Milos, Griechenland: 15 Tipps, was man sehen und erleben sollte

Wenn du nach den echten, postkartenschönen Kykladen mit weißen Häusern und blauen Kuppeln suchst, dir aber überfüllte Gassen ein Graus sind, haben wir das perfekte Reiseziel für dich. Die Insel Milos in Griechenland bietet ein fantastisches Preis-Leistungs-Verhältnis – und die Welt entdeckt ihren Zauber erst ganz allmählich. Während die bekannteren Nachbarinseln mit extremen Preisen kämpfen, findest du hier eine viel authentischere Atmosphäre voller Ruhe und unglaublicher Naturwunder.

Geologisch gesehen ist Milos eine der erstaunlichsten Inseln der Kykladen, und du wirst sofort verstehen, warum. Ihr vulkanischer Ursprung hat sich in Farben niedergeschlagen, die du sonst nirgendwo in Griechenland zu sehen bekommst: schneeweiße Felsen, blutrote Klippen, türkisblaues Meer. Hier findest du über siebzig Strände, von denen viele eher von einem anderen Planeten zu stammen scheinen als von einem typischen europäischen Badeort.

Wir haben fünfzehn Tipps für dich zusammengestellt, mit denen du Milos so richtig erkundest – von der Mondlandschaft Sarakiniko über Piratenhöhlen bis hin zur Frage, wo es die besten Pitarakia gibt. Und ein paar ehrliche Warnungen, ohne die du es vielleicht bereuen würdest. 😉 Außerdem erfährst du praktische Infos darüber, wo man am besten übernachtet, wie der Nahverkehr funktioniert und worauf du bei der Reiseplanung achten solltest.

Türkisfarbene Bucht mit Klippen auf der Insel Milos
Foto: dronepicr / Wikimedia Commons, CC BY 2.0

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen

  • Die ikonischsten Orte: Der Mondstrand Sarakiniko und die Piratenbucht Kleftiko, die ausschließlich vom Meer aus erreichbar ist.
  • Historisches Juwel: Genau auf dieser Insel wurde 1820 die berühmte Statue der Venus von Milo entdeckt, die heute Besucher des Pariser Louvre bewundern.
  • Anreise auf die Insel: Die schnellsten Fähren von SeaJets ab Athen schaffen die Strecke in knapp drei Stunden, die Tickets sind aber unglaublich schnell vergriffen.
  • Fortbewegung vor Ort: Um die wilde Westküste zu erkunden, brauchst du unbedingt einen Geländewagen mit Allradantrieb.
  • Unterkunft: Die praktischste Basis ist das Hafenstädtchen Adamas, für mehr Romantik fährst du nach Plaka oder ins ruhige Pollonia.
  • Lokale Gastronomie: Du musst unbedingt die traditionellen Pitarakia probieren – köstliche frittierte Teigtaschen, gefüllt mit lokalem Käse und Minze.
  • Wetter und Wind: In den Sommermonaten peitscht der starke Meltemi-Wind über die Insel, deshalb ist es ideal, die Reise auf Juni oder September zu legen.
Hafen Adamas, das Eingangstor zur Insel Milos
Foto: Zde, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons
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Wann nach Milos reisen und wie man hinkommt

Die ideale Zeit für einen Besuch der Insel ist der Zeitraum von Mitte Mai bis Ende Juni sowie der gesamte September. In diesen Monaten herrschen sehr angenehme Temperaturen um die fünfundzwanzig Grad, das Meer ist schön aufgewärmt und du umgehst die größten Touristenströme. Im Frühling färbt sich die Insel grün und alles blüht, nur das Badewasser ist morgens noch ziemlich erfrischend – eher etwas für die Abgehärteten unter uns.

Juli und August sind dagegen extrem heiß, die Temperaturen klettern regelmäßig weit über dreißig Grad und die Übernachtungspreise schießen steil in die Höhe. Was viele Reisende unterschätzen, ist der starke Sommerwind namens Meltemi. Er weht von Mitte Juni bis September über die gesamte Ägäis und erreicht nachmittags Geschwindigkeiten von bis zu vierzig Kilometern pro Stunde, was häufig zur Absage von Bootstouren führt und das Baden an den Nordstränden erschwert. Dieser Nordwind kann in der größten Hitze zwar angenehm erfrischen, treibt aber gleichzeitig hohe Wellen an. Wenn starker Meltemi gemeldet ist, fährst du besser zu den Südstränden wie Firiplaka oder Paleochori, die durch hohe Klippen gut vor dem Wind geschützt sind.

Was die Anreise betrifft, wählt die überwältigende Mehrheit der Besucher den Weg per Schiff vom Athener Hafen Piräus. Die schnellsten Katamarane der Reederei SeaJets schaffen die Überfahrt in etwa zweieinhalb Stunden, ein einfaches Ticket kostet rund 41 bis 79 Euro. Die normalen und deutlich größeren Fähren von Reedereien wie Blue Star Ferries fahren langsamer und brauchen etwa fünf bis sieben Stunden, dafür beginnen die Tickets schon bei 33 Euro und die Schiffe liegen wesentlich stabiler in den Wellen.

Fährtickets solltest du mindestens drei bis vier Monate im Voraus reservieren, denn in der Hochsaison sind die Schiffe hoffnungslos ausgebucht. Auf die Insel kommst du auch per Flugzeug direkt ab Athen mit Olympic Air oder Sky Express, der Flug dauert knapp eine Dreiviertelstunde, doch die kleinen Propellermaschinen haben eine sehr begrenzte Kapazität. Wer aus Deutschland anreist, fliegt am besten mit Lufthansa, Eurowings oder Aegean nach Athen und steigt dort auf Fähre oder Inlandsflug um. Sobald du auf der Insel bist, solltest du unbedingt ein Auto oder Quad für etwa 35 bis 50 Euro pro Tag mieten – wobei du für die Erkundung des wilden Westens der Insel zwingend einen Wagen mit Allradantrieb brauchst, sonst verfällt bei der Mietfirma die Versicherung. Die Autovermietungen sind in der Saison stark ausgelastet, daher empfehlen wir, die Reservierung weit im Voraus zu klären. Quads sind hier zwar etwas teurer als auf anderen Inseln, aber das Erkunden enger Gassen und staubiger Pisten bekommt damit eine ganz neue Dimension.

Das Städtchen Adamas, die beliebteste Basis für Unterkünfte auf Milos
Foto: Klearchos Kapoutsis, CC BY 2.0, Wikimedia Commons

Wo man auf Milos übernachtet

💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich dann über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.

Milos hat keine großen Hotelkomplexe – und das ist genau richtig so. Wo du übernachtest, hängt vor allem davon ab, ob du ein Auto hast und wie viel Ruhe du suchst. Hier sind die drei Grundvarianten. Auf der Insel dominieren eher kleine, familiengeführte Pensionen, Boutique-Studios und traditionelle Apartments. Die Zimmer sind sehr schnell ausgebucht und die Durchschnittspreise liegen in der Saison zwischen 60 und 100 Euro pro Nacht, zögere also mit der Buchung über Booking auf keinen Fall.

Die praktischste Basis ist das Haupt-Hafenstädtchen Adamas, wo alle Fähren vom Festland ankommen und du die größte Dichte an Restaurants, Cafés und Autovermietungen findest. Es ist die ideale Wahl, wenn du nicht selbst fahren möchtest, denn von hier legt die überwältigende Mehrheit der Ausflugsboote ab und auch die örtlichen Busse starten hier. Eine tolle Wahl ist beispielsweise das sehr gut bewertete Olea Bay Hotel (ab 190 Euro pro Nacht), das schöne Meerblicke und eine ruhigere Umgebung etwas abseits des belebtesten Zentrums bietet.

Wenn du die typische kykladische Romantik mit engen Gassen und Sonnenuntergängen suchst, übernachte im historischen Städtchen Plaka. Du musst aber damit rechnen, dass das Zentrum komplett für Autos gesperrt ist – du parkst also unterhalb des Hügels und trägst dein Gepäck ein Stück selbst hinauf. Es ist ein absolut bezaubernder Ort voller kleiner Boutiquen und stilvoller Bars, die vor allem in den Abendstunden aufleben.

Für Familien mit Kindern und Paare, die absolute Ruhe suchen, ist das Fischerdorf Pollonia im Nordosten der Insel ideal. Es bietet einen schönen Sandstrand im Schatten von Tamarisken und erstklassige Restaurants direkt an der Promenade, außerdem fährt von hier eine Fähre zur Nachbarinsel Kimolos. Übernachten kannst du hier zum Beispiel in der beliebten Villa Mary Elen oder in den Apartments Litsa Malli Rooms, wo die Preise bei sehr angenehmen 92 Euro pro Nacht beginnen. Die größten Romantiker können sich sogar renovierte Fischerhäuschen namens Syrmata direkt am Strand im Dörfchen Klima mieten – ein unglaublich authentisches Erlebnis, für das du allerdings rund 160 bis 500 Euro pro Nacht hinblätterst.

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Das Fischerdorf Firopotamos auf der Insel Milos
Foto: Manfred Werner (Tsui) / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

15 Tipps, was man auf Milos sehen und erleben sollte

Hier sind die fünfzehn Dinge, wegen denen man immer wieder nach Milos fährt. Wir beginnen mit denen, die du dir auf keinen Fall entgehen lassen darfst. Das Programm lässt sich problemlos auf vier bis fünf Tage verteilen, was die ideale Zeit ist, um die lokale Atmosphäre in dich aufzusaugen, ohne dich unnötig hetzen zu müssen.

Mondlandschaft Sarakiniko aus weißem vulkanischem Tuffstein
Foto: dronepicr, CC BY 2.0, Wikimedia Commons

1. Sarakiniko und seine Mondlandschaft

Dieser Ort ist das absolute Symbol der Insel und vermutlich der meistfotografierte Strand der gesamten Kykladen – bekannt geworden unter anderem durch das Musikvideo von Kungs zum Song „This Girl“. Erwarte aber keinen klassischen Sand und keine Sonnenschirme: Sarakiniko besteht aus strahlend weißen vulkanischen Tufffelsen, die Wind und Meereswellen zu bizarren Formen ausgewaschen haben, die an eine Mondoberfläche erinnern. Die weißen Felsen vor dem tiefblauen Türkis des Meeres ziehen dich förmlich zur Kamera – die Italiener nennen es „erstarrtes Baiser“, und ehrlich gesagt, sie haben es getroffen.

Auf dem gesamten weitläufigen Felsgebilde findest du absolut keinen natürlichen Schatten, deshalb sind Hut, starke Sonnencreme und genügend Trinkwasser ein absolutes Muss. Tagsüber heizen sich die weißen Felsen auf und reflektieren die Sonnenstrahlen wie ein riesiger Spiegel, was mitten im Sommer ohne Versteckmöglichkeit ziemlich anstrengend werden kann. Adrenalinjunkies kommen oft hierher, um von den Klippen ins tiefe Wasser zu springen, aber bei starkem Nordwind Meltemi solltest du beim Baden sehr vorsichtig sein, weil dich die Wellen leicht gegen die scharfen Felsen drücken können.

💡 Tipp: Wenn du Sarakiniko in Ruhe genießen willst, komm spätestens um neun Uhr morgens oder erst zum abendlichen Sonnenuntergang. In der Hochsaison kommen nämlich zwischen zehn und vierzehn Uhr die Busse von den Ausflugsbooten, und auf den Felsen tummeln sich plötzlich bis zu zweitausend Menschen, was das zauberhafte „Verlassener-Planet“-Erlebnis erheblich trübt.

Segelboot an den weißen Felsenhöhlen von Kleftiko
Foto: dronepicr, CC BY 2.0, Wikimedia Commons

2. Die Piratenbucht Kleftiko

An der Südwestspitze der Insel verbirgt sich ein wahrer Schatz, der einst als sicheres Versteck für Piratenschiffe diente und heute zu den größten Attraktionen ganz Griechenlands zählt. Kleftiko besteht aus riesigen weißen Felsformationen, natürlichen Bögen und Höhlen, die direkt aus der kristallklaren, fast neonfarben-türkisen Lagune ragen. Hierher führen absolut keine Straßen oder befahrbaren Wege, die einzige sinnvolle Möglichkeit, diese Pracht mit eigenen Augen zu sehen, ist also eine organisierte Bootstour.

Die Boote starten meist vom Haupthafen Adamas oder von den Südstränden, und du kannst aus einer schier unerschöpflichen Auswahl je nach Budget wählen. Eine Halbtagestour mit dem Schnellboot kostet rund 28 bis 44 Euro pro Person und umfasst eine etwa vierstündige Fahrt mit Badestopps und atemberaubenden Durchfahrten durch Felsentunnel. Wenn du dir ein luxuriöseres Erlebnis gönnen möchtest, kannst du auch eine ganztägige Tour buchen.

Anbieter wie Polco Sailing bieten achtstündige Touren auf einem geräumigen Katamaran an, die etwa 150 Euro pro Person kosten. Im Preis inbegriffen sind ein reichhaltiges hausgemachtes Essen aus lokalen Zutaten, unbegrenzte Getränke einschließlich Bier und Wein sowie die komplette Ausrüstung zum Schnorcheln und Stand-up-Paddeln. Das Wasser ist hier so klar, dass du Dutzende Meter tief blickst, und das Schwimmen in den Höhlen, wo sich das Licht am weißen Grund bricht, ist wohl das schönste Erlebnis der ganzen Insel.

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Bunte Bootshäuser Syrmata im Dörfchen Klima
Foto: Zde / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

3. Bunte Bootshäuser im Dörfchen Klima

Milos verbirgt eine architektonische Besonderheit, die du auf anderen griechischen Inseln so schnell nicht zu sehen bekommst: die sogenannten Syrmata. Es handelt sich um traditionelle Bootsgaragen, die direkt in den weichen Vulkanfels am Meeresufer gehauen sind. Das untere Stockwerk diente stets dazu, die Boote vor den verheerenden Winterstürmen einzulagern, während sich die Fischerfamilien im oberen Stockwerk bescheidene Wohnräume einrichteten, in denen sie die Sommermonate verbrachten.

Das schönste und am besten erhaltene Beispiel dieser einzigartigen Architektur findest du im Dörfchen Klima, wo die Einheimischen ihre Holztüren und Fensterläden in den leuchtendsten Farben streichen, um ihr Zuhause schon von Weitem auf dem Meer zu erkennen. So zieht sich am Wasser entlang eine unglaublich fotogene Reihe roter, gelber, blauer und grüner Häuschen, die heute oft als sehr stilvolle Apartments für Touristen dienen.

Ich empfehle dir, am späten Nachmittag hierherzukommen, wenn die untergehende Sonne die ganze Bucht herrlich beleuchtet und eine Atmosphäre schafft, die es mit den berühmten Sonnenuntergängen auf Santorini durchaus aufnehmen kann – nur hast du hier viel mehr Ruhe. Du kannst direkt über die schmalen Betonflächen vor den Garagen schlendern, den Katzen beim Sonnenbaden zusehen und die echte, unverfälschte Inselgemütlichkeit aufsaugen.

Blick auf Plaka, die Hauptstadt der Insel Milos
Foto: Zde / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

4. Plaka und der schönste Sonnenuntergang

Die Hauptstadt der Insel liegt hoch oben auf einem Hügel über dem Meer und ist die reinste Essenz traditioneller kykladischer Architektur, die wir alle von Postkarten kennen. Sie besteht aus engen Labyrinthen gepflasterter Gassen, blendend weißen Fassaden mit blauen Fensterläden und einer Menge kleiner Boutiquen und stilvoller Cocktailbars. Das gesamte historische Zentrum ist streng für den Verkehr gesperrt, sodass du hier stundenlang sicher und ungestört umherschlendern kannst – du musst nur dein Auto auf dem kostenlosen Parkplatz unterhalb des Hügels lassen.

Über der Stadt thront stolz die Ruine der venezianischen Burg Kastro, zu der eine ziemlich steile Treppe hinaufführt, die dir in der Sommerhitze ganz schön zusetzt. Der Aufstieg bietet jedoch einen fantastischen Panoramablick über die ganze Bucht und die umliegenden Inseln, der die Mühe hundertprozentig wert ist.

Der Platz rund um das malerische Kirchlein Panagia Thalassitra gilt als der mit Abstand beste Ort der Insel, um den Sonnenuntergang zu beobachten. Die Himmelsfarben spiegeln sich hier an den weißen Wänden und schaffen ein derart magisches Schauspiel, dass jeden Abend Dutzende Menschen herkommen. Aus diesem Grund empfehle ich dir wärmstens, mindestens eine Stunde früher oben zu sein, um dir den besten Platz auf der Mauer zu sichern und diesen romantischen Moment in Ruhe genießen zu können.

Strand Tsigrado, eingebettet zwischen hohen Klippen
Foto: dronepicr, CC BY 2.0, Wikimedia Commons

5. Der Adrenalin-Strand Tsigrado

Wenn du keine Höhenangst hast und ein bisschen Abenteuer magst, lass dir auf keinen Fall den Besuch des Strandes Tsigrado an der Südküste entgehen, der in den letzten Jahren zum großen Hit in den sozialen Netzwerken geworden ist. Die Bucht selbst ist sehr klein, mit außergewöhnlich feinem Sand bedeckt und von perfektem türkisfarbenem Wasser umspült, aber die Hauptsache ist der Weg dorthin. Du musst nämlich durch einen engen Felsspalt klettern und anschließend über zwei ziemlich steile Holzleitern hinabsteigen, an denen du dich nur an einem dicken Seil festhältst.

Der Abstieg erinnert eher an leichtes Klettern, festes Schuhwerk und eine Portion Mut sind also Pflicht; kleine Kinder und Menschen mit eingeschränkter Mobilität lassen ihn lieber aus. Das Auto lässt du oben auf dem Parkplatz und trägst alles im Rucksack hinunter, denn es gibt dort weder Infrastruktur noch Liegen oder einen Kiosk.

Wegen der sehr geringen Fläche der Bucht empfehle ich, früh am Morgen zu kommen, bevor sich der Platz mit weiteren Wagemutigen füllt und sich lange, unangenehme Warteschlangen an der Leiter bilden. Das Erlebnis, in dieser halb abgeschlossenen Felsarena zu baden, ist so intim und schön, dass der etwas beängstigende Abstieg sich definitiv lohnt.

Strand Firiplaka unter bunten Klippen aus der Vogelperspektive
Foto: dronepicr, CC BY 2.0, Wikimedia Commons

6. Geothermische Quellen an Paliochori und die Klippen von Firiplaka

Die vulkanische Aktivität auf der Insel ist zwar längst verstummt und das Magma tief unter der Oberfläche schläft derzeit, aber unter der Erde brodelt es noch immer unglaublich. Ein wunderbarer Beweis dafür ist der lange Strand Paliochori, wo direkt aus dem Sand und am Grund des flachen Meeres heiße geothermische Quellen namens Fumarolen emporsteigen. Wenn du ufernah ins Wasser eintauchst, spürst du, wie dich von unten heiße Bläschen mit einem leichten Schwefelhauch wärmen – das funktioniert wie ein herrlicher natürlicher Whirlpool unter freiem Himmel.

Einige clevere lokale Restaurants nutzen dieses Naturphänomen sogar voll aus und bereiten ihr Essen in Töpfen zu, die tief im heißen Vulkansand vergraben sind. Mit etwas Glück siehst du es mit eigenen Augen. Und dann gönn dir das Essen auch gleich.

Gleich in der Nachbarbucht findest du dann den nicht minder beliebten Strand Firiplaka, der für seine riesigen Vulkanklippen berühmt ist, die in allen Schattierungen von Rot, Rosa und Orange leuchten. Der Sandgrund fällt hier nur sehr sanft ins Wasser ab, sodass sich der Ort ideal zum ganztägigen Faulenzen eignet, und ist im Gegensatz zu Tsigrado sehr leicht zugänglich, was ihn zu einem großen Liebling für einen entspannten Nachmittag macht.

Fischerdorf Mandrakia mit Syrmata-Bootshäusern und Kirchlein
Foto: Manfred Werner (Tsui) / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

7. Fischerromantik in Mandrakia und Firopotamos

Neben dem berühmten Klima verbirgt die Insel weitere malerische Weiler, die ihren verschlafenen Fischercharakter und ihre wunderbare Authentizität bis heute voll bewahrt haben. Mandrakia ist ein winziger, unglaublich fotogener Hafen an der Nordküste, wo du weitere kunterbunte Syrmata und ständig auf den Wellen schaukelnde kleine Boote findest. Über das Mole zu schlendern und den Fischern bei der Arbeit zuzusehen, ist hier reinste Balsam für die Seele.

Nicht weit entfernt, nur etwa zehn Minuten mit dem Roller, liegt die Bucht Firopotamos mit einem schneeweißen Kirchlein direkt auf der Klippe und glasklarem Wasser, das geradezu zum Schnorcheln einlädt. Zwischen den alten Bootshäusern schwimmen hier oft riesige Schwärme winziger Fische, und die Atmosphäre ist deutlich ruhiger als an den bekannteren Stränden, sodass du dein Handtuch in aller Ruhe direkt auf der Betonmole ausbreiten kannst.

Eine Mauer, ein Eiskaffee, eine Katze, die dir an die Wade stupst. Mehr brauchst du nicht.

Felsenfjord Papafragas im Norden von Milos
Foto: Zde, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

8. Der Felsenfjord Papafragas

An der Nordküste der Insel, ein Stück vom Dorf Pollonia entfernt, findest du ein dramatisches Naturphänomen, das an ein riesiges, tief in das Felsmassiv gehauenes Becken erinnert. Papafragas ist eine sehr schmale Meeresschlucht, gesäumt von senkrechten Wänden, durch die das Meer in eine kleine Sandbucht ganz am Ende fließt. Das Wasser hat hier eine unglaublich intensive smaragdgrüne Farbe, und in den umliegenden Felsen verbergen sich geheimnisvolle Meereshöhlen, in die man hineinblicken kann.

Ich weise dich aber gleich auf eine wichtige Sache hin: Der offizielle Abstieg hinunter zum Strand ist derzeit gesperrt, weil Erdrutschgefahr besteht und die alten in den Fels gehauenen Stufen beschädigt und sehr tückisch sind. Die meisten Besucher fotografieren diese Pracht daher nur von oben von den sicheren Klippen aus, oder die Mutigeren schwimmen vom benachbarten, besser zugänglichen Strand Kapros in die Schlucht.

Ganz in der Nähe befindet sich außerdem die bedeutende archäologische Ausgrabungsstätte Phylakopi, wo du die Überreste einer bronzezeitlichen Siedlung bewundern kannst. Obwohl es sich um einen sehr wichtigen Ort der griechischen Geschichte handelt, wird er von Touristen fast nie besucht, sodass du die antiken Ruinen mit Meerblick in völliger Privatsphäre genießen kannst.

Gänge der frühchristlichen Katakomben beim Dorf Tripiti
Foto: Zde, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

9. Die geheimnisvollen Katakomben beim Dorf Tripiti

Milos beeindruckt seine Besucher nicht nur mit seiner wilden Natur, sondern auch mit einer unglaublich tiefen und faszinierenden Geschichte, die Jahrtausende zurückreicht. Ein Stück unterhalb des malerischen Dörfchens Tripiti, nur etwa zweieinhalb Kilometer von der Hauptstadt Plaka entfernt, befinden sich eine der bedeutendsten frühchristlichen Katakomben der ganzen Welt. Dieser ausgedehnte unterirdische Komplex stammt bereits aus dem ersten Jahrhundert nach Christus, und laut Historikern befindet sich hier eine Begräbnisstätte für unglaubliche sieben- bis achttausend der ersten Christen.

Mit ihrem historischen Wert reihen sich diese Katakomben weltweit gleich an dritter Stelle ein, direkt nach denen in Rom und im Heiligen Land. Für die Öffentlichkeit ist derzeit nur ein kleiner, sorgfältig beleuchteter Teil der Gänge zugänglich, doch selbst so strahlt dieser Ort enormen Respekt und Geheimnis aus.

Der Eintritt liegt bei etwa fünf bis zehn Euro, und die Besichtigung der Gänge dauert rund zwanzig Minuten. Geöffnet ist normalerweise von Mittwoch bis Montag zwischen neun Uhr morgens und fast sieben Uhr abends. Unter der Erde herrscht zudem eine sehr angenehme Kühle, was an einem heißen Sommertag ein willkommener Bonus ist.

Antikes Theater aus der Römerzeit über dem Dorf Tripiti
Foto: Zde, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

10. Antikes Theater und die Heimat der Venus von Milo

Nur knapp siebenhundert Meter von den Katakomben entfernt stößt du auf die Überreste eines antiken römischen Theaters, das aus blendend weißem parischem Marmor erbaut wurde und damit einen großartigen Halt im Rahmen eines einzigen Ausflugs darstellt. Ursprünglich fasste sein Zuschauerraum stolze fünftausend Zuschauer, und bis heute bietet er einen absolut fantastischen Blick auf die Meeresbucht und das benachbarte Dörfchen Klima. Der Eintritt in das Theatergelände ist völlig frei, und es lohnt sich definitiv, sich einen Moment auf die antiken Stufen zu setzen und die historische Atmosphäre aufzusaugen.

Und direkt unweit dieser Stufen geschah am 8. April 1820 etwas, von dem bis heute die Rede ist: Der einheimische Bauer Yorgos stieß hier beim Graben auf seinem Feld auf die Venus von Milo, auch bekannt als Aphrodite von Melos, die etwa aus dem Jahr 100 vor Christus stammt.

Dieses Meisterwerk aus reinem Marmor bildet heute einen der Hauptanziehungspunkte des Pariser Louvre, und die Franzosen hüten es sorgsam. Direkt auf der Insel findest du heute also nur noch eine unscheinbare Gedenktafel, die den Fundort markiert, und eine sehr originalgetreue Kopie im archäologischen Museum in Plaka, das einen Besuch definitiv wert ist.

Das Küstendörfchen Pollonia im Nordosten von Milos
Foto: Zde, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

11. Pollonia und ein Ausflug zur Nachbarinsel Kimolos

An der äußersten Nordostspitze der Insel liegt das verschlafene Fischerdorf Pollonia, das sich in den letzten Jahren allmählich in einen eleganten und sehr gefragten Ferienort verwandelt hat. Es bietet einen schönen Sandstrand im Schatten von Bäumen, erstklassige Restaurants entlang der Uferpromenade und insgesamt eine sehr ruhige, fast luxuriöse Atmosphäre, die vor allem Paare und Familien mit Kindern anzieht. Es ist schlicht der perfekte Ort für einen Abendspaziergang, abgeschlossen mit einem großartigen Essen.

Direkt von der kleinen Mole in Pollonia legt zudem mehrmals täglich eine lokale Fähre nach Kimolos ab. Die Überfahrt übernimmt die Reederei Blue Gem mit dem Schiff Osia Methodia, und die Fahrt dauert nur etwas mehr als fünfundzwanzig Minuten. Ein Ticket für Fußgänger kostet rund 2,40 Euro, was diesen Ausflug zu einer großartigen und unglaublich günstigen Variante für einen halbtägigen Abstecher abseits der Haupttouristenroute macht.

Kimolos ist noch viel ruhiger als Milos selbst und birgt wahre Naturjuwelen. Besonders sehenswert ist dort vor allem der herrliche Strand Prassa mit schneeweißem Sand und so klarem türkisem Wasser, dass du dich eher wie irgendwo in der Karibik fühlst als mitten in Europa.

Bunte Felsen am Kap Vani im Westen von Milos
Foto: Zde, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

12. Der Abgrund Sykia und die marsianischen Felsen am Kap Vani

Die Westküste der Insel ist wild, fast unbewohnt und größtenteils ausschließlich vom Bootsdeck oder mit einem starken Geländewagen zugänglich. Sykia ist eine gewaltige Meereshöhle, deren Decke im Laufe der Jahrhunderte teilweise eingestürzt ist – das Licht fällt nun direkt vom Himmel und spielt auf der Wasseroberfläche in smaragdgrünen Reflexen. Im Inneren der Höhle verbirgt sich ein kleiner Kiesstrand, zu dem dich kleinere Boote von den Bootstouren sicher bringen können, damit du in diesem natürlichen Kessel schwimmen kannst.

Ein Stück weiter nordöstlich ragt dann das dramatische Kap Vani empor, das aussieht wie eine Szene aus einem Science-Fiction-Film. Eine ehemalige Manganmine hat hier Felsen freigelegt, die in allen Schattierungen von sattem Rot, Violett und Schwarz spielen, was einen unglaublichen Kontrast zum blauen Meer bildet.

Wenn du auf dem Landweg hierherfahren möchtest, denk daran, dass die staubige Schotterpiste einen Wagen mit Allradantrieb erfordert. Für normale Mietwagen gilt hier ein strenges Fahrverbot unter Androhung des Versicherungsverlusts, versuche also nicht zu sparen und miete dir lieber ein Quad oder einen ordentlichen Jeep.

13. Entspanntes Baden in Plathiena

Wenn du genug von Adrenalin-Abstiegen und langen Bootsfahrten hast, fahr zum Ausruhen an die Nordküste, ein Stück von der Hauptstadt Plaka entfernt. Der Strand Plathiena liegt in einer etwa zwei Kilometer entfernten, breiten Bucht, die von hohen Felsen geschützt wird, und bietet herrlich feinen Sand mit sehr sanftem Einstieg ins Meer. Hier sind deutlich weniger Menschen als im Süden der Insel, es gibt keine wilden Wellen, und es ist ein toller Ort für entspannte Nachmittage mit einem Buch in der Hand oder für Familien mit kleineren Kindern.

Dank seiner abgelegenen Lage ist Plathiena ein wahres Paradies der Ruhe. Der Weg hierher führt zwar über eine schmale Straße, aber das Ergebnis ist es definitiv wert. Der Sand ist hier so fein, dass du dich wie auf einer Premium-Karibikinsel fühlst, und im Sommer gibt es hier oft auch einen kleinen Stand mit gekühlten Getränken und leichten Snacks. Für das perfekte Erlebnis empfehle ich, am späten Nachmittag herzukommen, wenn sich die umliegenden Felsen in die goldenen Töne der untergehenden Sonne färben.

14. Die verlassenen Schwefelminen Paliorema

Dieser Ort ist ein echter Leckerbissen für Fans der Industriegeschichte, des Urbex und außergewöhnlicher Fotos. An der Südostküste der Insel liegt die Bucht Paliorema, in der sich komplett verlassene und verfallende Gebäude einer alten Schwefelmine befinden, auch bekannt als Thiorichia. Der Abbau endete hier bereits Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts, doch bis heute sind hier rostige Förderwagen, alte Waggons, Schienen und Abbaumaschinen geblieben, eingebettet direkt in die bunten Vulkanklippen, die die Zeit langsam verschluckt.

Der Zutritt zum gesamten Minengelände ist völlig frei und kostenlos, aber du musst dich mit größter Vorsicht bewegen, denn die alten Konstruktionen sind in keiner Weise gesichert und der Zahn der Zeit hat an ihnen genagt. Im Meer mit Blick auf die rostende Fabrik zu baden, ist ein unglaublich eindrückliches Erlebnis, das du sonst nirgendwo in Griechenland so schnell erlebst, und die Fotos von hier sehen wirklich fantastisch aus.

Die steile, schlaglochübersäte Schotterabfahrt erfordert eine höhere Bodenfreiheit oder gleich ein starkes Quad. Wenn du nur einen normalen Mietwagen hast, suchst du dir besser eine organisierte Bootstour, die hier gelegentlich Halt macht.

Die unbewohnte Insel Polyaigos bei Milos
Foto: IliasPtr, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

15. Ausflug zur unbewohnten Insel Poliegos

Wenn dir noch Zeit bleibt und du Lust auf wirklich exklusives Baden fernab der Zivilisation hast, buch dir eine Ganztagestour zur Nachbarinsel Poliegos. Dieses recht große Stück Land liegt zwischen Milos und Kimolos und ist völlig unbewohnt – hier herrscht nur wilde, von der Sonne ausgedörrte Natur, und gelegentlich begegnest du nur Herden umherstreifender Ziegen. Gerade dank der völligen Abwesenheit von Menschen und Schiffsverkehr brüsten sich die hiesigen Buchten mit dem absolut klarsten und leuchtendsten türkisen Wasser der gesamten Ägäis.

Die Katamarane starten meist vom Haupthafen Adamas, und ein Ganztagesausflug kostet etwa 120 bis 150 Euro pro Person. Die Boote halten oft an riesigen Klippen, und du kannst hier stundenlang schnorcheln in vollkommener Klarheit, wo du Dutzende Meter tief blickst.

Wenn du wieder zu Hause bist und erklären sollst, warum sich dieser Urlaub einfach nicht in Worte fassen ließ, denk an Poliegos. Dieses Türkis lässt sich eben nicht anders erklären. Außerdem ist bei den Touren oft eine Verpflegung an Bord inbegriffen, sodass du dich um nichts kümmern musst und einfach die Ruhe weit weg von den überfüllten Touristenzentren genießen kannst.

Tiropita, griechischer Käsekuchen aus knusprigem Filoteig

Wo man auf Milos essen kann

Die griechische Gastronomie ist ein Kapitel für sich, und auf Milos gilt das doppelt. Obwohl Griechenland für seine Fleischgerichte berühmt ist, findest du hier absolut fantastische Spezialitäten, die du probieren musst. Ich empfehle dir unbedingt, die lokale Köstlichkeit Pitarakia zu kosten – perfekte frittierte Teigtaschen, gefüllt mit dem aromatischen Käse Myzithra und frischer Minze. Als süßen Abschluss gönn dir dann Karpouzopita, einen sehr ungewöhnlichen Melonenkuchen mit Honig und Zimt.

Für großartiges Essen fahr in die berühmte Taverne O! Hamos! am Strand Papikinou in Adamas. Obwohl dieser Familienbetrieb auch für sein langsam gegartes Fleisch von der eigenen Farm bekannt ist, machen sie hier für Vegetarier eine absolut fantastische gebratene Zucchini mit Ziegenkäse, eine ausgezeichnete fleischlose Moussaka und großartige Gemüsefrikadellen mit Melonensauce, von denen du begeistert sein wirst. Erwarte allerdings Warteschlangen, der Ort lässt sich nicht im Voraus reservieren, und abends ist es zum Bersten voll.

Wenn du Lust auf Meeresfrüchte bekommst, fahr an die Nordküste ins Dörfchen Mandrakia. Der Ort ist berühmt für die Taverne Medusa, die für ihr breites Angebot an frischen Fischspezialitäten bekannt ist, sodass sich hier mittags oft Schlangen für einen freien Tisch bilden und die Leute mit einem Wein direkt auf den Klippen sitzen. Du kannst hier einen vorzüglichen, an der Sonne getrockneten Oktopus probieren und den Blick auf die bunten Bootshäuser und die plätschernden Wellen genießen.

Wohin weiter von Milos aus

Milos hat eine absolut strategische Lage und bietet eine enorme Anzahl an Fährverbindungen zu anderen Inseln. Der hiesige Hafen verbindet dich problemlos mit mehr als achtzehn weiteren Zielen in der Ägäis.

  • Wenn dich die klassische Romantik und die ikonischen blauen Kuppeln locken, wirf einen Blick in unseren Artikel Urlaub auf Santorini. Die Fahrt mit dem Schnellboot von Milos dauert nur etwa zwei Stunden.
  • Möchtest du Geschichte mit ausgelassenem Nachtleben verbinden, dann lies, was Urlaub auf Mykonos zu bieten hat.
  • Wenn du eine längere Reise planst und über mehr Inselvielfalt nachdenkst, studiere unseren Überblick Die schönsten Inseln Griechenlands, wo du jede Menge weiterer Inspiration findest.
  • Für praktische Ratschläge vor der Reise solltest du auch unsere Liste Was man in den Griechenland-Urlaub mitnehmen sollte nicht auslassen.

Häufig gestellte Fragen

Du planst eine Reise auf die Insel Milos in Griechenland? Hier sind die Antworten auf deine häufigsten Fragen, die dir bei der Urlaubsvorbereitung helfen, damit du kein wichtiges Detail vergisst und dir mögliche Sorgen vor Ort ersparst.

Wie reist man nach Milos?

Der gängigste und praktischste Weg ist ein Flug nach Athen und anschließende Überfahrt mit der Fähre vom Hafen Piräus. Schnelle Katamarane (SeaJets) schaffen die Strecke in knapp drei Stunden und ein Ticket kostet etwa 41 bis 79 Euro, langsamere Schiffe (Blue Star) fahren etwa fünf bis sieben Stunden, sind aber schon ab 33 Euro zu haben. Kauft eure Tickets im Sommer mehrere Monate im Voraus. Wenn ihr außerhalb der Hauptsaison reist, verringert sich die Fährfrequenz etwas, also überprüft die Fahrpläne lieber zweimal. Die Schiffsfahrt ist aber an sich schon ein großartiges Erlebnis.

Von wo aus fliegt man nach Milos?

Auf der Insel gibt es einen kleinen Inlandsflughafen, den ihr ausschließlich mit Direktflügen von Athen mit Fluggesellschaften wie Olympic Air oder Sky Express erreicht, wobei der Flug etwa 40 Minuten dauert. Aus Tschechien gibt es keine Direktflüge, ihr müsst immer in der griechischen Hauptstadt umsteigen. Da kleinere Propellermaschinen eingesetzt werden, ist die Platzkapazität stark begrenzt. Lasst die Buchung der Flugtickets daher nicht auf den letzten Drücker.

Welche Insel in Griechenland ist die schönste?

Das hängt davon ab, was ihr vom Urlaub erwartet. Santorini ist ikonisch mit seinen blauen Dächern, Naxos punktet bei Familien mit Kindern dank seiner Sandstrände und Milos gilt als die geologisch interessanteste und vielfältigste Insel der gesamten Kykladen dank seiner mehr als siebzig farbigen Strände. Egal für welche ihr euch entscheidet, die kykladische Architektur und das ausgezeichnete lokale Essen werden euch garantiert nicht enttäuschen.

Wo ist das schönste Meer in Griechenland?

Milos und seine Umgebung rühmen sich mit absolut fantastischem Wasser. Insbesondere die unbewohnte Insel Poliegos unweit von Milos wird regelmäßig als Ort mit dem absolut klarsten und türkisesten Wasser in der gesamten Ägäis bezeichnet, den ihr nur per Boot erreicht. Zudem bedeuten die vielfältigen Strände hier, dass ihr jeden Tag eine völlig andere Küste entdecken könnt und euch nie langweilen werdet.

Wie viele Tage brauche ich für Milos?

Für eine entspannte Erkundung der Insel empfehle ich, vier bis fünf Tage einzuplanen. So schafft ihr einen ganztägigen Bootsausflug nach Kleftiko, könnt in Ruhe die malerischen Dörfchen mit bunten Bootshäusern erkunden und habt genug Zeit zum Entspannen an den Vulkanstränden. Wenn ihr aber auch zum benachbarten Kimolos fahren oder mehr Wanderungen entlang der abgelegenen Westküste unternehmen möchtet, verlängert euren Aufenthalt ruhig auf eine ganze Woche. Die Insel wird euch bestimmt nicht langweilig.

Braucht man ein Auto auf Milos?

Ja, ein Mietwagen oder ein starkes Quad ist praktisch eine Notwendigkeit, wenn ihr versteckte Strände entdecken und Freiheit haben wollt. Busse verbinden zwar die Hauptorte, aber nach Einbruch der Dunkelheit sinkt ihre Frequenz deutlich und zu den interessantesten Naturorten im Westen der Insel kommt ihr ausschließlich mit einem 4×4-Auto. Autovermietungen sind zudem in der Saison sehr ausgelastet. Reserviert euch das Fahrzeug auf jeden Fall idealerweise schon von zu Hause aus, sobald ihr den genauen Reisetermin kennt.

Wann ist die beste Zeit, um nach Milos zu fahren?

Die absolut ideale Zeit sind die Monate Mai, Juni und September. So vermeidet ihr die extreme Augusthitze von über 30 Grad, die größten Touristenmassen und vor allem den starken Nordwind Meltemi, der mitten im Sommer oft die Pläne für Bootsausflüge durchkreuzt. Das Meer im September ist nach dem langen Sommer zudem perfekt aufgewärmt, sodass auch diejenigen das Baden genießen, die sonst kälteres Wasser nicht so sehr mögen.

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Vergiss die Reiseversicherung nicht

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Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).

Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

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