Croda da Lago & Lago Federa, Dolomiten: 10 Tipps, was du sehen und erleben kannst

Wer an Bergseen rund um das italienische Cortina d’Ampezzo denkt, hat sofort den berühmten Lago di Sorapis vor Augen. Wunderschön, keine Frage – aber in der Hochsaison drängen sich dort die Massen wie auf einer belebten Einkaufsmeile. Wer Dolomiten wandern möchte, ohne sich durch endlose Touristenschlangen zu kämpfen, den nehmen wir mit zu einem unserer absoluten Lieblingsplätze. Croda da Lago und der darunter liegende Lago Federa sind genau der Grund, warum wir immer wieder nach Italien fahren. ☺️

Von Cortina ist es nicht weit, und die Wanderung selbst ist ein Erlebnis für sich: Durch dichte Wälder, vorbei an dramatischen Felswänden, bis sich schließlich ein türkisblauer See vor euch auftut, umrahmt von goldenen Lärchen. Lukáš und ich waren hier noch bevor unser kleiner Jonášek das Licht der Welt erblickt hat. Die klassische Rundtour dauert gute fünf bis sechs Stunden – mit unserem einjährigen Racker im Gepäck sparen wir sie uns also für nächstes Jahr auf, wenn er etwas größer ist.

Hier findet ihr alles, was ihr wissen müsst: die besten Parkplätze, die Route mit dem geringsten Höhenunterschied, wo man übernachten kann und was es in der Hütte zu essen gibt. Außerdem verrate ich euch, welcher Fehler euch Tausende von Euro kosten könnte. 😉

Türkisfarbener Lago Federa mit orange leuchtenden Lärchen im Herbst
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Artikelinhalt

Zusammenfassung

Ihr packt gerade den Rucksack und braucht nur einen schnellen Überblick? Hier die wichtigsten Punkte auf einen Blick:

  • Lage: Bergmassiv südwestlich von Cortina d’Ampezzo in der italienischen Region Venetien.
  • Hauptattraktion: Der türkisfarbene Lago Federa auf 2034 m ü. M. und die Berghütte Rifugio Palmieri Croda da Lago.
  • Schwierigkeitsgrad: Mittel. Die klassische Rundtour dauert 5–6 Stunden, lässt sich aber auf 3 Stunden ab Passo Giau kürzen. Für Kinderwagen ungeeignet, ältere Kinder ab 8 Jahren schaffen es problemlos.
  • Beste Reisezeit: Besonders schön im Herbst (Ende Oktober), wenn sich die Lärchen goldgelb färben. Im Sommer klassisches Alpenidyll, im Winter Schneeschuhwandern.
  • Wichtige Warnung: Über dem See gilt ein striktes Drohnenflugverbot – die Bußgelder können bis zu 3.000 Euro betragen.

Was ist eigentlich Croda da Lago und Lago Federa?

Der Name klingt zunächst verwirrend: Croda da Lago ist kein See, auch wenn das Wort „Lago“ das nahelegen würde. Es handelt sich um ein beeindruckendes Bergmassiv, das zum UNESCO-Welterbe gehört, mit gezackten Gipfeln, die weit über die umliegende Landschaft ragen. Der türkisfarbene See, den alle in dieser Gegend suchen, heißt Lago Federa und liegt direkt am Fuß dieser majestätischen Felsen auf 2034 Metern Höhe.

Berghütte Rifugio Palmieri am türkisfarbenen Lago Federa
Berghütte Rifugio Palmieri am türkisfarbenen Lago Federa

Diese Kombination aus messerscharfen Dolomitengipfeln und der stillen Wasseroberfläche, in der sich die Felsen spiegeln, hat uns beide völlig in den Bann gezogen – ich mit der Kamera in der Hand, Lukáš mit offenem Mund daneben, und keiner von uns wollte sich von der Stelle rühren. Direkt am Seeufer steht außerdem die ikonische Steinhütte, bekannt als Rifugio Gianni Palmieri. Sie ist ein perfektes Refugium zum Ausruhen, Genießen und Übernachten – morgens, wenn noch Nebel über dem Wasser wabert und weit und breit kein Mensch zu sehen ist, ist das hier reinste Magie.

Beste Reisezeit und Dolomiten Wetter

Die Wahl der richtigen Reisezeit ist ehrlich gesagt unser ewiges Dilemma vor jeder Dolomiten-Reise. Jede Jahreszeit sieht hier völlig anders aus – und jedes Mal denken wir, dass gerade dieser Besuch der schönste war. Allerdings sollte man bedenken: Das Dolomiten Wetter auf über 2000 Metern kann sehr unbeständig sein, also immer mit einer wärmeren Schicht einplanen.

In der klassischen Sommersaison von Mai bis September erwarten euch satte grüne Almwiesen, blühende Bergblumen und angenehme Temperaturen zum Wandern. Ehrlich gesagt ist der August jedoch der Hochpunkt der italienischen Sommerferien (das sogenannte Ferragosto), weshalb auch hier auf den Wegen mehr los ist – wenngleich noch immer deutlich weniger als am nahe gelegenen Lago di Sorapis.

Unser persönlicher Favorit ist der Herbst. Ende Oktober färben sich die Lärchen rund um den See in unglaubliche Gold- und Orangetöne, die im Kontrast zum türkisfarbenen Wasser und den weißen Felsen aussehen, als hätte jemand die Szene in Photoshop nachbearbeitet. Im Winter liegen die Wege unter Schnee und die Hütte ist meist geschlossen, aber die Gegend wird zum beliebten Ziel für Schneeschuhwanderungen. Checkt vor einer Wintertour unbedingt die Croda da Lago Webcam, um die aktuelle Schneelage einschätzen zu können.

Anreise und Routen zu Croda da Lago (3 Hauptvarianten)

Auch wir haben uns am Anfang ein bisschen zwischen den verschiedenen Ausgangspunkten verloren – daher haben wir für euch die drei beliebtesten Optionen zusammengefasst. Welche passt, hängt von eurer Kondition und dem verfügbaren Zeit ab.

Ab Passo Giau (kürzeste und aussichtsreichste Route)

Wer den besten Aufwand-Aussicht-Kompromiss sucht, startet am Gebirgspass Passo Giau. Der Weg führt über die Forcella Giau, die Hin- und Rückroute dauert ca. 3 Stunden gemütlicher Wanderung mit rund 350 Höhenmetern. Da der Start bereits hoch oben liegt, gibt es keinen mühsamen Aufstieg durch den Wald – stattdessen genießt ihr von Anfang an Panoramablicke. Parken am Pass kostet rund 5 € für 3 Stunden.

Ab Ponte de Ru Curto (goldene Mitte)

Das ist der echte Klassiker – die beliebte Croda da Lago Runde. Startpunkt ist der kleine Parkplatz an der Brücke Ponte de Ru Curto, direkt an der Straße zwischen Cortina und dem Passo Giau. Die Route führt zunächst durch dichten Wald, dann über Bergbäche und schließlich hinauf zum See. Die ganze Runde dauert 5–6 Stunden und ist ein wunderschöner Ganztagsausflug für alle, die ordentlich Kilometer machen möchten.

Ab Parkplatz Olympia in Cortina (für Ausdauerwanderer)

Wer Lust auf eine wirklich lange und anspruchsvolle Tagestour hat, kann direkt vom Parkplatz Olympia am Stadtrand von Cortina starten. Einkalkulieren müsst ihr dabei einen tiefen Talabstieg und entsprechend viele Höhenmeter mehr. Parken kostet hier für den ganzen Tag rund 10 €. Diese Variante ist eher etwas für Menschen, die die Einsamkeit im Wald genießen, bevor sie das eigentliche Massiv erreichen.

Wo übernachten in der Nähe – Dolomiten Hotel & Unterkünfte

Strategisch am günstigsten ist eine Unterkunft in einem der Täler, von wo aus ihr die Ausgangspunkte der Wanderungen in wenigen Fahrminuten erreicht. Die Preise in dieser Region sind generell recht hoch (Cortina ist nun mal ein Premiumziel), aber außerhalb des Augusts findet man auch vernünftige Angebote.

Cortina d’Ampezzo ist die erste Wahl. Von hier aus sind es ca. 15–20 Minuten Fahrt über spektakuläre Serpentinen zum Passo Giau. Wer Charme und etwas alpinen Luxus schätzt, schaut sich das ikonische Hotel de la Poste direkt im Zentrum an, oder das sehr angenehme Franceschi Park Hotel. In Cortina zu wohnen bedeutet außerdem, nach der Wanderung beste Restaurants und Cafés direkt vor der Tür zu haben.

Eine günstigere Alternative zu Cortina ist San Vito di Cadore, etwas weiter südlich. Es ist ruhiger, die Übernachtungspreise liegen spürbar niedriger, und zu den Wanderwegen ist es trotzdem nicht weit. Ebenfalls empfehlenswert ist Alleghe, ein malerisches Dorf direkt an einem See unterhalb der Marmolada. Das familiengeführte Chalet al Lago dort ist etwas weiter vom Startpunkt entfernt, aber die Atmosphäre am See entschädigt dafür vollständig. Eine Woche Unterkunft für zwei Personen in der Sommersaison kostet in dieser Region typischerweise zwischen 700 und 1.500 €, je nach Komfortniveau.

Croda da Lago: 10 Tipps – das Beste, was du sehen und erleben kannst

Jetzt, wo ihr wisst, wie ihr hinkommt und wo ihr schlafen könnt, geht’s ans Eingemachte: Was erwartet euch dort wirklich? Denn eine Wanderung zu Lago Federa ist mehr als nur zum See laufen und wieder umkehren – es gibt Abzweigungen, versteckte Aussichtspunkte und Erlebnisse, die man nicht verpassen sollte.

1. Klassische Wanderung ab Passo Giau zum See

Passo Giau mit Blick auf das Massiv Croda da Lago
Foto: Marco Bonomo / CC0 / Wikimedia Commons

Das ist das absolute Pflichtprogramm, das auch durchschnittlich fitte Wanderer gut meistern. Der Weg vom Passo Giau zum See ist grandios – er führt über Hochalmenwiesen voller Murmeltiere. Die 350 Höhenmeter Aufstieg sind harmlos, und als ihr das Sattel Forcella Giau überquert und das Tal unter euch liegt, verschlägt es einem buchstäblich den Atem. Lukáš und ich haben hier gefühlt eine Million Fotos gemacht, bevor wir überhaupt am Wasser ankamen.

Unterwegs begegnet ihr einer erstaunlichen Anzahl von Murmeltieren, die sich auf Felsen sonnen oder euch von weitem anpfeifen. Kája und Baby – unsere Hündinnen – waren völlig aus dem Häuschen, mussten aber natürlich brav an der Leine bleiben. Der Moment, wenn man über den Kamm taucht und das Tal wie auf dem Tablett liegt, macht jeden Schweißtropfen wett.

2. Übernachtung im Rifugio Palmieri Croda da Lago

Wanderweg zum Rifugio Croda da Lago / Palmieri
Foto: Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0

Direkt am Seeufer steht die malerische Steinhütte, bekannt als Rifugio Gianni Palmieri. Wer ein wirklich unvergessliches Erlebnis mitnehmen möchte, sollte sich einen Schlafplatz reservieren. Die Plätze sind oft Monate im Voraus ausgebucht, also früh genug planen! Morgens aufzuwachen, wenn die ersten Sonnenstrahlen die Wasseroberfläche vergolden und ihr dazu einen echten italienischen Espresso trinkt – das ist purer Genuss.

Das Personal ist herzlich und aufmerksam, sodass man sich sofort wohlfühlt. Zum Abendessen gibt es lokale Bergspezialitäten, und die Atmosphäre an den gemeinsamen Holztischen, wo alle ihren Tag miteinander teilen, hat einen ganz eigenen Zauber. Nur eines vorab: Mit dem Warmwasser in der Dusche ist es in dieser Höhenlage oft eine Art Lotteriespiel.

3. Das ikonische Foto vom Holzsteg

Am See gibt es einen kleinen Holzsteg, der wirkt, als wäre er eigens dafür gebaut worden, das perfekte Spiegelbild der Felsspitzen auf der glatten Wasseroberfläche einzufangen. Mittags bildet sich manchmal eine kleine Schlange, aber das Warten lohnt sich. Wir kamen früh morgens, die Oberfläche war spiegelglatt und das Wasser so eiskalt, dass uns schon beim Reinhalten eines Fingers fast die Finger abgefroren sind. 😅

Wenn ihr nicht möchtet, dass fremde Köpfe auf eurem Foto sind, kommt früh. Das Licht ist ohnehin am Morgen am schönsten – die goldene Sonne, die langsam die gegenüberliegenden Felsen anstrahlt, schlägt jedes Instagram-Filter. Lukáš hat dort gut zwanzig Minuten mit der Kamera verbracht, bis er mit dem Bildausschnitt wirklich zufrieden war.

4. Den Wanderweg ab Parkplatz Olympia erkunden

Wer dichte Wälder liebt, sollte der Route vom Parkplatz Olympia eine Chance geben. Sie ist deutlich länger, bietet aber eine völlig andere Perspektive auf das Gebirge. Es ist ein besonderes Gefühl, stundenlang zwischen Bäumen aufzusteigen, nur das Knacken der Äste unter den Füßen zu hören – und dann öffnet sich plötzlich der Wald und gibt den Blick auf die gewaltige Felswand frei.

Auf dieser Strecke begegnet man kaum anderen Wanderern, was sie zur idealen Wahl für alle macht, die in den Bergen echte Stille suchen. Kleine Bäche und hölzerne Brücken entlang des Weges verleihen ihm etwas Märchenhaftes. Gutes Schuhwerk ist hier Pflicht – die Baumwurzeln können nach dem Morgentau ordentlich rutschig sein.

Lago Federa mit dem Rifugio Palmieri und goldenen Lärchen
Lago Federa mit dem Rifugio Palmieri und goldenen Lärchen

5. Für Fortgeschrittene: Via Ferrata della Strafala

Wem normales Wandern zu wenig ist, der findet in der Gegend den gesicherten Klettersteig Via Ferrata della Strafala. Wir haben ihn mit den Hunden natürlich ausgelassen, aber lokale Bergführer schwärmen von den Tiefblicken in felsige Schluchten, die man sonst nirgendwo erlebt.

Der Klettersteig ist nicht extrem schwierig, setzt aber vollständige Klettersteigausrüstung voraus – Helm, Gurt und Klettersteigset sind Pflicht. Einige Felsvorsprünge sind durchaus exponiert, daher sollte man bei Höhenangst lieber beim klassischen Seerundweg bleiben. Wer sich aber hinaufwagt, wird mit einem unvergesslichen Weg durch scharfe Kalksteinnadeln belohnt.

6. Abstecher zur Forcella Ambrizzola

Nach dem Genuss am See und einem kühlen Bier auf der Hütte lohnt sich noch ein kurzer Abstecher zur Forcella Ambrizzola. Von der Hütte sind es nur etwa 20 Minuten mäßigen Aufstiegs, aber die Aussicht, die sich dann auftut, ist unbezahlbar. Ein riesiges Stück der Dolomiten liegt vor euch – bei gutem Wetter sogar der Marmolada-Gletscher in der Ferne.

Lukáš und ich haben uns dort auf einem großen, flachen Stein niedergelassen, Brotzeit ausgepackt und einfach in die Landschaft geschaut. Von diesem Punkt aus öffnen sich Wege in weitere Täler – ideal als Ausgangspunkt für Mehrtagestouren. Nur eine dünne Windjacke solltet ihr immer im Rucksack haben, denn oben bläst es meist ordentlich.

7. Die Mondlandschaft der Lastoi de Formin

Pilastro und Punta Lastoi de Formin in den Dolomiten
Foto: Ximonic (Simo Räsänen) / CC BY-SA 4.0 / Wikimedia Commons

Wer die gesamte Croda da Lago Rundtour läuft, kommt auch über das faszinierende Hochplateau Lastoi de Formin. Es ist eine riesige Kalksteinplatte, die eher an eine Mondlandschaft erinnert als an irdische Berge. Die Felsen sind seltsam zerklüftet und wirken unglaublich rau. Kája und Baby hopsten dort verwirrt von Stein zu Stein.

Der Kontrast zwischen dieser kahlen, grauen Wildnis und dem grünen Tal mit dem See darunter ist wirklich augenfällig. Der Weg über das Plateau ist nicht besonders gut markiert, und bei schlechter Sicht wäre ich dort sehr vorsichtig. Bei schönem Wetter aber fühlt man sich wie auf einer Erkundungsmission auf einem fremden Planeten.

8. Enrosadira beim Sonnenuntergang erleben

Die Enrosadira ist das Phänomen, das die Dolomiten weltweit berühmt gemacht hat. Beim Sonnenuntergang (oder -aufgang) färben sich die Kalksteinfelsen in unglaubliche Rosa- und Lilatöne. Bis zum Abend am Lago Federa zu bleiben ist Romantik der höchsten Güte – vergesst nur nicht die Stirnlampen für den Rückweg zum Auto.

Das Farbenspiel dauert meist nur wenige Dutzend Minuten, bevor die Sonne endgültig hinter dem Horizont verschwindet. Es lohnt sich deshalb, einen guten Platz zum Fotografieren oder Sitzen schon vorher auszuspähen. Sobald die Schatten länger werden, kann die Temperatur locker um zehn Grad fallen – eine warme Schicht im Rucksack ist also auch an einem sommerlichen Tag ein Muss.

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Türkisfarbener Lago Federa mit orange leuchtenden Lärchen im Herbst
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Lukáš und Lucie empfehlen
Wo übernachten bei Croda da Lago und Lago Federa
5 Unterkünfte — Hotels und weitere Übernachtungsmöglichkeiten
⭐ TOP WAHL 🏔️ Mountain
Rifugio Gianni Palmieri (Rifugio Palmieri Croda da Lago)
Malerische steinerne Berghütte direkt am Ufer des Lago Federa auf 2034 m Höhe. Bietet Übernachtung mit unvergesslichem Erwachen, wenn die ersten Sonnenstrahlen die Wasseroberfläche beleuchten. Es werden lokale Bergspezialitäten wie Polenta Gröstl serviert. Die Hütte ist normalerweise von Mitte Juni bis Ende September geöffnet.
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🏨 Hotel
Hotel de la Poste
Ikonisches Hotel im Zentrum von Cortina d’Ampezzo mit Geschichte und alpinem Luxus. Idealer Ausgangspunkt für die Wanderung zum Croda da Lago (15-20 Minuten Autofahrt zum Passo Giau).
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🏨 Hotel
Franceschi Park Hotel
Sehr angenehmes Hotel in Cortina d’Ampezzo. Nach der Wanderung finden Sie hier die besten Restaurants und Cafés für abendliche Entspannung. Entfernung zum Passo Giau ca. 15-20 Minuten mit dem Auto.
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🏡 Chalet
Chalet al Lago
Familiäres Chalet am See in Alleghe, direkt unter dem Marmolada-Massiv gelegen. Bietet eine herrliche Seeatmosphäre, auch wenn die Autofahrt zum Wanderungsbeginn etwas länger ist als von Cortina. Eine Wochenunterkunft für zwei Personen in der Sommersaison kostet normalerweise zwischen 1.000 und 1.600 EUR.
★★★★ ab 1.000 – 1.600 EUR/Woche
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9. Winterliches Schneeschuhwandern unter verschneiten Gipfeln

Auch im Winter hat dieser Ort seinen ganz besonderen Reiz. Schneeschuhwandern hier ist magisch – überall herrscht eine fast andächtige Stille und der Schnee knirscht bei jedem Schritt. Die Hütte ist im Winter meist geschlossen und der See liegt unter einer dicken Eisschicht, aber die raue Winterlandschaft entschädigt für alles. Prüft unbedingt vorab die Lawinengefahrenstufe und schaut auf die Croda da Lago Webcam.

Schneeschuhwandern ist übrigens viel unkomplizierter als viele denken – man muss nur die Beine etwas höher heben als normal. Wer sich die Wintertour nicht alleine zutraut, findet in Cortina viele erfahrene Bergführer, die euch begleiten und nebenbei spannende Geschichten über die Region erzählen. Schritt für Schritt durch die weiße Einsamkeit – ein perfekter Kopf-frei-Moment.

10. Die Wanderung mit der Panoramafahrt über den Passo Giau verbinden

Die Anfahrt zur Wanderung kann selbst ein Erlebnis sein. Der Passo Giau gehört zu den schönsten Bergstraßen Europas, mit engen Kehren und atemberaubenden Ausblicken. Nehmt euch etwas Zeit für Stopps an den Aussichtspunkten und lasst die echte italienische Bergwelt auf euch wirken.

Nur zur Warnung: Die Straße ist sehr beliebt bei Motorradfahrern und Rennradlern, also als Autofahrer immer aufmerksam bleiben. Oben am Pass gibt es ein tolles Café, wo wir uns nach der Tour immer ein ordentliches italienisches Cappuccino und ein Croissant gönnen. Und denkt an Kleingeld für den Parkplatz.

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Croda da Lago mit Kindern und unseren Hunden (Kája und Baby)

Wer unseren Blog verfolgt, weiß: Wir reisen mit unserem kleinen Jonášek. Wie ich am Anfang erwähnt habe, ist die fünfstündige Wanderung mit dem entsprechenden Höhenunterschied mit einem Zweijährigen im Tragetuch eine ziemliche Herausforderung – also heben wir sie uns für später auf. Und mit dem Kinderwagen solltet ihr es erst gar nicht versuchen: Das Gelände ist sehr steinig und stellenweise mit lästigen Wurzeln durchsetzt.

💡 Tipp: In fast allen Seilbahnen und Bergbussen wird für Hunde ein Maulkorb verlangt (erhältlich praktisch überall, auch direkt an den Talstationen). Das hat uns ehrlich gesagt oft genervt – sogar wenn wir allein in einer Gondel saßen. Wenn mehrere Seilbahnfahrten anstanden, haben wir Kája und Baby lieber im Campingplatz entspannen lassen.

Für Familien mit älteren Kindern ab etwa acht Jahren ist das hier eine perfekte Alternative zu überlaufenen Klettersteigen. Die abwechslungsreiche Landschaft begeistert Kinder, und die Aussicht auf den See mit einem guten Essen in der Hütte motiviert sie mehr als jedes Argument der Eltern.

Und unsere vierbeinigen Begleiter? Kája und Baby haben diese Tour absolut geliebt. Allerdings gilt eine wichtige Regel: Hunde müssen während der gesamten Tour an der Leine bleiben. Rund um den See und auf den umliegenden Weiden lebt eine große Kolonie von Murmeltieren, und die Ranger nehmen freilaufende Hunde sehr ernst. Die Strecke selbst ist für Hunde sehr angenehm – abwechselnd schattige Waldabschnitte und sonnige Passagen, nur auf scharfen Steinen in Schuttfeldern sollte man aufpassen.

Was essen im Rifugio Palmieri

Eines der schönsten Dinge beim Wandern in Italien: Egal auf welchen Berg ihr klettert, fast immer wartet oben fantastisches Essen. Das Rifugio Palmieri ist keine Ausnahme. Die Küche vereint italienische Leidenschaft mit Tiroler Sättigung – genau das, was man nach stundenlangem Aufstieg braucht.

Unbedingt probieren: die lokale Spezialität Polenta Gröstl. Eine herrlich knusprige gebratene Polenta mit saftigen Stücken lokalem Fleisch, Zwiebeln und Käse. Eine Kalorienbombe, ja – aber Lukáš und ich haben uns fast darum gestritten. Dazu passt ein Glas Vino d’Ampezzo, der lokale Wein aus der Region, der einen angenehm wärmt. Wer lieber Klassisches mag: Die hausgemachten Nudeln oder der Apfelstrudel mit Vanillesauce sind schlicht und einfach perfekt.

Praktische Infos, Preise und Regeln (Drohnenverbot!)

Ein paar praktische Hinweise vorab, damit euch vor Ort nichts überrascht. Das haben wir auf unserer Reise gelernt:

  • Parken: Die Parkplätze an den Ausgangspunkten sind in der Sommersaison schnell belegt. Am Passo Giau zahlt ihr ca. 5 € für drei Stunden, am Parkplatz Olympia in Cortina rund 10 € für den ganzen Tag. Am besten spätestens um 9 Uhr morgens da sein.
  • Wasser: Entlang der Strecke gibt es kaum Möglichkeiten, Wasser sicher aufzufüllen. Weder das Seewasser noch das Wasser aus Bächen ist ohne Abkochen trinkbar. Nehmt unbedingt genug mit – im Sommer mindestens 2 Liter pro Person.
  • DROHNENVERBOT: Das muss ich in großen Buchstaben betonen. Das gesamte Gebiet Croda da Lago liegt in einer Schutzzone und der Drohnenflug ist absolut und strikt verboten. Bei Erwischung drohen Bußgelder von bis zu 3.000 € – ohne Wenn und Aber. Ein Instagram-Foto ist das Risiko definitiv nicht wert.

Weitere Dolomiten-Ziele in der Nähe

Die Dolomiten sind so wunderschön, dass eine einzige Wanderung niemals reicht. Wenn ihr schon in der Gegend um Cortina seid, lohnen sich auch diese Highlights (nur auf deutlich mehr Menschenandrang einstellen):

Reisetipps für euren Italien-Urlaub

Bevor ihr den Rucksack packt, noch ein paar schnelle Tipps, die uns beim Reisen durch Italien immer wieder Zeit und Geld sparen.

Anreise in die Dolomiten

Wer nicht mit dem eigenen Auto aus Deutschland anreist, fliegt am besten nach Venedig oder Treviso. Von München oder Berlin gibt es regelmäßige Verbindungen mit Eurowings, Lufthansa oder Ryanair. Für den Vergleich von Flügen und Routen empfehlen wir Kiwi – unser Lieblingsportal für Preisvergleiche.

Mietwagen für die Dolomiten

Zwischen Pässen und Bergseen in den Dolomiten kommt man ohne Auto nicht weit. Wir nutzen seit Jahren DiscoverCars und haben damit überall auf der Welt gute Erfahrungen gemacht – der Dienst findet zuverlässig das günstigste Angebot aus verschiedenen Anbietern.

Reiseversicherung nicht vergessen

In den Bergen kann schnell etwas passieren – ein falscher Tritt, und ein Rettungshubschrauber wird teuer. Für kürzere Reisen nutzen wir gerne eine Reiseversicherung mit Bergrettungsschutz; für längere Trips oder abenteuerlichere Touren schwören wir auf SafetyWing.

Internet und Daten in Italien

Als EU-Land gilt in Italien euer normales deutsches Datenkontingent ohne Aufpreis (EU-Roaming). Wer jedoch ein begrenztes Tarifvolumen hat oder zuverlässige Daten für unterwegs braucht, findet in unserer Holafly eSIM-Rezension eine praktische Alternative.

Das richtige Schuhwerk für die Dolomiten

Auf dem steinigen Dolomiten-Gelände sind feste Wanderschuhe absolute Pflicht. Keine Sneaker! Falls ihr noch keine guten Bergschuhe habt, lest unseren Artikel darüber, wie man die richtigen Wanderschuhe auswählt – damit ihr nicht mit Blasen von der Tour zurückkehrt.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie lange dauert die Wanderung zur Croda da Lago?

Das hängt von der gewählten Route ab. Die kürzeste Variante vom Passo Giau dauert hin und zurück etwa 3 Stunden. Die längere Rundtour von der Brücke Ponte de Ru Curto nimmt insgesamt 5 bis 6 Stunden gemütliches Gehen in Anspruch.

Ist die Wanderung zur Croda da Lago für Kinder geeignet?

Für Kinderwagen und ganz kleine Kinder ohne Kraxe ist die Wanderung wegen des steinigen und teils steilen Geländes nicht geeignet. Fittere Kinder ab etwa acht Jahren sollten die Rundtour oder zumindest den Weg vom Passo Giau aber problemlos schaffen.

Kann man im Lago Federa baden?

Nein, das Baden im See ist zum Schutz des empfindlichen Hochgebirgsökosystems verboten. Außerdem ist das Wasser so eiskalt, dass ihr wahrscheinlich sowieso keine Lust darauf hättet.

Darf man Hunde zum See mitnehmen?

Ja, Hunde sind auf der Wanderung willkommen, müssen aber die ganze Zeit strikt an der Leine geführt werden. In der Gegend leben viele Murmeltiere, und es drohen ziemlich hohe Strafen für frei laufende Tiere.

Wann hat die Hütte Rifugio Palmieri geöffnet?

Die Hütte ist normalerweise von Mitte Juni bis Ende September oder Anfang Oktober geöffnet. Außerhalb der Saison und im Winter ist sie geschlossen, aber Übernachtungen können im Sommer im Voraus reserviert werden.

Brauche ich für diese Wanderung einen Bergführer?

Überhaupt nicht. Die Wege in den Dolomiten sind perfekt und übersichtlich markiert, auch mit den rot-weißen Markierungen des italienischen Alpenvereins. Es reicht, Offline-Karten dabei zu haben und den Wegweisern zu folgen.

Ist das Drohnenfliegen über dem See erlaubt?

Nein, hier gilt ein sehr striktes Drohnenflugverbot. Da das Gebiet Teil einer Schutzzone und eines Naturparks ist, drohen bei Verstößen gegen dieses Verbot saftige Strafen von bis zu 3000 Euro.

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