Obwohl Mauritius oft in einen Topf mit anderen exotischen Paradiesen geworfen wird, muss ich gleich zu Beginn mit einem Irrtum aufräumen. Es ist nicht nur eine flache Insel voller Liegestühle und endlosem Nichtstun. Ein Mauritius Urlaub ist im Grunde wie die Malediven mit ordentlichem Inhalt – zur türkisfarbenen Lagune bekommst du hier noch Berge, Regenwälder und eine unglaublich reiche Kultur dazu. Die Insel hat schlichtweg so viel zu bieten, dass es eine riesige Verschwendung wäre, den gesamten Aufenthalt nur hinter den Toren eines Hotelresorts zu verbringen.
Während du morgens mit Meeresschildkröten schnorchelst, kletterst du nach dem Mittagessen schon auf den ikonischen Berg Le Morne oder probierst das beste Streetfood des gesamten Indischen Ozeans. Die Insel ist außerdem genau groß genug, um sie mit einem Mietwagen zu erkunden, aber abwechslungsreich genug, um hier locker zwei Wochen ohne Langeweile zu verbringen. Die Straßen sind überraschend gut und auch wenn hier links gefahren wird, lässt sich der Verkehr außerhalb der großen Städte entspannt meistern.
So, und jetzt zu den versprochenen 21 Tipps: Ich verrate dir, wie du dich von den umgekehrten Jahreszeiten nicht überraschen lässt, warum du genau aufpassen solltest, welche Küste du für deine Unterkunft wählst, und wie du hier auch mit kleinerem Budget einen tollen Urlaub erlebst.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen
Wenn du gerade die Koffer packst und nur einen schnellen Überblick über das Wichtigste brauchst, habe ich für dich die wichtigsten Punkte zusammengefasst. Das solltest du wissen, bevor du ins Flugzeug steigst:
- Umgekehrte Jahreszeiten: Der mauritische Sommer (November bis April) ist heiß und feucht mit Zyklonrisiko, während der Winter (Mai bis Oktober) trockener, aber an der Ostküste sehr windig ist.
- Die Wahl der Küste ist entscheidend: Im mauritischen Winter solltest du den Osten wegen des starken Windes und der Algen meiden. Ideale Zuflucht bieten der geschützte Westen und Norden.
- Budget: Mauritius muss nicht überteuert sein. Ein tolles Netz an Gästehäusern und Apartments ermöglicht günstigeres Reisen, ebenso wie das fantastische lokale Streetfood.
- Verkehr: Die örtlichen Busse fahren zuverlässig und günstig. Wenn du einen Mietwagen nimmst, denk daran, dass hier links gefahren wird.
- Keine Malaria: Die Insel ist gesundheitlich sehr sicher, Malaria gibt es hier nicht und die Lagunen sind dank des Korallenriffs flach und ruhig, auch für kleine Kinder.
- Hochzeiten: Anders als auf den Malediven ist eine Hochzeit auf Mauritius auch in Deutschland rechtsgültig und Bräute bekommen in den Resorts oft riesige Rabatte.
- Formalitäten: Du brauchst kein Visum, aber vergiss nicht, das verpflichtende All-in-One Travel Digital Form auszufüllen, das völlig kostenlos ist.
Wann nach Mauritius reisen: Achtung vor den umgekehrten Jahreszeiten
Den richtigen Reisezeitpunkt für Mauritius zu wählen ist absolut entscheidend, denn die Insel liegt auf der Südhalbkugel und die Jahreszeiten funktionieren hier genau umgekehrt als bei uns. Wenn du deinen Urlaub nicht im Zimmer verbringen willst, lohnt es sich, frühzeitig zu planen und die örtlichen Besonderheiten zu kennen.
Der mauritische Sommer dauert etwa von November bis April und bringt Temperaturen zwischen 25 und 33 °C. Das Wasser hat herrliche 29 Grad, aber es ist auch die Zeit hoher Luftfeuchtigkeit und die Hauptsaison für Zyklone. Diese erreichen ihren Höhepunkt zwischen Januar und März. Meist streifen sie die Insel nur am Rande, aber ein Volltreffer kommt etwa alle fünf Jahre vor und kann dich für ein paar Tage im Hotel festhalten. In diesen Monaten ist es daher gut, ein paar Indoor-Aktivitäten oder gute Bücher in Reserve zu haben.
Der mauritische Winter hingegen reicht von Mai bis Oktober und bietet angenehmere Temperaturen um die 20 bis 26 °C. Es ist deutlich trockener, aber der Südostpassat kommt ins Spiel. Dieser Wind macht die Ostküste zum Paradies für Surfer, fürs normale Baden ist es dort in diesen Monaten aber ziemlich windig und kühler. Eine Windjacke oder einen leichten Pullover solltest du für Abendspaziergänge auf jeden Fall einpacken, denn die gefühlte Temperatur kann nach Sonnenuntergang schnell sinken.
Wann ist also die absolut beste Zeit? Der goldene Mittelweg sind die Monate Mai, Juni, September und Oktober. Der September ist überhaupt der trockenste Monat des Jahres, der Wind lässt langsam nach und das Meer beginnt sich aufzuwärmen. Außerdem bekommst du in diesen Übergangsmonaten die besten Preise für Flüge und Unterkünfte.
Wo auf Mauritius übernachten: Die Wahl der Küste ist das A und O

Während du in anderen Destinationen vor allem auf Preis und Hotelausstattung achtest, musst du auf Mauritius zuallererst die Himmelsrichtungen berücksichtigen. Die Nord- und Westküste sind ganzjährig vor Wind geschützt, während der Osten von Juni bis September sehr windig und voller angeschwemmter grüner Algen sein kann. Es hängt auch davon ab, welche Art Meer du magst. An manchen Stellen ist der Einstieg extrem flach und sandig, anderswo findest du Korallen direkt am Ufer, was Wasserschuhe erfordert. Die Insel bietet aber alles – von Luxusresorts bis zu günstigen Gästehäusern. Seit Oktober 2025 rechne außerdem mit einer Touristensteuer von 3 € pro Person und Nacht.
Nordküste (Trou aux Biches, Grand Baie)

Der Norden ist der lebhafteste Teil der Insel mit hervorragender Infrastruktur, Restaurants und schönen Stränden, die ganzjährig vor starkem Wind geschützt sind. Eine ideale Wahl, wenn du alles griffbereit haben willst und abendliche Spaziergänge liebst.
Unter den Luxusoptionen sticht das Trou aux Biches Beachcomber Golf Resort & Spa hervor – mit herrlicher Lagune, perfekt für Familien mit Kindern und Schnorcheln vom Strand aus. Für ein vernünftigeres Budget überzeugt das Aparthotel Be Cosy Apart‘ Hotel mit eigener Küchenzeile und Lage nahe am Meer. Und wenn du eher Atmosphäre als Ausstattung suchst, ist das Gästehaus Esprit Libre Restaurant & Guest House mit seinem berühmten hausgemachten Restaurant vor allem für Paare eine sichere Wahl.
West- und Südwestküste (Flic en Flac, Le Morne)

Der Westen bietet unglaubliche Sonnenuntergänge, lange Strände und tolle Ausgangspunkte für Ausflüge ins Landesinnere. Flic en Flac hat einen der längsten Strände der Insel, während die Halbinsel Le Morne im Südwesten wie aus dem Bilderbuch wirkt.
Direkt am berühmten Strand von Flic en Flac liegt das wunderschöne Resort im Kolonialstil Sugar Beach Mauritius. Wenn du Selbstverpflegung und Unabhängigkeit bevorzugst, wirf einen Blick auf die luxuriösen Apartments Leora Beachfront by Horizon Holidays in der Gegend von Tamarin, von wo aus du es nicht weit zu den morgendlichen Delfin-Touren hast. Auf der Halbinsel Le Morne selbst thront dann das LUX* Le Morne auf der windgeschützten Seite, oder das Hotel Riu Palace Mauritius, das großartig ist, wenn du ein starkes All-inclusive direkt an der bei Kitesurfern beliebten Lagune suchst.
Ost- und Südküste (Belle Mare, Blue Bay)

Die Ostküste säumen die luxuriösesten Fünf-Sterne-Resorts und herrliche Strände. Denk aber daran, dass es hier von Juni bis Oktober sehr stark weht. Der Süden ist dagegen wilder, weniger erschlossen und bietet das beste Schnorchelgebiet der Insel.
Golfer und Luxusliebhaber wählen im Osten einfach das Constance Belle Mare Plage mit zwei 18-Loch-Plätzen direkt auf dem Gelände. Im Süden, nur zehn Minuten vom Flughafen, liegt das Shandrani Beachcomber Resort & Spa auf einer privaten Halbinsel, sodass du die Strände fast für dich allein hast. Und wenn es dir vor allem ums Schnorcheln in Blue Bay geht, übernachte im Blue Beryl Guest House – bis zum Meerespark sind es buchstäblich vier Schritte.
21 Tipps: Mauritius Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten
Schauen wir uns gemeinsam das Beste an, was Mauritius zu bieten hat. Von Bergen über Wasserfälle bis zu heiligen Seen. Ich verrate dir, wie du den Massen entkommst, wo du sparst und was zu verpassen eine Sünde wäre.
1. Aufstieg auf den Berg Le Morne Brabant

Dieser ikonische, über 500 Meter hohe Berg ist nicht nur ein schöner Hintergrund für Fotos, sondern vor allem ein Ort von enormer historischer Bedeutung, der auf der UNESCO-Liste steht. Er diente nämlich als Zuflucht entflohener Sklaven (sogenannter Maroons), die sich in seinen unzugänglichen Höhlen versteckten.
Die Wanderung ist etwa 3,5 Kilometer lang und dauert drei bis fünf Stunden. Der untere Teil der Strecke ist völlig kostenlos und schon ab sieben Uhr morgens geöffnet. Wenn du aber die felsige Gipfelpassage bezwingen willst, musst du einen zertifizierten Guide engagieren, denn es handelt sich um Privatgelände und die Sicherheitsregeln werden hier oft verschärft (der Preis liegt bei etwa 1500 bis 2000 Rupien).
Nimm für die Wanderung unbedingt festes Schuhwerk mit, denn der letzte Abschnitt vor dem Gipfel erfordert den Einsatz der Hände und Klettern über Felsen. Der Parkplatz unten am Strand ist früh morgens meist halbleer, aber wenn du nach acht Uhr ankommst, wirst du große Probleme haben, einen Platz zu finden. Nach dem Abstieg empfehle ich, gleich am angrenzenden öffentlichen Strand ins Meer zu springen, der einer der schönsten im Süden ist.
💡 Tipp: Brich absolut spätestens um 7:00 Uhr morgens auf. Später ist es am Felsen unerträglich heiß und der letzte Einlass zum Gipfel schließt meist schon um 14:30 Uhr. Nimm mindestens zwei Liter Wasser pro Person mit.
2. Die siebenfarbige Erde und der Chamarel-Wasserfall

Die Gegend von Chamarel im Südwesten der Insel ist wahrscheinlich die bekannteste geologische Anomalie von Mauritius. Die hiesigen Sanddünen schimmern in sieben verschiedenen Farben – von Rot über Lila bis Blau – was durch das allmähliche Abkühlen des Vulkangesteins bei unterschiedlichen Temperaturen entstand.
Für ein Eintrittsticket bis 15 Euro bekommst du die farbigen Dünen, ein Gehege mit Riesenschildkröten und (das ist der Hauptgrund, dort hinzufahren) einen Aussichtspunkt auf den atemberaubenden Chamarel, den höchsten einstufigen Wasserfall der Insel. Die Dünen selbst hast du in fünfzehn Minuten gesehen, deswegen allein lohnt sich die Fahrt also nicht.
Im Areal des Geoparks findest du auch ein kleines Café, das einen ausgezeichneten Kaffee von der örtlichen Plantage macht. Die Kaffeesträucher wachsen nämlich direkt an den Hängen rund um die farbigen Dünen, und wenn du Koffein magst, hol dir auf jeden Fall ein Päckchen Chamarel-Bohnenkaffee als Souvenir mit nach Hause. Den Besuch empfehle ich an einem sonnigen Tag zu planen, an dem die Farben des Sandes unter direktem Licht am besten zur Geltung kommen.
💡 Tipp: Verbinde den Besuch von Chamarel zu einem ganztägigen Ausflug durch den Südwesten. Füge die nahe gelegene Rumdestillerie und einen nachmittäglichen Spaziergang im Nationalpark Black River Gorges hinzu.
3. Nationalpark Black River Gorges

Wenn du dich von der Strandhitze erholen musst, mach dich auf in die bewaldeten Hügel des Nationalparks Black River Gorges. Der riesige Vorteil ist, dass Eintritt und alle Wanderungen hier völlig kostenlos sind. Du findest hier Dutzende Kilometer markierter Wege unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades.
Der höchste Punkt ist der Piton de la Petite Rivière Noire (828 m), den man in etwa 4 Stunden besteigen kann. Für Familien mit Kindern ist der kürzere Weg Les Mares ideal. Mit etwas Glück siehst du hier seltene endemische Vögel wie die Rosentaube (pink pigeon) oder den Mauritiusfalken.
Der Park hat zwei Hauptzufahrten und mehrere Parkplätze mit Karten. Es lohnt sich, an den Aussichtspunkten Gorges Viewpoint oder Macchabee Viewpoint zu halten, von wo aus sich ein unglaublicher Blick auf Wasserfälle und tiefe grüne Täler eröffnet, die bis zur Westküste abfallen. Wenn du dich für längere Touren nicht fit fühlst, ist selbst die Durchfahrt durch den Park mit dem Auto ein Erlebnis, denn die Straße schlängelt sich durch herrlichen Regenwald mit vielen Stopps.
💡 Tipp: Die Wanderungen im Park macht man am besten in den trockeneren Monaten von April bis Oktober. Nach starken Regenfällen verwandeln sich die Wege in unpassierbare Schlammrutschen.
4. Saug die Atmosphäre von Port Louis auf
Die Hauptstadt Port Louis ist hektisch, laut und schweißtreibend, aber definitiv einen Besuch wert. Zum Erkunden reicht dir ein halber Tag locker aus. Das Herz der Stadt ist der historische Central Market (geöffnet von Montag bis Samstag), wo sich die Düfte von Gewürzen, frischem Gemüse und lokalem Streetfood vermischen.
Versäume auch nicht den Besuch von Aapravasi Ghat, einer UNESCO-Stätte, wo im 19. Jahrhundert die ersten indischen Arbeiter anlandeten. Genau diese Migration formte das heutige Mauritius, wo Inder etwa zwei Drittel der Bevölkerung ausmachen. Das modernere Gesicht der Stadt zeigt die Promenade Caudan Waterfront mit ihrer berühmten Gasse voller aufgehängter Regenschirme.
Das Auto parkst du am besten in den kostenpflichtigen Garagen beim Einkaufszentrum Caudan Waterfront. Von dort lässt sich das ganze Zentrum bequem zu Fuß erkunden. Nimm etwas Kleingeld für Einkäufe auf dem Markt mit und scheue dich nicht, um die Preise von Souvenirs zu feilschen. Neben Essen findest du hier auch fantastische Handwerksprodukte und Korbtaschen, die die Einheimischen von Hand aus Palmblättern flechten.
💡 Tipp: Fahr nicht morgens zwischen sieben und neun und nachmittags zwischen vier und sechs nach Port Louis. Die Staus rund um die Stadt sind zu diesen Zeiten absolut verrückt.
5. Riesenseerosen in Pamplemousses

Der botanische Garten Sir Seewoosagur Ramgoolam, besser bekannt einfach als Pamplemousses, ist der älteste botanische Garten der Südhalbkugel, gegründet bereits 1770. Eine herrliche Oase der Ruhe voller exotischer Palmen und Gewürze.
Der Hauptmagnet sind aber die Riesenseerosen Victoria amazonica, deren Blätter bis zu drei Meter Durchmesser erreichen und sogar ein kleines Kind tragen. Der Eintritt kostet angenehme 300 Rupien (etwa 5,50 Euro) und der Garten ist eine tolle Flucht in den Schatten während heißer Sommertage.
Neben den Seerosen siehst du auch Muskatnussbäume, Zimtbäume oder eine unglaubliche Sammlung von mehr als achtzig Palmenarten, die aus aller Welt stammen. Achte auf frei herumlaufende Hunde und vergiss das Mückenspray nicht, denn das Grün und die Feuchtigkeit an den Teichen bilden eine ideale Umgebung für Mücken.
💡 Tipp: Gleich am Eingang bieten sich dir örtliche Guides an. Für etwa 100 bis 200 Rupien lohnen sich ihre Dienste wirklich, denn ohne sie verpasst du viele interessante Pflanzen und hörst die faszinierenden Geschichten über ihre Verwendung nicht.
6. Der heilige See Grand Bassin (Ganga Talao)

Hoch in den Bergen, umgeben von einem Krater, liegt der See Grand Bassin, der heiligste hinduistische Ort der Insel. Der Legende nach ist er mit dem heiligen indischen Fluss Ganges verbunden. Schon von Weitem empfangen dich zwei gigantische, 33 Meter hohe Statuen der Götter Shiva und Durga.
Der Eintritt in den gesamten Komplex ist kostenlos. Du kannst rund um den See spazieren, Gläubige beim Opfern von Blumen und Früchten beobachten und die farbenfrohen Tempel bewundern. Ende Februar und Anfang März findet hier das Festival Maha Shivaratri statt, bei dem bis zu einer halben Million Menschen von der ganzen Insel hierher pilgern.
Da der See hoch in den Bergen liegt, ist es hier oft kühler und manchmal hüllt sich der Komplex in dichten Nebel, was ihm eine noch magischere und etwas gespenstische Atmosphäre verleiht. Ich empfehle, für den Besuch mindestens eineinhalb Stunden einzuplanen, damit du Zeit hast, auch die kleineren Schreine im Wald rund um den See zu erkunden, wo du auf unzählige bunte Statuen indischer Götter triffst.
💡 Tipp: Kleide dich hier respektvoll (bedeckte Schultern und Knie). Und pass riesig auf die örtlichen Affen auf, die extrem frech sind und dir alles aus der Hand klauen, was nach Essen aussieht.
7. Bootsfahrt nach Île aux Cerfs

Diese kleine Insel vor der Ostküste wird oft als absolutes Paradies auf Erden präsentiert. Wahr ist, dass sie einige der schönsten Strände hat, aber auch, dass sie tagsüber sehr überfüllt von Touristen ist. Du kommst hierher entweder mit einem schnellen Wassertaxi vom Dorf Trou d’Eau Douce (ca. 400 bis 800 Rupien für die Hin- und Rückfahrt) oder im Rahmen eines Ganztagesausflugs mit dem Katamaran.
Katamaran-Ausflüge beginnen bei etwa 70 Dollar und beinhalten ein BBQ-Mittagessen direkt an Bord und oft auch einen Abstecher zum nahe gelegenen Wasserfall Grand River South East. Die Insel ist toll zum Baden, aber rechne mit einer kommerzielleren Atmosphäre.
Auf Île aux Cerfs findest du jede Menge Stände mit überteuerten Snacks und ein riesiges Angebot an Wassersport, vom Bananenboot bis zum Parasailing. Etwas weiter im Inselinneren versteckt sich sogar ein riesiger 18-Loch-Golfplatz, entworfen vom berühmten Bernhard Langer.
💡 Tipp: Wenn du auf Île aux Cerfs Ruhe haben willst, bleib nicht am Hauptstrand direkt am Anleger. Geh etwa 15 Minuten zu Fuß entlang der Küste und du findest leere Abschnitte nur für dich.
8. Der Unterwasserwasserfall (Illusion aus der Höhe)

Die Fotos des sogenannten Unterwasserwasserfalls vor der Küste von Le Morne gingen um die Welt und sind wohl das bekannteste Bild von Mauritius. In Wirklichkeit handelt es sich nicht um einen echten Wasserfall, sondern um eine perfekte optische Illusion, erzeugt durch Sand und Schlamm, die die Meeresströmungen vom flachen Schelf in die Tiefe schwemmen.
Vom Strand oder vom Boot aus siehst du diese Anomalie überhaupt nicht. Die einzige Möglichkeit, den Unterwasserwasserfall in seiner ganzen Pracht zu sehen, ist aus der Luft. Ein fünfzehnminütiger Hubschrauberflug kostet dich etwa 190 Euro, Wasserflugzeugflüge beginnen bei 250 Dollar.
Wenn du dich schließlich für einen Flug entscheidest, empfehle ich, ihn gleich für den Beginn des Urlaubs zu buchen. Das Wetter auf Mauritius ändert sich schnell und bei starkem Wind werden die Flüge abgesagt. Wenn du früh genug buchst, kannst du den Termin in Ruhe auf einen anderen Tag verschieben.
💡 Tipp: Wenn du keine Hunderte Euro für einen Hubschrauber ausgeben willst, bietet sich dir ein teilweiser (wenn auch nicht so perfekter) Blick auf diese Illusion auch kostenlos vom Gipfelaussichtspunkt bei der Wanderung auf den Berg Le Morne.
9. Schildkröten und Schnorcheln in Trou aux Biches

Der Strand Trou aux Biches im Nordwesten der Insel wird oft als einer der besten überhaupt bewertet. Er hat unglaublich feinen Sand, einen sanften Einstieg ins Wasser und ist absolut ideal für Familien mit kleinen Kindern, denn die Lagune ist flach und ohne Wellen.
Der Hauptanreiz ist hier aber das Schnorcheln direkt vom Ufer aus. Die Distanz zum Riff ist kurz und in etwa zwei Metern Tiefe triffst du hier regelmäßig auf riesige Meeresschildkröten, die hierher auf Nahrungssuche kommen. Einheimische bieten oft Bootsausflüge an, aber zu den Schildkröten kann man auch in Ruhe selbst hinschwimmen.
Direkt am Strand gibt es eine gute Infrastruktur mit Toiletten, Duschen und sogar ankern hier ein paar mobile Stände, an denen du nach dem Schwimmen mit Schildkröten frische Ananas mit Chili oder warme Nudeln kaufen kannst. Meide die Wochenenden, an denen die einheimischen Familien anrücken und auf dem Sand riesige Picknicks veranstalten, sodass es hier Kopf an Kopf zugeht.
💡 Tipp: Schwimm zu den Schildkröten am besten vormittags zwischen neun und elf Uhr, wenn die Sicht am besten ist und am wenigsten Sand vom Grund aufgewirbelt wird.
10. Blue Bay Marine Park und Korallen

Wenn Schnorcheln deine Priorität Nummer eins ist, musst du in den Südosten zum Meerespark Blue Bay fahren. Es ist ein Schutzgebiet mit mehr als fünfzig Korallenarten, darunter eine riesige Hirnkoralle, die über tausend Jahre alt ist.
Das Wasser hat hier eine unglaubliche Sicht und am besten nutzt du das, indem du im gleichnamigen Dorf ein Boot mit Glasboden (glass bottom boat) mietest: Für 350 bis 500 Rupien bringen sie dich zu den besten Riffen und lassen dich dort eine Stunde zwischen Hunderten bunter Fische schnorcheln.
Die örtlichen Naturschützer versuchen hier, beschädigte Korallen wiederherzustellen, sodass du auch spezielle Aufzuchtstationen siehst, in denen neue Polypen gezüchtet werden. Genau wegen des Naturschutzes ist es absolut verboten, irgendwelche Stücke abgestorbener Korallen oder Muscheln mitzunehmen – die Zollbeamten am Flughafen kontrollieren das sehr streng und es drohen riesige Geldstrafen.
💡 Tipp: Vergiss nicht, Wasserschuhe mit fester Sohle einzupacken. Im gesamten Indischen Ozean droht das Treten auf einen Seeigel oder, noch schlimmer, auf den extrem giftigen Steinfisch (stonefish), der perfekt mit den Steinen verschmilzt.
11. Sonnenuntergänge am Strand Flic en Flac

An der Westküste liegt der mehrere Kilometer lange Strand Flic en Flac, der an Wochenenden auch bei den Einheimischen sehr beliebt ist. Den schneeweißen Sand beschatten Kasuarinen (casuarina), unter denen die Einheimischen gerne campen und Familienpicknicks veranstalten.
Das Wasser ist hier ruhig und durch das Korallenriff geschützt, aber der größte Anreiz sind die Abendstunden. Die Westküste bietet die dramatischsten Sonnenuntergänge der Insel. Rund um die Promenade findest du außerdem viele Stände und Foodtrucks mit lokalen Snacks.
Die Promenade entlang des Strandes lebt bis spät in den Abend. Sobald die Sonne untergeht, leuchten hier Dutzende Lichter bei den Roti-Ständen und gebratenen Nudeln auf. Wenn du gerne läufst, ist das einer der besten Orte fürs morgendliche Joggen auf der Insel, denn der Schatten der Bäume hält hier auch lange nach Sonnenaufgang an und die Kilometer festen Sandes laden zum Sport ein.
💡 Tipp: Pass beim Schwimmen weiter vom Ufer entfernt auf. Im Korallenriff bei Flic en Flac gibt es Durchlässe, durch die das Wasser zurück in den Ozean abfließt, und es können sich hier unangenehme Strömungen bilden.
12. Der wilde Süden bei Gris Gris und Le Souffleur

Während der Großteil der Insel von einem schützenden Korallenriff umgeben ist, ist die Südspitze bei den Klippen von Gris Gris völlig dem Ozean ausgesetzt. Die hiesige Kulisse erinnert eher an die zerklüftete Küste Irlands oder der Bretagne, wenn riesige Wellen gegen die schwarzen Vulkanfelsen schlagen.
Etwas weiter östlich findest du Le Souffleur, einen Geysir, der durch Meerwasser entsteht, das unter Druck durch Höhlungen im Fels spritzt. Baden ist in dieser gesamten Gegend absolut ausgeschlossen und lebensgefährlich, aber zum Fotografieren und um die rohe Kraft der Natur aufzusaugen, ist es ein fantastischer Ort.
An den Klippen von Gris Gris gibt es kein schützendes Barriereriff, was bedeutet, dass die ganze Kraft des Ozeans direkt auf das Festland trifft. Geh den ausgetretenen Pfad entlang des Abhangs zum Aussichtspunkt La Roche qui Pleure, was übersetzt „Weinender Fels“ bedeutet. Das an den Steinen zerschellende Wasser erzeugt hier nämlich einen ständigen Regen, also vergiss auf keinen Fall eine wasserdichte Hülle für die Kamera.
💡 Tipp: Brich in den wilden Süden auf, wenn es auf dem Rest der Insel windig oder bewölkt ist. Dramatisches Wetter steht diesen Klippen unglaublich gut und die Atmosphäre ist umso intensiver.
13. Walbeobachtung (ganzjährig)

Mauritius ist eine der wenigen Destinationen weltweit, wo du Pottwale (sperm whales) praktisch das ganze Jahr über beobachten kannst. Diese majestätischen Wale halten sich in den tiefen Gewässern nahe der Westküste auf, besonders in der Umgebung der Buchten Tamarin und Black River.
Von Juli bis Oktober/November gesellen sich außerdem migrierende Buckelwale dazu, die hierher kommen, um ihre Jungen aufzuziehen. Bootsausflüge zu den Walen kosten etwa 60 bis 120 Euro. Denk aber daran, dass das Schwimmen mit Walen auf Mauritius streng verboten ist – zum Schutz der Tiere.
Wal-Ausflüge dauern in der Regel etwa drei Stunden und die Boote fahren direkt vom Steg in den Ozean. Anders als bei Delfinen verhalten sich die Veranstalter hier den Tieren gegenüber viel respektvoller und halten einen sicheren Abstand, sodass du genug Zeit hast, das beeindruckende Spritzen des Wassers aus den Atemlöchern zu beobachten.
💡 Tipp: Die Wale bewegen sich oft weiter vor der Küste auf offenem Meer, wo es ordentlich schaukeln kann. Wenn du unter Seekrankheit leidest, nimm eine Tablette noch vor dem Einsteigen ins Boot.
14. Schwimmen mit Delfinen in der Bucht von Tamarin

Während du mit Walen nicht schwimmen darfst, ist es mit wild lebenden Delfinen in der Bucht von Tamarin erlaubt. Morgens ziehen hierher Schwärme von Lang- und Großen Tümmlern, um sich nach der nächtlichen Jagd auszuruhen. Das klingt idyllisch, aber ich muss dich ganz offen warnen.
Leider sammeln sich hier oft Dutzende Boote, die die Tiere jagen und stressen. Wenn du das Erlebnis ethisch absolvieren willst, wähle nur Veranstalter mit kleinen Booten, halte die Regeln ein (Delfine niemals berühren) und brich so früh wie möglich am Morgen auf. Die meisten Ausflüge kosten etwa 50 bis 80 Euro.
Wenn du dir beim Schwimmen im offenen Ozean unsicher bist, springen erfahrene Instruktoren mit dir ins Wasser und passen auf dich auf. Erwarte aber nicht, dass die Tiere von allein zum Schmusen zu dir kommen – es handelt sich um wild lebende Geschöpfe und oft schwimmen sie nur schnell unter dir in die Tiefe.
💡 Tipp: Ausflüge zu den Delfinen ergeben nur früh morgens Sinn, idealerweise zwischen 7:00 und 10:00 Uhr. Später ziehen die Tiere schon aufs offene Meer hinaus.
15. Die Teestraße und Bois Chéri

Auch wenn die Insel vor allem für Zuckerrohr bekannt ist, findest du auf dem zentralen Plateau herrliche, sattgrüne Teeplantagen. Die bekannteste ist die Fabrik Bois Chéri, die schon seit 1892 in Betrieb ist und Teil der sogenannten Teestraße (Route du Thé) ist.
Für knapp 9 Euro kannst du ein kleines Museum besichtigen, den Verarbeitungsprozess des Tees sehen und zum Abschluss eine Verkostung mit herrlichem Blick auf den Kratersee genießen. Ihr schwarzer Tee mit Vanille ist ein lokaler Klassiker, in den du dich verlieben wirst.
Während der gesamten Besichtigung spürst du in der Luft den schweren, süßen Duft getrockneter Blätter und Vanille. Nach der Verkostung halte unbedingt auch im örtlichen Restaurant The Bois Cheri Restaurant, das spezielle mit Tee aromatisierte Gerichte zubereitet. Du kannst hier zum Beispiel Garnelen auf grünem Tee oder eine fantastische Panna Cotta mit Sirup aus schwarzem Tee probieren.
💡 Tipp: Wenn du die Teepflückerinnen direkt bei der Arbeit auf den Plantagen sehen willst, musst du vormittags eintreffen. Nachmittags wird der Tee nur noch im Inneren der Fabrik verarbeitet.
16. Verkostung des lokalen Rums

Die Geschichte von Mauritius ist eng mit dem Anbau von Zuckerrohr verbunden, und daraus wird natürlich Rum hergestellt. Anders als die karibischen Rums aus Melasse wird hier oft der sogenannte Agricole-Rum direkt aus frisch gepresstem Zuckerrohrsaft hergestellt.
Zu den schönsten Brennereien gehören die Rhumerie de Chamarel im Südwesten oder das historische Anwesen Saint Aubin im Süden. Eine Führung mit Verkostung mehrerer Proben kostet etwa 12 bis 15 Euro. Die Rums werden hier oft mit Vanille, Kaffee oder exotischen Früchten mazeriert.
In jeder guten Brennerei findest du auch einen Verkaufsraum, in dem du Flaschen direkt von der Quelle kaufen kannst. Die Verpackungen sind außerdem absolut wunderschön und dienen als perfektes Geschenk für Freunde zu Hause.
💡 Tipp: Die Verkostungen sind wirklich großzügig. Wenn du fährst, klärt vorher, wer probiert, denn die Alkoholgrenze am Steuer ist hier streng.
17. Wo essen: Streetfood und das legendäre Dholl Puri

Vergiss die teuren Hotelrestaurants – das wahre kulinarische Herz von Mauritius schlägt auf der Straße. Dank des starken indischen Einflusses ist die Insel ein absolutes Paradies für Vegetarier, Lokale mit der Aufschrift „pure veg“ gibt es an jeder Ecke und Essen auf der Straße kostet dich weniger als ein Kaffee bei uns zu Hause.
Der Nationalschatz ist das Dholl Puri: ein weiches Fladenbrot gefüllt mit gelben Erbsen, dazu Bohnencurry und scharfes Chutney. Dieses ganze vegetarische Wunder kostet auf der Straße 20 bis 30 Rupien (etwa 50 bis 70 Cent). Ich empfehle unbedingt, auch die knusprigen Linsenpuffer Gateaux Piments oder das erfrischende süße Getränk Alouda vom Markt zu probieren. Für Meeresfrüchteliebhaber ist die lokale Spezialität ein Curry aus Oktopus, das du in jedem Küstenrestaurant findest.
Die gesamte kulinarische Szene mischt hier indische, afrikanische, französische und chinesische Einflüsse. Ein großes Phänomen sind die sogenannten „Boulettes“, das sind mauritische Dim-Sum-Klößchen, gedämpft und in einer kräftigen Brühe serviert. Du findest sie in jeder Stadt, aber die besten machen sie angeblich im Chinesenviertel von Port Louis. Essen auf der Straße ist sicher, die Hygiene ist hier auf einem überraschend guten Niveau und vor Magen-Darm-Problemen musst du dich definitiv nicht fürchten.
💡 Tipp: Für das beste Dholl Puri der Insel fährt man ins Lokal Dewa & Sons in der Stadt Rose Hill. Hier stehen oft lange Schlangen von Einheimischen, was die beste Garantie für Qualität ist.
18. Das Kirchlein mit dem roten Dach in Cap Malheureux

An der nördlichsten Spitze der Insel liegt das Dorf Cap Malheureux (übersetzt „Kap des Unglücks“, benannt nach den vielen gestrandeten Schiffen). Hier befindet sich das ikonische katholische Kirchlein Notre-Dame Auxiliatrice de Cap Malheureux, dessen leuchtend rotes Dach scharf mit dem türkisfarbenen Meer kontrastiert.
Der Halt ist völlig kostenlos und nimmt nur einen Moment in Anspruch. Vom Strand hinter der Kirche hast du außerdem einen fantastischen Blick auf die Insel Coin de Mire, die wie ein riesiger steinerner Wal aus dem Ozean aufragt.
Die meisten Touristen kommen nur her, fotografieren die Kirche von außen und fahren weiter, aber es lohnt sich, auch hineinzuschauen, wo du einen aus einem einzigen Stück massiven Steins gehauenen Altar findest.
💡 Tipp: Halte hier am Sonntagvormittag, wenn die Messe stattfindet. Der Gesang und die Energie der einheimischen Gläubigen verleihen dem Ort eine wunderbare Atmosphäre.
19. Koloniale Geschichte im Haus Eureka

Wenn dich interessiert, wie der reiche kreolische Adel im 19. Jahrhundert lebte, mach dich auf in die Stadt Moka im Landesinneren. Das Haus Eureka aus dem Jahr 1830 ist eines der am besten erhaltenen Plantagenhäuser der Insel und brüstet sich mit unglaublichen 109 Türen, die für perfekte Belüftung im tropischen Klima sorgten.
Der Eintritt kostet 300 Rupien und drinnen erwarten dich herrliche Möbel aus Mahagoni und Ebenholz, die dir ahnen lassen, wie man hier lebte. Ein Bonus, mit dem kaum jemand rechnet: Hinter dem Haus versteckt sich ein kurzer Weg zum Fluss mit vier kleinen Wasserfällen, wo man problemlos baden kann.
Die Besichtigung empfehle ich im örtlichen Restaurant direkt auf der Veranda des Hauses abzuschließen, wo sie eines der besten kreolischen Menüs der Insel servieren, zusammengestellt aus mehreren Sorten duftendem Curry und frischem Gemüse.
💡 Tipp: Moka liegt auf dem zentralen Plateau, wo es oft kühler und regnerischer ist als an der Küste. Es ist ein toller Ausflug für Tage, an denen es am Meer regnet oder bewölkt ist.
20. Verkehr auf der Insel: Miete ein Auto (und fahr links!)

Mauritius ist 65 Kilometer lang und 45 breit, sodass du es von einer Basis aus erkunden kannst. Wenn du die Insel wirklich kennenlernen willst, ist ein Mietwagen die beste Wahl. Die Preise liegen bei etwa 40 € pro Tag. Vergiss nur nicht, dass hier, wie in einer ehemaligen britischen Kolonie, links gefahren wird!
Eine Alternative sind die örtlichen Busse, die überraschend gut funktionieren, oft fahren und unglaublich günstig sind (ein Ticket kostet 15 bis 30 Rupien). Taxis auf der Straße haben meist keinen Taxameter, also vereinbare den Preis immer im Voraus.
Die Beschilderung ist etwas verwirrend, besonders an den Kreisverkehren, von denen es hier reichlich gibt. Auf den Schnellstraßen liegt die Höchstgeschwindigkeit bei etwa 110 Kilometern pro Stunde, in den Städten rechne mit 40. Tankstellen funktionieren meist mit Bedienung, sodass du nicht mal aus dem Auto aussteigen musst – die örtlichen Mitarbeiter tanken und putzen dir die Scheiben für ein kleines Trinkgeld in Höhe von fünfzig Rupien.
💡 Tipp: Wenn du auf der Straße nicht mit Taxifahrern feilschen willst, lad dir die lokale App Yugo aufs Handy, die nach einem ähnlichen Prinzip wie Uber oder Bolt funktioniert und dir gleich einen fairen Preis anzeigt. Denk auch daran, dass auf der Insel viele streunende Hunde herumlaufen, die leider oft unter die Räder springen, also fahr vorsichtig.
21. Hochzeit und Rabatte für Frischvermählte

Das ist ein riesiger Anreiz von Mauritius. Anders als auf den Malediven, wo Hochzeiten für Ausländer nur symbolisch sind, ist die Trauung auf Mauritius nach Erledigung der Dokumente auch in Deutschland rechtsgültig. Die Preise der Pakete beginnen bei etwa 1600 Euro.
Noch interessanter sind aber die Vorteile für diejenigen, die für die Flitterwochen herkommen. Resorts geben Bräuten üblicherweise riesige Rabatte auf die Unterkunft, oft zwischen 25 und 100 % (an manchen Orten wohnt die Braut völlig kostenlos). Du musst nur innerhalb von sechs bis zwölf Monaten nach der Hochzeit anreisen und dich mit der Heiratsurkunde ausweisen.
Der Trauungsprozess ist zwar bürokratisch anspruchsvoller und erfordert das Vorabsenden vieler Kopien von Geburtsurkunden mit Apostille, aber die Hochzeitsagenturen in den Resorts regeln das meist für dich. Die Trauung selbst findet am häufigsten am frühen Abend am Strand statt, unter einem mit lokalen Blumen geschmückten Triumphbogen, beim Klang der Meereswellen. Nach Hause kehrst du dann nicht nur erholt zurück, sondern auch mit einem neuen Namen und einem offiziellen Ring.
💡 Tipp: Wenn du eine Hochzeit planst, musst du mindestens drei bis vier Werktage vor der Trauung auf der Insel eintreffen, um alle Papiere bei den Behörden in Port Louis erledigen zu können.
Wohin weiter von Mauritius
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Häufig gestellte Fragen
Wann ist die beste Reisezeit für Mauritius?
Beste Preis-Leistungs-Verhältnis für angenehmes Wetter und günstige Preise bieten die Monate Mai, Juni, September und Oktober. Die Luftfeuchtigkeit ist niedriger, die Temperaturen liegen bei angenehmen 25–28 °C und ihr vermeidet das Risiko von Zyklonen. Wenn ihr im Juli oder August reist, übernachtet am besten im Westen, um starken Winden aus dem Weg zu gehen.
Wann gibt es auf Mauritius Zyklone?
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Die Zyklonsaison dauert während des mauritischen Sommers, also von November bis April, wobei das größte Risiko von Januar bis März besteht. Randausläufer der Stürme treffen die Insel mehrmals im Jahr, aber ein direkter und starker Treffer kommt statistisch nur einmal alle fünf Jahre vor.
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Brauche ich für Mauritius ein Visum und wie sieht es mit den Formalitäten aus?
Für Aufenthalte bis zu 90 Tagen benötigt ihr kein Visum. Es ist aber absolut notwendig, das verpflichtende All-in-One Travel Digital Form auf safemauritius.govmu.org etwa 48 bis 72 Stunden vor Abflug auszufüllen. Ihr erhaltet dann einen QR-Code. Das Formular ist völlig kostenlos, passt auf betrügerische Webseiten auf, die dafür Gebühren verlangen.
Gibt es auf Mauritius Malaria oder andere Risiken?
Ne, Mauritius ist aus Malaria-Sicht vollkommen sicher und du brauchst keine Malaria-Prophylaxe (die letzten Fälle wurden 1999 verzeichnet). Allerdings kommt hier Dengue-Fieber vor, das auch tagsüber durch Mücken übertragen wird, daher ist ein gutes Mückenschutzmittel mit DEET ein Muss.
Mauritius, Malediven oder Sansibar? Wofür soll man sich entscheiden?
Wählt die Malediven, wenn ihr absolute Ruhe und Romantik sucht und es euch nichts ausmacht, dass es außerhalb des Resorts nichts zu tun gibt. Sansibar ist am günstigsten, bietet afrikanische Ursprünglichkeit und die Möglichkeit einer Kombination mit einer Safari, hat aber deutliche Ebbe und einfachere Dienstleistungen. Mauritius ist der goldene Mittelweg, bietet wunderschöne Lagunen, aber auch Berge, Wasserfälle, Städte und sicheres Reisen mit dem Mietwagen.
Kann man Mauritius auch günstig bereisen?
Auf jeden Fall! Sie müssen nicht in einem Fünf-Sterne-Resort wohnen. Die Insel hat ein fantastisches Netzwerk an Guesthouses und voll ausgestatteten Apartments, die Sie ab 60 bis 90 Euro pro Nacht bekommen. Wenn Sie die lokalen Busse nutzen und lokales Street Food für ein paar Euro essen, drücken Sie Ihr Tagesbudget auf ein Minimum.
Wie ist das mit der Zeitverschiebung auf Mauritius?
Tohle ist ein riesiger Vorteil. Im Vergleich zur mitteleuropäischen Zeit beträgt die Zeitverschiebung auf Mauritius nur +2 Stunden während unserer Sommerzeit und +3 Stunden im Winter. Das bedeutet, dass euch praktisch kein Jetlag erwartet und ihr euren Urlaub vom ersten Tag an genießen könnt.
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Vergiss die Reiseversicherung nicht
Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.
Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).
Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
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