Neapel und Amalfi sind für viele von uns genau dieses Traum-Italien – bunte Häuser, die sich an die Felsen schmiegen, der Duft von Zitronen, Pizza so, wie sie sein soll, und ein Meer, in das man am liebsten direkt aus dem Foto springen würde. Doch dann kommt die Realität der Planung: Wann sollte man eigentlich fahren, damit es nicht zum Ersticken voll ist, was kostet das Ganze und sollte man auf eigene Faust losziehen oder lieber eine Pauschalreise buchen? Wir zwei haben genau das durchgemacht und wissen, wie schnell aus einem romantischen Traum ein Haufen offener Browser-Tabs wird 😅
Hier findet ihr an einem Ort drei Dinge: aktuelle Preise für Pauschalreisen und Flüge, die wir jeden Morgen aktualisieren, unsere konkreten Tipps aus eigenen Reisen und Artikeln zu den einzelnen Orten sowie einen einfachen Plan, wann und was ihr buchen solltet, um nicht unnötig draufzuzahlen.

Was man in Neapel und Amalfi sehen und erleben kann
Dieser Teil Italiens bietet eine ordentliche Portion Erlebnisse auf kleinem Raum. Beginnt in Neapel – einer chaotischen, lauten und absolut lebendigen Stadt, in der die Pizza Margherita buchstäblich geboren wurde und deren historisches Zentrum zu den authentischsten in ganz Italien zählt. Von dort ist es nur ein Katzensprung nach Pompeji, der vom Vesuv begrabenen antiken Stadt. Plant für die Besichtigung ruhig einen halben Tag ein, das Gelände ist riesig.
- Positano – das fotogenste Dorf der Küste, bunte Häuser fließen geradezu hinab zum Strand. Wunderschön, aber rechnet mit Menschenmassen und höheren Preisen.
- Amalfi – das Städtchen, das der Küste seinen Namen gab, mit dem prächtigen Dom des heiligen Andreas.
- Sorrent – die ideale Basis für Ausflüge, gute Verkehrsanbindung und eine etwas ruhigere Atmosphäre.
- Insel Capri – die Blaue Grotte und luxuriöses Flair; den Bootsausflug am besten außerhalb der Mittagszeit, wenn am meisten los ist.
- Die gesamte Amalfiküste – eine Serpentinenstraße mit Ausblicken, die ihr lieben und gleichzeitig verfluchen werdet.
Wann ist die beste Reisezeit für Neapel und Amalfi
Am angenehmsten ist eine Reise nach Süditalien im Mai, Juni und September – das Meer ist schon (oder noch) warm, die Sonne wärmt, aber es ist nicht diese Hitze, bei der man kaum atmen kann. Das ist unserer Meinung nach das absolut ideale Zeitfenster, in dem ihr Baden und Besichtigungen ohne Leiden in der Mittagsglut genießt.
Die Hauptsaison im Juli und August bedeutet die höchsten Preise, überfüllte Strände und einen Verkehr auf der Küstenstraße, der sich in einen einzigen großen Kollaps verwandeln kann. Wenn ihr nicht an die Schulferien gebunden seid, meidet sie lieber. Der April und Oktober sind dagegen großartig, um die Städte und Pompeji zu erkunden – weniger Leute, angenehme Temperaturen, nur das Baden ist dann etwas Glückssache.
In der Nebensaison (November–März) herrscht Ruhe und niedrige Preise, aber ein Teil der Hotels, Fähren und Restaurants an der Küste schließt schlichtweg. Nach Capri und Positano lohnt es sich im Winter kaum zu fahren, nach Neapel und Pompeji hingegen schon.
Anreise nach Neapel und Amalfi
Am einfachsten geht es mit dem Flugzeug – das Haupttor ist der Flughafen Neapel (NAP), der direkt bei der Stadt liegt. In der Saison kann man von Prag aus auch direkt hierherfliegen, ansonsten gibt es meist einen Umstieg (etwa über Rom, Mailand oder einen der europäischen Drehkreuze). Die Reise mit Umstieg dauert etwa einen halben Tag, ein Direktflug dann etwas über zwei Stunden.
Mit dem Auto sind es von Tschechien aus rund 1 500 km und etwa 14–16 Stunden reine Fahrtzeit, das lohnt sich also eher für einen längeren Urlaub oder einen Roadtrip durch Italien. Nach der Ankunft in Neapel erreicht ihr die Küste mit dem Zug Circumvesuviana nach Sorrent, weiter dann mit dem SITA-Bus oder am bequemsten per Fähre. Von Neapel und Sorrent fahren Boote nach Positano, Amalfi und Capri, was in der Saison oft schneller ist als die verstopfte Straße.
Mietwagen vor Ort
Ein Auto lohnt sich an der Amalfiküste ehrlich gesagt eher nicht. Die Küstenstraße ist eng, voller Serpentinen, in der Saison verstopft und das Parken ist teuer und rar. Entlang der Küste kommt ihr viel bequemer und oft auch schneller mit Fähren und SITA-Bussen voran. Ein Auto ergibt Sinn, wenn ihr die Region mit einem längeren Roadtrip durch Süditalien verbinden möchtet oder außerhalb der Hauptstädte wohnt.
- Bucht im Voraus über einen Mietwagen-Vergleich – vor Ort ist es in der Saison teuer und ausgebucht.
- Achtet auf Versicherung und Kautionshöhe (die Kreditkartensperre ist oft hoch), zahlt gegebenenfalls für vollen Schutz drauf.
- Rechnet mit Maut auf den Autobahnen und Fährgebühren sowie damit, dass ihr mit dem Auto oft nicht in die Stadtzentren kommt (ZTL-Zonen mit Bußgeldern).
Unterkünfte in Neapel und Amalfi
Wo ihr übernachtet, hängt stark davon ab, was ihr von der Reise erwartet. Wenn ihr Städte und Sehenswürdigkeiten erkunden möchtet, ist Neapel oder Sorrent als Verkehrsknotenpunkt praktisch. Wer sich nach diesen ikonischen Postkartenausblicken sehnt, steuert direkt Positano oder Amalfi an. Macht euch aber darauf gefasst, dass man hier für die Lage ordentlich bezahlt.
- Sorrent – das beste Preis-Erreichbarkeits-Verhältnis, ideale Basis für Ausflüge nach Capri, Pompeji und entlang der Küste.
- Positano und Amalfi – am stimmungsvollsten, aber am teuersten; bucht weit im Voraus.
- Neapel – die günstigste Variante mit der besten Flug- und Bahnanbindung, großartig für Stadt- und Genussliebhaber.
- Salerno – unterschätzt, ruhiger und günstiger, das Tor zum östlichen Ende der Küste.



Pauschalreise oder auf eigene Faust?
Eine Pauschalreise lohnt sich, wenn ihr:
- Transport, Unterkunft und grundlegende Ausflüge bereits geregelt haben möchtet und euch nicht mit der Logistik aufhalten wollt,
- zum ersten Mal fahrt und euch das italienische Chaos eher stresst als Spaß macht,
- Preissicherheit und die Begleitung durch einen Reiseleiter bevorzugt.
Auf eigene Faust fahrt, wenn ihr:
- selbst entscheiden möchtet, wo und wie lange ihr bleibt,
- nichts dagegen habt, Unterkünfte, Verbindungen und Fähren selbst zu suchen,
- mehr Zeit an einem Ort und weniger „Abhaken“ von Stationen wollt.
Wir zwei bereisen dieses Ziel am liebsten auf eigene Faust – die Region ist mit Fähren und Zügen gut erreichbar und Flexibilität zahlt sich hier sehr aus. Aber wenn ihr einen kürzeren Urlaub plant oder vorab nichts regeln möchtet, ist eine Pauschalreise eine absolut entspannte Wahl.
Budget: Tageskosten in Neapel und Amalfi
| Niveau | Unterkunft | Essen | Verkehr & Aktivitäten | Gesamt/Tag |
|---|---|---|---|---|
| Rucksacktourist | 30 €–45 € (Hostel, Zimmer in Neapel) | 16 €–25 € (Pizza, Street Food) | 12 €–20 € (Zug, Bus) | ca. 55 €–85 € |
| Standard | 70 €–120 € (3*-Hotel, B&B) | 30 €–45 € (Restaurant) | 25 €–45 € (Fähren, Eintritte) | ca. 125 €–210 € |
| Komfort | 180 € und mehr (Hotel mit Aussicht in Positano) | 60 € und mehr | 60 € und mehr (private Boote, Taxi) | ab ca. 300 € |
Die Preise sind Richtwerte, pro Person und Tag und schwanken stark je nach Saison — im Juli und August rechnet ruhig mit um ein Drittel höheren Beträgen für die Unterkunft, vor allem direkt an der Küste.
Sparen bei der Planung
- Flüge bucht 2–4 Monate im Voraus, idealerweise außerhalb der Sommerferien – das macht locker mehrere Tausend pro Person aus. Flüge findet ihr in unserer Suchmaschine.
- Unterkünfte an der Küste bucht früh (besonders Positano und Amalfi), das beste Preis-Verhältnis ist als Erstes weg. Werft einen Blick auf unsere Unterkunftstipps.
- Eine Pauschalreise erwägt als First Minute für das Frühjahr oder umgekehrt als Last Minute, wenn ihr flexibel seid – verfolgt die aktuellen Pauschalreisen auf dieser Seite.
- Boote nach Capri und den Eintritt nach Pompeji kauft im Voraus, vor Ort zahlt man drauf und steht in Schlangen. Was ihr früher buchen solltet, fassen wir im Abschnitt rechtzeitig buchen zusammen.
- Wo man draufzahlt: Restaurants mit Aussicht direkt bei den Hauptattraktionen und Taxis an der Küste – Essen ein paar Gassen weiter sowie Fähren kommen deutlich günstiger.
Praktische Informationen
- Sprache und Bezahlen: Man spricht Italienisch, in touristischen Gegenden kommt ihr auch mit Englisch zurecht. Mit Karte zahlt ihr fast überall, aber für kleinere Läden, Märkte und Stände solltet ihr Bargeld dabeihaben.
- Konnektivität: Am einfachsten ist es, vorab eine eSIM mit italienischem/EU-Datenpaket zu laden – sie funktioniert sofort nach der Ankunft und ihr erspart euch die Suche nach einer SIM am Flughafen.
- Sicherheit: Neapel hat den Ruf einer hektischen Stadt – passt im Gedränge und in den öffentlichen Verkehrsmitteln auf eure Sachen auf, ansonsten ist alles in Ordnung. Auf der Küstenstraße achtet auf die engen Serpentinen.
- Unser Tipp: Kauft die Eintrittskarten für Pompeji und die Boote nach Capri in der Saison im Voraus, das spart Wartezeit und Nerven.
