spart ihr leicht ein Drittel des Preises.
Pauschalreise oder auf eigene Faust?
Sardinien funktioniert auf beide Arten hervorragend – es kommt darauf an, was ihr von eurem Urlaub erwartet. Hier ist unser ehrlicher Vergleich:
- Eine Pauschalreise lohnt sich, wenn… ihr einen sorglosen Strandurlaub mit All-inclusive oder Halbpension wollt, keine Zeit zum Planen habt, zum ersten Mal allein ins Ausland fliegt oder mit kleinen Kindern reist und die Sicherheit von Transfer und Hotel aus einer Hand schätzt.
- Auf eigene Faust solltet ihr reisen, wenn… ihr möglichst viele Buchten und Dörfer abklappern wollt, ihr Spaß am eigenen Tempo und am Kochen im Apartment habt, ihr bei den Terminen flexibel seid, um Geld zu sparen, und es euch nichts ausmacht, Auto, Unterkunft und Aktivitäten selbst zu organisieren.
Wir beide reisen auf eigene Faust mit dem Auto nach Sardinien – wegen der Freiheit und um die Buchten abzufahren. Wenn ihr aber vor allem an einem Strand abschalten und euch um nichts kümmern wollt, greift ruhig zur Pauschalreise; der Endpreis ist meist ähnlich und ihr habt weniger Sorgen.
Budget: Tageskosten in Sardinien
| Niveau | Unterkunft | Essen | Transport & Aktivitäten | Gesamt/Tag |
|---|---|---|---|---|
| Backpacker | 30 €–45 € | 16 €–25 € | 16 €–25 € | ca. 60 €–90 € |
| Standard | 55 €–85 € | 30 €–40 € | 30 €–40 € | ca. 110 €–165 € |
| Komfort | 120 €+ | 45 €+ | 45 €+ | ca. 210 €+ |
Die Preise sind Richtwerte pro Person und Tag und gehen davon aus, dass ihr außerhalb der absoluten Hochsaison unterwegs seid. Im August und an der Costa Smeralda könnt ihr ruhig ein Drittel mehr einplanen, besonders bei Unterkünften und Abendessen am Meer.
Sparen bei der Planung
- Flüge kauft ihr am besten 2–4 Monate im Voraus, für Sommertermine ruhig früher – saisonale Verbindungen werden schnell teurer. Flüge findet ihr in unserer Suchmaschine.
- Unterkünfte in den attraktiven Buchten sind als Erstes weg – für Juli und August bucht im Frühjahr, außerhalb der Saison ruhig auch in letzter Minute. Unsere Unterkunftstipps.
- Pauschalreisen lohnt es sich in zwei Zeitfenstern zu jagen: Frühbucher im Herbst und Winter für die beste Auswahl oder Last Minute ein paar Wochen vor Abflug, wenn ihr flexibel seid. Schaut euch die aktuellen Pauschalreisen an.
- Aktivitäten wie Bootsausflüge nach La Maddalena sind in der Saison schnell ausgebucht – beliebte Termine rechtzeitig buchen, damit ihr vor Ort nicht mehr zahlt.
- Wo man draufzahlt – Restaurants direkt an der Promenade und Parkplätze an den Top-Stränden. Esst eine Straße weiter und parkt ein kurzes Stück zu Fuß entfernt, das spart locker ein paar Hundert Kronen am Tag.
Praktische Informationen
- Sprache und Währung – gesprochen wird Italienisch (und Sardisch), gezahlt wird in Euro. An touristischen Orten kommt ihr auch mit Englisch durch.
- Zahlungen – in den Städten und größeren Betrieben zahlt ihr problemlos mit Karte, für kleine Bars, Märkte und Parkautomaten solltet ihr aber Bargeld dabeihaben.
- Konnektivität – die Netzabdeckung ist gut, für die Reise eignet sich eine eSIM, damit ihr euch nicht um Roaming oder die WLAN-Suche kümmern müsst; sie ist in wenigen Minuten noch von zu Hause aus eingerichtet.
- Sicherheit – Sardinien zählt zu den ruhigen Reisezielen, das größte Risiko sind kleine Diebstähle am Strand – lasst Wertsachen nicht unbeaufsichtigt.
- Wasser und Hitze – im Sommer ist die Mittagshitze extrem, plant den Strand für den frühen Morgen und Abend ein und trinkt viel.
