Cozumel, Mexiko: 12 Tipps für Tauchen, Schnorcheln und Strände

Kennst du das Gefühl, wenn du dich nach einem perfekten karibischen Paradies mit schneeweißem Sand und türkisfarbenem Wasser sehnst, aber gleichzeitig überhaupt keine Lust hast, dich durch die Touristenmassen in Cancún zu drängen oder dich auf den verstopften Straßen von Tulum zu ärgern? Genau für dich könnte die mexikanische Insel Cozumel die richtige Wahl sein. Während die Riviera Maya auf dem Festland aus allen Nähten platzt, bewahrt sich diese Insel eine viel entspanntere und freundlichere Atmosphäre, die dich sofort in ihren Bann zieht.

Die meisten Leute kommen für einen Tagesausflug per Boot hierher, aber glaub mir, das wäre wirklich schade. Cozumel zählt nämlich beim Schnorcheln und Tauchen zur absoluten Weltspitze, und die abgelegenen, unberührten Strände an der Ostküste rauben dir buchstäblich den Atem. Und das Beste daran? Wenn das Festland unter den Mengen an Seegras leidet, bleibt die Westküste dieser Insel wunderbar sauber.

In diesem Guide findest du 12 Tipps, was du auf der Insel Cozumel sehen und unternehmen kannst. Wir schauen uns die besten Tauch- und Badeplätze an, ich helfe dir bei der Unterkunft und gebe dir aktuelle Preise für 2025 und 2026 mit, damit dich vor Ort nichts überrascht.

Küste der Insel Cozumel (eigenes Foto)

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen

  • Wann hinfahren: Das beste Wetter ist von Ende November bis April. Im Sommer ist es extrem heiß und im Herbst drohen Hurrikane.
  • Sargassum (Seegras): Die Westseite der Insel (wo die Hotels und Badestrände liegen) ist vor dem Seegras geschützt und bleibt sauber, selbst wenn das Festland überschwemmt ist.
  • Tauchen und Schnorcheln: Palancar und Columbia sind weltberühmte Riffe. Seit 2025 wird eine erhöhte Gebühr für den Meerespark von 218 Pesos (ca. 11 €) pro Tag fällig.
  • Anreise zur Insel: Mit der Fähre von Playa del Carmen, die Überfahrt dauert 30 bis 45 Minuten und es geht stündlich los.
  • Wie man sich fortbewegt: Am besten mietest du dir für einen Tag einen Jeep oder Roller und fährst die wilde Ostseite der Insel ab, die absolut atemberaubend und ohne Handyempfang ist.
  • Geld: Gezahlt wird mit mexikanischen Pesos (MXN), aber überall werden auch US-Dollar (USD) akzeptiert, auch wenn der Kurs oft ungünstig ist.

Wann nach Cozumel reisen und wie es mit dem Seegras aussieht

Wenn du einen Urlaub in der Karibik planst, ist das Timing absolut entscheidend, denn das Wetter kann ziemlich unberechenbar sein. Die ideale Zeit für einen Besuch auf Cozumel ist von Ende November bis April, wenn es angenehm warm ist, nicht regnet und die Luftfeuchtigkeit erträglich bleibt. Von Mai bis Oktober wird es deutlich heißer, dazu kommt die Regenzeit, wobei das größte Hurrikanrisiko von August bis Oktober besteht. Ausführlicher haben wir dieses Thema in unserem Artikel darüber behandelt, wann man nach Mexiko reisen sollte.

💡 Tipp: Cozumel hat einen riesigen Vorteil gegenüber der Riviera Maya auf dem Festland, und das ist das Sargassum (braunes Seegras). Reisende und Einheimische sind sich einig, dass das Seegras auf Cozumel den normalen Touristen praktisch nicht stört: Die Ostseite (windzugewandt) bekommt in der Saison zwar Seegras ab, ist aber unbebaut und ohne Badeinfrastruktur, während die Westseite mit Beachclubs und Riffen selbst während der schlimmsten Sargassum-Saisons auf dem Festland geschützt und sauber bleibt Quelle.

Wo übernachten (und was es kostet)

Cozumel bietet Unterkünfte für jedes Budget, aber es ist wichtig, sich vorher zu überlegen, welche Art von Urlaub du eigentlich suchst. Das meiste Leben spielt sich an der Westküste ab, denn die Ostseite ist wild, windig und voller starker Strömungen – große Resorts findest du dort also keine.

Die Westküste lässt sich in zwei Hauptgebiete unterteilen. Das erste ist die Stadt San Miguel de Cozumel selbst, ideal, wenn du alles in der Nähe haben möchtest, lokale Restaurants und günstigere Unterkünfte suchst und es dir nichts ausmacht, zum Strand ein Stück fahren zu müssen. Die zweite Möglichkeit ist die südliche und nördliche Hotelzone, wo du luxuriösere Resorts direkt am Strand findest, oft mit eigenem Schnorchelriff – fürs Essen musst du dann allerdings ein Taxi in die Stadt nehmen.

Cozumel ist vor allem ein Tauch- und Schnorchelparadies, also entscheide, ob du lieber im Städtchen San Miguel (Leben, Fähre, Restaurants) oder direkt am Meer über dem Riff sein möchtest. Beides hat seinen Reiz und ein ganz anderes Preisschild.

💑 Für Paare: Encantada Resort ist ein Boutique-Resort nur für Paare mit privatem Strand und persönlichem Service, ein paar Minuten südlich von San Miguel – wie geschaffen für die Zweisamkeit (ab ca. 115 €/Nacht).

👨‍👩‍👧 Für Familien: Occidental Cozumel – All Inclusive ist ein weitläufiges All-inclusive-Resort am Meer mit vier Pools, Kinderprogramm und Schnorcheln direkt vom Strand aus (ab ca. 170 €/Nacht, All-in).

💰 Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis: Hotel Villas Las Anclas bietet geräumige Apartments mit Küchenzeile und Gartenpool, nur ein paar Blocks vom Platz und der Fähre entfernt – die Nummer eins unter den Pensionen der Insel (ab ca. 70 €/Nacht).

Für Taucher: Coral Princess Hotel & Dive Resort hat einen eigenen Steg und ein Riff direkt vor dem Hotel und gewinnt immer wieder die Leserumfragen von Tauchmagazinen (ab ca. 130 €/Nacht).

Buchungstipp: Wähle bei all diesen Hotels einen Tarif mit kostenloser Stornierung – Pläne ändern sich und du willst nicht für etwas zahlen, wo du am Ende gar nicht ankommst. Und lass es nicht auf den letzten Drücker ankommen: Die bestbewerteten Adressen sind in der Hauptsaison gerne mehrere Monate im Voraus ausgebucht, und die Preise schießen dann um Dutzende Prozent in die Höhe.

Konkrete Unterkunftstipps für Cozumel:

  • Günstigere Unterkunft in der Stadt: Wenn du etwas Gemütliches mit authentischer Atmosphäre direkt in San Miguel suchst, schau dir Casa Mexicana Cozumel an. Es gibt ein tolles Frühstück und du bist nur ein paar Schritte vom Hauptplatz und vom Hafen entfernt. Eine weitere klasse und preiswerte Option ist das Boutique-Hotel Villas El Encanto Cozumel, das einen wunderschönen tropischen Garten mit Pool bietet, in dem du nach einem langen Tag perfekt entspannst.
  • Goldene Mitte am Meer: Für alle, die Meerblick wollen, aber kein riesiges All-inclusive-Resort brauchen, ist das Coral Princess Hotel & Dive Resort absolut ideal. Es hat ein eigenes Tauchzentrum und gleich von den Stufen am Hotel aus kannst du im kristallklaren Wasser schnorcheln. Die Preise liegen meist zwischen 100 und 140 € pro Nacht für zwei Personen.
  • Luxus und perfekte Erholung: Wenn du dir echten karibischen Luxus gönnen möchtest, wird dich das Presidente InterContinental Cozumel Resort & Spa begeistern. Es gehört zum Besten auf der Insel, liegt direkt an einem schönen Privatstrand und der Service ist hier auf absolutem Spitzenniveau.

💡 Tipp: Wenn du weißt, dass du die meiste Zeit unter Wasser verbringen willst, suche nach einer Unterkunft mit „Dive Resort“ im Namen. Sie bieten oft günstige Pakete aus Unterkunft und Tauchgängen an, was dir am Ende einiges an Geld sparen kann.

Cozumel Sehenswürdigkeiten: 12 Tipps, was zu tun ist

Schauen wir uns gemeinsam an, was diese Insel zu bieten hat. Die meisten Aktivitäten drehen sich hier ums Wasser, und das ist kein Wunder, denn das Mesoamerikanische Korallenriff, das die Insel säumt, ist nach dem australischen das zweitgrößte der Welt. Wir fügen aber auch ein bisschen Geschichte und die Erkundung der wilden Natur hinzu.

1. Die Fähre von Playa del Carmen als Beginn des Abenteuers

Fähre nach Cozumel
Foto: Willian Justen de Vasconcellos / Pexels

Die Anreise zur Insel ist schon für sich ein kleines Erlebnis, denn es erwartet dich eine Überfahrt über das unglaublich blaue Meer. Die Fähren legen im Hafen von Playa del Carmen ab und die ganze Organisation ist sehr einfach. Tickets kannst du online oder direkt am Hafen an den Ständen kaufen – stell dich nur darauf ein, dass dich dort verschiedene Ausflugsverkäufer abfangen wollen.

Reisende bestätigen, dass die Fähren zuverlässig jede Stunde fahren, wobei die Gesellschaften Ultramar und Winjet die Überfahrt in etwa 45 Minuten schaffen und ein One-Way-Ticket rund 250 Pesos (etwa 13 €) kostet, während die neueren Schiffe der Gesellschaft Xcaret Xailing etwas schneller sind und die Fahrt nur 30 Minuten dauert, zum Preis von etwa 16 USD (rund 15 €) Quelle.

2. Tauchen am Palancar Reef

Tauchen am Palancar Reef
Foto: Harvey Clements / Pexels

Wenn du einen Tauchschein hast, ist Cozumel der Ort, an dem du ihn einfach nutzen musst. Das Palancar Reef ist eine absolute Legende, die schon der berühmte Jacques Cousteau bekannt machte, und bietet über fünf Kilometer atemberaubende Korallenformationen, Höhlen und Kanäle. Das Wasser ist hier so unglaublich klar, dass die Sicht normalerweise über 30 Meter reicht.

Die Preise für einen Standard-„Two-Tank-Dive“ (zwei Tauchgänge vom Boot aus) liegen 2025 und 2026 zwischen 75 und 115 USD (rund 70 bis 110 €), je nach Tauchzentrum. Ein Reisender, der mit dem örtlichen Zentrum Pepe Scuba tauchte, war begeistert, als er gleich in den ersten drei Minuten unter Wasser einen großen Rochen und einen majestätischen Riffhai traf Quelle.

3. Tauchen am Columbia Reef

Korallenriff Columbia
Foto: Harvey Clements / Pexels

Gleich neben dem Palancar liegt ein weiteres Tauchjuwel, das Columbia Reef. Es ist etwas tiefer und anspruchsvoller, daher nehmen Tauchlehrer hierher oft erfahrenere Taucher mit. Auf dich warten riesige Korallentürme, die sich wie Unterwasser-Wolkenkratzer aus der Tiefe erheben, und große Meeresschildkröten, die mit absoluter Eleganz um sie herumgleiten.

Im Vergleich zum Palancar gibt es hier auch etwas weniger Boote, sodass du eine bessere Chance hast, die Unterwasserwelt in relativer Ruhe zu genießen. Wenn du Unterwasserfotografie liebst, wird dich dieser Ort mit seinen Farben und seiner dramatischen Topografie absolut faszinieren.

4. Der Meeresnationalpark und die neuen Gebühren

Fische im Meerespark von Cozumel
Foto: Harvey Clements / Pexels

Die meisten der schönsten Riffe und Strände stehen unter dem Schutz des Meeresnationalparks (Parque Nacional Arrecifes de Cozumel), der sich um den Erhalt dieses fragilen Ökosystems kümmert. Daraus ergibt sich auch die Pflicht, eine tägliche Eintrittsgebühr zu zahlen, die zum Preis der Tauch- und Schnorchelausflüge hinzukommt.

Gut zu wissen: Der Eintritt in den Meeresnationalpark wurde zum 1. Januar 2025 auf rund 218 Pesos (etwa 11 €) pro Person und Tag erhöht, die erste Erhöhung seit 2020, und das Geld fließt direkt in den Schutz der Riffe Quelle. Achte unbedingt darauf, nur biologisch abbaubare Sonnencreme zu verwenden, idealerweise solche, die ausdrücklich als „reef-safe“ gekennzeichnet ist, denn in manchen Gebieten sind herkömmliche Cremes streng verboten.

💡 Tipp: Viel besser als jede Creme ist es, dir zum Schnorcheln und Tauchen ein T-Shirt mit UV-Schutz (sogenannter Rashguard) zu kaufen. Es schützt dich viel zuverlässiger vor Sonnenbrand und du hast die hundertprozentige Gewissheit, den Korallen nicht zu schaden.

5. Schnorcheln direkt vom Ufer aus

Schnorcheln bei Cozumel
Foto: Gabriela Carrillo / Pexels

Wenn du nicht mit Pressluftflasche tauchst, ist das überhaupt kein Grund zur Verzweiflung, denn die Strände und Küsten von Cozumel bieten auch fantastisches Schnorcheln nur mit Maske und Flossen. Du musst nicht unbedingt teure Bootsausflüge kaufen – viel Schönheit verbirgt sich gleich ein paar Meter vom Ufer entfernt, vor allem entlang der Westküstenstraße, wo du eine Reihe kleiner Restaurants und Beachclubs mit Wasserzugang findest.

Ein tolles Beispiel ist die Erfahrung eines Reisenden, der Anfang Juni jeden Tag direkt von seiner Unterkunft an der Westseite der Insel aus schnorchelte, wo er einfach die Stufen ins klare Wasser hinabging und sofort jede Menge Fische, kleine gelbe Rochen und ein Stück vom Ufer entfernt eine Korallenwand voller Leben sah Quelle.

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6. Die Sandbank El Cielo

Seesterne auf der Sandbank El Cielo
Foto: Charlotte Youlten / Pexels

El Cielo bedeutet übersetzt „Himmel“ und sobald du hier ankommst, verstehst du sofort warum. Es ist eine riesige Sandbank mit dem türkisfarbensten Wasser, das du dir nur vorstellen kannst. Das Wasser reicht dir hier kaum bis zur Hüfte und auf dem weißen Grund ruhen Dutzende wunderschöner Seesterne.

Hierher kommt man nur per Boot, daher ist es ein beliebter Stopp der meisten Schnorchelausflüge. Beachte aber eine extrem wichtige Regel: Die Seesterne dürfen auf keinen Fall angefasst und schon gar nicht für ein Foto aus dem Wasser gehoben werden. Schon ein paar Sekunden an der Luft sind für sie leider tödlich.

7. Der Öko-Park Punta Sur und der Leuchtturm Celarain

Leuchtturm Celarain in Punta Sur
Foto: Wikimedia Commons

An der südlichsten Spitze der Insel findest du das fantastische Naturschutzgebiet Punta Sur. Dieser Ort zeigt Cozumel von einer ganz anderen Seite – du findest hier Mangrovenlagunen, wilde Natur und auch einen der schönsten Ausblicke der ganzen Insel. Der Eintritt in den Park kostet rund 19 USD (ca. 18 €) und es lohnt sich auf jeden Fall, mindestens einen halben Tag dafür einzuplanen.

Verpass beim Besuch von Punta Sur nicht den Aufstieg auf den historischen Leuchtturm Celarain, der zwar sehr enge Betonstufen und eine enge Luke an der Spitze erfordert, aber Reisende sind sich einig, dass der unglaubliche Ausblick auf das azurblaue Meer bis zum Horizont die Mühe absolut wert ist. Ein Stück weiter an der Lagune kannst du von einem Aussichtsturm aus oft auch wilde Krokodile sicher beobachten Quelle.

8. Die Maya-Ruinen San Gervasio

Maya-Ruinen San Gervasio
Foto: María Regina Díaz / Pexels

Wenn du eine Pause von Sonne und Salzwasser brauchst, fahr ins Landesinnere, um die Maya-Geschichte zu erkunden. Die archäologische Stätte San Gervasio ist zwar nicht so riesig und berühmt wie Chichén Itzá oder Tulum, hat aber ihren ganz eigenen Charme. In alter Zeit war es ein heiliger Ort, der Göttin Ixchel geweiht, der Beschützerin der Fruchtbarkeit, und jede Maya-Frau musste angeblich mindestens einmal im Leben hierher pilgern.

Das Areal liegt versteckt im Dschungel, sodass du jede Menge Leguane triffst, die sich auf den alten Steinen sonnen. Der Eintritt ist in zwei Teile aufgeteilt (eine bundesstaatliche und eine föderale Gebühr) und kostet dich zusammen rund 220 Pesos (etwa 11 €). Vergiss nicht, ein starkes Mückenmittel einzupacken, denn die Moskitos im Dschungel können ziemlich unerbittlich sein. Die aktuellen Öffnungszeiten findest du auf der offiziellen Seite des Instituts INAH.

9. Jeep mieten und Tour über den wilden Osten

Wilde Ostküste von Cozumel
Foto: Elizabeth Kinney / Pexels

Das ist ein Erlebnis, das auszulassen eine Sünde wäre. Während die Westküste ruhig und touristisch ist, ist die Ostseite der Insel (von den Einheimischen „The Other Side“ genannt) völlig ungezähmt. Hier gibt es keinen Strom, keinen Handyempfang, und die Strände werden von riesigen Wellen aus der offenen Karibik gepeitscht.

Am besten erkundest du diese Gegend, indem du dir einen offenen Jeep oder einen alten Käfer-Cabrio mietest, das Verdeck herunterklappst und einfach die Küstenstraße entlangfährst. Unterwegs stößt du auf mehrere einsame Strandbars wie die beliebte Coconuts, wo du dir eine erfrischende Kokosnuss oder ein gekühltes Bier gönnen kannst. Ein Mietwagen für einen Tag kostet meist zwischen 50 und 80 USD (etwa 47 bis 75 €), und ich empfehle dir unbedingt, eine Vollkaskoversicherung abzuschließen.

10. Entspannen in den Beachclubs im Westen

Beachclub auf Cozumel
Foto: Matias Mango / Pexels

Wenn dir danach ist, einfach nur zu chillen, eine Margarita zu trinken und ab und zu ins Meer zu springen, sind die Beachclubs im Westen dafür wie gemacht. Sie funktionieren meist nach dem Prinzip des Mindestumsatzes (Minimum Spend) – du zahlst keinen Eintritt, verpflichtest dich aber, einen bestimmten Betrag zu essen und zu trinken, wofür du eine Liege, einen Sonnenschirm und Wasserzugang bekommst.

Zu den beliebtesten gehören der Buccanos Beach Club mit klasse Pool und ausgezeichnetem Essen oder die etwas ruhigere Money Bar, von der aus man hervorragend schnorcheln kann. Der Mindestumsatz liegt meist bei 20 bis 40 USD (etwa 18 bis 37 €) pro Person, was du bei einem Mittagessen und ein paar Drinks recht leicht ausgibst.

11. Die unberührten Strände Chen Rio und San Martin

Felsige Strände im Osten von Cozumel
Foto: Marcelo Gonzalez / Pexels

Während die Strände im Westen eher schmal und oft steinig sind, bietet die Ostküste kilometerlange breite Streifen feinen Sandes. Wie ich aber schon erwähnt habe, kann das Baden hier wegen der starken Unterströmungen ziemlich tückisch sein.

Eine Ausnahme ist der Strand Chen Rio, wo Felsen eine kleine geschützte Bucht bilden, in der man auch mit Kindern sicher baden kann. Das Wasser ist hier herrlich aufgewärmt und direkt am Strand gibt es ein ausgezeichnetes Restaurant. Ein weiterer schöner Stopp ist der Strand San Martin, der ideal für lange Spaziergänge im Sand, das Sammeln von Muscheln und das Beobachten von Pelikanen ist, die sich in die Wellen stürzen.

12. Abendstimmung in San Miguel de Cozumel

Uferpromenade von San Miguel de Cozumel
Foto: Nadine Biezmienova / Pexels

Wenn die Sonne untergeht und die meisten Tagesausflügler zurück nach Playa del Carmen fahren, wird die Stadt San Miguel wunderbar ruhig und zeigt ihr wahres Gesicht. Das Herz der Stadt ist der Zócalo (Hauptplatz) Parque Benito Juárez, der abends mit einheimischen Familien, Straßenmusikern und Essensständen zum Leben erwacht.

Kauf dir Churros vom mobilen Wagen, setz dich auf eine Bank und sauge die entspannte mexikanische Atmosphäre auf. In den Gässchen rund um den Platz findest du jede Menge kleine Läden mit Keramik, Silber und Textilien, die sich perfekt für einen abendlichen Bummel eignen.

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Was probieren (und wo man fleischlos isst)

Die mexikanische Küche ist eine Liebe fürs Leben, und auf Cozumel gilt das doppelt. Auch wenn die Region Yucatán für ihre Fleischspezialitäten berühmt ist (wie das traditionelle langsam gegarte Schweinefleisch Cochinita Pibil in Zitrusmarinade oder frisches Fisch-Ceviche), wirst du als Vegetarier hier ganz sicher nicht darben – im Gegenteil!

Geh weg von der touristischen Hauptmeile an der Uferpromenade und kehr in den kleinen lokalen Imbissen ein, die „Loncherías“ genannt werden. Probier unbedingt frische Käse-Quesadillas, serviert mit einer ordentlichen Portion Guacamole, das hier viel intensiver schmeckt als bei uns. Eine absolute Delikatesse sind Tacos, gefüllt mit gegrilltem Kaktus (Nopales), Bohnen, Pilzen oder sogar Hibiskusblüten (Tacos de Jamaica), die einen wunderbar süßlich-sauren Geschmack haben. Und wenn du großen Hunger hast, bestell dir Chiles Rellenos – große scharfe Paprika, gefüllt mit Käse, im Teigmantel und mit Tomatensoße übergossen.

💡 Tipp: Wenn du etwas wirklich Gesundes und Veganes suchst, kehr im Restaurant La Cocina de Silvia oder im kleinen Bistro Nutrisano ein. Dort gibt es tolle frische Säfte, Smoothie-Bowls und ausgezeichnete vegetarische Versionen mexikanischer Klassiker. Zum Trinken solltest du unbedingt Agua de Chaya probieren – ein erfrischendes Getränk aus den lokalen Chaya-Blättern, gemischt mit Zitrone und Ananas.

Praktische Reisetipps

Damit dich auf der Insel nichts unangenehm überrascht, habe ich noch ein paar praktische Ratschläge für dich vorbereitet, die du vor der Reise auf jeden Fall kennen solltest.

  • Geld und Zahlung: Die offizielle Währung ist der mexikanische Peso (MXN), aber überall werden auch US-Dollar (USD) akzeptiert. Das Problem ist, dass die Händler beim Zahlen in Dollar den Kurs selbst festlegen und er oft sehr ungünstig ist. Deshalb empfehle ich, Pesos am Geldautomaten abzuheben. Aber Vorsicht bei Automaten direkt auf der Straße – wegen häufigem Skimming (Kopieren von Karten) hebe Geld grundsätzlich an Automaten ab, die sich innerhalb der Filialen offizieller Banken befinden (z. B. Santander, HSBC, Banorte). Akzeptiere am Terminal außerdem niemals den ungünstigen Kurs der dynamischen Währungsumrechnung (DCC).
  • Fortbewegung auf der Insel: Apps wie Uber oder Cabify funktionieren auf Cozumel leider nicht, der Transport wird hier fest vom örtlichen Taxikartell kontrolliert. Die Taxis sind zuverlässig, aber ziemlich teuer. Reisende berichten, dass eine kurze Fahrt von der Stadt ein Stück die Küste entlang rund 150 Pesos (etwa 8 €) kostet. Handle den Preis immer mit dem Fahrer aus, bevor du einsteigst.
  • Roller mieten: Einen Roller zu mieten ist enorm beliebt und günstig (rund 25 USD / etwa 23 € pro Tag), aber ich muss dich ehrlich warnen. Die Krankenhäuser der Insel sind voll von Touristen, die es auf dem Roller nicht geschafft haben. Die Straßen sind nach dem Regen rutschig und die Einheimischen fahren ziemlich wild. Wenn du keine Rollererfahrung von zu Hause hast, lerne es lieber nicht hier und miete dir ein Auto.
  • Sicherheit: Viele fragen sich, ob Cozumel gefährlich ist – die Antwort ist beruhigend. Cozumel gilt allgemein als einer der sichersten Orte Mexikos, deutlich sicherer als das Festland-Cancún oder Tulum. Auf Touristen ausgerichtete Kriminalität ist hier minimal, aber natürlich gilt der gesunde Menschenverstand – lass Wertsachen am Strand nicht unbeaufsichtigt und meide nachts unbeleuchtete Gassen am Stadtrand.

💡 Tipp: Wenn dich jemand auf der Straße oder an der Fähre mit dem Angebot von „Informationen über die Insel“ anspricht oder dich zu einem kostenlosen Frühstück einlädt, lehne mit einem Lächeln ab und geh weiter. Fast immer handelt es sich um Verkäufer von sogenannten Timeshares (geteiltes Eigentum an Apartments), die dich vier Stunden in einen Konferenzraum sperren und ständig zur Unterschrift eines ungünstigen Vertrags überreden können.

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Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert die Fährüberfahrt nach Cozumel?

Die Überfahrt vom Hafen in Playa del Carmen dauert mit den Standardfähren der Gesellschaften Ultramar oder Winjet etwa 45 Minuten. Die neueren Katamarane von Xcaret Xailing schaffen die Strecke sogar in 30 Minuten, und die Schiffe fahren den ganzen Tag über etwa stündlich.

Ist Cozumel sicher für Touristen?

Ja, die Insel gilt als eines der sichersten Reiseziele in ganz Mexiko und die Kriminalität ist hier deutlich niedriger als auf dem Festland. Wie überall sonst ist es aber ratsam, grundlegende Vorsicht walten zu lassen und seine Sachen am Strand im Auge zu behalten.

Kann man auf Cozumel mit Karte bezahlen?

In größeren Restaurants, Hotels und Beach Clubs kannst du problemlos mit Karte zahlen. Wenn du allerdings auf die Ostseite der Insel fährst, in kleine lokale Lokale gehst oder dir etwas an Straßenständen kaufen möchtest, solltest du auf jeden Fall ausreichend Bargeld in Pesos dabei haben.

Gibt es Sargassum-Algen an den Stränden von Cozumel?

Westküste, wo sich die meisten Strandclubs und Tauchspots befinden, ist normalerweise vor Algen geschützt und bleibt das ganze Jahr über wunderschön sauber. Algen tauchen gelegentlich an der östlichen Windward-Küste auf, wo es aber sowieso keine geeignete Infrastruktur zum Baden gibt.

Brauche ich für das Tauchen auf Cozumel eine fortgeschrittene Zertifizierung?

Für die meisten Riffe wie das berühmte Palancar reicht dir die grundlegende Open-Water-Diver-Zertifizierung, denn viele Tauchgänge finden in Tiefen bis 18 Metern statt. Für tiefere Tauchgänge oder Orte mit stärkeren Strömungen verlangen die Tauchlehrer fortgeschrittenere Erfahrung und die Advanced-Zertifizierung.

Kann man auf der Insel Leitungswasser trinken?

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Auf keinen Fall, Leitungswasser in Mexiko ist für Touristen nicht trinkbar und könnte dir ernsthafte Magen-Darm-Probleme bereiten. Kaufe immer Flaschenwasser und verwende es auch zum Zähneputzen; Eis in Restaurants ist aber normalerweise sicher, da es aus gefiltertem Wasser hergestellt wird.
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Wie viel kostet ein Mietwagen auf Cozumel?

Die Automiete, meistens ein offener Jeep oder ein älterer Käfer, liegt je nach Saison zwischen 50 und 80 USD (etwa 45 bis 70 EUR) pro Tag. Ich empfehle wärmstens, für eine Vollkaskoversicherung etwas mehr zu zahlen, denn die Straßen auf der Insel können manchmal unberechenbar sein.

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