TL;DRSchnellen Content für Social Media kannst du oft aus Material bauen, das im Unternehmen längst vorhanden ist. Der Beitrag liefert 10 konkrete Tipps: Fotos aus dem Arbeitsalltag, kurze Handyvideos für Instagram- und Facebook-Stories sowie Reels, geteilte Kundenbewertungen und -fragen, das Recycling älterer Posts, Übersetzungen ausländischer Quellen und das Teilen relevanter Artikel aus Google News oder Twitter. Tools wie Lightroom und Canva sind kostenlos und auch für Einsteiger leicht zu bedienen, Statistiken lassen sich zum Beispiel beim Statistischen Bundesamt finden. Als Inspiration eignet sich auch ein Kalender mit Gedenk- und Aktionstagen wie dem Welt-UFO-Tag (2. Juli) oder dem Internationalen Tag des Kusses – beides lässt sich gut mit passendem Sortiment verknüpfen, etwa mit Büchern. Laut dem Beitrag bekommen Posts mit Menschen auf Instagram außerdem 38 % mehr Likes.
Kleine Unternehmen kennen das Problem nur zu gut: Woher nimmt man die Zeit und das Budget, um regelmäßig Inhalte für die Social-Media-Kanäle des Unternehmens zu erstellen? Viele wissen, dass hochwertiger Content heute entscheidend ist – und doch gehen ihnen die Ideen aus. Oder sie beschränken sich darauf, Links zu eigenen Produkten zu teilen, oder schreiben einmal im Monat einen Blogbeitrag.
Wichtig zu verstehen: Die Inhalte für deine Social-Media-Kanäle hast du meistens schon – du musst sie nicht von Grund auf neu erstellen. Wir zeigen dir heute, was sich alles als Content für Social Media nutzen lässt.
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Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).
Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
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TL;DRCamping auf Hawaii, genauer auf der Insel Maui, kostet etwa 15–35 Dollar pro Nacht. Zwei Wochen kamen für eine Person insgesamt auf umgerechnet 27.657 Kronen (Budget von 65 Dollar pro Tag). Zur Auswahl stehen Campingplätze wie Waianapanapa am schwarzen Strand, Kipahulu und Hosmer Grove im Haleakala-Nationalpark, ein Camp direkt im Krater des Vulkans Haleakala (Paliku) nach einer 21 Kilometer langen Wanderung, außerdem Polipoli, Papalua Beach Park und Olowalu. Die Ausstattung unterscheidet sich stark – von Plumpsklos ohne Wasser bis zu Duschen, WLAN und sogar kostenlosem Kaffee und Obst in Olowalu. Ein Reisebüro würde für einen vergleichbaren Aufenthalt auf Hawaii pro Woche umgerechnet etwa 2.000 Dollar und mehr verlangen.
Wir haben uns für zwei Wochen ins Paradies mitten im Ozean aufgemacht – auf die hawaiianische Insel Maui. Ich bin mir nicht sicher, wann die Idee entstand, dort zu campen, aber je mehr wir uns darauf vorbereiteten, desto mehr konnten wir es kaum erwarten. Camping auf Hawaii, ob am Strand oder im Krater des Haleakala – das war etwas Exotisches, was wir noch nie gemacht hatten. Schauen wir uns an, wie das Camping auf Hawaii wirklich ist und was es uns gekostet hat.
Außerdem könnte es uns Geld sparen, das wir auf unserem dreimonatigen Roadtrip durch Nordamerika brauchen würden. Hawaii ist nämlich einer der teuersten Orte, die man bereisen kann – allein ein Campingplatz kostet ca. 15–35 € pro Nacht. Und die Preise steigen weiter.
Das Problem mit Hotels oder Airbnb war auch, dass der Komfort von täglichem WLAN, Küche oder Frühstück dazu geführt hätte, dass wir wahrscheinlich erst gegen neun oder zehn Uhr aufgebrochen wären, um Hawaii zu erkunden. Das ist auf Hawaii zu spät, denn hier wird es schon um 19 Uhr dunkel.
Schlafen gingen wir gegen acht oder neun und wachten um halb sechs morgens auf. Zum WLAN fuhren wir gezielt und Arbeit, die normalerweise einen ganzen Tag dauern kann, erledigten wir in wenigen Stunden. Im letzten Camp gab es sogar WLAN, sodass wir nach dem Abendessen regelmäßig 2–3 Stunden arbeiten konnten.
Letztendlich entschieden wir uns für die ersten zwei Tage für ein Airbnb in Haiku, weil wir spät nachts ankamen und der Campingplatz in der Nähe der Hauptstadt Kahului geschlossen war.
Reist ihr nach Hawaii? Holt euch den Reiseführer, den wir benutzt haben
Was haben uns zwei Wochen auf Hawaii insgesamt gekostet
Zwei Wochen auf Hawaii haben uns pro Person ca. 1.100 € gekostet (bei einem Reiseveranstalter zahlt man für eine WOCHE ab ca. 2.000 € aufwärts)
Dazu kam ein Geburtstagsgeschenk für Lukáš – ein Bootsausflug zur Insel Lanai, Schnorcheln für zwei für 181 USD.
Schaut euch an, wie wir finanziell auf unserem 3-monatigen Roadtrip abschneiden –> hier
Essenspreise auf Hawaii
Am Anfang haben wir einen Großeinkauf für zwei Wochen Camping gemacht. Wir wussten, dass wir an den meisten Tagen nirgendwo einkaufen können, und gleichzeitig herrscht auf Hawaii tagsüber eine konstante Temperatur von 29 Grad und nachts 22 Grad – das bedeutet, dass wir nichts allzu Frisches kaufen konnten.
Das war die Grundlage unserer Ernährung. Es stellte sich heraus, dass der Einkauf in Großpackungen ein Fehler war, denn obwohl das Tikka Masala und die Suppen bio waren und nichts Schlechtes enthielten (keine künstlichen Zusatzstoffe oder Konservierungsmittel), konnten wir sie in der zweiten Woche nicht mehr sehen.
Ab und zu kauften wir Obst an Straßenständen, gingen in den Foodland (Supermarkt) für Sushi oder Sandwiches. Und ein paar Mal gönnten wir uns auch Essen wie die Einheimischen an Foodtrucks, und wir spielten auch mal Touristen und gingen ins Restaurant. Unsere Schwäche waren kalte Getränke, denen wir in der zweiten Woche auf der wärmeren Seite der Insel häufiger nachgaben. Wenn ihr also noch sparsamer reisen wollt, könnt ihr das. Wir hatten ein Budget von 65 USD pro Tag, in das aber Unterkunft (die wir nicht im Voraus bezahlt hatten), Benzin und Essen passen mussten.
Campingplätze auf Hawaii: Wo campen
Wir sind die supergepflegten und sauberen Campingplätze aus den kanadischen Rockies gewohnt, daher überraschte uns die mangelnde Pflege der hawaiianischen Camps oft. Wir haben alle für Einzelpersonen verfügbaren Plätze ausprobiert.
Waianapanapa
2 Nächte, Spültoiletten, Duschen, Trinkwasser, kein Empfang, Möglichkeit eine Hütte zu mieten
Ein Campingplatz in der Nähe von Hana. Die Fahrt von Haiku dauert 3 Stunden mit kleineren Stopps auf der berühmten „Road to Hana“, die die schönste Straße auf Hawaii sein soll. „Hier ist aber ein Chaos,“ Lukáš war vom Dschungel nicht sonderlich beeindruckt. Der Platz befindet sich im östlichen Teil der Insel, wo es ganzjährig regnet. Man fährt also durch den Dschungel, wo man aussteigen und zu Wasserfällen wandern kann, in denen man baden kann. Überall ist Schlamm, Nässe, Bambus und Kokosnüsse.
Waianapanapa gehört zu den besseren Campingplätzen – es gibt Toiletten, Außenduschen und eine Trinkwasserquelle. Man befindet sich direkt über dem schwarzen Strand und am Anfang des Kings Trail – Pi’ilani Trail, der entlang der Klippen führt. Wenn ihr ihn geht, brecht früh morgens auf – man geht die ganze Zeit in der Sonne.
Wenn ihr euch für Waianapanapa entscheidet, unser Rat: Kocht rechtzeitig. Jede Nacht regnet es dort – und das, obwohl wir in der Trockenzeit da waren, in der es am wenigsten regnen soll.
Kipahulu
1 Nacht, Plumpsklos, Trinkwasser am Visitor Center (wo es auch normale Toiletten gibt), Empfang schlecht aber vorhanden
Von Waianapanapa kann man weiter auf einer deutlich raueren Straße nach Kipahulu fahren, das sich bereits im Haleakala-Nationalpark befindet. Obwohl wir laut Reiseführer hier völlig ohne Empfang sein sollten, gab es paradoxerweise welchen. Zuerst haben wir uns ziemlich erschrocken, denn auf dem Campingplatz gibt es gar nichts, nur Gras mitten im Nirgendwo. Aber nach genauerer Erkundung fanden wir einen Stellplatz direkt auf der Klippe am Ozean, etwas abseits vom Hauptcamp. Und der Sonnenuntergang entschädigte uns für die anfängliche Enttäuschung über die stinkenden Plumpsklos und die fehlende Duschmöglichkeit – der Einstieg in den Ozean wird hier nicht empfohlen und wir fanden auch keinen Zugang.
Von hier aus kann man zwei Wanderungen machen: Waimoku Falls zu den Wasserfällen und Seven Sacred Pools. Wir machten uns zu den Wasserfällen auf, es regnete die ganze Zeit, aber die Tour dauerte nur knapp drei Stunden. Danach mussten wir mit dem ganzen Schlamm im Zelt schlafen.
Von Kipahulu fuhren wir über einen Umweg zum Baldwin Beach bei Kahului, wo wir schwimmen und duschen konnten. Sehr empfehlenswert, es lohnt sich! Hosmer Grove war der Campingplatz, auf dem wir fast erfroren sind. Es ist der Ort, an dem die meisten Leute übernachten, wenn sie den Haleakala besteigen. Wir wollten am nächsten Tag unsere längste Wanderung im Krater machen, wo wir auch campen wollten, daher erschien es sinnvoll, hier zu schlafen. Außerdem gibt es in der Nähe auch nichts anderes. Seid darauf vorbereitet, dass es nachts kalt wird – die Temperatur kann bis auf null Grad fallen.
Ansonsten ist der Campingplatz hübsch, klein und hat einen Unterstand, unter dem man bei Regen kochen kann.
Haleakala Krater
1 Nacht, kein Trinkwasser, Plumpsklos, kein Empfang
21 Kilometer wanderten wir zum Camp im Krater nach Paliku, wo sich auch eine Hütte befindet, die man mieten kann. Obwohl wir uns nach Hosmer Grove auf extreme Kälte eingestellt hatten, war der Morgen kühl, aber nicht frostig. Bei der Hütte gibt es ein Plumpsklo – als ich hineinging, stürzte ein Schwarm Fliegen auf mich, die mir um den Hintern flogen. Die Vorstellung, ein Loch zu graben, um mein Geschäft zu verrichten, war mir plötzlich sympathischer. Überall laufen seltsame Vögel namens Nēnē herum (es sind eigentlich Hawaiigänse, aber sie sehen aus wie Enten und geben Geräusche von sich, die an eine Kreuzung aus Kuh und Ente erinnern).
Polipoli
1 Nacht, kein Trinkwasser, Plumpsklo, schwacher Empfang
Die letzten 3 Meilen zum Camp fährt man 20 Minuten. Die Straße ist eher eine Aneinanderreihung von Schlaglöchern als eine Straße und erinnerte uns lebhaft an unseren Roadtrip durch Rumänien. Kein Wunder, dass wir im Camp allein waren. Das Plumpsklo roch förmlich nach Unbenutztheit. Wenn wir den Campingplatz nicht im Voraus reserviert hätten, wären wir wohl umgekehrt und weitergefahren. Unterwegs begegneten wir Wildschweinen, die dann nachts um unser Zelt streiften und grunzten.
Papalua Beach Park
1 Nacht, kein Wasser, gepflegtes Plumpsklo, Empfang vorhanden
Zwischen Kihei und Lahaina an der Westküste, wo es die meiste Zeit des Jahres nur sonnig ist und es nur sporadisch regnet, befindet sich dieser Strandcampingplatz. Das Problem war, dass man ihn entweder in Lahaina vor Ort oder telefonisch reservieren konnte. Vom ersten Weg wussten wir nichts und telefonisch kamen wir nicht durch.
Die Kontrolle hat uns nicht vertrieben, sondern nur erklärt, wo man die Genehmigung kaufen kann.
Olowalu
Trinkwasser, Duschen mit warmem Wasser, Spültoiletten, Steckdosen, WLAN, morgens GRATIS Kaffee, Obst das im Camp wächst (Mangos, Papayas, Kokosnüsse) GRATIS
Das Camping am Strand von Olowalu ist auf Hawaii das Paradies unter den Campingplätzen. Nicht nur hat man alles, was man braucht, sondern es gibt auch an der „Rezeption“ WLAN, und die Sauberkeit kann sich mit den Campingplätzen in Kanada messen. Das Problem ist: Wenn sich die Wellen erheben, wird ein großer Teil des Camps gesperrt, weil er überflutet werden könnte. Wir empfehlen daher sicherheitshalber einen Platz weiter vom Wasser entfernt zu reservieren.
Wo duschen, wenn es kein Wasser im Camp gibt
Im Papalua Beach Park, Polipoli, Haleakala-Krater und Hosmer Grove kann man sich nicht waschen. Bis auf den Haleakala ist das kein so großes Problem. Fahrt einfach zum nächsten Strand. Wir sind so zum Baldwin Beach gefahren, und vom Papalua Beach Park aus verbrachten wir Zeit an den Stränden in Lahaina – da war es kein Problem mehr. Fühlt ihr euch komisch dabei? Ihr werdet zahlreiche Einheimische sehen, die sich dort nach dem Baden im Meer mit Shampoo und Seife waschen – also keine Scheu und los geht’s. Für die härteren Momente, wenn es nirgendwo möglich ist, nehmt Feuchttücher mit.
Wandern auf Maui
Hawaii ist perfekt vielfältig – hier kann man durch den Dschungel zu Wasserfällen wandern, in denen man baden kann. Man wandert durch Wälder, in den Bergen und im Krater.
Als wir nach den besten Wanderungen auf Hawaii suchten, war es schwierig – zusammenfassende Informationen findet man kaum. Deshalb hier die Liste der Wanderungen, die wir ausgewählt haben.
Twin Falls
30–45 Minuten
Ein sehr kurzer Weg zu Wasserfällen, unter denen man baden kann. Man kann auch in Flip-Flops gehen, aber Wasserschuhe sind besser, da man durch Bäche watet und die Strömung einem die Schuhe leicht wegreißen kann. Lasst nichts im Auto auf dem Parkplatz, denn dies ist einer der Hauptorte, an denen Autos aufgebrochen werden.
Bamboo Forest Trail
3 Stunden
Ein Weg durch den Dschungel unweit von Haiku, der zu mehreren Wasserfällen führt. Passt auf – der Weg ist nicht markiert und der Lonely-Planet-Reiseführer gibt fragwürdige Anweisungen, wie man hinkommt. Nachdem ihr den Fluss überquert habt, geht links. Der Weg nach rechts ist zwar ausgetreten, aber dort gibt es nichts – er würde euch nur zurückführen und ihr müsstet euch unter Bambus durchzwängen. Bald kommt ihr zu den ersten Wasserfällen, von denen ihr rechts am Fluss entlang weitergeht, bis ihr zu den zweiten Wasserfällen kommt, wo man baden kann. Der Weg führt dann nach links weiter, wo ein Seil ist, an dem man sich festhalten muss, während man hochklettert. Ihr gelangt zu Wasserfällen, wo man Tarzan spielen und sich am Seil schwingend ins Wasser springen kann. Der Reiseführer schrieb, dass man das Wasser durchschwimmen muss, aber man kann es umgehen und weiter eine Leiter hochklettern, wo es wunderschöne klare Pools gibt.
Nehmt nicht zu viel mit – ihr braucht beide Hände frei, und die besten Schuhe für diese Wanderung sind Wasserschuhe.
Pi’ilani Trail
3 Stunden, 6 Meilen, fast kein Höhenunterschied
Beginnt am Campingplatz Waianapanapa und führt die ganze Zeit entlang der Küste über Klippen. Brecht früh morgens auf, denn man geht ständig in der Sonne und die Wanderung kann so deutlich anstrengender werden als sie eigentlich ist. Wenn ihr nicht gerne wandert, könnt ihr jederzeit umkehren – die Ausblicke ändern sich kaum. Wenn ihr bis zum Ende geht, könnt ihr auf der Straße zurücklaufen, wo es teilweise Schatten gibt und euch vielleicht jemand ein Stück mitnimmt.
Nehmt mindestens Turnschuhe mit.
Waimoku Falls
2,5 Stunden
Aufstieg zum Wasserfall durch schlammigen Dschungel mit Bambus, Lianen und alten Bäumen. Es ist nicht allzu steil, aber bei Regen wird es rutschig. Nehmt mindestens Turnschuhe mit.
Haleakala Krater – Wanderung
42 km, zwei Tage
Wir parkten dort, wo wir enden wollten, und trampten zum Gipfel. Bereits das zweite Auto nahm uns mit. Vom Gipfel gingen wir zurück zum Visitor Center, wo unsere zweitägige Tour auf dem Keonehe’ehe’e Trail begann. Von dort geht es ständig bergab über den kargen Krater zur ersten Hütte Kapalaoa, die nach ca. 10,5 km ab Trailbeginn auftaucht. Lasst euch nicht von den Wegweisern täuschen – unsere Fitbits maßen weit mehr Meilen als angegeben. Bei Kapalaoa beginnt die Landschaft bereits zu ergrünen und man sieht die ersten Nēnē-Gänse. Von der Hütte sind es dann weitere 9 km zur Hütte Paliku, wo auch wir campten. Dieser Abschnitt liegt näher an Hana und ist daher komplett mit Grün bewachsen. Die Wanderung dauerte 6,5 Stunden und die Sonne schien die ganze Zeit, sodass wir trotz mehrerer Schichten Sonnencreme total verbrannt ankamen. Vom Gipfel waren es insgesamt 21 km.
Am zweiten Tag brachen wir von Paliku zurück zum Auto auf dem Halemau’u Trail auf. Dieser Trail führte zur Holua-Hütte. Die Landschaft änderte sich wieder schrittweise von grün zu karger Wüste, die in Rot-, Schwarz-, Braun- und Grüntönen leuchtete. Der erste Teil ging leicht bergauf, aber ab der Holua-Hütte ging es auf den letzten 8 km steil bergauf über einen grün bewachsenen Hügel. Praktisch mussten wir uns aus dem Krater herauskämpfen. Der Fitbit maß insgesamt 21 km.
Tipp: Wanderschuhe sind ein Muss, Sonnencreme LSF 50+, Regenjacke, mehrere Schichten – bereitet euch auf Kälte und Hitze vor, nachts wird es auf jeden Fall kalt. Wir machten den Fehler, uns nur auf Kälte vorzubereiten, weil uns alle dazu rieten. Aber statt Regen war den größten Teil der Tour kein Wölkchen am Himmel. Nehmt genug Wasser zur ersten Hütte mit, wo ihr weiteres Wasser abkochen oder einen Wasserfilter verwenden könnt – so müsst ihr nicht mehr als 2 Liter pro Person schleppen. Trinkt viel, ihr seid nahe am Äquator – zwingt euch also, bis zur ersten Hütte mindestens einen Liter zu trinken. Vergesst nicht die Regenjacke, genug Essen für zwei Tage und einen Wasserfilter oder Kocher.
Was wir dabei hatten:
Waihe’e Ridge Trail
3 Stunden, ca. 10 km
Nach dem Haleakala-Krater das Schönste auf Hawaii. Es erinnerte mich an Sri Lanka. Der Reiseführer beschreibt es als einen Aufstieg durch einen botanischen Garten tropischer Flora. Es ist ein Trail, der ständig bergauf führt, sodass man dabei schon ins Schwitzen kommt. Brecht um sieben auf und ihr vermeidet nicht nur andere Wanderer, sondern auch die Wolken. Als wir zurückgingen, war es schon bewölkt.
Lukáš und Lucie empfehlen
Wo man auf Hawaii (Insel Maui) übernachten kann
6 Unterkünfte — Campingplätze und weitere Übernachtungsmöglichkeiten
3 beste Strände auf Maui. Wir wissen, wo man mit Schildkröten schwimmen kann.
Hier ist die Liste unserer Lieblingsstrände auf der hawaiianischen Insel Maui – und wir haben fast alle ausprobiert.
1) Baldwin Beach
Tagsüber ruhig zum Schwimmen, nachmittags kommt Wind auf und man kann in den Wellen toben. Liegt unweit der Hauptstadt Kahului.
2) Ho’okipa Beach Park
Der Strand, an dem man mit Schildkröten schwimmen kann, die hierher kommen, um sich auf ihrer Reise durch den Ozean auszuruhen. Auf einmal kann man Dutzende auf dem Strand ruhen sehen, und wenn ihr einen Schnorchel habt, ab ins Wasser. Aber Vorsicht: Dieser Strand ist auch ein Paradies für Surfer, daher gibt es hier riesige Wellen und nachmittags kann es zum Schnorcheln zu wild werden.
3) Kahekili Beach Park
Unser Lieblingsstrand bei Lahaina. Während alle zum Ka’anapali Beach strömen, kann man hier einen Sandstrand mit türkisem Ozean mit nur wenigen anderen Touristen genießen. Wenn ihr vormittags kommt, ist hier auch wunderbar Schnorcheln möglich – kaum hat man den Kopf unter Wasser, sieht man Fische wie aus „Findet Nemo“.
Videoreportage
Tipps und Tricks für Reisen nach Hawaii
Was einpacken
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Wo Flüge finden
Günstige Flüge suchen wir auf Kiwi – unser Lieblingsportal. Lest unbedingt unseren Guide für günstige Flüge. Von Deutschland aus gibt es gute Verbindungen über die US-Westküste nach Hawaii.
Mietwagen
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TL;DRRoadtrip durch Kanada, Alaska und die USA führt auf einer vereinfachten Route von Calgary (Kanada) über Fairbanks (Alaska) bis nach San Francisco (USA) und zurück, mit über 100 Stopps unterwegs. Die Autoren waren drei Monate lang ab dem 29. Juni auf Achse. Unterwegs sind sie in einem selbst umgebauten Dodge Grand Caravan (mit über 265.000 km auf dem Tacho), ausgestattet mit Bett, Kühlschrank und kompletter Camping-Ausrüstung. Geschlafen wird im Auto, im Zelt oder auf Walmart-Parkplätzen. Die Vorbereitung kostete rund 3900 kanadische Dollar (inklusive Auto), die Ausrüstung allein schlug mit umgerechnet etwa 800 Euro zu Buche. Für die Reise haben sie sich ein Tageslimit von 50 US-Dollar gesetzt, in das alles reinpassen soll – vom Essen bis zum Benzin.
Genau am 29. Juni sind wir zu unserem ersten längeren Roadtrip durch Nordamerika aufgebrochen – von Kanada über Alaska bis in die USA. Drei Monate lang werden wir im Auto leben, so viel sehen wie nur möglich und vor allem: Wir werden über unsere Reise schreiben und filmen. Nach und nach erfahrt ihr nicht nur, wohin wir fahren und was wir erleben, sondern auch, wie viel uns das alles kostet, welche Herausforderungen wir meistern müssen und wie ihr euch einen noch besseren Roadtrip zusammenstellt als unseren.
Wie wir reisen
Wir haben ein Auto gekauft (einen Dodge Grand Caravan) und es zu einem Campervan umgebaut. Drinnen haben wir alles: vom Bett über einen Kühlschrank und eine komplette Kochausstattung bis hin zu einem Wechselrichter zum Laden all unserer elektronischen Geräte. Im Grunde haben wir – abgesehen von Toilette und Dusche – ein komplettes Haus auf vier Rädern. Das Auto hat über 265.000 Kilometer auf dem Tacho, und es ist mehr als klar, dass wir unterwegs das eine oder andere reparieren werden. Umso größer wird unser Abenteuer!
Schlafen werden wir, wo es eben geht. Meistens im Auto oder im Zelt, am liebsten direkt am Strand, auf einem Campingplatz oder auf dem Parkplatz eines Walmart. Kurzum: so, wie es die Umstände erlauben, und vor allem so günstig wie möglich. Am besten kostenlos.
Unsere Route durch Kanada und Alaska
Vereinfacht gesagt: Calgary (Kanada) – Fairbanks (Alaska) – San Francisco (USA) und wieder zurück. Aber das ist wirklich nur die grobe Linie, denn unterwegs haben wir über 100 Orte, an denen wir Halt machen wollen. Wo wir uns gerade befinden, erfahrt ihr ganz einfach – jeden Tag posten wir Fotos und Videos auf Facebook.
Was wir unterwegs machen werden
Wir lieben das Wandern und werden deshalb die meiste Zeit entweder fahren oder in den Bergen unterwegs sein. Wir müssen kochen, Wäsche waschen und online arbeiten, also werden wir hin und wieder eine Hotellobby (wo es WLAN gibt), ein Café oder einen Waschsalon aufsuchen. Unterwegs filmen, fotografieren, schneiden und veröffentlichen wir. Und natürlich verschicken wir auch Postkarten. 🙂
Wir haben die komplette Ausrüstung
Auto: Chiquita, Dodge Grand Caravan, Baujahr 2005, 3,3 l V6, über 265.000 km gelaufen, ursprünglich ein 7-Sitzer.
Was wir gebaut haben:
ein Bett aus Sperrholz (Video, wie wir das Auto ausgebaut haben) (Material ca. 20 €)
Regale aus Milchkisten (ca. 1,30 € pro Kiste)
Was wir gekauft haben:
einen elektrischen Kühlschrank (ca. 30 €)
einen Wechselrichter, um all unsere Geräte während der Fahrt zu laden (ca. 26 €)
2 Powerbanks, darunter eine, die das Auto starten kann (ca. 53 €)
Schaumstoff- und Memory-Matratze, Kissen (ca. 53 €)
das Auto (ca. 1.850 €)
Trekkingrucksäcke (ca. 130 €)
weiteren Kleinkram (ca. 130 €)
Die Vorbereitung hat uns einiges gekostet
Der teuerste Posten war natürlich das Auto, das wir am Ende unserer Reise aber wieder verkaufen wollen – idealerweise zum selben Preis, zu dem wir es gekauft haben. Einmal ist uns das schon gelungen.
Die Gesamtkosten liegen bei rund 3.900 kanadischen Dollar, also etwa 2.600 €. Die Ausrüstung ohne Auto hat uns ungefähr 750 € gekostet.
Vielleicht klingt das nach viel, aber in Kanada ist das eine Summe, die man in zwei Monaten Arbeit zusammenspart (wenn man zu zweit ist). Unser Lohn lag mit allem Drum und Dran bei rund 15,50 CAD pro Stunde, im Schnitt kamen so etwa 4.000 CAD pro Monat aufs Konto – und davon haben wir immer die Hälfte gespart.
Tageslimit: 50 US-Dollar
In Kanada haben wir genug gespart (zumindest hoffen wir das!), um bis September reisen zu können. Damit wir auch Spielraum für unerwartete Ausgaben haben, haben wir uns ein tägliches Ausgabenlimit gesetzt: 50 US-Dollar.
Worüber wir schreiben werden
Wir werden unsere Social-Media-Kanäle mit Reisefotos und kurzen Anekdoten fluten und unsere Reise samt aller Ausgaben detailliert dokumentieren (HIER). Freut euch auf übersichtliche wöchentliche Updates darüber, wie es finanziell um uns steht, wie viel Geld uns noch bleibt und wie sehr wir mit unserem Budget kämpfen. 😃
Wie ihr uns unterstützen könnt
Mit dem Kauf einer Postkarte von unseren Reisen könnt ihr uns wissen lassen, dass ihr uns verfolgt und euch interessiert, was wir tun. Wir verlangen nichts weiter als den tatsächlichen Preis für Briefmarke und Postkarte, den wir hier laufend aktualisieren, während wir unterwegs sind.
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TL;DRDie Autoren sind nach Kanada aufgebrochen, weil ihr bequemes Leben in Prag zur Routine geworden war und sie beruflich nicht mehr weiterkamen – das war kein Urlaub. Am Ende blieben sie länger, denn das Leben in Kanada gab ihnen mehr als fünf Jahre in Tschechien. In Calgary und später in Lake Louise arbeiteten sie an der Hotelrezeption und erlebten Winter mit bis zu -29 °C, normal waren -10 bis -15 °C, dank des warmen Chinook-Winds aber auch mal +15 °C. Mit Hilfe ihrer Kollegin Michelle mieteten sie in Bridgeland eine voll ausgestattete Wohnung für 700 Dollar im Monat, zehn Minuten vom Zentrum entfernt. Sie beschreiben die Kanadier als das freundlichste Volk, das Land als frei von Rassismus und als einen Ort, wo man sogar mit Mindestlohn ordentlich leben kann. Genau das war neben den Bergen und der Natur der Hauptgrund, warum sie immer wieder zurückkehrten.
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TL;DRArbeiten in Kanada ist alles andere als die Instagram-Idylle mit Bergen bei Banff und Lake Louise. Die Realität: Hotelzimmer putzen mit 30 statt der versprochenen 40 Wochenstunden, Mobbing durch eine vietnamesische Vorgesetzte, sieben Tage Arbeit ohne freien Tag und ein psychischer Zusammenbruch schon am ersten Tag in einer 2×2 Meter kleinen Unterkunft mit gemeinsamer Küche für 40 Leute. Die Autorin und ihr Partner Lukáš schildern auch den harten Umzug nach Calgary, wo sie nach dem Wirtschaftseinbruch und dem Verlust von zehntausend Jobs 600 Bewerbungen verschickten und nur zwei Einladungen zum Vorstellungsgespräch bekamen. Dazu kommen Erfahrungen als Fundraiser bei -20 °C auf der Straße und miese Arbeitsbedingungen im Café Olly Fresco. Der Text macht klar: Arbeiten in Kanada bedeutet vor allem Schufterei voller Konflikte und Unsicherheit – kein Bilderbuchtraum.
Nach der Ankunft an dem Ort, von dem wir atemberaubende Bergfotos veröffentlichten, hatte ich einen Nervenzusammenbruch in unserem 2×2 Meter großen Zimmer mit einer geteilten Küche für 40 Leute und einer Maus.
„Ich will nach Hause. Was habe ich mir dabei gedacht!“ So schrie ich in den ersten Stunden in der Mitarbeiterunterkunft im Wald über Banff, wo wir 2,5 Monate verbringen sollten.
Das Ende der Illusionen kam schnell, genauso wie die ersten Tränen
Ich mag keine Konfliktsituationen. Ich bitte ungern um Geld. Ich sage Menschen ungern unangenehme Dinge. Und überhaupt, am liebsten würde ich allen unangenehmen Situationen aus dem Weg gehen. Aber so ist das Leben nicht. Das Problem ist, dass es mir in Deutschland leicht fällt, diesen Konfliktsituationen aus dem Weg zu gehen, in meiner Blase zu leben. Meine Komfortzone-Blase platzte, als Lukáš und ich im Juni 2016 in Calgary aus dem Flugzeug stiegen – und die Realität der Arbeit in Kanada begann.
Plötzlich waren wir Einwanderer mit nicht-kanadischer Ausbildung, einem lustigen Akzent und mit einem Minimum an verwertbaren Erfahrungen. Und die Illusion der Idylle, die wir uns vorgestellt hatten, war zusammen mit der Ankunft in dem Bergstädtchen Banff verschwunden.
Das war definitiv nicht unser erster Tag 🙂
Auch mit gutem Englisch seid ihr nur billige Arbeitskraft
Denn als Europäer, auch mit gutem Englisch, seid ihr plötzlich nur eine Lohnarbeitskraft mit einem Arbeitsvisum für ein Jahr. Wenn ihr die Vorstellung habt, dass ihr in den Bergen einen tollen Bürojob findet, vergesst das.
Ihr habt einen Hochschulabschluss, einen gut bezahlten Job, in Deutschland klettert ihr die Karriereleiter im Konzern hoch, lasst euch in maßgeschneiderter Kleidung fotografieren, mit Starbucks in der Hand, und habt das Gefühl, etwas erreicht zu haben. Hier seid ihr nichts. Und wenn ihr nicht gut Englisch sprecht, seid ihr überhaupt nichts.
Euer deutscher Hochschulabschluss interessiert hier niemanden
Umgekehrt – wenn ihr etwas Praktisches könnt, wenn ihr etwa Friseurin, Maler oder Elektriker seid, habt ihr viel bessere Chancen, eine Arbeit in Kanada zu finden (besonders wenn ihr Englisch sprecht!). Ich aber gehöre zu den Menschen mit Diplom, die zwar Englisch können, aber sonst nichts. Und als ich ankam, hatte ich zu allem Überfluss auch noch Angst zu sprechen.
Die Putzkolonne
Wie wir zu Putzfrauen wurden
Wir hatten den Job noch von zu Hause aus gefunden – das Einzige, was man im Voraus mit Unterkunft organisieren konnte, war Putzen in einem Hotel, auf Empfehlung einer Tschechin, die dort ein Jahr gearbeitet hatte. Angesichts der Zimmerpreise in Banff, keiner Auslandserfahrung und der Angst, wie es werden würde, halte ich es immer noch für eine gute Entscheidung. Die ersten zwei Wochen zeigten, dass die Fitness aus dem Studio uns nur teilweise vor der wahnsinnigen Erschöpfung vom Schleppen dutzender Kilo Bettwäsche die Treppen hoch und runter rettete.
Was sich auch zeigte: Manuelle Arbeit befreit den Kopf, und die meisten Mitarbeiter hatten einen Hochschulabschluss aus ihrem Heimatland. Eine japanische Biochemikerin war erst vor neun Monaten ins Land gekommen, konnte nur „yes“ und „no“ und schaffte es, in vier Monaten passabel Englisch zu lernen, um zuerst als Kellnerin zu arbeiten und dann zu uns nach Banff zu kommen.
Unsere Gehirne degenerierten in Gesprächen über grüne Bürsten
Doch ein Monat verging und unser Gehirn begann zu verkümmern, zu degenerieren. Und obwohl ich immer noch meine Online-Arbeit für deutsche Kunden erledigte, fraßen die endlosen Gespräche über Flecken auf gewaschenen Bettlaken förmlich meine Gehirnzellen auf.
„Die Rezeptionsmanagerin hat mich gebeten zu fragen, ob jemand auch an der Rezeption arbeiten möchte. Sie haben nicht genug Leute und ihr kennt das Hotel bereits,“ die kleine Vietnamesin, unsere Putz-Managerin, teilte uns diese Information bei einem der regelmäßigen absurden Treffen mit, bei denen gemeinsam Putzprobleme besprochen wurden – etwa ob man für die Toilette besser die grüne oder die weiße Bürste verwenden sollte. „Basierend auf meiner Erfahrung: Wenn die Toilette stinkt, nehmt die grüne Bürste.“ Das ist immer noch unser Lieblingssatz, der aus dem Mund der zielstrebigsten Putzfrau aller Zeiten kam – der Vietnamesin Sophie.
Und so meldete ich uns an – ohne Lukáš‘ Wissen.
Wie ich Angst vor der Rezeption hatte
Ich hasse Telefonate. Oft habe ich absichtlich nicht abgenommen. Schreibt SMS, schreibt E-Mails. Sagte ich mir im Kopf. Generell hasse ich es, vor Menschen zu sprechen. Mit Menschen. Paradoxerweise denken die Leute ständig, ich sei extrovertiert. Diese Vorstellung finde ich ziemlich komisch.
Und an der Rezeption ist das Einzige, was man tut: reden. Aber die Vorstellung des Redens war immer noch besser als Putzen. Und einen anderen Job hier in Banff zu suchen erschien uns kompliziert – nicht weil es keinen gab, aber wir wollten am selben Ort arbeiten und idealerweise mit Unterkunft. Zumindest sagten wir uns das.
Lukáš hat von uns beiden die erste Schicht an der Rezeption. Als er nach 15 Stunden von der Arbeit kommt und mich am nächsten Tag auch eine Schicht erwartet, lese ich immer wieder seine Notizen und das Handbuch, um nichts durcheinanderzubringen. Ich google sogar, wie das veraltete Programm RoomMaster 2000 aussieht, und versuche, irgendein YouTube-Video zu finden, das mir helfen könnte. Lukáš lacht mich aus.
„Das lernst du alles dort.“
„Du hast Talent für alles, du hast leicht reden.“ Ich rege mich wie verrückt auf und studiere das Handbuch bis spät in die Nacht und noch am Morgen.
Erster Tag an der Rezeption
„Bitte? Ich verstehe Sie nicht.“ Emily knallte den Hörer auf.
„Wenn ich sie nicht verstehe, lege ich einfach auf. Ich werde mit denen nicht meine Zeit verschwenden.“ Erklärt mir die Rezeptionsmanagerin mit einem reinen britischen Akzent und schaut hinaus in den Regen und sagt, es erinnere sie an zu Hause. Ich nehme sie nur halb wahr, starre gebannt auf das Telefon wie auf meinen größten Feind.
Und dann, als es wieder klingelt, ist niemand da, um mich zu retten.
„Ich möchte eine Double Suite für den 23.11. für vier Nächte buchen,“ sagt ein Kanadier, der mir seinen Namen genannt hat, den ich aber nicht schnell genug aufschreiben konnte.
„In Ordnung, geben Sie mir Ihre Nummer, ich überprüfe das und rufe zurück.“ Ich antworte, er diktiert mir die Nummer und ich lege triumphierend auf und freue mich, dass es gar nicht so schlimm war!
Dann stelle ich fest, dass ich die Nummer falsch aufgeschrieben habe.
Und dann begann der Terror
Wir sind mitten im Sommer. Ich weiß gar nicht, wie das möglich ist, es neigt sich schon dem Ende zu, aber wir haben nicht genug Geld für die Reise, die wir machen wollten. Obwohl wir fürs Putzen nur einen halben Dollar weniger bekamen als an der Rezeption, hatten wir beim Putzen zu wenige Stunden – wir arbeiteten nicht die versprochenen 40 Stunden pro Woche, sondern nur etwa 30. Das reichte gerade für Essen, Telefon, Versicherung und unsere Ausflüge in Banff. Erst mit der Rezeptionsarbeit bekamen wir endlich ein Gehalt, von dem wir etwas sparen konnten. Wir waren buchstäblich aufgeschmissen. Wir entschieden uns, länger zu bleiben. Bis Ende September.
Ich hatte Angst, meine deutschen Kunden zu verlieren
Ich weiß nicht, welcher Tag es ist. Ich bin 15 Stunden bei der Arbeit, und wenn ich nicht im Hotel arbeite, erledige ich vom Bett aus Arbeitsangelegenheiten für meine europäischen Kunden. Ich fürchte, dass die Hotelarbeit sich negativ auf meine Leistung auswirkt. Aber ich kann nicht viel dagegen tun. Ich widme jede freie Minute der Arbeit und versuche, nichts zu verpassen. Ich stehe um 6 Uhr morgens auf, bis neun erledige ich Dinge am PC, dann gehe ich zur Arbeit und an manchen Tagen komme ich erst um 23 Uhr zurück. Ich liege im Bett mit den Beinen hoch, weil sie so voll Blut gestaut sind, dass ich nicht schlafen kann.
Es zeigt sich, dass wir die Rezeption gut meistern. Besser als die Kanadierin, die dort in Vollzeit arbeitet. Nach vier Schichten kann Emily uns dort alleine lassen und weiß, dass nichts passiert. Die Kanadierin Cindy hat schon 20 Schichten hinter sich und schafft es immer noch nicht. Aber dass wir an der Rezeption arbeiten, gefällt dem vietnamesischen Teil der Putzkräfte nicht. Und vor allem nicht, nachdem Lukáš zum Supervisor wird.
Die Vietnamesin versuchte, uns zu zerstören
Wir bekommen keine aufeinanderfolgenden freien Tage mehr, obwohl wir darum bitten. Einen Ausflug haben wir seit zwei Wochen nicht mehr gemacht. Bei der Arbeit dürfen wir nicht zusammen arbeiten. An Tagen, an denen wir Rezeption haben, müssen wir länger bleiben als üblich. Und eines Tages arbeiten wir so mehr als eine Woche am Stück ohne frei. Wir sind müde. Wir sind erschöpft. Mir kommen mit jedem Schritt durchs Hotel die Tränen. Ich habe keine Lust zu reden. Und das ist offensichtlich ein Problem bei der Arbeit.
„Bist du in Ordnung?“
„Ja.“
„Die Mädels sagen, du redest nicht mit ihnen.“
„Ich bin müde. Ich arbeite schon den siebten Tag am Stück.“
„Haben sie dir etwas getan?“
„Ich bin müde.“
„Sie denken, du bist sauer.“
„Ich habe keine Lust zu plaudern. Ich bin müde.“ Die kleine Vietnamesin verhört mich und geht dann auch Lukáš verhören. Sie ist wie eine Gebetsmühle. Dass sie uns hier noch absichtlich drei Stunden länger hat bleiben lassen, spielt keine Rolle. Ich frage die anderen, ob sie sich über mich beschwert haben.
„Was? Nein. Du siehst nur müde aus,“ sagt mir Saori, die Japanerin mit dem Biochemie-Abschluss.
Saori Bio-Ingenieurin, derzeit Putzfrau
Emily ruft uns zu sich. Die kleine hinterhältige Vietnamesin Kim wartet schon auf uns.
Wir begannen zu verstehen, dass wir hier nicht bleiben können
„Als ich euch an die Rezeption geholt habe, war das unter der Bedingung, dass die Arbeit hier eure andere Arbeit nicht beeinträchtigt.“ Wir bekommen eine Standpauke, wie toll wir als Hilfe sind, aber wenn wir es nicht schaffen, müssen wir aufhören, an der Rezeption zu arbeiten. Beide erklären uns, dass ihnen etwas an uns liegt.
Dass Kim uns 7 Tage am Stück hat arbeiten lassen, ist kein Problem, aber unsere Schichten, bei denen wir nur stehen oder sitzen und reden, das ist offensichtlich eines. Es ergibt keinen Sinn. Wir schauen sie an, als wären sie Außerirdische, aber sofort sehe ich die Wahrheit. Kim will nicht, dass wir an der Rezeption sind. Dass es uns an der Rezeption gut gelingt. Wenn unsere Arbeit bis jetzt schwer war, dann begann jetzt die wahre Hölle.
Es war für mich etwas unbegreiflich, denn zwei Mitarbeiter gleichzeitig zu verlieren, konnte sie sich gerade in der Hochsaison nicht wirklich leisten. Und trotzdem tat Kim alles, damit genau das passiert. Lukáš war der Liebling, ich bekam alles ab.
„Sie versucht, uns gegeneinander aufzuhetzen,“ sagen wir unserem Freund, der hier schon im zweiten Jahr arbeitet. Sein Blick verrät uns sofort, dass es nicht das erste Mal ist.
„Ich wollte es euch nicht sagen, weil ihr es nicht geglaubt hättet.“ Eine Slowakin schließt sich an, mit der wir uns praktisch nicht unterhalten hatten, weil Kim alles tat, damit wir nur das Schlechteste von ihr dachten. Es stellte sich heraus, dass das Spalten von Paaren und Freunden eine beliebte Praktik von Kim war.
„Einen Tag seid ihr Freunde, am nächsten Tag seid ihr nichts.“ Und das galt auch für die andere Vietnamesin, die mit uns beste Freundin war, und dann, als Lukáš Supervisor wurde, aufhörte, mit uns zu sprechen. Wenn es nur das gewesen wäre – aus jedem Wort, das sie mit uns wechselte, sprühte Hass.
Lukáš und Yuya – Wer ist wer?
Wir versuchten es zuerst zu erklären
Und so gingen wir zu Emily, um ihr unsere Sicht der Dinge zu erklären.
„Ihr seid nicht die Ersten, die mir so etwas erzählen.“
„Was sollen wir tun?“
„Ich will euch nicht sagen, dass ihr gehen sollt, weil ich euch hier brauche. Aber meiner Meinung nach kann man nichts ändern. Ihr solltet gehen, aber vorher mit der Leitung sprechen und ihnen alles erzählen.“
Gehen oder nicht gehen, das war die Frage. Lukáš wollte bleiben – nicht weil er sich danach sehnte, aber er glaubte, dass wir es hier noch anderthalb Monate aushalten könnten. Mir aber ging es psychisch schon schlecht. Und mal ehrlich – ich war diejenige, auf die der ganze Hass von Kim niederging.
Mach, was du willst, ich werde Bergführerin
„Ich gehe, mach was du willst.“ Und so einigten wir uns mit Lukáš, dass wir aufhören. Was Luky nicht erwartet hatte: dass ich uns in 2 Stunden einen Job finden würde. Und dass wir in 4 Stunden bei einem Vorstellungsgespräch sitzen würden.
Míša war unsere Rettung. Míša verdanken wir die besten anderthalb Monate in Kanada.
Es war mir ziemlich egal, was wir machen würden – ich wollte vor allem weg. Ich schrieb auf alle Anzeigen, die ich fand, und dann kam mir die Idee, in die Gruppe der Tschechen und Slowaken in Banff zu schreiben. Míša aus Lake Louise antwortete mir. Ich rief sie an und sie sagte, sie hätte Arbeit für uns, ob wir kommen könnten. Aus dem Gespräch hatte ich den Eindruck, es sei etwas wie Rezeption. Wie sehr ich mich irrte.
„Du willst nicht in Lake Louise arbeiten.“
„Doch, will ich.“ Lukáš fuhr mürrisch die ganzen vierzig Minuten nach Lake Louise. Meine Impulsivität nervte ihn. Veränderungen mag er noch weniger als ich, obwohl er sich viel besser anpasst. Also sagte er nichts. Er wusste, dass es gut für uns war, auch wenn es ihm so kurzfristig nicht gefiel.
Wir verstanden uns sofort. Míša wies uns auf die Nachteile von Lake Louise hin. Der Hauptnachteil – die Abgeschiedenheit von Bars – erschien uns wie ein Paradies, denn das bedeutete, dass wir nicht jede Woche Einladungen in Kneipen ablehnen mussten. Unsere Freude über diesen tollen „Nachteil“ war für uns ein Zeichen, dass dies der richtige Schritt war. Wir klettern einfach lieber auf Berge.
Es stellte sich heraus, dass wir Bergführer machen würden. Hatte ich schon erwähnt, dass ich es hasse, vor Menschen zu sprechen?
Vollgepacktes Auto
Wir mussten rund 80 Seiten Text in wenigen Tagen lernen
Wir packten unser Auto bis zum Bersten voll und zogen am Ende der Woche nach Lake Louise um. Zwei Tage Training und am dritten Tag sollten wir unsere erste Gruppe führen. Ich schaute in die Unterlagen. Ich las sie von oben bis unten und nichts ergab einen Sinn. Wir bekamen um die achtzig Seiten und ich dachte mir, ich wäre froh, wenn ich das bis dahin überhaupt durchlesen könnte, geschweige denn mir alles merken. In den folgenden zwei Tagen sollten wir Grundkenntnisse über Bären, Hirsche, Elche, Rentiere, seltsame Vögel, für die ich keinen deutschen Namen kenne, Nagetiere mit dem gleichen Problem, Bäume, Blumen und Berge erlernen.
Panik.
Die legte sich aber, als wir zum ersten Mal hinauf zum Interpretationszentrum fuhren, wo wir anderthalb Monate verbringen sollten. Die Wolken schwebten knapp unter den Berggipfeln, prallten aufeinander und bildeten ein Federbett. So ein wunderschönes Federbett! Dieser Anblick der Sonne, die den Gletscher über dem See leckte, der nach einer britischen Prinzessin benannt ist (Luise von Sachsen-Coburg, mit vollem Namen Louise Caroline Alberta), deren Name auch die Provinz (Alberta) trägt, in der wir arbeiten.
Ausblick von der Arbeit auf dem Whitehorn Mountain – erster Tag
Nach zwei Tagen Training sollten wir die erste Gruppe führen
Die zwei Trainingstage waren vorbei und Kai stand vor uns und fragte: „Also, wer von euch geht?“ In Wirklichkeit war morgens abgemacht worden, dass wir noch einen Tag warten. Das schockierte uns also – wir waren nicht vorbereitet, wir genossen die Erleichterung, dass noch niemand von uns führen musste. Besonders nachdem wir gesehen hatten, wie Kai die Gruppe führte. Es schien uns unmöglich, das jemals so hinzubekommen.
Wir standen als Schicht 3 im Schedule, beide, also hatten wir uns am Tag zuvor geeinigt, dass zur Not Lukáš geht, weil ich zu Tode erschrocken war. Aber jetzt sah es so aus, als wollte auch er nicht mehr. Ich holte tief Luft. Einmal. Zweimal. Dreimal.
„Ich gehe.“ Lukáš schaut mich an. Und in dieser Sekunde wird mir klar, dass obwohl alle denken, ich komme nach meinem Vater, meine stärksten Eigenschaften von dir kommen, Mama. Mama sagte mir einmal, sie sei eigentlich mutig, denn obwohl sie vor etwas wahnsinnige Angst hat und Albträume davon bekommt, macht sie es am Ende trotzdem. Und in diesem Moment und in vielen Momenten, die noch in Kanada kommen werden, wird mir klar, dass ich genauso bin. Und ich entdecke die erste Eigenschaft an mir, die ich mag.
„Ich gehe.“ Lukáš reagiert. Und sagt mir, ich müsse nicht. Dass er geht.
Kai entscheidet, wir sollen beide gehen.
Erste Begegnung mit Widder und BergziegeWir gewöhnen uns an die Tiere – Lucka und der Elch
Erster großer Erfolg in Kanada
Und es war großartig. Unsere Gruppe war klein, nur vier Leute. Lukáš und ich teilten uns die Stopps mit einem Blick auf und nahmen einander wahr, damit wir uns nicht ins Wort fielen. Ich war stolz auf uns. Wir sind ein gutes Team. Und unsere Gruppe belohnte uns mit einem hohen Trinkgeld und schrieb uns dann noch einen wundervoll positiven Kommentar auf solche Kärtchen, die wir dafür hatten. Erst später erfuhren wir, dass Melisse, eine andere Führerin, mehrere Wochen brauchte, bis sie sich an ihre erste Tour wagte.
Der beste Monat in Kanada
An diesem Tag begann das glücklichste Kapitel in Kanada. Die Mitarbeiterunterkunft vor Ort bestand aus kleinen Wohnungen, wo wir ein großes Zimmer und eine Küche hatten und zwei Badezimmer mit nur drei anderen Leuten teilten. Zum ersten Mal hatten wir Kollegen, mit denen wir auch nach der Arbeit Zeit verbringen wollten, und dass wir die ersten zwei Wochen auch mehr als zehn Stunden am Tag arbeiteten, schien eine Kleinigkeit zu sein. Plötzlich sahen wir die Rockies aus einer völlig anderen Perspektive. Das Wissen über die dortige Flora und Fauna vertiefte unsere Liebe zu Banff und Lake Louise. Wir begannen, die Berge als unser Zuhause wahrzunehmen.
Tägliche Routine 🙂
Jeder Morgen sah anders aus
Jeder Morgen sah anders aus
Jeder Morgen sah anders aus
Jeder Morgen sah anders aus
Igreja Matriz de Aljezur, or Aljezur Main Church
Wie alles in die alten Gleise zurückkehrte
Doch die Saison endete und wir machten uns auf unseren verregneten Roadtrip durch Kanada und Amerika, den wir in New York beendeten, und flogen zurück nach Hause. Nach Europa. Obwohl ich mir geschworen hatte, diesmal viel mehr herumzureisen, Ausflüge zu machen und die Zeit sinnvoll zu verbringen, fiel plötzlich alles in die alten Gleise zurück. Die erste Woche sagte ich mir, ich könne mit dem Laptop auf dem Sofa liegen, weil ich vom Monat des Reisens wirklich müde war – doch aus einer Woche wurden zwei und aus zwei drei Monate.
Einen Ausflug machten wir zwei Mal.
Wir dachten, wir kennen Kanada. Jetzt lache ich darüber
Es war Zeit, zurückzufliegen. Schon im November hatten wir Flüge nach Calgary gekauft, wo wir bleiben wollten. Wir hatten das Gefühl, jetzt würde alles einfacher. Wir kennen Kanada ja schon. Doch wir kannten den Sommer in Kanada. Wir kannten die Berge. Wir kannten die Arbeit im Banff National Park, wo im Sommer Nachfrage nach Leuten herrscht. Wir wollten nach Calgary, wo kürzlich Zehntausende ihren Job verloren hatten, die Wolkenkratzer sich geleert hatten und aus der geschäftigen Stadt eine Geisterstadt geworden war.
Zugegeben, jetzt erholte sie sich langsam, aber es gab immer noch eine Menge Arbeitsloser. Und mal ehrlich – wen würdet ihr lieber einstellen? Eine Ukrainerin oder eine Deutsche? Und was glaubt ihr, wie sich Kanadier entscheiden? Für eine Kanadierin oder eine Europäerin? Es gibt sogar Studien dazu, dass man mit einem kanadischen Namen und denselben Qualifikationen 60 % mehr Einladungen zu Vorstellungsgesprächen bekommt. Doch wir sahen es einfach.
Ohne Arbeit und ohne Geld. Überleben wir?
Wir vereinbarten mit einer Freundin, bei ihr zu wohnen. Eine kleine Wohnung bei ihr im Haus. Wir flogen vor der Rückkehr nach Kanada für eine Woche nach England, nur um einen Tag vor dem Abflug zu erfahren, dass wir dort noch nicht einziehen konnten.
Wir waren nervös. Ohne Arbeit. Ohne Unterkunft. Mit geringen Chancen, dass das Geld auf unserem kanadischen Konto länger als zwei Wochen reichen würde. Alle bezahlbaren Unterkünfte waren zudem ausgebucht und in Calgary meldeten sie -29 Grad. Wieder rettete uns die tschechisch-slowakische Community. Nachdem wir dort geschrieben hatten, bekamen wir innerhalb weniger Stunden Antworten von mehreren Familien und Paaren, dass wir bei ihnen wohnen könnten. Einige Nummern hatten wir vor dem Boarding gespeichert und mit einem slowakischen Paar waren wir bereits verabredet, dass sie uns auch vom Flughafen abholen.
Beaches near Aljezur are stunning
Uns begrüßten schöne -22°C
Neue Schuhe für die Arbeit
Von 600 verschickten Mails kamen nur 2 Einladungen zum Vorstellungsgespräch
Wir hatten Glück im Unglück, denn bei Martin, bei dem wir die ersten zwei Nächte waren, wurde gerade jemand in der Arbeit entlassen, und so begann Lukáš gleich ab der ersten Woche zu arbeiten. Unsere Wohnung war in zwei Tagen auch bewohnbar und es schien, als wäre alles auf gutem Weg. Doch ich konnte um nichts in der Welt eine Arbeit finden.
Von Vorstellungsgespräch zu Vorstellungsgespräch – ich verteilte Lebensläufe überall, schickte sie von morgens bis abends, aber von etwa 600 kamen nur zwei Einladungen zum Vorstellungsgespräch. Schließlich kam ich zu einem Fundraising-Job. Ein dreistufiges Vorstellungsverfahren, wobei ich mich für die zweite Runde eine Rede auswendig lernen musste.
Lukáš und sein neues Gefährt
Wie ich mich bei minus 20 Grad zum Clown machte
Habe ich schon erwähnt, wie ungern ich öffentlich spreche?
Wenn ich in Kanada mehrmals die Grenzen meiner Komfortzone überschreiten musste, dann brachte mir nichts mehr als meine Woche des Überzeugens von Menschen auf der Straße bei -20 °C, damit sie vor Ort ein Kind aus Afrika adoptieren. Menschen ansprechen, sich zum Clown machen, versuchen nicht zu erfrieren. Es war schon schwer genug, die Leute zum Stehenbleiben zu bewegen.
Es schien fast unglaublich, dass sie lange genug stehen blieben, damit ich ihnen meine auswendig gelernte Rede vortragen konnte, aber sie dazu zu bringen, sie dazu zu drängen, ein Kind zu adoptieren – das halte ich für eine Kunst. Eine Kunst, für die ich bei angenehmen +20 Grad kaum begabt genug wäre, aber eine Kunst, für die ich bei -20 Grad definitiv nicht gemacht war.
Nicht nur, dass ich nach acht Stunden mit Schmerzen am ganzen Körper nach Hause kam – ich war auch psychisch erschöpft. Erschöpft vom Reden. Erschöpft von jedem Moment, in dem ich Menschen zu etwas drängte, was sie nicht wollten. Und das war der Teil, der mir sagte, dass ich das nicht schaffe. Ich will Menschen nicht zu etwas drängen, was sie nicht wollen, und das obwohl ich die Menschen bewunderte, mit denen ich arbeitete. Aber für mich war es zu viel.
Mir ist überhaupt nicht kalt
Die erste große Prüfung
Wenn ihr unsere Beiträge auf Facebook lest, wisst ihr, dass ich darüber geschrieben habe, wie man kündigt, wenn man gerade erst angefangen hat. Hier war meine erste Prüfung. Es ist nichts Angenehmes, aber ich musste ehrlich sein, und Ehrlichkeit ist das, was sie schätzten. Wir trennten uns im Guten und ich betrachte diese Woche immer noch als etwas, das mich mehr gestählt hat als jede andere Erfahrung.
Und dann trat ich wieder daneben
Aber ich konnte es mir nicht leisten, lange ohne Arbeit zu sein. Ich schrieb meinen Lebenslauf tausendmal um, änderte die Struktur, hob meine erbärmlich kurze Starbucks-Erfahrung hervor, lernte Latte Art von YouTube und übte die Handbewegung mit imaginärer Milch in der Luft (ihr werdet es nicht glauben, aber mein erstes Herz gelang mir tatsächlich). Nach zwei Tagen fing ich als Barista bei Olly Fresco an.
Schlechtes Foto vom schlechten Job
Wenn der Arbeitgeber euch über Kameras überwacht
Und so würde ich euch gerne ein Happy End liefern, aber das blieb aus. Es stellte sich heraus, dass der Manager/Besitzer von Olly Fresco seine Mitarbeiter gerne anschreit und jeden ihrer Schritte per Kamera überwacht – wenn es also nichts zu tun gibt, sucht euch wenigstens eine Pseudo-Aktivität, damit ihr so tun könnt, als würdet ihr etwas machen. Nach zwei Tagen dort war ich verzweifelt unglücklich. Nicht nur wegen des Managers, sondern auch wegen des Niveaus und der Qualität des Service. Der Besitzer wollte Geschwindigkeit statt Qualität und jeden Cent sparen. Als ich herausfand, dass er abgelaufene Milch servierte, entschied ich mich zu gehen.
Habe ich erwähnt, dass er mir beim Vorstellungsgespräch sagte, er suche jemanden für lange? Mindestens ein Jahr? Und dass er mir das jeden Tag wiederholte, dass er hofft, ich würde nicht nach einem Monat gehen? Genau das tat ich. Ich fand ein Café/eine Bäckerei in einem Hochhaus im Zentrum von Calgary, nur fünf Minuten von unserer Wohnung entfernt, während ich zu Olly Fresco eine halbe Stunde mit dem Auto oder eine Stunde mit dem Bus brauchte – also eine klare Wahl.
Ihr könnt euch wahrscheinlich vorstellen, wie ich mich fühlte, als ich wusste, dass ich es ihm sagen musste. Mir war schlecht davon, ich konnte nicht schlafen. Ich wusste nicht, ob ich es morgens oder nach der Arbeit sagen sollte. Aber ich wusste, dass ich es sagen musste.
Ich holte tief Luft.
Ein tiefer Atemzug ist mächtiger, als ihr denkt. Jetzt haben wir uns stabilisiert. Es ist sicher nicht das letzte Hindernis. Ich bin in meiner Arbeit glücklich. Nach der Arbeit habe ich viel Zeit, an meinen Projekten zu arbeiten, und am Montag starten wir eine Social-Media-Kampagne auch für unsere Bäckerei/unser Café (Denkt aber nicht, dass ich nicht manchmal um vier Uhr nachmittags vor totaler Erschöpfung einschlafe. Aber mit einem Lächeln im Gesicht.). Und was kommt als Nächstes? Das wird sich zeigen.
Als ich in meinem früheren Job Dutzende Lebensläufe auf dem Schreibtisch hatte, legte ich den einen beiseite, der Auslandserfahrung enthielt. Und letztendlich stellte sich diese Kandidatin als jemand heraus, der alle anderen weit übertraf. An Energie, psychischer Belastbarkeit und Zielstrebigkeit. Das Leben im Ausland ist kein Märchen. Es ist harte Arbeit. Wunderschöne harte Arbeit. Wahrscheinlich werdet ihr die besten und die schlimmsten Momente erleben. Aber es lohnt sich.
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TL;DRDie drei besten Wanderungen rund um Banff sind der Tunnel Mountain, der Sulphur Mountain und der Cascade Mountain. Am leichtesten ist der Tunnel Mountain – vom Parkplatz aus geht es in nur 40 Minuten hinauf, auch Kinder und Senioren schaffen das, die gesamte Tour dauert etwa 1,5 Stunden. Der Sulphur Mountain hat 700 Höhenmeter, der Aufstieg dauert 3–5 Stunden, alternativ fährst du mit der Gondel hinauf – 25 CAD für die einfache Fahrt oder 49 CAD für hin und zurück. Am anspruchsvollsten ist der Cascade Mountain mit einer Gipfelhöhe von 2.998 m, 1615 Höhenmetern und einer Aufstiegszeit von 6,5–8 Stunden; der Start liegt bei der Mountain Norquay Ski Lodge. Den schönsten Sonnenuntergang rund um Banff genießt du von der Aussicht am Mt. Norquay.
Wenn ich die Augen schließe, sehe ich meistens Berge. Ich sehe Banff, Kanada. Tunnel Mountain, Rundle Mountain, Sulphur Mountain. Ich zähle sie still in meinem Kopf auf, damit ich sie nicht vergesse. Damit sich ihre Umrisse nicht verlieren, ihre Namen nicht verblassen, damit ich immer noch weiß, welche Konturen des Bergmassivs mich erwarten, wenn ich auf dem Steg an den Vermillion Lakes stehe. Hier sind drei Tipps für wunderschöne Trekkingtouren rund um Banff.
Diese hinterlistigen Bergformen rund um das Bergstädtchen Banff sind ansteckender als jede Krankheit der Welt. Sie lassen mich morgens nicht los, lassen mich nachmittags nicht in Ruhe, aber am schlimmsten ist es nachts – nachts fallen sie über mich herein mit voller Wucht, rufen mich, ziehen mich zu sich wie Sirenen. Ich fühle mich wie eine Verräterin. Dabei weiß ich genau, dass das Wort Kanada manche Leute nervt – trotzdem kommt es mir in jedem Satz über die Lippen, und in meinem Kopf brennt die meisten Tage nur ein einziges Wort: Kanada.
Die Rocky Mountains in Kanada – die mich zwangen, meine Absätze abzulegen
Ich spiele immer wieder damit. Diese innere Leere ist ganz weiß, darin liegt nur der Smog und der vertraute Geruch der Spree, den ich einatme, wenn ich durch die schönen Viertel Berlins spaziere. Doch in Wirklichkeit sehe ich nur dieses eine Wort.
Es wird mit jedem Tag größer – mit jedem Tag, an dem ich krampfhaft versuche, jedes Detail der Berge in meinem Gedächtnis festzuhalten. Ich könnte stundenlang, tagelang, nächtelang über dieses eine Wort erzählen. Aber ehrlich gesagt: Kaum jemand würde es bis zum Ende durchhalten. Selbst die Hartnäckigsten, die bis hierhin gelesen haben, würden irgendwann aufgeben.
Dabei sah es noch vor einigen Jahren so hoffnungsvoll aus! Noch vor drei Jahren kletterte ich in High Heels durch die Gegend. Vor zehn Jahren war für mich die Definition von „kalt“ ein Mallorca-Urlaub mit 29 Grad – damals sagte ich zu meiner Mutter: „Bloß nicht so kalt wie auf Mallorca!“
Ich liebte High Heels wirklich. Ich bin nur 164 cm groß, und ab einem gewissen Alter, als ich in aller Deutlichkeit meine O-Beine im Spiegel entdeckte, entwickelte ich eine tiefe Abneigung gegen Sportsandalen. Schöner kann nichts sein – und Turnschuhe trug ich lange nur im Sportunterricht und im Fitnessstudio. Heute trage ich Schuhe von Merrell und fahre im Februar in eine Stadt, wo es bis zu -30 °C kalt werden kann. Meine Krankheit ist schon weit fortgeschritten.
Und schuld daran sind diese Berge, die ich vor drei Jahren zum ersten Mal gesehen habe. Falls ihr euch jemals dorthin aufmacht – hier sind einige Berge, die direkt vom kleinen Bergstädtchen Banff aus erreichbar sind.
Unterkunft in Banff Kanada – wo übernachten?
Einen der schönsten Ausblicke bietet das etwas ältere, aber saubere Juniper Hotel, in dem Lukáš und ich einen Sommer lang als Reinigungskräfte und später an der Rezeption gearbeitet haben. Ich kann auch die lokalen Restaurants empfehlen, die nicht nur ausgezeichnetes Essen, sondern auch einen traumhaften Blick auf die Berglandschaft bieten. Für die Unterkunftssuche in Banff lohnt sich ein Blick bei Booking.com – dort findet ihr die besten Hotels und Lodges im Banff Nationalpark Kanada.
3 Tipps für Trekkingtouren in den kanadischen Rocky Mountains
Dieses malerische Gebiet im Herzen der kanadischen Rocky Mountains, einem der schönsten Nationalparks Kanadas, ist ein wahres Paradies für Wanderbegeisterte und Abenteurerherzen. Verschneite Gipfel, kristallklare Seen, wilde Flüsse und endlose Wälder bilden die Kulisse für unvergessliche Erlebnisse und atemberaubende Naturschönheit. Macht euch bereit für das Abenteuer eures Lebens und entdeckt die Magie dieses einzigartigen Ortes – jener Orte, die uns für immer verändert haben.
Trekkingtipp in Banff: Tunnel Mountain
Dauer: ca. 1,5 Std.
Eine der einfachsten Wanderungen auf einen kleinen Berg – ideal für Kinder und Senioren. Der Aufstieg zum Gipfel vom Parkplatz aus dauert nur etwa 40 Minuten.
Beim Aufstieg auf den Tunnel Mountain begegnet ihr keinerlei technischen Schwierigkeiten. Der sanft ansteigende Pfad lässt sich entspannt begehen, sodass ihr euch ganz auf die bezaubernde Landschaft ringsum konzentrieren könnt. Frische Bergluft und der Duft der Nadelwälder begleiten euch auf jedem Schritt, dazu Vogelgezwitscher und das Rauschen der Bäume.
Das Wetter spielt am Tunnel Mountain eine große Rolle: Die Jahreszeiten spiegeln sich in den Farben und der Stimmung der Landschaft wider. Frühlingsblumen und das satte Grün des Sommers beleben den gesamten Berg, während der Herbst ein farbenfrohes Spektakel aus Orange, Gelb und Rot entfaltet. Aber auch im Winter erlebt ihr hier ein unvergessliches Abenteuer: Wenn Schnee wie ein weiches Kissen alles bedeckt und der Gipfelblick eine märchenhafte Winterlandschaft offenbart.
Oben auf dem Tunnel Mountain werdet ihr mit einem atemberaubenden Panorama belohnt, das das malerische Städtchen und die umliegenden Berge zeigt. Bei günstigen Bedingungen könnt ihr sogar einen majestätischen Sonnenuntergang erleben, der die Landschaft in goldenes Licht taucht und unvergessliche Bilder erzeugt. Nach wenigen Augenblicken versteht ihr, warum dieser Berg zu einem der beliebtesten Ausflugsziele im Banff Nationalpark Kanada geworden ist.
Ausblick vom Tunnel Mountain
Sulphur Mountain
Höhenunterschied: 700 m
Dauer: 3–5 Stunden (je nach Route)
Auf den Sulphur Mountain kann man sowohl zu Fuß wandern als auch mit der Gondelbahn fahren (ca. 25 CAD / ~17 € einfache Fahrt, oder 49 CAD / ~33 € hin und zurück). Deshalb ist er der meistbesuchte Gipfel in Banff. Der Aufstieg zu Fuß ist deutlich anspruchsvoller: Vom Parkplatz, wo der Trail beginnt, dauert es etwa 1,5 bis 2 Stunden bis zum Gipfel. Der Höhenunterschied beträgt 700 Meter.
Auf dem Weg begegnet ihr kaum jemandem, allerdings ist auch die Aussicht begrenzt – den größten Teil des Weges seht ihr nichts außer Wald. Doch wenn ihr plötzlich den Gipfel erreicht, seid ihr von so vielen Menschen umgeben, dass man am liebsten sofort wieder umkehren würde. Es gibt aber einen kurzen Pfad entlang des Gipfels, auf dem mit jedem weiteren Schritt die Menschenmassen abnehmen. Für den Abstieg lässt sich der hintere Weg wählen – er ist zwar länger, dafür aber menschenleer, und wer Glück hat, trifft auf ein Murmeltier- oder Erdhörnchen-Pärchen.
Cascade Mountain
Höhenunterschied: 1.615 m
Dauer: 6,5–8 Stunden
Unser erster Dreitausender – der in Wirklichkeit nur 2.998 m misst. Wir stiegen ihn damals, als unsere Körper noch längst nicht auf einen so anspruchsvollen Aufstieg vorbereitet waren. In der letzten Stunde war ich knallrot, kämpfte ums Luft holen, kletterte über riesige Felsbrocken zum Gipfel und stolperte buchstäblich über die eigenen Füße – meine Beine haben eindeutig bewiesen, dass sie für einen solchen Aufstieg nicht gemacht waren.
Aber wir haben es geschafft. Der Trick dabei: Man wandert 3–4 Stunden durch den Wald und sieht absolut nichts. Genau in dem Moment, wo noch eine Stunde vor euch liegt und sich endlich andeutet, dass es etwas zu sehen geben könnte, gebt ihr nicht auf.
Der Start liegt am Parkplatz der Mountain Norquay Ski Lodge, von wo aus man zunächst ein Stück bergab läuft, um anschließend vier Stunden lang durch den Wald bergauf zu kraxeln. Eine Zwischenstation, etwa eineinhalb Stunden vor dem Gipfel, ist das sogenannte Amphitheater – der ist kaum einen Abstecher wert. Es ist nicht ausgeschildert, aber leicht zu erkennen: Ihr müsst einfach immer weiter bergauf gehen.
Tipp für den Sonnenuntergang rund um Banff: Mt. Norquay
Unser absoluter Lieblingsplatz für Sonnenuntergänge. Unser Lieblingsplatz zum Feuerwerk schauen. Man kann den Berg auch erwandern, aber für mich ist er vor allem mit dem Aussichtspunkt verbunden, an dem man einfach das Auto parken und die kühlen kanadischen Sommerabende in vollen Zügen genießen kann.
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TL;DRDie Antwort auf die Frage „was ist eigentlich mit den Kanadiern, dass sie ständig so freundlich sind“ lautet: Laut der Autorin und einem Slowaken, der in Calgary arbeitet und die Geschichten erzählt, ist die überschwängliche Freundlichkeit der Kanadier echt und dauerhaft – kein Postkarten-Klischee. Die Autorin hat das während knapp fünf Monaten in Kanada erlebt, von Montreal in Québec über Calgary und Canmore bis Lake Louise. Die Québecer sind dabei die unfreundlichsten Kanadier, aber immer noch freundlicher als die Menschen in den meisten europäischen Ländern. Laut OECD gehören Kanadier zu den zufriedensten Nationen der Welt, was die Autorin mit Geschichten über Verkäuferinnen und zufällige Passanten belegt, die Fremden ungefragt helfen. Es handelt sich also um einen kulturellen Charakterzug und keine Ausnahme – das bestätigt die Autorin bereits bei ihrer vierten Reise nach Kanada.
Es gibt tausende wunderschöne Orte auf der Welt, wo die Natur oder Menschenhand Plätze gezaubert hat, an die Touristen aus aller Welt strömen – nur um ein Selfie für Facebook zu schießen, mit genau dem Bild, das sie schon tausendmal auf Kitsch-Tassen oder in Kalendern gesehen haben.
Aber es waren nicht diese Tassen und Kalender, die mich zum vierten Mal nach Kanada gezogen haben. Schön ist es auch im Böhmischen Paradies – unsere Berge mögen keine dreitausend Meter hoch sein, aber dafür sehen sie vom Flugzeug aus aus wie tausende Finger, die einen Polka tanzen.
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TL;DRRigas Zentrum lässt sich bequem zu Fuß erkunden. Ein Dreitagesticket für die öffentlichen Verkehrsmittel kostet 10 Euro, eine Einzelfahrt 1,15 Euro am Automaten oder Kiosk (beim Fahrer 2 Euro). Vom Flughafen ins Zentrum bringt dich der Bus 222 oder 22 in etwa einer halben Stunde. Zu den wichtigsten Stationen zählen die Petrikirche, die imposante Nationalbibliothek, das Okkupationsmuseum und die Aussichtsbar Skyline Bar. Praktisch ist es, das Wort „kafejnīca“ (Café) zu kennen. Die Einheimischen sprechen gut Englisch, und als Souvenir lohnen sich Bio-Produkte oder ein Nussknacker in Pilzform.
Ende Januar haben wir uns auf einen Ausflug nach Riga Lettland gemacht. Es war wahrscheinlich nicht die beste Reisezeit, denn es war bitterkalt und hat dazu noch geregnet. Aber Riga hat seinen Charme auch bei Wetter, bei dem man am liebsten im Bett bleiben und sich verkriechen würde.
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TL;DRIm kenianischen Slum Kibera bei Nairobi, wo auf 2,5 Quadratkilometern rund eine Million Menschen leben, schießen private Schulen wie Pilze aus dem Boden – in den letzten Jahren sind über 250 entstanden, während es in der gesamten Gegend nur drei staatliche Schulen gibt. Diese kleinen Schulen bestehen oft nur aus einem oder zwei Klassenräumen unter einem Blechdach ohne Schulhof, geben den Kindern aus dem Slum aber eine Chance auf Bildung und sinnvolle Beschäftigung. Eines dieser Projekte ist die Kibera Utu Academy, unterstützt von CENTRUM DIALOG o.p.s. – mehr als ein Drittel der Kinder zahlt hier kein Schulgeld, ein weiteres Drittel zahlt weniger als die Hälfte des üblichen Betrags, und die Schule sorgt zusätzlich für bis zu drei Mahlzeiten täglich. Die Gründer wollen die Schule nun um das Nachbarhaus erweitern, das rund 7 Millionen Kenia-Schilling kostet.
Unsere Freunde von CENTRUM DIALOG o.p.s. sind von ihrer letzten Kenia-Reise mit einer Fülle an Eindrücken zurückgekehrt. Weißt du, wie Schulen im Slum funktionieren? Wie arme Kinder ihren Alltag verbringen – und wie sich das Bildungssystem dort von unserem unterscheidet? Wenn dich Geschichten über Schulen aus Wellblech mit gerade mal zwei Klassenräumen faszinieren, lies unbedingt weiter.
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TL;DRSlatiny und die angrenzenden Behelfssiedlungen Pod Bohdalcem und Na Slatinách liegen nur wenige Schritte vom Prager Stadtteil Eden entfernt. Die Autorin erlebt dort hautnah die Angst vor Drohungen von Kindern, aggressiven Schäferhunden und ausgebrannten Häusern – und entdeckt gleichzeitig das Gemeinschaftsleben von Kleingärtnern und alteingesessenen Bewohnern. Die Siedlungen entstanden in den 1920er-Jahren, als die Gemeinde Grundstücke für ein paar Kronen an Zuwanderer verpachtete, die in der Großstadt Arbeit suchten. Heute fehlt es dort an Strom und Wasser, Häuser brennen immer wieder ab, und das Viertel bewohnen Alteingesessene, Obdachlose, Junkies und Kleingärtner gleichermaßen. Der Text zeigt: Trotz des Rufs als gefährlicher Ort verbergen sich hinter Zäunen mit Schäferhunden und unter vermeintlichen Junkies überraschend freundliche Menschen, etwa Láďa M. und František H. aus der Siedlung Pod Bohdalcem. Die zentrale Erkenntnis des Artikels lautet: Die Angst in Slatiny entspringt meist Vorurteilen, nicht der realen Gefahr.
Zwei zehnjährige Mädchen kamen auf mich zugelaufen.
„Hast du eine Zigarette?“ Die blauen, niedlichen Augen der blonden Kleinen passen so gar nicht zu irgendeinem Klischee über sozial ausgegrenzte Familien. Das ist kein Ort der Stereotypen – das ist das echte Prag, Tschechien, abseits jeder Touristenroute. Säumige Zahler haben keine bestimmte Hautfarbe, keine bestimmte Haarfarbe, keine bestimmten Augen. Sie sind einfach säumige Zahler.
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