Brisbane in Australien hat oft den Ruf des langweiligeren Geschwisterchens, das im Schatten des berühmten Sydney und des kulturellen Melbourne steht. Doch genau hierher ziehen die Australier in den letzten Jahren scharenweise – wegen des entspannten Tempos, der bezahlbaren Lebenshaltungskosten und vor allem wegen der Sonne, die hier an dreihundert Tagen im Jahr scheint. Die Stadt verändert sich zudem unglaublich schnell und bereitet sich darauf vor, 2032 die Olympischen Sommerspiele auszurichten.
Wenn du eine Reise zu den Antipoden planst, dann lass dir diese subtropische Metropole auf keinen Fall entgehen – solange sie sich ihren Ruf als ruhiger Ort am Fluss noch bewahrt. Laut Einheimischen ist sie die absolut ideale Basis, um den gesamten Bundesstaat Queensland zu erkunden. Du findest hier einen einzigartigen künstlichen Strand mitten zwischen den Wolkenkratzern, wunderbare botanische Gärten und quirlige Nachtmärkte voller großartigem Essen.
Brisbane bietet mehr, als du erwarten würdest – vom künstlichen Strand zwischen den Wolkenkratzern über Koalas in einer Auffangstation bis hin zur Aussichtsfahrt für keine 30 Cent. In diesem Guide verraten wir dir, in welchem Viertel du wohnen solltest, wie du am günstigsten durch die Stadt kommst und wann du anreisen solltest, um nicht bis auf die Haut nass zu werden.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen
- Wie viele Tage du brauchst: Für die Stadt selbst reichen dir zwei bis drei Tage, aber wenn du auch zu den Inseln oder zu den Tieren willst, plane mindestens vier bis fünf Tage ein.
- Wann du reisen solltest: Das beste Wetter herrscht im Herbst (März bis Mai) und im Frühling (September bis November). Der Winter im Juli und August ist mit angenehmen 22 Grad absolut ideal für Erkundungen zu Fuß.
- Wo du übernachten solltest: Für die beste Anbindung wähle das Zentrum (CBD), für Familien und Parkliebhaber ist South Bank großartig, fürs Nachtleben geht es ins Fortitude Valley.
- Verkehr für ein paar Cent: Der gesamte öffentliche Nahverkehr der Stadt (Züge, Busse und Fähren) kostet dauerhaft nur 50 Cent pro Fahrt.
- Baden: Im Brisbane River solltest du wegen des trüben Wassers und der Bullenhaie nicht baden. Nutze lieber den kostenlosen künstlichen Strand Streets Beach direkt im Zentrum.
- Was du auf keinen Fall verpassen darfst: Eine Fahrt mit der CityCat-Fähre, das Füttern von Kängurus im Lone Pine Koala Sanctuary und die Aussicht von der neuen Plattform Sky Deck.
Wann du nach Brisbane reisen solltest
Brisbane liegt in der subtropischen Zone, was bedeutet, dass die klassischen vier Jahreszeiten hier etwas anders funktionieren, als wir es aus Europa gewohnt sind. Von Dezember bis März herrscht hier ein feuchter Sommer, der Temperaturen um die 30 Grad und eine enorme Luftfeuchtigkeit mit sich bringt. Die Einheimischen warnen dich ganz ehrlich, dass diese Zeit ziemlich anstrengend sein kann und obendrein die Hauptsaison für tropische Gewitter und heftige Regenfälle ist. Ich rate dir, diese Zeit zu meiden, wenn du deine Tage nicht in klimatisierten Einkaufszentren und Galerien verbringen willst.
Eine deutlich bessere Wahl sind die sogenannten Übergangszeiten, also von März bis Mai und von September bis November. Die Temperaturen sind sehr angenehm, die Luftfeuchtigkeit sinkt und die Tage sind voller Sonne. Wenn du außerdem im Oktober oder November anreist, färbt sich die ganze Stadt dank der blühenden Jacaranda-Bäume, die Straßen und Parks säumen, violett.
Eine absolut großartige Reisezeit ist auch der australische Winter im Juli und August. Während es im Süden Australiens kühl werden kann, hält Brisbane tagsüber schöne 22 bis 23 Grad. Angeblich ist das die allerbeste Zeit, um die Stadt einen ganzen Tag lang zu Fuß zu erkunden – abends brauchst du allerdings schon eine leichte Jacke oder einen Pullover.
Wie du dich in Brisbane fortbewegst (und wie du vom Flughafen kommst)
Der Nahverkehr in Brisbane hat kürzlich eine gewaltige Revolution durchlebt, um die andere Weltmetropolen die Stadt nur still beneiden können. Die Regierung hat hier einen dauerhaften Fahrpreis von 50 Cent eingeführt (etwa 0,30 €) für absolut alle Züge, Busse und Fähren im gesamten Translink-Netz. Egal ob du eine Station oder eine Stunde in die Vorstadt fährst – du zahlst immer nur diese symbolische Gebühr. Zum Bezahlen musst du einfach beim Ein- und Aussteigen deine normale Bankkarte hinhalten. Das ist eine unglaubliche Entlastung für dein Reisebudget und macht die Stadt zu einer der günstigsten Metropolen weit und breit.
Durch diese Änderung wurde im Januar 2025 die kostenlose Fähre CityHopper endgültig eingestellt. Das muss dich aber überhaupt nicht ärgern, denn für nur 50 Cent kannst du jetzt mit den viel schnelleren und moderneren CityCat-Katamaranen fahren. Diese kreuzen von morgens bis nachts über den Fluss, und die Einheimischen nutzen sie gerne als günstigste Aussichtsfahrt in ganz Australien.
Die einzige große Ausnahme vom günstigen Tarif ist der private Airtrain, der vom Flughafen ins Zentrum fährt. Die Fahrt dauert etwas mehr als zwanzig Minuten und kostet dich rund 20 AUD (ca. 12 €) pro Person, was in starkem Kontrast zum Rest der Stadt steht. Wenn du aber zu zweit oder mehr reist, lohnt es sich, die Tickets vorab online zum reduzierten Preis von etwa 17 AUD zu kaufen. Alternativ kannst du ein klassisches Taxi oder Dienste wie Uber in Betracht ziehen, die sich bei mehreren Personen oft mehr lohnen.
Wo du in Brisbane, Queensland, Australien übernachtest
💡 Tipp für Unterkünfte und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten vergleicht und bucht man dann am besten über GetYourGuide.
Wo solltest du in Brisbane übernachten? Das hängt vor allem davon ab, ob du alles gleich vor der Nase haben oder lieber Ruhe und Grün genießen möchtest. Die praktischste Wahl ist das Zentrum selbst, genannt CBD (Central Business District). Von hier hast du es nah zu allen wichtigen Verbindungen, Einkaufsstraßen und Restaurants. Sehr beliebt ist hier das Aparthotel Capri by Fraser Brisbane, das bestens ausgestattete Zimmer mit Küchenzeile bietet und dessen perfekte Lage von Reisenden gelobt wird. Diese Variante schätzt du vor allem dann, wenn du nur begrenzt Zeit für die Erkundung der Metropole hast und jede Minute sparen musst.
Wenn du Grün und eine ruhigere Atmosphäre bevorzugst, übernachte im Viertel South Bank auf der anderen Flussseite. Es ist ein wahres Paradies für Familien mit Kindern, denn hier findest du Parks, Galerien und den künstlichen Strand. Für Luxusliebhaber gibt es hier das fantastische Emporium Hotel South Bank, das mit einem wunderschönen Dachpool im 22. Stock mit atemberaubendem Blick über die ganze Stadt aufwartet.
Die dritte beliebte Gegend ist Fortitude Valley, das Hauptzentrum des Nachtlebens. Hier findest du die besten Clubs, Bars und viele großartige Boutiquen, aber du musst damit rechnen, dass es am Wochenende hier wirklich sehr lebhaft und laut ist. Für Reisende mit begrenztem Budget ist dann das YHA Brisbane City unweit des Zentrums eine tolle Wahl, mit sauberen Zimmern, neuerer Ausstattung und sogar einem Dachpool. Buche deine Unterkunft unbedingt rechtzeitig über Booking, denn die Kapazitäten in guten Hotels sind schnell weg.
Brisbane oder gleich Gold Coast?
Viele Reisende stehen vor dem Dilemma, ob sie nicht gleich an die berühmte Küste der Gold Coast fahren und Brisbane nur für Tagesausflüge ansteuern sollen. Die Einheimischen raten aber, den Aufenthalt aufzuteilen, idealerweise drei bis vier Nächte in Brisbane und danach genauso lange am Ozean. Beide Orte haben nämlich eine völlig andere Atmosphäre, und ständiges Pendeln würde dich unnötig Zeit kosten. Ein clever zusammengestellter Plan ist hier der Schlüssel, damit du dir nicht unnötig die Beine und den Geldbeutel durch ständige Zugfahrten müde machst.
Dank des unglaublich günstigen Nahverkehrs kommst du vom Zentrum Brisbanes an die Gold Coast mit dem Zug in etwa einer Stunde – und das wieder für nur 50 Cent. So kannst du in Ruhe die kulturelle Großstadt mit ihrem hervorragenden Kaffee und ihren Parks genießen und dann einfach zum Surfen und an die endlosen Strände wechseln.
20 Tipps, was du in Brisbane sehen und erleben musst
Schauen wir uns das Beste an, was diese sonnenverwöhnte australische Stadt zu bieten hat. Von ikonischen Parks über einzigartige Tierauffangstationen bis hin zu großartigen Inselausflügen.

1. South Bank Parklands und Streets Beach
Als 1988 in Brisbane die Weltausstellung Expo stattfand, ahnte wohl niemand, dass danach das schönste Erholungsareal des Landes übrig bleiben würde. Die South Bank Parklands sind heute das kulturelle und gesellschaftliche Herz der Stadt, das jährlich von unglaublichen 16 Millionen Besuchern aufgesucht wird. Du findest hier siebzehn Hektar sattes Grün, Picknickplätze mit kostenlosen Grills und viele schattige Winkel für heiße Sommertage.
Das absolute Highlight ist aber zweifellos Streets Beach, der allererste künstliche Strand im Stadtzentrum in ganz Australien. Er besteht aus strahlend weißem Sand, das Wasser der Lagune wird alle sechs Stunden gefiltert und das ganze Jahr über wachen professionelle Rettungsschwimmer darüber. Das Baden ist hier völlig kostenlos und die beste und sicherste Rettung vor der subtropischen Hitze – denn direkt in den Fluss solltest du aus Sicherheitsgründen auf keinen Fall steigen.
Neben dem Baden solltest du unbedingt unter der berühmten Pergola Grand Arbour spazieren gehen. Dieser kilometerlange Weg besteht aus mehr als vierhundert Stahlsäulen, die dicht mit wunderschön blühender Bougainvillea bewachsen sind. Besonders im Frühling ist das ein unglaubliches Schauspiel und einer der meistfotografierten Orte der Stadt.
💡 Tipp: Das Areal ist täglich von fünf Uhr morgens bis Mitternacht geöffnet. Die schönste Atmosphäre herrscht kurz vor Sonnenuntergang, wenn die umliegenden Wolkenkratzer aufleuchten und sich auf der Wasseroberfläche der Lagune spiegeln.

2. GOMA und das Kulturviertel am Fluss
Direkt neben den Parks befindet sich ein weitläufiges Kulturviertel, das jeden Kunst- und Geschichtsliebhaber begeistert. Das größte Juwel ist die Galerie GOMA (Gallery of Modern Art), die größte Institution für moderne und zeitgenössische Kunst des Landes. Ihre Ausstellungen sind unglaublich einfallsreich, oft interaktiv und regelmäßig zeigt sie bedeutende internationale Ausstellungen.
Gleich daneben liegen die klassische Queensland Art Gallery sowie das Queensland Museum, das für Familien mit Kindern absolut fantastisch ist. Du findest hier riesige Dinosaurierskelette, faszinierende Ausstellungen über die australische Natur und die Geschichte der Ureinwohner. Der ganze Komplex ist durch Terrassen mit Blick auf den Fluss verbunden, und ehrlich gesagt: Selbst wenn dich Kunst nicht besonders begeistert, lohnen sich die Architektur und die Ausblicke allein schon für einen Besuch.
Ein riesiger Vorteil ist, dass der Eintritt in die ständigen Sammlungen beider Galerien völlig kostenlos ist, was sie zum idealen Ziel für ein Nachmittagsprogramm oder als Unterschlupf vor einem gelegentlichen Regenschauer macht. Geöffnet ist meist täglich von zehn Uhr morgens bis fünf Uhr nachmittags.
💡 Tipp: Wenn dich beim Betrachten der Kunst der Hunger überkommt, geh direkt ins GOMA Bistro. Sie servieren hier hervorragende moderne Brunches mit lokalen Zutaten, und durch die verglasten Wände genießt du den Blick nach draußen.

3. Wheel of Brisbane
Fast jede moderne Großstadt hat heute ihr Riesenrad, und Brisbane bildet da keine Ausnahme. Das Wheel of Brisbane ragt sechzig Meter in die Höhe, direkt im Herzen von South Bank, und bietet einen atemberaubenden Panoramablick über die gesamte Metropole, den Fluss und die fernen Berge.
Die Fahrt dauert rund zwölf Minuten, in denen du vier komplette Umdrehungen absolvierst. Alle Gondeln sind vollständig klimatisiert, sodass du dir auch im schwülen Sommer keine Sorgen vor der Hitze machen musst. Dazu bekommst du einen Audioguide, der dir bei jeder Umdrehung erklärt, was sich genau unter dir befindet – so weißt du immer, wo was steht.
Das Rad ist von Montag bis Donnerstag bis zweiundzwanzig Uhr in Betrieb, freitags und samstags sogar bis dreiundzwanzig Uhr. Die aktuellen Ticketpreise solltest du immer auf der offiziellen Website überprüfen, da sie sich im Laufe der Saison ändern können. Viele Reisende empfehlen, erst nach Einbruch der Dunkelheit zu fahren, wenn die Stadt wunderschön beleuchtet ist.
💡 Tipp: Das Riesenrad ist ein toller Orientierungspunkt. Egal, wo du dich in den Parks am Südufer verläufst – schau dich einfach um, und du weißt sofort, in welche Richtung du gehen musst.

4. Fahrt mit dem CityCat für 50 Cent
Wie ich schon in der Einleitung erwähnt habe, ist der Fluss die Hauptverkehrsader der Stadt, und eine Fahrt darauf ist absolute Pflicht. Die modernen CityCat-Katamarane sind die beste Art, die Stadt aus einer ganz anderen Perspektive zu sehen. Und die ganze Aussichtsfahrt kostet dich obendrein nur die magischen 50 Cent (knapp 0,30 €).
Am beliebtesten ist die Hauptlinie F1, die in regelmäßigen Abständen von etwa zehn Minuten über den Fluss kreuzt. Du kannst zum Beispiel an der Universität einsteigen, direkt unter den Wolkenkratzern im Zentrum entlangfahren, die berühmte Story Bridge unterqueren und im wohlhabenderen Viertel Teneriffe aussteigen. Die Boote haben geräumige Außendecks, von denen aus man hervorragend fotografieren kann.
Vergiss nicht, dass die kostenlosen roten CityHopper-Boote seit Januar 2025 nicht mehr fahren, also brauchst du für jede Fahrt eine Bankkarte zum Antippen. Die Katamarane fahren bis in die späten Nachtstunden, ungefähr bis Mitternacht, sodass du auch von einem abendlichen Dinner sicher zurückkommst.
💡 Tipp: Steig kurz vor Sonnenuntergang aufs Boot und lass dich bis zur Endstation und wieder zurück fahren. Für den Preis eines Brötchens bekommst du eine zweistündige Abendfahrt durch die beleuchtete Stadt.

5. Story Bridge und die Kangaroo Point Cliffs
Die ikonische Stahlbrücke Story Bridge ist für Brisbane das, was die Harbour Bridge für Sydney ist. Sie wurde im Juli 1940 feierlich eröffnet und ist bis heute eines der markantesten Wahrzeichen der Stadt. Nach Einbruch der Dunkelheit ist die Brücke zudem wunderschön beleuchtet, und die Farben wechseln oft je nach dem, welches bedeutende Ereignis gerade gefeiert wird.
Noch vor Kurzem war es sehr beliebt, die Brücke zu Fuß zu überqueren, doch 2025 wurden die Fuß- und Radwege teilweise saniert, und einige Abschnitte könnten weiterhin eingeschränkt sein. Wenn du über einen Adrenalinaufstieg direkt auf die Brückenkonstruktion im Rahmen des sogenannten Adventure Climb nachdenkst, informiere dich unbedingt vorab über den aktuellen Stand und die Bedingungen direkt auf der offiziellen Website.
Eine großartige Alternative für atemberaubende Ausblicke sind die nahe gelegenen Kangaroo Point Cliffs. Diese natürlichen Felswände ragen direkt über dem Fluss auf und bieten unglaubliche 408 Kletterrouten mitten in der Stadt. Nachts sind die Felsen beleuchtet, und auf ihrer Spitze findest du einen gepflegten Park mit Bänken und Grills.
💡 Tipp: Die Kangaroo Point Cliffs sind angeblich der allerbeste Ort der Stadt, um den Sonnenuntergang zu beobachten. Schau zu, wie die Sonne hinter den verglasten Wolkenkratzern im Zentrum versinkt, während du mit einem guten Kaffee in der Hand auf dem Rasen sitzt.

6. Howard Smith Wharves und die Brauerei Felons
Direkt unter der massiven Konstruktion der Story Bridge liegt ein Ort, der eine der erstaunlichsten Verwandlungen der jüngeren Stadtgeschichte durchgemacht hat. Die ehemals verlassenen Docks Howard Smith Wharves verwandelten sich 2018 in das lebendigste Gastronomiezentrum weit und breit. Die alten Holzhallen wurden sorgfältig saniert und beherbergen heute die besten Restaurants und Bars.
Das Herz des ganzen Areals ist die echte, funktionierende Brauerei Felons Brewing Co, die ihr Bier direkt vor Ort braut. Sie haben hier eine riesige Außenterrasse namens Chipper Deck, wo du nur wenige Meter vom Fluss entfernt sitzen und die entspannte australische Atmosphäre in dich aufsaugen kannst. Zum Essen bieten sie großartige vegetarische Pizzen und kleine Snacks.
Zu den Docks kommst du sehr leicht, denn sie haben eine eigene Haltestelle für die CityCat-Katamarane. Alternativ kannst du den öffentlichen Aufzug nutzen, der dich direkt von den Klippen über dem Fluss hinunter zur Promenade bringt. Das Areal erwacht vor allem am Wochenende zum Leben, wenn Livemusik spielt und die Leute auf den schön gepflegten Rasenflächen ringsum sitzen.
💡 Tipp: Die Brauerei denkt auch an die Frühaufsteher. Schon ab sechs Uhr morgens gibt es hier ein kleines Café, du kannst also gleich nach dem Aufwachen auf einen Morgen-Espresso vorbeikommen.

7. Queen’s Wharf und das Sky Deck kostenlos
Das größte und meistdiskutierte Projekt der letzten Jahre ist der riesige Komplex Queen’s Wharf, dessen Bau unglaubliche 3,6 Milliarden australische Dollar verschlungen hat. Dieses futuristische Areal erwachte im August 2024 zum Leben und veränderte die Skyline der ganzen Stadt radikal. Neben Luxushotels und mehr als fünfzehn neuen Restaurants brachte es auch die schöne Promenade Riverline entlang des Wassers.
Der Hauptgrund, warum du hierher kommen solltest, ist die unglaubliche Aussichtsplattform Sky Deck. Sie befindet sich exakt hundert Meter über dem Fluss und bildet eine 250 Meter lange Verbindung zwischen den einzelnen Wolkenkratzern. Die Ausblicke von hier sind absolut konkurrenzlos, und du siehst die Stadt wie auf einem Tablett.
Das Beste daran ist, dass der Zugang zum Sky Deck für die Öffentlichkeit völlig kostenlos und 24 Stunden am Tag geöffnet ist. Du musst nichts reservieren oder teuren Eintritt zahlen, komm einfach vorbei und fahr mit dem Aufzug hinauf. Ende 2026 sollen im Komplex zudem weitere Superluxushotels eröffnen, darunter das erste Sechs-Sterne-Hotel Australiens.
💡 Tipp: Wenn du einen Ort für ein besonderes Dinner mit Aussicht suchst, findest du oben mehrere wirklich erstklassige Restaurants. Sie sind zwar teurer, aber die Einheimischen loben sie für besondere Anlässe. (Es gibt hier auch Steaks und frische Meeresfrüchte, falls du auf Klassiker stehst.)

8. City Botanic Gardens und Riverwalk
Während die meisten Touristen automatisch nach South Bank ziehen, schwören die Einheimischen auf die ruhigeren City Botanic Gardens direkt im Zentrum. Diese wunderbare achtzehn Hektar große Oase des Grüns ist die perfekte Flucht vor dem Lärm der Großstadt. Die Gärten sind rund um die Uhr geöffnet, und der Eintritt ist natürlich kostenlos.
Der Park prunkt mit uralten Bäumen, schönen Teichen und vielen schattigen Winkeln zum Lesen oder Entspannen. Die Gärten säumt die 1,2 Kilometer lange Promenade Riverwalk, auf der man wunderbar spazieren oder Rad fahren kann. Am Südende schließt der Park nahtlos an die Fußgängerbrücke Goodwill Bridge an, über die du leicht zurück nach South Bank kommst.
Die Gärten haben eine große historische Bedeutung, denn genau hier wurden die ersten Feldfrüchte nach der Ankunft der europäischen Siedler getestet. Heute ist es ein beliebter Ort zum Morgenlauf und für Wochenendpicknicks, wenn die Leute hierher Decken und Körbe voll Essen mitbringen und den freien Nachmittag genießen.
💡 Tipp: In den Gärten triffst du auf viele einheimische Vögel, von frechen Ibissen bis zu wunderschön gefärbten Papageien. Pass aber auf deinen Snack auf, die Vögel haben hier überhaupt keine Angst vor Menschen!

9. Roma Street Parkland
Wenn du Natur und Blumen liebst, darfst du das Roma Street Parkland nicht verpassen, das am Nordrand des Zentrums liegt, direkt auf dem Gelände eines ehemaligen Rangierbahnhofs. Dieser unglaubliche elf Hektar große Park gilt als der größte subtropische Garten im Zentrum einer Stadt weltweit.
Der Park ist ein Meisterwerk der Gartenarchitektur. Du findest hier kaskadenförmige Wasserfälle, einen Regenwald mit Farnen und sorgfältig gepflegte Beete, die in jeder Jahreszeit blühen. Der Garten ist clever in mehrere thematische Zonen unterteilt, sodass jeder Bereich ganz anders aussieht und andere Pflanzenarten bietet.
Auch dieser Park ist kostenlos zugänglich und 24 Stunden am Tag geöffnet. Er ist ein beliebter Ort für Familien mit Kindern, denn hier fährt eine kleine Aussichtsbahn, und an jeder Ecke triffst du sich sonnende Echsen, die sogenannten Water Dragons, die völlig harmlos und fotogen sind.
💡 Tipp: Wenn du mehr über die Pflanzen erfahren möchtest, schau auf der offiziellen Website nach den Zeiten der kostenlosen Führungen mit einheimischen Freiwilligen. Sie sind voller Wissen und Begeisterung.

10. Aussichtspunkt Mt Coot-tha und das Planetarium
Für den allerbesten Gesamtblick über die ganze Metropole musst du ein Stück aus der Stadt hinaus auf den Berg Mt Coot-tha fahren. Dieser legendäre Aussichtspunkt bietet ein ungetrübtes Panorama von den Wolkenkratzern im Zentrum über den mäandernden Fluss bis zu den Inseln in der Bucht Moreton Bay in der Ferne. Besonders morgens bei Sonnenaufgang herrscht hier angeblich eine absolut magische Atmosphäre.
Direkt am Fuße des Berges befindet sich zudem ein weitläufiger botanischer Garten, der ebenfalls kostenlos zugänglich ist (geöffnet von 8 bis 18 Uhr, im Winter bis 17 Uhr). Zu ihm gehören ein riesiges tropisches Gewächshaus und ein schöner japanischer Garten. Gleich daneben findest du auch das beliebte Planetarium, wo Erwachsene knapp 18 AUD und Kinder rund 11 AUD zahlen (geöffnet Dienstag bis Sonntag).
Hierher zu kommen ist vom Zentrum aus recht einfach: Steig einfach in den Bus, der dich für 50 Cent bis nach oben bringt. Die Fahrt dauert rund zwanzig Minuten und erspart dir einen anstrengenden Aufstieg in der subtropischen Hitze. Oben gibt es auch ein angenehmes Café, wo du ein Eis oder einen Eiskaffee genießen kannst.
💡 Tipp: Verbinde den Besuch des Aussichtspunkts mit einem Rundgang durch den botanischen Garten unten. Du kannst mit dem Bus nach oben fahren, die Aussicht genießen und dann auf den markierten Wegen zu Fuß hinunter zu den Gärten spazieren.

11. Lone Pine Koala Sanctuary
Koalas und Kängurus zu sehen ist für die meisten Reisenden der Hauptgrund für eine Reise nach Australien, und in Brisbane hast du dafür die beste Gelegenheit der Welt. Lone Pine ist die allererste und größte Koala-Auffangstation der Welt, gegründet bereits 1927. Auf achtzehn Hektar leben hier mehr als 130 Koalas und über 80 weitere australische Tierarten.
Achte aber auf eine wesentliche und frische Änderung. Seit dem 1. Juli 2024 ist im gesamten Areal das Halten von Koalas im Arm endgültig verboten. Die Station ist zu einem viel ethischeren Ansatz übergegangen und hat den sogenannten „Koala Moment“ eingeführt. Dabei kannst du das Tier vorsichtig streicheln und dich daneben fotografieren, es aber nicht mehr durch Hochheben stressen. Diese Momente müssen vorab reserviert werden und sind zum Wohl der Tiere nicht garantiert.
Der Eintritt für einen Erwachsenen kostet rund 63 AUD (ca. 38 €), für ein Kind 45 AUD. Ich empfehle dir, mit dem Aussichtsboot Koala & River Cruises hierher zu fahren, das vom Zentrum abfährt (ein Hin- und Rückticket inklusive Eintritt kostet rund 138 AUD). Die Bootsfahrt dauert etwas mehr als eine Stunde und ist eine schöne Entspannung. Die Station ist täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet.
💡 Tipp: Im Areal gibt es ein riesiges Gehege, in dem sich eine große Herde Kängurus frei bewegt. Du kannst spezielles Futter kaufen, und die Kängurus fressen dir direkt aus der Hand. Das ist ein fantastisches Erlebnis, das man nicht vergisst!

12. New Farm Park und Brisbane Powerhouse
Wenn du die Stadt im Oktober oder November besuchst, musst du diesen Ort einfach in deinen Reiseplan aufnehmen. Der New Farm Park ist ein riesiges fünfzehn Hektar großes Areal, in dem mehr als hundert Jacaranda-Bäume wachsen. Wenn diese Bäume ihre violetten Blüten öffnen, sieht der Park aus wie aus dem Märchen, und die Einheimischen ziehen scharenweise zum Picknick hierher. Außerdem findest du hier einen atemberaubenden Rosengarten mit siebentausend Sträuchern.
Am äußersten Rand des Parks, direkt am Fluss, steht das massive Backsteingebäude Brisbane Powerhouse. Dieses ehemalige Kraftwerk von 1928 war bis in die siebziger Jahre in Betrieb und verwandelte sich nach langem Verfall im Jahr 2000 in ein absolut wunderbares Zentrum für unabhängige Kunst. Heute findest du hier ein Theater für mehr als fünfhundert Zuschauer, Ausstellungsräume und großartige Industrie-Restaurants mit Blick aufs Wasser.
Das Beste spielt sich hier aber am Wochenende ab. Jeden Samstag von 6 bis 12 Uhr finden hier die berühmten Farmers Markets statt, deren Eintritt kostenlos ist. Du kaufst hier die frischesten lokalen Zutaten, hervorragende Käse, handwerkliches Gebäck und vor allem herrscht hier eine unglaublich freundliche und entspannte Nachbarschaftsatmosphäre.
💡 Tipp: In den Park kommst du am besten wieder mit unserer beliebten CityCat-Fähre für 50 Cent. Die Haltestelle ist nur wenige Schritte vom Kraftwerk entfernt, und die Fahrt vom Zentrum dauert rund eine Viertelstunde.

13. Fortitude Valley und Chinatown
Während Brisbane tagsüber eine recht ruhige und geordnete Stadt ist, verlagert sich nach Einbruch der Dunkelheit die gesamte Energie ins Viertel Fortitude Valley. Es ist das Hauptzentrum des Nachtlebens, das als erstes in Australien den Status einer speziellen Unterhaltungszone erhielt. An Freitag- und Samstagabenden kommen hier locker fünfzigtausend Menschen zum Feiern zusammen, und mehr als dreißig Clubs spielen bis drei Uhr morgens.
Das Viertel dreht sich aber nicht nur um wilde Partys. Zu ihm gehört auch die historische Chinatown Mall von 1987, wo du authentische asiatische Zutaten bekommst und viele großartige und preiswerte Bistros findest. Besonders während der Feierlichkeiten zum Mondneujahr strotzt es hier vor Farben, Löwentänzen und dem Duft exotischer Gewürze.
Tagsüber lockt dagegen die luxuriöse Straße James Street. Dieser Boulevard ist von mehr als hundert Designer-Boutiquen gesäumt, Spitzencafés und Kunstgalerien. Fortitude Valley ist schlicht ein Viertel voller Kontraste, wo man tagsüber teure Mode kauft und nachts auf den Straßen tanzt. Bei normaler Vorsicht ist es hier sicher, nur nach Mitternacht wird es etwas wilder.
💡 Tipp: Wenn du etwas Überblick suchst, geh in die beliebte Bar Iris Rooftop. Sie bietet einen schönen 360-Grad-Blick über das ganze Viertel und eine hervorragende mediterrane Atmosphäre mit einer Auswahl großartiger Tapas.

14. West End und die Samstagsmärkte
Eine ganz andere Atmosphäre als das aufgeräumte Zentrum oder das wilde Valley bietet das Viertel West End auf der Halbinsel Kurilpa. Es ist das traditionelle alternative und multikulturelle Herz der Stadt, wo sich die Einflüsse griechischer Einwanderer mit moderner Hipster-Kultur mischen. Die Hauptader ist die Boundary Street, voller unabhängiger Buchläden, Vintage-Shops und Street Art.
Das Viertel erwacht am Wochenende dank der Märkte am meisten zum Leben. Pass aber bei älteren Reiseführern auf – der berühmte Davies Park Market wurde kürzlich in West End Markets umbenannt. Sie finden jeden Samstag von sechs Uhr morgens bis zwei Uhr nachmittags statt (im schwülen Sommer schon um 13 Uhr Schluss) und bieten über 150 Stände mit Bio-Gemüse, handgefertigtem Schmuck und großartigem Streetfood.
Wenn du hierher willst, fahr auf keinen Fall mit dem Auto, das Parken in den engen Gassen ist hier ziemlich begrenzt. Nutze lieber die Busse aus dem Zentrum, die dich für die üblichen 50 Cent herbringen. Das Viertel hat ein langsameres Tempo und ist der ideale Ort, um einen faulen Samstagvormittag mit dem Beobachten der bunten Menge zu verbringen.
💡 Tipp: Im West End gibt es auch das wunderbare rein vegane Restaurant Vegeme (du findest es in der Melbourne Street). Sie machen hier absolut fantastische und ehrliche asiatische Suppen und Desserts, für die angeblich Leute aus der ganzen Stadt anreisen.

15. Eat Street Northshore: wo du in Brisbane essen kannst
Wenn dich in Brisbane jemand fragt, wohin man abends zum Essen gehen soll, fällt fast sicher der Vorschlag Eat Street. Dieser einzigartige nächtliche Food-Markt ist aus alten Schiffscontainern gebaut, im Viertel Hamilton, und bildet ein riesiges buntes Labyrinth voller der besten Geschmacksrichtungen der Welt, Lichter und Livemusik.
Der Markt ist nur am Wochenende geöffnet, konkret freitags und samstags von 16 bis 22 Uhr, sonntags dann eine Stunde früher. Du findest hier alles von frischen mexikanischen Tacos über japanische Spezialitäten bis hin zu absolut verrückten mehrstöckigen Desserts voller Zuckerwatte und Schokolade. Die Atmosphäre erinnert eher an ein riesiges Festival als an einen klassischen Markt.
Der Eintritt ins Areal beträgt rund 6 AUD (etwa 4 €), wobei Kinder unter dreizehn Jahren freien Eintritt haben. Am besten kommst du wieder mit dem CityCat-Boot hierher, steig einfach an der Haltestelle Northshore Hamilton aus und geh ein Stück zu Fuß. Es ist ein tolles Erlebnis und ein idealer Ort für eine Gruppe von Freunden, denn jeder findet hier sein Lieblingsessen.
💡 Tipp: Sei darauf vorbereitet, dass es hier am Wochenende nach Sonnenuntergang wirklich Kopf an Kopf zugeht. Wenn du keine Menschenmassen magst, komm gleich zur Öffnung um vier Uhr nachmittags, wenn du das Essen in Ruhe ohne lange Schlangen kaufen kannst.

16. Cafés und Brunch in Brisbane
Die Australier nehmen ihren Kaffee todernst, und Brisbane gehört in dieser Hinsicht zur absoluten Spitze: einen guten Espresso oder einen perfekten Flat White bekommst du hier an wirklich jeder Ecke. Zu den größten Legenden zählt das Café John Mills Himself, das direkt im Zentrum in einem wunderschönen Backsteingebäude von 1917 sitzt und sich abends in eine gemütliche Bar verwandelt.
Für Liebhaber präziser Latte Art empfehlen die Einheimischen The Hideout Specialty Coffee, das im Zentrum gleich zwei Filialen hat. Wunderbar ist auch das Café Coffee Anthology oder das innovative Single O im Viertel Newstead, wo es eine einzigartige Selbstbedienungsbar für Filterkaffee gibt. Zu einem guten Kaffee gehört natürlich auch ein ordentlicher australischer Brunch.
Ein absoluter Klassiker ist in dieser Hinsicht das Mi Casa Cafè in der Nähe von South Bank, wo sie die besten Frühstückstoasts und großartige Pancakes machen. Für Liebhaber pflanzlicher Kost ist Brisbane dann ein echtes Paradies. Einen Versuch wert ist unbedingt das quirlige mexikanische Restaurant El Planta in South Brisbane oder das hervorragende Vega Cafe in Spring Hill, wo du wirklich riesige Portionen gesunden Essens bekommst.
💡 Tipp: Cafés in Australien öffnen sehr früh, ruhig schon um sechs Uhr morgens, aber viele von ihnen schließen andererseits schon Schlag zwei oder drei Uhr nachmittags. Deinen Nachmittagskaffee musst du also sorgfältig planen!

17. Redcliffe und Bee Gees Way
Wenn du einen ungewöhnlichen Halbtagesausflug aus der Stadt suchst, mach dich rund 28 Kilometer nach Norden in den Vorort Redcliffe auf. Diese verschlafene Küstengegend birgt eine riesige musikalische Überraschung. Genau hier wuchsen nämlich die berühmten Gibb-Brüder auf und gaben 1959 auf der örtlichen Speedway-Bahn ihren allerersten öffentlichen Auftritt, aus dem später die legendäre Band Bee Gees hervorging.
Die Stadt hat ihnen zu Ehren eine fantastische Gasse namens Bee Gees Way gebaut, eine 70 Meter lange Multimedia-Promenade, die ihre gesamte glänzende Karriere abbildet. Du findest hier lebensgroße Statuen der Brüder, mehr als siebzig Hüllen ihrer berühmten Alben, und aus den Lautsprechern erklingen ununterbrochen ihre größten Hits. Der Zugang zur Promenade ist zudem den ganzen Tag über völlig kostenlos.
Der Weg vom Zentrum Brisbanes ist sehr einfach. Steig einfach in den Vorortzug Richtung Kippa-Ring und steig dann in einen lokalen Bus um, was dich dank des Einheitstarifs wieder nur unglaubliche 50 Cent kostet. Das Erlebnis kannst du mit einem Mittagessen am Wasser und einem Spaziergang auf dem langen örtlichen Pier verbinden.
💡 Tipp: Die Promenade ist auch nach Einbruch der Dunkelheit wunderschön, wenn hier jeden Abend eine spezielle Licht- und Musikshow läuft, die die echte Atmosphäre der siebziger Jahre versprüht.

18. Ausflug: Moreton Island und die Tangalooma-Wracks
Direkt gegenüber der Mündung des Brisbane River liegt in der Bucht die drittgrößte Sandinsel der Welt, die die perfekte Flucht in die wilde Natur darstellt. Moreton Island ist nur 75 Minuten Fährfahrt entfernt und bietet absolut unberührte Strände und kristallklares Wasser. Das Hauptlockmittel sind hier die Tangalooma Wrecks, fünfzehn absichtlich versenkte Schiffe vor der Küste, die heute ein künstliches Riff voller bunter Fische und Korallen bilden.
Es ist einer der besten Orte zum Schnorcheln in ganz Queensland. Tagesausflüge mit dem Boot ab Brisbane beginnen bei rund 109 AUD für einen Strandtag und rund 179 AUD (ca. 110 €) für ein Paket mit Schnorchelausrüstung. Die Insel ist zudem die Heimat des Berges Mount Tempest, angeblich der allerhöchsten Küstensanddüne der ganzen Welt.
Pass aber unbedingt auf eine Sache auf, die Reisende oft enttäuscht. Die berühmte abendliche Fütterung der wilden Delfine am Strand ist leider ausschließlich für Gäste bestimmt, die im Resort übernachten. Normale Tagesausflüge kehren schon gegen vier Uhr nachmittags in die Stadt zurück, während die Fütterung erst bei Sonnenuntergang stattfindet. Wenn du also die Delfine sehen willst, musst du dir ein Hotel auf der Insel reservieren.
💡 Tipp: Der größte Teil der Insel hat überhaupt keine befestigten Straßen. Wenn du sie auf eigene Faust abseits des Hauptresorts erkunden willst, brauchst du zwingend ein zuverlässiges Auto mit Allradantrieb und Erfahrung beim Fahren im tiefen Sand.

19. Ausflug: North Stradbroke Island und Buckelwale vom Ufer aus
Gleich neben Moreton liegt die zweitgrößte Sandinsel der Welt namens Minjerribah, oder North Stradbroke Island. Die Einheimischen nennen sie liebevoll einfach „Straddie“, und sie ist angeblich der allerbeste Ort für eine eintägige Flucht aus dem Trubel der Großstadt. Der Weg hierher ist sehr einfach – fahr einfach mit dem Zug zum Hafen Cleveland und nimm von dort das Wassertaxi, das bis zu vierzehnmal täglich fährt und dessen Fahrt nur 25 Minuten dauert (ein Ticket kostet rund 13 AUD).
Der Hauptmagnet der Insel ist der wunderschöne Klippenweg North Gorge Walk, der 1,2 Kilometer misst und die atemberaubendsten Ausblicke auf den wilden Ozean bietet. Etwa von Juni bis November ist er ein absolut erstklassiger Ort zur Walbeobachtung. Die vorsichtigen Buckelwale ziehen nämlich so unglaublich nah an der Küste vorbei, dass du sie direkt vom Ufer aus vom Aussichtspunkt Point Lookout beobachten kannst, ohne eine teure Bootsfahrt bezahlen zu müssen.
Neben den Walen triffst du auf der Insel auf frei lebende Kängurus, die hier ganz normal ein Stück von den Stränden entfernt grasen, und Taucher kommen hierher zum Riff Manta Ray Bommie, um die riesigen Mantarochen zu beobachten. Es ist ein zauberhafter Ort, an dem die Zeit stehen geblieben ist und die Natur auf Schritt und Tritt regiert.
💡 Tipp: Auf der Insel funktioniert der lokale Busverkehr zuverlässig, der auf die Ankünfte der Fähren abgestimmt ist. Du musst also nicht unbedingt ein Auto mieten, zu den wichtigsten Aussichtspunkten und Stränden bringt dich der Bus bequem.

20. Ausflug: Australia Zoo und Glass House Mountains
Für Familien mit Kindern und Tierliebhaber gibt es noch einen Pflichtausflug, rund eine Stunde Autofahrt Richtung Norden. Hier liegt nämlich der legendäre Australia Zoo, den der berühmte Krokodiljäger Steve Irwin bekannt machte. Heute wird dieser riesige Zoo mit Liebe von seiner Familie geführt, seiner Frau Terri und seiner Tochter Bindi, und er ist tatsächlich eine der besten Einrichtungen ihrer Art weltweit.
Der Zoo ist berühmt für seine wunderbaren Gehege und Rettungsprogramme, der Höhepunkt jedes Tages ist dann die spannende Krokodilshow in einer riesigen Arena. Der Eintritt ist zwar recht hoch – ein Erwachsener zahlt 2026 rund 77 AUD (über 46 €), ein Kind 52 AUD und der Familieneintritt kostet 229 AUD – aber das ganze Areal ist so weitläufig und mit Programm vollgepackt, dass du hier problemlos einen ganzen Tag verbringst. Geöffnet ist täglich von 9 bis 17 Uhr.
Auf dem Rückweg nach Brisbane halte unbedingt bei den mystischen vulkanischen Härtlingen namens Glass House Mountains. Diese sonderbaren Berge benannte schon Kapitän James Cook 1770, weil sie ihn an die Glasöfen in seinem Heimat-Yorkshire erinnerten. Der Eintritt in den Nationalpark ist kostenlos, und den kürzeren Aufstieg auf den Mount Ngungun schafft auch ein durchschnittlich fitter Reisender – zur Belohnung gibt es fantastische Ausblicke in die Landschaft.
💡 Tipp: Wenn du mit dem Auto zum Zoo fährst, brich wirklich früh am Morgen auf, damit du die morgendliche Fütterung erwischst und die größte Hitze vermeidest. Lade dir vorab eine Karte mit den Zeiten der einzelnen Shows herunter, damit dir nichts entgeht.

Wohin von Brisbane aus weiter
Brisbane ist dank seiner Lage und seines großartigen Flughafens ein absolut fantastisches Sprungbrett für den Rest des Kontinents. Wenn du die erwähnten Strände rund um die Gold Coast schon abgefahren hast, kannst du nach Norden zur ruhigeren Sunshine Coast und in die wunderschöne Surfregion Noosa aufbrechen, wo im Nationalpark frei lebende Koalas hausen. Für die entspannte Hippie-Atmosphäre geht es dann ein Stück über die Staatsgrenze ins berühmte Byron Bay.
Wenn du eine längere Reise quer durch Australien planst, geht es von Brisbane oft mit Inlandsflügen in weitere Metropolen weiter. Die Westküste hat eine völlig andere, viel rauere und einsamere Atmosphäre, auf die du dich mit unserem Guide vorbereiten kannst: Perth, Australien: 18 Tipps, was du sehen und erleben musst. Wenn du über die Erkundung der schönsten Strände des Westens nachdenkst, lass dich vom Artikel Westaustralien: Roadtrip-Reiseroute inspirieren.
Australien ist schlicht riesig, und zu seiner Erkundung lohnt es sich, ein Auto oder ein Wohnmobil zu haben. Viele praktische Informationen zu Visa und Preisen findest du hier: Roadtrip durch Australien: Visa, Routen, Preise. Und wenn du nach Brisbane einen völlig anderen Typ von Großstadt erleben möchtest, lies den Artikel Sydney, Australien: 31 Tipps, was du sehen und erleben musst. Und vergiss nicht, dass Flüge aus Europa oft über eine wunderbare asiatische Metropole führen, siehe Urlaub in Singapur: 21 Tipps, was du sehen und erleben musst.
Und wenn du gerade erst die ganze Route durch Australien zusammenstellst, beginne bei unserem großen Überblick Urlaub in Australien: 30 schönste Orte + praktische Tipps. Kaffee- und Kulturliebhaber sollten dann den Guide Melbourne, Australien: 23 Tipps, was du sehen und erleben musst nicht verpassen.
Häufig gestellte Fragen
Bevor du die Koffer packst und Flugtickets kaufst, fassen wir noch schnell das Wichtigste zusammen. Wir haben die allerhäufigsten Fragen ausgewählt, die du dir vor der Reise ins subtropische Brisbane stellst, damit du alle praktischen Tipps schön beisammen hast und dich vor Ort nichts überrascht.
Wie viele Tage brauche ich für Brisbane?
Für das Stadtzentrum selbst und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten reichen problemlos zwei Tage. Drei Tage sind der ideale goldene Mittelweg, um die Stadt entspannt zu genießen und auch die Koalas in Lone Pine zu besuchen. Wenn ihr aber Ausflüge nach Moreton Island oder in den Australia Zoo plant, solltet ihr mindestens vier bis fünf Tage einplanen.
Ist Brisbane eine teure Stadt?
Australien gehört generell nicht zu den günstigen Reisezielen, aber Brisbane ist deutlich erschwinglicher als die berühmteren Nachbarstädte. Die Lebenshaltungskosten liegen hier im Durchschnitt 15 bis 19 % niedriger als in Sydney. Das Reisebudget wird zudem unglaublich geschont durch das dauerhaft geltende 50-Cent-Ticket für den gesamten ÖPNV und die kostenlosen Eintritte in die wichtigsten Galerien und botanischen Gärten. Eine Besonderheit ist, dass die Ausgaben in klassischen Restaurants hier vergleichbar oder sogar etwas höher sind als in Sydney.
Wann ist die beste Reisezeit?
Das idealste Wetter herrscht in den sogenannten Übergangszeiten, also von März bis Mai und von September bis November. Die Tage sind sonnenverwöhnt und die Luftfeuchtigkeit sinkt. Hervorragend ist auch der Winter im Juli und August, wenn die Tagestemperaturen um angenehme 22 Grad liegen – absolut perfekt für Wanderungen. Völlig ungeeignet ist der Sommer (Dezember bis Februar) wegen der extremen Luftfeuchtigkeit und häufigen tropischen Gewitter.
Kann man direkt im Brisbane River baden?
Auf keinen Fall versuchen und auch nicht zu empfehlen! Der Fluss hat sehr trübes Wasser und beherbergt über fünfhundert gefährliche Bullenhaie, die bei Hochwasser gelegentlich sogar in die überfluteten Straßen gelangen. Zum sicheren Baden dient ausschließlich der kostenlose künstliche Strand Streets Beach direkt im Zentrum auf der South Bank, der von Rettungsschwimmern bewacht wird.
Wie komme ich am besten vom Flughafen ins Zentrum?
Die schnellste Verbindung ist der private Airtrain, der euch in etwa 22 Minuten ins Zentrum bringt. Ein Einzelticket kostet rund 20 AUD (beim Online-Kauf für zwei und mehr Personen sinkt der Preis auf 17 AUD pro Person). Für diesen Zug gilt nicht das günstige städtische Ticket. Wenn ihr als Familie oder größere Gruppe reist, kann sich preislich auch ein klassisches Taxi oder Dienste wie Uber lohnen.
Was genau ist das 50-Cent-Ticket?
Es handelt sich um eine dauerhafte Maßnahme der Regierung, die einen Einheitspreis von 50 Cent (ca. 30 Eurocent) für absolut alle Fahrten im öffentlichen Nahverkehr im Translink-Netz eingeführt hat. Egal ob ihr mit dem modernen Katamaran CityCat auf dem Fluss fahrt, mit der U-Bahn im Zentrum oder mit dem S-Bahn-Zug in entfernte Vororte – ihr zahlt immer nur diesen symbolischen Betrag. Ihr braucht nur eine normale Bankkarte und müsst beim Ein- und Aussteigen antippen.
Soll ich in Brisbane übernachten oder gleich an der Gold Coast?
Wenn ihr beide Orte kennenlernen wollt, empfehle ich, den Aufenthalt aufzuteilen. Das tägliche Pendeln von Brisbane zur Küste und zurück (auch wenn der Zug nur 50 Cent kostet und etwa eine Stunde fährt) wird euch viel wertvolle Zeit und Energie kosten. Bleibt drei bis vier Nächte in der Stadt, genießt die Kultur und Cafés, und zieht dann für die weiteren Tage direkt an den Ozean.
Was kann man in Brisbane mit Kindern unternehmen?
Die Stadt ist wie geschaffen für Familien. Das absolute Muss ist der künstliche Strand Streets Beach und die riesigen kostenlosen Kinderspielplätze im Parkland auf der South Bank. Großartig sind auch das Queensland Museum mit Dinosaurier-Ausstellungen oder eine Fahrt mit der CityCat-Fähre auf dem Fluss. Bei den Ausflügen führt eindeutig die Rettungsstation Lone Pine oder der ganztägige Ausflug in den berühmten Australia Zoo.
Lohnt sich die Rettungsstation Lone Pine?
Auf jeden Fall, es ist die älteste und größte Koala-Rettungsstation der Welt. Ihr müsst nur damit rechnen, dass ihr seit Juli 2024 zum Schutz der Tiere keinen Koala mehr im Arm halten könnt. Stattdessen wurden sogenannte „Koala Moments“ eingeführt, bei denen ihr das Tier vorsichtig streicheln und euch mit ihm fotografieren lassen könnt. Außerdem läuft hier eine riesige Känguru-Herde frei herum, die ihr aus der Hand füttern könnt – was allein schon ein fantastisches Erlebnis ist.
Wie wird sich die Olympiade 2032 auf die Stadt auswirken?
Die Stadt durchläuft eine gewaltige bauliche Transformation. Es entstehen neue U-Bahn-Linien (Cross River Rail) und große Stadien werden umgebaut. Am meisten Emotionen und Proteste löst derzeit das geplante olympische Stadion Victoria Park aus, das in einem historischen, 160 Jahre alten Park entstehen soll, der zugleich eine heilige Stätte der Ureinwohner vom Stamm der Turrbal ist. Wenn ihr Brisbane in seiner jetzigen entspannten Form erleben wollt, ist jetzt der beste Zeitpunkt, bevor sich die Stadt bis zur Unkenntlichkeit verändert.
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Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
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