Viele kennen Frankfurt am Main vor allem als riesigen Flughafen oder strenges Finanzzentrum voller gläserner Wolkenkratzer. Dabei hat die deutsche Großstadt weit mehr zu bieten als harte Businesswelt und lange Wartezeiten auf den Anschlussflug. Frankfurt ist überraschend entspannt und lebendig – und du kannst hier unglaublich viel erleben, ohne ein Vermögen auszugeben.
Die malerischen Fachwerkhäuser der Altstadt bilden einen faszinierenden Kontrast zur modernen Architektur, die der Stadt den augenzwinkernden Spitznamen Mainhattan eingebracht hat. Selbst wenn du nur einen Tag Zeit hast, etwa bei einem Zwischenstopp, solltest du unbedingt durch die Straßen ziehen und die Atmosphäre aufsaugen. Stundenlang am Flughafen zu sitzen, wäre wirklich schade.
In diesem Artikel findest du einen umfassenden Guide mit 18 Tipps, was du in Frankfurt sehen und unternehmen kannst. So holst du das Beste aus deinem Besuch heraus. Ich verrate dir, wo du für wenige Euro die schönsten Ausblicke auf die Stadt genießt, wo es den berühmten Apfelwein gibt und welche Viertel mit besonders entspannter Atmosphäre locken.

Zusammenfassung
- Beste Aussicht: Vom Main Tower liegt dir die ganze Stadt zu Füßen – und das für nur 9 €.
- Geschichte zum Nulltarif: Den Römerberg und die wunderschön rekonstruierte Altstadt kannst du kostenlos erkunden.
- Kunst auf höchstem Niveau: Das Städel Museum beherbergt herausragende Sammlungen. Am letzten Samstag im Monat ist der Eintritt kostenlos.
- Lokales Flair: In Sachsenhausen laden gemütliche Apfelweinkneipen zum Einkehren ein.
- Grüne Oase: Der Palmengarten ist der ideale Rückzugsort, wenn du dem Trubel der Großstadt entkommen möchtest.
- Praktische Anreise: Vom Flughafen bist du mit der S-Bahn in wenigen Minuten bequem im Stadtzentrum.

Wann ist die beste Zeit für Frankfurt?
Am schönsten ist Frankfurt im Frühling und Herbst, wenn die Temperaturen ideal sind, um die Stadt den ganzen Tag zu Fuß zu erkunden. Im Frühling werden Parks und Flussufer herrlich grün, während die Herbstfarben im September und Oktober den modernen Wolkenkratzern eine romantische Note verleihen.
Wenn du eine Reise planst, solltest du allerdings unbedingt die Termine der großen Messen im Blick behalten, für die Frankfurt weltweit bekannt ist. Bei internationalen Veranstaltungen schießen die Übernachtungspreise in die Höhe und die Stadt ist besonders voll. Schau deshalb vor der Flugbuchung in den aktuellen Messekalender.
Im Sommer können die Straßen zu einer richtigen Hitzefalle werden, denn Beton und Glas speichern die Wärme. Wenn du in den Sommerferien kommst, leg die anstrengendsten Spaziergänge auf den frühen Morgen und such dir mittags Abkühlung in einem der gut klimatisierten Museen oder im Schatten des Botanischen Gartens.
Im Winter lockt dagegen eine zauberhafte Weihnachtsstimmung: Die Frankfurter Märkte gehören zu den ältesten und schönsten in ganz Deutschland. In der Altstadt duftet es nach gebrannten Maronen und heißem Apfelwein. Selbst wenn dir die Finger kalt werden, nimmst du unvergessliche und gemütliche Eindrücke mit nach Hause.

Wo übernachten in Frankfurt?
💡 Tipp: Hier kannst du Unterkünfte in Frankfurt an einem Ort vergleichen – Verfügbarkeit und Preise prüfen. Einen ausführlichen Vergleich der Viertel und 12 Hotels findest du im Artikel Wo übernachten in Frankfurt?.
💡 Unterkunfts- und Erlebnistipp: Unterkünfte vor Ort vergleichen wir hier, damit du siehst, was verfügbar ist und wie viel es kostet. Wir suchen am liebsten auf Booking.com, wo es oft die besten Stornierungsbedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten kannst du anschließend bei GetYourGuide vergleichen und buchen.
Welches Viertel am besten zu dir passt, hängt davon ab, was für ein Reisetyp du bist und wie lange du in der Stadt bleibst. Wenn du zum ersten Mal hier bist und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß erreichen möchtest, such dir am besten eine Unterkunft in Altstadt oder Innenstadt. Von dort bist du in wenigen Minuten am Fluss und am Rathaus.
Wer Ruhe und lokales Flair sucht, wird Sachsenhausen lieben. Das Viertel liegt gleich auf der anderen Mainseite und ist voller guter Cafés und traditioneller Apfelweinkneipen. Für einen luxuriösen Aufenthalt ist das elegante Westend eine gute Wahl: Hier stehen zahlreiche schöne Villen aus dem 19. Jahrhundert und große Hotels für Geschäftsreisende.
Wenn du früh zum Flughafen musst, bietet sich das Bahnhofsviertel rund um den Hauptbahnhof an. Von hier fahren S-Bahnen direkt zum Flughafenterminal. Außerdem gibt es eine große Auswahl an preiswerten Hotels und internationalen Bistros für ein schnelles Abendessen.
💡 Tipp: Hier kannst du Unterkünfte in Frankfurt an einem Ort vergleichen – Verfügbarkeit und Preise prüfen. Einen ausführlichen Vergleich der Viertel und 12 Hotels findest du im Artikel Wo übernachten in Frankfurt?.
Zu den luxuriöseren Adressen zählt das ikonische Steigenberger Frankfurter Hof in einem prächtigen historischen Gebäude. Dich erwartet erstklassiger Service mitten im Geschehen. Ein beliebtes Hotel mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis ist das Motel One Frankfurt-Römer – zum zentralen Platz sind es nur ein paar Schritte. Design- und Nachhaltigkeitsfans sind im Scandic Frankfurt Museumsufer gut aufgehoben. Das Hotel punktet mit schönen Ausblicken auf die Skyline und den Main.

Frankfurt Deutschland: 18 Tipps für einen Tag
Schauen wir uns gemeinsam an, was die deutsche Metropole zu bieten hat. Du wirst schnell merken, dass sich die meisten wichtigen Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß erkunden lassen – und dein Geldbeutel bei diesem Ausflug nicht gleich schlappmacht, wenn du weißt, wo es sich lohnt.

1. Römerberg und das historische Herz der Stadt
Der beeindruckende historische Platz ist der perfekte Startpunkt für fast jeden Frankfurt-Besuch. Er wird von den wunderschönen Fachwerkhäusern der Ostzeile gesäumt, die wie aus einem alten deutschen Märchen entsprungen wirken. Für einen Spaziergang hier musst du keinen Cent bezahlen.
Hier wird der faszinierende Architekturkontrast besonders deutlich, für den Frankfurt so bekannt ist. Stell dich am Renaissance-Brunnen der Gerechtigkeit mitten auf den Platz und schau nach oben: Hinter den historischen Dächern ragen die Spitzen moderner Wolkenkratzer hervor – eine unglaublich fotogene Kulisse.
Das ganze Jahr über finden hier Märkte und Festivals statt. Besonders berühmt ist der Weihnachtsmarkt. Tagsüber kann es zwar recht voll werden, doch die besondere Atmosphäre wird dich garantiert in ihren Bann ziehen. Der Römerberg gehört unbedingt auf deine Route.
💡 Tipp: Wenn du den Platz ohne Menschenmassen fotografieren möchtest, komm am besten gleich nach dem Frühstück am frühen Morgen. Dann ist es noch ruhig, und die Morgensonne setzt die Fassaden wunderbar in Szene.

2. Das Alte Rathaus Römer
Direkt am Platz fällt dir sicher das eindrucksvolle Ensemble aus drei Gebäuden mit Treppengiebeln ins Auge. Seit mehr als 600 Jahren dient es als Rathaus der Stadt. Es ist wohl das meistfotografierte Wahrzeichen Frankfurts – die markante Fassade aus rotem Backstein ist unverkennbar.
Das Rathaus blickt auf eine bewegte Geschichte zurück und diente einst als Schauplatz prunkvoller Feiern nach den Kaiserkrönungen des Heiligen Römischen Reiches. Heute ist es weiterhin Sitz der Stadtverwaltung, doch einige der schönsten historischen Räume sind auch für Besucher zugänglich, die ein wenig mittelalterliches Flair erleben möchten.
Das Highlight ist der prächtige Kaisersaal, in dem du Porträts von mehr als 50 Herrschern bewundern kannst, die die europäische Geschichte geprägt haben. Der Rundgang dauert nicht lange, versetzt dich aber mitten in längst vergangene Zeiten, als hier die prächtigsten Festmahle des Landes stattfanden.
💡 Tipp: Das Rathaus ist für die Öffentlichkeit täglich von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Am besten kommst du gleich um zehn, wenn es noch angenehm ruhig ist und du größeren Reisegruppen mit Führungen aus dem Weg gehst.

3. Die rekonstruierte Altstadt
Das gesamte Altstadtviertel zwischen Rathaus und Dom wurde in den vergangenen Jahren aufwendig und mit großem Aufwand rekonstruiert. Architekten und Historiker haben viel Arbeit investiert, um die im Zweiten Weltkrieg zerstörten Gassen bis ins Detail wiederherzustellen.
Beim Bummel durch die verwinkelten Gassen entdeckst du zahlreiche kleine Boutiquen, Cafés und Handwerksbetriebe, die dem Viertel eine lebendige Atmosphäre verleihen. Nimm dir Zeit, einfach ohne festes Ziel umherzustreifen und versteckte Innenhöfe zu entdecken, die in vielen Reiseführern gar nicht auftauchen.
Schau auch nach oben und achte auf die kunstvollen Details an den Hausfassaden. Viele sind mit interessanten Skulpturen und goldenen Ornamenten verziert. Das Viertel zeigt eindrucksvoll, wie sich eine bewegte Geschichte behutsam mit dem heutigen Leben einer modernen europäischen Großstadt verbinden lässt.
💡 Tipp: Der Eintritt ins Viertel ist natürlich kostenlos. Du kannst also zu verschiedenen Tageszeiten wiederkommen und sowohl das geschäftige Treiben am Tag als auch die romantische Beleuchtung der historischen Laternen am Abend erleben.

4. Main Tower und der Blick aus luftiger Höhe
Der Main Tower gehört zu den absoluten Must-sees. Der Ausblick aus 200 Metern Höhe über die Wolkenkratzerstadt ist schlicht atemberaubend. Ein Hochgeschwindigkeitsaufzug bringt dich bequem auf 190 Meter; die letzten zehn Meter gehst du zu Fuß über Treppen bis zur offenen Aussichtsplattform.
Im Vergleich zu anderen Metropolen ist der Aussichtspunkt erstaunlich günstig: Ein Ticket für Erwachsene kostet angenehme 9 Euro. In der Sommersaison ist er oft bis 21:00 Uhr geöffnet. Du kannst also zum Sonnenuntergang hinauffahren und zusehen, wie die Lichter der Stadt nach und nach angehen.
Bei guter Sicht reicht der Blick nicht nur über die gesamte Altstadt, sondern bis zu den grünen Höhen des Taunus. Der Besuch ist gut organisiert, und oben gibt es genug Platz, um sicher Fotos zu machen, ohne dich mit anderen Besuchern am Geländer drängen zu müssen.
💡 Tipp: Wenn du Menschenmassen vermeiden und nicht lange warten möchtest, sind die Warteschlangen werktags zwischen 10:00 und 12:00 Uhr am kürzesten. An Wochenenden kann es am Nachmittag voll werden – dann lohnt es sich, früher aufzustehen.

5. Kunstschätze im Städel Museum
Wenn du Kunst liebst, ist dieses Museum am Museumsufer ein echtes Paradies. Es beherbergt die bedeutendste Kunstsammlung der Stadt und nimmt dich mit auf eine beeindruckende Reise vom 14. Jahrhundert über die Renaissance bis zur zeitgenössischen Kunst.
Zu den ausgestellten Werken gehören Gemälde weltberühmter Meister wie Rembrandt, Monet und Picasso. Die Sammlung ist übersichtlich und durchdacht gegliedert, sodass die Fülle an Kunstwerken dich nicht überfordert und du den Rundgang in Ruhe genießen kannst.
Der reguläre Eintritt liegt je nach Wochentag zwischen 16 und 18 Euro. Für manche Sonderausstellungen kommt ein kleiner Aufpreis hinzu. Geöffnet ist das Museum normalerweise von 10:00 bis 18:00 Uhr; montags bleibt es geschlossen – damit du nicht vor verschlossenen Türen stehst.
💡 Tipp: Möchtest du lieber Geld für Kaffee und Kuchen im Museumscafé übrig haben? Wenn du deinen Besuch gut planst, ist der Eintritt am letzten Samstag des Monats kostenlos. Eine fantastische Gelegenheit, die viele Einheimische gern nutzen – rechne an diesem Tag allerdings mit etwas mehr Andrang.

6. Museumsufer am Main
Am ruhigen Mainufer erstreckt sich eines der wichtigsten Kulturviertel Deutschlands, gesäumt von rund 15 renommierten Museen. Ein Spaziergang entlang der baumbestandenen Promenade ist wunderbar entspannend – besonders bei Sonnenschein, wenn sich das Licht auf dem Wasser spiegelt.
Auf der einen Seite stehen wunderschöne historische Villen, in denen viele Museen untergebracht sind, auf der anderen öffnet sich der Blick auf die Skyline. Hierher kommen Einheimische am Wochenende für lange Spaziergänge, zum Joggen am Wasser oder für eine Pause auf der Bank mit einem guten Kaffee.
Außer dem berühmten Städel Museum gibt es hier auch das Museum der Weltkulturen und das Museum für Kommunikation – da ist für jeden Geschmack etwas dabei. Selbst wenn du kein Museum von innen besuchen möchtest, gibt dir die Atmosphäre am Ufer neue Energie nach einem trubeligen Vormittag im Zentrum.
💡 Tipp: Wenn du im Spätsommer hier bist, findet im August das große Museumsuferfest statt. Dann verwandelt sich das ganze Ufer in ein lebendiges Festival mit Essen und Musik.

7. Deutsches Architekturmuseum
Das Museum ist ein wichtiger Teil des Museumsufers und passt perfekt in eine Stadt voller moderner Wolkenkratzer. Es befindet sich in einer schönen Villa aus dem 19. Jahrhundert, in die Architekten eine moderne Betonstruktur auf mutige Weise eingefügt haben. Das Gebäude selbst ist ein Kunstwerk.
Im Inneren erwarten dich faszinierende Gebäudemodelle und städtebauliche Entwürfe, die zeigen, wie moderne Städte gebaut und ihre Entwicklung geplant werden. Die Ausstellung ist auch für Laien leicht verständlich und beleuchtet nicht nur die Geschichte, sondern auch die Frage, wie wir in ferner Zukunft wohl wohnen werden.
Die Ausstellungen wechseln regelmäßig und greifen oft aktuelle Themen wie Ökologie und Nachhaltigkeit im Bauwesen auf. Ein guter Ort, um der Sommerhitze oder einem plötzlichen Regenschauer zu entkommen und nebenbei etwas Spannendes über unsere gebaute Umwelt zu erfahren.
💡 Tipp: Wirf vor deinem Besuch einen Blick auf die offizielle Website, um zu sehen, welche Ausstellung gerade läuft und auf welches Architekturthema du dich freuen kannst.

8. Fußgängerbrücke Eiserner Steg
Die ikonische Eisenbrücke für Fußgänger verbindet die Altstadt mit Sachsenhausen und zählt zu den beliebtesten Orten in Frankfurt. Seit ihrem Bau im 19. Jahrhundert wurde sie mehrfach verändert, doch ihren unverwechselbaren industriellen Charme hat sie bis heute bewahrt – ein beliebtes Motiv bei Fotografen aus aller Welt.
Das Geländer ist über und über mit Liebesschlössern behängt, die Paare als Zeichen ihrer ewigen Verbundenheit anbringen. Von der Brückenmitte hast du einen der schönsten Ausblicke auf den glitzernden Fluss und die Wolkenkratzer des Finanzviertels im Hintergrund.
Wenn du genau hinschaust, entdeckst du oben an der Stahlkonstruktion eine große griechische Inschrift mit einem Zitat aus Homers Odyssee. Sie verleiht dem Ort einen Hauch von Geheimnis. Ein Spaziergang über die Brücke gehört für jeden Frankfurt-Besuch einfach dazu – von hier stammen viele der berühmten Postkartenmotive der Stadt.
💡 Tipp: Komm früh am Morgen, wenn noch leichter Nebel über dem Fluss liegt und die Stadt gerade erwacht. Dann ist es wunderbar ruhig und du kannst die schönsten Fotos ohne andere Menschen im Bild machen.

9. Das entspannte Viertel Sachsenhausen
Geh über die Brücke nach Süden, und schon bist du in einer ganz anderen, deutlich ruhigeren Welt, die ihren eigenen gemächlichen Rhythmus hat. Sachsenhausen ist ein beliebtes Wohnviertel mit prächtigen Bürgerhäusern. Hier spürst du das authentische lokale Flair, das im geschäftigen Finanzzentrum oft fehlt.
Tagsüber ist das Viertel ideal für einen gemütlichen Bummel durch enge Kopfsteinpflastergassen, kleine unabhängige Läden und entspannte Caféterrassen. Die Menschen genießen hier ausgedehnte Wochenendbrunches und niemand hat es eilig – eine willkommene Abwechslung nach dem Trubel rund um die Hauptwache.
Viele Reisende zählen Sachsenhausen zu den angenehmsten Vierteln für Besucher, die das echte Leben vor Ort kennenlernen möchten. Nimm dir für die Erkundung mindestens ein paar Stunden Zeit, am besten am späten Nachmittag, wenn langsam das Abendleben erwacht.
💡 Tipp: Bummel über die Schweizer Straße. Sie ist die wichtigste Straße des charmanten Viertels und steckt voller guter Bäckereien und kleiner Familienläden mit regionalen Spezialitäten.

10. Traditioneller Apfelwein in Alt-Sachsenhausen
Wenn du schon in Sachsenhausen bist, solltest du unbedingt den historischen Ortskern besuchen, der für seine traditionellen Kneipen bekannt ist. Hier wird die lokale Spezialität Apfelwein in großen Mengen ausgeschenkt – ein erfrischendes Getränk mit leicht säuerlichem, unverwechselbarem Geschmack.
Traditionell kommt der Apfelwein in charakteristischen blau-grauen Steinkrügen namens Bembel auf den Tisch. Getrunken wird er aus den typischen gerippten Gläsern, den Gerippten. Da Apfelwein rein pflanzlich ist, können auch Vegetarier unbesorgt zugreifen. An heißen Sommertagen sorgt er außerdem für eine willkommene Erfrischung.
In den urigen Apfelweinkneipen geht es besonders abends freundlich und lebhaft zu. An langen Holztischen kommt man leicht mit anderen Gästen ins Gespräch. Das Erlebnis ist authentisch und voller Lachen – diese lokale Tradition solltest du dir nicht entgehen lassen.
💡 Tipp: Ist dir der Apfelwein pur anfangs zu sauer, lass ihn mit Sprudelwasser verdünnen. Die Einheimischen nennen diese Mischung Sauergespritzter; sie lässt sich deutlich leichter trinken.

11. Kaiserdom
Der monumentale Bau aus auffällig rotem Sandstein gehört zu den bedeutendsten historischen Sehenswürdigkeiten Deutschlands. Seine besondere Bedeutung verdankt er den prunkvollen Kaiserwahlen und -krönungen, die hier über Jahrhunderte im Heiligen Römischen Reich stattfanden.
Im Inneren beeindruckt sofort die Höhe des Hauptschiffs und die wunderschönen gotischen Details, die selbst die schweren Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg überstanden haben. Für eine Kirche dieser Bedeutung ist der Innenraum überraschend schlicht, wodurch die historischen Fresken am Altar umso stärker zur Geltung kommen.
Wenn du fit genug bist, solltest du die enge Wendeltreppe zum Kirchturm hinaufsteigen – es sind mehr als 300 Stufen. Oben wirst du mit einem fantastischen Panoramablick aus 66 Metern Höhe über die rekonstruierte Altstadt und die modernen Wolkenkratzer belohnt.
💡 Tipp: Der Dom selbst ist kostenlos zugänglich. Nur für den Turmaufstieg wird eine kleine Gebühr fällig – angesichts der grandiosen Aussicht lohnt sie sich auf jeden Fall.

12. Goethes Geburtshaus und Literaturgeschichte
Für Literatur- und Geschichtsinteressierte ist das Geburtshaus des berühmtesten deutschen Schriftstellers, Johann Wolfgang von Goethe, ein absolutes Muss. In diesen Räumen verbrachte der große Dichter seine Kindheit und Jugend und schrieb erste bedeutende Werke, darunter den berühmten Roman „Die Leiden des jungen Werthers“.
Das Haus wurde im Krieg fast vollständig zerstört, anschließend aber mit großer Sorgfalt originalgetreu wiederaufgebaut – inklusive zeitgenössischer Möbel und Gemälde. Durch die Zimmer zu gehen ist wie eine Zeitreise ins 18. Jahrhundert, als hier ein geschäftiges bürgerliches Leben herrschte.
Direkt neben dem historischen Haus befindet sich ein modernes Romantik-Museum mit literarischen Sammlungen, das Goethes bewegtes Leben und seinen enormen Einfluss auf die europäische Kultur näherbringt. Für den Besuch solltest du etwa ein bis zwei Stunden einplanen – eine angenehme Ruhepause nach dem Trubel der umliegenden Einkaufsstraßen.
💡 Tipp: Wirf im Haus unbedingt einen Blick auf die besondere Uhr im Erdgeschoss. Schon der junge Goethe war von ihr fasziniert – bis heute ist sie ein spannendes mechanisches Kunststück.

13. Einkaufsstraße Zeil und moderne Architektur
Die breite Fußgängerzone ist die wichtigste Einkaufsmeile für Shoppingfans und zählt zu den meistbesuchten Einkaufsstraßen Deutschlands. Hier findest du zahlreiche Kaufhäuser, Modeboutiquen und internationale Ketten. Wenn du dir etwas Neues mit nach Hause nehmen möchtest, bist du hier richtig.
Doch nicht nur die Geschäfte sind sehenswert: Die Straße ist auch eine Schau moderner Architektur. Ein besonders gutes Beispiel ist das Einkaufszentrum MyZeil mit seiner spektakulären Glasfassade, die wirkt, als hätte jemand einen riesigen Trichter hineingesaugt – eine fantastische Fotokulisse.
Auch wenn du nichts kaufen möchtest, lohnt sich ein Bummel, um die pulsierende Großstadtatmosphäre aufzusaugen. Unterwegs triffst du häufig auf Straßenkünstler, Tänzer und Musiker, die für gute Laune sorgen und das lebendige Flair der Straße prägen.
💡 Tipp: Wenn du eine Pause vom Shoppen brauchst, fahr mit der Rolltreppe bis ganz nach oben im MyZeil. Dort gibt es eine tolle Terrasse mit überraschend guter Aussicht über die Stadt.

14. Hauptwache
Am Ende der Zeil liegt dieser belebte Platz, der als zentraler Treffpunkt der modernen Stadt und wichtiger Verkehrsknotenpunkt dient. Seinen Namen verdankt er dem barocken Gebäude der ehemaligen Hauptwache aus dem 18. Jahrhundert, das zwischen den gläsernen Geschäftshäusern wie ein Relikt aus einer anderen Zeit wirkt.
Im historischen Wachgebäude befindet sich heute ein beliebtes Café. Hier machen viele nach dem Shopping eine Pause und beobachten das Treiben auf dem Platz. Unterirdisch liegt ein weitläufiges Netz aus U-Bahn- und S-Bahn-Umsteigemöglichkeiten, von dem aus du bequem in alle Stadtteile und zum Flughafen kommst.
Der Platz wird häufig für Demonstrationen, Märkte und Straßenauftritte genutzt – langweilig wird es hier also nie. Außerdem ist er ein idealer Orientierungspunkt, an dem du dich leicht mit Freunden verabreden kannst, falls ihr euch in der Stadt einmal aus den Augen verliert.
💡 Tipp: Gleich neben dem Platz steht die alte Katharinenkirche. Sie bildet einen schönen Kontrast zu den modernen Gebäuden ringsum und bietet innen einen überraschend ruhigen Rückzugsort vor dem Lärm draußen.

15. Botanischer Garten Palmengarten
Wenn dir der Großstadtlärm zu viel wird, gibt es kaum einen besseren Rückzugsort als diese herrliche grüne Oase – einen der größten Botanischen Gärten des Landes. Der Palmengarten ist normalerweise von 9:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Dich erwartet eine beeindruckende Pflanzensammlung aus aller Welt, vom dichten Regenwald bis zur trockenen Wüste.
Besonders sehenswert sind die großen historischen Gewächshäuser voller exotischer Palmen und Orchideen. Selbst mitten im kalten deutschen Winter herrscht dort tropisches Klima. Du kannst auf dem ruhigen Teich Boot fahren, künstliche Wasserfälle bestaunen oder dich auf eine Bank setzen und exotischen Vögeln lauschen.
Für einen Rundgang durch das weitläufige Gelände kannst du gut einen halben Tag einplanen. Wenn du wenig Zeit hast, besuch zumindest das große Palmenhaus. Es ist ein fantastischer Ort für Naturfotografie und überall gibt es schöne Pflanzendetails zu entdecken.
💡 Tipp: In den Sommermonaten finden im Garten häufig Open-Air-Konzerte am Abend statt. Zwischen dem beleuchteten Grün entsteht eine geradezu magische, einzigartige Stimmung.

16. Schifffahrt auf dem Main
Die Stadt vom Ausflugsschiff aus zu sehen, ist ein ganz anderes und wunderbar entspannendes Erlebnis. Die berühmte Skyline zeigt sich dabei aus einer neuen Perspektive. Während der Fahrt gleitest du unter zahlreichen historischen und modernen Brücken hindurch und genießt den Blick auf das Museumsufer – ganz ohne müde Füße.
Die Anbieter haben verschiedene Rundfahrten im Programm, von kurzen Touren über 50 Minuten bis hin zu längeren, 100-minütigen Panoramafahrten. Tickets kannst du direkt am Anleger beim Eisernen Steg kaufen, von dem die meisten Ausflugsschiffe regelmäßig ablegen.
Gerade an heißen Sommertagen ist die leichte Brise auf dem Wasser eine Wohltat und du kannst dich eine Weile von den aufgeheizten Straßen erholen. Die Fahrt ist eine schöne Aktivität für Familien mit Kindern und verliebte Paare – unkompliziert und trotzdem abwechslungsreich.
💡 Tipp: Für ein besonderes Erlebnis buch eine Abendfahrt zum Sonnenuntergang. Dann spiegeln sich die Wolkenkratzer im dunkler werdenden Fluss und die Lichter der Stadt leuchten weit in die Ferne.

17. Lokale Küche probieren – auch vegetarisch
Frankfurt ist ein kultureller Schmelztiegel, was sich in der vielfältigen Auswahl an Restaurants, Bistros und Cafés widerspiegelt. Weltweit bekannt ist die Stadt zwar für ihre Frankfurter Würstchen, doch auch Vegetarier kommen hier zum Glück problemlos auf ihre Kosten.
Vor allem im lebhaften Bahnhofsviertel gibt es unzählige gute internationale Lokale: Hier bekommst du libanesischen Falafel, herzhaftes indisches Curry oder asiatische Nudeln mit Tofu. Einheimische empfehlen auch gern den traditionellen Handkäse mit Musik, einen gereiften Käse, der mit Essig und Zwiebeln mariniert und mit frischem Brot serviert wird – eine fleischlose Begleitung zum Bier.
Für gemütliche Cafés solltest du eher ins Wohnviertel Westend gehen, wo du zum guten Kaffee ein Stück Kuchen genießen kannst. Hier ist es entspannter als im touristischen Zentrum und du kannst nach einem langen Tag zu Fuß die Beine hochlegen.
💡 Tipp: Auch ein Besuch der Kleinmarkthalle lohnt sich. Dort findest du Dutzende Stände mit frischem Obst, Käse und Backwaren – perfekt, um Proviant für ein Picknick am Fluss einzukaufen.

18. Frankfurt mit Kindern entdecken
Auf den ersten Blick würde man es vielleicht nicht erwarten, doch die Businessmetropole ist überraschend gut auf Familien eingestellt und bietet Unterhaltung für jedes Alter. Die meisten Gehwege sind angenehm breit, das Zentrum ist flach und lässt sich gut mit dem Kinderwagen erkunden. Steile Treppen und hohe Bordsteine machen dir hier kaum zu schaffen.
Ein echtes Highlight für kleine Entdecker ist das Naturmuseum Senckenberg mit einer der größten Dinosaurierskelett-Sammlungen Europas. Die Kinder können dort stundenlang mit offenem Mund staunen – und fallen abends garantiert müde ins Bett.
Auch die großen Parks rund um die Altstadt sind eine tolle Wahl; dort gibt es viele moderne und sichere Spielplätze. Kombinierst du das mit einer Schifffahrt oder einem Besuch der riesigen Gewächshäuser im Palmengarten, steht einem entspannten Familienwochenende nichts mehr im Weg.
💡 Tipp: Für ältere Kinder und Teenager ist die Fahrt mit dem Hochgeschwindigkeitsaufzug auf den Main Tower ein echtes Erlebnis. Von oben wirken die Autos tief unten winzig klein.
Ausflüge ab Frankfurt
Wenn du mehr als einen Tag Zeit hast, bietet die Umgebung tolle Ziele für Tagesausflüge, die du bequem mit dem Zug erreichst. Beliebt ist das romantische, von Burgen gesäumte Rheintal. Auch der nahe Taunus eignet sich hervorragend für leichte Wanderungen in der Natur.
Ein weiterer Höhepunkt sind die malerischen Weinberge der Umgebung, in denen der berühmte Riesling wächst. Sie lassen sich auch gut mit einem Leihfahrrad erkunden. Vom Hauptbahnhof kommst du außerdem mit ICE-Zügen bequem in andere deutsche Großstädte, die jeweils ihren ganz eigenen Charakter haben.
- Wenn du dich für alternative Szenen und die Geschichte des 20. Jahrhunderts interessierst, findest du in unserem Artikel Tipps zu Sehenswürdigkeiten in Berlin.
- Für schöne Parks, Biergärten und großartige Museen geht es nach Süden – hier findest du Inspiration für Unternehmungen in München.
- Für Hafenflair und rote Backsteinfassaden haben wir einen passenden Guide: Sehenswürdigkeiten in Hamburg.
- Planst du einen Winterausflug? Dann wirf unbedingt einen Blick auf unsere Übersicht der schönsten Weihnachtsmärkte in Deutschland.
Häufig gestellte Fragen
Ist Frankfurt eine teure Stadt für Touristen?
Obwohl es den Ruf eines wohlhabenden Finanzzentrums hat, findest du hier jede Menge Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten, die entweder sehr günstig oder sogar völlig kostenlos sind, wie zum Beispiel ein Spaziergang über den historischen Römerberg. Die Eintritte zu Aussichtspunkten sind im Vergleich zu anderen Metropolen eher günstiger und das Essen in internationalen Bistros rund um den Bahnhof belastet dein Reisebudget auch nicht allzu sehr.
Wie viele Tage brauche ich, um die Stadt zu erkunden?
Um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Zentrum zu besichtigen, reicht dir in Ruhe ein einziger, aber richtig vollgepackter Tag voller Laufen. Wenn du aber mehrere Museen am Museumsufer besuchen, in den Palmengarten gehen und die Abendatmosphäre in den Tavernen in Ruhe genießen möchtest, empfehle ich dir, ein ganzes Wochenende einzuplanen.
Wie komme ich am schnellsten vom Flughafen ins Zentrum?
Die Fahrt ist unglaublich einfach und schnell, denn direkt unter dem Flughafenterminal befindet sich eine unterirdische Bahnstation. Von dort fahren regelmäßig S-Bahn-Linien (S8 und S9), die dich in etwa fünfzehn Minuten direkt zum zentralen Hauptbahnhof oder ins Stadtzentrum bringen.
Ist das Bahnhofsviertel sicher für abendliche Spaziergänge?
Die Gegend um den Hauptbahnhof hat zwar seit Langem einen etwas schlechteren Ruf und in manchen Gassen triffst du auf Obdachlose, aber in den letzten Jahren gentrifiziert sie sich deutlich und verändert sich zum Besseren. Tagsüber und am frühen Abend ist es ein sehr lebendiges Viertel voller toller Bistros, in den späten Nachtstunden empfehle ich aber eher Vorsicht und bleib auf den beleuchteten Hauptstraßen.
Kann ich mich im Zentrum nur zu Fuß bewegen?
Auf jeden Fall, die Altstadt, die Einkaufsmeile Zeil und das Museumsufer sind sehr kompakt und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen nah beieinander. Zu Fuß gehen ist hier eigentlich die angenehmste Art, die engen Gassen zu entdecken, in die du mit öffentlichen Verkehrsmitteln gar nicht hinkommst.
Bietet die Stadt ausreichend Möglichkeiten für Vegetarier?
Ja, die hiesige Gastro-Szene ist enorm vielfältig und an jeder Ecke findest du Lokale mit fleischlosem Angebot, von asiatischer Küche bis zu nahöstlichem Falafel. Probier unbedingt auch den traditionellen marinierten Käse Handkäse mit Musik oder geh auf ein lokales Apfelwein, das hier in großen Mengen getrunken wird und völlig ohne Fleisch auskommt.
Lohnt sich der Besuch des Main Tower auch abends?
Auf jeden Fall ja, nach Einbruch der Dunkelheit ist es vielleicht sogar ein noch größeres Erlebnis als tagsüber, denn du siehst die ganze Stadt wunderschön erleuchtet von Tausenden Lichtern aus den umliegenden Büros. Überprüf nur vorher die aktuellen Öffnungszeiten, die in den Winter- und Sommermonaten leicht variieren können, damit du es noch vor Schließung schaffst.
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Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.
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Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
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